„Medien, die sagen, dass Frauen ihre Meinung ändern und sich doch auf einen Mann einlassen könnten, der sie lange umwirbt, sind schuld am Frauenhass der Incels“

Arne hat auf einen Artikel hingewiesen, der von Incels handelt und welche kulturellen Einflüsse den bei diesen bestehenden Frauenhass bewirkt haben.

Schuld ist natürlich Pickup, weil es suggeriert, dass Frauen auf bestimmte Techniken reagieren (was natürlich falsch ist). Das es nicht funktioniert würde man ja bereits daran sehen, dass es ein Forum namens PickupHate gab, indem sich Leute gesammelt haben, bei denen es nicht klappte (Meiner Meinung nach zeigte Elliots Rodgers Manifest gerade, dass er Pickup abgelehnt und gerade eben nicht versucht hat, weil er wollte, dass Frauen auf ihn stehen ohne das er dafür etwas macht, aber gut)

Dann aber wird es eigentlich viel interessanter, denn sie legt sich auch noch mit sehr beliebten Serien an:

Ich glaube, eine große Rolle spielen aber auch generell so popkulturelle Tropen, die einfach suggerieren, dass man der Richtige für eine Frau sei, obwohl sie anfangs nein sagt. So klassische Beispiele dafür sind Serien wie „Friends“ oder meine persönliche Hass-Serie „The Big Bang Theory“. Das sind alles so popkulturelle Produktionen, in denen es darum geht, dass der männliche Protagonist das Projekt der Begierde hat, sie weiß das halt nicht, sie sagt anfangs nein, aber er lässt nicht locker, weil es ist ja seine Traumfrau, und das Narrativ gibt ihm Recht.“

Die Darstellungen von männlichem Begehren, das ein mögliches Nein der Frau im Prinzip ignoriert, sind bei genauerem Hinsehen in der Popkultur in der Vergangenheit omnipräsent. Sie prägen eine weitverbreitete toxische Männlichkeit, in der Männer zum Beispiel nicht mit Frauen befreundet sein können, oder nicht über ihre Gefühle reden, und die überhaupt die Grundlage bildet für eine spätere Radikalisierung hin zum Incel.

Das hörte man ja im Feminismus schon häufiger und es ist im Prinzip eine Ausprägung von „Nein heißt nein“: Wenn eine Frau nein sagt, dann hat er es zu lassen und nichts weiter zu machen.

Im Fall von Friends muss ich aber erst einmal gleich protestieren:

Rachel und Ross verläuft keineswegs so, dass er ihr einfach hinterher läuft:

Zu Beginn der Serie werden die sechs Freunde vorgestellt: Rachel, Monica, Phoebe, Joey, Chandler und Ross. Rachel ist von ihrer Hochzeit mit ihrem Verlobten Barry ins Café Central Perk geflohen, wo sie Monica, ihre beste Freundin von der Highschool, vorfindet und um eine Mitwohngelegenheit bittet, woraufhin sie tatsächlich bei ihr einziehen darf. Monicas Bruder Ross, der schon seit Highschool-Zeiten eine Schwäche für Rachel hat, versucht ebenso beständig wie erfolglos, ihr dies mitzuteilen, während seine lesbische Ex-Frau Carol ein Kind von ihm erwartet. Der Junggeselle Joey ist ein erfolgloser Schauspieler, wohingegen Phoebe als Masseurin arbeitet. Chandler beendet seine Beziehung mit Janice, die auch in späteren Staffeln immer wieder auftaucht. Am Ende der Staffel verrät Chandler versehentlich, dass Ross in Rachel verliebt ist, die dann begreift, dass sie genauso für Ross empfindet. In der letzten Szene der Staffel erwartet Rachel den von einer Reise zurückkehrenden Ross am Flughafen.
Am Anfang der zweiten Staffel wartet Rachel am Flughafen auf Ross, um ihm ihre Liebe zu gestehen. Er erscheint jedoch in Begleitung seiner neuen Freundin Julie, sodass es nun Rachel ist, die über mehrere Folgen Ross ihre Gefühle verschweigt, woraufhin die beiden dann aber doch zusammenkommen.

Hier haben wir also weniger einen Mann, der alleine hinter einer Frau herläuft, die ihn bereits abgelehnt hat, sondern beide tanzen umeinander herum, beide verpassen Chancen und beide bemühen sich zu gewissen Zeiten um den anderen. Das geht immer so weiter und es ist keineswegs Ross alleine, der da mit Tricks arbeitet. Die Zeugung ihres Kindes immerhin erreicht sie mit einem Trick, den sie direkt von Joey, dem alten Aufreißer übernommen hat:

Years ago, when I was backpacking across Western Europe, I was just outside Barcelona, hiking in the foothills of mount Tibidabo. I was at the end of this path, and I came to a clearing, and there was a lake, very secluded, and there were tall trees all around. It was dead silent. Gorgeous. And across the lake I saw, a beautiful woman, bathing herself. but she was crying…

Und auch bei der Big Bang Theory kann man anführen, dass sich etwas entwickelt und es aus der Geschichte heraus verständlich ist, dass sie etwas miteinander anfangen. Auch hier ist es nicht nur Lennard, der ihr hinterher rennt, sondern auch Penny macht das ihre.
Aber bereits der Gedanke, dass ein Nein für immer Nein bedeuten muss und es sich nicht lohnen kann dran zu bleiben und um jemanden in einem normalen, nicht stalkerischen Umfang zu werben ist ja schon reichlich lebensfern. Ich kenne lang anhaltende Beziehungen und Ehen, die so entstanden sind und das gleich mit Attentaten und Incels in Verbindung zu bringen ist schon ein starkes Stück.

