Selbermach Samstag 299 (18.07.2020)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema oder für Israel etc gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, auch gerne einen feministischen oder sonst zu hier geäußerten Ansichten kritischen, der ist dazu herzlich eingeladen

199 Gedanken zu “Selbermach Samstag 299 (18.07.2020)

  1. Die Gendersens wissen seid dem Fall Harald Eia, was sie zu verlieren haben, wenn ausgerechnet ihre professionellsten Gegner zu Worte kommen. Also bekämpfen sie diese Gegner, nicht durch eine offene, fair geführte Diskussion, sondern mit allerhand anderen Methoden.

    Ich denke, genau das ist der eigentliche Hintergrund dieses Prozesses, der jetzt am 20. Juli wieder aufgerollt wird:

    https://frankfurter-erklaerung.de/2020/07/der-kasseler-prozess-gegen-ulrich-kutschera/

    Wie gefährlich die Genderideologie ist, sieht man auch hier nochmal gut:

    https://conservo.wordpress.com/2020/07/17/transgender-besonders-betroffen-ist-das-schwache-geschlecht/

    „„2006 haben sich bei mir in Bochum drei transidente Kinder vorgestellt, dieses Jahr waren es schon mehr als 200, im Alter zwischen drei und 18 Jahren. Insgesamt betreuen wir zurzeit um die 600 Kinder und Jugendliche. Dabei behandeln wir noch nicht einmal alle, die sich uns vorstellen. … Bis vorletztes Jahr hätte ich gesagt, dass es viele Komponenten hat: epigenetische, genetische oder umweltbedingte. … Mittlerweile denke ich aber, dass auch ein gewisser Hype hinzukommt: Zu uns kommen weibliche Jugendliche, die Probleme mit sich, Gott und der Welt haben, sie fühlen sich nicht richtig bei den Mädchen aufgehoben, sie haben Angststörungen, sie ritzen sich, sie haben Depressionen, und dann finden sie im Internet den Begriff Transgender“.“

    http://www.evolutionsbiologen.de/

    https://www.youtube.com/user/evolutionsbiologenDE

    • „Die Gendersens wissen seid dem Fall Harald Eia, was sie zu verlieren haben“

      Bitte hört auf, den Unsinn zu verbreiten, durch Harald Eia hätte sich irgendetwas in Norwegens Genderpolitik oder auch nur an den gezahlten Summen geändert. Wie in meinem Schwarzbuch nachzulesen, ist das nicht der Fall.

      • Schlimm, wenn sich in Norwegen doch nicht so viel geändert hat. Das klang vor Jahren noch anders.

        Doch welche Folgen Harald Eia genau auch immer hatte: Die Gendersens haben auch durch diesen Fall schon gemerkt, wie schnell die gesellschaftliche und politische Stimmung gegen sie kippen kann.

        Die wissen, wie angreifbar sie sind. Also verfolgen sie ihre Gegner, besonders prominente und/oder professionelle.

        Sie versuchen seit Jahren die biologische Fachwelt zu unterwandern und zu beeinflussen, den Rahmen des Sagbaren abzustecken.

        Natürlich ist es für sie ein Horrorszenario, wenn Bücher wie „Das Genderparadoxon“ bekannt werden, oder wenn sich weitere Biologieprofessoren und generell Biologen trauen, sich kritisch zu ihrer Ideologie zu äußern.

        Was ist denn nun nach Harald Eia in Norwegen genau passiert? Den wurden am Anfang doch Gelder gekürzt, und eine von denen klagte doch darüber, man habe ihr „Leben zerstört“?!?

          • Ich hab mir mal den verlinkten Artikel durchgelesen, und irgendwie hatte ich danach dein Eindruck, dass Harald Eia doch eine Menge zur Schließung des NIKK beigetragen hat, die Verantwortlichen das aber nur nicht zugeben mochten. Wäre einfach zu peinlich gewesen. Dass offiziell eine andere Begründung gegeben wurde, sagt doch gar nichts, besonders wenn diese Begründung so nichtsagend ist:

            „Das NIKK habe jedoch seine Brückenfunktion zwischen Wissenschaft und politischem System nicht erfolgreich genug erfüllt, so die Evaluation. “

            Wieso hat denn das NIKK die Brückenfunktion nicht erfüllt, NACHDEM es breite Diskussionen über das NIKK gegeben hat? Gemeint war wohl: doch nicht so eine Brücke, wo die Genderisten wie Vollidioten aussehen. Dann schon lieber gar keine Brücke. Es ist gut möglich, dass das der Verdienst von Harald Eia war.

            Ist natürlich auch nur eine Spekulation von mir.

          • Das Hauptproblem der Doku von Harald Eia ist, dass sie nur auf einem international eher unbekannten norwegischen Fernsehsender lief. Man stelle sich einfach mal vor, eine solche Doku währe auf CNN gelaufen. Dann gebe es nicht nur eine kurze nationale Debatte in einem beölkerungsschwachen Land, sondern eine internationale Debatte.
            Man darf ja nicht vergessen: Die Gender-Ideologie wird von den großen internationalen Organisationen gestützt. Solange das der Fall ist, bringt nationaler Widerstand wenig.

          • Der Artikel ist von so einer feministischen Gleichstellungstante. Sie klärt auch nicht darüber auf, was die Gründe der Schließung waren worin die Umstrukturierung besteht.

    • Kutschera, der Name fiel hier ja schon öfter, ich weiß nicht ob von Dir, Matthias? Ich habe gerade mal in dem Interview gestöbert, wegen dessen er angezeigt wurde. Müsste das hier sein:
      https://www.kath.net/news/60177

      Einige Zitate:
      „Sollte das Adoptionsrecht für Mann-Mann- bzw. Frau-Frau-Erotikvereinigungen kommen, sehe ich staatlich geförderte Pädophilie und schwersten Kindesmissbrauch auf uns zukommen.“

      „Fehlt das genetische Band, z. B. Homo-Männerpaare mit adoptiertem Sohn, so kann hier in verstärkter Form der „Stiefvater-Effekt“ eintreten. Warum sollte ein 40jähriger Homo-Mann nicht z. B. den 15jährigen Adoptivling begehren, da zu diesem Kind überhaupt keine direkte erbliche Verwandtschaft besteht? […] Es eröffnet sich ein mögliches Horror-Kinderschänder-Szenario […] Da lesbische Frauen in verstärktem Maße zur Pädophilie neigen, ergeben sich dort analoge Probleme.“

      Ich glaube, als Homosexueller wäre ich auch beleidigt. Allerdings halte ich die Aussagen für von der Meinungsfreiheit gedeckt.
      (Ich glaube allerdings auch, der Herr Professor übersieht, dass man nicht einfach genetisch verwandte Menschen üblicherweise nicht begehrt, sondern die, mit denen man selbst aufgewachsen ist oder deren Aufwachsen man intensiv begleitet hat (vollgekackte Windeln wechseln und so). Sonst müssten Kuckuckskinder einer erhöhten Missbrauchsgefahr unterliegen, und Kuckucksgeschwister einander reihenweise vögeln. Naja, wer Kath.net Interviews gibt, ist vermutlich katholisch und damit mental vorgeschädigt*…)

      *Katholiken dürfen jetzt gerne beleidigt sein. Insbesondere Herr Kutschera.

      • „Ich glaube allerdings auch, der Herr Professor übersieht, dass man nicht einfach genetisch verwandte Menschen üblicherweise nicht begehrt, sondern die, mit denen man selbst aufgewachsen ist“

        So ist es. Dazu gibt es interessante Untersuchungen in israelischen Kibbuzim. Die Kinder wachsen wie Geschwister auf, auch wenn sie keine genetische Verbindung haben. Anzahl der Eheschließungen von Leuten, die im selben Kibbuz groß geworden sind: Null. Inzucht ist genetisch unterdrückt, aber so schlau sind die Gene einfach nicht.

        • Es gibt verschiedene Mechanismen in der Tierwelt zur Unterdürckung von inzucht, auch über die olfaktorische Ebene.

          Und hier beim Menschen gilt immer noch, dass Adpotiveltern von welchem der beiden ufern auch immer nicht mit ihren Adoptivkindern aufgewachsen sind, sondern vorher.

          Stiefväter misshandeln ja auch ihre Stiefkinder wesentlich häufiger. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Stiefvater sein Stiefkind tötet, ist meines Wissens nach 100 mal größer als die, dass ein genetischer Vater dies tut.

          Es geht in diesem Prozess übrigens auch darum, was jeder andere Bürger zu welchem Thema auch immer überhaupt noch sagen darf, und ob gesellschaftliche und politische Probleme überhaupt noch offen diskutiert werden können.

          Ohne offene und ergebnisoffene Debatten kann man gesellschaftliche und politische Probleme aller Art nicht mehr lösen.

          Linientreue wahr in der Geschichte immer schon der Weg ins Verderben, Repressalien gegen Selbstdenker auch.

          • „Ohne offene und ergebnisoffene Debatten kann man gesellschaftliche und politische Probleme aller Art nicht mehr lösen.“

            Da bin ich voll bei Dir, und deshalb halte ich die Äußerungen von Kutschera auch für von der Meinungsfreiheit gedeckt. Trotzdem scheinen mir seine Ansichten auf wenig mehr als Homophobie zu gründen. Sonst müsste er sich nämlich gegen jede Form der Pflegschaft nicht-eigener Kinder aussprechen. Was ist der Unterschied, wenn eine Frau einen Mann heiratet und Kinder mit in die Ehe bringt, zu einem schwulen Pärchen, bei dem ein Mann das eigene Kind mit in die Beziehung bringt? Zwischen einem Hetero-Paar, das ein Kind adoptiert, und einem Homo-Paar? Stiefbeziehungen, wo man hinschaut, aber Kutschera möchte nur kein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare. Nee, is‘ klar.

          • „Sonst müsste er sich nämlich gegen jede Form der Pflegschaft nicht-eigener Kinder aussprechen.“

            Solche Konstallationen sind ja auch eher Notlösungen bei Kindern, deren richtige Eltern nicht da sind.

            „Was ist der Unterschied, wenn eine Frau einen Mann heiratet und Kinder mit in die Ehe bringt, zu einem schwulen Pärchen, bei dem ein Mann das eigene Kind mit in die Beziehung bringt?“

            Er hat Studien zu dem Thema durchgearbeitet.

            „Zwischen einem Hetero-Paar, das ein Kind adoptiert, und einem Homo-Paar?“

            Kinder brauchen von Natur aus besonders die Mutter (Säugetier!), aber nach Möglichkeit auch einen Vater. Ein Hetero-Paar kann als Adoptiveltern realistischer das echte Elternpaar ersetzen als ein Homopärchen. Find eich jedenfalls.

            „Stiefbeziehungen, wo man hinschaut, aber Kutschera möchte nur kein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare. Nee, is‘ klar.“

            Daraus kann man nicht schließen, dass er homophob ist. Man kann auch, weil man gegen Experimente mit Kindern ist, gegen dieses Adoptionsrecht sein.

            Und/oder weil man verstanden hat, dass heute alle möglichen Begriffe wie „Geschlecht“ , „Rasse“, „Volk“, oder auch „Ehe“ aufgeweicht werden sollen. Da darf man auch gegen sein.

            Wie ich weiß, hat er übrigens von einigen Homosexuellen eine gute Meinung.

          • „Solche Konstallationen sind ja auch eher Notlösungen bei Kindern, deren richtige Eltern nicht da sind.“ Das ist korrekt. Das ist aber kein Argument gegen die Unterbringung von Kindern bei gleichgeschlechtlichen Paaren.

            „Er hat Studien zu dem Thema durchgearbeitet.“
            Das mag auch korrekt sein. Ist aber wieder kein Argument.

            „Kinder brauchen von Natur aus besonders die Mutter (Säugetier!)“
            Das ist wieder korrekt, wenn man ans Stillen denkt. Als Argument aber ebenfalls praktisch untauglich. Wann ist denn je die Bedingung für eine Adoption, dass die Adoptivmutter gerade Milch geben muss?!?

            „Ein Hetero-Paar kann als Adoptiveltern realistischer das echte Elternpaar ersetzen als ein Homopärchen.“
            Da bin ich zwar bei Dir, aber nur insoweit, als dass ein Mann-Frau-Fürsorgepaar der Normalfall ist. Wenn ich mich aber frage, was ein Kind konkret braucht – Versorgung, Liebe, Anleitung, Grenzen, Vorbilder etc. – fällt mir spontan herzlich wenig ein, was davon einem Kind nicht ebenso gut durch ein Homopärchen wie durch ein Heteropärchen gegeben werden kann.
            M.a.W.: Mehr als ein diffuses Bedürfnis nach dem Normalfall kann ich bei Dir als Argument nicht erkennen. Und das ist nicht wirklich ein Argument.

            „Daraus kann man nicht schließen, dass er homophob ist.“
            Aber den Verdacht entwickeln.

            „Man kann auch, weil man gegen Experimente mit Kindern ist, gegen dieses Adoptionsrecht sein.“
            Dieses Experiment hat das Schicksal schon haufenweise mit Kindern durchgeführt, die aufgrund von Schicksalsschlägen nicht bei ihren Eltern aufgewachsen sind, sondern bei einem Elternteil und dessen Geschwister, den Großeltern, Fremden,… aber ja, man kann gegen etwas Neues sein, auch wenn es nicht sonderlich neu ist.

            „Wie ich weiß, hat er übrigens von einigen Homosexuellen eine gute Meinung.“
            Ohne Herrn Kutschera in die Nähe von Nazis rücken zu wollen, nur zur Verdeutlichung der Argumentlosigkeit Deiner Aussage, erlaube ich mir, Heinrich Himmler zu zitieren: „Und dann kommen sie alle an, die braven 80 Millionen Deutschen, und jeder hat seinen anständigen Juden. Es ist ja klar, die anderen sind Schweine, aber dieser eine ist ein prima Jude.“

          • „„Solche Konstallationen sind ja auch eher Notlösungen bei Kindern, deren richtige Eltern nicht da sind.“ Das ist korrekt. Das ist aber kein Argument gegen die Unterbringung von Kindern bei gleichgeschlechtlichen Paaren.“

            nein, aber das hab ja noch vorgebracht.

            „„Er hat Studien zu dem Thema durchgearbeitet.“
            Das mag auch korrekt sein. Ist aber wieder kein Argument.“

            Doch.

            „„Kinder brauchen von Natur aus besonders die Mutter (Säugetier!)“
            Das ist wieder korrekt, wenn man ans Stillen denkt.“

            Nein, das bezieht sich nicht nur aufs Stillen, sondern auf das ganze Verhaltensrepertoir von Müttern und Vätern. Frauen reagieren auf Säuglinge und kleine Kinder ganz anders als Männer.

            Die Mutter-Kind-Bindung ist die stärkste zwischenmenschliche Bindung, die es gibt. Das Fehlen der Mutter ist für ein Säugetierkind in der Natur ein Todesurteil. Auch kleine menschliche Kinder haben das vom Uristinkt her in sich drinstecken.

            „Als Argument aber ebenfalls praktisch untauglich. Wann ist denn je die Bedingung für eine Adoption, dass die Adoptivmutter gerade Milch geben muss?!?“

            Wie gesagt: Es geht hier beileibe nicht nur ums Milch geben.

            „„Ein Hetero-Paar kann als Adoptiveltern realistischer das echte Elternpaar ersetzen als ein Homopärchen.“
            Da bin ich zwar bei Dir, aber nur insoweit, als dass ein Mann-Frau-Fürsorgepaar der Normalfall ist. Wenn ich mich aber frage, was ein Kind konkret braucht – Versorgung, Liebe, Anleitung, Grenzen, Vorbilder etc. – fällt mir spontan herzlich wenig ein, was davon einem Kind nicht ebenso gut durch ein Homopärchen wie durch ein Heteropärchen gegeben werden kann.“

            Möchtest Du im Nachhinein von einem Schwulenpaar großgezogen werden? Ich nämlich nicht! Was ein Kind braucht? Z.B. seine Mutter. Wenn die nicht da ist oder tot, dann wenn möglich eine Ersatzmama. Und ein Mann kann so eine wohl kaum sein.

            „M.a.W.: Mehr als ein diffuses Bedürfnis nach dem Normalfall kann ich bei Dir als Argument nicht erkennen. Und das ist nicht wirklich ein Argument.“

            Urinstinkt! Evolutive Anpassung!

            „„Daraus kann man nicht schließen, dass er homophob ist.“
            Aber den Verdacht entwickeln.“

            Wenn man ihm böse will.

            „„Man kann auch, weil man gegen Experimente mit Kindern ist, gegen dieses Adoptionsrecht sein.“
            Dieses Experiment hat das Schicksal schon haufenweise mit Kindern durchgeführt, die aufgrund von Schicksalsschlägen nicht bei ihren Eltern aufgewachsen sind, sondern bei einem Elternteil und dessen Geschwister, den Großeltern, Fremden,… aber ja, man kann gegen etwas Neues sein, auch wenn es nicht sonderlich neu ist.“

            Bei Homopaaren ist es neu. Besonders bei männlichen.

            „„Wie ich weiß, hat er übrigens von einigen Homosexuellen eine gute Meinung.“
            Ohne Herrn Kutschera in die Nähe von Nazis rücken zu wollen, nur zur Verdeutlichung der Argumentlosigkeit Deiner Aussage, erlaube ich mir, Heinrich Himmler zu zitieren: „Und dann kommen sie alle an, die braven 80 Millionen Deutschen, und jeder hat seinen anständigen Juden. Es ist ja klar, die anderen sind Schweine, aber dieser eine ist ein prima Jude.““

            Er hasst keine Homos, sondern ist halt gegen die Genderideologie und für Kinderschutz.

          • Was mir bei euch Konservativen auf den Sack geht:
            „Die Mutter-Kind-Bindung ist die stärkste zwischenmenschliche Bindung, die es gibt. Das Fehlen der Mutter ist für ein Säugetierkind in der Natur ein Todesurteil. Auch kleine menschliche Kinder haben das vom Uristinkt her in sich drinstecken.“

            Gleich nach der hohen Kindersterblichkeit kam historisch die Muttersterblichkeit im Kindsbett.
            Das war historisch „die Natur“.
            „Bei Jäger-und-Sammler-Gesellschaften und bis weit in die historische Zeit hinein lag die Sterblichkeit so hoch, dass etwa 27 % der Kinder das erste Jahr nicht überlebten, 47 % starben vor Erreichen der Pubertät.“ Kindersterblichkeit, Wikipedia
            Selbst mit vorhandener Mutter.
            Es verstarb jede vierte Frau der privilegierten Schicht des Adels in Europa im 17. und 18. Jahrhunderts am „Kindsbettfieber“.
            Das Gelöbnis „Bis das der Tod euch scheide!“ war ausgesprochen kurzweilig damals.

            Du machst aus der empirisch zu konstatierenden „die Natur“ mit dem Umweg über den „Urinstinkt“ etwas, was weder mit Geschichte, der Gesellschaft, noch mit Wissenschaft etwas zu tun hat.

