82 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 279 (05.08.2020)

  1. Hier spricht ein ExIncel, hier könnt ihr mir gerne Fragen stellen! Ich schreibe nochmal, weil es im anderen Beitrag untergehen würde.

    Ich war nämlich lange Zeit ein Incel, da kannte ich das Wort noch garnicht. Hier mal meine Erfahrung damit:

    Wie ist es, ein Incel zu sein?
    Incel sein ist eine Menge an Überzeugungen, an deren Richtigkeit man glaubt. Folgende Überzeugungen waren bei mir vorhanden:

    Wenn du lieb und nett bist, wirst du gemocht (von Frauen und von Männern).
    Status und Glück definiert sich über den Partner oder die Menge an Sex.
    Sex ist das beste auf der ganzen Welt.
    Frauen wollen einen Mann, der viel und die richtigen Sachen kann (Singen, Tanzen, Sachen reparieren, …).
    Partnerwahl belohnt richtiges Verhalten und bestraft falsches.
    Körperliche Annäherung entspricht Belästigung.

    Aus diesen Überzeugungen ergibt sich automatisch das Verhalten eines Incels. Ich habe viele Dinge gelernt, von denen ich dachte dass Frauen sie mögen. Ich habe mich immer lieb und unterstützend verhalten. Ich habe nie den ersten Schritt gemacht. Ich hatte viele weibliche Freunde (normal und friendzoned), ich hatte nur unerwiederte Lieben.

    Als zweite Stufe stellte sich dann auch noch die vielgenannte Verbitterung ein, entstanden aus den Widersprüchen zwischen Überzeugungen und Realität. Ich konnte nicht fassen, was für Männer Erfolg hatten (konnten nichts und waren fies), ich konnte nicht fassen, warum sich kein Erfolg einstellte, ich hatte einen fehlenden Selbstwert weil die Status und Glück durch Sex Überzeugung zunahm.

    Was führte zu meinem Inceltum, was waren meine eigenen Anteile, was kam von außen?

    Weil es einfacher fällt erst mal die äußeren Anteile: Ganz klar kamen diese Überzeugungen durch einseitige Erziehung und fehlendes Korrektiv. Meine Mutter war eine Femi, mein Vater hatte nichts zu sagen. So wurde mir genau das Nettsein beigebracht als ultimativ positive Verhaltensweise. Denn zum Glück war ich ja nicht so wie die anderen doofen Jungs. Sexualität spielte in der Beziehung meiner Eltern keine Rolle, sie war nonexistent, nicht einmal Umarmungen waren für mich als Kind sichtbar.

    Dann kam die Schule, durch Mobbing gab es hier keine korrigierende Peergroup. Dafür mindestens dreifache Sexualerziehung, die sagte wie toll Sex sei und Verhütung und wie früh man doch kann, die führte zu den anderen Ansichten.

    Mein eigener Anteil war fehlendes Selbstbewustsein und fehlende Hinterfragung dieser Grundsätze. Wäre ich nicht verbittert, sondern hinterfragend geworden, hätte sich vielleicht alles in Luft aufgelöst. Zudem war ich sozial etwas schwierig, weil ich mit Gruppen nicht gut konnte und überheblich, weil ich ja so anders war wie andere Jungs.

    Was hat mich da rausgebracht?

    Ein Mädchen, die sich auf den ersten Blick verliebt hat und nicht aufgegeben hat, bis ich sie geküsst habe. Wie sie das geschafft hat ist mir immer noch ein Rätzel. Kurz darauf bin ich auch zu den MRA gekommen, weil ich plötzlich alles hinterfragt habe was ich je wusste.

    Was könnte anderen Incels helfen?

    Hinterfrage alles, was du je gelernt hast. Warum glaubst du, wollen Frauen genau so einen Menschen. Welche Vorteile bietet ihnen „böses“ Verhalten, warum ist es überhaupt „böse“? Das fällt erst schwer, führt dann in viele Hochs und Tiefs, aber man lernt dabei erst wirklich, wie die Welt fonktioniert. Und wenn du einem Incel helfen willst, stelle ihm doch diese Fragen. Warum soll eine Frau einen netten Mann nehmen, ist es für sie nicht besser, wenn dießer sich und damit auch gemeinsame Interessen durchsetzen kann? etc.

    Wenn ihr also nun Fragen an mich habt, Dinge die ich nicht geschrieben habe, Kritik, etc. gerne hier rein 🙂 Ich stehe zur Verfügung!

    • Hey Sebastian,

      toller Beitrag – ich freue mich für dich, dass du den Weg daraus gefunden hast.
      Letztlich hast du dich selbst gerettet.Ich denke das ist genau der richtige Weg aus so einer Situation.
      Zeigt auch wieder mal, dass es keinen „gesellschaftlichen Aktivismus von oben braucht“ sondern die Lösung im Individuum selbst liegt.

      • „Was hat mich da rausgebracht?
        Ein Mädchen, die sich auf den ersten Blick verliebt hat und nicht aufgegeben hat, bis ich sie geküsst habe.“

        vs

        „Letztlich hast du dich selbst gerettet. Ich denke das ist genau der richtige Weg aus so einer Situation.“

        Finde den Fehler.

        • Es war beides. Das eine war der löser, das andere, viel anstrengendere, war die Hinterfragung aller bisgeriger Überzeugungen. Und das kann jeder nur selber tun.

