„Weiße Menschen sind ein rezessiver genetischer Defekt und damit untermenschlich“

Eine Mitgründerin von „Black Lifes Matter Toronto“ hat etwas von sich gegeben, was man überall außerorts der intersektionalen Theorien, die keinen Rassismus gegen Weiße kennen als Rassismus bezeichnen würde:

Diese „Melanin Theorie“ ist meiner Meinung etwas, was fast zwangsläufig entstehen musste, wenn man Leute in einer Identitätspolitik relativ weit nach oben in die Hierarchie setzt und sie das Recht haben auf andere, insbesondere andere Menschen mit anderen Hautfarben herunterzusehen.

Es muss sich dann etwas entwickeln, was einen Grund gibt, warum man als Gruppe besser ist, warum man zurecht nach oben gehört.

Die Melanintheorie ist da auch nichts anderes als die Ariertheorie der Identitätspolitik von der anderen Seite und es ist bezeichnend, dass beide die „anderen“ in die Kategorie der „Untermenschen“ einordnen.

Ich vermute in irgendeiner Form wird man das für nahezu alle der Kategorien finden:

  • Dicke sind besser weil sie das Leben genießen, während die Dünnen unterernährt und lebenunlustig sind und nie Spass haben
  • Bei Transexuellen hatte ich schon gelesen, dass sie das beste beider Geschlechter in sich vereinen und damit besser sind als CIS (natürlich vereinen sie nur die guten Eigenschaften, wie durch ein Wunder sind die Schlechten herausgefiltert)
  • Frauen sind besser weil sie nicht durch Testosteron vergiftet sind und daher keine sinnlose Gewalt ausüben und überhaupt eine bessere Welt garantieren, wenn man sie nicht unterdrücken würde

Nur vorsorglich noch einmal klargestellt: Ich halte das für eine Folge aller extremer Identitätspolitik, egal ob links oder Rechts und halte die Überhöhung von weißen, Männern etc ebenso für falsch.

Aus dem oben verlinkten Bericht:

In another post, Khogali tweeted, „Plz Allah give me the strength to not cuss/kill these men and white folks out here today.“

After being criticized for the tweet Khogali responded by saying, „I am not a public official. I am not a police officer. The state does not entrust me with violent weaponry. I have never contributed to the mass targeting of a community. All I have done is used a turn of phrase, a rhetorical flourish, to voice my frustration and dared to be a person calling for justice.“

The posts have since been deleted following heavy backlash.

Also:

Ich bin kein öffentlicher Beamter. Ich bin kein Polizeibeamter. Der Staat vertraut mir keine Gewaltwaffen an. Ich habe nie dazu beigetragen, dass eine Gemeinde massenhaft angegriffen wird. Alles, was ich getan habe, war eine rhetorische Wendung, eine rhetorische Ausschmückung, um meiner Frustration Ausdruck zu verleihen, und ich habe es gewagt, ein Mensch zu sein, der nach Gerechtigkeit ruft“

Also die alte Flucht darin, dass es nur eine Übertreibung war.

Natürlich darf man damit nicht die Bewegung als Ganzes abtun weil ein Vertreter rassistische Sachen von sich gibt.

Diese älteren Aussagen scheinen ihrer Stellung innerhalb der BLM-Bewegung aber bisher noch nicht geschadet zu haben. Aber intersektionale Bewegungen haben ja mit Kritik auch erhebliche Probleme sofern sich die zu kritisierende Aussage gegen die richtige Gruppe, hier Weiße, richtet.

55 Gedanken zu “„Weiße Menschen sind ein rezessiver genetischer Defekt und damit untermenschlich“

  1. Bei all diesen Extremisten frage ich mich, was bei der individuellen Entwicklung, bei der Erziehung und bei der Findung des eigenen Platzes in der Gesellschaft schief gelaufen ist, um ein derartiges Weltbild zu entwickeln. Und warum es man in die Welt hinausposaunen muss. Vielleicht sind manche Menschen einfach so veranlagt, aller guten Erziehung zum Trotz.

    • „Bei all diesen Extremisten frage ich mich, was bei der individuellen Entwicklung, bei der Erziehung und bei der Findung des eigenen Platzes in der Gesellschaft schief gelaufen ist, um ein derartiges Weltbild zu entwickeln.“

      Vielleicht das? 😉
      (Das englischsprachige Original ist in der Infobox unter dem Video verlinkt.)

