135 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 280 (12.08.2020)

  1. https://thefederalist.com/2020/08/12/no-california-shouldnt-decriminalize-adult-sex-with-14-year-olds/

    „LGBT activists have pushed reasonable notions of equality to its limits with obscene perversions. State Sen. Scott Wiener, D-San Francisco — the same lawmaker who co-sponsored a bill in 2017 to remove the felony penalty for knowingly exposing another person to HIV — has introduced a bill, Senate Bill 145 to give judges more flexibility in sentencing gay men who abuse minors.

    Under current law — which Wiener, who is gay, describes as “horrific homophobia” — a straight 24-year-old male who has sex with a 15-year-old girl can avoid being put on the sex-offender list if the judge feels the situation does not deserve it, but a gay man in the same scenario with a similar-aged boy would not be given the same option.

    Wiener’s argument is one of evolving social standards.“

    Einer der wenigen Punkte in welchen ich Feministinnen zustimmen würde.
    Ne 15 Jährige ist im Schnitt fertiger ausgereift.
    Unter anderem weil danach nicht mehr viel Programm von Mutter Natur aus vorgesehen ist, also wahrlich was anderes als beim Buben.

    • Ein Knall ist auf jeden Fall negativ besetzt. Ein „Wumms“ ist ausreichend unschuldig, um ihn positiv besetzten zu können. Erinnert ein bisschen an den „Ruck“, der damals durchs Land gehen sollte.

      • Ich freue mich schon darauf, mich bei der nächsten Wahl zwischen „Wumms“, „Swoosh“ und „Ka-Boom“ entscheiden zu dürfen. Zweifellos ein dringend benötigter Schritt in Richtung mehr Authentizität in der Politik.

  2. A few decades ago, free trade and mass immigration were championed by the business wing of the Republican Party and viewed with skepticism by the Democratic Party’s labor wing, based in the Midwestern factory belt. Today self-described leftists demand open borders and the free flow of transnational capital ….

    Die These hier ist: Identitäts- und Migrationspolitik soll den Preis für Arbeit drücken, ganz analog der Feminismus:

    … business elites from the 1920s until the 2020s have often sought to create a buyer’s market in labor by maximizing the number of women, including mothers of young children, in the labor market.

    https://www.tabletmag.com/sections/news/articles/woke-inc

    Das Stück ist so richtig schön klassisch links, fast wie eine Erinnerung an längst vergangene Zeiten.

  3. Niemand hat die Absicht die Redefreiheit einzuschränken

    In Deutschland gibt es keine absolute Meinungsfreiheit. Beleidigung, Hass und Hetze sind richtigerweise davon nicht gedeckt. Es gehört auch dazu, dass man Widerspruch erhält und Gegenmeinungen aushalten muss, aber wer sich zu kontroversen Themen kritisch äußert, muss mit Jobverlusten, Auftrittsverboten, Hausverboten, Kontokündigungen, Account-Sperrungen, Shadow banning, Ausschluss aus Vereinen und Absprung von Werbepartnern rechnen.

    Wer bei der falschen Demo mitläuft, verliert den Job und wer ein „falsches“ Bild liked, droht der Rauswurf. Und das wohlgemerkt bei strafrechtlich nicht relevanten Äußerungen. Der Meinungskorridor wird immer enger. Sachliche Kritik wird häufig mit ‚Hetze verbreiten‘ gleichgesetzt.

    • Beispiele für die „Cancel Culture“:

      Lisa Eckhardt wurde vom Literaturfestival ausgeladen. Dieter Nuhrs Beitrag wurde für kurze Zeit von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gelöscht. Joshiko Saibou wurde aus seinem Handballteam geworfen, weil er auf einer Corona-Demo mitgelaufen ist. Die ADIDAS Personalchefin ist ihren Job los, weil sie sagte, dass Rassismus innerhalb der Firma “kein großes Problem” wäre. Eine Vorlesung von Bernd Lucke konnte an einer Universität nicht stattfinden.

      Kevin Hart durfte die Oscars nicht moderieren, weil er vor 10 Jahren einen Witz über Homosexuelle erzählt hat. In England wurde ein Radiomoderator entlassen, weil er den Begriff “Black Lives Matter” hinterfragte und sich für “All Lives Matter” aussprach. James Damore wurde von Google gefeuert, weil er gesagt hat, dass Frauen weniger an stressigen Job interessiert sind, weil sie ängstlicher sind. Bei der New York Times musste der Chef der Meinungsseite geht, weil er einen kontroversen Gastbeitrag eines republikanischen Senators zugelassen hat.

      • „Ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen“ von Voltaires ist exemplarisch für den Austausch, den freie Gesellschaften brauchen.

        Aber ein linker Mob mit Mistgabeln und Fackeln in der Hand möchte allen anderen ihre Moralvorstellungen aufzwingen. Wer einem nicht passt, muss verschwinden.

        Obama kritisiert vor einiger Zeit auch das Vorgehen: https://www.youtube.com/watch?v=qaHLd8de6nM

    • „In Deutschland gibt es keine absolute Meinungsfreiheit. Beleidigung, Hass und Hetze sind richtigerweise davon nicht gedeckt.“

      Du deckst selbst die entsprechenden Gummiparagraphen und jammerst dann, dass sie die Meinungsfreiheit strangulieren. So funktioniert das nicht!

      „Hetze“ ist übrigens nicht juristisch definiert, wäre mir zumindest neu! Was verboten ist, ist „Volksverhetzung“ ein Gummiparagraph, der schon seit Jahrzehnten über abenteuerliche Ableitungen zur Zensur benutzt wird. „Hass“ ist auch keine juristische Kategorie, zumindest nicht in Deutschland. Ob man „Beleidigungen“ bestrafen sollte, darüber kann man streiten. Meines Erachtens überwiegen die Nachteile die Vorteile.

        • Vor einiger Zeit durfte Gensing mal wieder in einem Tagesschau-Kommentar seine Ergüsse ablassen. Also jener Gensing, der scheinbar keinen fundamentalen Interessenkonflikt darin sieht, sich auf der einen Seite als der große „Chef-Faktenfinder“ darzustellen und gleichzeitig nach eigener Darstellung überzeugter Haltungsjournalist zu sein.

          Den Kommentar (mit Bezug zu den USA und Rassismus auch bei uns) leitete er ein mit: „… in einem Land mit einem Präsidenten mit Ku-Klux-Klan Mentalität…“

          Spätestens ab der Aussage fühlte ich mich nicht mehr an die Aktuelle Kamera erinnert, sondern schon direkt an den Schwarzen Kanal. Und der Rest des Beitrags machte es eher schlimmer als besser. Wobei man bei all der Brachialpropaganda von Schnitzler zumindest rhetorisch noch eine gewisse Gewitztheit und Feingeistigkeit zugestehen musste. Gensing ist wirklich nichts anderes, als ein ungehobelter, kleingeistiger Pöbler. Einfach nur noch peinlich, was der da bei allem, wo er sich zu Wort meldet, ablässt.

    • Naja, du hast halt das Problem, dass diese Leute ein linksliberales Publikum adressieren. Wenn sie da erfolgreich sein wollen, müssen sie dessen Code of Conduct einhalten. Und ja, viele Unternehmer sind eher liberal, einfach deswegen, weil die Leute mit Geld und die Masse der Menschen, die sich für diese Art der Unterhaltung interessieren eher liberal ist. Die nationalistischen Personen machen einen deutlich kleineren Teil der Interessierten aus.
      Wenn du also bei diesen Leuten erfolgreich sein möchtest oder mit denen Geld verdienen willst, dann musst du dich so verhalten, dass sie zufrieden sind. Wäre andersrum genauso, wenn du vor einem nationalistischen Publikum stehst, kannst du auch nicht rufen „Deutschland verrecke“.
      Daher ist das Gejammer der Gechancelten Stars und Sternchen verlogen. Mein Tipp an dieser Stelle wäre, sich das Publikum zu suchen, das zu einem passt und dann auch die Infrastruktur zu nutzen die zu einem passt. Das machen rechtsradikale und linksradikale Bands schon immer. Die Vorstellung, dass Slime oder Störkraft in der Mercedes-Benz Arena auftreten und für die Vernichtung des Systems singen, ist lächerlich. Und heutzutage ist das halt sensibler. Deswegen wäre es das klügste, sich eigene Strukturen aufzubauen und sich ein Publikum anzuschaffen, das zu einem passt. Youtube ist z.B. für MGTOW Content nutzlos, da sie inzwischen sogar das Wort gesperrt haben. Deswegen bin ich da auch immer seltener, sondern stattdessen auf alternativen Seiten. So muss das laufen, es müssen parallele Strukturen aufgebaut werden und jeder der etwas ändern möchte, sollte diese alternativen Strukturen auch nutzen.

    • „Beleidigung, Hass und Hetze sind richtigerweise davon nicht gedeckt.“
      „Sachliche Kritik wird häufig mit ‚Hetze verbreiten‘ gleichgesetzt.“

      Hier widersprichst du dir ja schon selber. Ich bin der Meinung man hat entweder Redefreiheit (und damit meine ich absolute Redefreiheit) oder man hat sie nicht. Es kann da keinen Zwischenschritt geben. Jeder Mensch soll alles sagen dürfen und jeder Mensch soll alles glauben dürfen. Das ist Freiheit des Denkens. Und es passiert genau in dieser Reihenfolge. Denn erst wird etwas gesagt/geschrieben und dann von einer anderen Person geglaubt oder auch nicht. Entscheidend ist daher nicht, was gesagt wird, sondern was geglaubt wird. Man wird immer Idioten finden, die irgendeinen Quatsch erzählen; die sterben nicht aus. Aber solange es niemand glaubt, passiert daraus nichts. Zu sagen, man müsse die Meinungsfreiheit einschränken, bedeutet Bevormundung der Menschen. Man hält sie schlicht nicht für fähig, sich ein eigenes Urteil zu bilden.
      Einschränkend muss ich allerdings sagen, dass meine Ansicht nur in einer Welt funktioniert, die von mündigen Bürgern bevölkert ist, und davon sind wir leider weit entfernt. Seitens des Staates besteht aber auch kein sichtbares Interesse daran, dies zu ändern.

