„Was wäre der Punkt, wo du aus den intersektionalen Theorien, wie sie der Feminismus lebt, aussteigen würdest?

James Lindsay hat eine interessante Idee, wie man „woke“ Leute zum Nachdenken bringen könnte:

Talking with a brilliant friend last night keyed me into an important idea: everybody has a Woke breaking point, a point where they can’t deny any longer the fact that it’s a totalitarian nightmare. Encourage your sympathetic friends to start naming what theirs would be.

Whose statue has to come down? Seriously, whose is the last straw? Who has to get cancelled? Fired? Doxxed? Destroyed? Beaten up? Killed? Does it take a lynching? Does it take destroying the thing YOU love? Your family? Your kids? Your job? Your hobby? What is it? What’s too far?

You will have a hard time talking your friends out of Wokeness in the midst of a Woke moral panic. It’s damn near impossible even when there’s no so much going on and so much at stake for speaking wrongly. But get them to identify a breaking point. Make sure they have one.

And if they don’t, force the hard question. Ask them straight: if *nothing* would convince you this is an unfolding nightmare, what does that mean? What are you doing? What is it doing for you where nothing could convince you it has gone too far? Put the questions to them.

They don’t have to change their minds. They don’t have to believe it’s happening, likely, or even possible. They should be able to find a breaking point and name it, though, and if not, they need to be pressed on that point. That’s serious.

Don’t expect it to go well. Don’t expect them to come around. Don’t push past the hard question, either. Don’t force it. Just leave them. The question will bother them basically forever if they refuse to play, and let it. Let it do its work.

Keine Ahnung ob es eine gute Idee ist, aber ich finde es dennoch einen interessanten Ansatz.

Es wäre auch interessant, wer wie viel mitträgt. Was wären denn gute Punkte, die man ihnen vorhalten könnte?

 

73 Gedanken zu “„Was wäre der Punkt, wo du aus den intersektionalen Theorien, wie sie der Feminismus lebt, aussteigen würdest?

  1. Es gibt mittlerweile Mütter die ihre eigenen Söhne dank Feminismus als angehende Vergewaltiger oder Frauenunterdrücker ansehen und sie entsprechen behandeln und versuchen sie zu retten. Für manche liegt der breaking point wohl in sehr weiter Ferne.

  2. Mit diesen Fragen bekommst du höchstens die Kaffeehausfeministen. Alle die sich dieser Idee mit Körper, Geist und Seele verschrieben haben, bekommst du so nicht.Glaubst du, dass du mit sochen Fragen einen 150%igen Nazi, der 1942 freiwillig in der SS war, hättest überzeugen können?
    Ich denke nicht. Für manche Leute ist Mord notwendig und auch, wenn die eigene Familie ausgelöscht wird ist dies nur ein Opfer das halt gebracht werden muss.

    • Die sind aber auch selten und leben davon, dass die Breite der Gesellschaft ihnen nicht widerspricht.

      Diese „True Believers“ kriegt man stattdessen meistens dadurch rum, dass man ihnen einen Job und eine Frau verschafft

      • „Diese „True Believers“ kriegt man stattdessen meistens dadurch rum, dass man ihnen einen Job und eine Frau verschafft“

        Du willst Feministinnen einen Job und Frauen verschaffen?
        Einen Job?
        Arbeiten?

        Chauvinist!

        Das mit den Frauen mag noch klappen, wenn es auch einige der übelsten Feministas bedauern, dass sie nicht wenigstens gelegentlich mal nen Mann ins Bett kriegen.
        Aber Arbeiten?
        Never, ever!

        • Ein Job bedeutet nicht arbeiten, sondern kann auch einen Grund bedeuten, warum man am Ende des Monats Geld bekommt.
          Ist eh lustig, dass alle von Jobs sprechen aber nie einer über das Geld. Ich würde meinen Job super gerne aufgeben, wenn ich wüsste, dass ich bis zum Ende meines Lebens jeden Monat gutes Geld bekomme. Ich habe viele Hobbys und Interessen denen ich gerne nachgehe.
          Und Feministinnen wollen natürlich gerne eine Frau haben, sind doch viele von ihnen lesbisch oder zumindest bisexuell. Andererseits welche Frau ist das nicht?

          • „Ein Job bedeutet nicht arbeiten, sondern kann auch einen Grund bedeuten, warum man am Ende des Monats Geld bekommt.“

            Darauf wollte Carnofis wohl hinaus. Nicht Arbeiten des Arbeitens wegen (= Selbstverwirklichung), sondern Arbeiten um damit Geld zu verdienen. Wenn man als institutionalisierte Feministin gewohnt ist, Geld dafür zu bekommen, dass man Frau und feministisch ist, dann würde die Erwartung, für selbiges Geld ab sofort tatsächlich mal etwas tun zu müssen gewiss in einem wilden Furor ob der patriarchalen Unterdrückung enden.

    • „Glaubst du, dass du mit sochen Fragen einen 150%igen Nazi, der 1942 freiwillig in der SS war, hättest überzeugen können?“

  3. Wird eher nicht funktionieren. Als Antwort dürfte eher was kommen wie „Denkst du wirklich, Feministinnen wollen alle Männer umbringen? Spinn dich aus.“
    Sieht man auch in Diskussionsthreads wenn es um die Antifa geht. Jegliche Andeutungen daß diese Gruppen irgendwas „over-the-top“ machen könnten wird sofort beiseitegewischt.
    Die ganze Frage wird von solchen Leuten also sofort als irrelevant zurückgewiesen.

  4. Der Punkt an dem die Wokes aussteigen ist dann erreicht wenn es sie selbst betrifft.
    Aus der chinesischen Kulturrevolution wird berichtet daß die fanatischen jungen Roten Garden genau dann aufgewacht sind, nachdem sie Wohnungen von „Konterrevolutionären“ demoliert hatten, zurück in die Wohnung ihrer Eltern kamen, um festzustellen daß diese in der Zwischenzeit von anderen Roten Garden demoliert wurde.
    In den USA gibts inzwischen Intellektuelle die aufwachen nachdem sie selbst „gecancelled“ oder „metood“ werden.

