„Männer, schämt ihr euch manchmal für das Verhalten anderer Männer?“

Die jetzt stellt in der hier bereits häufiger erwähnten Rubrik „Querfragen“ eine interessante Frage:

Männer, schämt ihr euch manchmal für das Verhalten anderer Männer?

Aus dem Text:

Das Verhalten von Männern oder Jungs in Gruppen ist mir oft rätselhaft – eigentlich schon immer. In der Grundschule auf dem Pausenhof waren es die  freundschaftlichen Rangeleien unter Jungs. In der Mittel- und Oberstufe dann Challenges à la „Wer kann die meisten Snickers innerhalb einer Minute essen?“ oder „Wer schafft die meisten Klimmzüge?“. Der Gewinner ließ sich von seinen Mitstreitern gerne feiern und wurde noch Wochen später mit „Snickers-King“ oder „stabiler Bruder“ angesprochen. Klar, das sind harmlose Situationen. Aber wie der starke Geruch nach „Axe Temptation“ hat mich auch die männliche Gruppendynamik gestört, weil es laut war und zu viel Raum eingenommen hat.

Heute sitze ich oft genug in Kneipen oder öffentlichen Verkehrsmitteln und erlebe Männergruppen, die frauen*feindliche Deutsch-Rap-Songs textsicher mitgrölen. Die sich ungefragt zu mir und meinen Freund*innen setzen und nicht gehen, wenn wir sie freundlich dazu auffordern. Harmloser, aber auch irritierend, finde ich außerdem, wenn Männer mit ihren Autos an Ampeln stehen, die Fenster herunterlassen, ihre Musik laut aufdrehen und dann mit röhrendem Motor extra schnell anfahren. Ich gehe eigentlich davon aus, dass nicht alle Männer so drauf sind. Aber so richtig empört über solch ein Verhalten scheinen Männer mir irgendwie nie. Warum nicht? Schämt ihr euch da nicht ein bisschen fremd?

Aus der Antwort kurz:

Ob ich selbst mich manchmal unangemessen verhalte, sollen andere beurteilen. Wenn ich aber von diesen Geschichten höre oder selbst Zeuge davon bin, denke ich mir: Warum machen diese Männer das? Was geht in ihnen vor? Trotzdem spüre ich dann keine Scham gegenüber ihnen. Vielmehr kann man das Gefühl, das dann entsteht, als eine Art Unverständnis beschreiben. Oder als Wut. Aber Scham? Eher nicht.

Wenn aber jemand, den ich gut kenne, etwas Blödes macht, dann schäme ich mich, weil er mein Freund ist und nicht weil er ein Mann ist. Vielleicht liegt das daran, dass ich mit diesen Männern, die in meinen Augen etwas Unangenehmes oder Grenzüberschreitendes tun, nichts teile – außer das Geschlecht.

Blödes Verhalten gibt es aus meiner Sicht auch von beiden Geschlechtern. Es mag sein, dass Männer eher zu Blödsinn neigen, der gewisse Status darstellen soll oder der ein „Costly Signal“ ist.

Natürlich finde ich mitunter das Handeln einzelner Männer typisch für Männer und gleichzeitig peinlich.

Aber im Ganzen berührt mich einer, der seinen Wagen aufheulen lässt auch nicht mehr als eine Frau, die extrem „billig“ aussieht, übertrieben geschminkt in Animal Print mit überlangen Fingernägeln oder was da so als Signal gesendet wird.

Wie seht ihr es?

50 Gedanken zu “„Männer, schämt ihr euch manchmal für das Verhalten anderer Männer?“

  1. Ich bin so damit beschäftigt, mich wegen des Verhaltens von Frauen dafür zu schämen, Mensch zu sein, dass ich zur Scham über das Verhalten von Männern noch gar nicht gekommen bin.

  2. Warum sollte ich mich schämen.

    Generell kommen solche Aufforderungen von Weißrittern, die sich dem Orden der Heiligen Vagina angeschlossen haben, und meinen, andere Männer zu ihrem geschlechtlichen Fanatismus bekehren zu müssen, oder sie kommen von Frauen, die ihre weibliche soziale Macht nutzen wollen, um Männer mit diesem Vorwurf in die willenlose Unterwerfung zu schämen.

    Diejenige, die den oben zitierten Text verfasst hat, sollte sich mal darüber Gedanken machen, welches Geschlecht (Eltern, Kindergarten, Schule, …) maßgeblich für die Erziehung von Jungen verantwortlich ist.

    • Mal ganz abgesehen von den angeführten ‚freundschaftlichen Rangeleien‘, Herausforderungen und Kräftemessen, die wichtige Schritte in der Entwicklung eines Jungen sind, da diese Erkenntnisse und Eigenschaften (wie z. B. Empathie und Rücksichtnahme. Nein! Doch! Oh!) lehrt. Vielleicht sollten Mädchen eher mehr wie Jungen sein.