  4. ^^

    • 2013 Satire: They will open „Male re-education camps“
      2020 Mainstream: They will open „Male re-education camps“

      The federal government's premier nuclear research lab hosted a 3-day reeducation camp for "white males," with the goal of exposing their "white privilege" and deconstructing "white male culture."Here are the leaked documents from the race-segregated, taxpayer-funded session.👇— Christopher F. Rufo (@realchrisrufo) August 12, 2020

      https://platform.twitter.com/widgets.js

      • „Es wäre grundfalsch, daraus zu schließen, dass wir in einer weißen Männern gegenüber insgesamt feindlichen Gesellschaft leben.“

        Wieder interessant das weiße Frauen ausgenommen sind.

  5. Weiße auf Werbung oder im TV zu sehen, führt zu White Privilege und White Supremacy.
    Über Weiße zu reden, ohne ihnen kontinuierlich Rassimus vorzuwerfen, führt zu White Privilege und White Supremacy.
    Geschichte oder wissenschaftliche Ergebnisse, die von Weißen geschrieben wurden, zu unterrichten, führt zu White Privilege und White Supremacy.
    Das Weiße in Länder mit weiße Mehrheit arbeiten und auch Führungspositionen einnehmen dürfen, führt zu White Privilege und White Supremacy.

    Erst wenn Weiße nicht mehr in der Öffentlichkeit existieren, ist die White Supremacy besiegt.

    Das scheint das angestrebte Ziel von Leuten, wie ihm zu sein.

    Er müsste sich mal fragen wer hier eigentlich der White Supremacist ist.

  6. „for long term gain“

    Der sieht so glücklich aus…

    Ich hoffe auch solche Verteidiger religiös motivierter Barbarei kommen irgendwann zu Einsicht und erweitern solche Konzepte wie My Body-My Choice sinnvollerweise auch auf kleine Jungen.

  7. Übel, die haben nichts richtiges zu Essen mehr…

    Reparationen… und wie viel? Wurde eine Wert angegeben? Rechnet das jemand bei den Raubzügen ab? Gibt es auch ein Ende? Oder wird einfach immer mehr verlangt? Wieso verhaftet die niemand?

    • Dieses 2+2-Ding ist eine Teilwiederaufführung einer freak show mit dem Titel „science wars“ vom Ende des letzten Jahrtusends; siehe
      https://en.wikipedia.org/wiki/Science_wars
      eine leider unverschämt teure Darstellung ist Richard C Brown, Are Science and Mathematics Socially Constructed?: A Mathematician Encounters Postmodern Interpretations of Science
      Unsinn ist das Ganze schon deshalb, weil nach Ansicht seiner Protagonisten offenbar alles sozial konstruiert ist, außer ihren eigenen Abstrusitäten über soziale Konstruiertheit.
      Ein Beispiel dafür, auf welche Weise 2+2=5 sein könne, findet sich auch schon in diesem Buch, S.155:
      „They quote an example from Lakatos in which a pair of two pound items are delivered in a one pound box. A convention of the Post Office always implicitly includes the weight of the box so that 2 + 2 = 5. Just as easily we could say that 2 + 2 = 7 or an indefinite number of other alternatives.“
      Inzwischen fliegt man A über B nach C, und es sei bei so etwas nicht unüblich, daß die Tickets von A nach B und von B nach C je 2 Hunnis kosten, das von A nach C aber 5. Es eröffnen sich leicht ersichtlich faszinierende Möglichkeiten, wie man Leute, die auf diesem Blödheitsniveau operieren, behummsen kann. Was bislang offenbar nicht gefunden werden konnte, sind irgendwelche Völkerschaften indigenen Charakters, die tatsächlich eine alternative Arithmetik praktiziert hätten (und nicht nur eine Nichtarithmetik vom Typ „eins, zwei, viele“)

      • “ sind irgendwelche Völkerschaften indigenen Charakters, die tatsächlich eine alternative Arithmetik praktiziert hätten“

        Das wäre der heilige Gral von Social Justice!!!

      • Solche Beispiele wie „2+2=4“ sind schlecht gewählt für den Punkt, der damit gemacht werden soll.

        Denn in der modernen Mathematik sind die Zahlensysteme und ihre Rechenarten axiomatisch definiert (seit G. Peano). Nun würden viele Mathematiker wohl sagen, dass die entsprechenden Axiome evident sind (z. B. die Peano-Axiome für die natürlichen Zahlen).

        Sagen wir vorsichtiger: sie sind plausibel. Aber gerade in Bezug auf die etwas exotischeren Zahlensysteme, z. B. die reellen Zahlen, sind alternative Axiome durchaus denkbar (von den komplexen Zahlen ganz zu schweigen).

        Ja, und wenn man da andere Axiome festlegt, dann ändern sich unter Umständen eben auch die Ergebnisse bestimmter Rechnungen. So, nun ist klar, dass dieser Punkt von den Postmodernen und Identitäts-Politikern bestimmt nicht gemacht werden soll, wenn sie z. B. in Frage stellen, dass 2 + 2 wirklich 4 ist.

        Ja, aber die guten Rationalisten und strenger Naturwissenschaftler schießen über das Ziel hinaus, wenn sie darauf bestehen, dass 2 + 2 natürlich, ganz gewiss, notwendigerweise, unter allen Umständen, zwingenderweise 4 ist. Denn das gilt „nur“ relativ zu einem bestimmten Axiomen-System.

        Womit ich nicht sagen will, dass man alle Axiome in der Mathematik beliebig wählen kann – sondern bloß das, was ich oben schon angedeutet habe: Die einzelnen Zahlensysteme und die entsprechenden Rechenarten sind axiomatisch definiert, und zumindest bei einigen dieser Axiome sind Alternativen durchaus möglich. Es gibt hier eine gewisse Willkür (was nichts Schlechtes ist, weil auch willkürliche Entscheidungen gut motiviert sein können – aber eben nicht rein mathematisch motiviert sind).

        Ich denke einfach, dass bei solchen Beispielen die Rationalisten und Naturwissenschaftler ein wenig unvollständig argumentieren. Ihr grundsätzlicher Punkt wird dadurch aber nicht in Frage gestellt.

  8. >don’t have access to company’s internal docs
    >haven’t done any modelling
    >still manages to claim that companies are paying staff unequally due to sexism

    Ich habe das schon mal gepostet, aber man muss sich da mal reinziehen, was da für der Lügnerinnen sitzen. Die sind nur daran interessiert ihre Agenda durch zu bringen und sich weiter an den Steuergelder zu laben.

    Der Typ ist auch eiskalt. Ich hätte mich da schon schlapp gelacht, aufgrund des Mumpitz den diese Mitarbeiterin des Gender Equality Dingsbum – natürlich alles Frauen – einem auftischen wollen.

    • „… schlapp gelacht …“

      Ja, aber Du musst auch bedenken: Diese Leute haben in den letzten Jahrzehnten (fast) immer ein falsches Feedback bekommen – auch von Männern. Wo immer sie ihre Lügen verbreitet haben, hat man ihnen zugestimmt – betroffen oder euphorisch. Ihre Pamphlete wurden überall abgedruckt oder zitiert, vor allem in den Massenmedien. Auch dort von Männern.

      Und so machen diese Leute einfach das, womit sie seit Jahrzehnten Erfolg haben. Und viele, viele Leute bestärken sie darin. Auch Männer.

      Und so wird es immer weitergehen. Äh … nein, es wird noch schlimmer werden. Die einzige Rettung: eine große wirtschaftliche Not in den westlichen Ländern.

      • „Und so wird es immer weitergehen. Äh … nein, es wird noch schlimmer werden. Die einzige Rettung: eine große wirtschaftliche Not in den westlichen Ländern.“

        Klingt sehr nihilistisch, aber fast schwant mir, das wäre wirklich das einzige, was uns noch von diesem Schwachsinn erlösen könnte. Ist nur die Frage, ob es uns dann aber besser ginge… 😦

        @ Matze

        „Der Typ ist auch eiskalt. Ich hätte mich da schon schlapp gelacht, aufgrund des Mumpitz den diese Mitarbeiterin des Gender Equality Dingsbum – natürlich alles Frauen – einem auftischen wollen.“

        Auch als du das damals verlinkt hattest, habe ich vor allem gefeiert, wie ruhig er dort immer exakt die richtigen Fragen stellt. Ohne provokanten Unterton oder ähnliches, was ihn verdächtig machen könnte, da nur aus eigenen ideologischen Motiven fiese Fangfragen zu formulieren. Er stellt ganz einfach Fragen, die jeder, der sich mit dem, was er vorträgt, auch wirklich beschäftigt hat, aus dem FF beantworten könnte. Und mit jeder Frage wird die Dame unruhiger, muss immer öfter auf ihre Unterlagen gucken (obwohl sie weiß, dass diese hier nicht weiterhelfen können :)) und zerknirscht einräumen, dass sie dazu leider „noch“ nichts genaueres sagen kann.

