„Stochastischer Terrorismus“

In einer Diskussion, in der ich anführte, dass ich Linksextreme und Rechtsextreme beide ablehne, weil ich Identitätstheorien von beiden Seite für falsch halte ging es etwas in die Vergleiche und es wurde angeführt, dass Rechtsextreme „stochastischen Terrorismus“ betreiben, die Linksextremen aber nicht. Da ich den Begriff noch nicht kannte habe ich ihn mal nachgeschlagen:

Gefunden habe ich zB diese Drucksache des Bundestages:

Das Phänomen des Stochastischen Terrorismus ist insbesondere seit dem Anschlag von Hanau am 19. Februar 2020, bei dem ein rechtsextremen Verschwörungstheorien anhängender Mann zehn Menschen und sich selbst tötete, in das Bewusstsein der Öffentlichkeit und auch der Ermittlungsbehörden getreten.

Stochastischer Terrorismus beschreibt dabei die medial und digital verbreitete Herabwürdigung bestimmter Gruppen, mit dem Ziel, zu Gewalttaten gegen Angehörige dieser Gruppen zu animieren. Allein durch das Verbreiten von Hassrede und Verschwörungstheorien soll dabei ein gesellschaftliches Klima erzeugt werden, in dem Einzelne zur Tat schreiten und Mitglieder der Zielgruppe tätlich angreifen

Bezug genommen wird auf einen Artikel in der Washington Post:

Public speech that may incite violence, even without that specific intent, has been given a name: stochastic terrorism, for a pattern that can’t be predicted precisely but can be analyzed statistically. It is the demonization of groups through mass media and other propaganda that can result in a violent act because listeners interpret it as promoting targeted violence — terrorism. And the language is vague enough that it leaves room for plausible deniability and outraged, how-could-you-say-that attacks on critics of the rhetoric.

Und der Link dort:

When President Trump tweeted a video of himself body-slamming the CNN logo in 2017, most ­people took it as a stupid joke. For Cesar Sayoc, it may have been a call to arms: Last October the avowed Trump fan allegedly mailed a pipe bomb to CNN headquarters.

No one told Sayoc to do it, but the fact that it happened was really no surprise. In 2011, after the shooting of US representative Gabby Giffords, a Daily Kos blog warned of a new threat the writer called stochastic terrorism: the use of mass media to incite attacks by random nut jobs—acts that are “statistically predictable but individually unpredictable.” The writer had in mind right-wing radio and TV agitators, but in 2016, Rolling Stone accused then-candidate Trump of using the same playbook when he joked that “Second Amendment people” might “do” something if Hillary Clinton won the election.

Of course, Trump’s people later said he meant they might … “vote.” That’s how it works: Stochastic terrorism lets bullies operate in the open with full deniability, since the random element erases any provable causation.

Tellingly, the word stochastic comes from the Greek stochastikos, meaning “proceeding by guesswork” and “skillful in aiming.” Both are apt here. It takes a master demagogue to weaponize unstable individuals and aim them at political enemies.

Klar machen Rechte das. Der Punkt ist aus meiner Sicht ganz klar.

Der Begriff scheint mir auch geschaffen worden zu sein um die Leute, die nur reden mitverantwortlich machen zu können, selbst wenn sie nicht direkt zu Gewalt aufrufen.

Schleierhaft ist mir allerdings, wie man den bei Linksextremen und auch beim intersektionalen Feminismus nicht sehen kann.

Deren Theorien sind ja als Identitätspolitiken, die in bestimmten Kategorien wie Rasse, Geschlecht, sexuelle Identität in Gut und Böse einteilen und damit deutliche Schuldzuweisungen vornehmen. Dazu fehlt jede Begrenzung, selbst kleinste Verfehlungen die nahezu in alles hineininterpretiert werden können, rechtfertigen sehr großen Aufruhr und der Kampf gegen den Feind kann mit allen Mitteln geführt werden.