  5. Ich hoffe zwar auf „peak-woke“, aber glaube ebenfalls, da ist die Spitze noch nicht erreicht – eher wird sich die Bewegung mit immer absurderen Forderungen selber zerlegen.
    Wir haben m.E. den religiösen Kern der Überzeugungen schon oft herausgestellt, einer diesem zugrunde liegenden manichäischen Weltanschauung, in dem die Welt sich aufteilt in Gut/Böse, Freund/Feind, Schwarz/Weiß.
    Den psychologische Nutzen der Projektion „böser“ Eigenanteile auf den (politischen) Gegner, der damit verbundene Zwang zur Ausstellung eigener moralischer Reinheit, der permanenten und sich selbst radikalisierenden Reuebekundungen und der Aufforderung Buße zu tun.
    Befeuert von den woke Prinzessinnen wie Di Angelo, die ganz offensichtlich in den Ablasshandel einsteigen, indem sie Hautfarbe zu einer Erbsünde erklärt.
    Solche Schuld-/Opferunternehmer sind auch hier am Start; mit den gleichen Theorien, die sie einfach nur abgeschrieben haben.

    An dieser Stelle kann man den Durchgeknallten von unserer Seite aus nur ein STOP-Schild und einen Spiegel vor die Nase halten. Zuerst das STOP-Schild: Ich habe keine Lust in einer Gesellschaft zu leben, in der freie Meinungsäußerung unmöglich ist, weil man darauf gefasst sein muss, die bösartigste Interpretation seiner Aussagen vorauszusetzen. In der generell ein Klima des Misstrauens, der kultivierten Verdächtigung herrscht. In der ausschließlich zählt, wer etwas sagt und nicht mehr, was gesagt worden ist. Die absolute Mehrheit unserer Gesellschaft will eine solche Gesellschaft nicht.
    Die Links- und die Rechtsidentitären sind eine verschwindend kleine, wenn auch lautstarke Minderheit.

    In dem Spiegel kann man genau sehen, worauf eine vollendete woke-Kultur hinauslaufen wird: Ein Kampf aller gegen alle. Sind die Schubladen der Identitäten erst einmal voll mit Individuen, dann beginnt der Kampf um „Anerkennung“ und „Repräsentation“ und „Ressourcen“. Die Gesellschaft zerlegt sich in tribalistische Kleingruppen, die einander die echten oder eingebildeten Wunden zeigen. Gemeinsame Interessen kann es so nicht mehr geben, denn die „Identitäten“ sind viel zu sehr damit beschäftigt herauszustellen, was sie unterscheidet. Sonst wären sie ja keine einzigartige Identität.

    Kurz: Was als Kampf um eine bessere Gesellschaft begonnen hat, begräbt, was es zu verbessern vorgab. Die Emanzipation der Individuen, die eigentlich erreicht werden sollte, endet in der Zelle des Identitätsknasts.

    Marx hat geschrieben: „Es wird sich dann zeigen, dass die Welt längst den Traum von einer Sache besitzt, von der sie nur das Bewusstsein besitzen muss, um sie wirklich zu besitzen.“
    Woke hingegen ist ein Albtraum und keiner hat Lust, in einem Albtraum zu leben.

    • Crumar, das ist einfach nur herrlich:

      „Kurz: Was als Kampf um eine bessere Gesellschaft begonnen hat, begräbt, was es zu verbessern vorgab. Die Emanzipation der Individuen, die eigentlich erreicht werden sollte, endet in der Zelle des Identitätsknasts.“

      Und einen Zeile später zitierst du Marx….

      • Ja, denn das Scheitern des real existierende Sozialismus war eine Tragödie, wenn man sich vergegenwärtigt, von welchem Punkt aus sie gestartet sind.
        Was die Intersektionalisten inszenieren ist eine Farce und das absehbare Desaster steckt bereits in der Theorie.
        Es wurde hier bereits geschrieben: Man kann Interessen verhandeln, aber wie soll man „Identitäten“ verhandeln? Auch die sich daraus ergebende Positionierung: Wenn die sakrosankte Theorie besagt, alle Weißen sind privilegiert PUNKT Wie soll ich dann argumentieren, dass diese These mit Blick auf die empirische Realität falsch ist? Das kann nicht funktionieren.

    • Woke hingegen ist ein Albtraum und keiner hat Lust, in einem Albtraum zu leben.

      Es gibt aber tatsächlich Radikale, sowohl links wie rechts, die die Welt gerne brennen sehen würden. Wenn Hass und Rache die primären Beweggründe sind – Rache für was auch immer – dann werden selbst Nachteile, sogar grosse, die einem selbst betreffen, in Kauf genommen, um das Rachebedürfnis zu befriedigen. Insofern ist es nicht ganz korrekt zu sagen, keiner wolle in einem Albtraum leben. Die meisten sicher nicht, aber die Radikalsten, die sich oft an die Spitze solcher Bewegungen wie „BLM“ setzen, die wägen Vor- und Nachteile nicht rational ab. Sie sind überzeugt, dass nur der gewaltsame Umsturz eine Lösung möglich macht.

    • Wenn jemand nach 100 Millionen Toten und zig gescheiterten Versuchen, den Sozialismus zu errichten, immer noch Marx zitiert, dann weiß man, nicht nur wie die Woken entstanden sind, man weiß auch, dass man sie nie wirklich besiegen wird.

      • Es war 100 Milliarden Tote, denn allein 6 Millionen Juden starben schon an der Mauer.
        Das solltest du eigentlich wissen, Adrian.

  6. Es ist doch gerade die herausstechendste Eigenschaft einer radikalen Ideologin, dass sie ihre Meinung niemals unter keinen Umständen ändert. Da brauchst Du nicht
    Ihre [Ideologie] ist DIE Wahrheit. Wer da auch nur leise Zweifel sät, muss vernichtet werden.
    Auf Apostasie steht im Islam folgerichtig die Todesstrafe.
    Bei unseren modernen Ideologien folgt die öffentliche Twitter-Exekution (Doxxing, Hexenjagd, Ruflynching, Anschwärzen beim Arbeitgeber, Angriffe auf Kinder, Familie und Freunde).

  7. Ist mir auch schon länger als „Spaßtest“ für Religiöse und Atheisten bekannt. „Unter welchen Bedingungen würdest du vom Glauben abfallen, bzw. gläubig werden“? „Was müsste geschehen, damit du…?“

    Bezogen auf Deine Frage, Christian, kommt es natürlich darauf an, was der woke Mensch antwortet.