            „Möchtest Du im Nachhinein von einem Schwulenpaar großgezogen werden? Ich nämlich nicht! Was ein Kind braucht? Z.B. seine Mutter. Wenn die nicht da ist oder tot, dann wenn möglich eine Ersatzmama. Und ein Mann kann so eine wohl kaum sein.“

            Was ein netter Tritt ins Gesicht für jeden allein erziehenden Vater ist.
            Denn er ist nicht genug für seine Kinder – die in allererster Linie eine Mutter/Frau brauchen.
            Wg. „Urinstinkt“ – was mich zur Frage bringt, was sich „die Natur“ eigentlich bei „Kindersterblichkeit“ und „Muttersterblichkeit“ gedacht hat.
            Ein Irrtum der Evolution?

            Wie wäre es, wenn auch du dich des politischen Aktivismus aus deinen Betrachtungen „der Natur“ und „der Gesellschaft“ und „den Männern“ und „den Frauen“ enthalten würdest?
            Es macht viel mehr Spaß, von anderen etwas zu fordern, an das man sich selber zu halten gedenkt.

          • @crumar, @Matthias Rahrbach:

            »Was mir bei euch Konservativen auf den Sack geht …«

            Und was mir bei dieser konservativen Evolutionsbiologie auf den Sack geht ist, dass sie offenbar tatsächlich nicht verstanden hat, auf welche Weise der Mensch ein Kulturwesen ist.

            Bereits das Größenwachstum des menschlichen Gehirns seit Australopithecus ist an den Gebrauch des Feuers als Kulturtechnik gebunden (Verfügbarkeit von leicht verdaulichen Proteinen), aber das ist nur der Prolog für eine protokulturelle Evolution. Zur phylogenetischen Menschwerdung gehört die Integration der Väter in die Mutter-Kind-Dyaden, sodass eine über die Periode der Kinderaufzucht relativ stabile Kernfamilie eine menschliche Universalie ist.

            Und zur ontogenetischen Menschwerdung gehören zwei unerlässliche Schritte: die Ausbildung einer geteilten Intentionalität (dyadisches Wir) im Kleinkindalter – dieser Schritt erfolgt primär über die Mutter-Kind-Beziehung – und die Ausbildung einer kollektiven Intentionalität (Gruppen-Wir) sowie die Entstehung einer moralischen Persönlichkeit des Kindes bis zum Alter von etwa 7 Jahren. Und für diesen Schritt ist der Vater als Repräsentant der Gruppen-Normen unerläßlich.

            Beide Schritte sind für das, was wir »Menschwerdung« nennen, unverzichtbar. Es muss sich nicht immer um den biologischen Vater handeln, aber bei den Alternativkonstruktionen ist es nicht der Stiefvater, sondern der Mutterbruder, der diese Funktion übernimmt.

            Ich erwarte, dass in Zukunft jeder, der Kutschera und Pinker zitiert, auch Tomasello (1, 2, 3) zu zitieren in der Lage ist, denn das beruht auf dreißig Jahren systematischer empirischer Vergleiche zwischen Menschenaffen und Menschen.

          • „Was mir bei euch Konservativen auf den Sack geht:
            „Die Mutter-Kind-Bindung ist die stärkste zwischenmenschliche Bindung, die es gibt. Das Fehlen der Mutter ist für ein Säugetierkind in der Natur ein Todesurteil. Auch kleine menschliche Kinder haben das vom Uristinkt her in sich drinstecken.““

            Ich bin kein Konservativer, kein Liberaler, kein Linker usw., sondern eine Mischung aus all dem.

            „Gleich nach der hohen Kindersterblichkeit kam historisch die Muttersterblichkeit im Kindsbett.
            Das war historisch „die Natur“.
            „Bei Jäger-und-Sammler-Gesellschaften und bis weit in die historische Zeit hinein lag die Sterblichkeit so hoch, dass etwa 27 % der Kinder das erste Jahr nicht überlebten, 47 % starben vor Erreichen der Pubertät.“ Kindersterblichkeit, Wikipedia
            Selbst mit vorhandener Mutter.
            Es verstarb jede vierte Frau der privilegierten Schicht des Adels in Europa im 17. und 18. Jahrhunderts am „Kindsbettfieber“.
            Das Gelöbnis „Bis das der Tod euch scheide!“ war ausgesprochen kurzweilig damals.“

            Ja, aber das ändert doch gar nichts daran, dass gerade bei SÄugern die Mutter-.Kind-Bindung stärker ist als jede andere.

            „Du machst aus der empirisch zu konstatierenden „die Natur“ mit dem Umweg über den „Urinstinkt“ etwas, was weder mit Geschichte, der Gesellschaft, noch mit Wissenschaft etwas zu tun hat.“

            Doch, das ist Verhaltensbiologie.

            „„Möchtest Du im Nachhinein von einem Schwulenpaar großgezogen werden? Ich nämlich nicht! Was ein Kind braucht? Z.B. seine Mutter. Wenn die nicht da ist oder tot, dann wenn möglich eine Ersatzmama. Und ein Mann kann so eine wohl kaum sein.“

            Was ein netter Tritt ins Gesicht für jeden allein erziehenden Vater ist.“

            Nein, kein tritt ins Gesicht und nicht als solcher gedacht. Natürlich gibt es gute Väter, auch gute alleinerziehende Väter. Ist eine große Leistung, gerade dann, wenn keine Mutter mehr da ist.

            Biologische Tatsachen werden oft als Tritt empfunden, obwohl nicht als solcher gedacht.

            Es ist aber eine Tatsache, dass Frauen vom Verhaltensrepertoire besser für die Betreuung von kleinen Kindern geeignet sind, zumindest meistens. Auch Kinder sind vom Verhaltensrepertoire von der Mutter normalerweise abhängiger als vom Vater.

            Und die Mutter-Kind-Bindung ist im Normalfall stärker. Das heißt natürlich nicht, dass ich in jedem Fall bei einer Scheidung der Mutter pauschal die Kinder zusprechen würde und den Vater zum Zahlesel machen würde. Das heißt auch nicht, vor alleinerziehenden Vätern keine Achtung zu haben.

            „Denn er ist nicht genug für seine Kinder – die in allererster Linie eine Mutter/Frau brauchen.
            Wg. „Urinstinkt“ – was mich zur Frage bringt, was sich „die Natur“ eigentlich bei „Kindersterblichkeit“ und „Muttersterblichkeit“ gedacht hat.
            Ein Irrtum der Evolution?“

            Die Natur denkt nicht. Lebewesen sind unperfekt und kränklich. Ein Teil des Überlebenskampfes besteht eben aus dem Wettrüsten mit Krankheitserregern. Von Natur aus ist aus vielerlei Gründen der Tod allgegenwärtig. Das ändert aber nichts daran, dass bei Säugern das Weibchen die eigentliche Brutpflegerin ist, während das Männchen wenn überhaupt, dann andere Aufgaben dabei übernimmt, vor allem Ernährer, Wächter/Beschützer und so.

            „Wie wäre es, wenn auch du dich des politischen Aktivismus aus deinen Betrachtungen „der Natur“ und „der Gesellschaft“ und „den Männern“ und „den Frauen“ enthalten würdest?“

            Wieso sollte ich mich als einer der ganz wenigen Biologen, die überhaupt was öffentlich zum Feminismus und zur Genderideologie gesagt haben, jetzt des „Aktivismus“ enthalten?

            ich kämpfe doch im Grunde nur für Ideologiefreiheit!

            „Es macht viel mehr Spaß, von anderen etwas zu fordern, an das man sich selber zu halten gedenkt.“

            Was fordere ich denn? Und an was davon könnte oder sollte ich mich selbst halten? und was fordere ich, woran ich mich selbst nicht halten will? Ich verstehe nicht ganz.

          • „Und was mir bei dieser konservativen Evolutionsbiologie auf den Sack geht ist, dass sie offenbar tatsächlich nicht verstanden hat, auf welche Weise der Mensch ein Kulturwesen ist.“

            Die Evolutionsbiologie ist nicht konservativ, sondern weltanschaulich neutral, sonst wäre sie keine Wissenschaft. Sie musste sich viel gegen konservative Kreationisten verteidigen.

            Es sind weitaus eher die Leute (oft aus dem linken Lager), die den Einfluss der Kultur aus rein ideologischen Gründen überbetonen.

            „Bereits das Größenwachstum des menschlichen Gehirns seit Australopithecus ist an den Gebrauch des Feuers als Kulturtechnik gebunden (Verfügbarkeit von leicht verdaulichen Proteinen), aber das ist nur der Prolog für eine protokulturelle Evolution. Zur phylogenetischen Menschwerdung gehört die Integration der Väter in die Mutter-Kind-Dyaden, sodass eine über die Periode der Kinderaufzucht relativ stabile Kernfamilie eine menschliche Universalie ist.“

            Kein Biologe betreitet das, dass kulturelle Einflussfaktoren wirken, teils auch auf Selektionsdrücke. Trotzdem wird die Rolle der Natur meist unterschätzt.

            „Und zur ontogenetischen Menschwerdung gehören zwei unerlässliche Schritte: die Ausbildung einer geteilten Intentionalität (dyadisches Wir) im Kleinkindalter – dieser Schritt erfolgt primär über die Mutter-Kind-Beziehung – und die Ausbildung einer kollektiven Intentionalität (Gruppen-Wir) sowie die Entstehung einer moralischen Persönlichkeit des Kindes bis zum Alter von etwa 7 Jahren. Und für diesen Schritt ist der Vater als Repräsentant der Gruppen-Normen unerläßlich.“

            Der Vater ist wichtig dabei, aber i.d.R. nicht so wichtig wie die Mutter. Bei Säugetieren wie z.B. Menschen.

            „Beide Schritte sind für das, was wir »Menschwerdung« nennen, unverzichtbar. Es muss sich nicht immer um den biologischen Vater handeln, aber bei den Alternativkonstruktionen ist es nicht der Stiefvater, sondern der Mutterbruder, der diese Funktion übernimmt.“

            Ja und?

            „Ich erwarte, dass in Zukunft jeder, der Kutschera und Pinker zitiert, auch Tomasello (1, 2, 3) zu zitieren in der Lage ist,“

            Sag bloss, Du willst uns vorschreiben, wen wir kennen müssen? Das versuchen z.B. die Gendersens wirklich. Sie wollen den Rahmen dafür abstecken, was z.B. Biologen sagen dürfen.

            Fehlt noch, dass wir geisteswissenschaftliche Schriften kennen müssen und die weiterhin unsere nicht.

            „denn das beruht auf dreißig Jahren systematischer empirischer Vergleiche zwischen Menschenaffen und Menschen.“

            Man kann und muss nicht alles kennen, auch nicht alles aus der Biologie, zumal das eh unmöglich ist.

          • @Matthias Rahrbach:

            Sag bloss, Du willst uns vorschreiben, wen wir kennen müssen?

            Selbstverständlich, wenn es sich um wichtige Grundlagentexte handelt! Ich habe mir von diesem Forum auch sagen lassen, dass ich Kutschera und Pinker lesen soll. Und Dawkins. Und Dennett. Und noch ein paar andere. Kutschera habe ich überdies positiv rezensiert. Außerdem ist Deine Polarisierung in »Du« und »wir« unseriös, denn »wir« sind alle diejenigen,die sich für die anthropologischen Grundlagen menschlichen Handelns und Verhaltens interessieren, und da ist es ebenso unseriös, wenn die Biologen die Kulturanthropologie ignorieren wie es unseriös ist, wenn die Kulturwissenschaftler die Biologie ignorieren.

            Nein, man kann nicht alles kennen, und ich empfehle hier auch nicht irgendwelche x-beliebigen Dutzend-Soziologen. Aber es gibt ein paar wenige, die erklären können, warum biologische Anthropologen den Begriff der »Kultur« ernst nehmen sollten, wenn sie nicht in einem Reduktionismus versumpfen wollen, und zu denen gehört Tomasello.

          • @Matthias

            Wir (Du, ich, crumar, djadmoros) sind inzwischen in einer vertieften Diskussion darüber angelangt, welche Entwicklungsbedingungen ein Kind optimalerweise haben sollte. Da seid ihr als Kenner von Phylogenese, Ontogenese usw. mir weit voraus. Den Teil überlasse ich euch Fachleuten. Ich gestatte mir aber trotzdem, ein (vorläufiges) Urteil zu fällen.

            Auch wenn eine Frau-Mann-Kind-Konstellation für ein Kind optimal sein mag, ist die Realität nie optimal. Die im Kindesinteresse zu beantwortende Frage ist stets, was ist die beste aus einer Reihe von suboptimalen Möglichkeiten. Und da ist meine Meinung: Solange noch Kinder in Waisenhäusern groß werden müssen, für die ein Platz bei einem im Sinne von Versorgung, Liebe, Anleitung, Grenzen, Vorbilder etc. geeigneten Homopärchen frei ist, halte ich die Adoption durch ein solches Pärchen für die bessere Lösung als das Aufwachsen im Waisenhaus. Und wenn jemand ein Kind in eine Homoehe mitbringt, sehe ich erst recht keinen Grund gegen eine Adoption: Das Zusammenleben wird so oder so stattfinden.

            Jetzt noch zu Kutschera und Homophobie:

            Ich weise Deine unverschämte Unterstellung, dass ich ihm böse will, zurück. Ich habe das kath.net-Interview gelesen; dort spricht er beim Thema Adoptionsrecht praktisch nur von Pädophilie, Homoerotik und Kindesmissbrauch. Argumente im Sinne von den Entwicklungsbedürfnissen von Kindern kommen dort nicht vor. Mag sein, dass er die woanders bringt. Aber da er im Interview thematisch so einseitig redet, musst Du Dich nicht wundern, dass ich Homophobie als Motiv vermute. Übrigens sagt er selbst in dem Interview, dass normale Heteros eine angeborene Homophobie haben; da schließt er sich selbst also mit ein! (Und ich würde ihm aufgrund persönlicher und Lebenserfahrung noch nicht einmal widersprechen wollen.) Deine rhetorische Aussage „Möchtest Du im Nachhinein von einem Schwulenpaar großgezogen werden? Ich nämlich nicht!“ schlägt ja in dieselbe Kerbe. Gedankenexperiment: Wäre es Dir lieber, bei zwei nichtschwulen Männern aufgewachsen zu sein als bei zwei schwulen? Wenn die Antwort „Ja!“ lautet, offenbart das Deine Homophobie. (Im übrigen werden wohl die allermeisten Menschen im Nachhinein angeben, am liebsten bei den Menschen groß geworden zu sein, bei denen sie groß wurden. Solche „wie hättest Du es im Nachhinein gerne“-Fragen sind deshalb ziemlich gehaltlos.)

            P.S.: Dialoge wie „Er hat Studien zu dem Thema durchgearbeitet.“ – „Das ist kein Argument.“ – „Doch.“ lassen unsere Unterhaltung auf Kindergartenniveau erscheinen. Deshalb zur Klarstellung: Das wäre ein Argument dafür, dass Kutschera sich mit dem Thema beschäftigt hat. Aber es ist kein Argument in der Sache, dafür müsstest du anführen, was die Studien ergeben haben.

          • @ djadmorus

            „sag bloss, Du willst uns vorschreiben, wen wir kennen müssen?

            Selbstverständlich, wenn es sich um wichtige Grundlagentexte handelt!“

            Ich finde, es reicht völlig, wenn ich die Tatsache anerkenne, dass das Verhalten auch von nichtbiologischen Faktoren wie der Kultur beeinflusst wird. ich muss aber nicht bestimmte Texte aus solchen Fachbereichen kennen.

            „Ich habe mir von diesem Forum auch sagen lassen, dass ich Kutschera und Pinker lesen soll.“

            Sollen und müssen – man muss gar nichts.

            „Und Dawkins. Und Dennett. Und noch ein paar andere. Kutschera habe ich überdies positiv rezensiert. Außerdem ist Deine Polarisierung in »Du« und »wir« unseriös, denn »wir« sind alle diejenigen,die sich für die anthropologischen Grundlagen menschlichen Handelns und Verhaltens interessieren, und da ist es ebenso unseriös, wenn die Biologen die Kulturanthropologie ignorieren wie es unseriös ist, wenn die Kulturwissenschaftler die Biologie ignorieren.“

            Ich ignoriere gar nichts, kann und muss aber auch nicht alles gelesen haben.

            „Nein, man kann nicht alles kennen, und ich empfehle hier auch nicht irgendwelche x-beliebigen Dutzend-Soziologen. Aber es gibt ein paar wenige, die erklären können, warum biologische Anthropologen den Begriff der »Kultur« ernst nehmen sollten, wenn sie nicht in einem Reduktionismus versumpfen wollen, und zu denen gehört Tomasello.“

            Ich nehme die Kultur ernst. Ich habe aber den EIndruck, dass viele der „Kulturler“ die Biologie nicht nur nicht ernst nehmen, sondern sogar hassen.

          • @ Renton

            „Jetzt noch zu Kutschera und Homophobie:

            Ich weise Deine unverschämte Unterstellung, dass ich ihm böse will, zurück. Ich habe das kath.net-Interview gelesen; dort spricht er beim Thema Adoptionsrecht praktisch nur von Pädophilie, Homoerotik und Kindesmissbrauch. Argumente im Sinne von den Entwicklungsbedürfnissen von Kindern kommen dort nicht vor.“

            Man kann ja nicht alles in jeden Antwortsatz und jeden Text einbauen. Unverschämt war das nicht gemeint, ich kann hier aber nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen.

            „Mag sein, dass er die woanders bringt. Aber da er im Interview thematisch so einseitig redet, musst Du Dich nicht wundern, dass ich Homophobie als Motiv vermute.“

            Es ist nicht plausibel. Denn: Wie ist er denn dahingekommen, dieses Interview zu geben? Ungefähr so: Erst bekämpfte er den Kreationismus. Dann machten ihn ein paar Mitbürger auf die Genderideologie aufmerksam, in die er sich einarbeitete. Dann hat er die Genderideologie bekämpft.

            Und das ist sein Motiv: Er will die Biologie gegen ideologische, religiöse, weltanschauliche Vereinnahmung aller Art verteidigen. Mittlerweile ist das ein Kampf um Wissenschafts- und Meinungsfreiheit, gegen Zensur, gegen Denk- und Sprechverbote.

            In dem Zusammenhang bzw. vor dem Hintergrund kam er dann bei kath.net auf das Thema Homo-Adoptionsrecht. Hierbei hat er sich dann unglücklich ausgedrückt, nicht lange genug drüber nachgedacht, wie das verstanden werden kann, wie das empfunden wird.

            Allerdings finde ich, das genau das erlaubt sein muss. Feministinnen werden auch nicht belangt für ihre Väter-sind-Täter-Sprüche und ihren anderen hasserfüllten Sch***.

            „Übrigens sagt er selbst in dem Interview, dass normale Heteros eine angeborene Homophobie haben; da schließt er sich selbst also mit ein!“

            So weit ich ihn verstehe, meint er damit nur, dass viele Menschen so eine instinktive „Bäh!“-Empfindung haben, wenn sich z.B. im Fernsehen zwei Schwule küssen. Ich gehe davon aus, dass das viele Menschen haben, aber deswegen nicht die Homos hassen. (Wenn Homos so eine Empfindung gegen heterosexuelle Zuneigung zwischen Mann und Frau haben, nehme ich ihnen das auch nicht übel.)

