Was hat die dritte Welle des Feminismus erreicht?

Ein Tweet einer Feministin, die wohl eher der „zweiten Welle“ zugeneigt ist,  fragt nach den Errungenschaften des Dritte Welle Feminismus:

Eigentlich ja ein interessantes Thema. Aus den Antworten:

1. 

Spreading misandry within the western societies.

2

Taking the (basically good) ideas of identity politics and stretching them far above and beyond the absurd level. As a result, feminism is so intersectional that is actively misogynistic.

Sehr stark vertreten waren auch „zweite Welle“ Feministinnen, die es eher als Rückschritt sagen:

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Destroying the work of all prior feminist and dismissing it as “white feminism” , increasing males access to women’s bodies through surrogacy porn and prostitution , centering the voices of transwomen (males) in feminism , opening up female spaces to males

Der zweite Welle Feminismus war ja noch ein einfacher Kampf Männer gegen Frauen, in der dritten Welle hat man dann aus Sicht einiger die „Schlachtreihen geöffnet“ indem plötzlich alles was Frauen machen wollten nicht mehr kritisiert werden durfte, was nach deren Auffassung anscheinend eher den Männern genutzt hat (also dem Feind)

4

Eigentlich eine nette Grafik im „Geschlechterkrieg“ und ein Aufgreifen von „Sexnegativen und Sexpositiven Feminismus“.

Andere sahen hingegen in der Einbeziehung von „Women of Color“ genau den großen Unterschied, die große Leistung:

5

Doing more to centre women of colour in the discourse.

Auch die Rape Culture wurde genannt:

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shifting the public perception and understanding of rape culture so that now it is widely understood and discussed.

7

To be fair, I think there were some important victories: The MeToo movement Increased recognition of Black/minority women’s voices Fairly effective pushback on „slut shaming“/ „she was asking for it“ rhetoric used by old-style conservatives

50 Gedanken zu “Was hat die dritte Welle des Feminismus erreicht?

  1. Als Hobby Verschwörungstheoretiker bin ich ja der Auffassung, dass der 3.Welle Feminismus von China und Russland benutzt wird, um die positiven Errungenschaften des Westens wie Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit zu torpedieren. Und bei Gelegenheit positive Dinge einzureissen.

    Von der Piratenpartei war nichts mehr übrig, nachdem die Feministinnen mit ihr fertig waren (die jetzt übrigens alle in anderen Parteien sind).

    Und die Cancel Culture sieht immer mehr wie eine Kulturrevolution a la China aus:
    „Es sterben zu viele Schwarze und Latinos am Covid! Da muss man was machen, aber das rassistische Patriarchat verhindert das!“
    „Was, Du forscht zu Gehirnstrukturunterschieden zwischen Weissen, Schwarzen und Latinos! Shit storm Dich bis Du Deinen Job los bist!“

    Analog: „Das fiese Patriarchat hat eine Männer Medizin von Männern für Männer geschaffen!“
    „Was, du meinst Biologie ist für das Geschlecht wichtig und willst zu neurologischen Geschlechtsunterschieden forschen? Du transfeindlicher Frauenhasser, weg mit Deinem Job!“

    Diese in sich widersprüchlichen und gleichzeitig mit gravierender, sozialer Brutalität vorgetragenen Positionen sind widersprüchlich. Aber das scheint diese Aktivistengeneration gar nicht zu merken, weil die Fähigkeit zur Selbstreflexion in diesem Alter nicht ausgeprägt ist und vor dem Jugendlichen Furor zurückweichen muss.

    • Das hier: „Als Hobby Verschwörungstheoretiker bin ich ja der Auffassung, dass der 3.Welle Feminismus von China und Russland benutzt wird“ ist keine Verschwörungstheorie, sondern eine Teil-Wahrheit.

      In China macht man sich zwar über die Postmodernen lustig, aber wenn es um Macht geht, dann haben sie keinerlei Skrupel dem Gegenüber zu unterstellen, er sei „sinophob“ (a la „islamophob“).
      Selbstverständlich wollen sie in die schutzwürdige Gruppe „der Marginalisierten“, die von jeder Kritik ausgenommen wird und sich vorzugsweise darin ergeht, die verfolgende Unschuld zu spielen.

      Es ist wesentlich einfacher solche Machtspielchen durchzuziehen, wenn man sich sicher sein kann, eine rein emotionale, moralisierende Litanei an Vorwürfen vortragen zu können, die voller logischer Widersprüche sind, ohne für diese kritisiert zu werden.

    • „Diese in sich widersprüchlichen und gleichzeitig mit gravierender, sozialer Brutalität vorgetragenen Positionen sind widersprüchlich. Aber das scheint diese Aktivistengeneration gar nicht zu merken, weil die Fähigkeit zur Selbstreflexion in diesem Alter nicht ausgeprägt ist und vor dem Jugendlichen Furor zurückweichen muss.“

      Ja, wegen der ganzen Widersprüche bauen sie sich ja ständig noch neue (verlogene) Elemente zu ihrer „Theorie“ (Ideologie) dazu, die die Widersprüche dann angeblich als inexistent erscheinen lassen. Und sie können es sich erlauben, weil sie das politmediale Establishment (hierzulande wählen drei Viertel der Journalisten rot oder grün, der Großteil des Rests wohl die sozialdemokratisierte Union) auf ihrer Seite haben, das zumindest gewisse Grundprämisse als Wahrheit verkauft, auf denen dieses ganze Zeug aufgebaut wird, obwohl schon diese falsch sind.
      Wie ich beim vergangenen Selbermach-Mittwoch-Artikel …
      ( https://allesevolution.wordpress.com/2020/07/08/selbermach-mittwoch-275-08-07-2020/#comment-502511 )
      … schon dargelegt habe, ist dies unter bestimmten Voraussetzungen ausnutzbar:
      https://www.faz.net/aktuell/politik/trumps-praesidentschaft/donald-trumps-chefstratege-steve-bannon-handelskrieg-mit-china-15173286.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2
      Darin steht über Steve Bannon u.a. das Zitat:
      „„Je länger die Demokraten über Identitätspolitik sprechen, desto früher kriege ich sie“, spottete Bannon gegenüber Kuttner. „Ich will, dass sie jeden Tag über Rassismus sprechen. Wenn die Linke sich auf die Themen Rasse und Identität konzentriert und wir uns auf ökonomischen Nationalismus, dann können wir die Demokraten zermalmen.““
      Und über Bannon:
      „Bannon sieht seinen Job darin, die Radikalisierung der Demokratischen Partei weiter zu voranzutreiben; „die Widersprüche hervorzuheben“, wie ein Leninist sagen würde, und er scheut sich auch nicht, diese Strategie öffentlich zu verkünden.“
      Sowie auch:
      „Während seiner kurzen, achtmonatigen Zeit im Weißen Haus hat sich Bannon – der als „Leninist“ beschrieben worden ist – der Verwirklichung dieser Dialektik verschrieben. Sein Einfluss lässt sich an drei politischen Schlachten ablesen, die er mit angestiftet hat und die alle darauf abzielten, Trumps politische Gegner und die Medien (von Bannon als „Opposition“ tituliert) auf ein politisches Terrain zu zwingen, auf dem die Rechte traditionell einen Heimvorteil hat: den so genannten „Einreisestopp für Muslime“, das hastig verkündete Verbot für Transgender beim Militär und der vor kurzem ausgebrochene Kampf um Denkmäler und historische Erinnerung. In jedem dieser Fälle hat Bannon Demokraten und Liberale durch einen Anschubser dazu gebracht, Positionen anzunehmen, die bei ihren Anhängern und der Medienelite gerade in Mode, für eine große Mehrheit der Amerikaner aber entweder unpopulär oder irrelevant sind. Indem sie seinen Köder immer wieder geschluckt hat, hat die [US-]amerikanische Linke Bannon erlaubt, sie zu definieren.“

      Womit er – resp. Trump – auch einigen Erfolg hatte und womit Trump nun bei den BLM-Antifa-Mob-Ausschreitungen auch wieder Erfolg haben dürfte (weil er nicht in die Falle der Demokraten getappt ist, die gewaltsamen Unruhen/Ausschreitungen in den von sich allesamt einer Beendigung dieser gewaltsamen Unruhen/Ausschreitungen durch ihre Polizei verweigernden „Demokraten“ regierten Städten mit Militär zu beenden, was den „Demokraten“ und der auf ihrer Seite stehende große Medienmehrheit erlaubt hätte, Trump als rabiaten rassistischen Unterdrücker von „Demonstrationen“ darzustellen; sondern er hat einfach das FBI und andere nationale nicht-militärische Sicherheitskräfte zusammengestückelt und zur Beendigung dieser Gewalt geschickt).

