„Defund the Police“

In den USA gibt es gerade eine Diskussion unter dem Schlagwort „Defund the Police“ und natürlich wird sie damit auch nach Deutschland getragen.

Aus der englischen Wikipedia dazu:

„Defund the police“ is a slogan that supports divesting funds from police departments and reallocating them to non-policing forms of public safety and community support, such as social services, youth services, housing, education, healthcare and other community resources. Activists who use the phrase may do so with varying intentions; some seek modest reductions, while others argue for full defunding as a step toward the abolition of contemporary police services. Activists that support the defunding of police departments often argue that investing in community programs could provide a better crime deterrent for communities; funds will go directly toward addressing social issues, like poverty, homelessness, and mental disorders.[1][2] Police abolitionists call for replacing existing police forces with other systems of public safety, like housing, employment, community health, education, and other programs.[3][4][5]

In June 2020, the „defund the police“ slogan gained widespread popularity during the George Floyd protests.[6] Black Lives Matter, Movement for Black Lives, and other activists have used the phrase to call for police budget reductions and to delegate certain police responsibilities to other organizations.[7][8][9][10][11][12][13] In Black Reconstruction, first published in 1935, W. E. B. Du Bois wrote about „abolition-democracy“, which advocated for the removal of institutions that were rooted in racist and repressive practices, including prisons, convict leasing, and white police forces. In the 1960s, activists such as Angela Davis advocated for the defunding or abolition of police departments. The End of Policing, written by Alex S. Vitale, was published in 2017, and it has been called „… a manual of sorts for the defund movement.“[14][15][16]

Some sociologists, criminologists, and journalists have criticized aspects of the police defunding movement.[17][18][19][20]

Die Meinungen dort laufen zwischen „Die Polizei komplett abschaffen“ von den Radikaleren und „Die Mittel für die Polizei reduzieren und statt dessen in Sozialarbeiter und andere unterstützende Maßnahmen wie Sozialhilfe, Wohnzuschüsse etc stecken“

Was mich bei der Übertragung nach Deutschland erst einmal stört ist, dass die Lage in Deutschland kaum mit den USA vergleichbar sind. Zum einen haben wir einen wesentlich ausgeprägteren Sozialstaat als die USA, was auch ganz andere Kriminalität mit sich bringt und zum anderen wirkt sich auch aus, dass wir weit weniger Waffen im Umlauf haben und damit auch weitaus weniger Gewalt bei Verhaftungen, weniger durch die Polizei getötete Bürger und umgekehrt auch weitaus weniger getötete Polizisten.

Würde man deutsche Verhältnisse sowohl bei der Ausbildung der Polizei als auch bei dem Sozialstaat auf die USA übertragen, dann würden vielleicht in dem Bereich schon viele Forderungen einiger Vertreter übererfüllt sein.

Gleichzeitig scheint mir da bezogen auf die USA eine etwas große Naivität mitzuschwingen, nach der man einfach mal die Polizei abschaffen kann und plötzlich sind alle nett zueinander.
Natürlich kann ich die Statistiken nicht überprüfen, aber ich meine, dass seit der Reduzierung und Ausbremsung der Polizei seit #BLM die Verbrechensrate stark gestiegen ist und gerade in den ärmeren Gegenden weitaus mehr Leute gestorben sind als vorher. Ein Gangmitglied interessiert eben ein mehr an Sozialarbeitern erst einmal nicht, so etwas wäre allenfalls ein Landzeitprojekt, in der Zwischenzeit braucht man die Polizei natürlich weiterhin.

Nach einigen Umfragen scheinen dann sogar mehr Schwarze als Weiße „Defund the Police“ abzulehnen, weil sie eben auch eher die Leittragenden sind.

Ich glaube auch, dass die Proteste und die Art wie die Demokraten damit umgegangen sind, eher Trump Punkte gebracht haben. „Law and Order“ mag albern und autoritär klingen, aber wenn tatsächlich ein Mob plündernd durch die Straßen zieht und sich Geschäfte verbarrikadieren müssen dann werden viele wenig Sympathie dafür haben.

85 Gedanken zu “„Defund the Police“

  1. Früher fanden die Linken die Trends aus den USA scheiße, heute wird jeder Mist von dort übernommen. Mehr Sozialarbeiter fände ich gut, weil Kriminalität meist soziale Ursachen hat und diese frühzeitig was dagegen tun könnten. Immer mehr Eltern sind nicht bereit oder in der Lage, ihre Kinder zu erziehen. Diese Aufgabe obliegt zunehmend Erziehern und Lehrern. Die sind mit dieser zusätzlichen Aufgabe überfordert. Hier könnten zusätzliche Sozialarbeiter helfen.

    • „Immer mehr Eltern sind nicht bereit oder in der Lage, ihre Kinder zu erziehen.“

      Alleinerziehende Mütter sind die größte Ursache für eine spätere kriminelle Karriere ihrer Söhne. Hier heißt es ansetzen.

      • @Adrian
        Was würdest du eigentlich machen, als Kapitalismusfan, wenn irgendwann zweifelsfrei rauskommt, dass die heutige „Linke“ nur der gesponserte Pöbelhaufen der Großkapitalisten ist? Würdest du dann Sympathien für die „Linken“ empfinden oder dich vom Kapitalismus abwenden?

      • „Alleinerziehende Mütter sind die größte Ursache für eine spätere kriminelle Karriere ihrer Söhne.“

        Korrelation heißt nicht Kausalität.

        • Ich weiss nicht, ob Adrians Aussage so pauschal stimmt. Aber in Bezug auf Afroamerikaner ist der Zusammenhang zwischen fehlenden Vätern und Kriminalität ihrer Sprösslinge wohl sehr gut untersucht.

    • @KlausT

      Es ist nicht nur, dass „die Linke“ in D jeden Scheiß aus den USA nachplappert, sondern das macht „die Rechte“ ebenso.
      Auch auf diesem Forum werden wir mit Twitter-Nachrichten eingedeckt, die beinahe ausschließlich aus dem angelsächsischen Raum kommen, mit einer klaren Schlagseite in Richtung USA.

      Die unverhohlene „Einladung“ ist, die deutschen Verhältnisse analog zu den US-amerikanischen zu sehen, man könnte fast sagen, die deutschen Verhältnisse aus der US-amerikanischen Perspektive zu sehen, STATT aus einer deutschen.

      Allein die Verwendung von bspw. „Defund the Police“ oder „racial profiling“ in der politischen Debatte, für die es noch nicht einmal deutsche Übersetzungen gibt, die aber so verwendet werden, als gäbe es einen inhaltlichen Sinn, sie 1:1 auf Deutschland zu beziehen sagt doch schon alles. Nicht die Realität formt den Begriff, sondern man bemüht sich, die Realität passend zum Begriff zu machen. Scheitern als Chance, könnte man da sarkastisch kommentieren.