Und natürlich gibt es dort auch eine lange Tradition von Gewalt -Die Antifa oder die Antifa-M als „Schlägertruppe“, Slogans wie „Macker gibt es in jeder Stadt – Bildet Banden macht sie platt“ oder #killallmen

Bisher konnte aber zumindest der Feminismus anführen, dass man ja doch eben als Frau auch irgendwie zu brav wäre um was schlimmes zu machen.

Aber in den Unruhen in den USA haben die intersektionalen Theorien in der Hinsicht stark verloren:
Diverse Taten sind gegen Weiße, Polizisten etc verübt worden, einfach weil sie Weiße sind oder eben Polizisten. Meist waren Männer die Opfer.

Ein Polizisten-Beispiel:

Moments ago, 2 of our Sheriff Deputies were shot in Compton and were transported to a local hospital. They are both still fighting for their lives, so please keep them in your thoughts and prayers. We will update this thread with information as it becomes available.

Update: One male deputy and one female deputy were ambushed as they sat in their patrol vehicle. Both sustained multiple gunshot wounds and are in critical condition. They are both currently undergoing surgery. The suspect is still at large.

Update: The gunman walked up on the deputies and opened fire without warning or provocation.

To the protesters blocking the entrance & exit of the HOSPITAL EMERGENCY ROOM yelling „We hope they die“ referring to 2 LA Sheriff’s ambushed today in #Compton: DO NOT BLOCK EMERGENCY ENTRIES & EXITS TO THE HOSPITAL. People’s lives are at stake when ambulances can’t get through.

Beispiele für vollkommen fehlende Empathie und Äußerungen wie „ich hoffe er stirbt“ bei Taten gegen „Privilegierte“ (zu denen ich auch mal die Polizisten rechne) oder Brandstiftungen und Plünderungen oder das Werfen mit Molotovcocktails etc lassen sich gegenwärtig leicht finden.

Distanzierungen von Gewalt oder von diesen Übertreibungen hört man auch nicht. Insofern passt es zu der Definition oben von „stochastischen Terrorismus“.

 

48 Gedanken zu “„Stochastischer Terrorismus“

  1. Iron Law of Woke Projection + Cognitive Dissonance.

    Ich könnte mir vorstellen, dass man so den Begriff „Stochastik“ und damit auch Wahrscheinlichkeiten und Heuristiken, also letztendlich Bias, verunglimpfen kann. Also eigentlich alles, was dem „Zufall“ sein komplettes Chaos nimmt. Wie will man dann noch zB wissenschaftlich argumentieren, dass Umstände, Charakteristika, etc bei bestimmten Eigenschaften häufiger auftreten, wenn „Stochastik“ schlagartig mit „Terrorismus“ in Verbindung gebracht wird? Ja, das ist selber ziemlich absurd gedacht – aber was teilweise vor 10 Jahren noch übertriebener Sarkasmus war, wird heute allen Ernstes behauptet (zB „Man kann gegen Weiße nicht rassistisch sein.“).

    Die Frage ist, was hilft dagegen? Was ist eine gute Strategie gegen solche Wortspiele?

    • Sich nicht auf diese Wortspiele einzulassen und ihre Nutzung kategorisch ablehnen / boykottieren? Sobald man sie selbst nutzt, und sei es nur ironisch / sarkastisch, gibt man diesen künstlichen Worthülsen die Möglichkeit, sich im allgemeinen Sprachgebrauch zu etablieren.

  2. „Der Begriff scheint mir auch geschaffen worden zu sein um die Leute, die nur reden mitverantwortlich machen zu können, selbst wenn sie nicht direkt zu Gewalt aufrufen.“

    Das erinnert mich ans Graffiti am Nachbarhaus: „Euer Schweigen tötet!“
    Wenn du was sagst, dann bist du ein stochastischer Terrorist.
    Wenn du nichts sagst, tötest du durch dein Schweigen.
    Also bleibt nur eines, um kein Mörder oder Terrorist zu sein: Du musst genau das sagen, was man dir vorgibt.

