„Leute die auf Männer stehen: welche Eigenschaften die aus toxic masculinity gründen schwierig sind findet ihr unfreiwillig sexy und versucht ihr es euch „abzutrainieren“?“

Ich wurde von mindestens 5 Personen (danke an alle) auf diesen Tweet hingewiesen, der auch in den Antworten schöne Sachen enthält:

Sicherheitshalber noch mal als Text:

leute die auf männer stehen: welche eigenschaften die aus toxic masculinity gründen schwierig sind findet ihr unfreiwillig sexy und versucht ihr es euch „abzutrainieren“?

In der Tat ein schreckliches Dilemma von Feministinnen: Männlichkeit ist (dank sexueller Selektion) sexy. Und da im Bereich der Männlichkeit ja auch alles irgendwie toxisch ist und man als Hetero-Feministin eh schon Verrat an der Sache begeht (siehe aber auch) kommt da schnell ein Konflikt zustande.

Zur Abstimmung mit Attraktion Switches hier noch mal ein paar klassische:

  • Pre-selected by women („Von anderen Frauen für gut befunden)
  • Leader of men. (Anführer anderer Menschen)
  • Protector of loved ones (Beschützer von ihm Nahestehenden)
  • Willing to emote (In der Lage gesunde Gefühlsbindungen einzugehen)

Eine Antwort:

Wenn er mich wegen meiner verständnisvollen Art als Privat-Therapeutin nutzt (auch gerne viel zu früh in der ‚Beziehung‘). Da sagt mein Herz ‚Oh, er vertraut mir <3‘, und mein Kopf ‚Schön, dass du dich jetzt auch noch den Traumata anderer annimmst 

Nicht falsch verstehen btw. Vertrauen / Anvertrauen in einer Beziehung ist schön und wichtig. Es gibt aber Level und man sollte die Situation der anderen Person mitbedenken, bevor man Dinge teilt, und sich eben nicht nur auf DIE EINE Person verlassen.

Der Mistkerl! Super toxisch diese Männer, die einem Sachen anvertrauen und über ihre Gefühle und ihre Situation reden.
Noch eine:

Mir fällt kaum was ein, aber ein Typ hat mir mal angeboten, jmd für mich aufs Maul zu geben. Das fand ich bisschen gruslig, aber war irgendwie auch geschmeichelt. Aber ich glaub, er hätte es wirklich gemacht, und das ist echt nicht ok

Stimmt, das ist echt nicht okay. Aber irgendwie auch männlich.

Mann mit Baby/Kleinkind. Am besten, wenn er es beschützend im Arm hält. Halleluja, da drehen meine Hormone durch. Ich will das gar nicht toll finden (weil WHY?), aber hab inzwischen aufgegeben, mich dagegen zu wehren.

Ein Mann hält beschützend ein Baby/Kleinkind im Arm! DER MISTKERL WILL ANSCHEINEND GAR NICHTS LERNEN UND HINTERFRAGT SEINE MÄNNLICHKEIT ÜBERHAUPT NICHT.
Wertung: Toxisch bis zum Anschlag! Babys und Kleinkinder können sich natürlich selbst verteidigen, gerade weibliche und brauchen keinen Mann, der das für sie macht!

Und noch eins:

