Woran sind die „Autonomen Zonen“ in den USA während der Proteste gescheitert?

Im Rahmen der Proteste zu Black Live Matters gab es ja in einigen Städten in den USA „Autonome Zonen“ etwas die CHAZ (1, 2)

Sie hatten etwas von Anarchie, sollten linken Idealen genügen und irgendwie eine besser Welt schaffen.

Ironischerweise wurden dabei Grenzen errichtet, an denen bewaffnete Leute standen und es scheint sich eine große Unsicherheit ergeben zu haben, weil in das Machtvakuum auch Bandenmitglieder und Leute, die ihren persönlichen Vorteil gesucht haben eingestiegen sind.

Die Kriminalität und die Gewalttaten sind stark angestiegen. Es wurden durch die autonomen Zonen wahrscheinlich mehr Probleme verursacht als es sie ohne sie gegeben hätte.

Man könnte anführen: Mal wieder eine linke Utopie einer besseren Gesellschaft an der Realität gescheitert.
Andere werden sagen, dass richtige Autonome Zonen eben hier gar nicht ausprobiert worden sind.

 

 

 

Zur Abschaffung der Männlichkeit

JJ Bola: „Sei kein Mann“

Ein Interview mit dem Schriftsteller JJ Bola zu seinem Buch „Sei kein Mann“

SPIEGEL: Herr Bola, Ihr neues Buch trägt auf deutsch den Titel „Sei kein Mann“. Welche Art von Mann sollen die Leser nicht sein?

Bola: Das gesamte Rollenbild „Mann“ in unserer Gesellschaft basiert auf falschen Vorstellungen. Wenn wir sagen: Sei ein Mann! Dann meinen wir eigentlich: Sei stark, weine nicht, kämpfe für dich. Dabei haben auch Männer Gefühle, genau wie Frauen. Ich sage darum: Sei kein Mann.

Das ist wieder diese Idee, dass Männlichkeit schlecht ist. Dabei ist es kein schlechter Rat, wenn man sagt, dass jemand stark sein soll und für sich kämpfen soll und auch ein Weinen zur passenden Zeit zu unterdrücken kann sehr hilfreich sein. Hier wird aber eine falsche Dichotomie aufgebaut, nach der man entweder ein Mann sein kann oder Gefühle haben kann. Aber das Rollenbild des Mannes verbietet natürlich nicht Gefühle an sich. Es verbietet auch keine Trauer, keine Tränen, keine sonstigen Gefühle an sich. Es gibt viele Situationen bei denen diese vollkommen unproblematisch sind. Eben wenn es zur Situation passt.

SPIEGEL: Sie sind heute Autor, früher entsprachen Sie selbst durchaus diesem Männerbild. Sie waren damals ein ambitionierter Basketballspieler mit Ausblick auf eine Profikarriere. Und, wie Sie schreiben: Sie zeigten wenig Gefühl, waren dafür häufig aggressiv.

Bola: Männer unterdrücken Ängste und Trauer oft und zeigen stattdessen Wut und Aggressionen. Aber auch das sind Gefühle. Als Jugendlicher bemerkte ich deshalb: Die Erwartungen an Männer entsprachen oft nicht dem, was ich empfand.
Dann mag er eine extreme Männlichkeit gelebt haben. Ich kann Mann sein ohne aggressiv zu sein und kann dennoch Ängste und Trauer zulassen. Und natürlich leben auch genug Frauen Wut und Aggression aus, nur im Schnitt seltener körperlich als Männer.

SPIEGEL: Was meinen Sie genau?

Bola: Patriarchat ist ein menschliches Konstrukt, Männlichkeit ist etwas Veränderbares. Es gibt ein Schlüsselerlebnis, das ich als Jugendlicher hatte. In London lief ich mit meinem Onkel durch den Stadtteil Tottenham. Wir hielten Händchen, unter Kongolesen ist das eine Geste des Respekts und der Zuneigung. Im Vereinigten Königreich aber gilt man damit schnell als schwul. Was dort soviel bedeutet wie: unmännlich. Als wir so durch die Straßen gingen, wurden wir von Passanten ausgelacht. Das war mir peinlich. Aber mir wurde auch bewusst, dass Männlichkeit nicht für alle Kulturen das Gleiche bedeutet – auch wenn bestimmte Erwartungen dann doch wieder alle Vorstellungen von Männlichkeit über die Kulturen und Jahrhunderte verbinden.

Klar gehört das Auslachen oder anfeinden von Männern, die Hand in Hand gehen nicht zwangsläufig zur Männlichkeit. Natürlich hat sie kulturelle Argumente. Wo es in einigen Kulturen besonders männlich sein mag sich die Schädel der besiegten Feinde auf einem Spieß vor dem Zelt auszustellen würde dies in anderen Kulturen gar nicht gut ankommen, da drückt man Status und Männlichkeit eher mit einem Luxusartikeln wie einem 9er BMW aus, dem man in der Einfahrt seines Hauses (das einen ähnlichen Status transportieren kann) parkt. Die Aussage kann die gleiche sein: Ich habe Status, entweder als Krieger oder als Geschäftsmann mit hohem Einkommen. Und auch Homosexualität kann entweder in eine intrasexuelle Konkurrenz um Frauen eingestellt werden, womit sich der Homosexuelle quasi disqualifiziert oder es kann in dieser keine Rolle spielen und derartige Ansichten können demjenigen, der sie äußert Abzüge bringen, weil er veraltete Anschauungen hat und meint sich in einer Weise darzustellen, die ihn eher in ein schlechtes Licht rückt.

