Justin Bieber verklagt zwei Frauen wegen Falschbeschuldigung

Nach Johnny Depp verklagt nun auch Justin Bieber Frauen wegen Falschbeschuldigung. Sein Fall ist weniger dramatisch als der von Johnny Depp, aber dennoch interessant, dass dies ein weiterer Promi macht. 

Justin Bieber has filed a lawsuit against the two women who identified themselves as Danielle and Kadi, and accused him of sexual assault, TMZ has learned.

After addressing the allegations made by Danielle in a series of tweets on Sunday, Bieber vowed to take legal action over her „factually impossible“ accusations.

In his suit, Bieber claims to have „indisputable documentary evidence“ that prove their claims are nothing but „outrageous, fabricated lies.“ When the 26-year-old singer took to Twitter to dispute Danielle’s account of what happened on March 9, 2014 in Austin, Texas, he presented a slew of documents, which ranged from emails with Airbnb hosts to booking reservation receipts to tabloid sites that featured quotes from insiders who detailed his whereabouts.

While Bieber didn’t take these same measures to disprove Kadi’s accusation, he explained in his suit that she’s a superfan who has waited for him outside of his hotel. Bieber points to a tweet she posted after the alleged date she was sexually assaulted, which backs up his side of the story that the two have never met.

While she was correct that he attended the Met Gala on May 5, 2015, Bieber said that he attended an afterparty where he stayed until almost 4 a.m. He claims to have photographic evidence and several witnesses that will prove his innocence.

Bieber believes these two accusations could have come from two social media accounts which are run by the same person, or a coordinated attempt to ruin his reputation. He’s seeking more than $20 million in damages.

20 € Millionen sind ja ein schöner Abschreckungsschaden.  Auch bisher noch erstaunlich still für solche Vorwürfe.
Eine kurze Suche ergab diese Tweets:

Mal sehen wie es weitergeht. Wäre ja eine interessante Entwicklung, wenn #metoo und das Risiko bei einer Beschuldigung noch erheblichere Nachteile zu erleiden dazu führt, dass Prominente eher zum Gegenangriff übergehen, wo sie früher vielleicht eher still geblieben wären.

Was hat die dritte Welle des Feminismus erreicht?

Ein Tweet einer Feministin, die wohl eher der „zweiten Welle“ zugeneigt ist,  fragt nach den Errungenschaften des Dritte Welle Feminismus:

Eigentlich ja ein interessantes Thema. Aus den Antworten:

1. 

Spreading misandry within the western societies.

2

Taking the (basically good) ideas of identity politics and stretching them far above and beyond the absurd level. As a result, feminism is so intersectional that is actively misogynistic.

Sehr stark vertreten waren auch „zweite Welle“ Feministinnen, die es eher als Rückschritt sagen:

3

Destroying the work of all prior feminist and dismissing it as “white feminism” , increasing males access to women’s bodies through surrogacy porn and prostitution , centering the voices of transwomen (males) in feminism , opening up female spaces to males

Der zweite Welle Feminismus war ja noch ein einfacher Kampf Männer gegen Frauen, in der dritten Welle hat man dann aus Sicht einiger die „Schlachtreihen geöffnet“ indem plötzlich alles was Frauen machen wollten nicht mehr kritisiert werden durfte, was nach deren Auffassung anscheinend eher den Männern genutzt hat (also dem Feind)

4

Eigentlich eine nette Grafik im „Geschlechterkrieg“ und ein Aufgreifen von „Sexnegativen und Sexpositiven Feminismus“.

Andere sahen hingegen in der Einbeziehung von „Women of Color“ genau den großen Unterschied, die große Leistung:

5

Doing more to centre women of colour in the discourse.

Auch die Rape Culture wurde genannt:

6

shifting the public perception and understanding of rape culture so that now it is widely understood and discussed.

7

To be fair, I think there were some important victories: The MeToo movement Increased recognition of Black/minority women’s voices Fairly effective pushback on „slut shaming“/ „she was asking for it“ rhetoric used by old-style conservatives

Tönnies, schlechte Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter und der fehlende Geschlechteraspekt

In einem Bericht werden die Bedingungen für die Arbeiter bei dem Großfleischvearbeiter Tönnies geschildert:

Arbeiter: Zwei Jahre lang war ich bei Tönnies als Werksarbeiter. Wir waren selten nach den vereinbarten 8 Stunden fertig. Oft waren es 12 oder sogar 13. Wir haben die Überstunden aufgeschrieben. Doch auf dem Gehaltszettel war am Ende nichts davon zu sehen.

