Corona – wie geht es weiter?

Nachdem jetzt über den Urlaub die Infektionsrate anscheinend wieder steigt:

Was meint ihr wie geht es mit der Corona weiter?

Kommt die zweite Welle? Wird es wieder ein Lockdown geben?

Habt ihr euer eigenes Verhalten geändert? Seid ihr vorsichtiger geworden oder unbekümmerter?


 

40 Gedanken zu “Corona – wie geht es weiter?

  1. Ich blicke voller Hoffnung auf die viel geschmähten Schweden. Überall steigen die Infektionsraten, aber dort sinken sie. Mittlerweile ist die Anzahl der Neuinfektionen pro Kopf der Bevölkerung z.B. in Spanien mehr als doppelt so hoch wie in Schweden. Lockere Regeln sind keine Katastrophe, zumindest nachdem man mittlerweile viel besser weiß, wie man therapiert.

  2. Wie es weiter geht?! Einen vollständigen Lockdown wird es m.E. nicht mehr geben, sondern nur noch lokale, partielle, regionale etc.
    Nach Schrappe et al. wird es eher nicht mehr zu einer 2. Welle kommen.
    Ich finde die 3 Thesenpapiere von Schrappe et al. sowieso das Beste, was die Situation in Deutschland anbelangt und generell im deutschsprachigen Raum.

    Also, deshalb,kann ich die drei Thesenpapiere empfehlen: Hier das Thesenpapier 3.0.

    Klicke, um auf thesenpapier_3.pdf zuzugreifen

    • Ja, eine regional differenzierte Herangehensweise (green zones, „Ampelsystem“) ist im Moment sicher sehr vernünftig.

      „Nach Schrappe et al. wird es eher nicht mehr zu einer 2. Welle kommen.“

      Das wollen wir hoffen. Und wer sich nicht mit Hoffen zufrieden gibt kann auch etwas TUN: In der Öffentlichkeit Maske tragen und auf Hygiene achten ist sicher ein sehr guter Anfang!

      Das Thesenpapier finde ich höchst interessant, da stethen einige sehr gute Sachen drin. Man kann darin folgendes lesen:

      „Der tiefgreifenste Eindruck besteht jedoch in der allgegenwärtigen Diskursverengung. War die Gesellschaft eben noch (natürlich mit Einschränkungen und abhängig von der Tagesform) von Deliberation und Diskussion geprägt – es war das allseits akzeptierte Ziel, der Gegenseite Raum zu geben, um zu einem optimalen Ergebnis zu gelangen – findet man sich unter den Bedingungen des Patriarchats unversehens in einer Gesellschaft wieder, die alles einem einzigen Ziel unterordnet: Unterdrückung vermeiden, Gewalt gegen Frauen vermeiden, Kinderleben retten. In einer finalen (und darin fragwürdigen) Dramatisierung hat der französische Präsident Emanuel Macron diese Ansicht zum Ausdruck gebracht: wir haben Krieg, Krieg gegen das Patriarchat […] (France 24, 16.3.2020).

      Diese beschriebene Diskursverengung ist nirgendwo so massiv verspürbar wie in der Medienlandschaft. Zumindest einige Medien sehen ihre Aufgabe plötzlich nicht mehr darin, den Diskurs zu organisieren und planvoll-absichtlich gegensätzlichen Gesichtspunkten und Standpunkten (derer es tatsächlich genügend gäbe) Raum zur Auseinandersetzung zu geben, sondern fühlen sich nur noch einem Ziel verpflichtet, nämlich den „Kampf gegen das Patriarchat“ zu gewinnen. Statt Argumente auszutauschen und als Forum einer durch Pluralität herzustellenden Lösungsoptimierung zu dienen, ergreifen die Medien selbst Partei, definieren die Wahrheit und das Vernünftige und gerieren sich als quasi regierungsamtliche Verkünder der richtigen Linie. Der Fakten-Check wird zur Selbstlegitimation – dass es zu zahlreichen Fragen durchaus berechtigte, differierende Gesichtspunkte gibt (mit erheblicher Lösungskompetenz) wird ausgeblendet und mit dem wiederkehrenden Diktum „wie ja schon mehrfach widerlegt“ abgefertigt. Feste
      Interpretations-Allianzen mit einzelnen Wissenschaftlern erschweren den Diskurs genauso wie die unwidersprochene Aufforderung mancher Wissenschaftler an die Medien, bitte ausschließlich die „richtige“ Darstellung zu wählen. Auch das Attribut „Nähe zu Verschwörungstheoretikern“ wird verwendet, um fachlich und wissenschaftlich ausgewiesene Personen ins Abseits zu rücken – statt dass die Medien darauf hinweisen, dass es gerade die Pluralität der Meinungen ist, die in einer freiheitlichen Gesellschaft für deren Lösungskompetenz steht. Ein Effekt dieser Situation, der nur auf den ersten Blick als Nebeneffekt imponiert, besteht bedauerlicherweise darin, dass sich die „klassischen“ Medien selbst schwächen, denn jede neue Plattform der Informationsbeschaffung im Netz kann sich als umso attraktiver und aktiver darstellen, je weniger die Meinungsvielfalt in den non-digitalen Medien differenziert abgebildet wird. Es ist eben nur auf den ersten Blick ein Paradoxon, dass eine im Patriarchat weitgehend am Genderfeminismus ausgerichtete Medienlandschaft – gerade durch den Vorwurf „Nähe
      zur Verschwörungstheorie“ gegenüber berechtigter und sachkundiger Kritik – seinerseits die Verbreitung tatsächlich verschwörungsorientierter Kommunikation im Internet fördert.“

      Ich habe nur an einigen Stellen „Corona-Epidemie“ gegen „Patriarchat“ ausgetauscht. Sehr interessant. Ich weiß noch nicht genau was ich davon halten soll.