      Unter anderen Bedingungen jedoch (wie ich sie oben andeutete) bedeuten Widersprüche jedoch nicht das Zugrundegehen, wie Niall Ferguson in einem NZZ-Interview erklärte, und was auch der Grund sein dürfte, dass Bannon sich „nicht scheut, seine Strategie öffentlich zu verkünden“, damit die sog. „Demokraten“ doch aufhören mit dieser Art von Politik:
      https://www.nzz.ch/feuilleton/niall-ferguson-als-rechter-bist-du-ein-potenzieller-nazi-sozialisten-und-kommunisten-hingegen-sind-moralisch-einwandfreie-sozialdemokraten-ld.1467954

      Daraus zitiere ich:

      „[NZZ:] Identitäts- und Diversitätspolitik verstrickt sich immer stärker in Widersprüche – und es bilden sich innerhalb ihrer Vertreter sichtbare Fronten. Immer mehr asiatische Studenten klagen beispielsweise gegen amerikanische Universitäten, weil sie sich – aufgrund positiver Diskriminierung anderer Minderheiten – in der Zulassung diskriminiert fühlen. Ändert sich gerade etwas?

      [Ferguson:] Widersprüche einer Ordnung führen nicht zu deren Kollaps – das war ja der grosse Irrtum der Marxisten, die bis heute glauben, der Kapitalismus würde an seinen inneren Widersprüchen zugrunde gehen. Darum: Nein, die Revolution hat nicht damit begonnen, ihre Kinder zu fressen – das ist reines Wunschdenken.

      [NZZ:] Also machen Sie sich keine Hoffnung auf einen schnellen Wandel?

      [Ferguson:] Nein. Was bleibt, ist der Galgenhumor. Wir erzählen uns zu Hause eine kleine, witzige Geschichte, die den ganzen Irrsinn auf den Punkt bringt.[(!)] Meine Frau, Ayaan Hirsi Ali, ist eine vehemente Kritikerin des Islam – wenn sie in Harvard auftritt, kann sie mit dem Widerstand der radikalen Muslime, genannt Islamisten, rechnen. Und vor einigen Jahren machte ich einen ziemlich unbedarften Scherz über John Maynard Keynes, der die Gay Community in Rage versetzte. Ayaan und ich stellen uns dann vor, wie die beiden Gruppen von Kritikern, die Islamisten und die LGBTQ-Personen, sich die Köpfe einschlagen würden, wenn sie nicht gegen den gemeinsamen Feind agierten, sondern miteinander reden müssten, vielleicht ausserhalb ihrer Komfortzone. Und ich gebe zu: Diese Szene amüsiert mich.“

      Das heißt, solche Art von Widersprüchen in der „Progressiven“ (also der immer weiter von sich Fortschreitenden ;-)) werden nur durch den gemeinsamen politischen Gegner und mittels der intersektionalen Ideologie und – wie wir alle mittlerweile wissen – ebenso unehrlicher „Toleranz“ ausgehalten, wohl in dem Glauben, die anderen am Ende schon bekehren und/oder ausstechen zu können, wenn der politische Gegner erst mal weg ist. Wann das für sie der Fall sein würde, ist eine interessante Frage, denn der Antifaschismus lebt ja davon, alles, was von der reinen Lehre rechts steht als irgendwie faschistisch zu brandmarken (sodass er sich nur immer was Neues einfallen lassen muss, das „(proto-)faschistische“ „Strukturen“ stütze etc., um dagegen vorzugehen und sich eine Existenzberechtigung zu verschaffen). Die Kommunisten bezeichneten die Sozialdemokraten als „Sozialfaschisten“ und definierten ihn als den „Hauptgegner“, weil er die marxistische Dialektik die von Agonist und Antagonist lebt, durchkreuzte; denn die Sozialdemokraten waren „systemstützend“ – weil „Systemwidersprüche-ausgleichend/-abfedernd“ anstatt „Systemwidersprüche-beschleunigend/-intensivierend“ – und banden viele Leute/Ressourcen/Potenzial an sich, die/das sonst zu den Kommunisten bzw. ihnen zugute gekommen wäre/-n. Später, als sie erkannten, dass sie so keinen Erfolg haben werden und der Kapitalismus wirtschaftlich stärker ist, haben sie sich daher auf die „permanente Revolution“ verlegt – heute manchmal „große Transformation“ genannt –, die Kooperation gegen den gemeinsamen politischen Gegner von (noch weiter) rechts zulässt und auf Auf-links-Drehung des Denkens, sozialer Zusammenhänge und staatlicher und halbstaatlicher Institutionen setzenden Kulturmarxismus innerhalb der Mosaik-Linken setzt, der den Boden der gesellschaftlichen geistigen und staatlichen Strukturen für die Übernahme des Systems, die stattfinden soll, wenn es an seine Leistungsgrenzen kommt und zusammenbricht, z.B. bei einer Krise, bereiten soll, während der Kapitalismus die Möglichkeiten erschaffen hat, dies umzusetzen. Daher ist ihnen auch Überschuldung des Staates willkommen, um linke Politik durchzusetzen; einerseits macht es den Staat krisenanfällig und verleitet ihn zu Steuererhöhungen (was die Leute in prekären Verhältnissen hält), andererseits macht es die Leute vom Staat abhängig, schwächt sie in ihrer Selbstverantwortungswahrnehmungsfähigkeit, und die Linken können sich mittels Einreden, dass man auf bestimmte staatliche Wohltätigkeitsleistungen einen Anspruch hätte, sodann mit „Unterdrückten“-Retter- und Linksutopiaverwirklichungsmöglichkeit-Ideologie & -Programmatik besonders bei jungen Leuten als die politischen Ersatz-Eltern (egal ob auf Parlamentswahlebene oder auf Medien- oder Jungendzentrum- und AZ-Ebene) aufspielen, politisch prägen und binden, nachdem sie alles natürlich gewachsene, mithin subsidiär angelegte, Geist- und Sozialsubstrat als angeblich (proto-)faschistisch, aber auf jeden Fall als angeblich falsch „dekonstruiert“ haben (also geht’s um Zerstörung der bestehenden Strukturen), um es gemäß dem masonischen „ordo ab chao“ (dt. „Ordnung aus dem Chaos“: so prangt es als Wahlspruch vom Siegel der Obersten Räte des freimaurerischen Systems des Alten und angenommenen Schottischen Ritus; bezeichnet in der Freimaurerei den Schöpfungsakt, der durch den Menschen immer wieder von neuem hervorgerufen werden soll) in ihrem Sinne wieder neu zusammenzufügen, sodass es scheinbar freier – und umso besser kontrollierbar – wird („divide et impera“, dt. „teile und herrsche“, nämlich bestimmen, welche Verbindungen zugelassen/gefördert/gefordert/kreiert und welche abgewertet/erschwert/verboten/verhindert werden, quasi _wie im Himmel – auf marxistisch heißt das: „Überbau“* –, so auch auf Erden – auf marxistisch: „Basis“*_; zumindest wohl auch inspiriert von der Freimaurerei: unten Winkelmaß (steht für: Materie/“Natur“, (Re-)Produktion, Volk/Population/Bevölkerung, weiblich, …), oben Zirkel (steht für Geist/“Kultur“, Formung, Führer/Elite/Intelligenzija, männlich, …); Marx war ja Freimaurer, wenn ich da richtig informiert bin).
      Im Wikipedia-Artikel „Basis und Überbau“* steht:
      „Der Marxismus-Leninismus der realsozialistischen Länder war der Auffassung, dass sich in antagonistischen Gesellschaften zuerst die Basis einer neuen Gesellschaft im Schoß der alten entwickelt und danach der Überbau umgestürzt wird (Revolution), während beim Übergang zum Kommunismus zuerst ein neuer Überbau geschaffen werden muss, ehe sich eine neue Basis entwickeln kann. An diesem Punkt entzündet sich heute ein innermarxistischer Streit, bei dem diese Besonderheit der gesellschaftlichen Entwicklung von vielen für falsch angesehen wird.“
      https://de.wikipedia.org/wiki/Basis_und_%C3%9Cberbau
      Hier haben wir zum einen den von Niall Ferguson benannten Fehler, dass Antagonismen in Gesellschaften eines Systems zu dessen Niedergang führen würden. Und zum anderen folgt daraus für Kommunisten die Notwendigkeit, dass die Basis einer neuen Gesellschaft in Staaten wie den unsrigen, die eigentlich als Gegensätze ausgleichend entworfen sind (rechtsstaatliche Demokratie, soziale Marktwirtschft), sich so eine Basis erst mal importiert/herangezüchtet werden muss, die (nicht nur zur Wähler- und somit Politmachtbeschaffung, sondern auch) zur – wenn auch nur teilweisen, so doch wichtige Prinzipien des Überbaus zerstörenden – Umstürzung oder starken Destabilisierung des Überbaus getrieben werden kann …

