Männerhass als Frauenrecht?

Eine junge Frau in Frankreich schreibt, wie auch Arne schon berichtete, ein Buch warum sie alle Männer zurecht hasst. Also in gewisser Weise klassischer radikaler dritte Welle Feminimus. Ein Mitarbeiter eines Ministeriums für Gleichstellung stört sich daran, dass es so etwas zu kaufen gibt und löst darüber einen Streisand Effekt aus. Das Buch wird massig gekauft. Zum Inhalt aus der NZZ:

Während sich die Verleger die Hände reiben, fasst sich die Leserin an den Kopf: Der Titel des Traktats ist tatsächlich ernst gemeint und soll ein feministisches Statement sein. Pauline Harmange, die 25-jährige Autorin, ist zwar mit einem Mann verheiratet, verficht aber auf 80 Seiten ihr Recht, Männer zu hassen – und zwar nicht bestimmte Männer, sondern alle Männer. Die Misandrie, die sie verteidigt, definiert sie als «negatives Gefühl» gegenüber sämtlichen Vertretern des männlichen Geschlechts, wobei die Ablehnung von simplem Misstrauen bis zu entschiedener Feindseligkeit reichen könne.

Wer das nun sexistisch findet, ist laut Harmange vollkommen fehlgeleitet. Man könne, so erklärt die Autorin, Misogynie und Misandrie unmöglich mit gleichen Ellen messen, da die männerhassenden Frauen erstens aus einer Position der Unterdrückung agierten und ihren Hass zweitens auf ganz andere Weise lebten als die Männer. Bei diesen äussere sich die Verachtung der Frauen regelmässig in Tötungsdelikten, und mildere Formen männlicher Gewalt, ist Harmange überzeugt, erfahre jede einzelne Frau. Wenn nun aber Frauen, auf dieses Übel reagierend, die Gesamtheit der Männer geringschätzten, tue das niemandem weh und im Gegenteil den Frauen wohl. Verschwistert, zusammengeschlossen in rein weiblichen Kreisen, könne jede ihre Stärke entdecken, die die Männer dauernd unterdrückten.

Also klassische Argumente dieser Denkweise:

  1. Wir treten ja nur nach oben und das ist nicht schlimm
  2. Wenn Männer hassen, dann töten sie Frauen, wenn Frauen hassen, dann beschweren sie sich nur über ihre Unterdrückung und macht den Männern zudem ihre Privilegien bewußt.

Diese Argumentation ist selbstverständlich nicht strafbar, und wer nur mit Frauen leben will, soll das tun. Wer aber meint, mit platten Pauschalisierungen den Feminismus voranzubringen, muss den Kontakt zur Realität verloren haben. Anstatt die Diskussion über berechtigte Anliegen zu stimulieren, kann das Buch bloss jene sterilen Debatten über das Wesen der Geschlechter befördern, die wir schon in der Vormoderne führten. Bestimmt werden wir auch im deutschsprachigen Raum wieder ausgiebig über die leidigen alten Themen reden, die Übersetzungsrechte für das Buch sind bereits an Rowohlt verkauft. Dem Beamteneifer sei Dank.

Da hat sich Claudia Mäder noch nicht so viel mit dem Feminismus beschäftigt, denn der lebt ja gerade von Pauschalierungen.

Aber gut, dass sie sich dagegen ausspricht.  Mal sehen, was noch über den Inhalt berichtet wird, wenn es in Deutschland erscheint. Wenn jemanden mit mehr Französischkenntnissen als ich mehr zum Inhalt sagen kann: Gerne in den Kommentaren.
Wobei regelmäßige Leser dieses Blocks den ungefähren Inhalt sicherlich gut vor Augen haben. Männerhass zu entschuldigen ist ja im Feminismus nichts neues.

53 Gedanken zu “Männerhass als Frauenrecht?

  1. „Die Misandrie, die sie verteidigt, definiert sie als «negatives Gefühl» gegenüber sämtlichen Vertretern des männlichen Geschlechts, wobei die Ablehnung von simplem Misstrauen bis zu entschiedener Feindseligkeit reichen könne.“

    Meine Güte, das ist doch schlicht das Phänomen Penisneid, das es angeblich gar nicht gibt.

  2. Ich bezweifle dass eine nennenswerte Zahl Frauen aufgrund von Frauenhass stirbt oder das
    sogenannte Femizide ein echtes Problem sind. Klar, Feministinnen behaupten das, aber die Lügen auch bei vielen anderen Themen. Beziehungstaten sind genau das, Beziehungstaten. Diese Frauen sterben weil sie eine emotionale Beziehung zu einem Mann haben, der sich von ihr betrogen, verraten oder missbraucht fühlt und deswegen den Mord begeht. Das es dabei oft Frau sind, liegt daran das die meisten Menschen hetero sind.

    Oder kennt jemand Beispiele, wo der Täter wahllos aber gezielt irgendwelche Frauen tötet oder sagt das er diese oder jene Frau mit der er in Kontakt stand nicht getötet hätte, wenn sie ein Mann gewesen wäre?

