mental Load

Ein im Feminismus beliebter „Kampfbegriff“ ist „Mental Load“, also die „Mentale Last“ die Frauen tragen.

Aus der Wikipedia:

Mental Load (deutsch etwa: mentale Auslastung) bezeichnet im deutschen Sprachraum vorrangig den Gesamtaufwand und entsprechende Mehrbelastungen, die durch Haushaltstätigkeiten und Kindeserziehung entstehen. Sie greift dabei Gedankengänge der Cognitive Load Theory (CLT) auf. Über die Summe der praktischen Aufgaben hinaus umfasst die Mental Load auch die Last der alltäglichen Verantwortung für das Organisieren von Haushalt und Familie, die Beziehungspflege sowie das Auffangen persönlicher Bedürfnisse und Befindlichkeiten.

Seit den frühen 1970er-Jahren wird Mental Load als Begriff für geistige Belastungserscheinungen verwendet und ihr Zusammenhang mit Stress sowie die Auswirkungen auf Vitalparameter in verschiedenen Berufsgruppen diskutiert.[2][3] Die jetzige Verwendung des Begriffs entspringt vorrangig dem gleichnamigen „feministischen“ Comic der französischen Zeichnerin Emma,[4] der durch die britische Tageszeitung The Guardian größere Bekanntheit errang.[5] In diesem wird ungleiche Aufgaben- und Rollenverteilung heterosexueller Beziehungen thematisiert, die neben der Geschlechtersegregation am Arbeitsmarkt auch die im Haushalt wiederkehrenden Aufgaben, Betreuungssituationen sowie weiche Faktoren wie die Kenntnis sozialer Konstellationen der Kinder einbezieht. Deren Aufwand wird demnach in den seltensten Fällen von beiden Partnern wahrgenommen, sodass erhebliche Freizeiteinbußen für Frauen entstehen.[6] Die für die Koordination von Pflegearbeit (Care Work) und Erwerbsarbeit (Paid Work) notwendige Mehraufgabenperformanz führe demnach zu erhöhter Auslastung, die mit dem Split-Attention-Effekt verglichen werden kann.

Überschneidende Belastung durch Erwerbs-, Pflege- und Koordinationsarbeit
Vereinzelt wird die Unschärfe des Mental-Load-Begriffs kritisiert und mit dem extensiv verwendeten Burnout-Syndrom verglichen.

Verschiedene Selbsttests im Internet versprechen, einen Überblick über die eigene Wochenarbeitszeit und deren Ausgewogenheit in der Beziehung zu erhalten.

Ich halte es für einen oft nachhaltig übertrieben Bereict, bei dem so getan wird als würde da eine unendliche Last auf Frauen gelegt werden, die kaum zu schultern ist, während es in vielen Fällen relativ banale Sachen sind, die etwa bei der Organisation eines Berufes ebenso anfallen bzw die in anderen Bereichen ebenso beim Mann festgestellt werden könnten.

Es wird beispielsweise angeführt, dass man die Freunde seiner Kinder kennt, weiß, was für Termine anstehen, sich auf deren Sorgen und Ängste einlässt etc.
Aber das ist ja normales menschliches Miteinander, das so gesehen auch zum Job „Kindererziehung“ dazu gehört.

Im Gegenzug kann der Stress eines Berufes weitaus schlimmer sein, weil daran eben auch finanzielle Verantwortung hängt und man sich vor seinem Boss oder Kunden oder eben auch bei seiner Familie bei geringeren Einnahmen rechtfertigen muss.

Dagegen ist es relativ banal zu wissen, dass Jana die beste Freundin ist, die aber neuerdings sich auch sehr häufig mit Nicole trifft.
Oder in einem anderen Alter Windeln und Feuchttücher vorrätig zu halten.

Der Feminismus liebt die Übertreibung an der richtigen Stelle. Die Frauen sind überall ungeheuer unterdrückt, ungeheuer überlastet, die Männer hingegen haben es überall erheblich leichter und verdienen ohne besondere Mühen sehr viel mehr als Frauen.

Die Mental Load mag natürlich im Einzelfall hoch sein. Kinderbetreuung kann aber genau so sehr unkompliziert sein, wenn etwa Geschwister miteinander spielen und man eigentlich nicht viel machen muss.

Hier noch ein paar Comics aus dem oben erwähnten Mental Load Comic von der Zeichnerin Emma:

Was sagt ihr zu dem Konzept?

166 Gedanken zu “mental Load

  1. „Frauen besonders betroffen“ gilt halt in allen Bereichen, bald auch für Verdauung und Ausscheidung, die man dann bei Frauen als rentenwirksame Leistungen anrechnen wird.

  2. Ein besonderer Skandal ist, dass Frauen diese mentale Last auch noch fünf Jahre länger zu tragen haben als Männer! Schließlich leben sie statistisch gesehen fünf Jahre länger als Männer. Ich fordere, daher, dass Männer entsprechend anteilig mehr mentale Last und Care Arbeit übernehmen.

    • Es ist meines Wissens auch eine soziologische Binse, dass man von der durchschnittlichen Lebenserwartung einer demographischen Gruppe Indizien auf deren Lebensqualität gewinnen kann. Es wundert mich immer wieder, dass man diese Binse auf das Verhältnis Männer zu Frauen immerzu derart radikal ausblendet. Wie kann man allen Ernstes zu der Annahme kommen, dass angeblich genau die Gruppe es angeblich immer und überall viel, viel schwerer hat, die im Schnitt fünf bis sechs Jahre länger lebt als die angeblich überall bevorteilte Vergleichsgruppe? Das ist offen absurd!

      • Absurd ist, dass du denkst, alt werden sei von Vorteil.

        Männer haben es so eingerichtet, dass von dieser Entwicklung besonders Frauen betroffen sind, indem sie einfach schneller sterben, diese Unterdrücker.

          • Das Patriarchat ist dermaßen effizient, subtil und raffiniert organisiert, und man findet auf Frauenseite kein annähernd SO weltumspannendes, alldurchdringendes, intelligentes Konstrukt, dass man – hat man das Patriarchat erst in seiner ganzen Größe erkannt – gar nicht umhin kann, als Männer für schlichtweg besser als Frauen zu halten. In jeder Hinsicht außer der moralischen.

            Feminism in a Nutshell

      • Es ist meines Wissens auch eine soziologische Binse, dass man von der durchschnittlichen Lebenserwartung einer demographischen Gruppe Indizien auf deren Lebensqualität gewinnen kann.

        Meist wird dann argumentiert, dass Männer mehr Alkohol trinken, mehr rauchen und ganz allgemein weniger auf ihre Gesundheit achten. Da ist was Wahres dran, aber trotzdem könnte man doch einmal fragen, warum sie mehr Alkohol trinken, mehr rauchen und weniger auf ihre Gesundheit achten. Es sind doch genau die Leute, die (fast) alles auf die Sozialisation zurückführen, hier aber unausgesprochen die Sache ignorieren, so als wäre es biologisch determiniert und deshalb einer Änderung durch politische Massnahmen entzogen.

        • Zusätzlich begehen sie aber eben auch dreimal so oft Selbstmord und sterben zwanzigmal so oft an Arbeitsunfällen. In allen körperlich belastenden oder / und gefährlichen Jobs sind Männer unter sich. Ein Leben lang sehr hart körperlich gearbeitet zu haben, verkürzt die Lebenserwartung. Nie vergessen: die Natur rechnet nicht in Lebensjahren, sondern in verbrauchter Energie und entsprechendem Verschleiß des organischen Materials. Deshalb leben Tiere in Zoos oder als Haustiere in Familien signifikant länger als ihre Artgenossen in freier Wildbahn.

          All diese Faktoren zählen auch erheblich in die Differenz der durchschnittlichen Lebenserwartungen mit rein, werden aber gezielt verschwiegen. Gerade die Sache mit der Selbstmordrate muss natürlich möglichst kleingeredet werden, denn spätestens da wird der heutige Feminismus komplett lächerlich. Wenn man nämlich als monokausale Begründung für die hohe Selbstmordrate unter „Transpersonen“ ständig die „gesellschaftliche und systemische Diskriminierung“ heranzieht, wie kann man dann noch die Auffassung verteidigen, dass Frauen im Vergleich zu Männern benachteiligt und diskriminiert sind, wenn letztere dreimal so oft Selbstmord begehen?

          Das passt ALLES einfach hinten und vorne nicht. Aber dennoch wird es politisch und medial nie hinterfragt, obwohl die Selbstwidersprüche Legion sind. Wenn so eine Gesellschaft aussieht, die diese Ideologen als Patriarchat bezeichnen, dann will ich ums Verrecken nicht in einer Gesellschaft leben, die dieselben Typen als Demokratie betiteln und an deren Errichtung sie schon seit langem fleißig und mit stetig steigendem Nachdruck werkeln.

  3. Erst zum Ratschen gehen, und sich dann darüber beschweren, dass man so belastet ist, weil man die sozialen Beziehungen der Familie pflegt.

    Auch wenn man Familienbetreuung und Haushalt neben bezahlter Arbeit als Arbeit bezeichnet, arbeitet ein verheirateter Mann im Durchschnitt pro Woche knapp über eine Stunde pro Woche mehr als eine Frau (Pew Research Amerika bis 2011).

    Die Frage des Mental Load ist also eine nach dem subjektiven Belastungsempfinden. Erinnert mich an eine Studie mit Studenten vor 10 Jahren, wo die tatsächliche Arbeit signifikant von der empfundenen Arbeit abwich.

    • „Auch wenn man Familienbetreuung und Haushalt neben bezahlter Arbeit als Arbeit bezeichnet, arbeitet ein verheirateter Mann im Durchschnitt pro Woche knapp über eine Stunde pro Woche mehr als eine Frau (Pew Research Amerika bis 2011).“

      Frauen in Deutschland verbringen im Schnitt jeden Tag vier Stunden und 29 Minuten mit unbezahlter Arbeit, zusammen mit der Erwerbsarbeit kommen sie so auf 55 Wochenstunden, und das sind 6 mehr als Männer leisten.
      Quelle: ILO 2019

      • Oh man, genau dafür werden diese Fakestudien erstellt. Um dummen Leuten „Argumente“ zu liefern. Warum tauchen eigentlich die „unbezahlten Arbeiten“, die Männer verrichten in diesen „Studien“ eigentlich nie auf, sondern immer nur Arbeiten, um die sich vorzugsweise Frauen kümmern? Und warum bleiben (nicht selten unbezahlte) Überstunden, welche Männer um ein vielfaches mehr machen als Frauen, auch gerne unter dem Radar?

        Manipulative Absicht???

      • Im Kapitel 3 gibt es da eine schöne Aufstellung der Arbeitbelastung der Eltern in jungen Familien. Da liegen die Väter bis auf die Familien mit Neugeborenen durchweg über der Arbeitsbelastung der Mütter. Allerdings auch nicht so übermäßig, dass sich Aufregung lohnen würde.

        Der Schluss ist aber (Auswertung aus 2016), dass die Pauschalaussage, die Du aus der ILO-Untersuchung gezogen hast, für Familien nicht gilt und im Rest (Singles und Renter) schlicht irrelevant ist in Bezug auf den Ungerechtigkeitsdedektor.

      • Siehste, und Männer verbringen bei einem 40 Stunden Job in der Woche 128 Stunden mit unbezahlter Arbeit. Schlafarbeit, Hausarbeit, Entspannungsarbeit, Fahrtarbeit. Vielleicht sollte die Frauen mal in die Hände spucken, dann können Sie zu uns aufschließen.

        Was das „mental load“ angeht, so glaube ich schon, das Denken für Frauen generell anstrengender ist. Immerhin haben sie ein kleines Gehirn, da ist jede Denkleistung in etwa mit dem Aufwand, den ein Mann aufbringen müsste, um einen Nobelpreis zu gewinnen zu vergleichen. Das wolltest du uns doch mitteilen, oder? Verdammte Frauenhasser.

    • „Die Frage des Mental Load ist also eine nach dem subjektiven Belastungsempfinden.“

      Volltreffer! Denn die eigene Arbeit ist bekanntlich immer die schwerste; und zum Glück haben in unserem frauenunterdrückenden Patriarchat feministische Frauen die Deutungshoheit darüber, wessen Wahrnehmung die einzig relevante zu sein hat.

      Man schaue sich doch nur mal das Comic an. Was da aufgeführt ist, kommt nicht über den Sachverhalt von Alltagspetitessen hinaus. Und das alles findet statt in häuslichem und familiärem Umfeld bei fei einteilbarer Zeit.

      Oh mein Gott! Die arme Frau muss sich doch tatsächlich Termine merken, darf das Zahlen von Rechnungen nicht vergessen und ihre Freundinnen, die sich selbst ausgesucht hat, fänden es schön, wenn sie sich ihre Namen und ihre ganzen internen Beziehungsgeflechte merkt. Na wenn das nicht der direkte Weg in den Burnout ist…

      Man merkt einfach immer wieder, dass Feministinnen nahezu ausschließlich – bekanntlich mit langer Tradition zurückreichend bis zu den Suffragetten – in gut behüteten Verhältnissen aufgewachsene, unglaublich verwöhnte Prinzesschen sind, die in ihrem ganzen Leben noch nie mit so etwa wie wirklicher Arbeit, schon gar nicht im Sinne von Erwerbsarbeit, konfrontiert worden sind. Wer auch nur einmal in seinem Leben einen Tag im Job hatte, bei dem er zum Beispiel von morgens bis abends von einem Termin zum nächsten marschiert ist, wobei erwartet wird, dass er auf jeden einzelnen davon vorbereitet ist und – Feministinnen werden es kaum glauben können – er auch jede einzelne Person beim Namen und ihrer jeweiligen Funktion kennen sollte, wird sich nur verwundert die Augen reiben können, über das, was diese feministische „Künstlerin“ so alles als be- wenn nicht gar gänzlich überlastend darstellt. Meines Erachtens ist das nur noch nuanciert davon entfernt, morgens nicht mehr aus dem Bett kommen zu können, weil einen bereits die Muskelanstrengung beim Öffnen der Augenlider weit über die eigenen physischen und psychischen Belastungsgrenzen bringt.

      Was soll eine Gesellschaft mit solchen Gestalten eigentlich noch anfangen können, die sich – so der sich immer mehr verfestigende Eindruck – schon vom Betreiben ihrer eigenen vegetativen Körperfunktionen vollends ausgelastet fühlen.

      • Exakt. Daraus ergeben sich zwei Dinge, zum ersten eben die Frage ob ich so jemanden der sich keiner noch so kleinen Belastung gewachsen fühlt ernst nehmen muss? Und zum anderen ruiniert dieses Dauerfeuer der Kategorie lerne klagen ohne zu leiden auch das Selbstvertrauen der Frauen. Kaum eine hinterfragt noch wenn behauptet wird, dass wieder eine Benachteiligung gefunden wurde, sondern nimmt das als real hin. Das ist ja auch nicht gut für die Frauen.

      • @Billy „Was soll eine Gesellschaft mit solchen Gestalten eigentlich noch anfangen können, die sich – so der sich immer mehr verfestigende Eindruck – schon vom Betreiben ihrer eigenen vegetativen Körperfunktionen vollends ausgelastet fühlen.“?

        Gruß Sense

        • Besser geht es, wenn man beim Kacken eine Hockstellung einnimmt. Der Darm wird im Stehen durch eine Art Band abgeknickt. Das wird erst in der Hocke so locker, dass der Enddarm gerade ist.
          Logisch, dass es dann besser flutscht. Auf der Zielgeraden fährt man ja auch schneller als in der Schikane. 😉

          Sitzen bringt zwar etwas mehr Spielraum, wirklich ideal ist die Position aber trotzdem nicht.

      • Was soll eine Gesellschaft mit solchen Gestalten eigentlich noch anfangen können, die sich – so der sich immer mehr verfestigende Eindruck – schon vom Betreiben ihrer eigenen vegetativen Körperfunktionen vollends ausgelastet fühlen.

        Reinquotieren. In alle möglichen Arbeitsfelder, sofern nicht all zu belastend, reinquotieren, wo sie dann von den produktiven Kräften mitgeschleppt werden. Vorzugsweise irgendwas mit Medien und Menschen oder was mit Gender. Es gibt da sicher noch Benachteiligungen, die kein Mensch, ob Mann oder Frau, je wahrgenommen hätte und die noch auf Entdeckung harren. Eine sogenannte Querschnittsaufgabe. So wurde unlängst entdeckt, dass die Mathematik „white supramacy“ und „Misogynie“ befördert. Muss man wissen.

  4. Der „mental load“ hat einen Zweck.
    Nachdem man mit dem unbereinigten gender pay gap argumentativ auch in SPD nahen Medien keinen Blumentopf mehr gewinnen kann und sich heraus gestellt hat, dass Männer auch in der Summe aus Erwerbs- und „Care“ Arbeit mehr Zeit aufwenden musste etwas her, dass nicht so leicht mit kalten Fakten zu widerlegen ist, um weiterhin Ressourcen aus der Gesellschaft fordern zu können.
    Daher wurde der Begriff „mental load“ geboren.
    Dass darin ganz wesentlich auch Dinge eingebracht werden, die Frauen mehr für sich selbst als notwendig definieren, ist dabei nur die Kirsche auf der Torte. Als Beispiel wurde letztens gesagt, dass der dumme Gatte nicht wüsste wann welche Erzieherin im Kindergarten Geburtstag habe. Teufelnocheins… Was für ein mieser Kerl

    • Korrekt.
      Das gleiche Spiel komplett subjektivistischer Willkür auch bei der Erfassung der a. Haus- b. „Care“-Arbeit.
      Seit Arne Hoffmann wurde verstärkt kritisiert, bei der Erfassung von „Hausarbeit“ werden primär diejenigen Tätigkeiten zeitlich erfasst, die Frauen verrichten.
      So werden z.B. Renovierungsarbeiten, Reparaturen, Abfassung von Steuererklärungen gar nicht erst erfasst. Der Terminus müsste also korrekt lauten: Hausfrauenarbeit.

      Die „emotionale Sorge“ um bspw. ältere Angehörige umfasst Telefonate mit diesen und Besuche für den Klönschnack – das wird erfasst. Wird hingegen festgestellt, der Rasen muss gemäht werden und der Rasenmäher ist irreparabel defekt, dann ist die Fahrt zum Baumarkt für den Kauf eines neuen Rasenmähers und das Rasen mähen keine „Sorgearbeit“.
      Es sind nämlich keine „Emotionen“ involviert, sondern nur Arbeit.

      Auf der einen Seite wird die Arbeitsteilung nach Geschlecht also angeprangert, auf der anderen Seite wird diese real existierende Arbeitsteilung als Basis genommen, um erbrachte männliche Arbeitsleistungen einfach unter den Tisch fallen zu lassen.

      Der Betrug hat die identische Funktion: Aus der Tatsache, dass mehrere kleinteilige Arbeiten vorwiegend von Frauen verrichtet werden, wird eine Mehrarbeit herbeigerechnet, die in der Realität nicht existiert.
      Was die sagenumwobene „unbezahlte Arbeit“ von Frauen in die Höhe treiben soll, welche wiederum dazu dient, eine Ausbeutung aller Frauen durch alle Männer herbei zu fabulieren, die in der Realität ebenfalls nicht existiert.

      Denn die Tatsache, dass Frauen die „unbezahlte Arbeit“ nur verrichten können, weil sie durch die Erwerbsarbeit des Mannes für diese freigestellt worden sind, wird stumpf ignoriert.
      Müssten diese Frauen ihren Lebensunterhalt nämlich selbst und eigenständig verdienen, bliebe für diese „unbezahlte Arbeit“ gar keine Zeit.