        Das zeigt aber eben auch genau das Problem, welches @ Jochen hier anspricht: die Damen sind es einfach völlig gewohnt, dass man den Schmarrn, den sie sich im Zuge gemütlicher Kaffeeklatschrunden aus reinen Bauchgefühlen heraus zusammenfabulieren, einfach schluckt. Die sind es gar nicht gewohnt, mit Nachfragen konfrontiert zu werden. Und das führt dann genau zu so etwas. Es ist schon beinahe schmerzhaft fremdschaminduzierend, wie die Dame dort von einer Peinlichkeit in die nächste taumelt, wo sie doch so entschlossen und kämpferisch auftreten wollte. Dabei hätte jede dieser Peinlichkeiten vermieden werden können, indem man sich mit dem, was an Fragen kommen könnte, prophylaktisch beschäftigt. Keine der Fragen war irgendwie hinterhältig. Jede Frage war logisch konsequent aufgrund der vorgetragenen Sachverhalte. Wenn man sich entsprechend vorbereitet, führt das dazu, dass man entweder Fragen gleich gezielt beantworten kann oder merkt, dass man sich da in Quatsch versteigert hat, der faktisch nicht belegbar ist. Dann sollte man es lieber gleich ganz sein lassen, ihn vorzutragen. In beiden Fällen vermeidet man zumindest zuverlässig eine derart peinliche Vorführung.

        Man kann sich aber gewiss sein, dass die Reaktion der Damen, sobald sie sich wieder im gewohnten Kaffeklatschkreis versammeln, nicht ihre eigenen Standpunkte besser ausarbeiten und ggf. hinterfragen werden. Sie werden sich in eingeübter Manier nur über diesen „mansplainenden Maskutroll“ empören und sich, wie immer, Maßnahmen überlegen, wie man ihn diskreditieren kann, damit ihnen bei der nächsten Anhörung wieder jemand gegenüber sitzt, der ihren ideologischen Überzeugungen gewogener ist und ihnen, wie gewohnt, aus der Hand frisst.

  9. eine echte Minderheit, die Inder!

  10. „Frances, you’ve asked about cancel culture. As far as I can see, cancel culture is mercy’s antithesis. Political correctness has grown to become the unhappiest religion in the world. Its once honourable attempt to reimagine our society in a more equitable way now embodies all the worst aspects that religion has to offer (and none of the beauty) — moral certainty and self-righteousness shorn even of the capacity for redemption. It has become quite literally, bad religion run amuck.“

  11. bedenkenswert, der Moralismus von Pinker hier:

    Morality is not just any old topic in psychology but close to our conception of the meaning of life. Moral goodness is what gives each of us the sense that we are worthy human beings. We seek it in our friends and mates, nurture it in our children, advance it in our politics and justify it with our religions. A disrespect for morality is blamed for everyday sins and history’s worst atrocities. To carry this weight, the concept of morality would have to be bigger than any of us and outside all of us.

    The idea that the moral sense is an innate part of human nature is not far-fetched. …. The idea that the moral sense is an innate part of human nature is not far-fetched. … The five moral spheres are universal, a legacy of evolution. … But where does it leave the concept of morality itself? …Moral realism, as this idea is called, is too rich for many philosophers’ blood. …

    …Far from debunking morality, then, the science of the moral sense can advance it, by allowing us to see through the illusions that evolution and culture have saddled us with and to focus on goals we can share and defend. As Anton Chekhov wrote, “Man will become better when you show him what he is like.“

    Alles sehr lesenswert!!!

    • Wir bekommen hier von Pinker eine evolutionstheoretische Begründung der Moral. Ich habe sowas noch nicht gelesen und sie ist klar und überzeugend. Wirkt schon fast zu gut, um wahr zu sein! Die Zeit fürs Lesen ist wirklich gut angelegt. Doppelplusgut!

      • Pinker ist ein ganz Großer.
        Nicht alleine weil er logisch und konsequent argumentiert, sondern auch weil er das sympathisch und schelmisch dabei ist.
        Er ist dabei ähnlich wie Feynman.

  12. In einem Günter Buchholz empfohlenen Artikel steht eine These, die ich bedenkenswert finde:

    Die Macht, die kleine gesellschaftliche Einheiten aus Antirassisten, Genderideologen und Linksidentitären seitdem ausüben, ist ja keinesfalls demokratisch legitimiert. Zumindest nicht durch Wahlen. Die Legitimation erhalten sie von einem unterhalb des öffentlichen Radars installierten politischen Geflechts, das ihnen Mitsprache und Geld zusichert. Die alte Demokratie des Westens legitimierte sich durch Parlamentswahlen. Das Parlament war der diskursive Ort, in dem sich Demokratie ereignete. Auffallend ist inzwischen, dass sich das Parlament selbst entmachtet hat und durch diverse Bundesverfassungsgerichtsurteile förmlich immer wieder dazu verpflichtet werden muss, seine Tätigkeit ernst zu nehmen.
    (…)
    Da war zum einen die schleichende Veränderung und Aushöhlung der demokratischen und freiheitlichen Grundbegriffe, auf denen der Westen entstand und die seine Stärke und Prosperität ausmachten. Um es sehr verkürzt auszudrücken: Begriffe wie Freiheit, Leistung und Verantwortung sind im Laufe der Zeit in einen Abwärtsstrudel aus scheinbar überkommenen männlichen Werten geraten und wurden durch weibliche Eigenschaften ersetzt: Integration, Moderation, Ausgleich. Demokratische Führung gilt seitdem als alt und hässlich, politische Moderation dagegen als weiblich und schön.

    Verantwortung in undurchsichtige Strukturen abwälzen.
    Freiheit, Leistung, Verantwortung sind bäh.
    Integration, Moderation, Ausgleich sind gut.

    Ich frage mich, ob so eine Entwicklung überhaupt vermeidbar ist, wenn die Politik von Quotenfrauen überschwemmt wird.

    • Was ist hier die These? Dass die sich breitmachende Doktrin der Sozialen Gerechtigkeit nicht demokratisch legitimiert wäre oder die schleichende Veränderung und Aushölung der Demokratie durch diese Doktrin?

    • Und zum Dank kommt dann das hier:

      Das sind natürlich nur Einzelfälle, „die sich für links halten“, nicht etwa echte Linke!

      In ähnlicher Weise bedanken sich die progressiven „Allierten“ der ADL bei ihr, indem sie ihre Abschaffung fordern:

  13. https://nypost.com/2020/08/12/kamala-harris-believed-joe-bidens-accusers-until-she-didnt/

    …. Sexual assault and harassment are some of the most serious ­allegations that can be leveled against a man. Harris now needs to account for why she is comfortable joining an abuser’s 2020 ticket. This isn’t some ­debate-stage policy disagreement she can just walk back, claiming she has “evolved.”

    There are only two possibilities. One is that Harris didn’t, in fact, believe Biden’s accusers but claimed she did to score political points against him. If so, she used the very serious issue of sexual assault as a cheap political cudgel.

    The other possibility is that she still believes the ex-veep’s accusers but is comfortable teaming up with an abuser (not to mention a racist, another charged accusation Harris has thrown Biden’s way). …..

    The fact that Harris so eagerly climbed aboard Joe’s bus says something about her character and what she really thinks about #MeToo. Far from the feminist icon she portrayed herself as during the Kavanaugh hearings, she personifies the left’s weaponization of assault for political ends. The biggest losers in this game are true victims of ­assault and abuse, who now face an even more daunting climb to being believed.

  14. Das wäre was für Pinker zum Erklären! Wie kann das evolutionstechnisch beim Menschen begründet sein?!

    Evolution Can’t Explain Sexual Modesty; Why Not?

    https://evolutionnews.org/2020/08/evolution-cant-explain-sexual-modesty-why-not/

    „Wesley Smith draws our attention to a profound question that evolution, clearly, is not up for addressing. Why do humans in cultures around the world insist on privacy in intimacy? You could broaden the question: Why do humans practice sexual modesty at all, in dress, speech, and other matters? Of course the latter is culturally contingent but if there’s a culture known to history that practiced universal nudism, I’m not aware of it.“

    „It’s the human exception that needs explaining, so citing factors that are far from exceptional to humans as an explanation is not going to persuade me. …. It’s noteworthy that evolutionists can’t explain any of this, a failure that itself speaks loudly and eloquently to the limits of materialist science. Darwinism is supposed to be a universal theory about biological diversity advancing through reproduction. Could such a basic observation about sex be beyond its scope? Apparently.“

    Die Antwort darauf hat schon der Philosoph Schopenhauer gefunden und sie ist ausserordentlich witzig. Schopenhauer deutet die Scham in Bezug auf die Sexualität als Folge der Einsicht des Menschen in die Unrentabilität aller physischen Existenz (in der Schmerz und alles Negative netto überwiegt). Daher verleugnet der Mensch seine biologische Existenz und den damit verbundenen Sexualtrieb. Wie aber konnte die Evolution diese scheinbare Paradoxie hervorbringen? Weil es nur ein unbedeutendes und unschädliches Nebenprodukt des menschlkichen Verstands ist, den man mitziehen kann. Der Vorteil aus dem menschlichen Bewusstsein ist so gross, dass der (vermutlich) geringe Nachteil der verleugneten Sexualität bequem mitgeschleppt wird.

    Viel interessanter ist der Vogel, der dieses heimliche Sexualverhalten auch noch zeigt. Aber vielleicht gibt es für diesen Fall eine ganz banale Erklärung, die sich ergäbe, würde man den nur genau genug studieren.

    • „Why do humans in cultures around the world insist on privacy in intimacy?“

      Die Voraussetzung dieser Frage stimmt nicht. Historisch war es bis zum Barock üblich, dass der Hofstaat anwesend war in der „Hochzeitsnacht“ des Monarchen. Wenn z. B. Heinrich der Achte mal wieder eine neue Frau hatte und die Hochzeitsnacht anbrach, dann hat sein Hofstaat … Ja, ziemlich seltsam. Wobei das Ehebett wohl mit Tüchern verdeckt war.

      • Kann man das nicht als absolutistischen Exzess sehen?

        Vergleichbar feiern autoritäre Politsekten Sex und schamlose Nacktheit, um ihren absoluten Machtanspruch den angemessenen Nachdruck zu verleihen (wird im Artikel auch kurz angeschnitten).

