Rassismus, Sexismus etc: Wie Lösungen finden wenn die gegenwärtigen keine Erfolge bringen?

Flin schrieb in dem Artikelideenartikel (leicht neu formatiert):

Es gibt rassistische Diskriminierung von Farbigen und sexistische Diskriminierung von Frauen. Wie sehen Lösungen aus, die nicht im Gegenzug Weisse und Männer diskriminieren? Also wirkliche Lösungen, die funktionieren können, und nicht bloß die Behauptung, es gäbe dies alles nicht oder es wäre nicht so schlimm.

Das ist ein Punkt, bei dem ich in letzter Zeit immer wieder ankomme, aber bei dem ich keine zufriedenstellende Antwort gefunden habe.

  • Das Gerede von Privilegien und Quoten von links fällt schon bei oberflächlicher Betrachtung in sich zusammen.
  • Die Marktradikalität, der Dschungelkapitalismus und
  • das Beschwören des grenzenlosen Individualismus aus der libertären Ecke ebenso.
  • Von rechts kommt ebenfalls nichts sinnvolles, das die Situation Fakten basiert anerkennt und demokratisch aufgeklärte Lösungen für freie und gleiche Bürger statt Untertanen anbietet.

Aus meiner Sicht ist der einzig sinnvolle Ansatz sich von Gruppenschuld zu lösen und gleichzeitig von univarianten Erklärungsansätzen wie „Rassistische oder sexistische Diskriminierung“.

Statt dessen ist in der Betrachtung zu differenzieren nach Gruppen und Individuen.

  • Auf der Gruppenebene ist wichtig, dass man Unterschiede nicht absolut versteht („alle weißen sind privilegiert“), sondern allenfalls als Unterschiede im Schnitt. Des weiteren ist nach Gründen zu fragen, die zu diesen Unterschieden führen.
  • Auf der individuellen Ebene sollte man sich davor hüten alles was schlecht oder gut läuft vorschnell auf bestimmte Gruppenzuordnungen zu treffen, sondern fragen, welche Elemente bei dem Einzelnen tatsächlich zum tragen kommen und welche anderen Elemente daneben eine Rolle spielen können
  • Dann sollte man die konkreten Gründe, die zu Unterschieden führen, untersuchen und fragen, was man an ihnen ändern kann und welchen Preis das hat.

Zum letzten Punkt wäre beispielsweise der klassische Gender Pay Gap anzuführen. Ihn zu beseitigen erfordert Druck auf die Frauen, dass diese weniger Zeit mit Kindern verbringen und möglichst umfassend und auch in technischen Berufen arbeiten gehen. Also müsste man eine frühe Kinderbetreuung einführen, flächendecken und über die typischen Arbeitszeiten und dafür Werbung machen, dass man sie auch nutzt. Wollen Frauen aber diesen Preis zahlen?

Bei den Rassismusproblemen ist das etwas schwieriger. Dazu ein interessanter Ausschnitt aus einem Artikel, in dem eine Frau entdeckt, dass sie genetisch zu einem gewissen Teil weiß ist:

I have never identified as white. In my family, being called white is the ultimate insult. I’ve heard the phrases “you’re acting white” and “that’s some white people shit” many times, and the reason it’s difficult to hear is because it denies my Latinidad, it denies my Blackness, my Indigenousness, and it denies who I feel that I truly am. The idea behind it is that if you speak like a white person or do things that white people do, then you are shirking all of your other identities and turning your back on your culture. This piece isn’t about why this particular issue is a problem in communities of color, but it does play a significant role in how I feel about my DNA test results.

Anderen Artikeln war zB zu entnehmen, dass sich „acting white“ auch darauf bezog, dass man ein eifriger und braver strebsamer Schüler war. Natürlich ist das eine sehr schädliche Kultur. Insoweit bringt es nichts gegen Rassismus zu wettern, wenn gleichzeitig innerhalb der Gruppe erhebliche Hausaufgaben zu machen sind, etwa die Bekämpfung eines Gangwesens, der Gangsterkultur und der Ablehnung positiver Eigenschaften als „weiß“. Gleichzeitig wäre eine Bekämpfung dieser auch der beste Weg negative Vorurteile abzubauen. Denn Stereotype, die immer wieder beobachtet werden, kann man nicht überwinden.

Wer immer nur Faktoren von Außen für sein Schicksal verantwortlich macht, der verliert wichtige Handlungsmöglichkeiten. Rassismus an sich kann man nicht bekämpfen. Man kann aber ein besseres Bild errichten. Man kann eine Kultur des Lernens, der Bildung und der Förderung schaffen. Man könnte es „New black way“ oder etwas in der Art nennen und es wäre wahrscheinlich wesentlich effektiver als einfach nur Rassismus zu brüllen (oder gar Geschäfte zu plündern).

Im Gegenzug müssten dann Ghettos beseitigt, Jobangebote geschaffen und Schulen verbessert werden. Aber all das sind konkrete Punkte, die nicht einfach nur über Parolen zu erfüllen sind.

156 Gedanken zu “Rassismus, Sexismus etc: Wie Lösungen finden wenn die gegenwärtigen keine Erfolge bringen?

  1. Wer immer nur Faktoren von Außen für sein Schicksal verantwortlich macht, der verliert wichtige Handlungsmöglichkeiten.
    Einerseits stimmt das zwar, andererseits rutscht eine solche Sichtweise ganz schnell ins neoliberale ab, wo geleugnet wird, dass man zu einem gewissen Teil Kräften ausgeliefert ist, die man nicht unter Kontrolle hat und die ins Prekariat führen. Wenn man in eine toxische Umgebung hineingeboren wird, hat man nun mal weniger Chancen einen vernünftigen Schulabschluss hinzulegen.

  2. „denies my Latinidad, it denies my Blackness, my Indigenousness“
    Sie ist also fest davon überzeugt, dass angeborene Eigenschaften sie definieren und fix sind.
    „In my family, being called white is the ultimate insult“
    Weiß-Sein wird als sehr negativ angesehen.
    -> Sie ist eine klassische Rassistin. Von der Hautfarbe abgesehen würde der KKK sie sofort anwerben.

  3. > dass sich „acting white“ auch darauf bezog, dass man ein eifriger und braver strebsamer Schüler war.

    Diese Ablehnung von Lernen und sich-für-etwas-interessieren habe ich auch da erlebt, wo dank Schulpflicht (aka Recht auf Bildung) die (weißen) Idioten in der Überzahl waren.

    Zurück zum Thema: Ich fürchte dass deine Fragestellung äquivalent ist zur Frage, wie man das mengenmäßig überwältigende Idiotentum aus Rassisten, Genderistas, Lernfaulen usw. loswird.

    • „Diese Ablehnung von Lernen und sich-für-etwas-interessieren habe ich auch da erlebt, wo dank Schulpflicht (aka Recht auf Bildung) die (weißen) Idioten in der Überzahl waren. “

      Das soll damit wohl auch gar nicht negiert werden. Ebenso soll wohl auch gar nicht gesagt werden, dass dies tatsächlich Tugenden sind, die von einer Mehrheit der Weißen tatsächlich so gelebt werden.

      Aber es ist schon eine andere Dimension, wenn ich bestimmte, weithin als positiv angesehene Eigenschaften rundweg ablehne, weil ICH sie mit weiß Sein assoziiere, als würde ich sie nur nicht umsetzen, weil ich einfach ein antriebsloser Faulbuckel bin. Zum einen schwingt da schon ein erhebliches rassistisches Vorurteil mit, denn Dinge ablehnen, weil man sie mit Weißen assoziiert, selbst wenn diese Dinge an sich positiv sind, heißt nichts anderes, als dass man schon aus Prinzip alles schlecht findet, was man mit Weißen assoziiert. Weiße sind schlecht, deshalb ist alles, was Weiße tun schlecht und deshalb ist alles, was Weiße tun, rundweg abzulehnen. Diese Geisteshaltung ist dabei auch kein kleines Versehen, sondern stellt im Wesentlichen den Kern dessen dar, was in den USA an den dortigen Colleges so unter „critical whiteness“ oder „critical race theories“ firmiert.

      Selbstverständlich steckt da auch ein bequemer Selbstbetrug dahinter. „Nein, ich bin nicht faul und doof. Ich lehne nur eure weißen Tugenden ab“ (wobei man unter weißen Tugenden jederzeit alles zusammenfassen kann, worauf man selbst grad keine Lust hat). Es fühlt sich natürlich gleich viel besser an, die eigene Dämlichkeit zur Tugend zu verklären, als ständig gegen das Eintreten der schmerzhaften Selbsterkenntnis ankämpfen zu müssen, leider wirklich einfach nur dämlich zu sein.

  4. Schwarzenrechtler sehen weiße Tugenden als verderblich an, und traditionelle Weißenrechtler sahen stets semitische oder gelbe Tugenden als verderblich (herzlos, streberisch, pfennigfuchserisch etc) an. Zugleich gibt es in der informatisierten Volkswirtschaft immer weniger einträgliche Positionen für Leute unter einer gewissen IQ-Schwelle und immer weniger Personen, die diese IQ-Schwelle erreichen. Bei den Schwarzen ergibt sich daraus fast von selbst die Situation, wonach jemand, der den die von den Alten Weißen Männern geprägten Spielregeln verinnerlicht hat, als Verräter der eigenen Subkultur wahrgenommen wird. Man kann wohl nicht mit irgendwelchen Förderungsmaßnahmen dafür sorgen, dass die IQ-Verteilungen anders aussehen. Das einzige, was dabei helfen könnte, wäre Eugenik. Da aber daran niemand auch nur denken mag, bleiben nur verschiedene Varianten verlogener Debatten, bei denen es darum geht, den schwarzen Peter zwischen verschiedenen Lagern herumzuschieben https://bayernistfrei.com/2019/10/27/soziale-frage/. Was die Geschlechter betrifft, ist die Situation noch eher durch ehrliche Debatte heilbar. Aber auch hier sind ehrliche Debatten im demokratischen System sehr schwierig, da dort, wie schon Tocqueville feststellte, die laute, tyrannische Sektiererei der Egalitärfrömmler*innen zu leicht die Oberhand gewinnt.

      • Der Artikel stammt ebenfalls von floydmasika.

        Zur politischen Einschätzung seine These, dass die aktuelle Entwicklung „zur Ausbreitung einer, horribile dictu, unbrauchbaren Unterschicht führt, die, egal wie man es beschönigt, immer mehr einen Unwert und eine Bedrohung einer noch brauchbaren Oberschicht wird“.
        Somit ergibt sich seines Erachtens sich fast von selbst: „Das einzige, was dabei helfen könnte, wäre Eugenik“.

        So etwas passiert immer, wenn man soziale Fragen mit einem unverdauten Biologismus und religiösem Determinismus beantwortet.
        Er landet bei der Sortierung in die „brauchbaren“ und die „unbrauchbaren“ Menschen, die „werten und die „unwerten“ Menschenleben.
        Tragisch, aber langweilig.

        • Die Sortierung wird nicht von mir sondern von der Evolution vorgenommen. Diesmal einer Evolution, in der Menschen, Roboter etc vorkommen, aber es sind noch immer die gleichen Prinzipien, denen man nicht durch Schönrednerei entkommen kann. Wer dann unfähig ist, auf Basis der Zivilisation die eugenischen Spielregeln der Natur irgendwie zu reproduzieren, bekommt eben irgendwann den unkontrollierten Rückschlag der Natur (auch wieder einschließlich menschengemachter Anteile) zu spüren. Und alles was er bis dahin über „Problemlösungen“ geschwafelt hat, bleibt Lug und Trug. Das sind übrigens auch nicht irgendwelche Theorien von mir sondern schon fast triviale Aussagen oder Subtexte diverser dort gesammelter Werke. An Kategorien wie „brauchbar“ und „unbrauchbar“ kommt keiner vorbei, der über die Evolution (einschließlich menschengemachter Anteile) irgendwo etwas aussagen will. Subjektive Relativierungen sind, wenn es um das Gesamtbild gilt, völlilg belanglos und eben unbrauchbar.

          • Das ist größtmöglicher Unsinn.
            Es gibt keine „Evolution“, die zu Robotern führt und die Beseitigung der Kinder- und Müttersterblichkeit war bereits ein entschiedener Eingriff in „die Evolution“, sichere Verhütungsmittel ein weiterer schwerwiegender Eingriff in „die Evolution“.
            Es gibt „den Rückschlag der Natur“ nicht, weil es kein Subjekt Natur gibt und die Menschheit Teil der Natur ist.
            Jetzt trennst du noch einmal die Ebenen und schreibst den Artikel neu.

          • „und die Beseitigung der Kinder- und Müttersterblichkeit war bereits ein entschiedener Eingriff in „die Evolution“, sichere Verhütungsmittel ein weiterer schwerwiegender Eingriff in „die Evolution“.“

            Die Beseitigung der Kinder- und Müttersterblichkeit sowie sichere Verhütungsmittel verändern die Selektionskriterien hin zu Menschen, die
            1. Kinder haben wollen,
            2. impulsiv sind bzw. sich keine großen Gedanken um die Folgen ihres Handelns machen,
            3. zu dumm sind, um Verhütungsmittel richtig zu benutzen,
            4. ziemlich religiös sind und daher Verhütungsmittel ablehnen.
            Keine sonderlich angenehmen Aussichten.

          • @JC Denton

            „Die Beseitigung der Kinder- und Müttersterblichkeit sowie sichere Verhütungsmittel verändern die Selektionskriterien hin zu Menschen, die
            1. Kinder haben wollen,“

            Du merkst aber hoffentlich selber, dass du dir in deinem ersten Satz bereits widersprichst, oder?

          • @ crumar

            Bitte meinen Text nochmal aufmerksam lesen. Wer benutzt sichere Verhütungsmittel nicht, obwohl sie existieren?

          • Die Evolution des Menschen hat eine soziale, menschliche Komponente – man sorgt füreinander und das hat Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung wie auch auf den Menschen. Gutes Beispiel ist der Vater, der sein ganzes Leben lang für die Familie arbeiten geht. Die Menschen sind eben soziale Wesen und nicht solche Bestien wie Du oder Denton. Dass heutzutage Menschen hungern müssen (die „unbrauchbaren“), liegt nicht daran, dass es nicht genügend Ressourcen gäbe, sondern ist auf ein unzulänglich neoliberal-kapitalistisches System zurückzuführen.

          • @JCD
            Nope.
            Du musst einfach weniger schlampig schreiben, d.h. weniger schlampig denken.

            Sichere Verhütungsmittel in Kombination mit Sexualaufklärung sorgen für weniger und gewünschte Kinder. Fakt. Das löst aber nicht die soziale Frage, ob Kinder als Rente der Eltern dienen.
            Gibt es kein solches Rentensystem ist der Drang groß, durch eine Vielzahl von Kindern die Rentenfrage auf möglichst viele Schultern zu verteilen.
            Das ist logisch und es ist nachvollziehbar.

          • @ Crumar

            „Du musst einfach weniger schlampig schreiben, d.h. weniger schlampig denken.“

            Und du musst einfach weniger schlampig lesen und dein Gehirn einschalten, d. h. weniger schlampig denken, bevor du kommentierst.