  3. „Habt ihr euer eigenes Verhalten geändert? Seid ihr vorsichtiger geworden oder unbekümmerter?“

    Ich war anfangs verunsichert, aber inzwischen bin ich völlig sorglos. Ich bin dieses Jahr noch nie irgendwo einem erkennbar Grippekranken begegnet. Ich trage die Masken weil es Pflicht ist, wenig kostet, und nicht schaden kann. Habe auch schon lange vor „Corona“ bei Grippewellen Gesichtsmasken getragen, und damit manchmal merkwürdige Blicke geerntet 🙂

    Der Rest deiner Fragen sind mehr politisch als epidemologisch. Ich glaube nicht dass die Krankheit erfunden ist, sie ist schon real. Aber sie wird als politisches Werkzeug missbraucht, und ich bin entsetzt welche Grundrechtsverletzungen viele Leute bereit sind zu akzeptieren, wenn man ihnen nur Angst einjagt.

    • Geht mir ähnlich. Nachdem die 62-jährige, kettenrauchende Lidl-Kassiererin mit der Barition-Stimme noch immer ohne Maske stoisch täglich fast tausend Kunde abfertigt, bin ich skeptisch geworden, ob es nicht vielleicht doch eine heftige und saisonale, in unterschiedlichen Ländern unterschiedlich verlaufende Art „Grippewelle“ ist.

      Bei 1,4 Prozent falsch positiven Testergebnissen kommt bei Massentests einiges zusammen. Daher sind für mich nur noch die Todeszahlen interessant, die allerdings auch dadurch vage sind, dass in manchen Ländern Tote schon als Corona-Tote gewertet werden, wenn sie positiv getestet wurden, auch wenn sie z.B. einem langwierigen Krebsleiden erlegen sind.

      Dass bei lokal begrenzten Ausbrüchen wie in Berlin-Neukölln oder Göttingen keine explosionsartige Verseuchung der Städte erfolgt, ist sicher nicht die Folge davon, dass die Leute so diszipliniert Abstand halten oder Supermarktbesuche vermeiden, wenn sie noch gar nicht wissen, dass sie infektiös sind. Außerhalb von Geschäften oder des ÖPNV sind die Menschen meist ungeschützt und scheren sich kaum um Abstände, die ja angeblich bei Aerosol-Hüsteln ohnehin nicht viel nützen.

      Das ist alles so valide wie die Notwendigkeit von Frauenparkplätzen, oder wie die Vorhersagen des ÖRR im Frühjahr, dass dieser Sommer eine extremer Hitze-Dürresommer wird, oder dass Männer in Zeiten von Pandemien systematisch ihre Frauen und Kinder verprügeln.

      Sorry, aber ich vertraue solcher Art von Wissenschaft nur sehr selektiv.

      Interessant finde ich dazu auch:
      https://www.achgut.com/artikel/bericht_zur_coronalage_massentests_und_kuenstliche_wellen

    • Ich trage eine Maske, wo es sein muss und versuche mich als Risikogruppenangehöriger auch entsprechend zu schützen.
      Einen erneuten kompletten Lockdown halte ich für wirtschaftlich absolut untragbar, gesellschaftlich im Grunde auch. Jeder den ich kenne, mich eingeschlossen, wünscht sich Normalität zurück. Kleinere Einschränkungen wie Maskenpflicht oder sich nicht die Hand zu geben, halte ich da für vernachlässigbar.

      Aber es braucht einfach wieder Normalität und vor allen Dingen auch Verlässlichkeit.
      Aktell müssen Briten, die Urlaub im Ausland gemacht haben, bei Rückkehr erst mal in Quarantäne. Das kam offenbar vollkommen unvorbereitet und hat zu einem nicht unbeträchtlichen Teil wohl auch Menschen getroffen, die bereits irgendwo im Urlaub waren.
      So etwas darf nicht sein und muss durch Hygienemaßnahmen und Tests abgefangen werden.

      Ich bin dieses Jahr noch nie irgendwo einem erkennbar Grippekranken begegnet.

      Halte ich aus eigener Erfahrung heraus für Selbstbetrug. Wie vielen erkennbar Grippekranken begegnet man denn sonst so üblicherweise? Im Normalfall und Idealfall liegt ein Grippepatient zu Hause im Bett und kuriert sich aus. Also wird man ihm nicht in the wild begegnen.

      • @Mario „Wie vielen erkennbar Grippekranken begegnet man denn sonst so üblicherweise?“

        Och, in der Grippesaison rotzt und hustet der halbe Saal. Wer nicht niest oder hustet kann sowieso keine Tröpfcheninfektion auslösen, selbst wenn er krank ist.

        „Im Normalfall und Idealfall liegt ein Grippepatient zu Hause im Bett und kuriert sich aus“

        Im Realfall sitzt er im Bus oder in der U-Bahn, weil sein Zeitvertrag nicht verlängert wird wenn er sich zu oft krank meldet.

  4. Ich finde das Schlagwort der „zweiten Welle“ ziemlich doof; es wird durch Leute wie Lauterbach als Bedrohungspotential aufgebauscht und instrumentalisiert.

    1. Die „erste Welle“ ist gar nicht durch. Das Virus ist in der Bevölkerung und wird es auch bleiben.
    2. Offensichtlich gibt es bei sehr vielen Menschen bereits eine Grundimmunität durch Kontakt mit anderen Coronaviridae, die die Infektion entweder verhindert oder asymptomatisch verläufen lässt.
    3. Ob es darüberhinaus zu überregionalen, nicht kontrollierbaren Infektionsketten kommt, liegt an uns selbst. Wir haben alle Mittel in der Hand, das zu verhindern, ohne in den Lockdown zu geraten.
    3. Ich denke eher, daß es zu lokalen Clustern kommt. Da müssen dann die Gesundheitsämter auf Zack sein. Zur Not muss man dann auch einfach mal einen Kreis komplett dicht machen.

    Einen nationalen Lockdown kann ich mir nicht mehr vorstellen. Das hat uns um Jahre zurückgeworfen. Wir hatten hier im Norden Kreise, die sind schon durch den Mai mit einer einstelligen Zahl an Infektionen ausgekommen, da hätte man schon weit vorher lockern können. Da sind zB Friseure ruiniert worden, obwohl es in ihrer Kleinstadt keinen einzigen Fall von C-19 gab. Wir waren auch nirgendwo auch nur ansatzweise in der Nähe einer Triage, nicht mal in den Kreisen und Städten mit sehr hohen Infektionsraten.
    Ausserdem wissen wir mittlerweile, daß draussen bei guter Belüftung quasi alles möglich ist, wenn man sich nicht gerade direkt anhustet.