So eine gewisse „Rebell-Macho-Attitüde“ im RL ist das allerdings nicht so extrem. Aber so bei Promis bzw in Filmen, Serien bin ich sofort Fangirl vom kaputten Bad Boy mit dem eigentlich weichen Herzen (das er ja nicht zeigen kann, weil so verletzlich)
Abtrainieren: Hm, ich sag mal, es ist mir bewusst. Im echten Umfeld, wenn man auf die eigene Empathie zurückgreifen kann, ist es nicht so ausgeprägt, da bin ich empfindlicher was Aggression und Abweisung angeht, da gehe ich automatisch mehr auf Distanz.
Auch ganz klassisch: Der Bad Boy ist auch immer ein Anführer, jedenfalls keiner, der sich unterordnet. Dazu kann er noch positive Gefühle zeigen Da hat man schnell die klassischen Attractionswitches zusammen
Und weiter:
Besitzergreifendes verhalten, falls mich jemand ernsthaft belästigen würde, dass er das dann ggf auch körperlich unterbindet und bestimmt noch ein paar Sachen, wo mir gerade nur nicht bewusst ist, dass das toxic masculinity ist
Also wenn er „seine Frau“ beschützt und sich gegen andere Männer durchsetzt.
wenn er ready ist typen aufs maul zu hauen die mich belästigen like ich will nicht wirklich dass er das macht aber ist schon bisschen sexy wenn er es kann?? so beschützer mäßig oh und finde süß wenn er mir schwere sachen abnimmt
Der Beschützer taucht häufiger auf. Auch ein klassisches Merkmal.
Und hier von einem Homosexuellen:
chiiiile büchse der pandora ok here we go a) wenn sie emotional aus ihrer jugend belastet sind und es nicht auf kette bekommen und dadurch mich schlecht behandeln und ich mir denke „oh gott er is so doof und süß wie n welpe ich muss ihn lieben“ wenn ich dann noch diesen…
treudoofen blick abkriege = wet panties b) ich bin handwerklich echt nich begabt und wenn sie dann sowas sagen wie „ich mach das schon du kleine maus“ und mich dabei belittlen und gleichzeitig unnötig femininisieren und damit automatisch auch misogyn sind = stefan happy
Interessant das er seine Herabsetzung als Feminisierung sieht und das dann wiederum bei ihm als Mann als Frauenfeindlichkeit begreift.
Und noch ein Klassiker:
größer typen, männer die Autorität ausstrahlen, wenn er bereit ist andere zu verprügeln um mich zu beschützen, rauchen (ok das letzte zählt vielleicht nicht)
Groß, stark, setzt sich in intrasexueller Konkurrenz durch.
Und auch das passt gut:
glaub gerade bei so linken männern schon so eine bewunderung wenn sie so wirken als hätten sie keine angst zb auf faschos loszugehen/dadurch auch so gewisse romantisierung wenn sie mal «erwischt» wurden und eine wunde haben oder so, ich hoff ist verständlich was ich mein
Klassische Sache. Und sicher auch ein Grund für einige Männer den Kampf zu führen
Und auch klassisch:
Männer die größer sind als ich finde ich automatisch attraktiver und ich hasse das. Ist doch bums egal wie groß jemand ist und ich bin auch dabei mir das abzugewöhnen aber es nervt mich trotzdem
Attraction is not a choice
Und auch hier sehr ehrlich:
Steh krass auf sixpack, breite Schultern etc. Würd auch mit nem krassen vollidiot Reden nur weil er in dem Sinne

ist. Ist halt mega toxic weil es Männer nur bestätigt darin dass sie „männliche“ Muskeln haben müssen dabei ist das ja bullshit und selber bin ich auch kein Model

Bullshit, aber eben Biologie.
Dass der Typ die Führung in die Hand nimmt. In der für mich anziehenden Variante ist es dann saß Restaurant aussuchen oder die Anreise etc. von Trips. Toxische Auswirkung: er hat durchgehend Druck, weil diese Erwartung auf ihm lastet, alles zu regeln – in jeder Lebenslage
Eben Anführer und Dominanz.
Gibt es noch weitere, ich liste mal auf:
Stehe drauf wenn er alles entscheidet und mir mit seinen starken Armen sagt wo es lang geht. Das ist schlecht, weil ich sollte ja selber für das was ich will einstehen. Und sollte mir auch von niemandem irgendwas vorschreiben lassen. Aber ich finds halt sexy.
und:
Beschützerverhalten evtl. Nimmt mich zur Seite wenn ein großer LKW angedonnert kommt. Würde sich stoisch vor mich stellen wenn im Club einer Stress macht. Typisches Heldengetue das jeder Protagonist jedes jugensromans ever an den Tag legt.
und:
Das der Mann im Streit mit mir spricht als wäre ich das Kind und er der vernünftige Erwachsene. War gefühlt ewig alleine und mag das mal jemand die Verantwortung übernimmt, hasse es aber er dann die Rollen so verzehrt.
und:
Wenn er sich aufspielt und rumlabert à la „ich hab die Welt verstanden“ find ich das immer noch anfangs heiß, bis ich merke dass da nicht Kompetenz spricht sondern Ego – aber anfangs lass ich mich gern mal blenden….

46 Gedanken zu “„Leute die auf Männer stehen: welche Eigenschaften die aus toxic masculinity gründen schwierig sind findet ihr unfreiwillig sexy und versucht ihr es euch „abzutrainieren“?“

  1. Köstlich, dieses hin-und-hergerissen Sein zwischen natürlichem Begehren und zeitgeistig angesagtem „feministisch-sozialistischem“ Aufbegehren, das zugleich die ganze anmaßende Idiotie dieses Aktionismus blanklegt!