Es ist ähnlich wie der gern genommene Vergleich von Schuhmode damals und heute: Frühern mögen Adelige feine Absatzschuhe getragen haben, weil sie den Träger größer machten und deutlich machten, dass er sich nicht schnell bewegen muss und keiner körperlichen Arbeit nachgehen musste und sich solche extravaganten Schuhe leisten konnte. Es war damit ein gutes Signal für Status. Heute signalisiert man dies teilweise immer noch, Anzüge etwa sind nicht gerade ideal für einen Kampf von der Bewegungsfreiheit her, machen aber immerhin breite Schultern, das unpraktische in der täglichen Bewegung zu betonen ist aber nicht mehr so opportun für Männer, sie wollen eher tatkräftig etc wirken.

SPIEGEL: Welche?

Bola: Etwa die, dass ein Mann dominant sein soll. Männer haben im Patriarchat meistens die Rolle eines Versorgers, eines Beschützers. Und sie haben Privilegien in unserer Gesellschaft, bekommen zum Beispiel oft bessere Jobs.

Hier könnte man wieder einiges über die Folgen sexueller Selektion schreiben und warum eine gewisse Dominanz für Männer sehr vorteilhaft sein kann. Und auch die Rolle des Versorgers und Beschützers wurde hier evolutionär schon häufiger diskutiert. Das mit den besseren Jobs dürfte auch hinreichend diskutiert sein.

SPIEGEL: Was ist für Männer am Patriarchat dann verkehrt?

Bola: Das Patriarchat ist ein System, das Menschen unterdrückt. Zwar sind Frauen am meisten davon betroffen. Allerdings auch viele Männer: die, die nicht ins typische Bild passen. Die Männer, die von diesem System profitieren, das ist nur eine kleine Elite.

Aber natürlich gilt gleichzeitig „yes all men“. Und alle Männer sind privilegiert und verdienen mehr. Das Narrativ wechselt da je nach dem was man darstellen möchte.

SPIEGEL: Wie macht sich das bemerkbar?

Bola: Stärke ist oft nur eine Maske. Das habe ich als Sozialarbeiter bei jungen Männern immer wieder erlebt. Bei Problemen versuchten sie anfangs hart zu sein. Wenn die Probleme größer wurden, gingen manche daran kaputt. Im Alter schlägt sich das bei vielen auf die Psyche. Von Obdachlosigkeit, Drogenmissbrauch und Selbstmord sind Männer im Schnitt stärker betroffen als Frauen. Männer sollen im Patriarchat für sich selber sorgen und allein mit ihren Problemen klarkommen. Wenn sie älter werden, haben viele deshalb zum Beispiel kein soziales Netzwerk, das sie auffangen könnte.

Klar kann Stärke eine Maske sein. Und sicherlich kann jemand in einer Peergroup sein, die ein sehr starkes Männlichkeitsbild forciert. Gleichzeitig sind Männer und Frauen in der Hinsicht auch einfach aus biologischen Gründen sehr verschieden. Sie sind nicht nur wegen rein sozialer Rollenbilder härter, sondern die Rollenbilder sind gleichzeitig auch aus einer Wechselwirkung mit biologischen Grundlagen heraus entstanden. Männer zu Frauen zu erziehen geht nicht. Männer werden Gefühle im Schnitt immer anders ausleben als Frauen. Natürlich kann dies zu Folgeproblemen führen. Das bedeutet aber nicht, dass Lösungsstrategien für Frauen dann auf Männer übertragbar sein müssen.

Hier zb was zu den diesbezüglichen Unterschieden:

SPIEGEL: Wenn die Problemfelder so offen liegen – warum ändert sich dann nichts?

Bola: Die meisten Männer würden die Probleme nicht zugeben. Ein Mann, der sich von außen beeinflussen lässt? Auch so etwas ist gesellschaftlich nicht akzeptiert. Wir Männer wissen auch um der Privilegien, die wir haben und wollen die wenigen Vorteile, die wir in diesem System haben, nicht einfach aufs Spiel setzen. Das System hält sich genau damit selbst am Leben.

Ah, da sind die Privilegien dann wieder, die die Männer abhalten. Es wird auch hier gerne übersehen, dass bestimmte Vorgehensweisen Vor- und Nachteile haben können. Ein Problem selbst zu lösen, nicht aufzugeben, sich nicht einfach seinen Gefühlen hinzugeben und sich an andere wenden kann einen auch voranbringen und erfolgreich machen. Es kann ebenso ins Gegenteil umschlagen. Aber natürlich werden Männer in vielen Bereichen von Außen beeinflusst, haben Vorbilder, Mentoren, Leute von denen sie lernen und mit denen sie zusammenarbeiten und die sie gerade beruflich um Rat fragen. Auch das kann ein Vorteil gewisser Hierarchien sein, in denen es einfach ist den „Oberen“ zu fragen, einfach weil er mehr Wissen hat und das akzeptiert ist. Und weil aus seiner Position wiederum eine „Schutz und Beistandsfunktion“ dem weniger Erfahrenen gegenüber entspringt. Aber auch untereinander arbeiten Männer ja in vielen Bereichen gut zusammen.

Das Problem vieler Männer ist denke ich aber, dass sie weit eher vereinsamen können als Frauen. Und dann können eben wichtige Unterstützungsnetzwerke wegbrechen.

SPIEGEL: Macht und Stärke gilt bei Frauen oft als Vorbild, als Zeichen von Emanzipation. Trügt das? Ist es falsch, als Frau „typisch männliche“ Werte zu übernehmen?

Bola: Ich glaube es ist wichtig, sich künstlicher Rollenbilder bewusst zu sein. Vorbildern sollten wir nicht blind nacheifern. Das bedeutet nicht, das Frauen keine „typisch männlichen“ Verhaltensweisen an den Tag legen dürfen. Es macht aber auch keinen Sinn, Männer- und Frauenrollen einfach nur auszutauschen. Gewalt und Unterdrückung, wie wir sie von patriachialen Gesellschaften kennen, werden ansonsten einfach nur in neuer Form reproduziert.