    Darüberhinaus:
    Die Krankheit ist real und für bestimmte Bevölkerungsgruppen auch wirklich gefährlich. Die Hospitalisierungsrate ist höher als bei der Grippe, was abseits der ewigen Diskussion über Todesraten der eigentlich wichtigere Aspekt ist. Wer sich primär um C-19-Kranke kümmern muss, hat halt weniger Zeit für Krebs. Es gibt aber mit Interferon-B, Dexamethason, Resemdivir und auch Chloroquin mittlerweile Therapien, die in unterschiedlichen Stadien der Erkrankung helfen, und mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher, daß ein paar gute Impfungen recht bald verfügbar sind.

    Andererseits ist die Instrumentalisierung durch bestimmte politische Gruppen erschreckend. Hier wird offensichtlich versucht, durch reines Fearmongering gesellschaftliche Änderungen zu erzwingen (was bei der Gegenseite dann zu ebenfalls nutzlosen Bagatellisierungen führt).
    Natürlich nützt es diesen Gruppierungen, wenn man die Wirtschaft möglichst lange klein hält und Leute verarmen lässt. So lässt sich leichter die Systemfrage stellen.

    • An einem Punkt möchte ich widersprechen:

      Wir waren auch nirgendwo auch nur ansatzweise in der Nähe einer Triage

      Doch, waren wir.
      Zum Höhepunkt der Krise in Deutschland hieß es, die Hälfte der (mit vielen Anstrengungen bereitgestellten) Kapazitäten an Intensivplätzen steht noch leer. An manchen Orten waren es mehr, an anderen weniger, aber in Summe war es wohl grob die Hälfte, und das klingt nach viel.
      Anfang bis 2/3 Mai hatten wir aber eine Verdopplung der bestätigten Neuinfektionen alle 3 Tage und dann in kurzer Folge die Maßnahmen: Bundesligashutdown, Events mit >1000 Leuten verboten, Schulschließungen, Events mit >50 Leuten verboten. Mit der erwartbaren Verzögerung (Infektion, Symptome, Test, ein Teil d. Patienten wird zum kritischen Notfall) waren die Betten dann zur Hälfte belegt. Hätte man alle Maßnahmen 3 Tage später getroffen (inklusive der freiwilligen), dann wären die Betten voll gewesen, 6 Tage später und es hätten 100% Plätze gefehlt. Wir waren nur 3 Tage entfernt (von mir aus auch 4) in der Nähe der Triage bzw. 6-8 Tage, wenn man nicht auf Einzelfälle, sondern massig Fälle abhebt.
      Ohne vorab zu wissen, welche der Maßnahmen wie gut wirkt, ob die Bevölkerung mitmacht, ob die Medien mitmachen und mit den 1-2 Wochen Verzögerung, bis man an den Zahlen sieht, ob es klappt, waren wir haarscharf dran, würde sagen. Das war auch ein gutes Stück Dusel, dass es uns nicht härter getroffen hat.

      Das Bild der Wellen gefällt mir auch nicht. Es kommt, glaube ich, von den Grippewellen, die regelmäßig im Winter kommen, bei der der Großteil der Bevölkerung gar keine Vorkehrungen trifft und ein kleiner, wenn auch nicht unbeachtlicher Teil der Bevölkerung sich regelmäßig impfen lässt, aber wo dieser Teil der Geimpften auch eingespielt Jahr für Jahr ähnlich hoch ist. Da ist es sinnvoll von Wellen zu reden, denn das Auf und Ab hat eine gewisse Regelmäßigkeit.

      Bei Corona arbeiten wir aber mit Maßnahmebündeln und täglicher Beobachtung. Wenn die Zahlen über eine längere Zeit ansteigen erwarte ich, dass wir die Maßnahmen anziehen, wenn sie fallen, dass wir lockern. Dass sollte sich auch im Winter nicht als Wellenbewegung zeigen, wenn die äußeren Umstände (UV-Strahlen, Lüften, an der Luft sein, Erkältungen u. andere Grippeviren, damit Niesen u. Husten) wieder schwieriger werden.

  5. Ich muss zugeben, dass ich alle Artikel mit Corona o.ä. in der Überschrift, einfach nur noch genervt überspringe.

    Ich hatte am Anfang einige Diskussionen im gelben Forum zu Corona geführt. Sehr heftige, da prallen wirklich Welten aufeinander und bei einigen liegen massiv die Nerven blank. Bei den einen aus Angst vor dem Virus, bei den anderen aus Angst vor dem finanziellen Ruin und der Einschränkung der Bürgerrechte.

    Beide Seiten bombardieren einen mit Statistiken, es ist wie bei der Klimawandeldiskussion! Da ich weder zeitlich und fachlich in der Lage bin, zu erkennen wo da der Fehler liegt, belasse ich es bei entspannter Vorsicht. Man achtet mehr darauf, wenn man sich krank fühlt und wenn jemand Krankheitsanzeichen zeigt. Die Maske muss man mittlerweile beim Einkaufen aufsetzen und es stört mich jetzt nicht übermäßig.

    Ansonsten schränke ich/wir mich kaum ein. Zum Ausgehen kommt man wegen der Kinder sowieso nicht und da die ab dieser Woche Ferien haben, hocken sie ohnehin wieder zu Hause herum.

    Ob die Infektionszahlen tatsächlich steigen: keine Ahnung, den Überschriften in den alternativen Medien zu Folge, tun sie es nicht 🙂 Der Mainstream jault und jammert, wie er es ja immer tut. Kann man sich mal wieder aussuchen was stimmt. Angst habe ich keine. Ich vermute, dass wir schon näher an der Herdenimmunität sind, als offiziell hochgerechnet.

  6. Es ist ja anders als bei der großen Pest von 1348, als die Leute plötzlich schwarze Beulen am Körper bekamen und auf der Straße umfielen. Der Alltag ist ja im wesentlichen unverändert, man muss halt Abstand halten und die Maske tragen, das lässt sich locker aushalten. Urlaub fällt für dieses jahr aus, wir sparen das Geld für nächstes Jahr.