  2. Ob wohl einige von denen auf den Gedanken kommt, das Männer diese bestimmten Verhaltensweisen an den Tag legen, WEIL Frauen das attraktiv finden? Das also Frauen selbst es in der Hand haben, die Welt von dieser heraufbeschworen toxic masculinity zu befreien?

    • Btw. Andere beschützen und Muskeln sind heute also toxic masculinity… ist wohl wie beim Feminismus selbst: es gibt nicht DIE toxic masculinity.

      Btw.2: Auf die Meinung von Menschen die normales oder sogar positives Verhalten und Eigenschaften als toxic labeln, kann man getrost pfeifen.

      • Meiner Meinung nach gibt es toxische Männliche schon – in der Form von Gynozentrischer Männlichkeit, also all das Verhalten das zum Vorteil von Frauen gereichen soll und/oder sie davon überzeugen soll, das Mann, der diese gynozentrische Maskulinität zum Ausdruck bringt, der „Richtige“ ist.
        Dieses Verhalten findet man in der Regel als Kommentar in sämtlichen Diskussionen, in denen Frauen kritisiert werden.

    • Nein. Schuld ist niemals die Frau. Immer der Mann respektive das System/die Strukturen ect.

      Das ist im Feminismus wie die Thermodynamik in der Physik.

  3. „Ein Mann hält beschützend ein Baby/Kleinkind im Arm! DER MISTKERL“

    Ich glaube, der Dame geht es eher darum, dass sie bei sich unwillkürliches stereotypes Denken bemerkt (ein Mann ist ein Held wegen etwas, das bei einer Frau ganz normal ist).
    Das hat zwar nur indirekt mit toxischer Männlichkeit zu tun (Männer sollen für nicht-toxisches Verhalten „keinen Keks bekommen“), also eigentlich Themaverfehlung, aber naja, es ist halt Twitter.

  4. özge şımözge
    @oezgeschmoezge
    reiche leute und springerjournalisten diskriminierungs- und diskreditierungsaccount
    Prenzlauer Berg, BerlinJoined January 2016

    nuff said

    • Für Menschen, die Berlin nicht kennen: Prenzlauer Berg ist als Stadtteil ein Aushängeschild der Gentrifizierung in Berlin. Über 80% der ursprünglichen Bevölkerung wurden verdrängt, die Mietpreise liegen 25% über dem Berliner Schnitt, überproportional gewachsen ist der Markt für Eigentumswohnungen zum Preis von 3500-5000 Euro pro Quadratmeter.
      Das ist der klassische Wohnort der Linksidentitären/Intersektionalisten Berlins – die besser Verdienenden und die Akademiker.
      Das meinte mindphuk mit „nuff said“.

        • Wie jetzt? Man kann in einer 100 qm-Wohnung leben??? Wenn du die Dachterrasse abziehst, dann bleibt kaum noch Platz für den begehbaren Kleiderschrank.

      • 🙂

        • „Privatkita“? Ich dachte heute hat man keine Kinder mehr, weil das sind ja Klimaschädlinge?! Oder macht man bei den eigenen doch eine Ausnahme?

          • Du musst aufpassen wenn du im Prenzlauer Berg in einen Bioladen gehst, eine typische Bewohnerin Anfang/Mitte 30 triffst und mit deinem letzten Kontoauszug wedelst – ZACK befruchtet!
            Dann bleibt dir nur noch, umgehend den Bugaboo Kinderwagen mit Cupholder zu ordern. 😉

          • Früher glaubten viele, der Cupholder sei für eine Babyflasche. Stimmt nicht (mehr). Er ist für den Latte to go. Genau wie der im Volvo-SUV.

        • Das mit den Kitas ist wirklich nicht so schön. Aber als Viertwohnsitz könnte mir der Prenzlberg noch gefallen, so nach München-Bogenhausen, Baden-Baden und Rotem Kliff ….

    • Das wird nie entschieden – weil es zyklisch ist. Wenn das Kätzchen rollig ist, holt es sich ein Sixpack. Wenn es befruchtet ist oder das Ei ohne Befruchtung abgegangen ist, dann ist wieder viel Zeit für Ideologie.

      Die Psyche der Kätzchen ist derart wechselhaft hormongesteuert, dass der männliche Fortpflanzungsdruck dagegen wie eine harmonische Oase der Zuverlässigkeit und Nachvollziehbarkeit erscheint.

      • Das ist halt auch der Grund, warum man auf dem Fundament einer Frau kein Haus bauen sollte. Ich meine sie können ja nichts dafür, dass sie so toxisch sind. Trotzdem sollte jeder der gerne ein glückliches Leben führt sie nur mit entsprechender Schutzausrüstung und Erfahrung anfassen. Sonst ist schnell Schluss mit Lustig.