            „Sichere Verhütungsmittel in Kombination mit Sexualaufklärung sorgen für weniger und gewünschte Kinder. Fakt. Das löst aber nicht die soziale Frage, ob Kinder als Rente der Eltern dienen.
            Gibt es kein solches Rentensystem ist der Drang groß, durch eine Vielzahl von Kindern die Rentenfrage auf möglichst viele Schultern zu verteilen.
            Das ist logisch und es ist nachvollziehbar.“

            Nichts davon widerspricht meinem Beitrag.

          • Again: DU hast die Pflicht, DEINE Thesen sauber zu formulieren, nicht ich.
            Wenn DU in deinen ersten Satz bereits einen offensichtlichen Widerspruch eingebaut hast, dann ist das DEIN Problem und nicht meins.
            Versuche es erst gar nicht, andere für DEINE Fehler verantwortlich zu machen.

          • @ Crumar

            „Again: DU hast die Pflicht, DEINE Thesen sauber zu formulieren, nicht ich.“

            Und DU hast die Pflicht, DEINE These, es gäbe einen Widerspruch in meinem Beitrag, zu begründen.

            „Wenn DU in deinen ersten Satz bereits einen offensichtlichen Widerspruch eingebaut hast, dann ist das DEIN Problem und nicht meins.“

            Wenn du nicht aufmerksam genug liest und deshalb meinen Beitrag falsch verstehst, dann ist das DEIN Problem und nicht meins.

            „Versuche es erst gar nicht, andere für DEINE Fehler verantwortlich zu machen.“

            Das überlasse ich gerne dir.

        • „Er landet bei der Sortierung in die „brauchbaren“ und die „unbrauchbaren“ Menschen, die „werten und die „unwerten“ Menschenleben.“

          Ein blinder Mensch ist nunmal „unbrauchbarer“ als ein sehender; das ist die objektive Realität, um die auch Marxisten und egalitäre Dogmatiker nicht herum kommen.

          • Denton, natürlich…
            Der Verlust eines Sinnesorgans schränkt die Entfaltung menschlicher Fähigkeiten ein, das ist korrekt.
            Nur bezieht sich die „Brauchbarkeit“ auf Tätigkeiten, zu denen man präzise das Sinnesorgan benötigt, welches fehlt oder verloren gegangen ist.
            Was du also tatsächlich meinst ist, ein Blinder ist nicht für alle Tätigkeiten einzusetzen. So what?
            Man kann einen Adipösen oder einen Menschen mit Höhenangst auch nicht überall einsetzen.
            Das macht sie nicht „unbrauchbar“, sondern mit diesen Einschränkungen brauchbar.

          • @ Crumar

            Soll es deiner Meinung nach mehr oder weniger blinde, adipöse etc. Menschen geben?

          • @JCD

            Ich halte das für eine ausgesprochen bizarre Frage.
            Niemand hat sich ausgesucht zu erblinden (bspw. als Folge eines Arbeitsunfalls) oder blind auf die Welt zu kommen.
            Ich hatte mir auch nicht ausgesucht, einen Autounfall (ohne eigenes verschulden) zu haben, der mir Platten, Schrauben und Nägel im Körper verpasst hat. Man muss einfach damit leben.
            Starkes Übergewicht ist aber kein Schicksal, Ernährung und Lebensweise kann man ändern.

          • „Ich halte das für eine ausgesprochen bizarre Frage.“

            Ich halte das für eine ausgesprochen einfach zu beantwortende Frage. Soll ein Embryo/Fötus abgetrieben werden, wenn wir wissen, dass er blind auf die Welt kommt? Was würdest du den Eltern empfehlen?

          • JC Denton, Du bist nicht zufällig Vordenker bei Antaios & Co.? Könnte man glatt vermuten.

          • @ Tristan Rosenkranz

            „JC Denton, Du bist nicht zufällig Vordenker bei Antaios & Co.? Könnte man glatt vermuten.“

            Nein, wieso?

        • Wer dann unfähig ist, auf Basis der Zivilisation die eugenischen Spielregeln der Natur irgendwie zu reproduzieren, bekommt eben irgendwann den unkontrollierten Rückschlag der Natur (

          Da sich die Produktivität seit der Industrialisierung in manchen Bereichen exponentiell entwickelt hat, ist der „Rückschlag der Natur aka. die Naturrr wirrrd sich rrrächen“ offensichtlich ausgeblieben, insofern hier mit „brauchbar“ und „unbrauchbar“ bezüglich ökonomischer Verwertbarkeit die Rede ist.
          Abgesehen davon werden in Zukunft Behinderte als solche schon früh erkannt und deshalb abgetrieben. Davon mag man halten was man will, wird aber mit dem Fortschritt der Medizin noch zunehmen. Es wird weniger Behinderte geben.

          • Jup, er meint natürlich ökonomisch verwertbar. Lass ihn mal einen Unfall haben oder unvorhergesehen erkranken – evtl. denkt er dann anders.

            „Abgesehen davon werden in Zukunft Behinderte als solche schon früh erkannt und deshalb abgetrieben.“ In Zukunft? Seitdem der Kinderwunsch von potentiellen Müttern Ü40 existiert, hat der Gesetzgeber nicht lange gefackelt.

          • Ich sehe hier schon Unbrauchbare am Diskutieren. Einfach nicht satisfaktionsfähig. Unfit im Sinne der Evolution. Sie halten sich an ihren persönlichen Gefühlen auf statt sich überhaupt mit den gestellten Fragen zu beschäftigen. Auf dem Entwicklungsniiveau der emotionalen Qualle stehen geblieben, an die manch einen mal unsere Bundestagspräsidentin erinnerte. Aber ansatzweise klappt es dann doch wieder. Wenn etwa davon die Rede ist, dass Abtreibung für eine neue natürliche Eugenik sorge. Immerhin ist das Problem nicht völlig unverstanden. Nur stellt sich dann die Frage, ob das reicht. Da kommt es nicht auf Emotionen sondern auf Modellrechnung oder zumindest eine gewisse Fantasie-Begabung an, die nötig ist, um ansatzweise ein Modell im Kopf zu bilden und in die Zukunft zu sehen, Ich glaube nicht,dass die Möglichkeit der Abtreibung viel ausmacht.

          • Der Karlyn-Artikel auf UNZ ist sehr interessant. Was ich hier schreibe ist ja nichts originelles sondern etwas, was seit langem die Spatzen von den Dächern pfeifen und was alle Studien (wie z.B. „The Bell Curve“ in den 1990ern und vieles danach) immer weiter bestätigen und verfeinern. Dass damit die Befindlichkeiten von Humanitärfrömmler*innen verletzt werden, gehört mit zur Tragik des Problems. Mein Fehler war, dass ich im Forum von AE eine girlandenfreie Ausdruckweise (die auf Wiederholung der immer gleichen besänftigenden Selbstverstándlichkeiten verzichten kann) für möglich gehalten hatte, aber auch das scheint hier nun nicht mehr der Fall zu sein. Normalerweise ist ja das weibliche Hirn (laut Simon Baren-Cohen) stärker von empathielastiger Unsystematik betroffen und ich rechnete hier nicht mit so vielen von dessen Vertreter*innen.
            Karlyn gibt uns mit seinem Szenario vielleicht noch zu viel Zeit. Die Sahel-Zone wird wohl kaum noch viele Jahre ohne massive Hungersnot existieren können. Nigeria wird kaum die von der UNO vorhergesagte an China heranreichende Bevölkerungszahl erreichen, ohne dass es zu dem „Rückschlag der Natur“ kommt, von dem ich schrieb. Nur frïommlerische Idioten können darauf antworten, dass an so etwas der „Neoliberalismus“ schuld wäre. Wer so etwas schreibt, macht damit nur deutlich, das es ihm nicht auf Wahrheit sondern nur auf Beschuldigung des richtigen Sündenbocks, nämlich der zurechnungsfähigen Alten Weißen Männer, ankommt. Wer rechnet im AE-Forum mit so etwas?

          • @ floydmasika

            „Der Karlyn-Artikel auf UNZ ist sehr interessant.“

            Von Karlin gibt es eine vierteilige Serie zum Thema:
            https://www.unz.com/akarlin/where-do-babies-come-from/
            Auch interessant ist folgendes Video (nicht von Karlin):

            „Wer rechnet im AE-Forum mit so etwas?“

            Du musst hier grundsätzlich immer mit Widerspruch rechnen. Das ist eine große Stärke dieses Forums, auch wenn da schon mal der eine oder andere schwachsinnige Kommentar mit dabei ist. Lass dich davon nicht entmutigen.

          • Uhhhh lala!

            „Ich sehe hier schon Unbrauchbare am Diskutieren.“
            Logisch – wer mit Logik und Vernunft kommt, ist für deine „Diskussion“ unbrauchbar.
            Im Sinne von: Nicht in der Lage deinen Thesen zu folgen, weil sie auf Voraussetzungen beruhen, die keinerlei Sinn machen.

            „Auf dem Entwicklungsniiveau (sic!) der emotionalen Qualle stehen geblieben“ – die Gefühle, die die Qualle leider nicht hat und nicht haben kann. Schlag es nach.

            „Wenn etwa davon die Rede ist, dass Abtreibung für eine neue natürliche Eugenik sorge.“
            Nein, denn es gab nie eine „natürliche Eugenik“.
            „The Bell Curve“ hat den gleichen Juden eine großartige Intelligenz attestiert, die als Bevölkerungsgruppe in den USA siebzig Jahre vorher noch als schwachsinnig galten.
            Neues Jahrhundert, neues Glück: Asians! 🙂
            Und die Juden sollen mal ihre weißen Privilegien checken.

            „Normalerweise ist ja das weibliche Hirn (laut Simon Baren-Cohen) stärker von empathielastiger Unsystematik betroffen“ – und du menstruierst in der Tat vortrefflich in den eigenen Text.

            Das verlinkte youtube-Video stammt von einem „BlitheringGenius“, der von sozialen Ursachen für eine Geburtenrate noch nie gehört hat. Nicht umsonst verwechselt er Kondom und Pille als „moderne Verhütungsmethoden“, deren Einführung tatsächlich mehrere Jahrzehnte auseinander liegen.
            Er propagiert den gleichen Unsinn wie Feministinnen – aber eben von rechts und daher muss es stimmen. Bei ihm siegt die hohe Anzahl von Nachkommen über die niedrigere und es ist völlig egal, in welcher Gesellschaft das erfolgt. Was dem Argument widerspricht, es gäbe eine (lokale) Überbevölkerung, die nicht nachhaltig ist.
            Weil, wenn die Herstellung von Überbevölkerung als Strategie für Verlierer gilt, dann kann die Strategie der Gewinner, diese Überbevölkerung herzustellen nicht stimmen.
            Beides gleichzeitig funktioniert nicht.

            Was ich faszinierend finde, ist der geistige Opportunismus dieser Komiker – es ist die feste Überzeugung, zwei sich widersprechende Aussagen zu tätigen und gleichzeitig mit beiden Recht zu haben.
            Woher kenne ich das? Oh, vom Feminismus.
            Es ist haargenau die identische, völlig irrationale Vorgehensweise.

          • Zusammengefasst besagt die hier vorgestellte Theorie, dass;
            – eine Degeneration stattfindet, weil die natürliche Selektion weitgehend ausgeschaltet wird
            – andrerseits sich vor allem ärmere Menschen fortpflanzen, die, so die unausgesprochene Behauptung, dümmer sind, denn sonst wären sie ja nicht arm

            Man nennt es Sozialdarwinismus. Es ist die Strategie der Libertaristen, soziale Ungleichheit als natürlich und damit als unausweichlich und in diesem Sinn gerecht zu behaupten, weil „natürlich“, was auch immer das heissen mag, gut ist.

            Diese Auffassung hat mehr als eine Haken. Wie ist es zu erklären, dass vor kurzer Zeit noch sehr arme Gesellschaften, ich denke da an Südostasien, China etc.enorme ökonomische Entwicklungen und ökonomische Fortschritte hingelegt haben und nicht mehr als arm gelten können? Sind die plötzlich intelligenter geworden oder haben sich die politisch-gesellschaftlichen Bedingungen derart geändert, so dass sie ihr (ökonomisches) Potential besser verwirklichen können? Die Antwort ist klar: Mit Biologie hat das rein gar nichts zu tun. Die Asiaten waren auch nicht dumm, als sie noch arm und ökonomisch unterentwickelt waren.

            Wo ist sie denn zu sehen, diese Degeneration? Extrapolationen in die ferne Zukunft, ausgehend von „die Dummen, sprich die Armen vermehren sich wie die Karnickel und produzieren noch mehr Dumme“ kann nicht überzeugen. Armut ist kein genetischer Defekt.

            Es ist der Glaube, dass die sogenannte und behauptet Meritokratie jedem seinen gerechten Anteil gibt, grad so wie Jesus annodunnemals, doch dann kommen die bösen Linken und verteilen um, und so kam die Ungerechtigkeit in die Welt. Dass in einer fein ausdifferenzierten arbeitsteiligen Welt der Beitrag des Einzelnen an der Produktivität keineswegs so klar und einfach zu ermitteln ist, das ist Libertären, die stark im Glauben verharren, kaum zu vermitteln. Am Ende aller Diskussion steht dann regelmässig die Tautologie, dass der Preis den Wert bestimmt, dass es keinen Unterschied zwischen Preis und Wert gibt. Bevor umverteilt wird, muss erstmal verteilt werden.

            Die Gründe für die niedrigen Geburtenraten in der westlichen Welt sind vor allem materieller Natur. Kinder kosten viel Geld, viele Kinder kosten viel mehr Geld. Zwar wird der finanzielle Nachteil zum Teil ausgeglichen, aber eben nur zum Teil. Niemand ist gerne arm. Ausserdem schränken sie ein, was die Karriereplanung anbelangt.

          • „weil „natürlich“, was auch immer das heissen mag, gut ist.“

            Und natürlich wissen allein diese Übermenschen, was gut und richtig ist und wie die Evolution verlaufen muss!

          • „Das verlinkte youtube-Video stammt von einem „BlitheringGenius“, der von sozialen Ursachen für eine Geburtenrate noch nie gehört hat.“

            Um zu erkennen, wie falsch diese Aussage ist, muss man nur die ersten fünf Minuten des Videos sehen. Crumar hat entweder nicht richtig zugehört oder lügt ziemlich dreist, und wenn sein Beitrag schon mit so einer offensichtlichen Unwahrheit beginnt, dann verzichte ich darauf, mich mit dem Rest auseinander zu setzen.

          • Pjotr Beitrag ist dagegen von höherer Qualität. Er enthält zwar die für ihn typischen Strohmänner und Unterstellungen, aber auch ein paar vernünftige Aussagen wie „Mit Biologie hat das rein gar nichts zu tun. Die Asiaten waren auch nicht dumm, als sie noch arm und ökonomisch unterentwickelt waren.“ oder „Armut ist kein Gendefekt.“. Was er allerdings verkennt, sind z. B. die Tatsachen, dass Armut sehr wohl das Ergebnis eines Gendefekts (Behinderungen) sein kann, und dass der wohl größte Unterschied bei den Geburtenraten in westlichen Gesellschaften nicht zwischen armen und reichen, sondern zwischen (sehr) religiösen und säkularen Menschen besteht.