    Ich denken wenn die Impfung da ist, wird sich das Leben wieder normalisieren.

    Allerdings sollte man schon die Chinesen zur Rechenschaft ziehen. Auch wenn sie das Virus nicht direkt im Labor erzeugt haben, sind sie doch für die weltweite Ausbreitung verantwortlich.

        • Da tun sich ja Möglichkeiten auf. Die Reparationen für die „Spanische Grippe“ werden Madrid in die Pleite treiben, und dazu kommen noch 100 Jahre Zinsen! Und Rachitis, die „Englische Krankheit“. Dummerweise heißt die Syphilis „German disease“. Mist.

    • Wenn es je wieder ein Chinese wagt, einen Deutschen scheel anzuhusten…

      (hat El Mocho nicht so gemeint, aber die Steilvorlage kann ich nicht ungenutzt lassen 😉 )

    • “ sind sie doch für die weltweite Ausbreitung verantwortlich.“
      Ach weil sie es zwei Wochen zu spät gemeldet haben? Dir ist schon klar, dass dann die westlichen Regierungen bestenfalls 2 Wochen länger nichts gemacht hätten. Selbst als die Epidemie in Asien schon voll in Gange war, haben unsere Politiker beschwichtigt anstatt zu handeln. Anstatt China zu belangen, sollte man besser die Politiker belangen, die nicht aus dem Hintern kamen.

      • Und zu Anfang haben die Autoritäten das Risiko des Virus runtergespielt, Zeit verschwendet und die Bevölkerung nicht gewarnt, was dann zu 3000 Infizierten führte.

        https://edition.cnn.com/2020/04/16/asia/china-wuhan-coronavirus-ap-intl-hnk/index.html

        Dann gibt es noch das Thema mit den Masken. Januar/Februar hat China sozusagen den Weltmarkt leer gekauft und dann im März/April selbst zum Exporteur von mangel- und fehlerhaften Masken zu werden.

        Oder was ist mit den angedrohten Sanktionen ggü. Australien, weil diese (unabhängig von China) über den Ursprung des Virus forschen wollten?

        Andere Politiker haben auch Scheiße gebaut, aber die Scheiße von China stinkt herausragend stark.

  7. Die Infektionsrate ist (lt. RKI, und die „schätzen“ seit Beginn an zu hoch) bei so ~1,2. Das ist insofern schlecht, als dass das immer noch ein exponentielles Wachstum ist, aber bei ein paar hundert Fällen (D) mit schrecklichen 0-10 Toten / Tag sehe ich da – ähnlich den Autoren des von Mark Smith oben eingebundenen Papers – keinerlei vernünftigen Grund mehr für jedwede Art von Grundrechtseinschränkung.

    Die Idee von Frau Staatsratsvorsitzender mit Ausreisesperren wurde ja bereits abgelehnt, von daher gehe ich davon aus, dass unsere beste Junta aller Zeiten da mal ein bisschen nachhilft – „Demonstrationen“ der üblichen Berufsdemonstranten und das Laufenlassen der „Partyszene“ haben keine erkennbaren Auswirkungen; d.h., da muss man dann zB. Großveranstaltungen wie Konzerte, Fußballspiele, Discos wieder öffnen, damit das im September / Oktober wieder schön explodiert.

    Warum die das tun sollten? Hey – sucht Euch eine Verschwörungstheorie aus, aber es muss auch nicht unbedingt Sinn machen, was „Politiker“ so tun. Mao und noch mehr die Roten Khmer haben _intelligente_ Leute umgebracht; moderne Sozialisten vertreiben die Fleißigen, Napoleon wie Hitler mussten unbedingt in Russland einmarschieren… ah, und dann wäre die schöne Geschichte vom Gesslerhut.

    • Ich finde es komisch, wenn von Menschen, alles mit allem verbinden und Propaganda betreiben anderen vorwerfen, sie würden Propaganda betreiben. 😉

      Was mitm schreibt, halte ich für das wahrscheinlichste: „Einen vollständigen Lockdown wird es m.E. nicht mehr geben, sondern nur noch lokale, partielle, regionale etc.“
      Vorausgesetzt es gibt eine konsequente Kontaktverfolgung und Gesundheitsämter, die schnell reagieren.
      Man hätte sich von Anfang an an Taiwan halten sollen, die aktuell mit 462 Infizierten und 4 Toten aus Corona herausgegangen sind. Dazu hätte man allerdings einen Plan haben sollen, der nicht nur auf dem Papier steht. Taiwan hatte diesen und sie haben ihn seit dem 31.12.2019 konsequent durchgezogen.

      Für das Forum: Die Schweden als Vorbild heranzuziehen ist grotesk, bezogen auf unsere Bevölkerungsgröße hätten wir mit den schwedischen Daten heute: 643.000 Infizierte und 46.374 Tote – d.h. 37.171 Tote und 436.249 Infizierte mehr. Die Frage, ob der lockdown es wert war hat sich damit erübrigt. Die Frage, welche gesundheitlichen Fernwirkungen eine Infektion hat, ist bisher nicht abschließend beantwortet.

      Faktisch sind Schweden in ihrem Land eingesperrt. Wer aus einer als Risikoregion geltenden Schwedens kommt, darf weder nach Norwegen, noch nach Dänemark, die finnische Grenze ist dicht für Schweden. Griechenland z.B. lässt von allen skandinavischen Ländern demzufolge auch Schweden als einzige nicht ins Land.
      Einfach alles laufen zu lassen und den anderen Ländern anschließend das damit verbundene Risiko aufbürden zu wollen – ich habe mich schon damals gefragt, ob die aus dem Kindergartenstadium nicht heraus gewachsen sind.
      Glauben die ernsthaft, ein bspw. finnischer Politiker mutet der eigenen Bevölkerung einen lockdown zu und lässt dann eine Hochrisikogruppe durch Helsinki schlendern? Gaga.