            Frage ist: Haben Adoptivkinder das? Wie empfinden die das, wenn ihre gleichgeschlechtlichen Eltern sich küssen?

            „(Und ich würde ihm aufgrund persönlicher und Lebenserfahrung noch nicht einmal widersprechen wollen.) Deine rhetorische Aussage „Möchtest Du im Nachhinein von einem Schwulenpaar großgezogen werden? Ich nämlich nicht!“ schlägt ja in dieselbe Kerbe.“

            Ich gehe davon aus, dass Menschen normalerweise nicht von Homopärchen, schon gar nicht von Schwulenpärchen großgezogen werden wollen.

            Darf man diese Vermutung äußern? Darf man eigentlich noch irgendwas sagen? Und wieso soll das Hass sein?

            „Gedankenexperiment: Wäre es Dir lieber, bei zwei nichtschwulen Männern aufgewachsen zu sein als bei zwei schwulen? Wenn die Antwort „Ja!“ lautet, offenbart das Deine Homophobie. (Im übrigen werden wohl die allermeisten Menschen im Nachhinein angeben, am liebsten bei den Menschen groß geworden zu sein, bei denen sie groß wurden. Solche „wie hättest Du es im Nachhinein gerne“-Fragen sind deshalb ziemlich gehaltlos.)“

            Kinder wollen als Säugetierjunge zu ihrer Mama. Ich kann es nicht ändern. Meist kann der Vater die Mutter nicht ersetzen, sondern ergänzen.

            Die wollen nicht von zwei Vätern ohne Mutter großgezogen werden. Kann sein, dass sie von zwei Vätern, die sich dazu auch noch knutschen erstrecht nicht großgezogen werden wollen. Und genau das hat mit Hass auf Homos nichts zu tun.

            Nochmal hierzu:

            „Wäre es Dir lieber, bei zwei nichtschwulen Männern aufgewachsen zu sein als bei zwei schwulen? Wenn die Antwort „Ja!“ lautet, offenbart das Deine Homophobie.“

            Nein, es würde nicht meine „Homophobie“ offenbaren, denn meine Antwort bezöge sich ja darauf, ob ich das als Kind ertragen hätte.

            Die Frage ist auch ziemlich inquisitorisch. Klingt nach Jagd auf „Homophobe“. Klingt nach „Lasst uns Menschen der Homophobie überführen und dann gegen sie vorgehen“.

            Homophob ist nach der Logik dann jeder, der als Kind lieber zu seiner Mami wollte als zu zwei Schwulen.

            Alles, was ich geschrieben habe, fällt unter „meiner Meinung und Einschätzung nach“.

          • @Matthias Rahrbach:

            »Die wollen nicht von zwei Vätern ohne Mutter großgezogen werden. Kann sein, dass sie von zwei Vätern, die sich dazu auch noch knutschen erstrecht nicht großgezogen werden wollen.«

            Das ist aber Stochern im Nebel, solange man nicht autobiografische Äußerungen als Belege dafür zusammenträgt. Was Kinder brauchen, ist vor allem eine ausreichende Qualität der emotionalen Betreuung, und später kommt dann auch das Umfeld und die peer group dazu, die Kinder gehen ja nicht in einen schwulen Kindergarten oder eine Schwulenschule.

            Wenn Kutschera (siehe den von KlausT verlinkten Artikel) solche Sprüche absondert wie »Sollte das Adoptionsrecht für Mann-Mann beziehungsweise Frau-Frau-Erotikvereinigungen kommen, sehe ich staatlich geförderte Pädophilie und schwersten Kindesmissbrauch auf uns zukommen«, dann ist das schlicht Panikmache, und seine Gleichsetzung von Homosexualität mit Pädophilie kommt dem erhobenen Vorwurf der »Hetze« schon ziemlich nahe.

          • „Das ist aber Stochern im Nebel, solange man nicht autobiografische Äußerungen als Belege dafür zusammenträgt.“

            nein, es ist biologische Gewissheit, dass bei Säugetieren die Mutter-Kind-Bindung am stärksten von allen Bindungen ist, dass Säugetierjunge ihre Mutter am meisten brauchen, usw.

            „Was Kinder brauchen, ist vor allem eine ausreichende Qualität der emotionalen Betreuung, und später kommt dann auch das Umfeld und die peer group dazu, die Kinder gehen ja nicht in einen schwulen Kindergarten oder eine Schwulenschule.“

            Ja, aber das können Mütter meist am besten.

            „Wenn Kutschera (siehe den von KlausT verlinkten Artikel) solche Sprüche absondert wie »Sollte das Adoptionsrecht für Mann-Mann beziehungsweise Frau-Frau-Erotikvereinigungen kommen, sehe ich staatlich geförderte Pädophilie und schwersten Kindesmissbrauch auf uns zukommen«, dann ist das schlicht Panikmache, und seine Gleichsetzung von Homosexualität mit Pädophilie kommt dem erhobenen Vorwurf der »Hetze« schon ziemlich nahe.“

            Er hat nicht Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt, sondern gesagt, dass die Wahrscheinlichkeit bei Homopärchen höher ist.

          • @Matthias

            Ich glaube, wir sind uns einig, dass Kutscheras kath.net-Interview für sich allein genommen kein gutes Licht auf ihn wirft – und auch, dass er natürlich trotzdem das Recht haben muss, sich so zu äußern.

            Mein Test war nicht inquisitorisch gemeint. Ich schrieb ja, dass ich davon ausgehe, dass bei den meisten Menschen Homophobie angeboren ist (wobei es sich vor allem um „Schwulophobie“ und weniger um Lesbophobie“ handeln dürfte), auch weil ich es aus persönlicher Erfahrung kenne, m.a.W.: Auch ich bin (leicht) homophob, und zwar genau in dem „Bäh-Sinne“, wie Du meinst. Ich mache mir deshalb aber selbst keine Vorwürfe, denn für seine Gefühle kann ein Mensch nichts, nur für seine Handlungen. Und auch Dir, Kutschera oder sonstwem werfe ich solche Gefühle nicht vor. Wohl aber die daraus resultierenden Einstellungen, wenn sie Auswirkungen auf das Leben anderer Menschen haben sollen. Und das Gewähren oder Verbieten eines Adoptionsrechts für homosexuelle Paare ist eine solche Auswirkung. Dass jemand (Du?) der festen Überzeugung ist, seine Einstellung sei rein rational begründet, ist für mich kein Hindernis, diese Annahme einer kritischen Prüfung zu unterziehen, und gegebenenfalls zu einem abweichenden Urteil zu kommen. (Was aber natürlich nicht heißt, dass ich Deine Argumente ignorieren dürfte.)

            Übrigens gehe ich davon aus, dass Menschen sich trotz angeborener Homophobie schnell an homosexuelle Pärchen in ihrem Umfeld gewöhnen. Kindern dürfte das Küssen ihrer Adoptiveltern daher (bald) nichts (mehr) ausmachen. Auch jemand, der sich geniert, Sex vor anderen Leuten zu haben, hat sich nach drei Besuchen im Swingerclub in der Regel bereits daran gewöhnt – vielleicht weißt Du ja, wovon ich spreche 😉

          • @Matthias Rahrbach:

            »nein, es ist biologische Gewissheit, dass bei Säugetieren die Mutter-Kind-Bindung am stärksten von allen Bindungen ist, dass Säugetierjunge ihre Mutter am meisten brauchen, usw.«

            Genau sowas meine ich, wenn ich beanstande, Humanbiologen würden die Kultur ignorieren: ich will nicht bei einer allgemeiner Aussage über »Säugetierjunge« stehenbleiben, sondern darüber hinaus Quellen, aus denen sich erschließen lässt, wie sich (in diesem Fall) die Erziehung durch ein gleichgeschlechtliches (soziales) Elternpaar in konkreten Individualbiografien niederschlägt.

            Ich will gar nicht a priori ausschließen, dass diese »biologische Gewissheit« zutreffen könnte, aber ich will an biografischen Schilderungen solcher »Säugetierjunge« ablesen können, wie sich das auswirkt … oder eben vielleicht doch nicht auswirkt. Ich würde zum Beispiel erwarten, dass Bücher wie dieses (nein, habe ich noch nicht selbst gelesen) in Relation zu einer biologischen Gesetzesausage über »Säugetierjunge« gestellt werden.

            Und wenn schon nicht von Dir, dann zumindest von Leuten wie Kutschera – wobei ich den Verdacht habe, dass er gar nicht erst verstehen würde, was ich von ihm will.

          • @Matthias

            Du hast dich da verrannt und hälst einem Typen die Treue, der sein Fachkompetenz als Biologe dazu missbraucht bigotten Mist zu predigen. Damit erweist er der wissenschaftlichen Seite einen echten Bärendienst!

      • Kutschera hat keine Hemmungen, über Sachgebiete zu schreiben, von denen er keine Ahnung hat. (Klimawandel z.B.) Auf seinem Spezialgebiet mag er seine Verdienste haben.

        Ich hab mich mal durch ein Buch von ihm gequält. Ich hab zwar und da was gelernt, aber sein Schreibstil hat es mir sehr schwer gemacht. Furchtbar narzisstisch.

        • „Kutschera hat keine Hemmungen, über Sachgebiete zu schreiben, von denen er keine Ahnung hat. (Klimawandel z.B.)“

          Das ist dummes Zeug. Ein Professor der Pflanzenphysiologie und Photosyntheseforscher kann sich seriös zum Klimawandel äußern. Ein Professor der Evolutionsbiologie kann sich seriös zum Geschlechterthema und zur Genderideologie äußern. Und kann sich generell in naturwissenschaftliche Themen einarbeiten, in denen er noch nicht drinsteckt.

          „Auf seinem Spezialgebiet mag er seine Verdienste haben.“

          Naturwissenschaftlicher sind nicht nur in ihrem Spezialgebiet stark. Und diese Themen gehören sogar zu seinen Spezialgebieten.

          Biologen wird übrigens viel von Hobby-„Biologen“ unterstellt, keine Ahnung zu haben. Viel, oft und leichtfertig.

          Und das macht nicht mal vor einem Prof. halt. Auch nicht vor einem mit so einem Werdegang.

          Es ist leicht gesagt, einem Biologieprofessor zu unterstellen, keine Ahnung zu haben. Ihm seinen Werdegang nachzumachen, ist aber für fast alle Menschen völlig unmöglich.

          Allein durch das Studium käme ein zweistelliger Prozensatz der Bevölkerung nicht durch.

          „Ich hab mich mal durch ein Buch von ihm gequält. Ich hab zwar und da was gelernt, aber sein Schreibstil hat es mir sehr schwer gemacht. Furchtbar narzisstisch.“

          Das ist Geschmacksache. Ist auch nur die Verpackung, nicht der Inhalt. Und narzistisch? Wirklich?

          • Nachtrag: Es geht bei so einem Prozess mit der Medienaufmerksamkeit um mehr als einen Konflikt zwischen einem Professor und zwei oder drei Homosexuellen, die sich beleidigt fühlen.

            Es ist ein Duell zwischen der Cancel Culture und der Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit, der Political Correctness und der Demokratie, einer Ideologie und der Wissenschaft.

            Ideologen kann man übrigens auch daran erkennen, dass sie ihre Gegner dämonisieren. Prof. Kutschera wurde und wird von einigen sogar mit Julius Streicher oder Josef Mengele verglichen. Viele Postings aus dem Lager lauten mehr oder weniger wörtlich „Sperrt den Irren weg!“. Es wird gefordert, ihm alle Abschlüsse abzuerkennen. Einmal wünschte sich jemand auf Twitter zu Weihnachten“, dass er an einem „möglichst langsamen und grauenvollen Tod sterben“ solle.

            Diese Dämonisierung trifft seid Jahren jeden, der den Meinungskorridor verlässt. Sie kann jedenfalls jeden treffen.

            Man bringt ein Sachargument, und schon geht das Geschrei los. Rationales, unideologisches Denken ist kaum noch erlaubt.

            Das ist eine sehr gefährliche Entwicklung.

          • Kutschera jat jedes Recht, seine Meinung zu sagen. Kritisieren würde ich ihn aber trotzdem. Das Buch „Klimawandel im Notstandsland“ ist eine Katastrophe. Auf weiten Strecken unglaubliches Stammtischniveau, in sich widersprüchlich und schlampig argumentiert. Kritiker werfen häufig den Kritisierten vor, „wirr“ zu sehen. Meistens ist das Blödsinn, aber bei Kutschera ist das meiner Meinung nach tatsächlich so.

            Der selbsternannte „Neofeminist“ Kutschera scheint sich übrigens ziemlich an die Feministen anbiedern zu wollen. So findet Kutschera es ganz toll, dass die neue Chefeditorin von Science eine Frau ist (wenn ich mich rect erinnere). Eine andere Qualifikation als das richtige Geschlecht hat Kutschera nicht erwähnt. Kurz zusammengefasst ist der Inhalt eines Großteil des Buches: „Stimmt. Männer sind scheiße. Aber nur die Ausländer.“

          • „Das Buch „Klimawandel im Notstandsland“ ist eine Katastrophe.“

            Ich hab es auch gelesen. Eine Katastrophe ist das aber wirklich nicht.

            „Auf weiten Strecken unglaubliches Stammtischniveau, in sich widersprüchlich und schlampig argumentiert.“

            Was für Widersprüche?

            „Kritiker werfen häufig den Kritisierten vor, „wirr“ zu sehen. Meistens ist das Blödsinn, aber bei Kutschera ist das meiner Meinung nach tatsächlich so.“

            Finde ich nicht.

            „Der selbsternannte „Neofeminist“ Kutschera scheint sich übrigens ziemlich an die Feministen anbiedern zu wollen.“

            Überinterpretation. Denn wieso macht er dann Werbung für mein Buch?Und rezensierte es in den höchsten Tönen? Das ist aber wirklich kein Anbiedern an Feministinnen. Zumal er auch in seinem neuesten Buch Dinge sagt, die fast jede feministische Galle zum Überschäumen bringen dürfte.

            „So findet Kutschera es ganz toll, dass die neue Chefeditorin von Science eine Frau ist (wenn ich mich rect erinnere). Eine andere Qualifikation als das richtige Geschlecht hat Kutschera nicht erwähnt.“

            Er ist gegen Quoten. Er wollte damit wohl nur sagen, dass er nichts gegen Frauen in der Wissenschaft hat, sofern die da ohne Quoten reinkommen.

            „Kurz zusammengefasst ist der Inhalt eines Großteil des Buches: „Stimmt. Männer sind scheiße. Aber nur die Ausländer.“

            Nein, solche plattitüden sind da nicht zu finden.

          • Ich hatte auf Amazon das Buch ziemlich verrissen, inklusive Widersprüche bei seine Aussagen zum Klima. In einem Satz beschreibt Kutschera wie CO2 eine Klimaerwärmung verursacht, und gleich im nächsten leugnet er genau das. Ja, das ist wirr.

            Mal zum Stammtisch-Niveau. Den hohen Männeranteil bei Migranten erklärt Kutschera damit, dass die Migranten es nicht nötig fänden, Frauen mitzunehmen, denn „Kinder [können] jederzeit hier in Deutschland von versklavtem weiblichen ‚Menschenmaterial‘ als Mütter, ’nachproduziert‘ werden“ (S.115).
            Das ist ja wirklich eine steile These. Haben die Migranten das gesagt? Migration ist extrem gefährlich, Männer sind risikobereiter und denen wird das eher zugemutet als Frauen. Das ist der Grund, und nicht weil die Männer dachten, es sei ja viel einfacher, hier Frauen zu versklaven.

            Hier eine andere Stelle. Afrikanische Männer legen großen Wert auf eine Frau und leibliche Kinder, „aber genau das wird ihnen in Deutschland (noch) nicht von der Regierung bereit gestellt“ (S.106).
            Kutschera befürchtet allen Ernstes, dass die deutsche Regierung in Zukunft afrikanische Männer mit Frauen versorgt. Ich nenn das Stammtisch-Niveau.

          • „Ich hatte auf Amazon das Buch ziemlich verrissen,“

            Allein der Satz von Dir

            „Ich hab es nur bis Seite 142 geschafft, ein bisschen bei den Klima-Kapiteln quer gelesen und dann entnervt aufgegeben.“

            zeigt, wie unseriös Deine Rezension ist. Du hast das Buch also zum größten Teil gar nicht gelesen.

            “ inklusive Widersprüche bei seine Aussagen zum Klima. In einem Satz beschreibt Kutschera wie CO2 eine Klimaerwärmung verursacht, und gleich im nächsten leugnet er genau das. Ja, das ist wirr.“

            Ich hab mir die Stelle gerade extra nochmal angeguckt,. Du reißt völlig aus dem Zusammenhang. Du hast nicht das gesamte Berücksichtigt, das was vorher da noch steht.

            Er schreibt, dass die CO2-Schwankungen der Atmosphäre wohl Folgen von Temperaturschwankungen sind, zumindest in erster Linie. Und dass sekundär bzw. als schwächerer Effekt das durch die Erwärmung freigesetzte CO2 laut Harris weiter zur Erwärmung beiträgt. Es ließe sich aber insgesamt nicht beweise, dass CO2 generell zum Temperaturturanstieg führe, auch wenn es ein treibhausgas ist, denn andere Faktoren sind wohl stärker.

            So in der Art argumentiert er. Das muss nicht besonders glücklich oder unmissverständlich ausgedrückt sein, man kann hier aber auch nicht einfach leichtfertig unterstellen, es sei falsch oder gar wirr.

            Mal zum Stammtisch-Niveau. Den hohen Männeranteil bei Migranten erklärt Kutschera damit, dass die Migranten es nicht nötig fänden, Frauen mitzunehmen, denn „Kinder [können] jederzeit hier in Deutschland von versklavtem weiblichen ‚Menschenmaterial‘ als Mütter, ’nachproduziert‘ werden“ (S.115).
            Das ist ja wirklich eine steile These. Haben die Migranten das gesagt? Migration ist extrem gefährlich, Männer sind risikobereiter und denen wird das eher zugemutet als Frauen. Das ist der Grund, und nicht weil die Männer dachten, es sei ja viel einfacher, hier Frauen zu versklaven.“

            Wieder aus dem Zusannehang gerissen. Was er da schreibt, ist zumindest nach seiner Einschätzung ein Teil der Wahrheit.

            „Hier eine andere Stelle. Afrikanische Männer legen großen Wert auf eine Frau und leibliche Kinder, „aber genau das wird ihnen in Deutschland (noch) nicht von der Regierung bereit gestellt“ (S.106).
            Kutschera befürchtet allen Ernstes, dass die deutsche Regierung in Zukunft afrikanische Männer mit Frauen versorgt. Ich nenn das Stammtisch-Niveau.“

            Überspitzte Kritik ist das halt.

          • „Es ließe sich aber insgesamt nicht beweise, dass CO2 generell zum Temperaturturanstieg führe, auch wenn es ein treibhausgas ist, denn andere Faktoren sind wohl stärker.“

            Du widersprichst dir ja selber. Auch wenn andere Faktoren stärker sind, was ich für den aktuellen Anstieg nicht wirklich weiß und Kutschera auch nicht, bedeutet das nicht, dass CO2 nicht zu einem Temperaturanstieg führt. Ihr seid doch Naturwissenschaftler. Ich versteh nicht, wie man so unpräzise formulieren kann. Und welche anderen Faktoren denn? Die Sonne oder sekundäres CO2? Letzteres ist auch CO2.

