„Letztendlich kaufen die Menschen vier Dinge und nur vier Dinge“

Über diesen Tweet las ich eine interessante Aussage:

 People buy 4 things and 4 things only. Ever. Those 4 things are

  • time,
  • money,
  • sex, and
  • approval/peace of mind.

If you try selling something other than those 4 things you will fail.

Deepl sagt:

Die Menschen kaufen 4 Dinge und nur 4 Dinge. Immer. Diese 4 Dinge sind

  • Zeit,
  • Geld,
  • Sex und
  • Anerkennung / Seelenfrieden.

Wenn Sie versuchen, etwas anderes als diese 4 Dinge zu verkaufen, werden Sie scheitern.

Ich habe das Gefühl, dass man das noch evolutionär klarer formulieren könnte.

Vielleicht:

  • Zeit: Finde ich durchaus passend
  • Geld: Vielleicht eher Ressourcen und Geld ist die beste Form davon?
  • Sex: Würde ich nicht ändern
  • Anerkennung/Seelenfrieden: Status in intrasexueller Konkurrenz und intersexueller Selektion evtl?

Natürlich: Letztendlich sind alle Handlungen beim Menschen auf „Sex bzw Möglichst lange  Weitergabe der Gene“ zurückzuführen. Was wären da die wichtigsten Elemente, die dabei helfen?

 

 

24 Gedanken zu “„Letztendlich kaufen die Menschen vier Dinge und nur vier Dinge“

  1. Das ist eine reduzierte und einseitige Sichtweise.
    Die ersten zwei Punkte sind ja in Ordnung. Dinge die Zeit oder Geld sparen sind immer sinnvoll, und vor allem beruflich oder im Haushalt gefragt.

    Der dritte Punkt… O. K. Das ist sicher vor allem bei Kleidung, Parfum, Beautyprodukten wichtig.

    Beim vierten Punkt wird geschummelt. Anerkennung / Seelenfrieden sind zwei Paar Stiefel. Das eine ist extern, das andere ist intern.

    Mir fehlen in der Liste zwei Dinge.
    Das erste ist Gesundheit. Ein paar Laufschuhe. Ist das Sex, weil man attraktiver wird? Oder Seelenfrieden, weil man sich besser fühlt wenn man fit ist? Oder Zeit, weil man länger lebt? Gesundheit ist ein Wert an sich.

    Und es fehlt Macht. Macht ist jedenfalls eine wichtige Triebfeder, die sich ebenfalls nicht dort oben einreihen lässt. Ist allerdings schwer zu kaufen. Wobei man durchaus Parteispenden tätigen kann, Vereinsfeste ausrichten. Macht ist auch ein Wert an sich. Dafür sorgen, dass andere tun, was man sagt. Kann eine sexuelle Dimension haben, muss es aber nicht. Siehe katholische Kirche.

    Der Aussage „Alles ist auf Sex und Fortpflanzung zurückzuführen“ zuzustimmen, ist meiner Meinung nach zu einfach. Das ist aus einer Makrosicht sicherlich richtig (sagen wir auf 1000 Jahre). Aber Spiritualität z. B. ist etwas, das in vielen Kulturen explizit auf Fortpflanzung verzichtet, aber trotzdem angestrebt wird. Das fällt dann natürlich 100% unter Seelenfrieden.

    Insofern würde ich da eher einen Dualismus Sexualität/Fortpflanzung auf der einen Seite und „glückliches/erfülltes Leben“ auf der anderen Seite sehen.

    • Gesundheit kann man unter „Zeit“ stellen, Macht unter „Anerkennung“.

      „Insofern würde ich da eher einen Dualismus Sexualität/Fortpflanzung auf der einen Seite und „glückliches/erfülltes Leben“ auf der anderen Seite sehen.“

      Alles nur Anerkennung/Seelenfrieden. Mal so, mal so.

    • 1. .mit macht bekommt man Sex.
      2. Zu den Laufschuhen klar macht dir auxh der Sport selbst Spaß, aber ich zitiere dazu ein fitnessmagazin (zumindest so ähnlich). Ich sehe so viele Leute in Studios, die sagen, sie wären Athleten , Muskelaufbau wäre egal. Wenn man die meisten Leute fragen würde, ob sie einen sehr attraktiven Körper gegen 10 Jahre ihres Lebens eintauschen würde n , würden sie“ ja „sagen.
      3. Bei Mönchen etc (dein Punkt Spiritualität) geht es um das klare verweigern solcher Triebe, die ja da sind, um was höheres zu erreichen, da wird auch oft Status etc verweigert. Ich denke daher, man weiß, dass solche Dinge elementar sind und verschließt sich ihnen bewußt wegen des Glaubens.