          • @JCD

            Deine Dreistheit und Borniertheit nervt.
            In dem Video „The Real Causes of…“ ab Minute 21:17 spricht er das Thema Verhütung an.
            Alle falschen Punkte dieses Videos zu adressieren würde mir Lebenszeit stehlen, die ich für andere Dinge benötige. Es ist das übliche rechte Geschwafel.

            Das es sich so verhält, ist einfach auf der Basis einer Grafik zu beweisen:

            1969 war die Frauenerwerbsquote in der DDR bereits 78% – die Idee, die Geburtenrate würde sinken, nur weil Frauen arbeiten gehen ist offensichtlich Schweinescheiße.
            Nach dem auch von der DDR so titulierten Pillenknick gab es aber 1972 sozialpolitische Maßnahmen:
            – Vollbeschäftigte mehrfache Mütter erhielten eine Arbeitszeitverkürzung,
            – Staatliche Geburtenhilfe in Höhe von 1000 Mark,
            – Schwangerschaftsurlaub von 14 auf 18 Wochen erhöht,
            – zinsfreier Ehekredit, rückzahlbar innerhalb von acht Jahren,
            – wird in dieser Zeit ein Kind geboren entfällt ein Teil der Rückzahlung.
            Von Kindergärten und Kinderhorten, allgemein Kinderbetreuung braucht man gar nicht erst mit einem Vergleich anfangen.

            Und – oh Wunder! – Sozialpolitik wirkt, selbst auf mittlere Sicht!
            Seit diesem Jahr – und zwar kontinuierlich bis zur Wende – lag die Geburtenrate in der DDR höher als in der BRD. Kein Islam involviert, keine andere Kultur oder Hautfarbe.
            Das spätere schwedische Modell (Elternzeit) hat den Vorteil gehabt, nicht nur die Mütter zu adressieren und das war der bessere Ansatz auf lange Sicht.

            Anyway: Die Polit-Clowns in der BRD haben sich den Spruch von Adenauer zu Herzen genommen, wonach die Leute sowieso Kinder bekommen und das NICHTSTUN hat sich gerächt.

          • @ crumar

            Du hast wohl noch nie vom demografische Übergang, also der Entwicklung von 6+ Kindern pro Frau als Normalfall hin zu heute 1-2 gehört. Im Video geht es um dessen Ursachen und die Umkehrung dieses Trends in der Zukunft aus evolutionären Gründen. Die vergleichweise minimalen Unterschiede der Geburtenrate von BRD und DDR sind da vollkommen irrelevant. Im Übrigen vetritt der Autor eine Politik der staatlichen Geburtenregulierung; ihm ist also offensichtlich klar, dass politische Entscheidungen die Geburtenrate beeinflussen können.

    • @Tristan Rosenkranz:
      „JC Denton, Du bist nicht zufällig Vordenker bei Antaios & Co.? Könnte man glatt vermuten.“
      — Die Vermutung stößt bei mir nicht auf Anhieb auf Verständnis … 😀 Auf welche Publikationen beziehst du dich hier – und worauf in ihnen?

      • Dass die Ostasiaten und Juden eine hohe durchschnittliche Intelligenz aufweisen, war schon im 19. Jahrhundert bekannt, insbesondere bei den frühen Intelligenzforschern und Eugenikern wie Galton, und nach der Erfindung des Intelligenztests wurde es bestátigt. Die Intelligenz ist insoweit tatsächlich von der Armut unabhängig, aber sie produziert eben auf die Dauer tendenziell Reichtum. Besonders beeindruckend ist diesbezüglich ja das „kommunistische“ China, dem alle liberalen Ideologen stets aufgrund ihrer Prämissen dauerhaftes Elend und baldigen Zusammenbruch vorhergesagt haben. Solcher Erfahrungen motivierten wohl auch das Buch „IQ and the Wealth of Nations“ von Lynn und Vanhanen. Aus den Behauptungen, Libertäre hätten sich Unterschiede ausgedacht, um Ungleichheit zu rechtfertigen, wird umgekehrt ein Schuh. Es sind die sozialistischen Hetzer, die sich Gleichheit ausgedacht haben, um die vielen Ärmeren gegen die wenigen Reicheren aufzuhetzen und dann bei der Revolution obenauf zu sein. Das ist einträglich und nicht immer völlig ungerecht, aber im großen und ganzen lässt sich mit diesem politischen Geschäftsmodell kein Gemeinwohlproblem lösen, insbesondere nicht das der Ungleichheit. Vielmehr ist die Gleichheitspropaganda eine Quelle ewigen Hasses und ewiger Sündenbockhetze.

        • Die durchschnittliche Intelligenz als monokausale Erklärung für die wirtschaftliche Entwicklung bzw. des Wohlstandes in Gesellschaften halte ich für unplausibel, im Mindesten ist es aber unterkomplex wenn nicht sogar schlicht falsch.

          Warum ist denn dann Japan/China/SüdKorea denn auf einem ganz anderen Niveau als andere ostasiatische Länder?
          Warum sieht es in Nordkorea denn ganz anders aus als Südkorea? Obwohl die sich doch genetisch sehr ähnlich sein müssten?

          • Hat jemand von Monokausalität geredet?

            Und was ist an „Je mehr dumme Leute du in einer Gruppe hast, desto weniger kannst du mit der Gruppe erreichen“ unplausibel?

          • „Hat jemand von Monokausalität geredet?“

            Ja der Floydmasika nimmt doch ständig die Intelligenz als entscheidendes Kriterium her?

            „Und was ist an „Je mehr dumme Leute du in einer Gruppe hast, desto weniger kannst du mit der Gruppe erreichen“ unplausibel?“

            z.B. der gravierende Unterschied des Wohlstandes zwischen Süd- und Nordkorea.
            Wir sind uns einig, dass sich jene genetisch sehr ähnlich sind und deren Intelligenzverteilung ebenso?

            Des Weiteren:
            1) Weil das keine Gruppe, sondern eine Gesellschaft ist
            2) Weil es so etwas wie Aufgabenteilung geben kann, in dem jeder entprechend seiner Fähigkeiten beitragen kann und koordinierte Action einer durchschnittlich dümmeren Gruppe sicherlich erfolgreicher ist als eine unkoordinitierte Gruppe durchschnittlich intelligenterer Mitglieder
            3) Was nutzt dir eine durchschnittlich höhere Intelligenz innerhalb einer Gruppe wenn die Dummen darin Aufgaben übernehmen für die sie unfähig sind und die Intelligenten nichts machen oder nichts dürfen?
            4) Weil Intelligenz im Alltag weniger häufig eine tragende Rolle spielt als vielmehr Hermeneutiken, die in der Vergangenheit in ähnlichen Situationen zum Erfolg führten
            5) Was nützt dir Intelligenz alleine, wenn du sie nicht ausspielen kannst, weil du keine Bildung genossen hast, die dir die Sprache/Schrift oder mathematische Konzepte beigebracht hat
            6) Weil Intelligenz nichts über die Moral oder sonstige Normen der Gruppe sagt, die in jener gelten

          • Der Einwand der Monokausalität etc ist uralt und etwa so kraftlos wie der Einwand, Helmut Schmidt sei trotz Kettenrauchens alt geworden. Zehnter_Ochse sagte schon einiges dazu. Einiges mehr sagen noch diverse FAQs zum IQ, aus denen man z.B. erfahren kann, dass IQ mit allerlei anderen hilfreichen psychichen Dispositionen korreliert ist. Man könnte auch andere Faktoren als IQ beobachten, aber die sind eben nicht so gut für die Erfordernisse der Wissenschaft (Messbarkeit, Reproduzierbarkeit, biologische Grundlage uvm) geeignet.

          • Nordkorea ist eher noch ein beeindruckender Beleg der IQ-Erklärung. Trotz eines bizarren tyrannischen Regimes stellen die auf technischem Gebiet eine Menge auf die Beine und leisten überall in der Welt Entwicklungshilfe. Immer dann, wenn die dortige Regierung mal ihre Leute von der Leine lässt, entsteht dort ferner schnell eine florierende Schwarzmarktwirtschaft. Ich befürchte, dass auch die am besten geführten afrikanischen Länder sich nicht mit NK messen können.

          • „Der Einwand der Monokausalität etc ist uralt und etwa so kraftlos wie der Einwand, Helmut Schmidt sei trotz Kettenrauchens alt geworden.“

            Ernsthaft? DAS ist dein bestes Argument gegen Monkausalität?

            „Nordkorea […] leiste[t] überall in der Welt Entwicklungshilfe“
            Sicher… die scheissen die Welt nur so zu mit ihren überschüssigen Milliarden an harten US Dollar Entwicklungshilfe…
            Junge, die kriegen es nicht mal hin in ihrem kommunistischen Agrar- und Nuklear Paradies ihre eigenen Leute zu ernähren:
            „https://www.welt.de/wirtschaft/article193769637/Nordkorea-Elf-Millionen-Menschen-droht-neue-Hungersnot.html“

          • „Junge, die kriegen es nicht mal hin in ihrem kommunistischen Agrar- und Nuklear Paradies ihre eigenen Leute zu ernähren“

            Weil die Intelligenz des Landes in Afrika Entwicklungshilfe leistet.
            Und das so dezent, dass der Rest der Welt davon gar nichts merkt 😀

  5. „the reason it’s difficult to hear is because it denies my Latinidad, it denies my Blackness, my Indigenousness, and it denies who I feel that I truly am.“

    Was ist denn das für ein Quatsch? Ich definiere mich doch nicht über meine Hautfarbe. Im Kern dieses Denkens steckt doch schon der Rassismus. Sie definiert sich über ihre Hautfarbe und demnach auch andere über deren Hautfarbe. Und was soll das überhaupt heißen „that I truly am“? Gibt mir eine Hautfarbe ein bestimmtes Gefühl? Denke und handel ich dann anders? Ich finde eine solche Sicht trägt auch selbstdarstellerische Züge.

    • Offenbar funktioniert Individualismus nicht überall. Die Frage der Zugehörigkeit scheint sich z.B. für Halbschwarze in dramatischer Weise zu stellen. Wenn hier jemand besonders „rassistisch“ ist, sind es auch nicht die Latinos sondern die Schwarzen, aber auch hier ist der Vorwurf als Wertmaßstab einfach untauglich. Die Frage, in welcher Gruppe man sich zugehörig fühlt und was man dafür tut, kommt eben aus dem Leben, egal was sich irgendwelche eitlen Indivdiualisten in ihrem Drang, sich als erhaben darzustellen, ausgedacht haben mögen.

      • Stimmt, das ist häufig bei den in Deutschland aufgewachsenen Kindern von Migranten häufig zu beobachten. Sie fühlen sich weder in der deutschen Kultur zu Hause, noch in der ihrer Eltern. Bei gemischter Herkunft verstärkt sich das noch, denn die gelten auch in der Kultur ihres nichtdeutschen Elternteils als Fremde.

    • „Was ist denn das für ein Quatsch? Ich definiere mich doch nicht über meine Hautfarbe.“

      Universitäre Identitätspolitik lehrt genau das. Eine sehr schwache Grundlage für eine Identität, genauso wie seine Sexualität als Identitätsgrundlage.

      • Nee, eine sehr starke „Grundlage“. Je körperlicher/körperlich-bedingter, unveränderlicher, desto wirkungsmächtiger. So wie du hier reden kannst, hat dies bis vor einigen Jahrzehnten kein Mensch zuvor gemacht, ganz einfach weil es zu einem möglichst starken Wir-Gefühl eine möglichst starke Identifizierung (Gleichheitserkennung) braucht und Gruppen mit stärkerem Wir-Gefühl mehr soziales Kapital haben sowie stärker sind; und weil das Leben in der Menschheitsgeschichte zuvor völlig anders, tribalistischer, geartet war. Das sollte man nicht vergessen.

  6. „In my family, being called white is the ultimate insult.“

    Schon ganz interessant. Die Autorin ist ja offensichtlich in den USA aufgewachsen, während ihr Vater aus El Salvador und ihre Mutter aus der Dominikanischen Republik kommt. Solche Äußerungen kann nur eine Latina aus den USA machen, in Lateinamerika sind die Leute (sofern es sich nicht um reinrassige Idígenas handelt) durchaus stolz auf ihr weißes, spanisches Erbe, und je dunkler die Haut von jemand ist, desto weniger soziale Anerkennung genießt er. Unverkennbar ist sowohl sie (vielleicht auch schon ihre Eltern?) geprägt vom linken akademischen Milieu der USA

    Latinos haben nun praktisch alle wild gemischte Gene (außer vielleicht einigen Stämmen tief im Amazonas-Urwald), in sofern ist sie ganz typisch. Und natürlich ist sie weniger von weißer (europäischer) Kultur geprägt, als von der Kultur der Latinos (und der amerikanischen natürlich). Aber es ist eigentlich nicht zu sehen, mit welchem sie von ihrer „Blackness“ spricht, wenn damit der Einfluss Afrikas gemeint sein sollte.

    Meine Frau ist eine Afro-Kolumbianerin; sie sieht afrikanischer aus, als die Autorin, aber sie hat auch gemischte Gene. Afro-Amerikaner sehen anders aus als Afrikaner, und sie sind auch nicht nennenswert von afrikanischer Kultur geprägt. Sie sind in ihrer Kultur Spaniern viel ähnlicher als Afrikanern, und diese verzweifelten Versuche, einen Zweifrontenkrieg zwischen Weißen und „PoC“ zu eröffnen, gehen völlig an der Realität vorbei (und werden deshalb letzten Endes auch nicht erfolgreich sein).

    • Dieses PoC-Konstrukt ist vor allem für Mulatten gemacht und versucht nebenbei noch indigene Amerikaner (Indianer) als Alliierte zu vereinnahmen. Hin und wieder gesellt sich auch eine Sarah Chang oder Elisabeth Pocahontas Warren dazu. Das Konzept ist bereits überaus erfolgreich. Das sieht man insbesondere daran, dass sich die französischen Anti-RassistInnen ganz an ihm orientieren. Der BLM-Aufstand des Traoré-Klans hat nur noch am Rande etwas mit den spezifischen französischen Problemen (Dekolonialismus) zu tun. Die besonderen Feinheiten der eigenen Situation spielen keine Rolle mehr. Man orientiert sich vielmehr wie auch in den USA schon lange an einer globalen Negrität (Negritude). Das sieht man auch an der Subkultur der verschiedenen Bewegungen. Ein Spruch wie „Afroamerikaner“ ist schon fast von der Zeit überholt. Er entsammt einem Wuinschdenken, das man so lange brauchte, wie die nationale Identität westlicher Länder noch ansatzweise vorhanden war. Es würde mich nicht wundern, wenn das Wort „Afroamerikaner“ schon bald als Vereinnahmungsversuch „weißer Suprematisten“ ergo „rassistisch“ auf dem Index stünde.

      • Das ist zum Scheitern verurteilt, weil die PoC sich untereinander auch rassistisch ablehnen. Irgendwo gab es mal einen Artikel von einem Schwarzen, der in China gelebt hat, grauenhaft. Man hielt sich die Nase zu, wenn er vorbei ging. Und, wie gesagt, es gilt die Regel: Je heller die Haut, desto höher das soziale Prestige, z.B. auch zwischen Schwarzen und Mulatten in Brasilien.