Wie waren die Arbeitsbedingungen?

Es war sehr kalt und feucht, die Fließbänder bewegten sich sehr schnell. Ich hörte Kollegen nachts weinen in der Unterkunft, weil sie so schlimme Schmerzen hatten, ihre Hände waren ganz geschwollen. Doch wir machten uns gegenseitig Mut, sagten zueinander: Halt durch.

Ein Freund von mir hat mich immer wieder gebeten, dass ich ihn mitnehme, er wollte unbedingt in Deutschland arbeiten. Ich sagte ihm: Nimm zumindest genug Taschengeld mit, um dir ein Ticket zurück nach Hause zu leisten. Das war ein guter Rat, denn nach einem einzigen Tag bei Tönnies hielt mein Freund es nicht mehr aus und kehrte nach Rumänien zurück.

Gab es regelmäßige Kontrollen?

Wenn Kontrollen kamen, wurde die Geschwindigkeit des Fließbandes verlangsamt, dann war unsere Arbeit leichter. Aber man wusste ja vorher, dass eine Kontrolle kommt. Wieso macht man das nicht unangekündigt? Nur dann könnten Kontrolleure sehen, wie die Lage wirklich ist.

Wurden Sie als Werksarbeiter auf solche Kontrollen vorbereitet?

Uns wurde nahegelegt, nichts zu sagen. Nach dem Motto: ”Wenn die Kontrolle kommt, sagt, dass ihr kein Deutsch sprecht.“ Auch wenn einige von uns die Sprache sprechen.

Wurde auf irgendeine Weise von Seiten der Firma Druck auf Sie ausgeübt?

Ja. Ganz schlimm war es, wenn wir krank waren: Die Vorarbeiter brüllten uns an, dass wir ihnen bloß nicht mit Krankmeldungen ankommen sollten! Als ich einmal stark erkältet war (was schnell passierte, weil wir immer in der Kälte arbeiteten) und angeschrien wurde, reichte es mir. Da habe ich aufgehört.

Waren Ihre direkten Vorgesetzten Deutsche oder Osteuropäer?

Der große Chef war Deutscher, aber der Vorarbeiter am Fließband war Rumäne, denn er musste ja übersetzen, die meisten Arbeiter sprechen kein Deutsch. Diese Vorarbeiter waren meistens Rumänen, die das Glück hatten, in der Schule Deutsch gelernt zu haben. Von ihren Vorgesetzten hatten sie die Anordnung, dafür zu sorgen, dass sich die Leute nicht krankmelden.

Wie waren die Bedingungen in Ihrer Unterkunft?

Einige Unterkünfte, in denen ich gewohnt habe, waren sehr sauber, aber es gab auch Ausnahmen. Es war immer sehr eng, manchmal waren 10, 12 oder zeitweise sogar 14 Leute in einer einzigen Wohnung. Die monatliche Miete lag bei 200 Euro pro Person. Die Gebäude gehörten den Subunternehmen. Ein rumänischer Subunternehmer hat zum Beispiel ein ganzes Gebäude mithilfe eines Kredits von der Bank gekauft und dann die Wohnungen an Arbeiter vermietet. Aber es ist einfach nicht fair, so viele Menschen in eine einzige Wohnung zu stecken!

Wenn irgendwo vergleichbar schlechte Arbeitsbedingungen in einer Firma aufgetreten wären, die ganz überwiegend polnische Gastarbeiterinnen beschäftigen würde, dann hätten wir denke ich ganz andere Überschriften gelesen, dann wäre der Aufschrei noch größer gewesen.

Hier fehlen Artikel darüber, dass die Arbeiter mit ihrer Arbeit Familien in Rumänien ernähren, dass sie es sich nicht erlauben können, den Job zu verlieren oder besser zu wohnen, weil dann eben weniger Geld für zuhause übrig bleibt etc.