      Dass Feministinnen absolut traditionalistische Kleinbürgerinnen sind, sieht man an ihrer sagenhaften Ignoranz gegenüber Single-Haushalten, die in deutschen Großstädten annähernd die Hälfte aller Haushalte stellen.
      Das müssen sie auch, denn all ihre schöne weibliche „Care-Arbeit“ wäre zum größten Teil simple Eigenarbeit, die Singles ebenfalls unbezahlt verrichten müssen – bei denen die Klage über diese aber ausbleibt.

      Dass ich mich selber oder der Staat mich dafür bezahlen müsste, weil ich mir schließlich Essen koche und mich damit reproduziere oder dass eine solche Arbeit ins BSP eingehen müsse und einen eigenständigen Wert darstellt, hört sich reichlich bizarr an.
      Das ist aber – allen Ernstes – ein feministisches Argument, wenn es um Frauen geht.

  5. Ich find’s ehrlich gesagt schlimm, dass es dafür „bereits“ einen Wikipedia-Artikel gibt, der zementiert, dass die „jetzige Bedeutung des Begriffes“ sich auf 1 (in Worten: EIN) Comic stützt.

    Ich sag’s gern immer wieder: Das Gegenteil von _Mansplaining_ ist _Womanframing_, und solche „Konzepte“ wie Mental Load ein gutes Beispiel, wie _womanframing_ funktioniert.

  6. „sodass erhebliche Freizeiteinbußen für Frauen entstehen“

  7. „…. Geschlechtersegregation am Arbeitsmarkt ….“

    Was?
    Mit dem Paralleluniversum des Feminismus zu leben, *das* ist eine „mental load“, beziehungsweise einfach nur „mental“.

  8. Ein Aspekt ist sicherlich die Tatsache, dass Frauen immer später Kinder bekommen. Das hat Konsequenzen. Es wird nämlich über dreißig ziemlich schwierig ein erstes Kind zu bekommen.
    Dazu kommt, dass man dann viel mehr investiert. Man verliert pro Jahr dann viel mehr Geld und Karriere als mit Mitte 20. Speziell in den USA (wo der Blödsinn herumkommen scheint) ist das ein Thema. Kinder sind teuer und die Kosten werden in den USA nicht durch die Gesellschaft abgepuffert. Entsprechend hoch ist deswegen der Anspruch alles total richtig zu machen. Das gilt mit Einschränkungen auch für Mütter in Deutschland. Wer nach seinem Doktor in Sprachwissenschaft Ende dreißig sein erstes Kind bekommt, muss einfach alles optimal machen, weil es sonst vor sich selbst nicht zu rechtfertigen ist. Dazu kommt, dass Frauen sich über alle möglichen Kanäle gegenseitig selbst unter Druck setzen und das auch sozial kontrollieren.
    All das gilt für Männer nicht. Das ist auch ziemlich wesentlich ein Teil den Väter in die Erziehung einbringen können. Eine gewisse Lässigkeit gegenüber dem Leben. Fehlertoleranz und die Erkenntnis, dass Freizeit auch genommen werden muss und auch nicht durchgeplant werden muss.

    • „Wer nach seinem Doktor in Sprachwissenschaft Ende dreißig sein erstes Kind bekommt“

      Eigentlich brauchen wir sowas überhaupt nicht. Es gibt genug Menschen auf der ganzen Welt, die nach D einwandern wollten und hier gutes Geld verdienen. Man müsste sie nur richtig aussuchen, da muss natürlich noch sehr viel getan werden, aber dann….

      • „Man müsste sie nur richtig aussuchen, da muss natürlich noch sehr viel getan werden, aber dann….“
        Richtig, persönlich würde ich auch lieber fleißige Chinesen hier haben wollen als faule Feministen. Vielleicht schicken wir die Feministen nach Somalia und laden für jeden der geht einen Chinesen ein. Die Feministen können dann den Warlords in Somalia etwas von „mental load“ erzählen.

          • Ja vielleicht. Die feministischen Männer werden dann da als Sklaven arbeiten und die Frauen werden den Warlords einen blasen, jedenfalls wenn sie gut aussehen. Die Chinesen hingegen arbeiten gut mit uns zusammen. Im Prinzip sind doch dann alle zufrieden. Jeder bekommt das was er oder sie sich wünscht. Ich finde die Idee durchaus diskussionswürdig.

    • Wer nach seinem Doktor in Sprachwissenschaft Ende dreißig sein erstes Kind bekommt, muss einfach alles optimal machen, weil es sonst vor sich selbst nicht zu rechtfertigen ist. Dazu kommt, dass Frauen sich über alle möglichen Kanäle gegenseitig selbst unter Druck setzen und das auch sozial kontrollieren.
      All das gilt für Männer nicht.

      Da habe ich meine Zweifel. Auch Männer stehen (untereinander) unter Erfolgsdruck, denn Status sichert die Möglichkeit zur Fortpflanzung. Und so wird dann auch von Männern ein Mann u.U. als Loser angesehen. Der dem Alpha-Mann natürlich kaum gefährlich werden kann, es sei denn, er hat vielleicht andere Qualitäten. Er ist ja sooooo niedlich..

      Besonders schwerwiegend und kritisch dürfte aber grundsätzlich die Bewertung von Frauen sein. Diese armen, edlen Geschöpfe müssten sich schließlich opfern und sich ihm hingeben und „Care-Arbeit“ leisten.
      Was den Erfolgsdruck auf Männer leider nicht wirklich mindert.

  9. Du hattest da eine sehr kompetente Gesprächspartnerin:

    Kaum vorstellbar, dass Du nicht beim ein oder anderen Punkt dachtest: ok, ja, erwischt, dafür ist sie allein zuständig (also doch ganz sicher beim Thema Kleidung & Schuhe beschaffen/aussortieren/einlagern?).

    Allerdings muss ich auch sagen, dass ich Dich schon für einen außergewöhnlich engagierten Vater halte, wenn Du die Wickeltasche für Deine Trips mit Kind alleine packst (muss mein Mann aber auch^^) und Dich sogar auch noch um ärztliche Termine kümmertest. Bei uns im Haustelefon bspw. ist der Kinderarzt (w) unter dieser Funktion gespeichert und nicht unter dem Namen, weil ich mich nicht darauf verlassen kann, dass er im Zweifel wüsste, wie sie denn überhaupt heißt (in mehr als 14 Jahren Vaterschaft war er nämlich bloß 1x mit).

    „Ich halte es für einen oft nachhaltig übertrieben Bereict, bei dem so getan wird als würde da eine unendliche Last auf Frauen gelegt werden, die kaum zu schultern ist, während es in vielen Fällen relativ banale Sachen sind, die etwa bei der Organisation eines Berufes ebenso anfallen“

    Berufstätigkeit bzw. damit verbundene Entscheidungen als relativ banal zu beschreiben hat auf jeden Fall was. Der größte Unterschied: da wirste bezahlt, diese Arbeit wird also als solche gesehen, von Dir und Anderen.

    • Ernsthaft? Nein, die Fragen stellen sich alle eigentlich nicht. Kinder müssen nicht perfekt gehandhabt werden.
      Aber die Antworten sind simpel:
      Impfen nach Stiko (frage stellt sich eh nur eso Tanten). Diese mental load dauert 10s für alle Kinder zusammen. Kita bewirbt man sich bei mehreren (nervig und sollte besser gemacht werden) und eine nimmt einen dann. Wo ist da eine mental load? Kann man eh nicht ändern. Eingewöhnung? Ich erinnere mich. Da sollte das Elternteil da rumsitzen. Ich bin dann nach 20 Minuten einkaufen gegangen. Auch ein einziges Mal im Leben eines Kindes eine Woche. Wow, was eine Arbeit…. Besonders beim Elternteil der 12 Elternmonate beansprucht. Bei Fieber oberhalb eines Schwellenwertes (müsste ich googeln) Paracetamol Supp. Problem erledigt. Pilze? Vermutlich altersabhängig. Google hilft. Tee? Wenn das Kind mag? Meine mochten nicht. Fencheltee ist auch echt widerlich. Probleme gelöst. Alle davon. Jetzt. In einem Post. Das soll Belastung sein? Wer das für Belastung hält braucht keinen Partner, sondern eine Pflegschaft!

      • Ich wette auch mal nen Euro, daß die Alte sich schon mal über den „Druck, eine perfekte Mutter zu sein“ ausgelassen hat.

        Weniger helikoptern, dann muss man auch nicht über mentale Belastungen jammern.

    • „Berufstätigkeit bzw. damit verbundene Entscheidungen als relativ banal zu beschreiben hat auf jeden Fall was. Der größte Unterschied: da wirste bezahlt, diese Arbeit wird also als solche gesehen, von Dir und Anderen.“

      Da du bekanntlich keine Erfahrungswerte diesbezüglich hast: Erwerbsarbeit ist in der Regel weitaus belastender als all der Kram, der z. B. in den ach so aussagekräftigen Tweets oben zusammengefasst ist. Schon alleine, weil man auf Arbeit Leute (Vorgesetzte) hat, die einen auf Trab halten, die einem Fristen geben, die einem mittenrein immer wieder neues auf den Tisch packen und natürlich hat ALLES Prio A und sollte möglichst bis zum Feierabend erledigt sein. Also nix mit zwischendrin sich mal mit Freundinnen im Café um die Ecke treffen oder bei ner Runde Hausfrauen-TV ausspannen, weil es letztlich egal ist, ob man dieses oder jenes morgens um zehn oder nachmittags um drei erledigt.

      Und dass dieser ganze immer wieder kolportierte Kram „unbezahlt“ ist – was er nicht ist, weil schlicht bei Arbeitsteilung der, der das Geld verdient, den, der zu Hause bleibt, bezahlt – liegt einfach daran, dass diese Arbeit keinen marktrelevanten Produktivwert hat. Man kann deine Hausarbeit niemandem verkaufen. Das heißt, da gibt es niemanden, der dafür Geld zahlt, dass du deine Fenster putzt. Gehalt kann es aber nur geben, wenn man irgendwo anders Geld generiert. Aber… was mache ich hier eigentlich? Ich versuche gerade einer Radfem basale Wirtschaftszusammenhänge nahezubringen. Das ist ja so, als wolle man einem Pavian erklären, wie Flugzeuge fliegen können.

      • „Also nix mit zwischendrin sich mal mit Freundinnen im Café um die Ecke treffen oder bei ner Runde Hausfrauen-TV ausspannen“

        Die Kommentarspalten hier und anderswo füllen sich von allein?
        Es ist doch offensichtlich, dass eine beachtliche Anzahl von Männern alltäglich nicht wirklich viel zu tun hat. Säh schon ganz anders aus, wenn nicht meist jemand für sie die Nahrungszubereitung und Wäsche erledigte.

        • „Säh schon ganz anders aus, wenn nicht meist jemand für sie die Nahrungszubereitung und Wäsche erledigte.“

          Was du ja offensichtlich nicht tust, obwohl dein Mann berufstätig ist, denn sonst könntest du dich ja nach deiner eigenen Logik nicht ständig derart rege hier und anderswo beteiligen.

          Wer im Glashaus sitzt, sollte die AK47 gesichert lassen.

        • Wäsche wäscht bei uns im Keller so ein weißer Kasten. Steht Siemens drauf und hat ein Loch vorne. Ich weiß nicht ob du sowas kennst, aber die Arbeit beschränkt sich da auf öffnen, reinstopfen, Knopf drehen und Waschmittel einfüllen und 2h später öffnen und aufhängen. Sehr überschaubar. Solltest du mal ausprobieren. Und Frauen die mir essen kochen muss ich noch erleben. In meiner generation (Anfang der 70er) ist das eher die Ausnahme und wenn ich mich so umsehe ist das auch bei jüngeren Frauen unverbreitet. Allerdings können die alle die gerade angesagten Modekuchen backen wie Sonst was (wenn deren Stories in den sozialen Netzwerken stimmen)

          • „Knopf drehen und Waschmittel einfüllen und 2h später öffnen und aufhängen“

            Aufhängen muss man auch schon lange nicht mehr, man stopft es einfach in den Trockner daneben. Die Hauptarbeit ist das Sortieren, Zusammenlegen und Wegräumen.

            Macht alles meine Gute, auch deshalb weil sie die meisten schmutzigen Klamotten produziert und provoziert, ich würde mit einer Wäsche alle zwei Wochen dicke auskommen und bei den Kindern könnte man auch locker die Hälfte einsparen.

            Dafür bin ich der Küchenchef, da produziere ich am meisten Dreck, teilweise läuft der Geschirrspüler dreimal am Tag (bei ihr normalerweise nur einmal).

          • „Aufhängen muss man auch schon lange nicht mehr, man stopft es einfach in den Trockner daneben.“

            Kostet Geld und die Sachen halten nicht so lang. Außerdem hat man mehr Arbeit beim Bügeln.

            „Die Hauptarbeit ist das Sortieren, Zusammenlegen und Wegräumen. Macht alles meine Gute, auch deshalb weil sie die meisten schmutzigen Klamotten produziert und provoziert“

            Provoziert?

            Bei uns bin ich diejenige, die am Wenigsten Schmutzwäsche produziert, er hingegen braucht jeden Tag ein neues T-Shirt (zusätzlich zu Unterhose und Socken) und trägt sein Hemd meist auch nur 1-2 (Arbeits-)Tage.

            „ich würde mit einer Wäsche alle zwei Wochen dicke auskommen“

            Aber nichtmal die machst Du? Oder gelegentlich mal einen winzigen Anteil an „der Hauptarbeit“? Und das als jemand, der selbst auch nur (genau wie sie) in Teilzeit arbeitet? Frechheit, find ich.

            „und bei den Kindern könnte man auch locker die Hälfte einsparen.“

            Du meinst, sie erklärt Wäsche zu Schmutzwäsche, obwohl die nicht verdreckt ist?

            „Dafür bin ich der Küchenchef, da produziere ich am meisten Dreck, teilweise läuft der Geschirrspüler dreimal am Tag“

            Wie geschickt Du es vermieden hast, klar zu bekennen, dass Du von Dir produzierten Dreck auch allein (d.h. ohne einen Handschlag Hilfe von ihr irgendwo im Prozess) wieder beseitigst…

          • @Semi

            „Kostet Geld und die Sachen halten nicht so lang. Außerdem hat man mehr Arbeit beim Bügeln.“

            Wen juckt das Geld, wenn man dadurch einen Haufen Zeit spart? Für sowas haben wir genug, zumal die meisten Sachen eh gebraucht sind und nur kurz getragen werden. Außerdem hat der Bub eine Pollenallergie und wir wohnen direkt an einer großen Wiese (was aufhängen problematisch macht). Das meiste Zeug, das wir tragen ist sehr knitterarm. Aber ja, hin- und wieder bügelt sie, ich würde das nur bei der Premium-Wäsche machen, Kinder müssen keine gebügelten Sachen tragen.

            Provoziert?

            Sie bestimmt, wann die Kinder die Wäsche wechseln (und sie wechseln sehr oft).

            Bei uns bin ich diejenige, die am Wenigsten Schmutzwäsche produziert, er hingegen braucht jeden Tag ein neues T-Shirt (zusätzlich zu Unterhose und Socken) und trägt sein Hemd meist auch nur 1-2 (Arbeits-)Tage.

            Ich wechsel das Zeug (abgesehen von der Unterwäsche) entweder wenn es unansehnlich wird oder irgendwie stinkig. Im Sommer logischerweise öfter als im Winter. Hemden brauche ich nicht. Wie gesagt, alle zwei Wochen eine Maschine voll, würde mir genügen.

            Aber nichtmal die machst Du? Oder gelegentlich mal einen winzigen Anteil an „der Hauptarbeit“? Und das als jemand, der selbst auch nur (genau wie sie) in Teilzeit arbeitet? Frechheit, find ich.

            Das wäre vollkommen unpraktikabel, wir haben Arbeitsteilung und nebenbei: ich mache für gewöhnlich weit mehr als meine Frau, ich bin der letzte der ins Bett geht und der erste der aufsteht. Also wisch dir deinen pseudogerechten Schaum vorm Mund.

            Du meinst, sie erklärt Wäsche zu Schmutzwäsche, obwohl die nicht verdreckt ist?

            Ja, wobei das halt sehr subjektiv ist. Vor 100 Jahren, in einem armen Haushalt, hätte man sie getragen, bis sie Schmutzränder hat. So ist es bei uns nicht, aber man muss ein T-Shirt auch nicht alle zwei Tage wechseln, wenn es noch gar nicht dreckig ist und die Kinder nicht geschwitzt haben (unsere sind eh ausgesprochene Stubenhocker).

            Wie geschickt Du es vermieden hast, klar zu bekennen, dass Du von Dir produzierten Dreck auch allein (d.h. ohne einen Handschlag Hilfe von ihr irgendwo im Prozess) wieder beseitigst…

            Ich erledige 80-90% der Küchenarbeiten (wenn ich zu Hause bin) unabhängig davon, ob ich gekocht habe oder nicht, aber ja, ich koche und backe auch mehr, weil meine Frau blöderweise immer nur den selben öden Kram auf den Tisch bringt und auch unsere Gartensachen nicht ausreichend verwertet, das landet alles bei mir. Wenn du es so willst, ist es ein einer der Kompromisse, die ich eingegangen bin, um mit ihr eine Ehe führen zu können (und auch wenn es manchmal so klingt, bereue ich es nicht). Auch hier kannst du dir dein pseudomoralisches Gewäsch sparen. Wir haben sehr eigene Vereinbarungen, Kompromisse und Vorlieben (z.B. erledige ich alle Einkäufe, einfach weil ich gerne einkaufe) und wir leben ganz gut damit, weder braucht sie deine gespielte Empörung, noch muss ich mir von dir ein schlechtes Gewissen einreden lassen, weil du zuviel Emma gelesen hast…

        • Zitat von einer Freundin: „Du kochst auch gerne? Dann kenne ich schon deutlich mehr Jungs als Mädels, die kochen.“

          BTW, wer etwas kocht, das länger braucht, hat währenddessen viel Zeit fürs Internet 😀

    • Was ist denn das minimum an Denkleistung, das Frauen bereit sind im täglichen Leben zu leisten, ohne sich diskriminiert und benachteiligt zu fühlen.

      Um das mal auf Automaten zu adaptieren: Sobald der Idle-Zustand verlassen wird, muss die Frau bezahlt werden!

      • “ Sobald der Idle-Zustand verlassen wird, muss die Frau bezahlt werden!“

        Wo denkst du hin?
        Frauen müssen OHNE Bedingungen bezahlt werden.

        All diese Scheingründe werden doch nur angeführt, weil Frauen Männer so lieben.
        Denn Frauen wissen, dass Männer sich noch mal etwas besser fühlen, wenn sie sich nicht nur für die Frau den Arsch aufreißen, sondern zusätzlich noch das Gefühl haben, ein Problem zu lösen, indem sie sich den Arsch aufreißen.

        SO nett sind Feministinnen.

        Du ahnst ja gar nicht, wie viel Care-Arbeit es die Feministinnen gekostet hat, das rauszufinden, dass Männer so ticken.

        Du ahnst aber sicherlich, wie ausgiebig diese Erkenntnis gemolken wird, seit Feministinnen das rausgefunden haben.

    • Ein Kind macht Arbeit, wie eine Familie das intern organisiert, ist (zumindest nach der Stillzeit) eine Verhandlungssache der Partner. Bei uns war ich derjenige, der die Kinder zum Impfen gebracht hat (was tatsächlich keine angenehme Sache ist, weil die sich teilweise verhalten, als würde man sie schlachten wollen).