    • @Sebastian

      Wie war deine Einstellung zu käuflichem Sex? Kritik am Begriffspaar „unfreiwillig zölibatär“ zielt ja manchmal darauf ab, dass man, bzw. du, für Sex einfach zu einer Prostituierten hättest gehen können. Wäre/war das für dich eine Option (gewesen)? Warum (nicht)?

      • Aus meiner Incel-Erfahrung: Es gab Phasen, wo ich einfach Haut fühlen wollte, da war Prostitution eine Option.
        Es überwiegen aber die Phasen, in denen man geliebt/begehrt werden will.
        Und kein GF6 bei einer Prostituierten ist überzeugend genug für das Gefühl.

      • Meine Antwort unterscheidet sich etwas von der von @zehnter_ochse.

        Bei mir gab es auch hierfür Überzeugungen, die diese Option unmöglich machten. Ich gab Sexualität einen so großen Wert, dem die Käuflichkeit einfach nicht entsprach. Dieser beigemessene Wert steigerte sich über die Zeit immer weiter, so dass auch ein Jungfräulichkeitskult entstand, der wiederum mögliche erfahrene Partnerinnen ausgeschlossen hatte. Die Überzeugung lautete dann: Ich habe mir die Jungfreulichkeit aufgespart und kann sie geben, aber nur für TheOneAndOnly.

        Das wäre dann quasi auch Stufe 3, bei der es dann nichtmal mehr um Sex geht, und man tief gefangen ist in den Überzeugungen und der Verbitterung. Schließlich will man jsich nun nicht irgendeiner hergeben, die vorher andere, aus damaliger Sicht böse Männer, belohnt hat.

        • Hm. Das ist dann echt schon extrem, da hast du dir echt sehr im Weg gestanden.

          Ich war auch jahrelang Incel, ohne ein Wort dafür zu haben. Prostitution war für mich aus zwei Gründen keine Option. Zum einen, weil ich (ähnlich wie zehnter_ochse) mich nicht einfach nur nach Sex gesehnt hatte, sondern nach der damit verbundenen Intimität und Selbstbestätigung, also dem Gefühl, begehrt zu werden. Zum anderen aus einer gewissen Verklemmtheit heraus, es wäre mir irgendwie megapeinlich gewesen. Erst sehr spät hatte ich es ein paar Mal probiert, und es hat geholfen, ein wenig Druck von mir zu nehmen – immerhin hatte ich so wenigstens schonmal mein „erstes Mal“. Aber erfüllend war es (erwartungsgemäß) nicht.

          Deshalb bin ich der Meinung, dass, wenn man Incels vorhält, sie wären freiwillig zölibatär, weil sie ja zu Prostituierten gehen könnten, man die Problematik nicht richtig begriffen hat. Der Begriff „Incel“ ist in der Hinsicht vielleicht auch etwas unpassend gewählt. Es geht nicht allein um Sex. „Unfreiwillig unverpartnert und darob tief gefrustet“ träfe es wohl besser, ist aber nicht so schön plakativ 😉

          Auch ich war übrigens eher der nette Typ, zurückhaltend und schüchtern. Später hat es meinem Selbstwertgefühl sehr gut getan, auchmal absichtlich böse zu sein. (Wobei ich bis heute prinzipiell nur zu den Leuten böse bin, die mich vorher übel behandelt haben.) Und auch meine Eltern waren nicht sonderlich zärtlich im Umgang miteinander, ich kann mich zwar an so etwas wie Abschiedsküsse erinnern, aber an keine Umarmungen oder Händchenhalten.

          • Ja, das ist die deutlich bessere Beschreibung, denn da kommt so viel zusammen, dass Sex allein nicht die Lösung ist.

            Bei mir war es dann so, dass mit den ersten paar Malen Sex die herbe Enttäuschung kam. Das sollte es also gewesen sein? Nichts von dem, was erzählt wurde (wie gesagt, mehrfach Aufklärung in der Schule die sagte wie toll das doch alles sei) wurde erfüllt?

            Da das aber schon die Zeit des hinterfragens war, ging es damit erst richtig los, daraus entwickelten sich dann auch depressive Symptome. Schlieslich war der bisherige Lebenssinn auf das entstehen einer Partnerschaft ausgerichtet und hatte keinen Deut weiter gedacht. Weil es dann auch passieren konnte, dass ich plötzlich nach dem Sex losheulte, ging diese erste Beziehung dann auch wieder in die Brüche (welche Frau rechnet mit sowas auch).

            Inzwischen habe ich eine neue Beziehung, jetzt wusste ich ja wie das Spiel geht(schien allein daran gelegen zu haben nie den ersten Schritt machen zu können) und jetzt interpretiere ich da nicht mehr so viel rein. Sex ist Ok, nicht grandios, da schraube ich noch immer Erwartungen nach unten. Aber damit wird es auch immer besser. Lebenssinn ist nun etwas anders gelagert, das ganze Thema verliert deutlich an Wichtigkeit.

  2. Hier die erste ausführliche Kritik zu dem Buch „Cynical Theories“ von Helen Pluckrose und James Lindsay.

    Ich fand diese Kritik interessant und lesenswert. Ja, so ähnlich habe ich mir das Buch von diesen beiden Scharlatanen vorgestellt:

    Oliver Traldi – Postmodernism Unbound? Review of Cynical Theories by Helen Pluckrose and James Lindsay

    https://arcdigital.media/postmodernism-unbound-dc576063e78e

    (Eine Kritik an dem Buch von mir folgt, sobald das Buch bei mir eingetroffen ist und ich es gelesen habe. Ist natürlich vorbestellt.)