Hier hätte man wunderbare Geschichten über die Leiden schreiben können, die Männer auf sich nehmen um ihre Familien zu ernähren.

„Nurturing Masculinity“ sozusagen.

 

Selbermach Mittwoch 275 (08.07.2020)

Bitte Kommentare bündeln, wenn sie nur aus einzelnen Tweets und kurzem Kommentar bestehen und man sehr viele davon plant

„Was wäre der Punkt, wo du aus den intersektionalen Theorien, wie sie der Feminismus lebt, aussteigen würdest?

James Lindsay hat eine interessante Idee, wie man „woke“ Leute zum Nachdenken bringen könnte:

Talking with a brilliant friend last night keyed me into an important idea: everybody has a Woke breaking point, a point where they can’t deny any longer the fact that it’s a totalitarian nightmare. Encourage your sympathetic friends to start naming what theirs would be.

Whose statue has to come down? Seriously, whose is the last straw? Who has to get cancelled? Fired? Doxxed? Destroyed? Beaten up? Killed? Does it take a lynching? Does it take destroying the thing YOU love? Your family? Your kids? Your job? Your hobby? What is it? What’s too far?

You will have a hard time talking your friends out of Wokeness in the midst of a Woke moral panic. It’s damn near impossible even when there’s no so much going on and so much at stake for speaking wrongly. But get them to identify a breaking point. Make sure they have one.

And if they don’t, force the hard question. Ask them straight: if *nothing* would convince you this is an unfolding nightmare, what does that mean? What are you doing? What is it doing for you where nothing could convince you it has gone too far? Put the questions to them.

They don’t have to change their minds. They don’t have to believe it’s happening, likely, or even possible. They should be able to find a breaking point and name it, though, and if not, they need to be pressed on that point. That’s serious.

Don’t expect it to go well. Don’t expect them to come around. Don’t push past the hard question, either. Don’t force it. Just leave them. The question will bother them basically forever if they refuse to play, and let it. Let it do its work.

Keine Ahnung ob es eine gute Idee ist, aber ich finde es dennoch einen interessanten Ansatz.

Es wäre auch interessant, wer wie viel mitträgt. Was wären denn gute Punkte, die man ihnen vorhalten könnte?

 

Rassismus, Sexismus etc: Wie Lösungen finden wenn die gegenwärtigen keine Erfolge bringen?

Flin schrieb in dem Artikelideenartikel (leicht neu formatiert):

Es gibt rassistische Diskriminierung von Farbigen und sexistische Diskriminierung von Frauen. Wie sehen Lösungen aus, die nicht im Gegenzug Weisse und Männer diskriminieren? Also wirkliche Lösungen, die funktionieren können, und nicht bloß die Behauptung, es gäbe dies alles nicht oder es wäre nicht so schlimm.

Das ist ein Punkt, bei dem ich in letzter Zeit immer wieder ankomme, aber bei dem ich keine zufriedenstellende Antwort gefunden habe.

  • Das Gerede von Privilegien und Quoten von links fällt schon bei oberflächlicher Betrachtung in sich zusammen.
  • Die Marktradikalität, der Dschungelkapitalismus und
  • das Beschwören des grenzenlosen Individualismus aus der libertären Ecke ebenso.
  • Von rechts kommt ebenfalls nichts sinnvolles, das die Situation Fakten basiert anerkennt und demokratisch aufgeklärte Lösungen für freie und gleiche Bürger statt Untertanen anbietet.

Aus meiner Sicht ist der einzig sinnvolle Ansatz sich von Gruppenschuld zu lösen und gleichzeitig von univarianten Erklärungsansätzen wie „Rassistische oder sexistische Diskriminierung“.

Statt dessen ist in der Betrachtung zu differenzieren nach Gruppen und Individuen.

  • Auf der Gruppenebene ist wichtig, dass man Unterschiede nicht absolut versteht („alle weißen sind privilegiert“), sondern allenfalls als Unterschiede im Schnitt. Des weiteren ist nach Gründen zu fragen, die zu diesen Unterschieden führen.
  • Auf der individuellen Ebene sollte man sich davor hüten alles was schlecht oder gut läuft vorschnell auf bestimmte Gruppenzuordnungen zu treffen, sondern fragen, welche Elemente bei dem Einzelnen tatsächlich zum tragen kommen und welche anderen Elemente daneben eine Rolle spielen können
  • Dann sollte man die konkreten Gründe, die zu Unterschieden führen, untersuchen und fragen, was man an ihnen ändern kann und welchen Preis das hat.