    Feminismus müsste Terroristen hervorbringen? Hinweis auf Suffragetten und das Andi-Warhol-Attentat.
    #Believewomen müsste zu Toten führen? Hinweis auf den Chef der Stockholmer Oper (o.s.ä., müsste googlen, ob’s der Chef/Dirigent/etc. war.)
    Weiße müssten hierzulande eine unterdrückte Mindereit sein? Hm… vielleicht ein Hinweis auf Schulen in Problemvierteln, an denen Einheimische in der Minderheit sind. (Da kann natürlich trotzdem noch die Mehrheit weiß sein, aber die Stoßrichtjng stimmt.) Weiß jemand eine solche Schule? (Gibt es überhaupt eine solche? Ich wohne auf dem flachen Land, hier gibt es Probleme, aber keine Problemviertel.)

    Beliebig fortsetzen.

    • „Weiß jemand eine solche Schule? (Gibt es überhaupt eine solche? Ich wohne auf dem flachen Land, hier gibt es Probleme, aber keine Problemviertel.)“

      Renton, sorry aber wo lebst du? Im Elfenbeinturm? Auf dem Mond?
      In Grosstädten sind deutsche Muttersprachler schon länger die Minderheit in den Grund- und Hauptschulen. Vor wenigen Jahren gab’s noch etliche Berichte in den Mainstream-Medien, dass das Lehren immer schwerer wird, weil ein grosser Teil der Kinder die Unterrichtssprache nicht verstehen.

      • @Ein Leser

        Was soll die dumme Anmache? Wie ich schrieb, lebe ich auf dem flachen Land. Ich kenne einige Schulen in den mittelgroßen Städten hier bei uns in der Gegend aus eigener Erfahrung und den Berichten von Freunden/Bekannten, die dort unterrichten. Dort sind Einheimische keine Minderheit.

        Von einem höheren Ausländeranteil weiß ich von einer Bekannten an einer „Assi“-Schule in Duisburg. Aber auch hier WEIß ich nicht, ob Einheimische in der Minderheit sind. Deine Aussage, in deutschen Großstädten seien deutsche Muttersprachler an den Grund- und Hauptschulen schon länger in der Minderheit, halte ich in dieser Allgemeinheit jedenfalls für ausgemachten Blödsinn.

        Ich jedenfalls manchmal frage lieber erstmal nach, bevor ich Behauptungen in die Welt setze, von denen ich mir nicht sicher bin, ob sie stimmen. Empfehle ich Dir auch, anstatt großkotzig Deine Vorurteile über die Welt hinauszuposaunen.

        @Sebastian

        Danke für die Antwort. In welcher Stadt geht Dein Sohn zur Schule?

        • @Renton:

          „Was soll die dumme Anmache?“
          Das war eigentlich eher ein Ausdruck meines Entsetzens, statt eine Anmache.. beleidigen will ich dich nicht, aber ich frage mich, wo lebst du? Im hinterletzten Dorf im tiefsten Sachsen? Im Allgäu auf einer Alm? Hast du kein Internet?

          „Deine Aussage, in deutschen Großstädten seien deutsche Muttersprachler an den Grund- und Hauptschulen schon länger in der Minderheit, halte ich in dieser Allgemeinheit jedenfalls für ausgemachten Blödsinn.“

          Ja sie ist natürlich polemisch formuliert, aber bemühe doch einfach mal selbst eine Suchmaschine deiner Wahl. Ohne gross zu recherchieren (da habe ich keine Lust zu), hier nur Zitate von 2 URLs aus der Suche der ersten 5 hits mit qwant und dem suchauftrag „Migrationsanteil Schulen“

          1. Statista
          https://de.statista.com/statistik/daten/studie/235965/umfrage/anteil-auslaendischer-schueler-an-allgemeinbildenden-schulen-in-deutschland/

          Schau dir Hauptschulen an, 25,3% ALLER Hauptschüler in Deutschland sind gemäss der Seite echte Ausländer, also keine Pass-Deutschen. Bei dieser Statistik fallen alle unter den Tisch, die keine Muttersprachler sind, aber trotzdem einen deutschen Pass haben, sprich solche sind in den 74,7% mit dabei.

          2. Artikel aus der Welt
          https://www.welt.de/regionales/nrw/article173568630/Migration-Zuwandererkinder-an-vielen-NRW-Schulen-in-der-Mehrheit.html

          Da gehts zwar um NRW und nicht Gesamtdeutschland, aber ich sehe keinen plausiblen Grund warum dass in anderen Grosstädten und Ballungszentren anders sein sollte:

          „An gut jeder dritten Grundschule in NRW hat mindestens die Hälfte der Kinder einen Migrationshintergrund“
          „In 932 der 2787 Grundschulen im Land stammt mindestens jeder zweite Schüler aus einer Familie mit Migrationshintergrund. Auf 56 Schulen gehen fast ausschließlich Kinder mit einem Migrationshintergrund“

          „Ich jedenfalls manchmal frage lieber erstmal nach, bevor ich Behauptungen in die Welt setze, von denen ich mir nicht sicher bin, ob sie stimmen. Empfehle ich Dir auch, anstatt großkotzig Deine Vorurteile über die Welt hinauszuposaunen.“

          Im Gegensatz zu dir sind meine Vorurteile wie du sie nennst darauf basierend, dass ich seit den 80er Jahren in einer Millionenstadt aufgewachsen bin und selbst nicht aus der besten Gegend einer solchen Grosstadt komme.

          Achtung Wichtig!
          Ich nehme hier keinerlei Bewertung der Empirie vor, ich stelle lediglich Fakten dar.
          Mir persönlich ist es völlig egal ob da 1% oder 99% der Kinder einen Migrationshintergrund haben.

          • Ohne in diese Diskussion einsteigen zu wollen, aber einen User in einem Internetforum die Frage zu stellen „Hast du kein Internet?“, hat schon was für sich… 😉

          • @EinLeser

            „Das war eigentlich eher ein Ausdruck meines Entsetzens, statt eine Anmache…“

            Dann war meine Antwort übertrieben. Ich war etwas auf Krawall gebürstet.

            „Wo lebst du?“

            Am Niederrhein, wenn Du’s unbedingt wissen musst. Nähe Ruhrgebiet, und da komme ich auch her.

