Selbermach Samstag 303 (15.08.2020)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema oder für Israel etc gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, auch gerne einen feministischen oder sonst zu hier geäußerten Ansichten kritischen, der ist dazu herzlich eingeladen

209 Gedanken zu “Selbermach Samstag 303 (15.08.2020)

  1. Hier wieder ein Teil meines aktuellen Themenschwerpunktes

    (Begründete) Kritik an James Lindsay und Helen Pluckrose

    Der Poststrukturalismus-Experte Donovan Irven nimmt den saublöden Artikel von Helen Pluckrose “How French ‘Intellectuals’ Ruined the West: Postmodernism and Its Impact” mit großer Sachkenntnis Passage für Passage auseinander, so dass bzgl. Helen Pluckroses Text kaum ein Stein mehr auf dem anderen bleibt:

    Donovan Irven – The Fanciful Theories of Helen Pluckrose

    https://donovanirven.com/2019/05/01/the-fanciful-theories-of-helen-pluckrose/

    Aus dem Artikel:

    “I had an interesting exchange with Helen Pluckrose and several acolytes of the Sokal Squared Trinity on Twitter the other day. Pluckrose herself was largely agreeable, even given my own dismissive attitude toward her cohort’s understanding of “postmodernism” after Peter Boghossian tweeted out an endorsement of Stephen Hicks’ Postmodernism Explained. Hicks’ book is notoriously bad and is composed almost entirely of really inaccurate and frankly bizarre interpretations of early Modern and postmodern philosophy. Cuck Philosophy has done a great job picking this book apart here, but anyone who has basic knowledge of the history of European philosophy should be able to see right through most of this rubbish. Putting that aside, I want to take a deeper look at Pluckrose’s own views on postmodernity and postmodernism, particularly her article “How French ‘Intellectuals’ Ruined the West: Postmodernism and Its Impact,” on Areo.
    Being as into Nietzsche as I am, I want to stress that my taking Pluckrose to task in what follows is a sign of respect. I only attack the strong and victorious. Admittedly, Pluckrose seems to be the the member of the Sokal Squared crew who is most familiar with actual “postmodern” theory and most likely to have actually done the reading. So, giving her the benefit of the doubt here, lets see what she has to say.
    Speaking of which, let’s talk about “the West” for a second.
    Let’s just start with the title — it’s absurd. It also contradicts what Pluckrose said to me on Twitter, which I cannot access right now because she’s either blocked me, deleted her Twitter handle, or been banned for some reason?”

    Der Text von Donovan Irven enthält auch Passagen, denen ich als Integraler Antisexist und linker Kritiker der postmodernen Political Correctness nicht zustimme, aber insbesondere die Richtigstellungen bzgl. der falschen Behauptungen über die (nicht-politischen-korrekten) französischen Poststrukturalisten/Postmodernnisten in seinem Text, die den größten Raum einnehmen, fand ich sehr lesenswert.

    Meine beiden Hauptkritikpunkte an Donovan Irvens Text sind die folgenden:

    1. Er berücksichtigt m.E. zu wenig, dass es sehr wohl auch eine kritikwürdige politisch korrekte Variante des Poststrukturalismus/Postmodernismus gibt, die aber nicht in Frankreich, sondern in den USA entstanden ist. Zu diesem Thema hatte ich mich u.a. in meinen beiden Gastartikeln auf Man Tau ausführlich geäußert:

    Über Postmodernismus, Ethnopluralismus, Differenzphilosophie und Identitätspolitik

    https://man-tau.com/2018/04/10/postmodernismus-ethnopluralismus-differenzphilosophie-identitaetspolitik/

    und

    Kritik an Jordan Peterson

    https://man-tau.com/2018/05/30/kritik-an-jordan-peterson-antwort-von-leszek-auf-genderama-leserbrief-zu-jordan-peterson-vom-16-mai-2018-eine-kleine-artikelserie-1-teil/

    2. Donovan Irven übertreibt m.E. in einer Passage den Einfluss des frühen marxistisch-orientierten Black Feminism für die Herausbildung der zeitgenössischen Varianten linker Identitätspolitik.
    Es stimmt zwar, dass es wesentlich Vertreterinnen des frühen marxistisch-inspirierten Black Feminism in den USA waren, die ab der zweiten Hälfte der 60er Jahre für die gleichwertige Berücksichtigung der Kategorien Class, Race und Gender argumentierten und die klassisch-marxistische Ansätze für ihre mangelnde Berücksichtigung von Race- und Gender-Themen kritisierten. Es stimmt sogar, dass das Wort „Identity Politics“ ursprünglich von einer black-feministischen Gruppe aus diesem Spektrum erfunden wurde.

    Aber das entspricht nicht mehr dem, was wir heute in der Regel meinen, wenn wir von dem Begriff Identitätspolitik in einem negativen, kritikwürdigen Sinne sprechen, denn die klassischen Vertreterinnen des Black Feminism versuchten in der Regel trotzdem Spaltungen zwischen Menschengruppen innerhalb der Linken zu vermeiden, sie betonten auch die Wichtigkeit eines gemeinsamen konstruktiven Zusammenwirkens aller Menschengruppen innerhalb der Arbeiterklasse, sie wollten also nicht, dass ihre Ansätze zu einem Spaltungsinstrument werden.

    Dies geschah erst durch die Übernahme dieser Konzepte in die politisch-korrekte Variante des Postmodernismus und dessen verschiedene akademische Unterströmungen an US-amerikanischen Universitäten, bei denen die Kategorie „Class“ dann weitgehend rausfiel und die (Anti-) Diskriminierungs-Aspekte stärker vereinseitigt und erweitert wurden.

    Das kommt in dem Artikel von Donovan Irven zwar zu kurz, trotzdem insgesamt ein sehr lesenswerter Artikel. (Helen Pluckrose hat in einem Kommentar unter dem Artikel übrigens kurz darauf geantwortet.)

    • Mit Verlaub, Donovan Irven ist ein Schwätzer, der die bösartigst mögliche Interpretation von Pluckrose liefert und sich nicht einmal die Mühe macht, sie wörtlich zu zitieren, um sie zu kritisieren.

      Mal kurz ein paar Sätze von Irven: „The concern there is theoretical, not practical or political, and centers on Marx’s historical materialism as a mode of Hegelianism that constitutes a meta-narrative.“

      Soso…
      Historischer Materialismus als ein Art von Hegelianismus – ich glaube, dagegen hätte Marxisten etwas einzuwenden.
      Könnte es sein, dass bewusstes nicht verstehen wollen dazu führt, historische Kontinuitäten zu sehen, wo keine existieren?

      Dann: „Whether such arguments are made this explicitly or not, identity politics on the Left is a rational strategic move to foreground the interests of those who have been dispossessed because of the identity markers used against them by those wielding political power.“

      Es versteht sich von selbst, dass in diesem Machtreduktionismus ein Patriarchat existiert, eine weibliche Gruppenidentität und ein dem gegenüber stehende männliche Gruppenidentität. Dass „die Linke“ sich für diese „rationale Strategie“ entschieden hätte, ist die Lebenslüge der Linksidentitären.

      „Anti-essentialism is the view that human beings do not have one fixed “essence” — a collection of properties that must obtain in a person in order for them to count as being fully human — which is transcendent, atemporal, and disassociated from the actual practices and lived experiences of persons living in society with one another.“

      Ich finde es erstens komisch, das sich Biologismus als Essentialismus schön schreiben lassen muss und zweitens erfordert der Machtreduktionismus immer wieder „essentialistische“ Zuschreibungen, speziell wenn es um Männer und ihre „Herrschaft“ geht sowie für die Gruppenidentitäten selbst.
      Denn die individuelle oder kollektive „lived experience“ wird nur insofern wahrgenommen, als diese in das Schema des Machtreduktionismus passt.
      D.h. die unterstellte „männliche Herrschaft“ geht „Mann“ immer voraus.
      Die Komik besteht darin, dass sie betreiben, was sie den anderen vorwerfen.

      • @ Crumar

        „Mit Verlaub, Donovan Irven ist ein Schwätzer,“

        Nein, sonst hätte ich seinen Text nicht verlinkt.
        Er ist Experte für den französischen Poststrukturalismus. Dass er beim beim Thema Marxismus hingegen auch mal falsch liegt, darauf hatte ich selbst mit einem Beispiel hingewiesen. Das ist aber eben nicht das zentrale Thema seines Textes.

        „der die bösartigst mögliche Interpretation von Pluckrose liefert“

        Du weißt schon, dass Helen Pluckrose die (faktisch) antisemitische rechte Anti-Kulturmarxismus-Ideologie fördert und nicht mal weiß, was die Begriffe „Kritische Theorie“ und „Neomarxismus“ bedeuten? Ob das nun als „bösartig“ oder inkompentent seitens Helen Pluckrose zu verstehen ist, sei dahingestellt.

        „und sich nicht einmal die Mühe macht, sie wörtlich zu zitieren, um sie zu kritisieren.“

        Er hat ihren Text in seinem Artikel verlinkt.
        Wenn du ihn mal liest, müsste dir m.E. eigentlich schnell klar werden, wie schlecht dieser Text von ihr ist.

        „Soso…Historischer Materialismus als ein Art von Hegelianismus – ich glaube, dagegen hätte Marxisten etwas einzuwenden.“

        Ja, Anhänger des Poststrukturalismus/Postmodernismus sind eben in der Regel anti-hegelianisch-orientiert und neigen daher leider manchmal dazu die Unterschiede zwischen der hegelianischen Geschichtsphilosophie und dem historischen Materialismus nicht ausreichend zu berücksichtigen.

        „Es versteht sich von selbst, dass in diesem Machtreduktionismus ein Patriarchat existiert,“

        Exakt wegen dieser Passage habe ich in meinem Kommentar darauf hingewiesen, dass ich auch aufgrund meiner integral-antisexistischen Sichtweise nicht mit allen Passagen in diesem Artikel übereinstimme.

        „und ein dem gegenüber stehende männliche Gruppenidentität.“

        Diesbezüglich sagt er im weiteren Verlauf des Textes aber schon auch Dinge speziell über die französischen Poststrukturalisten, die dem entgegenstehen.

        „Ich finde es erstens komisch, das sich Biologismus als Essentialismus schön schreiben lassen muss und zweitens erfordert der Machtreduktionismus immer wieder „essentialistische“ Zuschreibungen, speziell wenn es um Männer und ihre „Herrschaft“ geht sowie für die Gruppenidentitäten selbst.“

        Ja, aber das ist nicht sein Argument. Er sagt, dass essentialistische Zuschreibungen jeder Art der persönlichen Freiheit und individuellen Selbstverwirklichung entgegenstehen – und damit hat er Recht, denn Menschen sind nunmal Individuen und nicht auf Kategorien wie Class, Race und Gender reduzierbar.

        • Leszek, ebenfalls mit Verlaub, manchmal verrennst du dich dermaßen in eine Idee, dass du nicht mehr zu stoppen bist.

          Jordan Peterson ist ein harmloser, eher liberaler Konservativer, der sich mit „totalitären“ Systemen und speziell dem Stalinismus auseinandergesetzt hat.
          Dass er spezifische Überempfindlichkeiten entwickelt und nicht das Vermögen hat, bestimmte politische Theorien auseinander zu halten, liegt zu einem großen Teil daran, dass er sie nie anders kennen gelernt hat, als in seinem kanadischen Umfeld.

          Es gibt sicherlich eine ganze Generation von Akademikern und Studenten in angelsächsischen Ländern, die nie etwas anderes als „Linke“ kennengelernt haben als „applied postmodernism“, d.h. die vulgäre Verwurstung von „Postmodernismus“ und die Identitätspolitik.

          Zurück zu Pluckrose: “Cultural Marxism” is a Myth. The Threat Comes From Elsewhere.“ veröffentlicht Oktober 2018 im Aero Magazin:

          “Cultural Marxism” in common usage is a very confused concept. Usually, when people refer to “Cultural Marxism,” they are talking about the identity politics problem currently manifesting on the left and referred to as “Social Justice activism.” They see this as a straightforward transference of Marxist ideas of an oppressed and oppressor economic class to identity categories like race, gender and sexuality. This is neat and easily graspable, but it is not accurate. Identity politics has its source not in the evolution of Marxist ideas but of postmodern ones. More specifically it comes from various forms of identity studies which call upon postmodern ideas and almost entirely neglect class.“

          Was das Gegenteil von dem ist, was du ihr unterstellst zu meinen.

          Zurück zu Donovan: „This construct of Western Civilization is key to understanding the Identitarian movement, a reactionary right-wing political ideology that centers Western chauvinism and white supremacy, advocates for racial separatism and the creation of white ethno-states in Europe by any means necessary, up to and including forced relocation of non-white people and genocide.“

          Es sind so gut wie alle key words aller xxx-studies enthalten und zwar in einem einzigen Satz! 🙂
          Wenn er jemals ein „Experte für Poststrukturalismus“ war, es gibt keinen besseren Beweis dafür, durch welche politische Brille er sie gelesen hat und politisch verwursten will.

          Schön finde ich den von ihm verlinkten Artikel zur „Konstruktion“ der „westlichen Zivilisation“ als Gegenstück zum Islam/den islamischen Ländern – es versteht sich von selbst, der Islam ist weder „Konstruktion“, noch wird er in seiner politischen Funktion als „Dominanzkultur“ analysiert und islamische Expansion samt „Kolonialismus und Imperialismus“ entfällt ebenfalls.
          Das sind sehr, sehr auffällige blinde Flecken.

          • @ Crumar

            „Zurück zu Pluckrose: “Cultural Marxism” is a Myth. The Threat Comes From Elsewhere.“ veröffentlicht Oktober 2018 im Aero Magazin:

            (…)

            Was das Gegenteil von dem ist, was du ihr unterstellst zu meinen.“

            Den von dir verlinkten Artikel von ihr hatte ich in der Vergangenheit auch schonmal bei Schoppe verlinkt, siehe meinen letzten Kommentar in diesem Strang:

            https://man-tau.com/2018/10/04/betrug-grievance-studies/

            Bei dieser Sichtweise blieb Helen Pluckrose aber nicht. Aktuell verbreitet sie Schwachsinn wie diesen:

            https://newdiscourses.com/2020/03/letter-misunderstanding-right/

            Hast du echt geglaubt, ich hätte nicht nachrecherchiert, was sie zurzeit tatsächlich vertritt, bevor ich sie diesbezüglich kritisiere? 🙂

          • @ Crumar

            „Jordan Peterson ist ein harmloser, eher liberaler Konservativer“

            Das sehe ich anders. Aus Gründen, die ich viele Male erklärt habe.

            Nach dem Niedergang der rechten Ideologie von Jordan Peterson lege ich meinen Schwerpunkt, was die Analyse und Kritik rechter Ideologien angeht, allerdings auf die Analyse und Kritik der aktuellsten Versionen der rechten Anti-Kulturmarxismus-Ideologie, also die Varianten von Douglas Murray sowie von James Lindsay und Helen Pluckrose.