            Kutschera schreibt:
            „Ich gehöre zu den Wissenschaftlern, die einen ursächlichen Zusammenhang zwischen der anthropogenen CO2-Emission und der Erderwärmung vermuten, …“ (S.332). In der Überschrift zu Kapitel 9 heißt es „… Widerlegung der CO2-Erwärmungshypothese“, was ich als Etikettenschwindel bezeicnnen würde, auch wenn man im Nachhinein noch beliebig relativieren kann, was genau man denn mit der CO2-Erwärmungshypthese gemeint hatte.

            „Was er da schreibt, ist zumindest nach seiner Einschätzung ein Teil der Wahrheit. “
            Auch ein Teil der Wahrheit ist eine Wahrheit. Interessant deine Formulierung „nach seiner Einschätzung“. Es geht hier immerhin um die Behauptung, die Migranten hätten die Frauen nicht mitgenommen, weil sie den Plan verfolgen, bei uns Frauen zu versklaven. Für solch eine Unterstellung sollte man schon mehr Evidenz zu bieten haben, als eine persönliche Einschätzung.

            „Überspitzte Kritik ist das halt.“
            Genau wie bei „Männer sterben nicht schnell genug“.

            Im übrigen ist meine Rezension nicht unseriös, nur weil ich nur einen Teil des Buches gelesen habe. Ich habe genau angegeben, welcher Teil das ist, und den hab ich auch gelesen. Das ist höchstens unvollständig.

          • „Du widersprichst dir ja selber.“

            Ich zitiere nur.

            „Auch wenn andere Faktoren stärker sind, was ich für den aktuellen Anstieg nicht wirklich weiß und Kutschera auch nicht,“

            Ich weiß es auch nicht. Auch das war von mir nur ein Zitat.

            „bedeutet das nicht, dass CO2 nicht zu einem Temperaturanstieg führt. Ihr seid doch Naturwissenschaftler. Ich versteh nicht, wie man so unpräzise formulieren kann. Und welche anderen Faktoren denn?“

            CO2 ist ein Treibhausgas. Das weiß er und hat es nie bestritten. Nun geht es aber um fragen wie ob der Anstieg in der Größenordnung bzw. das Ausgangsniveau plus diesem Anstieg für eine wesentliche Temperaturerhöhung reicht, oder ob andere Faktoren stärker sind, und CO2 eher die Folge als Ursache einer Temperaturerhöhung ist. „Eher“ schließt nicht aus, das CO2 etwas die Temperatur anheizt.

            So verstehe ich seine Argumentation. Ich will nicht behaupten, dass die Stelle besonders gut ausgedrückt ist.

            Allerdings ist das Erklären solcher Sachverhalte auch nicht einfach, gerade laiengerechtes Erklären, und man sollte nicht vergessen, dass er das neben einem sehr zeit- und kraftaufwendigen Beruf verfasst hat.

            „Die Sonne oder sekundäres CO2? Letzteres ist auch CO2.“

            Die Sonne hat einen Einfluss. Andere Weltall-Gesichten wie Erde-Sonne.Abstand und so auch.

            Sekundäres CO2 ist natürlich auch welches.

            „Kutschera schreibt:
            „Ich gehöre zu den Wissenschaftlern, die einen ursächlichen Zusammenhang zwischen der anthropogenen CO2-Emission und der Erderwärmung vermuten, …“ (S.332). In der Überschrift zu Kapitel 9 heißt es „… Widerlegung der CO2-Erwärmungshypothese“, was ich als Etikettenschwindel bezeicnnen würde,“

            Er meint damit, wenn ich ihn richtig verstehe, dass grunsätzlich CO2 als Treibhausgas wirkt, aber die Konzentration von diesem Gas und der Anstieg keine sooo starken Effekte hat. Das ist hier wohl mit Widerlegung der CO2-Erderwärmungshypothese gemeint.

            „auch wenn man im Nachhinein noch beliebig relativieren kann, was genau man denn mit der CO2-Erwärmungshypthese gemeint hatte.“

            Ich verstehe ihn halt so.

            „„Was er da schreibt, ist zumindest nach seiner Einschätzung ein Teil der Wahrheit. “
            Auch ein Teil der Wahrheit ist eine Wahrheit. Interessant deine Formulierung „nach seiner Einschätzung“. Es geht hier immerhin um die Behauptung, die Migranten hätten die Frauen nicht mitgenommen, weil sie den Plan verfolgen, bei uns Frauen zu versklaven. Für solch eine Unterstellung sollte man schon mehr Evidenz zu bieten haben, als eine persönliche Einschätzung.“

            Es gibt in solchen Kulturkreisen wohl schon viele Männer, die ihre Frauen so behandeln, dass auch mir die Haare kerzengerade zu Berge stehen. Ich gehe davon aus, dass er das in seinem Buch nicht einfach so dahersagt.

            „„Überspitzte Kritik ist das halt.“
            Genau wie bei „Männer sterben nicht schnell genug“. “

            Nein, da sehe ich schon noch erhebliche Unterschiede.

            „Im übrigen ist meine Rezension nicht unseriös, nur weil ich nur einen Teil des Buches gelesen habe. Ich habe genau angegeben, welcher Teil das ist, und den hab ich auch gelesen. Das ist höchstens unvollständig.“

            Also, auch wenn ich in dieser Rezension besser wegkomme als zwei Biologieprofessoren, finde ich schon, dass gerade bei einer negativen R. alles gelesen werden sollte.

            Ich selbst hab jetzt zu meinem Buch 100 Rezensionen, und gehe davon aus, das die vielen Ein-Sterne-Rezensionen auf einem ausgiebigen Nichtlesen beruhen.

            Und einem ausgiebigen Nichtverstehen.

          • „Also, auch wenn ich in dieser Rezension besser wegkomme als zwei Biologieprofessoren, finde ich schon, dass gerade bei einer negativen R. alles gelesen werden sollte. “

            Ja, du kommst viel besser weg. Ich finde nur, dass dein Buch doppelt so gut wäre, wenn es halb so lang wäre. Das ist alles. Einige Rezensionen zu deinem Buch würde ich auch als absolute Frechheit bezeichnen. Wer dir Biologismus vorwirft, hat es wirklich gar nicht gelesen. Und das dann auch noch mit so einem überheblichen „Biologie, 1. Semester“ (wenn ich mich recht erinnere).

            Ich finde aber trotzdem, dass man ruhig schreiben kann, warum man ein Buch nicht zu Ende gelesen hat. Bei Rezensionen von Frank Schätzing ist es schon ziemlich komisch, wenn gefühlte 90% der Leser seine Romane vor Ende in die Ecke schmeißen.

          • „Ja, du kommst viel besser weg. Ich finde nur, dass dein Buch doppelt so gut wäre, wenn es halb so lang wäre.“

            Es ist zu lang. Es ist aufs Fachliche, nicht aufs Kommerzielle optimiert, kann ich jetzt im Nachhinein sagen.

            Es wird irgendwann eine Kurzfassung geben. Und so eine kann man aus meiner Sicht sogar besser schreiben, wenn man schon mal eine Langfassung angefertigt hat. also fachlich besser.

            „Das ist alles. Einige Rezensionen zu deinem Buch würde ich auch als absolute Frechheit bezeichnen. Wer dir Biologismus vorwirft, hat es wirklich gar nicht gelesen. Und das dann auch noch mit so einem überheblichen „Biologie, 1. Semester“ (wenn ich mich recht erinnere).“

            Ja, solche Frechheiten sind da jede Menge bei.

            „Ich finde aber trotzdem, dass man ruhig schreiben kann, warum man ein Buch nicht zu Ende gelesen hat. Bei Rezensionen von Frank Schätzing ist es schon ziemlich komisch, wenn gefühlte 90% der Leser seine Romane vor Ende in die Ecke schmeißen.“

            Klar, kann man natürlich so sehen, wie man will.

          • Dann freu ich mich auf die neue Version deines Buches. Bei aller Kritik an Kutschera bin ich sehr auf deiner Seite.

  2. Die digitalen linken Spießer

    https://www.zeit.de/kultur/2020-07/identitaetspolitik-linke-intoleranz-zensur-demokratie-meinungsfreiheit/komplettansicht

    Das Schlimmste an den gegenwärtigen Spießern ist nun aber nicht, dass sie ahistorisch denken, jedes (vermeintlich) verunglückte Wort zur Würde des Skandals erheben, ständig Situationen des Verdachts organisieren (Wer hat was zu wem gesagt?) oder aus den Menschen wieder reumütige Geständnistiere zu machen versuchen. Das alles ist bloß schlimm. Schlimmer als schlimm ist, dass sie sich immer noch widerständig und „alternativ“ fühlen, obwohl sie längst einem kulturell tonangebenden Milieu angehören. Eine unerlässliche Voraussetzung von Toleranz – und dieser Satz steht fest – liegt im ehrlichen Selbsteingeständnis von eigener Macht ….

    Es ist wirklich überhaupt nicht das Problem, dass die Linke mangelnde Selbstreflexion bezüglich ihrer tatsächlichen Machtposition aufweist. Ihre Ideologien und ganz allgemein ihre Weltanschauung sind das Problem. Und daher sind sie so intolerant, antidemokratisch, totalitär, antiintellektuell und autoritär. Liegt alles daran, dass sie unbedingt Gegner des „kapitalistischen Systems“ sein wollten. Daher kommt die unbedingte Solidarität mit jedem idiotischen Irrationalismus, hauptsache er ist gegen „den Westen“ gerichtet. Das ist auch nicht „spiessig“, sondern fanatischer Wahn. Der neue Linke ist kein Spiesser, sondern ein regelrechter Wahnfried.

    • Uiuiui, wie ist denn dieser Artikel durch die Meinungskontrolle bei ZEIT Online gekommen? Wer ist verantwortlich und muß jetzt gehen??
      Vielleicht hat ihn der Satz „Denn natürlich gibt es, anders als es die politische Rechte behauptet, tatsächlich strukturellen Sexismus und Rassismus in Deutschland“ gerettet, aber fast der ganze Rest ist ziemlich lesenswert.

      • Meine Meinung: eine Pseudokritik ohne Substanz, damit es so wirkt als sei man selbstkritisch. Den Harper´s Brief konnte man nicht einfach ignorieren. Den besten Aspekt fand ich, dass der Autor den Ursprung von der „Philosophie“ Butlers und anderer bei Hegel (und nicht Marx, der ja auch nur Hegel-Adept war) liegen würde, das liest man nicht jeden Tag.

        • Na ja, Butler hat sich nicht „bei Hegel“ bedient, sondern bei der Dialektik zwischen Herrschaft und Knechtschaft in der der „Phänomenologie des Geistes“. Dieses „Kapitel“ ist ein ziemlich genau 9 Seiten lang (von 590 Seiten des Buchs). Dass das einen philosophischen „Ursprung“ legitimiert ist ein bisschen übertrieben.

          • @ Crumar

            Judith Butler bezieht sich in in ihren typischen gender-/queer-feministischen Schriften m.W. nicht auf Hegel.

            Nicht nur der nicht-politisch-korrekte französische Postmodernismus, auch (und erst Recht) der US-amerikanische politisch korrekte Postmodernismus sind ja anti-hegelianisch ausgerichtet.

            Klassischer Hegelianismus, aber auch die meisten Formen von Neo-Hegelianismus stellen eine „Philosophie der Synthese“ dar (auch wenn Hegel den Begriff Synthese nicht verwendete) .

            Postmodernismus/Poststrukturalismus bedeutet hingegen „Philosophie der Differenz“, ist also das Gegenteil davon. Der gesamte Postmodernismus – sowohl in seiner positiven nicht-politischen-korrekten Variante wie in seiner negativen politisch korrekten Variante – stellt eine Gegenreaktion zur hegelianischen Philosophie dar. Postmodernismus/Poststrukturalismus kann man philosophiegeschichtlich m.E. überhaupt nur verstehen, wenn man berücksichtigt, dass es eine gegen Hegel gerichtete philosophische Strömung ist.

            Es ist in einer späteren Phase ihres Werkes, in der Judith Butler sich auch auf Hegel bezieht und zwar tut sie dies in einem anerkennungstheoretischen Kontext. Judith Butler versucht eine poststrukturalistische Neu-Interpretation von Hegels Anerkennungsbegriff. Das ist quasi ein Konkurrenzprojekt zu der (von mir geschätzten) Anerkennungstheorie von Axel Honneth.

            Axel Honneth hat Hegels Anerkennungsbegriff ja für die Gegenwart aktualisiert. Damit kann Judith Butler aber nichts anfangen, denn Axel Honneth ist als Vertreter der Kritischen Theorie natürlich nicht postmodenisisch/poststrukturalistisch orientiert. Judith Butler möchte nun also versuchen Hegels Anerkennungsbegriff durch die Brille ihres spezifischen Poststrukturalismus-Verständnisses neu zu interpretieren, um eine alternative Anerkennungstheorie zu entwickeln, die gerade nicht traditionell-hegelianisch, sondern poststrukturalistisch ausgerichtet ist.

          • „Dass das einen philosophischen „Ursprung“ legitimiert ist ein bisschen übertrieben.“

            Die Anführungszeichen hatte ich deshalb um Philosophie gesetzt. Woran ich dachte war die implizite Idee Butlers, dass der Freiheitskampf gegen die ganze Matrix-hafte Unterdrückung überhaupt eine Motivation braucht und hier hilft tatsächlich der Hegelsche Weltgeist, der antithetisch ist, als deus ex machina weiter. Ich weiss nicht, ob sie das je begründet hat, warum der Kampf gegen das totale Patriarchat überhaupt möglich war, aber Hegel hilft hier offenbar weiter. Analog war es für Marx ausgemachte Sache, dass das Proletariat die Herrschaft übernehmen würde, weil das eben so vom Weltgeist vorgesehen wäre.

          • @Leszek

            „Judith Butler versucht eine poststrukturalistische Neu-Interpretation von Hegels Anerkennungsbegriff. Das ist quasi ein Konkurrenzprojekt zu der (von mir geschätzten) Anerkennungstheorie von Axel Honneth.“

            Könntest du mir bitte verraten, um welche Texte es sich da handelt? Würde ich gerne lesen.
            Für das Publikum: Hegel spielt in „Gender Trouble“ exakt 0,0% eine Rolle (Marx auch nicht, Kritische Theorie dito)

            „Der gesamte Postmodernismus – sowohl in seiner positiven nicht-politischen-korrekten Variante wie in seiner negativen politisch korrekten Variante – stellt eine Gegenreaktion zur hegelianischen Philosophie dar.“

            Hmmm. Ich finde Foucault in seinen früheren Werken – ich kenne allerdings auch keine anderen – in seiner Denkweise von Hegel und von Marx beeinflusst, gerade weil er gegen letzteren argumentiert.
            Durchaus über Umwege, gebe ich zu – seine gesamte Argumentation gegen die „Repressionsthese“ in „Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit 1“ richtet sich m.E. gegen Reich (womit er sehr spät rausrückt).

            „Judith Butler möchte nun also versuchen Hegels Anerkennungsbegriff durch die Brille ihres spezifischen Poststrukturalismus-Verständnisses neu zu interpretieren, um eine alternative Anerkennungstheorie zu entwickeln, die gerade nicht traditionell-hegelianisch, sondern poststrukturalistisch ausgerichtet ist.“

            Ok?! Ich kenne die traditionelle Überlieferung, dass Cojevé für die französischen Poststrukturalisten das Verständnis von Hegel geliefert hat und alle seine Seminare besuchten.
            (Wobei ich mich ernsthaft frage, ob Hegel überhaupt übersetzbar ist, ich habe da Zweifel)

          • @Alex

            „hier hilft tatsächlich der Hegelsche Weltgeist, der antithetisch ist, als deus ex machina weiter.“

            Ich glaube, hier herrscht ein (zentrales) Missverständnis vor.
            Wenn du Hegel gefragt hättest, ob Philosophie eine Wissenschaft, vergleichbar mit Physik oder Chemie sei, dann hätte er das natürlich bejaht. Genauso, ob es einen Gott gibt, eine zeitgemäßes Christentum, einen vernünftigen Staat.
            Sieh es eher anders herum: Bevor Gott verschwindet, ist er einfach überall und verwirklicht sich selbst.

            „Ich weiss nicht, ob sie das je begründet hat, warum der Kampf gegen das totale Patriarchat überhaupt möglich war, aber Hegel hilft hier offenbar weiter.“

            Goethe hat den radikalen Teil von Hegel wunderbar formuliert und Mephisto in den Mund gelegt:

            [Ich bin] ein Teil von jener Kraft,
            Die stets das Böse will und stets das Gute schafft. …
            Ich bin der Geist, der stets verneint!
            Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
            Ist wert, daß es zugrunde geht;
            Drum besser wär’s, daß nichts entstünde.
            So ist denn alles, was ihr Sünde,
            Zerstörung, kurz das Böse nennt,
            Mein eigentliches Element.

            „Analog war es für Marx ausgemachte Sache, dass das Proletariat die Herrschaft übernehmen würde, weil das eben so vom Weltgeist vorgesehen wäre.“

            Ähmm, gerade im „Kommunistischen Manifest“ gibt es tatsächlich Passagen, die diese Sicht unterstützen. Nämlich in der Zuspitzung auf die Fronten zwischen einem verarmenden Proletariat und der Bourgeoisie auf die der Kampf zwischen dem „Endboss“ hinauslaufen würde. Marx wusste später, das ist eine so nicht zutreffende Beschreibung der Realität.

          • @ Crumar

            „Könntest du mir bitte verraten, um welche Texte es sich da handelt? Würde ich gerne lesen.“

            Ich kenne es aus:

            Judith Butler – Raster des Krieges: Warum wir nicht jedes Leid beklagen, Camus, 2010

            „Hmmm. Ich finde Foucault in seinen früheren Werken – ich kenne allerdings auch keine anderen – in seiner Denkweise von Hegel und von Marx beeinflusst, gerade weil er gegen letzteren argumentiert.“

            Ganz am Anfang war Foucault noch von Hegel beeinflusst, dann entwickelte er aber nach und nach ein Verständnis von Geschichte, das direkt gegen die hegelsche Geschichtsphilosophie und gegen den marxschen historischen Materialismus gerichtet ist.

            „Durchaus über Umwege, gebe ich zu – seine gesamte Argumentation gegen die „Repressionsthese“ in „Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit 1“ richtet sich m.E. gegen Reich (womit er sehr spät rausrückt).“

            Ja, gegen Reich und gegen Marcuse

            „Ok?! Ich kenne die traditionelle Überlieferung, dass Cojevé für die französischen Poststrukturalisten das Verständnis von Hegel geliefert hat und alle seine Seminare besuchten.“

            Judith Butler ist ursprünglich in Philosophiegeschichte ausgebildet worden. Dabei ist sie bekanntlich nicht geblieben, sondern ist auf Feminismus und (Anti-)Diskriminierungsthemen umgestiegen und das war m.E. ihr großer Fehler. Als postmoderne Feministin finde ich Judith Butler übel. Wenn sie sich aber auf philosophiegeschichtliche Themen beschränkt, ist sie m.E. manchmal lesbar.