        Nur die linksradikale Szene in Europa und den USA kann solche Kriterien aufstellen und sie propagieren.

        • Mir sagten immer wieder Chinesen, insbesondere junge Frauen, dass sie Schwarze einfach als potthässlich und unzivilisiert empfinden. Das sagt eben das Bauchgefühl, was viele sicherlich gerne im einzelnen revidieren, wenn sie einen entsprechend würdigen Schwarzen treffen. Aber die Erfahrungen mit schwarzen Studenten waren schon zu Maos Zeiten eher ernüchternd. Es kam immer wieder zu Handgreiflichkeiten zwischen afrikanischen und chinesischen Studenten. Das Fehlverhalten der ersteren erklärten viele sich damit, dass es verwöhnte Diktatorenprinzen seien, aber das war wohl nicht alles. Es spielt auch keine große Rolle. Die Ostasiaten haben noch stärkeren von Hochkultur bedingteren Selektionsdruck durchgemacht als die Europäer, und das kann man sowohl beim Durchschnitts-IQ als auch bei allerhand weiteren Parametern vom Körpergeruch bis zur Kriminalität feststellen. Philippe Rushton hat die Erkenntnisse in einem bösen Buch zusammengefasst. Ostasiaten sind nicht wirklich brauchbare potenzielle Verbündete der PoC. Sie sind eher ähnlich wie Juden eine Elite innerhalb der „weißen“ Elite. Aber das tut dem PoC-Konzept keinen Abbruch. Immerhin sind die indigenen Amerikaner trotz fernöstlicher Vorfahren auf einem den Schwarzen näheren IQ-Niveau, und auf sie kommt es im politischen Kampf viel mehr an. Ferner kann man noch versuchen, Latinos zu kooptieren, und auf die Dauer sind die Afrikanischstämmigen die dominante Bevölkerungsgruppe der Erde.

          • „Das sagt eben das Bauchgefühl, was viele sicherlich gerne im einzelnen revidieren, wenn sie einen entsprechend würdigen Schwarzen treffen.“

            Jep.

            „Funny Reactions To Knowing Cantonese Compilation“

            Ein polyglotter Afroamerikaner; er spricht nicht nur fließend Mandarin, sondern auch etwas Cantonesisch. Wie man an den Reaktionen erkennt, wird so etwas von den Chinesen nicht im Bereich des Möglichen verortet. 😉

  7. P.S. Es gibt „Rassen“, aber keinen „Rassismus“ und keine „Polizeigewalt“ https://bayernistfrei.com/2020/06/15/rassen-rassismus-polizeigewalt/. Dies jedenfalls im heutigen Abendland. Mehr als die Gleichbehandlung vor dem Gesetz zu verlangen, hat keinen Sinn. Ein gutes Image muss man sich erarbeiten. Wenn 50% der Morde in den USA von 5% (schwarzen Männern von 15-50) ausgehen, dann macht man bei der Wohnungssuche um solche eben einen größeren Bogen als um Asiatinnen, und ditto in anderen Situationen, wo man sich kein ausführliches Bild von der jeweiligen Person machen kann. Daran ist nichts skandalös und das ist auch nicht ein entscheidender Grund für Ungleichheiten.

  8. Klar könnte man ihn beseitigen, wenn man wöllte. Das Problem ist, dass das gar nicht gewollt ist! Zumindest nicht von den Instanzen, die klug genug wären, sowas anzuleiern (der durchschnittliche Politiker und Journalist ist einfach zu dumm dazu). Andernfalls hätten wir 2015 nicht erlebt. Die unkontrollierte Zuwanderung ist ein regelrechtes Zuchtprogramm für Rassismus und Konflikte: junge, teilweise gewalterfahrene, arme, anders sozialisierte, anders religiöse, oft sehr ungebildete Männer werden mit falschen Versprechungen, (teilweise mit Aktionen des Staatssenders Deutsche Welle) angelockt. In den Netzwerken wurde denen wohl teilweise ein Haus und mehrere tausend Euro Begrüßungsgeld versprochen. Die DW suggeriert (m.W. immer noch), dass jeder der herkommt hier dringend gebraucht wird usw. was sind das für Voraussetzungen, um Rassismus loszuwerden? Die müssen ja hier geradezu Krawall machen, schon weil ihnen die Frauen abgehen und sie zwangsweise Außenseiter bleiben müssen. Bring mal einem Analphabeten eine Fremdsprache bei! Erklär ihm mal die komplexen sozialen Normen, nach denen wir hier leben! Lass den einen Führerschein machen oder eine Ausbildung! Keine Chance!

    Der IS hat in Interviews zugegeben, dass die ihre Anhänger hier einschmuggeln, allein Deutschland soll bereits 6000 Schläfer beherbergen (vor 2015 hatte Deutschland keinen einzigen muslimischen Anschlag, ich war immer stolz darauf!).

    Deutschland hatte irgendwann in den 90igern oder 00er Jahren seinen Tiefpunkt, was Rassismus angeht. Uns steht eine Zeit bevor, in der alle diese Erfolge vernichtet werden, es zu neuer Rassensegregation und Gewalt kommen wird. Das ist gewollt. Deshalb seht ihr die Meinungsunterdrückung, die mediale Gleichschaltung, die bewusste und vorsätzliche Zerstörung unserer Kultur.

    Es gibt dabei mehrere Akteure die ein entsprechendes Interesse haben: der Islam (das geben die Protagonisten offen zu, auch wenn das die Medien verschweigen), das prophetische Judentum (siehe Zitat unten), die USA (denen Europa als Konkurrenz ein Dorn im Auge ist, obwohl sie die EU selbst immer vorangetrieben haben) und natürlich unsere Feinde im Inneren, von Selbsthass, Zivilisationsmüdigkeit und purer Dummheit getriebene Einheimische. Vielleicht gibt es noch mehr, ich kenne nicht die Visionen fundamentalistischer Christen in den USA z.B. die wohl Armageddon herbeisehnen („fu*k the EU“ Nuland?), die Ziele Russlands oder Chinas und deren geostrategische Spielchen. Die Zerstörungsagenda wird verstärkt von internationalistischen Linken (Hoffen auf die große Revolution) und dem Großkapital, welches lokale Eigenheiten als Geschäftshindernis sieht.

    Ich bin gerade ziemlich aufgewühlt, ich habe Heu gerecht (heute ist mein Kinderhütetag und erstmals sind beide wieder in der Schule) und dabei die letzten 2 Stunden vom „Islamisierungskomplott“ angehört (kostenlos im Netz). Gerade bin ich reingegangen, um mir das Buch zu kaufen, weil ich gern die Zitate bringen wollte, die wirklich unglaublich sind! Aber scheinbar gibt es das nicht als Buch, was mich sehr ärgert!

    Mit etwas Suche findet man aber einiges, z.B. das hier:
    „Rabbi Rav David Touitou: In deutscher Sprache sagt er etwa: „Der Messias wird erst zurückkehren, wenn Edom (das sind die heidnischen Völker) total zerstört sind. So frage ich euch: sind es gute Nachrichten, daß der Islam Europa überfällt? Es sind exzellente Nachrichten! Es bedeutet das Kommen des Messias“.

    Es gibt wohl eine recht einflußreiche orthodoxe Sekte in Israel, die sich auf eine Kabbala-Auslegung spezialisiert hat, die die Vernichtung Edoms (oft als Europa interpretiert) und Deutschlands (den Begriff dafür habe ich vergessen, sie sind sich auch nicht einig, ob Deutschland oder Iran) vorsieht, eine endgültige blutige Rache am verkommenen Westen und allen, die sich jemals gegen die Juden gestellt haben. Das Problem ist, die sehen das nicht nur als Prophezeiung, sondern als göttliche Handlungsanweisung, sie versuchen das herbeizuführen! Und nein, sie haben kein Mitleid mit ihren weltlichen Brüdern, es sind Orthodoxe! Ich weiß nicht, inwieweit die in Geheimdienste und Politik Israels eingedrungen sind, aber einige Beispiele im Hörbuch lassen einen das Schlimmste befürchten. Meines Erachtens sieht man die Handschrift des Mossad auch an mehreren Beispielen, 9/11 die „dancing israelis“, Nizza-Gutjahr mit Mossad-Agentin verheiratet und Bataclan, obiger Rabbi ist angeblich der Bruder des Bataclan-Besitzers:

    Jedenfalls mischen sie kräftig mit, in dieser ekelhaften Suppe. Und wir hocken mittendrin und überlegen gutmenschlich, wie wir Rassismus loswerden. Es wäre lustig, wenn es nicht ein so grauenvolles Szenario wäre. Südfrankreich soll schon mehr Moscheen haben, als Kirchen, auch GB gilt wohl schon als gefallen…

      • Ist das wirklich dein Ernst, das „antisemitische Verschwörungstheorie“ zu nennen? Ich meine, ich habe alle Akteure aufgezählt, das prophetische Judentum (nicht alle Juden! Verammt! Kriegt das doch endlich mal auf die Reihe! Du machst dich für die zum Hampel!) ist nur ein Akteur, wenn auch vermutlich der Mächtigste.

        Noch zu dem Rabi:

        ca. 6:21:00 – 6:25:00

        Gib dir mal den Abschnitt zu Bataclan, da zieht es dir die Schuhe aus:

        ca. 6:24:30

        Der jüdische Eigentümer, hat es wohl zwei Wochen vor dem Anschlag verkauft, blieb aber noch Geschäftsführer. Der Tag an dem der Anschlag war, war von zahlreichen Seltsamkeiten geprägt, es erschien z.B. die Hälfte des Sicherheitspersonals nicht usw. (hör es dir an!)

        „Bataclan“ selbst heißt wohl „seine sieben Sachen“ oder so ähnlich und stammt aus einer Oper, auch hier ist ein deutlicher symbolischer Bezug zum prophetischen Thema (im Hörbuch genauer ausgeführt).

        Die Ungereimtheiten zum 9/11 muss ich dir nicht erläutern, oder? Etwa dass der jüdische Besitzer die Türme kurz vorher bei einer deutschen Versicherung hat versichern lassen (der Allianz)? Nur um ein Beispiel zu nennen? Dass es sich bei der Sache um einen Inside-Job gehandelt hat, ist mittlerweile so gut wie bewiesen, auch wenn die Lügenmedien das nicht thematisieren…

          • Du bist naiver als ich dachte. Muss ich jetzt wirklich die ganzen Argumente zum 09/11 raussuchen? Nur weil du zu faul bist, dich mit dem Thema ernsthaft zu beschäftigen?

            Fangen wir mit WTC7 an, denn das ist der alleroffensichtlichste Widerspruch. Das (dritte) Gebäude stürzte in Freifallgeschwindigkeit ein, obwohl es weder ernsthaft brannte, noch von einem Flugzeug getroffen wurde. In Videoaufnahmen kann man erkennen, wie kurz vor dem Einsturz die Fenster durch Explosionen rausfliegen. Wie erklärst du das? (ab 0:41):

            Wenn aber dieses Gebäude gesprengt wurde (wofür es auch ein Sterbebettbekenntnis gibt) was ist dann wohl mit den anderen zwei passiert? Mit den zwei großen Türmen? Meines Wissens ist noch nie in der Geschichte ein Hochhaus durch einen Brand zusammengestürzt, schon gar nicht so wie es dort geschah, nicht vor dem 09/11, nicht danach! Und an diesem Tag 3 Mal! Obwohl die Tower wohl mit einem Stahl-Außenskelett versehen waren und auf den gleichzeitigen Einschlag von zwei (!) Maschinen ausgelegt. Die Feuerwehr hatte ihr Einsatzquartier unten in den Türmen, weil sie das für so sicher hielt!

            Hier sagt Silverstein „we make the decision to pull it“:

            Die Sache findet im Rahmen einer Militärübung statt, was für Verwirrung, Verzögerung und verringerte Abwehr gesorgt hat (und ein Standard bei false flags zu sein scheint).

            Die Planung des neuen WTC7 begann im April 2000:
            http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2016/03/silverstein-planung-des-neuen-wt7.html

            Du findest noch mehr Sachen über diesen reizenden Herrn:
            http://alles-schallundrauch.blogspot.com/search?q=silverstein

            Es ist mittlerweile nachgewiesen, dass das Gebäude nicht so zusammenstürzen konnte, wenn es nicht gesprengt wurde, es wurde auch Sprengstoff im Staub gefunden etc. pp. ich suche dir das gerne noch raus. Es ist wichtig, dass die Menschen die offizielle Lüge nicht mehr glauben!

            Die „fünf tanzenden Israelis“ sind meines Wissens aktenkundig. Sie hatten am Morgen des 09/11 ihre Kameras auf das Gebäude gerichtet und tanzten einen Freudentanz, als es los ging. Sie wurden deswegen verhaftet und später abgeschoben.

    • In Israel gibt es immerhin auch noch einen eigenen Nationalismus (Zionismus), der bei sich eher Verwandtschaften mit europäischen Identitätsbestrebungen erkennt und z.B. gute Beziehungen nach Budapest, Warschau, Moskau etc sucht. Dazu gehört z.B. Netanyahu. Den orthodoxen Juden würde ich keine so große Bedeutung beimessen. Eher schon der jüdischen Diaspora, deren Haltungen Kevin MacDonald vermutlich realistischer analysiert als irgend jemand anders. Aber der Drang nach Flucht aus der ethnischen/nationalen Haut in einen individuallistischen Universalismus existiert wohl unabhängig von diesen verstärkenden Wirkungen. Schon Rousseau und Macchiavelli entdeckten im christlichen Universalismus eine ähnliche Gefahr. Die Schwächung ethnozentrischer Loyalitäten ist wohl ein Faktor, den man in der Geschichte jeder Zivilisation zu messen/schätzen versuchen sollte. Er ist auch in der Evolution gegründet, hat mit dem „egoistischen Gen“ zu tun, von dem Richard Dawkins nichts mehr wissen wollte, als er hörte, dass Rächz darüber redet. Viel lernt man dazu bei Dr. Edward Dutton „The Jolly Heretic“, s. auch Buch „At Our Wits‘ End“. Bekannt ist auch, dasss ethnozentrische Loyalitäten beim weiblichen Geschlecht besonders schwach ausgeprägt sind.

      • Ja, du hast zweifelsohne Recht…

        „In Israel gibt es immerhin auch noch einen eigenen Nationalismus (Zionismus), der bei sich eher Verwandtschaften mit europäischen Identitätsbestrebungen erkennt und z.B. gute Beziehungen nach Budapest, Warschau, Moskau etc sucht. Dazu gehört z.B. Netanyahu. Den orthodoxen Juden würde ich keine so große Bedeutung beimessen.“

        … ich komme aber nicht umhin, den Mossad (oder eine andere jüdische Organisation) bei allerlei Schweinereien wiederzuentdecken. Womit erklärst du das? Ich empfand das immer als Widerspruch, dass Europa mit Muslimen überflutet wird und Juden wie Soros, Sarkozy und Mounk usw. das toll finden. Während andere, wie Broder (den ich für einen Hasbara-Agenten halte, anders ist seine Anwesenheit bei den deutschen Medien kaum zu erklären) Gegenpropaganda betreiben oder Stürzenberger (PI) der Gerüchten zufolge Geld dafür bekommt, Israel- und Judenfreundlich zu berichten (denn er ist m.W. selbst keiner). Auch bei Klonovsky (AfD-Politiker und Intellektueller, immerhin mit einer jüdischen Frau verheiratet), würde mich das nicht wundern.