          • @ Crumar

            „Es sind so gut wie alle key words aller xxx-studies enthalten und zwar in einem einzigen Satz!“

            Es geht in dem Satz um zeitgenössische rechte soziale und politische Bewegungen. Selbstverständlich sollten auch rechte Bewegungen differenziert und wahrheitsgemäß kritisiert werden, aber (von der Übertreibung am Ende) abgesehen, trifft das Gesagte zumindest auf spezifisch rechtsradikale Strömungen in den USA doch weitgehend zu.

            Rechtskonservative Strömungen sollten m.E. natürlich nochmal gesondert analysiert und kritisiert werden.

            „Wenn er jemals ein „Experte für Poststrukturalismus“ war, es gibt keinen besseren Beweis dafür, durch welche politische Brille er sie gelesen hat und politisch verwursten will.“

            Also mir ging es bei der Verlinkung dieses Artikels eigentlich um die sehr kenntnisreichen Passagen zu Lyotard, Foucault und Derrida, die den überwiegenden Teil des Textes ausmachen.

            „Schön finde ich den von ihm verlinkten Artikel zur „Konstruktion“ der „westlichen Zivilisation“ als Gegenstück zum Islam/den islamischen Ländern – es versteht sich von selbst, der Islam ist weder „Konstruktion“, noch wird er in seiner politischen Funktion als „Dominanzkultur“ analysiert und islamische Expansion samt „Kolonialismus und Imperialismus“ entfällt ebenfalls.
            Das sind sehr, sehr auffällige blinde Flecken.“

            Wenn dem so ist, kritisiere ich dies – aber ich lese nicht jede Verlinkung innerhalb eines Artikels.

            Ich würde eher empfehlen sich beim Lesen dieses Artikels auf das eigentliche Thema zu konzentrieren.

            Dass ein langer Artikel stets auch Passagen enthält, mit denen man selbst nicht übereinstimmt, ist doch sowieso klar. Wenn ich aber bei jedem Artikel, den ich verlinke, weil ich ihn im Großen und Ganzen für lesenswert halte, vorher auf jeden Kritikpunkt eingehen müsste, den ich trotzdem an dieser und jener Passage des Artikels habe, dann müsste ich ja zu fast jedem verlinkten Artikel noch einen eigenen Artikel schreiben. Dazu fehlt mir die Zeit.

          • @Leszek

            Noch einmal: Du hängst dich m.E. zu sehr an ihre falschen Haltung zur Kritischen Theorie (= Frankfurter Schule) auf und ignorierst vollständig, dass ihr Artikel – den du hier verlinkst – speziell für Konservative geschrieben und an diese adressiert ist.

            In dem Artikel schreibt sie ausführlich über verschiedene Fraktionen in der Linken und die ablehnende Haltung, die u.a. Marxisten gegenüber postmoderner Theorie seit Jahrzehnten eingenommen haben und verlinkt auch deren Kritik.

            Aus dem letzten Absatz geht die Eingangs beschriebene Intention auch klar hervor: „So, let’s have a deal. If conservatives can agree not to blame liberals or socialists (or even the radicals, kind of!) for Critical Social Justice, which has co-opted all of our movements and efforts against our will, we on the left can agree not to blame right-leaning libertarians and classical liberals for conspiracy theorists and religiously social conservatives who try to ban teaching of evolution and who want to render homosexuals as second-class citizens again. Your side is a coalition of factions, some of which need cleaning up, and so is ours. Most of us on “the left” are realizing we need to fight those on our Critical Social Justice fringe, and we hope you’ll start to notice.“

            Was du m.E. weiterhin ignorierst ist, dass im Zuge der Rassismus-„Debatte“ in den USA die Ausweitung des „cringe“ auf gänzlich andere Wissenschaftsbereiche bereits stattgefunden hat.
            Siehe bspw. #shutDownSTEM – die Argumentation ist identisch zur feministischen: Anspruch auf „representation“ analog zum Verhältnis in der Bevölkerung, ist dem nicht so, dann vorliegen von „racial (=gender) bias and discrimination“. Wie auch jede Form von „inequality of outcome“ das beweist, es hat „racial (=gender) bias and discrimination“ vorgelegen.

          • @ Crumar

            „Noch einmal: Du hängst dich m.E. zu sehr an ihre falschen Haltung zur Kritischen Theorie (= Frankfurter Schule)“ auf“

            Ich soll als Kritiker der rechten Anti-Kulturmarxismus-Ideologie ignorieren, dass Helen Pluckrose offenkundig eine weitere Version dieser destrukiven Ideologie propagiert? Nö, ich mache keine Konzessionen an Propagandisten der rechten Anti-Kulturmarxismus-Ideologie und knicke nicht vor ihnen ein, James Lindsay und Helen Pluckrose werden auch weiterhin von mir kritisiert werden.

            „und ignorierst vollständig, dass ihr Artikel – den du hier verlinkst – speziell für Konservative geschrieben und an diese adressiert ist.“

            Umso schlimmer, sie bestätigt als vermeintliche Expertin den konservativen/rechten „Culture Warriors“ einige ihrer falschen Behauptungen und legitimiert einen Teil von deren Diskursstrategien.

            „In dem Artikel schreibt sie ausführlich über verschiedene Fraktionen in der Linken und die ablehnende Haltung, die u.a. Marxisten gegenüber postmoderner Theorie seit Jahrzehnten eingenommen haben und verlinkt auch deren Kritik.“

            Lindsay und Pluckrose stehen eben vor dem Problem, dass sie zwar einerseits ein Fiasko, wie Jordan Peterson es durch seine ständige Lügerei für sich selbst heraufbeschwor (dessen zahlreiche falsche Behauptungen zum Thema dann von Experten viele Male zerpflückt wurden) gerne vermeiden möchten und dass Lindsay und Pluckrose andererseits trotzdem das US-amerikanische konservative/rechte Spektrum als Leser für ihre Schriften gewinnen wollen sowie ihren konservativen Geldgeber zufriedenstellen müssen:

            Das führt dann bei Lindsay und Pluckrose häufiger mal zu komischen Verrenkungen.
            Ihre falschen Behauptungen sollten aber m.E. nicht unwidersprochen bleiben, sondern mit guten Argumenten öffentlich zurückgewiesen werden.

          • @Leszek
            „Bei dieser Sichtweise blieb Helen Pluckrose aber nicht. Aktuell verbreitet sie Schwachsinn wie diesen:

            https://newdiscourses.com/2020/03/letter-misunderstanding-right/

            Hast du echt geglaubt, ich hätte nicht nachrecherchiert …“

            Du hast nicht verstanden oder verstehen wollen, was da steht. Pluckrose verbreitet nicht den Mythos des „cultural marxism“ und macht sich den nicht zu eigen, sondern setzt sich damit kritisch auseinander. So schreibt sie auch, dass die „Marxisten und viele Sozialisten“ dem „Neo-Marxismus“ überaus feindlich gegenüber stehen:

            … objected to the New Left’s Neo-Marxism (or Cultural Marxism, as they sometimes called their own framework) and its marked departure from a focus on economics into broader cultural issues. They also objected to the postmodernists for their incoherence, denial of objective truth, deep suspicion of Enlightenment reason, and intense focus on language, discourses, and attitudes rather than material reality and ideology.

          • @ Alex

            „Du hast nicht verstanden oder verstehen wollen, was da steht“

            Doch, doch.

            „Pluckrose verbreitet nicht den Mythos des „cultural marxism““

            Sie verbreitet ihn nicht nur, sondern verwendet sogar explizit den Begriff.

            „und macht sich den nicht zu eigen, sondern setzt sich damit kritisch auseinander. So schreibt sie auch, dass die „Marxisten und viele Sozialisten“ dem „Neo-Marxismus“ überaus feindlich gegenüber stehen:“

            Ja, das autoritäre Spektrum im Marxismus – also Leninisten, Stalinisten, Maoisten – standen dem Neomarxismus traditionell feindlich gegenüber. Neomarxismus ist ja ein Oberbegriff für mehrere demokratisch-sozialistische marxistische Strömungen, von denen einige relativ-Anarchismus-nah sind.
            Im freiheitlich-sozialistischen Spektrum – und auch weit darüber hinaus innerhalb der Linken – wird der sogenannte Neomarxismus hingegen überwiegend positiv beurteilt.

            Möchte sich Helen Pluckrose also lieber mit Stalinisten alliieren als mit demokratischen Sozialisten?
            Oder ist sie wirklich derart inkompetent, dass sie nicht weiß, was der Begriff Neomarxismus bedeutet?
            Oder will sie nur den Anschluss an das konservative/rechte Spektrum (und deren Feindbilder) nicht verlieren, da es dort potentielle Abnehmer für das Buch von ihr und Lindsay gibt?
            Oder folgt sie einfach den Vorgaben des konservativen Geldgebers von Lindsay und Pluckrose?

          • Hier ist übrigens ein interessanter kritischer Podcast zu James Lindsays, Peter Boghossians und Helen Pluckroses Geldgeber:

            SIO250: James Lindsay’s “New Discourses” Funded By Far Right Christian Nationalist

            https://seriouspod.com/sio250-james-lindsays-new-discourses-funded-by-far-right-christian-nationalist/

            Disclaimer: Ich stimme nicht allem Gesagten in diesem Podcast zu, manchmal bin ich auch anderer Meinung, trotzdem fand ich den Podcast interessant und hörenswert.

          • Noch ein weiterer interessanter Podcast zum Thema:

            EV – 150 Sovereign Nations and the Grievance Hoaxers

            https://voidpod.com/podcasts/2020/7/9/ev-150-sovereign-nations-and-the-grievance-hoaxers

            „Sovereign Nations“ ist der Name der Organisation, welcher Michael O’Fallon, der Sponsor von „New Discourses“, vorsteht. „Sovereign Nations“ ist eine rechtskonservative, christlich-nationalistische Organisation. „New Discourses“, die primär von James Lindsay geführte Internet-Seite, wird also von Michael O’Fallon finanziert.

            In dem Podcast geht es u.a. um die Weltsicht von „Sovereign Nations“ und die Beziehungen zwischen „Sovereign Nations“ und dem „Sokal Squared” Trio, also James Lindsays, Peter Boghossians und Helen Pluckrose.

            Disclaimer: Ich stimme nicht allem Gesagten in diesem Podcast zu, manchmal bin ich auch anderer Meinung, trotzdem fand ich den Podcast interessant und hörenswert.

          • @Leszek

            Fangen wir noch einmal von vorne an: Sokal ist der erste gewesen, der den Hoax geplant, durchgeführt und erklärt hat, das Team der „Sokal Squared“ hat den gleichen Plan in größerem Umfang durchgezogen, weil sich auch die Gegner in größerem Umfang institutionalisiert haben.
            Kritik an u.a. an epistemologischem und moralischem Relativismus identisch.

            Jetzt zu behaupten, das Team würde das Werk der Reaktionäre stellvertretend verrichten, hieße rückwirkend auch, Sokal hätte dies schon immer intendiert.
            Damit wird der gewünschte Eindruck erweckt „grievance studies“ = „progressiv“, Kritik an ihnen = reaktionär.
            Business as usual.

            Nancy Frazer hat den Begriff „Progressiver Neoliberalismus“ geprägt und präzise diese Strömung finanziert „grievance studies“, diversity, intersectionality etc. über alle Maßen.
            Wer auch immer gegen den Strom schwimmt, muss sich andere Veröffentlichungsmöglichkeiten und Finanzierungsquellen sichern.

            Genau so wurde auch gegen Arne Hoffmann agiert – streiche alle anderen Möglichkeiten zur Veröffentlichung in linken oder linksliberalen Medien und wenn er das implizite Berufsverbot nicht akzeptiert, dann schmiere ihm aufs Butterbrot, wenn er in neoliberalen oder rechten Verlagen veröffentlicht.
            Aus „keine Wahl“ mache einfach „seine Wahl“.
            Du denkst immer noch nicht zynisch genug, Leszek; unsere Gegner sind da wesentlich erfahrener.

            Eine der erfolgreichsten Figuren rechter Propaganda ist die Konstruktion von „The Left“ als einem monolithischen Block, so lange Pluckrose genau das per Argumentation als Chimäre entlarvt und den „lunatic fringe“ als „lunatic fringe“ bezeichnet, habe ich mit ihrer lupenreinen Argumentation in Sachen Kritischer Theorie und Postmoderne weniger Probleme als du.

          • @ Crumar

            Hier, schau mal, James Lindsay macht deutlich, dass Marxisten für ihn „der Feind“ sind:

            Bist du ganz sicher, dass du als Marxist jemanden, der Leute wie dich explizit zum Feind erklärt, unterstützen möchtest?

            Und hier noch was von Helen Pluckrose:

            „I tend to think of critical theories as a particular current that comes down from Marx’s ‚ruthless criticism of all that exists“ and that spirit to continue into post-Marxism, cultural Marxism, postmodernism and Social Justice scholarship even though they differ from Marx and each other.“

            https://letter.wiki/conversation/665

            Dieser Unsinn ist natürlich von William S. Lind übernommen.

            In Wahrheit schrieb Max Horkheimer, der Erfinder des Begriffs „Kritische Theorie“ allerdings:

            „Im übrigen habe ich oft betont, daß richtige Aktivität nicht bloß in der Veränderung, sondern auch in der Erhaltung gewisser kultureller Momente besteht, (…).“

          • @Leszek
            Das Stück von Hazony in Quillette ist sehr lesenswert, hatte ich gegen Ende des SMS hier vorgestellt!

    • @Leszek immer diese Kritik an Peterson, ich werde mir jetzt dieses „12 Rules“ vornehmen, und DU bist schuld. Nach dem 3-ten Erwähnen von Krabben hatte ich es eigentlich in die Ecke geworfen, jetzt will ich wissen WIE toxisch der Typ ist, dass er so viel Gegenwind verdient.

    • „… ein Teil meines aktuellen Themenschwerpunktes …“

      Sag mal, Du meinst das wirklich ernst? Das ist jetzt wirklich ernst gemeint? Oder hab‘ ich mal wieder den Schuss nicht gehört? Das ist jetzt keine verquere Ironie von Dir, kein missratener Witz, oder so?

      Das sind wirklich Deine Probleme? Öffentlichen Äußerungen von Leuten wie Pluckrose und Peterson? Das sind jetzt echt Deine Prioritäten? Im Zeitalter von Post-Truth und Social Media Reality! Und das ist Dir auch gar nicht peinlich?

      Verstehe.

  2. Hier ein interessanter Beitrag zu dem Zusammenhang zwischen Sexualitätsregulierung und Kulturentwicklung. Der Forscher zeigt , dass eine starke Beschränkung der Sexualität zu einer höheren Kulturstufe führt, wohingegen sexuelle Freiheiten zu einem Abstieg führen. Und: Diese sexuellen Freiheiten entstehen bei allen Kulturen durch Emanzipation.