      Auch die ritualisiert dichotome Einteilung von „die Linke“ und „die Rechte“ in das 2-Parteiensystem der USA, in der – mangels Alternativen – die eine Partei „die Linke“ und die andere „die Rechte“ darstellt, führt zu einer obskuren politischen Beschreibung, wenn es um das deutsche Parteienspektrum geht. Man müsste „Die Linke“ als „far left“ beschreiben, die „AfD“ als „far right“, nur um sie in diese Schablone zu pressen.
      Meine Frage ist: Warum sollte man dieser Aufforderung überhaupt nachkommen?

      Sobald es mal wieder die übliche „outrage“ in den „sozialen Medien“ gibt, besteht die global „getwitterte“ Aufforderung Partei zu ergreifen aus politischen Lagern, die es global gar nicht gibt.
      Die Ironie ist, erst durch die Befolgung der Aufforderung existieren sie.
      Dadurch „globalisieren“ sich aber nicht die Verhältnisse.
      Es wird aber so getan.
      Clownworld.

      Was sich als „Anerkennung der Differenz“ ausgibt, ist eine einzige Lüge – es ist ein klammheimlicher Kultur-Imperialismus, der sich als „progressiv“ oder „konservativ“ verkauft und alle sind aufgefordert, sich einem Lager zuzuordnen, das es hier so gar nicht gibt.

      • Wenn ein Tsunami kommt, kann man sich doch nicht hinstellen und sagen: Hier ist doch Land, da hat das Wasser aber nichts verloren!

        Ist doch völlig egal, woher die neue Wirklichkeit kommt, denn – du hast es selbst bemerkt:

        „Nicht die Realität formt den Begriff, sondern man bemüht sich, die Realität passend zum Begriff zu machen.“

        Es spielt einfach keine Rolle, was die Polizei in den USA, in New York oder in Deutschland konkret angeht. Sie sind angeblich alle gleichermassen Vollstrecker der „white supremacy“ und das wäre auch ihre wirkliche Rolle. Es geht nur um Revolution anzufeuern und die Argumente dafür sind sowieso vollkommen schnuppe.

        „alle sind aufgefordert, sich einem Lager zuzuordnen, das es hier so gar nicht gibt“

        Na und? Dieses Einheitslager des Progressivismus soll es ja erst geben, es soll durch die Revolution hergestellt werden.

        • @Alex

          1. Glaubst du ernsthaft „die Revolution“ findet in den Mainstream-Medien oder im ÖRR statt? Die Kräfte dort sind entschieden undemokratisch und favorisieren eine elitäre Herrschaft. Wenn das Ergebnis einer „Revolution“ nicht den Willen der Mehrheit der Bevölkerung ausdrückt, was ist das für eine merkwürdige „Revolution“?
          Dass die politische Richtung in „grün/progressiv“ changiert, ändert nichts an „undemokratisch“ und „elitäre Herrschaft“ – die Farbe ändert sich, ansonsten gar nichts.

          2. BLM in Deutschland trifft auf eine Bevölkerung, die zu 98,75% NICHT schwarz ist, trotz aller Bemühungen um Geschichtsfälschung gab es hier keine Sklaverei, die Kolonialgeschichte endete nach Pi mal Daumen 30 Jahren 1918. Die größte Gruppe von Migranten ist unheimlich „von Farbe“ und muslimisch, nämlich aus Polen und katholisch.

          Der Auftritt von BLM in den USA als „Avantgarde“ wg. „die Unterdrückten“ ist dort schon eine gespenstische Nummer, weil erkennbar eine Frage der Klasse zu der einer „Rasse“ gemacht werden soll.
          Hier gerät er endgültig zu einer Lachnummer.

          3. „White supremacy“ besteht hier daraus, dass die überragende Mehrheit der Bevölkerung weiß ist.
          Was bedeutet, dass Kräfte, die undemokratisch sind und eine elitäre Herrschaft favorisieren, der Mehrheit vorwerfen, sie wären eine Mehrheit. In die sie zudem hineingeboren sind.

          Allein durch die Unterstellung, es gäbe eine Herrschaft, die auf der Hautfarbe basiert, heftet man „Unterdrückung“ nicht an konkrete Unterdrücker, sondern die Mehrheit „unterdrückt“ per se die Minderheit.

          Ist es nicht dufte, dass Kräfte, die undemokratisch sind und eine elitäre Herrschaft favorisieren, die demokratische Mehrheit unter Generalverdacht stellen können, per Biologie ein „Unterdrückungssystem“ zu sein?
          Wer ist also dazu auserkoren, diese unterdrückerische Mehrheit zu überwinden? Eine minoritäre, undemokratische Elite.
          Das ist die Wendung, die dir entgangen ist.

          Was die „Progressiven“ wollen, hat mit progressiv nichts zu tun. Sie segeln unter falscher Flagge.

          • @crumar
            Eine Revolution kann jeder machen. Vorteilhaft ist jedoch die Teilnahme möglichst vieler!

            „….„die Revolution“ findet in den Mainstream-Medien oder im ÖRR statt?“

            Hier sitzt das Zentralkommitee dieser Revolution und „berichtet“ sozusagen in eigener Sache. Daher gilt: The Revolution will be televised, indeed. Die Revolution lebt sogar davon, ist voll und ganz davon abhängig.

            „…. BLM in Deutschland trifft auf eine Bevölkerung, die zu 98,75% NICHT schwarz ist“

            Das ist doch völlig egal, der Antirassismus wird hier um die Muslime aufgezogen, die ja praktischerweise auch als Schwarze gelten. Und dann gibt es zur Not noch die Frauen als schrecklich unterdrückte Entität. Und ausserdem ist Deutschalnd doch sowieso nur ein Vasallenstaat der USA und dient damit strukturell und überhaupt dem Rassismus. Da die Argumentation von vorne herein unsinnig war, ist hier auch dementsprechend leicht anzuknüpfen!

            „Wer ist also dazu auserkoren, diese unterdrückerische Mehrheit zu überwinden? Eine minoritäre, undemokratische Elite.
            Das ist die Wendung, die dir entgangen ist.“

            Die Pointe ist mir nicht entgangen. Deshalb schrieb ich unten:
            „Genau aus diesem Grund erscheint diese Revolution manchen als „neoliberal“, weil für die Revolution die eigentlich alten Eliten bereitstehen, hier die Rolle der neuen Eliten zu übernehmen, hauptsache sie bleiben an der Macht. Das ist keine Revolution von unten (wie zB jetzt in Weissrussland), sondern von oben.“

  2. Ja, die Polize in den USA sind schlecht ausgebildet und sehen sich häufig bewaffneten, gefährlichen Kriminellen gegenüber. Also lasst und ihre Gelder kürzen, so dass sie noch schlechtere Ausbildung und Ausrüstung bekommen. Macht voll Sinn, diese Linkenlogik. Dann stürmen die eben wieder in eine Wohnung von Unschuldigen und ballern los.