        Der Grund könnte einfach darin zu suchen sein, dass eine einflussreiche Sekte die Exilanten nach Hause zu treiben versucht, um irgendeine Prophetie umzusetzen. Und die wehren sich halt. Die meisten dürften das Spiel ohnehin nicht durchschauen. Man darf ja nicht drüber reden und schreiben, ohne gesperrt zu werden und mit der Antisemitismuskeule windelweich geprügelt zu werden, zumindest in Deutschland…

        Verstehst du? Ich versuche einen Überblick über die verschiedenen Strömungen zu erhalten. Der Islam hat übrigens eigene Prophezeiungen, die ihm die weltweite Herrschaft zusichern (kann ich bei Gelegenheit mal raussuchen). Da der Islam die jüngste abrahamitische Religion ist, sehen die sich quasi als aktualisierte Version von Juden- und Christentum und versuchen das umzusetzen.

        Die Gefahr ergibt sich daraus, dass verschiedene Religionen und geostrategische Interessen auf verschiedenen Ebenen zusammenarbeiten, um ein vollkommen bösartiges und destruktives Ziel zu erreichen: unsere Unterwerfung, um es nicht „Vernichtung“ zu nennen.
        Und wir kapieren es nichtmal und bereiten denen noch den Boden! Schütteln verwirrt den Kopf, wenn man plötzlich den Islam nicht mehr kritisieren darf, ohne als Rassist bezeichnet zu werden. Verstehen nicht, warum man den Rasse-Begriff aus dem Gesetz streichen will, um uns zu übervorteilen, verstehen nicht, warum es plötzlich schlecht sein soll, ein alter weißer Mann zu sein etc. pp. Wir halten das für Zufälle, für Aktionen von Verrückten. Aber es wird von ganz oben, von den staatstragenden Medien, von der Politik, von diversen Netzwerken und monopolistischen Konzernen über uns ausgekübelt! Das ist, verdammt noch mal, kein Zufall!

        Diskutieren wir doch mal das! Wie wehren wir uns dagegen? Ich sage es euch: gar nicht! Wir haben schon verloren!

        • Es gibt viele Leute, die in allen Foren herumturnen und ihre Warnungen vor jüdischen Machenschaften loswerden wollen, und sie tun damit weder ihrem Anliegen noch dem jeweiligen Forenbetreiber einen Gefallen. Eine Diskussion, die alles auf einen Bösewicht/Sündenbock fokussiert, führt zu einer verengten und letztlich unproduktiven Sicht, wie es hier auch am Schluss schón zu lesen ist: „Wie wehren wir uns dagegen? … Gar nicht! Wir haben schon verloren!“
          Es scheint den Sündenbocktheoretikern manchmal sogar darum zu gehen, sich selber ohnmächtig zu machen und auf diese Weise aus der Verantwortung zu stehlen.

          • „Eine Diskussion, die alles auf einen Bösewicht/Sündenbock fokussiert, führt zu einer verengten und letztlich unproduktiven Sicht“

            Und das tue ich? Habt ihr alle einen an der Klatsche? Lest ihr überhaupt, was ich geschrieben habe?

          • Na, du hast schön brav abgespult, was du zu denken gelernt hast zu dem Thema, mit dem du dich ansonsten nicht auseinandersetzen „darfst“ (da als Tabuthema gelernt, inkl. mental verknüpft mit dem Schuldkult aufgrund der Verbrechen des NS-Regimes, v.a. Holocaust; daher stark – allerdings ohne es als ethnischer Deutscher je anders kennengelernt zu haben, also von klein auf – identitätsbildungsmäßig psychisch belastend und angstbesetzt). Hast dementsprechend, weil für dich da ja schon alles klar ist, dann auch völlig an Androsch Kubis Aussagen vorbei „argumentiert“.
            (Pardon, ist natürlich – bis auf den letzten Halbsatz – Spekulation, aber nur so kann ich mir das Verhalten erklären und stelle diese Aussagen von mir als Anstöße zur Inspiration zur diesbezüglichen Selbstreflexion zur Verfügung. ;-))

            Es lohnt sich wirklich auch, sich mal mit dieser recht einflussreichen Strömung im Judentum auseinanderzusetzen, wenn man die politische Lage und Politik richtig einschätzen können will:

            „Was steht eigentlich in Tora, Talmud und den Noachidischen Geboten?“
            von Tillmann Knechtel, mit verlinkten Quellenangaben unter dem Video (aber gezeigt werden die Textstellen der Quellen sowieso jeweils schon im Video). Es dauert allerdings 1 Std.
            Es wird fast nur aus den im Titel genannten Texten zitiert und es werden Juden dazu zu Wort kommen gelassen (und zwar ausschließlich Juden, wenn ich mich recht entsinne).

            Zum Thema 9/11:
            Inwiefern die genannte jüdische Strömung nun mit 9/11 in Verbindung steht, kann ich nicht (genügend) beurteilen. Aber dass 9/11 nicht so stattgefunden hat, wie es die bisherige offizielle (staatlich erwirkte) Version glauben machen will, ist zu 100 % sicher. Es gibt auch immer mehr Historiker, die das bestätigen, auch wenn die dann mit allem möglichen Dreck beworfen werden und/oder anderweitigen Druck und Diskriminierung zu spüren bekommen. Einen deutschsprachigen Historiker und Friedensforscher kann ich zum Einstieg an dieser Stelle empfehlen: Dr. Daniele Ganser.

            „Medial vermittelte Feindbilder und die Anschläge vom 11. September 2001 – Vortrag von Daniele Ganser“

            In dem Kontext auch sehr interessant:
            https://www.heise.de/tp/features/9-11-Studie-schliesst-Feuer-als-Einsturzursache-des-dritten-Turms-aus-4518328.html
            „9/11: Studie schließt Feuer als Einsturzursache des dritten Turms aus“, von Paul Schreyer, Telepolis, vom 10. September 2019.

          • „Das ist alles so schlimm, ich könnte glatt heulen!“

            Tja, Alex. Das sind die, denen Du in den letzten Jahren so eifrig Applaus gespendet hast.

          • @carnofis

            Sachmal, spinnst du? Wer hat denn hier vor dem progressiven Antisemitismus jahrelang gewarnt und dass er der zentrale Baustein des Intersektionalismus wäre und nicht nur deine Wenigkeit waren darüber absolut not amused….

          • @ Alex

            Rechnest du Androsch, Jo und Floydmasika echt hier den „Progressiven“ zu vor deren Antisemitismus du gewarnt hast?

          • „Rechnest du Androsch, Jo und Floydmasika echt hier den „Progressiven“ zu vor deren Antisemitismus du gewarnt hast?“

            Ich hab das auch anders in Erinnerung. Und danach war „links“ uns „antisemitisch“ dasselbe.
            Bei „rechts“ und „antisemitisch“ muss ich wohl eine Wahrnehmungslücke haben.

          • @carnofis, was willst du damit überhaupt sagen?

            „Bei „rechts“ und „antisemitisch“ muss ich wohl eine Wahrnehmungslücke haben.“

            Willst du mir damit diese „Wahrnehmungslücke“ unterstellen? Natürlich gibt es auch Antisemitimus von rechts.

          • „Willst du mir damit diese „Wahrnehmungslücke“ unterstellen?“

            Nein, eher mir. Ich kann mich nicht erinnern, dass rechter Antisemitismus irgendwann mal Dein Thema war.
            Dafür hast Du die Kunst geschafft, in Deinem Dauerbombardement gegen alles, was Du für links hältst, auch die Straßenschlacht zum Weltwirtschaftsgipfel in Hamburg zu einer antisemitischen Veranstaltung umzufunktionieren.
            Diese Umdeutung der Wirklichkeit, dass die größte Gefahr für Israel von links ausgeht, ging nicht nur mir irgendwann so auf den Sack, dass wir beim Blogmaster mehr als einmal um eine Sperrung des Themas ersucht hatten.

          • @carnofis
            der rechte Antisemitismus ist mir und vor allem hier eher Nebensache, da er nix mit Feminismus und dem anderen linken Intersektionalismus zu tun hat. In Falle der Ideen des „Kulturmarxismus“ berührt allerdings der rechte Antisemitismus auch unser Thema hier, insbesondere der (unbedeutende) Quark eines Kevin Mc Donald, worauf allerdings schon der Leszek hinreichend hingewiesen hat. Aber wer kennt schon einen Louis Farrakhan? Dessen Gefolgschaft tausendfach grösser sein dürfte wie der der notorischen Antisemiten aus dem rechten Spektrum.

            Aber hier musst du dich vertan haben, da sehe ich keinen offensichtlichen Berührungspunkt:

            „auch die Straßenschlacht zum Weltwirtschaftsgipfel in Hamburg zu einer antisemitischen Veranstaltung umzufunktionieren“

    • „Meines Erachtens sieht man die Handschrift des Mossad auch an mehreren Beispielen, 9/11 die „dancing israelis“, Nizza-Gutjahr mit Mossad-Agentin verheiratet und Bataclan, obiger Rabbi ist angeblich der Bruder des Bataclan-Besitzers“

      Aha..Nach den Migranten, den Schwarzen, jetzt bei den Juden angekommen. 🤮

      Leider stimmt es. 😔 Die Deutschen werden den Juden den Holocaust nie verzeihen. Antisemitismus = gelebte deutsche Tradition, von rechts und von links.

      • Gut trainierte Reflexe.

        Und natürlich gibst du zu erkennen, dass du dich mit meiner Argumentation nicht ansatzweise beschäftigt hast. Die prophetischen Juden (nicht alle, verdammt nochmal!) waren nur ein kleiner Teil davon, das Hörbuch „Islamisierungskomplott“ ist über 6h lang und voll mit Zitaten und Belegen!

        Meine Argumentation muss ja falsch sein (und ich ein Nazi), so fordert das dein Framing, welches du vom Kleinkindalter eingetrichtert bekommen hast. Ist es nicht so? Welche gute und aufrechte Frau würde aus sowas auszubrechen versuchen? Sich gegen den Mainstream stellen?

        Du würdest aber gut daran tun, dich damit auseinanderzusetzen. DU wirst zu den Opfern der aktuellen Entwicklung gehören. Als Frau und wenn ich deinen jüdischen Namen richtig interpretiere, als (weltliche?) Jüdin erst recht!

          • Vielleicht liest du mal meine Kommentare und versuchst sie zu verstehen? Und zwar bevor du antwortest und mich zum Schämen aufforderst?

            Danke! Ansonsten kommst du nämlich reichlich, ähm, dämlich rüber…

          • Er warnt dich vor dem, was seines Erachtens auf uns alle zukommt, und du tust so, als hätte er gesagt, du solltest deinen Namen verbergen, und/oder er würde dir wegen deines Namens und deiner eventuellen jüdischen Abstammung drohen, und sagst, er sollte sich einfach nur schämen. Textkompetenz ungenügend. Aber es bestätigt genau, was Androsch in den 3 Absätzen vor jenem letzten, auf den ich gerade bezug genommen habe, gesagt hatte. Au weia … das ist krass.

          • @Esther (im Verlauf aber auch: @ Alex, Carnofis, Billy Coen):
            Deine neue Antwort mit Herzchen plus fröhlichem Gesangsvideo lässt hoffen, dass du doch nochmal gründlich gelesen, vielleicht auch dir die angeführten Quellen zu Gemüte geführt und daher verstanden hast, was Androsch Kubi sagte. 🙂
            Aufgegriffen wurden wie im gut trainierten Reflex nur die Themen „Juden“ (wobei diese nicht Thema waren, sondern die hier sog. prophetischen Juden, also eine bestimmte, allerdings einflussreiche Strömung innerhalb des Judentums) und das Thema 9/11.
            Das ist doch recht auffällig, denn ursprünglich enthielt der Kommentar von ihm noch einige Aussagen mehr, auch wurden noch andere Akteure genannt, worauf Androsch in seiner ersten Antwort an El_Mocho hier sogar hingewiesen hatte (siehe dort). Denjenigen Akteur, der von Androsch „prophetische Juden“ genannt wird, umschreibt er auch mit den Worten: „eine recht einflußreiche orthodoxe Sekte in Israel, die sich auf eine Kabbala-Auslegung spezialisiert hat, die (…)“ (Rest siehe dort), und machte damit im allerersten Kommentar nochmal klar, dass es eine ganz bestimmte jüdische Strömung meint, so wie wenn man „die deutschen Neonazis“ oder „die neonazistischen Deutschen“ sagt, man damit im allgemeinen Sprachgebrauch nicht alle Volksdeutschen meint, sondern eben nur eine bestimmte Gruppe an NS-Ideologen.
            Und die dann danach von ihm und mir angeführten Artikel/Vorträge/Hörbücher (mit umfangreichen, detaillierten Quellenangaben unter den Videos zu dieser jüdisch-fundamentalistischen Gruppe auf YouTube) enthalten nun mal Fakten, die, auch wenn sie einem nicht passen und man sie ignoriert, die in der Diskussion angesprochenen Aussagen belegen. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Und das hat nichts mit Antisemitismus zu tun, wie hier alle Nase lang reflexartig unterstellt wird … Daher basiert die nun hinzugekommene kurze Diskussion weiter oben von Alex, Carnofis, Billy Coen auch auf einer falschen Prämisse, sodass sie sich über die Gründe etc. für und die Form/Art von etwas unterhalten, das hier nicht vorhanden ist (Antisemitismus) ; aber auf die unverstandenen, weiterhin ignorierten Aussagen und Argumente wird gar nicht erst eingegangen – weiter unten habe ich sogar Definitionen von anerkannten Politikwissenschaftlern zu Antisemitismus/Rassismus/Sexismus bereitgestellt, die ich mit den in jenem Kommentar von mir gemachten Einschränkungen teile, aber auch das wurde wohl nicht gelesen; also typischer Fall von arrogantem, einfach ad hominem und ad personam gerichteten Geschwätz von Leuten, die als Werkzeug bei bestimmten Reiz[wort]en oder Themen nur einen gut „eingeklopften“ Hammer – die Antisemitismuskeule – haben und denen daher alles, was sie dort vor eine geistige Herausforderung/Lernaufgabe stellt, nach Nägeln – Antisemiten – aussieht … 😉
            Antisemitisch sind insgeheim diejenigen, die die Fakten gar nicht erst zur Kenntnis nehmen sowie sich nicht ernsthaft damit auseinandersetzen wollen und somit zwangsläufig
            … _entweder_ (unbewusst) doch irgendwie alle Juden verdächtigen müssen(/würden, wenn sie die Fakten plötzlich doch zuließen) resp. es zumindest für möglich halten müssen, dass alle Juden insgeheim gegen andere gemeinsame Sache machen (denn diese ignoranten Leute differenzieren eben nicht – z.B. zwischen normalen Juden und ultra-orthodoxen sowie „prophetischen“ Sekten-Juden – und nehmen aus vielerlei Angst vor ihrem eigenen, falschen und von ihrer Umwelt in für sie relevanter Art und Weise verpönten Urteil, das sie aufgrund ihrer unterkomplexen/falschen Denkweise treffen müssten, einfach das – ebenfalls falsche – Gegenteil ihres ansonsten eigentlich zustandekommen müssenden falschen Urteils an), _oder_ aber
            … gegenüber Juden eine paternalistische – oder gar in gewisser Weise entwürdigende – Haltung einnehmen, die beinhaltet, den Juden/dem jüdischen Volk echte, realitätsbasierte und daher nachhaltige Kritik-, Selbstregulierungs- sowie Verantwortungsfähigkeit als ethnokulturelle Gemeinschaft abzusprechen und sie nicht als eine von vielen anderen ethnokulturellen Gemeinschaften wahrzunehmen.