    Führt also der Feminismus zum kulturellen Untergang?

    https://www.dijg.de/sexualitaet/joseph-unwin-sex-culture/

    • Die letzte Frage ist doppelt falsch, weil sie von falschen Voraussetzungen ausgeht.
      Erstens ist die zuverlässige Verhütungsform Pille erst entstanden und Jahre später kam die zweite Welle des Feminismus.
      Nebenbei bemerkt wurde die Pille erfunden von zwei Männern.
      Zweitens sorgt die Pille von einer Entkopplung von Sex und Reproduktion, was entschieden im männlichen Interesse ist.
      Es brauchte keinen Feminismus, um Männer davon zu überzeugen, dass Sex viel mehr Spaß macht, wenn das Risiko der Schwangerschaft nicht mehr existiert.

      Den Vorgang der Sublimation, beschrieben von Freud, auf den sich Unwin für seine Studie beruft, die 1934 erscheint, hier in den Worten von Freud: „Wir glauben, daß die Zivilisation durch den Verzicht auf die Befriedigung primitiver Impulse aufgebaut wurde und daß sie ständig wieder neu geschaffen wird, wenn ein Individuum die Befriedigung seiner instinktiven Begierden für das Gemeinwohl opfert. Die sexuellen Bedürfnisse sind eine der wichtigsten instinktiven, verwendeten Kräfte: sie sind in dieser Hinsicht sublimiert, d.h. ihre Energie wird von ihrem sexuellen Ziel hin zu anderen Zielen divergiert, die nicht mehr sexuell, sondern sozial wertvoller sind.“

      Was die fragwürdige These beinhaltet, ein sexueller Trieb sei in eine andere Richtung umlenkbar, weil das sexuelle Ziel mit einem beliebigen anderen Ziel austauschbar sei.
      Anders herum müsste der Zölibat zu außerordentlichen Leistungen in jeder Hinsicht geführt haben und wir wissen alle, das fand nicht statt.
      Schaut man sich die wissenschaftlichen Leistungen der letzten 60 Jahre an, scheint die These geradezu hirnlos zu sein.
      Der größte Teil dieser Entdeckungen entstand in Ländern, die einen liberalen und keinen repressiven Umgang mit Sexualität hatten.

      • @crumar
        „Was die fragwürdige These beinhaltet, ein sexueller Trieb sei in eine andere Richtung umlenkbar“

        Das ist eine jener Blödsinnsideen von Freud, die erst mal total aufschlussreich erscheinen, dann aber nur noch als Vorurteil der damaligen Zeit ….

      • „Anders herum müsste der Zölibat zu außerordentlichen Leistungen in jeder Hinsicht geführt haben und wir wissen alle, das fand nicht statt.“

        Zumindest haben sie einiges der altertümlichne Schriften nach dem Fall des Imperium Romanums durchs Mittelalter gerettet. Die Mönche waren die Schreiber und Schriftgelehrten und teilweise die einzigen im Dorf die lesen und schreiben konnten.

        • Das würde ich auch nicht in Abrede stellen wollen!
          Plus der Umweg, den wiederum griechische Philosophen über arabische Übersetzungen nahmen, um dann später wieder nach Europa zu gelangen.
          Wo es wiederum den Zölibat nicht gab.

          • Mönche und Nonnen werden auch sogut wie nicht dement oder alzheimer krank. Zumindest merken sie es nicht.
            Ich habe mal von einer Studie gelesen, dass Nonnen und Mönche ihre Körper nach dem Tod der Wissenschaft zur Verfügung gestellt haben. Einige hatten schwere Demenz also das Gehirn war teilweise völlig kaputt aber sie zeigten keine Symptome. Weil sie so einen festen Tagesablauf haben der sich so in tiefste Hirnschichten reinfrisst dass ihr Ablauf trotzdem noch funktioniert. Fand ich interessant.
            http://dzd.blog.uni-wh.de/index.html%3Fp=9977.html

          • Einige hatten schwere Demenz also das Gehirn war teilweise völlig kaputt aber sie zeigten keine Symptome. Weil sie so einen festen Tagesablauf haben der sich so in tiefste Hirnschichten reinfrisst dass ihr Ablauf trotzdem noch funktioniert. Fand ich interessant.

            Das könnte bei Feministen ähnlich sein. Vier oder fünf Parolen ist alles, was im Schädel Platz beansprucht. Und „wegen Patriarchat, tschänder pei gääp* geht immer.

    • Was ist das denn für ein merkwürdiger Text? Fußnoten, die ins Nichts führen. Das kulturelle Niveau eines Volkes wird allein an seinen religiösen Praktiken festgemacht, bis auf sechzehn Völker, die adhoc als im höchsten Maße zivilisiert gelten. Mal sehen, was für eine Quelle wir da haben: Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft, im Namen auch auf Englisch: German Institute for Youth and Society. Impressum:

      Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG)
      Jeppe Rasmussen (V.i.S.d.P.)
      Offensive Junger Christen – OJC e. V.

      Achso, da haben also Sittenwächter und Wichsgegner eine Abhandlung von 1934 aufgetrieben, die ihren Vorstellungen entgegenkommt. Daher auch Lobhudeleien wie „eine sorgfältige Herangehensweise […], die mit heutigen Studien kaum zu vergleichen ist“. Naja, inhaltlich hat crumar schon was Passendes dazu gesagt.

    • dass eine starke Beschränkung der Sexualität zu einer höheren Kulturstufe führt

      Dabei handelt es sich um einen alten, christlichen Topos. Nicht ganz zufällig leben Mönche und Nonnen sexuell enthaltsam.

      • „Nicht ganz zufällig leben Mönche und Nonnen sexuell enthaltsam.“

        Nicht ganz zufällig profitiert die Kirche davon am meisten, aller Reichtum landet in ihrem Schoss ….

        In China war das Hofpersonal des Kaisers kastriert, für das gleiche Ziel Vermögensakkumulation.

    • Der Wissenschaftsjournalist Rolf Degen fasst einige aktuelle Forschungsbefunde zur klassischen freudschen Sublimierungstheorie folgendermaßen zusammen:

      „Eine bedeutende Methode, „explosive“ Triebimpulse unschädlich zu machen, besteht nach Darstellung der Psychoanalyse im Abwehrmechanismus der Sublimierung. Die Sublimierung ist in dieser Terminologie die unbewusste Abwehr eines sexuellen Impulses und die Umleitung der psychosexuellen Energie auf ein anderes, nichtsexuelles Handlungsfeld.
      Menschen sublimieren unbewusste Anwandlungen, indem sie aufgestaute Energie in kulturelle und geistige Leistungen überführen. Sublimieren bedeutet praktisch, „Schmutz“ mental in Gold zu verwandeln.

      Die Sublimierung, die als reifster aller Abwehrmechanismen gilt, ist längst in den Bestand der Volksweisheit und des gesunden Menschenverstandes übergegangen. Völlig zu Unrecht, wie eine Forschergruppe um den Psychologen Roy F. Baumeister von der Case Western Reserve University , Cleveland, nach einer umfassenden Durchsicht der Literatur erklärt. „Wir haben nicht den kleinsten Hinweis darauf gefunden, dass Menschen sich gegen unakzeptable Wünsche und Leidenschaften wehren, indem sie diese in sozial wünschenswerte Leistungen umsetzen und dadurch irgendetwas Höheres erzielen.“ Genau genommen war in der sozialpsychologischen Fachliteratur der letzten Jahrzehnte nicht ein Beitrag zu entdecken, der auch nur etwas entfernt Ähnliches wie die Sublimierung aufgezeigt hätte.

      Auch der Blick auf einige kulturgeschichtliche Phänomene lehrt nach Auffassung der Autoren, dass die Vorstellung der Sublimierung partout nicht der Realität entsprechen kann. So war beispielsweise die Periode der größten sexuellen Enthaltsamkeit in den USA die Zeit des „wilden Westens“. Es kann jedoch absolut nicht behauptet werden, dass diese Ära sich durch irgendwelche herausragenden kulturellen Errungenschaften ausgezeichnet hätte. Zwar brachte die viktorianische Ära auf dem europäischen Kontinent tatsächlich eine Reihe von Entdeckungen und kreativen Leistungen hervor. Aber das traf ebenso auf das vorausgegangene Zeitalter der Aufklärung zu, die eher durch ungezügelte Ausschweifungen bestach.

      “Wenn sexuelle Energie in intellektuelle Leistungen überführt werden könnte, müssten Personen, die einen sehr hohen Bildungsstand erzielen oder geistig anspruchsvolle Tätigkeiten ausüben, weniger Sex haben als andere.“ Doch wie die empirischen Daten beweisen, trifft genau das Gegenteil zu: Hochgradig Gebildete haben häufiger Sex und mit mehr wechselnden Partnern, sie praktizieren eine größere Zahl von sexuellen Spielarten, und sie haben mehr außereheliche Affären. Das ist nur schwer mit der These zu vereinbaren, dass intellektuelle Leistungen sich aus „niederen“ Triebenergien speisen.

      Man könnte auch versuchen, die intellektuellen Leistungen katholischer Geistlicher – die im Zölibat leben – mit jenen jüdischer Geistlicher – die heiraten – zu vergleichen. „Es gibt jedoch erhebliche Zweifel, dass dieser Vergleich zu der Einsicht führen würde, dass die sexuelle Enthaltsamkeit Katholiken dazu beflügelt hätte, die größeren intellektuellen und künstlerischen Leistungen beizusteuern.“ In einer aufschlussreichen Langzeitstudie wurden 100 im Zölibat lebende Geistliche über einen Zehnjahreszeitraum beobachtet. „Nichts deutet darauf hin, dass der Verzicht auf Sexualität diesen Menschen die Kraft zu bedeutenden Tätigkeiten gegeben hätte.“ Ein großer Teil der Betroffenen stellte den Nutzen der Enthaltsamkeit selbst kritisch infrage, und die Unzufriedenheit mit dem Zölibat war das wichtigste Motiv einiger Probanden für die Beendigung der geistlichen Karriere.

      Schließlich, überlegen die Wissenschaftler mit einem unüberhörbaren Unterton der Ironie, bestände noch die Möglichkeit, das Sexualleben der berühmtesten Musiker, Schriftsteller und Maler des Jahrhunderts unter die Lupe zu nehmen.

      Aber unzählige anekdotische Hinweise lassen bei uns Zweifel aufkommen, dass wir dabei Hinweise finden könnten, die mit dem Konzept der Sublimierung vereinbar sind.“

      Literaturangabe zu den dargestellten Befunden:
      Baumeister, Roy F. et al.: Freudian defense mechanisms and empirical findings in modern social psychology. In: Journal of Personality , Vol. 66 (1998), S. 1081-1124.

      (aus: Rolf Degen – Lexikon der Psycho-Irrtümer, Piper, 2002, S. 195 -197)

      Trotzdem hat Sigmund Freud (den ich wie alle Klassiker der Tiefenpsychologie sehr schätze ) auch viele kluge und interessante Dinge geschrieben.

      Wer sich dafür interessiert, was von den freudschen, klassisch-psychoanalytischen Theorien zurzeit als empirisch-wissenschaftlich belegt gelten kann und was nicht, dem empfehle ich u.a. die folgenden Bücher:

      Peter Fonagy & Mary Target – Psychoanalyse und die Psychopathologie der Entwicklung

      und

      Karen Kaplan-Solms & Mark Solms – Neuro-Psychoanalyse: Eine Einführung mit Fallstudien

      • Genau genommen war in der sozialpsychologischen Fachliteratur der letzten Jahrzehnte nicht ein Beitrag zu entdecken, der auch nur etwas entfernt Ähnliches wie die Sublimierung aufgezeigt hätte.

        Nein,Leszek, die christliche Heilslehre sieht in der sexuellen Enthaltsamkeit und deren Sublimierung in der „geistigen Hinwendung zu Gott“ das gottgefällige Leben schlechthin. Das ist doch offensichtlich so und wird bewusst angestrebt. Ob sich das so ohne weiteres verallgemeinern lässt bleibt natürlich trotzdem fragwürdig, aber die erwähnte Behauptung (sowas gibt es nicht …) ist schlicht falsch.

        • Eine andere Frage ist, ob Enthaltsamkeit zu höheren geistigen Leistungen anspornt oder begünstigt. Das ist aber nicht die Frage, ob sublimiert wird oder nicht. In deinem Beitrag wird so zitiert, als sei das ein- und dasselbe. Ist es nicht.

          • Ich denke, damit ist eigentlich eine ganz andere Frage gestellt worden, die sich nicht um die Umlenkung der sexuellen Energie dreht, sondern um etwas simples: Verausgabung von Lebenszeit.

            Wer sich als PUA jeden Abend auf die Pirsch für einen ONS begibt, dem wird diese Zeit fehlen, um geistige Leistungen zu vollbringen.
            Es sei denn natürlich, es handelt sich um das eigentliche Forschungsfeld und dies sind Feldstudien.
            Was für die wenigsten zutreffen wird.

          • @ Pjotr

            „Das ist aber nicht die Frage, ob sublimiert wird oder nicht. “

            In der klassisch-freudschen Sublimierungstheorie schon. In dem zitierten Artikel von Rolf Degen geht es ja um diese

      • “Wenn sexuelle Energie in intellektuelle Leistungen überführt werden könnte, müssten Personen, die einen sehr hohen Bildungsstand erzielen oder geistig anspruchsvolle Tätigkeiten ausüben, weniger Sex haben als andere.“ Doch wie die empirischen Daten beweisen, trifft genau das Gegenteil zu: Hochgradig Gebildete haben häufiger Sex und mit mehr wechselnden Partnern, sie praktizieren eine größere Zahl von sexuellen Spielarten, und sie haben mehr außereheliche Affären. Das ist nur schwer mit der These zu vereinbaren, dass intellektuelle Leistungen sich aus „niederen“ Triebenergien speisen.

        Diese Behauptung basiert auf der Annahme, es gäbe nur ein begrenztes Budget an sexueller Energie. Wer die für Kreatives verwende, dem bliebe nix mehr zum Rammeln.
        Das ist aber Unfug. Wenn du häufig Hanteln stemmst, wird dein Kraftbudget ja auch nicht verbraucht, sondern eher gesteigert. Intellekt und Drüse schaukeln sich Hand in Hand auf Höchstleistungen.

  3. Interessiert Ihr Euch für Leichtathletik? Gibt ja kein Olympia, daher hab ich mal ein paar Videos geschaut.

    Ich war da schon überrascht – YouTube ist voll mit sehr schlecht versteckten Wichsvorlagen. Heisst dann „Euro 2019 Youth Trials“ oder so und ist eigentlich immer nur eine Aneinanderreihung von schlanken Frauen, die ihre knapp bekleideten Hintern in die Kamera halten. Weitsprung geht anscheinend nur mit freien Pobacken.

    Nun dachte ich, die Sportlerinnen sind bestimmt sau verärgert über die ständige Objektifizierung ihrer Körper. Also mal ein paar von denen auf Instagram gesucht (reine Forschung!). Und siehe da: geht da nahtlos weiter. Unterscheidet sich net gross von Pin-Up Modellen.

    Kann ja sein, daß man nur so Geld verdient als Leichtathletin, aber überrascht war ich trotzdem. Internet ist 4 porn.