      Ernsthafte Erklärungsansätze finden sich vielleicht im vor zwei Wochen von Youtube (erneut?) gelöschten Video von Saria Delaney zum Thema Empathie, das sie dann natürlich wieder hochlud (s.u.). Es scheint gefährlich zu sein für irgendwen … wohl für politische besonderen gesellschaftlichen Antagonismus benötigende, gerne Social Engeneering betreibende Strippenzieher?

      (Trigger-Warnung: Das Video enthält zwar keine schlimmen Bilder, kann aber gleichwohl solche im Geist erzeugen aufgrund von geschilderten Ereignissen.)

      • Danke für die Antwort. Fehlende /überbordernde Empathie , unkritisches Gruppendenken samt Feindbildgenerierung usw. sind ja keine neuen Erkenntnisse; insofern verstehe ich auch nicht, warum das letzte Video von YT zensiert wird. Ob das aber einer großen Verschwörung zu verdanken ist, wage ich zu bezweifeln.
        In Bezugnahme auf das erste Video:
        Dass in einer Bewegung, die vorgeblich Gleichheit anstrebt, Andersdenkende und kritische Stimmen als Ventil zur Auslebung der offenbar nicht zu unterdrückenden Aggression gegenüber einem gemeinsamen Feindbild herhalten müssen, ist ebenfalls nicht neu, erklärt aber das Geschreibsel der BLM-Aktivistin ganz gut. Vielleicht fehlt ihr einfach auch nur die notwendige Intelligenz, um selbstkritisch ihren Wahnsinn beurteilen zu können. Irgendetwas muss sie und andere derart „Bewegte“ aber auf diesen seltsamen Pfad geführt haben; vermutlich ein Zusammenspiel mehrerer extrinsischer und intrisischer Faktoren. Seltsame Menschen…

        • Zu dem zweiten Video: Hab herausgefunden, warum das Video gelöscht (ich sagte nicht: zensiert) wurde. Es handelt sich hier nämlich um ihren nun mit ihren Videos bestückten Ausweichkanal. Dieser wurde nämlich gesperrt/gelöscht (und somit auch das Video) aufgrund einer Hacking-Aktion, die dann an Youtube gemeldet wurde. Warum YT den Kanal gesperrt/gelöscht hat, bleibt allerdings fraglich, da er der Besitzerin auch einfach hätte wieder zurückgegeben werden können. Von „großer Verschwörung“ sprach ich auch nicht, aber in letzter Zeit werden viele YT-Kanäle (und andere Internet-Auftritte) gesperrt/gelöscht/gekündigt, meist aus unerfindlichen oder absurden Gründen … und alle im rechten, (vernünftig-/echt-)liberalen oder zumindest – ich drück’s mal so aus: – anti-intersektionalistisch-feministischen Lager; also dass die Sperrung/Löschung erkennbar politisch motiviert ist.
          Dass es sich da bei den Inhalten des Videos um „keine neuen Erkenntnisse“ handeln würde, will ich mal in Frage stellen, denn es geht ja darum, bei wem dies neue Erkenntnisse sind (oder eben nicht sind). – Und ein Kanal/Video, der/das so etwas didaktisch geschickt und allgemeinverständlich aufbereitet (sodass sich (Selbst)-Erkenntnis einstellen kann), ist natürlich für solche Leute, wie ich sie bezeichnete, gefährlich (also für ihre Interessenverfolgung), denn er/es wirkt der Manipulierbarkeit des Publikums entgegen und hat Potenzial zur größeren Verbreitung.

  2. Irgendwo zwischen dem 50° -ten und 60°-ten Breitengrad wird es für schwarze Menschen schwer genug Vitamin D von Sonnenstrahlen zu produzieren.

    Im Gegensatz zu Weißen sind sie dann zwingend auf Vitamin-D reiche Nahrung angewiesen.

    • Genau das ist es nicht mehr und nicht weniger, ganz simpel.
      Schlicht eine Anpassung an nordische Gefilde mit wenig Sonnenlicht.
      Dazu kommt eventuell noch eine Verhaltensanpassung, die aber wahrscheinlich eher kulturell als biologisch ist, nämlich, daß man in Gefilden mit starken Jahreszeitenwechseln und längeren Zeiten mit einerseits Überfluss und andererseits Mangel an Nahrung zweckmäßigerweise das Leben über den Jahreskreis längerfristig plant.

