Traditionen vs Gleichberechtigung bei Volksfestpositionen

Es gab so etwas schon in vielen Varianten, von Schützenkönig bis zum Karnevalsprinzen: Positionen die bei traditionellen Festen einem Geschlecht vorbehalten sind. Gerade scheint es wieder einen solchen Fall zu geben, ich nutze ihn mal um das Ganze zur Diskussion zu stellen:

Memminger Fischertag :Wer die größte Forelle fängt, wird König

Die Liste der Memminger Fischerkönige ist lang, sie reicht zurück bis ins Jahr 1891. Damals siegte Ludwig Schäffler, genannt „Ludwig I.“. Auf ihn folgten „Albert I.“, „Karl III.“, und schließlich, im Jahr 2019, Walter Gröner, „Walter IV., der Taucher“. Die Tradition, sie wiegt schwer in der bayerischen Stadt. Ein Eintrag auf der Liste bedeutet für viele Memminger die Erfüllung eines Kindheitstraums. Bis heute wird sie lückenlos fortgeführt

Doch eines findet sich nicht auf der Liste: der Name einer Frau. Und das sorgt im Jahr 2020 für Streit.

Denn Frauen dürfen zwar Mitglied im Memminger Fischertagsverein werden – nicht aber am sogenannten Ausfischen des Stadtbachs teilnehmen, dem traditionellen Höhepunkt des Memminger Fischertags. Das bleibt den männlichen Stadtbewohnern vorbehalten.

Christine Renz hat sich zum Ziel gesetzt, das zu ändern. „Es hat mich immer schon geärgert, dass Frauen nicht Fischerkönig werden können“, sagt Renz. Sie selbst stammt aus Memmingen, ist seit knapp 30 Jahren Mitglied im Verein – doch fischen darf sie nicht.

Da hat sie meine volle Unterstützung. Wenn etwas den Verein verlässt und für die Bevölkerung ein wichtiger Bestandteil der Gemeinschaft wird, dann sollte man sich nicht anstellen und die Position für jeden öffnen, egal welche Hautfarbe, welches Geschlecht, welche sexuelle Orientierung etc.

Natürlich: Extrawürste darf keiner erwarten. Es müssen eben für alle die gleichen Regeln gelten. Beim Fischertag gewinnt der, der die größte Forelle erwischt. Das klingt ja nun nach nichts, was zwingend ein männliches Geschlecht erfordert.

Wie seht ihr es?

59 Gedanken zu “Traditionen vs Gleichberechtigung bei Volksfestpositionen

  1. Ich sehe das so wie Du. Denen bricht kein Zacken aus der Krone, wenn sie ihre Vereinssatzung an das 21. Jahrhundert anpassen.

    Être fidèle à la tradition, c’est être fidèle à la flamme et non à la cendre. – Jaures

    • Sehe ich auch so.
      Bin in einer Schützengesellschaft auf dem Land Mitglied. Frauen dürfen Mitglieder sein aber weder mitmarschieren noch aif die Vögel ballern.
      Ich persönlich finde das nicht mehr zeitgemäß. Sie können immerhin genauso saufen wie wir Kerle und genauso anpacken (ja, in dem Verein gibt es keine Prinzessinnen).

      Zeiten ändern sich.

  2. Wie wäre es, wenn die Dame selber einen Verein gründet? Ich meine, es gibt Fitnessstudios explizit für Frauen, in Berlin mehrere Kampfsportschulen nur für Frauen, usw. da kann sie es in Memmingen ja auch machen.Bin eh für eine stärkere Geschlechtertrennung bei Hobby und Beruf.

  3. Weñn ich den Artikel korrekt verstehe, sind da früher Männer in einer Dreckbrühe voller kot gesprungen, jetzt, wo es nicht mehr so dreckig ist, wollen Frauen mitmachen, also wie bei der Arbeit, wenn es klimatisierte Bürojobs gibt, wollen Frauen Auch mal mitspielen.