Zum letzten Punkt wäre beispielsweise der klassische Gender Pay Gap anzuführen. Ihn zu beseitigen erfordert Druck auf die Frauen, dass diese weniger Zeit mit Kindern verbringen und möglichst umfassend und auch in technischen Berufen arbeiten gehen. Also müsste man eine frühe Kinderbetreuung einführen, flächendecken und über die typischen Arbeitszeiten und dafür Werbung machen, dass man sie auch nutzt. Wollen Frauen aber diesen Preis zahlen?

Bei den Rassismusproblemen ist das etwas schwieriger. Dazu ein interessanter Ausschnitt aus einem Artikel, in dem eine Frau entdeckt, dass sie genetisch zu einem gewissen Teil weiß ist:

I have never identified as white. In my family, being called white is the ultimate insult. I’ve heard the phrases “you’re acting white” and “that’s some white people shit” many times, and the reason it’s difficult to hear is because it denies my Latinidad, it denies my Blackness, my Indigenousness, and it denies who I feel that I truly am. The idea behind it is that if you speak like a white person or do things that white people do, then you are shirking all of your other identities and turning your back on your culture. This piece isn’t about why this particular issue is a problem in communities of color, but it does play a significant role in how I feel about my DNA test results.

Anderen Artikeln war zB zu entnehmen, dass sich „acting white“ auch darauf bezog, dass man ein eifriger und braver strebsamer Schüler war. Natürlich ist das eine sehr schädliche Kultur. Insoweit bringt es nichts gegen Rassismus zu wettern, wenn gleichzeitig innerhalb der Gruppe erhebliche Hausaufgaben zu machen sind, etwa die Bekämpfung eines Gangwesens, der Gangsterkultur und der Ablehnung positiver Eigenschaften als „weiß“. Gleichzeitig wäre eine Bekämpfung dieser auch der beste Weg negative Vorurteile abzubauen. Denn Stereotype, die immer wieder beobachtet werden, kann man nicht überwinden.

Wer immer nur Faktoren von Außen für sein Schicksal verantwortlich macht, der verliert wichtige Handlungsmöglichkeiten. Rassismus an sich kann man nicht bekämpfen. Man kann aber ein besseres Bild errichten. Man kann eine Kultur des Lernens, der Bildung und der Förderung schaffen. Man könnte es „New black way“ oder etwas in der Art nennen und es wäre wahrscheinlich wesentlich effektiver als einfach nur Rassismus zu brüllen (oder gar Geschäfte zu plündern).

Im Gegenzug müssten dann Ghettos beseitigt, Jobangebote geschaffen und Schulen verbessert werden. Aber all das sind konkrete Punkte, die nicht einfach nur über Parolen zu erfüllen sind.

Euer Blick auf mich

Ich erhielt freundlicherweise den Hinweis, dass ein anderer Blogger den Artikel zu dem Entzug des Sorgerechts für Väter, die nicht genug Elternzeit nehmen, auf seiner „privaten“ Facebookseite verlinkt hatte was mir auch (vielen Dank dafür) einige Besuche brachte. Natürlich schaute ich es mir an und sah gleich eine Warnung:

hüstel* „Alles Evolution“ ist…. ^^ gut, ich bin deutlich: Ein Arsch. Oh und Pick-Up-Jünger.

Die Vorwürfe an sich sind ja nichts neues. Mir wurde hier schon häufiger Pickup an sich vorgeworfen, ich wäre außerdem ein gefühlskalter Roboter etc.

Und natürlich mögen mich auch genug Leute wegen der Inhalte an sich schon nicht, also Pickup an sich und auch Feminismuskritik. Wenn ich tagsüber Hundewelpen auf Flüssen fischen und großziehen würde und Abends Waisenkinder in den Schlaf wiegen würde, dann würde das für sie wahrscheinlich auch wenig ändern.