    Es wird halt immer die schwerste verbale Keule gesucht, um Andersredende zu ächten. Das Grundproblem dabei ist aber die Übergriffigkeit. Man möchte andere in die Pflicht und Verantwortung nehmen dafür, dass einem etwas nicht passt.

  3. »Stochastischer Terrorismus« meint, was »Hetze« längst bedeutet: wenn der Pope in der Predigt aus den »Protokollen der Weisen von Zion« zitiert, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Mob ein Judenprogrom beginnt.

    Wenn man einen Begriff durch inflationären Gebrauch entwertet hat, muss man einen neuen Begriff drucken, um sich dasselbe Maß an Aufmerksamkeit zu kaufen.

    • „muss man einen neuen Begriff drucken“

      Wie auch geschehen mit POC, als „colored“ nicht mehr zog. Nur eine Frage der Zeit, bis auch „POC“ wieder abgelöst wird.

      Gestern 3 oder 4 Artikel auf SPON gelesen, fühlte mich danach mal wieder unwohl. Dank der neuen Wortschöpfung weiß ich nun, ich wurde Opfer von stochastischem Terrorismus.

      • „Gestern 3 oder 4 Artikel auf SPON gelesen, fühlte mich danach mal wieder unwohl. „

        Selbst schuld 🙂
        Das Äquivalent zu einer Magenverstimmung, wenn man was Schlechtes gegessen hat. Gehirnvergiftung oder so, zuviel Gehirnwäsche ist halt auch nicht gesund…

        • BIPoc ist ja nur eine Erweiterung von POC. Ich meinte, daß irgendwann auch (BI)POC als untragbar rassistisch gelten wird und dann was neues/anderes her muß. Linguisten beobachten diese Entwicklung seit vielen Jahren, es ist eine Endlosschleife – Auflösung natürlich unerwünscht, da Opferstatus=Identität.

  4. „Stochastischer Terrorismus“ ist also, wenn man ernsthaft behauptet, Trump sei wie oder schlimmer als Hitler, wie bei der Washington Post, New York Times, Atlantic, CNN, dem Spiegel oder vergleichbarer Aktivistenpresse regelmässig verlautbart wird…..
    Ist natürlich „politische Analyse“ für die. Wie „Critical Whiteness“ und der ganze Hass auf Männer, in letzzter Zeit auf Polizisten („Müllmenschen“)…. Aber hier wehrt man sich ja nur gegen einen übermächtigen Feind, der es verdient hat!

    Aber für all das hier sollte man den leicht beknackten Begriff „stochastischer Terrorismus“ nicht benutzen und das alte klassische „Pogrom“ vorziehen, denn dieser Begriff drückt gut aus, dass es institutionell und gesellschaftllich verankterte und anerkannte Spieler sind, die zur politischen Gewalt anstiften oder diese decken und rechtfertigen. Ist auch eine nette Alliteration von der „Pogrompresse“ zu reden und geschichtlich eingeordnet ist das Phänomen auch noch, geradezu nebenbei!

  5. „…wurde angeführt, dass Rechtsextreme „stochastischen Terrorismus“ betreiben, die Linksextremen aber nicht.“

    Das passt doch sehr gut in die seit langem praktizierte Schaffung neuer „allgemeinverbindlicher“ (ÖR) Narrative, wodurch sich viele, wirklich gutmeinende Menschen zu einem „vorsichtigen“ Widerspruch veranlasst sehen, und eine vermeintlich „gerechte“ Position der „Äquidistanz“ einzunehmen.
    Wie leicht man aber in heutiger Zeit die bekannten Stigmatisierungs-Etikette aufgebrannt bekommt, durfte kürzlich Naomi Seibt erfahren, die vom Spiegel wohl als „Beates Schwester“ (in Anlehenung an Beate Schäpe) tituliert worden sein soll:
    https://www.reitschuster.de/post/anti-greta-unter-schwerem-beschuss/