      Will man gesellschaftlich mehr Kinder, sollte der Staat die Familien entsprechend entlasten (will er aber nicht, er holt sich lieber Ausländer). Das über ein zusätzliches Einkommen zu machen, erscheint mir keine so gute Idee. Zum einen, weil das die falschen Anreize setzt (wer extern arbeitet, würde es verlieren) und zum Anderen zu einer unzulässigen Einmischung des Staates in private Dinge führen kann. Der Staat ist aber so gut wie alles, nur kein guter Erzieher. Schon gar nicht sollte es ein Gehalt „für Hausfrauen“ geben, wenn, dann müsste das geschlechtsneutral sein.

      Tatsächlich wird eine Menge Arbeit von beiden Geschlechtern unentgeltlich erledigt, weil sie diese eben für sich (bzw. für die Familie) tun, nicht primär für die Gesellschaft oder einen Arbeitgeber (die entsprechend auch kein Mitspracherecht haben!) Mitgetragen wird Hausarbeit immer vom arbeitenden Partner, das ist der Deal bei der Ehe, dass man sich gegenseitig aushält, auch finanziell.

    • Die Sorge um ein (möglicherweise) krankes Kind mit der Entscheidung gleichzusetzen, welche Anziehsachen als nächstes nötig sind, ist jetzt etwas überzogen.
      Und natürlich macht sich der Vater auch dann noch Sorgen um das Kind, wenn er beruflich arbeitet. D’oh.

      • „Die Sorge um ein (möglicherweise) krankes Kind mit der Entscheidung gleichzusetzen, welche Anziehsachen als nächstes nötig sind, ist jetzt etwas überzogen.“

        Als Mann magst Du das so sehen. Hier geht es aber um die Einstellung von Frauen zu Anziehsachen 😉

    • Stell dir vor du bist dafür zuständig deinem Mann Dinge aus dem Baumarkt zu besorgen damit er die neue Gartenterasse anlegen kann.

      Du kaufst nach bestem Wissen und Gewissen ein und er mäkelt an allen rum.

      Wie oft würdest du das mitmachen ?

  10. Meiner Frau ist es ungeheuer wichtig das wir alle möglichen Getränke zuhause haben wenn besucht kommt. Stilles Wasser, Medium, Classic, Apfelsaft usw. Mir und den meisten unserer Gäste ist das total egal. Würde man das auch schon als Mental Load definieren ?

    Sie ist auch der Meinung das die Wohnung tipptopp aufgeräumt sein muss obwohl wir zwei Kleinkinder haben.

    • „Würde man das auch schon als Mental Load definieren?“

      Ich denke, es hat etwas mit Status-Denken und Status-Streben zu tun. Sie will, dass Eure Familie gegenüber Euren Freunden sehr gut dasteht, sozusagen vorbildlich – was eben nur dann geht, wenn man einen vergleichsweise hohen Status hat.

      Da sagt dann die Frau von Eurem Freundespaar: „Gestern wieder bei [ Eure Familie ] – die haben immer alles da, und da ist auch immer perfekt aufgeräumt. Tip top ihre Wohnung.“ Und dann ein vorwurfsvoller Blick an den werten Gemahl, dem schon wieder die Augen vor Müdigkeit zufallen.

    • Das ist normal. Das machen Frauen um vor anderen Frauen zu glänzen. Das ist intrasexuelle Konkurrenz.
      Überwacht wird die Einhaltung dieser Standards von den Müttern. Daher auch das Theater wenn Mama oder Schwiegermutter zu Besuch kommen.
      Ich erinnere mich an die große Reinigung unseres Hauses, weil mein Kumpel mit Frau und kleinen Kindern zum Grillen vorbei kam. 😂 Als ob den sowas im geringsten interessiert.

    • @Sherub
      Stimmt, meine Ex hat sich darüber auch Gedanken gemacht. Bei mir gibt es immer nur Wasser und Bier. Wer was anders will, der soll sich das selbst mitbringen.

  11. „Ich halte es für einen oft nachhaltig übertrieben Bereich, bei dem so getan wird als würde da eine unendliche Last auf Frauen gelegt werden, die kaum zu schultern ist, während es in vielen Fällen relativ banale Sachen sind, …“

    Ich will mal eine Erfahrung wiedergeben, die hierzu ganz aufschlussreich ist. Durch meine Arbeit bin ich bei vielen Firmen unterwegs und treffe dort in den letzten Jahren mehr und mehr auf weibliche Mitarbeiter mit Führungsaufgaben und Personalverantwortung (Projektleiterin, Gruppenleiterin, Koordinatorin, Laborleiterin, Abteilungsleiterin usw.). Und im Rahmen meiner Arbeit spreche ich auch mit diesen Mitarbeiterinnen, oder ich höre mit an, wie sie sich untereinander unterhalten, z. B. beim Essen in der Kantine.

    Was mir dabei aufgefallen ist: Diese Damen haben die Neigung, vergleichsweise banale Dinge, die zwar irgendwie zur Arbeit gehören, aber nicht den hauptsächlichen Inhalt der Arbeit ausmachen, in so einer seltsamen Weise hervorzuheben und breitzutreten. Ich karikiere das mal in dem folgenden kleinen Dialog:

    A: Hallo, wie geht’s?
    B: Gut, ich bin jetzt Gruppenleiterin bei BASF.
    A: Oh, toll! Aber das ist bestimmt viel Arbeit.
    B: Klar, aber es ist ja nicht nur das. Ich muss auch erst mal zur Firma hinkommen …
    A: Oh …
    B: Und man steigt ja auch nicht einfach ins Auto – ich muss da erst mal durch den Verkehr.
    A: Ja, mit diesem Verkehr … und dann auch noch zur Rush Hour.
    B: Genau. Und wenn ich dann endlich bei der Firma bin – da ist ja nicht gleich mein Büro. Nein, erst mal Parken …
    A: Hmm.
    B: … und dann auch noch zu meinem Büro laufen. Das ist noch ein Stück.
    A: Kenne ich. Echt blöd.
    B: Im Gebäude dann erst mal Fahrstuhl …
    A: Stimmt, erst mal drücken und warten, warten, warten.
    B: Dann im Büro, da hab‘ ich noch gar nichts geschafft – ich muss mich ja erst mal am Rechner einloggen
    A: Mit Passwort und so – voll umständlich.
    B: Und dann schon gleich diese ganzen E-Mails!
    A: … usw.

    Im letzten Monat habe ich eine Projektleiterin gehört, die wenig später in Mutterschutz gehen wollte und einer Kollegin erzählte, was sie bis dahin noch Vieles zu erledigen hätte. Wichtigste Punkte waren: Abwesenheits-Notiz in Outlook einrichten und eigenen Schreibtisch aufräumen. Wohlgemerkt, eine Projektleiterin.

    Mit so einem Mindset hat man natürlich auch unter einer „mental load“ schwer zu leiden …

    • „Ich karikiere das mal in dem folgenden kleinen Dialog“

      Mir kommt das immer so vor als sei das sowas wie „humblebragging“ (Angeben mit Understatements, wobei es hier im Gegenteil Übertreibungen sind), zum Sinne eine leichte Unterhaltung zu führen.

    • Also wenn man sich an solchen Sachen schon aufhängt, wie bekommt man dann noch seine Arbeit fertig? Solche Banalitäten wären mir ja kaum einen Gedanken überhaupt wert. Das läuft halt einfach so…

      Ich würde einfach mal tippen, wenn jemand von seiner tatsächlichen Arbeit so wenig zu erzählen hat, dass einfach weniger gearbeitet wird, als es eigentlich der Fall sein sollte…

      Hab genug KundINNEN, die lieber mehr Zeit mit Meckern verbringen als tatsächlich zu arbeiten. Ich find das immer sehr faszinierend, wie manche Leute beim Meckern mehr Zeit investieren, als einfach selbst einfachste Aufgaben zu erledigen… aber da gehts wahrscheinlich einfach nur ums „Prinzip“…

    • Wenn ich mit dem Mindset meinen Vollzeit-Bürojob bewerte, hab ich eine 80-Stunden-Woche. Mit den 56 Stunden schlaf und den 168 Stunden als Vater sind das ja dann 304 Stunden pro Woche!

      Kein Wunder dass die in dieser Ecke auch immer von „Doppelbelastung“ faseln.

      Mich würde ja noch interessieren, was der Anlass ist. Ist ihnen irgendeine andere Milchmädchenrechnung von den mehrleistenden Frauen weggebrochen? Ggfs. irgendeine unveröffentlichte Studie?

  12. Ein etwas längerer „Piece of Life“ Kommentar zu dem Thema meinerseits:

    Als jemand der sowohl eine 40 Stunden Woche (oft auch mal mit Überstunden) als auch Zuhause seinen Anteil am Haushalt stemmt, kann ich die ganze Mental Load Debate schon in einem gewissen Maße nachvollziehen. Die Frage ist doch eher bei was diese genau entsteht.

    Wenn man ständig damit beschäftigt ist sich an irgendwelche Vorgaben zu halten und sich an alles Mögliche zu erinnern, aufzupassen etc. entsteht Stress. Aber warum sollte das für bitte für die Care-Arbeit und den Haushalt alleine gelten? Meiner Ansicht nach kann diese doch je nach Fall und Person in allen Lebenslagen entstehen.

    Ich würde anhand meines normalen Tagesablauf unter der Woche eher dazu tendieren, dass meine mentale Last in der Arbeit wesentlich höher ist als die zuhause. Ich bin Projektleiter in einer Werbeagentur und habe einige Leute unter mir, die sich auf mich verlassen. Die Konsequenzen wenn ich Deadlines verstreichen lasse, sind im Berufsleben meist gravierender als es im Haushalt der Fall ist. Natürlich muss man sich bei beiden an Termine halten etc. aber ich kann nicht erkennen, warum ausgerechnet das Privatleben mit Haushalt und Kinderbetreuung zwangsläufig mehr Belastung schaffen sollte als das berufliche Dasein.

    Ich steh morgens um halb 7 auf, zieh den Großen an, mach Frühstück, bereite eine Pausenbox vor und bring ihn in die Kita. In der Mittagspause hol ich ihn jeden zweiten Tag ab und bring ihn zu den Großeltern, damit meine Frau mehr im Haushalt schaffen kann. In der Kita selbst kenn ich alle Kinder und finde es nicht sonderlich anstrengend mir die paar Namen zu merken und kümmern mich auch um alles verwaltungstechnische und Elternbeiratsgeschichten in der Kita.
    Nach der Arbeit mache ich den Einkauf, da ich auch der Koch zuhause bin und koche dann entsprechend fast jeden Abend frisch. Die Küche räum ich danach im Regelfall auch auf. Dann heißt es ab ins Bett für den Großen (der kleine schläft da sowieso noch wann er will) und gegen halb 9 lieg ich dann fertig auf dem Sofa und bin froh wenn ich in Ruhe etwas auf der Playstation zocken kann.

    Klar fallen hier und dort mal andere Aufgaben an und manchmal räum ich noch das Wohnzimmer auf wenns zu sehr verwüstet wurde, als das ich entspannen könnte… Am Wochenende hab ich dagegen mehr Zeit für andere Sachen im Haushalt und/oder Frau und Kinder.

    In der Arbeit habe ich ca. 20 Projekte zu supporten, und manage etliche neue Projekte. Das heißt ständige Kommunikation mit den Mitarbeitern wie der aktuelle Stand ist, während man selbst die Kundenanfragen bearbeitet, akquiriert und präsentiert, Angebote schreibt, Rechnungen schreibt, Marketing Konzepte erstell und was halt so anfällt. Außentermine hat man da natürlich auch und is auch mal gern den ganzen Tag unterwegs.

    Generell herrscht hier einfach auch ein ganz anderer Leistungsdruck und vor allem aktuell sind nach einer Corona Flaute extrem viele Ausschreibungen zu bearbeiten und ich stehe seit Wochen unter massiven Druck in der Arbeit. Ohne meinen Urlaub jetzt zwischendrin würd ich wohl bald einen Burnout bekommen… Da kann ich wirklich nicht mehr nachvollziehen, warum die Metal Load meiner Frau die derzeit den ganzen Tag zuhause ist mit Baby größer sein sollte als meine. Natürlich sind ein Baby und ein Kleinkind anstrengend, aber das ist jetzt aktuell ihr Job und auch der gehört gemacht, so wie ich meinen erledige.

    Glücklicherweise weiß meine Frau mich und meine Leistungen sehr zu schätzen, also bekomm ich da wenigsten die nötige Wertschätzung.
    Denn wenn ich Artikel über die Mental Load von Hausfrauen lese, dann kommt es mir so vor, als würden wir Männer aus Spaß in die Arbeit gehen und dort einen Wellnesstag verbringen.

    Ich erkenne an, dass Haushalt und Carearbeit auch anstrengend sein können, aber Erwerbsarbeit ist es im Normalfall ebenso. Hier versucht man meines Erachtens nach einfach nur Hausarbeit und Carearbeit zu überhöhen, damit man Frauen als arme Opfer darstellen kann. Und als „moderner“ Vater, Ehemann und Arbeitnehmer (verzeiht den Ausdruck) kotzt mich das ganz massiv an!

    • „Denn wenn ich Artikel über die Mental Load von Hausfrauen lese, dann kommt es mir so vor, als würden wir Männer aus Spaß in die Arbeit gehen und dort einen Wellnesstag verbringen. “

      Es ist eigentlich ganz einfach:
      1. Männer jammern nicht ständig, weil ständiges Jammern unmännlich ist und man dann bei den Frauen unten durch ist.
      2. Frauen schließen daraus, daß Männer keine Probleme und Schwierigkeiten haben und ihnen alles einfach so zufällt.
      3. Fällt Frauen dann – egal ob im Job oder privat – nicht alles einfach so zu, schließen sie daraus, daß sie es besonders schwer haben.

      • Das Problem vom Jammern bei uns Männer ist, dass unser Gejammere sowieso keinen interessieren würde. Von dem her jammern wir auch weniger.
        Wir eigenen uns dieses Verhalten erst gar nicht als Kinder an, da es hier keinerlei Verstärkung gibt… Jungen wird wesentlich weniger Empathie entgegen gebracht als Mädchen, weswegen da auch das Jammern schneller abgeblockt wird als bei Mädchen. Ergo lernt das eine Geschlecht, dass man damit nicht viel bewirken kann und das andere lernt dass man damit durchaus Ziele erreichen kann.

        Die grundlegend gesellschaftliche Default-Einstellung bei Männern ist, dass er für sich selbst verantwortlich ist. Wenn man jammert, möchte man ja von anderen, dass Sie an der Situation etwas ändern (oder emotionale Unterstützung). Mann löst also nicht die eigenen Probleme, was eigentlich von ihm erwartet wird, da er für sein Leben selbst verantwortlich ist.

        Bei Frauen ist ja bekanntlich eher die Gesellschaft schuld, wenn irgendwas nicht so hinhaut wie sie es wollen. Frauen sind nunmal aus biologisch reproduktiven Gründen das wertvollere Geschlecht und genießen seit jeher entsprechenden gesellschaftlichen „Schutz“.

        In meinem Beruf konnte ich schon häufig feststellen, dass sich Frauen tendenziell mehr über Systeme beschweren, als sich dem jeweiligen Workflow anzupassen. Das System muss geändert werden und nicht das eigene Nutzungsverhalten.

  13. Vielleicht kriegen sies hin, irgendwann fürs Pennen bezahlt zu werden, 8 Stunden Regenerationsarbeit, da leistet der Körper schon was.
    Ausser der männliche, der hat sogar im Schlaf noch Spaß an schmutzigen Träumen und Erektionen.

    • Hinzu kommen die unruhigen und zT schlaflosen Nächte durch den arglos und entspannt schnarchende Mann neben der Frau. Kreisende Gedanken, Schäfchen zählen, Agressionen bewältigen und zähmen wegen des Schnarchnens. Hier hat die Partnerin jede Nacht eine erhebliche mentale Last zu tragen.

  14. Was mir bei den Beispielcartoons auffällt ist, abgesehen davon das der Mann nur als Couchkartoffel dargestellt wird. Es sind so ziemlich alles Aufgaben/Probleme welche durch Kommunikation oder Organisation gelöst werden können. Bspw. einfach auf die Hilfsangebote des Mannes eingehen. Oder Apps bzw. Kalender nutzen: Termin zum Zahlen der Nanny, digitale Einkaufslisten (gerne auch geteilt mit dem Ehemann) etc.. Aber damit könnte man ja die Probleme lösen…

    • Termin zum zahlen der Nanny…. Ich weiß ja nicht wie andere Leute das machen, aber entweder Einzug oder Dauerauftrag oder Überweisung auf Termin. Was genau ist daran schwierig?

      • Selbst wenn man das alles als fristgerecht ausgeführter Einzelauftrag macht: Erinnerung auf dem Smartphonekalender einrichten und wenn der aufploppt an den Rechner setzen und Überweisung in Auftrag geben. Arbeitsdauer, großzügig geschätzt, so etwa fünf Minuten. Und das wird von der Tante aufgeblasen, als wäre es fordernder als die Leitung eines fünfstündigen Meetings. Ich denke, das sagt alles über die Lebenswirklichkeiten feministischer Frauen.

        • Pro-Tipp: Wenn man den Alarm wegläßt, kann man täglich mindestens eine Stunde lang darüber nachdenken, daß man ja nächste Woche diese verflixte Überweisung machen muss.

  15. Mental Load ist eigentlich ein Begriff aus der guten alten Ingeneurspsychologie (Neudeutsch Human Factors in Engineering). Es geht eigentlich darum, wie viel man sich bei einem zu bedienenden System merken muss. Mental Load reduziert der UX-Experte vor allem zur Fehlervermeidung, außer es gibt Gründe dagegen (z.B. Steigern der Aufmerksamkeit durch Langweilevermeidung).

    Wenn also Frauen über zu hohen Mental Load reden, dann haben sie ihr System nicht optimiert. Optimierungsmöglichkeiten wären etwa: Terminplan, TodoListen, Automationen, Notizbuch, etc.

    Also das was eigentlich jeder, der irgendwo Orga macht, tut um den Workload hinzubekommen und z.B. eine Veranstaltung ohne Probleme ablaufen zu lassen.

    Und diese Selbstüberschätzung, das alles im Kopf zu behalten, ist so typisch weiblich. Aber halt dann selber Schuld.

    Und der Wikipediaeintrag ist einfach unter aller Sau… Der Begriff wird da einfach feministisch gekapert… Und nur die eine Quelle, der Comic… Der Dame darin würden die Listen übrigens auch helfen…

  16. Ich warte ja auf den Tag an dem die Propaganda uns verkaufen möchte, dass Frauen auch beim kacken mehr als Männer beansprucht und daher benachteiligt sind…

  17. Man kennt das ja:
    – Frau bringt Kind zur Musikschule/Kinderturnen/Reitstunde etc. und steht dann da 1-2 Stunden rum und tratscht mit anderen Müttern -> Care Arbeit
    – Mann bringt Kind zum Turnen/Fußballplatz/Reitstunde und bleibt da -> Freizeit
    – Frau kümmert sich um Hausarbeit (nebenbei läuft Hausfrau-TV) -> Care-Arbeit
    – Mann mäht am Wochenende Rase, schneidet Hecke, buddelt Löcher, stemmt Wände/Borsteine etc weg -> Freizeit (weil Männer lieben es ja stundenlang mit lauten Geräten zu spielen)
    -> Mutter in Elternzeit kümmert sich ums Kind -> Care-Arbeit + Mental Load
    -> Vater in Elternzeit kümmert sich ums Kind -> das Schwein drückt sich ums Geldverdienen, daß muss seine arme Frau auch noch machen

    Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.
    Alles so selbst erlebt. So manches was als zeitraubende Care-Arbeit bejammert wird, ist nichts weiter als Ineffektivität. Ich schätze, ich kann mich da mit meiner Frau echt glücklich schätzen. Die kann über dieses ständige Gejammer nur den Kopf schütteln. Aber klar – wenn die ein Kind irgendwo hinbringen muss, dann hockt die auch nicht stundenlang untätig rum und tratscht (das ist der viel zu blöd), sondern erledigt noch irgendwas anderes. Ziel ist es, daß wir am Ende des Tages so ziemlich gleichzeitig unseren Kram erledigt haben. Beruflich wie Privat.