      • Nein, ich vermute einmal so kryptische Formulierungen wie diese hier sind der Anlass: „People who observe that Marxism is somehow tied into all of this Woke stuff, then, are certainly not wrong, but it just as certainly isn’t Marxism.“

        „Irgendwie“ hat Marxismus bestimmt mit Wokeness zu tun, aber dabei handelt es sich sicherlich nicht um Marxismus. Bist du schlauer geworden?

        Das Problem von ihnen ist, sie bekommen es nicht geregelt „Kritische Theorie“ (= Frankfurter Schule) von der US-Version „Critical Theory“ zu trennen und die ursprünglichen postmodernen Denker aus Frankreich von dem, was dann in den xxx-studies verwurstet worden ist.
        M.E. ist der grundlegende Fehler, unbedingt eine Tradition sehen zu wollen wo es keine gibt.

        Das kommt in solchen Sätzen zum tragen: „Postmodernism is a particular form of “post-Marxism,” which had given up more or less entirely on Marxism (…).
        https://newdiscourses.com/2020/07/complex-relationship-between-marxism-wokeness/

        Wenn Postmodernismus Marxismus aufgegeben hat, wieso muss über das „Post-“ eine Verbindung suggeriert werden? Damit das „irgendwie“ etwas mit Marxismus zu tun hat?
        Sie möchten scheinbar unbedingt die „cultural marxism“-Spinner befriedigen und verrennen sich daher in unlösbare Widersprüche.

        • Wenn ich den Begriff „Kulturmarxismus“ lese, dann assoziiere ich damit fast automatisch „Kulturbolschewismus“, eine Bezeichnung, die vor 1933 von den Nazis (und den Konservativen) unterschiedslos auf alles angewandt wurde, was ihrem Spießbürgergeschmack nicht entsprach (Pazifisten, linksbürgerliche Intellektuelle, künstlerische Bohemè bis hin zur „entarteten Kunst“). Der „Kulturbolschewismus“ hatte allerdings mit dem sowjetischen Bolschewismus genauso wenig zu tun wie die postmodernen Strömungen heute mit dem Marxismus. Beiden Begriffen fehlt jeder analytische Gehalt und sie sind rein polemisch. Aber sie eigneten sich damals und eignen sich auch heute vortrefflich dazu, bei weniger informierten konservativen Spießbürgerseelen ordentlich Angst vor „Zersetzung“, gesellschaftlicher Dekadenz, Chaos und dem Ende moralischer Gewissheiten zu erzeugen, die ihre vorgestellte Gartenzwergidylle zerstört.
          https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturbolschewismus#:~:text=Der%20Begriff%20Kulturbolschewismus%20ist%20ein,progressiv%20und%20linksgerichtet%20abgelehnt%20wurden.

      • Ich bin ebenfalls auf Dein Urteil gespannt.
        Die ellenlange Rezension von Traldi – sowas nennt man wohl close reading – listet zwar einige Fehler im Buch auf, ist aber insg. durchaus wohlwollend. Was daran liegen kann, daß man sich gut kennt. Ich frage mich auch, warum früher noch niemand die beiden Autoren auf die Fehler aufmerksam gemacht hat, denn vermutlich steht das meiste auch auf deren Webauftritt https://newdiscourses.com.
        Ich bin mir aber unsicher, ob diese wenigen Fehler, die scheinbar alle „nur“ die Darstellung historischer Entwicklungen betreffen, für die Kernaussagen des Buchs relevant sind. Nach meinem Eindruck eher nicht.
        Man muß sich auch fragen, für welches Zielpublikum das Buch geschrieben ist. Offenbar nicht für hauptberufliche Philosophen, sondern eher für Durchschnittsakademiker.

        • @ mitm

          „denn vermutlich steht das meiste auch auf deren Webauftritt“

          James Lindsay reagiert m.E. nicht allzu positiv auf Kritik. Mit dem ausgezeichneten und mit großer Sachkenntnis geschriebenen kritischen Artikel von Asad Haider – nicht nur ein Experte für linke Theorien, sondern auch ein linker Kritiker von Identitätspolitik – den ich hier kürzlich verlinkt hatte, kam Lindsay ja auch nicht so gut klar und beschimpfte sogar den Autor („fool“).

          Falls du den Artikel von Asad Haider nicht kennen solltest, wäre das eine Leseempfehlung, falls du die Debatten genauer verstehen möchtest:

          Asad Haider – Critical Confusion

          https://asadhaider.substack.com/p/critical-confusion

          • @Leszek: „… Artikel von Asad Haider …“
            Doch, den hatte ich mir schon damals nach der ersten Empfehlung angesehen. Nach ca. 20 Zeilen habe ich den Rest nur noch überflogen und den Link auf den Text mit dem Schlagwort „Tobsuchtsanfall“ verziert. Wenn jemand dermaßen ausrastet und mit Verbalinjurien um sich wirft, bevor er auch nur ein Sachargument gebracht hat, dann weiß man nie, was von den Bewertungen und Urteilen, die eventuell noch kommen werden, ernst zu nehmen ist. Ich habe genug zu tun und muß mit meiner Zeit etwas haushalten. Das Thema Rekonstruktion historischer Abläufe steht auch nicht ganz oben auf meiner Prioritätenöliste.