  6. Für mich klingt das vor allem wie eine neue Form von „Linksextremistische Gewalt wendet sich vor allem gegen Dinge, rechtsextremistische gegen Menschen“. Aber da man, nicht zuletzt aufgrund sozialer Medien, die Realität linksextremistischer Gewalt nicht mehr so leicht verschweigen kann und man nicht auf mehrheitliches Verständnis hoffen braucht, z. B. einen hinterrücks auf offener Straße von einem selbsterklärten „100 % Antifa“-Typen erschossenen Trump-Supporter als Ding zu verkaufen, muss man jetzt wohl andere Wege wählen, um die alte Laier von „ja aber die Rechten sind doch viel, viel schlimmer“ weiterspielen zu können.

    Linksextreme morden nun also immer selbst und aus eigenem Antrieb, während Rechtsextreme über dunkle Kräfte verfügen, mit denen sie willkürlich andere die von ihnen erwünschten Taten verüben lassen. So geht dann also der bislang nie auffällig gewordene Klaus Meyer morgens aus dem Haus und auf einmal überkommt es ihn beim Anblick seines langjährigen Nachbarn aus Afghanistan. Er bringt ihn mit einem Faustschlag zu Boden und wie aus dem Nichts steht plötzlich Björn Hoecke im langen schwarzen Umhang und tief ins Gesicht gezogener Kapuze neben ihm und raunt mit tiefer Stimme: „Gut! Gut! Und jetzt strecke ihn nieder mit all deinem Zorn und du hast deinen langen Weg zur dunklen Seite des Extremismus‘ beendet!“.

    Heißt also, man will einfach weiterhin ungestört Antifa und Co. verherrlichen und gleichzeitig bei jedem Fall, bei dem irgendwo auf der Welt irgendein Weißer einen Nichtweißen schädigt raushauen können, Trump und / oder die AfD hätten mit geschlagen, mit gestochen oder mit geschossen. Halt einfach nur die Fortsetzung der gewohnten Heuchelei und Doppelmoral…

    • Linke Mordversuche gab es schon genug, EinProzent hatte mal einige Fälle gesammelt, die gerade noch gut gingen:
      https://www.einprozent.de/blog/linksextremismus/linke-mordlust-patrioten-im-fokus-der-gewalt/2555

      Da vor allem AfDler, organisierte Patrioten wie die identitäre Bewegung usw. angegriffen werden, interessiert das aber kaum jemanden, nach dem Motto: die haben das ja irgendwie verdient, haben ohnehin keine Existenzberechtigung etc. Oft wird die Todesfolge einfach mit einkalkuliert, wenn die Antifa-Deppenfraktion mal wieder mit Latten, Springerstiefeln, Schreckschusspistolen und Schlagringen einem Opfer auflauert, welches am Ende nur „schwer verletzt“ ist, während sich diese gefährlichen Idioten bei Indymedia dann damit brüsten, dass ein „Nazischwein“ mal wieder „ordentlich was kassiert hat“.

      Wenn man dann liest, dass die Polizei sich nicht mehr traut (oder von der Politik daran gehindert wird) bei denen Recht durchzusetzen (Rigaer Straße, Connewitz etc.) dann könnte man gut den Mut verlieren.

    • „Halt einfach nur die Fortsetzung der gewohnten Heuchelei und Doppelmoral…“

      Der Feminismus macht ja nichts anderes als beständig neue Frames für den Männerhass rauszuhauen, um den „neu“ zu erfinden: „manspreading“, „toxische Männlichkeit“, etc pp. Davon leben die ja praktisch ausschliesslich, wenn sie nicht über ihre imaginierte Benachteiligung klagen.

      Ebenso das framing „hatespeech“, um Zensur durchzuführen, die so dasteht als sei sie keine Zensur.