    Und mit diesem BLM Unsinn hat die Linke sich in den USA selbst in’s Knie geschossen. BLM hat es nicht geschafft, sich von den Plünderungen zu distanzieren. Im Gegenteil, sie haben sie regional unterstützt und behauptet, es seien die geforderten „Reparationen“, die sie sich jetzt halt einfach nehmen würden. Außerdem ist ihr Programm durch und durch Neo-Kommunistisch und sie sind als „trained Marxists“ in der Öffentlichkeit aufgetreten und haben gesagt, dass sie das System niederbrennen würden, wenn sie nicht kriegen was sie verlangen.

    Das ist nicht, wie man sich Unterstützung in der Bevölkerung verschafft, während man ihre Nachbarschafft niederbrennt.

    Trump zieht mitlerweile übrigens in vielen Umfagen mit Biden gleich.

    Gut gemacht, liebe Linke, ihr könnt das!

      • Die deutschen Medien denken ganz bestimmt so, denn sie berichten ja fast überhaupt nicht mehr über die Ausschreitungen in den USA. Sie schweigen das so tot, wie der Kongress der Demokraten das jetzt anlässlich der Kür der beiden Präsidentschaftskandidaten gemacht hat. Man will sich es mit den Mobstern, die die demokratisch beherrschten Städte im Griff haben, nicht verscherzen, das ist ja schliesslich eine wichtige Machtbasis für diese Partei. Also sieht man über den virulenten Rassismus und auch Antisemitismus dieser Szene und ihre gewalttätige Revolution, die sie losgetraten haben, hinweg, wenn sie sie nicht gleich begrüssen. Die Vizepräsidentin Harris als „Cop“ zu verkaufen, um sich mit hohlen propagandistischen Phrasen durchzumogeln, dürfte nicht reichen. Zumal die Revolutionäre dadurch sich nur bestätigt sehen werden, ihre Anstrengungen zu vermehren. Aus Gründen des Machterhalts wird Trump dann gegen die Revolution auch viel weniger unternehmen als er könnte, denn dafür – dass er zu lasch wäre – wird man ihn ohnehin nicht kritisieren können, wo er doch schon das Image der law & order Seite hat, als angeblicher Quasidiktator.

  3. Neulich ein Video gesehn, in dem ein US-Polizist breit schmunzelnd berichtete, dass die defund the police -Leute grundsaetzlich Polizeischutz fuer ihre Demos anfordern.

    Abschaffung der Polizei waere schlicht die Vorstufe zur Schaffung einer extremeren Form von Polizei (der man dann einen blumigen Namen geben koennte, Volkspolizei gabs ja schon…), die dann nicht mehr an Gesetze gebunden wäre, nur noch an Tagesbefehle von Politkomissaren.

  4. Man muss sich auch mal bewusst machen, dass die ganze defund the police/Antirassismus-Kampagne nicht etwa auf toenernen, sondern auf gar keinen Füssen steht.
    George Floyd wurde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Opfer einer Körperverletzung mit tödlichem Ausgang, fuer Mord oder Rassismus gibt es gar keine Anhaltspunkte.
    Und Schwarze werden laut FBI-Statistiken eben NICHT überdurchschnittlich oft Opfer von Polizeigewalt.
    Sie werden in den Medien (im Gegensatz zu Weissen und Latinos) nur ständig extra erwaehnt.

    Ich bin gespannt, ob und wann es mal eine einigermaßen nüchterne Bilanz der Riots nach dem Tod von George Floyd gibt, eine Auflistung der Opfer, der Sachschäden, der geschaendeten Denkmäler.

    • Falls sich die Medien auch an einer nüchternen Bilanz ihrer eigenen Verantwortung versuchen möchten, habe ich hier mal was vorbereitet:

      „Liebe Zuschauer, wir haben nochmal nachgeschaut und es ist uns aufgefallen, dass alles, was wir in den letzten Monaten so lautstark verbreitet haben im Prinzip, naja, nicht ganz so richtig war wie gedacht, und irgendwie hat es halt niemand gemerkt, und eigentlich hätten Sie ja selbst merken müssen, das da was nicht stimmt, mal im Ernst. Bevor aber jemand unsere Glaubwürdigkeit in Frage stellt: Hier ist ein Foto von Donald Trump, wie er versucht, einen Burger zu essen. Sieht er nicht dumm dabei aus?
      Wir werden uns in Zukunft natürlich Mühe geben, unseren Teil dafür zu leisten, dass wir alle, so als Gesellschaft und so, einen solchen Fehler nicht wieder begehen und unsere Verantwortung dem Leser gegenüber deutlicher wahrnehmen und ihn stärker dabei unterstützen, nicht auf Falsches hereinzufallen und stattdessen das Richtige zu glauben.

      PS: Schlimm, dass dabei irgendwie Kindern in den Kopf geschossen wurde. Sehr tragisch. An die Hinterbliebenen gehen unsere Gedanken, Gebete und so.“

    • „George Floyd wurde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Opfer einer Körperverletzung mit tödlichem Ausgang“

      George Flyod wäre nach neusten Erkenntnissen mit nicht unerheblicher Wahrscheinlichkeit auch ohne das Handeln des Polizisten gestorben. Wir dürfen uns also jetzt schon auf einen Freispruch mit anschließender Randale „freuen“.

      • Einen Freispruch fuer den angeklagten Polizisten halte ich nach Sachlage nicht fuer ausgeschlossen. Vorausgesetzt ein guter Anwalt und ein angstfreies Gericht.
        Was danach auf der Straße passieren würde, ist natürlich vorhersehbar.
        Und welcher Journalist/Propagandist wuerde zugeben, dass er monatelang jemanden falsch beschuldigt hat.

        PS: Ich will mich nicht zum Richter aufschwingen, habe nur einfach begründete Zweifel an der Schuld des Mannes. Er war m.E. wohl kein guter Polizist, aber eben auch kein Rassist oder Mörder.

        • In der „Daily Mail“ wurden die bodycam-Filme der Kollegen ausgewertet und da zeigte sich, dass der Polizist, der, als er Floyd tötete, ein Steinchen aus einem Reifen des Autos popelte und es zu Boden fallen liess. Das kam mir dann schon so vor, als sei das reiner Sadismus und Mordlust gewesen, den der Polizist hier ausgelebt hat.

          • Damit kann ich nun wirklich nichts anfangen. Bezüglich der Videoaufnahmen gibts dermassen viele Interpretationen, auch entlastende, da begeben wir uns völlig ins Reich des Spekulatius.