  3. „Das Verhalten von Männern oder Jungs in Gruppen ist mir oft rätselhaft“

    Wie schlecht muss unser Bildungssystem sein, wenn einem simple Verhaltensbiologie rätselhaft ist?

  4. Mal ne Gegenfrage. Erst war das für Euereins total emanziperend und über jeden Zweifel erhaben …. und jetzt:

    erlebe Männergruppen, die frauen*feindliche Deutsch-Rap-Songs textsicher mitgrölen“

    Schämt ihr Euch wenigstens ein bisschen Rapmusik gut gefunden zu haben??!?!

    Nein? Kann es sein, dass Ihr nicht nur Sexisten, sondern obendrei auch noch Rassisten seid?!

    Wenn keine Scham: FUCK YOU

  5. Schämen sich Frauen wenn andere Frauen die Väter ihrer Kinder aus deren Leben verbannen, mit all den negativen Folgen und dem Leid dass daraus wächst?

    Nein, warum sollte ich mich dann für das Verhalten von Männern schämen?

  6. Schämen tue ich mich nicht aber ich erkenne feministische Männer nicht als Männer an, sondern nur als Menschen mit männlichen Geschlechtsorganen. Sie sind für mich kein Teil der männlichen Gruppe und können es auch nicht werden. Ihr Wort ist wertlos, ihre Taten sind wertlos und mich mit ihnen zu assoziieren würde ein schlechtes Licht aus mich werfen.
    Selbst wenn einer nett ist, sehe ich ihn nicht als Mann, er hat seine Männlichkeit abgelehnt und muss jetzt damit leben, genauso wie jemand der sich hat kastrieren lassen um zur Frau zu werden.

    • In dem Text ging es doch aber um Männer, die sich gerade relativ archetypisch männlich verhalten, Kavalierstarts, grölen, Zitat:
      Männergruppen, die frauen*feindliche Deutsch-Rap-Songs textsicher mitgrölen. Die sich ungefragt zu mir und meinen Freund*innen setzen und nicht gehen, wenn wir sie freundlich dazu auffordern. Harmloser, aber auch irritierend, finde ich außerdem, wenn Männer mit ihren Autos an Ampeln stehen, die Fenster herunterlassen, ihre Musik laut aufdrehen und dann mit röhrendem Motor extra schnell anfahren. Zitat Ende
      Was ist daran typisch für feministische Männer ?
      Verstehe ich jetzt nicht ganz, oder ist gemeint das dieses Verhalten ja versucht weibliche Erwartungen zu erfüllen ?
      Das ist ja nicht immer eine schlechte Strategie, denn oft endet ja die Frau dann doch mit dem im Bett, den sie erst als so ein unmögliches Arschloch fand.

  7. Ich verstehe vor allem nicht die Form „frauen*feindlich“. Das Gendersternchen soll doch alle Geschlechter mit einschließen bzw. darauf aufmerksam machen, dass an dieser Stelle Männer, Frauen und alle sonstigen Geschlechter und sexuellen Identitäten mitgemeint sind. Welche Deutschrapsongs sind denn ausnahmslos gegen alle Geschlechter feindselig eingestellt?

    • Ich glaube das geht eher in die Richtung des Glaubensbekenntnisses „Man kann auch mit Schwanz ganz Frau sein, man muss es nur fest glauben (und laut behaupten)“.

  8. Die Sache mit dem Verweis auf Textsicherheit in Deutsch-Rap-Songs ist doch eigentlich ein Eigentor, dass es der Dame mal offenbar werden lassen sollte, in welche identitären Sackgassen sie sich gedanklich verrannt hat.

    Nach meiner Lebenserfahrung haben die „krassesten“ Fans des Deutsch-Rap, die diesen bei jeder sich bietenden oder auch nicht bietenden Gelegenheit nachrappend anbringen zu müssen glauben, überwiegend eine Abstammung aus dem westasiatischen oder nordafrikanischen Raum. Das spiegelt sich auch bei den Stars dieser Szene wieder, die klar von Vertretern dieser Gruppe dominiert wird.

    Würde die Autorin somit nun auch die Frage an alle Menschen mit Migrationshintergrund aus besagten Gegenden die Frage stellen, ob sie sich in solchen Situationen ihrer „Mitmigranten“ schämen oder würde sich DAS dann für sie falsch anfühlen? Und sollte sich diese Frage falsch anfühlen, wäre der nächste Schritt der der Selbstreflexion: warum würde die Autorin diese Fragestellung falsch finden, findet dieselbe Frage an Männer „als Gruppe“ aber offenbar so fantastisch, dass sie sich nicht mal davon entblödet, sie medial in den Äther zu ventilieren?