Weiter in dem Text:

Aber es tut sich etwas, meint Veronika Kracher. Sie sagt: Viele aktuelle Serien wie beispielsweise „Adventure Time“ zeigen ein viel diverseres und vielschichtigeres Gesellschaftsbild und damit auch eine andere Sicht auf Männlichkeit. Neue männliche Protagonisten wie in den Serien „Sex Education“ oder „The End of the fucking world“ sind keine Übermänner, sondern sie zeigen ihre Unsicherheiten, sie sprechen über ihre Gefühle und zeigen damit, dass auch nicht-toxische Männlichkeit möglich und erzählenswert ist.

In „Adventure Time“ sind die Hauptprotagonisten ein 12jähriger Junge und sein magischer (sehr menschlicher) Hund.  Er wäre gerne ein Held und hat vor langer Zeit geschworen, jedem zu helfen, der in Not ist, und gute Taten zu vollbringen.

Die anderen Serien kenne ich nicht.

Allerdings hat weder Friends noch The Big Bang Theory Übermenschen. Im Gegenteil, Ross hat sehr viele Schwächen und ist eher zu Gefühlsbetont in vielen Bereichen und die Hauptdarsteller bei BBT sind Nerds, sozial stark eingeschränkt und weit davon entfernt besonders männlich zu sein (jedenfalls in dem klassischen Sinne des großen starken Helden).

Insgesamt kommen mir die Theorien dort sehr unausgereift vor. Irgendwie einfach mal Incels etc bashen und das noch irgendwie mit weiterer Kultur verbinden: Alte Serien schlecht, neue ausgewählte Serien gut.

Deutschlandfunk“ als öffentlich rechtlicher Sender scheint sowie ein Hort intersektionaler Theorien zu sein. Oder kommt mir das nur so vor?

„Ihr landet mit großartigen Feministinnen im Bett & das ist euch null Mühen wert?“

Weil es ja irgendwie ganz gut zu dem Text von gestern passt gleich noch dies hinterher:

Bin einfach nur entsetzt, wie viele Freundinnen allein in den letzten Wochen so Kack-Sex erlebt haben. Mit linken Dudes! Nette Typen, von denen ich mir grundsätzlich mehr Einsatz erwarte. Ihr landet mit großartigen Feministinnen im Bett & das ist euch null Mühen wert? Echt jetzt?

Ich finde diese Schuldzuweisungen ja immer großartig. Schlechter Sex, da müssen natürlich die Männer schuld sein. Vielleicht hat sich die Frau ja auch keine Mühe gegeben und gedacht, dass es reicht, dass sie eine „großartige Feministin“ ist. Oder ihre fürchterliche Meinung über Männer trägt nicht gerade dazu bei, dass er sich Mühe geben will sondern es eher als „pump ’n dump“ sieht. Oder sie meint als wunderbare fatpositive Frau dennoch Anspruch auf einen Mann zu haben, der sie behandelt wie ein Topmodel. Oder man lässt sich auf feministischen Sex ein, fragt immer schön nach, ist ganz einfühlsam und beschwert sich, wenn sie nicht auch nachfragt und die Frau törnt es ab. Oder oder oder-

Steht man da auf, geht heim & denkt sich, poah geiler Sex? Oder denkt ma sich nix, weil ma sein eigenes Verhalten nicht reflektiert? Oder ist es wie manchmal beim Essen, man findet es nicht gut, es ist aber zu mühsam sich nach was anderem umzusehen? Nur als Dauer-Zustand??!

Der gute alte „sneaky Fucker“ Ansatz spricht eben nicht immer für guten Sex. Aber bei der Feindseligkeit, die viele Feministinnen ausstrahlen würde ich es auch für verständlich halten, wenn man sich nach was anderen umsieht.

Ist Sex was, das man konsumiert, wie einen Film, ein Essen, eine Massage oder einen Haarschnitt? Da ist ein Bedürfnis, man befriedigt es & denkt nicht mehr dran? Nicht nur, dass so ein Verhalten super respektlos ist, es reproduziert Patriarchat & Kapitalismus gleichermaßen

Auch geile Forderung: Strengt euch gefälligst an, sonst reproduziert ihr das Patriarchat und den Kapitalismus! Na, wenn das nicht motiviert.

Es gab ja mal einen Fall, bei dem eine Frau mit vielen Sportlern geschlafen hat und sie danach bewertet hat, ich finde den Artikel gerade nicht mehr. Aber da haben auch einige nur den Sex mitgenommen, weil sie an ihr nicht sonderlich interessiert waren und haben dementsprechend schlechte Noten erhalten.

Und ja. Ich mag gar nicht abstreiten, dass ein respektvolles Gespräch über Sex & die eigenen Vorlieben für viele Cis-Männer total schwer ist. Aber: Es ist nie zu spät dafür es zu lernen. Und es zahlt sich aus. Und es ist hot! Wirklich!