            „25,3% ALLER Hauptschüler in Deutschland sind gemäss der Seite echte Ausländer“

            Also gibt es nicht wenige Hauptschulen mit 50%+ Ausländeranteil. Zwar bei weitem nicht die Mehrheit, aber in dem Licht wirkt meine Frage natürlich etwas naiv. Nur nochmal: Ich sehe nichts falsches daran, wenn ich es nicht sicher weiß, einfach mal in die Runde zu fragen, wie’s ausschaut. Und wenn Du weißt, wie es ausschaut, bin ich Dir für Aufklärung dankbar, zumindest wenn Du dabei nicht versuchst, mich wie einen Dummkopf aussehen zu lassen.
            Zum Weltartikel: Migrationshintergrund ist ein schwammiges Kriterium. In meiner Klasse am Gymnasium hatte auch die Hälfte meiner Mitschüler Migrationshintergrund. Trotzdem war vom Verhalten her kein Unterschied zu den anderen, weil alle entweder in D geboren oder seit junger Kindheit aufgewachsen waren.

          • @Renton:
            Alles gut!
            Ich bin auch nicht mehr so arschig zu Dir – das war unnötig meinerseits. Sorry fürs Dumm darstellen.

        • Eine Großstadt in Bayern. Reich bis zum Anschlag, aber eben mit sozial schwachen Ortsteilen. Die Schule ist exzellent ausgestattet, aber hat ein entsprechendes Gebiet im Einzugsbereich. Kein Spaß.

      • Vor längerem gab es einen Artikel über „Deutschfeindlichkeit“ von Schülern in der Zeitschrift der GEW (linke Lehrergewerkschaft). Das ist ein echtes Problem, aber da die meisten Lerer links stehen, zögert man es anzugehen oder auch nur anzusprechen.

        • Es ist m.E. noch problematischer, denn das „framing“ läuft so in der Zusammenfassung:
          „Deutschfeindlichkeit möchte die Teilnehmer der Tagung dies jedoch nicht nennen. Vielmehr sei es der Versuch der benachteiligten Schüler Stärke zu demonstrieren, da sie nicht die Chance auf Anerkennung haben.“

          Nachdem sie vorher berichteten: „In den letzten Jahren hat ein Phänomen an Schule besonders zugenommen. Die „Deutschfeindlichkeit“ ist gerade an Schule wo es viele Kinder mit Migrationshintergrund gibt zu einem wirklichen Problem geworden. Wenn es früher die „Ausländerkinder“ waren, die ausgegrenzt und gemobbt wurden, sind es heute die deutschen Kinder, die immer wieder Hänseleien, Beleidigungen und Gewalt über sich ergehen lassen müssen.“

          Und feststellten: „Grundsätzlich wird alles gemobbt, das anders ist“, sagte Mechthild Unverzagt von der Otto-Hahn Schule in Berlin Britz, „das ist eine Mehrheiten-Minderheiten-Geschichte.“

          Ja, wenn deutsche Kinder die Minderheit stellen, dann werden eben die gemobbt.
          Und die „benachteilgten Kinder“, die „Stärke demonstrieren“ wollen befinden sich in der Mehrheit.
          Womit sie aus faktischem Mobbing der Minderheit eine „Chance auf Anerkennung“ der Mehrheit machen.
          Unnötig zu erwähnen, eine solche Erzählung würde mit vertauschtem Hintergrund nicht funktionieren.

          Minderheitenschutz muss es auch geben, wenn deutsche Kinder in der Minderheit sind und Mobbing bleibt Mobbing und dagegen muss konsequent vorgegangen werden – egal wer es ausübt und egal, wen es betrifft.
          https://www.grundschulen.net/36-deutschfeindlichkeit-an-schulen-beginnt-schon-in-der-grundschule.html

    • „Weiß jemand eine solche Schule?“

      Kam gestern gerade auf ZDF bei 37°. Neckarstadt-West in Mannheim. Fast nur Bulgaren, wo die Eltern zu Hause kein Deutsch sprechen können und die Menschen wirklich unter sehr miesen Bedingungen leben. Jeder versucht dort weg zu kommen.

      Btw.: Clans und Rockerbanden teilen sich dort die Straßen auf. Es gibt Zwangsprostitution und durch Corona und dem Prostitutionsverbot verschulden sich die Zwangsprostituierten jetzt bei ihren Zuhältern, die ihnen kriminelle Summen für Zimmer anknöpfen.
      Die führen da regelmäßig Razzien durch, aber kriegen das nicht in den Griff.

    • In der Grundschulklasse meines Kindes (Großstadt, Viertel mit 30-40% Grünenwähler – also gutsituiert) beträgt der Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund ca. 50%.

  8. Hoffnungsschimmer: Offener Brief „A Letter on Justice and Open Debate“

    „The restriction of debate, whether by a repressive government or an intolerant society, invariably hurts those who lack power and makes everyone less capable of democratic participation. The way to defeat bad ideas is by exposure, argument, and persuasion, not by trying to silence or wish them away. We refuse any false choice between justice and freedom, which cannot exist without each other. As writers we need a culture that leaves us room for experimentation, risk taking, and even mistakes. We need to preserve the possibility of good-faith disagreement without dire professional consequences. If we won’t defend the very thing on which our work depends, we shouldn’t expect the public or the state to defend it for us.“

    https://harpers.org/a-letter-on-justice-and-open-debate/

    Unterzeichner u.a. J.K. Rowling, Salman Rushdie, Gloria Steinem (!), Noam Chomsky – das ist ja mal eine bunte Mischung.

    • „Unterzeichner u.a. J.K. Rowling, Salman Rushdie, Gloria Steinem (!), Noam Chomsky – das ist ja mal eine bunte Mischung.“

      Durchaus. Wobei diese wohl erzielt werden konnte, indem man durch die sehr prominente Nennung von Trump (warum auch immer) und „rechten Kräften“ von den wirklichen Verantwortlichen rhetorisch ablenken konnte. Eine Gloria Steinem hätte wohl z. B. nie unterschrieben, wenn durch dieses Sand in die Augen Streuen nicht so erfolgreich drum herum laviert worden wäre, dass es beileibe nicht zuletzt Feministinnen IHRER Couleur waren und sind, die das in dem Brief kritisierte Klima geschaffen haben.

      Der offene Brief adressiert somit an sich das richtige Thema, hebt aber in geradezu skurriler Weise jene als vermeintliche Täter hervor, die faktisch sogar zu den Hauptopfern dieser Cancel-Culture gehören (sicher nicht Trump selber, aber durchaus Bürger, die ihm, wobei auch immer, zustimmen).