      • @crumar „wenn von Menschen, alles mit allem verbinden und Propaganda betreiben anderen vorwerfen, sie würden Propaganda betreiben“

        Dass sie Ausreisesperren befürwortet hat, ist leider wahr. Auch wahr ist, dass weder von ihren Kollegen noch von der Opposition, noch von den Medien, noch sonst relevanten Teilen der Öffentlichkeit dagegen scharfer Protest zu vernehmen war. Und das ist die besorgniserregendere Nachricht.

      • Ich… äh… weiß jetzt nicht, ob Du mir oder wem auch immer Propaganda vorwirfst; oder denkst, ich hätte das getan – Propaganda ist (nach sinnvoller Definition) zumindest *manipulativ*. Hab ich das getan? Es sind seit Anfang März in Deutschland gute 400.000 Leute an was anderem gestorben. Tragisch. Interessiert aber keine Sau; Tod gehört zum Leben dazu; da manipulierst eher Du mit Deinen „Schweden“ und 37.171,43 Toten.

        • Lies noch einmal zum Thema „Übersterblichkeit“ nach und dann melde dich wieder.
          Ich bin nicht deine Nachhilfe.
          Selbstverständlich würde ich dich auf die Liste der 37.171 Toten setzen, die wir dringend benötigen, um mit Schweden konkurrieren zu können.
          Und du bist herzlich eingeladen, eine Todesliste mit 37.171 Namen zu schreiben.
          Lustige Rechte wie du haben immer Angst vor den Konsequenzen eigener Handlungen und Unterlassungen – ihr seid das präzise Spiegelbild der Unterverantwortlichkeit, die ich auf der Seite der Pseudo-Linken sehe.
          So bald eure Handlungen Konsequenzen haben, für die man euch verantwortlich machen und zur Rechenschaft ziehen könnte war alles nur „ironisch“ gemeint; es war doch nur eine „Meinung“.
          Fick deine Meinung, fick deine Ironie, fick deinen Narzissmus.

          • Du, Crumar: ich fand schon Deinen ersten Reply aweng gehaltlos und hab daher lieber auf meinem Blog was geschrieben zu den aktuellen Corona-Zahlen – https://wp.me/p5hGPc-1xn – und das extra-„populistisch“.

            Dein „educate yourself“ kann ich nur zurückgeben – aber halt so, wie „wir“ fiesen „Rechten“ (also, Leute, die _Recht haben_, ) das halt machen: zum Thema „Übersterblichkeit“ gibt es die Datenbank Euromomo, und mit der kann ich nix anfangen. Wenn 2019 und 2018 eine Differenz von ~100% haben, sagen mir nochmal +50% eigentlich nur, dass die Leute Bullshit-Statistiken machen. Die haben für KW 14 EU-weit 88.690 Tote – das ist statistischer Unsinn; bei 246 Mio. Menschen in den 24 betrachteten EU-Staaten sterben pro Woche bei ~80 Jahren Lebenserwartung 246/80/52 = 59.000; denen ihr Mittel (< 50.000) ist so 10.000 drunter (also gut 20%).

            Das einzige, was Dir das sagt, wenn Du (a) Ahnung von Statistik hast und (b) mal 5 Sekunden nachdenkst ist, dass *deren Daten scheiße sind*.

            Aber freilich, man kann das natürlich auch argumentationsfrei – oder mit Verweis auf einen Artikel irgendeiner Presstituierten – so hinwerfen und sagen "informier dich doch mal"; mit dem mangelndem, grundlegenden Respekt, sein Gegenüber schriftlich auch nur ordentlich zu Duzen. *Das* ist *sicher* sehr hilfreich, wenn man in einer schriftlichen Diskussion – im Gegensatz zu einer maoistischen Kampfsitzung – ist.

            Was ich dann nicht verstehe, ist sind Deine "Todeslisten" – oder das Insinuieren, ich fände das alles irgendwie lustig. Ich hab mal ein Jahr auf Twitter verbracht, da kann man auch nicht diskutieren, da bekommt man am Ende nur ein blödes GIF, was irgendwie symbolisiert, dass Dein Gesprächspartner Dir beim Schachspielen halt wie eine Taube aufs Brett scheißt, sich aufplustert uns so tut, als hätte er gewonnen; aber daran hab ich halt keinerlei Interesse.

            Solltest Du tatsächliches Interesse an einer Diskussion haben, würde mich das sehr freuen, aber dann wäre es eventuell sinnvoll, wenn Du solche Andeutungen unterlässt wie ich "wäre" "rechts" (statt ich "hätte" "Recht") und dann gleich mit "Todeslisten" kommen – es macht für mich keinen Unterschied, ob mich Hitler oder Stalin umbringt; das will ich beides nicht.

            Das – wir scheinen die gleichen linken wie rechten US-Youtuber zu "stalken" (followen) – Narrativ mit der "Angst vor den Konsequenzen" – weise ich mal komplett zurück. Mir ist sehr wohl bewusst, dass das ein gefährliches Virus ist, was Leute in meiner Altersgruppe mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,sonstwas % umbringt. Dei zentrale Frage ist aber: wieviel meiner Freiheit will ich dafür hergeben? – und da ist die Antwort halt: *weniger' als die 0,sonstwas Prozent.

            Und das gilt, wenn man nicht – ich unterstelle mal, du bist "linker" "Kommunist" und denkst in Gruppen statt in Individuen – halt für _jeden_. Und ich bin recht sicher, dass Du denkst, dass die Freiheit des Einzelnen da endet, wo die Freiheit eines anderen "beginnt", und das natürlich jeweils der "Andere" definieren darf. Das sehe ich halt anders die Freiheit des Einzelnen da endet, wo sie Freiheit des Anderen (über die Maßen) beschränkt. Du kannst ja gerne zuhause bleiben. Das sage ich übrigens auch den Leuten, die ich mag, die in der "Risikogruppe" sind: BLEIBT ZU HAUSE. Ist aber 'deren' Entscheidung. 66,6% hören sogar darauf..

            Ich würde gerne _mein_ Leben leben, und wenn ich dafür an Corona sterbe, ist das halt so.

            *Niemand* anderes muss das; jeder hätte zuhause bleiben können. Freie Entscheidung.

            Aber Du "fickst" meine Meinung ja eh.