          • @ mitm

            „Wenn jemand dermaßen ausrastet und mit Verbalinjurien um sich wirft,“

            Du meinst die paar ironischen und sarkastischen Bemerkungen am Anfang des Artikels? Ich fand sie sowohl unterhaltsam als auch angemessen.
            Wer wie Sullivan und Lindsay (offenkundig mit Blick auf ganz bestimmte politische Zielgruppen) im Feld der Ideen- und Theoriegeschichte falsche Konstruktionen herstellt und falsche Assoziationen verbreitet und dadurch nicht nur unwissenschaftlich agiert, sondern auch andere Menschen tendenziell unnötig in Verruf bringt, während dabei gleichzeitig die eigene Wissenschaftlichkeit und Rechtschaffenheit betont wird, der muss m.E. auch mit ein paar ironischen und sarkastischen Formulierungen klarkommen.

            „dann weiß man nie, was von den Bewertungen und Urteilen, die eventuell noch kommen werden, ernst zu nehmen ist.“

            Ich perönlich befasse mich seit Jahren mit diesen Themen und würde es folgendermaßen beurteilen: Der Autor Asad Haider hat m.E. einen sehr guten und fundierten Artikel zum Thema geschrieben, (nur die Passage über Herbert Marcuse enthält m.E. einen signifikanten inhaltlichen Fehler).
            Ich hoffe, Asad Haider wird noch weitere Artikel zum Thema schreiben.

    • Oliver Traldi

      I’m a graduate student in philosophy at the University of Notre Dame. I study metaphysics, epistemology, science, language, and logic.

      Oha, aus South Bend Indiana. Da könnte man ja einiges zu erzählen.

    • Die Rezension hinterlässt bei mir nicht den Eindruck, dass der Autor die beiden für Scharlatane hält.
      Insgesamt scheint mir die Kritik im Wesentlichen aber auch eher darin zu liegen, dass die beiden den ganzen Philosophenkram so erklären, wie er auch von den Aktivisten verstanden wird, anstatt so, wie der Autor der Rezension es aus den originalen Intentionen der jeweiligen Philosophen herausliest. Dabei ist das ziemlich unwichtig, es kommt ja am Ende dann doch darauf an, was die Leute daraus machen. (Das ist auch ein Problem mit Sozialismus und Kommunismus – praktische Umsetzungsversuche scheitern immer krachend, aber die Intellektuellen unter den Anhängern zeigen dann jedes Mal auf die alten Bücher und jammern: „Aber so war es ja gar nicht gemeint!!“, um dann neue Versuche anzustacheln, die aus den gleichen Gründen krachend scheitern werden.)
      Auch das, was er als „most egregious error“ beschreibt, leuchtet mir nicht ein. Kann auch einfach ein Tippfehler sein, dass die Buchautoren von Hypothesen und nicht von einer Hypothese reden; aus dem Zitierten wird jedenfalls keine gravierende Bedeutungsveränderung klar, das konstruiert sich der Autor des Textes augenscheinlich aus seiner eigenen Perspektive herbei.

      • „dass die beiden den ganzen Philosophenkram so erklären, wie er auch von den Aktivisten verstanden wird, anstatt so, wie der Autor der Rezension es aus den originalen Intentionen der jeweiligen Philosophen herausliest.“

        Leszek hat nie und wird nie verstehen, dass ersteres eine legitime, in diesem Fall gar die relevante Perspektive ist.

  3. Vor dem Ende

    »Die Anschuldigungen am Set der US-Talkshow „Ellen DeGeneres“ wiegen schwer: vergiftete Arbeitsatmosphäre, Rassismus und sexuelle Belästigung. Es sieht so aus, als müsse die Moderatorin ihre Show aufgeben.«

    • Oh man, in dem Text als Quer-Link:

      US-Präsident
      Obama ehrt DeGeneres mit emotionaler Rede
      Der scheidende US-Präsident verleiht Freiheitsmedaillen an Menschen, die ihn persönlich geprägt haben. Mit berührenden Worten wendet er sich an die Moderatorin und rührt sie zu Tränen.

      Und Amber Heard ist eine Botschafterin gegen Gewalt. Realsatire vom feinsten.

      Wobei ich zumindestens bei DeGeneres dazu rate erstmal abzuwarten. Die Quelle der Beschuldigungen ist hier anscheiend zweimal Buzzfeed. Fallbeschleunigungen sind leider nicht so selten. Manche wollen einfach die erfolgreichen Leute fallen sehen.

  4. Summarising the civilisation-state model, the political theorist Adrian Pabst observes that “in China and Russia the ruling classes reject Western liberalism and the expansion of a global market society. They define their countries as distinctive civilisations with their own unique cultural values and political institutions.” From China to India, Russia to Turkey, the great and middling powers of Eurasia are drawing ideological succour from the pre-liberal empires from which they claim descent, remoulding their non-democratic, statist political systems as a source of strength rather than weakness, and upturning the liberal-democratic triumphalism of the late 20th century.

    [..]

    “Western societies have sacrificed their specific cultures for the sake of a universal project,” Macaes notes. “One can no longer find the old tapestry of traditions and customs or a vision of the good life in these societies.” Our naive faith that liberalism, derived from the political and cultural traditions of Northern Europe, would conquer the world has now been shattered for good. Instead, it is the defiantly non-liberal civilisation-states of Eurasia that threaten to swallow us whole. Where then, does that leave Europe, and what are we to do with liberalism? “Now that we have sacrificed our own cultural traditions to create a universal framework for the whole planet,” Macaes asks, “are we now supposed to be the only ones to adopt it?”