      Und den Zusammenhang zwischen Trump und „rechten Kräften“ und den aktuellen Verbannungen „entarteter“ Werke aus Universitätsbüchereien, der Beschädigung von Statuen, dem Niederbrüllen und teils offen Gewalt Anwenden gegen jeden mit nur nuanciert anderer Meinung, das bedarf tatsächlich einigem an Erklärung. Mir erscheint es erst einmal wie eine ziemlich plumpe Nebelkerze.

      • Um möglichst viele gewichtige Unterzeichner zu bekommen, musste es halt etwas schwammig formuliert werden. Finde den Aufruf trotzdem gut und hoffe auf breite Resonanz in den deutschen Medien (Scherz).

      • Von den Namen, die mir was sagen, macht das auf mich auch sehr den Eindruck, als wären diese Zauberlehrlinge nicht glücklich mit den Geistern, die sie gerufen haben,,,

        • Trifft auf Chomsky – einer der Bekanntesten aus der Liste der Unterzeichner – bestimmt nicht zu. Er hat in der Vergangenheit sogar rechtsradikale Holocaustleugner verteidigt, nicht weil er an ihren Thesen irgendwas befürwortete, sondern um die freie Rede zu verteidigen. Bei Gloria Steinem allerdings würde ich ein grosses Fragezeichen setzen.

          • Noam Chomsky ist in der Tat völlig unverdächtig. Auch einer Cathy Young nehme ich die aufrichtige und auch ideologisch unparteiische Kritik an den derzeitigen Zuständen ab, denn sie hat genau das auch schon des Öfteren in Artikeln selbst kritisiert und dabei auch kein Blatt bzgl. der feministischen Anteile an dieser Entwicklung vor den Mund genommen.

            Einige andere Namen dürften aber wohl in erster Linie darunter stehen, weil sie alleine durch den von mir betonten Part in recht einfältiger Manier meinten, sie würden damit mal ein gutes, tugendhaftes Zeichen gegen Trump und gegen Rechts setzen…

  9. Bei der Frage „Wie weit würdest du Radikalität befürworten“ wird davon ausgegangen, dass das Individuum über ein statisches moralisches Gebilde verfügt. Und ein solches ist sehr selten, das zeigt doch die ganze Menschheitsgeschichte. In der Gruppe verhalten sich die Menschen komplett anders, als wenn man sie beim Weinchen am Lagerfeuer fragt. Auch die Dynamik von Social-Media-Echokammern beweist, dass sich solche Haltungen und Grenzen binnen Stunden erheblich verschieben können.

    Wenn also in nur einer Woche zehn weiße ältere Männer unabhängig voneinander ihre Frauen töten, weil die jeweils mit einem anderen durchgebrannt sind und das ganze dann in wenigen Tagen als systemischer Femizid hochgejazzt wird, dann werden Umerziehungslager für derartige Männer eingerichtet, um die komplett systemrelevanten Frauen künftig besser vor ausufernden Femiziden zu schützen.

    Sehr viele derer, die vorher mit dem Kopf geschüttelt haben auf die Frage, ob man Männer in Umerziehungslager stecken sollten, werden die Maßnahme plötzlich befürworten. Das moralische Setting ist sehr fluide, sonst hätte es doch niemals eine in der Vergangenheit so oft breite Unterstützung und Mitwirkung bei Ausgrenzung, Internierung und Tötung von verschiedenen Menschengruppen gegeben. Die Menschen waren früher doch nicht per se schlechter.

    Bestätigt wird das auch durch das vielfach wiederholte Milgram-Experiment. Wenn der Weißkittel sagt, dass das Experiment eben erfordere, tötliche Stromschläge zu verabreichen, dann machen das die meisten Menschen. Aber am Lagerfeuer würden wir alle schwören, das nie zu tun – und es auch glauben.

    Wenn der Schutz unserer Frauen es dann aber erfordert, meldet man eben doch den Nachbarn, nachdem er im Garten seiner Gattin widersprochen hatte – dann wird der halt zur Umerziehung abgeholt. Ist ja für eine gute Sache.

    Wokeness kennt in Wirklichkeit keine Grenzen, keine Breaking Points.

    • Sehr guter Kommentar, beweis.

      Hinzufügen möchte ich noch die Tatsache, die eine der wenigen sinnvollen soziologischen Theorien, darstellt: Die Schweigespirale. Die Menschen haben ein sehr ausgeprägtes Vermögen, die gegenwärtig dominierende Meinung zu erfühlen. Jene, die ebenfalls dieser Meinung sind, werden diese lautstark vertreten (heute wohl am einfachsten über social media zu lesen), während die mit der weniger dominanten Meinung aus Angst vor Ausschluss, noch stiller werden.

      • „Jene, die ebenfalls dieser Meinung sind, werden diese lautstark vertreten (heute wohl am einfachsten über social media zu lesen), während die mit der weniger dominanten Meinung aus Angst vor Ausschluss, noch stiller werden.“

        Da habe ich wohl einen Gendefekt. Je mainstreamiger eine Meinung, desto freudiger bürste ich gegen den Strich 😀
        Hat mir lebenslang viel Ärger eingebracht, aber zusammen leben muss ich nicht mit den anderen, sondern mit meinem Gewissen. Und das ist weitgehend zufrieden mit mir 😉

    • Gruppendynamiken haben tatsächlich etwas morbid Interessantes. Wie kommt es, dass, wie du richtig beschreibst, Menschen Dinge in einer Gruppe auf einmal ohne mit der Wimper zu zucken mitmachen, welche sie, befragte man sie in einer ruhigen Minute und unter vier Augen dazu, intuitiv zurückweisen würden? Spielt uns da unser Sozialverhalten einen Streich? Unsere Neigung, uns in Gruppen zusammenzuschließen und über diese Gruppen zu identifizieren? Kommt da ein logischer Fehlschluss zustande, der Art wie: ich bin gut, also müssen auch die Leute meiner Gruppe, die ich mag, gut sein, denn sonst würde ich sie ja nicht mögen, ergo ist alles was diese Leute tun gut und richtig? Sind das unterbewusste Prozesse, die uns in Gruppen Dinge tun lassen, die wir als Individuum aus uns selbst heraus nie getan hätten, die uns dann aber als Teil der Gruppe diese Dinge auf einmal „legitimieren“ lassen, schlicht weil wir befürchten, bei Nichtbeteiligung aus der Gruppe ausgeschlossen zu werden?