        Möglicherweise ist auch der Inzest von „Göttherrschern“ wie den Pharaonen oder der römischen Kaiser so zu erklären.

  15. I am chief prosecutor Kamala Harris
    My aura smiles
    And never frowns
    Soon I will be president…

    Zen fascists will control you
    100% natural
    You will jog for the master race
    And always wear the happy face

    „In choosing this corrupt prosecutor as his vice-presidential candidate, Joe Biden has made a serious error, one that highlights his already substantial deficiencies in judgment.“

  16. Der renommierten Soziologin Cornelia Koppetsch wird vorgeworfen, sie habe plagiiert. Nun bestätigt ein Prüfungsbericht ihrer Universität den Verdacht. Er ist verheerend.

    https://www.zeit.de/kultur/2020-08/cornelia-koppetsch-plagiatsvorwuerfe-tu-darmstadt-pruefungsbericht/komplettansicht

    Zustände a la Relotius herrschen überall, auch und besonders im Wissenschaftsbetrieb. Man wollte es ja so. Wie man sich bettet so liegt man. Cetero censeo: Dr. Guttenberg muss Bildungsminister der nächsten Bundesregierung werden! Und Frau Dr. Giffey sollte Bundespräsidentin werden, die hat das Zeug dazu!

  17. Ich hatte den Text schon kürzlich in der Diskussion um Identitätspolitik gepostet, aber er ist dort wohl untergegangen. Ich finde die Thesen von Sebastian Junger allerdings so interessant und wichtig, dass ich sie hier noch mal zur Diskussion anbieten möchte.

    Ich schätze sehr den amerikanischen Journalisten (deutscher Abstammung) Sebastian Junger.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Sebastian_Junger

    Das ist keiner, der nur am Schreibtisch sitzt, sondern er begibt sich vor Ort, direkt an die Realität heran, er geht mit Feuerwehrleuten in einen brennenden Wald, er berichtet aus dem Krieg in Bosnien oder in Liberia.

    Sein bestes Buch ist „War“ : https://www.amazon.de/War-Ein-Jahr-im-Krieg/dp/3896674412
    Sein Bericht über einen Aufenthalt in Afghanistan bei einem Vorposten in einem hart umkämpften Gebiet an der Grenze zu Pakistan. Viele der Soldaten, die dort im Einsatz waren, litten nach ihrer Rückker ins zivile Leben in Amerika unter PTSS, dem Post-traumatischen Stress-Syndrom. Das kam nicht durch schreckliche Erlebnisse im Krieg, sondern durch das Fehlen des Lebens in einer Gruppe von Männern, die sich absolut aufeinander verlassen konnten und mussten, wenn sie überleben wollten.

    In einem anderen Buch (Tribe – On Homecoming and Belonging)

    schreibt Junger:

    „Any discussion of veterans and their common experience of alienation must address the fact that so many soldiers find themselves missing the war after it’s over. That troubling fact can be found in written accounts from war after war, country after country, century after century. As awkward as it is to say, part of the trauma of war seems to be giving it up. “For the first time in [our] lives… we were in a tribal sort of situation where we could help each other without fear,” a former gunner in the 62nd Coast Artillery named Win Stracke told oral historian Studs Terkel for his book The Good War. (Stracke was also a well-known folk singer and labor organizer who was blacklisted during the McCarthy era for his political activity.) “There were fifteen men to a gun. You had fifteen guys who for the first time in their lives were not living in a competitive society. We had no hopes of becoming officers. I liked that feeling very much… It was the absence of competition and boundaries and all those phony standards that created the thing I loved about the Army. …
    What people miss presumably isn’t danger or loss but the unity that these things often engender. ”

    S. auch hier hier:

    Leben in solchen Gruppen hat offenbar etwas zutiefst befriedigendes, das moderne Gesellschaften immer weniger bieten können. Das zeigt sich auch an einem zweiten Phänomen, das Junger untersucht hat.

    Im 18. Und 19 Jhrhundert kam es in Amerika häufig vor, dass Menschen die weißen Siedlungen verließen und sich den Indianern anschlossen. D.h.sie gingen in den Wald zu den Indianern und wurden von diesen in ihre Stämme aufgenommen und als Gleiche behandelt.
    Man hat dann manchmal versucht, diese Leute zu „befreien“, d.h. wieder in die westliche Zivilisation zurück zu bringen und wehrten sich heftig dagegen, bzw. liefen wieder weg zu den Indinanern. Noch mal Junger:

    “Thousands of Europeans are Indians, and we have no examples of even one of those Aborigines having from choice become European,” a French émigré named Hector de Crèvecoeur lamented in 1782. “There must be in their social bond something singularly captivating and far superior to anything to be boasted of among us.”

    Crèvecoeur seemed to have understood that the intensely communal nature of an Indian tribe held an appeal that the material benefits of Western civilization couldn’t necessarily compete with. If he was right, that problem started almost as soon as Europeans touched American shores. As early as 1612, Spanish authorities noted in amazement that forty or fifty Virginians had married into Indian tribes, and that even English women were openly mingling with the natives. At that point, whites had been in Virginia for only a few years, and many who joined the Indians would have been born and raised in England.“

    Wie ist nun dieses Phänomen zu erklären, dass Menschen lieber in einer Gruppe von Soldaten im Krieg leben oder in einem Indianerstamm in der Wildniss, als in der westlichen Zivilisation? Junger bezieht sich auf eine der letzten noch im Stammesverband lebenden Gruppen, den Kung aus der Wüste Kalahari:

    „Among anthropologists, the !Kung are thought to present a fairly accurate picture of how our hominid ancestors lived for more than a million years before the advent of agriculture. Genetic adaptations take around 25,000 years to appear in humans, so the enormous changes that came with agriculture in the last 10,000 years have hardly begun to affect our gene pool. Early humans would most likely have lived in nomadic bands of around fifty people, much like the !Kung. They would have experienced high levels of accidental injuries and deaths. They would have countered domineering behavior by senior males by forming coalitions within the group. They would have been utterly intolerant of hoarding or selfishness. They would have occasionally endured episodes of hunger, violence, and hardship. They would have practiced extremely close and involved childcare. And they would have done almost everything in the company of others. They would have almost never been alone.

    First agriculture, and then industry, changed two fundamental things about the human experience. The accumulation of personal property allowed people to make more and more individualistic choices about their lives, and those choices unavoidably diminished group efforts toward a common good. And as society modernized, people found themselves able to live independently from any communal group. A person living in a modern city or a suburb can, for the first time in history, go through an entire day—or an entire life—mostly encountering complete strangers. They can be surrounded by others and yet feel deeply, dangerously alone.“

    Dies ist die Lebensweise, die unsere Vorfahren über 100.000 Jahre geprägt hat, und an die wir angepasst sind, noch heute. Und deshalb (u.a.) fühlen sich so viele Menschen unserer Gesellschaften einsam, entfremdet und depressiv. Der Sinn für Gemeinschaft ist weitgehend verloren gegangen, und der perfekte Ausdruck dafür ist der Multikulturalismus. Als könnten Menschen unterschiedlichster Prägungen völlig problemlos zusammenleben und gar noch solidarisch untereinander sein. Das wird nie klappen.
    Jungers Fazit: „The ultimate betrayal of tribe isn’t acting competitively—that should be encouraged—but predicating your power on the excommunication of others from the group. That is exactly what politicians of both parties try to do when they spew venomous rhetoric about their rivals. That is exactly what media figures do when they go beyond criticism of their fellow citizens and openly revile them. Reviling people you share a combat outpost with is an incredibly stupid thing to do, and public figures who imagine their nation isn’t, potentially, one huge combat outpost are deluding themselves.“

    Der Unterschied von Jungers Position zu jener der Identitären liegt aus meiner Sicht darin, dass er eben nicht ethnisch argumentiert. Die Indianer konnten problemlos Weiße in ihre Stämme aufnehmen; entscheidend ist die Bereitschaft, gegenseitige Verpflichtungen zu übernehmen. Die Soldaten auf dem Vorposten in Afghanistan waren weiße Amerikaner, Latinos und Schwarze, und die Kameradschaft funktionierte perfekt. Sie sprachen auch nie über den Grund des Krieges oder über Politik. Man musste sich nur aufeinander verlassen können. Ich denke auch nicht, dass sich daraus ein grundsätzliches Argument gegen Migration ableiten lässt, es kommt nur darauf an, dass die Migranten in den Stamm aufgenommen werden, was bedeutet, dass es wenige sein müssen. Die Bildung von Parallelgesellschaften ist jedenfalls das genaue Gegenteil davon

    • „es kommt nur darauf an, dass die Migranten in den Stamm aufgenommen werden, was bedeutet, dass es wenige sein müssen.“

      Ich würde sagen, es kommt darauf an, möglichst schnell die Homogenität des Stammes wiederherzustellen, also die Neulinge möglichst vollständig zu assimilieren (wobei de rStamm im ergebnis nicht wiede rgenauso sein muss wie vorher, Hauptsache der Zusammenhalt ist hergestellt, ggf. auch in etwas veränderter Form). diese Assimilation ist natürlich umso schwieriger, je mehr Neulinge es gibt, hängt aber nicht nur von deren Zahl, sondern auch erheblich von deren Eingliederungswillig- und -fähigkeit ab. Je fremdartiger und anpassungsunwilliger Neulinge sind, desto eher können sie auch in geringer Zahl die Homogenität des Stammes dauerhaft stören, während auch größere Gruppen von Migranten recht unproblematisch sein können, wenn sie sich gut integrieren.

      In jedem Fall ist die „bunte“ Multi-Kulti-Gesellschaft, in der geduldet oder sogar gefördert wird, dass Gruppen ohne grundlegenden gesellschaftlichen Konsens nebeneinanderher leben, in der Theorie vielleicht eine nette Idee, in der Praxis aber regelmäßig zum Scheitern verurteilt.