  18. Kann die Höhe der Belastung, die empfunden wird, auch mit der unterschiedlichen Art der Herangehensweise an Probleme zu tun haben? Kritisieren Frauen nicht häufig an Männern, dass die ein Problem lösen wollen, anstatt sich mit ihren emotionalen Befindlichkeiten auseinanderzusetzen, die in der bestehenden Lage existieren?

    Könnte die Priorität der Kommunikation über die emotionale Situation vor der Problemlösung nicht auch dazu beitragen dass dieser „mental load“ über die Geschlechter ungleich verteilt ist? Dann läge der Ball wieder auf der anderen Seite des Spielfelds.

    Ich kann die Situation, die @Zadyr schön beschrieben hat, nachvollziehen und bin deshalb mittlerweile auch etwas angefressen bezüglich diese ganze „Alles Verpisser“-Rhetorik, die so gerne und oft als Erklärung (mit entsprechendem Forderungspaket) aufgemacht wird. Vielleicht @Semikolon: Nur weil nicht ständig über Belastung geklagt wird, heißt das nicht, dass keine da ist.

      • Aber das ist doch keine Belastung. Denn endlos über Probleme labern ohne Zielorientierung ist doch so wie ich das sehe für Frauen eher Vergnügen als Belastung, insbesondere auch, wenn man dann im Kreis der Freundinnen doch zu einem Ergebnis kommt (meist dem das Männer Schuld /Verantwortung tragen)

        Gleich noch an dieser Stelle:
        Danke für die Erklärung der eigentlichen Bedeutung und Herkunft des Fachbegriffes mental load

        • Nein, das ist Belastung. Ironischerweise wird von Frauen ja auch das ziellose um das Problem herum Gefühle austauschen als belastend empfunden. Es führt ja auch zu keiner Lösung.
          Gleichzeitig ist es nicht willkommen eine Lösung zu präsentieren.
          Siehe Semi. Die hat ja die kindischen Sorgen der Twitterandin ernsthaft als Beleg angeschleppt und ist sicher nicht an Antworten interessiert.

          Die Erklärung der Herkunft des Begriffs war nicht von mir, sondern von unserem 2. Sebastian. Ich glaube wir brauchen eine Kennzeichnung 😁

  19. Mein größter mental load aktuell:
    Ich habe entschieden, aus unserem einzig normalhohen und größerem Kellerraum (bislang hauptsächlich Abstellmöglichkeit für Klamotten und nicht-genutztes Spielzeug, aber auch „Tanzzimmer“) einen richtig durchdachten Spieltempel zu machen.
    Der beinhaltet künftig:
    ein DIY-Klettergerüst (wo später auch noch eine 3 m Rutsche befestigt werden soll, Weihnachtsgeschenk wahrscheinlich), einen knapp 2 Meter langen, höheren Spieltisch mit ebensoviel Schublade, 1,50 m niedriger Spieltisch, ein großes Regal, einen aufstellbaren Zeichentisch plus Stuhl, einen Schreibtisch mit Stuhl für die Kleine, eine Esseckbank plus Regale, auf denen alle Brettspiele unterkommen, Aerial Yoga, Boxsack, Hängesessel, (Musik)-Bar (ok, die war da schon immer drin, fairerweise^^) etc. und auch noch ne übergroße Spiegelwand.
    Trotz lachhaft geringem (also fast nicht vorhandenem^^) Budget, schätze ich, bin ich in 2 Wochen so gesehen quasi fertig mit Allem (Möbel warten schon auf den Aufbau, der morgen beginnt).
    Warum? Weil ebay Kleinanzeigen, pinterest und youtube einfach genial sind 😁

    Investierte Stunden auf meiner Seite: bereits unzählbar.
    Anteil meines Mannes am ganzen Projekt: 100 Euro und er schleppt Schweres.
    (Den Aufbau leitet mein Papa, natürlich)

    Wär das nötig gewesen, war das dann Arbeit?
    Nu, also: es ist jedenfalls eine Sache, auf die ich Stolz sein kann.

    • Na aber sicher kannst und solltest du daauf stolz sein.
      Und dann denk nebenbei drüber nach, ob du das umgekehrt genauso als Arbeit oder Nicht-Arbeit sehen würdest.

      • Ich fände ergänzend die Frage interessant, wieviel die Sache insgesamt die Haushaltskasse gekostet hat (waren es wirklich „nur“ die 100 € die ihr Mann direkt selbst beisteuerte – von seinem Taschengeld?) und wie lange ihr sich nur „so wenig“ einbringender Mann dafür arbeiten musste, um die Gesamtsumme (wenn da noch mehr aus der Haushaltskasse reingeflossen ist, war das letztlich auch Geld, welches er erarbeitet hat) in netto zu erwirtschaften?

        • ^^
          Geld in die Hand nehmen musste ich fürs Gerüst etwas mehr als 50 Euro, 12 Euro für einen Stuhl, 50 Euro fürs Yogatuch und Befestigung, 10 Euro für eine (coole Designer-)Lampe, bislang ca. 20 Euro für Farben und Lacke (schwer zu rechnen, weil wir halt schon Vieles dahatten) und an der Tankstelle, weil ich mit der Jüngsten mehrfach auf Touren gefahren war, um kostenlose Kleinanzeigen-Geschenke einzusammeln 🤗

          Leuchtmittel (ich will da überall Pflanzlampen, damit da auch was wächst… ) könnten aber nochmal teurer werden.

      • „Na aber sicher kannst und solltest du daauf stolz sein.“

        Danke. Ich kann es auch kaum abwarten 😁
        (da gehört übrigens noch mehr zu, ich musste quasi den ganzen Keller umorganisieren, damit die gesamte Garderobe von Baby bis erwachsen anders unterkommt… das dann auch hübscher zu kriegen ist mein nächstes Ziel)

        „Und dann denk nebenbei drüber nach, ob du das umgekehrt genauso als Arbeit oder Nicht-Arbeit sehen würdest.“

        Ich habe großen Repekt vor (talentierten) Heimwerkern. Bleibt gar nicht aus bei einem Vater, der so viel macht/gemacht hat wie meiner und auch nie vergaß Huldigung einzufordern^^
        (er selbst liegt gerad in den allerletzten Zügen der Fertigstellung unserer zweiten Solaranlage – bei der sich einige Panels mit der Sonne drehen. Des Fachmanns beigeisterter Ausruf: das müssen Sie sich patentieren lassen! ging ihm runter wie Öl, of course)

        • Das Hauptproblem ist also nicht so sehr direkt die „mental load“, sondern daß Vattern mehr Lob und Aufmerksamkeit kriegt/gekriegt hat als das Töchterchen. Es geht, wie fast immer bei Frauen, um ein Selbstwertdefizit. Daß der Vater „Huldigung eingefordert“ hat, halte ich bei einem so pathologischen Fall, der die Planung eines Spielzimmers mit „Investierte Stunden auf meiner Seite: bereits unzählbar“ angibt, für Projektion. Einen solchen Raum kann man an einem Nachmittag planen, bestenfalls zwei. Aber das hat wahrscheinlich die mental load verhindert.

    • Das ist doch genau die richtige Einstellung, bei so einem Projekt kannst du wirklich stolz sein, auf das, was du da leistest. Und nötig ist es nicht, aber einfach verdammt geil.

      Der Commic oben geht voll an der Realität vorbei, denn: Die meisten Dinge macht man ja für sich, weil man einen gewissen Anspruch hat, wie man selbst leben möchte. Oft ist es ganz gut, wenn der Partner nur so halb dabei ist, weil man selbst dadurch Gestaltungsraum gewinnt, also Entscheidungen, die man treffen kann ohne auf den anderen Rücksicht zu nehmen.

      Ich lese aus deinem Beitrag auch null Beschwerden raus, es scheint zu passen, wie es ist. Und so kenne ich das auch, wenn ich mal etwas großes leiste, unterstützt mich meine Freundin, indem sie mir den Rücken freihält und ansonsten Anerkennung dafür zeigt – und umgekehrt. Deswegen leiste ich an dem meinem Herzensprojekt immer noch den Großteil der Arbeit, aber eben gerne und stolz :D.

      • „Das ist doch genau die richtige Einstellung, bei so einem Projekt kannst du wirklich stolz sein, auf das, was du da leistest. Und nötig ist es nicht, aber einfach verdammt geil.“

        Generell: einen gut organisierten Haushalt auf die Beine zu stellen und immer weiterzuentwickeln, ist in dem Sinne schon nötig – und imho nichtmal wirklich einfacher geworden über die Zeit. Frühere Generationen hatten weniger Zeugs und Möglichkeiten – da musste man sich dann vielleicht nicht weniger, sondern bloß andere Gedanken machen.

        „Der Commic oben geht voll an der Realität vorbei, denn: Die meisten Dinge macht man ja für sich, weil man einen gewissen Anspruch hat, wie man selbst leben möchte. Oft ist es ganz gut, wenn der Partner nur so halb dabei ist, weil man selbst dadurch Gestaltungsraum gewinnt, also Entscheidungen, die man treffen kann ohne auf den anderen Rücksicht zu nehmen“

        Was ich aus u.a. dem Comic rauslese ist nun aber, dass Mütter häufig nicht zufrieden sind, bei Fragen rund ums Kind einen Partner an ihrer Seite zu haben, der „nur so halb dabei ist“ (wenn überhaupt).

        „Ich lese aus deinem Beitrag auch null Beschwerden raus, es scheint zu passen, wie es ist.“

        Bezogen auf dieses Projekt: ja.
        Aber insgesamt find ich es jetzt eigentlich nicht gerade prickelnd, dass er sich generell nur für eine kleine Auswahl an Routineaufgaben als zuständig empfindet.

        Unsere Grundschülerin hat kommendes Wochenende nachgeholte Erstkommunion, bspw.
        Kleidung, Feier bzw. Ablauf, Essen, Geschenke, Dankeskarten etc. waren keine Dinge, um die er sich irgendwelche (produktiven) Gedanken machte, und ich weiß leider auch nicht, wo ich ihn packen müsste, damit das anders wäre.

        • „Unsere Grundschülerin hat kommendes Wochenende nachgeholte Erstkommunion, bspw. Kleidung, Feier bzw. Ablauf, Essen, Geschenke, Dankeskarten etc. waren keine Dinge, um die er sich irgendwelche (produktiven) Gedanken machte, und ich weiß leider auch nicht, wo ich ihn packen müsste, damit das anders wäre.“

          Wenn ich mich gedanklich in diese Situation reinversetze: das sind alles Dinge die mir nicht wichtig sind, wenn ich da Gedanken reinstecken würde, kann ich davon ausgehen, dass das sowieso nicht akzeptiert würde. Also misch ich mich da lieber gleich gar nicht ein. Positiv gesehen entfällt damit auch ein Stresspunkt für sie, die ganzen Ideen von ihm nachzukontrollieren und wegzuargumentieren usw.

          Männer haben i.A. keine große Motivation, Energie in sinnlose Aktivitäten (soll heissen: wo man weder Anerkennung, ein zusagendes Ergebnis noch wenigstens Freude und Entspannung bekommt).
          PS: man soll vorsichtig sein mit dem, was man sich wünscht. Es könnte in Erfüllung gehen …

          • „das sind alles Dinge die mir nicht wichtig sind“

            Es gibt ja auch andere Familien-Feierlichkeiten wie Geburtstage, Weihnachten etc.
            Wenn 1 Elternteil sagte: „Meinetwegen brauchts das Alles nicht, jedenfalls muss man sich da keine Mühe geben, damit es schön wird“ (soweit geht allerdings niemand so wirklich, oder?), wäre er eigentlich schon ein Arsch.

            „wenn ich da Gedanken reinstecken würde, kann ich davon ausgehen, dass das sowieso nicht akzeptiert würde.“

            Wie kannst Du das überhaupt sagen, wenn Dus nichtmal versuchst?

        • „dass Mütter häufig nicht zufrieden sind, bei Fragen rund ums Kind einen Partner an ihrer Seite zu haben, der „nur so halb dabei ist“ (wenn überhaupt)“

          Es geht bei der m.l. doch darum, daß das Weibchen permanent „ich muß noch dies, ich muß noch jenes“ im Kopf rumschwirren hat. Daß jedes Stäubchen schreit „wisch mich auf“, weil frau nichts liegenlassen kann, auch die Dinge nicht, die überhaupt keine Priorität haben. Es geht um innere Ruhe bzw. Unruhe und damit um den Seelenfrieden. Daß der mental over-loadeten Frau ihre Existenz als end- und sinnlose Tretmühle erscheint, wo sie doch lieber am Strand relaxen würde. Nur darf man sich dann natürlich keine Kinder anschaffen, denn sowas ist dann erstmal abgemeldet für viele Jahre, auch wenn der Göttergatte 50% der Kinder-Arbeit macht.

          Ob sich der Vater für sein Kind interessiert, ist dagegen eine viel fundamentalere Frage, die mit „mental load“ nur am Rande zu tun hat.

    • @semikolon:
      Du lieferst unbewusst das beste Beispoel dafür, das „mental load“ Bullshit ist.
      Du schreibst selbst: „ichhabe entschieden“.
      Du bürdest dir selbst eine Aufgabe auf. Kein anderer, kein Gesetz, keine Gesellschaft…

      • Ich habe entschieden, dass es eine entsetzliche Verschwendung von Möglichkeiten war, diesen Raum nicht sinnvoll(er) zu nutzen denn als unansehnliches Lager.

        Ich glaube, Ihr hattet nur 1 Kind, aber Du warst der mit der Hausfrauenrolle, da Deine Partnerin Karriere macht?
        Dann wäre die Frage dennoch wenigstens ein bisschen interessant: was genau hast Du denn mit zu kleinen Klamotten gemacht?

        Der so to say männliche Weg (speziell bei nur einem geplanten Einzelkind und/oder unbegrenztem Budget) wäre: Alles sofort Kleiderspende und Problem erledigt. Aber Du siehst auch, dass das nicht unbedingt die ökonomischste Lösung ist für Familien mit größerem Kinderwunsch und/oder die knapper haushalten müssen?

        • @semikolon:
          Ja, genau, ich mache den Großteil der Hausarbeit und Kinderbetreuung.

          Zu kleine Sachen kommen in eine Ikea-Box und ab auf den Dachboden. Bisher haben wir es nicht aufgegeben, ein zweites Kind zu bekommen.

          Wenn wir die Sachen nicht mehr brauchen, kann man die hier ganz einfach auf dem Flohmarkt verkaufen. Gerade „Jungs“-Sachen gehen weg, weil es nicht so viele gibt. Zur Zeit werden gerade Hosen nicht zu klein; sie sind vorher einfach zerschlissen. Mein Junge tobt gerne draußen rum…

          Wenn meine Frau aber eine zeitaufwendige Umgestaltung eines Raumes plant, weil sie es so will, dann ist das kein mental load. Dann ist das Hobby.

          • @GO
            Ich empfehle Lederhosen.
            Die sind unkaputtbar. Meiner hat jetzt eine Schlupfhose ab Größe 80 bis bestimmt 116, der Saum ist unten nach innen gekrempelt zum nach und nach raus lassen, gebraucht gekauft, er ist bestimmt das 5. oder 6. Kind, was die trägt, mittlerweile butterweich getobt.
            Ich habe Draußenkinder und war es irgendwann leid, jede Saison diese Scheißplastehosen zu kaufen, die nix aushalten.
            Im Winter reicht Wolle als Wärmeschicht unten drunter, die Nähte fette ich regelmäßig und auch die beanspruchten Stellen an Po und Knien.

          • @Freya:
            Wozu? Die Hosen sind meistens von älteren Cousins und Cousinen geerbt. Wenn so eine Hose durch ist, hat sie ihre Schuldigkeit getan.

            Ich bevorzuge Baumwolle. Ist pflegeleicht.

          • Achso, dann ist das prima.
            Gebraucht ist trotzdem schwierig, weil da auch schon das Material an den entscheidenden Stellen dünn ist. Leggings? Jeans? Keine Chance.
            Meine Räubertochter hat die Hosen ab Gr 116 in einer Geschwindigkeit zerlegt, dass ich ihr dann gebrauchte Engelberthosen gekauft habe. Die halten sie aus, uff.

          • Ich hatts schon ganz verdrängt… bei uns gabs auch ne Phase bei der Zweitgeborenen (besonders 110/116), wo kaum eine Leggins oder Jeans frei von Löchern blieb. Da konnten wir aber noch viel mit Patches retten (fand sie total cool: bestimmen, wie das Teil jeweils aussehen soll).

            „Wenn meine Frau aber eine zeitaufwendige Umgestaltung eines Raumes plant, weil sie es so will, dann ist das kein mental load“

            Mit dieser Ungestaltung möchte ich indirekt auch gewährleisten, dass notfalls selbst 3 Kinder bequem in einem Zimmer (dann eben hauptsächlich nur zum Schlafen) unterkommen könnten.

            Ich hoffe, falls Deine Frau nochmal schwanger werden sollte, wertest Du ihre etwaigen Überlegungen und Anstrengungen höher denn als Hobby (oder wärst Du derjenige, der sich da voraussichtlich um Alles kümmerte; war Inneneinrichtung auch beim 1.Kind schon Dein Metier? Möglich ist ja Alles… nur wahrscheinlich ists halt nicht^^).

          • @Semikolon:
            „Ich hoffe, falls Deine Frau nochmal schwanger werden sollte, wertest Du ihre etwaigen Überlegungen und Anstrengungen höher denn als Hobby (oder wärst Du derjenige, der sich da voraussichtlich um Alles kümmerte; war Inneneinrichtung auch beim 1.Kind schon Dein Metier? Möglich ist ja Alles… nur wahrscheinlich ists halt nicht^^).“

            Auf die Idee, dass man das als Paar gemeinsam plant und durchführt kommst du wohl nicht?
            Beim Kinderzimmer hat meine Frau die abschließende Detailplanung übernommen. Sie hatte ja auch Zeit (individuelles Beschäftigungsverbot und Mutterschutz).

            Vor allem aber: es waren Pläne. Kaufen, schleppen, aufbauen durfte ich. Das würde ich aber nie gegeneinander aufrechnen.

          • Wär halt auch schon extrem mies gewesen, eine Hochschwangere damit alleine zu lassen, insofern hattest Du ja keine Wahl^^

            „Auf die Idee, dass man das als Paar gemeinsam plant und durchführt kommst du wohl nicht?“

            Die Situation bei uns läuft auch unter dem Label „gemeinsam planen & durchführen“ – allerdings nur, weil ich mir für meine Ideen eigentlich immer ein OK von ihm abhole, und er die Dinge erledigen muss, die mir körperlich nahezu oder gänzlich unmöglich sind (so viele sind das nicht, aber es gibt sie).