            Versuchs mal 😉

          • Man könnte auch viele Unfalltote vermeiden wenn man flächendeckend den PKW-, LKW- und Bahnverkehr komplett einstellte, das Strom- und Gasnetz abstellt, Öfen verbietet, sämtliche Sportarten, Reisen, Theater- und Konzertbesuche verbietet, und das Verlassen das Hauses nur für strikt lebensnotwendige Aktivitäten wie Einkauf und Arztbesuch gestattet. Das wäre ein supersicheres Leben, nur nicht besonders lebenswert. Solche Abwägungen wurde beim Corona-Scare jedoch unterlassen, und das ist auch dann eine Fehlleistung wenn man Kritiker noch so sehr madig macht.

            Davon abgesehen beweisen Korrelationen keine Kausalitäten. Man kann keine Aussage treffen wie „Wenn der deutsche Staat etwas lockerer damit umgegangen wäre, hätten wir n mehr Tote“.

            Als Argument bleibt wieder mal nur das „Vorsorgeprinzip“ mit all seinen Pferdefüßen übrig.

          • @anorak:

            Du hast das Vorsorgeprinzip halt nicht verstanden und vertrittst eine absurde Karikatur davon. Schon klar, man kennt das, Ideologen machen das gerne. Z.b. die Ideologen im Gendermini… ähm Familienministerium vertreten auch eine absurde Karikatur von dem was Männerrechtler wollen, um dann auf dieser Basis die ganze Bewegung zu verteufeln.

            Man könnte aber auch mal ein bisschen nachdenken, das schadet meistens nicht.

          • Ich versuche es noch einmal:
            Taiwan: 462 Infizierte, 7 Tote, 23.78 Millionen EW
            Und jetzt rechne bitte, wie viele Menschen seit dem 31.12.2019 in Taiwan ohnehin gestorben wären und dann frage dich, warum sie dieses „Argument“ überhaupt nicht nötig haben.
            Es gab nur 7 (in Worten: sieben) Tote.

            Ein weiteres „Argument“: Taiwan hat 80.623 Tests durchgeführt, Schweden 820.606 bei 10.23 Millionen EW. Das Missverhältnis, bezogen auf die Zahl der Einwohner sticht ins Auge.
            Denn das „Argument“ besagt, wenn man mehr testet, dann findet man natürlich auch mehr Infizierte.
            Taiwan hat grob 3.300 Tests pro Million EW durchgeführt, Schweden 82.000 Tests.
            Anders hingegen sieht es aus, wenn man die Tests auf die Zahl der Infizierten bezieht, dann sind es bei Taiwan ca. 173 Tests pro Infiziertem und in Schweden 10.
            Was darauf hindeutet, dass in Taiwan frühzeitig und umfassend getestet und nicht reaktiv, als das Kind bereits in den Brunnen gefallen war.

            Sie hatten allerdings Erfahrungen mit Sars, kannten ihre Pappenheimer (China) und daher einen Plan (meine Herv.): „Ein nach der Sars-Pandemie eigens geschaffenes Kommandozentrum der Regierung übernahm die Koordinierung im Kampf gegen das Virus. Die Produktion von Gesichtsmasken wurde hochgefahren, ihre Verteilung geregelt. Anfang Februar wurde die Grenze für alle Chinesen dicht gemacht – im März auch für fast alle Ausländer. Die frühzeitigen Einreisesperren erwiesen sich als effektiv. Auch verfolgten und unterbrachen die Behörden umgehend Infektionsketten, brachten Kontaktpersonen in Quarantäne. Die Öffentlichkeit wurde durch Hinweise im Fernsehen über Risiken und Vorbeugung unterrichtet.
            Das frühzeitige Eingreifen ersparte den Taiwanern Ausgangssperren wie in anderen Ländern oder einen „Lockdown“ der Wirtschaft.
            https://www.n-tv.de/politik/Wie-Taiwan-die-Corona-Krise-meistert-article21742685.html

            Das wurde top-down durchgesetzt, das Kollektiv Bevölkerung hat sich daran gehalten und den Individuen wurden Einschränkungen ihrer individuellen Freiheiten weitgehend erspart. Hier sind alle Einschränkungen (die weitaus weniger gravierend waren als bspw. in Frankreich oder Griechenland) erfolgt, als gar keine andere Wahl mehr existierte.

            Alle Verharmlosungen, Ausreden, wie: Es ist doch nur eine Art Grippe, Menschen sterben sowieso, man will uns doch nur unsere Freiheiten wegnehmen sind nachträglich vorgenommene Rechtfertigungen der eigenen Ahnungslosigkeit, Inkompetenz und Handlungsunfähigkeit.
            Hätte man in Taiwan auf die Verharmloser gehört, hätte es dieses Kommandozentrum und die Planung gar nicht gegeben, denn der Virus ist ein Schicksal und Menschen sterben sowieso.
            „Es folgt alles dem Willen Gottes!“ – ist die faktisch religiöse Letztbegründung.

            Der Zynismus der schwedischen Regierung setzt der Ahnungslosigkeit, Inkompetenz und Handlungsunfähigkeit aber noch die Sahnehaube auf. Sich nachträglich hinzustellen und zu sagen, sie hätten ja gar nicht gewusst, wie schlimm die Zustände in ihren Alten- und Pflegeheimen sind. „Ach so, und Mundschutz für die Pflegekräfte haben wir auch nicht.“ – das ist LIHOP, wie es im Bilderbuch steht und m.E. fahrlässige Tötung.

            Die hiesige Diskussion über das Pro und Contra der Handlungsweise verschiedener europäischer oder der US-amerikanischen Regierung folgt zwangsläufig dem Streit über den letzten, den vorletzten und dem vorvorletzten Platz in einem Wettbewerb.
            Hätten wir wie Taiwan gehandelt, wären wir ohne lockdown, ohne Ausgangssperren, mit 1600 Infizierten und 25 Toten davon gekommen, für Schweden wären es 192 Infizierte und 3 Tote gewesen – aktuelle Zahlen s.o.

            Ich unterstelle einen inzwischen weit verbreiteten Unwillen von den Besten zu lernen, weil das zunächst die Einsicht voraussetzt, dass man nicht zu diesen gehört.