    • während Rechtsextreme über dunkle Kräfte verfügen, “
      Wobei Rechte ja trotzdem ungebildete Alkoholiker ohne Schulabschluss sind.
      Ein Arbeitskollege hatte mal genau die Diskussion mit mir. Linke begehen angeblich nur Sachbeschädigung.
      Als ich andere Quellen zeigte, meinte er, meine Quellen seien unseriös, seine natürlich nicht, Gründe nannte er keine. Naja er ist aber wohl die linke Bildungselite.

  7. Irgendwie ermüdet mich die Debatte.Wir wissen ja nichtmal, welche Anschläge überhaupt echt sind.

    Über linke Gewalt und Anschläge wird kaum berichtet, über Alltagsgewalt, die wir vor allem von Zugewanderten spendiert bekommen (und die in Masse sehr viel mehr Opfer fordert) darf kaum berichtet werden. Das hier ist gerade bei uns in der Nähe passiert:

    „Nach dem Angriff am frühen Sonntagmorgen bei einer Hütte unweit von Loffenau wurden die fünf Beschuldigten im Alter zwischen 18 und 19 Jahren am Montagmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Baden-Baden einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ antragsgemäß Haftbefehle wegen gemeinschaftlichen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung gegen alle Beteiligten. Die Heranwachsenden wurden im Anschluss in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.“
    https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110975/4693675

    Zwei Schwerverletzte. War das früher auch schon so? Im Osten, in den wilden 90igern vielleicht, keine Ahnung. Über den ethnischen Hintergrund erfährt man (mal wieder) nichts, nur dass sie einen deutschen Pass haben, ein sicheres Zeichen, dass es sich um Mihigrus handelt.

    Dass hin- und wieder jemand ausrastet, dessen Weltbild nicht zum Status Quo passt, dafür habe ich ein gewisses Verständnis, für alle Seiten. Wobei „rechter Terror“ da schon wegen der ununterbrochenen und bösartig provokativen medialen Dauerverleumdung vergleichsweise extrem selten ist. Ich laufe nicht selten mit Mordphantasien durch die Gegend, wenn ich mal wieder versehentlich bei DLF reingeschaltet oder eine Minute zu lange dem Cleber-Klaus zugeschaut habe. Bei sowas trotzdem freundlich und friedlich zu bleiben, ist eine kulturelle Errungenschaft.

    Für viel gefährlicher als „stochastischen Terrorismus“ halte ich manipulative Geheimdienste, die solchen Terror teilweise inszenieren, um uns zu steuern. Für viel gefährlicher halte ich die Grundrechtseinschränkungen (Zensur ist nur eine von vielen) die dadurch ausgelöst werden. Für viel gefährlicher halte ich aber auch organisierte Kriminalität, die von ganz oben ebenso, wie die, die versucht da aufzuschließen. Gerade aktuell in Schweden:
    „Anfang dieser Woche sagte Linda Staaf, Chefin der NOA (Landesweite Kriminalpolizei): Bereits vierzig kriminellen Großfamilien seien mittlerweile für Schweden „systemgefährdend“, da sie versuchten, Behörden und Wirtschaft zu unterwandern und einen „eigenen kleinen Staat“ zu formen.“
    https://kurier.at/politik/ausland/in-schweden-eskaliert-die-gewalt-der-banden/401028950
    gefunden bei
    https://www.danisch.de/blog/2020/09/12/ali-loefven-und-die-40-raeuber/

    Und diese Gruppen agieren mit maximaler Deckung der Systemmedien. Sind sie erstmal etabliert, dann werden wir die nächsten Jahrzehnte damit verbringen, sie mit großen Opfern zu bekämpfen. Vermutlich auf aussichtslosen Posten stehend, da diese fruchtbarer sind und für ständigen Nachwuchs aus ihrer Heimat sorgen können, während wir überaltern und wegsterben.

  8. Stochastischer Terrorismus beschreibt dabei die medial und digital verbreitete Herabwürdigung bestimmter Gruppen, mit dem Ziel, zu Gewalttaten gegen Angehörige dieser Gruppen zu animieren.