    • Ein Großteil der Männer, die da mitmachen würden vermutlich auch nicht mehr reinspringen, wenn es heute eine Drecksbrühe voller Kot war. Unfair wäre es nur, wenn die Männer das machen müssten und die Frauen einen sauberen Fluss für sich verlangen würden

      • Da gebe ich dir recht, allerdings ist es schon bezeichnend wann Frauen mitmachen wollen und bei was.
        Hier wird aber eine Frau, die nicht mitspielen darf als Heldin inszeniert, während ja angeblich schon immer die bösen Kerle alles verhindert haben. Dem ist nicht so. Da müssten Männer in der Scheiße kriechen, um satt zu essen, aber eine Frau die ihren Willen nicht bekommt ist ein Held.
        Im Spiegel ist wohl mehr Scheiße als im Fluss.

  4. Ich bin hier gespalten. Einerseits: klar, was soll diese Einschränkung.
    Aber andererseits geht mir mittlerweile dieses ewige Geplärre der (gewisser) Frauen a la „die haben was, das will ich aber auch, und das steht mir zu“ gehörig auf die Nerven.
    Sollen sie halt ihre „Königin“ unter sich selber ausfischen, wenn ihnen die Sache wichtig ist und sie nicht bloss den Männern irgendwas kaputt machen wollen.

  5. Wie immer. Männer schaffen sich eine Spaß, irgendeine Frau erträgt das nicht und schwupps muss sie ganz dringend mitspielen dürfen, because social justice!!!

    Ich find, die soll sich ihren eigenen Sandkasten schaffen und hat im Herrenclub nix verloren.

    However, nachdem mit dem gefühlten Geschlecht sowieso jede Sportart ruiniert ist, denke ich man sollte sowieso die Geschlechtergrenzen im Sport und auch bei solchen Aktivitäten aufgeben. Männer und Frauen und alle anderen 1028 Geschlechter zusammen beim 100-Meter-Sprint, beim Fussball etc. und einfach generell den Besten gewinnen lassen. Auch bei der Leichtathletik. Wäre endlich mal fair, keine Verzerrung mehr zugunsten der Frauen mehr zu erzwingen.

  6. Ein privater, aus Mitgliedsbeiträgen finanzierter Verein hat das Recht, seine Vereinssatzung so festzulegen, wie es die Mitglieder mehrheitlich bestimmen.
    Es steht Frauen ebenso frei, einen Verein nach eigenen Vorgaben aufzuziehen, in dem nur Frauen bestimmte Möglichkeiten haben.

    Einerseits gibt es vermutlich nur sehr wenige Frauen, die überhaupt Interesse haben, an diesem Ausfischen teilzunehmen. Denen sollte man es grundsätzlich ermöglichen.
    Andererseits besteht bei Änderung der Satzung ein gewisses Risiko, dass dieser Verein dann mit Frauen überschwemmt wird, denen es gar nicht um das Fischen an sich geht, sondern die es als eine Art Empowerment oder feministischen Akt betrachten, es den Männern gleichzutun.

    • „Andererseits besteht bei Änderung der Satzung ein gewisses Risiko, dass dieser Verein dann mit Frauen überschwemmt wird, denen es gar nicht um das Fischen an sich geht, sondern die es als eine Art Empowerment oder feministischen Akt betrachten, es den Männern gleichzutun.“

      In dem Fall ja nicht ganz so einfach. Sie müssen erst einmal einen Angelschein machen und Fische ausnehmen können etc. Das dürfte für viele bereits die Sache nicht wert sein.

      • Wenn das so ist, spricht m.E. eigentlich nichts dagegen, die Satzung zu ändern.
        Aber das entscheiden die zahlenden Mitglieder, und falls sie es mehrheitlich nicht wollen, so ist das alleine ihre Sache. Sollen doch die Fischerinnenköniginnenaspirantinnen ihren eigenen Verein gründen.

  7. Ich darf daran erinnern, dass in vielen Regionen Süddeutschlands Weinköniginnen gewählt werden, ohne dass man daran denkt, dass es auch Weinkönige geben könnte.
    Von Schönheitsköniginnen weltweit ganz zu schweigen.