Ist das schwer? Ich habe eher das Gefühl, dass Frauen sich da schwerer tun. Gut, die Definition von „respektvoll“ mag variieren

Was mich auch zu meinen zahlreichen Tipps führt. Ihr wollt Sex? Dann sauft euch bitte nicht halb ins Koma davor. Gilt übrigens für alle Gender! Flirtet. Redet. Sprecht miteinander & wenn ihr Lust habt, dann fragt doch zb einfach, ob ihr euch jetzt küssen könnt.

Durchaus ein guter Tipp. Auch ein guter Tipp: Such dir keine Männer aus, die sich ins Komma gesoffen haben.

Aber ihre Tipps erscheinen mir da auch nicht sehr hilfreich: Wenn man schon beim Sex ist sind Tipps zum küssen wenig ergiebig.

Rechnet mit einem Korb. Mit einem NEIN. Das ist ok. Das passiert. Ist nicht weiter schlimm. Sei eher stolz drauf, dass du um Zustimmung gefragt hast anstatt vielleicht die Grenzen einer anderen Person verletzt zu haben.

In dem Minenfeld des Feminismus wäre ich mir nicht so sicher, dass es Okay ist, sich ein Nein zu holen. Aber gut.

Ganz seltsam finde ich (kleine Hetero-Side-Story), dass es zumindest in meinem Umfeld absolut üblich ist, dass ausschließlich die Frauen Typen aufreißen. Cis-Dudes glauben offenbar, dass sie sich sehr passiv verhalten müssen & keinesfalls irgendeinen Schritt setzen dürfen

Irgendwas läuft da gewaltig falsch & ich finds sehr mühsam, diesen Part auch noch übernehmen zu müssen. Mit dem Zustimmungskonzept im Hirn kann doch kaum was falsch laufen oder?!

Haha, wie kann das nur kommen? Und mit den passiven Männern hat man dann schlechteren Sex?

Kommunikation ist mM der wichtigste Teil von allem. Du bist dir nicht sicher? Frag nach. Du möchtest wissen, wie der Abend verlaufen könnte? Frag nach. Du magst keinen penetrativen Sex haben? Sag es. Du bist unsicher, wie viel du während dem Sex reden sollst/kannst? Frag nach

Klingt irgendwie nach sehr komplizierten Sex. Ich kann mir ja nach wie vor nicht vorstellen, dass diese dauernden Bestätigungen abseits eines gewissen Dirty Talks sexy sind. Eher scheint man beständig das logische Gehirn anwerfen zu müssen statt einfach Sex zu haben. Reizt nach meiner Erfahrung viele Frauen eher raus.

Dazu gehören immer 2 oder alle Personen, die eben miteinander Sex haben. Um Zustimmung zu fragen ist keine Bringschuld, es geht beide Personen gleichermaßen an. Nach schlechtem Sex ein faires Feedback zu geben, macht durchaus Sinn. Man lernt bekanntlich nicht aus 😉

In der Tat kann Feedback vollkommen okay sein. Wobei ja bei vielen Sachen auch schon während dessen klar ist, was ankommt und was nicht.

„Frauen sind auch schlecht im Bett“-Sager oder sexistischer Müll wird geblockt, just to inform

Soweit nichts neues im Feminismus

siehe auch:

„Leute die auf Männer stehen: welche Eigenschaften die aus toxic masculinity gründen schwierig sind findet ihr unfreiwillig sexy und versucht ihr es euch „abzutrainieren“?“

Ich wurde von mindestens 5 Personen (danke an alle) auf diesen Tweet hingewiesen, der auch in den Antworten schöne Sachen enthält:

Sicherheitshalber noch mal als Text:

leute die auf männer stehen: welche eigenschaften die aus toxic masculinity gründen schwierig sind findet ihr unfreiwillig sexy und versucht ihr es euch „abzutrainieren“?

In der Tat ein schreckliches Dilemma von Feministinnen: Männlichkeit ist (dank sexueller Selektion) sexy. Und da im Bereich der Männlichkeit ja auch alles irgendwie toxisch ist und man als Hetero-Feministin eh schon Verrat an der Sache begeht (siehe aber auch) kommt da schnell ein Konflikt zustande.

Zur Abstimmung mit Attraktion Switches hier noch mal ein paar klassische:

  • Pre-selected by women („Von anderen Frauen für gut befunden)
  • Leader of men. (Anführer anderer Menschen)
  • Protector of loved ones (Beschützer von ihm Nahestehenden)
  • Willing to emote (In der Lage gesunde Gefühlsbindungen einzugehen)

Eine Antwort:

Wenn er mich wegen meiner verständnisvollen Art als Privat-Therapeutin nutzt (auch gerne viel zu früh in der ‚Beziehung‘). Da sagt mein Herz ‚Oh, er vertraut mir <3‘, und mein Kopf ‚Schön, dass du dich jetzt auch noch den Traumata anderer annimmst 

Nicht falsch verstehen btw. Vertrauen / Anvertrauen in einer Beziehung ist schön und wichtig. Es gibt aber Level und man sollte die Situation der anderen Person mitbedenken, bevor man Dinge teilt, und sich eben nicht nur auf DIE EINE Person verlassen.