    • Haben die da auch Kleidervorschriften wie beim Beachvolleyball?

      Hier Männer:

      Die Kleidung verdeckt mehr Haut, wie gezeigt wird.

      Und hier Frauen:

      • Mich stört das ehrlichgtesagt nicht. Im Alten Griechenland waren Athleten ganz nackt. Als Wichsvorlage betrachte ich das auch nicht weil es ein ernsthafter Wettkampf ist und ich einen gut trainierten menschlichen Körper auch wertschätzen kann ohne gleich an Sex zu denken.
        Gut defiierte Muskeln, arsch ohne Cellulite, ist doch mal gut.

        • Ich frage mich nur ob es da Vorschriften gibt. Ich interessiere mich nicht wirklich für Leichtathletik, aber der Sport wird doch mittlerweile auf so hohem Niveau betrieben, das ist erwartet hätte das Männer und Frauen, abgesehen vom Sport-BH, sehr ähnliche Kleidung tragen.

  4. Interessante Frage. Ich denke das hängt dann davon ab wie woke und ideologietreu die Person ansonsten ist. Also eine fette weiße Person, die alle Weißen für Rassisten hält, steht weiter oben in der Hierarchie, wie eine dünne schwarze Person, die Weiße nicht komplett für Rassisten hält.

        • Danke fürdie Blumen!
          Das Deprimierende ist nur, daß man mit diesen Diskussionsbeiträgen politisch überhaupt nichts bewirkt. Die wirklichen Drahtzieherinnen bestellen beim von ihnen kontrollierten Wissenschaftsrat eine Studie über die Glanzleistungen der Gender Studies, mit denen sie hinterher die offiziell beweisen, wie alternativlos und noch mehr förderungswürdig die Gender Studies sind.

    • @mitm

      M.E. hast Du Dir da die falsche Person ausgesucht, um auf den Gender Studies herumzureiten.
      Das Buch von Koppetsch finde ich eines der besten Bücher über Rechtspopulismus.
      Abgesehen davon, dass Koppetsch sich eben gerade gegen die Identitätslinke wendet und vor allem den Rechtspopulismus wieder primär eben nicht als Identitätskonflikte deutet (sind ja alles nur abgehängte Männer oder Männer, die weiss und heterosexuell oder alt sind etc,.), sondern dies insbesondere auch als Konflikt zwischen Kosmopolitismus und Kommunitarismus deutet und natürlich als Konflikt zwischen verschiedenen Milieus, Klassen und Schichten.
      Abgesehen davon, dass man die Vorwürfe, die man Koppetsch macht, m.E. vielen anderen Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften auch machen könnte. Man dürfte also eher den Verdacht hegen, dass es der momentanen kulturellen Hegemonie nicht gepasst hat, wie Koppetsch den Rechtspopulismus einordnet und interpretiert.

      • Das Buch von Koppetsch finde ich eines der besten Bücher über Rechtspopulismus

        Ich kenne es zugegebenerweise nicht. Aber offenbar hat sie sich umfänglich bei Reckwitz bedient, dessen Theorie von der „Gesellschaft der Singularitäten“ ich sehr überzeugend fand, ferner bei mehreren anderen Autoren, die mir auch positiv aufgefallen waren.

        Die spannende Frage ist dann, was die eigene wissenschaftliche Leistung von Koppetsch war – dieser Anteil wird ja, anders kann man das Gutachten der TU kaum interpretieren, vielfach mit Verweis auf nicht nachvollziehbare Quellen begründet.

        Alles wird in ihrem Büchern sicher nicht falsch sein (das war mir klar, ich habe vermieden, das zu behaupten), vieles wird sogar richtig sein, man weiß nur nicht, was und was nicht.

        Schmollack hat in ihrem zitierten taz-Artikel, den ich erstaunlich selbstkritisch fand, diesen Punkt in gewisser Weise bestätigt: sie kritisierte die fehlende Distanz zu Koppetschs Texten. Koppetsch schrieb, was alle hören wollten, und sie war damit everybodys darling und niemand schaute genau hin (Relotius läßt grüßen).

        Abgesehen davon, dass man die Vorwürfe, die man Koppetsch macht, m.E. vielen anderen Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften auch machen könnte.

        Das lasse ich mal so stehen 😉 Würde heißen, daß man locker die Hälfte der Professuren einsparen könnte?

        • @ Alex

          Kopeetsch schreibt beispielsweise:

          «Als gleichermaßen unbefriedigend erweisen sich paternalistische Sichtweisen auf vorgebliche Persönlichkeitsdefizite von AfD-Anhängern. Alternativ wird den Wählern, die vorrangig in den benachteiligten Schichten vermutet werden, Irrationalität oder eine kollektive seelische Störung – wie zum Beispiel Autoritarismus, Fremdenfeindlichkeit etc. – attestiert, die mal auf ungünstige Sozialisationsbedingungen (in der Arbeiterklasse), mal auf die unvollständige Aufarbeitung zweier Diktaturerfahrungen (in Ostdeutschland), mal auf die mentalen Sedimente eines autoritären Kapitalismus zurückgeführt wird (Heitmeyer 2010). Damit wird der politische Konflikt gleichsam aus dem persönlichen Horizont in die vorgeblich defizitäre Persönlichkeitsausstattung ›der anderen‹
          gerückt – eine Form der Zuschreibung, die in der Anthropologie Edward Saids als othering bezeichnet wird.
          (…)
          So stehen die tonangebenden progressiven Kräfte, die sich gegenwärtig für Feminismus, Antirassismus, Multikulturalismus und die Rechte sexueller Minderheiten engagieren, faktisch im Bündnis mit den wissensintensiven Ökonomien der Finanzindustrie, des Silicon Valley und des
          New Public Management an Universitäten, Schulen und öffentlichen Verwaltungen (Fraser 2017).2»

          Das richtet sich m.E. eindeutig gegen die linksidentitätspolitische hegemoniale Sicht der urbanen, kosmopolitischen Akademikerklasse.

          • @Mark, das ist ja total faszinierend! Das Zitat hast du vermutlich aus dem Buch abgetippt, heissen Dank dafür!

            „Das richtet sich m.E. eindeutig gegen die linksidentitätspolitische hegemoniale Sicht der urbanen, kosmopolitischen Akademikerklasse.“

            Schon, aber die Kritik erfolgt mit einem zentralen Begriff, dem die ganze linke Identitätspolitik zugrunde liegt, der „Fremdzuschreibung“ (wenn ich „othering“ mal so übersetzten darf) des „Postkolonialismus“, der die Kreation des sogar benannten Edward Said ist! Aus diesem Grund sollen ja alle „stolz“ auf ihre Identität sein, damit sie die Fremdzuschreibung dadurch überwinden, indem sie sich die einfach einverleiben und dadurch transformieren.

            In ganz deutliche Worten ausgedrückt: Kopeetsch fordert implizit einen Eingeborenenstatus für die eingeborenen Weissen. Kopeetsch ist also auf der identitätspolitischen Überholspur! (Sie hält ja den identitären Linken auch noch ganz klar das Verlassen des richtigen Weges vor, mit dem Fraser-Zitat)

            Das ist sehr originell und radikal gedacht. Und wem das identitätspolitisch die Tür öffnet, muss ich wohl nicht nochmal betonen….
            Das Wirken Edward Saids und sein Postkolonialismus jedenfalls schufen den Mythos des eingeborenen Palästinensers und machte den palästinensischen Nationalismus zur zentralen Herzenssache und Befreiungsbewegung der postkolonialen akademischen Linken. Das halte ich für den wesentlich wichtigeren Einfluss auf die identitäre Linke als Marx, Foucault und die anderen französichen Hansel zusammen, btw

            Jemand, der so radikal und originell eine Neuausrichtung des identiären Denkens wagt, soll auf der anderen Seite billigst plagiieren? Das passt nicht. Könnte also ein Vorwand sein, um Kopeetsch abzuservieren, ohne eine Kritik formulieren zu müssen. Ob der Plagiatsvorwurf also überhaupt stimmt, frage ich mich jetzt. Gute Chance, dass dem nicht so ist!

          • @ Alex

            Gut, bei Dir ist natürlich bereits jeder Begriff mit der Identitätslinken verbunden. Man könnte das „otheringf“ auch ganz banal mit „Stigmatisierungsprozessen“ wie dies Erving Goffmann gemacht hat:

            https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-531-92196-9_8

            Und ob diese Begrifflichkeit nun auch von den Identitätslnken gebraucht wird, ist mir eigentlich egal, zumal ich Stigmatisierungsprozess tatsächlich als Realität sehe und somit für die Analyse der Wirklich als wichtig erachte. 🙂

          • @ Alex

            Sollte natürlich heissen (bin noch ein bisschen müde):

            Gut, bei Dir ist natürlich bereits jeder Begriff mit der Identitätslinken verbunden. Man könnte das „othering“ auch ganz banal mit „Stigmatisierungsprozessen“ übersetzen wie dies Erving Goffmann gemacht hat:

            https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-531-92196-9_8

            Und ob diese Begrifflichkeit nun auch von den Identitätslnken gebraucht wird, ist mir eigentlich egal, zumal ich Stigmatisierungsprozess tatsächlich als Realität erachte und somit für die Analyse der Wirklichkeit also wichtig sind. 🙂
            Abgesehen davon, dass Koppetsch, wenn man das Buch liest, fast wirklich ohne diese ganze Schrott-Begrifflichkeit der Identitätslinken auskommt, sondern in guter alter sozialwissenschaftlicher Tradition schreibt.

          • @Mark
            „Gut, bei Dir ist natürlich bereits jeder Begriff mit der Identitätslinken verbunden. Man könnte das „othering“ auch ganz banal mit „Stigmatisierungsprozessen“ übersetzen ….“

            Allzubillige Polemik. Nein, das ist der Kern der Identitätspolitik, die Idee des „othering“, die völlig unzureichend mit „Stigmatisierung“ übersetzt ist.
            Said war auch der akademische Ziehvater Judith Butlers btw.
            Der Kern des ganzen war und ist es, den palästenensischen Terrorismus zur cutting edge der progressiven Linken zu machen, weshalb auch BLM gerade daran wie selbstverständlich anknüpft.

      • @Mark Smith:

        »Das Buch von Koppetsch finde ich eines der besten Bücher über Rechtspopulismus.«

        Das berührt aber doch nicht die Frage, ob es die Kriterien eines Plagiats erfüllt! Vereinfacht gesagt: wenn sie viel bei Reckwitz geklaut hat, dann hat tatsächlich Reckwitz »eines der besten Bücher über Rechtspopulismus« geschrieben.

        Was z. B. der verlinkte FAZ-Artikel berichtet, ist ja vernichtend, und wenn diese Kritik Substanz hat, dann ist es unerheblich, wenn sich einige Identitätslinke womöglich darüber frauen, dass sie abgeschossen wurde.

        Ich habe das gar nicht mitbekommen, von daher auch von mir danke an mitm!

        • @ djadmoros

          M.E. hat mitm darauf abgezielt, dass Koppetsch eine klassische Gender Studies-Professorin ist und eben ein typisches Exemplar der Gender-Studies, welche sowieso die wissenschaftlichen Standards nicht hoch halten. M.E. ist eben Kpppetsch überhaupt keine typische Gender.-Studies-Professorin, zumal sie völlig andere Themen beackert und zwar in guter alter sozialwissenschaftlicher Tradition. Das heisst nun nicht, dass sie nicht plagiiert hat. Aber, m.E. wurde hier bei ihr ein Exempel statuiert, zumal das, was man ihr vorwirft, bei vielen anderen Sachbüchern bei vielen anderen Wissenschaftler auch vorfindet. Beispielsweise, dass man eher lax mit der empirischen Forschung umgeht oder dass die Selbstzitation (man zitiert in einem neuen Buch Passagen aus einem alten Buch und gibt dies nicht an) eben nicht als Zitat ausgewiesen wird.

          • @Mark Smith:

            Gut, dann wäre der Vergleichsbereich alle anderen, die genauso vorgehen, aber an denen kein Exempel statuiert wird. Hast Du ein paar einschlägige Beispiele (Sachbücher, Wissenschaftler), wo das Deiner Ansicht nach der Fall ist?

          • @Mark
            „M.E. ist eben Koppetsch überhaupt keine typische Gender.-Studies-Professorin, zumal sie völlig andere Themen beackert und zwar in guter alter sozialwissenschaftlicher Tradition.“

            Mark, die Koppetsch ist ganz klar eine Identitär-Linke, das wird schon aus der Einleitung deutlich. Von der alten Verschwörungstheorie vom Einfluss des Papstes via seine Katholiken wird von ihr ernsthaft eine Parallele zum türkischen Präsidenten Erdogan gezogen (S. 13), wie lächerlich.

            In einer wichtigen Sache habe ich mich aber geirrt: Koppetsch ist *kein* Fan Saids und seiner postkolonialen Schule und möchte identitätspolitisch noch *davor* ansetzen, bei deren ganz „persönlichem Horizont“, was natürlich ein Affront gegen Said und die ganze Theorie von der „Critical Whiteness“ ist. Das ganze Buch soll darum gehen einen „alternativer Ansatz“ zu entwickeln, „der die strukturellen Ursachen für den Aufstieg der neuen Rechtsbewegungen als Folge eines bislang noch unbewältigten epochalen Umbruchsbetrachtet, der in den zurückliegenden 30 Jahren deutliche Spuren in den Tiefenstrukturen westlicher Gesellschaften hinterlassen hat.“

            Also verspricht Koppetsch hier die zentrale Heilslehre der identitären Linken (von Said angestossen und vom Postkolonialismus entwickelt) auf ein neues Fundament zu stellen!

            Das ist die Ankündigung einer linksidentitären Revolution. Naturgemäss kann das aber niemals „in guter alter sozialwissenschaftlicher Tradition“ sein ….

            Es wird ja immer spannender!

          • @Mark Smith „M.E. hat mitm darauf abgezielt, dass Koppetsch eine klassische Gender Studies-Professorin ist ….“

            Nicht klassische, sondern überhaupt eine, und zwar eine sehr erfolgreiche Vorzeigefigur, mit der interessierte Kreise demonstrieren können, wie wichtig und gesellschaftlich einflußreich „die Gender Studies“ sind.

            „M.E. ist eben Kpppetsch überhaupt keine typische Gender.-Studies-Professorin,“

            Wenn man Hark oder ähnliche fanatische Professixe als „typisch“ definiert, dann ist Koppetsch nicht typisch. Im (vermutlichen) Spektrum der Fanatisierungsgrade der GS-Profs würde ich Koppetsch im Mittelfeld einordnen. D.h. daß ihre Weltwahrnehmung signifikant durch feministische Mythen verzerrt ist, aber insg. nicht völlig daneben. Beispiel: in der Einleitung zum ihrem Zorn-Buch (Link s.o.) schreibt sie auf S.9:

            .. politische Ausdruck der Rückwärtsgewandtheit … Größere Bevölkerungsgruppen verlassen den gemeinsamen Boden der Wirklichkeit, sie bilden eine Parallelöffentlichkeit heraus, kehren bisherigen politischen Narrativen den Rücken oder bestreiten gar die Gültigkeit wissenschaftlichen Wissens, etwa wenn sie den Klimawandel leugnen oder die Auffassung vertreten, dass die Rollen von Mann und Frau biologisch festgelegt (und nicht etwa gesellschaftlich geprägt) seien.