    In 1996, the political theorist Samuel P. Huntington observed that ‘in the emerging world of ethnic conflict and civilizational clash, the Western belief in the universality of Western culture suffers three problems: It is false, it is immoral and it is dangerous. Imperialism is the necessary logical consequence of universalism.”

    Während diese Länder in der eigenen Bevölkerung Stolz auf ihr Land propagieren, wird im Westen durch links-grüne Politiker und links ausgerichtete Medien zu gerne alles schlecht gemacht, wofür der Westen steht. Ein gewisser Selbsthass, der auch der einheimischen weißen Bevölkerung eingeimpft werden soll.

    Warum man denkt das sowas gut ist, weiß ich nicht.

      • ‘Eskimo Nebula’ & ‘Siamese Twins Galaxy’

        Die haben völlig den Faden verloren wenn es darum geht Rassismus zu erkennen. Rassismus hat mal etwas mit Hass oder Abwertung zu tun. Aber Dank woker Realitätskorrektur ist Rassismus heute schon allein der Hinweis auf oder die Frage nach eine geografische Herkunft.

        Und die NASA versucht nicht mal dagegen zu argumentieren, oder was?

        • Ist so ähnlich wie die erstaunliche Verkehrung der Suche nach Lebensraum in fremden Ländern mit eh schon überbordender Bevölkerungsdichte, die ja neuerdings linkes Männerrecht und Antifaschismus ist.

          • Bill sieht einen Widerspruch darin, gegen die Nazideologie der gewaltsamen Eroberung von fremdem Lebensraum zu sein, und der heutigen Bereitschaft, viele Flüchtlinge aufzunehmen, da das für ihn wohl Lebensraumeroberung in umgekehrter Richtung darstellt.

            Vielleicht meint er aber auch einfach nur: Ausländer raus!

  5. https://t.co/QnWj5s5gDN?amp=1

    https://humanists.international/2020/07/73-of-humanists-at-risk-are-ex-muslims-80-are-men-and-the-requests-for-help-are-increasing/

    https://reclaimthenet.org/palatine-high-school-teacher-fired-white-privilege-social-media/

    https://www.telegraph.co.uk/news/2020/07/26/australias-war-woke-university-degrees-inspiration/

  6. Was für ein Shock!

    Und nachmal: Was für ein Shock!

    Aber das nächste woke Experiment wird bestimmt ein Erfolg, getreu dem Motto: Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.

    • Ich seh’s ein wenig anders: Die maßgebenden Leute wissen sehr wohl, was „diversity training“ bringt und was nicht, sie wissen genau, was „affirmative action“ bringt und was nicht. Aber es interessiert diese Leute nicht.

      Wenn die Filmproduzenten in Hollywood einen „woken“ Film produzieren, dann wissen sie sehr genau, dass der keinen großen Umsatz an der Kinokasse machen wird. Aber es interessiert diese Produzenten nicht. Sie haben andere Prioritäten.

      Das Problem dabei ist: All diese Leute können es sich prima leisten, all diese Dinge loszutreten – z. B. woke Flops zu produzieren -, denn sie sind von den desaströsen Konsequenzen dieser Aktionen abgekoppelt. Die Rechnung für die Pleite müssen anderen Leute zahlen – die woken Wohltäter haben derweil gut Lachen.

      Man unterschätzt diese Leute, wenn man urteilt: „… denn sie wissen nicht, was sie tun“. Doch, sie wissen es genau. Aber für sie gibt es Wichtigeres. Und es funktioniert.

  7. Wie steigert man eigentlich woke? Diese Stellenausschreibung der Uni Münster ist ca. woke^3:
    https://jobs.zeit.de/jobs/professur-w3-humangeographie-mit-schwerpunkt-wirtschaftsgeographie-und-globalisierungsforschung-westfaelische-wilhelms-universitaet-muenster-wwu-muenster-1028070
    Im Fachbereich Geowissenschaften der Westfälische Wilhelms-Universität Münster ist im Institut für Geographie zum 01.10.2021 eine
    W3-Professur Humangeographie mit Schwerpunkt Wirtschaftsgeographie und Globalisierungsforschung
    zu besetzen.

    Die/Der zukünftige Stelleninhaber*in ist in der Erforschung von Geographien der translokalen und globalen Ökonomie aus einer kritischen und heterodoxen Perspektive ausgewiesen. In ihrer/seiner bisherigen Forschung muss sie/er durch eine Pluralität aktueller gesellschaftstheoretisch ausgerichteter wirtschaftsgeographischer Ansätze exzellent ausgewiesen sein (vorzugsweise neomarxistische Ansätze, postkoloniale Ansätze, feministische Ansätze, New Materialism oder Assemblage- Ansätze). … …

    Eine wesentliche Einstellungsvoraussetzung scheint zu sein, beim Lesen der Ausschreinbung keinen Schreikrampf zu bekommen. Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, daß sich ein halbwegs normaler Mensch auf diese Stelle bewirbt. Ich würde die Stelle auch eher den Gender Studies zuordnen und weniger der Geographie.

    Skandalös ist übrigens die Nichtberücksichtigung diverser Personen!!!