      Dass es eine Art „woke Breaking Point“ nicht gibt, darauf deuten auch Rentons Beispiel im obigen Kommentar hin. Keine Vorfälle, selbst wenn sie Menschenleben kosten, können furchtbar genug sein, um den Glauben an die eigene Güte zu erschüttern. Dabei ist meines Erachtens aber die Presse von fundamentaler Wichtigkeit. Wird eine Bewegung, wie die derzeitigen z. B. intersektionalistischen Exzessse, von der Presse entweder totgeschwiegen oder gar noch vielfach glorifiziert, so wird auch ein viel zu unkritisches gesellschaftliches Klima künstlich aufrechterhalten. Erst wenn eine von großen Gruppen getragene Sache diese künstlich aufrecht erhaltene Akzeptanz verliert, verliert auch die Gruppe schlagartig ihre Anhänger und schmilzt zusammen bis auf den engsten Kern unverbesserlicher Radikalinskis. Große öffentliche Ablehnung führt scheinbar dazu, dass sich viele eher opportunistische Anhänger schlagartig wieder ins Individuelle zurück flüchten und entweder alles gewesene verleugnen oder sich gar als das Gegenteil dessen, was sie tatsächlich waren, ausgeben. Selbstkritische Aussteiger gibt es zwar auch immer, die stellen aber bedauerlicherweise die Minderheit dar.

      Glaubt man der durch soziale Ächtung entstandenen heutigen Auffassung zu den Thesen der Nazis, so wäre so etwas niemals geschehen, wenn doch nur die heutige Generation schon damals gelebt hätte. Denn, wie wir wissen, HEUTE wären natürlich ALLE im aktiven Widerstand gewesen, wenn sie DAMALS schon gelebt hätten. 😉

      Genauso wie sich nach dem Ende der DDR umgehend die Frage stellte, wie sich dieser ganze staatliche Unterdrückungsapparat nur 40 Jahre lang halten konnte, bei derart vielen Widerständlern, Dissidenten und Bürgerrechtlern, zu denen ja, dank der deutschen Wikipedia, unlängst auch eine Annette Kahane gehörte. Sie war gewiss nur IM der Stasi, weil sie das System von innen heraus zerstören wollte. Und Kollegen, Nachbarn, Bekannte, die sie bespitzelt hat? Naja, ein paar Opfer mussten wohl schon sein, damit man die Tarnung aufrecht erhalten konnte. Alles für die gute Sache. Für die gute Sache damals, wie für die gute Sache heuer, wie man es halt gerade braucht…

  10. Der Breaking Point (in D )ist dann erreicht, wenns dem Staat zu bunt wird, weil er seine Autorität gefährdet sieht.
    Dann werden Fördergelder gestrichen, Unifaecher abgeschaft, Polizei wird angewiesen, spezifische Delikte nicht laenger zu ignorieren, Gerichte urteilen schnell und hart, Medien werden angehalten, nicht mehr pro, sondern contra zu berichten.

    Und der autoritäre Staat lässt sich als Retter aus einer Situation feiern, die er selbst geschaffen hat.

    • Ich sehe bei uns eigentlich keinen autoritären Staat. Ich sehe eher sehr heterogene politische Interessensgruppen, die immer irgendwelchen Themen hinterherhecheln, die an anderen Stellen der Gesellschaft entstehen.

      Ein autoritärer Staat würde doch nicht seine KSK als böse hinstellen, Rassismus-Untersuchungen bei der Polizei fordern, Beweislast bei Diskriminierungsvorwürfen umkehren.

      In Wirklichkeit sitzen da Opportunisten, die voller Ehrfucht zum Kuscheln kommen, wenn ein Rezo die CDU zerlegt, PoCs sich zu wenig beachtet fühlen, oder radikalisierte FFF-Jünger den Strom abdrehen. Seehofer, Esken und Giffey fressen sich doch gegenseitig auf.

  11. Ich denke, die allermeisten würden relativ schnell aussteigen, sobald die Anführer (Politiker, Medien) flächendeckend ein anderes Framing betreiben. Der Großteil der Menschen sind halt einfache Lemminge und möchten sich einfach nur gerne zu den Guten zählen können und schließen sich daher automatisch immer der Meinung an, die als moralisch gut gilt.

    Wenn z.B. Wirtschaftsmigration von der Führung als Akt der Menschlichkeit geframed wird und offene Grenzen als etwas Gutes, wird die Masse mitmarschieren. Sobald die Anführer (Politiker, Medien) die Migration als Ausbeutung der ärmeren Länder framen, wo Raubbaukapitalisten den armen Ländern die noch besser ausgebildeten Arbeitskräfte rauben, um hier Billigarbeitskräfte zu haben bzw. Löhne zu drücken und offene Grenzen z.B. in Bezug auf Pandemien auch als nicht gut framen, wird exakt die gleichen Menschenmasse wieder stramm mitmarschieren, um sich zu den moralisch besseren Menschen zählen zu können.

    Ich habe mal ein Youtubevideo über einen angeblichen russischen Ex-Geheimdienstler angeschaut, der erklärte (wenn ich mich richtig erinnere), dass bei Ideologien nur ca. 5-10% der gehirngewaschenen Menschen als endgültig verloren gelten, während man den Rest schnell wieder umgesteuert bekommt, sobald man ihnen ein neues Framing gibt, um zu den Guten gehören zu können. Und ich meine Ähnliches auch in Bezug auf Trump bzw. Q. gelesen zu haben, dass Q von ca. 5% der medial hirngewaschenen Menschen ausgeht, die sich gesellschaftlich nicht wieder vereinen lassen, sobald die Phase der Wiedervesöhnung zwischen den vom Deep-State gespaltenen und gegeneinander aufgehetzten Gruppen in Gang kommt.

    In Bezug auf die gewollte Spaltung durch den Feminismus werden daher, solange die Anführer (Politiker, Medien) den Feminismus als moralisch gut framen (können), wenige Ereignisse eintreten können, bei denen die Gehirngewaschenen zum Umdenken bewegt werden. Solange die Anführer den Feminusmus weiterhin als „moralisch gut“ framen, wird die Masse mitmarschieren.