            Deswegen beneide ich den Richter nicht.

      • Ein Freispruch wäre allerdings skandalös. Man kann doch nicht einfach so ausblenden, dass er über Atembeschwerden klagte und der Polizist von Passanten aufgefordert wurde, ihm nicht mehr das Knie gegen den Hals zu drücken.
        Was die Argumentation „wäre möglicherweise ohnehin gestorben“ anbelangt und dass er deshalb straffrei bleiben sollte: Dann darf man also Schwerkranke getrost misshandeln und ihren Tod in Kauf nehmen. Aber in der Idiokratie USA ist ein Freispruch natürlich möglich.

  5. Die wollen eine Revolution und jedes Mittel, jeder Vorwand ist dafür recht! Dass die Revolution erfolgreich sein kann, dafür wird – nicht erst seit gestern – die Polizei den drei Ds unterworfen, der Delegitimation, Dämonierung und den Double Standards. Hier werden es sogar vier Ds, es kommt noch das Defunding dazu.

    Wer jetzt meint, dass das eine Laune ist, die schon bald wieder aufhört: nein, es glauben viel zu viele inmitten unser blasierten selbstgerechten Elite daran und hoffen auf den „Systemwechsel“, der aktiv durch Agitation quer durch alle Medien und Institutionen versucht wird voranzutreiben. Vielleicht ist da schon eine „kritische Masse“ erreicht, so dass das jetzt zum Selbstläufer wird.

    Es ist ja auch so, dass es wirtschaftlich keinesfalls mehr rund läuft und allenthalben sich der Mangel breitmacht: das begünstigt die Haltung in einer neuen Ordnung sein Heil zu versuchen, zumal man schnell nach oben hin aufsteigen kann, in einem revolutionären Übergangszustand, und zur neuen Führungselite gehörig. Genau aus diesem Grund erscheint diese Revolution manchen als „neoliberal“, weil für die Revolution die eigentlich alten Eliten bereitstehen, hier die Rolle der neuen Eliten zu übernehmen, hauptsache sie bleiben an der Macht. Das ist keine Revolution von unten (wie zB jetzt in Weissrussland), sondern von oben.

  6. Eigentlich war ich der Meinung, dass die US-Demokraten gar nicht gegen Trump verlieren können, so inkompetent er sich in den vergangenen Jahren gezeigt hat. Falls aber die Unruhen und insbesondere die Plünderungen in den grossen Städten bis in den November anhalten sollten, dann könnte sich das für die US-Demokraten, die sich nicht klar dagegen stellen, zu einer erneuten Niederlage gegen Trump führen. Wenn jemand das noch versemmeln kann, dann die US-D. Sie sind bereits auf „gutem Weg“ dazu.
    Biden wirkt fahrig, unkonzentriert und schlicht zu alt. Seine Vize ist bei den Vorwahlen sang- und klanglos untergegangen und hat sich in der Vergangenheit als harte „law and order-Politikerin“ profiliert, die eine Menge Leute wegen Cannabiskonsum in den Knast geschickt hat. Sie hat ausserdem Biden Rassismus und sexuellen Missbrauch („ich glaube den Frauen“) vorgeworfen.
    „Defund the police“ ist bei den meisten Schwarzen keineswegs beliebt, weil sie genau wissen, dass damit nicht zuletzt sie negativ betroffen wären. Solche radikalen Forderungen werden nur von einer kleinen Minderheit unterstützt.
    „Defund the police“ ist eine Forderung von vor allem halbstarken Jugendlichen oder jungen Erwachsenen ohne breite Unterstützung in der Bevölkerung. Die klare Mehrheit, ob schwarz, weiss, hispanic oder sonstwas ist realistisch genug, um solch radikale Forderungen abzulehnen.

    • Ich wundere mich aus meiner deutschen Perspektive, dass die democrats jemanden wie Joe Boden überhaupt zum POTUS- Kandidaten aufstellen, und er auch noch gute Umfragewerte bekommt (die wohl gnadenlos überschätzt werden, aber anderes Thema).
      Völlig abgesehn vom Wahrheitsgehalt gilt er als senil, sexuell leicht übergriffig auf Frauen und Kinder. Wo bleibt da die gute alte amerikanische Pruederie?
      Und was m.E. noch schwerer wiegt: Er gilt ja nur als Platzhalter für eine andere Kandidatin (die aus rassistischen und sexistischen Gründen aus einem sehr kleinen Bewerberpool ausgewählt wurde).
      Wo bleibt da die uramerikanische Idee vom survival of the fittest?

      (Ich weiss, dass Darwin kein Amerikaner war, und das Rechtschreibprogramm schlägt mir penetrant „survival of the forest“ vor.)

      • Alles was Biden hat, ist Anti-Trump sein. Und das ist auch das einzige Ziel der Demokraten: Trump aus dem weißen Haus zu bekommen und Rache zu nehmen für die, aus ihrer Sicht, gestohlenen Wahl von 2016.

        Inhaltlich hat Biden null zu bieten, außer Gestammel. Er ist halt einfach der Einzige, den das Establishment, zu dem auch Clinton gehört, hat. Andere Kandidaten und Kandidatinnen wie Yang oder Tulsi, die teilweise echte sozial-liberale Positionen angeboten hatten, mit denen sich sogar einige Republikaner anfreunden konnten, kamen überhaupt nicht durch und wurden auch von den Medien zum großen Teil ignoriert.

        Naja und jetzt hoffen sie halt, dass Corona ihnen den Wahlsieg verschafft. Das selbe Corona, was sie bis März noch als rassistische Verschwörungstheorie bezeichneten.

      • „dass die democrats jemanden wie Joe Boden überhaupt zum POTUS- Kandidaten aufstellen“

        So grundsätzlich ist der Trend zur Vergreisung in der Politik ein klares Symptom für systemische und systematische Korruption, die in voller Blüte steht. Die Japaner haben das lange vorgemacht und bei der sterbenden Sowjetunion war es fast schon ein Klischee.

        • Ich sehe international jetzt keinen Trend zur Vergreisung (nicht drauf geachtet), aber an das serienmäßige Wegsterben der Sowjet- Führer kann ich mich noch gut erinnern:
          Breschnew-Andropov-Tschernjenko

          Breschnew soll schwerer Alkoholiker gewesen sein, den seine Leibwächter bei offiziellen Anlässen schon mal in die richtige Richtung drehen mussten.

          • International vielleicht nicht, aber überall dort, wo eine korrupte, sklerotische Konsenzkultur sich breitmacht. Japan vor dem jetzigen Premier ist das führende Beispiel.