Der Mistkerl! Super toxisch diese Männer, die einem Sachen anvertrauen und über ihre Gefühle und ihre Situation reden.
Noch eine:

Mir fällt kaum was ein, aber ein Typ hat mir mal angeboten, jmd für mich aufs Maul zu geben. Das fand ich bisschen gruslig, aber war irgendwie auch geschmeichelt. Aber ich glaub, er hätte es wirklich gemacht, und das ist echt nicht ok

Stimmt, das ist echt nicht okay. Aber irgendwie auch männlich.

Mann mit Baby/Kleinkind. Am besten, wenn er es beschützend im Arm hält. Halleluja, da drehen meine Hormone durch. Ich will das gar nicht toll finden (weil WHY?), aber hab inzwischen aufgegeben, mich dagegen zu wehren.

Ein Mann hält beschützend ein Baby/Kleinkind im Arm! DER MISTKERL WILL ANSCHEINEND GAR NICHTS LERNEN UND HINTERFRAGT SEINE MÄNNLICHKEIT ÜBERHAUPT NICHT.
Wertung: Toxisch bis zum Anschlag! Babys und Kleinkinder können sich natürlich selbst verteidigen, gerade weibliche und brauchen keinen Mann, der das für sie macht!

Und noch eins:

So eine gewisse „Rebell-Macho-Attitüde“ im RL ist das allerdings nicht so extrem. Aber so bei Promis bzw in Filmen, Serien bin ich sofort Fangirl vom kaputten Bad Boy mit dem eigentlich weichen Herzen (das er ja nicht zeigen kann, weil so verletzlich)
Abtrainieren: Hm, ich sag mal, es ist mir bewusst. Im echten Umfeld, wenn man auf die eigene Empathie zurückgreifen kann, ist es nicht so ausgeprägt, da bin ich empfindlicher was Aggression und Abweisung angeht, da gehe ich automatisch mehr auf Distanz.
Auch ganz klassisch: Der Bad Boy ist auch immer ein Anführer, jedenfalls keiner, der sich unterordnet. Dazu kann er noch positive Gefühle zeigen Da hat man schnell die klassischen Attractionswitches zusammen
Und weiter:
Besitzergreifendes verhalten, falls mich jemand ernsthaft belästigen würde, dass er das dann ggf auch körperlich unterbindet und bestimmt noch ein paar Sachen, wo mir gerade nur nicht bewusst ist, dass das toxic masculinity ist
Also wenn er „seine Frau“ beschützt und sich gegen andere Männer durchsetzt.
wenn er ready ist typen aufs maul zu hauen die mich belästigen like ich will nicht wirklich dass er das macht aber ist schon bisschen sexy wenn er es kann?? so beschützer mäßig oh und finde süß wenn er mir schwere sachen abnimmt
Der Beschützer taucht häufiger auf. Auch ein klassisches Merkmal.
Und hier von einem Homosexuellen:
chiiiile büchse der pandora ok here we go a) wenn sie emotional aus ihrer jugend belastet sind und es nicht auf kette bekommen und dadurch mich schlecht behandeln und ich mir denke „oh gott er is so doof und süß wie n welpe ich muss ihn lieben“ wenn ich dann noch diesen…
treudoofen blick abkriege = wet panties b) ich bin handwerklich echt nich begabt und wenn sie dann sowas sagen wie „ich mach das schon du kleine maus“ und mich dabei belittlen und gleichzeitig unnötig femininisieren und damit automatisch auch misogyn sind = stefan happy
Interessant das er seine Herabsetzung als Feminisierung sieht und das dann wiederum bei ihm als Mann als Frauenfeindlichkeit begreift.
Und noch ein Klassiker:
größer typen, männer die Autorität ausstrahlen, wenn er bereit ist andere zu verprügeln um mich zu beschützen, rauchen (ok das letzte zählt vielleicht nicht)
Groß, stark, setzt sich in intrasexueller Konkurrenz durch.
Und auch das passt gut:
glaub gerade bei so linken männern schon so eine bewunderung wenn sie so wirken als hätten sie keine angst zb auf faschos loszugehen/dadurch auch so gewisse romantisierung wenn sie mal «erwischt» wurden und eine wunde haben oder so, ich hoff ist verständlich was ich mein
Klassische Sache. Und sicher auch ein Grund für einige Männer den Kampf zu führen
Und auch klassisch:
Männer die größer sind als ich finde ich automatisch attraktiver und ich hasse das. Ist doch bums egal wie groß jemand ist und ich bin auch dabei mir das abzugewöhnen aber es nervt mich trotzdem
Attraction is not a choice
Und auch hier sehr ehrlich:
Steh krass auf sixpack, breite Schultern etc. Würd auch mit nem krassen vollidiot Reden nur weil er in dem Sinne

ist. Ist halt mega toxic weil es Männer nur bestätigt darin dass sie „männliche“ Muskeln haben müssen dabei ist das ja bullshit und selber bin ich auch kein Model