    Grundsätzlich finde ich den Duktus der Dame ekelhaft anmaßend. Die von ihr geschilderten Sachen aus der Schulzeit sind doch nun wirklich nichts anderes, als kumpelhaftes Rumgeblödel mit pseudokompetitivem Anstrich. Also ich musste, als ich mir beim Lesen die Situationen ausmalte, wirklich schmunzeln. Und ich selbst hätte mir, mit meinen Süßwarenvernichtungsfertigkeiten, sicherlich selbst den Titel des „Snickers-Kings“ erkämpft… 😉

    Wenn sich das Mädel so sehr von derlei harmlosem Blödsinn angenervt fühlt, dann gebe ich ihr den Rat, den sie als gewiss immer auf der Seite des Guten Stehende allen gibt, die sich von sich öffentlich küssenden Männern angewidert fühlen: Wenn es dir nicht gefällt, dann guck einfach nicht hin!

    • Das ist schon ein sehr guter Punkt: Wenn man eine solche Frage in Bezug auf eine sexuelle Minderheit stellt, dann sollte man auch bereit sein, eine analoge Frage in Bezug auf ethnische Minderheiten zu stellen.

      Doch eine solche Frage in Bezug auf ethnische Minderheiten – liebe Menschen mit Migrationshintergrund, schämt ihr euch eigentlich für das Verhalten von den Rappern mit Migrationshintergrund? -, doch eine solche Frage verbietet sich strengstens in Bezug auf ethnische Minderheiten. Warum sollte dann die analoge Frage in Bezug auf eine sexuelle Minderheit legitim sein?

  9. „Männer, schämt ihr euch manchmal für das Verhalten anderer Männer?“

    Warum sich nicht für die Frauen schämen, die derlei Verhalten anziehend finden? Und an denen herrscht wahrlich kein Mangel. Warum wohl?

  10. Woher kommt das starke Bedürfnis anderen Scham und ein schlechtes Gewissen für die Taten anderer einzureden? Schämen die sich denn dafür, was SIE da tun?

    • Ich denke, letztlich geht es darum, diese Idee der Kollektivschuld zu verfestigen und zu verewigen.

      Es gibt immer noch zu viele Männer oder Weiße oder Christen, die nicht so ganz verstehen, warum sie jetzt als Mann oder als Weißer oder als Christ verantwortlich – nein, schuldig sein – sollen für Dinge, die andere Männer oder Weiße oder Christen vor 400 Jahren 5000 Kilometer entfernt angerichtet haben.

      Es geht um ein Auslöschen des moralischen und juristischen Individualismus: Eine jeder Mensch ist nur für das verantwortlich, was er selbst tut oder getan hat (resp. bewusst unterlassen). Darum sollen wir uns für etwas schämen, was wir nicht getan haben, und was wir auch nicht hätten verhindern können.

      • „Ich denke, letztlich geht es darum, diese Idee der Kollektivschuld zu verfestigen und zu verewigen.“

        Absolut richtig. Scham und Ehre gehören untrennbar zusammen, wie Licht und Schatten. Man(n) soll sich als Mann identifizieren und gleichzeitig vor lauter Scham im Erdboden versinken. So soll Man(n) sexistisch klein gemacht und gehalten werden.
        Dumm ist nur: keiner identifiziert sich mit dem Kollektiv Männer so wirklich, jedenfalls in der Art, dass es um Ehre oder eben Scham ging. Vielleicht tun das nur noch männliche Feministen.

      • Passt zwar nicht ganz zu dem Thema hier, weil die Frage ja von einer Frau kam, aber da es bekanntlich viele Püdelchen gibt, die als Männer genau denselben Stuss verzapfen, lohnt es sich immer wieder, darüber zu sinnieren.