    • @El Mocho
      „Und deshalb (u.a.) fühlen sich so viele Menschen unserer Gesellschaften einsam, entfremdet und depressiv. Der Sinn für Gemeinschaft ist weitgehend verloren gegangen, und der perfekte Ausdruck dafür ist der Multikulturalismus.“

      Mit Verlaub, aber das ist ganz falsch. Die perfekte Gegenreaktion unser technisch-rationalen Zivilisation ist der UNIVERSALISMUS, der alle Menschen als gleich ansieht und den Begriff einer gemeinsamen Menschheit entwickelt hat, mit der Idee von Menschenrechten und all das. Von diesem Leitbild angetrieben ist auch die progressive, identitäre Linke, obwohl sie daran völlig scheitert, wie schon der Multikulturalismus vorher.

      „Als könnten Menschen unterschiedlichster Prägungen völlig problemlos zusammenleben und gar noch solidarisch untereinander sein. Das wird nie klappen.“

      Doch, wenn sie nur den oben genannten Universalismus anerkennen. Wenn diese Ideen weiterhin gehijackt und ins Gegenteil verkehrt werden, wie das derzeit geschieht, dann kann man natürlich mehr als skeptisch sein.

      • Ich denke Menschen sind nicht für einen solchen Universalismus gemacht. Solche Ideen überschätzen eindeutig die Bedeutung von Rationalität für menschliches Verhalten. Man kann beliebig viele Menschenrechte postulieren, warum sollen Menschen danach handeln?

        Menschen handeln nach Gegenseitigkeit; wer mir hilft, dem helfe ich auch, und wenn wir uns zusammenschließen, bilden wir einen Verbund von sich gegenseitig verpflichteten und sich unterstützenden Menschen. Solche Verbände sind i.d.R. nicht größer als maximal etwa 150 Menschen (etwa soviel wie ein Stamm der Yanomami).

        Junger schreibt dazu:

        „In the early 1990s, an English anthropologist named Robin Dunbar theorized that the maximum size for any group of primates was determined by brain size — specifically, the size of the neocortex. The larger the neocortex, he reasoned, the more individuals with whom you could maintain personal relationships. Dunbar then compared primate brains to human brains and used the differential to predict the ideal size for a group of humans. The number he came up with was 147.8 people. Rounded up to 150, it became known as the Dunbar number, and it happened to pop up everywhere. A survey of ethnographic data found that precontact hunter-gatherers around the world lived in shifting communities that ranged from 90 to 221 people, with an average of 148. Neolithic villages in Mesopotamia were thought to have had around 150 people. The Roman army of the classical period used a formation of 130 men — called a maniple, or a double century — in combat. Hutterite communities in South Dakota split after reaching 150 people because, in their opinion, anything larger cannot be controlled by peer pressure alone. …

        The larger these groups were, the better they could defend themselves, up until the point where they got so big that they started to fracture and divide. Many such groups formed a tribe, and tribes either fought each other or formed confederacies against other tribes. The basic dichotomy of “us” versus “them” happened at the tribal level and was reinforced by differences in language and culture.“ (Junger, War)

        Natürlich heißt das nicht, dass wir unsere Gesellschaft wieder gegen Stammesverbände von 150 Menschen eintauschen sollten oder auch nur könnten, Aber es zeigt, was unseren Gesellschaften fehlt.

  18. #SaveTheChildren trendet auf Twitter: https://twitter.com/hashtag/SaveTheChildren

    New York Times schreibt Qanon-Anhänger hätte die #SaveTheChildren-Bewegung überrant: https://www.nytimes.com/2020/08/12/technology/qanon-save-the-children-trafficking.html?smid=tw-share

    Bei Qanon entsteht vielleicht so etwas wie ein zweites Pizzagatehttps://de.wikipedia.org/wiki/Pizzagate, was auf WP als Fakenews und VT beschrieben wird, ich hatte mir damals aber einen Teil der E-Mails beschafft, und einige lasen sich wirklich komisch, gar verdächtig. Das war keine normale Sprache, Wörter wie Pizza und Käse wurden befremdlich eingesetzt. Die VTs drehten sich darum sie wären Codewörter für Kindersex, was ich nicht bestätigen kann. Ich fand es seltsam, das dann ein Pizzaria-Erstürmer ausgerechnet den Computer dort zerschossen haben soll, auf dem sich Beweise hätten finden können.

    Mein Leben war damals tagelang auf den Kopf gestellt, weil mir das keine Ruhe lies, ich ewig nach Infos und Beweisen suchte.

    Vielleicht werden jetzt Millionen in diesen Zustand geschubst? Bei der ganzen Belastung mit Wirtschaft, Corona, BLM? Es sind schon angeblich ca. 100 Demonstrationen noch im August angemeldet (USA).

    So sieht #SaveTheChildren bei Qanon vielleicht aus:
    https://www.youtube.com/watch?v=bsKEQmcJSKM „Disturbin Things For Children“ ~10Min.

    Ich habe so gut wie keine Ahnung von Qanon, bisher nur noch dieses Video gesehen: https://www.youtube.com/watch?v=KVeDKuHPDK8 „Q – The Plan To Save The World“ ~10Min

    Da gibt’s alle 2 Sekunden einen Schnitt und man bekommt zig Bilder ins Gehirn geworfen, wärend eine bedeutungsschwangere Stimme gewichtige Wahrheiten beschwört. Sah für mich nicht sehr Gesund und Faktenbasierend aus.

    • Guter Hinweis!

      Allerdings bin ich skeptisch in Bezug auf die von der Autorin vorgeschlagene Strategie. Mit interessierten Fragen lassen diese Genderisten sich nicht beirren. So etwas zu glauben, ist völlig weltfremd.

      Ein Leser schreibt dazu:

      „Wo ich aber der Autorin (als Linguist und Absolvent einer amerikanischen law school, wo die sokratische Methode die Regel ist) radikal widerspreche, ist, dass diese Methode geeigneter für einen konstruktiven Dialog sein soll.“

      • „Allerdings bin ich skeptisch in Bezug auf die von der Autorin vorgeschlagene Strategie. Mit interessierten Fragen lassen diese Genderisten sich nicht beirren. So etwas zu glauben, ist völlig weltfremd.“

        Das hat mich auch irritiert. Im Prinzip beschreibt sie doch selbst am Anfang, wie sie, obwohl sie meines Erachtens absolut berechtigte Fragen stellt, nur auf Abwehr gestoßen ist. Die Fragen konnten lediglich von jemandem als angriffig empfunden werden, der die darin hinterfragten Inhalte schon längst als persönliches Glaubensdoma internalisiert hat. Solchen Leuten kannst du Fragen so „interessiert“ stellen, wie du willst, die Reaktionen werden nicht weniger enragiert ausfallen. Die einzige Art von Frage, die Leute wie diese Gleichstellungsbeauftragte akzeptieren, sind jene Fragen, die sie allzu oft in Interviews weniger neutral an das Thema herangehender Medienschaffender gestellt kriegen. Also Fragen, welche eigentlich nichts weiter sind, als als Fragen verkleidete Vorlagen zum Abspulen eingeübter Talking-Points.

  19. Die Meinungsfreiheit ist eine „Wunde in der Demokratie“, die man schliessen muss. Sie kann nicht für jedermann sein, sondern muss denen vorbehalten sein, die die richtigen Wahrheiten transportieren, wie eben zB Luisa Neubauer.

  20. Weil ich erst heute zu komme zu schreiben, es aber gestern (Mittwoch) gesehen habe:

    35 Grad im Schatten, Baustelle Brückenneubau – knallende Sonne, weit und breit keine Wolke oder anderer Schatten.
    Auf der Baustelle nur Männer. Braungebrannt von der Sonne. Teilweise trotzdem zu sehen, dass die trotz der braungebrannten Haut Sonnenbrand haben…
    Weit und breit keine Frau zu sehen! Die wurden vom Patriachat einfach ausgeschlossen, damit die Kerle unter sich bleiben können!
    Besonders perfide: sogar die zu erwartenden Demonstrationen mutiger Feminist*innen vorm Baustellenzaun hat das geheime Männernetzwerk irgendwie unterbinden können. Jedenfalls waren keine zu sehen.
    Das kann so nicht weitergehen! Frauen haben ein Recht darauf an solchen Baustellen teilzuhaben. Vergünstigungen wie Sonnenbrand, Melanome etc. dürfen nicht länger nur Männern vorbehalten bleiben!

  21. The Cogwar 8 Years On: BLM, BDS & the wokeocracy

    (Cogwar = cognitive war, Psychokrieg)

    https://campaign4truthblog.wordpress.com/2020/08/11/the-cogwar-8-years-on-blm-bds-the-wokeocracy/

    Woke are a reincarnation of ’60s New Age millennialism (belief in a coming period of “heaven on earth” …), passed through a Frankfurt-School academia of tenured (failed) radicals, weaponised by the internet, and now storming out from their study halls to impose the truth on a sinful and recalcitrant social world of suffocating, systemic oppression. …..

    …. The millennial ideology behind this is what its proponents in academia call Peace and Conflict Resolution Studies, an openly partisan academic field that insists that man is inherently peaceful, that anyone who disagrees is a war monger, that if their techniques would be followed, we would enter an era free of War. (Alongside Gays and Feminists for Palestine, there are few more self-parodying names than that of “Historians against War.”)

    It’s a secular version of Isaiah’s promise, a favourite of early Christian preaching, a source of inspiration to those who created the UN, a favourite of the sixties. “Ain’t a gonna study war no more, I ain’t a gonna study war no more.”