Bullshit, aber eben Biologie.
Dass der Typ die Führung in die Hand nimmt. In der für mich anziehenden Variante ist es dann saß Restaurant aussuchen oder die Anreise etc. von Trips. Toxische Auswirkung: er hat durchgehend Druck, weil diese Erwartung auf ihm lastet, alles zu regeln – in jeder Lebenslage
Eben Anführer und Dominanz.
Gibt es noch weitere, ich liste mal auf:
Stehe drauf wenn er alles entscheidet und mir mit seinen starken Armen sagt wo es lang geht. Das ist schlecht, weil ich sollte ja selber für das was ich will einstehen. Und sollte mir auch von niemandem irgendwas vorschreiben lassen. Aber ich finds halt sexy.
und:
Beschützerverhalten evtl. Nimmt mich zur Seite wenn ein großer LKW angedonnert kommt. Würde sich stoisch vor mich stellen wenn im Club einer Stress macht. Typisches Heldengetue das jeder Protagonist jedes jugensromans ever an den Tag legt.
und:
Das der Mann im Streit mit mir spricht als wäre ich das Kind und er der vernünftige Erwachsene. War gefühlt ewig alleine und mag das mal jemand die Verantwortung übernimmt, hasse es aber er dann die Rollen so verzehrt.
und:
Wenn er sich aufspielt und rumlabert à la „ich hab die Welt verstanden“ find ich das immer noch anfangs heiß, bis ich merke dass da nicht Kompetenz spricht sondern Ego – aber anfangs lass ich mich gern mal blenden….

„Um Orchester diverser zu machen sollte man“blindes Vorspielen“ abschaffen

Ein interessanter Artikel:

During the tumultuous summer of 1969, two Black musicians accused the New York Philharmonic of discrimination. Earl Madison, a cellist, and J. Arthur Davis, a bassist, said they had been rejected for positions because of their race.

The city’s Commission on Human Rights decided against the musicians, but found that aspects of the orchestra’s hiring system, especially regarding substitute and extra players, functioned as an old boys’ network and were discriminatory. The ruling helped prod American orchestras, finally, to try and deal with the biases that had kept them overwhelmingly white and male. The Philharmonic, and many other ensembles, began to hold auditions behind a screen, so that factors like race and gender wouldn’t influence strictly musical appraisals.

Blind auditions, as they became known, proved transformative. The percentage of women in orchestras, which hovered under 6 percent in 1970, grew. Today, women make up a third of the Boston Symphony Orchestra, and they are half the New York Philharmonic. Blind auditions changed the face of American orchestras.

Also nach dieser Ansicht erst einmal ein großer Erfolg. Wobei man davon ausgehen darf, dass seit den 60ern auch die Anzahl der weiblichen Berufsmusiker stark gestiegen ist. Es wäre interessant wie sich die Quote von „weiblichen Bewerbern zu weiblichen Mitgliedern im Ensemble“ verändert hat.

But not enough.

American orchestras remain among the nation’s least racially diverse institutions, especially in regard to Black and Latino artists. In a 2014 study, only 1.8 percent of the players in top ensembles were Black; just 2.5 percent were Latino. At the time of the Philharmonic’s 1969 discrimination case, it had one Black player, the first it ever hired: Sanford Allen, a violinist. Today, in a city that is a quarter Black, just one out of 106 full-time players is Black: Anthony McGill, the principal clarinet.

Interessanterweise fehlt auch hier die Angabe des Verhältnisses von Bewerbern zu Angenommen. Wenn eben Schwarze und Latinos eher in anderen Bereichen tätig sind als bei klassischen Instrumenten eines Orchesters, dann muss das ja keine Diskriminierung sein. Es kann schlicht ein Ausleben von Vorlieben sein oder ein Umstand, der auf ein anderes Verhältnis zu klassischer Musik in den jeweiligen Kulturen zurück zu führen ist. Vielleicht sind Schwarze etwa ganz klischeehaft lieber im Kirchenchor als Geige zu erlernen.

The status quo is not working. If things are to change, ensembles must be able to take proactive steps to address the appalling racial imbalance that remains in their ranks. Blind auditions are no longer tenable.

This well-intentioned but restrictive practice has prevented substantive action when it comes to the most essential element of maintaining an orchestra: hiring musicians. Musicians’ unions, which have in many ways valiantly worked to protect their members in an economically tenuous industry, have long been tenacious defenders of blind auditions, asserting that they are the best way to ensure fairness.

But in sticking so stubbornly to the practice, unions may be hurting themselves, their orchestras and their art form. Hanging on to a system that has impeded diversity is particularly conspicuous at a moment when the country has been galvanized by revulsion to police brutality against Black Americans — and when orchestras, largely shuttered by the coronavirus pandemic, are brainstorming both how to be more relevant to their communities and how to redress racial inequities among their personnel when they re-emerge.

If the musicians onstage are going to better reflect the diversity of the communities they serve, the audition process has to be altered to take into fuller account artists’ backgrounds and experiences. Removing the screen is a crucial step.

Wenn jemand auf Ergebnisgleichheit aus ist, dann darf er in der Tat keine blind auditions machen. Er muss gezielt die Personen heraussuchen, die er noch für sein Ergebnis braucht, egal ob sie sich rein aufgrund der Qualität durchgesetzt hätten.

 

Selbermach Samstag 304 (22.08.2020)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema oder für Israel etc gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, auch gerne einen feministischen oder sonst zu hier geäußerten Ansichten kritischen, der ist dazu herzlich eingeladen

„Defund the Police“

In den USA gibt es gerade eine Diskussion unter dem Schlagwort „Defund the Police“ und natürlich wird sie damit auch nach Deutschland getragen.