        Gewiss steckt da der Versuch einer Selbstaufwertung dahinter, wenngleich ich die „Buße“ dabei nicht als solche ansehe, weil sie nur gespielt ist. Der „Sünder“ bereut ja eigentlich nichts, weil ihm seine subjektive Ratio und sein zumindest für sich selbst wirkendes Gerechtigkeitsgefühl sagen, dass er ja keine Schuld für etwas empfinden braucht, was er selber nicht tut. Diese Darbietung von „Buße“, von „Betroffenheit“ darüber, wie sehr doch Frauen unter Männern zu leiden haben, ist von vorne bis hinten unehrlich – reine Heuchelei. Denn eigentlich steckt hinter der üblichen, voller Betroffenheit geäußerten Feststellung „Ja, ja, Männer sind schon echt miese Schweine“ in Wahrheit die intendierte Botschaft „Aber ICH bin anders“. Natürlich fällt man da auf genau dieselbe Crux herein, wie all die zeitgeisttrunkenen Filmemacher, die geradezu krampfhaft versuchen, Frauenempowerung in ihren Filmen zu betreiben, dass aber nur umgesetzt bekommen, indem sie Frauen als langweilig fehlerfreie Supermenschen und durch die Bank männliche Figuren als dumme und / oder bösartige und / oder einfach nur widerwärtige Untermenschen darstellen. Was sagt es wohl aus, wenn man sich nicht anders aufzuwerten weiß, als sich selbst in unrealistischer Weise tadellos darzustellen und gleichzeitig andere in Form wilder Streubombenvorwürfe pauschal in absurder Weise abzuwerten? Hat man denn als Individuum so wenig zu bieten, um damit zu glänzen, dass man sich selbst in die Tasche lügen und andere übel anschmieren muss?

        Hinzu kommt ja noch der wohl schwerlich von der Hand zu weisende Aspekt, dass es sich bei dieser lumpigen Inszenierung, der eine gute unter Heerscharen übler Männer zu sein, um eine in ihrer Außerordentlichkeit schon fast bemitleidenswert subversive Form intrasexueller Konkurrenz handelt.

        Witzig an dieser Interpretation ist dann wiederum, dass die lila Püdelchen nicht kapieren, dass die ebenfalls nicht von der Hand zu weisende Faszination, die „Bad Boys“ auf das weibliche Geschlecht ausüben, dazu führt, dass sie bei den Mädels, bei denen sie sich über diese Inszenierung als der einzige „gute Mann“ einzuschleimen versuchen, nicht selten eher Werbung für die Typen machen, mit denen diese dann als nächstes durch die Betten hüpfen.

        • PS: Ich habe das ganze schon einmal bezeichnet als „simulierte Selbstkritik“. Zunächst schafft man sich eine vermeintlich sehr homogen agierende Gruppe – im vorliegenden Beispiel Männer – zu der man aufgrund biologischer und somit unabänderlicher Kriterien selbst gehört, um an dieser Gruppe dann sehr schwerwiegende Kritik zu üben. Diese Kritik erscheint dann zunächst wie Selbstkritik, obwohl sie es faktisch nicht ist, weil man sich durch die Äußerung der Kritik von der zunächst aufgebauten Gruppe, der man eigentlich angehören müsste, sehr demonstrativ distanziert, sich abgrenzt. Man wirft also sich selbst und irgendwie alle anderen Männer in einen großen Kochtopf, nutzt dann aber den Vorteil, als Anwesender für sich sprechen zu können, aus, um selbst aus dem Topf zu kriechen und alle anderen Männer darin, die wegen ihrer Abwesenheit nicht die Möglichkeit haben, sich in ähnlicher Form als DIE große Ausnahme zu inszenieren, belässt man absichtsvoll in dem Topf, um dann genüsslich die Herdplatte auf volle Leistung zu stellen.

          Das ist, wenn man es mal so auseinanderdröselt, schon eine echt perfide Vorgehensweise. Wenig überraschend, dass sich die meisten, die sich dieser bemächtigen, schnell als ziemliche Pinsel herausstellen (man beachte da nur mal „Journalisten“ vom Schlage eines Niels Pickert oder Julian Dörr).

          • Das war jetzt für mich die bisher sprachlich überzeugendste Form, in der das Unbehagen an dieser simulierten Selbsterniedrigung formuliert wurde. Chapeau!

          • @Billy Coen:
            Respekt! Das ist wirklich einer sehr griffige und gut begründete These, den Begriff „simulierte Selbstkritik“ sollte man wirklich in seinen Sprachgebrauch aufnehmen, der trifft es sehr gut. Gerade bei männlichen Feministen wartet man oft vergeblich, wie sie die behauptete Schlechtigkeit aller Männer auch mal konkret an sich aufzeigen.

        • Nein, es geht noch viel besser.
          Man ist nicht besser weil man Buße tut oder getan hat, Es sind ja die Männer, man selbst aber natürlich nicht. Als feministischer rosa Pudel gehört man zu den Guten und tut all dieses alberne und verwerfliche Zeug nicht, das „normale“ Männer tun.

  11. Ich finde es im Einzelfall halt blöd, aber schämen wofür? ich finde es ebenso blöd, wenn sich die Zwei-zentnerige halbbusenfrei und bauchfrei in den Stuhl des Nachbartisches im Café plumpsen lässt, mich von dort aus mit ihrem ungewaschenen Körpergeruch belästigt und sich dann mit einer hinzugekommenen, gleichgestalteten lautstark über ihren Zyklus unterhält. Da gerinnt mir und meiner Partnerin dann der Cappuccino in der Tasse. Generell stelle ich fest, dass sich gute Erziehung und entsprechende Manieren aus dem öffentlichen Raum zurückziehen. Die jungen Damen sind dabei mit schlechtem Benehmen ihre gleichaltrigen männlichen Wesen zu überholen. Man hat den Eindruck, dass diese Entwicklung im Gleichgang mit dem grassierenden Alleinerziehendenunwesen läuft. Korrelation?