Männer- und Frauenrollen auszutauschen wird auch schlicht nicht möglich sein. Aber das ist eine andere Sache.
Und natürlich wieder die Gleichsetzung von „Männlichen Rollen“ mit Gewalt und Unterdrückung.

SPIEGEL: Wie lässt sich dann etwas ändern?

Bola: Das Hauptproblem liegt aus meiner Sicht in der Erziehung. Kinder und Jugendliche übernehmen Werte und Verhaltensmuster von uns. In den Medien und in der Werbung sehen wir die Männer als Gewinner, die muskulös sind. Die meisten haben Geld, sind erfolgreich in ihrem Beruf, werden teilweise auch als gewalttätig und aggressiv dargestellt. Wenn zwei Männer sich schlagen, dann finden wir das immer noch „normaler“ als wenn sich die beiden küssen. Man könnte also sogar sagen: Je destruktiver das männliche Verhalten, desto „normaler“ kommt es uns vor. Junge Männer sehen solche Männlichkeitsbilder jeden Tag.

Heute sehen wir ja genug Frauen als Gewinner und Männer als Trottel. Ich bezweifele dennoch, dass es deswegen zu einer Rollenumkehr kommen wird. Und natürlich gibt es auch sehr viele nicht so erfolgreiche Männer im Fernsehen: Al Bundy wäre ein klassisches Beispiel, Homer Simpson ein anderes oder aktuell Jerry von Rick und Morty.

Und viele Jungs sehen auch jede Menge andere männliche Rollenbilder jeden Tag: Etwa nicht gewalttätige Väter, Brüder, Freunde etc. Männliche Bullys sind nichts positives, faires Kämpfen im Sinne eines sportlichen Wettkampfes hingegen schon. Der Gute kämpft auch nicht sinnlos im Fernsehen, er kämpft gegen das Böse, um schwache zu schützen, um die Welt besser zu machen. Er lebt natürlich intrasexuelle Konkurrenz aus, aber das muss ja nichts negatives sein.

SPIEGEL: Heute arbeiten Sie als Schriftsteller. Das ist nicht unbedingt das Klischeebild eines „typisch männlichen“ Berufs. Was hat sich in Ihrem Leben bewegt?

Bola: Als Jugendlicher begann ich ja, frühere „männliche“ Verhaltensweisen anzuzweifeln. Ich wollte sie verlernen. Das Schreiben half mir dabei. Als junger Mann schrieb ich zuerst Tagebuch. Später entstanden Gedichte daraus. Damit konnte ich das, was ich erlebte und empfand, besser verarbeiten. Und ich traf immer mehr andere Männer, die ähnlich fühlten. Darunter auch einige, die mir zeigten, wie man authentisch leben kann.

Schriftsteller ist tatsächlich ein sehr männlicher Beruf, wenn man mal schaut, wer Schriftsteller ist.

Aber auch hier: Es kann auch im Bereich Männlichkeit bzw bei Männern an sich ein breites Spektrum, etwa eine Normalverteilung, geben, und er kann sich eben an deren Rand befinden. Deswegen kann für ihn die Männlichkeit einschränkend sein, für andere aber nicht. Es muss nicht der gleiche Weg für alle richtig sein und es müssen auch nicht alle ein Bedürfnis danach haben, die männlichen Verhaltensweisen anzuzweifeln. Weil es für ihn richtig war muss es für andere nicht auch richtig sein.

SPIEGEL: Was ist für Sie heute ein authentischer Mann?

Bola: Ein menschliches Wesen. Einer, der sowohl maskuline als auch feminine Züge in sich tragen kann. Das heißt nicht, dass sich Männlichkeit oder Weiblichkeit als Begriffe vollkommen auflösen müssen. Es sollte aber keine Hierarchien mehr geben. Jeder Mensch sollte sich frei fühlen, seine Identität zu definieren. Und sie bei Bedarf auch zu verändern.

Dazu könnte man sagen, dass mehr Freiheit eben bedeuten kann, dass die Geschlechterunterschiede deutlicher werden. Dazu der Klassiker des Gender Equality Paradox:

„Stufe jede Disziplin nach ihrer wissenschaftlichen Strenge ein“

Sorgerecht ab Geburt bei unverheirateten Vätern kommt nicht

Aus einem Bericht in der Süddeutschen:

Die Zahl der unverheirateten Paare mit Kindern steigt seit Jahren unablässig, aber beim elterlichen Sorgerecht werden sie gegenüber Ehepaaren immer noch benachteiligt. Daran wird auch die bevorstehende Reform der Regeln wenig ändern.

Nach einem Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums, der noch zwischen den Ressorts abgestimmt werden muss, bleibt es dabei: Wenn der unverheiratete Mann die Vaterschaft anerkennt, erhält er nur dann das Sorgerecht für das Kind, wenn die Mutter zustimmt. Das bestätigte ein Sprecher des Ministeriums. Ein automatisches Sorgerecht für beide Elternteile, wie es für Ehepaare gilt, soll es für nichteheliche Gemeinschaften nicht geben, obwohl dies von Familienrechtlern gefordert wird. Eine vom Ministerium eingesetzte Arbeitsgruppe hatte dessen Einführung Ende 2019 ausdrücklich empfohlen.

Ist eigentlich eine echt überfällige Sache, aber wird anscheinend blockiert.

Nach den Plänen von Ministerin Christine Lambrecht (SPD) soll der Weg zum gemeinsamen Sorgerecht aber vereinfacht werden. Nach Angaben des Sprechers sind bisher zwei Verfahrensgänge notwendig, da nach der Anerkennung der Vaterschaft noch eine gemeinsame Sorgerechtserklärung abgegeben werden müsse. „Diese beiden formalisierten Schritte werden zusammengezogen.“ Damit würden bürokratische Hemmnisse abgebaut.

Also ein Formular ausfüllen statt zwei? Schien mir vorher auch nicht so viel komplizierter gewesen zu sein als das man daraus eine große Vereinfachung machen kann.