    • Genau. Melanin filtert Sonnenlicht, so dass in der Haut weniger Vitamin D produziert werden kann. Mangel daran kann dann u.a. zu Rachitis führen.
      Nicht umsonst erhalten Säuglinge im ersten Lebensjahr (insbesondere im Winter) zusätzliches Vitamin D.

      Der Nachteil heller Haut ist dagegen die leichtere Anfälligkeit für Sonnenbrand.

  3. Merkwürdigerweise schlägt sich die Überlegenheit der Schwarzen nicht in den jeweiligen Gesellschaften nieder. Weiße fliehen jedenfalls nicht von Europa nach Afrika.

  4. Off-Topic / @ Christian

    Wenn ich auf „Noch einemal _ Grundsätze der intersektionalen Theorien“ klicke, dann geht bei mir ein Fenster auf, um den „Verfassungsschutzbericht 2019“ abzuspeichern. Ist das nur bei mir so?

  5. Durch Melanin absorbieren wir die kosmischen Energien? Melanin wandelt Sonnenlicht direkt in Intelligenz um? Melanin mach fruchtbar?

    Da kann ich einfach nichts zu sagen. Außer vielleicht: nimm deine Pillen!

      • Ja, das ist der ordinäre Hinweis darauf, man wäre im biologischen Besitz einer „göttlichen Substanz“ und hätte daher Zugang zu Gott/Kosmos etc. und weiteren nur durch die göttliche Substanz ermöglichte Offenbarungen/Weisheiten/Wahrheiten.

        Der biologische Besitz der Substanz X erklärt wiederum das „natürliche Recht“, eine durch diese Auserwähltheit begründete soziale Stellung in der Gesellschaft zu übernehmen.
        Als Auserwählte/“Superhumxs“/Übermensch.
        Aus dieser Warte sind alle anderen, die die göttliche Substanz nicht besitzen aus biologischen/genetischen/“rassischen“ Gründen unterlegen.

        Die natürlich auserwählten Übermenschen werden von den Untermenschen unterdrückt, eben weil sie die echten Übermenschen sind.
        Klassische bürgerliche Elite-Theorie, radikalisiert durch Einbau Elemente klassischer Nazi-Ideologie.
        Das fällt hier nur auf, weil es sich einer feministischen Ideologie entledigt hat, die genauso argumentiert.

          • Du isst deinen Superhumus auf, sonst ist das rassistisch, Yayson! 🙂

            Meine pädagogische Eignung liegt so dermaßen auf der Hand, ich muss diese heißen „diversity Seminare“ geben.

          • Unmöglich! Ich bin ja schon Terrorist, killerspielspielender potentieller Amokläufer, sexistischer Antifeminist, Gretaskeptiker, Umweltsau, Kapitalistenschwein, außerdem Verschwörungstheoretiker fünfter Ordnung und „Objektivitätsfanatiker“.

            Um auch noch rassistisch zu sein fehlt mir einfach die Zeit.

          • Das ist natürlich ein echtes Argument. 😦

            Ich habe viele Menschen gefragt, ob sie nicht wenigstens Rassismus in Teilzeit betreiben wollen oder als Mini-Job und alle haben mir Pi mal Daumen das Gleiche gesagt.

            Zum Glück gibt es Twitter – sozusagen die 5-Minuten-Terrine für Freizeitrassistinnen.

  6. Das kann man als Melanin-Mangelmutante natürlich nicht sehen, was da im deutschen Schulsystem abgeht, wie der Kolonialismus dort glorifiziert wird!

    • Ich vermute in den Augen der taz beschönigt jeder die deutsche Vergangenheit, der nicht versucht allen Deutschen heute für die Taten anderer Deutscher in der Vergangenheit und bevor sie selbst geboren worden sind, eine Schuld einzureden.

    • Wer sucht, der findet. Und im Falle von Frau Apraku nehme ich, ganz unvoreingenommen, an, dass sie auch derartiges finden muss, um die Finanzierung ihrer Stelle zu rechtfertigen.

  7. „Natürlich darf man damit nicht die Bewegung als Ganzes abtun weil ein Vertreter rassistische Sachen von sich gibt.“

    Es ist nicht nur irgendein Vertreter, das ist jemand aus der Führungsebene.