  12. Warum sollte ich mich als Deutscher für das Verhalten von Migranten schämen? Die frauenfeindlichen Rapper sind überwiegend Migranten bzw. islamisch erzogene Kinder von Migranten, und Geprotze mit aufgemotzten Autos ist auch eher migrantentypisch.

    • Da ihnen wirtschaftlicher Erfolg oft versagt bleibt ist das ihre Form männlichen Status zu demonstrieren.
      Die Frau will ja immer den besonderen Mann. Wenn man der mangels Reichtum und/oder sozialer Stellung nicht sein kann, muss man es eben durch demonstratives Imponiergehabe ersetzten. Letztendliche beides bei den Damen erfolgreiche Strategien, wenn auch nicht immer bei den gleichen sozialen Gruppen von Damen. Aber gewisse Grenzüberschreitungen und Normverletzungen im richtigen Kontext finden eigentlich alle Frauen bei Männern attraktiv. Es signalisiert, daß er ihr in Krisensituationen schnell und effektiv helfen kann, ohne durch dann vielleicht hinderliche Verhaltenskonventionen gehemmt zu sein, und dadurch wertvolle Zeit oder Gelegenheiten verstreichen zu lassen.

  13. >>> freundschaftlichen Rangeleien unter Jungs

    Wieso schämen? Menschen sind Teil der Natur und das sind gewöhnlich wie bei Tieren (z.B. junge Katzen) spielerische Wege, um Hierachiekämpfe zu trainieren bzw. robuster zu werden. Eben gerade um fit für das reale Leben zu werden und nicht als Schneeflöckchen immer gleich psychisch an den Rand der Erschöpfung getrieben zu werden, wenn außerhalb des realitätsfremden Safe-Spaces und rosaroten Wohlfühlbubbele die restliche Welt Eigeninteressen verfolgen und diese durchzusetzen versuchen.

    >>> In der Mittel- und Oberstufe dann Challenges
    >>> à la „Wer kann die meisten Snickers innerhalb
    >>> einer Minute essen?“ oder „Wer schafft die
    >>> meisten Klimmzüge?“

    Wieso schämen? Männer werden insbesondere von Frauen schnell dazu dressiert, dass sie in der Gesellschaft nur dann etwas zählen, wenn sie Leistungen erbringen und möglichst zu den Stärksten und Durchsetzungsstärksten gehören, die sich gegenüber der Konkurrenz behaupten und durchsetzen können.

    Auch das wird in der Natur – ähnlich wie bei jungen Katzen – erst einmal spielerisch trainiert, sich den Aufgaben zu stellen und den Ehrgeiz zu entwickeln, sich zu verbessern und der Beste werden zu wollen.

    >>> wurde noch Wochen später mit „Snickers-King“ oder
    >>> „stabiler Bruder“ angesprochen.

    So lernen die kleinen Racker auch gleich spielerisch, Hierachien anzuerkenn, indem die Unterlegenen dem Stärksten ihren Respekt und Achtung zuerkennen und das man dann trotz Unterlegenheit ein Team („Bruder“) ist, der von den Stärksten profitieren kann. Zudem entwickelt man so den Ehrgeiz, selber besser werden zu wollen, um ebenfalls die positive Anerkennung der Gruppe zu erfahren.

    Wer das im Sandkasten bzw. jungen Jahren nicht lernt, fühlt sich hingegen schnell beleidigt, wenn andere besser oder angesehener sind. Das dürfte auch eine der Ursachen sein, dass es bei Frauen eher zu Zickenkriegen kommen, weil sie es über spielerische Wettkämpfe weniger lernen, robuster mit Unterlegenheiten umzugehen. Hinzu kommt, dass Frauen keine Leistungen erbringen müssen, sondern schon alleine aufgrund ihrer Muschi hinterherlaufende Speichellecker in der Gesellschaft haben werden, so dass auch schon aus diesem Grunde weniger die Notwendigkeit besteht, die Leistungsstärkste werden zu wollen. Für Frauen ist daher auch in der Regel nur wichtig, ihre Optik zu optimieren, um so bei den leistungsstärksten Männern gut anzukommen.

    >>> hat mich auch die männliche Gruppendynamik gestört,
    >>> weil es laut war und zu viel Raum eingenommen hat.