    • So inkompetent war er gar nicht.

      https://www.whitehouse.gov/trump-administration-accomplishments/

      Das ist nur in’s Stocken geraten, nachdem die Demokraten die Mehrheit im Kongress erlangten und begannen Trump wo es nur geht zu blockieren (was allerdings, muss man fairerweise sagen, die Reps mit Obama nach den Midterms auch gemacht haben).

      Nur halt öfter super cringy mit seinen Twitter posts. Aber damit war er ja schon mehr ein Meme. Es ist so wie mit Corona: Da hat er auch einen haufen Unsinn erzählt, die wirkliche Politik jedoch war ganz anders. Er hat bereits im Januar und im Februar Reisebeschränkungen auferlegt und am 11. März Abstand empfohlen. Aber er kann halt auch nur empfehlen, weil die USA eine starke föderale Struktur haben und der Präsident nur schwer die Staaten zu irgendwas zwingen kann (und wenn er es versucht hätte, dann wären die Demokraten die ersten gewesen, die wegen Faschismus und Diktatur aufschreien). Und so haben einige Staaten die Empfehlungen ignoriert, zB New York, wärend die Demokraten zuerst demonstrierten, dass Corona überhaupt keine Gefahr sei, sondern nur Propaganda von Rassisten und dann später Trump für alles verantwortlich machten.

      So ähnlich dann auch mit BLM. Trump hat in der Pressekonferenz nach dem Vorfall gesagt, dass die Menschen zurecht entsetzt sind und ein Recht auf Protest haben und dass er als Präsident dafür sorgen will, dass sie dieses Recht auch wahrnehmen können, so wie dass Floyd’s Familie Gerechtigkeit garantiert wird. Er hat dort aber auch gesagt, dass er es nicht zulassen wird, dass ein gewalttätiger Mob die gerechtfertigte Entrüstung der Menschen ausnutzt, um Chaos und Zerstörung zu sähen. Das haben die Medien dann genutzt um es so darzustellen, als würde er die Armee gegen friedliche Demonstranten einsetzen. Und die deutschen Medien haben diesen Unsinn kopiert.

      Trump hat auch eine Order entlassen, wonach die Staaten etwas gegen Polizeigewalt zu tun hätten. Diese Order ist aber ein ziemlich zahnloser Tiger, weil Polizeiorga Aufgabe der Bundesstaaten ist und Trump das, wie auch die Corona-Maßnahmen, gar nicht bestimmen kann. Davon mal abgesehen, dass die von Demokraten regierten Bundesstaaten (zB Minnesota, wo Floyd passiert ist) schon längst entsprechende Gesetze hätten erlassen können, lange bevor Trump überhaupt ein Thema war. Ist nie passiert, aber man kann ja jetzt trotzdem irgendwie versuchen, den Vorfall Trump anzulasten. Ist ja schließlich Wahljahr…

      • Ich glaube, auch in den USA wird das Wahlvolk extrem unterschätzt. Die schweigende absolute Mehrheit hat keinen Bock auf Riots, weiß wie wichtig die Polizei gerade in einem solchen Waffenstaat ist, findet „America first“ super und will einen entschlossen wirkenden Typen da sitzen haben, der für ihr Land überall das Beste rausholt.
        Bei Biden hat man den Eindruck, dass er gleich umkippt und nicht so recht weiß, was er überhaupt sagen soll. Trump wird das Rennen locker machen.

      • Es bahnt sich ein Krieg im östlichen Mittelmeer an, provoziert durch türkische Expansionsgelüste, eine Türkei, die in Syrien, im Nordirak und in Libyen in Kriege verwickelt ist und im östlichen Mittelmeer in griechischen Gewässern Hoheitsrechte der Griechen missachtet.
        Was macht Trump, diese Hohlbirne? Schwafelt irgendwas von seinem guten Verhältnis zu Erdoghan, der ihn ausserordentlich schätze und respektiere. Dieser Arsch muss weg, denn er hat nicht die geringste Ahnung, was auf dem Spiel steht. Selbst ein seniler Biden ist besser, als dieser lächerliche Narziss.

        • Was soll Trump machen, in der Türkei, einem Natoland einmarschieren?

          Als Trump sagte, „Amerika first“, meinte er genau das: Sich erst um das eigene Land kümmern und weniger Weltpolizei spielen. Komischerweise ist das Raushalten aus Konflikten in der Welt jahrzehntelang eine Linke Position gewesen – bis Trump kam und dasselbe forderte.

          Und die Verwicklung der Türkei in Syrien hat sein Vorgänger verschuldet, der es nicht zu lies, dass in Syrien eine Lösung gefunden wird, solange Assad nicht geht.

          Was macht eigentlich Europa? Die sind doch viel mehr betroffen davon, als Nato-Mitglieder und Unionspartner von Griechenland. Warum soll jetzt die USA wieder die Welt retten? Trump ist der erste Präsident seit langem, der noch nicht in ein anderes Land einmarschiert ist.

          • Was soll Trump machen, in der Türkei, einem Natoland einmarschieren?

            Wenn er so etwas wie eine aussenpolitische Doktrin hätte, eine Strategie, dann gäbe es auch Antworten. Hat er aber nicht, weil er schlicht nicht die geringste Ahnung hat, was abläuft. Am wahrscheinlichsten ist, dass er die Türkei pfleglich behandelt, weil ihm Erdogan Honig ums Maul geschmiert hast. Die Idiokratie ist in den USA mittlerweile Realität.
            Macron/Frankreich sowie Merkel/Deutschland mag er nicht, weil die ihn kritisierten. Die NATO ist, Macron hat das richtig festgestellt, hirntot, weil die Führung, der US- Präsident, hirntot ist.

            Als Trump sagte, „Amerika first“, meinte er genau das: Sich erst um das eigene Land kümmern und weniger Weltpolizei spielen. Komischerweise ist das Raushalten aus Konflikten in der Welt jahrzehntelang eine Linke Position gewesen – bis Trump kam und dasselbe forderte.

            Und wozu dann die Forderung, Deutschland müsse seinen Wehretat erhöhen, als NATO-Mitglied unter amerikanischer Führung? Eine hirntote amerikanische Führung, dessen oberster Befehlshabe sich brüstet, dass er hervorragende Beziehungen zu Erdogan und Kim Jong Un habe, der aber Frankreich und Deutschland nicht mag, weil die ihn zu recht für einen narzisstischen Vollidioten halten?

            Ich bin aber insoweit deiner Meinung, dass Europa robuste Streitkräfte ausserhalb der NATO braucht und sich auf keinen Fall auf die Idiokratie USA verlassen sollte. Auch wenn trump weg sein sollte bleibt die Erkenntnis, dass sich Europa nicht auf die USA verlassen sollte.