    • Fairerweise muss man hier anmerken, daß es tatsächlich schon Fälle gegeben hat wo jemand gezielt Frauen aus Frauenhass angegriffen und getötet hat:

      https://en.wikipedia.org/wiki/%C3%89cole_Polytechnique_massacre

      https://en.wikipedia.org/wiki/Toronto_van_attack

      Beim Angriff an der Uni Montreal hat der Täter direkt bevor er das Feuer eröffnet hatte gezielt die Männer des Auditoriums von den Frauen getrennt, und dann in die Frauengruppe geschossen.

      Insgesamt verdienen diese Fälle aber wirklich die Bezeichnung „tragische seltene Einzelfälle“, und gesamtgesellschaftlich von einem „Femizid“ zu reden ist komplett ins absurde übertriebene feministische Propaganda.

      • Beim Angriff an der Uni Montreal hat der Täter direkt bevor er das Feuer eröffnet hatte gezielt die Männer des Auditoriums von den Frauen getrennt, und dann in die Frauengruppe geschossen.

        Normalerweise wird es umgekehrt praktiziert. Das finden aber alle Menschen, auch Frauen als völlig normal und in Ordnung. Mehr braucht man dazu eigentlich nicht zu sagen.

    • Ist doch nun wirklich nichts Neues. Ganz ehrlich, wer das je behauptet hat, der hat sich nie mit dem Feminismus auseinandergesetzt. Solche Bücher kommen alle paar Jahre raus. Du musst immer nur eine Sache behaupten, egal wie die Beweise sind, und schon werden die Leute dir glauben.
      Z.B. „Der Mond ist aus Käse“
      „Aber nein, der Mond ist aus Stein.“
      „Doch, der Mond ist aus Käse.“
      „Aber die Astronauten…“
      „Der Mond ist aus Käse, du hasst nur Käse, deswegen kannst du es nicht akzeptieren.“
      „Aber…“
      „Schein Käsehasser, der Mond ist aus Käse“

      Du kannst solche Argumente nicht gewinnen, deswegen ist ignorieren die bessere Wahl. Damit änderst du zwar nicht die Welt aber du kannst ein ruhiges und zufriedenes Leben führen.

      • Du kannst solche Argumente nicht gewinnen, deswegen ist ignorieren die bessere Wahl. Damit änderst du zwar nicht die Welt aber du kannst ein ruhiges und zufriedenes Leben führen.

        Wie weit geht denn deine Toleranz? Reichen Lügen, Diffamierung, Entrechtung nicht aus? Darf man dich auch gern noch halbtot prügeln und du ignorierst es immer noch, weil dein Leben damit ja so viel ruhiger und zufriedener verläuft? Wann ist denn für dich der Punkt erreicht, an dem deine „Toleranz“ endet und du dich mal wehrst?

        • Ich wehre mich, wenn ich persönlich betroffen bin. Ob Deutschland, andere Männer oder andere Frauen betroffen sind interessiert mich nicht, da sich auch keiner für mich interessiert. Und ich wehre mich auch nur, wenn es Sinn macht, wenn ich eine Chance habe zu gewinnen. Ansonsten weiche ich aus.
          Mit Toleranz hat das übrigens wenig zu tun, es hat etwas mit Aufwand und Gewinn zu tun.
          Der Feminismus wird von selbst verschwinden, wenn sich die Voraussetzungen ändern. Sollte unser Wohlstand irgendwann massiv absinken und der Mensch wieder viel arbeiten müssen, dann wird der Feminismus verschwinden wie Schnee in der Sonne. Es ist eine Schönwetterideologie, im Gegensatz zu der weiblichen Hypergamie die ich als das wahre Problem ansehe. Der Feminismus ist nur für Konservative ein Problem da er mit ihnen um Ressourcen konkurriert. Konservative kann ich übrigens genauso wenig ausstehen wie die Feministen.

          • Sollte unser Wohlstand irgendwann massiv absinken und der Mensch wieder viel arbeiten müssen, dann wird der Feminismus verschwinden wie Schnee in der Sonne. Es ist eine Schönwetterideologie…

            Und im Zweifel wirst du selbst derjenige sein, der viel arbeiten müssen wird – natürlich für Frauen.
            Ich möchte es gerne erst gar nicht so weit kommen lassen. Aber Nutznießer gibt es offenbar überall, nicht nur im Feminismus. 😉

            Ich wage zudem zu bezweifeln, dass der Feminismus von alleine verschwinden wird. Oder vielmehr diese „Schönwetterideologie“, die natürlich nur dazu gedacht ist, einigen wenigen ein gutes, schönes Leben zu ermöglichen. (Dass es beim Feminismus seit jeher nur um Rosinenpickerei geht, weiß hier wohl jeder.)
            Der Mensch lässt sich eben gerne belügen und selbst in Krisenzeiten steht der Schutz weiblichen Lebens an erster Stelle. Kriege, in denen Männer verheizt werden, gibt es ja nicht erst seit diesem Jahrzehnt.
            Du bist dabei vielleicht nur der Alte, der dank der Gnade der frühen Geburt nicht mehr fürchten muss, selbst in den Kampf geschickt zu werden. Da ist es natürlich kein Problem, einen „Gewinn“ darin zu sehen, wenn andere Jungen/Männer für dich den Kopf hinhalten.