            D.h. sie präsentiert hier den klassischen feministischen Strohmann, relevante Kreise hätten den Standpunkt, Rollen von Mann und Frau ausschließlich biologisch festgelegt. Sie propagiert hier lieber die Blank-Slate-Hypothese. Das war einer von mehreren Momenten in dem Text, wo ich dachte, meine Güte, was für ein Unsinn.

            Zum Vergleich Reckwitz, z.B. dieses sehr lange Interview: https://www.salonkolumnisten.com/der-neue-klassenkampf Das ist mMn eine ganze Klasse besser als das, was Koppetsch schreibt.

          • Steht auch in „guter alter sozialwissenschaftlicher Tradition“, dass Koppetsch „unterprivilegierte Gruppen“ „zu einer trans-nationalen Klasse, zu einem transnationalen Unten, zusammen“schweisst, also zu einem neuen Proletariat, welches sie wenig originell „globales Dienstleistungsproletariat“ nennt? Welches dann gegen die Klasse der „Kosmopoliten“ gestellt wird?

            Diesen faden Ausguss des marxistischen Dualismus Kapital – Proletariat stellt Koppetsch als eine angeblich neue Epoche dar, wobei der Rechtspopulismus die grosse Reaktion auf diesen angeblichen Epochenumbruch darstellen würde. Das stellt sie möglichst vage als „emotionalen Reflex“ hin, denn sie kann dieses rechte Lumpenproletariat schlecht zum Erfüllungsgehilfen der globalen Kosmopoliten machen, da von linker Seite dieser Begriff so positiv besetzt worden ist…. Tja, so verschwurbelt man sich, wenn der propagandistische Mist so selbstwidersprüchlich geworden ist, den aber nicht antasten kann…

          • @djadmoros

            Lies doch mal Foucault und auch sonst die Poststrukturalisten mit ihrem laxen Umgang mit Empirie. Begriffe werden weder streng definiert, noch irgendwie operationalisiert, geschweige repräsentative Studien gemacht. Und wer sich vielfach selbst zitiert, ohne dies anzugeöben wäre ein Soziologe wie Lothar Böhnisch. Der vermutlich gut und gerne 30-40 Bücher veröffentlicht hat, aber immer wieder Textpassagen aus alten Büchern in neuen Büchern übernimmt. Man merkt das eben nicht so schnell, wenn man die Autoren nicht gut kennt.
            Aber das macht m.E. auch Bourdieu, Giddens, Beck, Luhmann etc, die immer die gleichen Phrasen bringen, die sie in anderen Büchern auch längst ausgearbeitet haben.

          • @mitm
            Du schreibst:
            «Nicht klassische, sondern überhaupt eine, und zwar eine sehr erfolgreiche Vorzeigefigur, mit der interessierte Kreise demonstrieren können, wie wichtig und gesellschaftlich einflußreich „die Gender Studies“ sind.»

            Was einfach mal eine Behauptung ist, ohne irgendwelche empirische Unterfütterung. 🙂

            Du schreibst:
            «D.h. daß ihre Weltwahrnehmung signifikant durch feministische Mythen verzerrt ist, aber insg. nicht völlig daneben. Beispiel: in der Einleitung zum ihrem Zorn-Buch (Link s.o.) schreibt sie auf S.9:»

            Was genau hast Du denn von Koppetsch alles gelesen. Und diese zwei Beispiele die Du bringst, hauen mich also nun nicht um, um Koppetsch einfach links liegen zu lassen. Lies einfach mal das ganze Buch und dann siehst Du, dass sie viele unterschiedlichste Konzepte, Theorien und Befunde einbringt, die nun wirklich nix mit Gender Studies, Poststrukturalismus oder Identitätspolitik zu tun haben.

          • @ Alex

            Nö, Koppetsch nimmt natürlich auch die folgende These auf, wie sie
            Wolfgang Merkel ausgearbeitet hat: Kosmopolitismus vs, Kommunitarismus:

            „https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-17446-0_2

            Und dann würde ich sagen, nimmt sie auch die anderen Konfliktlinien auf, wie sie hier beispielsweise Michael Sommer skizziert hat:
            Michael Sommer

            Aber natürlich noch viel mehr! Sie ist also viel differenzierter, als Du ihr unterstellst. 🙂

          • @Mark Smith:

            Lies doch mal Foucault und auch sonst die Poststrukturalisten mit ihrem laxen Umgang mit Empirie. Begriffe werden weder streng definiert, noch irgendwie operationalisiert, geschweige repräsentative Studien gemacht.

            Dieser Verdacht hat mich auch schon öfter geplagt, aber ich bin kein gelernter Soziologe und würde so eine Aussage nicht riskieren 😉

            Wenn es stimmt, dann ist es eigentlich ziemlich übel füren Berufsstand. Das führt zu einer grundsätzlichen Frage: sind soziologische Theorien nur Narrative, mit denen sich eine bestimmte Leserschaft die Welt erklärt? Sozusagen Unterhaltungs- und Ernbauungsliteratur?

            Die Soziologie ist ja nicht zu beneiden: moderne Gesellschaften sind extrem komplex, die Leute wollen überschaubare und verstehbare Modelle der Realität haben, die nötige Komplexreduktion ist so massiv, daß sie zwangsläufig irgendwie willkürlich ist. Dann ist die Versuchung groß, sich den Aufwand für zuviel Empirie zu sparen, gute Menschenkenntnis reicht aus, und man erfindet Narrative. Guter sprachlicher Ausdruck ist entscheidend.

          • @mitm
            Die Ökonomie leidet an der gleichen Krankheit. Ich meine sieh es mal so: auch die Naturwissenschaften sind durchsetzt mit Quatsch und das liegt beileibe nicht am Postmodernismus, sondern einfach an der menschlichen Natur, ein korruptes Herdenweisen zu sein. In den sogeannten „weichen“ Disziplinen, musst du dann nach den sprichwörtlichen Nadeln im Heuhaufen suchen – und die gibt es natürlich auch 🙂

          • @ mitm

            „Dieser Verdacht hat mich auch schon öfter geplagt, aber ich bin kein gelernter Soziologe“

            Die meisten bekannten Vertreter des Poststrukturalismus waren/sind ebenfalls keine gelernten Soziologen. Sie waren/sind überwiegend in bestimmten geisteswissenschaftlichen Disziplinen zu Hause. Die meisten bekannten Vertreter des (nicht-politisch-korrekten) Poststrukturalismus sind aber (mit wenigen Ausnahmen) in ihren jeweiligen Disziplinen sehr kompetent.
            Philosophen, Geschichtswissenschaftler oder Literaturwissenschaftler sind natürlich nach den wissenschaftlichen Standards in ihren eigenen Disziplinen zu beurteilen und ihnen kann schwerlich vorgeworfen werden, dass sie keine empirische Sozialforschung betreiben, wenn sie nun mal keine empirischen Sozialforscher sind.

          • Korrektur:

            „wenn sie nun mal keine empirischen Sozialforscher sind.“

            Gemeint war:

            Wenn sie nunmal keine Soziologen bzw. Sozialwissenschaftler sind.

          • @mitm:

            »Das führt zu einer grundsätzlichen Frage: sind soziologische Theorien nur Narrative, mit denen sich eine bestimmte Leserschaft die Welt erklärt? Sozusagen Unterhaltungs- und Ernbauungsliteratur?«

            Ich denke, auf eine bestimmte Leser- und soziologische Autorschaft trifft das leider zu. Zu viel qualitative Sozialforschung, zu viel Diskursanalyse, zu kleine Samples, zu geringe Abgrenzung zu politischem Aktivismus. Dabei sind die technischen Hürden für anspruchsvolle Statistik heute eigentlich weggefallen: wo man früher teure Lizenzen für SAS oder SPSS brauchte, gibt es heute freie Software, und niemand muss sich mehr vor ein Großrechnerterminal hocken, weil die PCs leistungsfähig genug sind.

          • @ Leszek:

            Philosophen, Geschichtswissenschaftler oder Literaturwissenschaftler sind … nunmal keine empirischen Sozialforscher / keine Soziologen bzw. Sozialwissenschaftler sind.

            Sie tun aber regelmäßig so als ob. Philosophen denken ja öfter mal über Gut und Böse nach, oder ob etwas Recht oder Unrecht ist. Dabei macht man bei vielen Gelegenheiten zwangsläufig Annahmen über die sozialen Auswirkungen von Verhaltensweisen, typische Motive usw.. Diese Annahmen kann man als allgemeine Menschenkenntnis bezeichnen, aber Menschenkenntnis ist i.w. private empirische Sozialforschung, eventuell unterbewußt.

            Geschichtswissenschaftler ebenfalls, die wollen doch u.a. wesentliche soziale Entwicklungen beschreiben.

            @ djadmoros

            Zu viel qualitative Sozialforschung …. zu geringe Abgrenzung zu politischem Aktivismus.

            Kommt mir auch so vor. Man sollte mal separat darauf eingehen, inwieweit politisch relevantes soziologisches „Wissen“ von solchen qualitativen Sozialforschern stammt, oder von Literaturwissenschaftlern oder Philosophen oder Juristen (m.E. oft gefährliche Fanatiker) oder Politologen oder dem gesunden Menschenverstand 😉

            die technischen Hürden für anspruchsvolle Statistik heute eigentlich weggefallen

            Stimmt, aber die mathematische Hürde bleibt bzw. ist eher größer geworden. p-Wert sind völlig out (werden trotzdem laufend benutzt), „in“ sind Bayes-Faktoren, die man erst man neu lernen muß, da scheint einiges in Bewegung zu sein.

  5. Gut!

    DiAngelo advances an innovative new definition of racism. Far from being the dislike of people of another group because of their race, racism instead consists of participating in any system that produces differential outcomes. As early as page 13, DiAngelo dismisses basically all traditional definitions of racism: “A racist is not someone who holds a conscious dislike of people because of [their] race.” Nor does racism mean belief in the genetic inferiority of another race; DiAngelo devotes a chapter to the thesis that genetic race does not exist. Rather, racism is any system of “collective prejudice backed up by the power of legal authority and institutional control.”

    Was darauf hinausläuft, die „human agency“ insgesamt zu verwerfen. Die Menschen sind sowas wie Ameisen und können daher auch so behandelt werden — diese Überzeugung liegt jedem Kollektivismus zugrunde und dient natürlich als Rechtfertigung für willkürliche Machtausübung.

  6. Idiotische Verschwörungstheorie von Weisband. Sowas ist bei den Grünen ganz normal, sie sind nur nicht so blöd, das in die Welt hinauszuposaunen. Ob sich das gerade ändert?

      • Ein GI oder Rotarmist, der 1945 achtzehn Jahre alt war, ist heute – so er noch lebt – 93.

        Schicke den paar Leuten mirwegen eine persönliche Dankeskarte, aber tu doch nicht so, als ob wir *den Amerikanern* fürs Befreitwerden noch irgendetwas schulden. Oder schulden die uns etwa auch noch eine Entschädigung fürs terror bombing?

  7. Every time international women’s day comes around,
    social media pisses me off.
    Because there is always this one fucking guy, right ladies?
    You know who he is. He gets on there and says:
    „Why isn’t there an international men’s day?“
    It’s like: „Fuck off man, it’s 2019!“
    and it is upsetting to think that this day and age
    that there are still guys out there who think
    the achievements of men could be celebrated
    in a single day! #bradaustin

    ^^

    • Freut ihr euch? Schon oder, da ihr doch sicher keine Nazis seid?

      Wie gesagt, der Türke und der Araber und eigentlic jeder Nicht-Westeuropäer hat sein Land noch, aber wenn die Deutschen mit ihrem Multikulti „Kampf gegen Rechts ist das wichtigste“ Experiment durch sind, werden sie es sein, die keine Heimat mehr haben, nirgendwo.

    • http://voxday.blogspot.com/2020/08/cleaning-house-at-usps.html

      I’m sure this „sweeping overhaul of the agency“ has nothing with Democrats‘ plans to subvert the election through mail fraud:

      Government watchdogs, Democratic lawmakers, and pro-democracy advocates declared it a „Friday Night Massacre“ for the U.S. Postal Service after news broke in a classic end-of-the-week dump that Louis DeJoy—a major GOP donor to President Donald Trump and the recently appointed Postmaster General—had issued a sweeping overhaul of the agency, including the ouster of top executives from key posts and the reshuffling of more than two dozen other officials and operational managers.

      The Trumpslide beckons.

      • Ja, wer weiß, was da noch alles im Hintergrund läuft. Der tiefe Staat der Amis ist ziemlich unauslotbar.

        Aber man sieht auch schön, wie kaputt deren System ist. Normalerweise würde man von Politikern erwarten, dass sie für die Lücken in der Briefwahl eine Lösung finden. Machen sie aber nicht. Sie blockieren sich lieber gegenseitig, denn es geht nicht ums Land oder gar den Souverän, sondern nur um MACHT.

    • Sieht aus wie eine klassische Farbenrevolution, finanziert von den üblichen Verdächtigen. Also wird im besten Fall eine der üblichen westlichen Multi-Kulti-Mediendiktaturen bei rauskommen, wie bei uns. Mit Nato-Truppen versteht sich, denn darum geht es ja eigentlich. Vielleicht gibt es auch Krieg, wie in der Ukraine.

      Wie praktisch:
      „wurde am 8. Januar 1995 mit Russland ein Pachtvertrag abgeschlossen, der den russischen Streitkräften bis 2020 die Nutzung von militärischen Anlagen und Stützpunkten in Weißrussland gewährt“
      https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Frussische_Streitkr%C3%A4fte

      Passt ja wieder wie die Faust aufs Auge. Bin ja gespannt, wie Putin reagiert. Ob der sich einmischt und wie.

      • Sie hat sich gegen einen Twitter-Account entschieden, weil sie die Menschen nicht in ihrem Privatleben belästigen möchte. Oh wie böse!
        Ihre Ablehnung der „sozialen Medien“ macht sie selbstredend noch sympathischer. 🙂

        Sie macht auch den entscheidenden Punkt in der „Kontroverse“, sie weigert sich nämlich, ihr Publikum für „strunzdumm“ zu halten und man könne es durchaus mit Dilemmata und Ambivalenzen alleine lassen.
        Diese Perspektive nehmen diejenigen ein, die sie kritisiert haben: Verfechter des „betreuten Denkens“.
        Die jedoch nicht in der Lage sind, zwischen der Künstlerin und ihrer Kunstfigur zu unterscheiden – inzwischen ist das „Ich bin meine eigene Projektion“ zur Seuche geworden.