Offenbar hat die Ministerin aber den Gegnern eines automatischen Sorgerechts nachgegeben, wonach es in schwierigen Beziehungen mit Alkohol- oder Gewaltproblemen riskant sei, wenn der Mann auch gegen den Willen der Frau sorgeberechtigt werde.

Auch ein hübscher Generalverdacht gegen Männer. Auf der Facebookseite der Ministerin wurde mal nachgefragt, sie hat es aber recht verächtlich abgetan.

Die wenigsten Männer haben ja letztendlich Alkohol- und Gewaltprobleme und auch da kann sie ja das alleinige Sorgerecht beantragen, wenn das Problem tatsächlich vorliegt. Und immerhin hat sich die Mutter üblicherweise den Vater ja auch ausgesucht.

„Das Kind gehört zur Mutter“ ist eigentlich eine superkonservative Aussage. Aber Privilegien aufgeben macht man dann auch wieder ungern. So haben die Frauen erst einmal eine Machtposition bezüglich des Kindes.

Die FDP-Politikerin Katrin Helling-Plahr kritisierte die Pläne scharf. Der Ministerin sei Ideologie offenbar wichtiger als eine kindeswohlorientierte Familienpolitik: „Sie schlägt sich auf die Seite von Frauenrechtsaktivisten und vergisst dabei die Kinder.“

Danke an die FDP

Viele Frauen bei Geburt des ersten Kinders nicht verheiratet

Das Lebensmodell, ohne Trauschein mit Kindern zusammenzuleben, erfreut sich wachsender Beliebtheit. Die Zahl der Familien mit minderjährigen Kindern ist bei unverheirateten Paaren seit 2007 von 675 000 auf 935 000 gestiegen, während sie bei den Ehepaaren im selben Zeitraum von 6,3 auf 5,7 Millionen gesunken ist. Besonders ausgeprägt ist dies im Osten, wo fast drei Viertel der Frauen bei der Geburt des ersten Kindes nicht verheiratet sind. International ist es in vielen Ländern längst Standard, dass Männer mit der Anerkennung der Vaterschaft zugleich das Sorgerecht bekommen, ohne dass die Mutter zustimmen muss.

Es ist ja heute auch nicht mehr so problematisch Kinder ohne Trauschein zu bekommen, Nachteil ist insbesondere  die Steuer, sowohl im Einkommensbereich als auch bei der Erbschaftssteuer und die spätere Absicherung über Witwenrenten etc. Aber viele heiraten eben auch erst später.

Mit dem Gesetzentwurf soll zudem die gemeinsame Elternschaft lesbischer Paare vereinfacht werden. Bisher war die Partnerin der leiblichen Mutter auf eine Adoption angewiesen. Künftig solle das Kind durch die Mutterschaft der Ehefrau eine rechtlich gesicherte Stellung erhalten, wenn das Kind in die Ehe zweier Frauen hineingeboren werde, sagte Lambrecht der Nachrichtenagentur KNA. Auch bei unverheirateten Paaren solle eine Anerkennung der Co-Mutterschaft möglich sein. Details sind allerdings noch nicht bekannt. Für homosexuelle Männer ist hingegen keine Regelung vorgesehen.

Das die Ehelichkeitsvermutung bei homosexuellen Paaren absolut nicht passt und auch Fragen zum Vater aufwirft hatte ich hier schon dargestellt. Ich bin mal auf die konkrete Umsetzung gespannt.

Cardi B – Wap

Cardi B“WAP” (Wet-Ass Pussy) is Cardi B’s first release of 2020 and first single since 2019’s

 

 

FeaturingMegan Thee Stallion

Produced byAyo & Keyz

Release DateAugust 7, 2020View All Credits 8924.5M19035[Intro: Cardi B, Al “T” McLaran & Megan Thee Stallion]
Whores in this house
There’s some whores in this house
There’s some whores in this house
There’s some whores in this house (Hol‘ up)
I said certified freak, seven days a week
Wet-ass pussy, make that pullout game weak, woo (Ah)

[Chorus: Cardi B]
Yeah, yeah, yeah, yeah
Yeah, you fuckin‘ with some wet-ass pussy
Bring a bucket and a mop for this wet-ass pussy
Give me everything you got for this wet-ass pussy

[Verse 1: Cardi B & Megan Thee Stallion]
Beat it up, nigga, catch a charge
Extra large and extra hard
Put this pussy right in your face
Swipe your nose like a credit card
Hop on top, I wanna ride
I do a kegel while it’s inside
Spit in my mouth, look in my eyes
This pussy is wet, come take a dive
Tie me up like I’m surprised
Let’s roleplay, I’ll wear a disguise
I want you to park that big Mack truck right in this little garage
Make it cream, make me scream
Out in public, make a scene
I don’t cook, I don’t clean
But let me tell you how I got this ring (Ayy, ayy)
[Verse 2: Megan Thee Stallion]
Gobble me, swallow me, drip down the side of me (Yeah)
Quick, jump out ‚fore you let it get inside of me (Yeah)
I tell him where to put it, never tell him where I’m ‚bout to be (Huh)
I’ll run down on him ‚fore I have a nigga runnin‘ me (Pow, pow, pow)
Talk your shit, bite your lip (Yeah)
Ask for a car while you ride that dick (While you ride that dick)
You really ain’t never gotta fuck him for a thang (Yeah)
He already made his mind up ‚fore he came (Ayy, ah)
Now get your boots and your coat for this wet-ass pussy (Ah, ah, ah)
He bought a phone just for pictures of this wet-ass pussy (Click, click, click)
Pay my tuition just to kiss me on this wet-ass pussy (Mwah, mwah, mwah)
Now make it rain if you wanna see some wet-ass pussy (Yeah, yeah)