            Der Feminismus ist nur für Konservative ein Problem da er mit ihnen um Ressourcen konkurriert. Konservative kann ich übrigens genauso wenig ausstehen wie die Feministen.

            Auch du konkurrierst um Ressourcen. Dummerweise belügst du dich dabei selbst. Vielleicht mit ein Grund dafür, dass der Feminismus so erfolgreich sein konnte.

          • „Und im Zweifel wirst du selbst derjenige sein, der viel arbeiten müssen wird – natürlich für Frauen.“
            Mach dir um mich keine Sorgen, als MGTOW bin ich gegen die Probleme von Normalsterblichen gefeilt.
            Ich verdiene genug und brauche wenig, deswegen bin ich recht sicher.

            „Ich möchte es gerne erst gar nicht so weit kommen lassen. “
            Ja, die Jugend heute, will immer etwas verändern aber leider wird das genau wie die letzten 50 Jahren der Männerrechtsbewegung nichts bewirken. Das liegt an der Biologie, die du nicht überwinden kannst. Erst wenn die sich ändert, kann sich auch etwas innerhalb der Gesellschaft ändern.

            „Ich wage zudem zu bezweifeln, dass der Feminismus von alleine verschwinden wird. “
            Das liegt daran, dass du wie ein Kind bei einer Zaubervorführung nur das siehst, was du sehen willst. Deine Augen sind auf das falsche Ziel gerichtet. Denk doch mal nach, warum gibt es den Feminismus erst seit der Industriellen Revolution und nicht schon 3000 BC?

            „Der Mensch lässt sich eben gerne belügen und selbst in Krisenzeiten steht der Schutz weiblichen Lebens an erster Stelle. Kriege, in denen Männer verheizt werden, gibt es ja nicht erst seit diesem Jahrzehnt.“
            Das war nie anders und es wird auch nicht anders sein, solange du die Biologie nicht änderst. Erschaffe eine künstliche Gebärmutter und Frauen werden ihren Wert von jetzt auf gleich verlieren. DAS ist die Veränderung auf die wir alle warten. Nicht irgendeine konservative Partei wie die Clowns von der AfD die Frauen ebenso wie JEDE andere Partei weltweit, egal ob konservativ oder nicht, bevorzugt. Zeig mir eine Partei, eine größere Gruppe die Frauen nicht als wichtigste Ressource sehen. Nur eine. Egal ob Rechts, Links oder Mitte – Frauen werden IMMER bevorzugt.Und zwar deshalb weil sie etwas können, was essenziell für jede Gruppe von Menschen ist, egal ob es 20 oder 20 Millionen sind. Sie können Kinder zeugen.

            „Auch du konkurrierst um Ressourcen. “
            Schon, aber ich bin keine Gruppe, sondern eine Einzelperson. Und ich konkurriere nicht um die Ressourcen des Staates, sondern um die anderer Einzelpersonen.

        • Das stimmt nicht, du kannst dich selbst retten. Ist das nichts? Wenn sich genug Männer selbst retten, dann verändert sich vielleicht irgendwann die Gesellschaft. Nur dass es dich dann nicht mehr kümmert.

          • Das ist eine Illusion. Sich selbst zu retten ist anstrengend. Einfacher ist es einer Ideologie zu folgen, die einem die Welt einfach erklärt und andere die Schuld am eigenen Problemen gibt oder andere als moralisch/menschlich minderwertig hinstellt und einem somit das angebliche Recht gibt zu fordern. Und während diejenigen, die für sich selbst kämpfen, es alleine tun und damit es nicht schaffen die Gesellschaft freier zu machen oder davor zu bewahren unfreier zu werden, ändern die mit die Ideologie die Gesellschaft zu etwas in dem man nicht mehr das machen kann, was früher erlaubt war und ich reden von legalen Dingen.

    • Zweifellos, ja. Aber ein solches Buch würde ebenso zweifellos in den Medien zerrissen und die Kampagnen gegen rechten Haß befeuern. Bei dem Werk von Harmanges würde es mich jedoch nicht wundern, wenn sich da in den Feuilletons auch wohlwollende, relativierende und rechtfertigende Kommentare finden. Mal sehen …

    • Glaube ich nicht. So sind Männer weder gepolt noch konditioniert. Sie stehen zu den Frauen bis zur kompletten Selbstaufgabe oder bis in den Tod. Vielleicht ist das so eine Art Beschützer- und Ritter-Gen: Die Frauen können nichts dafür, die Umstände sind schuld, die unendlich lange Unterdrückung, die Mondphase oder das PMS. Sonst gäbe es doch nicht Unmengen von glühenden männlichen Feministen. Weibliche Maskulisten hingegen sind eine Rarität.

      Diese Konditionierung der Männer ist auch der Grund dafür, dass Feministen ihre maßlosen Forderungen und Ansprüche bis ins irrational Uferlose weitertreiben können und keinen merklichen Widerstand erfahren.

      Jedes andere Lebewesen hätte schon längst einen auf die Pfoten bekommen, wenn es aufgrund der angenommenen eigenen Höherwertigkeit solche Aggressivität, Herrschsucht und Habgier ausleben würde.