            Daher würde mich interessieren, ob du immer noch so dünnsinnigen, rassistischen, antideutschen Senf in der Tube hast:
            „Leider stimmt es. 😔 Die Deutschen werden den Juden den Holocaust nie verzeihen. Antisemitismus = gelebte deutsche Tradition, von rechts und von links.“
            Oder ob das primär eine emotionale Abwehr- und Überreaktion war (wegen der falschen Schlüsse aufgrund der Inhalte der offenbar nur überflogenen und daher falsch eingeordneten Kommentare).

          • Chai (Alive)

            I ask
            And pray
            It’s good that hope was not yet lost

            A psalm passes from generation to generation
            Like a spring from long ago, and on to eternity
            I ask
            And pray
            It’s good that hope was not yet lost

            Alive, alive, alive
            Yes, I’m still alive
            This is the song which grandfather
            Sang yesterday to father
            And today I [sing it]
            I’m still alive, alive, alive
            The people of Israel live
            This is the song which grandfather
            Sang yesterday to father
            And today I [sing it]!

            My days are full of life
            And also my nights
            And in my sky the pillar of fire still rises

            I will sing endlessly
            I’ll spread out my hands
            To my friends across the sea.

            I ask
            And pray
            It’s good that hope was not yet lost

            Alive, alive, alive
            Yes, I’m still alive
            This is the song which grandfather
            Sang yesterday to father
            And today I [sing it]
            I’m still alive, alive, alive
            The people of Israel live
            This is the song which grandfather
            Sang yesterday to father
            And today I [sing it]!

            Listen my brothers,
            I’m still alive
            And my two eyes are still raised to the light
            So here’s to life!
            To all my guests
            And to my children who seek to return

            I ask
            And pray
            It’s good that hope was not yet lost

            Alive, alive, alive
            Yes, I’m still alive
            This is the song which grandfather
            Sang yesterday to father
            And today I [sing it]
            I’m still alive, alive, alive
            The people of Israel live
            This is the song which grandfather
            Sang yesterday to father
            And today I [sing it]!

            Alive alive alive
            Alive alive alive
            Alive, I’m still alive alive alive!

          • Derlei Zeichensprache ist nicht nachvollziehbar, da in diesem Kontext zu unbestimmt. Das ist ja wohl klar. Es scheint daher, dass du jedenfalls nichts Vernünftiges zu erwidern hast, sondern nun deine ursprünglich verbal ausgeübte Aggression in Form von unbegründeten ad hominem und ad personam gerichteten Aussagen nurmehr ohne Festlegung durch Worte allein auf die Beziehungsebene verlagerst resp. jegliche Interaktion darüber hinaus vermeidest, da du dich entsprechend des innerlich verspürten Drucks, deine Fehltritte als solche zu bestätigen, und der momentanen Unfähigkeit dies zu tun, auf eine möglichst unangreifbare, dies nicht zu erkennen geben lassende Position zu ziehen suchst und daher so unbestimmt sowie unangreifbar zu agieren suchst. Schade.
            (Na, mal schauen, ob jetzt die Bestätigung in Form von Fortführung dessen kommt oder ob jetzt, nach diesen Worten, wieder verbal losgelegt wird. :D)

          • @Jo
            „Denjenigen Akteur, der von Androsch „prophetische Juden“ genannt wird“

            … das ist wieder die typische falsche Dichotomie der Guten vs die Schlechten, Grundrezept für Rassismus und Antisemitismus usw usf

            So eine ausgemachte Stuss-Story einer beknackten Verschwörungstheorie –> „Kabbalah“ natürlich, ein antisemitischer Klassiker! So abgedroschen.

          • @Alex

            Dass du nicht in der Lage bist, zwischen einer VT betreffend eine Untergruppe des Judentums und dem Judentum im allgemeinen zu unterscheiden, wenn du irgendwie Antisemitismus witterst, ist bekannt und ich fürchte, daran wird sich auch nichts mehr ändern (Stichwort Alterstarrsinn, du verzeihst).

            @Jo

            Deine These, jemand wie Alex könnte „insgeheim“ antisemitisch sein (das _entweder_ von dir), weil er Juden halt irgendwie alle in einen Sack packt, halte ich dann doch für ziemlich verquer. Alex Grundeinstellung ist prosemitisch, und sei es nur in der Verteidigung gegen Antisemitismus, da gibt’s nichts dran zu rütteln. Die _oder_-Variante würde ich unterschreiben.

            Esther hingegen… ich denke, die reale Verfolgung der Juden über die Jahrhunderte, gipfelnd im Holocaust, hat bei einigen die Fähigkeit zum klaren Denken vernebelt. Ich las einmal in der Jüdischen Allgemeinen von der Legende über den Fall der letzten von den Römern belagerten Festung Masada. Seit damals, hieß es, habe es das Motto „Masada wird nicht wieder fallen!“ gegeben. (Laut Wikipedia ist diese Mystifizierung deutlich jüngeren Datums.) Jedenfalls kommt darin für mich eine Art Defensivhaltung zum Ausdruck, ein verzweifeltes Abwehrstreben, das psychologisch zwar verständlich, aber beim rationalen Denken eben wenig hilfreich ist. Der Text von Esthers Lied lässt für mich genau eine solche Grundhaltung erkennen.

          • @Esther
            das hier passt zu deinem letzten post 🙂

            In fact, though, the miracle of Israel is that we no longer worry about annihilation. Of course, we have to be vigilant about Iran. Of course, we need to protect ourselves against Palestinian terror and Hezbollah’s lethal arsenal of precision rockets that can hit every inch of Israel. Of course, we need to prepare ourselves for the possibility (likelihood?) that the left wing of the democratic party will gain ascendancy in America and Israel will no longer be able to count on America’s support. It is true that we have had to cultivate what Johannes Fest, the German, conservative, Roman Catholic passionate anti-Nazi, called the Jewish “instinct for danger, which had preserved them through the ages.”

            https://blogs.timesofisrael.com/end-the-jewish-state-lets-try-some-honesty-first/

          • „Dass du nicht in der Lage bist, zwischen einer VT betreffend eine Untergruppe des Judentums und dem Judentum im allgemeinen zu unterscheiden“

            Das ist die übliche Masche abzulenken. „Schön“. dich zsammen mit Androsch auf der selben Seite zu sehen. Echt Hufeisen.

          • Ich lege Wert darauf zu betonen, dass ich mir Androschs Thesen nicht zu eigen mache. Im Gegenteil, ich halte sie für so unwahrscheinlich und weit hergeholt, dass sie mir nicht mal die Mühe wert sind, sie auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen.

            Aber ich verteidige Androschs Recht, für das kritisiert zu werden, was er schreibt, und nicht für das, was ihr da hineinlesen wollt.

          • „Es scheint, dass die Deutschen uns Auschwitz nie verzeihen werden. Das ist ihre Krankheit, und sie verlangen verzweifelt nach Heilung. Aber sie wollen sie leicht und schmerzlos. Sie lehnen es ab, sich unters Messer zu legen, das heißt: sich der Vergangenheit und ihrem Anteil daran zu stellen.“

            „Doch die „dritte Schuld“ im Kontext mit Auschwitz, das ist eben das Unwesen, über Juden zu befinden – diesmal nicht aus Vernichtungswillen, sondern aus vermeintlich hehren Motiven.
            👉🏻Es ist das Reden „über“ Juden, darüber, was Antisemitismus ist oder was nicht:
            👉🏻Die Täterkinder oder mittlerweile die Täterenkel nehmen den Nachfahren der Opfer die Deutungshoheit über die eigene Vernichtungsgeschichte!“

            https://www.rnd.de/kultur/die-dritte-schuld-wie-auschwitz-immer-noch-das-land-spaltet-PXQIWAV6A5FKZP6RPMDGYPBOCA.html

          • „Sie lehnen es ab, sich unters Messer zu legen, das heißt: sich der Vergangenheit und ihrem Anteil daran zu stellen.“

            Ich finde es grotesk, mir Anteile an einer Vergangenheit zuzuerkennen, während der ich noch nicht einmal geboren war.

            „Schuld[…] ist das Reden „über“ Juden, darüber, was Antisemitismus ist oder was nicht“

            Darüber darf ich nicht reden, weil mein Großvater als Wehrmachtssoldat in Russland war?

            Sorry, Esther, aber das ist gequirlte Scheiße.

          • @Esther: Pardon, der zweite Kommentar sollte natürlich auch hier in den Strang: „Aber auf jeden Fall schöner Songtext. ^^“ 🙂

            @Alex:
            „„Denjenigen Akteur, der von Androsch „prophetische Juden“ genannt wird“

            … das ist wieder die typische falsche Dichotomie der Guten vs die Schlechten, Grundrezept für Rassismus und Antisemitismus usw usf“

            — Das ist, wie ich bereits aufgezeigt habe, falsch. Siehe: „dass es eine ganz bestimmte jüdische Strömung meint, so wie wenn man „die deutschen Neonazis“ oder „die neonazistischen Deutschen“ sagt, man damit im allgemeinen Sprachgebrauch nicht alle Volksdeutschen meint, sondern eben nur eine bestimmte Gruppe an NS-Ideologen.“
            — Deiner ‚Logik‘ zufolge wäre es also „Grundrezept von Rassismus und Antisemitismus usw usf“, wenn man nicht alle Deutschen bekämpft, sondern nur hitleristische Neonazis hierzulande.

            „So eine ausgemachte Stuss-Story einer beknackten Verschwörungstheorie –> „Kabbalah“ natürlich, ein antisemitischer Klassiker! So abgedroschen.““

            — Weder ist „Kabbalah“ eine Verschwörungstheorie (ich selbst studiere sie), 😀 … noch ist es ein „antisemitischer Klassiker“. (Hä?! WTF?! Was soll das sein? Darf man das jetzt nicht mehr sagen, wenn da Kabbalah studiert wird, damit man in Alex‘ Augen mit seinem unsachlichen, kritik-/sprach-tabuisierenden, „Bist-du-nicht-bedingungsloser-Judaismus-und-Israel-Freund-so-bist-du-Antisemit“-anmutenden Antisemitismusbegriff nicht zum Antisemit gemacht wird?) Daran ändert auch nichts deine sehr schwammige, vage (so als müsste man trotzdem schon wissen, was gemeint sei), aber betont lässig-routiniert daherkommende Ausdrucksweise (inkl. Pfeil) zwecks Erweckung des Eindrucks, hier bei den von Androsch getätigten Aussagen mit seiner Quelle, auf die er sich dabei stützt (die wiederum detailliert mit Belegen ausgestattet ist), handele es sich um bereits bestens bekannte antisemitische Verschwörungstheorien.
            Du agierst schon wie das politmediale Establishment: Aussagen zu einem Thema nehmen und direkt oder indirekt (per Suggestion, Framing etc.) mit anderen Aussagen zu dem Thema gleichsetzen, die als z.B. antisemitisch motiviert gelten oder bekannt gegeben werden.
            — Auch das Weglassen beherrschst du schon ganz gut. Androsch Kubi hat einfach nur beschrieben, wie die von ihm gemeinte Gruppierung charakterisiert werden kann. Dabei hat er eben ein paar Merkmale genannt, die bei ihm hängengeblieben sind, aber verweisen tut er auf das Hörbuch von Wolfgang Eggert und gesondert als Beispiel auf das erste eingebundene Video mit dem Rabbi, der von dem „exzellenten“ Umstand spricht, dass Europa islamisiert wird usw., weil das das Kommen des jüd. Messias näherbringe. Und du pickst dir jetzt das Merkmal „Kabbalah“ heraus, um ihn – mittels deiner verkorksten Definition und Logik – als Antisemit zu diffamieren (wohl weil die Kabbalah ja quasi Bestandteil der jüdischen Religion ist/sein kann, aber auf jeden Fall Bestandteil der jüdischen Kultur).
            Ich schrieb Folgendes, aus dem du dir das Element/Merkmal „Kabbalah“ gepickt hast:
            „Denjenigen Akteur, der von Androsch „prophetische Juden“ genannt wird, umschreibt er auch mit den Worten: „eine recht einflußreiche orthodoxe Sekte in Israel, die sich auf eine Kabbala-Auslegung spezialisiert hat, die (…)“ (Rest siehe dort)“,
            Ja, die drei Wörter in Klammern sollten beachtet werden (auch jetzt noch). Ich wollte nicht den ganzen Absatz zitieren, sondern auf die Erinnerungsfähigkeit und alternativ dazu auf die intellektuelle Redlichkeit, sich nochmal anzuschauen, was Androsch tatsächlich geschrieben hatte, setzen (hier ging es ja noch um intellekuell höchst unredliche, sogar mehrfach – obendrein noch nach Androschs widersprechender Reaktion – getätigte Unterstellung, Androsch habe von „den Juden“ gesprochen, und zwar trotz der eindeutigen, dieser Unterstellung entgegenstehenden Faktenlage). Dass dem nicht entsprochen wurde, zeigt, welcher Tabuisierung das Sprechen über solche Sekten und Zusammenhänge ausgesetzt ist (wo dann offenkundig auch der Verstand aussetzt), oder gar dass absichtlich wider besseren Wissens Aussagen unterstellt werden, die nicht im Entferntesten getroffen wurden, also wohl zwecks Aufrechterhaltung eines wahrgenommenen Tabus durch Tabuisierung des so wahrgenommenen Tabubrechers (inkl. starken Beschämungsversuchen etc.), also durch Diffamierung. Aus Sigmund Freuds Werk „Totem und Tabu“ ist zu entnehmen, dass früher auch die Herrscher/Häuptlinge einem Tabu mit je nach Stamm/Volk unterschiedlich gestalteten Taburegeln. So durfte man ihn beispielsweise nicht kritisieren, da er als heilig galt. Die Tabu-Mechanismen sind wohl stark in unseren psychischen Anlagen verankert, sonst könnte ein Gemeinwesen nicht bestehen, und es wirkte (über die jeweiligen Totem-Paarungstaburegeln) genetischer Degeneration durch Inzucht entgegen. Heute übernehmen zu einem Großteil die Medien – eine moderne Priester- und Schamanenkaste – die Tabubildung, Tabuaufrechterhaltung und Tabubrechungsförderung.
            — Zu erwähnen ist noch, dass du generell den Begriff „Antisemitismus“ noch absurder gebrauchst, als Feministinnen/Intersektionalisten hierzulande den Begriff „Sexismus“/“Rassismus“. Daher gebe ich da eigentlich sowieso nichts drauf, wen du als Antisemiten bezeichnest und wen nicht. Aber um der Aufklärung willen greife ich deine Unterstellung mal auf, um aufzuzeigen, was hier los war/ist.
            U.a. aus diesem Grund, also zur Begriffsklärung, hatte ich (worauf ich bereits in jenem vorherigen Kommentar von mir, auf den du hier geantwortet hast, sagte) unten mal wieder was zu den Definitionen geschrieben und welche ich für am vernünftigsten halte, weil sie allgemein auf jede Form der Abwertung von Gruppen an sich und/oder von deren An-/Zugehörigen aufgrund dieser ihrer An-/Zugehörigkeit zu der Gruppe anwendbar sind und keine ungerechtfertigten Sprachverbote/Tabuisierungen entstehen lassen können.
            https://allesevolution.wordpress.com/2020/07/07/26985/#comment-500885
            — Und was ich bereits in einem vorigen Kommentar sagte, wird wieder ignoriert (besonders der zweite Absatz):
            „Aufgegriffen wurden wie im gut trainierten Reflex nur die Themen „Juden“ (wobei diese nicht Thema waren, sondern die hier sog. prophetischen Juden, also eine bestimmte, allerdings einflussreiche Strömung innerhalb des Judentums) und das Thema 9/11.
            Das ist doch recht auffällig, denn ursprünglich enthielt der Kommentar von ihm noch einige Aussagen mehr, auch wurden noch andere Akteure genannt, worauf Androsch in seiner ersten Antwort an El_Mocho hier sogar hingewiesen hatte (siehe dort).“
            Es erweckt den Eindruck, als ob es geradezu eine antisemitische Verschwörungstheorie sein müssen _soll,_ nur weil in dem beschriebenen Gemenge auch jüdische Akteure gibt – (Ironie an) oh, welch spektakuläre Tatsache! (Ironie aus). Oder können Juden oder jüdische Gruppierungen keine solchen Akteure sein? Sind sie moralisch rein und anders als andere Menschen, quasi über-Menschen? (Hm, warte, woran erinnert mich das bloß?) M.E. handelt es sich hier um ausgeprägten Narzissmus, der auch gerne die Form des Opfernarzissmus annimmt, denn irgendwie muss man als so Dispositionierter sich ja besonders wichtig fühlen. Und vermutlich hat es auch mit der jüd. Religion zu tun. Naja aber darum soll es hier nicht gehen.
            — Und was ich in jenem vorherigen Kommentar noch sagte, gilt auch noch:
            „Antisemitisch sind insgeheim diejenigen, die die Fakten gar nicht erst zur Kenntnis nehmen sowie sich nicht ernsthaft damit auseinandersetzen wollen und somit zwangsläufig (…)“ (Rest siehe dort).
            https://allesevolution.wordpress.com/2020/07/07/26985/#comment-501217
            — Was soll man denn von den Fakten halten, die bspw. in dem Video: „Was steht eigentlich in Tora, Talmud und den Noachidischen Geboten?“, gezeigt werden? Meine Integrität erlaubt es mir nicht, das einfach zu ignorieren und den kommunikativen Austausch darüber zu vermeiden, nur weil ich ansonsten von Leuten, wie sie es hier demonstriert haben, als Antisemit versucht werde zu diffamieren.
            Apropos Diffamierung: Wenn ich gerade schon mal mit dir über das Thema spreche … Was hältst du eigentlich von der Doku „Defamation“ von Yoav Shamir?