          • @pingpong „Du hast das Vorsorgeprinzip halt nicht verstanden und vertrittst eine absurde Karikatur davon.“ Wenn du meinst, aber dann vertreten unsere Klima- und Seuchenpaniker auch eine absurde Karikatur davon. Es sind ja deren Argumente, die ich ad absurdum führe. Und die sind schon so, sie verlangen maximale Maßnahmen ohne deren gesellschaftliche Kosten eines Blicks zu würdigen.

          • @Pingpong: Du setzt Dich hier gegenüber Anorak aufs gleiche hohe Ross wie Crumar, „Du hast das Vorsorgeprinzip halt nicht verstanden und vertrittst eine absurde Karikatur davon“ – gut klingenden Bullshirt nachplapperen; das ist bestenfalls ein ad veracundiam.

            Ich kannte das Wort nicht wirklich, aber „Vorsorgeprinzip“ bedeutet wohl „better safe than sorry“ (nett formuliert) bis hin zu „hey, wenn wir keine Ahnung haben, verbieten wir es halt mal“ (EU-Meinung). Das Umweltbundesamt schreibt „Risikovorsorge bedeutet, bei unvollständigem oder unsicherem Wissen über Art, Ausmaß, Wahrscheinlichkeit sowie Kausalität von Umweltschäden und -gefahren vorbeugend zu handeln, um diese von vornherein zu vermeiden“.

            Für mich liest sich das wie „wir haben zwar keine Ahnung, aber blinder Aktionismus ist geil“. Juristen erklären das dann so, dass auch vollkommen schwachsinnige politische Entscheidungen „gerechtfertigt“ (legal) sein können, wenn sie denn *eventuell* irgendeinen positiven Nutzen haben. Das ist schön, aber eine eigennützige nicht-Argumentation.

            Und damit willst Du Anoraks sehr zentralen Punkt “ supersicher, nur nicht besonders lebenswert“ kontern? DAS ist schon „ad absurdum“, nur weil Du dazu nix sagen kannst? DAS ist die „absurde Karikatur“? – Hey; – und vor allem weil auch Crumar mich da vollkommen falsch einschätzt – wäre ich hier der Diktator, hätten wir den gesamten Februar einen Lockdown vom feinsten gehabt, mit Soldaten in ABC-Schutzanzügen und Flammenwerfern. Just in case; better safe than sorry. Das wirkte damals gefährlich.

            Ich fände es aber halt auch absolut berechtigt, mich dafür jetzt öffentlich zu vierteilen, da das offensichtlich eine vollkommen übertriebene Maßnahme war, die hunderttausende Menschen ruiniert hätte – das wäre zwar besser als die Millionen durch das, was unsere ach-so-tollen deutsche und EU-Junta gemacht haben, aber der zentrale Punkt ist: Ich *will* _genau deswegen_ nicht der Diktator hier sein. Nicht weil, wie Crumar insinuiert, ich die Konsequenzen meiner Handlungen nicht tragen will, sondern weil ich halt finde, dass ich das *schon* muss.

            Aber erleuchte dumme Nichtdenker wie mich oder Anorak doch einfach: warum genau opfern wir nicht bei jedem Vollmond eine Jungfrau? Nur so aus „Vorsorge“? Ist ja nun nicht „wissenschaftlich bewiesen“, dass das nix bringt?

            Aus Mangel an Jungfrauen? Hm – dann opfern wir halt die Schlampen; das ist immer noch besser, als gar niemanden zu opfern.

            Die Ideologen in sämtlichen Ministerien für alles außer vernünftige Ideen tun übrigens genau das: Machen, und sich aus der Verantwortung stehlen. Viele „Männerrechtler“ übrigens auch, auch wenn ich bei denen Verständnis habe, weil die halt durch Pseudo-Verantwortungsregeln hart gefickt werden. „Unterhaltsrecht“ ist zB ein Freibrief für verantwortungloses Verhalten von Frauen: Lass dich anbumsen, der Mann muss zahlen, auch wenn Du noch so die letzte Drecksau bist.

            *Ich* finde das ethisch-moralisch _falsch_ – wenn wir denn Frauen auch als vollwertige Menschen sehen wollen, sollten die auch die Verantwortung dafür haben, dass sie den Stecher von alleine dazu bringen, sich um das Balg zu kümmern. Ansonsten können sie mirwegen gerne abtreiben.

            Aber klar, man kann mich auch einfach in die rechte Ecke stellen und für eine logisch wie ethisch solide Meinung verachten, v.a. wenn man denn selbst keine hat.

          • @anorak, shitlord:

            https://necsi.edu/the-precautionary-principle

            1. Satz im abstract:

            „The precautionary principle (PP) states that if an action or policy has a suspected risk of causing severe harm to the public domain (affecting general health or the environment globally), the action should not be taken in the absence of scientific near-certainty about its safety. Under these conditions, the burden of proof about absence of harm falls on those proposing an action, not those opposing it.“

            Sie erklären den Unterschied zwischen dem nicht-naiven PP und der Karikatur bzw. dem Strohmann von dem anorak ständig redet, und sie haben ein eigenes Kapitel was das nicht-naive PP ist und warum es bei einer bestimmten Klasse von Problemen notwendig ist es anzuwenden.

            Hier extra für dich anroak:

            „This non-naive version of the PP allows us to avoid paranoia and paralysis by confining precaution to specific domains and problems.

            Wir können gerne vernünftig über das nicht-naive PP diskutieren, aber mit Schwachsinn wie „supersicheres Leben durch abstellen von Strom und Gas und verbieten von Autoverkehr“ gebe ich mich nicht weiter ab.