          • Die Türkei ist zuallererst das Problem der Europäer, insbesondere der Deutschen. Die haben das Regime Erdogan herangezüchtet und gross gemacht. Und nun haben sie ein klerikalfaschistisches Monster geschaffen, gegen das sie nicht einmal Sanktionen wollen, geschweige denn aufrüsten. Warum sollten die USA hier einspringen, wenn die Europäer genau diesen Zustand des Appeasement und der Föderung von klerikalfaschisten Regimen zu lieben scheinen? Es gibt ja nicht nur die Türkei, sondern auch noch den fast noch stärker favorisierten Iran. Wie man jetzt ja wieder bei der Abstimmung über die Verlängerung des Waffenembargo sehen konnte. Das ist alles so hochgradig idiotisch und suizidal, wie soll man damit überhaupt umgehen?!

          • „weil die Führung, der US- Präsident, hirntot ist“

            Das Agieren gegen den Iran ist vermutlich auch „hirntod“?

            Sind nicht die Europäer genau das? Die fördern jedes Terrorregime & islamistische Dikatur, wie Iran, Türkei und obendrauf noch das PLO-Terrorregime, wollen nichts für Rüstung ausgeben und spielen sich als Oberfriedensmacht auf, obwohl sie nur Krieg und Terror begünstigen.

          • „Und wozu dann die Forderung, Deutschland müsse seinen Wehretat erhöhen, als NATO-Mitglied unter amerikanischer Führung?“

            Weil er eben nicht mehr die ganze Welt an das Patchehändchen nehmen, sondern das Geld lieber für Amerika ausgeben will?

            Warum fällt dir eigentlich nicht auf, dass Trump versucht, gegen China vorzugehen, weil die mit ihren Billigproduktionen die amerikanische Wirtschaft versauen? Trump geht es auch hier wieder um „America first“, er will die Firmen in’s Land zurück holen, damit die zu Hause Steuern zahlen und Arbeitskräfte schaffen und nicht die ganze Welt von China’s billigem Humankapital dominiert wird.

            Was interessiert den Ami da die Türkei? Das ist, wie Alex schon ganz richtig sagte, ein europäisches Problem, weil wir dem Adolf vom Bosporus in den Hintern gekrochen sind und ihn mit Milliarden Steuergeldern überschüttet haben, nur damit wir (und ich meine damit insbesondere Merkel) uns als die weltoffenen Europäer mit offenen Grenzen und offenen Herzen hinstellen können, während Erdowahn uns die Flüchtlinge vom Hals hält.

            Erhlich, ich würde da auch nicht helfen.

          • PS: Und natürlich hassen die Transatlantiker Trump dafür, dass er ihr Spiel nicht mehr mitmachen und finanzieren will.

        • „Dieser Arsch muss weg“

          Was hat er denn getan, dass er diesen Groll verdient?Ernstgemeinte Frage. Ich erinner mich sehr gut an die dystopisch zu nennenden Kampagnen, die gegen ihn (grade auch von deutschen Medien, speziell dem Spiegel) gegen ihn gefahren wurden. Welche dieser geschürten Ängste wurden denn Realität?
          Im Gegensatz zu ihm versuchen democrats/regressive Linke Sexismus und Rassismus zu institutionalisieren, zu legalisieren.
          Interessanterweise wird da von Medien den Linken heftig applaudiert, während sie sich gleichzeitig über Trumps (wohl falschzitierte, aber durchaus prollige) pussy grab-Sprueche ereifern

          • Mit Trump kommt nicht das 4. Reich. aber mit den real existierenden Linken wahrscheinlich der Sozialismus. Und den hatt ich schon mal. Hab sogar an ihn geglaubt.

          • Wenn ich sage, dass Trump ein verblödeter Narziss ist, dann heisst das nicht, dass ich die US-Demokraten und Biden toll finde.
            Bei Trump ist keine aussenpolitische Doktrin, keine Strategie erkennbar. Er scheint mit Typen wie Kim Jong Un und Erdogan besser klar zu kommen als mit Merkel oder Macron. Da stellt sich doch die Frage, wer hier Freund und wer Feind ist.
            Was die beiden Parteien Demokraten und Republikaner anbelangt, so gilt, dass beide korrupt bis auf die Knochen sind und sich Europa je schneller, desto besser von den USA distanzieren sollten.

        • Die Türkei ist zuallererst das Problem der Europäer, insbesondere der Deutschen. Die haben das Regime Erdogan herangezüchtet und gross gemacht. Und nun haben sie ein klerikalfaschistisches Monster geschaffen, gegen das sie nicht einmal Sanktionen wollen, geschweige denn aufrüsten.

          Warum ist denn die Türkei NATO-Mitglied? Weil sie geostrategisch als Gegengewicht zu Russland / Sowjetunion von den USA als wichtig erachtet wurde und wird. Es waren die USA, die den Europäern immer wieder nahelegten und sie aufforderten, die Türkei als EU-Mitglied aufzunehmen. Das war allein wegen amerikanischer geostrategischer Interessen.

          Wenn Trump etwas Gutes bewirken sollte, dann dass die Europäer endlich erkennen, dass sie sich nicht auf die USA verlassen können und deren geostrategische Interessen nicht die Interessen Europas sind.

          Was den Iran-deal anbelangt, so wollte der Narziss Trump diesen Deal annullieren, weil er als verblödeter Narziss, der er ist, nichts von dem übriglassen will, was Obama bewirkt hat, nicht irgendwelche Unzulänglichkeiten. Das sind seine Beweggründe und ein solcher Präsident ist nur einer Idiokratie angemessen.

          • @Pjotr
            „Es waren die USA, die den Europäern immer wieder nahelegten und sie aufforderten, die Türkei als EU-Mitglied aufzunehmen.“

            Das war alles vor Erdogan, als die Türkei wirklich so wirkte als könnte sie sich zu einem normalen europäischen Staat entwickeln, dank Demokratie. Niemand hatte ja die Religion auf dem Schirm damals. Die grosse Entzweiung fing mit Erdogan an und diese haben die Europäer zu verantworten, nicht die USA (jedenfalls sind mit Fakten diesbezüglich vollkommen unbekannt).
            Von der Lage her ist die Türkei für Europa wesentlich wichtiger als für die USA, insofern verfängt hier die Ansicht nicht, die Europäer wären nicht vor allem vom Eigeninteresse getrieben, sondern nur von der USA befehligt.

            Was den Iram-Deal angeht, so hat Trump den nicht deshalb aufgekündigt, weil er irgendwas anzetteln wollte, sondern weil dieser dem Iran die Atombombe ganz artig in die Hand gegeben hätte, praktisch ohne jede Gegenleistung. Warum dieses abartige Regime so begünstigt werden sollte, kannst du mal erklären. Es war absolut richtig, dieses „Abkommen“ zu annulieren und den Druck auf Iran zu erhöhen. Damit hat die USA sich als verantwortungsvolle Weltmacht bewiesen, was sie unter Obama aufgegeben hatte. Ich denke, die übliche Debatte in Deutschland war immer extrem einseitig pro-Iran, so dass man hier einen falschen Eindruck bekommen musste.