        • Man darf niemals vergessen, dass diese Progressiven die Literatur und „Narrative“ als den eigentlichen Nabel aller Realität halten. Dass sie dann Realität nicht mehr von Fiktionen unterscheiden können ist die Folge. Sie halten jede Fiktion für Realität. Deshalb haben sie auch absolut keinen Humor, denn der lebt von diesem Widerspruch von Realität zur Fiktion.

    • „Mann beisst Hund“ in der neuesten Variante 😀 😀

      „„Ihr Begleiter war gezwungen den Fisch zu schlagen, bis er losließ“, hieß es im Polizeibericht.“

  8. Ach – und die Linke, die von Pathologisierungen lebt und die sogar mainstream ist, wird „vergessen“?

    Wie die Begriffsbildung und -benutzung „homophob“ und „islamophob“, die die öffentliche Diskussion bestimmen….
    dann die Pathologisierung und Kriminalisierung von „Klimaleugnern“, auch eine traditionelle linke Sache, seit Jahrzehnten…..
    Vom sexistischen Gefasel der „toxischen Männlichkeit“ und all der männerhassenden Pathologisierungen nebst Umerzeihungslagern mal ganz zu schweigen….

    Und ganz schlimm, der Helmut Schmidt, der visionäre Politik als krank abkanzelte. Oh wait …

    Das Schöne an der AfD ist, dass bei Reaktionen auf sie Heucheleien sich gleich ganz chaotische Bahnen schaffen und erstaunliches über ihre Gegner freigeben.

  9. Oh, das bislang klarste Zeichen, dass das weissrussische Regime demnächst Geschichte sein wird! Man löst die Verbindung um vom sinkenden Schiff nicht in die Tiefe mitgenommen zu werden.

  10. Erst wird Hitler von der antisemitischen „Bürgerechtsorganisation“ NAACP gepriesen und dann von einem (oder obersten?) Präsidenten (und nebenbei „Bischof“) das hier:

    Was für sympathische Leute.

  11. Auf Twitter spielt sich offenbar unter dem hastag #Apored gerade eine Weinstein-artige Debatte ab.
    Der „Influencer“ Apored soll irgendwen belästigt haben und jetzt gibt es wohl zwei Parteien wobei die eine Seite ihm glaubt und die andere ihr. Ich kenne diesen Menschen nur vom Hörensagen und habe keine Hintergundinformationen. Er soll irgendeine Carina belästigt haben und es gab wohl WhatsApp Nachrichten die ich aber nicht angesehen habe. Ich dachte aber, dass es im weitesten Sinne zu diesem Blog passt.

  12. Die wollen das Geld und das Eigentum von anderen jetzt nicht mehr selbst stehlen, sondern versuchen durch Beschämung und wahrscheinlichen Falschdarstellungen die Leute dazu zu bringen es ihnen freiwillig zu geben.

    Würde mich mal interessieren wie viele Stunden am Tag diese Aktivisten damit verbringen, auf diese Weise an das Geld anderer Leute zu kommen.

    Und btw.: Die Weißen sollen da weg, weil dort vorher Schwarze gewohnt haben. Ich weiß die haben für sowas ihre Doppelstandards, aber sehen die nicht die Gefahr das Weiße dann auch das gleiche in ehemals weißen Wohngegenden verlangen, mit der selben Begründung.

    Und btw. die 2.: Diversity is our greatest strength… sollten die nicht forh sein das jetzt auch Weiße in der Nachbarschaft leben?

    Die verspielen doch jegliche Sympathie und eine Wiederwahl von Trump wird immer wahrscheinlicher.

  13. In Kalifornien scheißen sie mittlerweile auf die Straße und Wohnen ist so teuer, das man es sich selbst als Ingenieur kaum leisten kann. Die Leute verlassen dieses linke Utopia und die Politiker wollen aber trotzdem an deren Geld.

    Das kann nicht rechtens sein.

    • Der ganze Bundesstaat (also die USA insg.) tendiert dazu, die Steuerpflichtigen als eine Art Leibeigene anzusehen. Das kann man eigentlich gar nicht glauben, denkt man doch die USA seien doch fortschrittlich. Aber Fortschritt ist ja häufig nur relativ.

    • Sie machen nur nach, was die USA auf gesamtstaatlicher Ebene vormachen.

      Jeder Amerikaner ist in den USA steuerpflichtig, ganz egal, wo auf der Welt er lebt. Er kann sich die im Wohnland gezahlten Steuern allerdings auf seine amerikanische Steuerschuld anrechnen lassen, d.h. er zahlt also immer wenigstens so viel an Steuern, wie in den USA fällig würden. Deshalb lohnt sich für einen US-Amerikaner kein Wohnsitzwechsel nach Monaco (Boris Becker lässt grüßen).

      Für Amerikaner, die auf den Gedanken verfallen, nach Monaco zu ziehen und dort monegassischer Staatsbürger zu werden (oder sonstwo auf der Welt sich ihrer Steuerpflicht durch einen Wechsel der Staatsangehörigkeit zu entziehen), hält das amerikanische Recht folgende Klausel parat: Ab einem bestimmten Einkommen, ich glaube, 100.000 US-$ im Jahr, kann man seinen Pass nur abgeben, wenn man die in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich zu entrichtenden Steuern (also für den hypothetischen Fall, dass man amerikanischer Staatsbürger bliebe) im voraus begleicht. Zu diesem Zweck wird das Einkommen in den nächsten fünf Jahren von den Finanzbehörden sehr großzügig geschätzt.

      Wenn ihr mich fragt, sind das vorbildliche Massnahmen, um einer Steuerflucht seiner Bürger einen Riegel vorzuschieben. Sollte man hier auch einführen.

      • Das ist genau das, was ich Leibeigenschaft nennen würde. Einem freiheitlichen Staat absolut unwürdig. Sklaverei wollen wir ja auch nicht haben. Steuern sind immer nur nach realisiertem Empfang fällig, sonst ist das schon mal gar nicht gerecht. Das US-System hat einige dieser Anachronismen. Aber alle reden um Rassismus, wie kann man denn die vielleicht wirklichen Probleme des Landes anpacken? Und ja – niemand sollte denken, er wüsste darüber Bescheid, wenn er die deutsche Presse darüber lesen würde.

        • Es spricht nicht für Deinen Umgang mit Begrifflichkeiten, wenn Du das Leibeigenschaft nennst. Das ist dann auf dem gleichen Niveau, wie wenn Feministen behaupten, wir leben in einem Patriarchat. Einem schlichten Gemüt mag das einleuchten…

  14. Hat bestimmt nichts damit zu tun das man weiße Männer schon seit gut 20 Jahren zu medialen Feindbild erklärt, ihnen Rassismus und Sexismus unterstellt, nur allein schon weil sie weiß sind und man sie in der Arbeitswelt diskriminiert, wie. z.B. bei Disney, wo die weißen Männer Mentoren für farbigen Menschen sein müssen, die dann ihren Job erhalten, ohne das es eine Entschädigung oder Alternative angeboten wird. Finde ich schon grausam.
    Es gibt Jungen die nichts anderes kennen. Die wachsen in einer Gesellschaft auf, die sie hasst.

  15. Dieses Stück hat wirklich einen Gaga-Preis verdient! Und das vom „Chefkommentator“ der Welt? Hirnriss.
    Vielleicht kann mir jemand sagen, was hier überhaupt ausgesagt werden soll….. 😦

    • Das lag wohl auch daran, dass viele dieser Nazis fachlich wohl ganz brauchbar waren und man in der Nachkriegszeit jeden brauchte der irgendwas konnte.
      Haben die Amerikaner nicht auch viele Naziwissenschaftler einfach mitgenommen und für sich arbeiten lassen? Operation Paperclip oder so.

      • Ja, klar, all das! Kalter Krieg und gleich mussten die Nazis (auf beiden Seiten) wieder ran. Absolut keine Erwähnung dieser Umstände im Meinungs-Stück und das ist das, was dieses Stück auch so völlig daneben macht. Jeder weiss das doch!

        • Ich habe auch gelesen, dass die Engländer und Amerikaner gar nicht so gerne wollten, dass Hitler so schnell stirbt und haben das Stauffenberg Attentat wohl auch etwas verschleppt oder zumindest nicht so richtig unterstützt. Der Grund soll gewesen sein, dass sie befürchteten wenn hitler drauf geht, kommen die Russen und halten auch nicht bei Berlin an, sondern gehen weiter. Und dann müssten Amis und Anglos vielleicht gleich weiter gegen die Russen kämpfen. Weil die Alliierten zu dem Zeitpunkt noch gar nicht weit genug vorgerückt waren.
          Weiß aber nicht ob das echt stimmt.

          • @Alex
            hier war das
            https://www.nachdenkseiten.de/?p=53733

            „Die Putschpläne des Goerdeler-Kreises waren für September 1943 fertig. Die personelle Besetzung der „Zwischenregierung“ sei geklärt, General Beck als Staatschef, mit Militärs, Ministern, Vertretern von Gewerkschaften und Gemeinden; anschließend würden Wahlen abgehalten, bei denen wahrscheinlich die Sozialdemokraten gewinnen würden.

            Die Verschwörer kamen aber nicht voran, weil sie immer noch gutgläubig auf die US- und die britische Regierung hofften. Die aber blockierten absolut.“

          • Ich hatte mal irgendwann gelesen oder gehört, die Westallierten hätten ein Attentat auf Hitler erwogen und verworfen, weil sie seinen Einfluss auf die deutsche Kriegführung unterm Strich als kontraproduktiv einschätzten.

            Womit sie, wenn es stimmt, wohl recht hatten. Viele Führerbefehle hatten unnötige Verluste zur Folge.

          • @Renton
            „Womit sie, wenn es stimmt, wohl recht hatten. Viele Führerbefehle hatten unnötige Verluste zur Folge.“

            Wenn sie die Putschisten unterstützt hätten, hätte der Krieg sehr wahrscheinlich sehr viel zeitiger aufgehört und es wären allen Seiten unglaubliche Verluste erspart geblieben.

            Nein, das war schlicht nicht gewollt. Deutschland sollte als Konkurrent ausgelöscht werden, nachdem sich die beiden größten Gefahren auf dem „Kontinent“, die Russen und die Deutschen gegenseitig bis auf die Knochen aneinander abgerieben hatten und damit auch der Bolschewismus erstmal für lange Zeit seine Wunden lecken musste.

            Es war nicht nötig, es war eiskaltes geopolitisches Kalkül, so wie der Abwurf der Atombomben über Japan. Eine perverse Groteske, um den Machtanspruch des neuen Imperiums allen nachdrücklich einzuhämmern.

            Es geht nie um die Menschen! Einfache Bauernopfer für die an der Spitze, es geht immer nur um Macht.

            Früher oder später wird man das auch im Detail belegen können, die Amis und Briten werden ihre Akten nicht ewig verschlossen halten, die Medien uns nicht ewig zensieren und anlügen können. Die ganzen Manipulationen rund um den ersten WK haben sich ja mittlerweile rumgesprochen, beim zweiten wird es nicht sehr viel anders gewesen sein. Auch wenn man nach wie vor alles als „relativierende Revisionisten“ platt macht, was der Siegergeschichte widerspricht.

    • Lies halt den Artikel, statt deine Twitter-Aufregung schon wieder hier auszukübeln! Warum kommentierst du eigentlich nicht dort? Dort wärest du unter deinesgleichen!

      Im Artikel steht der Grund doch:

      „Was es nicht gab, war eine „cancel culture“, die Vertreibung der lebenden Vergangenheit aus dem Gesichtsfeld. Das war rückblickend so unerträglich wie richtig. Es gab viel zu wenig NS-Prozesse, aber es gab keine Rache. Rache ist das zweifelhafte Privileg von Diktaturen.“

      Eine leider aussterbende Meinung in „Haltungszeiten“ und bei politischen Urteilen. Du machst dasselbe wie die ganzen PC-Jünger, Gekeife und Aufregung ÜBER NICHTS!

      Im Übrigen kann es sich keine Gesellschaft leisten, alle Leistungsträger eines vergangenen Regimes auszutauschen, außer sie will im Elend landen. Oft ist es sogar so, dass die Sieger die besten Mitläufer abwerben, siehe „Operation Overcast“ oder „Paperclip“:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Overcast

      Selbstverständlich gab es das (anders als Wikipedia das suggeriert) auch auf Geheimdienst- und Militärebene. Man hat die berühmtesten (vermeintlichen) Köpfe abgeschlagen und die zweite Führungsebene übernommen oder zumindest instrumentalisiert (man kann sie ja perfekt erpressen). Machtpolitik ist halt kein Spielplatz für Moralisten, aber ich schätze, das weißt du selber ganz gut, auch wenn du immer so tust, als wärest du einer…

  16. Ach, „Männer“ sind für progressive Ideologen wie vom Deutschlandfunk noch viel schlimmer als Terroristen ….

  17. Scheisse, es ist mutiert — jetzt kann das Coronavirus auch noch Auto fahren 😦

  18. Die Krokodilstränen, süsser als Frieden?

    • So if you want peace in the Middle East, start with page 16 of Trump’s plan — you don’t even have to be religious to realize that once Jews, Christians, and Muslims can pray together for peace on the Temple Mount, the extremists that have condemned the region to war and misery will face decisive defeat.

      https://www.algemeiner.com/2020/02/12/the-poisonous-legacy-of-hitlers-mufti-makes-peace-impossible/

      Ja, sie stehen vor dem Ende, es setzt sich der Frieden durch.

      • und die demokratische Partei unter Biden ist indiskutabel durch Res 2334, die die zentrale Bedingung des Friedens in Nahost einfach nicht nannte und todschwieg, nämlich das Recht auf den Platz des zerstörten jüdischen Tempels:

        Aus dem Grund ist das für Trump ein wichtiger Grund den Frieden voranzubringem, er will ja wieder gewählt werden.

        Genau wegen Res 2334 habe ich Trump als Präsi herbeigesehnt und er hat nicht enttäuscht, es gibt auf der Welt noch sowas wie Gerechtigkeit nach den Ungeheuerlichkeiten Obamas.

        Das sehen auch ganz bestimmt die Araber so 🙂 PEACE.

  19. Seit ca. einem halben Jahr hat mich nun das Thema „Minimalismus“, materieller sowie immaterieller, bzw. „Stoizismus“ im Griff und ich muss gestehen, dass ich dadurch mein Leben für mich persönlich weitaus lebenswerter gemacht habe. Zumindest kann ich sagen, dass ich ohne Probleme auf die Frage „Bist du zufrieden mit deinem Leben?“ mit „Ja.“ antworten könnte. Von „Glück“ bzw. „glücklich sein“ will ich dabei nicht sprechen, das sind für mich Hochgefühle die zum einen temporär auftreten und gemessen an meinem Empfinden mich auch nicht tagtäglich überkommen.