[Verse 3: Cardi B & Megan Thee Stallion]
Look, I need a hard hitter, need a deep stroker
Need a Henny drinker, need a weed smoker
Not a garter snake, I need a king cobra
With a hook in it, hope it lean over
He got some money, then that’s where I’m headed
Pussy A1 just like his credit
He got a beard, well, I’m tryna wet it
I let him taste it, now he diabetic
I don’t wanna spit, I wanna gulp
I wanna gag, I wanna choke
I want you to touch that lil‘ dangly thing that swing in the back of my throat
My head game is fire, punani Dasani
It’s goin‘ in dry and it’s comin‘ out soggy
I ride on that thing like the cops is behind me (Yeah, ah)
I spit on his mic and now he tryna sign me, woo
[Verse 4: Megan Thee Stallion]
Your honor, I’m a freak bitch, handcuffs, leashes
Switch my wig, make him feel like he cheatin‘
Put him on his knees, give him somethin‘ to believe in
Never lost a fight, but I’m lookin‘ for a beatin‘ (Ah)
In the food chain, I’m the one that eat ya
If he ate my ass, he’s a bottom-feeder
Big D stand for big demeanor
I could make ya bust before I ever meet ya
If it don’t hang, then he can’t bang
You can’t hurt my feelings, but I like pain
If he fuck me and ask „Whose is it?“
When I ride the dick, I’ma spell my name, ah

[Chorus: Cardi B]
Yeah, yeah, yeah
Yeah, you fuckin‘ with some wet-ass pussy
Bring a bucket and a mop for this wet-ass pussy
Give me everything you got for this wet-ass pussy
Now from the top, make it drop, that’s some wet-ass pussy
Now get a bucket and a mop, that’s some wet-ass pussy
I’m talkin‘ wap, wap, wap, that’s some wet-ass pussy
Macaroni in a pot, that’s some wet-ass pussy, huh

[Outro: Al “T” McLaran]
There’s some whores in this house
There’s some whores in this house
There’s some whores in this house
There’s some whores in this house
There’s some whores in this house
There’s some whores in this house
There’s some whores in this house
There’s some whores in this house
There’s some whores in this house
There’s some whores in this house

 

Was ist eigentlich Identitätspolitik?

Identitätspolitik ist ein gerne verwendeter Begriff, aber was genau damit gemeint ist bleibt häufig unklar. Gerne wird auch angeführt, dass eigentlich alles Identitätspolitik ist, weil jeder irgendwie Teil einer Gruppe ist.

Aus meiner Sicht liegt eine Identitätspolitik vor, wenn man davon ausgeht, dass es ausreicht die Gruppenidentität(en) von jemanden zu bestimmen um seine Interessen etc zu kennen. Die Identität wird also wichtiger als das Individuum und die Gruppe hat ein Interesse, eine gemeinsame Lage, die es zu gestalten gibt, sie sind ein einheitlicher Blog, der Individualinteressen uninteressant macht.

Identitätspolitiken müssen daher üblicherweise erst eine bestimmte Identität bestimmen, die die „richtige“ Identität ist und nach der dann die Interessenvertretung ausgerichtet wird. Mitglieder der Gruppe werden also nur dann vertreten, wenn sie dieser „richtigen“ Gruppenidentität folgen und deren angenommene Ziele teilen. Ansonsten sind sie eben „Verräter“ der Gruppe und nicht eine Untergruppe, deren Interessen ebenfalls zu berücksichtigen sind.

Das Gefährliche an einer Identitätstheorie ist aus meiner Sicht, dass man wenn man erst einmal so weit ist, dass sie nur eine gemeinsame Einheit bilden, dass sie alle aus bestimmten Interessen handeln und es keinen Individualismus mehr gibt, wenn man also nicht mehr Interessen im Schnitt annimmt, sondern die Gruppe als ein Individuum sieht, es auch nicht mehr weit ist bis zur Zuweisung bestimmter Eigenschaften oder einer bestimmten Schuld zu dieser Gruppe.

Bei Rechten wäre das zB „die Erhaltung der weißen Rasse“ oder „die Überlegenheit des arischen Volkes über die Untermenschen“ und auf der anderen Seite Zuweisungen wie der „Geizige Jude“ oder die Zuweisung einer Schuld an alle Juden (oder heute etwa Flüchtlinge) an einer bestimmten als schlecht bewerteten Situation, die es rechtfertigt gegen diese vorzugehen.

Bei Linken wäre es früher der Gedanke gewesen, dass die „Kapitalisten“ alle Ausbeuter sind und die Arbeiter benachteiligen, heute ist es eben die Zuweisung bestimmter Interessen an Frauen (Führungspositionen haben und genau das gleiche Geld zu verdienen wie Männer bzw die gleiche „Macht“ zu haben) und an Männer („Die Führungspositionen für sich alleine zu haben und mehr Geld für die gleiche Arbeit zu erhalten als Frauen“) verbunden mit dem Zuweisen negativer Eigenschaften wie „Toxische Männlichkeit“, der Verantwortung für Vergewaltigungen etc.

Hier noch mal die Definitionen aus der deutschen Wikipedia:

Der Begriff Identitätspolitik (englisch identity politics) ist eine Zuschreibung für politisches Handeln, bei dem Bedürfnisse einer jeweils spezifischen Gruppe von Menschen im Mittelpunkt stehen. Angestrebt werden höhere Anerkennung der jeweiligen Gruppe, die Verbesserung ihrer gesellschaftlichen Position und die Stärkung ihres Einflusses. Um die Mitglieder einer solchen Gruppe zu identifizieren, werden kulturelle, ethnische, soziale oder sexuelle Merkmale verwendet. Menschen, die diese Eigenschaften haben, werden zu der Gruppe gezählt und häufig als homogen betrachtet. Menschen, denen diese Eigenschaften fehlen, werden ausgeschlossen.