        • Denkst du echt dass es da zu einem offenen Konflikt kommen wird? Ich wollte eigentlich den Herbst und Winter auf Zypern oder Kos verbringen.

          • Ich denke nach wie vor, dass bei Erdo noch ein bisschen Restverstand vorhanden ist. Allerdings lege ich dafür nicht die Hand ins Feuer.

  7. In the name of the BLM movement thuggish mobs, including supporters of the “anti-fascist” Antifa, have been subjecting the public to shocking levels of violence over the past three months in a number of cities. Democrat administrations in such places have let this happen with no pushback against the rioters, sometimes even stripping the embattled police of funds.

    In Seattle, marchers demanded that white residents give up their homes and abused them as racists when they protested. In Minnesota, demonstrators shrieking obscenities assembled outside the home of the president of the Minneapolis police department union and vilified his neighbors.

    The worst and most sustained violence has taken place in Portland, Ore. This week, one such mob there beat up a homeless, white, transgender person. A man who tried to help the victim was attacked in turn by the rioters, who dragged him out of his truck and beat him almost to death.

    Yet this sustained thuggery has been all but totally ignored by the media. There’s been not one word of criticism from the Democratic Party. Instead, it wove support for BLM into its convention this week, with Democratic National Committee chairman Tom Perez declaring: “We will not miss this moment to ensure those values are reflected in everything we do.”

    Worse still is the reaction of the broader intellectual establishment. In both America and Britain, universities, corporations, voluntary organizations, cultural bodies and other institutions have adopted the BLM agenda of bullying white people to “check their privilege.” …

    ,,, This sinister attempt to force people to denounce themselves and their loved ones is straight out of the Soviet communist playbook.

    As Yoram Hazony writes in Quillette, anti-racism and other “woke” ideologies are all rooted in Marxism. They have adopted some of its key precepts: that all relationships are defined by power, that people are either oppressors or oppressed, and that through “false consciousness” oppressors may not even realize they are indeed oppressive. Hence the demand for white people to acknowledge their guilt.

    https://www.melaniephillips.com/support-black-lives-matter-repeats-lethal-error-history/

    • Zu den Universitäten: Diese Frau wurde nach diesen Tweets zur Professorin befördert.

      Tim Hunt ist, trotz Nobelpreis und als führender Forscher in der Krebsforschung, nach einem (!) saloppen Spruch über Frauen, von allen seine Posten gegangen worden.

      Das ist die Realität, in der wir heute leben. Edgy Hass auf Weiße ist cool und hip und wer in den Kreisen was auf sich hält, der unterstützt das.

      • Exakt.
        Es geht um Rassismus.
        Gegen Weiße.
        Unterstützt von Weißen.
        Das dürfte das erste Mal in der Geschichte der Menschheit sein, dass eine Kultur ihre eigene Eroberung auch noch gefördert hat.

  8. As I say in the headline of my article for the September issue of COMMENTARY, “Yes, This Is a Revolution.” What we’re witnessing, day after day, is revolutionary violence—and it is tearing up the country at a furious pace. It destroys businesses, livelihoods, and neighborhoods. It has also resulted in numerous deaths. ….

    … Neither the age of the revolutionaries nor the peace-loving allies who cheer them on change the fact that this is a revolution. And until it’s recognized as one, it will continue to grow in size and ferocity

    https://www.commentarymagazine.com/abe-greenwald/americas-red-guard-rampage/

    Die intelligenteste und beste Diagnose bisher, imho.

  9. Ich denke, dass Truth das sarkastisch gemeint hat.
    Es geht jedenfalls darum, eine Truppe aufzustellen, ihr aber keinesfalls den unterdrueckerischen und verletzenden Namen „Polizei“ zu geben.
    „Tod den Spionen“ (auf russisch und eingekürzt „Tscheka“) gabs schon. Weitere Namensvorschlaege?

  10. Das geht in die selbe Richtung wie das mit den autonomen Zonen, eher ist es vermutlich so, dass wir Dank massiver Zuwanderung von oft seltsam sozialisierten, ungebildeten, jungen, unbeschäftigten und sexuell frustrierten Männern (starker Männerüberschuß kombiniert mit klammen Einkommensverhältnissen) sehr viel mehr Polizei bräuchten, nur um den Status Quo an Sicherheit aufrecht zu erhalten. Die Verstädterung reduziert den Aufwand auch nicht gerade, je dichter und anonymer Menschen wohnen, desto mehr Kriminalität, würde ich mal sagen (ich schließe hier auf dem Dorf weder mein Auto, noch das Haus ab, bisher ist mir hier auch noch nie was geklaut worden, auch wenn mittlerweile Bank-, Supermarktüberfälle und Firmeneinbrüche auch auf dem Land zunehmen).

    Danisch hatte neulich mal die Vergewaltigungsstatistik von Berlin:
    „Demnach ermittelt die Berliner Polizei in 210 Fällen von „gemeinschaftlicher oder besonders erniedrigender Vergewaltigung“ im Zeitraum 1. März 2020 bis 7. Juli 2020 [Anmerkung: gerade mal 4 Monate]. Unter den Opfern waren 50 Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre. Von diesen 50 Opfern waren zudem 16 nicht älter als 14 Jahre.

    Die Täter:
    „Besonders schockiert ist der Politiker über den hohen Anteil ausländischer Straftäter. Bei den schweren Vergewaltigungen ist laut der Antwort auf die Anfrage fast jeder Zweite nicht Deutscher. Laut Studie sind Straftäter mit Migrationshintergrund nur zum Teil erfasst.“

    Mit Mihigrus vermutlich um einiges über 50%
    https://www.danisch.de/blog/2020/08/20/die-relativitaet-der-vergewaltigung/#more-37602

    Er bezieht sich auf mehrere Zeitungsartikel u.a.
    https://www.bz-berlin.de/berlin/jeden-tag-ein-bis-zwei-schwere-vergewaltigungen-in-berlin

    Angeblich kommt die Polizei und die Justiz mit der Aufarbeitung schon längst nicht mehr hinterher, ich weiß nicht, wie der aktuelle Stand in Berlin ist, aber es würde mich wundern, wenn sich da nennenswert was gebessert hätte.

    Einen notgeilen enthemmten Mann, mit unbekannter Sozialisierung, per Sozialarbeiter von einer Missetat abhalten zu wollen, ist schlicht naiv. Ganz auf Polizei zu verzichten, läuft auf Clanrecht und Selbstjustiz hinaus und kann u.a. dazu führen, dass man die Frauen nicht mehr so frei herumlaufen lässt, damit durch sie nicht so viel Ärger provoziert wird.