      Ach, ich könnte Stunden weiter schreiben, aber lasse es jetzt mal bei diesen Ausführungen bewenden.
      Zufällig hat auch grad vor einigen Tagen Caroline Sommerfeld was Kurzes zu dem Thema geschrieben, das dem an den hiesigen Ausführungen interessierten Leser noch etwas Gegenwartsbezug vermitteln kann:
      https://sezession.de/63128/ordo-ab-chao

      * = Diesbzüglich empfehle ich, den Wikipedia-Artikel „Basis und Überbau“ zu lesen.
      Darin wird übrigens ein Brief Friedrich Engels zitiert, den ich ganz interessant finde, weil er darin etwas beschreibt, das mich stark an die Evolutionstheorie erinnert:

      „Nach materialistischer Geschichtsauffassung ist das in letzter Instanz bestimmende Moment in der Geschichte die Produktion und Reproduktion des wirklichen Lebens. Mehr hat weder Marx noch ich je behauptet. Wenn nun jemand das dahin verdreht, das ökonomische Moment sei das einzig bestimmende, so verwandelt er jenen Satz in eine nichtssagende, abstrakte, absurde Phrase. Die ökonomische Lage ist die Basis, aber die verschiedenen Momente des Überbaus – politische Formen des Klassenkampfs und seine Resultate – Verfassungen, nach gewonnener Schlacht durch die siegende Klasse festgestellt usw. – Rechtsformen, und nun gar die Reflexe aller dieser wirklichen Kämpfe im Gehirn der Beteiligten, politische, juristische, philosophische Theorien, religiöse Anschauungen und deren Weiterentwicklung zu Dogmensystemen, üben auch ihre Einwirkung auf den Verlauf der geschichtlichen Kämpfe aus und bestimmten in vielen Fällen vorwiegend deren Form.

      Es ist eine Wechselwirkung aller dieser Momente, worin schließlich durch alle die unendliche Menge von Zufälligkeiten (d. h. von Dingen und Ereignissen, deren innerer Zusammenhang untereinander so entfernt oder so unnachweisbar ist, dass wir ihn als nicht vorhanden betrachten, vernachlässigen können) als Notwendiges die ökonomische Bewegung sich durchsetzt. […]

      Wir machen unsere Geschichte selbst, aber erstens unter sehr bestimmten Voraussetzungen und Bedingungen. […] Zweitens aber macht sich die Geschichte so, dass das Endresultat stets aus den Konflikten vieler Einzelwissen hervorgeht, wovon jeder wieder durch eine Menge besonderer Lebensbedingungen zu dem gemacht wird, was er ist; es sind also unzählige einander durchkreuzende Kräfte, eine unendliche Gruppe von Kräfteparallelogrammen, daraus eine Resultante – das geschichtliche Ergebnis – hervorgeht, die selbst wieder als das Produkt einer, als Ganzes bewusstlos und willenlos wirkenden Macht angesehen werden kann.“
      (Zitatende)

      Engels erkennt übrigens also schon, dass auch „nun gar die Reflexe aller dieser wirklichen Kämpfe im Gehirn der Beteiligten, politische, juristische, philosophische Theorien, religiöse Anschauungen und deren Weiterentwicklung zu Dogmensystemen, […] auch ihre Einwirkung auf den Verlauf der geschichtlichen Kämpfe aus[üben] und bestimmten in vielen Fällen vorwiegend deren Form.“ Und dennoch hat er nicht erkannt, dass gerade die Veröffentlichung seiner und Marxens Theorie/Ideologie dazu geführt hat, dass „das kapitalistische System“ darauf reagieren und sich selbst einhegen (lassen) konnte, sodass der marxistischen Ideologie zur Errichtung des Kommunismus die notwendigen Vorraussetzungen für ihre Umsetzung genommen wurden (was dann eben die oben erwähnten Strategiewechsel von deren Seite zur Folge hatte, da sie es nicht wahrhaben wollten, dass die Produktivkräfte in Form der Arbeiter nun nicht mehr pauperisiert wurden – dies geschah erst wieder durch ständig neue/erhöhte Steuern, um die Staatsschulden bedienen zu können, mit denen der Staat entweder die bereits oben erwähnten linken „Wohl“tätigkeits- und Ideologieprojekte oder von rechts ihnen vorbeugend i.d.R. etwas vernünftigere, auf Eigenverantwortungswahrnehmungsmotivierung setzende Alternativen zunehmend finanziert(/-e), was jedenfalls beides zur (immer stärkeren) Abhängigkeit von der kreditgebenden Hochfinanz führt(/-e)). Und obwohl Marx, der sogar auch das Geld (als Fetisch) analysierte, und Engels so intelligente Kerlchen bzw. Fritzchen waren, haben sie nicht erkannt (oder zumindest nicht öffentlich bekanntgemacht), dass das Zinsgeldsystem mit seinem eingebauten Mangel (da aufgrund des Zinses und Zinseszinses usw. alle Schuldenlast stets und exponentiell ansteigend höher als die gesamte Geldmenge ist) systemisch zur immer weiteren Profitmaximierung etc. zwingt, um nicht Konkurs zu gehen, und zu immer wiederkehrenden Wirtschafts-Crashes und/oder Kriegen führt (bei Letzteren entsteht u.a. auch Vermögensvernichtung und Wiederaufbau-Investitionsmöglichkeit). Aber wer weiß … vielleicht haben sie diesen Umstand ja als etwas einkalkuliert, das ihre Ideologie/“Theorie(n)“ als (ggf. besonders) richtig erscheinen lassen sollte …
      Ok, ich merke, ich gleite ins Spekulative ab – jetzt mach ich wirklich mal Schluss an dieser Stelle. 😉

      • Der zitierte Brief von Engels erinnert mich gerade an das letzte Kapitel mit Titel „Versuch einer Synthese“ des Buches „Völkerpsychologie. Was uns unterscheidet“, von Andreas Vonderach, 2016, 2. Auflage – ich zitiere (ohne Fußnoten/Quellenangaben für die beiden Zitate am Ende des Kapitels – dafür möge man sich das Buch besorgen, wenn’s wieder aufgelegt wird, oder sich im Internet auf dubiosen Buchtext-Anbieterseiten den kopierten Buchtext heraussuchen, wenn man kann):

        >>
        Das in diesem Buch ausgebreitete Material bestätigt zunächst einmal eines, nämlich daß es psychologische Unterschiede zwischen den Völkern gibt. Angesichts der Fülle an Belegen müßte man schon ein außerordentliches Maß an Voreingenommenheit und Ignoranz aufbringen, um dies zu leugnen.

        Dabei zeigt sich eine erstaunliche Kontinuität der beschriebenen Charaktereigenschaften. Die ethnischen Großgruppen der Menschheit wie die Chinesen, Japaner, Inder, Araber, Schwarzafrikaner, Indianer, Nord- und Südeuropäer, aber auch die europäischen Nationen, werden in den verschieden Epochen im Wesentlichen gleich beurteilt. Die verschiedenen Quellen und die mit unterschiedlichen Methoden gewonnen Ergebnisse bestätigen sich weitgehend gegenseitig. Widersprüche, die es auch gibt, lassen sich am ehesten mit methodischen Besonderheiten erklären.

        Für viele völkerpsychologische Phänomene gibt es sowohl kulturelle als auch biologisch-genetische Erklärungen. Das muß kein Widerspruch sein, denn die kulturellen und die genetischen Einflüsse wirken meist gleichgerichtet. Sowohl die kulturelle als auch die biologische Evolution beinhalten Mechanismen, um die Menschen an ihre jeweilige Umwelt anzupassen.