      • Mir ist es egal. Wenn es Frauenfitnessstudios, Frauenparkplätze, Frauenbeauftragte und Ministerien für Frauen gibt, warum dann nicht auch Vereine, die nur Männer zulassen?

        • Ich darf daran erinnern, dass in vielen Regionen Süddeutschlands Weinköniginnen gewählt werden, ohne dass man daran denkt, dass es auch Weinkönige geben könnte.

          Weinkönig? Also ich bin – inoffiziell – Weinkönig. Die Menge Rotwein, die ich kippe, sollte als Leistungsnachweis und Qualifikation genügen. Allerdings vermisse ich die öffentliche Ehrung schon ein bisschen.

          • Können wir den Titel nach Farbe trennen? Ich wäre bereit als Weissweinkönig!
            Und statt öffentlicher Ehrung kassiert man eher Verachtung… Die Welt ist ein ungerechter Ort

    • Ich dachte, Weinkönigin gehört zur vorgeschriebenen Ämterlaufbahn auf dem Weg zur Landwirtschaftsministerin?

      Und den Fischerkönig sollte man ganz abschaffen – Überfischung ist ein ernstes Problem, das sollte man nicht auch noch zum Ritual machen!

      🙂

  8. Aus dem verlinkten Artikel:

    „Zweimal reichte Renz einen Antrag auf Änderung der Vereinssatzung ein, zweimal wurde er abgeschmettert. Heute rede kaum noch jemand aus dem Verein mit ihr, sie sei eine Persona non grata, erzählt Renz. Ein Mitglied habe einen Antrag gestellt, damit sie keine Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft mehr erhalte, ein anderes versuche, sie ganz aus dem Verein auszuschließen.“

    Klingt als wäre das geschlechterdings hier nur vorgeschoben. Da dürfte es intern schon eine ganze Weile reibereien geben. Wenn man sich sowieso schon nicht mehr leiden kann dann ist eben jedes Mittel recht dem Gegner eins reinzuwürgen. Bei der ganzen Sache kann es nur Verlierer geben. Schade.

  9. Ich stelle mir bei dieser Sache die Grundsatzfrage, ob Vereine, die sich aus Mitgliederbeiträgen finanzieren, in ihren ihre Satzungen ein Geschlecht ausschliessen dürfen. Offensichtlich ist das gar kein Problem, wenn Frauen unter sich sein wollen. Bei Männern aber kommt regelmässig irgendein Feministenschlachtross daher und macht einen auf Aufschrei.
    Entweder haben Männer genau so das Recht, Vereine zu gründen, in denen sie unter sich bleiben können oder es gilt für alle Vereine, dass beide Geschlechter mitmachen können. Ich bin der Meinung, die Vereine sollten in dieser Hinsicht frei sein. Ob ich nun den exklusiven Zugang nur eines Geschlechts für sinnvoll halte oder nicht ist dabei nicht entscheidend.

      • Die hiesige Bürger*Innenmeister*Innenassistentin hat „Verein_*innensmeier_*innenei“ als fortan verbindlich im LeitfadIn zur gendergerecht/linken Sprache genannt

        • Das ist doch mal ein guter Anfang! Unumgänglich werden natürlich auch noch Quoten sein, die den Erfolg der Geschlechter regeln. Soll doch keiner benachteiligt werden!

      • Vereinsmeierinnenei ist aber dann sehr ungelenk. Schade, dass ausgerechnet das auf der Stecke bleibt, wo doch der speziell weibliche Beitrag zur Vereinsmeierei durchaus zu würdigen sein sollte!
        Was solls – die menschliche Erfindungsgabe wird uns sicher noch irgendwann mit der passenden Vokabel beglücken.

    • Da sie Feministinnen sind haben weibliche Vereinsmeier selbstverständlich einen Doppelnamen.
      Also Vereins-Hölldobler-Heumüller zum Beispiel.

  10. Ich bin ja für eine radikale Öffnung von allem für alle Geschlechter: Gemischtgeschlechtlicher Profi-Fußball, gemischtgeschlechtliche Fitness-Studios, gemischtgeschlechtliche Schutzräume in Unis, gemischtgeschlechtliche Gewalthotlines, gemischtgeschlechtliche Parkplätze.