Eine Blogbetreiber-Persona ist natürlich auch immer etwas anderes als der reale Mensch. Das wird bei vielen Kommentatoren-Persona genau so sein.
Dennoch würde mich interessieren, welche Charaktereigenschaften ihr bei mir seht und welches Bild ihr habt. Gerne natürlich auch von nur Mitlesenden oder Hasslesern.

„Wie kann man die Generation der 15-25-Jährigen vor der allgegenwärtigen feministischen Gehirnwäsche retten?“

Mitm hatte dieses Thema für einen Artikel vorgeschlagen:

Wie kann man die Generation der 15-25-Jährigen vor der allgegenwärtigen feministischen Gehirnwäsche retten? Wie wirksam ist die überhaupt? Damit zusammenhängend: welche Medien haben den größten Einfluß?

Ich würde die Frage aufspalten:

1. Muss man die Generation überhaupt retten? Wie wirksam ist die Propaganda

Ich muss zugeben, dass ich gegenwärtig nicht sehr viele 15jährige und auch nicht so viele 25 bzw die Gruppen dazwischen in meinem Umfeld habe. Aber mir scheint das diese Theorien dort zwar bekannt sind, aber man sich eher über sie lustig macht.

Es wäre daher interessant zu wissen, wie weit sie überhaupt verbreitet sind.

2. Wie geht man dagegen vor?

Das Problem scheint mir eher zu sein, dass sehr viele Aktivisten in Medienbereichen Anhänger dieser Theorien sind und es dort auch extrem gefährlich sein kann, etwas dagegen zu sagen. Das führt zu einem gewissen Teil an Mitläufern. Aber ich habe schon von einigen Leuten in Behörden gehört, dass sie die Leute da teilweise als durchgedrehte Männerhasserinnen wahrnehmen, die in ihrer eigenen Welt leben. Ich erinnere mich beispielsweise an eine junge Lehrerin, die Gleichstellungsbeauftrage wurde und auf entsprechende Schulungen musste. Und die Vortragende aus dem Ministerium als männerhassende Emanze empfand, die Lebenswege für Frauen wollte, die diese keineswegs mittragen wollte. Sie war ja gerade Lehrerin geworden, damit sie auch Zeit für ihre Kinder hat und nicht um radikale Frauenförderung mit den damit verbundenen Zusatzaufgaben zu übernehmen („Schulleiterin möchte ich nie werden, man bekommt 400 € mehr und dafür legen die die ganzen Konferenzen in die Schulferien. Da wär ich doch bekloppt“)

Aber das ist natürlich auch nicht repräsentiv.

Ich glaube man wird in der normalen Bevölkerung es noch relativ einfach haben, weil dort diese Gedanken noch nicht so verbreitet sind und man als jemand, der sie vertritt noch in der Minderheit ist. Schwieriger wird es in allen Bereichen, die irgendwie mit „Frauen und Minderheitenrechten“ zu tun haben. Dort ballen sich die Radikalen zusammen, führen aber auch erbitterte Grabenkämpfe mit den „alten Feministinnen“.

Der Beeinflussung der Jugend wirkt denke ich entgegen, dass die meisten Menschen gerne Teil ihres Geschlechts sind und das andere auch gerne mögen und begehren. Sie nehmen sich nicht so wahr, wie es der intersektionale Feminismus erfordert und sie nehmen auch andere nicht so wahr. Die Propaganda scheitert insofern hoffentlich an der Realität.
Dennoch kann ein Klima erzeugt werden, in dem man in bestimmten Bereichen nicht zugeben darf, dass man dem nicht zustimmt. Und in dem es Cool sein kann und sozial angepasst sich auf eine bestimmte Weise zu äussern. In Amerika scheint mir diese kritische Maße schon in mehr Bereichen erreicht zu sein, es wäre interessant wie es in Deutschland ist.

Aber letztendlich hilft gegen Propaganda und Indoktrinierung immer nur Aufklärung und Gegenpositionen. Man sieht einige dieser Schlachten bereits auf Plattformen wie 9gag, aber auch in „go woke, go broke“ (also daran, dass sich die Produkte nicht durchsetzen) und auch an den Zugriffszahlen von Bentovideos auf Youtube, die im „unter tausend“ Bereich rumdümpeln.