        Eine Kultur paßt sich durch die Entwicklung von geeigneten Techniken und Traditionen an ihre Umwelt an. Dazu gehören nicht nur Behausung und Kleidung und die Techniken des Nahrungserwerbs, sondern auch bestimmte Verhaltens- und Kommunikationsstile und kulturelle Werte. Verfahrensweisen, die sich bewähren, werden beibehalten und verbessert, solche, die sich nicht bewährten, verworfen. Über diesen Prozeß der kulturellen Evolution optimiert sich eine Kultur immer mehr. Sie entfernt sich damit zugleich immer weiter von den Kulturen anderer Populationen, die in anderen Umwelten leben. Ist eine bestimmte Kultur mit ihrem Sozialsystem und ihren spezifischen Werten erst einmal vorhanden, gehört sie selbst zu der Umwelt [und erschafft auch sonst spezifische Umwelt (Anm. v. Jo)], an die sich die Individuen anpassen müssen.

        Durch Erziehung und Tradition prägt eine Kultur die Menschen in einer Weise, daß diese an sie und die sie prägenden Umweltbedingungen möglichst gut angepaßt sind. Zugleich versuchen die Individuen selbst, sich an die Werte ihrer Kultur anzupassen, weil diese ihre Werte mit sozialem Ansehen, wirtschaftlichem Wohlstand und besseren Partnerwahlchancen prämiert. Eine Kultur reproduziert sich so durch ihre Werte und ihre Erziehung immer aufs Neue.

        Allerdings stößt diese modifikatorische Form der Anpassung dort an ihre Grenzen, wo die durch die genetisch bestimmte Modifikationsbreite gezogen sind. Der einzelne Mensch kann sich nur in einem gewissen Maß anpassen, dann stößt er an seine biologischen Grenzen. Diese, die die biologische Modifikationsbreite bestimmen, sind jedoch nicht bei allen Individuen dieselben. Dadurch sind diejenigen Individuen, deren Modifizierbarkeit mehr in Richtung des Anpassungsdruckes geht, besser angepaßt.

        Diese besser angepaßten Individuen haben einen Überlebens- und Fortpflanzungsvorteil, und durch die Wirkung der Selektion verschiebt sich so die Modifikationsbreite der Population immer mehr in Richtung einer besseren Angepaßtheit an die Umweltbedingungen. Sie entfernt sich damit zugleich genetisch von den anderen Populationen, die in anderen Umwelten leben. Diese genetische Selektion ist die zweite Form der Anpassung des Menschen an seine Umwelt, die biologische Evolution.

        Aber auch die jeweilige Kultur selbst gehört zu den Umwelteinflüssen, die eine genetische Selektion ausüben. Bei der Partnerwahl werden Personen bevorzugt, die die in ihrer Kultur angestrebten Eigenschaften in stärkerem Maße als andere aufweisen. Auf diese Weise werden die Werte einer Kultur auch biologisch verankert. Die Nachkommen der erfolgreichen Individuen besitzen bereits überdurchschnittlich oft eine genetische Konstitution, die sie unbewußt nach den kulturell vorgegebenen Werten streben läßt. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn eine Kultur schon sehr lange besteht.

        Daß sowohl die kulturelle als auch die genetische Evolution sich an dieselben Umweltbedingungen anpaßt, erklärt, daß die kulturellen wie die genetischen Eigenschaften einer Population meist gleichgerichtet sind.

        Der kanadische Evolutionspsychologe Jerome H. Barkow schlug 1989 folgendes Modell für die kulturelle Reproduktion von kulturspezifischen Verhaltensstilen vor: „Eine wichtige treibende Kraft dieser spezifischen Kulturentwicklung könnte (…) der symbolisch bewertete Selbstwert bzw. das Prestige sein. Demnach strebt der Mensch das an, was in der eigenen Lebenswelt als erfolgreich gilt. Er verinnerlicht die durch die eigene Kultur vermittelten Prestige-Kriterien, und die bringen ihn dazu, bestimmte Eigenschaften und Handlungsweisen gegenüber anderen zu bevorzugen und auszubauen. Gleichzeitig werden bei der Partnerwahl Individuen bevorzugt, die die in einer Kultur hoch bewerteten Eigenschaften in hohem Maße aufweisen, so daß auch über diesen Weg der genetischen Selektion die Ausprägung der hoch bewerteten Eigenschaften sich verstärkt.“

        Die [US-]amerikanischen Psychologinnen Patricia M. Greenfield und Carla P. Childs ziehen den Schluß, »daß kulturelle Werte teilweise durch die Fähigkeit einer Kultur entstehen, aus ihrem eigenen Genotyp ein bevorzugtes Stereotyp zu bilden.«
        << (Zitatende)

  2. Ist doch ganz einfach: die dritte Welle hat den Staatsfeminismus erschaffen – Gender Mainstreaming, flächendeckende gender studies, Frauenförderung, bis der Arzt kommt.

    Seither wird das »Wir-leben-in-einem-Patriarchat«-Gejammer ganz offiziell vom »Patriarchat« bezahlt.

    • Nächste Ausbaustufe: „Wir-leben-im-Patriarchat-weißer-Männer“, bezahlt von weißen Männern.
      Die einzigen Start-Ups, die sie gründen können: Opfer- und Schuldentrepreneure GmbH & Co. KG

  3. Oder noch etwas anders formuliert: die Dritte Welle hat die feministische Mythologie der zweiten Welle, nämlich den »Mythos vom schlechten Mann«, zum gesellschaftlichen Leitmythos erhoben. Weshalb die vierte Welle des Feminismus darauf als einer Selbstverständlichkeit aufbauen konnte, ohne selbständig auch nur von der Wand bis zur Tapete zu denken.

    Das Resultat ist die mediale Dominanz der Piepsmäuse vom Typ Penny, Wiezorek, Stokowski: von jeder eigenständigen Denkleistung, die man »intellektuell« nennen könnte, befreite Plappermäulchen.

    • @djad: schöne und treffende Zusammenfassung! 👍

      Der letzte Absatz zeigt allerdings dass auch du noch zu sehr in patriarchalen manspreading Verhaltensweisen gefangen bist. Willst du etwa die große Leistung einer Frau Wieczorek (Aufschrei!!!) kleinreden? Und sind solche Pejorative wie „piepsmäuse“ und „plappermäulchen“ wirklich angebracht? Dass du die Verkleinerungsform benutzt zeigt doch nur dass du Frauen klein halten und unterdrücken willst. SCNR😆

    • den »Mythos vom schlechten Mann«, zum gesellschaftlichen Leitmythos erhoben“

      Ja, ich glaube auch, das ist der Kern der dritten Welle. Daraus lassen sich alle Forderungen und Vorwürfe ableiten. Und sie ergeben nur in diesem Kontext halbwegs einen Sinn.

  4. Gibt es jetzt schon offiziell eine 4. Welle?
    Ansonsten denke ich das die 3. oder eben die 4. Welle auch noch erreichen wird, dass Porno und Prostitution verboten werden, nicht abgeschafft, aber illegal werden. Was das mit den Frauen dort macht wird als Opfer akzeptiert.

    Ansonsten, wie djadmoros schon schrieb, wurde Feminismus verstaatlicht und Mainstream, heißt man wird gezwungen Feministinnen bei der Verbreitung ihres Männerhass und der Etablierung weiterer Frauenbevorzugungen und Männerdiskriminierungen zu bezahlen, was mittlerweile auch schon in der Schule umgesetzt wird.Und selbst die großen Mega-Konzerne oder international agierende Hilfsorganisation, wie die WHO oder UN, machen Werbung für diese Doppelstandards und fordern Hilfe nur für Frauen/Mädchen in Bereichen in denen es viel Männern/Jungen eigentlich schlechter ergeht, z.B. in Sachen Kinderarbeit oder Sklaverei.

  5. Ich finde sie haben die Forschung mit ihren Forschungsergebnissen revolutioniert!

    Jetzt haben sie z.B. herausgefunden, dass auch der Städtebau voller toxischer Maskulinät ist!

    „Toxic masculinity is built into the fabric of our urban spaces, writes Leslie Kern, author of new book Feminist City.“
    „Glass ceilings and phallic towers. Mean streets and dark alleys. Road names and statues of men. From the physical to the metaphorical, the city is filled with reminders of masculine power.“

    Gefunden beim Danisch
    https://www.danisch.de/blog/2020/07/09/vom-ejakulativen-zum-weiblichen-wohnen/

    Aber jetzt mal ernsthaft – ist es nicht ein Quell der Freude, dass man solche Comics lesen darf?