          • wobei diese nicht Thema waren, sondern die hier sog. prophetischen Juden, also eine bestimmte, allerdings einflussreiche Strömung innerhalb des Judentums

            Ich kann mich erinnern, dass der damalige Präsident (?) des Iran, Ahmedinejad zu einer sogenannten „Holocaustkonferenz“ in den Iran einlud. Das war eine ziemlich dubiose Sache mit ziemlich dubiosen, teils offen antisemitischen Leuten, die den Holocaust verharmlosten oder gar grundsätzlich in Frage stellten. Daran nahm auch eine Gruppe fundamentalreligiöser Juden teil, die den Staat Israel, den zumindest teilweisen säkularen Staat Israel ablehnen, weil sie in dessen Existenz eine Blasphemie sehen. Ihr Israel ist eine göttliche Verheissung, nichts, was Menschen herbeiführen und schon gar nicht säkulare (aka. ungläubige) Menschen. So zumindest habe ich das verstanden, so ganz blick ich da nicht durch. Ich glaube aber, dass das eine kleine, radikalreligiöse Minderheit ist, deren Einfluss ich für sehr begrenzt halte.
            Übrigens gibt es ein evangelikales Pendant, Evangelikale, die das jüngste Gericht herbeisehnen, die aber Israel unterstützen.

          • „Ich glaube aber, dass das eine kleine, radikalreligiöse Minderheit ist, deren Einfluss ich für sehr begrenzt halte.“

            Wirklich?

            Was ich mich seit vierzig Jahren frage ist, warum die Römer nur die Juden aus dem eigenen Land warfen. Ich weiß bis heute den Grund nicht, aber ich vermute, dass es eben genau dieser Fanatismus war, mit dem eine Handvoll Extremisten ein Volk in Geiseilhaft und in Kauf nahm, dass die römische Großmacht irgendwann das gesamte Volk von dessen religiösem Zentrum trennte, um einen permanenten Unruheherd zu befrieden.

          • @carnofis

            Bist du vielleicht vierzig Jahre lang von der falschen Prämisse ausgegangen? Soweit ich weiß, haben die Römer die Juden nicht aus Judaea hinausgeworfen. Es gab zwei große Aufstände in Judaea, die beide Male zwar äußerst blutig niedergeschlagen wurden, aber eine Deportation oder ähnliches der Überlebenden fand nicht statt.

            Die Führer der Aufstände, die überlebten, und ihre Kämpfer mussten notgedrungen ins Exil gehen, um nicht hingerichtet zu werden. Aber das betraf nicht den Großteil der „normalen“ jüdischen Bevölkerung. Da die Anführer allerdings die waren, die die Geschichte der Aufstände aus jüdischer Sicht niederschrieben, haben sie ihren Fortzug in die Diaspora verallgemeinert. Man könnte von typischer Oberschichtengeschichtsschreibung sprechen.

          • @carnofis
            „Was ich mich seit vierzig Jahren frage ist, warum die Römer nur die Juden aus dem eigenen Land warfen.“

            Das ist eine verdammt interessante Frage, die du hier aufgeworfen hast. Die jüdische Religion war sehr populär, ja revolutionär (denn sie versprach das geistige Wohl der „kleinen Leute“), im Gegensatz zur materialistischen, rein auf den Machtverhältnissen basierten römischen Ordnung, die auf Speer und Schwert beruhte (wo kommt wohl der prototypische Faschismus her?!). Judäa war für Rom eine solche ernsthafte Herausforderung, dass man am Ende damit sogar einen Kompromiss machen MUSSTE. Dieser Kompromiss heisst Christentum, man finalisierte den Messiah und fordert im Gegenzug dafür unbedingte Staatstreue! Dieser alte Konflikt ist die wirksame Ursache des Antisemitismus, bis heute.

            @Jo: viel Gerede um nichts. Die Kabbala – oder andere religiöse Texte oder Praktiken – sind einfach traditionell Aufhänger antisemitischer Verschwörungstheorien. Das von Androsch vorgestellte ist einfach eine weitere Variante davon.

            @Pjotr: wie du bemerkt hast, sind auch die „christlichen Zionisten“, also die Evangelikalen ebenso und vorher schon unter Verdacht geraten, den Weltuntergang herbeiführen zu wollen. Das ist eine Verschwöungstheorie in der Tradition a la „Illuminaten“, die man als den alten Prototyp ansehen kann. Es macht schon den Eindruck als sei die neue Variante, die Androsch Kubi hier vorgestellt hat, eine Weiterentwicklung davon.

          • @Alex:

            „viel Gerede um nichts. Die Kabbala – oder andere religiöse Texte oder Praktiken – sind einfach traditionell Aufhänger antisemitischer Verschwörungstheorien. Das von Androsch vorgestellte ist einfach eine weitere Variante davon.“

            — Ich halte fest, dass du nicht auf die Argumente eingehst und deinen einfach wiederholst. Dass das, was Androsch vorgestellt hat, einfach eine weitere Variante davon sei, was du als antisemitische Verschwörungstheorie bezeichnetest, ist einfach nur eine Behauptung von dir.
            — Viel Gerede um nichts (oder um etwas, von dem du anscheinend keine Ahnung hast) kam vielmehr von dir: „Kabbalah“ als „Verschwörungstheorie“ und „antisemitischer Klassiker“; und dann noch als etwas, das wie bereits gesagt, nicht wirklich von Bedeutung in den Aussagen war. Ich zitiere im Folgenden mal die hier relevantesten Abschnitte aus meinem Kommentar, auf den du mit den zwei oben zitierten Sätzen geantwortet hast.

            >>Weder ist „Kabbalah“ eine Verschwörungstheorie (ich selbst studiere sie), 😀 … noch ist es ein „antisemitischer Klassiker“. (Hä?! WTF?! Was soll das sein? Darf man das jetzt nicht mehr sagen, wenn da Kabbalah studiert wird, damit man in Alex‘ Augen mit seinem unsachlichen, kritik-/sprach-tabuisierenden, „Bist-du-nicht-bedingungsloser-Judaismus-und-Israel-Freund-so-bist-du-Antisemit“-anmutenden Antisemitismusbegriff nicht zum Antisemit gemacht wird?) […]
            Du agierst schon wie das politmediale Establishment: [! — >] Aussagen zu einem Thema nehmen und direkt oder indirekt (per Suggestion, Framing etc.) mit anderen Aussagen zu dem Thema gleichsetzen, die als z.B. antisemitisch motiviert gelten oder bekannt gegeben werden.[]Androsch Kubi hat einfach nur beschrieben, wie die von ihm gemeinte Gruppierung charakterisiert werden kann. Dabei hat er eben ein paar Merkmale genannt, die bei ihm hängengeblieben sind,[]Und du pickst dir jetzt das Merkmal „Kabbalah“ heraus, um ihn – mittels deiner verkorksten Definition und Logik – als Antisemit zu diffamieren (wohl weil die Kabbalah ja quasi Bestandteil der jüdischen Religion ist/sein kann, aber auf jeden Fall Bestandteil der jüdischen Kultur).[]aus dem du dir das Element/Merkmal „Kabbalah“ gepickt hast:[]Ja, die drei Wörter in Klammern sollten beachtet werden (auch jetzt noch).[]Es erweckt den Eindruck, als ob es geradezu eine antisemitische Verschwörungstheorie sein müssen _soll,_ nur weil in dem beschriebenen Gemenge auch jüdische Akteure gibt – (Ironie an) oh, welch spektakuläre Tatsache! (Ironie aus).[< — !] Oder können Juden oder jüdische Gruppierungen keine solchen Akteure sein? Sind sie moralisch rein und anders als andere Menschen, quasi über-Menschen? (Hm, warte, woran erinnert mich das bloß?) […]
            — Was soll man denn von den Fakten halten, die bspw. in dem [von mir verlinkten] Video: „Was steht eigentlich in Tora, Talmud und den Noachidischen Geboten?“, gezeigt werden? Meine Integrität erlaubt es mir nicht, das einfach zu ignorieren und den kommunikativen Austausch darüber zu vermeiden, nur weil ich ansonsten von Leuten, wie sie es hier demonstriert haben, als Antisemit versucht werde zu diffamieren.
            Apropos Diffamierung: Wenn ich gerade schon mal mit dir über das Thema spreche … Was hältst du eigentlich von der Doku „Defamation“ von Yoav Shamir?<<
            (Zitatende. Die Frage zum Schluss habe ich nochmal mit reingenommen, da sie unbeantworet geblieben ist.)

          • @Alex:

            Sorry, bei dem Zitat meines Kommentars ist was schiefgelaufen. Anscheinend habe ich eine Zeichenabfolge zur Kennzeichnung wichtiger Stellen verwendet, die bewirkt, dass die Teile verstekct, also nicht angezeigt werden. Hier also nochmal korrekt (aber eben nun ohne Kennzeichnungen hier besonders wichtiger Stellen), was ich gesendet haben wollte:

            >> — Weder ist „Kabbalah“ eine Verschwörungstheorie (ich selbst studiere sie), 😀 … noch ist es ein „antisemitischer Klassiker“. (Hä?! WTF?! Was soll das sein? Darf man das jetzt nicht mehr sagen, wenn da Kabbalah studiert wird, damit man in Alex‘ Augen mit seinem unsachlichen, kritik-/sprach-tabuisierenden, „Bist-du-nicht-bedingungsloser-Judaismus-und-Israel-Freund-so-bist-du-Antisemit“-anmutenden Antisemitismusbegriff nicht zum Antisemit gemacht wird?) […]
            Du agierst schon wie das politmediale Establishment: Aussagen zu einem Thema nehmen und direkt oder indirekt (per Suggestion, Framing etc.) mit anderen Aussagen zu dem Thema gleichsetzen, die als z.B. antisemitisch motiviert gelten oder bekannt gegeben werden.
            — Auch das Weglassen beherrschst du schon ganz gut. Androsch Kubi hat einfach nur beschrieben, wie die von ihm gemeinte Gruppierung charakterisiert werden kann. Dabei hat er eben ein paar Merkmale genannt, die bei ihm hängengeblieben sind, aber verweisen tut er auf das Hörbuch von Wolfgang Eggert und gesondert als Beispiel auf das erste eingebundene Video mit dem Rabbi, der von dem „exzellenten“ Umstand spricht, dass Europa islamisiert wird usw., weil das das Kommen des jüd. Messias näherbringe. Und du pickst dir jetzt das Merkmal „Kabbalah“ heraus, um ihn – mittels deiner verkorksten Definition und Logik – als Antisemit zu diffamieren (wohl weil die Kabbalah ja quasi Bestandteil der jüdischen Religion ist/sein kann, aber auf jeden Fall Bestandteil der jüdischen Kultur).
            Ich schrieb Folgendes, aus dem du dir das Element/Merkmal „Kabbalah“ gepickt hast:
            „Denjenigen Akteur, der von Androsch „prophetische Juden“ genannt wird, umschreibt er auch mit den Worten: „eine recht einflußreiche orthodoxe Sekte in Israel, die sich auf eine Kabbala-Auslegung spezialisiert hat, die (…)“ (Rest siehe dort)“,
            Ja, die drei Wörter in Klammern sollten beachtet werden (auch jetzt noch). Ich wollte nicht den ganzen Absatz zitieren, sondern auf die Erinnerungsfähigkeit und alternativ dazu auf die intellektuelle Redlichkeit, sich nochmal anzuschauen, was Androsch tatsächlich geschrieben hatte, setzen (hier ging es ja noch um intellekuell höchst unredliche, sogar mehrfach – obendrein noch nach Androschs widersprechender Reaktion – getätigte Unterstellung, Androsch habe von „den Juden“ gesprochen, und zwar trotz der eindeutigen, dieser Unterstellung entgegenstehenden Faktenlage). Dass dem nicht entsprochen wurde, zeigt, welcher Tabuisierung das Sprechen über solche Sekten und Zusammenhänge ausgesetzt ist (wo dann offenkundig auch der Verstand aussetzt), oder gar dass absichtlich wider besseren Wissens Aussagen unterstellt werden, die nicht im Entferntesten getroffen wurden, also wohl zwecks Aufrechterhaltung eines wahrgenommenen Tabus durch Tabuisierung des so wahrgenommenen Tabubrechers (inkl. starken Beschämungsversuchen etc.), also durch Diffamierung.
            […]
            Es erweckt den Eindruck, als ob es geradezu eine antisemitische Verschwörungstheorie sein müssen _soll,_ nur weil in dem beschriebenen Gemenge auch jüdische Akteure gibt – (Ironie an) oh, welch spektakuläre Tatsache! (Ironie aus). Oder können Juden oder jüdische Gruppierungen keine solchen Akteure sein? Sind sie moralisch rein und anders als andere Menschen, quasi über-Menschen? (Hm, warte, woran erinnert mich das bloß?)
            […]
            — Was soll man denn von den Fakten halten, die bspw. in dem Video: „Was steht eigentlich in Tora, Talmud und den Noachidischen Geboten?“, gezeigt werden? Meine Integrität erlaubt es mir nicht, das einfach zu ignorieren und den kommunikativen Austausch darüber zu vermeiden, nur weil ich ansonsten von Leuten, wie sie es hier demonstriert haben, als Antisemit versucht werde zu diffamieren.
            Apropos Diffamierung: Wenn ich gerade schon mal mit dir über das Thema spreche … Was hältst du eigentlich von der Doku „Defamation“ von Yoav Shamir? <<
            (Zitatende. Die Frage zum Schluss habe ich nochmal mit reingenommen, da sie unbeantworet geblieben ist.)