  5. Klingt so, als ob sich die Leute willentlich in eine Pest-oder-Cholera-Situation hineinmanövrieren. Entweder sie führen eine Beziehung und lehnen sich selbst ab, weil sie ja »toxische Männlichkeit« fördern… oder sie führen eine Beziehung mit einem Menschen, den sie im besten(!) Fall uninteressant finden und im schlimmsten Fall zu Tode verachten. Sehr gesund und so überhaupt nicht »toxisch weiblich«, sich derart dem Herdentrieb der Freindinnen [sic] zu unterwerfen…

    (An dieser Stelle ein Hoch auf all die tollen Frauen, die sich von diesem Geschwätz und Denken nicht beirren lassen!)

  6. Wieso sollte ich weibliche Ambivalenz / Zerrissenheit, hier hochgerechnet auf kollektivneurotischen Feminismus, mein Problem machen (lassen)?

  7. Interessant, dass der türkische Machismus für die absolut kein Thema zu sein scheint. Die hat nur deutsche Probleme. So absolut perfekt integriert, dass jeder Kontakt zum Nahöstlichen Kulturkreis fehlt – und das in Berlin….?
    Auch keine Kritik an Erdogan?
    Fragen über Fragen!

  8. Genau das müsste doch der einzig mögliche Rat von Emma Goldbitch an ihre Freundinnen sein. Ein Fisch braucht doch kein Fahrrad!

  9. Endlich kommt das aufs politische Parkett, eigentlich viel zu spät….

    https://www.donaldjtrump.com/media/joe-biden-fails-his-own-test-on-anti-semitism

    Biden’s convention featured at least six individuals who have praised, promoted, defended, or appeared with the most notorious anti-Semite in America, Louis Farrakhan. Farrakhan has called Hitler “a very great man” and referred to Jews as “termites.” What did Biden say about these individuals appearing at his convention? Nothing. He was totally silent.

    • Ich finde, es ist ein himmelweiter Unterschied, ob einzelne Männer die Bereitschaft zum Heldentum zeigen, oder ob man per Verordnung alle Männer dazu zwingt, freudig in den Heldentod zu gehen…

    • Wenn die Ambivalenz darin besteht, dass frau zwar gern hätte, dass ihr jemand die Castagnetten aus dem Feuer holt, andererseit aber überhaupt keine Lust auf irgendeine Art von Verständnis oder gar Dankbarkeit hat, dann sehe ich nicht den allergeringsten Widerspruch dazu, Frauenprivilegien abzulehnen.

      MaW: Du machst da einen Scheinwiderspruch auf.

    • Claudia, wie wärs, wenn Feministinnen an ihrer Ambivalenz im Umgang mit Männern arbeiten würden? Ist doch sinnvoller, als Körpergröße, physische Fitness, Mut und Einsatzbereitschaft als „toxisch“ zu denunzieren.

      Gestern grade irgendwo gelesen: Frauen finden Männer mit Katzen auf dem Schoss gleich viel weniger attraktiv.
      Klar, weil Frauen nun mal nicht auf harmlos stehn.

    • Erstens, ich rege mich weniger darüber auf, dass es heißt: „Frauen und Kinder zuerst!“, sondern mehr, dass Feministinnen so tun, als hätten Sie nie davon gehört.
      Zweitens, Ambivalenz wäre: „Ich finde es toll, dass mein Mann sich so um andere (mich) kümmert, aber zu seinem Arzt muss ich ihn fast prügeln.“ stattdessen:
      „Wenn er nicht mit mir über seine Gefühle redet, ist das blöd, aber wenn er nur mit mir daüber redet, ist das auch blöd.“

  10. @Billy: da hast du völlig recht! Das finde ich auch -und zum Glück haben wir hierzulande ja keine WehrPFLICHT mehr. (mit meinem Kommentar hat das aber nichts zu tun)

    @zehnter_ochse: dein Beispiel illustriert keine Ambivalenz, sondern Undankbarkeit und mangelnde Empathie. Ambivalenz bedeutet doch eher, etwas sexy zu finden, obwohl man es ethisch-moralisch ablehnt (in dem Fall aus „feministischen Gründen“).

    @Blue Jaw: ich denke, der zitierte Tweet und die Antworten darauf SIND ein Versuch; „daran zu arbeiten“.