  2. Das Original kann man so stehen lassen. Das Kaufen von Seelenfrieden muss man nicht auf eine evolutionäre Komponente zurückführen. Es geht dabei wohl um die Beseitigung von Unsicherheit und mithin um die Vermeidung oder Beendigung eines unangenehmen psychologischen Zustands. So dient etwa die Vorsorgeuntersuchung beim Arzt mehr dem Seelenfrieden, als dem Kaufen von (Lebens-)Zeit. Ähnliches gilt bei der Beratung durch den Rechtsanwalt.

    Macht fällt aus meiner Sicht nicht in so eine Liste, weil man Macht nicht kaufen kann. Man kann allenfalls eine Form von Macht (und sei es Geld) in eine andere tauschen.

  3. Was ist mit Unterhaltung („circenses“), Gesundheit, Sicherheit, ..?
    Darüber hinaus gibt es viele kleinere Nischen, die für die Allgemeinheit eher uninteressant sind, aber individuelle Bedürfnisse, Interessen und Hobbys befriedigen.

  4. Der Kontext ist entscheidend, der komplette Beitrag lautet:
    „How do you brand yourself as a freelancer?
    […]
    1. Sales is a lot like golf. You can make it so complicated as to be impossible or you can simply walk up and hit the ball. I’ve been leading and building sales orgs for almost 20 years and my advice is to walk up and hit the ball.

    2. Sales is about people and it’s about problem solving. It is not about solutions or technology or chemicals or lines of code or artichokes. It’s about people and it’s about solving problems.

    3. People buy 4 things and 4 things only. Ever. Those 4 things are time, money, sex, and approval/peace of mind. If you try selling something other than those 4 things you will fail.

    4. People buy aspirin always. They buy vitamins only occassionally and at unpredictable times. Sell aspirin.

    5. I say in every talk I give: „all things being equal people buy from their friends. So make everything else equal then go make a lot of friends.“

    6. Being valuable and useful is all you ever need to do to sell things. Help people out. Send interesting posts. Write birthday cards. Record videos sharing your ideas for growing their business. Introduce people who would benefit from knowing each other then get out of the way, expecting nothing in return. Do this consistently and authentically and people will find ways to give you money. I promise.“

    7. No one cares about your quota, your payroll, your opex, your burn rate, etc. No one. They care about the problem you are solving for them.“

    Es geht also darum, wie man sich als Freiberufler verkauft (gilt aber gleichermaßen für Angestellte) sowie um Vertrieb generell. Mit Produkten für Endverbraucher (Nahrungsmittel, Unterhaltung, Gesundheit etc.) hat das nichts zu tun, allenfalls mit Werbung für solche Waren und Dienstleistungen.

    • „Es geht also darum, wie man sich als Freiberufler verkauft“

      Ich meine, es geht schlicht ums Verkaufen. Und wenn man Erfolg beim Verkaufen haben will, dann muss man diese 4 Dinge, um die es immer nur geht,berücksichtigen, damit hat man den besten Erfolg.

  5. Linkende und Normies mit nem Zaunpfahl im Arsch sind da die beste Hilfe.

    „Letztendlich sind alle Handlungen beim Menschen auf „Sex bzw Möglichst lange Weitergabe der Gene“ zurückzuführen. Was wären da die wichtigsten Elemente, die dabei helfen?“

    Die Frage immer im Hinterkopf zu haben.

  6. So isoliert liest sich das etwas komisch. Menschen kaufen Geld. Hm. Sollte es nicht eher heißen: Dafür sind Menschen bereit etwas zu geben.
    Aber auch dann fehlen Dinge wie Wohlempfinden, Spaß, Lachen oder gute Drogen. Dafür drücke ich gerne ab. Und das fällt nur sehr bedingt unter „Peace of mind“.

    Vielleicht hat der Autor als Außendienstler eine Karen in seinem hypothekenbelasteten Häuschen sitzen und ist bereit, für Seelenfrieden sein letztes ihm zugeteiltes Hemd zu geben. Sex kann er sich ja auch nur kaufen, wenn sie ihm Freigang gewährt und etwas Taschengeld überlässt.