    And although it may not get fully explicit about its religious inspiration, it’s definitely more active than its earlier religious manifestations. When there’s no God, people have to build the millennium by themselves. …. Most of these religious traits are also apocalyptic traits – the division of the world into good and evil, the legitimation of violence for the sake of collective salvation, the enforcement of a dogma from which there is no dissent. …. The irony here is that the ally this messianic endeavor is the other major apocalyptic movement of our day, the Caliphaters, namely Muslims who believe that in this generation, there will be a global Caliphate ruling the entire world. …. One would think a peaceful movement would steer clear of such apocalyptic testosterone, but no, we have the marriage of post-modern masochism and pre-modern sadism. ….

    …. The massive capitulation to BLM/woke/caliphater ideology is driven by fear of shame.

    It’s very similar to the dynamics of the Emperor’s new clothes. Instead of fear of being called a fool for saying the emperor is naked, today’s courtiers are afraid of being called racist. So they nod eagerly to affirm the ridiculous counter-truths of the woke dogma. Only this time, instead of foolish courtiers playing into the narrative of a vain emperor, it’s frightened “thought leaders” fuelling a destructive millennial movement driven by hate. …

    …. One of the big differences between today’s “peace-loving” millennial wokesters and the 60s is that in the 60s people were genuinely committed to life and love and honesty. Today the people being empowered by the cognitive war on the West are drawn disturbingly to death. ….

  22. Na, zündet es? Die Mauer der DDR wird mit der Aussengrenze der EU nicht nur moralisch gleichgesetzt, man schwingt sich sogar noch zum moralischen Lehrmeister auf, die Lehre aus der DDR-Mauer fordere gegen die EU Mauern zu kämpfen….

    Komisch, dass das durchging, sonst gibt man sich bei den Grünen doch so vollkommen harmlos und bieder.

      • Das ist doch kein whataboutism?!? Also ablenken durch weitschweifiges Rumlabern. Das hier ist moralische Äquivalenz schaffen, um die DDR Mauer zu verharmlosen und gleichzeitig die EU-Grenzen anzuschwärzen. Man kann nur raten, was ihnen wichtiger ist.

        • „Whataboutism“ ist kein ablenken durch weitschweifiges Rumlabern, sondern der Versuch, das Thema einer Diskussion zu bestimmen und begrenzt zu halten.

  23. Dank Eliyah Havemann wissen wir jetzt auch, dass sich nur Juden über Antisemitismus lustig machen dürfen:

    https://taz.de/Streit-um-Kabarettistin-Lisa-Eckhart/!5702242/

    Die Botschaft: Identitätspolitik soll also bedeuten, dass die Juden mit dem Antisemitismus alleine fertig werden sollen. Denn ist ja wohl klar, dass auch nur Juden über Antisemitismus wirklich befinden können, wenn auch nur sie darüber lachen und Faxen machen dürfen.

    Nichtjuden sollten sich nach Havemann also gefälligt in Zukunft zurückhalten, wenn sie israelkritische Artikel in der Süddeutschen Z lesen, die „das Jüdische“ „fragwürdig“ erscheinen lassen und in aller Unschuld fragen: „Liegt die Beeinträchtigung Israels als Demokratie darin, dass dieser Staat jüdisch ist und bleiben will?“

    https://www.sueddeutsche.de/kultur/ideengeschichte-der-diaspora-juden-gegen-israel-1.4997136

    Der progressive Rassismusvorwurf ist hier schon halb ausgesprochen, fehlt nur noch die Attacke gegen den Zionismus, die als nächstes kommt wie das Amen in der Kirche. Der Nichtjude möge besser Israel nicht verteidigen, da dies dem Antisemitismus Vorschub leisten würde! Noch sehr vorsichtig ausgedrückt kommt das so daher:

    „Israels nationalstaatlichen Verfehlungen im Namen der Juden zu verteidigen, läuft Gefahr, eine Grundthese aller historischen Antijudaismen zu bekräftigen, Judentum sei Nationalismus.“

    Seltsamerweise schliesst sich der Autor dieser Grundthese dann scheinbar und en passent selbst an, wenn er schreibt:

    „Gegen die scheinbar unbestreitbare Tendenz des Judentums hin zum Nationalstaat argumentiert Yakov Rabkin, Historiker an der Universität Montreal in seinem …. Buch „Die Jüdische Opposition gegen den Zionismus“.“

    Aber die „grundsätzlichsten Kritiken“, so werden wir aufgeklärt, kämen von „orthodoxen Juden“, die sich „dem Nationalstaatsprojekt als unjüdisch, sogar antijüdisch widersetzen.“

    Eine „dringliche Aufgabe im Kampf gegen Antisemitismus“ sei es, das Verschwinden dieser orthodoxen Tradition zu verhindern!

    Lustig, dass sich ausgerechnet die judenhassenden nicht-jüdischen Nazis und Geschichtsrevisionisten sich auch so rührend um diese orthodoxen antiisraelischen Traditionen kümmern und als Alleinvertretungsanspruch des Judentums ansehen. Muss ein ein dummer Zufall sein.

    Zum Autor: „Elad Lapidot ist Dozent für Philosophie und Jüdische Studien an der Universität Bern und an der Humboldt Universität Berlin.“

  24. https://www.commentarymagazine.com/articles/abe-greenwald/yes-this-is-a-revolution/

    Like messianic revolutionaries of the past, the revolutionary mob of the 21st century is out to “remake the world.” Their compass is “no longer pointed at one thing.” It’s aimed in all directions at once. As Thomas Paine said approvingly of France in 1791, “it is the age of revolutions, in which everything may be looked for.” A mission so grandiose demands the most radical assault on the current order, and changing the world begins with changing one’s country. So it was in France in 1789, Russia in 1917, and China in 1949. And this is especially so if one’s country is seen as the seat of the present evil and is also the most powerful nation on the planet. This is, then, most fundamentally a revolution against the United States of America and all it stands for. ….

    … The erroneous charge against police has been a popular argument since 2013, when Black Lives Matter was formed. That this and other left-wing claims have been circulating for years might cause some to think of the revolution as no more than America’s always-simmering radical fringe coming to a brief boil. But what we’re witnessing is not a temporary surge in extreme ideas. It’s the cultural triumph of those ideas and their institutional enforcement, sometimes with the imprimatur of the government. It is, in our own domestic form, an American version of Mao’s Cultural Revolution. ….

    …. The counterrevolution will not be won in the streets.

    It will be accomplished, if it is to be accomplished, as Americans outside the revolution’s burning core come to grips with what it is; as its wreckage exceeds its justification; and as the gap between revolutionary claims and reality becomes too great to ignore. …

    … the revolutionaries lack a sufficiently malicious counterforce to justify their loathing. The U.S. does not and cannot furnish them with the complementary element they desperately want to put on trial: a truly unjust state and society. They must, instead, invent these and rebel against their own invention. ….

    …. we must hold fast to Madison’s vision and urge on those varied parties who will, in greater numbers, come to oppose the revolution. Only when they step forward will our elected officials and institutional leaders be forced to respond. Precisely because of the Founders’ foresight, the United States remains the best hope for mankind. ….

    Fulminant und könnte ein Klassiker der Zukunft werden. Die Revolution von 2020…..

  25. Das ist doch wohl nicht ein Zeichen der Hoffnung für eine immanente Überwindung der Teilung Koreas?!?! Sehr positiv und interessant!

    • Wieso zur Hölle findest du das Gesabbel von Heiko Maas irgendwie erwähnenswert, gar einen Schritt zur Vereinigung Koreas (die mit Sicherheit nicht demnächst stattfinden wird)?

      Oder war das ironisch gemeint? Ich muss gestehen, dass ich die meisten deiner Kommentare mittlerweile einfach überspringe. Überwiegend irgendwelche oberflächlichen Twitter-Aufreger fast immer ohne irgendeine praktische Relevanz. Kannst du dich nicht auf die (für dich) wichtigsten Sachen beschränken und es möglichst vermeiden, das Twitter-Gewitter hier reinzuholen? Wir müssen das Portal nicht hier spiegeln und kommentieren, dafür braucht man kein Forum, das kann man bei Twitter nämlich auch direkt machen…

  26. „Unlustigen Witzeleien über MeToo verschafft Eckhart durch den Rückgriff auf antisemitische Klischees ein scheinbares Gewicht.“

    Die Stelle war diese hier:

    Im September 2018 war Lisa Eckhart auf dem Höhepunkt der Me-too-Debatte in der WDR-Sendung »Mitternachtsspitzen« aufgetreten. Sie stellte augenzwinkernd (was in der Schriftform natürlich nicht erkennbar ist) die Frage, ob die #MeToo-Bewegung nicht antisemitisch sei. Immerhin seien Harvey Weinstein, Woody Allen und Roman Polanski Juden. »Am meisten enttäuscht es von den Juden, da haben wir immer gegen den Vorwurf gewettert, denen ginge es nur ums Geld, und jetzt plötzlich kommt raus, denen geht’s wirklich nicht ums Geld, denen geht’s um die Weiber, und deshalb brauchen sie das Geld«, so die Kabarettistin.

    aus
    https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/raetselhafte-femme-fatale/

    Das ist schon hintersinning, denn die ganze progressive Bewegung zu der auch Metoo zu rechnen ist, ist bis ins Mark tatsächlich antisemitisch und das wird von der angeblich kritischen Öffentlichkeit absolut verdrängt und totgeschwiegen. Es ist allein deshalb auch und zugleich vordergründig witzig, da nach den progressiv identitären Kategorien allein der Umstand jüdisch zu sein, einen Angriff auf die besagten prominentesten Metoo-Figuren diesen antisemitisch qualifizieren müssten. Was natürlich nur deshalb nicht geschieht, weil Juden von der progressiven Opferhierarchie ausgeschlossen sind und mehr oder minder heimlich als üble Weisse und imperialistische Zionisten, plutokratische Banker und Sklavenhändler, etc gelten — wohlgemerkt unter Linken.

    Es ist diese Heuchelei, die Eckhard satirisch angreift.