            „Beim Kinderzimmer hat meine Frau die abschließende Detailplanung übernommen“

            Natürlich.

            Vielleicht wirke ich hier etwas zickiger, weil ich selbst eben einen Vater hatte/habe mit eigenen Visionen. Meine verschiedenen Kinderzimmer waren von ihm visualisiert, geplant und eigenhändig gebaut, bis runter zum Puppenbett. Aber mir war immerschon klar, dass er da mehr Engagement zeigte als der durchschnittliche Vater leisten kann/will.

          • Töchter, die ihre Väter als Blaupausen für ihre Männer verwenden, auch so eine Quelle für feministisches Anspruchsdenken. Daddy-issues nehmen vielfältige Formen an.

        • „Ich habe entschieden, dass es eine entsetzliche Verschwendung von Möglichkeiten war“

          Nein. Das hat sich Dir aufgedrängt, und Du hast Dich gegen diesen Impuls nicht wehren können. Also wurde aus der Not eine Tugend gemacht. Und die Verantwortung für Deine Unruhe willst Du dann zu 50% (eigentlich lieber zu 100%) dem Partner aufdrücken. Wieder einmal wird ein Mann wie selbstverständlich als emotionaler Versorger der Frau definiert. Die Selbstviktimisierung der Frau wird ausgelebt als scheinbares Beziehungs-Naturgesetz. Und wenn das nicht klappt, macht frau die Arbeit maximal ineffizient selber und jammert über mangelnde Unterstützung.

  20. Ein Gedanke:
    Der Staat könnte Geld bis zum Abwinken fuer „care work“, „mental load“ , und was ihnen noch so einffaellt, an gelangweilte Heli- Mütter raushaun.
    Unter der Bedingung, dass der Genie- Nachwuchs rueckzahlungspflichtig ist.
    Auf noch einen mutwillig provozierten Generationenkonflikt kommts nun auch nicht mehr an.

    Was würden anwesende Eltern sagen, 18 Jahre Sorgearbeit ohne VERsorgearbeit, wieviel soll der Staat vorschießen?
    Man kann natürlich noch großzügig Schmerzensgeld einrechnen („Kleiner Sonnenschein hat mich mit Spinat bespuckt!“).

  21. Gehört alles zur Verhandlung der familiären Pflichten zwischen den Ehepartnern. Ich denke sowas kann man individuell aushandeln, idealerweise bevor man Kinder kriegt. Sich darüber darüber auf gesellschaftlicher Ebene zu beschweren, wenn sowas nicht ordentlich verteilt wird ist Blödsinn und wer es nicht hinbekommt, diese Pflichten ordentlich zu verteilen und auszuhandeln ist lediglich persönlich dämlich.

    Möglicherweise ist der Text auch gar nicht an die Gesellschaft gerichtet, sondern soll Ehepartner drauf hinweisen, dass auch sowas Teil der Verhandlungen sein kann, zum Verständnis.

  22. Hier ist die Lösung für „Mental Load“:

    1. Rechnung schreiben!
    2. Entlassen werden, weil man zu teuer ist, oder die „Arbeit“ gar nicht nachgefragt wurde.
    3. ???
    4. Feminismus!

  23. Mal von der weiblichen Wahrnehmung abgesehen, denke ich schon, dass es so etwas wie „mental load“ gibt und das durchaus einen nicht unerheblichen Aufwand darstellt.
    Gerade deshalb finde ich es so wichtig, wenn man in der Familie eine vernünftige Zuständigkeitsverteilung hat. Das Hauptproblem, dass ich mit der von feministischer Seite so bevorzugten (für den Mann: mindestens) 50:50 Verteilung aller Aufgaben habe, ist (neben dem Umstand, dass selten beide Partner alle Aufgaben wirklich gleich gut beherrschen bzw. dafür motiviert sind), dass jeder auf viel mehr achten muss und zusätzlich oft noch gesonderte Koordinierungsbemühungen erforderlich sind. Grandiose Effektivitätsverringerung im Dienste der Gleichstellung…

  24. Das Konzept ist doch einfach: „Mental Load“ ist die Folge von Herrschsucht. Herrschsucht hingegen ist zusammen mit Habgier und Missgunst eine zentrale Säule des modernen Feminismus.

    Wer also immer alles bestimmen, alles wissen will, wer sein Kind noch nach Eintritt der Volljährigkeit zur Schule fährt aus Angst vor Kinderschändern hinterm Busch, wer jeden Windelinhalt persönlich in Augenschein nehmen will – und wer dem anderen Elternteil genau vorschreibt, wie das mit dem Spielen, dem Essen, dem Anziehen abzulaufen hat, der fährt seine mentale Load bis zum Anschlag. Und raubt dem Rest der Familie einen großen Teil vom Spaß am Leben.

    Wenn der Lehrer sich dann anhören muss, wie schwerstbegabt dieses spezielle Kind gefälligst ist, wenn die parallel Kinderwagenschiebenden keinen Millimeter zur Seite drehen beim Auftauchen anderer Menschen, die sich dann auch noch beschweren – dann droht mental Overload. Dann wird geschimpft, geherrscht, gekämpft. Gegen Patriarchen, gegen Männer, gegen die ganze Welt.

    Und obwohl das Kind schon lange laufen kann, wird es noch immer im Bugaboo und im Lastenfahrrad transportiert. Irgendwann wird es dann zu schwer und muss aussteigen – und schwupps: Es ist ein Schneeflöckchen.

  25. Zum Thema, da das ja auf dem „Comic“ basiert: Ich hba natürlich vollstes Mitleid mit den armen Frauen, die ihre Kinder schon um 10 in der Waldorf-Krippe abgegeben haben, und daher erst um 11 mit ihren Freundinnen wichtige Probleme wie „eine Nanny aussuchen“ besprechen müsen – zahlt jam jemand anderes. Wie die Kleidung, die Medical Check-ups – und das Essen. Also, den Lieferservice; natürlich,

    Ganz besonders leid tut mir da die arme, dauerunterdrückte @Semikolon oben, die einen *total* tollen Twitter-Bullshit gegen den unfähigen, penisbehafteten EvoChris versucht hat.

    Ich verschwende mal 10Minuten „mental load“, um meine spontanen keine-5-Sekunden – Antworten abzutippen. Und ich möchte dazu erwähnen, dass ich nicht 3 Monate dafür bezahlt wurde, schwanger zu sein – im Gegensatz zu Frauen.

    > Beikoststart? Früh oder spät?

    Das kommt auf deinen persönlichen Masochismus an. Irgendwann bekommen die Babys Zähne. Und natürlich auf Deine unterschwellige Pädophilie.

    > Stoff- oder Wegwerfwindel?

    Wegwerf. Müll ist billig.

    > Impfen nach Stiko?

    Mein Kind? Klar. Deins? Ne, lass mal verrecken.

    > Wie schütze ich vor Sonnenbrand?

    Hut.

    > Vitamin D auch im Winter?

    … und das wäre nun der Zeitpunkt, wo ich aufhöre, die Twitter-Trulla als auch nur pseuso-ehrlichen Gesprächspartner wahrzunehmen.

    Ne, Trulla, NUR im Sommer Vitamin D, *ganz* viel. Im Winter dann keines. Kannst ja in ein paar Jahren wieder ein Kind machen. Und dann dran denken: Viel Vitamin D im Sommer, nix im Winter. Dann in ein par Jahren mit dem nächsten Kind wieder; irgendwann hast du Menopause.

    • …aber gut, machen wir es fertig:

      > Ist der Ausschlag da normal?

      Kinderarzt fragen. Baby ab und zu ordentlich putzen vermeidet das aber zu 95%.

      > Muss ich dem Baby zusätzlich Tee geben?

      Zu *was*? Whiskey?

      > Ist das normal dass sich das Baby noch nicht dreht?

      Ja.

      > Schnuller ja oder nein?

      Bist du sehr leidensfähig? Nein? Dann ja.

      > Muss ich bei Fieber Zäpfchen geben?

      Nein, aber bei über 38,5° solltest Du. Und zum Arzt.

      Ich möchte übrigens an der Stelle erwähnen, dass ich keine Kinder habe. Mein „mental load“ scheint unendlich zu sein.

      > Welche Kita nimmt mein Kind?

      Wenn du kein geld hast: Die erstbeste. Wenn schon: Die, die Du verklagst.

      > Wie organisiere ich die Eingewöhnung?

      Hinbringen, weggehen. Hatte schon wer gesagt.

      > Verflixt, schon wieder eine neue Kleidergröße!

      Es was nämlich nicht absehbar, dass Kinder wachsen. Trotz / wegen Vitamin D,

      > Mein Baby kotzt die ganze Zeit, ist das normal?

      2 Tage in Folge? Ich brauche hier mehr Spezifika. Wieso fragst Du keinen Arzt? Nervst Du die nur?

      > Dürfen Babies Pilze essen?

      die bislang wichtigste Frage. Nicht etwa: _Werden_ sie das?

      > Das Baby isst einfach nichts!!

      Auch keine in Schweineschmalz gebraten Kalbsschnitzel-Panade? Ab zum Arzt!

      > Well. Ich könnte ewig so weiter machen.

      Ich auch. Ehrlich. Ich möchte aber nochmal sagen, dass das Abtippen meiner Antworten auf die super-relevanten Frage mehr Zeit kostet als die Antwort selbst – dito auch das Stellen der „Fragen“.

      Aber, liebe Semikolon-Freundinnen, vielleicht trefft ihr ja mal auf dem Spielplatz eine meiner Nichten oder Patentöcher; die können euch das schon auch erklären. Vielleicht sogar auf eurem Niveau, falls das jetzt zu schwer war. nicht die älteste konfrontieren, die ist schon 6.

  26. Man darf nicht vergessen, es gibt da ja auch noch die „Emotionale Arbeit“, Arbeit die selbstverständlich auch nur von Frauen verrichtet wird.
    Zusammen mit „mental load „, Care Arbeit“ und ggf. normaler Erwerbsarbeit ist es ja ein regelrechter work overload. Wie schaffen es Männer nur, die ganze Zeit faul in der Hängematte zu liegen, ohne so viel Arbeit?

  27. Hier ein Beitrag von mir, den ich im Blog von @mycroft gepostet habe:

    Ich persönlich halte den „mental load“ für ein feministisches Phlogiston.

    Ich erinnere mich, dass es in den letzten zwei Jahren Studien gab, dass Männer zwar weniger „Care-Arbeit“ leisten, in Summe aus Care- und „richtiger“ Arbeit aber etwas vor den Frauen liegen.
    Also der Mittelwert natürlich.

    Jetzt kommt das Phlogiston: man packe jetzt den mental load der armen Frauen oben drauf und PENG, sie sind wieder stärker belastet.
    Wenn ich nach „mental load“ auf einschlägigen Seiten suche, finde ich da nie was Konkretes. Immer nur „das, was wir Frauen noch zusätzlich leisten“.

  28. Pingback: Billy Coen: Arme Frauen müssen hart arbeiten | uepsilonniks

  29. Pingback: Billy Coen: Das harte Schicksal der Hausfrauen | uepsilonniks

  30. Was bei mir mit einem „ok, auch eine Perspektive“ beim Lesen begann führte beim Studieren der Kommentarspalte.“Das Frauenwahlreicht war ein Fehler“, „Frauen sind wohl zu dumm einen Terminkalender zu führen“, sehr erhellende Kommentare von einem Menschen, der laut titel auf seinem Blog „nur für Männer“ bremst und ein Autor, der dies offensichtlich gerne so stehen lässt.

    Über Dinge wie Mental Load kann gerne diskutiert werden. Auch die Frage, ob unsere heuten Arbeitsplätze und damit verbundene Zukunftsängste nicht auch eine Form des Drucks und der Belastung sind, der bei dem Vergleich der zu einem größeren Teil von Frauen verrichteten Carearbeit und der zu einem größeren Teil von Männern verrichteten Lohnarbeit einzubeziehen ist.

    Was hier allerdings für ein Ton herrscht verwehrt mir persönlich eine Diskussion.Das Schreckensgespenst einer Welt, in der Männer zu reinen Arbeitssklaven degradiert werden, kann ich persönlich schwerlich ernst nehmen. Ein etwas reflektierterer Diskussionston und ein stärkerer Bezug auf Zahlen würde mMn tatsächlich mal den Weg zu einer Diskussion öffnen, anstatt, teils recht pauschal, feministische Bestrebungen und auch Frauen generell zu bashen. Aber vielleicht hat der ein oder andere auch einfach nur Angst davor Privilegien zu verlieren?

    Aber einmal Abseits der Kommentare: Wenn Sie als Autoren richtig verstehe, klingt da ein wenig die „das bisschen Haushalt macht sich doch von allein“ Plattetüde durch, die ich für ein Problem halte. Ob das so gemeint ist, kann ich leider nicht so recht herauslesen, jedoch klingt es, als sei bspw. die Frage nach der Vorratshaltung recht banal und deswegen nur halb so relevant wie die „echte“ Arbeit (stellt sich hier natürlich die Frage, wie relevant die Sachen sind, für die viele Menschen bezahlt werden, aber das ist eine andere Diskussion #bullshitjobs). Ist Carearbeit in diesen Sinne also etwas minderwertiges? Der „Mental Load“ ist schließlich nicht ein Konzept, dass für sich alleine steht, sondern zusätzlich zu der (beiderseitigen) alltäglichen Belastung hinzukommt. Insbesondere bei Paaren mit Kindern die ohnehin schon ungleich verteilt, wie das dwi kürzlich erst wieder herausstellte [1]. Und das Frauen, neben der Hausarbeit noch Lohnarbeit betreiben und ebenfalls auch unter den dortigen Belastungen zu leiden haben, bitte ich dabei ebenfalls zu berücksichtigen. Das Bild der „faulen Hausfrau“ die den ganzen Tag zu Hause ihren Vergnügungen fröhnt ist empirisch für nicht haltbar, auch wenneinige Kommentatoren dieses Bild der Frau hier gerne zeichnen wollen. Was will mir der Artikel also sagen? Mental Load ist ja nicht so schlimm, weil an das auffüllen von Feuchttüchern einfach echt banal sind? Ja, es mag alltäglich sein, trotzdem nimmt es Kapazitäten ein, genauso wie eine recht banale Zahlungsaufforderung zu versenden (nur das man dafür im Berufsleben bezahlt wird). Verursacht die „echte“ Arbeit ebenfalls oder sogar noch mehr mental load? Erstens sind bei einem großen Anteil der Haushalte beide Seiten in der Lohnarbeit tätig (Tendenz weiter steigen) [2], zweitens wäre auch bei einer Gleichsetzung das Arbeitsaufkommen ungerecht verteilt. Der Mental Load der Care Arbeit kommt dann erst noch dazu. Aber das sind ja eher nur banale Dinge… 🙂

    MfG
    Geoffrey, Feminist

    [1] https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.616021.de/19-10-3.pdf
    [2] https://www.zdf.de/nachrichten/heute/berufstaetigkeit-von-frauen-nach-der-familienphase-staerker-100.html

    • „Was bei mir mit einem „ok, auch eine Perspektive“ beim Lesen begann führte beim Studieren der Kommentarspalte.“Das Frauenwahlreicht war ein Fehler“, „Frauen sind wohl zu dumm einen Terminkalender zu führen“, sehr erhellende Kommentare von einem Menschen, der laut titel auf seinem Blog „nur für Männer“ bremst und ein Autor, der dies offensichtlich gerne so stehen lässt.“

      Du bist neu in diesem Blog, daher erstaunt dich vielleicht die sehr liberale Kommentarpolitik. Richtig ist, dass man hier vieles sagen darf. Aber man muss sich dann eben auch die Antwort gefallen lassen. Ein Stehenlassen ist keineswegs ein Zeichen für Zustimmung.

      „Wenn Sie als Autoren richtig verstehe, klingt da ein wenig die „das bisschen Haushalt macht sich doch von allein“ Plattetüde durch, die ich für ein Problem halte“

      Ich bin immer wieder erstaunt, dass Kleinigkeiten immer wieder als äußerst starke Belastungen dargestellt werden. Natürlich muss man etwa daran denken, dass man die Sachen des Kindes waschen muss. Aber ich muss auch daran denken meine eigenen Sachen zu waschen und führe das nicht als „mental Load“ an. Es scheint auch ausgeblendet zu werden, dass viele Frauen dafür ja auch deutlich weniger erwerbsarbeiten und insofern über den Lohn des Mannes freigestellt werden.
      Und natürlich werden die meisten Männer in dem Teil der Arbeit, die sie dann mehr haben auch zusätzlich „Mental Loads“ haben, die natürlich Teil der Arbeit sind und die keiner gesondert aufführen würde.

      “ Ob das so gemeint ist, kann ich leider nicht so recht herauslesen, jedoch klingt es, als sei bspw. die Frage nach der Vorratshaltung recht banal und deswegen nur halb so relevant wie die „echte“ Arbeit (stellt sich hier natürlich die Frage, wie relevant die Sachen sind, für die viele Menschen bezahlt werden, aber das ist eine andere Diskussion #bullshitjobs). Ist Carearbeit in diesen Sinne also etwas minderwertiges?“

      Das ist eine interessante Nachfrage. Hängt es von der Bedeutung der Arbeit ab wie Anstrengend sie ist? Natürlich kann die Erziehung eines Kindes eine sehr wichtige, keineswegs minderwertige Arbeit sein. Sie kann auch ausdrücklich gewünscht sein in der Form, dass man das Kind durch einen Elternteil betreuen möchte. Das bedeutet aber nicht, dass sich aus den Details der Arbeit eine große Belastung ergeben muss. Beides steht schlicht erst einmal nicht in einem Zusammenhang.
      Ich habe in meinem Job beständig Fristen, Sachen, die ich erledigen muss, Termine, die ich einhalten muss. Und ich behaupte mal die Konsequenzen sind gravierender als an einem Tag festzustellen, dass man besser noch mal die Waschmaschine angeworfen hätte oder der Druck ein Geschenk für eine Geburtstagsparty eines Kindes zu kaufen, welches dieses auf deiner Geschenkeliste bereits mitgeteilt hat.

      „Der „Mental Load“ ist schließlich nicht ein Konzept, dass für sich alleine steht, sondern zusätzlich zu der (beiderseitigen) alltäglichen Belastung hinzukommt“

      So wird es aufgebaut. Man hat den Job Kindererziehung/Haushalt UND die Mental Load. Tatsächlich ist die Mental Load jeder Tätigkeit schlicht Teil dieser Tätigkeit. So gut wie jede Tätigkeit, die ein gewisses Organisieren verlangt hat diese Mental load und wird auch da nicht extra erwähnt. Und natürlich läßt sich vieles davon in einen Kalender eintragen und planen.

      „Insbesondere bei Paaren mit Kindern die ohnehin schon ungleich verteilt, wie das dwi kürzlich erst wieder herausstellte [1]. Und das Frauen, neben der Hausarbeit noch Lohnarbeit betreiben und ebenfalls auch unter den dortigen Belastungen zu leiden haben, bitte ich dabei ebenfalls zu berücksichtigen“

      Ich wäre da durchaus für einen Ausbau der externenKinderbetreuung. Meine Vermutung ist, dass da viele Frauen sehr stark protestieren würden. Und natürlich kann das auch ungerecht verteilt sein, aber gleichzeitig muss es das nicht. Zumal da ja dann auch gerne für die Beispiele sehr selektive Kinderalter genommen werden mit hohem Betreuungsaufwand. Aber eine 8 und eine 10 jährige zu betreuen, die gut miteinander spielen können, kann einem sehr viel Zeit lassen diverse andere Sachen zu machen. Geschweige denn eine 14 und eine 16jährige.