      So ein Buch voller Frauenhass würde an den Ladentheken neben den Pornoheften für Frauen einfach massenweise vergilben. Anders hingegen wäre es, wenn es sich an eine weibliche Leserschaft richten würde…

      • „Sonst gäbe es doch nicht Unmengen von glühenden männlichen Feministen. Weibliche Maskulisten hingegen sind eine Rarität.“

        Das ist ein Schlüsselpunkt. Es gibt halt einfach auch viele männliche Feministen (obwohl ich glaube das viele da auch Opportunisten sind die auf das „Feminismus-Pferd“ setzen um parteiliche oder sonstige Karriere zu machen).

        Aber generell ist halt einfach die Sympathie von Männern gegenüber den Problemen von Frauen um einiges höher als umgekehrt.

        • „viele da auch Opportunisten sind die auf das „Feminismus-Pferd“ setzen um parteiliche oder sonstige Karriere zu machen“

          Und das ist doch schon der Beweis für das System. Wer sich für Anliegen von Männern oder Jungs einsetzt, der kann in der Gesellschaft nur noch sehr bedingt vorankommen.

          „Aber generell ist halt einfach die Sympathie von Männern gegenüber den Problemen von Frauen um einiges höher als umgekehrt.“

          Das ist das Gender Empathy Gap. Es ist den Feministen egal, was später aus männlichen Kindern wird. Sie sind nicht bereit, irgendeine Form von positiv besetztem Männerbild zuzulassen. Es gibt keine gesellschaftlich breit akzeptierte Rolle mehr für Männer, jede Positionierung wird attackiert und angefeindet. Selbst den männlichen Feministen wird der Mund verboten, den sie dann auch artig halten, wenn die Frau spricht.
          Und Rowohlt verlegt diese Grundhaltung artig in Buchform.

          • „Es gibt keine gesellschaftlich breit akzeptierte Rolle mehr für Männer“

            Das würde ich bezweifeln. Der Mann der für Frauen da ist, die Kohlen aus dem Feuer holt, egal ob als Alpha-Rüde oder weißer Ritter wird wohl bei den Damen immer en vouge sein. Wenn er sich dann auch noch zur Belustigung der Damenwelt nach belieben erniedrigen und beschimpfen lässt, ohne sich beleidigt zurückzuziehen, um so besser, was für drollige Kerlchen sie doch alle sind…

  3. Seltsam. Der radikale Feminismus wird immer stärker, setzt immer mehr Forderungen in der Politik um, gewinnt immer mehr Einfluss in den Medien, obwohl oder gerade weil die meisten der Forderungen schon umgesetzt wurden. Während hingegen der Einfluss von Männerrechtlern/Maskulisten kaum vorhanden ist.

    Feminismus ist wirklich ein kollektiver „Shit-Test“ den wir Männer gerade verlieren, wie es hier schon oft beschrieben wurden. Erinnert mich auch an manche private Beziehung. Je nachgiebiger man wird desto mehr gerät man in die Defensive und in die Dominanz.

    Alternative Begründung:
    Toqueville-Paradoxon.

    • Diese Absurdität ist politisch-medial gewollt; es ist die top-down verordnete Agenda, die zunächst die „Vernichtung“ des Mannes, ergänzt um Gender Mainstreaming, „social distancing“ etc. als Zielgröße die anmaßede „Auflösung der Geschlechter“ betreibt…

      • Das ist sicher richtig und der primäre Beweggrund.

        Aber wenn es z.B. nicht gerade so viele Frauen gäbe die auf das Feminismus-Thema ansprechen (siehe zum Beispiel wie stark die Feminismus-Partei per se „Die Grünen“ bei weiblichen Wählern sind) könnte dies sich gar nicht so durchsetzen.

        Eine signifikante Minderheit der Frauen, besonders der akademisch-medialen Frauen, springt halt einfach stark auf das Thema an und wirkt dann als Multiplikator.

        • Ja, das ist traurig, daß gerade der doch eigentlich zu eigenständigem Denken via „Bildung“ und kritischer Hinterfragung befähigt-werden sollende Teil der Frauen so unreflektiert auf diesen vordergründig angenehmen und bequemen Quatsch abfährt…
          Aber sytemvermittelte „Bildung“ ist heutzutage wohl auch eher und zunehmend ausschließlich kultivierte und gepflegte EIN-Bildung…

      • Oh Gott welch Verschwörungstheorie. Da gibt es keinen großen Plan.
        Wie jeder weiß, der schon mal in einer großen Firma gearbeitet hat, ist dort kaum eine wirkliche Führung machbar ist, mit der Teams gelenkt werden können. Daher ist es auch kaum machbar, dass eine Agenda von oben nach unten durchgesetzt wird.
        Ich bin eher der Meinung, dass es Trends gibt, die entstehen (oft aus der Biologie heraus , wie dieser Frauen Müll) und an die man sich dann dranhängt, weil es eben hipp ist. Ich denke da eher nicht, dass es da eine Elite im Hinterzimmer, die sich die Hände reibt. Ich denke eher, die Politiker sind die größten Mitläufer.