    @apokolokynthose:
    Zu 1: verständlich! Ich bezweifle aber, dass „Feministinnen“ davon noch nie gehört haben… aber wer weiß, vielleicht ist das Mem z.B. unter Teenys wirklich nicht mehr bekannt ?
    Zu 2: Du beschreibst SEINE (vermeintliche) Wiedersprüchlichkeit, die keine Ambivalenz ist, weil es beim Kümmern um Andere geht, beim Arztbesuch um Selfcare = völlig unterschiedliche Dinge!

    dein „anstatt“:

    „„Wenn er nicht mit mir über seine Gefühle redet, ist das blöd, aber wenn er nur mit mir daüber redet, ist das auch blöd.“

    enthält durchaus Ambivalenz. Sie bewertet 2 unterschiedliche Möglichkeiten:

    a) er redet gar nicht über seine Gefühle = verschlossener Typ, kann kein Vertrauen aufbauen, keine Nähe zulassen („blöd“ = ganz klar, keine Ambivalenz)

    b) er redet mit ihr, aber sonst mit niemandem: = vielleicht projiziert ein bisschen Mutti auf sie, sozial ist er jedenfalls eher verschlossen, was eine größere Abhängigkeit von der Partnerin bedeutet.

    Sie findet auch b) suboptimal („auch blöd“), aber gleichzeitig ist sie froh, dass er immerhin mit ihr über Gefühle redet. Das IST Ambivalenz.

    Schluss mit womansplaining 🙂

    • „Ich bezweifle aber, dass „Feministinnen“ davon noch nie gehört haben…“ Ja, sie leugnen es bloß, weil das nicht in ihre Argumentation passt.
      „Wiedersprüchlichkeit, die keine Ambivalenz ist, weil es beim Kümmern um Andere geht, beim Arztbesuch um Selfcare = völlig unterschiedliche Dinge!“ Ähh, doch?
      Männern wurde und wird beigebracht, das eigene Wohlergehen zugunsten anderer zu vernachlässigen, um ein guter Soldat und Familienvater zu sein.
      Das ist das, was Jack Urwin kritisiert, weil sein Vater deshalb gestorben ist.
      Mir ist klar, dass man das eine ohne das andere haben kann, aber wenn über „toxische“ Männlichkeit gesprochen wird, geht es um genau diesen Zusammenhang.

    • @ Claudia

      „@Billy: da hast du völlig recht! Das finde ich auch -und zum Glück haben wir hierzulande ja keine WehrPFLICHT mehr. (mit meinem Kommentar hat das aber nichts zu tun)“

      Im Prinzip schon, denn ich versuche damit auf eine falsche Dichotomie hinzuweisen, die du meines Erachtens aufmachst. Eine Ambivalenz im Umgang mit männlicher Bereitschaft zu Heldenmut zu verspotten, sofern das überhaupt getan wird, steht nicht im Widerspruch dazu, sich über „Frauen und Kinder zuerst“ zu beschweren. Beides hat nichts miteinander zu tun. Wenn einzelne Männer bereit sind, selbst zu verrecken, damit irgendwelche ihnen unbekannte Frauen und Kinder überleben können, hat das nicht das Geringste damit zu tun, dieses Opfer von allen Männern zu verlangen. Ersteres ist eine individuelle Entscheidung, letzteres nichts anderes als ein Absprechen des Rechtes für Männer, über das eigene Leben oder Sterben entscheiden zu können.

      Der Widerspruch, den du in deinem Kommentar darzustellen versuchst, ist einfach keiner.

  11. Pingback: „Ihr landet mit großartigen Feministinnen im Bett & das ist euch null Mühen wert?“ | Alles Evolution

  12. Ansonsten macht die Dame Özge Simödzge übrigens in staatsfeindlichen Verschwörungstheorien (alles Nazis, wer hätte es gedacht?!), mit der Aufforderung zur die Justiz in die eigenen Hände zu nehmen:

    All dies liest sich für Nichtbetroffene wieder einmal als skandalös, empörend, beschämend. Potentielle Betroffene packt wieder einmal die Angst – und die Erkenntnis: wenn uns irgendjemand vor der Gewalt der Nazis schützen soll, sind das wir selbst. Das ist inzwischen eine deutsche Normalität.

    https://mission-lifeline.de/neukoelln-komplex/

    Ansonsten sind diese Leute natürlich voll die Menschenliebhaber, die ganz sachlich und ohne Hass der EU unterstellen, sie würde Menschen auf der Flucht mit allen Mitten abhalten von einem angeblich gesetzlich verbrieften Recht auf Schutz….

    https://mission-lifeline.de/ueber-uns/

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