(…)

Daniela Klimke definiert im Lexikon zur Soziologie Identitätspolitik als einen Begriff der Cultural Studies, der die emanzipatorischen Bewegungen diskriminierter sozialer Gruppen bezeichne, wie etwa die Bürgerrechtsbewegung (Civil Rights Movement) in den Vereinigten Staaten. Identitätspolitik werde durch die Betroffenen (beispielsweise Frauen, Schwulen, Hindus) auch dadurch betrieben, dass sie stigmatisierende Zuschreibungen (wie etwa „Nigger“ oder „Kanake“) übernehmen, um deren Bedeutung umzukehren. Identitätspolitik könne zur Assimilation an die Identität der Mehrheit führen, wie zum Beispiel die „Homo-Ehe“, sie kann aber auch durch die Überhöhung kultureller Besonderheiten segregierende und fundamentalistische Züge annehmen. Oft werde die Geltungskraft sozialer Unterscheidungsmerkmale (wie etwa Geschlecht oder Hautfarbe) von der Identitätspolitik verstärkt, was dann die unterdrückende gesellschaftliche Hierarchie und die Opferrolle bestätigt.[7]

Allgemeiner definiert Michael Schönhut: Nach seiner Auffassung besteht Identitätspolitik aus Bemühungen, die Wahrnehmung einer kulturellen Kategorie oder Gruppe bei ihren Mitgliedern zu beeinflussen oder die Wahrnehmung seitens anderer zu steuern. Meist gehe es dabei um Ansprüche oder Interessen, die von einer homogenen Gruppe innerhalb nationalstaatlicher Verteilungskonflikte leichter durchzusetzen sind. Identitätspolitik bedeute immer eine bewusst gesetzte Grenzziehung zwischen dem Eigenen (die dazu gehören) und dem Anderen (die ausgeschlossen sind, vgl. Othering). Ein wichtiges Element sei dabei die Festschreibung des Anderen auf seine Andersartigkeit bzw. des Eigenen auf seine ursprüngliche Wesenheit, wobei innere Differenzen nivelliert werden.[8]

Unter Einbeziehung „rechter Identitätspolitik“ definiert Lorenz Abu Ayyash: Der Begriff stehe zunächst für die Ausrichtung politischen Handelns an Interessen von Menschen, die anhand von Kategorien wie Klasse, Geschlecht, Herkunft oder sexuelle Orientierung zu einer Gruppe zusammengefasst werden. Derartige Kategorien bedeuteten immer auch eine bewusste Grenzziehung, die den Ausschluss des „Anderen“ impliziere. Mit einer solchen Grenzziehung zwischen dem „wahren Volk“ und der „korrupten Elite“ sei rechte Identitätspolitik zuletzt in vielen Ländern bei Wahlen erfolgreicher gewesen als linke

Und aus der englischen Wikipedia:

Identity politics is a term that describes a political approach wherein people of a particular religion, race, social background, class or other identifying factor form exclusive socio-political alliances, moving away from broad-based, coalitional politics to support and follow political movements that share a particular identifying quality with them. Its aim is to support and centre the concerns, agendas, and projects of particular groups, in accord with specific social and political changes.

The term was coined by the Combahee River Collective in 1977.[1] It took on wide-spread usage in the early 1980s, and in the ensuing decades has been employed in myriad cases with radically different connotations dependent upon the term’s context.[2][3] It has gained currency with the emergence of social activism,[clarification needed] manifesting in various dialogues within the feminist, American civil rights, and LGBT movements, as well as multiple nationalist and postcolonial organizations.[4][5]

In academic usage, the term identity politics refers to a wide range of political activities and theoretical analyses rooted in experiences of injustice shared by different, often excluded social groups. In this context, identity politics aims to reclaim greater self-determination and political freedom for marginalized peoples through understanding particular paradigms and lifestyle factors, and challenging externally imposed characterizations and limitations, instead of organizing solely around status quo belief systems or traditional party affiliations.[6] Identity is used „as a tool to frame political claims, promote political ideologies, or stimulate and orient social and political action, usually in a larger context of inequality or injustice and with the aim of asserting group distinctiveness and belonging and gaining power and recognition.“[4]

Contemporary applications of identity politics describe peoples of specific race, ethnicity, sex, gender identity, sexual orientation, age, economic class, disability status, education, religion, language, profession, political party, veteran status, and geographic location. These identity labels are not mutually exclusive but are, in many cases, compounded into one when describing hyper-specific groups (a concept known as intersectionality)—for example: African-American, homosexual women constitutes a particular hyper-specific identity class.[7]

 

Wie würdet ihr Identitätspolitik definieren?

Woke Fragility – Die Fragilität der „Wachen“

Ein interessanter Artikel dazu, dass im Lager der „Woken“ (gibt es einen guten deutschen Begriff?) viele Gegenmeinungen nicht ertragen können.

Zur Definition des Begriffs aus dem Text:

I define “Woke Fragility” here as discomfort and defensiveness of the part of a Woke person when confronted with information about racial inequality and injustice that isn’t flattering to their worldview. Woke Fragility is a state in which even a minimum amount of empirical or analytical stress on Woke ideology becomes intolerable, triggering a range of defensive moves. These moves include the outward display of emotions such as anger, fear, and guilt, and behaviors such as argumentation, silence, leaving the stress-inducing situation, and worst of all, satire.

Woke Folk in western institutions operate in social environments that protect and insulate them from sources of empirical or analytical stress against Woke ideology; this state of ideological comfort is typically referred to as an “echo chamber,” and is a feature of Woke privilege. Woke Folk seldom operate outside of these ideological echo chambers, and when they do, it is usually only temporary. These insulated environments of ideological privilege serve to condition Woke expectations for ideological comfort whilst simultaneously reducing their capacity to tolerate ideological stress.

Eine Vielzahl von Ausbrüchen dieser Art haben es schon zu einiger Berühmtheit gebracht, etwa „Trigglepuff“ und andere, aber auch „Safe Spaces“ etc.