        • Gibt unzählige Motive. Politiker setzen auf Wählerstimmen und pushen deswegen das Thema. Politikerinnen nutzen den Feminsmus/Sexismus-Vorwurf/Quoten strategisch um Mandate etc. zu bekommen.
          Wichtig ist nur dass das Thema gut Schwung bekommen hat damit es mittlerweile genug Opportunisten und True Believer gibt. Etwas was die Gegenseite nie geschafft hat.

        • @Truth:
          „Oh Gott welch Verschwörungstheorie. Da gibt es keinen großen Plan.“

          Das ist so was mit den „Verschwörungstheorien“ zu denen es selbstverständlich keine „Verschwörungspraxis“ geben kann, weil ja alles nur Zufall ist, selbst wenn es sich um überzufällige Zufälle handelt…

          Viele Menschen können oder wollen einfach nicht sehen, und schon das Kleinkind hält sich die Hände vor die Augen, weil es ja dann nicht gesehen wird – gell?!

          • Meine Antwort war bewusst provokant. Ich denke in der Tat, dass einzelne Personen nicht so viel macht haben, wie ihnen zugeschrieben wird und finde auxh in der Geschichte werden einzelne Personen überbewertet, selbst wenn es totale Diktatoren waren. Natürlich können Politiker etwas ausrichten, ich denke aber eher, es geht um Stimmen oder ähnliches, ich glaube echt sehr selten, dass es da große Pläne gibt, die man verfolgt, wie Vernichtung der Familie, oder dass Frauen nur wegen der Regierung Müll sind.
            Ich denke, das schaffen die schon selber.

        • @Truth:
          „Wie jeder weiß, der schon mal in einer großen Firma gearbeitet hat, ist dort kaum eine wirkliche Führung machbar ist, mit der Teams gelenkt werden können. Daher ist es auch kaum machbar, dass eine Agenda von oben nach unten durchgesetzt wird.“

          Wenn dem so wäre, sollten wir gleich jedwede „Führer“ -ob in Firmen, Politik oder wo auch immer abschaffen, weil das Chaos dann auch nicht mehr viel größer werden könnte.
          Im übrigen denke ich aber schon, daß z.B. eine zentrale Politik-Darstellerin die Weichen vor fünf Jahren beginnend so grundlegend für Deutschland und Europa anders angeordnet hat („top-down“), daß wir alle mir diesen Folgen leben müssen, so wir es denn können…

          • Ich denke es kommt beides zusammen: Eine bestimmte Haltung oder Grundstimmung in den Massen und dann eine Führerpersönlichkeit, der es gelingt diese zu bündeln, zu fokussieren, sich als Personalisierung dieser Grundstimmung darzustellen, entweder aus innerer Überzeugung oder auch um dies geschickt zu lenken.

    • „Feminismus ist wirklich ein kollektiver „Shit-Test“ den wir Männer gerade verlieren, wie es hier schon oft beschrieben wurden. “
      Nein, der Feminismus ist in erster Linie Parasitentum. Die Forderungen der Feministen würden auch erfüllt werden, wenn es gar keine Feministen gäbe. Das kann man in vielen Staaten sehen, wo der Feminismus nichts zu melden hat. Es ist einfach das biologische Imperativ, dass das hervorbringt. Ändere die Möglichkeiten der erweiterten Biologie z.B. durch eine Pille für den Mann, eine künstliche Gebärmutter oder durch Sexbots und du änderst auch die Kultur. Damit verändern sich auf die Parasiten die auf dieser Kultur aufbauen. Wenn es z.B. gute Sexbots gäbe, dann würden viele Männer Frauen gar nicht mehr angucken. Damit würde sich der Partnermarkt komplett ändern da Sex, den Frauen anbieten, keine Abnehmer mehr findet. Stattdessen würden sie vielleicht ihre Kochkünste anbieten oder irgendwas anderes. Pornostreaming hat einen ersten Schritt bewirkt und wenn sich die Möglichkeit Sex zu substituieren weiter verbessert wird es für Frauen immer schwieriger ihr letztes verbleibendes Produkt an den Mann zu bringen. Vielleicht müssen sie dann immer extremere Sexpraktiken anbieten, damit überhaupt jemand ran will, so wie bei dicken Frauen, die generell offener für den perversen Kram sind und sich mehr anstrengen müssen.

        • Die Feministen sind aber normalerweise nicht diejenigen, hinter denen Männer her sind. Daher würde ein Shit-Test keinen Sinn machen. Der ergibt nur Sinn, wenn du Interessenten testen willst.

      • Das ist sehr wahr. Was können einem Frauen jenseits von Sex anbieten? Da ist eigentlich schon seit der ersten Feminismuswelle nichts mehr übriggeblieben.

        Andersrum ist da eine ganze Menge: Frauen wollen durch Männer beschützt werden, sie wollen versorgt und bezahlt werden. Die wollen Abwasserkanäle gebaut und gereinigt bekommen, sie möchten ihre Zalando-Pakete bis an den Schreibtisch getragen bekommen. Müllwerker sollen den Wohlstandsabfall beseitigen. Sie schicken Männer in den Krieg und den Tod und stecken ihnen weiße Federn an, wenn die nicht gehen und sterben wollen.