  7. Na ja, die angeführten Punkte sind so weit gegriffen, dass sie kaum falsch sein können.

    Warum kaufe ich Klopapier? Weil ein nicht-sauberer Arsch entweder keine Anerkennung bringt (Sex schon gar nicht) oder halt zusätzliche Arbeit macht (irgendwie waschen).

    Nahrungsmittel sparen mir Zeit, ich muss weder selbst jagen, noch ein Feld beackern, evtl. nichtmal selbst kochen.

    Usw. aber man sieht schon die Grenze, es ist nicht auf den ersten Blick sichtbar, was was bewirkt, schon deshalb, weil wir es gewöhnt sind, z.B. Nahrungsmittel zu kaufen. Uns kommt gar nicht in den Sinn, dass es auch etwas anderes geben könnte.

    Der Punkt „Seelenfrieden“ deckt noch dazu alles ab, was sonst schwierig erfasst werden kann. Alle Arten von Hobbies z.B. etwa Modellbau oder „Briefmarken sammeln“, Sachen die nur Zeit kosten, keinen Sex bringen und dazu auch noch eine Menge Geld kosten.

    Kurz gesagt ist obige Aussage im Großen und Ganzen nutzlos oder bestenfalls für Werbestrategen interessant. Falls sich ein Produkt nicht gut verkauft, kann man es immer noch als Hobby promoten oder einen Wettbewerb darum veranstalten (für „Anerkennung“ der Sieger sorgen)…

    Letztlich bringen natürlich auch Hobbies „Anerkennung“ in der peer group, auch wenn dort i.d.R. kein Sex zu erwarten ist. Man kann also so gut wie alles auf die niederen Instinkte reduzieren.

  8. Ich kaufe gerne Marzipankartoffeln.

    Mal sehen wo die reingehören.

    Zeit – Der Einkauf kostet Zeit, der Verzehr kostet Zeit. Man wird dick und senkt die Lebenserwartung, das war es also nicht.

    Geld – Geld muss ich dafür aufwenden, das fällt auch flach.

    Sex – Sex ist auch schön, aber doch etwas anderes.

    Anerkennung/Seelenfrieden – Marzipankartoffeln mögen so viele, dafür bekommt man keine Anerkennung, nicht, wenn man sie selbst isst, und das mache ich ja.
    Seelenfrieden – nein. Danach habe ich Schuldgefühle, weil ich wieder niederen Instinkten gefolgt bin und die Beherrschung verloren habe.

    Anderer Ansatz: Zeit ist Geld, es sind also nur 3 Punkte. Mit Geld kauft man Sex, da waren’s nur noch 2. Anerkennung und Seelenfrieden helfen wobei? Richtig: Sex zu bekommen. Da war es nur noch eins.

    Ich schlage folgende 4 Kategorien vor: Festes, Flüssiges, Gasförmiges und Ideelles.

      • Kann man zwar behaupten, aber wirkt auf mich zirkulär. Man kauft etwas, um hinterher befriedigt zu sein, dass man es gekauft hat.

        Statt Seelenfrieden könnte man auch Stolz, Gier, Habsucht einsetzen.

        Geht man nochmal auf die Motive Sex, Geld und Zeit ein, dann sollte bei jedem der Motive ein Kauf, der einen nicht reut, ebenfalls zu Seelenfrieden beitragen: Man hat etwas gekauft, das man braucht. Das ist der triviale Kern der Sache.
        Die Kategorien sind alle nicht aus der gleichen Oberkategoriie, daher überlappen sie sich und bilden kein rundes Modell.
        Bei Lebensmitteln kann ich sagen, ich brauche Vitamine, Kalorien, Balaststoffe, Mineralien und Wasser. Zwar kann ein Lebensmittel mehreres davon enthalten, aber untereinander sind das getrennte Bereiche (auch nicht ganz sauber, insofern, als Wasser Mineralien enthält). Bei den 4 hier ist es Kraut & Rüben. Was will ich mit Sex, wenn ich keine Zeit dafür habe?

        Marzipan kaufe ich, wegen des Konsumerlebnisses, in erster Linie Geschmack, in zweiter Geruch, Textur. Irgendwie wird man alles in diese 4 Kategorien hineinknitteln können.

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