      „Das Bild der „faulen Hausfrau“ die den ganzen Tag zu Hause ihren Vergnügungen fröhnt ist empirisch für nicht haltbar, auch wenneinige Kommentatoren dieses Bild der Frau hier gerne zeichnen wollen“

      Das Bild des faulen Mannes, der „nur“ einen Vollzeitjob hat während seine Frau Erwerbsjob, Kinderbetreuung, Haushalt UND die Mental Load hat aber auch nicht. Es ist ein typisches aufbauschen von Tätigkeiten, indem man eine zusätzliche „Mentale Belastung“ addiert.

      “ Was will mir der Artikel also sagen? Mental Load ist ja nicht so schlimm, weil an das auffüllen von Feuchttüchern einfach echt banal sind? Ja, es mag alltäglich sein, trotzdem nimmt es Kapazitäten ein“

      Natürlich. Deswegen macht die Frau ja auch weniger Erwerbstätigkeit. Sie hat damit ZUSÄTZLICHE Kapazitäten, in denen sie Feuchttücher auffüllen kann.

      „genauso wie eine recht banale Zahlungsaufforderung zu versenden (nur das man dafür im Berufsleben bezahlt wird)“

      Das ist ja auch etwas, was die meisten Feministen ausblenden: Die typische Hausfrau oder in einer Familie mit Kindern lebende ist verheiratet und hat oft vollen Zugriff auf den Lohn des Mannes, sie profitiert von Zugewinn, Versorgungsausgleich und Unterhalt, sie hat den gleichen Lebensstandard wie ihr Mann. Wenn ihre Arbeit ihm gegenüber als „Nicht bezahlt“ behandelt wird, dann müsste seine Teilung der Früchte seiner Erwerbstätigkeit ihr gegenüber auch als „Nicht bezahlt“ behandelt werden.

      „Verursacht die „echte“ Arbeit ebenfalls oder sogar noch mehr mental load? Erstens sind bei einem großen Anteil der Haushalte beide Seiten in der Lohnarbeit tätig (Tendenz weiter steigen) [2], zweitens wäre auch bei einer Gleichsetzung das Arbeitsaufkommen ungerecht verteilt. Der Mental Load der Care Arbeit kommt dann erst noch dazu. Aber das sind ja eher nur banale Dinge… 🙂“

      Nochmal: Jede Tätigkeit hat eine Mental Load. Die Mental Load der „Care Arbeit“ unterscheidet sich davon nicht. Ich bin jedenfalls noch nie nachts wach geworden, weil ich die Mental Load der „Care Arbeit“ (die ich ja auch ausübe) nicht tragen konnte, ich bin aber schon wiederholt aufgewacht, weil die Mental Load meiner Erwerbsarbeit mit im Schlaf störte und ich nicht sicher war bei diesem oder jenem Projekt nicht doch etwas übersehen zu haben.

      Hier auch noch ein Video:

      • „Natürlich muss man etwa daran denken, dass man die Sachen des Kindes waschen muss. Aber ich muss auch daran denken meine eigenen Sachen zu waschen“

        Du wäschst Deine Sachen, aber nicht die des Kindes?
        Oh come on…

        „Die typische Hausfrau oder in einer Familie mit Kindern lebende ist verheiratet und hat oft vollen Zugriff auf den Lohn des Mannes,“

        Das ist und bleibt eine unbelegte Behauptung. Hat wenigstens Südländerin „vollen Zugriff“ auf Deinen Verdienst? Wie zeigt sich das denn, wie macht sie davon Gebrauch? Und ärgert Dich das machmal, das Du ihr so viel Macht eingeräumt hast? Warum tatest Du es überhaupt?
        Hat sie Dir denn ein Budget gesetzt, das Du für – aktuell – Werkzeug verballern darfst? Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass sie es wichtig und richtig findet, dass teure Markenserien Euer doch sicher vorhandenes Grundset ersetzen sollen. Zumal anzunehmen ist, dass Du die Teile wahrscheinlich eh nur höchst sporadisch mal gebrauchen wirst. Juristen sind in meiner (Arbeiter-)Welt eigentlich bekannt für ihre zwei linken Hände…

        „sie profitiert von Zugewinn, Versorgungsausgleich und Unterhalt“

        Nach einer Scheidung. Und DU würdest geschiedenen Frauen gern möglichst viel oder gar Alles davon nehmen, weil Du den Halbteilungsgrundsatz eben nicht gerecht findest.

        (Spekulation: Du persönlich gehörst zur Scheidungsindustrie; lebst womöglich also bereits davon, Männer arm zu rechnen und Frauen so gut es geht um ihren Anteil zu betrügen)

        • „Du wäschst Deine Sachen, aber nicht die des Kindes?“

          Ja, tatsächlich. Klar würde ich auch die Sachen von Fräulein Schmidt waschen, aber das macht Südländerin üblicherweise schon in der Woche.
          Siehst du es denn als „Mental Load“ seine Wäsche zu waschen?

          „Das ist und bleibt eine unbelegte Behauptung“

          Dann bleibt das Gegenteil auch eine unbelegte Behauptung. Aber ich kenne es in der Tat bei den meisten Familien so, gerade wenn Kinder da sind. In den allermeisten Familien ist zudem das Haus/die Wohnung das wesentliche Vermögen und beide sind zu je 1/2 Anteil im Grundbuch eingetragen.

          „Hat wenigstens Südländerin „vollen Zugriff“ auf Deinen Verdienst?“

          Ja, hat sie. Wir haben ein gemeinsames Konto auf das mein Geld und ihrs eingeht.

          „Wie zeigt sich das denn, wie macht sie davon Gebrauch?“

          sie kauft davon ein?

          „Und ärgert Dich das machmal, das Du ihr so viel Macht eingeräumt hast?“

          Ich sehe es nicht als Macht. Wir sind ein Team und sprechen größere Ausgaben natürlich ab, lassen den anderen aber auch leben.

          „Warum tatest Du es überhaupt?“

          Es vereinfacht das Leben stark und Südländerin macht eh die meisten Überweisungen bei uns.

          „Hat sie Dir denn ein Budget gesetzt, das Du für – aktuell – Werkzeug verballern darfst?“

          Nein, warum sollte sie? Habe mich übrigens für eine kabelgebundene Säge entschieden, das Argument, dass die Akkus zu schnell veralten und man dann mehr Kraft hat hat mich überzeugt.

          „Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass sie es wichtig und richtig findet, dass teure Markenserien Euer doch sicher vorhandenes Grundset ersetzen sollen“

          Da kennst du Südländerin schlecht. Sie ist immer der Auffassung, dass man Qualität kaufen sollte, weil sich das auszahlt.

          „Zumal anzunehmen ist, dass Du die Teile wahrscheinlich eh nur höchst sporadisch mal gebrauchen wirst“

          Die haben sich denke ich jetzt schon bezahlt gemacht, selbst wenn ich sie nie wieder anfasse. Wenn ein Gärtner das gemacht hätte, was wir machen wollten und ich jetzt umgesetzt habe, dann wäre es deutlich teurer geworden.

          „Nach einer Scheidung“

          Natürlich auch vorher bzw ohne. Zum einen bekommt sie Witwenrente, dann erbt sie das Vermögen bei Tod (gesetzlich die Ehefrau zur Hälfte, aber das „Berliner Testament“ ist ja die häufigste Testamentsform)

          „Und DU würdest geschiedenen Frauen gern möglichst viel oder gar Alles davon nehmen, weil Du den Halbteilungsgrundsatz eben nicht gerecht findest“

          Ist er denn gerecht?

          „lebst womöglich also bereits davon, Männer arm zu rechnen und Frauen so gut es geht um ihren Anteil zu betrügen“

          Es ist auch so ein feministischer Mythos, dass man Männer arm rechnen kann. Der typische Mann ist Gehaltsempfänger. Das gemeinsame Vermögen steckt in der im hälftigen Eigentum stehenden Immobilie.

          • „Ja, tatsächlich. Klar würde ich auch die Sachen von Fräulein Schmidt waschen, aber das macht Südländerin üblicherweise schon in der Woche.“

            Du kannst nur dann Wäsche waschen (&bügeln?), wenn Du frei hast?
            Ist das vielleicht ne Kopfsache?
            Und dieses Prinzip würde für vollzeitbeschäftigte Mütter (denen nicht der Rücken freigehalten wird durch ihre Partner) auch genauso funktionieren, meinst Du?

            „Dann bleibt das Gegenteil auch eine unbelegte Behauptung.“

            Nein: Männer haben im Schnitt doppelt so viel Vermögen wie Frauen auf der hohen Kante liegen – in sowie auch noch nach der Ehe.

            „„Hat sie Dir denn ein Budget gesetzt, das Du für – aktuell – Werkzeug verballern darfst?“
            Nein, warum sollte sie?“

            Weil Alles im Leben eine zumindest ungefähre Budgetkalkulation braucht, es sei denn man ist Krösus.

            Klar, dass Renovierungen im Endeffekt immer teurer werden als ursprünglich angenommen, gerade als Laie (ich hab damals Anfang 20 nur – Ausnahme Stahlträger & Tapeten – Alles „ab verputzter Wand“ rechnerisch überschlagen; was in und auf den Wänden verschwand, hatt ich gar nicht aufm Schirm. Anfängerfehler). Aber einen kompletten Blindflug hinlegen zu wollen, fänd ich schon Wahnsinn.

            „Habe mich übrigens für eine kabelgebundene Säge entschieden“

            Du hast 1 Werkzeug gekauft, das vorher auch noch nicht vorhanden (oder von Verwandten/Bekannten ohne Gebühr ausleihbar) war?

            „Ist er [der Halbteilungsgrundsatz] denn gerecht?“

            Warum sollte er es nicht sein? Stehst Du denn überhaupt noch immer zu Deinen Vorschlägen aus der Vergangenheit?

          • @semikolon

            „Du kannst nur dann Wäsche waschen (&bügeln?), wenn Du frei hast?“

            Ich wasche eigentlich nur wäsche, wenn ich den Tag frei habe, ja.

            „Und dieses Prinzip würde für vollzeitbeschäftigte Mütter (denen nicht der Rücken freigehalten wird durch ihre Partner) auch genauso funktionieren, meinst Du?“

            Nicht in meinem Job. Aber klar könnte ich es umstellen. Aber ich komme meist recht spät nach Hause, da lohnt es sich aus meiner Sicht nicht, dass in der Woche zu machen. Deswegen mache ich es lieber am Wochenende. Ab und zu wäscht Südländerin auch mal eine Fuhre für mich mit und klar, wenn noch Platz in der Maschine ist, wenn ich wasche, dann frage ich nach, ob von ihr noch was mit rein soll.

            „Nein: Männer haben im Schnitt doppelt so viel Vermögen wie Frauen auf der hohen Kante liegen – in sowie auch noch nach der Ehe.“

            Aus welcher Studie ergab sich das noch mal? Und wie ist das Medianvermögen verteilt? Auch das ist wenn sie vollen Zugriff auf sein Konto hat aber auch eine von geringer Bedeutung.

            „Weil Alles im Leben eine zumindest ungefähre Budgetkalkulation braucht, es sei denn man ist Krösus.“

            So eine Säge kostet 80 €

            „Du hast 1 Werkzeug gekauft, das vorher auch noch nicht vorhanden (oder von Verwandten/Bekannten ohne Gebühr ausleihbar) war?“

            Vielleicht hätte ich es leihen können. Wobei ich keinen kennen, von dem ich wüsste, dass er eine hat. Aber wir wollen noch einiges im Garten machen, die Vorbesitzer haben es ziemlich zuwachsen lassen.

            „Warum sollte er es nicht sein? Stehst Du denn überhaupt noch immer zu Deinen Vorschlägen aus der Vergangenheit?“

            Warum sollte etwa in einer Ehe ohne Kinder, bei der beide voll gearbeitet haben, der andere vom höheren Einkommen des anderen immer hälftig profitieren, wenn es nicht klappt? Ein Abstellen auf „Ehebedingte Nachteile“ oder eine Verteilung nach einer gewissen Quote finde ich da gerechter. Oder zumindest eine Obergrenze der Ausgleichszahlung auf das Doppelte oder das eineinhalbfache dessen, was sie (oder er) alleine vermutlich an Vermögen aufgebaut hätte, wenn man Aussetzer wegen Kindererziehung und abgesprochene Hausarbeit wegdenkt und durch Arbeit ihrer beruflichen Qualifikation nach ersetzt. Schon hätten Frauen ein erhebliches Interesse daran sich innerhalb der Ehe beruflich fit zu halten oder fortzubilden bzw tatsächlich zu arbeiten. Emanzipation!

            Den Halbteilungsgrundsatz kann man ja mit Ehevertrag wählbar lassen.

          • „Ein Abstellen auf „Ehebedingte Nachteile““

            Ist es ein Nachteil oder ein Vorteil, wenn man eine zeitlang nicht arbeiten muss?

            Müsste sie ihn nicht kompensieren für all die Privatzeit, die er ihr ermöglicht?

            Wir nehmen aus Tradition ganz viel für selbstverständlich, was gar nicht selbstverständlich ist.

          • „Ist es ein Nachteil oder ein Vorteil, wenn man eine zeitlang nicht arbeiten muss?“

            ich finde es durchaus fair einen gewissen Ausgleich vorzunehmen, wenn man sich bestimmte Arbeiten in der Familie geteilt hat und einer mehr Arbeiten übernommen hat, die ihm an Vermögensaufbau gehindert haben, da einen Ausgleich vorzunehmen. Ich finde einen solche Ausgleich bestimmter Nachteile gerechter als eine absolute Halbteilung

            Wie man die Nachteile berechnet wäre eine andere Frage.

          • „klar könnte ich es umstellen.“

            Was?

            „Aber ich komme meist recht spät nach Hause,“

            Was Du sehr doof findest? Oder nicht vielleicht doch schon auch so’n bisschen praktisch angesichts der damit verbundenen Freiheiten… sorry, nein, klar: wenns nach Dir ginge, würdest Du Deine Nachmittage lieber mit Deiner Familie verbringen und Dich auch im Alltag (mehr) an Care- und Hausarbeit beteiligen wollen… aber Du hast halt keinen Gestaltungsspielraum dabei.

            Aber dafür hast Du dann doch morgens mehr Zeit daheim, oder auf wieviele Stunden täglicher Arbeitszeit kommst Du formal/gewöhnlich?

            „da lohnt es sich aus meiner Sicht nicht, dass in der Woche zu machen.“

            Ihr habt keine Waschmaschine mit Timer, die Du abends mit einer Fuhre beladen, nachts laufen lassen, frühmorgens aufhängen und abends dann wieder abhängen, zusammenlegen, bügeln, wegräumen könntest?

            „Ab und zu wäscht Südländerin auch mal eine Fuhre für mich mit und klar, wenn noch Platz in der Maschine ist, wenn ich wasche, dann frage ich nach, ob von ihr noch was mit rein soll.“

            Was habt ihr denn fürn seltsames Wäsche-Sortier-System, wo Du bei ihr verbal _nachfragen_ musst und nicht auf einen Blick weißt, ob noch farblich passende Dreckwäsche vorhanden ist?

            „Aus welcher Studie ergab sich das noch mal? Und wie ist das Medianvermögen verteilt? Auch das ist wenn sie vollen Zugriff auf sein Konto hat aber auch eine von geringer Bedeutung.“

            Letzter Satz = hä?
            Ansonsten: google ist dein Freund

            „Warum sollte etwa in einer Ehe ohne Kinder, bei der beide voll gearbeitet haben“

            Let’s rather keep it real

            „Ein Abstellen auf „Ehebedingte Nachteile“ oder eine Verteilung nach einer gewissen Quote finde ich da gerechter. Oder zumindest eine Obergrenze der Ausgleichszahlung auf das Doppelte oder das eineinhalbfache dessen, was sie (oder er) alleine vermutlich an Vermögen aufgebaut hätte, wenn man Aussetzer wegen Kindererziehung und abgesprochene Hausarbeit wegdenkt und durch Arbeit ihrer beruflichen Qualifikation nach ersetzt.“

            Die ersten Nachteile, die mir da einfallen: fehlende Rechtssicherheit bishin zu absoluter Willkür, hohe Kosten, extremes Streitpotential. Umstände also, die man Scheidungswilligen doch wohl eher nicht zumuten wollen sollte?

            Und besonders ärgert mich auch, dass da die Ansicht mitschwingt, der Hauptverdiener hätte auch als Junggeselle ohne seine bessere Hälfte (und deren Care-Arbeit im Hintergrund) denselben Nettoverdienst erreicht. Tatsächlich gibt es aber einen *Bonus* für verheiratete Männer&Väter – und damit mein ich nicht allein den Steuervorteil, sondern auch das größere Wohlwollen der Arbeitgeber, die – ganz konservativ – männlichen Familienernährern Chancen bieten wollen, die sie Müttern nicht bieten (sondern im Gegenteil – die erleben fast immer eine Rückstufung).

            „Schon hätten Frauen ein erhebliches Interesse daran sich innerhalb der Ehe beruflich fit zu halten oder fortzubilden“

            Manche oder gar viele Fortbildungen sind wie manche oder gar viele Meetings bzw. manche oder gar viele Paper: überflüssig wie ein Kropf.

            Wohl dienen sie (selbst wenns keine Abschlussprüfungen gibt, die objektiv eine irgendwie geartete Lernleistung belegten) dem Distinktionsgewinn, kann so doch der angestellte Mann „zeigen“, dass er die qualifiziertere Arbeitskraft sei als jemand, der (länger) in Elternzeit war. Also beschwert er sich nicht und nimmt mit, was er kriegen kann. Ist ja nur sein gutes Recht. Und et gibt lekker Essen. Zahlt auch die Firma meist.

            „bzw. tatsächlich arbeiten“

            Du bleibst steht’s verhaftet in der überholten Annahme, NUR bezahlte Erwerbsarbeit sei Arbeit. Die Mehrheit aller Arbeit (definiert als Leistungen FÜR ANDERE, bevor Adrian und Crumar wieder reingrätschen mit ihrem empörten: „ich mach mir aber auch mein Butterbrot und mein Klo sauber etc.“) wird unentlohnt erledigt. War so, ist so, bleibt so. Wird wahrscheinlich sogar noch mehr werden Dank der demographischen Entwicklung. (Wusstest du, dass Stand jetzt mehr als 40 % der Haushalte nicht in der Lage wären, den Eigenanteil der Kosten für bloß 1 Jahr stationärer Pflege aus ihrem Vermögen zu decken?)

            Wohlwollend interpretiert möchtest Du, dass Frauen in Deinem Sinne „gesellschaftlichen Druck aufbauen“. Dass sie nicht mehr (speziell) Kinder- und Altenpflege leisten, wenn das schlecht, kaum oder gar nicht entlohnt wird. Dass sie sich von vornherein gleich „männliche“ Berufe aussuchen und vorallem dann auch dem männlichen Ideal nachfolgen – von dem es gleichzeitig heißt, es mache Euch krank. Blöder Zufall aber auch.

            Und wenn sie sich aber erdreisten, zu tun, was ihnen selbst notwendig scheint (weil es das ist!), dann sollen sie auch bitte in Altersarmut enden. Sie hatten ja die Wahl… weil Genderrollen sucht man sich ja ganz frei selbst aus, betonst Du doch immer, gell?

          • „„klar könnte ich es umstellen.““
            „Was?“

            Die Zeit, wann ich Wäsche wasche.

            „Was Du sehr doof findest?“
            Was ich für nicht vermeidbar halte.