    Alles Folge der weiblichen Dressur. Würde Frauen im Rahmen ihrer Partnerselektionvorrangig den schüchternen bescheidenen Durchschnittsperformer vorziehen und die lautesten bzw. durchsetzungstärksten Männer für das angeblich peinliche Verhalten ähnlich mit Nichtinteresse abstrafen, wie heutzutage der schüchterne Durchschnittsperformer keine Frau feucht im Schritt macht, dann würden die Männer nur noch nach diesem Verhalten streben.

    Da Frauen aber im Durchschnitt die durchsetzungsstärksten Männer am attraktivsten finden, dressieren sie die Männer auch dahin, danach zu streben.

    Jeder mit ein wenig Empathie und sozialer Intelligenz sollte eigentlich erkennen, dass die „männliche Gruppendynamik“ nicht im luftleeren Raum stattfindet und Frauen ein wesentlicher Antrieb in Bezug auf nahezu allen männlichen Verhaltens sind.

    >>> erlebe Männergruppen, die frauen*feindliche
    >>> Deutsch-Rap-Songs textsicher mitgrölen.

    Selbstbewusstsein und Mut sind eben Dinge, die von Frauen bei der Partnerselektion besonders honoriert werden. So beweisen die Typen den Frauen, dass sie als Badboy auch Widerstand und gesellschaftliche Ablehnung von den ganzen plärrenden unrobusten Heulsusen selbstbewusst und mutig aushalten können, ohne davon wie eine linksgrüne Schneeflöckchenheulsuse psychisch zusammenzubrechen.

    Die Frau erkennt damit, dass der Typ robust und keine unterwürfige Heulsuse ist, die im Notfall eher heulend wegrennen würde, statt sich durchzusetzen. Solche Männer werden daher von Frauen mit Sex belohnt, während der der schüchterne unterwürfige Mitläufer chancenlos ist. Der Typ gilt zwar als sehr nett und darf als nützlicher Idiot der Frau auch gerne ihr neues Ikea-Bett aufbauen und sich das Frauengeheule über die ganzen miesen Typen anhören. In dem aufgebauten Bett werden dann aber trotzdem im Wesentlichen nur die durchsetzungstärksten Männer mit Sex honoriert. So von den Frauen dressiert, müssen Männer daher lernen müssen, wie sie von Frauen als möglichst selbstbewusst, stark, mutig und durchsetzungsstark wahrgenommen werden, um dann auch irgendwann mit Sex belohnt zu werden.

    >>> Die sich ungefragt zu mir und meinen Freund*innen
    >>> setzen und nicht gehen, wenn wir sie freundlich dazu auffordern.

    Wem es nicht gefällt und nicht aushalten möchte, kann gerne selber gehen. Nur, weil irgendeine schwache Heulsuse sich selber überschätzt und anderen Menschen Vorschriften machen möchte, hat diese sich noch lange nicht den Respekt erarbeitet, dass andere ihren Anweisungen gerne folgen werden. Wer andere Menschen auszugrenzen versucht, braucht eben nicht zu heulen, wenn der Gegenüber dann erst recht keinen Respekt mehr vor einem haben wird. Auch das lernt man gewöhnlich bereits im Sandkasten, solange man nicht in einer völlige realitätsfernen Sekte aufgezogen wurde.

    >>> wenn Männer mit ihren Autos an Ampeln stehen, die
    >>> Fenster herunterlassen, ihre Musik laut aufdrehen und
    >>> dann mit röhrendem Motor extra schnell anfahren.

    Die präsentieren ungefragt der Öffentlichkeit ihr tiefes Dekolleté bzw. betonen anderweitig ihr Sexualmerkmale, um auf sich aufmerksam zu machen. Bei Frauen reicht das halt bereits aus, weil Frauen kaum nach Leistungen selektiert werden. Da Männer hingegen aber im Wesentlichen nach Leistungen, Mut und Stärke von Frauen selektiert werden und man dieses nur schwer optisch sofort erkennen kann, müssen Männer durch Verhaltensweisen auf sich aufmerksam machen, damit Frauen sie mit Sex belohnen.

    >>> Schämt ihr euch da nicht ein bisschen fremd?

    Wieso sollten wir? Schämen tun sich ja nur Menschen, die nicht die Empathiefähigkeiten haben, um die Gründe bzw. Ursachen für Verhaltensweisen nachvollziehen zu können. Aus der Sicht des Unwissenden fühlt sich natürlich alles als peinlich an, wofür man selber zu dumm ist, um es zu verstehen.