Aus der englischen Wikipedia dazu:

„Defund the police“ is a slogan that supports divesting funds from police departments and reallocating them to non-policing forms of public safety and community support, such as social services, youth services, housing, education, healthcare and other community resources. Activists who use the phrase may do so with varying intentions; some seek modest reductions, while others argue for full defunding as a step toward the abolition of contemporary police services. Activists that support the defunding of police departments often argue that investing in community programs could provide a better crime deterrent for communities; funds will go directly toward addressing social issues, like poverty, homelessness, and mental disorders.[1][2] Police abolitionists call for replacing existing police forces with other systems of public safety, like housing, employment, community health, education, and other programs.[3][4][5]

In June 2020, the „defund the police“ slogan gained widespread popularity during the George Floyd protests.[6] Black Lives Matter, Movement for Black Lives, and other activists have used the phrase to call for police budget reductions and to delegate certain police responsibilities to other organizations.[7][8][9][10][11][12][13] In Black Reconstruction, first published in 1935, W. E. B. Du Bois wrote about „abolition-democracy“, which advocated for the removal of institutions that were rooted in racist and repressive practices, including prisons, convict leasing, and white police forces. In the 1960s, activists such as Angela Davis advocated for the defunding or abolition of police departments. The End of Policing, written by Alex S. Vitale, was published in 2017, and it has been called „… a manual of sorts for the defund movement.“[14][15][16]

Some sociologists, criminologists, and journalists have criticized aspects of the police defunding movement.[17][18][19][20]

Die Meinungen dort laufen zwischen „Die Polizei komplett abschaffen“ von den Radikaleren und „Die Mittel für die Polizei reduzieren und statt dessen in Sozialarbeiter und andere unterstützende Maßnahmen wie Sozialhilfe, Wohnzuschüsse etc stecken“

Was mich bei der Übertragung nach Deutschland erst einmal stört ist, dass die Lage in Deutschland kaum mit den USA vergleichbar sind. Zum einen haben wir einen wesentlich ausgeprägteren Sozialstaat als die USA, was auch ganz andere Kriminalität mit sich bringt und zum anderen wirkt sich auch aus, dass wir weit weniger Waffen im Umlauf haben und damit auch weitaus weniger Gewalt bei Verhaftungen, weniger durch die Polizei getötete Bürger und umgekehrt auch weitaus weniger getötete Polizisten.

Würde man deutsche Verhältnisse sowohl bei der Ausbildung der Polizei als auch bei dem Sozialstaat auf die USA übertragen, dann würden vielleicht in dem Bereich schon viele Forderungen einiger Vertreter übererfüllt sein.

Gleichzeitig scheint mir da bezogen auf die USA eine etwas große Naivität mitzuschwingen, nach der man einfach mal die Polizei abschaffen kann und plötzlich sind alle nett zueinander.
Natürlich kann ich die Statistiken nicht überprüfen, aber ich meine, dass seit der Reduzierung und Ausbremsung der Polizei seit #BLM die Verbrechensrate stark gestiegen ist und gerade in den ärmeren Gegenden weitaus mehr Leute gestorben sind als vorher. Ein Gangmitglied interessiert eben ein mehr an Sozialarbeitern erst einmal nicht, so etwas wäre allenfalls ein Landzeitprojekt, in der Zwischenzeit braucht man die Polizei natürlich weiterhin.

Nach einigen Umfragen scheinen dann sogar mehr Schwarze als Weiße „Defund the Police“ abzulehnen, weil sie eben auch eher die Leittragenden sind.

Ich glaube auch, dass die Proteste und die Art wie die Demokraten damit umgegangen sind, eher Trump Punkte gebracht haben. „Law and Order“ mag albern und autoritär klingen, aber wenn tatsächlich ein Mob plündernd durch die Straßen zieht und sich Geschäfte verbarrikadieren müssen dann werden viele wenig Sympathie dafür haben.

Thomas Sowell

„If there is not equality of outcomes among people born to the same parents and raised under the same roof, why should equality of outcomes be expected—or assumed—when conditions are not nearly so comparable?“
(Thomas Sowell)

„Instead of trying to propagandize children to hug trees and recycle garbage, our schools would be put to better use teaching them how to analyze and test what is said by people who advocate tree-hugging, recycling, and innumerable other causes across the political spectrum.“

„Nobody is equal to anybody. Even the same man is not equal to himself on different days.“

„Abraham Lincoln once asked an audience how many legs a dog has if you count the tail as a leg. When they answered “five,” Lincoln told them that the answer was four. The fact that you called the tail a leg did not make it a leg.“

„What „multiculturalism“ boils down to is that you can praise any culture in the world except Western culture—and you cannot blame any culture in the world except Western culture.“

 

„The left’s lack of interest in testing the actual results of their bright ideas against hard facts betrays what their real interest is.“

 

„It is self-destructive for any society to create a situation where a baby who is born into the world today automatically has pre-existing grievances against another baby born at the same time, because of what their ancestors did centuries ago.“

„Virtually no idea is too ridiculous to be accepted, even by very intelligent and highly educated people, if it provides a way for them to feel special and important. Some confuse that feeling with idealism.“

 

 

FDP zu Änderungen im Familienrecht

Die FDP hat in einer Presseerklärung ein paar Ausführungen dazu gemacht, wie sie sich Änderungen im Familienrecht vorstellt:

Die Corona-Krise hat Familien besonders schwer getroffen. Für Kita- und Schulschließungen gab es von der Bundesregierung mit dem Kinderbonus jedoch nur ein Trostpflaster, das nicht einmal alle behalten dürfen. Eine nachhaltige Unterstützung und Stärkung der Familien fehlt. Die FDP-Fraktion fordert Chancen für alle Kinder und einen Paradigmenwechsel in der Familienpolitik.