  3. Mit „eindimensional“ ist sicher die „objektive“ und „faktische“ Berichterstattung von einst gemeint. Diese ist ja so überaus politisch, denn sie stützt das heteronormative sexistische Patrarchat zum Zwecke des Molochs Kapitalismus. Aber die wahrheits- und freiheitsliebenden DLF-Journalistienden können sich der Unterdrückung entziehen und die Befreiung der deutschen Bevölkerung und dann der ganzen Welt leisten, das ist ja ihr wirklicher Job.

  4. Das ist nicht „dürftig“, sondern eine klare Parteinahme. Für die antiamerikanischen Terroristen nämlich.

    Das kennt man von ihrer jahrzehntelangen Kumpanei mit der PLO, da kommt das her.

  5. Jemand hat doch hier vor ein paar Tagen der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß das Kippen des Parite- Gesetzes auch innerparteiliche Konsequenzen nach sich zieht.

    bei Genderama gefunden:

    „Aber auch die Parteien mit Statuten, die verbindliche Quotenregelungen vorschreiben, werden jetzt durch das Erfurter Urteil zur Ordnung gerufen. Entsprechende Regelungen bei den Grünen, der Linken und den Sozialdemokraten sind verfassungswidrig. Parteien sind keine x-beliebigen privatrechtliche Vereinigungen oder Vereine wie ein Handballclub oder ein Gesangsverein. Sie sind vielfältig, auch verfassungsrechtlich, privilegiert, u.a. auch deshalb weil ihnen die Aufgabe zukommt, bei der politischen Willensbildung des Volkes mitzuwirken. Dabei ist den Parteien klar vorgeschrieben: „Ihre innere Ordnung muss demokratischen Grundsätzen entsprechen.“ (Art. 21 GG). Verbindliche Quotenregelungen widersprechen freilich Art. 21 GG.“

    https://genderama.blogspot.com/

    Ich würd mich so wälzen, wenn die jetzt tatsächlich noch ihre eigenen Parteiquoten abschaffen müssten, Wind gesäht, und Sturm geerntet. ;-)))

    • Ihre innere Ordnung muss demokratischen Grundsätzen entsprechen.“ (Art. 21 GG).

      Das ist auch meine Meinung, und ich hätte auch auf eine entsprechende Klärung gehofft, aber gerade dieses Urteil hat mir einen ziemlichen Dämpfer verpaßt. Kompletter Text:

      http://www.thverfgh.thueringen.de/webthfj/webthfj.nsf/$$webservice?openform&thverfgh&entscheidungen

      Dort steht auf Seite 28 der Passus:

      Dabei ist der Hinweis der Landesregierung, paritätische Quotenregelungen in Parteisatzungen würden weitestgehend für verfassungsgemäß gehalten, für sich genommen gewiss zutreffend. Doch solche Quotenregelungen finden ihre Rechtfertigung in der durch Art. 21 Abs. 1 GG garantierten Freiheit der Parteien, ihre innere Ordnung ihren programmatischen Zielen anzupassen.

      Mit dem gleichen Argument sind auch reine Frauenparteien wie die Feministische Partei Die Frauen nicht illegal.

      Allerdings ist der Passus nur eine Nebenbemerkung, die nicht genau durchdacht ist. Wenn das Frauenstatut Thema einer Verfassungsklage auf Bundesebene oder in einem Bundesland mit weniger feministischer Gleichstellung in der Landesverfassung wäre, müßte man schon genauer hinsehen.

      Wenn der Passus stimmt und das Frauenstatut nicht grundgesetzwidrig ist, dann wird aber umgekehrt ein Schuh daraus: Die Grünen wären gezwungen, „ihre programmatischen Ziele“ zu benennen, die das Frauenstatut rechtfertigen. Also z.B. die Absicht, ein Matriarchat zu errichten oder Frauen bedingungslos zu bevorzugen. Das wäre natürlich ein Offenbarungseid, der ihre Lügen über das angebliche Streben nach Gleichberechtigung offenbaren würde.

      Alleine wenn das Frauenstatut in der Öffentlichkeit besser bekannt würde, wäre das extrem hilfreich, weil dann der darin liegende Sexismus gegen Männer besser bekannt würde.

      • Es ist ja klar, warum die Grünen das mit der Quote machen: Männer und Frauen seien fundamental unterschiedlich und müssen daher fifty-filfty repräsentiert sein, in ihrer Partei und am besten überall. Denn nur so kann überhaupt eine demokratische Verwirklichung der Ideen beider Geschlechter stattfinden.

        Ich kann man keine andere Begründung auch nur vollstellen. Nur so kann man die Quote sinnvoll begründen.

        Dann allerdings ist die Gleichheit vor dem Gesetz Makulatur und die ist *der* tragende Grundpfeiler der Demokratie schlechthin. Was könnte wichtiger sein? Nichts! Zu ersetzen wäre die Gleichheit vor dem Gesetz durch ein „Jedem das Seine“, was nicht zufällig einschlägig bekannt ist.

        Aus der Nummer sollte man sie nicht entlassen. Der Versuch das Gleichheitsprinzip abzuschaffen kann nur als Angriff auf die Demokratie als solcher gewertet werden, das ist hinreichend klar jetzt.

          • okay, mein Fehler! Ist ja auch naheliegend, dass eine Frauenquote gegen 100 % bei den Grünen angestrebt wird, denn für die sind Frauen ja rundherum die höherwertigen Menschen und Männer ein vorsintflutliches Auslaufmodell. So, nun stimmt´s.

            Und das ist noch GG-feindlicher als die 50%-Repräsentationsquote, denn hier wird einem erheblichen Teil der ganzen Menschheit schlicht die Daseinsberechtigung abgesprochen und die Würde sowieso.

            Warum die Gesellschaft das überhaupt akzeptiert, obwohl es den eigenen Grundsätzen widerspricht? Weil der Quatsch schon allzusehr geglaubt wird (ohne dass gross darüber reflektiert werden würde).

        • Ich glaub die „Begründung“ für Quoten funktioniert in feministischen Köpfen etwas anders: Gleichberechtigung muss gleiche Anzahl hervorbringen. Wenn in irgendeinem Bereich ungleiche Zahlenverhältnisse herrschen, ist Diskriminierung des Minderheits-Geschlechts die einzig denkbare Erklärung. Wenn Vater Staat mit seiner Macht gleiche Zahlen erzwingt, hat er deshalb gleichzeitig die Diskriminierung beseitigt. So denken die. Die mehrfachen Logikbrüche in der Herleitung sehen sie nicht, im Zweifel sind sie ihnen egal.

          • Die Begründung ist leider falsch. Denn bei den Frauen- und sonstigen Quoten geht es ja immer um eine Mindestquote.

          • Sie werfen ihre Logik aber sofort über den Haufen, sobald Männer unterrepräsentiert sind. Daher glauben sie nicht wirklich daran, sondern immer nur wenn es ihnen nützt.

    • „Ich würd mich so wälzen, wenn die jetzt tatsächlich noch ihre eigenen Parteiquoten abschaffen müssten, Wind gesäht, und Sturm geerntet. ;-)))“

      Da müssen wir schon unterscheiden. Regelungen für die Listenaufstellung betreffen ja alle Wähler, welche diese Listen wählen können. Andere parteiinterne Quoten (z. B. für die Vorstandswahl) betreffen primär die in der betroffenen Partei aktiven Personen. Es gehört zu den Grundsätzen des Parteiengesetzes, den Parteien sehr viel Spielraum zu geben wie sie sich organisieren wollen. Das ist nicht nur gut so sondern auch wenig überraschend, schließlich sind die Leute die das Gesetz beschließen alle in einer Partei 😉

      Daher halt ich es für relativ wahrscheinlich dass parteiinterne Regelungen relativ mehr Spielraum haben als das in Thüringen zurecht höchstrichterlich ausgeschaltete Gesetz. Parteiintern aufgestellte Quoten für die Listenwahl oder starke Einschränkungen der Mitgliederrechte aufgrund des Geschlechts sind aber vermutlich rechtlich angreifbar. Z. B. die Geschlechter-Regelung bei den Grünen zur Rednerliste (wenn keine Frauen mehr auf der Rednerliste stehen darf erst mal auch kein Mann mehr reden) ist dann ein Grenzfall.

  6. „Ich würd mich so wälzen, wenn die jetzt tatsächlich noch ihre eigenen Parteiquoten abschaffen müssten, Wind gesäht, und Sturm geerntet. ;-)))“

    Die Grünen machen intern ja keine Parität sondern Frauenbevorzugung, und das schon seit den 1980er Jahren. Ich glaube nicht dass ihnen das jetzt plötzlich verboten wird, wenn das so lange geduldete wurde. Lustig wäre nur ein Unteraspekt gewesen: Wenn das Paritätsgesetz durchgekommen wäre, wären die Grünen gezwungen gewesen, den Frauenanteil in ihren eigenen Wahllisten zu senken. Daran hatten die gar nicht gedacht. Dazu wird es nun aber nicht mehr kommen.

    • „Ich glaube nicht dass ihnen das jetzt plötzlich verboten wird, wenn das so lange geduldete wurde.“

      Die Dauer des Unrechts spielt mMn keine Rolle. Viel schwieriger dürfte sein, jemanden zu finden, der als Betroffener – ein männliches Parteimitglied, das nicht reden oder kandidieren darf – klagt, und zwar durch alle Instanzen hindurch. Alleine Dauer und Kosten so eines Verfahrens sind prohibitiv. Ich wüßte jedenfalls nicht, wer sonst noch einen Klageweg beschreiten könnte.
      D.h. das ganze kann allenfalls über Publikmachung und öffentlichen Druck in Bewegung gesetzt werden.

  7. Das denkt und hat man hier auch gedacht, aber nun sitzen diese Leute z.B. bei der Bundeswehr und erzählen den Soldaten das ist alle eine toxische Männlichkeit haben.

    • Es ging und geht ja nie darum, moralisch zu sein. Sondern so auszusehen wenn es opportun ist. Und eine Marke wie Apple ist zwingend darauf angewiesen, dynamisch frisch jugendlich progressiv zu wirken.

      Worum gehts wirklich:

    • „Begründet wird der Wunsch nach gegenderter Sprache auch damit, dass man bei männlichen Worten eben nur an männliche Gruppen und nicht an gemischte Gruppen denken würde. Das ist aber nicht der Fall, woran man denkt hängt viel eher von den real existierenden Verhältnissen als der Sprache ab. “
      Sofern die Behauptungen der Genderideologen noch nicht zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung geworden sind, wie bei mir: Ich assoziiere z.B. immer noch „-er“ eher mit Männern, seit man mir das in der Schule beigebracht hat, dass „-er“ (vom natürlichen Geschlecht her) männlich sei, auch wenn ich inzwischen weiß, dass das falsch ist. Das heißt es kann sogar noch nachwirken, auch nach Erkenntnis der Wahrheit.

  8. Es gibt Black Studies, in denen schwarze Persönlichkeiten hervorgehoben werden, die ansonsten z.B. nicht in Geschichte auf dem Lehrplan stehen.
    Das gleiche gibt es auch bei den Asian Studies, den Gay Studies und natürlich den Women Studies.

    Und dann gibt es noch die Whiteness Studies, bei denen es aber eigentlich um Weiße geht und in denen Weißen eingeredet werden soll, das sie rassistisch sind, ohne wenn und aber und selbst wenn sich dessen selbst nicht bewusst sich und alle Nicht-Weißen immer mit aller größten Respekt behandelt haben, sie trotzdem tief im inneren Rassisten sind, weil sie weiß sind. Alles was sie erreicht haben, haben sie nur ihren Privilegien zu verdanken und die Gesellschaft in der sie leben, und in die alle Welt immigrieren will, ist durch und durch rassistisch. Selbstredend ist alles positive an dieser Gesellschaft natürlich der harten Arbeit von PoC zu verdanken, und nicht etwas den Weißen selbst, die in den USA immer noch die Mehrheit der Bevölkerung ausmachen.

    Das ist staatlich geförderter und betriebener Rassismus gegen Weiße und die meisten super Linken klatschen heute Beifall.

  9. Der Top-Wert nicht der, sondern für den ganzen Sinnzusammenhang der Verfassung ist die Gleichberechtigung.

    Dann ist auch klar, woher der „Extremismus der Mitte“ kommt. Er kommt von den Wählern und Mitgliedern von SPD, Grünen und der CDU. Denn diese wollen den speziellen Wert der Gleichberechtigung nicht anerkennen, diese sogar abschaffen.

    Ich bin mir sicher, dass Polenz hier an etwas ganz anderes dachte. Keine Ahnung was, aber der Tweet war ein echtes Eigentor.

    • Wie ist denn das mit den hochprivilegierten Kiddies, die sich ganz dem Revoluzzertum widmen können. Ist der „Extremismus aus der Mitte“ nicht auch genealogisch zu begreifen. Mir ist jedenfalls aufgefallen, dass die extremsten Politextremen regelmässig und tendenziell aus den oberen Schichten kommen. Man muss sich das nämlich leisten können.
      Und heute ist es Rassismus als Cargo-Kult a la Scientology oder moralisches Pyramidenspiel. Wie blasiert und einfach bösartig und habgierig das ist. Der autoritäre Gestus noch obendrauf als Krönung.

  10. This is unfailingly the way these outrage scenarios play out. A person shares an opinion expressing their reaction to a work, which is just their opinion, but it gains unprecedented momentum when those wanting to amplify their own voices share their agreement, creating a snowball effect which in the moment can feel overwhelming to those being targeted. All of these voices “shouting” at the offending artist or artistic venue become a mob making demands that are very difficult to ignore, especially on social media, where the notifications of their activity flood the inboxes and cell phones of the account holders in question.

    Auf Medium.com ansehen

    • „This is an ongoing campaign attempting to dismantle the establishment of the perceived gatekeepers of the poetry world elites, in order to elevate the “marginalized voices” that are supposedly suppressed by these gatekeepers.“

    • Anders als die Zerstörung und Vandalierung von Denkmäler ist das Verunstalten von „Black Lives Matter“ Schriftzügen heute ein Hate Crime. Wäre interessant ob man sie deswegen belangt.

  11. lol

    Es gibt 47.4 Million afrikanische Amerikaner. Jeder bekommt 151 Millionen Dollar, das Kosten dann nur 7.157.400.000.000.000 Dollar und dann sind die Schwarzen, die niemals selbst Sklaven waren vielleicht mal zufrieden.

    Btw.

    ^^

    und ich bezweifle das sie dann aufhören in der Vergangenheit zu leben.

  12. Teens peacefully beating white supremacist with Nazi toddler.

    Die Medien sind so rassistisch. Nie berichten sie über vergleichbare Fälle, bei denen eine Horde Weißer auf einen einzelnen Schwarzen eintritt.

  13. Heilige kann man in der Kirche suchen, aber doch nicht in der Politik!

    Der nennt sich auch noch selbst(bewusst) einen Spiesser? lol

  14. Die Welt wäre ohne Zweifel besser ohne Weiße Nationalisten, aber wie die Medien diese aufblasen und gleichzeitig Islamisten oft entschuldigen, ist heuchlerisch.

    Und wenn diese Zahlen stimmen, dann sind Kühe einer großere Bedrohung für Menschen:
    175 / 8 = 21.75 pro Jahr

    Cows url: text: Cows may look docile but they kill more than five times the number of people that sharks do. Using statistics from the U.S. Centers for Disease Control and Prevention, one research study reported an average of 22 deaths a year by bovines, typically due to stomping or goring.“

    https://abcnews.go.com/Health/shark-versus-cow-deadlier/story?id=24931705

    • „Die Welt wäre ohne Zweifel besser ohne Weiße Nationalisten“

      Das hängt nur davon ab, wie du „Nationalist“ definierst. Ich würde mal dagegenhalten und behaupten: die Welt wäre sehr viel besser, ohne weiße Globalisten. Denn den ganzen Farbigen fällt nicht im Traum so ein Unsinn ein, wie der, dass alle Menschen und Kulturen gleich wären…

      Gerade gestern wieder, auf ARD alpha, da kommt am WE immer so eine Retro-Sendung. War diesmal eine von 1968, da wurden zwei deutsche Frauen, zwei Entwicklungshelferinnen, in Bolivien gefilmt. Immerhin wird sowas überhaupt noch gezeigt. Die Moderation konnte sich aber nicht den dämlichen Hinweis verkneifen, dass die bolivianischen Dörfler als abergläubisch und primitiv bezeichnet würden, solche diskriminierenden Aussagen würde heutzutage zu Recht niemand mehr machen. Und dann kam der Film und bewies genau das: sie leben primitiv und sind abergläubisch. Und nicht sonderlich aufgeschlossen gegen die weißen Frauen, obwohl die billigste (Bezahlung in Naturalien, teilweise kostenlose) medizinische Behandlungen anboten und (typisch deutsch) Hygienetips geben und unter persönlichem Verzicht helfen wo es geht usw… Der ganze Spaß finanziert vemutlich von deutschen Entwicklungsgeldern und GEZ.

      Die gute alte Zeit, in der die typischen Gutmenschen wenigstens noch in die fremden Völker gingen, statt sie hier herzuholen und uns gleich komplett finanziell aufzuhalsen. Die Zeit wo wir „Nationalisten“ noch unsere Ruhe hier hatten und aufbauen konnten, statt verzweifelt den Abriss zu verhindern zu versuchen…

  15. Via Nachdenkseiten:
    https://awblog.at/geschlechtsspezifische-auswirkungen-covid-19-auf-arbeitsmarkt/

    Man beachte die Ausführungen und Diagramme zur Arbeitslosigkeit. Während vor der Pandemie die Arbeitslosenquote von Männern die der Frauen um 2-3 Prozentpunkte überstieg, ist nun die marginal höhere Quote der Frauen (der Unterschied steigt nicht weiter an, auch sinkt die Arbeitslosigkeit wieder!) Grund für die Forderung:

    „Um der steigenden (sic!) Arbeitslosigkeit von Frauen entgegenzuwirken, braucht es den Ausbau von gezielter Frauenförderung: in Form von konkreten politischen Zielvorgaben zur Frauenförderung, mehr Mittel für innovative, aktive Arbeitsmarktpolitik und eine deutliche Erhöhung der Mittel für das arbeitsmarktpolitische Frauenprogramms des AMS.“

    Jaja, Meteorit zerstört Erde, Frauen besonders betroffen…

  16. Danisch lieferte gerade mal wieder einen schönen Beleg dafür, warum „Sozialwissenschaftler“ so einen schlechten Ruf haben:
    https://www.danisch.de/blog/2020/07/17/die-fuetterung-und-besteigung-des-korrupten-soziologenmobs/

    Man kann sie quasi mieten und sie generieren dann in ihrer rabulistischen, wortverdreherischen Art das, was der Auftraggeber hören will, unterfüttert nicht selten mit Fantasiedaten oder Bias-Fragebögen-Studien. Damit geht über kurz oder lang natürlich jede Glaubwürdigkeit verloren. Ich bekomme jedesmal einen dicken Hals, wenn ich solche Typen dann als „Experten“ in den Lügenmedien höre, wie sie mit dümmlich kurzsichtigen Gedanken und Halbwahrheiten z.B. im „Kampf gegen Rechts“ Vorschläge machen, die von kontraproduktiv bis gefährlich reichen.