    • Nachtrag: Man kann sich über so eine Ausschreibung lustig machen, aber der Vorfall ist nicht lustig. Diese Ausschreibung sucht nach einem ideologischen Prediger und Antiwissenschaftler, der Ideologien wie Feminismus, Postkolonialismus usw. für die nächsten 30 Jahre auf einer W3-Stelle verbreitet. Zur einer W3-Stelle gehören 1-4 vom Land finanzierte Mitarbeiterstellen und es wird erwartet, daß ein Stelleninhaber Drittmittel einwirbt und davon weitere Mitarbeiter bezahlt. Die natürlich alle der Leitfigur zu folgen haben. Genausogut könnte man einem islamischen Haßprediger eine kleine Moschee hinstellen.
      Das Umfeld dieser woken Moschee will offensichtlich diese Moschee, man setzt sich je keinen Fremdkörper ins Nest. D.h. man kann diese offizielle woke Moschee als Indiz werten, daß der ganze Fachbereich so tickt.
      Ich hatte letztens im Rahmen des #DFGgate darauf hingewiesen, daß Gender Mainstreaming eine undemokratische top-down-Transformation unserer Gesellschaft ist, die unterhalb der Radarschirme munter weiterläuft, und zwar vor allem in der Wissenschaft. Dies hier ist ein weiteres eklatantes Indiz.Und insofern ist diese Stellenausschreibung keine administrative Lappalie, sondern ein Politikum.

      • Das ist der Grund, weshalb die progressive Revolution in den USA ins Leere laufen wird, aber in Ländern wie Deutschland zur Reife kommen wird. Denn in den USA müssen sich die Dinge ökonomisch bewähren und hier scheitert die progressive Weltanschauung schon wegen ihres Antikapitalismus. In Deutschland wird der Zeitgeist immer gleich institutionalisiert und dann hockt er da, fest und etabliert. So war es mit der „Hegelei“ (Schopenhauer), dann mit der Eugenik (die ins Dritte Reich führte) und so ist es wohl jetzt mit dem Intersektionalismus (Klimawandel, Feminismus, „postkolonialer“ Rassismus).
        Die Geschichte wiederholt sich und vielleicht auch der dann übliche Weltkrieg.

        Was wundert dich überhaupt das Einsickern des Postkolonialismus in den Universitätsbetrieb? Der ist dort schon längst angekommen und hat die „Elite“-Unis, von Beserkley angefangen, fest im Griff.

    • 🙂

      Bereits Ayn Rand war ja ihren Grundsätzen nicht treu, sondern wetterte gegen Sozialprogramme und nahm sie in Anspruch, als sie an Krebs erkrankte. Sicherlich, auch Philosophen – naja, in ihrem Fall vielleicht eher: Ideologen – sind nur Menschen. Aber der Glaubwürdigkeit schadet es natürlich trotzdem, hähä.

      • Ayn Rand hat den Shortcut vom Liberalismus zum Faschismus gefunden! Was stark nahelegt, dass die „Hufeisentheorie“ nie und nimmer eine auch nur annähernd gute Beschreibung des politischen Koordinatensystems ist.

      • Naja, so einfach ist das nicht. Die Frau war, grob vereinfacht, gegen Steuern und Sozialhilfe. Stueren mußte sie trotzdem zahlen, weil es nunmal der Rechtslage entsprach. Warum genau sollte sie also keine Sozialhilfe annehmen?

    • Enttäuschend, es wird mal das Dunkelfeld erwähnt, aber durch eine Studie die männlich/weiblich nicht berücksichtigt. Von den 300-500 Studien die zeigen, dass Männer ebenso häufig wie Frauen von Partnerschaftsgewallt betroffen sind, kein Wort.

    • Eine Pilotstudie zu allgemeinen Gewalterfahrungen von Männern in der Kindheit bis ins Erwachsenenalter aus 2004 ergab nach Auswertung von 266 quantitativen Interviews, dass jeder vierte Mann mindestens einmal körperliche Gewalt durch seine Partnerin erlebt hat.

      Der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) zufolge sind 1,2 % der befragten Frauen sowie 0,9 % der befragten Männer in den vergangenen zwölf Monaten Opfer physischer Partnerschaftsgewalt geworden, wenngleich die Durchführung der Studie nicht unumstritten ist.

      Sie müssten nur alle männlichen Opfer aus der Studie entfernen und Schlussfolgern das Frauen besonders betroffen sind, so wie in jeder guten, feministischen Studie, und schon ist die Studie nicht mehr umstritten.

  8. Wenn man am progressiven Hirnkrebs leidet, wird man ahistorisch und dann klappt die Unterscheidung der Tempi nicht mehr …. Die Einwerfenden, die Eingeworfenhabenden und die Nocheinwerfenden treffen sich unterschiedlos im gleichen Ereignishorizont der Ewiglichkeit des Progressivismus. Und nun lasst uns alle die Grosse Göttin Gaia preisen.

  9. Statt dessen wird in diesen „höchst linken Vierteln“ sicherlich die Hezbollah als Teil der progressiven globalen Linken (Judith Butler) geduldet und deren „Warenhäuser“ voller Sprengstoff?!

  10. Das ist doch sowas von krank in der Birne, widerwärtig …

    Wenn so ein Denken wie dieses mal Staaten lenken würde, dann kann man nur froh über die Existenz der Atombombe (in den richtigen Händern) sein ….