„Wir wollen allen Kindern dieser Republik ein Aufstiegsversprechen nicht nur geben, sondern wir wollen es auch halten“, betonte der familienpolitische Sprecher der FDP-Fraktion Grigorios Aggelidis bei der Vorstellung des liberalen Kinderchancengeldes. Trotz immer größerer Fördersummen seien die Zukunftschancen von Kindern nicht unabhängig von der Herkunft, kritisierte Aggelidis und verwies auf seine eigene Biografie: Obwohl immer mehr Geld für familienpolitische Maßnahmen ausgegeben werde, habe er als Sohn griechischer Gastarbeiter in den 70er-Jahren bessere Chancen gehabt als Kinder aus heutigen Zuwanderermilieus.

Um Abhilfe zu schaffen, will die FDP-Fraktion ein Kinderchancengeld einführen. Es bündelt digital und unkompliziert alle familienbezogenen Leistungen und schafft einen direkten Anspruch für Kinder. Diese individuelle und unbürokratische Förderung basiert auf drei Säulen:

  • Basisbetrag: Jedes Kind hat Anspruch auf einen Grundbetrag von 200 Euro.
  • Flexibetrag: Der Flexibetrag ist abhängig vom elterlichen Einkommen. Der Höchstsatz beträgt 200 Euro und sinkt bis zu einem Elterneinkommen von 3.500 Euro stetig ab.
  • Chancenpaket: Das Chancenpaket beinhaltet alle nicht-materiellen Leistungen wie Schulessen, Schülerbeförderung, Nachhilfe, Betreuung und Hilfestellung bei Hausaufgaben, Sprach-/Leseförderung und Musikunterricht. Auch weitere Möglichkeiten zur individuellen Unterstützung und Entwicklung werden gefördert.

Vom Kinderchancengeld würden vor allem Familien mit mittlerem und niedrigem Einkommen profitieren. Zu diesem Ergebnis kommt das RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in einem Gutachten für die FDP-Fraktion, das Dr. Philipp Jäger vorstellte. Die Gesamtkosten liegen demnach bei drei bis vier Milliarden Euro.

Gegenwärtig beträgt das Kindergeld

  •  für das erste und zweite Kind je 204 Euro monatlich
  • für das dritte Kind 210 Euro und
  • für jedes weitere Kind 235 Euro.

Im Höchstsatz würde man nach dem Vorschlag dann 400 Euro bekommen, jedenfalls aber 200 €.

Was das Chancenpaket genau beinhaltet ergibt sich für mich nicht ohne weiteres aus der Erklärung

Grundsätzlich fordert die FDP-Fraktion einen Paradigmenwechsel in der Familienpolitik. Das liberale Familienbild sei deutlich umfassender als das klassische „Vater-Mutter-Kind-Konzept“ sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Katja Suding. „Da geht es um Paare, die gleichgeschlechtlich sind und Kinder adoptiert haben, da geht es auch darum, dass die Patchwork-Familien ihren Alltag organisiert bekommen. Es geht aber auch darum, dass es auch mehr als zwei Menschen geben kann, die Eltern für ein Kind sind.“ Es gebe unterschiedliche Lebensentwürfe, die die Politik nicht bewerten dürfe. Die Aufgabe sei vielmehr, „die Realität zur Kenntnis zu nehmen, die immer vielfältiger wird, und dafür die nötige Unterstützung zu geben.“

Die FDP-Fraktion hat das Ziel, dass Familie in ihrer gesamten Vielfalt als Stützpfeiler der Gesellschaft wahrgenommen werden. Eine moderne Familienpolitik muss das abbilden:

  • Familie als Verantwortungsgemeinschaft: Familie ist dort, wo Menschen – egal in welcher Konstellation oder Form – generationenübergreifend, verbindlich und nachhaltig Verantwortung füreinander übernehmen.

  • Familiäre Infrastruktur: Alle Hürden, die Eltern daran hindern für ihre Familie da zu sein, müssen abgebaut werden. Das geht nur mit einer neuen Familieninfrastruktur.

  • Finanzielle Förderung: Wir wollen gleiche Chancen für alle Kinder, unabhängig von der finanziellen Situation der Eltern. Deshalb setzen wir uns für eine zielgenaue Förderung der realen Lebenssituationen von Eltern und Kindern ein.