    Nur wenn all das auch für Männer zugänglich wird, wird früher oder später jedem deutlich, welche Auswüchse inzwischen das Unterdrückungs- und Diskriminierungsgejammer genommen hat. Und wie einseitig und selektiv die feministischen Forderungen sind.

    Wenn eine Frau vor dem Verfassungsgericht erfolgreich den Dienst an der Waffe eingeklagt hat, dann soll man sie auch an der Front ballern lassen. Gerne auch im Schützenverein.

    So sollen sie auch mit der Angel am Fluss stehen können, um leckere Forellen zu fangen, bis der Rücken schmerzt. Die Kanalarbeiter, die die Gülle-Zuläufe in den Forellenfluss reinigen, sollten natürlich auch quotiert sein.

    In meinem Lieblingsmärchen über weibliche Herrschsucht, Habgier und Missgunst „Der Fischer und seine Frau“ fängt die Frau ja auch keine Fische. Das lässt sie schön ihren Mann machen und schickt ihn immer wieder zum Butt, um ihr noch mehr Wohlstand und Macht anzuschleppen. Diese Rollen sollten in der Tat aufgebrochen werden.

    • Wenn eine Frau vor dem Verfassungsgericht erfolgreich den Dienst an der Waffe eingeklagt hat, dann soll man sie auch an der Front ballern lassen

      Hat denn eine? Bisher ging es doch wohl nur um das Recht, zur Bundeswehr zu dürfen.
      Theoretisch ergibt sich daraus auch der Dienst an der Waffe. Gemäß GG dürfen Frauen dazu aber nicht verpflichtet werden.

      Konsequenterweise müsstest du hier also eine Dienstpflicht fordern.

      • Das durften sie auch vorher schon, z.B. im Sanitätsdienst und zum Musizieren.

        Dann kam das Kreil-Urteil des EuGH:
        „Der Art. 12a Abs. 4 Satz 2 GG wurde durch Gesetz vom 19. Dezember 2000 geändert. Der Absatz, dass Frauen „auf keinen Fall Dienst an der Waffe leisten“ dürfen lautet nun: „Frauen dürfen auf keinen Fall zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden“.“
        https://de.wikipedia.org/wiki/Kreil-Entscheidung

        Ab da wurde die Argumentation sehr schwierig, warum Wehrpflicht nur für Männer gelten solle – schließlich wurde der Militärdienst ja dann ganz ausgesetzt, vielleicht um kein entsprechendes Urteil zu kassieren.

        Als Verfechter ehrlicher Gleichberechtigung bin ich natürlich dafür, dass Frauen gleichmaßen Wehrdienst verrichten müssten.

  11. Ich habe da prinzipiell nichts dagegen, wenn Frauen mitmachen. So lange die selben Regeln gelten und es keinen wirklichen Grund für einen Ausschluß gibt. Aber das Vereinsgedöns ist eine eigene Sache, muss man wollen, sich mit den Platzhirschen anzulegen.

  12. Grundsätzlich bin ich dafür, dass auch Frauen an diesem Event teilnehmen dürfen, da isoliert betrachtet zunächst kein gewichtiger sachlicher Grund dagegen spricht.

    Als gewichtiges Gegenargument ist jedoch die Einbettung in die gesellschaftliche Realität anzusehen, in der es akzeptiert ist, dass Frauen auch in Vereinen und anderen Organisationen ihren eigenen Teilbereich haben, von denen die Männer wie selbstverständlich ausgeschlossen sind. Der Ausschluss von Frauen erscheint da als folgerichtige Gleichbehandlung (!).

    Darüber hinaus wird eine kollektive Geschlechteridentität gefördert, welche bei Männern einfach wenig ausgeprägt ist: Es ist für viele selbstverständlich, Frauenbelange anzusprechen und zu fördern. Aber für Männer oder sogar für Jungen ist dieses sehr schwach ausgeprägt. Geschlechtertrennung fördert den männlichen Blick auf die eigenen Belange und die Identität, ohne dass man durch Frauen beschämt wird.