    Ich finde übrigens, sie hätte einen Karl-Kraus-Preis für diese Aktion verdient! 🙂

  27. Helen Pluckrose hat auf ihrem Twitter-Account nun offenbar genug von Kritik:

    Nachdem sie bereits gestern ankündigte, jeden Kritiker zu blocken, von dem sie sich stärker mißinterpretiert fühlt und dies auch bei einem differenziert und begründet argumentierenden Kritiker wie Néstor de Buen durchführte:

    ist ihr Twitter-Account nun nicht mehr öffentlich einsehbar:

    „Nur bestätigte Follower können die Tweets von @HPluckrose sehen. Klicke auf den „Folgen“-Button, um eine Followeranfrage zu senden.“

    Allerdings waren alle mir bekannten, bislang erschienenen und dann auf Twitter kommentierten und diskutierten kritischen Artikel begründet-argumentierend und die ersten drei Artikel enthielten zudem mehrere political-correctness-kritische Passagen. Der vierte bislang erschienene kritische Artikel war zwar nicht political-correctness-kritisch, aber im Stil insgesamt sachlich und versöhnlich.

    Die bislang erschienenen kritischen Artikel zu James Lindsay und Helen Pluckrose seien an dieser Stelle noch einmal kurz verlinkt:

    Asad Haider – Critical Confusion

    https://asadhaider.substack.com/p/critical-confusion

    Oliver Traldi – Postmodernism Unbound? Review of Cynical Theories by Helen Pluckrose and James Lindsay

    https://arcdigital.media/postmodernism-unbound-dc576063e78e

    Néstor de Buen – On the “Sokal Squared” Trio

    https://merionwest.com/2020/08/10/on-the-sokal-squared-trio/

    Jess Abells – Injustice is the Real Root of Wokeness

    Auf Medium.com ansehen

    • zum Ende des letzten Stücks:

      „What I’m begging is that we all start engaging with one another honestly and in good faith“

      … nach all dem, was Social Justice angerichtet hat, derzeit in den Städten der USA?

      Viel Spass noch bei der „Revolution“.

    • „Some might claim that it’s ill-advised for Bray to define “anti-fascism” in so many different ways. Others might even argue that it cheapens the lived experiences of those who resisted explicitly fascist regimes. However, as Bray astutely points out, anti-fascism isn’t just about fighting fascism; it’s about fighting all forms of domination, and the systems that uphold them (Bray, xxiv). Domination is always wrong, and folx need to have access to the right tools to fight against it in every context. Bray’s generous assortment of definitions provide anti-fascists the freedom to choose whichever one fits the particular form of domination that afflicts them at any given time—whether it be Nazi Gestapo or the TERF from your yoga class.“

      https://newdiscourses.com/2020/08/antifa-is-our-only-hope-a-satire/

  28. Hatten wir das hier schon:

    „Heimliches Abstreifen eines Kondoms ist ein sexueller Übergriff“
    Ich frage mich aber nur, wie man das beweisen will?
    Ob es auch Frauen gibt, die Stealthing betreiben?

  29. Sehr klug bemerkt! Das ist *erstmals* wirklich sowas wie Frieden!

    „openly speaks of normalisation“

    Denn Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg, es ist ein Zustand des Herzens! (frei nach Baruch Spinoza)

    Welchen Zustand des Herzens die Deutschen darüber haben, darauf muss man an dieser Stelle auch hinweisen: eiskaltes Schweigen der Merkel-Regierung. Was stimmt nur mit diesen Menschen nicht?!?

    • Echoskammer der deutschen Politik: „kein historischer Tag“. Und: die armen, armen Palästinenser.

    • Wenn man jetzt das „l“ streicht, dann passt es besonders gut:

      Back lives matter (die Beschäftigten sitzen ja am anderen Ende des Gebäudes….)

  30. Die einzige Lösung für diesen Sozialstaat lautet – alle müssen länger arbeiten

    https://www.welt.de/wirtschaft/article213508234/Hoeheres-Rentenalter-sonst-droht-der-Demografie-Schock.html

    „Die geforderte Koppelung der Altersgrenze an die steigende Lebenserwartung soll den Renteneintritt ab 2031 schrittweise über 67 Jahre anheben.“

    Muss man nicht auch wegen „Geschlechtergerechtigkeit“ die verschiedenen Lebenserwartungen von Mann und Frau hier einfliessen lassen? Nur mal so gefragt…. 🙂

    Aber die Politik kann machen, was sie will, sie kann die Realität nicht abändern, dass die Rente von morgen schon längst ausgegeben ist, für den Wohlstand von heute. Das ist nämlich eine schlichte Folge der Nullzinspolitik. Sobald diese fallen gelassen wird, gibt es auch wieder gute Renten. Man kann aber nicht beides haben: Alles Vermögen im Hier und Jetzt und Vermögen in der Zukunft. HIer wird Sozialstaats-Alchemismus betrieben, in der Hoffnung noch weiteres Vermögen von morgen schon heute anzuzapfen.
    Vermutlich steht das ganze Sozialstaatssystem sowieso kurz vor dem Kollaps, also keep cool und sich denken, es wird schon weitergehen. Schade nur, dass es haufenweise Idioten geben wird, die das für ihre Revolution nutzen wollen, siehe die Zustände in den US-Städten.

  31. Toxic masculinity:

    • Wer ist das überhaupt? Vermutlich Neueinwanderer, vielleicht ohne Papiere und illegal? Dann sind es doch bestimmt überwiegend Männer, schätzen wir mal 90 % ….

        • Da in deinem link steht doch nichts, „Menschen“ und so. Das könnten genausogut „Penner“ sein, so ein Bild wird ja ein bisschen suggeriert. Wer hat denn in diesem Land keine KV? Das muss man ja geradezu aktiv meiden oder es muss einem alles völlig egal sein.

          • @Alex: „Wer hat denn in diesem Land keine KV? Das muss man ja geradezu aktiv meiden oder es muss einem alles völlig egal sein.“

            Zum Beispiel das zZ stark wachsende Transport-Gewerbe. So Sub-Sub-Sub-Unternehmer von Hermes zB, Unternehmer sollen für Geld u. Arbeit sich einen Gewerbeschein besorgen mit dem sie nicht gesetzlich versichert sind, und privat vorsorgen sollen/können.

            Da gibt es dunkle Ecken wo die 10Jahres Checkung gemacht wird und man für einen extra Schein zB lügenbehafted gesunde Zähne attestiert bekommt.

            Daraufhin wird man bei einer privaten Kasse angenommen, und kann nach den ersten Krankheitsfällen den Eigen-Anteil nicht blechen, weshalb man rausfliegt.

  32. Die Mär von der illiberalen Linken

    https://www.ipg-journal.de/regionen/nordamerika/artikel/detail/die-maer-von-der-illiberalen-linken-4569/

    Glaubt man manchen amerikanischen Kommentatoren – und einigen europäischen Zeitungsberichten – dann findet in den USA gerade eine illiberale Revolution statt.

    Der imho beste Artikel war von Commentary, von Abe Greenwald, ein bisschen weiter oben habe ich den vorgestellt — ich hoffe, den liest auch jeder….
    https://www.commentarymagazine.com/articles/abe-greenwald/yes-this-is-a-revolution/

    beruht die Kritik an dem, was man landläufig als Identitätspolitik bezeichnet, auf einem Missverständnis: Es geht überhaupt nicht darum, Menschen in irgendwelche Identitätsgefängnisse zu sperren; es geht vielmehr um die Einforderung von Grundrechten.

    Also um „Grundrechte“ für Frauen, People of Color, etc. Haben die noch keine Grundrechte? Darüber wüsste man gerne mehr, es kommt aber nichts. Das einzige, was nach einer Begründung in diese Richtung aussieht ist im Folgenden das hier:

    Die wachsende Unterstützung für Black Lives Matter hat gezeigt, dass es eben nie um vermeintlich für außenstehende unverständliche feinste Verästelungen von Identität ging – sondern um das effektive Einfordern von Grundrechten.

    Dass es um Grundrechte gehen würde, das würde also die „wachsende Unterstützung“ zeigen. Und die wäre darauf zurückzuführen, dass man „auf einem Handyvideo sehen“ konnte, wie sadistisch und grausam die Polizei ist. Diese triviale und banale Einsicht sei es, der sich die Leugner widersetzen würden.

    Später wird dann behauptet, es ginge nicht mehr um Grundrechte als solche, sondern um ihre „richtige Verteilung“!

    Bei BLM oder auch #MeToo geht es nicht um eine endlose Gruppentherapie, sondern um die richtige Verteilung von Grundrechten – wie dem Recht, nicht von der Polizei erschossen oder von mächtigen Männern belästigt zu werden.

    Das lässt natürlich tief blicken. Der Autor sieht Rechte als ein Nullsummenspiel an. Hat jemand Rechte, muss ein anderer sie ermangeln. Das heisst also, dass die Entrechteten den Besitzern des Rechts diese wegnehmen müssen. Und es bedeutet gleichzeitig, dass die neuen Besitzer des Rechts gar nicht zimperlich mit den unrechtmässigen Ursurpatoren des Rechts umgehen brauchen. Entrechten, versklaven, töten müsste hier erlaubt sein. Genau das, was die Entrechten ja immer beklagen, was ihnen geschehen würde.

    Selten so einen üblen Aufsatz gelesen, der am Ende auch noch klar jedem Individualrecht die Daseinsberechtigung abspricht. War Nils Heisterhagen besoffen, als er das gelesen hat?

    Noch schlimmer ist, dass dieser Mist auf der Seite der Friedrich-Ebert-Stiftung steht, auf einer Plattform, die vom deutschen Präsidenten Steinmeier als offene Diskussionsplattform für engagierte und informierte Debatten begrüsst wird.