    Sobald aber ein anderes Framing vorgenommen wird und die Anführer flächendeckend Feminismus als Sexismus in Reinform, Hetze, Spaltung der Gesellschaft und schlimme Eigenverantwortung-Phobie von Dauerheulsusen geframed wird und man fortan zu den moralisch Guten gehört, wenn man völlig geschlechtsneutral argumentiert und sich allgemein für alle Menschen einsetzt, werden die allermeisten Lemminge sehr schnell ihre Lager wechseln, um sich wieder zu den guten zählen zu können.

    Und, wenn dann auch noch die staatliche Finanzierung der ganzen Heulsusen-Aufhetzorganisationen eingestellt wird, werden auch die restlichen endgültig in ihrer Ideologie verlorenen 5-10% wieder ziemlich bedeutungslos werden, so dass nach und nach über Generationen die hirntote Ideologie wieder aus der Gesellschaft herauswächst.

  12. Based ! Aber sowas von…

    Was mir sonst einfallen würde wäre „Freiheit“ und zwar in Gedanken, Rede und Tat…was jemand damit dann im Endeffekt anstellen möchte bleibt ihm überlassen.

    Jeder sollte sein Leben so zu Grunde richten dürfen wie er will.

  13. Ein guter Punkt, den man vorhalten kann, ist der Anteil von Jungen an den Absolventinnen mit allgemeiner Hochschulreife. In NRW war der Anteil der Frauen bei 55%. Ab wann ist das nicht mehr in Ordnung? 100%? 90%? 66%? Wo beginnt Diskriminierung von Jungen?

    • Wollte natürlich Absolventinnen und Absolventen schreiben. Worauf ich jetzt auch glaube, den wahren Grund für den Genderstern entdeckt zu haben: Faulheit.

    • Mit der Frage erzielst du selbst bei nicht extremistischen Intersektionalisten keine Punkte. Das Bekenntnis zum Dogma, dass Männer sowie Jungen NIEMALS aufgrund ihres Geschlechtes diskriminiert werden können, stellt quasi überhaupt erst die Eintrittskarte dar. Der Zirkelschluss, immerzu zu sagen „das kann keine Diskriminierung von Männern sein, weil es Diskriminierung von Männern gar nicht gibt“, ist in dieser Ideologie so reflexhaft eintrainiert, ich glaube, den bekommst du selbst bei sonst eher losen „Clubmitgliedern“ nicht so leicht raus. Schon gar nicht bei Themen wie Bildung, wo doch die allgemeine, von politischen und medialen Narrativen dauerorchestrierte Überzeugung „Gesellschaftskonsens“ ist, das GANZ BESONDERS dort (wie eigentlich überall GANZ BESONDERS) Frauen und Mädchen benachteiligt sind. Wenn die also dort die Jungen DENNOCH ausstechen, ist das nur erst Recht Beweis für die Überlegenheit des weiblichen Geschlechts.

      • Hier ist eben paranoides Verschwörungsdenken in Reinform operativ. Und das bestimmt unhinterfragt das Handeln der deutschen Bundesregierung! Man muss sich das erst mal klarmachen!

    • Die Diskriminierung von Jungen beginnt genau dann, wenn es
      a) nicht mehr genügend Arbeitskräfte gibt die bestimmte Tätigkeiten machen können oder wollen
      und
      b) wenn es nicht mehr genügend Ehemänner für die ganzen studieren Frauen gibt die natürlich nur hoch heiraten.

      Das bedeutet, dass entweder die Wirtschaft oder die Frauenverbände mehr männliche Absolventen fordern.
      In diesem Zusammenhang ist ja auch die Forderung der SPD zu verstehen die eine Rückkehr zur Wehrpflicht fordert. Auch hier geht es darum, dass Männer wieder bestimmte Tugenden entwickeln sollten, damit Frauen diese akzeptabel finden. Kann sie halt nur nicht so aussprechen, wird aber so sein, da eine Wehrpflichtigenarmee schon lange keinen Sinn mehr macht. Moderne Armeen konzentrieren sich auf wenige gut ausgebildete Soldaten die gut ausgerüstet sind. Massenheere sind schon lange nicht mehr effektiv. Da macht es mehr Sinn den potentiell Wehrpflichtigen in seinem Job zu halten damit er Steuern zahlt.

    • Nein, ich finde nicht, dass es ein guter Punkt ist. Dieser folgt nämnlich der gleichen schwachen Argumentation wie die Gegenseite:

      Eine Verteilung (bei was auch immer, seien es Daxvorstände, Mintfächer, Müllmänner, Schulabgänger) muss nicht immer das Ergebnis irgendeiner aktiven oder meinetwegen latent-systemischer Diskriminierung sein.
      Ums mal so zu sagen:
      Wenn 70% der Dax Vorstände Männer sind, werden deshalb noch lange nicht zwingend Frauen aktiv von irgendwem diskriminiert. Wenn 70% der Abiturienten Frauen sind, werden deshalb Männer noch lange nicht zwingend diskriminiert.

      Vielleicht gibt es ganz andere und gleichzeitg viel einfachere und plausiblere Erklärungen für solche Verteilungen. Man kann sich nicht nur ne Verteilung anschauen und danach sagen „oh das ist aber ungerecht, es gibt viel weniger X als Y“.

      • „Wenn 70 % der Dax Vorstände Männer sind, werden deshalb noch lange nicht zwingend Frauen aktiv von irgendwem diskriminiert. Wenn 70 % der Abiturienten Frauen sind, werden deshalb Männer noch lange nicht zwingend diskriminiert. “
        Es kommt immer darauf an wie die Zahlen zustande kommen. Wenn man nur Dax-Vorstand wird, weil man die besten Geschäfte macht, die besten Netzwerke aufgebaut hat und das beste Wissen hat, dann ist es keine Diskriminierung, auch wenn es 70 % Männer sind.
        Wenn die 70 % Frauen im Abi hingegen daher kommen, dass es nur noch Lehrerinnen gibt, die einen Unterricht machen der für Jungs einfach nicht passt, die Frauen auch noch mit öffentlichen Geldern gefördert werden und man es ihnen auch sonst immer leichter macht, dann ist das ganz klar Diskriminierung.