    Der Glaube an die rassische Besonderheit der BLACKNESS durch Melanin ist sehr weit verbreitet, ebenso wie rassistische Verschwörungstheorien (Yakub), mittelalterlich anmutender Antisemtismus und Verachtung für die USA. Diese gesammelten Ressentimente ist die Grundlage von „Black Lives Matter“ und grosser Teile der weithin populären Rap-Musik.

    Ja, da gibt es einen gigantischen Rassismus in den USA. Und alle schauen betreten weg, um dem ja nicht ins Gesicht sehen zu müssen. Es ist diese Art von Feigheit, die das Problem wachsen lässt. Sicher wird auch der Rassismus der Weissen da sich in klammheimlicher Zustimmung mit diesem schwarzen Rassismus befinden, denn die passen ja schliesslich spiegelbildlich zueinander.

  8. „Eine Versuchsperson, die bereits ergraut war, bestätigte ZEIT ONLINE, dass ihr dunkle Haare nachgewachsen seien.“

    Melanin!

    „Steve Horvath glaubt, wir hätten einen „historischen Moment“ erreicht. Einen Moment, in dem die Alterung kein Naturgesetz mehr ist.“

    Das wissen doch auch die Fans des „Scum-Manifests“ von Valerie Solanas! Es war nur der Lebenshass der Männer, der den Tod über die Menschheit brachte, die Menschen wären ja eigentlich unsterblich.

    Es ist fast wie ein Naturgesetz: wenn haltloser Irrationalismus sich breitmacht, dann phantasieren die derart grössenwahnsinnig gewordenen immer vom ewigen Leben und der Unsterblichkeit.

  9. Da werd ich glatt mal weiße IdPols und BLM- Fans fragen, ob sie ihre Darstellung als wandelnde Gendefekte und Untermenschen akzeptieren.
    Der Masochismus in dieser Szene ist ja grenzenlos.

  10. Wie ist denn das jetzt mit der Gentherapie für die bedauernswerten Weissen? Können die Grünen jetzt der Gentechnik etwas Gutes abgewinnen, wenn diese eingesetzt werden würde, die Melaninproduktion in uns Mangelmutanten wieder anzuschmeissen?!

    Ich hoffe, das die Grünen das mal erörtern und ihre Vorbehalte gegen die Gentechnik endlich aufgeben. Die weisse Rasse ist heilbar! Homoeopathische Mittel wird es doch wohl auch geben, oder nicht?!

    • @Alex:

      »Ich hoffe, das die Grünen das mal erörtern und ihre Vorbehalte gegen die Gentechnik endlich aufgeben.«

      Gentechnik ist unnötig, wir müssen einfach verstärkt Renegeriersalz essen! 🙂

  11. „Natürlich darf man damit nicht die Bewegung als Ganzes abtun weil ein Vertreter rassistische Sachen von sich gibt.“
    Von den Vertretern von BLM ist allerdings durchweg vergleichbares zu hören. Eventuell noch ein Bekenntnis zum Marxismus.
    Dann kann man eine solche Bewegung durchaus abtun.

    • BLM sind 110% intersektional und kreieren in der hiesigen Sektion eine Geschichte, die es nie gegeben hat: „Schwarze Menschen sind seit Jahrhunderten (!) Teil der deutschen Gesellschaft und damit auch Teil deutscher Geschichte.“
      Nope.
      Die allermeisten Afro-Deutschen sind nach dem zweiten Weltkrieg hier geboren und haben in der Regel ein weißes Elternteil.

      Sie erklären „Wir sind Teil einer globalen Schwarzen Diaspora“, was ebenfalls falsch ist, da sich diese schwarze Diaspora durch die Sklaverei hergestellt hat, die es in Deutschland nicht gab.
      Wenn man partout eine US-Theorie importieren will in Verhältnisse in die sie nicht passt, endet es im Geschichtsrevisionismus.

      Ebenso lustig liest sich die Gleichsetzung von Klasse=Rasse des BLM Berlin:
      „Schwarze Menschen und People of Color gehören in Deutschland zum größten Teil der arbeitenden Klasse an und machen die Drecksarbeit.“
      Nope.
      Die größte Gruppe derjenigen, die die „Drecksarbeit“ in Deutschland macht, sind Menschen aus Osteuropa und die sind weiß.
      Die größte Gruppe der Menschen mit einem Migrationshintergrund, die sich einer Nationalität zuordnen lassen sind auch nicht Türken, sondern Polen.
      Fast überflüssig zu erwähnen: Weiß.