    Es ist natürlich nicht so, dass man Techniker und Co nicht mieten könnte. Und dort wo es auf deren Meinung ankommt, sind die auch genauso käuflich. Aber dort, wo sie liefern müssen, sieht man schön, wer was kann und wer nicht.

    Das ist der große Vorteil der Geisteswissenschaften, sie müssen sich niemals (zumindest politisch medial, dort wo ernsthaft geforscht wird schon) an der Realität messen lassen. Ein anderer Forschungszweig der ähnlich aufgestellt ist, sind die Wirtschaftswissenschaften. Ist man da Professor, kann man quasi beliebigen Unsinn in die Kamera quatschen (wird oft gemacht), trotzdem hängen alle an deinen Lippen… und wenn es schief geht, war immer die unkorrekte Umsetzung schuld. Natürlich nie der „Experte“ und sein blödsinnig weltfremdes Modell…

    • Der direkte Link zum FAZ-Artikel hätte völlig ausgereicht. Bei Danisch muss ich immer erst den Schwamm nehmen, um Schaum und Spucke vom Bildschirm zu wischen, ehe ich weiterlesen kann.

  17. Aus der schönen Folge “ das hätten auch deutsche Skinheads gewesen sein können“, diesmal war es wohl eine spontane Selbstentzündung, die an drei Stellen gleichzeitig ausbrach. Vielleicht waren es auch drei Bauarbeiter, die gleichzeitig ihre Kippen im Dachstuhl entsorgten….
    https://www.focus.de/panorama/welt/grosseinsatz-laeuft-feuer-in-kathedrale-von-nantes-ausgebrochen_id_12223125.html

    Das kennt man ja, die Kirchen dort scheinen eh aus Papier zu sein, denn es gab auch schon einen Brand in 2015:
    https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/grossbrand-der-kathedrale-von-nantes-in-frankreich-13648362.html

    Auch in 2013, sie hinterließen sogar eine eindeutige Spur:
    „Im Juni 2013 kletterten in Unbekannte offenbar über ein Baugerüst ins Innere der Kathedrale. Ein Teil des Chorraums sowie ein erst kurz zuvor geweihter Altar wurden verwüstet und mit Nazi-Emblemen und Teufelssymbolen besprüht.“

    Wenn das nicht auf den Schuldigen schließen lässt! Eindeutig eine rechtsradikale Tat!

    Mit Multikulti hat das alles nichts zu tun. Der Wiki-Artikel über Nantes erwähnt (zumindest bei erstem Überfliegen) nichtmal den Anteil von Migranten oder gar Muslimen. Der spielt ja auch keine Rolle, schließlich sind alle Menschen gleich, nicht?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Nantes
    alles politisch korrekt gebürstet.

    Nur der eine oder andere Artikel aus der guten alten Zeit, gibt einen Hinweis:

    „„Die gegenwärtigen Unruhen [im Jahr 2005] sind nur eine zeitweilige Extremform des ganz normalen Lebens der französischen Unterschicht und der Einwanderer-Vorstädte. Selbst wenn es keine Unruhen gibt, sind die Vorstädte voller abgebrannter Autos. Drogenhandel auf offener Straße […] sind an der Tagesordnung.“ Seitdem ist die Lage nicht besser, sondern sogar schlimmer geworden. Erst Anfang Juli kam es im westfranzösischen Nantes zu schweren Ausschreitungen, nachdem ein 22-jähriger Migrant durch einen Polizisten, der seinen Kollegen schützen wollte, angeschossen wurde und seinen Verletzungen erlag. In einem Kommentar für die französische Zeitung „Figaro“ schreibt der Journalist Ivan Rioufol: „In Nantes wie andernorts erlaubte die Indifferenz der staatlichen Autoritäten, dass sich eine mehrheitlich muslimische Gegenkultur in ihren Territorien etablieren konnte. […] Polizisten und Gendarmes werden meist als Besatzer wahrgenommen.“
    Quelle: Seite 9 Druckausgab„Die Welt“ 10.11.2005

    Schreiben die Schwefelbuben von:
    https://www.einprozent.de/blog/migrantenkriminalitaet/frankreich-in-der-multikulti-muehle/2337

    Ja, die Rechten und ihre Sündenbockmentalität wieder! Natürlich hat die Polizei das provoziert! Eindeutig war schon damals Polizeigewalt das Hauptproblem! Religionsfreiheit ist nur gut, Multikulti ist toll! Alle Menschen sind gleich! Die rechte Gefahr ist die größte und muss mit allen Mitteln ausgerotttttet werrrden! Oh, Entschuldigung…

    • Noch mehr Polizeiprovokation. Diesmal hat sie wieder „Feiernde“ Deutsche grundlos aggressiv gemacht:

      „Eine der üblichen Partys am Frankfurter Opernplatz ist aus dem Ruder gelaufen: Die Polizei berichtet von hunderten Randalierern und Angriffen auf Beamte. Polizeipräsident Bereswill sieht den negativen Höhepunkt einer wochenlangen Entwicklung erreicht.
      .
      Der Frankfurter Opernplatz hat sich in den vergangenen Wochen zum Hotspot für Freiluft-Partys entwickelt. In der Vergangenheit feierten dort freitag- und samstagabends tausende Menschen meist friedlich.
      .
      Auch in der Nacht zum Sonntag kamen am Opernplatz nach Polizeiangaben zunächst 3.000 Menschen zusammen, um friedlich zu feiern. Doch dann kippte die Stimmung. Hunderte Menschen randalierten und <b<lieferten sich eine stundenlange Auseinandersetzung mit der Polizei.
      .
      Auslöser war offenbar eine Massenschlägerei: Wie Polizeipräsident Gerhard Bereswill bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz am Sonntag berichtete, seien gegen 3 Uhr 25 bis 30 Personen an einem Brunnen auf dem Opernplatz aufeinander losgegangen. Weil eine Person stark blutete, seien die Beamten eingeschritten und hätten versucht, den Streit zu schlichten.
      .
      “Die Stimmung hat sich gegen uns gerichtet”, berichtete Bereswill. Polizisten seien “massiv” mit Flaschen beworfen worden, woraufhin die Umstehenden zu klatschen und zu johlen begonnen hätten. Rund 500 bis 800 Feiernde seien zu diesem Zeitpunkt noch auf dem Opernplatz gewesen.“

      https://www.hessenschau.de/panorama/nach-freiluft-party-polizeipraesident-entsetzt-ueber-randale-am-opernplatz,randale-opernplatz-100.html

      Gefunden auf:
      https://www.danisch.de/blog/2020/07/19/friedlich-feiernde/

      Diese „jungen Männer“ von heute lassen sich wirklich nichts mehr gefallen! Wenn ich mich da an die 90iger erinnere, wo man sich noch zu hunderttausenden friedlich in Berlin zur Loveparade treffen konnte, ganz ohne Plünderungen und Messermorde. Vorbei die Zeit, geopfert linkenden Idioten und Merkel, die wahrscheinlich sagen würde „Randale sind bei uns ungesetzlich“ oder irgendsowas. Wo in Zukunft das Personal für Polizei und Sanitäter herkommt, muss die Logenkuh ja nicht kümmern, sie macht große Politik, die Folgen dürfen ruhig andere ausbaden.

      Ich bin gespannt, wenn die „jungen Männer“ endlich lernen systematischer gegen „das System“ vorzugehen. Dann wird es hier echt finster. Hoffentlich sind sie dumm genug, nie auf die Idee zu kommen…

  18. Der absurde feministische „Bildersturm“ hat jetzt auch die Medizin erreicht; künftig müssen Begriffe, wie z.B. der“Adamsapfel“, als antiquierte mysogynistische Begriffe verschwinden, so fordert dies zumindest die entsprechend aktive und sich damit profilierende „Avantgarde“:
    https://www.breitbart.com/politics/2020/07/19/sexist-body-parts-rejected-by-doctors-adams-apple-and-achilles-tendon-deemed-irrelevant-and-misogynistic/?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_term=todays_hottest_stories&utm_campaign=20200719

  19. Endlich mal eine positive Folgewirkung des behaupteten Rassismus, Femen läuft mal wieder nakisch durch die Gegend:

    Ich bin ganz sicher, die setzen damit keinen Fehlanreiz 🙂
    Besonders helle sind sie ja nicht, keine gute Werbung für Frauen. Aber vielleicht ist das Ding eh nur ein Exhibitionistinnen-Verein, der sich zur Tarnung einen politischen Anstrich gegeben hat…

    Gefunden auf:
    https://www.danisch.de/blog/2020/07/19/ursache-fuer-rassismus-entdeckt-es-liegt-am-suedpol/

  20. Mal wieder was anderes, bin ich durchs letzte Cropfm-Interview drauf aufmerksam geworden:
    https://cropfm.at/archive/show/maier
    Titel „Die Wirklichkeit ist nicht real…“

    Anstrengend anzuhören (der Interviewpartner redet wie ein Maschinengewehr), aber mit massenweise spannenden Querverweisen, denen ich noch nachgehen möchte.

    Einer davon ist direkt von cropfm aus verlinkt:
    Der deutsche Journalist Ralf Ohlson hat in den 70igern eine Levitation (inklusive der Vorbereitungen aufgenommen) mit zwei Kameras, aus zwei verschiedenen Winkeln:

    Natürlich wurde er dafür von den Materialisten niedergemacht. Schließlich kann sowas nicht sein, was zwangsläufig zur Folge hat, dass er gelogen haben muss oder betrogen wurde (die übliche Reaktion auf paranormale Beweise und ein typischer Zirkelschluß, wie ihn auch Feministinnen gern machen). Beides halte ich in diesem Fall für ausgesprochen unwahrscheinlich. Solche Levitationen sind viele verbürgt und wurden u.a. von der Kirche bekämpft, wenn Mönche/Priester das machten, weil es die Gläubigen irritieren und ängstigen würde. Insgesamt gesehen, kommen sie natürlich extrem selten vor, in unserem Kulturkreis vermutlich gar nicht mehr.

    Anders z.B. als Spuk, Walter von Lucadou hat mal erwähnt, dass er in seiner parapsychologischen Beratungsstelle Freiburg ca. 3000 Fälle pro Jahr behandelt. Ungefähr alle 3 Monate einen wirklich schweren. Schwer ist z.B. wenn man das Wohnzimmer für 2 Minuten verlässt und wenn man wiederkommt, ist es komplett verwüstet oder eine Person wird kopfüber an eine Wand geschleudert o.ä…. hört man natürlich nichts in den Lückenmedien, sowas gibt es schließlich gar nicht. Und weil es nie gebracht wird, glaubt auch jeder, dass es das nicht gibt, sonst hätte man ja schon davon gehört… genau deshalb bringe ich es.

    Ich werde noch mehr solche glaubhaften Sachen zusammensuchen und immer mal wieder einstreuen. Die Ansicht, dass wir in einer Art virtuellen Realität leben, wird wohl nicht nur von einigen Quantenphysikern vertreten, sondern wird zunehmend plausibler, je länger man sich mit den verschiedensten und zuweilen sehr starken und glaubhaften Indizien für Paranormales auseinandersetzt.

      • Das ist ein starker Einwand, der mich auch immer davon abgehalten hat, mich näher mit diesen Sachen zu beschäftigen (genau dafür wird dieser Preis m.E. ausgelobt).

        Es gibt m.E. mehrere Gründe dafür:

        Die Skeptikerorganisationen bemühen sich nicht um dokumentierte Fälle, egal wie glaubhaft, egal wie viele und welche Personen das bezeugen, „Skeptiker“ wollen direkt etwas vorgeführt bekommen!

        Da es sich aber um parapsychologischen Fähigkeiten handelt, die selbst begabte Menschen i.d.R. nicht aus dem Stehgreif hervorbringen können, lassen das Equipment, die durchaus feindselige Atmosphäre und der Beweisdruck die Sache scheitern. Hätte der Schwarze im Video seine 20 trommelnden Ne*er mitbringen können, dort in Dunkelheit ein Feuer anzünden können oder sowas? Natürlich nicht! Man hätte ihn in einem Zimmer verkabelt, Deckenleuchte an, Kamera und 5 Wissenschaftler hingestellt und ihn dann aufgefordert „jetzt flieg doch mal“. So funktioniert das aber offensichtlich nicht. Die Aussage quasi aller Medialen ist „ich muss mich dafür erst in die richtige Stimmung bringen“, evtl. ist sogar das Publikum für diese Sachen wichtig.

        Davon abgesehen kennt jeder GWUP und Co, ich würde schon deshalb nicht hingehen, weil man da nicht gewinnen kann. Wenn du ein Team aus knallharten Erzskeptikern hast, die sich schon normalerweise nicht mit sonderlicher Seriosität hervortun, sondern gern nach dem Prinzip „das könnte es gewesen sein“ argumentieren, oft ohne die Protokolle gelesen zu haben, dann kann man sich denken, dass die gar nicht ehrlich vorhaben, einen Beweis zu finden. Eher kommen sie mit „Massenhalluzination“ oder irgendeiner ausgedachten Geschichte daher. Deinen Ruf hast du dir damit aber wirkungsvoll versaut und ein höhnender Psiram-Artikel ist dir sicher.

        Evtl. ist die Abstreitbarkeit sogar ein Grundprinzip solcher paranormalen Ereignisse (so ähnlich wie die Unschärferelation). Es sind z.B. sehr viele Fälle bekannt, wo im entscheidenden Augenblick die Kamera (oder mehrere) ausfiel oder plötzlich irgendein Faktor dazukommt (Licht geht aus, Person verlässt kurz den Raum etc.) die dazu führen, dass die Sache doch wieder kein hundertprozentiger Beweis wird, sondern eben nur plausibel ist, für Leute, die diese Möglichkeit nicht hundertprozentig ablehnen.

        Ich kann mir noch wesentlich mehr Gründe vorstellen, warum es nicht klappt, aber das ginge jetzt zu weit.

        Die Skeptiker bezeichneten auch Uri Geller immer als Betrüger, dabei hat der sogar unter Laborbedingungen geleistet (nur m.W. nicht bei ihnen, falls es die damals schon gab), die Geller-Papers zeugen davon:

        Natürlich hat der auch normale Tricks gemacht (und ist damit reich geworden), dass hat er m.W. auch nie bestritten, daraus wird ihm aber gerne ein Strick gedreht.

        • Was Du immer gegen die GWUP hast… ich finde deren Konzept, dass man gemeinsam mit dem Probanden die Testbedingungen festlegt, durchaus fair.

          • Ich kann nicht beurteilen, wie „gemeinsam“ das ist, es gab wohl auch einige, die abgelehnt wurden oder keinen Kompromiss finden konnten.

            Ich würde jedenfalls nicht hingehen, ich würde es nichtmal versuchen, weil ich nicht davon ausgehe, dass die aufrichtig sind. Die würden sich lieber die Hände abschlagen lassen, als einen paranormalen Vorgang offiziell zuzugeben, gar zu dokumentieren, denn dann würden sie ja selbst zum Gespött ihrer eigenen Leute (wie sie das schon bei anderen so oft praktiziert haben). Sowas erforderte echtes Rückgrat, den Verzicht auf eine weitere Karriere und außerdem eine einstimmige Aussage aller beteiligten Wissenschaftler. Du kannst ja mal überschlagen, wie wahrscheinlich sowas ist…

            Ich habe bisher auch keinerlei positiven Eindruck von deren Mitgliedern oder gar von Typen wie James Randi (dessen Behauptungen oft von den Fakten nicht gedeckt sind, was oberflächliche Journalisten aber nie davon abhält, ihn trotzdem vor die Kamera zu zerren).

            Aber halte davon, was du willst. Ich muss nicht alles abschließend bewerten, ich kann mit einer gewissen Indifferenz leben.

          • Zugegeben, ich kenne nur ihre Darstellung der PSI-Teste, aber das liest sich so, dass sie gemeinsam mit dem Probanden die Testbedingungen festlegen. Sie achten darauf, dass der Proband nicht betuppen kann und die Bedingungen für eine Doppelblindstudie erfüllt sind, der Proband darauf, dass nichts seine übersinnlichen Fähigkeiten stört (zusätzliche Wasserquelle im Raum oder ähnliches). Wenn man sich nicht einig wird, findet der Test wahrscheinlich nicht statt. Aber die, die stattfanden, bei denen war man sich wohl einig.

            „Ich muss nicht alles abschließend bewerten, ich kann mit einer gewissen Indifferenz leben.“

            Ich muss das leider auch 😉

          • @Renton

            Ja, belassen wir es dabei, weiter werden wir uns auch nicht annähern können 🙂

            Ich finde jedenfalls die Skeptikerpreise als Totschlagargument nicht (mehr) geeignet, auch wenn sie sehr geschickt angelegt sind, um Leute von diesem Thema wegzuhalten.

            Es gibt zuviele andere seriöse Hinweise, auch wissenschaftliche, hier sind z.B. einige Studien verlinkt:
            https://www.matrixwissen.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=335&Itemid=355&lang=de

            Aber in der Wissenschaft steht halt theoretisch immer alles zur Disposition, weshalb es da eigentlich nie einen wirklichen Konsens gibt und man endlos in die Tiefe und Details absteigen kann, ohne sich jemals einig zu werden…

          • Ich antworte mal hier oben auch auf den Post unten.

            Bei Religion habe ich mich zu unpräzise ausgedrückt. Ich wollte auf die ganzen Glaubens“beweise“ wie weinende Statuen, brennende Dornbüsche, Wunder von Fatima etc. anspielen, nicht auf das Weltbild.

            Wahrscheinlich hast Du sogar recht, dass ich mich als Skeptiker nur durch persönliches Erleben überzeugen lassen würde – oder durch ein Umschwenken einer Masse von Leuten, die ich als Autorität anerkenne (die gesammelte GWUP wäre ein Anfang). Aber das heißt natürlich auch – Hopfen und Malz sind bei mir noch nicht verloren 😉 Wenn Du also mal ein Experiment hast, an dem man auch selbst teilnehmen kann, sag ruhig Bescheid, ich wäre dabei.

    • @Androsch Kubi:

      Es gibt zumindest einen Ethnologen, der solche Berichte ernst nimmt, nämlich Klaus E. Müller; er schreibt in der Einleitung von Im Schatten der Aufklärung:

      »Ethnologen wissen gelegentlich noch Aufregenderes zu berichten. ›Sie werden es nicht glauben‹, vertraute mir vor Jahren ein jüngerer Kollege unter vier Augen an, ›aber die Priesterin hob sitzend vom Boden ab, schwebte nach oben und durch eine Öffnung im Tempeldach ins Freie‹, um draußen, wie sich anschließend herausstellte, auf dem Rasen daselbst sanft wieder aufzusetzen. Der Kollege hatte einer Zeremonie im Innern eines javanischen Tempels beigewohnt; sein Abstand zu der fliegenden Priesterin betrug knapp zwei Meter. Meine Aufforderung, das Erlebte zu publizieren, wies er mit Schaudern zurück. Er fürchtete sichtlich um seinen guten Ruf.« (S. 13)

      Der Haken an solchen Berichten ist natürlich: solange es keine naturwissenschaftliche Theorie gibt, in die sich solche Phänomene einfügen lassen, ist nicht viel damit gewonnen, sich über »die Materialisten« zu beklagen, und keine Idee aus dem großen Zoo der zum Thema kursierenden Spekulationen kann bis auf weiteres den Status einer solchen Theorie beanspruchen. Vielleicht ändert sich die Lage ja mal, wenn die Physik in fünfzig oder hundert Jahren endlich den Durchbruch zur »Weltformel« schafft – aber selbst dann hätten wir vielleicht keine im engeren Sinne »materialistische« Theorie mehr, aber immer noch eine naturalistische Theorie.