    • Nicht auszudenken, wenn sie erst unser hinterhältigstes Phallus-Symbol entdecken.
      Der Stift!

      „Trainiert sie jung!“ Das Patriarchat (TM)

      • Ist doch ganz klar: die Schriftsprache ist eine Erfindung des hinterhältigen Patriarchats. Und muss insgesamt abgeschafft werden, wer braucht also noch Stifte als Ersatzpimmel?!

      • Naja, von der Freud’schen Psychologie her gesehen wäre es ziemlich naheliegend, dass es sich hier um Sublimierungsergebnisse handelt.

        Bei einem Gespräch zwischen Stokowski und Flaßpöhler („#resonanzraum 5“, auf YT) von vor 2 Jahren, das ich neulich gesehen habe, wurde im Hinblick auf die Mikrophone kommentiert:
        „Es befriedigt mich zutiefst zu sehen, dass beide – Stokowski mit ihrer mädchenhaften Fiepsstimme allerdings mehr – darauf angewiesen sind, eine Phallus-Technologie in ihrer Hand zu halten, um sich Gehör verschaffen zu können. Ein kleiner sexistischer Witz am Rande. :-)“
        Hehe. ^^

    • Es sind ja auch Männer, die die Städte gebaut haben. Deshalb: Klappe halten, Feminist*innen. Oder baut auch selber gendergerechte Städte. Typisch feministische Anspruchshaltung: Nichts beitragen ausser Nörgelei, es soll doch bitte von den Männern nach weiblichen Vorgaben verwirklicht werden.

      • Pjotr du misogyner Hater, du hast wohl noch nie etwas von den Trümmerfrauen gehört!
        Sie haben die Städte wieder aufgebaut, nachdem sie unendliches Leid erfahren haben!

        • Da hast du das Narrativ deiner Oma und deiner Lehrerin aber gut verinnerlicht. Die Frauen haben dort auch ein paar Steine eingesammelt, weil ihre Männer zu dem Zeitpunkt meistens tot waren.
          Und ob das Leid der Überlebenden schlimmer ist als das der Umgekommenen solltest du mal Hillary Clinton fragen. Die sieht nämlich auch die Frauen als die primären Opfer des Krieges, weil sie ja schließlich ihre Männer verlieren.

          Morgen ist übrigens der Tag des Gender Empathy Gaps!

          Schau mal hier beim DLF, der nun wirklich nicht männerfreundlich ist.
          https://www.deutschlandfunk.de/truemmerfrauen-studie-wer-deutschland-wirklich-vom-schutt.1310.de.html?dram:article_id=311180

        • Wie jetzt? Die letzten Jahre wurde das mit den Trümmerfrauen doch als Geschichtslüge enttarnt. War es nicht inzwischen Konsens unter den moralisch besten Gutmenschen, dass in Wahrheit die Türken Deutschland aufgebaut haben.

        • So, noch mal an alle hier, die meinen Post zu den Trümmerfrauen tatsächlich ernst genommen haben: Guten Morgen zusammen 😉

          Auf der anderen Seite ist es ja ganz gut, wenn man mich tatsächlich für einen Feministen hält, zumindest werden mich die lieben Zensoren dann nicht auf dem Schirm haben 😉

          Aber jetzt mal ganz ernst (also dieses mal tatsächlich abseits von meinem pseudo-feministischen Getrolle):
          Ich glaube es ist der falsche Ansatz auf völligsten Blödsinn zu versuchen, sachlich und argumentativ einzugehen – man braucht bei einem Thema wie dem obigen („Toxische Maskulinität der Architektur“ ) eigentlich garnicht mehr mit Fakten dagegen reden.

          Ich glaube die bessere Strategie ist hier eine Antwort wie sie etwa der Perscheid Comic bereithält, den ich oben gepostet habe – durch überspitzung den Kern des Blödsinns offensichtlich zu machen. Auch die Antwort von xyz ist ebenfalls geil und hat mir ein Lachen aufs Gesicht gezaubert.

          • Das Problem ist ja nicht nur, dass Ironie in Schriftform nur relativ schwer zu erkennen ist, wenn das Geschriebene nicht weit von der Realität abweicht. Und das hat der Feminismus auf jeden Fall geschafft. Der Mythos der Trümmerfrauen, die Deutschland ganz alleine wieder aufgeräumt und aufgebaut haben, ist weit verbreitet in unserer Gesellschaft.

            Hier anzunehmen, dein Beitrag wäre nicht ernst gemeint, ist gar nicht so falsch.
            Btw. Ich hätte beinahe „Satire“ bzw. „satirisch“ geschrieben. Aber auch das ist ein Erfolg des Feminismus. Solche Begriffe stehen mittlerweile in meiner Wahrnehmung eher für Verleumdung und Beleidigung mit anschleßendem Rückzieher als echter Satire.

          • Ich glaube es ist der falsche Ansatz auf völligsten Blödsinn zu versuchen, sachlich und argumentativ einzugehen

            Das ist definitiv der falsche Ansatz, weil er von falschen Voraussetzungen ausgeht.
            Primo:
            Er setzt beim Gegenüber zunächst mal ein voll funktionsfähiges Gehirn voraus.
            Nun ist zwar das Frauenhirn ähnlich dem männlichen gebaut, was aber völlig irrelevant ist, bezüglich seiner Funktion. Es ist als wolle man 2 Computer ähnlicher Bauart vergleichen, ohne zu berücksichtigen, daß völlig unterschiedliche Software installiert wurde, und die dann auch noch völlig anders genutzt wurde, so daß z.B. auch im lauf der Zeit ganz andere Cookies sich ansammeln. Da kann man schlechterdings hinsichtlich Funktion nichts vergleichen.
            Sekundo: Wo kein Wille ist, ist auch kein weg. Selbst wenn also das Gegenüber theoretische in der Lage wäre Logik und Sachargumenten zu folgen, scheitern diese am fehlenden Willen, an der Realitätsverweigerung.

    • Feminismus ist zuverlässig darin die falsche Diagnose zu stellen.

      Das Entstehen von Hochhäuser hat natürlich nichts damit das Grundstücke teuer sind und man in einer Stadt nicht einfach eine beliebig große Fläche bebauen kann, da dort ja schon überall Häuser stehen, die einen EInschränken (und wenn man das unbebaute Land am Stadtrand nutzen würde, wäre es ja auch wieder nicht Recht, wegen der Natur usw.). Das Haus in den Boden zu bauen, ist nochmal teurer und zudem ergeben sich dabei zusätzliche Probleme, wie Licht, Grundwasser, Druck, Evakuierung, Feuer.

      Aber klar, bei Hochhäuser handelt es sich natürlich in Wahrheit um Phallussymbol, als Ausdrück des Patriarchat und Toxic Maskulinity… die Diagnose muss ja von jemanden kommen, der sein Geschlechtsteil als Kopfbedeckung trägt, Keks in Form ihres Geschlechts backt, alles mögliche was ihre Geschlechtteil aussondern zum Backen verwendet und ‚Kunst’ausstellungen organisiert, bei dem einfach nur Fotos ihres Geschlechtsteil zu sehen sind.

      Die feministische Stadt wären dann wohl aber ein Haufen Löcher im Boden…?

      • „Die feministische Stadt wären dann wohl aber ein Haufen Löcher im Boden…?“

        Ja, zBsp Coober Pedy in Australien. Den etwas unglücklichen Namen („Der Name „Coober Pedy“ ist die englische Schreibweise des Pitjandjari-Aborigine-Begriffs kupa piti, was so viel heißt wie „Loch des weißen Mannes“ (engl.: „white man‘s hole““) kann frau ja überschreiben.

        https://de.wikipedia.org/wiki/Coober_Pedy

    • Ich googel hin und wieder „feministische Architektur“ (das Thema ist jahrzehntealt), da findet man haufenweise elaborierte Texte voller Selbstbewusstsein,Tatendrang, Visionen, Workshops und Konferenzen werden abgehalten, die Gewalt, die männliche Architektur den Frauen antut, verdammt.
      Aber versuch mal, ein herausragendes Beispiel für feministische Architektur zu finden, irgendwas das nicht ähnlich längst von Männern gebaut wurde, das irgendein Alleinstellungsmerkmal hätte, das eine (feministische) Innovation wäre.