    In einem sozialen Gefüge haben aber nahezu alle menschlichen Verhalten, die häufiger vorkommen, Ursachen im Verhalten anderer. Menschen tun gewöhnlich nur dann Dinge in der Öffentlichkeit, wenn diese Dinge auf irgendeine Art und Weise vorteilhaft für diese sind. Und, wenn diese Dinge selbst dann noch weiter vorkommen, obwohl der Mainstream alles daran setzt, die Dinge als negativ zu framen, dann liegt das eben daran, weil nicht alle Menschen so dumm sind, um auf Framing hereinzufallen und die Zusammenhänge nicht zu erkennen. Solange Frauen daher die Männer mit Sex belohnen, die sich als stark, selbstbewusst, mutig und durchsetzungsstark erweisen, dressieren sich die Frauen genau diese Arten von Männer in der Gesellschaft heran.

    Solange es den Frauen nicht peinlich ist, die sie Männer nach ihren Vorlieben selektieren, braucht sich auch kein Mann zu schämen, dass Männer die weiblichen Vorlieben zu bedienen versuchen, so dass diese dann von den Frauen mit Sex belohnt werden.

    • Sehr gut zusammengefasst. Das Problem besteht darin, dass nahezu allen Frauen unklar ist wie Sexualität und Paarbildung beim Menschen funktioniert. Deswegen auch immer die Empörung wenn der Gorilla den die Dame ausgesucht hat sich als genau das herausstellt. Eigene Verantwortung wird da meiner Ansicht nach nicht deswegen nicht gesehen, weil die Damen das unangenehm finden, sondern weil sie sich in aller Regel nie um Sexualpartner bemühen mussten nehmen sie an das wäre auf der anderen Seite genauso. Dass es nahezu immer die Frauen sind die Sexualität zulassen oder nicht und somit die Entscheidung fällen ist ihnen nicht bewusst. Daher ist es ihnen vermutlich unmöglich die Folgen ihrer sexuellen Selektion zu erkennen. Aus ihrer Sicht sind das ja zufällig passierende Paarungen die sich eben ergeben haben.

  14. Warum stellt jetzt.de eigentlich nicht mal folgende Fragen?

    ‚Frauen, schämt Ihr Euch manchmal für das Verhalten anderer Frauen?‘
    ‚Juden, schämt Ihr Euch manchmal für das Verhalten anderer Juden?‘
    ‚Muslime, schämt Ihr Euch manchmal für das Verhalten anderer Muslime?‘
    ‚Schwarze, schämt Ihr Euch manchmal für das Verhalten anderer Schwarzer?‘
    ‚Behinderte, schämt Ihr Euch manchmal für das Verhalten anderer Behinderter?‘

    • Frauen, schämt Ihr Euch manchmal für das Verhalten anderer Frauen?

      Das Verhalten von Frauen in Gruppen ist mir oft rätselhaft – eigentlich schon immer.
      Im Fitnessstudio ist es das ständige Gegacker „Wie werde ich endlich schlanker?“ Die mit dem modischsten Outfit (Hipster-Presswurst-Yogapants) lässt sich gerne bewundern und wird noch Wochen später nach den dämlichsten Abnehmmethoden gefragt. Klar, das sind harmlose Situationen. Aber wie der starke Geruch nach Schweiss und altem Fisch hat mich auch die weibliche Gruppendynamik gestört, weil es laut war und sie direkt vor dem Power-Rack gequatscht haben.

      Heute sitze ich oft genug auf der Hantelbank und erlebe Frauengruppen, die Klimawandelgesülze textsicher nach plappern und sich über alte weisse Männer beschweren. Sich ungefragt vor mich und den Spiegel mit pinken Micky-Maus Hanteln setzen und nicht wieder gehen, wenn ich sie freundlich dazu auffordere. Harmloser, aber auch irritierend finde ich ausserdem, wenn ich mir mein rohes Schweinehack nach einem harten Training schmecken lasse, Frauen ihren Unterkiefer herunterlassen und mir erzählen, wie toll doch vegane Ernährung sei. Ich gehe eigentlich davon aus, dass nicht alle Frauen so drauf sind. Aber so richtig empört über solch ein Verhalten scheinen Frauen mir irgendwie nie. Warum nicht?

  15. Ich schreib mal das hin, was ich nebenan bei der Verkürbissung schon dazu schrob, hab gerade nicht viel Zeit:

    Man fragt sich ja schon, warum an einer Stelle „frauen*feindliche“ steht, und ansonsten aber nirgends Frauen* und Männer*?
    Immer wieder faszinierend, dass die* ihren eigen*en Grobsinn nicht mal ansatzweise konsistent hinbekommen und dennoch regelmäßig wegen ähnlich schwerer Vergehen über andere* herfallen.

    Möglicherweise bin ich* ja aber auch einfach nur nicht er*leuchtet genug, um zu verstehen wieso das in diesem Text genau so richtig ist, wie es da steht.