        • „Wenn die 70 % Frauen im Abi hingegen daher kommen, dass es nur noch Lehrerinnen gibt, die einen Unterricht machen der für Jungs einfach nicht passt, … dann ist das ganz klar Diskriminierung.“

          Nee, das geht noch einfacher.
          Wenn bei einer Klassenarbeit Jungs im Mittel schlechtere Noten erzielen, als Mädchen und dieser Unterschied auf magische Weise verschwindet, wenn die Arbeiten anonymisiert einer anderen Bewertergruppe vorgelegt wurde, DANN ist es Diskriminierung.

          • Die mündliche Mitarbeit geht in der Schule maßgeblich in die Note mit ein. Außerdem können viele Jungs nicht so still sitzen wie Mädchen, da ihr Bewegungsdrang höher ist. Ohne ein anderes Konzept wird das nicht gehen.

          • carnofis,

            ich will dir gar nicht widersprechen, sondern nur die Gelegenheit nutzen, anzumerken, dass Noten sich sowieso von Lehrer zu Lehrer unterscheiden. Im Fachseminar Mathematik haben wir während der Ausbildung zum Lehrer (jaja, die Jugendsünden 😉 )mal drei echte Klausuren jeder für sich bewertet und die Ergebnisse verglichen. Die gute Nachricht ist, obwohl es kein vorgegebenes Bewertungsschema gab (wohl aber eine Musterlösung), waren unsere Noten in einem ähnlichen Bereich. Die schlechte, bei den einzelnen Aufgaben konnte die Wertung schon mal erheblich voneinander abweichen (im Extremfall 0-100%), und selbst in der Gesamtwertung (=Note) hat es, meine ich mich zu erinnern, sogar bei einer Klausur eine Spannweite 2- bis 4+ gegeben. Auch die Bewertung einer simulierten mündlichen Prüfung reichte von 3 bis 4-.
            Und das in Mathematik, einem Fach mit vergleichsweise objektiv richtigen Lösungen. Ich wüsste gerne, ob angehende Deutschlehrer das Experiment auch mal durchgeführt haben…

            Man braucht also wirklich viele Bewerter, um statistisch signifikante Aussagen treffen zu können.

        • Was ist Schule (meinetwegen der Spezialfall des Gymnasiums eigentlich)?
          – Es werden ein paar wichtige grundlegende Dinge und Kenntnisse vermittelt
          – Man muss sich eine Menge Rotz anhören, den man nie wieder braucht und diesen auch wiedergeben können
          – Tendenziell wird man besser benotet, wenn man Dinge versteht
          – Tendenziell wird man besser benotet, wenn man viel auswendig lernen kann
          – Tendenziell wird man besser benotet, wenn man „brav“ ist

          Auch Schüler wissen das, Männlein wie Weiblein.

          Du sagst:
          „Wenn die 70 % Frauen im Abi hingegen daher kommen, dass es nur noch Lehrerinnen gibt, die einen Unterricht machen der für Jungs einfach nicht passt“

          Was soll das bitte bedeuten?
          Schule heisst das was ich oben beschrieben habe – entweder pass ich mich diesem System im Groben und Ganzen an oder ich verkacks halt.

          „Außerdem können viele Jungs nicht so still sitzen wie Mädchen, da ihr Bewegungsdrang höher ist. Ohne ein anderes Konzept wird das nicht gehen.“

          Ja ich glaub schon auch, dass Mädchen tendenziell besser in der Schule sind, zumal dort aufmüpfiges Verhalten, grobe Nicht-Anpassung negativ sanktioniert werden, während zu grossen Teilen auswendig lernen und Anpassung belohnt wird. Das ist auch meine eigene Erfahrung als aufmüpfiger Bengel, der etwas Abstraktionsfähigkeit besass und nie Bock hatte den Rotz zu lernen, was letztenendes dann mit einem Hausverbot nach schlechtem Abitur endete.

          Aber Jungs sind nun mal keine behinderten Schneeflocken, die eine „Sonderbehandlung“ mit eigenem Konzept brauchen – zumindest waren wir das früher nicht. Wir sind an den Herausforderungen gewachsen und haben nicht rum-ge-opfert.

      • Eine Verteilung (bei was auch immer, seien es Daxvorstände, Mintfächer, Müllmänner, Schulabgänger) muss nicht immer das Ergebnis irgendeiner aktiven oder meinetwegen latent-systemischer Diskriminierung sein.

        Das ist grundsätzlich richtig, es muss nicht Diskriminierung sein. Allerdings werden in der Schule Jungs und Mädchen mit dem gleichen Stoff konfrontiert, absolvieren gleich viele Stunden und werden von gleichen Lehrpersonal unterrichtet. Es ist nicht so wie beim Studium, wo einer ein MINT-Studium wählt und der andere etwas Sozialwissenschaftliches, Entscheidungen, die den weiteren Karriereweg massgeblich beeinflussen. Somit fallen die Faktoren, die selbstgewählt sind und so manche Ungleichheit erklären schon mal weg.

  14. Die so herausgeforderten werden sich nur vorkommen als seien sie der heilige Antonius der Wokeness und du der Teufel, der mit der letzten Versuchung des heteronormativen kapitalistischen Patarichats daherkommt!

  15. Frage einen Christen, einen Muslim, ab wann sie anerkennen würden, dass Gott abgrundtief böse ist?

    Das ist Blasphemie!

    Es ist eine bösartige Versuchung.

    Das beste, was aus der Beschäftigung mit der Frage herauskommen kann, ist, die wahre Weisheit und Güte Gottes bedingungslos anerkennen zu können – auch wenn man selbst sie nicht versteht.
    Aber schlimmstenfalls mündet sie in Zweifel, vielleicht sogar in Abkehr vom wahren glauben.
    Deshalb ist es sündhaft, jemanden zu solchen Fragen zu verführen, der noch nicht gefestigt genug im Glauben ist, um damit umgehen zu können.

    Wer solche Fragen stellt, ist ein Verführer von der dunklen Seite.

    • Die Frage enthält einen Kategoriefehler. Es gibt aus Sicht der meisten Gläubigen keine eindeutigen Eigenschaften, die einer als transzendent angenommenen Entität klar zuordbar wären. Das wäre auch ein Widerspruch in sich.

      Du kannst ggf. fragen, ab welcher Tat sie das (konstituierende) Regelwerk ablehnen würden, wenn ihnen Taten zuwider sind, die konform zum Regelwerk begangen werden, wie das m.E. @Renton tut.

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