    Zurückführbar würde ich das ganze auf die Zeit nach meiner Praxisphase im Beruf.
    Mein Berufsalltag ist größtenteils bestimmt durch Arbeit mit Menschen und deren Problemen, die ich bestmöglichst zu lösen versuche zum einen und Menschen, die mit dem Gesetz in Konflikt kommen und den daraus entstehenden zwischenmenschlichen Reiberein, bei denen ich u.a. im Mittelpunkt stehe, zum anderen. Das als Charakter tagtäglich zu erleben, welcher am Spektrum der Intro- bzw. Extrovertiertheitsskala näher an ersteren zu finden ist, kann über Zeit hinweg belastend sein. Man verbraucht seinen „Sozialakku“ weitaus schneller als man ihn wieder durch „quality time by being alone or in company with your inner circle of friends“ aufladen kann.

    Früher oder später fängt man also an sich durch das Internet zu wühlen und nach Lösungen für diese Belastung zu suchen bzw. sich von jemanden anderen erklären zu lassen was dieser „state of mind“, im dem man sich zu befinden gedenkt, eigentlich ist oder anders formuliert: wie man das, was man ist, am besten in Worte packen kann, wenn man es selbst nicht schafft. Anderenfalls auch, wie man sein Leben optimieren kann.

    Sport mach ich schon seit Jahren und der positive Einfluss dessen auf Physis und Psyche hat sich bei mir schon seit je her bemerkbar gemacht. Somit hatte ich ein erstes Antidot dagegen. Irgendwann bin ich dann auf den Youtube-Channel von Kat Napiorkowska gestoßen. Ich bilde mir ein, dass ich damals nach Erklärungsvideos gesucht habe bzgl. Intro-Extrovertierheit und wie die jeweiligen Ausrichtungen beim Menschen zustande kommen. Die hat übrigens eine extrem angenehme Stimme. Hat was hypnotisches. Das war dieses Video hier:

    Irgendwie bin ich dann auf dieses Video hier vom Youtuber „Einzelgänger“ gestoßen, mein wortwörtlich erstes „Augenöffner“-Video.

    Übrigens eines seiner meistgesehenen Videos zum Thema Stoizismus, der es das erste Mal geschafft hat das, wie ich eigentlich denke in Worte zu fassen und zum anderen mir gleichzeitig eine Art Starthilfe zu geben um mich weiter in das Thema Stoizismus einzulesen. Vor allem der Gedanke, dass man die Welt in zwei Sphären einteilen könne, zum einen die, über die man eine Kontrolle hat und die, über die man keine Kontrolle hat, hatte auf mich etwas ungewöhnlich beruhigendes gehabt (vor allem in Hinsicht auf den Beruf, wo man es umso besser dadurch schaffen kann sich von Erlebnissen und Erfahrungen anderer zu distanzieren bzw. nicht beeinflussen zu lassen.)

    Was mir auch sehr zugetan hat war der „Naturgedanke“ der alten Stoiker, sprich den Menschen immer jeweils im Rahmen „des großen Ganzen“ zu betrachten und Naturgesetze bzw. den Lauf des Lebens (inkludiert seien hierbei auch unangenehme Wahrheiten, die in der Realität fußen und diese wiederum objektiv anzunehmen ist) akzeptieren zu lernen um Seelenfrieden herzustellen. Übernommen habe ich z.B. die Praxis von Marcus Aurelius genannt „praemeditatio malorum“ oder auf dt. formuliert: „Das Vorbedenken zukünftiger Übel“, was ich meistens in der Früh mit einer Tasse schwarzem Kaffe im Wohnzimmer in Stille praktiziere (den TV hab ich verkauft). Mir vorstellen, dass ich heute Menschen begegnen werde, die mir nichts gutes wollen und den Kaffee dabei sinnbildlich für diese Menschen hernehmen. Zum einen erreiche ich durch jeden Schluck, dass ich genüsslich eine Menge angenehm wohlriechenden und schmackhaften Kaffee zu mir nehme und anderenfalls, dass durch dieses angenehme Gefühl der Anblick einer leeren Kaffeetasse mir gleichzeitig in Erinnerung ruft, dass auch diese Negativität, von der ich umgeben sein werde, vergänglich ist und diese Menschen sich wahrscheinlich ihrer Gefühlslage nicht bewusst sind.

    Diese Temporalität ist es, die einen dann wieder zum Nachdenken gebracht hat: alles ist vergänglich. So auch das Leben. Also sollte ich versuchen das Leben umso tugendhafter zu leben bzw. in meiner freien Zeit mehr Sachen zu machen, die mich in irgendeiner Art und Weise im Leben weiter bringen und mich wachsen lassen. Ich habe z.B. angefangen mehr zu kochen, hab viele neue Rezepte gelernt, viele von meiner Mutter abgeschaut. Hab angefangen mehr Sachbücher zu lesen, Gitarre zu spielen, mein Französisch wieder aufzufrischen und das alles hab ich dadurch geschafft indem ich unter anderem meine Zeit am Handy verkürzt habe. Instagram sowie Facebook hab ich gelöscht, es war und ist reine Zeitverschwendung. Mobile games ebenfalls gelöscht, nichts weiter als Zeitverschwendung. Das alles hat irgendwann nahtlos an den nächsten von mir oben bereits angeführten Gedanken geführt, und zwar hab ich mich immer öfters folgendes gefragt: „Brauch ich das jetzt wirklich?“

    Woraufhin ich im weiteren Verlauf irgendwie auf Ronald L. Banks gestoßen bin, der diese ganze Entwicklung in Richtung „Minimalismus“ losgeschlagen hat.

    „In order to live a luxurious life, you must also live a simple life, with less“

    Ich werde das jetzt nicht ausführlichst erklären, da Minimalismus für jeden Menschen etwas anderes bedeutet. Folgendes habe ich aber daraufhin im Laufe der Wochen gemacht: Bekleidung und Sachen, welche ich nicht brauche, weggeschmissen oder verschenkt. Meinen PC sowie mein Handy von unnötigen Apps gesäubert. Mein allgemeines Einkaufsverhalten verändert. Da ich im Begriff war meine Wohnung nach Bezug neu einzurichten darauf geachtet, dass ich viel mehr Platz habe ohne es mit unnötigen Gegenständen zuzumüllen. Es dafür massiv begrünt indem ich viele Pflanzen in den Zimmern positioniert habe.

    Ich bin im Grunde zurück zum Ursprung gegangen, so wie Descartes, der nach langer Hinterfragung sinnlicher Eindrücke und der daraus resultierenden möglichen wissenschaftlichen Erkenntnissen bis zum „cogito ergo sum“ gekommen ist. Und eins muss ich sagen: es befreit einen immens. Je weniger man besitzt, umso weniger Gedanken muss man daran verschwenden, umso mehr unnötigen Balast wirft man schlussendlich ab, desto weniger Entscheidungen hat man im Leben zu treffen. Ein Auto z.B. So locker ich mir eines leisten könnte: Wozu brauche ich eines in Wien, einer Stadt, wo man per Fahrrad oder Öffis überall hinkommt und sonst im Nachmittagsverkehr fast überall im Stau steht, ergo Zeit seines Lebens verliert? In was für ein Verhältnis steht für mich der Gebrauch zu den entstehenden Kosten, etc.?

    Ebenso folgte daraufhin eine kritischere Außeinandersetzung mit der eigenen Umwelt bzw. Umgebung und sieht Freunde, wie diese versuchen Trends nachzujagen, sich neue Sachen zulegen, welche sie nicht brauchen, mit Geld, welches sie nicht haben, um Leute zu beeindrucken, welche sie nicht mögen. Medien habe ich auch immer weniger konsumiert, mich interessieren fremde Meinungen immer weniger. Pornographie konsumiere ich nicht mehr (soll jetzt nicht gleichbedeutend mit No-Fap und dergleichen sein). Das Thema Feminismus etc. scheint bei mir auch immer weniger Wirkung zu hinterlassen im Vergleich zu früher. Bzgl. Frauen bin ich schon insoweit geredpilled, dass ich gelernt habe mit ihnen umzugehen und mich gleichzeitig vor möglichen red flags in Acht zu nehmen bzw. zu wissen wie weit ich mit jemanden gehe.

    Wenn also etwas keinen Wert für mich hat, mir der Nutzen nicht ersichtlich ist, dann will ich diese Sache oder diesen Menschen nicht in meinem Leben haben. Und das will ich vor allem in Bezug auf „Menschen“ nicht selbstsüchtig verstanden haben. Ich bin immer bereit jemandem zu helfen. Verdammt, mein Lebensalltag auf der Arbeit besteht darin Menschen zu helfen und ich mache das auch gerne.

    Genau so muss man aber wissen können, wann etwas jemanden runterzieht und die Lebensqualität verringert. Es ist aber auch nicht nur eine Frage von „was entferne ich aus meinem Leben“ sondern auch ein „was lasse ich rein in mein Leben, wen lasse ich teilhaben daran?“ Darauf aufbauend hat sich auch mein Dating Leben verändert. Ich empfinde nichts mehr erfüllendes an seriellem Dating, Kontakt mit mehreren potentiellen Liebhaberinnen oder belanglosem Gechatte. Das kann mir alles gestohlen bleiben.

    Das alles war in den letzten Monaten ein komisches Wechselspiel, wo ich bis heute nicht eindeutig sagen kann wie die Kausalität verlaufen ist: Hat die Tatsache, dass ich in materieller Hinsicht angefangen habe minimalistisch zu leben einen Sinneswandel ausgelöst oder war der Sinneswandel maßgeblich für den Minimalismus?

    Wie auch immer.

    Zu guter letzt noch das perfekt dazu zusammengefasste Video von Lana Blakely, welche auch sehr interessante Videos zu den von mir geschilderten Themen hat:

    • Ich denke da verstehst du den Stoizismus ganz richtig. Stoizismus bedeutet: Es gibt Dinge im Leben, die man nicht ändern kann; unangenehme Dinge. Und man muss irgendwie lernen, damit zu leben.

      Marc Aurel hat es gelernt, und er war der mächtigste Mann seiner Zeit. Und er bliebe demütig.

  20. Nanu, keine Verschwörungstheorien über diese Verschiebung der Wahl in NZ? Aber klar, es geht ja schliesslich um Antiamerikanismus und die aus NZ sind ja auf der richtigen Seite!

  21. Aber das ist doch Satire! Realsatire 😀

    Warum die linken Totalitaristen das mit den Zigeunern nicht mögen? Weil das ein überaus populärer Freiheitsmythos ist, der ihrem Kontrollwahn bedroht. Also erklärt man „Zigeuner“ schnell zu einem „Antiziganismus“, da sich der lateinisierte Zigeuner so viel gebildeter ausnimmt!
    Aus gleichem Grund wird der Mythos der Indianer bekämpft. Einst das Vehikel, mit dem man die USA bekämpfte, jetzt hat es ausgedient und der Freiheitsanspruch des Mythos bedroht nun den eigenen absoluten Machtanspruch.

  22. Was für ein ekelhafter und verlogener Relativismus. Warum fordert Olga Grjasnowa nicht gleich das ersatzlose Streichen der „Volksverhetzung“ aus dem StGB? Das wäre wenigstens konsequent.

    Schande über den RBB, der diesen Dreck verbreitet! Unerträglich auch der Rassismus der Tante „kann es sein, dass es daran liegt, dass es zwei people of color sind“? Das ist genau jenes „unschuldige“ „man wird ja mal nachfragen dürfen“, was sich hier als „Ironie“ in Szene setzen will, einfach ekelerregend.

  23. Hä? „not all men“ ist eine *Bestätigung* der Grundaussage und bedeutet natürlich so viel wie „die meisten sind so, aber es gibt Ausnahmen“. Wer ist damit gemeint? Doch bestimmt die männlichen Feministen. (Die natürlich auch keine Ausnahme sind, aus verschiedenen Gründen, aber lassen wir es dabei.)

  24. Die linken Heuchler vom ÖRR werden es der Lisa Eckhart auf immer übel nehmen, dass die antisemitische Stossrichtung des Progressivismus entlarvt hat, einfach indem sie drei Namen nannte und klarmachte, wen die Metoo-Bewegung hier verfolgt hat.

  25. Aufgemacht. Gelesen. „Die zentrale Grundthese ist, dass der negative Realzins ein Indikator dafür ist, dass zu viel gespart wird.“ Zugemacht.

    Der Leitzins wird gesetzt und eben nicht durch Nachfrage geregelt! Das ist ja fast so dumm wie zu behaupten, dass die Erde eine Scheibe ist …

    upps: „Von Peter Bofinger, Eckhard Hein, Hagen Krämer, Hans-Werner Sinn, Carl Christian von Weizsäcker“

    „Daraus ergibt sich die Forderung nach einer politischen Wende, weg von der Begrenzung der Staatsschulden, hin zu einer Reduktion des Sparüberschusses.“

    Also Geld für alle, die politisch gut verbunden sind. Ade Kapitalismus.

  26. Die Grünen: die Wissenschaftspartei dank Klimawandel. Nun ja, Homoeopathie und Heilpraktikertum spielen dabei sicher auch eine entscheidene Rolle:

  27. Die Regierung ist also der Meinung, dass alleine Trump daran schuld sei, dass der Rüstungsboykott keine Mehrheit fand und nicht etwa an der Enthaltung Deutschlands (und anderer wie F und GB) lag.

    Warum stellen sich die Europäer auf die Seite Irans jetzt? Gibt es eine andere Erklärung als Antisemitismus?

    • genau, das kommt hier noch obendrauf…. den Libanon lässt man auch noch nebenbei hängen.

  28. Man muss wirklich schon sehr zeitig mit der Antirassismusprävention beginnen (aus der Kategorie, „Schwarze sind immer die Opfer“, ein besonders eindeutiger Fall aus August 2020):

    „Wie Augenzeugen berichteten ging der 25-jährige Afroamerikaner Darius N. Sessoms, bereits behördlich auffällig wegen „psychischer Probleme“ und diversen Vorstrafen, die Wohnstraße des Jungen entlang und kam zur Einfahrt dessen Hauses. Dort fuhr der 5‑Jährige gerade mit seinem Rad. Sessoms soll eine Schusswaffe hervorgeholt, sie dem Kind an den Kopf gehalten und dann abgedrückt haben. Der unfassbare Mord wurde von seinen beiden Schwestern (7 und 8) sowie einer Nachbarin mitangesehen. Sessoms soll in der Nachbarschaft bekannt, aber bisher unauffällig gewesen sein.“
    https://unser-mitteleuropa.com/medien-schweigen-schwarzer-richtete-weissen-5-jaehrigen-buben-hin/

    Eigentlich widert es mich an, solche Verbrechen breitzuwalzen, aber angesichts der täglichen Gehirnwäsche und der bodenlosen Dummheit der Gutmenschen, geht es leider nicht anders. Man muss auf dem selben Niveau gegenarbeiten. Tut mir leid.

    • Wie immer mit der Einschränkung: Falls die Meldung stimmt – mein Beileid den Angehörigen, furchtbares Verbrechen.