            Wenn ihr folgenden Absatz verstanden habt können wir weiterreden

            „Risikoaversion und Risikobereitschaft sind beide gut erforscht menschliche Verhaltensweisen. Es ist jedoch wesentlich das PP davon zu unterscheiden, damit es weder naiv benutzt wird, um irgendeine Vorsichtmaßnahme zu rechtfertigen, noch von denen vernachlässigt wird, die Risiken für sich selbst oder andere umgehen wollen.
            Das PP soll Entscheidungen treffen, die das Überleben sicherstellen, wenn die statistische Beweislage begrenzt ist – weil sie noch keine Zeit hatte, sich zu zeigen – indem es sich auf die nachteilige Auswirkungen des „Fehlens von Beweisen“ konzentriert.“

            Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

          • @pingpong Ich kritisiere die reale Politik in unserem Land, u.a. die Entscheidungen der Bundesregierung, das Gelaber der Medien, und alle die ihnen nachplappern. Alle die genannten propagieren genau das was du als „Karikatur“ bezeichnest: Zur Abwendung hypothetischer, nicht nachweisbarer, oder möglicherweise realer aber in der Größenordnung unbekannter Risiken wird maximaler Aufwand mit realen, nachweisbaren, sehr großen Folgeschäden betrieben. Das gilt beim Coronagedöns wie beim Klimagedöns, die beiden sind auf der Ebene vergleichbar. Was auf irgendwelchen von dir ergoogelten Webseiten steht, hat mit dem politischen Geschehen in unserem Land nichts zu tun.

  8. Ich persönlich würde ja als Sofortmaßnahme das RKI auflösen und durch eine neue, moderne Behörde ersetzen, unter striktem Ausschluss des gegenwärtigen Führungspersonals.

    Die hatten quasi *einen* Job und haben dann doch so getan, als sei Corona die erste vornehmlich durch Tröpchen verbreitete Virusinfektion, die die Welt jemals heimgesucht hat. Allein schon das unsägliche Hin-und-Her um die Masken zu Beginn, ein Datenmanagement wie zu Kaisers Zeiten und sich jeden zweiten Tag öffentlich selbst zu widersprechen, das muss man in dieser Gesamtheit erstmal hinbekommen.

    Wenn man sich jetzt noch vorstellt, daß das möglicherweise dem typischen Kompetenzlevel jeglicher Öffentlichen Verwaltung in Deutschland entspricht …

    • „Wenn man sich jetzt noch vorstellt, daß das möglicherweise dem typischen Kompetenzlevel jeglicher öffentlichen Verwaltung in Deutschland entspricht“
      Glaub mir, wenn ich dir sage, dass das RKI sogar ausgesprochen schnell gehandelt hat. Jedenfalls verglichen mit jeder anderen Behörde. Das Problem ist hier nicht das Führungspersonal, sondern die Verantwortungskultur. Wenn man immer erst auf seinen Chef wartet, weil man sich keine Fehler erlauben kann, dann dauert alles halt deutlich länger. Und auf dem höheren Ebenen ist dann alles Politik und Sympathie. Das ist da wie im Kindergarten.

  9. Der Infektionen müssen auf null zurück gehen. Besser einen Lockdown für mindestens noch 1-2 Jahre. Grenzen zu anderen Ländern total schließen. Innerhalb von Deutschland nur Reiseerlaubnis in ganz besonderen Fällen. Einkäufe tätigen nur noch im Internet. Einkäufe werden dann geliefert. Schulen auch mindestens noch 1 Jahr schließen. Unterricht ausnahmslos via Internet. Spaziergänge nur in einem Umkreis von maximal 2 km von der Wohnung und einmal pro Woche. Jedoch nur alleine und mit Abstandsregel. Maskenpflicht generell für mindestens 1 Jahr. Arbeiter, Angestellte, welche weiter wie 2 km von der Arbeitsstelle wohnen, werden durch die Arbeitgeber Unterkunfts- bzw. Schlafmöglichkeiten zugewiesen. Der Arbeitgeber kann Zelte aufstellen oder Hotels/Gasthöfe etc. anmieten. Da die Mitarbeiter dann alle sehr nahe am Arbeitsplatz wohnen, darf aber die Arbeitszeit um nicht mehr als 1 Stunde pro Tag erhöht werden. Für die Übernachtungspflicht kann der Arbeitgeber dem Angestellten maximal 10 EUR pro Nacht vom Gehalt abziehen. Essen und trinken wird an den Arbeitsplatz und gegebenenfalls in die Übernachtungsräume geliefert und wird ebenfalls dem Arbeitnehmer belastet. Pro Woche kann auch einmal im Umkreis von 2 km, alleine für eine Stunde, spaziert werden. Ärzte besuchen Patienten mittels speziell ausgestatteter Seuchen-Krankenwagen. Persönliche Arztbesuche in einer Praxis sind nicht mehr möglich. Nur für absolute Notfälle sind die Krankenhäuser zuständig, welche jedoch für Coronapatienten mindestens 75% ihrer Betten freihalten müssen. Um Leben zu retten und zu schützen sollte für die nächsten 5 Jahre eine Notgesetzverordnung verabschiedet werden, welche durch Polizei und gegebenenfalls militärische Einsatzkräfte kontrolliert wird. Wahlen sollten ebenfalls für die nächsten 5 Jahre ausgesetzt werden. Die Regierung bleibt auch ohne Wahlen für mindestens noch 5 Jahre in Regierungsverantwortung. Die Notstandsgesetze können nur vom RKI, von Herrn Drosten oder Herrn Lauterbach (SPD) und der Regierungschefin geändert und / oder wieder aufgehoben werden.

  10. Wen interessieren Infektionen? Das ist was für Medienverstrahlte die sich hinter Muttis Kostümzipfel verstecken. Erkrankungen wären wichtig. Aber echte, nicht irgendwelches Mimimi-Fieber.

    Damit sieht das ziemlich mau aus, Diese Grippewelle hat wie jede andere im Altersheim ihre Opfer gefunden. Deshalb wird es auch keine 2. Welle geben, weil es schon keine erste gab.

    Es wird natürlich weiterhin die Angst vor Welle-X geschürt werden. Meine lieben Zeitgenossen werden das genau so gierig aufsaugen wie alles was die Medien ihnen ins Smartphone erbrechen. Nach ausgiebigem Politikerarschleck… .

    Der einzig sinnvolle Weg wäre auf Teufel komm raus die Immunabwehr der „Herde“ (ehemals Bevölkerung) zu stärken. Wird nicht passieren, sinnlos und für die Ziele von TypInnen die – außer ne unfruchtbaren Vagina vor sich herzutragen – nichts drauf haben „kontraproduktiv“.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.