      Hier mal eine kluge Einsicht:
      „Die 15. JUNG Architekturgespräche wollen keine feministische Architektur thematisieren, denn es gibt keine weibliche oder männliche Architektur, es gibt nur gute oder schlechte Architektur!“
      https://www.bundesstiftung-baukultur.de/veranstaltungen/positionen-women-architecture

      Die Dummen allerdings klingen eher so:
      „Vortragsreihe „building gender“
      Arten des Feminismus im Bereich der architektonischen Studien“
      https://www.derstandard.at/story/225832/vortragsreihe-building-gender

      etwas OT: „Gender und Raum“ hat eher wenig mit Architektur zu tun, aber das Inhaltsverzeichnis lohnt, es mal zu überfliegen. Die meisten Themen sind reine geistige Onanie.

      Klicke, um auf p_edition_hbs_152.pdf zuzugreifen

      • Hans Böckler – die Stifung der DGB-Gewerkschaften! Wenn ich Rentner bin, trete ich auch ver.di aus. Für so einen Scheiß bezahle ich keine Beiträge.

  6. Bei jeder Forderung nach Quotenregelungen verdichten sich die Bedenken, was das denn über das Geschlechterverhältnis der Gesellschaft aussagt. Wenn sich einmal der Glaube durchgesetzt hat, dass Männer nur Männer, und Frauen nur Frauen vertreten, und beide im Wettbewerb gegeneinander stehen, bedeutet das nicht, dass Männer von Geschäftsbeziehungen, etc. mit Frauen Abstand nehmen sollten?
    Müsste ich nicht annehmen, dass meine Ärztin mir Behandlungskontingente vorenthält, die sie für Frauen reserviert? Dass meine Maklerin mein Haus unter Wert an eine andere Frau verscherbelt?
    Warum sollte es in der Gesellschaft denn anders sein als in der Politik?

    Aber was könnte die Erfolgsgeschichte des Feminismus besser krönen als die tatsächliche Erschaffung des Patriarchats? 😀

    Off topic:
    Dritte Welle, hihi! Alles Nazis! 🙂

    • Dass die Identitätspolitik wenig Sinn ergibt, erkennt man bereits ganz leicht daran, dass auch noch ganz andere Quotenregelungen für alle möglichen Personenkreise existieren müssten, damit diese auch repräsentiert werden.

      Man muss aber nicht selber auf eine heiße Herdplatte gefasst haben oder von einem 20 stöckigen Hochhaus gesprungen sein, um mit etwas Lebenserfahrung, Logik und Empathie sich vollkommen ausreichend genug hineinversetzen und mitreden zu können, welche Folgen das haben könnte.

      Man muss auch kein Atomunglück oder Kriege selber hautnah überlebt haben, um in einer Regierung diesbezüglich sinnvolle Politik für alle betreiben zu können.

      Gute „Chefs“ zeichnet es vielmehr aus, dass sie die Fähigkeit besitzen, sich zu informieren, einzulesen und in andere Sachverhalte hineinzudenken bzw. den Willen haben, die berechtigten Interessen aller seiner „Untergebenen“ in einen möglichst fairen Einklang zu bringen.

      Man muss daher auch nicht selber einen Totschlag überlebt haben oder schon mal selber einen Menschen getötet haben, um die diesbezüglichen Interessen der Gesamtbevölkerung sinnvoll regeln zu können (also: >>> grundsätzlich Verbot von Tötungen >>> Tötung aus Notwehr aber zulässig >>> mildere Bestrafung in Ausnahmefällen z.B. bei Tötung unheilbar Kranker auf deren Verlangen >>> …).

      Und, wenn man sieht, dass die Niedertracht von Kuckuckskindern gesetzlich so ziemlich ausschließlich im Interesse der Täterin geregelt wird / die Entsorgung von nicht erwünschten Leben über das Abtreibungsrecht ebenfalls nur im Interesse der Frauen / dass nur Männer zur Landesverteidigung einberufen werden können und zwangsweise ihr Leben/Gesundheit zu Gunsten der Allgemeinheit einsetzen müssen / usw…. wird man auch nicht seriös erklären können, iniwiefern männerdominierende Regierungen bisher Fraueninteressen nicht berücksichtigt hätten. Der Gesetzgeber ist wie Frauen bisher auch schon stets davon ausgegangen, dass Frauen in jeder Lebenslage besonders hilfebedürftig sind und auf Männerinteressen weniger Rücksicht genommen werden braucht (siehe Kuckuckskinder).

      Wer sich daher ernsthaft für Frauenquoten einsetzt, der muss auch erklären können, weshalb er nicht zugleich auch für Pädophilenquoten, Quoten für Vergewaltiger, Quoten für Mörder, Quoten für Rechtsradikale und Linksradikale, Quoten für Steuerhinterzieher, Quoten für Übergewichtige und Magersüchtige, Quoten für geistig Behinderte, Quoten für Rothaarige, Quoten für 2 Jährige, Quoten für 90 Jährige, Quoten für Komapatienten, Quoten für Menschen mit Haarausfall, Quoten für Millionäre, Quoten für Sozialhilfeempfänger, Quoten für Mercedesfahrer, Quoten für Lasterfahrer, Quoten für Impotende, … in den Regierungen und Vorständen ist, denn diese Menschen sind auch Teil der Bevölkerung und hätten dann genauso das Recht, dass sie in den Regierungen und Vorständen nur von Menschen aus ihrer eigenen Gruppe repräsentiert werden.

      Wer für Quoten ist, gibt ja quasi zu, dass er sich selber für inkompetent hält, sich in andere Menschen hineinversetzen zu können und die Interessen anderer Menschen angemessen und fair im Interesse aller Bürger berücksichtigen bzw. abwägen zu können. Wie soll so eine so inkompetente Regierung denn eine sachliche Rentenpolitik betreiben, wenn diese nicht maßgeblich von Rentnern übernommen wird? Wie soll so inkompetente Regierung denn sinnvolle Regelungen in Bezug auf Pädophile vertreten, wenn diese nicht maßgeblich von Pädophilen und Pädophilieopfern übernommen werden?

      Man muss sich halt mal entscheiden, was man unter Art. 3 GG („Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“) wirklich verstehen und vertreten möchte.

      Aus Art. 3 GG wurde bisher eigentlich immer ein Willkürverbot abgeleitet, d.h. staatliche Maßnahmen sind verfassungswidrig, die willkürlich erscheinen und für die es keine sachliche Rechtfertigung gibt. Der Staat müsste somit begründen können, warum er ausschließlich nur in Bezug auf das Geschlecht (vermutlich bald auch in Bezug auf Hautfarben) und nicht in Bezug auf die Milliarden anderen menschlichen Identitäts-/Unterscheidungsmerkmale Quoten für erforderlich hält und ansonsten nicht die gleiche Repräsentation von anderen Unterscheidungsmerkmalen für notwendig erachtet. Warum also nur Geschlechterquoten und nicht quoten für jedes Lebensalter, jede politische Einstellung, …?

      Wer diese Willkür mit dem besonderen (äußerst willkürlich erscheinenen) verfassungsrechtlichen Auftrag aus Art. 3 Abs. 2 S. 2 GG begründen möchte, wonach der Staat „die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern“ förden bzw. auf die Beseitigung von Nachteilen hinwirken soll, möge dann weiter begründen, warum so willkürlich nur in diesen Lebensbereich und nicht auch in allen anderen Lebensbereichen (> Maßnahmen zur Angleichung der Lebenserwartung > Maßnahmen zur Angleichung der schweren und tödlichen Arbeitsunfälle > Maßnahmen zur Angleichung der Suizidzahlen Maßnahmen zur Angleichung der Opfer von körperlichen Gewaltverbrechen > Angleichung der Obdachlosenquoten > Angleichung der Gefängnisinsassen > Angleichung der Drogensüchtigen > Angleichung des Geldtransfers zwischen den Geschlechtern > Angleichung der Möglichkeit mit Sex und Aussehen Geld verdienen zu können. > Angleichung von Abtreibungsmöglichkeiten > Angleichung in Bezug auf die Möglichkeiten, dem Partner ein Kuckuckskind unterschieben zu können > …).

      Entweder müsste man sich um die pauschale Angleichung aller Lebensbereiche bemühen oder die pauschale Angleichung von Lebensbereichen insgesamt für unzulässig halten. Nur einzelne Lebensbereiche zwangsweise angleichen zu wollen ist hingegen staatliche Willkür und evident verfassungswidrig.