    Ansonsten: Fremdscham kenne ich schon, das hat aber nichts mit dem Geschlecht zu tun. Ich schäme mich für lächerlich proletige Frauen mit Nuttenschaufeln an den Händen und für schlanke Sportlerinnen gedachten rosa Strampelanzügen über dem 150kg-Traumkörper genau so fremd wie für den 1.50 großen, falschgoldkettchenbehängten Gangsta, der sich mit der einen Hand die absurde Buxe hochziehen muss während er mit der anderen die fünf Nummern zu große Mütze in Form eines 60er-Jahre Kaffeewärmers festhält um gerade noch bedrohlich darunter hervorglubschen zu können

  16. Ist das Fehlen der Scham nicht auch der Eigenverantwortung geschuldet, die allen Männern in der Regel zugemutet wird?

    Wenn ich mir die Kommentare in den MSM unter Artikeln anschaue, die sich um im weitesten Sinne um Benachteiligungen von Männern drehen, dann steht dort überwiegend: „Heult nicht rum, mach was! Wer rumheult ist vernachlässigbar und selber schuld.“ Auch in privaten Gesprächen taucht diese Argumentationsfigur immer wieder auf. Eine solche Wahrnehmung der männlichen Eigenverantwortung scheint also sehr weit verbreitet zu sein (zumindest unter denen die sich bemüßigt fühlen, Kommentare in die Tasten zu hauen oder Personen, die ich privat kenne). Für jemanden, den ich als eigenverantwortlich wahrnehme, würde ich mich nicht impulsiv schämen, weil für mich dessen Handeln auf dessen Deckel läuft, nicht auf meinen. Anders sieht das bei Personen aus, die ich nicht als vollständig eigenverantwortlich wahrnehme. Für das unangemessene Verhalten meiner Kinder schäme ich mich, ganz ohne dass sich die Ratio einschaltet, unmittelbar.

    Der Zusammenhang scheint mir relativ offensichtlich. Diese Infantilisierung die über Medien wie jetzt betrieben wird, beunruhigt mich in letzter Zeit zunehmend. Wie sollen wir als Gesellschaft konkurrenzfähig bleiben, wenn deren Mitglieder bei der kleinsten Unannehmlichkeit handlungsunfähig werden oder zumindest rein impulsiv reagieren? Wir bringen unseren Kindern bei, dass sie unterdrückt sind und egal wie sehr sie sich anstrengen auch nie eine Chance haben werden (und wenn sie sich anstrengen, ganz fiese Unterdrücker sind) und die Chinesen ihren, dass China das Größte ist und mit ihrer Hilfe einmal die Welt beherrschen wird. In welcher Gruppe ist die Motivation, sich anzustrengen und Probleme zu lösen wohl höher?

  17. Ich finde die Fremdscham beleuchtet ein ganz anderes Problem:
    Die feministische Kritik wird va von ’nice guys‘ aufgenommen, die dann noch feministischer werden.
    Die eigentlichen Adressdaten (Deutschrap zb) kommen nie in Kontakt mit der Kritik.

    Daher erweitert moderner Aktivismus mit die Gräben in der Gesellschaft.

    • XD

      Danke für diesen Lacher am Nachmittag!

      Aber viel mehr noch: Sie kann stolz wie Bolle verkünden, wie sie selbst Augenzeuge der Erfindung dieser noblen Sportart wurde. Wenn das mal nicht noch eine Anekdote für die Enkelkinder wert sein dürfte…

    • Und die gleichen Frauen fordern dann Quoten, wonach bei den Wettkämpfen mindestens X% Frauen eine Wildcard bekommen müssen, Sendezeit bekommen müssen und dass Frauen die gleichen Preisgelder/Werbeverträge zustehen müssen. So war das schon immer, wenn Männer trotz Gegenwind und Spott etwas vorantreiben und zum Erfolg werden lassen.

  18. Auch nicht bei Menschen, zu denen Du in engerer Beziehung stehst?
    Ich hätte schon jedes einzelne Familienmitglied wegen eines fauxpas erledigen wollen (sie mich umgekehrt noch öfter).
    Bei Bekannten fällt mir das Beispiel eines Exkumpels ein, der aufgrund seiner Revoluzzer- Einstellung partout bei gemeinsamen Exkursionen seinen Hund auf Friedhöfen nicht anleinen, und bei Kirchenbesuch die Mütze nicht abnehmen wollte.

    Gut, solche Attitueden hatten auch katholische Mädchen aus Süddeutschland, die in Berlin den Hausbesetzer abgeben wollten.

  19. Pingback: Billy Coen über lila Pudel, oder: Was Feministinnen über ihre Verbündeten wissen sollten | uepsilonniks

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