    Das ist das, was allgemein unter Hetze verstanden wird – oder übersehe ich da etwas? Warum kommen die jetzt mit einer solchen Wortschöpfung daher, die, wenn man sie zum ersten Mal hört wie ich eben, völlig unverständlich bleibt?
    Das Zauberwort scheint mir „Terrorismus“ zu sein. Hetze wird damit unter Terrorismus subsummiert. Wenn direkt zu Straftaten aufgefordert wird, dann ist das schon jetzt justiziabel. Ist das aber nicht der Fall, dann wird es sehr schwammig. So gilt Hetze gegen die AfD geradezu als vornehme Bürgerpflicht, Hetze gegen andere Gruppen, wie beispielsweise Mogranten (steht das Wort auf Christians Index?) aber zieht mit sehr viel höherer Wahrscheinlichkeit Bestrafung nach sich, wobei im Tugendfuror so mancher Moralapostel ziemlich alles als Hetze qualifiziert wird, was nicht haargenau ihren Auffassungen folgt. Ich will damit wirkliche Hetze nicht schönreden noch verharmlosen, noch will ich eine Lanze für den Arsch Höcke und ähnliche Hohlbirnen brechen. Es ist aber nun mal voraussehbar, dass der Straftatbestand „stochastischer Terrorismus aka. Hetze“ im politischen Kampf missbraucht wird, um abweichende Meinungen zu unterdrücken.

    • „Warum kommen die jetzt mit einer solchen Wortschöpfung daher, die, wenn man sie zum ersten Mal hört wie ich eben, völlig unverständlich bleibt?“

      Das ist Framing. Man schneidert einen Begriff auf den Feind zurecht und der soll alle vorherigen Begriffe ersetzen, die eben *nicht* das passende Framing besitzen oder mitbringen.

    • „Das Zauberwort scheint mir „Terrorismus“ zu sein. Hetze wird damit unter Terrorismus subsummiert. … Es ist aber nun mal voraussehbar, dass der Straftatbestand „stochastischer Terrorismus aka. Hetze“ im politischen Kampf missbraucht wird, um abweichende Meinungen zu unterdrücken.“

      Sehe ich auch so.

  9. Ich kann mich an eine Dokumentation im ÖR-Fernsehen von 2019 erinnern, nach der in den 70ern viele Linksintellektuelle von der Politik und den Medien unter Generalverdacht gestellt wurden, mit der RAF unter einer Decke zu stecken oder zumindest mit ihnen zu sympathisieren.
    Einige damals betroffene kamen zu Wort und beschwerten sich, wie ungerecht das gewesen sei, wie böse die Springer-Presse sei usw. usf.
    Ich musste dabei an das Mantra von Danisch denken: Es sind nicht die Maßstäbe…

    • Auf so einen Schwachsinn wie „stochastischer Terrorismus“ kamen die RAF-Hexenjäger aber nicht!

      „Lustig“ ist ja auch, dass genau diese vermeintlichen Aufklärer über Terrorismus nichts von dem Terrorismus von 9/11 wissen wollen. Ein sehr aufschlussreiche Kollektion solcher Terrorismus-Apologie der linken Antiintelligenzia, die ist hier zusammengetragen:

  10. No one told Sayoc to do it, but the fact that it happened was really no surprise.

    Das klingt für mich nach einem weiteren Versuch die Redefreiheit einzuschränken. Also wenn man nichts gesagt hätte, dann hätte derjenige auch nichts gemacht. Das ist auch wieder dieses typisch linke (feministische) Denken, dass das Individuum keine Verantwortung für seine Taten trägt.

    • „dass das Individuum keine Verantwortung für seine Taten trägt.“

      Dafür trägt das Individdum ja alle Verantwortung und vor allem Schuld seines ihm zugeschriebenen Kollektivs! 😀
      Das ist linke „Gerechtigkeit“!