Eine Betrachtungsweise wäre, dass man noch so viel Werbung für Sand als köstliches Lebensmittel machen kann, man wird die Masse nicht überzeugen, weil es einfach nicht schmeckt.

Ich vermute, dass auch diese Ideologie sich wie jede „Jugendkultur“ nur eine begrenzte Zeit halten kann. Sie hat ähnlich wie Punk das Problem, dass sie provozieren muss und die Ausnahme sein muss um interessant zu sein. Distinktionsgewinne kann man nicht im Mainstream erzielen, in diesem lässt sich aber auch keine unendliche Steigerung der Empfindlichkeit und kein zu starkes Drehen an der Call out Culture Schraube erlauben.
Intersektionaler Feminismus hat etwas von Punk, es ist etwas für Aussenseiter, die sich überlegen fühlen wollen, weil sie gegen das System sind. Um so schlimmer, da man sich dort fast zwangsläufig gegen einander richten muss, wenn man wirklich auffallen will.

Ich hoffe das es das uninteressant genug macht.

Selbermach Samstag 297 (04.07.2020)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema oder für Israel etc gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, auch gerne einen feministischen oder sonst zu hier geäußerten Ansichten kritischen, der ist dazu herzlich eingeladen

Mein erster Kuss (der junge Christian)

Meinen ersten richtigen Kuss, mit Zunge und so, hatte ich mit 14. Ich war auf den Geburtstag eines Mädels aus meiner Klasse eingeladen und außer mir waren vielleicht noch 6 andere Mädchen da und als einziger anderer Junge der „Freund“ (also was damals so als Freund zählte) des Geburtstagsmädels. Sie war als etwas „schlampig“ verschrien (sofern man mit 14 schlampig sein kann) und frisch mit ihrem Freund zusammen, weswegen sie sehr viel rumknutschten

Und ich glaube fest daran, dass ich diesem Zahlenverhältnis und dem Umstand, dass die beiden die ganze Zeit rumknutschten meinen ersten Kuss zu verdanken habe.

Ich war weder besonders draufgängerisch noch habe ich selbst viel dazu beigetragen. Ich war einfach der einzige Junge mit dem man dort noch knutschen konnte, wenn man etwas neidisch auf das junge Paar war.

Die „Party“ fand in einem Kellerraum statt, daneben war noch ein anderer Raum, ich glaube der Waschkeller. Man plauderte, man trank noch nicht einmal alkoholische Sachen, später tanzte ich etwas abwechselnd mit verschiedenen Mädchen bis eine einfach ernst machte und mit mir in den (etwas dunkleren) Waschkeller rübertanzte, wo die Gastgeberin bereits ausgiebig mit ihrem Freund rumknutschte.

Ich kannte sie gar nicht vor dem Abend, aber sie war nach meiner damaligen Erinnerung ganz süss und welcher 14jährige sagt schon nein, wenn ein süsses Mädchen mit ihm rumknutschen will. Es ging gar nicht mal weiter als rumknutschen, ich glaube ich war sogar zu brav um mal etwas unter die Kleidung vorzudringen.

Und am nächsten Tag hatte ich sogar ein schlechtes Gewissen, weil ich eigentlich ein anderes Mädchen aus meiner Klasse toll fand.

Das Mädchen selbst habe ich nie wieder gesehen. Sie ging auf eine andere Schule und irgendwie habe ich da nichts weiter gemacht. Sie soll eine Zeitlang ganz verliebt in mich gewesen sein, hat aber sich letztendlich auch nicht bei mir gemeldet.

Mir war es außerdem etwas peinlich, dass auch das Mädchen aus meiner Klasse davon erfuhr, weil wilde Knutschereien eben ausreichten um kurzzeitig Klassengespräch zu sein. Nicht, dass ich bei ihr jemals etwas erreicht habe, weil ich dann wieder viel zu schüchtern war.

Ein gutes Zahlenverhältnis ist jedenfalls etwas, bei dem man Punkten kann. Man kann dort schnell ein „der Hahn im Korb“ Effekt erzielen.

 

(sind weitere Episoden „Der junge Christian“ gewünscht?)