            „Oder nicht vielleicht doch schon auch so’n bisschen praktisch angesichts der damit verbundenen Freiheiten… sorry, nein, klar: wenns nach Dir ginge, würdest Du Deine Nachmittage lieber mit Deiner Familie verbringen und Dich auch im Alltag (mehr) an Care- und Hausarbeit beteiligen wollen… aber Du hast halt keinen Gestaltungsspielraum dabei.“

            Ich bin gerne in Vollzeit tätig. Aber natürlich verbringe ich auch gerne Zeit zuhause und mit meiner Familie. Es passt so für uns beide.

            „Aber dafür hast Du dann doch morgens mehr Zeit daheim, oder auf wieviele Stunden täglicher Arbeitszeit kommst Du formal/gewöhnlich?“

            Ich bin morgens wenn Südländerin arbeitet, derjenige, der zu Fräulein Schmidt geht, wenn sie aufwacht und sie betreut bis ich sie in die Betreuung bringe.

            „Ihr habt keine Waschmaschine mit Timer, die Du abends mit einer Fuhre beladen, nachts laufen lassen, frühmorgens aufhängen und abends dann wieder abhängen, zusammenlegen, bügeln, wegräumen könntest?“

            Ich sage nicht, dass ich das nicht machen kann. Ich sage: So funktioniert es für mich besser.

            „Was habt ihr denn fürn seltsames Wäsche-Sortier-System, wo Du bei ihr verbal _nachfragen_ musst und nicht auf einen Blick weißt, ob noch farblich passende Dreckwäsche vorhanden ist?“

            Wir haben jeder einen eigenen Wäschekorb und es funktioniert so ganz gut für uns. So spart man sich ärger mit „Das hätte ich mit einem ganz anderen Programm gewaschen, weil…“.

            „Ansonsten: google ist dein Freund“

            Ah, du hast die Fakten gar nicht parat.

            „Let’s rather keep it real“

            Das ist ja durchaus real. Es gibt genug Ehen, die nach einiger Zeit ohne Kinder scheitern. Auch gerne zweite Ehen.

            „Die ersten Nachteile, die mir da einfallen“

            Bei ehebedingten Nachteilen geht es darum, dass sie bei einem parallelen Lebenslauf, bei dem sie die Kinder nicht betreut hätte, anders dastehen würde, was ihre finanziellen Möglichkeiten angeht, etwa durch einen höheren Lohn etc.

            „fehlende Rechtssicherheit bishin zu absoluter Willkür“

            Würde ich nicht so sehen. Das gleiche System wird ja jetzt schon angewandt bei zeitlich über den nach der Dauer der Ehe sich ergebene Unterhaltsdauer hinausgehenden Unterhaltsansprüchen

            „hohe Kosten“

            Eher sogar niedrigere Kosten. Der Streitwert wird ja kleiner.

            „extremes Streitpotential“

            Gerade die Regelung erlaubt doch weitaus eher großzügig zu sein und sich schnell zu einigen.

            „Umstände also, die man Scheidungswilligen doch wohl eher nicht zumuten wollen sollte?“

            Warum nicht? Ich glaube eher, dass die Belastung kleiner werden würde.

            „Und besonders ärgert mich auch, dass da die Ansicht mitschwingt, der Hauptverdiener hätte auch als Junggeselle ohne seine bessere Hälfte (und deren Care-Arbeit im Hintergrund) denselben Nettoverdienst erreicht“

            Das dürfte auch in den meisten Fällen so sein. Aber man kann das ja wie schon vorgeschlagen mit einem bestimmten Aufschlag versehen oder ihre tatsächliche und dargelegte Unterstützung auch berücksichtigen, wenn sie die genauso auf dem Markt anbieten kann und sich daraus ein tatsächlicher Vorteil ergibt.

            „Tatsächlich gibt es aber einen *Bonus* für verheiratete Männer&Väter – und damit mein ich nicht allein den Steuervorteil, sondern auch das größere Wohlwollen der Arbeitgeber, die – ganz konservativ – männlichen Familienernährern Chancen bieten wollen, die sie Müttern nicht bieten (sondern im Gegenteil – die erleben fast immer eine Rückstufung).“

            Sie erleben eine Rückstufung oder sie wollen meist ganz ausdrücklich eine „Rückstufung“ weil „das Kind jetzt nun einmal vorgeht“? Wie grenzt du das denn voneinander ab? Aber es steht ja jeder Frau frei sich in dieser geänderten Lage entweder einen Mann zu suchen, den sie aushält und der die Kinder betreut, damit sie Karriere machen kann oder einen Ehevertrag zu schließen.

            „Schon hätten Frauen ein erhebliches Interesse daran sich innerhalb der Ehe beruflich fit zu halten oder fortzubilden“
            Manche oder gar viele Fortbildungen sind wie manche oder gar viele Meetings bzw. manche oder gar viele Paper: überflüssig wie ein Kropf.“

            Das ist ja sehr relativ: Wenn die Friseurin, die den Manager heiratet, merkt, dass sie danach nicht bei einem scheitern auf ihr Friseursgehalt reduziert werden will, dann motiviert sie das vielleicht die Meisterschule zu besuchen und einen Frisörsalon zu eröffnen.
            Oder sich als Büroangestellte in die Buchhaltung einzuarbeiten, weil es besser bezahlt wird. Oder in der Firma des Mannes mitzuarbeiten (klassischerweise in kleineren Unternehmen: Personalführung und allgemeines Büro etc und sich auch da fortzubilden)

            „Wohl dienen sie (selbst wenns keine Abschlussprüfungen gibt, die objektiv eine irgendwie geartete Lernleistung belegten) dem Distinktionsgewinn, kann so doch der angestellte Mann „zeigen“, dass er die qualifiziertere Arbeitskraft sei als jemand, der (länger) in Elternzeit war. Also beschwert er sich nicht und nimmt mit, was er kriegen kann. Ist ja nur sein gutes Recht. Und et gibt lekker Essen. Zahlt auch die Firma meist“

            Er ist ja dann häufig auch die qualifiziertere Arbeitskraft. Er hat mehr Arbeitserfahrung, er hat sich intensiver mit dem Thema beschäftigt, er ist oft eher zu überstunden bereit etc.
            Ich war schon auf sehr guten Fortbildungen, die mir gute neue Einsichten für die Praxis beschert haben.

            „Du bleibst steht’s verhaftet in der überholten Annahme, NUR bezahlte Erwerbsarbeit sei Arbeit“

            Wenn sie ein Haushältervergütung nach ihrem Qualitätsstandard angerechnet haben will könnte man auch darüber reden. Oder als Queereinsteiger in der Kinderbetreuung.

            „Die Mehrheit aller Arbeit (definiert als Leistungen FÜR ANDERE, bevor Adrian und Crumar wieder reingrätschen mit ihrem empörten: „ich mach mir aber auch mein Butterbrot und mein Klo sauber etc.“) wird unentlohnt erledigt. War so, ist so, bleibt so. Wird wahrscheinlich sogar noch mehr werden Dank der demographischen Entwicklung. (Wusstest du, dass Stand jetzt mehr als 40 % der Haushalte nicht in der Lage wären, den Eigenanteil der Kosten für bloß 1 Jahr stationärer Pflege aus ihrem Vermögen zu decken?)“

            Die Frage ist doch wie diese „unentlohnte Arbeit“ dann für den Fall des Scheiterns der Ehe ausgeglichen werden soll. Ist es per se gerecht sie etwa nach einem mal hoch angesetzt Chefarzt-Gehalt abzurechnen nur weil man sie für einen Chefarzt erbracht hat? Das macht ja sonst auch keinen Unterschied.

            „Wohlwollend interpretiert möchtest Du, dass Frauen in Deinem Sinne „gesellschaftlichen Druck aufbauen“. Dass sie nicht mehr (speziell) Kinder- und Altenpflege leisten, wenn das schlecht, kaum oder gar nicht entlohnt wird. Dass sie sich von vornherein gleich „männliche“ Berufe aussuchen und vorallem dann auch dem männlichen Ideal nachfolgen – von dem es gleichzeitig heißt, es mache Euch krank. Blöder Zufall aber auch.“

            Das wäre doch eine sehr feministische Forderung. Da soll der Gender Pay Gap ja auch kleiner gemacht werden. Aber tatsächlich sage ich das gar nicht. Sie können sich auch „weibliche Berufe“ aussuchen. Sie bleiben dann nur nach einer Scheidung auch Kinder- oder Altenpflegerin und werden nicht „Ex-Chef-Arztgattin“. Ein alter Spruch beim früheren Unterhaltsrecht noch deutlicher war ja „Zahnarztgattin bleibt Zahnarztgattin“. Warum soll Kinderpflegerin nicht Kinderpflegerin bleiben, wenn sie das gerne machen will und sich ausgesucht hat?

            „Und wenn sie sich aber erdreisten, zu tun, was ihnen selbst notwendig scheint (weil es das ist!), dann sollen sie auch bitte in Altersarmut enden“

            Wieso Altersarmut? Es geht darum, dass sie darauf begrenzt werden, was sie selbst verdienen konnten.

            „Sie hatten ja die Wahl… weil Genderrollen sucht man sich ja ganz frei selbst aus, betonst Du doch immer, gell?“

            Versuchst du da eine falsche Dichotomie aufzubauen? Entweder es gibt hälftige Teilung oder komplette Armut?

          • „Ah, du hast die Fakten gar nicht parat.“

            Klar hab ich das (zumindest grob): im Kopf.

            Erstaunlich ist, dass a) Du Dich völlig ahnungslos gebärdest (weil Du es wirklich bist, oder versprachst Du Dir davon einen taktischen Gewinn? Lol^^) und b) wir das anscheinend wohl noch nie durchgekaut hatten.

            In der Hoffnung, dass Du das ob der zentralen Wichtigkeit mal zu einem eigenen Thread fortentwickelst, hier die Untersuchung von vor der Männerbegünstigenden Unterhaltsrechtsreform (weshalb man schonmal weiß, dass es sich jedenfalls nicht verbessert haben wird seither):

            „Im Schnitt besaßen Männer in Deutschland 2007 gut 108.000 Euro – 38.000 Euro mehr als Frauen. Seit 2002 hat sich die Vermögensschere zwischen den Geschlechtern noch einmal geöffnet. Damals hatte der durchschnittliche Mann rund 23.000 Euro mehr. …

            Mit lediglich rund 20.000 Euro lag der mittlere Wert beim Vermögen der Männer weitaus niedriger. Der Rückstand der Frauen ist aber in dieser Betrachtungsweise sogar noch ausgeprägter: Ihr Medianvermögen betrug nur gut 12.000 Euro. …

            über einen deutlichen Zuwachs konnten sich allein westdeutsche Männer freuen: Ihr Vermögen stieg auf durchschnittlich gut 126.000 Euro. West-Frauen steigerten ihren Besitz nur geringfügig. In Ostdeutschland büßten  beide Geschlechter an Vermögen ein, Männer stärker als Frauen. Mit weniger als 7.000 Euro ist der geschlechtsspezifische Vermögensabstand im Osten relativ klein – allerdings auf niedrigem und sogar sinkenden Niveau…

            Die Forscher haben in einem von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Projekt die individuellen Nettogesamtvermögen von Erwachsenen verglichen. „Netto“ heißt: Verschiedene Vermögenskomponenten wie Geld, Aktien oder Immobilien werden addiert, Schulden abgezogen. Die Daten stammen aus dem Sozio-oekonomischen Panel, einer großen Wiederholungsbefragung, die Zahlen für 2002 und 2007 liefert. Eine derart vollständige Vermögensrechnung gab es zuletzt in den 1980er-Jahren. …

            Männliche wie weibliche Singles besitzen im Schnitt am wenigsten. Nicht überraschend, weil diese Gruppe vergleichsweise jung ist und viele Berufseinsteiger umfasst. Umso erstaunlicher finden es die Forscher, dass auch bei den Ledigen die Frauen hinterherhinken: Mit 28.000 Euro haben sie 19.000 Euro weniger als die Männer…

            Das höchste Vermögen besitzen zwar bei beiden Geschlechtern Verheiratete und Verwitwete, also eher ältere Semester. Zugleich ist der Unterschied aber am größten: So hatten verheiratete Männer 2007 im Mittel 144.000 Euro – rund 55.000 Euro mehr als verheiratete Frauen.

            Schulden haben gut 36 Prozent der Männer und gut 30 Prozent der Frauen. Auch die durchschnittlichen Verbindlichkeiten der Männer sind höher als die der Frauen. Besonders groß ist dieser Unterschied bei Geschiedenen – aus Sicht der Forscher zeigt das, dass bei einer Trennung auch die Männer deutliche finanzielle Einbußen erleiden. Doch auch hier gilt: Wegen ihrer insgesamt niedrigeren Bruttovermögen stellen selbst die relativ niedrigen Schulden für die Frauen eine höhere Belastung dar. Unter dem Strich, beim Nettovermögen, besitzen geschiedene Männer mit 81.000 Euro doppelt so viel wie geschiedene Frauen.“

            https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-vermoegen-frauen-fallen-weiter-zurueck-9700.htm

      • „Ich bin jedenfalls noch nie nachts wach geworden, weil ich die Mental Load der „Care Arbeit“ (die ich ja auch ausübe) nicht tragen konnte,“

        Ich dachte, Du überprüfst nur ab und an mal die Wickeltasche?
        Ach so, ne, Du musstest ja auch zu den U-Untersuchungen, sollten wir jedenfalls glauben. Und mehr brauchts ja nicht – meintest Du.

        Mahlzeiten bereiten sich von alleine zu, passende Klamotten sind wie auf magische Weise auch immer da, so ein Glück aber auch! Warum nur halten Frauen sowas für Arbeit, k.P.^^

        (Fun fact am Rande: Männer zählen in Umfragen gar „Auswahl von Unterhaltungselektronik“ zu ihrem Beitrag an der „Hausarbeit“)

        „ich bin aber schon wiederholt aufgewacht, weil die Mental Load meiner Erwerbsarbeit mit im Schlaf störte und ich nicht sicher war bei diesem oder jenem Projekt nicht doch etwas übersehen zu haben.“

        [gemeine Passage wieder gelöscht]

        Bei Müttern sinds ja meistens die Kinder selbst, die die Nachtruhe stören… so dass sie typischerweise zumindest anfangs dauermüde sind, sie regelrecht wegklappen vor lauter Erschöpfung sobalds geht. Die erste Nacht wieder durchschlafen können hast Du hingegen ab welchem Lebenstag/-monat Deiner Erstgeborenen?

        • „Ich dachte, Du überprüfst nur ab und an mal die Wickeltasche?“

          Ich kaufe auch häufig Windeln und Feuchttücher etc.

          „Mahlzeiten bereiten sich von alleine zu, passende Klamotten sind wie auf magische Weise auch immer da, so ein Glück aber auch! Warum nur halten Frauen sowas für Arbeit, k.P.^^“

          Nochmal: die allermeisten Frauen arbeiten Teilzeit. Sie müssen nicht auf magische Weise auftauchen. Aber ich war auch schon mit Fräulein Schmidt Schuhe oder Kleidung kaufen. Seltener als Südländerin aber wir erledigen so etwas auch gerne zusammen am Samstag.

          „(Fun fact am Rande: Männer zählen in Umfragen gar „Auswahl von Unterhaltungselektronik“ zu ihrem Beitrag an der „Hausarbeit“)“

          Und DAS ist ja auch eine große mental Load. 4k oder eher 8k? und wieviel Zoll? Du musst zugeben, dass da mehr Mental Load vorhanden ist als bei den Feuchttüchern

          „[gemeine Passage wieder gelöscht]“

          Kennst du vielleicht nicht, aber kenne genug Kollegen, die das auch schon hatten in einem aufwändigeren Projekt mit vielen Details.

          „Bei Müttern sinds ja meistens die Kinder selbst, die die Nachtruhe stören… so dass sie typischerweise zumindest anfangs dauermüde sind, sie regelrecht wegklappen vor lauter Erschöpfung sobalds geht. Die erste Nacht wieder durchschlafen können hast Du hingegen ab welchem Lebenstag/-monat Deiner Erstgeborenen?“

          Wir haben das nicht getrennt. Also war das dann als Fräulein Schmidt durchgeschlafen hat.

          • „Nochmal: die allermeisten Frauen arbeiten Teilzeit.“

            Soll heißen Südländerin auch?
            Seit wann&warum?

            „Aber ich war auch schon mit Fräulein Schmidt Schuhe oder Kleidung kaufen. Seltener als Südländerin aber wir erledigen so etwas auch gerne zusammen am Samstag.“

            Und das zählt dann als „ich“ (1. Satz)?
            Den Anteil mental load würdest Du natürlich erst dann schultern, wenn (auch) Du registriertest, dass dem Kind für jetzt oder die nahe Zukunft irgendwas fehlt.

            „Und DAS ist ja auch eine große mental Load. 4k oder eher 8k? und wieviel Zoll? Du musst zugeben, dass da mehr Mental Load vorhanden ist als bei den Feuchttüchern“

            Quasi kein mental load, wenn man zuerst sein entsprechendes Budget (Kategorie Tinnef oder bestenfalls Goodie in my book) kennt.
            Und vorallem auch: null Wert als Hausarbeit – die sich eigentlich ja gerade dadurch auszeichnet, dass sie mehr oder weniger regelmäßig anfällt.
            Wie wenig muss mann leisten, um auf die Idee zu kommen, sowas dann anzuführen?

            „Wir haben das nicht getrennt. Also war das dann als Fräulein Schmidt durchgeschlafen hat.“

            Glaube ich erst, wenn Südländerin das bestätigt.

            Sach: was ist eigentlich ihr most-time-consuming-hobby?

            Du hast ja gleich mehrere, zeitfressende: der Blog&Twitter, außerdem scheinst Du auch noch ziemlich viele Filme und Serien zu schauen und wer weiß was noch Alles. Trackst Du irgendwie mit, wieviele Stunden pro Woche Du auf Deine Freizeitvergnügen verwendest? (wie man sich denken kann: auch während der offiziellen Arbeitszeit. Soll mal noch einer sagen, Männer wie Du seien nicht multi-tasking-fähig^^)

            P.S. Klar ist aufgefallen, dass Du nicht mehr nahezu durchgängig hier rumhängst, so wie früher. But still quite a bit. Bei meinem Mann würde ich das nicht klaglos hinnehmen (in Kombination mit spät von der Arbeit kommen, evtl gar noch Gejammer über „unbezahlte Überstunden“). Aber da kennst Du meine Ansicht ja auch schon zu.

          • „Glaube ich erst, wenn Südländerin das bestätigt.“

            Für die Mitleser: Dieser Satz ist charakteristisch für semikolons Einstellung. Wohlwissend, dass Südländerin hier nicht schreibt, verlangt sie eine Bestätigung durch sie. Ihre vorgefasste Meinung verteidigt semikolon auf Biegen und Brechen, notfalls bezichtigt sie einen einfach der Lüge.

            Und deshalb sind ergebnisorientierte Diskussionen mit ihr einfach nicht möglich.