        Also drücken Männer selbst den Knopf an der Spülmaschine und hoffen geduldig, dass ihre Geschlechtsgenossen vernünftige (sic!) Sexbots konstruieren, oder ihre Drüse sich so beruhigt, dass sie ungetrieben ihren eigenen Weg gehen können.

  4. Der Feminismus hat fertig, er gibt offen zu Männerhass zu sein. Ab jetzt wird es nur noch abwärts gehen. Es gibt ja auch genug anderen Hass, der politisch produktiver wirkt…

    • „Der Feminismus hat fertig“

      Das sehe ich nirgends. Vielmehr wird in der neuesten Welle die behauptete generelle moralische und menschliche Höherwertigkeit der Frau unter schweigendem Nicken der meisten Männer zementiert und ausgebaut.

      Die Justizministerin formuliert ohne merkliche Widerrede, dass Väter nachrangige Elternteile sind. Der Begriff „Vater“ wird im BGB durch „Elternteil“ ersetzt. Berufliche Quoten gibt es nur für Frauen – und nur in für sie attraktiven Bereichen. Das ganze Bildungs- und Kinderbetreuungssystem ist komplett in weiblicher Hand. Dort wird der Nachwuchs geformt.

      Weibliche Gewalt und Aggressivität werden akzeptiert und wohlwollend geduldet, in Buchform verlegt. Die Straßen sind voll mit Plakaten, die für weitere Gewaltschutzmaßnahmen für Frauen werben. Männer und Kinder kommen als Opfer nicht vor.

      Die nachwachsenden Jungs lassen ihr Herz hinter der Ballerkonsole verfetten, um dort vielleicht ein positiv besetztes Männerbild zu entdecken. Dann sind sie nach zwei Jahrzehnten nicht mal mehr als Paketbote oder Kanalarbeiter nütze.

      Feminismus kennt keine Grenze, weil er durch den allmächtigen Einfluss auf den Nachwuchs Unterstützung oder mindestens Duldung für seine überbordende Bevorzugung des Weiblichen selbst generiert und sichert.

      • Ich glaube schon vor längerer Zeit schrieb ich hier mal, das ich evolutionsbiologisch das Sexual-, speziell Partnerwahlverhalten der Homo sapiens* Frauen als evolutionäre Sackgasse ansehe, das letztendlich zu einer Krise führen muss. Selbst die ganzen Umweltprobleme lassen sich darauf zurückführen, denn was will die Frau ? Antwort: mehr, immer mehr (siehe Fischers Frau Syndrom) Jeder MGTOW** der sich dem entzieht, ist eine größerer Kämpfer für das Überleben des Planeten als tausend Racketes, Neubauers usw.

        *welch feine Ironie in der Namensgebung !
        **und natürlich die paar Ausnahmefrauen und sonstigen Ausnahmemänner, der Mainstream wird sich leider wohl nicht ändern.

        • @dr. caligari:

          »Selbst die ganzen Umweltprobleme lassen sich darauf zurückführen, denn was will die Frau ? Antwort: mehr, immer mehr (siehe Fischers Frau Syndrom)«

          Das ist aber auch bloß die Retourkutsche für den feministischen Vorwurf, Männer würden die Welt kaputt machen, jetzt machen sie halt die Welt kaputt, um ihre Frauen zufriedenzustellen.

          Für die Diskussion mit Feministinnen freilich kein schlechter Ansatz! 🙂

          Aber das Problem ist ein Vexierbild: man sieht den Hasen oder die Ente, die alte oder die junge Frau, trotzdem enthält das Bild objektiv die informationen für beide Perspektiven.

          Darum ist es so schrecklich unergiebig, »Gesellschaft« auf »Geschlecht« eindampfen zu wollen. We’re in it together.

  5. Da gab es doch mal diese Rede von Emma Watson, in der sie bemängelt hat, dass Feminismus nur noch mit Männerhass in Verbindung gebracht wird:

    Interessant ist hier wieder das Verhalten der Feminismus-Verteidiger in Hollywood: man äußert sich immer nur dann, wenn es einfach und bequem ist. Wenn etwas passiert, dass dem öffentlich geäußerten Weltbild widerspricht, fährt man dagegen die Strategie: Nichts sagen und so tun als ob das gar nicht passiert. Oder hat sich Emma Watson oder irgendeiner ihrer prominenten HeForShe-Unterstützer schon irgenwo dazu geäußert?

  6. Das Thema lebt von sprachlichen Unterschieden zwischen Mann und Frau aus der klassischen Zuordnung Mann = aktiv, Frau = passiv heraus.

    Also wenn eine Frau „Ich hasse Männer“ schreibt wird dem eine Wertigkeit zugewiesen die ungefähr in der Skala beim kindlichen Trotzkommentar „Ich hasse Grünkohl“ am Esstisch liegt.

    Kurzum: niemand nimmt es ernst.