  11. o.t, zum oben erwähnten Mordanschlag auf die beiden Polizisten: inzwischen sind 100k$ Belohnung ausgesetzt:

    Der Vorfall hat u.U. das Potential, Symbolcharakter zu bekommen und beim stochastischen Terrorismus zwischen schwarz und weiß einen Gleichstand zu signalisieren, was aber die BLM-Aktivisten um ihren moralischen Überlegenheitsgestus bringen würde.

  12. Ein schönes Tool für den der die Deutungshoheit hat. Denn mit „stochastisch“ muss man nun keine belastbare Verknüpfung mehr herstellen zwischen einem Ereignis und einer beliebigen Äußerung einer in Ungnade gefallenen Person und kann doch alle Instrumente der Terrorismubekämpgung anwenden.

    • „Denn mit „stochastisch“ muss man nun keine belastbare Verknüpfung mehr herstellen zwischen einem Ereignis und einer beliebigen Äußerung einer in Ungnade gefallenen Person und kann doch alle Instrumente der Terrorismubekämpgung anwenden.“

      Sehr guter Punkt!

  13. Alles schön und gut und so, nur war der Grünenlokalpolitikersohn aus Panau wohl vor allem was man beim Vater erwarten würde, geisteskrank (Manifest anlesen hätte schon gereicht das zu wissen), und nicht rechts.

  14. Das war bei der RAF in den 70ern genauso. Es wurden gezielt Vertreter dessen angegriffen, was man als das „System“ verstand: Richter, Unternehmer, Politiker, Militärs. Natürlich kann man das auch als stillschweigenden Versuch ansehen, zu weiteren Taten gegen Mitglieder dieser Gruppe anzuregen.

    Und natürlich die „Bullen“, ich erinnere mich an den Ausspruch von Ulrike Meinhoff: „Der Typ in der Uniform ist kein Mensch, sondern ein Schwein. Und natürlich kann auf den geschossen werden“.

    Was die Tat in Hanau betrifft, so war der Täter ja offensichtlich geistesgestört und daher Zweifel an seiner Schuldfähigkeit zumindest möglich. Aber geistesgestört sind ja grundsätzlich nur Islamisten.

    Es gab doch auch eine ersten Untersuchungsbericht, nach dem sich bei ihm keine Kontakte ins rechte Milieu und keine Hinweise auf ein rechtsextremes Weltbild gefunden hätten. Der wurde dann allerding schnell durch eine zweiten ersetzt. Offenbar kam zwischendurch ein Anruf.

    • „Der Typ in der Uniform ist kein Mensch, sondern ein Schwein. Und natürlich kann auf den geschossen werden“.

      Außer es ist ein richtiges Schwein, ein Tier, dann natürlich nicht. Sonst kriegt man Probleme mit den Tierschützern…

      Das Maß an Entmenschlichungen auf rechter und linker Seite tut sich nichts, wobei ich dazu sagen muss das der Unterschied zu mindestens darin liegt, wie bereit die jeweilige Gruppe ist, ihre eigene Empathielosigkeit auch öffentlich zu äußern.

  15. „…Untersuchungsbericht, nach dem sich bei ihm keine Kontakte ins rechte Milieu und keine Hinweise auf ein rechtsextremes Weltbild gefunden hätten….“

    Ja, seinem eigenen Manifest nach hatte er wohl nur deshalb gezielt Migranten ausgewählt, weil sich (völlig zurecht) davon eine erhöhte Aufmerksamkeit versprach. Letztlich war es also wohl in erster Linie der mediale Hype um gefährliche Ausländerfeindlichkeit, der zu dieser ausländerfeindlichen Gewalttat führte – die wiederum medial genutzt wird, um den Hype um gefährliche Ausländerfeindlichkeit weiter zu schüren…

  16. Der umstürzlerische Terrorismus der Strasse kann sich auf Flankenschutz aus dem US Senat verlassen:

    Falls jemand glaubt, dass das demnächst schnell vorbei ist und vergessen. Nein, da ist richtiges Momentum dahinter.

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