    Dann sag ich mal dem Präsidenten und allen die es nicht wissen wollen, dass dieser Aufsatz hier eine antidemokratische Farce ist, die unseren ganzen Rechtsvorstellungen (das Recht als Individualrecht) über den Haufen schmeissen will und auf ein völlig neues Rechtsverständnis abstellt, auf ein vorsintflutlich anmutendes Kollektivrecht.

    Das Schlimme ist, dass es aber genau zu der Politik der „Gleichstellung“ und all dem passt, die die SPD betreibt. Nicht mal ein identitätspolitischer Kritiker wie Nils Heisterhagen stört sich dran. Wie soll das mit Deutschland in Zukunft also klappen, wenn so eine Partei weiterhin in der Regierung sitzt?

    • Es wird eine Szenerie aufgebaut, in der Strohmänner gegen Windmühlen in die Schlacht ziehen. Das irrwitzige Fazit ist dann „Kurz gesagt: Identitätspolitik versus Interessenpolitik ist ein falscher Gegensatz.“ Ach nee. Was sollte Identitätspolitik je anderes gewesen sein, als eine Form von Interessenpolitik und deren ideologische Fundierung. Sobald das mit der „Verteilung der Grundrechte“ entsprechend geklärt ist, geht es um die Reparationszahlungen.

  33. Donald Trump ist nicht nur Vater Abraham, jetzt will er auch der originale Helikoptermann sein….

    Also nein, das hat jetzt wirklich was von spätrömischer Dekadenz 😀
    Kann auch nicht gesetzeskonform sein.

  34. https://www.epochtimes.de/meinung/gastkommentar/die-wahren-gruende-der-illegalen-migranten-aus-afrika-a3313005.html

    „Die wahren Gründe der illegalen Migranten aus Afrika
    Von Herbert Ludwig / Gastautor14. August 2020“

    Es geht um diese Studie: https://www.ifo.de/publikationen/2019/aufsatz-zeitschrift/wachsende-migrationsstroeme-wie-koennen-die-europaeischen

    „Einmal in Europa angekommen, schickte die große Mehrheit der Verdiener – 78 Prozent – Geld zurück. Die Befragten, die in Europa verdienten, schickten im Durchschnitt ein Drittel ihres Monatseinkommens zurück – was 85 Prozent ihres Gesamteinkommens in Afrika und über 90 Prozent in realen Zahlen ausmacht.
    Der Bericht stellte auch fest, dass sich die Erfahrung, in Europa zu sein, zwischen Männern und Frauen unterscheidet: Das geschlechtsspezifische Lohngefälle zwischen Männern und Frauen in Afrika kehrt sich in Europa schlagartig um: Frauen verdienten 11 Prozent mehr, während sie zuvor in Afrika 26 Prozent weniger verdienten. Ein höherer Anteil der Frauen schickte auch Geld zurück, selbst unter denjenigen, die kein Geld verdienten.“

  35. Ah, nein, das Malariamittel gegen das Coronavirus….

    Hydroxychloroquine: A Morality Tale
    A startling investigation into how a cheap, well-known drug became a political football in the midst of a pandemic

    https://www.tabletmag.com/sections/science/articles/hydroxychloroquine-morality-tale

    Not only are lay people confused; professionals are. All that seems certain is that there is something disturbing going on in our science, and that if and when the “perfect study” were to ever come along, many won’t know what to believe.

    We live in a culture that has uncritically accepted that every domain of life is political, and that even things we think are not political are so, that all human enterprises are merely power struggles, that even the idea of “truth” is a fantasy, and really a matter of imposing one’s view on others. For a while, some held out hope that science remained an exception to this. That scientists would not bring their personal political biases into their science, and they would not be mobbed if what they said was unwelcome to one faction or another. But the sordid 2020 drama of hydroxychloroquine—which saw scientists routinely attacked for critically evaluating evidence and coming to politically inconvenient conclusions—has, for many, killed those hopes.

    Wer jetzt nicht neugierig geworden ist, dem kann ich auch nicht helfen ….

    Der Artikel ist sehr lang, aber recht lohnend. Er zeigt sehr bedenkliche chaotische Zustände in der Medizin auf, die von Unprofessionalität gepaart mit korrupten Interessen geprägt werden. Die Einstellung des Autors ist auch nicht ganz unproblematisch, was auch noch zur Konfusion beiträgt, die der so Artikel schildert, dass sie einem im Kopf nachhängen, uff ….

  36. „Trump has capitulated to the coronavirus at home; now his administration may also try to betray Americans abroad.“

    https://www.theatlantic.com/ideas/archive/2020/08/american-passports-are-useless-now/615244/

    American Passports Are Useless Now

    der letzte Halbsatz ist ein krasser Vorwurf. Welche Amerikaner würden im Ausland verraten und verkauft von der Trump Admin? Das passt perfekt zum Narrativ von der angeblichen russischen Unterwanderung bzw Korrumpiertheit (obzöne Verschwörungstheorien, „golden showers“), die Trump immer begleitet hat.

  37. I want to believe …

    Splatter-Verschwörungstheorien in outta space

    Blood Libels and Extraterrestrials
    Rokhl’s Golden City: What lies beneath all manner of conspiracy theories

    It’s no surprise that some of the most serious work on both UFOs and Yiddish in the modern era has been done by folklorists, scholars whose interest lies in the stories being told, rather than their truth value.

    Spaced out!

    He eventually formed something of a unified theory of the weird, believing that there were “ultraterrestrials” who existed on a “superspectrum” and it was from there that all these anomalous phenomena emanated.

    Der Erfinder der Spieletheorie Nash hatte auch diese Paranoia.

    At times it can feel like every conspiracy theory is, at bottom, about Jews. (See the exhausting discourse about whether John Carpenter’s excellent sci-fi satire They Live is actually about Jews.)

    Der Witz ist ja noch, dass Zitate aus dem Film in der SJW-Szene vor ein paar Jahren auftauchten („Obey!“), was aber keine Selbstironie etwa war, lol

    Das hier ist jetzt extrem interessant, da sehr alt:

    Cohn traces a particular fantasy of a “clandestine, systematically anti-human society” all the way from the second-century Roman Empire, where accusations of cannibalism and incest were used to persecute Christians, to medieval Europe, where he shows that these demonic fantasies were used to target dissidents, such as Waldensian Christians (and not Cathar heretics).

    Ritual murder, cannibalistic feasts and “perverted” orgies were the defining features of the “stereotype of the conspiratorial organization or secret society engaged in a ruthless drive for political power” and can be found in accusations against various groups, stretching back to the first century BCE.

    Christenverfolgung bein den Römern, dazu dienten auch schon Verschwörungstheorien! Ist der älteste Nachweis davon bisher (?). Mühelos kann man sich drüber hinaus vorstellen, dass diese Dämonisierung des Feindes die ersten Stadtstaaten der Menschheit zusammenhielt….

    und diesen talking point kennt man hier zur Genüge 😉

    A historical perspective is crucial for understanding the roots of newly retooled conspiracies, for example, Paul Hanebrink’s 2018 A Specter Haunting Europe: The Myth of Judeo-Bolshevism. Judeo-Bolshevism holds that Jews as a whole were to blame for the Bolshevik revolution, their goal supposedly not just to institute a dictatorship of the proletariat, but to destroy Christianity and Western civilization. Reviewing Hanebrink’s book, Samuel Moyne argued that if you’ve heard the phrase “cultural Marxism,” what you’re actually witnessing is the rebirth of the Judeo-Bolshevik myth, this time with the role of Jews obscured slightly.

  38. Das muss heissen „Alle ExtremistInnen sind Mist.“, ihr SexistInnen! Diese _Vollständigkeit muss schon sein!

  39. Thursday’s announcement is nothing less than groundbreaking. The complete and instant opening of full relations with Israel by an Arab leader is a crossing of the diplomatic Rubicon. MbZ has created an opening for further normalization by his fellow Arab and Muslim leaders. He has outlined a template for its terms too, just as he has outlined its spiritual counterpart in the Abrahamic Family House, now under construction in Abu Dhabi, a campus containing a mosque, a church and a synagogue: a mutuality common in Israel, but unprecedented in a modern Arab society.

    https://spectator.us/uae-israel-deal-triumph-trump-personal-diplomacy/

    • „The dogs bark, the caravan moves on — and in the right direction, for once. I look forward to praying in the Abrahamic Family House and seeing pilgrims from the UAE in Jerusalem.“

      Das drei-religionen-Haus stammt von einem bekannten schwarzen US-Architekten btw!

    • peace is strong and … whoa, haters gonna hate ….

  40. …. Walter Rauschenbusch [an American theologian and a key figure in the Social Gospel movement of the late 19th and early 20th centuries] lists six species of social sin. If you go through the list, they are exactly what radicals are objecting to now: bigotry, the ignorance of the uneducated, power, corruption, militarism and oppression. It lines up so perfectly with today’s agitation.

    What we’re seeing now is an amplification of what I wrote about five years ago: an intense spiritual hunger that has no outlet. There’s no way to see people kneeling, or singing ‘Hands up, don’t shoot’, or swaying while they hold up candles, and avoid acknowledging that it’s driven by a spiritual desire. I perceived this when I wrote about Occupy Wall Street, and it’s become even more like this. It is an intense spiritual hunger that is manifesting itself more violently. Because to the post-Protestants, the world is an outrage and we are all sinners. ….

    Similarly, and crucially, the historian Yuri Slezkine writes that the best way to understand the Bolsheviks is as an apocalyptic millennial political cult. …

    …. Once you adopted the Marxist faith, everything else in life became illuminated. The intellectuals went into the world to preach this pseudo-religion to the workers. These missionaries, says Slezkine, made what religious believers would call prophetic revelations, and by appealing to hatred in their listeners’ hearts, called them to conversion.

    Es läuft immer nach Schema X ab, so auch jetzt!

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