Sagt jetzt erst mal nichts über Väter und etwa das Sorgerecht für unverheiratete Väter ab Geburt oder andere Themen aus dem Bereich aus

Netflix: Cuties

Trailer des Films Cuties, demnächst bei Netflix

Plakat von Netflix für den Film:

Cuties

 

Aus der Wikipedia:

Die 11-jährige Amy Diop ist gerade mit ihrer Mutter Mariam, ihrem jüngeren Bruder Ismaël und einem weiteren kleinen Bruder aus dem Senegal nach Paris gezogen. Wann der Vater nachkommt, weiß Amy nicht, und ihre Mutter gibt ihr nur vage Antworten, wenn sie nach ihm fragt.

An ihrer neuen Schule wird sie schnell auf eine Gruppe anderer 11-jähriger Mädchen aufmerksam, die meist in kurzen Röcken und mit bauchfreien Tops umherstolzieren und sich selbst die Cuties nennen. Auf der Mädchentoilette reden sie über Sex und schauen sich Pornos an, doch eigentlich wissen sie nur sehr wenig darüber. Die Mädchen, Angelica, Coumba, Jess und Yasmine, tanzen liebendgerne und bereiten sich auf die Teilnahme an einem Tanzwettbewerb vor. Dieser Lebensentwurf scheint sich in einem völligen Widerspruch zu den Lehren zu befinden, von denen Amy in den muslimischen Gebetstreffen hört, die sie gemeinsam mit ihrer Mutter regelmäßig besucht und bei denen Frauen eingeschworen werden, ihren Ehemännern zu gehorchen. Amy will ihrer Mutter keinen Kummer bereiten, besonders seit sie weiß, dass sich ihr Vater eine zweite Ehefrau nehmen will. Diese soll auch in ihre Wohnung nach Paris kommen und mit ihrem Vater in dem fast verschwenderisch eingerichteten Hauptschlafzimmer unterkommen, das ihre Mutter unter Verschluss hält. Auch wenn Mariam es als ein Versagen ansieht, dass sie ihrem Ehemann als Frau nicht genügt, wird sie von der Tante der Familie unter Druck gesetzt und willigt ein, die Hochzeit auszurichten.

Die temperamentvollen Angelica wohnt in der Wohnung über ihnen in ihrem Appartementkomplex. Daher trifft Amy sie des Öfteren im Wäscheraum, wo sie sie unbemerkt beim Tanzen beobachtet. Heimlich sieht sie sich auf einem Smartphone, das sie ihrem Cousin gestohlen hat, Videos von den Cuties an, um deren Choreographie und Bewegungen zu lernen. Sie ist fasziniert von dieser YouTube- und Social Media-Welt. Amy und Angelica freunden sich zunehmend an und erzählen einander ihre Sorgen und Wünsche. Bald schon wird Amy von den Mädchen in die Gruppe aufgenommen und verbringt immer mehr Zeit mit ihren neuen Freundinnen. Als nach einem Streit Yasmine aus der Gruppe geworfen wird, nimmt Amy ihren Platz ein und kann den Cuties sogar noch ein paar neue Moves beibringen. Amy geht bald selbst in kurzer Kleidung und bauchfrei zur Schule. Schnell lässt sie sich auch auf eine Prügelei mit einem anderen Mädchen ein, die ihre Mitschüler mitfilmen. Hierdurch erfährt auch Amys Mutter vom Wandel ihrer Tochter. Zudem muss sie feststellen, dass Amy mit ihren Freundinnen eine Shoppingtour unternommen und ihr hierfür Geld gestohlen hat. Sie bricht zusammen. Als die Hochzeit ihres Vaters bevorsteht, muss Amy in der Küche bei den Vorbereitungen helfen. Daher kommt sie zu spät zum Vortanzen der Gruppe, die aber dennoch zum Finale eingeladen wird.

Als ihr Cousin sieht, dass Amy sein Smartphone gestohlen hat, versucht sie sich vor ihm zu entblößen, um ihm dieses nicht zurückgeben zu müssen, worauf dieser wütend und beschämt reagiert. Bevor sie es ihm zurückgibt, fotografiert Amy schnell noch ihre Scham und postet das Foto. Ihre Freundinnen haben kein Verständnis hierfür, schließen Amy aus und nehmen Yasmine wieder auf. Angelica versucht dennoch ihre Freundin zu bleiben.

Bei Amy zuhause laufen die Vorbereitungen auf die Ankunft des Vaters und seiner zweiten Frau aus Senegal auf Hochtouren. Die Hochzeit ihres Vaters soll am gleichen Tag stattfinden, wie das finale Tanzen. Amy flüchtet von zuhause, um dort hin zu kommen, und unterwegs schubst sie kurzerhand Yasmine ins Wasser und nimmt ihren Platz in der Gruppe ein. Während die Männer im Publikum von dem frivolen Einlage der Mädchen offensichtlich angetan sind, zeigen sich die meisten Frauen empört. Plötzlich jedoch stürmt Amy weinend von der Bühne und läuft nach Hause. Ihre Mutter nimmt sie gegenüber ihrer Tante in Schutz und erklärt ihr, sie müsse nicht zur Hochzeit kommen, wenn sie nicht will.

Aus den Kommentaren zum Trailer bei Youtube:

Call me triggered or whatever but this trailer’s f’ed up in all sorts of ways. Ya know what I mean?

und

this movie had writers, directors, editors, actors, and even parents, who thought that putting multiple 11-year-old girls twerking was okay-