      Demzufolge ist auch falsch: „Zudem profitiert der globale Norden weiterhin von der Ausbeutung der Ressourcen und Arbeitskräfte des Südens.“ – die Himmelsrichtung heißt „Osten“.
      In Sachen Ökonomie wird ihr in den 1970er Jahren stehen gebliebenes theoretisches Verständnis vollends sichtbar.

      Für Deutschland 2019, meine Herv.: „Der Handel mit dem afrikanischen Kontinent (Anm. dem gesamten Kontinent) wächst. Im Jahr 2019 wurden deutsche Waren im Wert von 23,7 Milliarden Euro nach Afrika exportiert. Das entspricht einem Plus von 5,3 Prozent. Die Importe aus afrikanischen Staaten nahmen sogar um 8,3 Prozent zu. Ihr Wert liegt bei 24,4 Milliarden Euro.(…)
      Trotz der aktuellen Zuwächse spielt Afrika nach wie vor eine kleine Rolle im deutschen Außenhandel. Nur 1,8 Prozent des gesamten Exports sind für den Kontinent bestimmt.“
      https://www.gtai.de/gtai-de/trade/wirtschaftsumfeld/bericht-wirtschaftsumfeld/afrika/deutscher-afrikahandel-2019-im-aufschwung-219364

      Zum Vergleich: „Wichtigstes Abnehmerland deutscher Waren im Jahr 2019 waren wie bereits in den Vorjahren die Vereinigten Staaten. Güter im Wert von 118,7 Milliarden Euro wurden von Deutschland in die Vereinigten Staaten exportiert. Auf den Plätzen zwei und drei der bedeutendsten deutschen Exportländer lagen Frankreich (106,7 Milliarden Euro) und die Volksrepublik China (96,0 Milliarden Euro).

      Nach Deutschland importiert wurden die meisten Waren im Jahr 2019 aus der Volksrepublik China (110,0 Milliarden Euro). Auf den Plätzen zwei und drei der wichtigsten deutschen Lieferländer lagen die Niederlande (98,5 Milliarden Euro) und die Vereinigten Staaten (71,4 Milliarden Euro).“
      https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Aussenhandel/handelspartner-jahr.html

      Das sind Zahlen zur faktischen Relevanz des afrikanischen Kontinents für den deutschen Handel inkl. „Ressourcen und Arbeitskräfte“ – knapp an irrelevant vorbei. Das erste afrikanische Land in der Rangfolge der Handelspartner für Importe ist Südafrika auf Platz 26, es ist auf Platz 28 für Exporte, das nächste afrikanische Land ist auf Platz 40.
      https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Aussenhandel/Tabellen/rangfolge-handelspartner.html

      Wenn ich diesen Quatsch des BLM lese, dann animiert mich ihre Eigendarstellung, sie wären „trained marxists“ zur Frage, ob sie den Bestandteil „historischer Materialismus“ nicht verstanden haben.

      • Das ist auch immer meine Antwort auf die Behauptung unser unfairer Handel würde Afrika arm machen.
        Wir handeln de facto nur mit Südafrika und kaufen Erdöl aus Nordafrika. Der ganze Rest des riesigen Kontinents stellt weder etwas her dass exportfähig wäre (Ausnahme Kaffee, Kakao, Blumen und Tee) und hat entsprechend auch kein Geld unsere Produkte bezahlen zu können. Wenn irgendetwas Afrika arm macht in Bezug auf uns ist es die Unmöglichkeit mit Afrika zu handeln mangels Gütern zum tauschen.
        Nicht einmal die Arbeitskraft schöpfen wir dort ab. Stattdessen lassen wir Billigarbeit in Ostasien machen. Da sollte einem schon ein Licht aufgehen.