      Bloß – das ganze war irgendwo in den USA. Das interessiert mich genau so wenig, wie, ob in Thailand ein Vietnamese ein Kind erschießt. Oder in Vladiwostok ein Kurile ein Kind. Oder…

      Mir sind schon die ganzen Meldungen in den Hauptnachrichten über amerikanische „Ereignisse“ viel zu viel. Was interessiert es mich, wer in den USA Vizepräsidentschaftskandidat ist – ich kann da eh nicht mitwählen, und nicht einmal die Amerikaner kennen ihre eigenen Vizepräsidenten. Und jetzt kommst Du mit einem Provinzmord, Androsch? Nichts für ungut, ich schätze Dich, weil Du Deine Meinung sachlich vertrittst, auch wenn ich bei den meisten Themen anderer Ansicht bin als Du, aber die Meldung steht für mich auf einer Stufe mit dem sprichwörtlichen Sack Reis in China.

      Wollte ich nur mal loswerden. Bin irgendwie schlecht gelaunt heute, mir ist schon der Tölpel Adrian auf den Nerv gegangen…

  29. der Kurswechsel hin zur Linken, mit Bäuerinnenopfer im Teuteburger Wald:

    Die FDP ist dafür da, Liberalismus zu spielen, das kann besonders R(R)G gebrauchen. So kann man auch gegenüber der CDU am meisten rausschlagen, als klassisches Zünglein, eine FDP-Spezialität.
    Der Linkskurs rechnet sich für die FDP!
    Immerhin könnten sie aber bei Männerrechten was einbringen ….

  30. „Regime neoliberaler Selbstverantwortlichkeit“ – lol, wie verdreht muss man sein, die Freiheit so zu leugnen? Das ist nicht illliberal, sondern antiliberal, ein „Regime“ daraus zu machen … und dann all die wirklichen Regimes nicht wahrzunehmen und auszublenden.

  31. Warum auch sollten die USA den sie verratenden Europäern nützlich sein? Ist man in Europa einfach zu arrogant oder ist das einfach nur suizidal? Europa liegt in Reichweite von Türkei/Iran, die USA nicht.

  32. Drehen jetzt alle durch? Das ist doch auch alles von vorne bis hinten übertrieben!

  33. Wahnsinnige Dialektik des 2 + 2 = 5 – ein Ding ist gleichzeitig 2. Die Logik der Progressiven:

  34. Oh, das ist sehr interessant!

  35. Die „Welt“ zum US-Demokratenkongress:

    Die beste und wichtigste Rede kommt von Bernie Sanders

    https://www.welt.de/politik/ausland/article213763260/Parteitag-der-Demokraten-Die-beste-und-wichtigste-Rede-kommt-von-Bernie-Sanders.html

    Die wohl zentrale Stelle der Rede wird so geschildert:

    Sanders erinnert an seine Kampagne, in der er immer eine „Bewegung“ gesehen hat. Sie werde, nun ja, täglich größer. Er wendet sich somit an seine Sympathisanten, viele von denen sind bedingungslose Gefolgsleute, die Biden nicht ertragen können. Genau sie aber will Sanders nun zur Wahl Bidens bewegen. Werde Trump wiedergewählt, sei alles Erreichte wieder dahin, versucht er seine Fans zu überzeugen.

    Interessant ist, das mit dem tatsächlich Gesagten zu vergleichen:

    Our campain ended several months ago and our movement continues and is getting stronger every day. Many of the ideas we fought for, that just a few years ago were considered „radical“ are now mainstream. But let us be clear, if Donald Trump is relected, all the progress we have made will bein jeopardy.

    https://edition.cnn.com/2020/08/17/politics/bernie-sanders-speech-transcript/index.html

    Die Identifikation mit den Siegeszug der noch vor einigen Jahren als radikal gesehenen Ideen – zweifellos ist hier der progressive Linksextremismus des „Antirassismus“ und des allgemein fundamentalistischen Antiamerikanismus gemeint – lässt der „Welt“-Autor einfach weg, obwohl es die entscheidene politische Botschaft Sanders ist! Vermutlich befürchtet er, dass seine Leser das bedenklich finden würden. Aber um Sanders schmackhaft zu machen, lässt er das einfach weg …. Diese Art und Weise, wie dem Leser der „Welt“ der linksextremistische antidemokratische Progressivismus untergeschoben wird, ist kein Zufall, sondern hat System: er wird an allen Ecken und Enden untergeschoben und so getan als sei er ein ganz normaler und diskutabler Standpunkt. Caveat emptor.

  36. Each diversity initiative, whether in academia or in business, requires pretending that it was not preceded by a long line of identical efforts. Instead, every new diversity campaign starts with penance for the alleged bias that leads schools and corporations to overlook some vast untapped pool of competitively qualified blacks and Hispanics. Now, the pressure to admit and hire on the basis of race will redouble in force, elevating even less skilled candidates to positions of power throughout society. American institutions will pay the price.

    Ähnlich wie der Girlsday und andere Kampangnen um den Frauenanteil zu erhöhen, wird so getan als ob es nicht schon eine ganze Reihe von kaum erfolgreichen Frauenbevorzugungs- und beförderungsprogrammen der neuen Initiative vorausgegangen sind.

    What if the racism explanation for ongoing disparities is wrong, however? What if racial economic and incarceration gaps cannot close without addressing personal responsibility and family culture—without a sea change in the attitudes that many inner-city black children bring with them to school regarding studying, paying attention in class, and respecting teachers, for example? What if the breakdown of the family is producing children with too little capacity to control their impulses and defer gratification? With the university now explicitly committed to the racism explanation for all self-defeating choices, there will be little chance of changing course and addressing the behaviors that lie behind many racial disparities. The persistence of inequality will then produce a new round of quotas and self-incrimination—as well as more violence and anger. And the graduates of these ideologically monolithic universities will proceed further to dismantle our civilization in conformity to a lie.

    Zugeben das man falsch liegt? Niemals! Wird brauchen nur noch mehr Feminismus!

  37. The Challenge of Marxism
    https://quillette.com/2020/08/16/the-challenge-of-marxism/

    … they disorient their opponents by referring to their beliefs with a shifting vocabulary of terms, including “the Left,” “Progressivism,” “Social Justice,” “Anti-Racism,” “Anti-Fascism,” “Black Lives Matter,” “Critical Race Theory,” “Identity Politics,” “Political Correctness,” “Wokeness,” and more. When liberals try to use these terms they often find themselves deplored for not using them correctly, and this itself becomes a weapon in the hands of those who wish to humiliate and ultimately destroy them.

    The best way to escape this trap is to recognize the movement presently seeking to overthrow liberalism for what it is: an updated version of Marxism. I do not say this to disparage anyone. I say this because it is true. And because recognizing this truth will help us understand what we are facing.

    Dies ist die „Stealth“-Strategie, die eine babylonische Begriffsverwirrung nutzt, um die zentralen Gedanken zu verbreiten, die der Marxismus dem liberalen Denken voraus hat und ihn deshalb so erfolgreich machen:

    We must understand the enduring attraction and strength of Marxism. And we will never understand it unless we recognize that Marxism captures certain aspects of the truth that are missing from Enlightenment liberalism. …. Marx is right to see that every society consists of cohesive classes or groups, and that political life everywhere is primarily about the power relations among different groups. … Moreover, Marx is right when he says that the dominant group tends to see its own preferred laws and policies as reflecting “reason” or “nature,” and works to disseminate its way of looking at things throughout society, so that various kinds of injustice and oppression tend to be obscured from view. …. Despite having had more than 150 years to work on it, liberalism still hasn’t found a way to persuasively address the challenge posed by Marx’s thought.

    Es gibt eine Alternative und die heisst Sozialdemokratie. Ein guter Anlass hier nebenbei einen „contrarian bet“ abzugeben, dass diese noch eine grosse Zukunft haben wird.

    Der Marxismus wird als Folge und Geschwister des Liberalismus erklärt, der sich entwickeln kann, weil der Liberalismus seine Werte nicht hinreichend begründen kann und immer an der Realität scheitert, die der Marxismus abdeckt. Ein „endloser Tanz aus Liberalismus und Marxismus“ wäre das Resultat.

    If Enlightenment liberalism is true, and its premises are indeed “self-evident” or a “product of reason,” it should be the case that under conditions of freedom, individuals will exercise reason and reach liberal conclusions. Why, then, do liberal societies produce a rapid movement toward Marxist ideas, and not an ever-greater belief in liberalism?

    Gute Frage, die aus der Theorie Marxismus wäre der Begleiter des Liberalismus resultiert.

    Eine Theorie ist nur so gut, wie die Vorhersagen, die sich aus ihr ergeben:

    „conquest of the political arena as a whole.“ durch „force liberals to break the bonds of mutual legitimacy that bind them to conservatives“

    Was sollen Liberale dagegen machen?

    „assemble a pro-democracy alliance with conservatives“

  38. „the more I have come to believe that these schools are, in fact, beset by racism. It’s just not the kind of racism they think.“

    https://www.commentarymagazine.com/articles/naomi-schaefer-riley/elite-education-racism/

    Some of the complaints are hilariously vague: After 14 years at the school, one young woman was “so sad to leave,” but since then she has realized “how toxic life was as a BLACK FEMALE at RCDS.” She notes, “I had a majority white friends all my time at RCDS and hardly had a problem with any of them. However maybe it was me just trying to fit in with my white peers by keeping my head down.” Maybe, or maybe the 14 years were perfectly fine, and only now that everyone is crying racism did she feel the need to complain.

  39. Falls ich mich nicht verzählt habe, beeindruckende 69 Kommentare von „Alex“.
    Zumindest an Quantität eine eigene Liga.
    Könnte man nicht „Selbermach Alex“ einführen?
    Wäre eine Hilfe. Denn wenn man sich der Welt und dem Denken von Alex ganz hingeben möchte, muß man immerhin noch über 126 Kommenatre von anderen hinwegscrollen. Das ist lästig und anstrengend.

    • Volle Zustimmung, es reicht! Alex kann sich offenbar nicht beschränken und diese Schei**-Twitter-Links, die ewig brauchen und bei jeder Aktualisierung neu geladen werden, nerven brutal! Das Forum ist technisch so schon kein Hit, auf diese Weise wird es unbenutzbar („eine Webseite verlangsamt ihren Browser“ kam gerade bei mir).

      @Christian: kannst du die Anzahl der Beiträge pro Kommentar und Thread beschränken? Oder alternativ wenigstens das Anzeigen von Twitter-Links disablen? Von dort kommt ohnehin zu 90% belangloses Empörgedöns. Vermutlich musst du Alex auch hin- und wieder mal was vor den Latz knallen, dass der kapiert, dass das hier nicht sein Forum ist, welches er beliebig zuknallen kann. Der hat doch echt ne Störung.

  40. I have yet to encounter anyone who defends Soros by attacking his critics as anti-Semitic whom I would characterize as a champion in the fight against anti-Semitism. In fact, defenders of Soros are themselves often accused of anti-Semitism or are allies of overt anti-Semites. It is anything but coincidental that those who come to his defense (by accusing his critics of anti-Semitism) are relatively silent about the ubiquitous anti-Semitism on college campuses, in the current Black Lives Matter protests and in halls of Congress as egregiously expressed by Reps. Ilhan Omar (D-Minn.) and Rashida Tlaib (D-Minn.). I wonder if those hurling accusations of anti-Semitism against critics of Soros are themselves supporters of the anti-Semitic BDS movement, and are defenders of groups that are easily identified as enemies of Israel and the Jewish people?

    https://www.jns.org/opinion/george-soros-victim-of-anti-semitism-or-enabler-of-those-destroying-americas-cities/

    So in etwa die gleichen Leute, die Eckhard mit falschen Antisemitismus-Vorwürfen anschmieren wollen, das sind auch die Apologeten Soros. Da gehört ein guter Teil der „pro-Israel“-Fraktion Deutschlands zu, wie zu erwarten bei dieser Regierung.

  41. Noch viel mehr ist es die Story von der Merkelregierung, die jedem diktatorischen Regime beide Hände ausstreckt, hauptsache die sind antiwestlich, neuestes Beispiel:

    Das nennt sich dann vornehm „Multilateralismus“.

  42. Ich weiß nicht was da wieder eingebunden wurde, aber sowohl Chrome als auch Firefox platzen grade aus allen Nähten bei diesem Selbermach-Samstag.

  43. „In einer für das ganze Land bedeutenden Frage sollte das Bundesverfassungsgericht und nicht ein einzelner Landesgerichtshof das letzte Wort haben“, sagte der Sozialdemokrat.“

    Frauenquoten im Parlament: SPD-Politiker klagt in Karlsruhe – News vom 19. August 2020

    https://genderama.blogspot.com/2020/08/frauenquoten-im-parlament-spd-politiker.html

    Das letzte Wort bei der Frauenquote ist für die wachsende Schar der progressiven Antidemokraten längst gefallen: die muss unbedingt her, jede Institution, die sich dagegen stellt ist „institutionell sexistisch und patriarchal“ und daher illegitim. Da dem nicht ernsthaft entgegengetreten wird, kann man nur drüber spekulieren, wann Demokratie, Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit in Deutschland Geschichte sein werden 😦

  44. Richtige Entscheidung gegen den originalen Covididiotismus. Die Corona-Gags vom Kölner Wagenbauer Tilly, war da nicht was?! Wir danken also für die Gnade der frühen Absage!

  45. Nochmal, weils so unfassbar ist:

    „Leading suffragette Susan B. Anthony received a post-mortem pardon from President Donald Trump on Tuesday to mark the 100th anniversary of the passage of the 19th Amendment, giving women the vote — a cause Anthony, of course, devoted her life to.

    But some leftists — and The New York Times — used the occasion of Trump’s pardon to try to cancel Anthony for “racism” and for her opposition to abortion. …..“

    Keine Meldung in der deutschen Presse wert? Natürlich nicht.

  46. I need to borrow your car…

    Unplanned donation.

  47. Jetzt fordern Schwarze in Seattle, dass Weiße ihre Häuser aufgeben. Sie werden sie sich sowieso holen als Reperationszahlung. https://www.washingtontimes.com/news/2020/aug/13/black-lives-matter-crowd-demands-seattle-homeowner/

    „“We’re not quite to the French Revolution stage of dragging people out of their homes yet but we seem to be inching closer,” observed writer John Sexton. “I wonder if this will catch on. The left is already comfortable going into suburban neighborhoods for protests (and vandalism) of elected officials homes. Singling out strangers seems like the next step. And it’s worth noting that this isn’t just harassment it’s explicitly racial harassment.”“

    Als ich meinte, dass es da um mehr geht als um Polizeigewalt, wurde ich angegriffen (hauptsächlich von Weßen Deutschen), dabei war das doch ziemlich offensichtlich, dass es da um was anderes ging.
    Wird hier auch passieren, nur werden es keine Schwarzen sein, sondern alle und es wird von der Politik getragen werden. Es heisst ja schon immer, dass man hier zuviel Wohnraum verbraucht und Einfamilienhäuser der Vergangenheit angehören. Die wird man dann vermutlich an eine 12 köpfige Syrer Familie abtreten müssen oder so.
    Ich hoffe, ihr lebt alle in einer 1 Zimmer Wohnung. Dann habt ihr weniger zu befürchten.

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