Es werden dann verschiedene Fälle aufgeführt, bei denen diese Fragilität besonders sichtbar wird:

Woke Fragility manifests when empirical and analytical stress is applied to Woke ideology. These stressors can take a variety of forms and come from a range of sources, including:

· Suggesting that Woke Folks’ viewpoint comes from social theories with insufficient empirical warrant (challenge to perceived expertise, deferred or otherwise);

· People of color talking directly about their perspectives which contradict Woke ideology (challenge to racial codes);

· People of color choosing not to protect the ideological feelings of Woke Folk in regard to race (challenge to Woke racial expectations and need/entitlement to ideological comfort);

· Fellow Woke Folk not providing agreement with one’s interpretations (challenge to Woke solidarity);

· Receiving feedback that one’s behavior had a racist impact on white people (challenge to Woke radicalism and its attempts to redefine racism);

· Suggesting that group membership isn’t as significant as Woke Folk make it out to be (challenge to collectivism);

· An acknowledgment that unequal access between racial groups isn’t necessarily (or even exclusively) the result of external factors such as discrimination (challenge to reductive tendencies toward institutional explanations);

· Being presented with a political dissident in a position of leadership (challenge to Woke authority);

· Being presented with information about competing ideologies and theories, for example, works of art and literature in which political dissidents critique Woke ideology (challenge to Woke centrality).

In an environment dominated by Woke Folk, each of these challenges becomes exceptional. In turn, Woke Folk are often at a loss for how to respond in constructive ways. Woke Folk have not had to build the cognitive or affective skills or develop the stamina that would allow for constructive engagement across ideological divides.

Kritik ist eben in dem Weltbild nicht vorgesehen, es ist eine Glaubensgemeinschaft in der Widerspruch ein starkes Tabu gegen sich hat. Und weil jeder Zweifel in diesem Glauben bereits ein Sakrileg ist sind sie auch nicht geschult in Erwiderungen und Verteidigungen oder interessiert an den tatsächlichen Argumenten und Gegenargumenten und entsetzt, dass solche überhaupt erwartet werden. Um so schlimmer, wenn jemand dann auch noch Argumente hat auf die man keine Antwort hat oder sich deutlich gegen die heilige Position ausspricht. Wie kann er das sagen?

Zu den Faktoren:

Ideological Isolation

The first factor leading to Woke Fragility is the ideologically isolated lives which most Woke Folk lead. Even if Woke Folk live in close proximity to political dissidents, ideological isolation happens at both the representational and the informational levels. That is to say, both the constituencies of Woke Folks’ social groups and the art and news that they consume are likely to be predominantly, if not exclusively, of an ideological bent that reinforces (rather than challenges) their Wokeness. They receive little or no authentic information about the empirical and analytical challenges to their ideology and are thus unprepared to think about it critically or with complexity. Growing up in ideologically isolated environments (schools, workplaces, neighborhoods, media images and historical perspectives), Woke interests and perspectives are almost always central. An inability to see or consider significance in the perspectives of political dissidents results.

Das erinnert gleich an Filterblasen und starke Ausgrenzung aller Andersdenkenden. Es ist der klassische Weg einer Sekte: Sie brauch die Abschottung innerhalb der eigenen Gruppe.

Historicism and Collectivism

Woke Folk are taught to see their ideology as inevitably victorious and representative of the interests of humanity generally. The belief in the march of history towards a global multicultural utopia, coupled with positioning Woke Ideology as outside of any particular culture (and thus the norm for humanity), allows Woke Folk to view themselves as inherently progressive beings who triumphantly facilitate historical progress. This is evidenced when they compare some feature of society as it presently stands (i.e. the current prevalence of rape, poverty, and bigotry) to a hypothetical future ideal (i.e. “imagine a world without any rape, poverty, or bigotry at all”) and use the failure of society to live up to these utopian standards as evidence that existing institutions have failed the people.

They then step in and insist that only through the installation of Woke Folk into positions of power can society begin to remedy its defects. They give no consideration whatsoever to the wealth of empirical evidence supporting the fact that the prevalence of rape, poverty, and bigotry has, under the management of our present culture and institutions, reached historical lows. This is because reality’s failure to conform to their impossible standards is precisely what licenses their power grabs in the first place.

Eine Mission ist immer etwas, was ein guter Kult braucht und man kann ihn eben gut mit dem „richtigen Weg“ verbinden. Wenn man dann noch alles andere ausblendet und alle als Feind sieht, die sich dem „richtigen Weg“ in den Weg stellt, dann ist das eine gefährliche Mischung. Um so schlimmer wenn dann so etwas wie die Realität dagegen sprechen soll.

Entitlement to Ideological Comfort

In the dominant position, Woke Folk are almost always ideologically comfortable and thus have developed unchallenged expectations to remain so. Woke Folk have not had to build tolerance for ideological discomfort. Thus when ideological stress is applied, Woke Folk typically respond as if something is “wrong,” and blame the person or event that triggered their discomfort (usually a political dissident.) This blame results in a socially sanctioned array of countermeasures against the perceived source of discomfort including penalization, retaliation, isolation, ostracization, and refusal to continue engagement. Woke insistence on ideological comfort ensures that their privilege will not be challenged. This insistence also functions to punish those who break Woke codes of comfort.

Woke Folk often confuse comfort with safety (such as when they treat language as a form of violence) and state that they don’t feel safe when what they really mean is that they don’t feel comfortable. This trivializes their history of injustices towards political dissidents and perverts the reality of that history. Because Woke Folk don’t think complexly about the contents of their belief system, they don’t ask themselves what safety means from a position of societal dominance, where they have the ability to summon hateful mobs and instigate punitive action by employers against political dissidents by merely accusing them of partaking in hateful expression. They don’t ask themselves what safety means, given their history, for Woke Folk who complain about safety when political dissidents are merely talking about Woke ideology in an unflattering manner. And given the amount of societal power afforded to Woke Folk when they posture as vulnerable targets every time someone disagrees with them, it is better that they remain ignorant.