      Wer meint, dass sei keine Willkür, dass nur die Angleichung von einzelnen Lebensbereichen zu Gunsten von Frauen angestrebt wird, weil angeblich nur Frauen in einer Gesamtbetrachtung gesellschaftlich benachteiligt seien, der möge diese Behauptung beweisen und erklären, wieso alle vorteilhaften Lebensbereiche bei der Gesamtbetrachtung willkürlich völlig ausgeblendet werden.

      Zu berücksichtigen ist dabei zudem, dass der Verfassungsauftrag aus Art. 3 Abs. 2 S. 2 GG auch mit Art. 1 GG in Einklang stehen muss. Die Würde des Menschen ist unantastbar (Art. 1 GG), so dass diesbezügliche Eingriffe auch nicht mit dem angeblichen Verfassungsauftrag aus Art. 3 Abs. 2 S. 2 GG legitimiert werden können.

      Bisher galt „Sippenhaftung“ eigentlich immer als ein Verstoß gegen die Menschenwürde aus Art. 1 GG. Menschen pauschal aufgrund einer „Sippe“ bzw. Gruppenzugehörigkeit (z.B. Geschlecht) besser oder schlechter zu stellen (z.B. Wehrpflicht), wäre in einem ernstzunehmenden Rechtsstaat eigentlich eine ziemlich klare und nicht zu legitimierende Verletzung der Menschenwürde aus Art. 1 GG, wenn man nicht einen zwingenden Grund für die Ungleichbehandlung benennen kann (z.B. weil alle Frauen schon biologisch gar nicht in der Lage sind, ein Land im Notfall mit verteidigen zu können). In einem Gurkenstaat saugen sich die Verfassungsgerichte aber natürlich stets etwas aus den Fingern, z.B. dass Frauen anderweitig als Gebärmaschinen zur Produktion von genügend menschlichen Nachschub herzuhalten haben und deshalb ein Staat Frauen nicht in Kriegen abschlachten lassen kann. So in der Art hatte das BVerfG das glaube ich mal gerechtfertigt, dass das verfassungsrechtliche Verbot aus Art. 12aGG, wonach ausschließlich nur Frauen nicht zum Dienst an der Waffe gezwungen werden können, damit zu rechtfertigen sei, dass die Fortpflanzung der deutschen Bevölkerung ansonsten nicht sichergestellt werden könne, wenn auch Frauen im Ernstfall vom Gegner nach Kriegsrecht getötet werden dürften.

      In Bezug auf Quotenregelungen müsste ein seriöser Rechtsstaat somit sachlich begründen könnnen, warum pauschal für Frauen andere Regelungen als pauschal für Männer gelten sollen, also warum für Männer und Frauen die jeweilige „Sippenhaftung nach Geschlecht“ kein Verstoß gegen Art. 1 GG darstellt.

      Anders ausgedrückt: Es müsste begründet werden, welcher sachliche Grund existiert, einen besser qualifizierten Sohn von mittellosen Obdachlosen trotzdem über pauschale Quotenregelungen im Verhältnis zu einer Tochter von Multiilliardären mit ohnehin schon besten Kontakten gesetzlich schlechter stellen zu dürfen? Ein Hinweis auf den Verfassungsauftrag aus Art. 3 Abs. 2 S. 2 GG wäre in diesem Zusammenhang meiner Meinung nach evident verfassungswidrig, da es ersichtlich eine reine Sippenhaftung wäre, einen im Vergleich zur Milliardärstochter ohnehin schon mit faktisch deutlich weniger Chancen/Möglichkeiten im Leben ausgestatteten Menschen nur aufgrund seiner Sippe (Geschlecht) noch schlechter zu stellen bzw. eine pauschale Regelung zu seinen Lasten aufzustellen, um die ohnehin schon sehr guten Chancen/Möglichkeiten der Milliardärstochter noch weiter zu erhöhen. Für diese „Sippenhaftung“ für sein Geschlecht gibt es daher keine sachliche Rechtfertigung.

      Meiner Meinung nach daher ein völlig evidenter Verstoß gegen Art. 1 GG, der – da unantastbar – durch nichts gerechtfertigt werden kann. Es wird pauschal eine gesamte „Sippe“ bevorzugt und eine andere „Sippe“ pauschal benachteiligt, ohne dass im Einzelfall gerechtfertigt werden kann. Anders ausgedrückt: Nur weil vielleicht andere aus Deiner Sippe (Männer) möglicherweise bessere Chancen auf Regierungs-/Vorstandsposten in ihrem Leben als Personen aus der anderen Sippen (Frauen) haben (was ja nicht einmal bewiesen ist, dass die Ungleichverteilung daran liegt), hat der Staat trotzdem nicht das Recht, pauschal den gesamten weiteren Menschen aus einer Sippe das Gleichheitsgrundrecht aus Art. 3 GG zu entziehen.

      Das ist halt ziemlich naziähnliches Denken, nur weil vielleicht einzelne Juden aufgrund ihrer Finanzmacht unberechtigte Vorteile erzielen, der gesamten Gruppe der Juden keine rechtsstaatlich gleichen Rechte mehr gewährleisten zu wollen. Ein offensichtlich typisches Verhalten eines ideologisch völlig degenerierten Unrechtsstaates.

      Wie will man überhaupt noch ernsthaft vertreten können, ohne dabei rot vor Scharm zu werden, dass „niemand“ vom Staat „wegen seines Geschlechtes“ „benachteiligt oder bevorzugt“ wird (Art. 3 Abs. 3 GG), wenn man staatliche Regelung zulässt, bei denen pauschal nach Sippen unterteilt und die Lebenschancen von Söhnen von Obdachlosen im Verhältnis zu Töchtern von Milliardären alleine aufgrund von Sippenhafterwägungen pauschal noch weiter verringert wird und damit das Grundrecht aus Art. 3 GG entzieht.

      Im Verhältnis zwischen Männern und Frauen existiert das Grundrecht aus Art. 3 GG für Männer somit faktisch nicht mehr, wenn ziemlich willkürlich nahezu jede Bevorzugung von Frauen mit Sippenhaftungsgesichtspunkten zur Angleichung einfach ins Blaue behaupteter ungleicher Chancen der Sippen zwischen den Sippen legitimiert werden kann.

      Es werden damit grundlegende Prinzipen eines Rechtsstaates zertrümmert, was aber bei dem derzeitigen Zustand des Merkelregimes keinen ernsthaft mehr verwundern sollte. Der Staat hat inzwischen in allen Bereichen (Antifa als merkelnahe Schlägertruppe die Jagd auf Regierungskritiker macht / zwangsfinanzierter Propaganda Rundfunk / ….) völlig fertig. Von daher ist auch nicht damit zu rechnen, dass von den Marionettengerichten noch irgendwelche verfassungsrechtlichen Einwände in Bezug auf die weitere Zertrümmerung des Art. 3 GG erfolgen werden.

      • Nachdem das Prinzip der Gleichheit vor dem Gesetz unter dem Vorwand der „Antidiskriminierung“ beseitigt sein wird, werden die Mächtigen und Reichen wieder die uneingeschränkte Vorherrschaft übernehmen.

        Wer etwas anderes erwartet ist ein Idiot.

        „Dass die Identitätspolitik wenig Sinn ergibt ….“

        Die Identitätspolitik ist nur das Mittel zur Zertrümmerung des Gleichheitsprinzips. Deshalb sind Sinn und Logik dahinter auch vollkommen egal. Man muss sich nicht damit aufhalten, die Identitätspolitik ad absurdum zu führen, sie ist ein antidemokratisches Gestaltungselement, welches den Arglosen als links, gutmeinend und gerecht angedreht wird. Caveat emptor.

      • Guter Text. Den offenen Übergang von individueller Gerechtigkeit zu Gruppengerechtigkeit halte ich schon länger für höchst gesellschaftsschädigend.

        Vielleicht ist es für die Zukunft hilfreich, die wesentlichen, allgemeinen Problempunkte des Themas festhalten. Als kurzer Anriß:

        Gruppengerechtigkeit ist willkürlich, da die Auswahl der Gruppe willkürlich ist. Sie ist weiterhin oft ungerecht gegenüber dem Individuum und führt nie zu einem Mehr an Gerechtigkeit, nur meist zu einem Weniger.