    Auch die Erläuterung aus dem NZZ Artikel:

    „Wenn nun aber Frauen, auf dieses Übel reagierend, die Gesamtheit der Männer geringschätzten, tue das niemandem weh und im Gegenteil den Frauen wohl. Verschwistert, zusammengeschlossen in rein weiblichen Kreisen, könne jede ihre Stärke entdecken, die die Männer dauernd unterdrückten.“

    ist interessant und ein Fingerzeig auf die innere Verfasstheit vieler Frauen, die sich selber als leer und abhängig von Interaktionen mit anderen Menschen empfinden. Der Wunsch, diese innere Leere mit Hass und – viel wichtiger – dem damit erzielten Ingrouping zu füllen ist logisch, aber am Ende zum Scheitern verurteilt. Zu hassen ist keine Stärke sondern eine extreme Schwäche.

    • „Der Wunsch, diese innere Leere mit Hass und – viel wichtiger – dem damit erzielten Ingrouping zu füllen ist logisch, aber am Ende zum Scheitern verurteilt. Zu hassen ist keine Stärke sondern eine extreme Schwäche.“

      Definiere Scheitern. Vielleicht kann sich der alte weiße Mann den Bart streicheln und dann da rein brabbeln: „Mit soviel Hass wird das nichts, mein Kind.“ Das interessiert aber letztlich nicht mal seinen Bart. Denn faktisch und gesamtgesellschaftlich gesehen trägt weibliche Aggressivität gegenüber Männlichem fette Früchte, nicht nur in der Buchauflage.

      • Motiviert werden soll dazu die einzelne Frau. Verkauft wird es als Versprechen von Sinn und Glück. Und beides wird frau damit nicht finden.

        Aber vielleicht hilft es ja, die Quote an konsumstarken ewigen Singlefrauen mit Vollerwerbsbiographie zu erhöhen. Das wäre dann gesamtgesellschaftlich eine (nicht fette und auch ziemlich kurzfristige) Frucht.

        Ökonomisch sind unglückliche Frauen tatsächlich sinnvoll, weil sie konsumfreudiger sind.

      • Ich denke die neue schöne feministische Welt mit Karrierefrauen, dem Druck für Frauen auch an die Spitze zu kommen, sich möglichst männlich zu verhalten spricht nur eine kleine, aber lautstarke Minderheit der Frauen wirklich an.

        Ein großer Teil der Frauen ist in dieser neuen Welt auch eher unzufrieden. Vielleicht auch insgeheim mit den neuen „weichen“ Softie-Männern vielleicht auch nicht so glücklich. Aber dieses Ressentiment richtet sich halt, medial augepusht, gegen die bösen Männer. Weil es hier erlaubt ist zu hassen.

  7. Wenn jemanden mit mehr Französischkenntnissen als ich mehr zum Inhalt sagen kann: Gerne in den Kommentaren.

    Es lohnt sich doch nicht, so etwas zu lesen und Zeit dafür zu investieren. Die Leute hier auf AE gehören sicher nicht zum Zielpublikum, das mit einem solchen Buch angepeilt wird. Es ist, so vermute ich, einer Art Groschenroman für frustrierte Frauen, der sich als sozialkritische Betrachtung bestehender Verhältnisse anpreisen will. Dazu wird dieser Schund einfach als „Feminismus“ etikettiert, womit ein pawlovscher Reflex getriggert wird und die Kritik sich bemüht, Geistvolles zu entdecken, wo tatsächlich nichts ist.

  8. Richard Wagner an Franz Liszt auf die Frage, ob die 1850 zunächst anonym erschienene Schrift »Das Judentum in der Musik« von ihm verfasst worden ist:

    »Du fragst mich wegen des ›Judentumes‹. Gewiß weißt Du, daß der artikel von mir ist: was fragst Du mich erst? Nicht aus furcht, sondern um zu vermeiden, daß von den Juden die frage ins nackte Persönliche verschleppt würde, erschien ich pseudonym. Ich hegte einen lang verhaltenen groll gegen diese Judenwirtschaft, und dieser Groll ist meiner natur so notwendig, wie galle dem blute. (…) Es ist dieß ein nothwendiger Akt der vollen geburt meines gereiften Wesens«.
    (zit. n. Ulrich Drüner, Richard Wagner. Die Inszenierung eines Lebens., S. 294 f., Schreibweise i. O.)

    Wer wird denn diesem Genie das »negative Gefühl« eines bißchen Judenhasses übel nehmen, wenn es ihm hilft, seine schöpferischen Kräfte freizusetzen? /saracsm off

  9. privat@ingbert-juedt.de

    »Wenn nun aber Frauen, auf dieses Übel reagierend, die Gesamtheit der Männer geringschätzten, tue das niemandem weh und im Gegenteil den Frauen wohl. Verschwistert, zusammengeschlossen in rein weiblichen Kreisen, könne jede ihre Stärke entdecken, die die Männer dauernd unterdrückten.«

    Damit re-inszeniert Harmange die Urszene des Radikalfeminismus mit seinen »Selbstfindungsgruppen«, in der die eigene Identitätsbildung auf die Einsetzung einer simplen, manichäischen Weltwahrnehmung angewiesen ist. Die unterstellte »Unterdrückung durch die Männer« ist kein empirisches Faktum, sondern eine dogmatische Setzung, aus der die eigene Identität durch polare Abgrenzung gewonnen wird.