      • @crumar Wenn du gestattest muss ich einige Details korrigieren 🙂

        „„Schwarze Menschen sind seit Jahrhunderten (!) Teil der deutschen Gesellschaft und damit auch Teil deutscher Geschichte.“
        Nope.“

        Wenn man es großzügig auslegt schon. Wikipedia erwähnt die frühesten Afrikaner in Deutschland im 18. Jahrhundert.

        https://en.wikipedia.org/wiki/Afro-Germans#History

        „Sie erklären „Wir sind Teil einer globalen Schwarzen Diaspora“, was ebenfalls falsch ist, da sich diese schwarze Diaspora durch die Sklaverei hergestellt hat, die es in Deutschland nicht gab.“

        Es gibt in Deutschland schon Nachfahren von Sklaven, nämlich Nachkommen schwarzer Nord- oder Lateinamerikaner die hier leben. Natürlich kann Deutschland für deren Versklavung nichts. D hatte allerdings einen wenn auch kleinen Anteil am Sklavenhandel.

        https://de.wikipedia.org/wiki/Brandenburgisch-Afrikanische_Compagnie

        „Die größte Gruppe der Menschen mit einem Migrationshintergrund, die sich einer Nationalität zuordnen lassen sind auch nicht Türken, sondern Polen.“

        Also zumindest unter Nichteingebürgerten sind Türken mit großem Abstand die größte Gruppe.

        • „Wenn du gestattest muss ich einige Details korrigieren“

          Aber natürlich!

          1. Der verlinkte Artikel in der Wikipedia listet immerhin 13 (in Worten: dreizehn) Menschen afrikanischer Herkunft auf – für die gesamte Periode vom 16.-18. Jahrhundert.

          Wen wollen die eigentlich verarschen?

          Es gibt keine „Geschichte“ von Menschen afrikanischer Herkunft in Deutschland, weil es die – mit Ausnahme von Einzelpersönlichkeiten – nicht gegeben hat.
          Von den Zahlen her übertreffen die Hugenotten diese afrikanischen Menschen um den Faktor tausend.

          Die kulturimperialistische Fälschung der deutschen Geschichte hat die Absicht, die US-Geschichte zur Weltgeschichte zu machen.
          Aber nicht ganz, denn die Intersektionalen haben selbstredend vor, die 17 Millionen afrikanischen Sklaven, die Opfer muslimischer Händler und Herrscher waren verschwinden zu lassen.
          Die Frage, wer diese Händler und Herrscher beliefert hat – nämlich afrikanische (!!!) Herrscher und Stämme – passt ebenfalls nicht ins Konzept der „Brüder und Schwestern von Hautfarbe“ und die weißen Sklaven der Babareskenstaaten (über eine Million) lässt man en passant ebenfalls verschwinden.

          Noch einmal: Alle Wege der Feministinnen/Genderistinnen/Intersektionalisten münden in eine gigantische Geschichtsfälschung.

          2. „Also zumindest unter Nichteingebürgerten sind Türken mit großem Abstand die größte Gruppe.“

          Das ist auf der einen Seite korrekt, macht aber nicht ungeschehen, dass a. die die große „Migrationsgeschichte der POC“ eine Farce ist.
          Die große „Aneignung von Arbeitskräften aus dem Süden“ fand nicht statt und die Einwanderung der „Gastarbeiter“ gab es in relevanter Größenordnung nur in der alten Bundesrepublik, nicht in der DDR (die „Vertragsarbeiter“ aus Mosambik und Vietnam hatten, wobei nur letzere blieben).
          Zu b. die Anzahl der Bürger aus den EU-Staaten, die sich inzwischen in Deutschland niedergelassen haben übertrifft die Anzahl der alten Einwanderungsgruppen.
          Meine These ist, diese alten Einwanderungsgruppen sehen ihre Felle davon schwimmen.
          Der große Feind „die Weißen“ soll eine heterogene Gemeinschaft einigen, die so gut wie nichts miteinander verbindet. Weder Sprache, noch Kultur oder (soziale) Herkunft.
          Pfeifen im Walde.

          • Ein Problem dürfte auch sein, dass Deutschland wohl eine Kolonialgeschichte in Afrika hat, das aber keines der wichtigen Herkunftsländer der Flüchtlinge Deutsche Kolonie war. Wie viele Flüchtlinge gibt es aus Namibia oder Togo oder Kamerun? Habe mal gehört, wie Sudanesen Aufnahme in Deutschland forderten wegen des Kolonialismus. So what?

  12. Die Melanintheorie ist kein Produkt der aktuellen Identitätspolitik, es gab sie schon mindestens in den 1990ern wenn nicht noch früher.