      • Oh, Danke für diese Antwort.

        Du hast in der letzten ZfA auch einige Buch-Rezensionen untergebracht, wenn ich nicht irre? Gute Idee übrigens, ich hoffe die behalten das bei.

        „Der Haken an solchen Berichten ist natürlich: solange es keine naturwissenschaftliche Theorie gibt“

        Das ist die Frage, ob es eine gibt. Sehen wir mal von Burkhard Heim ab, dessen sehr ausführliche Theorien (ich habe alle seine Bücher und sie sind von vorn bis hinten voller physikalischer Formeln, also nix Esoterik) ja keinerlei Beachtung im Mainstream finden (weil nicht im richtigen Verlag veröffentlicht und nicht sukzessive, sondern am Stück) gibt es ja noch die Quantenphysik, die wohl einige der Beobachtungen sehr gut erklären könnte. Da bin ich allerdings noch am Anfang meines Verständnisses, entsprechende Bücher harren meiner Aufmerksamkeit 🙂

        Es scheint darauf hinauszulaufen, dass Bewusstsein die eigentlich grundlegende Substanz der Wirklichkeit ist (wobei ich das unbefriedigend finde, weil irgendwie selbstreferentiell) und Materie (von uns?) nur aus „Ideen“ manifestiert wird (und diese Ideen kann man ändern, zumindest wenn man entsprechend medial begabt ist, dafür gibt es sehr stabile Belege). Es wäre übrigens die perfide Vervollkommnung des Poststrukturalismus 🙂

        Das zu beweisen wird aber vermutlich schwierig, ich bin auch noch nicht restlos überzeugt, dass es tatsächlich so ist, einfach weil das (scheinbar) einige Widersprüche und Paradoxien erzeugt. Ich habe da noch ganz eigenen Vorstellungen, aber die muss ich auch erst noch irgendwie untermauern.

        Was hältst du von Thomas Campbells „großer Theorie von allem?“ Ich habe das erste Buch in deutscher Übersetzung (die anderen zwei gibt es wohl erst als deutsche Vorabversion im Internet), muss aber gestehen, dass es sich sehr zäh liest und ich noch nicht durch bin. Er nähert sich den Kernaussagen sehr langsam, um niemanden zu überfordern, m.E. übertrieben, denn echte Erzskeptiker steigen schon bei dem verrückten autobiographischen Teil am Anfang aus oder nehmen das Buch schon wegen des Titels nicht ernst.

        Ich bin nicht so pessimistisch, „Wissenschaft“ bewegt sich wohl ohnehin nicht kontinuierlich, sondern sprunghaft vorwärts (der alte Adel muss erst aussterben). Und in meinen Augen laufen da gerade ganz verschiedene Entwicklungen auf einen Kulminationspunkt zu (u.a. auch die disclosure-Bewegung mit ihrer To-the-Stars-Academy).

        • @Androsch Kubi:

          Finde ich ja spannend, dass Du die ZfA kennst! 🙂 Nach allem was ich weiß, gehören Rezensionen dort zum Konzept, und gelegentlich werde ich von der Redaktion für welche angefragt, meistens schreibe ich dann auch eine.

          Ich kenne Leute, die auf Heim große Stücke halten und der Meinung sind, dass man ihn weiterentwickeln kann, aber das ist ein Terrain, auf dem ich als gelernter Sozialwissenschaftler endgültig passen muss.

          »Es scheint darauf hinauszulaufen, dass Bewusstsein die eigentlich grundlegende Substanz der Wirklichkeit ist …«

          Philosophisch formuliert ist das der Standpunkt des Panpsychimus, der im Unterschied zu den verschiedenen Geist-Materie-Dualismen den Vorzug hat, eine monistische Ontologie anzustreben und folglich die Forderung nach einer Vereinbarkeit mit den Naturwissenschaften nicht aufzugeben. Der prominenteste Philosoph mit panpsychischem Ansatz dürfte vermutlich Alfred North Whitehead sein, aber sein »Prozeß und Realität« ist eines der wirklich bockschweren Bücher der Philosophiegeschichte, bislang habe ich mir die Zähne daran ausgebissen.

          Thomas Campbell kenne ich jetzt tatsächlich nicht, aber ich speichere mir den Namen mal ab! 🙂 Zuletzt habe ich in diese Richtung Michio Kaku gelesen, aber leider fehlt mir im Augenblick die Zeit, um zu dem Thema mehr als oberflächlich zu lesen.

          Von der Disclosure-Bewegung halte ich jetzt wiederum nichts (in meinen Augen eine »Verschwörungstheorie« im schlechten Sinne des Begriffs), aber das würde an dieser Stelle zu weit führen – Du kannst mir aber gerne eine [wpml_mailto email=“djadmoros@gmail.com“]PN[/wpml_mailto]) schicken, wenn Du magst.

          • „Finde ich ja spannend, dass Du die ZfA kennst!“

            Habe ich mal nach einem Hinweis von Illobrand von Ludwiger (in irgendeinem Interview) abonniert. Da sind teilweise sehr gute Aufarbeitungen drin und auch ansonsten wenig beleuchtete Randgebiete der Wissenschaft. Mir persönlich allerdings noch zuviele englische Artikel, durch die ich mich nur selten durchquäle.

            „aber das ist ein Terrain, auf dem ich als gelernter Sozialwissenschaftler endgültig passen muss.“

            Nicht nur Sozialwissenschaftler 🙂
            Da müsste man ein Team der besten Physiker und Mathematiker ransetzen. Illobrand hatte das ja mal begonnen, aber irgendwie ist das wohl auseinandergegangen oder die Teilnehmer sind weggestorben. Er ist halt auch selbst schon sehr alt, Ich hoffe die IGAAP überlebt ihn.

            „Von der Disclosure-Bewegung halte ich jetzt wiederum nichts (in meinen Augen eine »Verschwörungstheorie« im schlechten Sinne des Begriffs)“

            Oh, ich meinte nicht diejenigen, die eine Offenlegung fordern (die ja teilweise schon stattfindet, siehe etwa die Dokumente zu Ufos und Atomanlagen von Robert Hastings:
            https://www.ufohastings.com/documents
            ), sondern ich meinte eher die Militärs und Geheimdienstler, die (zweifelsohne mit Genehmigung) 2001 vor die Kamera getreten sind:

            Das erfährt ja gerade mit der To-the-Stars-Academy seine Fortsetzung. auch da stecken nachweislich wieder Teile des US-Militärs und der Dienste dahinter. Die Frage ist, ob wohlwollend oder mit unlauterer Absicht. Jedenfalls hat das ja schon dazu geführt, dass die NewYork-Times etc. das als Titelaufmacher hatte (ganz ohne es lächerlich zu machen). Das ist zumindest eine neue Qualität, die mich vorsichtig optimistisch macht. Ansonsten warte ich da einfach ab, was noch so kommt.

          • @Androsch Kubi:

            Mit dem Thema Stephen Greer habe ich mich vor längerer Zeit sogar schon mal auseinandergesetzt. Der Mann scheint eine Begabung zu hochgradig projektivem Denken zu haben. In untenstehendem Zitat beispielsweise (der Link zur Quelle ist inzwischen leider erloschen) beklagt sich James Woolsey (zeitweise CIA-Chef) darüber, von Greer völlig sinnentstellend wiedergegeben worden zu sein. Der Schlüsselsatz ist: »You have portrayed politeness as acquiescence and questions as affirmations.« Also Höflichkeit als Einveständnis, und Fragen als Bestätigung.

            »Dear Dr. Greer: It has just come to our attention of the four of us that you have, without giving any of us the opportunity to comment, published a distorted account of a dinner party of some six years ago at which the four of us, you, and your wife were seated together. In the Introduction to your book, Extraterrestrial Contact, published earlier this year you portray this dinner party conversation during which the four of us listened to your views and politely asked questions as a „briefing“ with a „cover story“. You further assert that Mr. and Mrs. Woolsey reported a UFO sighting to you and agreed with your views. You include specific alleged quotations from them. None of this is accurate. You have portrayed politeness as acquiescence and questions as affirmations. Your conduct in this matter contravenes both accuracy and simple manners. Sincerely, John L. Petersen, Diane C. Petersen, R. James Woolsey, Suzanne H. Woolsey«

            Bezüglich Greer kann ich Bill seine Bemerkung von daher nicht wirklich übelnehmen. Der Mann ist ein Messias, der sich mit Gläubigen umgibt und sich als Weltretter stilisiert.

            Was den Korpus der Aussagen auf dieser Konferenz von 2001 betrifft, die ja von Greers Ansichten unabhängig sind: da scheint es im Wesentlichen um »aerial anomalies« zu gehen, Beobachtungen ähnlich derer, zu der die Navy vor kurzem Material freigegeben hat.

            Ich finde das schon spannend, wobei es dazu natürlich auch schon Erklärungsversuche gibt. Aber wie auch immer: von Greers steilen Behauptungen ist das doch alles meilenweit entfernt!

    • Der Schnitt schreit geradezu „Betrug!“ Der zweite Kameramann hat doch die Gelegenheit gehabt, den Levitationskünstler von den Füßen bis zum Kopf, von der Seite und auch hinter dem Rücken in einem Schnitt zu filmen. Stattdessen gibt es immer nur eine Einstellung: Kopf oder Füße. Der „Zaubertrick“ ist nun wirklich billig zu durchschauen.

      • Immer nur, wenn man unterstellt, dass die betrügen wollten. Der Mann war aber Dokumentarfilmer und hatte einen Ruf zu verlieren (und hat ihn deswegen auch verloren). Er hat m.W. nicht das Geringste von der Sache gehabt. Er selbst scheint absolut überzeugt gewesen zu sein, er hatte ja auch den Aufbau beobachtet, ein Kran etc. wäre definitiv aufgefallen. Es war mutig das Video zu veröffentlichen, klug im Sinne der Karriere sicher nicht, da ist es normalerweise besser, man hält den Mund und denkt sich seinen Teil.

        Die allermeisten tun das auch (z.B. bei Spukfällen), andernfalls riskieren sie einen Aufenthalt in der Psychiatrie. Positive Aufmerksamkeit bekommt man mit sowas nämlich normalerweise nicht, was den unterstellten Anreiz zweifelhaft macht. Klar gibt es immer mal wieder Spinner die was vorspielen, aber die lassen das dann eigentlich immer früher oder später mit großem Theater auffliegen (oder machen irgendwie ein Geschäft daraus)…

        Es ist wie immer: plausibel abstreitbar, für alle, die partout materialistisch bleiben wollen. Das ist auch in Ordnung so, offenbar soll es so sein. Nur ist es eben nicht der einzige paranormale Vorfall, sondern solche sind zig-tausendfach bezeugt, zu allen Zeiten, in allen Kulturen, von Leuten die zum großen Teil absolut glaubhaft sind und sich damit nur Hohn, Spott und Betrugsvorwürfe einhandelten.

        • „Absolut glaubhaft“ bin nicht mal ich 😉
          Die Menge an Bezeugungen zählt für mich auch nicht. Da müsste ich ja Christ, Moslem, Hindu, Buddhist und wer weiß was sonst noch sein, gibt es doch in jeder dieser Religionen tausende Leute, die deren Wahrheitsgehalt bezeugen können… neben Hohn, Spott und Betrugsvorwürfen bekommen solche Bezeuger aber auch viel Aufmerksamkeit. Grund genug für viele, zu lügen. Du gibst ihnen ja auch Aufmerksamkeit.

          Der Dokumentarfilmer hätte mit einem plausibleren Schnitt viel von seiner Glaubwürdigkeit retten können. So muss er sich nicht wundern.

          Aber ja, es ist wie immer. Hunderte Meter große Seeungeheuer, Monsterwellen, das Monster von Loch Ness… für die einen Sachen gibt es keine glaubhaften Belege (Seeungeheuer), selbst dann nicht, wenn man alles nach ihnen absucht (Monster von Loch Ness). Für die anderen finden sich dann doch irgendwann Belege (Monsterwellen). Insofern: Forsche weiter nach Belegen für Paranormales. Vielleicht werde auch ich irgendwann einmal sagen: Das kann man jetzt wirklich nicht mehr als faulen Zaubertrick bezeichnen.

          • „Die Menge an Bezeugungen zählt für mich auch nicht. Da müsste ich ja Christ, Moslem, Hindu, Buddhist und wer weiß was sonst noch sein, gibt es doch in jeder dieser Religionen tausende Leute, die deren Wahrheitsgehalt bezeugen können“

            Hier vermischst du zwei Ebenen, die des konkreten Erlebnisses und die des Weltbildes.

            Es gibt ganz zweifelsohne konkrete „religiöse“ Erlebnisse, bzw. welche, die religiös interpretiert werden, das bedeutet aber noch längst nicht, dass deswegen die entsprechende Religion „richtig“ ist.

            „bekommen solche Bezeuger aber auch viel Aufmerksamkeit. Grund genug für viele, zu lügen. Du gibst ihnen ja auch Aufmerksamkeit.“

            Wenn angesehene Leute solche Äußerungen machen, haben sie i.d.R. mehr zu verlieren, als zu gewinnen, Leute wie ich sind offiziell Parias. Wo soll da der Anreiz sein? Im besten Fall kann man eine handvoll Euros mit einem Buch über sein Erlebnis verdienen, macht das einen lukrativen Posten wett? Vermutlich nur sehr selten, denn solche Bücher werden jedes Jahr tausendfach auf den Markt geworfen.

            „Der Dokumentarfilmer hätte mit einem plausibleren Schnitt viel von seiner Glaubwürdigkeit retten können. So muss er sich nicht wundern.“

            Hätte er nicht können, vielleicht hat er ja sogar das volle Material zugänglich gemacht, weiß ich nicht, aber Skeptiker kann man nicht überzeugen. Es ist aus Prinzip nicht möglich! So lange kein Foto existiert, heißt es immer, wo bleibt das? Hat man eines, dann ist es entweder zu scharf („eindeutig fake“) oder zu unscharf („darauf kann man ja gar nichts erkennen!“) Bei Videos ist es genauso. Man kann jeden Film und jedes Foto manipulieren, heutzutage noch viel leichter als früher. Wäre der Film nicht geschnitten gewesen, hättest du halt gefordert, er müsse bei Tageslicht stattfinden (im Dunkeln kann man alles verstecken) etc. pp.

            Eine Aussage, ein Foto, ein Video etc. erhalten ihre Glaubwürdigkeit immer und primär nur durch die Personen die es bezeugen (oft sind das sogar mehrere, nicht selten welche, die selbst skeptisch sind). Zeugenaussagen sind für Skeptiker erfahrungsgemäß aber immer uninteressant…

            Nein, ein Skeptiker ändert seine Meinung nur durch eigenes Erleben. Immerhin kommt auch das manchmal vor, wie z.B. bei Alexander Eben (dessen Ausführungen aber auch wieder interpretativ und subjektiv sind und daher andere Skeptiker nicht überzeugen können).

            So ist es halt. Ich habe aufgegeben Skeptiker überzeugen zu wollen. Es ist sinnlos. Man kann sich dieser Sache widmen und feststellen, dass da sehr viel mehr dran ist, als es auf den ersten Blick erscheint, man kann versuchen mit dieser Indifferenz und dem lückenhaften Weltbild zu leben… oder man lässt es halt. Letztendlich ist es eine persönliche Entscheidung.

  21. Das was Arne hier schreibt, darf man ruhig jedem unter die Nase hauen, der mit „Männer sind auch häufiger Täter“ irgendwie die Diskussion um männliche Opfer abwürgen will.

    Ein Mann könnte jedes Wochenende einen anderen Mann angreifen. Dann hat man in einem Jahr 52 männliche Opfer und nur einen Täter. „Aber Männer werden ja auch hauptsächlich Opfer anderer Männer Naff-Naff.“

    Es ist als ob die auswendig gelehrte Mantra gegen das Unwohlsein herunter beten.

    Das sagt überhaupt nichts aus.
    Will man Opfern helfen oder ist das an Bedingungen geknüpft? Wenn ja, gibt es auch Bedingungen unter denen man weiblichen Opfer nicht helfen muss?

    • Hinzu kommt das viele weibliche Täter nicht als diese registriert werden. Wer als Mann die Polizei ruft weil seine Freundlich ihn schlägt, hat eine über 50%ige Chance von der Polizei selbst als Täter hingestellt zu werden oder, obwohl die Polizei einsieht das die Frau die Gewalttäterin ist, sie trotzdem den Mann der Wohnung verweist und DAS dann in die Akten kommt und nicht das die Frau die Gewalttäterin ist. Genderama hat vor ein paar Woche zudem einen Bereicht verlinkt, nachdem sich Polizisten rechtfertigen müssen, wenn sie eine Frau als Täterin bei häuslicher Gewalt in die Akten aufgenommen haben, während es bei männlichen Tätern kommentarlos akzeptiert wird.

      Die gesamte Handhabe hat einen ziemlich ausgeprägten negativen Bias gegen Männer und Feministinnen und andere Frauenorganisationen sind aktiv dabei, diese Bias zu erhalten… teilweise einfach nur aus kommerziellen Gründen… was sind schon ein paar geschlagene Männer, die weil sie von einer Frau geschlagen werden mit Hilfe der Staatsgewalt zu obdachlosen werden.

    • Es ist vollkommen unklar, wo der hinschlägt. Im Vordergrund steht ein Zivilist, der wird allerdings nicht geschlagen, das ist nur eine optische Täuschung.

      Vielleicht übt der Cop nur?

      • Auch die Pfefferspray-Aktion sieht merkwürdig aus, so als ob die Polizisten sich gegenseitig besprühen. Der Zivilist dreht sich ruckartig weg, steht aber ohnehin etwas entfernt, wie man klar an Füßen und Körpergröße erkennen kann.

  22. Ich habe es auch nicht gelesen und werden es auch nicht lesen. Allein ihr Twitter-Feed weist sie schon unzweifelhaft als Rassistin aus.

    • Dort bezeichnete er „Homo-Paare“ als „sterile, asexuelle Erotik-Duos ohne Reproduktions-Potenzial“. In gleichgeschlechtlichen Beziehungen lebende Kinder bezeichnete er als „bemitleidenswerte Befruchtungs-Produkte“, deren Erziehung durch „widernatürliche Früh-Sexualisierung“ in Form „geistiger Vergewaltigung“ erfolge. „Sollte das Adoptionsrecht für Mann-Mann beziehungsweise Frau-Frau-Erotikvereinigungen kommen, sehe ich staatlich geförderte Pädophilie und schwersten Kindesmissbrauch auf uns zukommen“, führte er aus. Kutschera hatte am Vormittag mit einem Lächeln das Gerichtsgebäude betreten und gab bereitwillig Interviews, in denen er ankündigte, notfalls bis zum Bundesverfassungsgericht zu ziehen, wenn er in den vorigen Instanzen unterliege. In die Kameras sagte der Biologe auch Sätze wie „Mann und Frau unterscheiden sich wie Mensch und Schimpanse“ und „Ich bin der Anwalt unserer deutschen Kinder“.