    Religionstypologisch formuliert ist es ein »gnostisches« Denken, das den Funken des eigenen Pneumas in der vom »Demiurgen« bzw. von Männern geschaffenen dämonischen Welt entdeckt und ihn zum »ganz Anderen« erklärt, das der zum Grab der Seele erklärten diesseitigen Schöpfung nicht angehört.

    • Aus dem Vorwort (!) von DiAngelo, geschrieben von Michael Dyson, Hervorhebungen von mir:

      „Die Filmfigur Keyser Söze in „Die üblichen Verdächtigen“ sagt an einer Stelle: „Der größte Trick, den der Teufel je gebracht hat, war die Welt glauben zu lassen, es gäbe ihn gar nicht.“ Der Teufel. Rassismus. Eine weitere Metapher. Derselbe Unterschied.
      Robin Di Angelo tritt hier an, um mit den Worten von Evangelikalen (…) zu verkünden: „Der Teufel ist eine Lüge.“ (S. 10)

      Es reicht nicht, Rhetoriker und Semiotiker zu sein, um Weißsein zu dekonstruieren und zu entmythologisieren, Dazu muss man auch ein Magier des Politischen und Gesellschaftlichen, ein Alchemist des Geistigen und Psychologischen sein.“ (S. 11)

      Man kann nicht sagen, die religiösen Untertöne würden verschwiegen.

        • Thanx und ich weise nicht umsonst ständig auf die großen Unterschiede zwischen den USA und Deutschland hin – dieses Ausmaß an in politische Ideologie geschwappte Religion, die religiöse Inbrunst, das „Entflammen“, das Flagellantentum gibt es hier so nicht.
          Wer Zeit seines Lebens nicht religiös indoktriniert worden ist, der nimmt diesen Geruch wahr, wie ein ausufernd verwendetes billiges Parfüm. Es stinkt aufdringlich durch alle Ritzen.

          Ihr Satz: „Antischwarzsein bildet die Grundlage unserer Identität als weiße Menschen. Weißsein gründetet immer schon auf Schwarzsein.“ kommt dir eventuell bekannt vor.
          Ich formuliere einmal um: „Frauenfeindlichkeit bildet die Grundlage unserer Identität als Männer. Männlichkeit gründetet immer schon auf Weiblichkeit.“
          Das ist Connell und Daly, wenn ich mich nicht irre.
          Kopisten für das Himmelreich! 🙂
          Der Dreh, dass nun mit DiAngelo eine weiße Frau ihre „weißen Privilegien“ analog zu „Männlichkeit“ definiert – wie es ein pro-feministischer Mann tun würde – halte ich für keinen Zufall, sondern so läuft Personalisierung und Biologisierung von „Macht“ ohne Blick auf die reale Sozialstruktur.

          Zum ersten Punkt: Die armen Russen, Polen, Tschechen, Litauer etc. haben ohne afrikanische Kolonien und Erfahrung mit schwarzen Menschen demzufolge eine echtes Problem ihr „Weißsein“ ausgebildet zu haben.
          Quasi ohne eine eigene Identität. Die Armen!

          Abgesehen vom Kulturimperialismus, der sich hier anschickt, die Weltgeschichte nach Maßgaben der Geschichte der USA zu erklären, hat mich bei der Debatte um „Reparationen“ für die Kolonialgeschichte etwas nicht erstaunt: Um Reparationen für die Philippinen, Vietnam, Chile, Nicaragua bspw. geht es nicht.

          Was wiederum auf die „Konstruktion“ des „Othering“ hinweist, auf die man sich hat politisch einigen können. Also Postkolonial auf schwarz+Muslim und feministisch auf „Frau“ Da können die Asiaten und Südamerikaner demzufolge als Opfer einpacken, die ja „nur“ Opfer des US-Imperialismus geworden sind, nicht des Kolonialismus.
          Nützlich, nicht wahr…

        • Wer Zeit seines Lebens nicht religiös indoktriniert worden ist, der nimmt diesen Geruch wahr, wie ein ausufernd verwendetes billiges Parfüm. Es stinkt aufdringlich durch alle Ritzen.

          Da würde ich gegenhalten. These: Gerade diejenigen die meinen, nur auf dem Boden der Rationalität zu stehen sind die glühensten Gläubigen. Es ist ihnen nur nicht bewusst, weil sie es rationalisiert haben. Oder anders: Der Gläubige weiß in der Regel, dass er Dinge glaubt. Der Atheist meint bloss, er würde nichts glauben.

          Nicht umsonst ist Intersektionalismus (auch bei uns) in Kreisen mit höherer Bildung so verbreitet. (Oder transponiert: Nur Jungen, die in einem vaterlosen Haushalt aufgewachsen sind, meinen hyperaggressives Auftreten wäre besonders männlich.)

  10. Eine Theorie, wonach Frauenhass auf Männer ganz berechtigt ist? Wow, wie originell, hatten wir noch nie.

    Ich wünschte, Männer wären so, wie sie von Feministen beschrieben werden. Dann müsste ich keine Zeit mehr in mein Blog investieren, bzw.: Dann wäre mein Blog ein feministisches, es sei denn, Frauen wären mir komplett egal.

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