Kritik ist dann Eindringen und Beschädigen einer heilen und wunderschönen Welt. Aber auch interessant der Gedanke, dass das eigene Wohlfühlen mit Sicherheit verwechselt wird. Das passt zu den „Safe Spaces“. Ein Argument gegen die eigene Meinung wird als Einschränkung der Sicherheit verstanden und damit das Gegenargument als ungerechtfertigter Angriff.

Ideological Arrogance

Woke ideological hegemony includes strongly positive images of the Woke self as well as strongly negative images of dissident “others.” This self-image engenders a self-perpetuating sense of entitlement because many Woke Folk believe that their disproportionate share of the cultural capital is the result of their being on the right side of history while ignoring the fact of Woke privilege. Because most Woke Folk have not been trained to think complexly about their ideology in schools or mainstream discourse, and because it benefits Woke dominance not to do so, they have a very limited understanding of their ideological hegemony.

Yet dominance leads to arrogance, and in this ideological arrogance, Woke Folk have no compunction about dismissing the challenges offered to them by the unwashed masses, no matter how well formulated or empirically supported their arguments are. Woke Folk feel free to dismiss the perspectives of the hoi polloi rather than have the humility to acknowledge that familiarity with a given topic and the analytic capabilities required to formulate a coherent argument in relation to it are not the exclusive purview of those with credentials in a relevant field. Thus, they bully dissenters out of the conversation by attacking their lack of credentials instead of their arguments, closing rank around disciplinary borders in an attempt to discredit any outsider who has the temerity to challenge them.

„Woke“ sehen also gar nicht ein, dass sie Gegenargumente finden müssen. Sie gehen davon aus, dass sie recht haben. Deswegen sind sie auch schnell dabei es etwa nur als Bewahrung der Privilegien zu sehen, als Erhaltung von Macht, als Verhinderung der von ihnen angestrebten besseren Welt.

Ideological Belonging

Woke Folk enjoy a deeply internalized, largely unconscious sense of ideological belonging in western societies. This ideological belonging is embedded via the Wokeness embedded in the culture at large. Everywhere they look, Woke Folk see their own ideological image reflected back at them— in their heroes and heroines, in standards of beauty, in their role models and teachers, in their textbooks and historical memory, in the media, in religious iconography (particularly in progressive and socialist readings of Bronze-Age religious texts,) etc. In virtually any situation or image deemed valuable in dominant society, Woke Folk belong. Indeed, it is rare for most Woke Folk to experience a sense of not belonging, and such experiences are usually very temporary, easily avoidable situations. Ideological belonging becomes deeply internalized and taken for granted. In dominant society, interruption of ideological belonging is rare and thus destabilizing and frightening for Woke Folk.

Das ist eine interessante Idee. Sie sind tief eingebettet in die Gesellschaft obwohl sie sich als Rebellen innerhalb dieser sehen. Aber in der Tat dürfte das Aufgreifen der Ideen und das Mainstream werden dieser bzw das Einschwenken auf diese bei Kritik einen zusätzlichen Push geben. Vielleicht hat das auch gerade die Aufstände in den USA beflügelt, dass es aus allen Ecken hieß, dass sie berechtigt wären, auch wenn es gewaltvolle Ausschreitungen gab.

Psychic Freedom

Because the property of being “problematic” is constructed as residing in political dissidents, Woke Folk don’t bear the social burden of their ideology. They move easily through our society without a sense of themselves as ideologically entrenched subjects. They see ideological indoctrination as operating when political dissidents are present, but all-Woke spaces as “safe” spaces — untainted by problematic perspectives vis a vis the absence of the carriers of problematic ideology (and thereby the ideological polluters,) political dissidents. This perspective is perfectly captured in the familiar Woke statement, “I was lucky. I was educated into progressive thought, so I didn’t get trapped in reactionary ideology.” In this discursive move, Wokeness gains its meaning through its purported sanitization of all things problematic. Because ideological segregation is deemed socially valuable while simultaneously non-ideological and unremarkable, Woke Folk rarely, if ever, have to think critically about the implications of their belief system, and receive no penalty for not thinking about it.

Also die Freiheit innerhalb der Gemeinschaft, die diese zu einer Heimat macht, einem Safe Space.

Constant messages that Woke Folk are more valuable — through representation in everything

Living in a Woke dominant context, Woke Folk receive constant messages that they are better and more important than political dissidents. These messages operate on multiple levels and are conveyed in a range of ways. For example: their centrality in history textbooks as the agents of historical progress and the arbiters of who was on the right and wrong sides of history; their centrality in media and advertising (for example, a recent Vogue magazine cover boldly stated “New Frontiers,” and almost none of the women depicted on it were white); their teachers, role-models, heroes and heroines; everyday discourse on “progressive” social circles and who is in them; popular TV shows centered around themes of anti-capitalism and toxic masculinity; news stories that whitewash the activities of violent anarchists and looters as “peaceful protest” while stores visibly burn behind the reporters who propagate such apologia; and the lack of a sense of loss about the absence of political dissidents in most Woke Folks’ lives. While one may explicitly reject the notion that Woke Folk are inherently better than the deplorable dissidents vilified by their ideology, one cannot avoid internalizing the message of Woke supremacy, as it is u

Auch das wurde hier schon wiederholt dargestellt: Der „Woke“ Bereich macht einen zu etwas besseren Menschen aus deren Sicht. Gerade Leute, die sonst nicht hoch in der Gesellschaft stehen würden oder sich so vorkommen bekommen hier plötzlich einen „Opferstatus“ der sie zu besseren Leuten, zu wichtigen Leuten, macht und die sonstige Statushierarchie umdrehen kann.

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