    • Aber jetzt wird sie Mainstream.
      Mal abgesehen davon, dass das keine Theorie ist, nicht mal eine Hypothese sondern Crack-Pottery wird Afrozentrismus ungestört gefördert. Das … Werk von Autoren wie z.B. Ante Diop wird in der englischen WP so formuliert: „Diop’s works have been criticized as revisionist and pseudohistorical. According to Marnie Hughes-Warrington, Diop’s works were criticised by leading French Africanists, but they (and later critics) noted the value of his works for the generation of a „politically useful mythology“, that would promote African unity.
      Klartext: Totaler Bockmist aber es verschafft Afrikanern so ein schönes, warmes Gefühl im Bauch darum wird es gelehrt.

      • Ein schönes rezentes Beispiel wie Afrozentrismus medial gefördert wird war vor ein paar Jahren der MCU-Film „Black Panther“. Der objektiv betrachtet allenfalls maue Film wurde mittels gezielter „Black Empowerment“ Werbekampagne v.a. in den USA derart gehypt, dass er nicht nur ein finanzieller Kassenschlager war, sondern (mEn völlig zu Unrecht) als epochales Kulturereignis gefeiert wurde. Beim König der Löwen – Remake versuchte es Disney hinsichtlich US-Cast auch mit einer derartigen Anbiederungstaktik gegenüber dem afroamerikanischen & woken Publikum.

        • Ich habe mir den Film nicht angetan. Jemand anders hat mal ein paar Punkte herausgehoben die klar machen, dass Wakanda im Grunde ein erzfaschistischer Staat ist:
          Die Grenzen sind hermetisch dicht
          Keine finanzielle oder wissenschaftliche Unterstützung der armen Nachbarn oder gar der ganzen Welt
          Regierung durch einen nicht gewählten Übermenschen der der Sohn(!) des vorigen Königs ist
          Keinerlei Einwanderung

  13. Pingback: „Black lives matter“ des tages | Schwerdtfegr (beta)

  14. Eigentlich reicht ja schon „whiteness“, aber spätestens mit dem vierten „Wort“ bzw. korrekter Wortkrüppel „humxness“ weiß man immerhin schon, dass nur groteske gequirlte Kacke folgen wird und man sich den Rest nur unter Gefährdung der eigenen geistigen Gesundheit durchlesen kann.

    Ich finde es jedenfalls ganz erstaunlich, dass diese „Übermenschen“ trotz ihrer massiven Überlegenheit in allen Dingen so ziemlich allen anderen auf diesem Planeten existierenden und von anderen „Rassen“ hervorgebrachten Gesellschaften (sie verwenden den Begriff Rasse ja selber) hinsichtlich praktisch jeder denkbaren Kulturleistung (abgesehen von ein paar Sportarten) geradezu bemitleidenswert unterlegen sind solange sie „unter sich bleiben“. Das Missverhältnis zwischen diesen selbsternannten Herrenmenschen und den angeblich Minderwertigen toppt das der originalen Nazi-Ideologen um mehrere Größenordnungen.

  15. Er hat ein Video von einen Black Supremacist verlinkt, der Weiße als näher an Tieren beschreibt, und das hat er kritisiert.

    Wenn man sich die Antworten auf diesen älteren Tweet hier ansieht, ist aber die Idee einer Black Supremacist Bewegung anscheinend völlig lächerlich… auch wenn es sie heute tatsächlich gibt. Aber was nicht sein darf…

    https://www.dailywire.com/news/terry-crews-cites-nick-cannons-racist-anti-white-comments-i-told-ya-so?%3Futm_source=twitter

  16. „Natürlich darf man damit nicht die Bewegung als Ganzes abtun weil ein Vertreter rassistische Sachen von sich gibt.“

    Nein, aber bereits der Ursprungsmythos von BLM deutet darauf hin, dass sich da Leute ohne grosses Interesse an Fakten engagieren. BLM spricht im Trayvon Martin Fall stets von einem Mord – die auf der BLM-Seite verlinkte Trayvon Martin Stiftung macht das übrigens nicht.

  17. Okay, nur dass ich das richtig verstehe:

    1. Alle sind sich einig, dass es richtig ist, gegen Benachteiligung zu kämpfen und Benachteiligten in der Gesellschaft zu helfen.
    2. Weiße sind aufgrund ihrer defekten Gene benachteiligt gegenüber PoCs.
    3. Jeder sollte Weißen dabei helfen, trotz ihrer genetischen Benachteiligung Erfolg zu haben.

    …warum beschweren sich die BLMer denn dann über „White Supremacy“?

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