  11. How the Media Led the Great Racial Awakening
    Years before Trump’s election the media dramatically increased coverage of racism and embraced new theories of racial consciousness that set the stage for the latest unrest

    https://www.tabletmag.com/sections/news/articles/media-great-racial-awakening

    Ein typischer, schöner Auszug des sehr analytischen (trotzdem sehr lesbaren) Stücks:

    For decades, the term “racial equality” was the ubiquitous framework for understanding and evaluating racial justice. This is now changing as „equality“ gives way to newer concepts such as “racial equity,” which refers to the redistribution of resources from the supposedly privileged to the supposedly disadvantaged as a means to redress claimed discrimination. As Ibram Kendi puts it: „If discrimination is creating equity, then it is antiracist. If discrimination is creating inequity, then it is racist … The only remedy to racist discrimination is antiracist discrimination. The only remedy to past discrimination is present discrimination. The only remedy to present discrimination is future discrimination.“ Thus the goal is no longer ‚racial equality‘ or equal treatment under the law. It is, rather, the attainment of a state of the world in which all groups have equal outcomes—even if some are deliberately disadvantaged in the process. Until very recently, „racial equity“ was a largely unfamiliar phrase only rarely featured in the pages of the major newspapers. But this has changed dramatically in the last few years. In 2013 “racial equity” constituted 0.000003% of all words in The New York Times. One year later, it was being used six times more frequently (0.00019%). And, by 2019, nearly 32 times more frequently (0.000096%). Remarkably, in The Washington Post, “racial equity” was not only being used 27 times more frequently in 2019 (0.00032%) than in 2013 (0.00012%), but it’s rate of usage actually surpassed that of “racial equality.”

    In diesem Artikel werden die Verantwortlichen und ihre Taten klar benannt und beschrieben:

    Intentionally or not, by introducing and then constantly repeating a set of key words and concepts, publications like The New York Times have helped normalize among their readership the belief that “color” is the defining attribute of other human beings. For those who adopt this singular focus on race, a racialized view of the world becomes baseline test of political loyalty. It requires adherents to overlook the immense diversity among so-called “People of Color” and “People Not-of-Color” (i.e., whoever is being lumped together as “white” according to the prevailing ideological fashion). In doing so, it has made stereotypes socially acceptable, if not laudable.

    Muss man auschecken!

      • Ich finde es gut, dass klar ist, dass es 2013-15 richtig Fahrt aufnahm. Da habe ich das alles auch auf den Schirm bekommen. hatte vorher zB keine Ahnung, was Feminismus wirklich ist. (Manche Leute hier mit Strebererfahrung wissen genau was ich meine 😉

        Aber was jetzt die Entwicklung so beschleunigt hat? Es war vermurtlich nur eine kritische Masse an Leuten, die diese Ideen glauben – und die sind ausgerechnet an allen Schaltzentren der Akademien und Medien konzentriert.
        Nach Deutschland kam das als erstes über die „Zeit“, in dieser Zeit von 13-15 (Ob sich Helmut Schmidt deshalb im Grab umgedreht hat?).

  12. „rechtswidrig bevorzugt“? Das war doch bestimmt nur Gleichstellungs- und Antidiskriminierungspolitik! Akademische Titel müssen doch sicher auch von (mindestens!) 50 % Frauen besessen werden, alles andere wäre doch sexistisch und sozial ungerecht!

  13. Pingback: Der mangelhafte Journalismus vom Tagesspiegel | uepsilonniks

  14. Mal wieder ein Skinhead-Fall, Kategorie: naives einheimisches Weibchen:

    „Ein 28-jähriger afghanischer „Schutzsuchender“ hat am Donnerstag Abend auf der Zufahrt zu einem Edeka-Parkplatz in der Landauer Straße in Plattling (Landkreis Deggendorf) mit vielen Messerstichen seine Freundin, 20, nach neudeutsch-paschtunischer Sitte abgemetzelt. Das gemeinsame Kind der beiden sei bei der Tat am Donnerstagabend dabei gewesen, betonte ein Polizeisprecher. Der Säugling ist erst acht Monate alt und befindet sich nun in der Obhut des Jugendamts Deggendorf. Die junge Frau ist aufgrund ihrer schweren Stichverletzungen noch am Tatort gestorben. Beamte der Mordkommission waren bis in die Nacht zum Freitag am Tatort mit der Spurensicherung beschäftigt. Nach dem bisherigem Stand der Ermittlungen fuhr die Frau mit ihrem Pkw zum Tatort, um ihren Lebensgefährten zu besuchen. Der 28-Jährige arbeitete dort in einem Imbiss. Am Imbiss kam es aus bisher nicht genau bekannten Gründen zu einem Streit zwischen dem deutsch-afghanischen Paar, es ging wohl um „Ehre“. Im Laufe des handfesten Streits stach das Mitglied der Religion des Friedens mit einem Küchenmesser aus dem Imbiss mehrmals auf die Frau ein.“
    http://www.pi-news.net/2020/08/plattling-afghane-ersticht-20-jaehrige-deutsche-vor-ihrem-baby/

    bzw.
    https://www.pnp.de/lokales/landkreis-deggendorf/plattling/Frau-in-Plattling-erstochen-Verdaechtiger-war-ihr-Lebensgefaehrte-3752216.html

    Deutschen Frauen fehlt es halt einfach noch ein bisschen an der richtigen Demut, aber die lernen das schon noch. Die vielen Jahre laissez faire durch verweichlichte Weiße muss halt auf die harte Tour abtrainiert werden. Auf dass sie endlich lernen, was „Patriarchat“ eigentlich wirklich bedeutet.