    Zuletzt möchte ich gerade auf den Punkt der mentalen Gesundheit zu sprechen kommen. Es ist als Mann einfacher sich anderen zu öffnen, wenn a, keine Frau in der Nähe ist und b, wenn man gemeinsam („Schulter an Schulter“, Stichwort: male psychology) etwas gemacht hat.

  13. Mir ist es im Prinzip nicht wichtig, solange es in alle Richtungen fair zugeht. Solange es aber Tonnen von männerausgrenzenden Veranstaltungen und Positionen gibt und diese für zulässig gehalten werden (Gleichstellungsbeauftragte, Frauentaxis, Frauenschwimmzeiten, Frauenunion, Bund der Juristinnen, Verband deutscher Unternehmerinnen, …, wüsste ich nicht, wieso Männer nicht das gleiche Recht haben sollten, sich ihre frauenfreien Räume schaffen zu dürfen.

    Das nennt sich schlicht Freiheit und Übernahme von Eigenverantwortung. Es hindert ja keiner die Frauen, selber einen Verein mit den von ihnen gewünschten Regeln in der Satzung zu gründen und das von ihnen Erwünschte selber zu finanzieren.

    Sehr wichtig finde ich lediglich, dass öffentlicherechtliche Träger neutral bleiben und keinem Sondervorteile gewähren, die letztlich von der Allgemeinheit finanziert werden. Wenn es sich z.B. um einen staatlichen See/Teich handeln sollte, dann der öffentlicherechtliche Träger (z.B. Gemeinde) die Vorteile der Allgemeinheit auch in Bezug auf die etwaigen Vorteile gleichberechtigt zu den gleichen Bedingungen – und z.B. nicht nach Geschlecht – zur Verfügung stellen. Wenn also mehrere Personengruppen einen nicht selber finanzierten Tümpel leerfischen möchten, also z.B. der Verein A der Einbeinigen, der Verein B der Langhaarigen und der Verein C der Echsenmenschen, dann hat der öffentlichrechtliche Träger den Teich allen Vereinen zu den gleichen Bedingungen zur Verfügung zu stellen. Wenn der Teich nur einmal leergefischt werden kann und die Neuansiedlung/Pflege der Fische im Folgejahr nicht von einem Verein finanziert wird, dann müssen eben alle ihre Leerfischverantstaltung paralell am gleichen Tag vornehmen und es gibt dann eben mehrere Vereinskönige, jeweils von Verein A, B und C.

    Wird der Tümpel hingegen von einem Verein finanziert und unterhalten, dann halte ich es für die Freiheit jeden Vereins, sich selber ihre eigenen Regeln nach demokratischen Vereinsregeln zu geben. Wenn der Verein der asiatischen Transfischerinnen dann keine weißen Männer beim Wettkampf zulassen möchte, dann halte ich das für deren gutes Recht. Jeder andere Verein kann ja durch Übernahme von Eigenverantwortung sich selber etwas Vergleichbares finanzieren und aufbauen.

    Solange aber selbst reine Frauenschwimmzeiten von stark von der Allgemeinheit bezuschussten Schwimmbädern oder Frauenparkplätze in öffentlich-rechtlichen Tiefgragen für rechtens gehalten werden, also der Staat männerausgrenzende Räume schaffen darf, sollten private Vereine das erst recht dürfen.

    • Das sehe ich auch so.

      Wenn der Verein der asiatischen Transfischerinnen dann keine weißen Männer beim Wettkampf zulassen möchte, dann halte ich das für deren gutes Recht.

      Richtig schlimm wird es aber dann im aufziehenden Feminismus der vierten Welle, wenn alte weiße Männer gezwungen werden, im Verein der asiatischen Transfischerinnen anzutreten und am Wettkampftag polizeilich vorgeführt werden, um ihre Rute reinzuhalten Natürlich ohne Köder….

  14. Das wird sich nicht ändern lassen. Alles was Männer offen steht, muss auch Frauen offen stehen. Während für Frauen immer mehr Women-Only Bereiche erzeugt werden und sie sich beklagen das Männer zuviel Raum einnehmen.