        Wenn alle Bürger (m/w/d) gleich vor dem Gesetz sind, macht es bei den allermeisten Gesetzen keinen Unterschied, von wem sie beschlossen werden.
        Jeder erwachsene Mensch sollte oft genug erlebt haben, dass sich Interessenverteilungen nicht mit Geschlechtern decken. Wieviele Frauen fühlen sich denn von Claudia Roth und Alice Weidel gleichzeitig vertreten?

        Die Spaltung der Gesellschaft in Männer und Frauen wirkt sich nachteilig für beide aus. Die wahren Machtverhältnisse werden dadurch vielmehr zementiert. Teile und Herrsche.

        „Gleichstellung“ ist nirgends ordentlich definiert, kann also beliebig umgedeutet werden, z.B. um sich persönliche Ansprüche zu verschaffen.
        Quotenregelungen werden sehr oft für gutbezahlte, saubere, sichere, bequeme Jobs gefordert. Die gesellschaftliche Relevanz, die man als Grund vorgibt, steht aber fast immer hinter der des Erziehungswesens zurück, das bekanntlich von Frauen dominiert wird.

        Echte, totale Gleichstellung möchte vermutlich niemand. Die tatsächliche Anpassung der Lebensrealitäten der Geschlechter könnte sich als massiv nachteilig für Frauen herausstellen.

        Erweiterungen, Verbesserungen?

  7. Was hat die „dritte Welle“ erreicht?

    Das Zusammenfliessen aller progressiven Fraktionen zu einer einzigen revolutionären Kraft („global progressive left“), die sich anschickt, den demokratisch-liberalen Westen politisch vollkommen zu transformieren, zu beseitigen. Das könnte die dritte grosse totalitäre Herausforderung seit Kommunismus und Faschismus werden.

  8. Da fehlt doch noch ein bisschen was?

    Ich glaube viele attraktive Frauen, die aufgrund ihres Aussehens früher noch gut und leicht Geld verdienen konnten wie z.B. Grid Girls, Fotomodells etc. werden den Feministen wahrscheinlich laut Beifall klatschen dafür, dass sie nun nicht mehr „objektifiziert“ werden sondern sich beim Lidl an die Kasse setzen dürfen.

    Nicht zu vergessen sind auch solche Meilensteine wie dieses widerwärtig sexistische und verachtende Gedicht über Frauen von der Uniwand entfernen zu lassen (siehe https://www.welt.de/kultur/article168129647/Wie-sexistisch-ist-dieses-Gedicht.html)

    Auch ökonomisch erreichte die dritte Welle sicher einiges: Der Gender-Pay-Gap konnte drastisch reduziert werden, da Damenhygieneartikel nun eine reduzierte Mehrwertsteuer haben.

    Rosige Zeiten könnte die Zukunft bringen. Windige Ingenieure mit Geschäftssinn wie ich arbeiten bereits an einem Bücherverbrennungsmobil nach diesem Vorbild hier:

  9. Ließt man öfter. Was meint die damit? Das Väter ihre Kinder sehen dürfen?

    Auch das ließt man öfters. In meiner Wahrnehmung wird alles was Männer tun oder nicht tun als Frauenunterdrückung gelabelt. Wie passt das zusammen. Was ist ein Beispiel für die obige Aussage?

    Promoting MRAs … in dem es Feminismus zu etwas abstoßenden gemacht hat?

    Wo.Ôt? Es ist wie die Gewalt gegen Frauen. Je weniger es davon gibt, desto größer wird die Gefahr gezeichnet.

    Demnach gibt es einen Gegensatz zwischen Feminismus und Egalitarismus… mir ist der klar, aber Feministinnen behaupten immer etwas anderes, das jeder Egalitäre eigentlich ein Feminist ist.

    • Matze, sag mal ist das eine masochistische Ader von dir, dieses ganze Zeug auf Twitter reinzuziehen?
      Sind das Accounts mit hundertausenden von Followern oder irgendwer der seine Meinung in das WWW kotzt ohne dass es eigentlich wen interessiert?

      Du solltest bei dieser Veranlagung dir noch unbedingt Christine Finke in deine Bookmarks legen:
      https://twitter.com/Mama_arbeit

      Vielleicht ist diese ja auch eine gute Versinnbildlichung für den modernen Feminismus:
      – Alleinerziehend
      – „arbeitet“ als „speakerin“
      – wird vom staat bezahlt (Stadträtin, krieg finanzielle Hilfen für die besodneren Kinder)

      • Ich denke, die Finke, deren Mama offenbar arbeitet, haben wir alle schon in der „Klassiker“-Twitterliste.

        Das ist doch die, die von der Frauenministerin ausgezeichnet wurde, nachdem sie zu Spenden für eine Mutter aufgerufen hatte, die ihre Kinder nicht zum Vater lassen wollte und daher ein Ordnungsgeld aufgebrummt bekommen hatte.

      • @slightlyatsea hat nicht mal 1000 Follower. Ich finde die Kommentare immer interessant. Sicherlich geben die kein Bild der Gesellschaft ab, aber zu mindestens eine Teilstimmung.

        Ich diesem Fall verbinden die Kommentatoren den dritte Welle Feminismus mit etwas ganz anderen als ich. Sie meinen das er tatsächlich Männern nützt oder gar von MRAs übernommen wurde, was ich wirklich für eine abgefahrene Ansicht halte, bei all dem Gelaber von Frauenquoten, Männern das Wahlrecht zu entziehen, mit Frauen wäre das nicht passiert, Toxic Masculinity, 24/7 Dämonisierung von allem männlichen in den Medien und durch Politikerinnen und mit sowas wie Future is Female. Ich sehe nicht wie man da auf die Idee kommt, dass das alles irgend von Männern für Männer gemacht sein soll?
        Einfach nur abgefahren.
        „95% der Opfer sind Männer. Oh, die arme Frauen!“

        • Die haben sich komplett in einen Rausch hochgeschaukelt und -gejammert – und können nicht wieder aufhören. Wenn eine nicht lauthals mitjammert, kriegt sie sofort den Spruch an die Rübe: „Silence is Violence“.

          Das ist eine der schlimmsten Perversionen heutzutage: Sie wollen die Menschen zu Gewalttätern umdeuten, die ruhig und auf dem Teppich bleiben. Gruselig.

  10. Es wurden neue Regeln etabliert, nach der man Frauen glauben soll, sobald sie einen Mann beschuldigen. Da die Sicht des Mannes dann nicht mehr zählt und er schon oft bestraft wird, bevor der Fall überhaupt eingehende untersucht wurde, tun die Männer, die etwas zu verlieren haben, eben das was möglich ist um diese Gefahr zu vermeiden.

    Aber ich bin mir sicher das diese Schutzmaßnahme auch bald verboten wird. Jede Frau muss die Möglichkeit haben, alleine mit einem Mann zu sein und ihn dann wegen irgendwas sexuellem zu beschuldigen.

    • Hat sich noch nie eine Feministin darüber beklagt, dass ein solches Verhalten frauenfeindlich ist, da es Frauen intrigantes Verhalten unterstellt?

      • Zu guter Letzt, bleibt bei all dem nur die große Frage im Raume stehen:
        WARUM lassen sich die Masse der „normalen“ heterosexuellen Männer das so klaglos gefallen, machen sogar noch mit ????? Für mich eins der ganz großen Rätsel.
        Warum steht nicht einer im Parlament mal auf, wenn vorne wieder so eine Hirnamputierte ihren Sermon loslässt, knallt ihr eine und sagt, so jetzt setzen und Fresse halten, jetzt geht’s wieder mal um echte Probleme.
        Leider weis ich die Antwort selbst nur zu gut. Die Frauen würden „Fass“ kommandieren, und das Rudel würde sich auf den Abweichler stürzen.
        Ich versuche krampfhaft zu erwachen, aber es gelingt mir nicht, es gibt nur diese eine Wirklichkeit (frei nach Stanislaw Lem in „der futurologische Kongress“ )

        • Mittlerweile stellt sich ja selbst AKK hin und sagt:
          „Ich bin eine Quotenfrau. Ohne die wäre ich in die Position nicht hineingekommen.“
          Da macht die Frauen-Union in Form von Widmann-Mauz, die voll auf feministischer Linie ist, mächtig Druck. Lustig ist ja die Definition der Frauen-Union laut Wikipedia:
          „Der Frauen-Union gehören alle weiblichen Mitglieder der CDU Deutschlands an (ca. 155.000), sofern sie dem nicht widersprechen.“ LOL 😀

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