  15. In Cynical Theories: How Activist Scholarship Made Everything About Race, Gender, and Identity — and Why this Harms Everybody, British Medievalist Helen Pluckrose and American mathematician James Lindsay set themselves the task of explaining how this came about, and how to fight it off. They argue that postmodern thought over the last half century has evolved in such a way — meanwhile spilling out of the academy, into activist circles, to the public at large — as to constitute a threat not only to liberal democracy but to modernity itself.

    https://thecritic.co.uk/reality-has-been-cancelled/

    Reified “Theory” is no more and no less than a rejection of the correspondence theory of truth. There are no universal truths and no objective reality, only narratives expressed in discourses and language that reflect one group’s power over another. Science has no claim on objectivity, because science itself is a cultural construct, created out of power differentials, and ordered by straight white males. There are no arguments, merely identity showdowns; the most oppressed always wins.

    Diese Kritik ist selbst ein regelrechter Essay über die heutige Zeit. Episch, wie sie die Maske vom Gesicht der totalitären Fratzen dieser „Grossen Theorie“ mit ihrem unbedingten Imperativ (du musst!) reisst 🙂

  16. Diese Pandemie ist wirklich dermaßen Frauenschrecklich! Wie kann es bloß sein das bei Millionen, die aufgrund dieser Krise ihren Job verloren haben, auch Frauen darunter sind. Wir brauchen unbedingt mehr Feminismus, damit uns das in der nächsten Krise nicht noch einmal passiert und dann hoffentlich nur noch Männer ihren Job verlieren… wegen der Equality!

    Und die anderen beiden Punkte gelten genau so für Männer. Wie kann man überhaupt denken das wenn das Kinder nicht betreut werden kann, dass das nur eine Problem für die Frau ist. Existieren Männer für die überhaupt innerhalb der Familie?

  17. Das trifft es genau….

    Perhaps contemporary ‘cancel culture’ officially began in 1989, when Khomeini issued his fatwa against Salman Rushdie for having ‘defamed’ Islam in The Satanic Verses. Rushdie was ushered into hiding and the Islamist assault on truth-speech in the West was on. But here’s what I also think.

    The day after Israel won its 1967 war of self-defense, the propaganda began in deadly earnest against both Israel and the West. Within two decades, perhaps less, Western universities were intellectually and politically ‘occupied’ by Stalinist and Islamist narratives. Balkanized social identities and victimology ruled. …..

    You do not challenge any part of this politically correct madness without risking everything. I recommend that more of us do just that. Courage is now our only alternative.

    Du hast keine Chance, darum musst du sie nutzen!

  18. Sehnsucht nach der Schuld: Die deutsche Elite entdeckt den Rassisten in sich

    https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-sehnsucht-nach-der-schuld-die-deutsche-elite-entdeckt-den-rassisten-in-sich_id_12296366.html

    Die Anti-Rassismus-Diskussion ist auf der Ebene der Teufelsaustreibung angekommen. Darauf zielte sie im Grunde schon immer. Der zentrale Begriff ist Schuld, darum dreht sich alles. Wer weiß ist, muss sich schuldig fühlen, weil am Weißsein Privilegien und Macht hängen. Und Privilegien, das weiß jeder gute Linke, muss man bekämpfen, weil sie uns von Menschen trennen, die schwächer sind. „Check your Privilege“, lautet der Satz, mit dem man zur Einkehr gemahnt wird. „Bereue!“, hieß das früher, „beichte deine Sünden!“ Gemeint ist das Gleiche.

    • Was für ein Wahnsinn. Alles ist abhängig von der Hautfarbe. Die Kinder von Menschen mit heller und dunkler Hautfarbe, im Grunde ein Zeichen der Liebe zwischen Menschen mit verschiedenen Hautfarben, machen Platz für Menschen mit ‚reiner‘, dunkler Hautfarbe.

      Und sie merken es nicht. Als ob es vordringlich um der Kasteiung geht.

  19. das ist schrecklich interessant, der ganze Faden diskutiert diesen Imitations-Effekt. Was passiert hier eigentlich? Und was wissen wir eigentlich?

  20. Sie ist 1958 geboren.

    Auch deutsche Medien machen damit.

    https://www.ok-magazin.de/people/news/ellen-degeneres-eine-der-gemeinsten-personen-die-ich-je-kannte-66391.html

    Ich kenne Ellen DeGeneres nicht. In ihrer Show scheint sie etwas aufgedreht zu sein.

    Aber in den 70iger Jahren als Kind?
    Verjährt auch mal etwas?
    Sind alle die mit dem Finger auf sie zeigen sicher das sie nicht selbst mal jemanden fett und dumm bezeichnet haben?
    Sind alle die mit dem Finger auf sie zeigen sicher das sie nicht selbst mal Opfer eines Internet-Archäologen werden, der irgendwas ausgräbt, das sie als Kind getan hat und was man ihr vorwerfen könnt?
    Ist es überhaupt möglich diese ‚Schuld‘ wieder abzubauen?
    Wieviele guten Taten erfordert z.B. dieser Fall?
    Gibt es noch sowas wie vergessen und vergeben?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.