    Ist doch gar nicht so lange her das hat sein eine Frau beklagt das Männer sich in der Männerumkleide nackig machen.

  15. Männer haben was erbaut. Haben ihren eigenen Space. Ihre eigenen Rituale. Jahrhundertealte Traditionen. Und dann kommt eine Frau, sagt „Ich will das auch!“, und nimmt es sich. Oder bekommt es sogar von den Männern auf dem Präsentierteller überreicht. Schließlich haben wir ja 2020.
    Und was bekommen die Männer dafür? Ich denke: nichts.

  16. Würde es um einen Verein gehen, in den man nur als Frau eintreten darf, wäre der Sachverhalt relativ klar. Dann müsste ein sachlicher Grund vorliegen, warum das ein Verein nur für Männer ist. Sonst wäre die Gemeinnützigkeit in Gefahr.

    Auf den vorliegenden Fall bezogen fällt es schwer, einen sachlichen Grund zu erkennen, warum Frauen die Teilnahme an dieser Brauchtumspflege verweigert werden sollte. Dass es sich früher um einen Abwasserkanal handelte, ist aus früheren Massstäben zwar nachvollziehbar, aber doch kein sachlicher Grund. Insofern würde es mich wundern, wenn das Gericht hier zugunsten des Vereins entscheiden würde. Menschen aufgrund ihres Geschlechts von solchen Traditionen auszuschließen, ist nun wirklich nicht mehr zeitgemäß. „Das haben wir schon immer so gemacht“ ist auch eine Begründung, die auf außerordentlich Schwachen Füßen steht.

    Ob die Dame sich da sozial einen Gefallen mit tut, steht auf einem anderen Blatt.

  17. Ich würde die Frau einfach teilnehmen lassen. Wenn sie dann auch noch gewinnen will, würde ich ihr sogar noch einen Taucher zur Verfügung stellen, der ihr unter Wasser noch die dickste Forelle an die Angel hängt. Warum?
    Weil ich mittlerweile ganz generell der Meinung bin, man sollte alle Forderungen des Feminismus widerstandslos erfüllen. Um so schneller wird ersichtlich, dass diese Bewegung zumindest in Bezug auf wirkliche Gleichberechtigung auf dem totalen Holzweg ist.
    Die Frau will in den Vorstand eines DAX-Unternehmens? Warum nur mit 40 % Quote. Warum nicht gleich mit 80 oder 90 %? Wenn Frauen dann quasi unter sich sind, müsste das Arbeitsklima doch dann Bombe sein – in der gesamten Firma! Oder vielleicht auch nicht?
    Genauso der Gender Pay Gap. Was spricht denn dagegen, dass Männer den Frauen hier eine Ausgleichszahlung zahlen (eine GPG-Steuer oder so ähnlich)? Reicht das nicht, zahlen Männer einfach noch mehr. Es ist doch nur Geld. Ebenfalls beim Scheidungs- und Kindesunterhalt. Die Frauen wollen immer noch mehr, also warum die Forderungen nicht erfüllen? Denn was wird passieren? Der Mann wird sich Ehe und Kinder schlichtweg dann nicht mehr leisten können. In vielen Fällen ist das heute schon so. Diese mathematische Realität wird selbst für die hartnäckigste Feministin dann nicht mehr zu leugnen sein. Insgesamt wird der Mann irgendwann einfach nur noch höllisch darauf aufpassen Familienplanung zu meiden – oder auch die Frau ganz generell (im Privatleben, auf Arbeit, …). Auch diese Ansätze sind bereits da (MGTOW, Incel, etc.). Doch warum sich dieser Entwicklung entgegenstellen? Warum sie nicht statt dessen fördern?
    Der dystopische Charakter des 3. Welle-Feminismus muss allen geradezu ins Auge springen, sonst wird er noch Ewigkeiten die gesellschaftliche Debatte zu Ungunsten anderer Bestrebungen dominieren, welche sich in einem wirklich humanistischen Sinn mit der Gleichberechtigung auseinandersetzen.

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