      Wenn die Aussagen so stimmen: Was für bescheuerte Meinungen und was für ein unsympathischer Mensch.
      ob es dann Volksverhetzung ist wäre eine andere Frage.

      • Den kann man nur mit spitzen Fingern anfassen.

        Vielleicht ist das gar nicht verwunderlich. Wenn ein Wissenschaftler den Mut hat, gegen die aktuell dominierende Ideologie anzugehen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass im Hirn einige Defekte vorliegen.

        Zeigt sich manchmal auch beim Danisch.

        • @FS:

          »Wenn ein Wissenschaftler den Mut hat, gegen die aktuell dominierende Ideologie anzugehen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass im Hirn einige Defekte vorliegen.«

          Was es dann leider auch sehr leicht macht, ihn als Spinner abzutun und den vernünftigen Teil seiner Kritik gleich mit abzuservieren.

      • „Was für bescheuerte Meinungen und was für ein unsympathischer Mensch.“

        Absolut ekelhaft, ja…..

        Meintwegen kann der wegen Volksverhetzung drankommen. Und wenn es nur dafür ist, dass dies den Weg dafür ist die feministische Bibel, das (unkommentierte) Scum-Manifest, als Volksverhetzungsschrift zu verbieten.

        • Das Scum-Manifest wird dann behauptete Satire sein, auch wenn sie dies wohl mehr als 20mal abstritt.

          Ich bin für Redefreiheit und Meinungsfreiheit. Deswegen will ich beides nicht bestraft, sondern erlaubt sehen.

  23. https://www.achgut.com/artikel/von_der_ausloeschung_des_eigenen_erbes_beseelt

    Kein Ausdruck von Freiheit, sondern unterschwelliger Selbstzerstörung

    Denn das scheint mir der wahre Grund für das Ausmaß der gegenwärtigen Ereignisse zu sein: Nicht die aufgesetzte „Empörung“ über angeblich „salonfähigen“ Rassismus im doch ohnehin schon extrem multikulti-affinen Westen, sondern vielmehr der seltsame, abgrundtiefe Hass gegen jene kulturelle Identität, die zwar bereits stark angeschlagen ist, sich aber noch in den Zeugnissen seiner Vergangenheit konserviert. Jene Anschläge scheinen mir daher nicht einzelnen Personen gewidmet, auch wenn sie ab und an schon fast zufälligerweise jene treffen, deren historische „Größe“ nicht unumstritten ist. Sie richten sich vielmehr gegen die Geschichte des Abendlands als solche.

    Sie sind direkter Ausdruck jenes bereits vieldiskutierten Selbsthasses, der eben nicht nur in jenen auseinanderdriftenden Parallelgesellschaften zu finden ist, welche zunehmend unsere Großstädte dominieren. Sondern auch – und wohl gerade! – bei jenen, die von Kindheit an durch Elternhaus, Schule, Medien, Politik und Universitäten in einem Geiste penetranter politischer Korrektheit und ewiger Besserwisserei geprägt worden sind und den hier aufgestauten Ressentiments gegen die eigene Identität konsequent nicht nur durch theoretisches Geschwafel in Seminarraum und sozialen Medien, sondern auch durch einen ikonoklastischen Rundumschlag gegen Statuen, Büsten, Kirchen, Bücher, Filme oder Gemälde freien Raum lassen. Dass die staatlichen wie medialen Institutionen, deren Bereitschaft zur Selbstverteidigung hier konsequent ausgelotet wird, diese Verwüstungen auch noch weitgehend zu unterstützen beziehungsweise nach dem Vorbild der antiautoritären Erziehung zu „verstehen“ vorzugeben, ist nicht nur ein Armutszeugnis, sondern wird früher oder später dieselben Konsequenzen wie die meisten Formen von Appeasement haben …

    Freilich, die europäische Geschichte kannte schon viele ikonoklastische Bewegungen, denkt man etwa an die protestantischen Bilderstürmer oder den Vandalismus der Französischen Revolution, doch hatten diese wenigstens noch im Wunsch nach der Wiederherstellung eines „reinen“ Urchristentums beziehungsweise einer Wiederbelebung des antiken Republikanismus eine Art positives Ideal. Die modernen Vandalen europäischer Abstammung allerdings, welche die angeblich antirassistische Kulturrevolution unterstützen, sind ausschließlich vom Wunsch nach der Auslöschung des eigenen Erbes beseelt, vom Ekel an der simplen Tatsache, dass Identität eben nur zu einem kleinen Teil eigenes Verdienst ist, sondern größtenteils von dem abhängt, was vergangene Generationen geschaffen und uns hinterlassen haben – physisch wie psychisch, im Guten wie im Bösen.

    Die seit einigen Jahren schon zum Glaubensbekenntnis politischer Korrektheit gewordene naive Vorstellung, sich ausschließlich selbst erschaffen zu können und keine „Grenzen“ mehr hinnehmen zu wollen (seien sie politisch, geschlechtlich, sexuell, religiös, sozial, etc.), ist daher auch kein Ausdruck von Freiheit, sondern vielmehr von unterschwelliger Selbstzerstörung; denn ebenso wie auch ein Baum, dem man zwecks „ungehemmter Selbstentfaltung“ die Wurzeln abschneidet, früher oder später fallen muss, muss auch das Individuum untergehen, das sich von seiner Vergangenheit abschneidet. Genau dieser Trieb zeigt sich gegenwärtig auch konkret überall vor unseren Augen, und die Aussicht, in welche Richtung eine Zivilisation taumeln könnte, in der man zwar Statuen von Mahatma Gandhi abreißen will, gleichzeitig aber – wie in Gelsenkirchen – neue Statuen für Lenin errichtet, kann den Beobachter nur schaudern lassen…

  24. Wie war das noch? „Lachen ist Medizin“. Performative Selbstmedikation 😀

    • Vergleichbar mit dem (historischen) Ästhetizismus der Rechten.

      Man muss schon in die Trickkiste greifen, wenn man nicht zu sagen hat (weil man nur diktieren kann).

  25. Höre ich da eine klammheimliche Enttäuschung über den misslungenen Massenmord heraus? Warum hat Özdemir Probleme den Täter einen Antisemiten zu nennen? Was soll das Misstrauen gegen Holztüren, wo doch Politiker erwiesenermassen weniger protektiv sind (wie ihre Denunziation der Polizei ja eindringlich beweist).
    Fragen über Fragen!

  26. http://archive.is/KVSkG Orig.: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/urteil-araber-gab-sich-als-jude-aus-haft-a-707600.html

    „20.07.2010

    Urteil: Araber gab sich als Jude aus – Haft
    Kann einvernehmlicher Sex rückwirkend eine Vergewaltigung sein?

    Ein Gericht ist dieser Meinung. Ein Palästinenser hatte sich einer Israelin gegenüber als Jude ausgegeben und war eine sexuelle Beziehung mit ihr eingegangen. Als die Frau erfuhr, dass der Mann Araber ist, zeigte sie ihn an.

    Jerusalem – Weil er sich vor dem Sex mit einer Israelin als Jude ausgab, ist ein Palästinenser von einem israelischen Gericht der Vergewaltigung schuldig gesprochen worden.

    …Die Frau ging eine sexuelle Beziehung mit ihm ein, zeigte ihn aber an, als sie von seiner wahren Identität erfuhr. In Wirklichkeit war der in Ost-Jerusalem lebende Mann Araber und verheiratet.

    [18 Mon. Haft + 30 Mon. Bewährung + Schmerzensgeld an die Frau]

    Die Richter erklärten, es handle sich nicht um einen „klassischen Vergewaltigungsfall unter Einsatz von Gewalt“. Das Vergehen sei aber schwer genug, um eine Gefängnisstrafe zu rechtfertigen. Die Angabe einer falschen Identität vor sexuellen Beziehungen kann in einigen Ländern als Vergewaltigung gewertet werden, unter anderem in den USA.

    Israels Richter erschienen hier ganz schön rassistisch, finde ich. Oder hieß das islamophob?

    • Das müsste man sexistische Idiotie nennen, Schwindel als „Gewalt“ begreifen zu wollen. Wahrscheinlich wäre die Strafe milder ausgefallen, wenn der Typ seine Liebesbeziehung getötet hätte?

      Auch und insbesondere in Israel erreicht der Progressivismus pathologische Level, die man sonst nur in UK oder den USA vermutet hätte.

    • Wäre interessant ob der Richter mit vertauschten Geschlechtern genau so geurteilt hätte oder wenn die Frau vorgibt eine Frau zur sein, die mit der Pille verhütet?

  27. 2,72% – und das waren alles Femizide. Die wurden nur umgebracht, weil sie Frauen waren. Und das wissen die nicht mal, sie glauben/behaupten dass das Geschlecht der Grund war.
    Ich konnte jetzt keine Zahl für die ’normalen‘ Morde an Frauen in Mexiko finden. Hat da jemand was?
    In der Physik würden die Morde an Frauen innerhalb der Messungenauigkeit liegen, aber ZON macht das zur Schlagzeile.
    Gender Empathy Gap live und in Farbe.

    • Und das mit dem Drogenkrieg ist sicher ganz unwichtig und spielt bei allem sicher gar keine Rolle…..

      Wie verblendet kann man sein?!?

      Die Realität nicht sehen zu wollen, so dass man sie nicht mehr wahrnehmen kann, ist auch das Symptom einer Haltung der grossherrlichen Herablassung und der Verachtung jeder Menschlichkeit. Der Sexismus macht es möglich!

      • Die denken das der Drogenkrieg komplett ohne Frauen und an ihnen vorbei stattfindet. Weil Frauen doch niemals etwas schlechtes tun können.

  28. Juden nur noch als Opfer zu sehen ist das gleiche Art herablassend-suprematistischer Einstellung, die als „bigotry of low exspectations“ zum „humanitären Rassismus“ gegenüber „people of color“ und zum „wohlwollenden Sexismus“ gegenüber Frauen führt.

  29. Madonna ist auch ein Fangirl von Farrakhan…..

    „Some of the comments on the video express surprise that Madonna, who has been an advocate for the LGBTQ community and been an enthusiastic proponent of the study of Kabbalah, or Jewish mysticism, would boost a man with a long history of anti-Semitic and anti-LGBTQ statements.“

    Radikale Sinnsuche führt nicht selten zu terminalem Schwachsinn.

  30. Aus der beliebten Rubrik… ach lassen wir das das.

    Denkt daran, wenn ihr eines Tages zum obligatorischen Nicht-Vergewaltigungskurs „eingeladen“ werdet, diesmal hat nicht „Einmann“ sondern „Männer“ zugeschlagen:
    https://www.journalistenwatch.com/2020/07/21/frau-abrisshaus-bulgaren/

    „Am frühen Morgen des 21. Mai habe ein Hinweis von Passanten eine Polizeistreife in ein Abrissgebäude am Frankfurter Ostbahnhof, das von Obdachlosen als Schlafstätte genutzt wurde, geführt. In dem Gebäude trafen die Beamten auf die völlig aufgelöste Frau. Diese teilte den Beamten mit, am Vortag von drei Männern gewaltsam über mehrere Stunden zum Geschlechtsverkehr gezwungen und im Gebäude festgehalten worden zu sein.“

    Alle mit „bulgarischer Staatsbürgerschaft“, der Euphemismus für Zi*auner.

  31. LOL, ist das schon mal der Alternativplan, für die Zeit wenn kein Öl mehr da ist?

    Selbstverständlich alles halb so wild. Viel schlimmer ist das Weiße in den USA vor über 100 Jahren schwarze Sklaven hatten.

    • Wollte ich auch schon bringen, Danisch hatte das auch.

      Das wird kompliziert, die müssen sich da mit dem anderen auserwählten Volk einigen… und ich räume letzterem sehr viel bessere Chancen ein, denn die sind nicht vom Öl abhängig und erscheinen mir im Durchschnitt sehr viel intelligenter. Dafür sind die arabischen Frauen produktiver. Aber wer weiß, läuft ja letztendlich auf einen Götterkampf hinaus:
      „alttestamentlicher Gott vs. Allah“
      🙂

  32. Keine Polizei = keine Vergewaltigung

    Das hat echt einen Preis verdient.

  33. …. an anti-racist discourse that insists on the primacy of race is swiftly becoming the norm in newsrooms and corporate boardrooms across America. But as in Douglass’s day, the sides are not clearly divided along racial lines. A small group of Black intellectuals are leading a counter-culture against the newly hegemonic wokeness.

    They are public intellectuals like John McWhorter, a professor of linguistics at Columbia University; Thomas Chatterton Williams, a memoirist and contributor to The New York Times Magazine; Kmele Foster, cofounder of Freethink and host of The Fifth Column Podcast; and Chloe Valdary, founder of a startup called Theory of Enchantment. ….

    https://forward.com/opinion/451099/a-new-intelligentsia-is-pushing-back-against-wokeness/

    In being anti-woke and having experienced being Black in America (though not all identify as “Black”), these public intellectuals scramble the racial lines of today’s debate, speaking up for many who are too afraid to voice their opinions – and facing down the mob on their behalf. …..

    ….“Racial essentialism is very reductive and actually oppressive,” Valdary told me. “Ironically, it reduces us as individuals to our immutable characteristics, which is precisely what we were supposed to be fighting against.” …..

    Aber dann leider die völlig falsche Lösung, denn mnan darf hier gar nichts „vorrangig“ behandeln und schon gar nicht nach „Rasse“, „Ethnie“ oder was auch immer (Frauen):

    What’s required is a shift in consciousness that puts aside ideals like a race-blind society in favor of an anti-racist worldview that prioritizes the racially marginalized.

    Nur das Ideal einer den Rasse-Begriff ignorierenden Gesellschaft kann Rassismus überwinden. Es zur Seite zu legen, bedeutet Rassismus zu begünstigen.

    Man darf sich nicht täuschen lassen: der Forward steht auf der Seite der Progressiven, tut aber als hätte man eine ganz andere Meinung.

    Dieser Antirassismus führt zu nichts anderem als dem Ausblenden des furchtbaren Rassismus im „Rest der Welt“. Das alte Problem der Abgehobenheit der 1. zu der 3. Welt, zu nichts anderem dient das Sebstpurgatorium, welchem sich die puritanischen Antirassisten unterwerfen. Das ist wie der Aberglaube, man müsse bösen Göttern etwas opfern.

  34. Instead, we should look at the fact that a major figure in the African-American community is one of the nation’s leading hate-mongers, and continues to be treated by many as not merely respectable but also as a symbol of racial empowerment.

    The Nation of Islam’s Louis Farrakhan is a walking, talking absurdity. Farrakhan’s spewing of hatred at all whites and especially Jews has rendered him the moral equivalent of the white supremacist David Duke. Much of the NOI’s theology is nothing less than crackpot conspiracy theories rooted in hatred of whites and especially Jews.

    But unlike Duke, who has a miniscule following and is a pariah among mainstream politicians of the right, Farrakhan continues to exist on the margins of respectability largely because of the widespread support he gets from other African-Americans.

    https://jewishweek.timesofisrael.com/black-anti-semitism-and-the-farrakhan-factor/

    Die beste Diagnose, wo die wahren Probleme mit dem Rassismus und Co liegen. Nicht mit dem Rumgeschwurbel des Forward zu vergleichen, das ist keine Fürsprache für kollektivistische Identitäspolitik.

  35. Hier ist ein Beispiel, warum die Vorstellung einer „cancel culture“ wirklich von privilegierten Kreisen ausgenutzt werden könnte, um wichtig zu tun. Ich bin mir aber sicher, dass dieser Fall niemals nicht von zB der „Zeit“ gegen den „Harper´s Letter“ angeführt werden würde, lol

  36. was für ein kranker Scheiss dieser Rassismus ist! AP! Der Fisch stinkt vom Kopfe her.

  37. Die Relotiuspresse läuft mal wieder zur Höchstform auf. Wann kommen vom „Spiegel“ ernsthafte Aufrufe zur Gewalt? Das mit der Faschismus-Dämonisierung geht ja klar in die Richtung.

    • Es ist erschütternd, was die junge Frau da aus eigener leidvoller Erfahrung zu berichten weiß:
      – eine HALBE MILLION (!) minderjähriger weißer Mädchen Unterschicht-Mädchen mit einem christlich-kulturellen Hintergrund wurden just aus diesem Grund brutalst von ihren pakistanisch-muslimischen Peinigern auf demütigende und bestialische Weise wiederholt langjährig vergewaltigt und gequält.
      – die Polizei nahm und nimmt sich dieser Mädchen in ihrer hilflosen Lage trotz vielfachen Aufsuchens mit der Bitte um Hilfe, und trotz erkennbarer Verletzungen nicht an, mit dem Bescheid, daß sie da „nichts machen“ könne!
      – dieses Martyrium findet mittlerweile seit Jahrzehnten statt, und wird permanent ignoriert, mit vielerlei Einschüchterungs-Instrumenten, diversen Formen von Bedrohung, körperlicher Gewalt und vandalistischer Zerstörung,
      – wobei die „ANTIFA“ als aktueller Vollstrecker des garantierten SCHWEIGENS fungiert, so daß sich selbst eine mittlerweile gestandene Frau wie die aus eigener Erfahrung berichtende Ärztin sich nur schweren Herzens dazu durchgerungen hat, ihr Schweigen zu durchbrechen, und dieses Interview zu geben.

      Derweil setzen sich „FEMINIST*_INNEN“ seit einigen Jahren sehr engagiert und mit weitreichenden gesellschaftlichen Forderungen für die lautstark inszenierten „OPFER“ der „ME-TOO“-Bewegung ein,
      von denen nicht wenige sich bewußt, und instrumentalisiert eingesetzt seinerzeit „hochgeschlafen“ haben dürften, und die sich nun als „die armen Opfer von Männer-Gewalt“ zu inszenieren;
      dieselben FEMINIST*_INNEN verlieren aber kein Wort über diese skandalösen, geplanten und im Dauerbetrieb unterhaltenen RASSISTISCHEN Massenvergewaltigungen, an minderjährigen weißen Unterschicht-Mädchen mit christlich-kulturellem Hintergrund.
      Ein Engagement für diese wirklich hilfebürftigen Mädchen findet seitens der FEMINIST*_INNEN jedenfalls nicht statt!

      Welch ein himmelschreiendes Unrecht, und welche abgrundtiefe Heuchelei seitens der FEMINIST*_INNEN!

      • Abgesehen von bestenfalls zwei, drei Kommentatoren hier, würd ich sagen es handelt sich hier um schweigende Mittäter und stille Beklatscher.

        Ganz wie britische Polizei und Antifa.

  38. Die hat das mit der Eugenik massgeblich vorangetrieben und hat das nicht nur „unterstützt“…..

  39. Originalton linker Spiesser:

    -> Ich bin zwar gegen Verbote, aber es geht hier ja nur um die Zurechtweisung von Menschen, die keine sind.

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