  11. Dieser Bullshit wird von anti-westlichen, pseudolinken, weißen Spinnern mit echten und imaginiertem Goldlöffel im Arsch sowie völlig moral- und vernuftbefreiten Journalisten-Darstellern beworben. Die haben keine Mehrheit und Unterstützung in der Bevölkerung, für die sie angeblich kämpfen.

    • Natürlich. Die grosse Mehrheit der Schwarzen ist doch realistisch genug, um diesen Unsinn als Unsinn zu erkennen, der ihnen letztendlich schaden würde. Allenfalls könnte über Reformen gesprochen werden, aber sicher nicht über die de facto Abschaffung, indem die Finanzierungsmittel entzogen werden.

  12. Ich habe jetzt nicht alle Beiträge oben gelesen, aber soweit ich sehe, fehlt in dieser Diskussion eine wesentliche Info:

    In den USA hat die Polizei etliche Aufgaben und Pflichten, die wir in Deutschland nicht im Entferntesten mit der Polizei in Verbindung bringen würden, sondern eher mit Sozialarbeitern. Möglicherweise verbinden viele Leute in den USA mit der Forderung „Defund the Police“ nicht die Vorstellung, die Polizei gegen Kriminelle abzuschaffen, sondern einfach der Polizei ihre „unpolizeilichen“ Aufgaben zu entziehen, damit sie allein gegen Gesetzesverstöße vorgeht, entsprechend ermittelt usw.

    Eine Info, die ich nicht nachgeprüft habe: eben weil die Polizei in den USA soviele andere Aufgaben erledigt, wird die Hälfte des jährlichen Budgets für die Stadt Los Angeles für die dortige Polizei ausgegeben – die Hälfte. Angesichts dieser Größenordnung könnte man schon mal auf die Idee kommen, die dortige Polizei ein wenig zu „defunden“.

    • Ich glaube nicht dass es darum geht. Das eigentliche Ziel ist, dass die Polizei nicht mehr in der Lage sein soll, jegliche, auch kriminelle Neger festzunehmen. Da „Es dürfen nie wieder Neger festgenommen werden, alle anderen schon“ als Forderung aber selbst derzeit ein bisschen zu dreist wäre, ist „Defund the Police“ die nächstbeste Lösung.

    • Hmm, ist mein Comment wegen der Verwendung der traditionellen Bezeichnung mit „N“ im Spam gelandet? Also nochmal für Sprachpolizisten und/oder Sensibelchen (Bevor ich noch schlimmeren PC Bullshit als Bezeichnung verwende, lasse ich es eher ganz bleiben):

      Ich glaube nicht dass es darum geht. Das eigentliche Ziel ist, dass die Polizei nicht mehr in der Lage sein soll, jegliche, auch kriminelle Schwarze festzunehmen. Da „Es dürfen nie wieder Schwarze festgenommen werden, alle anderen schon“ als Forderung aber selbst derzeit (noch) ein bisschen zu dreist wäre, ist „Defund the Police“ die nächstbeste Lösung.

    • Und was sollen diese Aufgaben sein?

      Mal abgesehen davon, dass nirgends im amerikanischen Medienumfeld die Rede von dem ist, was Sie sagen, aber wie sollte eine besonders aggressive Polizei mehr Freund und Helfer sein als beispielsweise die hiesige eher zurückhaltender aufgestellte Polizei? V.a. in amerikanischen Metropolen, um die es geht. Es geht ja hier nicht um Kleinstädte, wo die Polizei ja volle Unterstützung der Bevölkerung hat und eher noch etwas Zeit für die Community hätte.

      Es geht hier darum worum es deutschen Linken vor vielen Jahren auch schon ging und was mich damals von ihnen zum langsamen Distanzieren brachte, ist, dass die Polizei als Illegitim angesehen wird und gestoppt werden muss, soweit, dass die Polizei handlungsunfähig gegenüber einem wird. Und das passiert ja auch in der USA, wo linke Bürgermeister und Staatsanwälte entweder die Polizei an der Arbeit hindern (Stand-Down-Order bei Protesten, d.h. die Polizei ist nicht anwesend, greift nicht ein und lässt Verbrechen geschehen) oder eben die Verfahren gegen gewalttätige Demonstranten sofort einstellen.

      Daher kommt es ja auch, dass andere wiederum wie in St. Louis mit der Knarre in der Hand die Demonstranten davon abhalten, sie anzugreifen und Ihr Haus abzufackeln, da die Polizei klargestellt hat, dass sie sowas nicht verhindern wird, sondern für die Dauer des Protestes quasi nicht vorhanden ist und die Bürger auf sich gestellt sind.

  13. „Gleichzeitig scheint mir da bezogen auf die USA eine etwas große Naivität mitzuschwingen, nach der man einfach mal die Polizei abschaffen kann und plötzlich sind alle nett zueinander.“

    Die sogennanten autonomen Zonen, die in den USA im Zuge der Proteste ausgerufen wurden, deuten schon darauf hin, wie es in der Praxis aussieht und worauf solche Forderungen eigentlich abzielen.
    Es hat weniger mit Naivität zu tun, als mit der Unterminierung einer staatlichen Institution bzw. der Polizeigewerkschaften und Verteilung ihrer Macht auf externe Kräfte, die politisch den Personen die die Abschaffung fordern nahestehen.

  14. Liest eigentlich niemand mehr Hobbes? Der hat schon im 17. Jahrhundert beschrieben, warum ein friedliches Zusammenleben von Mensch nur funktioniert, wo der Staat ein effektives Gewaltmonopol hat (welches die Polizei durchsetzt). Ohne das, ohne Polizei kein Frieden, kein Wohlstand, keine Demokratie, sondern: „there is no place for industry; because the fruit thereof is uncertain: and consequently no culture of the earth; no navigation, nor use of the commodities that may be imported by sea; no commodious building; no instruments of moving, and removing, such things as require much force; no knowledge of the face of the earth; no account of time; no arts; no letters; no society; and which is worst of all, continual fear, and danger of violent death; and the life of man, solitary, poor, nasty, brutish, and short.“

    https://en.wikipedia.org/wiki/Thomas_Hobbes#Leviathan

    • „Liest eigentlich niemand mehr Hobbes?“
      Nein, wozu?
      Der Gedanke, dass jeder Stamm ein paar handfeste Burschen braucht, die notfalls auf Geheiß des Häuptlings einen aufmüpfigen Burschen an den Marterpfahl binden…ist so alt wird die Welt selbst.
      Ein Philosoph kann da natürlich noch wohlformulierte Begründungen liefern.
      😉

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