          • Das gleicht sich aus mit dem Glauben.
            Ich persönlich glaube ja auch nicht das semi echten Sex hat, oder gar einen Mann.
            Hier kann doch jeder big in japan sein 🙂

        • Unverschämter, charakterloser Halb-Grimmdarm, du bist entgegen deiner Verlautbarung wahrscheinlich nicht verheiratet; beziehungsfähig jedenfalls kannst du nicht sein, denn dazu fehlt dir ein gesundes Konzept von Freiheit und (Selbst-)Verantwortung. Wenn Südländerin und Christian das, was sie leben, so wollen, ist das ihre Sache (siehe auch den Kommentar von Guy de Somme). Sei dir sicher, es war keine Zwangsheirat – und damit ist der Käs gegessen. Es ist eine Unsitte, Leute (auch noch Fremde und auch noch öffentlich) nach den persönlichsten Dingen zu fragen – und dann auch noch nach gegebener Antwort abfällige Bemerkungen dazu rauszuhauen. Und der unverschämte Ton und diese Selbstverständlichkeit, mit der das vorgetragen wird, als ob du ein Recht drauf hättest und/oder als ob es für die Debatte von Belang wäre, diese Dinge zu erfahren, zeigen, wie grenzenblind und respektlos, auch wie seinsvergessen, egomanisch und psychokolonialistisch du bist – typisch feministisch. Du bist heftig am schließen von dir selbst auf andere und am projizieren (projektive Identifikation), willst ja geradezu in das Leben/ die Beziehung von anderen hinein und da für Ordnung in deinem Sinne sorgen … bei dir selbst ist also wohl Leere, Ödnis – ganz viel Aua und Unheil (Erfahrungen), die wahrzunehmen und sie somit zu verarbeiten, offenbar noch zu gefährlich für den Organismus (inkl. Psyche) wäre, sodass die Wahrnehmung immer bei andern ist dort die Ursachen für eigenes Leid sucht.
          Ich hätte dich mit deinen Fragen schon längst ausgelacht und auf die Beziehungs-, die Heirats- und die Vertragsfreiheit sowie, was die Vermögensbildung angeht, auf die persönlichen Präferenzen des Umgans mit Geld/Besitz/Eigentum/Vermögen verwiesen (und nein, die Geschlechter sind nicht gleich, sondern recht unterschiedlich veranlagt; gilt übrigens auch für die durchschnittliche Erwerbsarbeits-/Karrierewilligkeit – dazu z.B. mal https://www.diepresse.com/664445/jede-zweite-junge-frau-ware-gerne-hausfrau ). Leider lässt Christian dir den ganzen Bullshit durchgehen (und springt über die hingehaltenen Stöckchen … was hier aufgrund deines Framings das lächerliche – und übrigens heterosexuellenzentrische – Männer-/Frauen-Gruppenentitätsnarrativ konkludent unterstützt).
          Wie wär’s, wenn du die daddy-issues woanders ausagierst …

    • @Geoffrey, Feminist:

      Was hier allerdings für ein Ton herrscht verwehrt mir persönlich eine Diskussion.

      So einige Verbalinjurien sind tatsächlich überflüssig hier. Wenn mit „ein Ton“ scharfe inhaltliche Kritik an den herrschenden Narrativen gemeint ist, dann halte ich das für richtig und unvermeidbar. Ein Beispiel kommt gleich.

      ein stärkerer Bezug auf Zahlen würde mMn tatsächlich mal den Weg zu einer Diskussion öffnen,

      Ich würde die These wagen, daß hier so einige Leute ziemlich zahlenaffin sind und aus einer Gesamtsicht hier viel mehr mit Zahlen argumentiert wird als in Foren wie der ZEIT oder ähnlich, schon aus Platzgründen, weil hier die Kommentare nicht längenbeschränkt sind.

      Insbesondere bei Paaren mit Kindern die ohnehin schon ungleich verteilt, wie das dwi kürzlich erst wieder herausstellte [1].

      Diese Quelle ist ein Superbeispiel für die Frage, wie zahlenaffin man ist bzw. ob man sich mit den Tücken der empirischen Sozialforschung ein bißchen auskennt. Wir lesen auf S.142:

      An Wochentagen arbeiten Männer und Frauen insgesamt gleich viel – aber Frauen mehr unbezahlt … Betrachtet man das Gesamtarbeitsvolumen an Werktagen von Männern und Frauen in unserer Untersuchung, zeigt sich in der Summe kaum ein Unterschied: Männer arbeiten elf Stunden und 18 Minuten täglich, Frauen knapp elf Stunden.

      Jetzt bitte genau hinsehen: aus „arbeiten… insgesamt gleich viel“ wird „kaum ein Unterschied“ wird „11:18 vs. ca. 10:58“, macht also 20 Minuten pro Tag, mal 6 Tage (der Samstag scheint hier Werktag zu sein) macht 2 Stunden pro Woche. Diese beiden Stunden werden kurzerhand unterschlagen.

      Nach Abbildung 3 S. 143 arbeiten Frauen dafür am Sonntag ca. 1.2 Stunden mehr. In der Summe, wenn man die beiden Stunden Mehrarbeit an den Werktagen nicht unterschlägt, arbeiten Männer etwas mehr als Frauen. Wobei hier die Frage nach der Meßgenauigkeit der Primärdaten kommt – die dürfte höher sein als dieser geringe Unterschied -, nach der Varianz (die ich beim Überfliegen nicht gesehen habe und die für eine seriöse Beurteilung wichtig wäre), nicht zu reden von den Unsicherheitsbereichen der Punktschätzungen, also den Fehler, der durch die Zufälligkeit der Stichproben entsteht.

      Summa summarum werte ich die Zahlen als ganz klare Widerlegung der impliziten Hypothese, daß Frauen mehr arbeiten als Männer und daher mehr belastet sind, und als starke Evidenz für die gegenteilige Hypothese.

      Insofern ist der Titel, der nur die erwerbsfreien Tage erwähnt, reiner Dummenfang und grob irreführend, ebenso das Unterschlagen der i.w. gleichen Gesamtarbeitsbelastung.

      Dazu passen weitere Täuschungen: Es wird laufend der Kampfbegriff „unbezahlte Arbeit“ verwendet – das ist eine Lüge, häusliche Arbeit in einer Familien wird bezahlt durch materielle Transfers vom Mehrverdiener. Unterschlagen wird auch hier wieder einmal, wer die „unbezahlte Arbeit“ bestellt und die Ergebnisse konsumiert. Ich habe das hier ausführlich dargestellt: Falschaussage „Frauen leisten viel mehr unbezahlte Arbeit im Haushalt als Männer“

      Ich hatte ja schon einen scharfen Ton angekündigt: dieses Papier ist Betrug, Dummenfang, feministische Propaganda. Und das ist keine Ausnahme, das findet man bei vielen feministischen Klageliedern.

      Die eigentlich spannende Frage ist, warum dieser Betrügereien fast niemandem auffallen.

      • Ist wohl wie bei dem Gender Equality Index.

        Geht es Frauen irgendwo schlechter als Männer ist der Index < 1
        Geht es Frauen und Männer exakt irgendwo gleich gut ist der Index = 1
        Geht es Frauen irgendwo besser als Männer ist der Index auch = 1

        Das es Frauen besser geht und man etwas für Männer machen müsste, ist nicht vorgesehen.

        Bei den Arbeitsstunden dann genau so. Wenn Frauen weniger arbeiten, ist es trotzdem gleich viel. Wenn Frauen mehr arbeiten, dann wird jede Minute aus zusätzliche ungerechte Belastung gezählt.

        • Bei Qualifikationen wird es mittlerweile sicherlich stellenweise genau so gesehen. Der Pussy-Pass sorgt dann dafür das auch eine faktishc schlechter qualifizierte Frauen ‚gleich gut‘ ist.

      • „Die eigentlich spannende Frage ist, warum dieser Betrügereien fast niemandem auffallen.“

        Weil sie zwei gesellschaftsrelevante Narrative bedienen: Das Bild der schwachen, unterdrückten und ausgebeuteten Frau und das Bild des starken, herrschenden Mannes. Das gibt den einen Argumente für Kompensationsansprüche und ermöglicht es ihnen sich Leistungszwängen zu entziehen.

        Und den anderen gibt es das tolle Gefühl, die Kings im Patriarchat zu sein und vermittelt natürlich auch den subtilen Zwang sich dafür aber auch richtig ins Zeug zu legen.

        Anders würde der Laden wohl nicht laufen :-).

        • Danke für den Hinweis! Ich hatte schon 2 korrigierte Versionen, das scheint die 3. und letzte zu sein. An Peinlichkeit kaum zu überbieten.
          Den Hinweis auf die 4 Autoren, zu 100% weiblich und offenbar zu 110 % feministisch, kann man sich kaum verkneifen.

          Wie kommen solche Leute nur in solche medialen Machtpositionen und können ihre alternativen Fakten einem ahnungslosen Publikum unterjubeln?

          PS: Noch so ein Kracher ist die „Vorabversion der Studie“ von Prof. Janina Steinert / Dr. Cara Ebert über die wachsende häusliche Gewalt im Lock down, die vor rund 4 Monaten erschien und in ca. 50 Presseartkeln angepriesen wurde, die ich hier kritisiert hatte: Erste große Studie über die Verbreitung feministischer Fake News in der Corona-Krise und über deren gravierende Fehler wir hier ausführlich gerätselt hatten. Ich habe gerade noch mal auf den Homepages der beiden Damen nachgesehen: nichts zu finden von einer kompletten Studie. Die kommt wohl auch nie mehr, das ganze war ein Hoax, ein Bluff, aber es bediente halt die richtigen Narrative. Relotius läßt grüßen.

          • „Wie kommen solche Leute nur in solche medialen Machtpositionen und können ihre alternativen Fakten einem ahnungslosen Publikum unterjubeln?“

            Frauenquoten, seien sie offiziell oder nur unter der Hand, können helfen. Wohin das führt, kann man ja auch in der Politik beobachten.

            Bei den genannten Frauen weiß ich aber natürlich nicht, ob es so war.

  31. Meiner Meinung nach ist Mental Load subjektiv. Wenn ich die ganze Woche rumlungere, dann bereitet mir ein Friseurtermin erhebliche Load, wenn ich den Termin aber zwischen einen vollen Arbeitstag, den Einkauf und dem Kind-ins-Bett-Bringen einbaue, dann merke ich ihn kaum.

    Und ja, ich bin einer von diesen Kommentatoren hier, die gerne mal weibliche Faulheit mutmaßen. Erstens aus eigenem Erleben, denn bei allen, wirklich allen Paaren in meinem Umfeld, die keine kleinen Kinder haben, ist es ausschließlich die Frau, die beruflich kürzer tritt für die Work-Life-Balance. Sie wird so vom Mann querfinanziert, um sich Garten, Pilates und anderen Hobbys widmen zu können. Und die Jobs, die die Männer machen, um das zu finanzieren, sind fast nie toll, kreativ, selbsterfüllend oder spaßig.

    Zweitens ärgere ich mich zutiefst über die nie enden wollende Benachteiligungsleier, mit der begründet werden soll, warum Frauen sich nicht politisch engagieren. Sie akzeptieren gelegentlich bezahlte höhere Ämter, sind aber in der politischen Basisarbeit extrem selten vertreten. Und ich rede nicht von den wenigen Frauen, die alleine Kinder zwischen 0 und 16 betreuen, sondern von dem Löwenanteil. Wenn das nicht gesellschaftliches Desinteresse ist, dann muss es doch eigentlich Faulheit sein.

    Natürlich weiß ich ganz genau, dass es viele fleißige Frauen gibt, die Tag für Tag mehr rumrödeln als viele Männer. Allerdings in dieser Frage die Empirie heranziehen zu wollen, finde ich schwierig. Denn es ist nicht messbar und entscheidet sich bei irgendwelchen Befragungen im Zweifel für den Auftraggeber. Und der ist heutzutage bei solchen Themen fast immer feministisch orientiert.

    Ich bin feministisch erzogen worden, wurde aber immer kritischer, je mehr ich um mich herum gesehen habe, dass Feminismus nicht oder nicht mehr Geschlechtergerechtigkeit verfolgt, sondern, wie der Name schon sagt, die Frauen in den Mittelpunkt stellt. Und nicht die anderen entsprechend berücksichtigt – nicht mal die Kinder.

    Das gefällt mir nicht.

  32. „Versuchst du da eine falsche Dichotomie aufzubauen? Entweder es gibt hälftige Teilung oder komplette Armut?“

    Ich hab da so ne kleine Graphik gefunden, schau mal:

    Do you (and/or your spouse) have what it’ll supposedly take to keep up your Lebensstandard when you grow wise?
    (Werdet ihr/sie persönlich älter als die Statistik es für euer/ihr Geschlecht+euren/ihren Geburtsjahrgang verheißt, bräuchtet ihr/sie selbstredend mehr… )

    Mein 1. Anliegen ist und bleibt die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens, wie ich seit Anbeginn auf diesem Blog nicht müde werde (sporadisch – man will ja nicht nerven^^) zu betonen.

    Aktuell wichtigste Links hierzu, bitte mitzeichnen:
    https://eci.ec.europa.eu/014/public/#/screen/home
    https://www.mensch-in-germany.org/grundeinkommen-jetzt/

    Danach kann man nachehelichen Unterhalt meinetwegen sogar abschaffen, bzw. ich vermute, dass Frauen i.A. kein Interesse mehr daran hätten, Gerichte damit zu beschäftigen.

    Unberührt davon bleibt selbstverständlich der Halbteilungsgrundsatz beim Zugewinn, der weiter als Norm gelten sollte m.M.n.

  33. „Ich bin gerne in Vollzeit tätig.“

    Warum genau?

    „Aber natürlich verbringe ich auch gerne Zeit zuhause und mit meiner Familie. … Ich bin morgens wenn Südländerin arbeitet, derjenige, der zu Fräulein Schmidt geht, wenn sie aufwacht und sie betreut bis ich sie in die Betreuung bringe.“

    Ein Zeitraum, der im Schnitt 1-2 Stunden umfasst, würde ich schätzen (währenddessen erledigst Du noch welche Hausarbeiten?). Und wenn Du abends „recht spät“ nach Hause kommst, wieviel Zeit bleibt dann noch, bevor sie wieder ins Bett geht?

    „Ich sage nicht, dass ich das nicht machen kann. Ich sage: So funktioniert es für mich besser. … Wir haben jeder einen eigenen Wäschekorb und es funktioniert so ganz gut für uns. So spart man sich ärger mit „Das hätte ich mit einem ganz anderen Programm gewaschen, weil…“.“

    Tatsächlich ein seltsames System (und auch „Problem“), von dem ich so noch nie zuvor gehört hatte.

    So, und wenn jetzt bald der zweite Nachwuchs kommt: wird dann automatisch „ihr“ Wäschekorb weiter anschwellen?
    „Aber ich mach doch schon (meistens) meine Sachen ohne ihre Unterstützung“, wirst Du wahrscheinlich denken – und hättest imho sogar recht damit, dass nur die wenigsten in Partnerschaft lebende Väter sich derart einbringen.

    Aber: was würdest Du beim als Standard geforderten Wechselmodell bezüglich bspw. dieses Punktes von Dir & Vätern bzw. Müttern allgemein erwarten?

    „Bei ehebedingten Nachteilen geht es darum, dass sie bei einem parallelen Lebenslauf, bei dem sie die Kinder nicht betreut hätte, anders dastehen würde, was ihre finanziellen Möglichkeiten angeht, etwa durch einen höheren Lohn etc.“

    Aber eben nicht darum, um wieviel geringer sein Lohn ausgefallen wäre, oder? Was natürlich auch wieder zu einem gewissen Grad Kaffeesatzleserei wäre…

    „„fehlende Rechtssicherheit bishin zu absoluter Willkür“
    Würde ich nicht so sehen. Das gleiche System wird ja jetzt schon angewandt bei zeitlich über den nach der Dauer der Ehe sich ergebene Unterhaltsdauer hinausgehenden Unterhaltsansprüchen“

    Und gerade da kommt meine Vermutung ins Spiel, dass es Dein täglich Brot sein könnte, speziell die Sicht von Männern zu vertreten. Nach der Frauen überwiegend geringqualifizierte Underarchiever oder jedenfalls nicht wirklich karrierewillig seien, weshalb sie auch ohne Erziehungspausen etc. keinesfalls eine vergleichbare Position/ein vergleichbares Einkommen hätten erreichen können wie er.

    „Eher sogar niedrigere Kosten“

    Du kannst doch nicht leugnen, dass es de facto ein Vielfaches an Arbeit(szeit) bedeutet, entsprechende Hokuspokus-Gutachten und -Gegengutachten zu erstellen usw. usf. als das Prinzip Halbteilungsgrundsatz.
    Und bezahlt man einem Anwalt nicht schon für jedes einzelne, simple Briefchen horrende Summen? Ich hab da zwar keine persönlichen Erfahrungen mit, aber man hört so Gerüchte^^

    „Gerade die Regelung erlaubt doch weitaus eher großzügig zu sein und sich schnell zu einigen.“

    Gegenmeinung:

    „Frauen bekommen nach der Scheidung in der Regel nur noch Unterhalt, wenn sie Kinder betreuen oder ehebedingte Nachteile geltend machen können, Stichwort: verpasste Karriere. Da wird anhand fiktiver Lebensläufe argumentiert. Das ist ein sehr theoretisches und komplexes Thema. Deshalb sind die Unterhaltsbeschlüsse heute auch viel länger. Und es gibt mehr Streit. … Nehmen wir eine Bankkauffrau, die nach der Geburt der Kinder ihren Job aufgegeben hat. Später geht die Ehe in die Brüche. Beim Kampf um den Unterhalt wird sie argumentieren, ohne die Auszeiten für die Kinder wäre sie inzwischen Filialleiterin und säße nicht hinter der Kasse. Der Mann wird hingegen sagen, die Frau war faul, wollte nie Karriere machen und ist gern zu Hause geblieben. Das ist teilweise eine sehr brutale Argumentation vor Gericht.“

    https://www.gdv.de/de/themen/news/-frauen-stehen-heute-eher-schlechter-da–16268

    Wurde so nicht vielleicht der Rosenkrieg (der sich früher darauf bezog, wem konkret das Scheitern einer Ehe zuzurechnen sei) durch die Hintertür wieder eingeführt?

    „Schuldhaft“ ist jetzt die Frau, die die traditionelle Rolle erfüllt (hat) – das soll sie von der Teilhabe am Ergebnis des gemeinsamen Wirtschaftens ausschließen (nach Deiner Vorstellung ab dem Moment der Trennung!).

    “ „Und besonders ärgert mich auch, dass da die Ansicht mitschwingt, der Hauptverdiener hätte auch als Junggeselle ohne seine bessere Hälfte (und deren Care-Arbeit im Hintergrund) denselben Nettoverdienst erreicht“

    Das dürfte auch in den meisten Fällen so sein.“

    Das meinst Du nicht ernst.

    „Er hat mehr Arbeitserfahrung, er hat sich intensiver mit dem Thema beschäftigt“

    Kann trotzdem Scheiße bei rauskommen, sieht man doch täglich^^
    Sinniger wärs, im individuellen Fall objektive Arbeitsproben zu vergleichen.

    „Ich war schon auf sehr guten Fortbildungen, die mir gute neue Einsichten für die Praxis beschert haben.“

    Die Du nicht in kürzerer Zeit auch aus Medien hättest ziehen können?

    Und dieses „Einsichten bescheren“ soll bedeuten, dass keine Lernerfolgskontrollen stattfanden, die Zertfikate also schlicht Dein Sitzfleisch auszeichnen, ne?

    „Die Frage ist doch wie diese „unentlohnte Arbeit“ dann für den Fall des Scheiterns der Ehe ausgeglichen werden soll. Ist es per se gerecht sie etwa nach einem mal hoch angesetzt Chefarzt-Gehalt abzurechnen nur weil man sie für einen Chefarzt erbracht hat? Das macht ja sonst auch keinen Unterschied.“

    Streitwert? Nur so’n Beispiel^^

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