        • Esther mag ein jüdischer Name sein, ist aber nicht ungewöhnlich bei z. B. Christen.
          Genau wie David, Daniel, Michael, Judith, Maria, Miriam, Simon, Elisabeth, Ruth, Benjamin, Josef, usw.

        • „In den Verschwörungstheorien tauchten früher oder später immer die Juden auf.“

          Die haben nun mal die größte Erfahrung als Verschwörer 😀

          Von den Römern schon aus dem eigenen Land geworfen, haben sie – glaubhaften fundamentalchristlichen Quellen zufolge – das ganze Mittelalter hindurch entweder Brunnen vergiftet, oder Geld gehortet, meistens beides gleichzeitig.
          Und Kinder sollen sie geopfert haben und auf Besen geritten.
          Ups, das waren – glaub ich – andere.

          • „Und Kinder sollen sie geopfert haben und auf Besen geritten.
            Ups, das waren – glaub ich – andere.“

            Neeeeeeiiiiiiiiin!!!!!!!! Die Hexe, die Hänsel und Gretel verspeisen wollte hieß Dina Goldberg. Das war allen noch bis mindestens Mitte des 20. Jahrhunderts bekannt, wurde nur seitdem von unseren Lügenmedien konsequent vertuscht.

            Du weißt aber auch echt gar nix!

          • @Billy Coen

            Ich bin immer wieder erstaunt, wie vermeintliche RedPiller zu peinlichen BluePillern mutieren, wenn es nicht mehr um ihr Betroffenheitsthema geht. Und das selbst dann, wenn man ihnen die Zitate, Argumente, ja ganze gut recherchierte Dokus UNTER DIE NASE REIBT. Ihr versucht nichtmal ernsthaft zu argumentieren, ihr lest nichtmal was ich geschrieben habe, ihr schaltet auf hundertprozentige Abwehr. Ich wiederhole mich: wir haben schon verloren, mit Typen wie euch allemal!

            Aber ich gebe euch ja Recht, unsere Medien lügen natürlich nur, wenn es um die Benachteiligung von Frauen geht. Sonst nie. Das ganz BLM, Islam und weiße Männer-Thema ist nur wenigen Verrückten zu verdanken und wird bald wieder verschwunden sein.

            Ich bin für heute raus. Verschwendete Zeit. Außerdem muss ich mich um die Kinder kümmern.

            Entschuldigt bitte, dass ich euch belästigt habe. Rührt euch! Weiterschlafen!

        • Das ist Unsinn, es gibt massenweise VTs ohne sie. Ich muss es wissen, ich liebe VTs, auch wenn ich nicht alle für sehr stichhaltig halte, man muss schon genau hinschauen…

  9. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie stark persöNliche Identitätsbefindlichkeiten die Politik bestimmen. Ganz ähnlich wie die hier zitierten amerikanischen Mischlinge hadern die Bobos der französischen Elite mit ihrerem Kosmopolitismus. Beeindruckend ist z.B. der jüdisch-deutsch-französische Daniel Cohn-Bendit, der immer alle Europäer mit Erasmus in Situationen bringen wollen, wo sie die gleichen Probleme wie er haben und auf dieser Weise das natinoale Gefängnis aufbrechen helfen. Ganz ähnklich Bernard-Herni Lévy oder Jacques Attali. Man sollte nicht denken, dass gestandene Männer an diesen Identitätsmerkmalen so sehr leiden, dass sie sich davon ihre politischen Vorstellungen (meist europäistischer, globalistischer Art) diktieren lassen, aber genau so ist es, und bei Frauen noch viel mehr. Besonders bei Frauen mit mulattischer multipler Identität, wie sie sich in Macrons Ad-Hoc-Partei En Marche eingeschlichen haben, steigert es sich zu einer toxischen Mischung, bei der oftmals sogar Genozidgelüste zum Vorschein kommen, wenn das Land lange genug vor ihnen kniet.

    • Ich kann nur sagen: ich habe großen Respekt vor meinem Schwiegervater aus Medellín, Don Avilio. Der hat nur drei Kinder, nicht fünf bis acht, wie es heute noch üblich ist in Kolumbien. Er ist nicht reich, war Volksschullehrer, aber er hat dafür gesorgt, dass seine Familie immer genug zu essen hatte (ist bei drei Kindern natürlich leichter als bei fünf bis acht), dass seine Kinder alle zur Schule gehen und eine gute Ausbildung machen konnten. Seine Tochter (meine Frau) ist Psychologin, und ihre beiden jüngeren Brüder sind Informatiker und Arzt. Alle können zumindest für sich selber sorgen (müssen sie auch, es gibt keine Sozialhilfe in Kolumbien).

      So und nicht anders bekämpft man die Fluchtursachen und das Elend in der III. Welt. Das können nur die Menschen dort selber machen, sie sind durchaus fähig dazu, und es ist ihnen auch zuzumuten. Das hat nichts mit genetischer Minderwertigkeit zu tun, meine Schwager nehmen es mit jedem deutschen Arzt oder Informatiker auf.

      • Übrigens hat mein Schwager der Arzt mal Interesse geäußert, nach Deutschland zu kommen. Er hat uns besucht und ein Praktikum am Krankenhaus her gemacht. Im Anschluss erhielt er ein Lob- und Dankesschreiben für seine hervorragenden Leistungen. Wie gesagt, ein 30jähriger Schwarzer aus Kolumbien. Er wäre auch gern in Deutschland geblieben, und ich hab mich mal bei der Ärztekammer erkundigt.

        Er können jederzeit in Deutschland arbeiten, sagte man mir, er müsse nur seine Deutsch-Zertifikat C1 vorweisen, sprich: fließen deutsch sprechen. Das in Kolumbien zu lernen ist unmöglich; es gibt zwar ein Goethe-Institut in der Hauptstadt, aber das ist 500 km weg von Medellín und kostet ein Vermögen.
        Natürlich ist es für den deutschen Staat unzumutbar, dem ein Jahr intensives Deutsch-Studium zu finanzieren (um einen fähigen jungen Arzt für Deutschland zu gewinnen). Wir nehmen lieber Analphabeten aus Afghanistan oder Nigeria auf und finanzieren denen die Sozialhilfe. Zum kotzen, wenn man mich fragt.

      • Es ist auch bekannt, dass es in Afrika ein paar Stämme mit hohem Durchschnitts-IQ gibt, und manche Stammeskriege verlaufen auch entlang solcher Grenzen. Z.B. Biafra-Krieg oder Rwanda. Wissenschaftliche „Rassenlehren“ sind schon lange nicht mehr essenzialistisch und waren es vielleicht nie. Es geht stets darum, wie Leute sich verhalten, aber eben nicht nur als Individuen sondern etwa bei ihren Zuchtstrategien. Den Menschen zu pflanzen, dauere 100 Jahre, sagt ein chinesisches Sprichwort. Und wenn hierbei so massiv in so großem Umfang gesündigt wird wie z.B. Afrika es seit ca 1930 tut, kann irgendwann nur noch die Natur als Korrektiv brutal zurückschlagen, und uns bleibt nur die Wahl, ob wir dabei zuschauen oder selber geschlagen werden wollen. Rackete, Merkel und das Breite Bündnis der Egalitärfrömmler*innen, wie es sich in der Demokratie oft durchzusetzen pflegt, steuern uns auf letzteres zu.

  10. Ich halte den Ansatz von Pluckrose/Lindsay für vielversprechend, der aber vom Individuum weitaus mehr abverlangt als die einfachere Identitätspolitik.

    Die Thesen wurden hier im Blog schon einmal vorgestellt.

      • Trotzdem ein super Tipp. Die SZ hatte ja über Jahrzehnte für viele Journalisten Vorbildcharakter. So wie bei der ZEIT steht jetzt aber offenbar auch dort der bevölkerungspädagogische Anspruch im Vordergrund. Tschüss, vierte Gewalt!

    • Danke fürs Verlinken. Toller Artikel und schön, bei einem ÖR mal eine sehr wohlwollende Rezension zu einem Buch zu lesen, welches sich kritisch mit dem derzeitigen medialen Mainstream auseinandersetzt. Vielleicht fiel es dem BR aber auch nur leichter, so wohlwollend zu schreiben, weil sich das Buch zumindest erst einmal namentlich an die SZ wendet, also Konkurrenz vom BR und dann auch noch privat (bäh!). 😀

      • „Toller Artikel und …“

        Es gärt offensichtlich in der Branche.
        Für mich am bedeutendsten war die Erkenntnis, dass ich augenscheinlich nicht unter einer Paranoia leide.
        Wenn man aus allen Richtungen mit dem bombardiert wird, was man als „selektive Wahrheiten“ bezeichnet, dann sollte man sich fragen, ob man nicht selbst eventuell ein Wirklichkeitsproblem hat.
        Es ist wie mit der Geisterfahrer-Metapher, dem Unterschied zwischen Haben und Sein: „Kommt dir auf der Autobahn ein Auto entgegen, dann HAST du wahrscheinlich ein Problem. Kommen dir auf der Autobahn viele Autos entgegen, dann BIST du wahrscheinlich ein Problem“.

        Ich werde nahezu täglich mit Informationen bombardiert, die mir nahelegen, dass Gewalt gegen Frauen ein Massenphänomen sind, dass meine Sprache sexistisch ist und ich und meine Geschlechtsgenossen im Großen und Ganzen Kinder missbrauchen, vorzugsweise Mädchen, auch wenn im Einzelfalls ständig von kleinen Jungs die Rede ist.
        Meine Wahrnehmung stemmt sich gegen diese Botschaften, weil sie ihr widersprechen. Aber die Hartnäckigkeit, mit der die Botschaften seit Jahrzehnten wiederholt werden, lässt mich an meiner Wahrnehmung zweifeln.

        Und dann kommt ein Birk Meinhardt und bestätigt, dass ich mit selektiven Informationen gefüttert werde.
        Meine Wahrnehmung funzt also vollkommen korrekt.

        Und deshalb ist AE auch weiterhin wichtig! Ich brauch es als Spiegel und Korrektiv.

  11. Was heißt eigentlich „von rechts kommt nichts Sinnvolles“? Wie naiv muss man sein, um zu ignorieren, dass jeder, der nicht im Mahlstrom mitschwimmt, von den „Guten“ in die rechte Ecke gestellt wird? Dass die „Bösen“ feinere Differenzierungen vornehmen – liberal, konservativ, rechtspopulistisch, rechtsextrem -, wen interessiert das denn?

  12. Es ist bekannt, dass kleine hässliche Männer auch im Job (im Liebesleben sowieso) deutlich diskriminiert und benachteiligt werden im Vergleich zu großen attraktiven Männern.

    Gibt es eigentlich Studien, ob „klein und dick“ ein größeres Handicap ist als „schwarz“?

    Wenn nein, warum nicht?

    Falls Sizeism in Deutschland ein messbar größeres (mehr und/oder stärker Betroffene) Problem ist als Racism, sollte die Gesellschaft nicht zuerst auf dieses Problem ihr Augenmerk richten als auf einen importierten Mode-Ismus?

    Die Frage ist zu 70% Ernst gemeint.

  13. „Wie Lösungen finden wenn die gegenwärtigen keine Erfolge bringen?“
    ….Es gibt rassistische Diskriminierung von Farbigen und sexistische Diskriminierung von Frauen.“

    Sorry, aber das ist ja wohl eine komische Grundlage.Da könntest du genauso bsp. gewöhnliche Kriminalität nehmen – „Kriminalität existiert noch immer -ergo taugen unsere Maßnahmen nix“.

    Deutschland und andere westliche Gesellschaften haben wohl kaum eine konstante Geschichte von ansteigendem Rassismus und Seximus, ewaige negative Trends sollten erstmal dargestellt und zeitlich eingeordnet werden.

    • Ja, sehe ich auch so.
      Und man muss auch zwischen einerseits staatlichem/ staatlich gefördertem und andererseits privatem Rassismus resp. Sexismus unterscheiden. Meines Erachtens hat sich der Staat aus dem Privaten soweit wie möglich rauszuhalten, solange es nicht die Voraussetzungen betrifft, die gewahrt bleiben müssen, damit der Staat – möglichst seiner legitimen normativen Verfassung gemäß – nachhaltig aufrechterhalten bleibt* (denn dies ist nicht nur sein Recht, sondern gehört zu seiner Pflicht). Dabei sollte man beachten, was Rassismus und Sexismus eigentlich ist, wenn man sich bei dem Thema noch irgendwie vernünftig(!) verhalten dürfen soll (gilt auch fürs Politische):
      http://wjpatzelt.de/2016/05/31/was-ist-rassismus/
      Werner Patzelt: „Was ist Rassismus?“ (Lässt sich auch auf Sexismus übertragen.)
      Und zur (negativen) Bewertung von Individuen als An-/Zugehörigen von bestimmten „Rassen“/Völkern/Ethnien oder aber von einem Geschlecht kommt dann zum Tragen, was Georg Meggle anhand des Beispiels Antisemitismus, erläutert hat, was sich aber auf die genannten Phänomene des Rassismus/Nationalchauvinismus und des Sexismus (nicht allerdings des Nationalismus allgemein, solange es kein Nationalchauvinismus ist, da der Begriff des Nationalismus anders geprägt ist) übertragen lässt:
      „Genau wann bin ich Antisemit?“
      https://www.heise.de/tp/features/Genau-wann-bin-ich-Antisemit-4547202.html?seite=all
      Allerdings ohne die unbelegte falsche Aussage darin:
      „Diese Verhaltensweisen und Einstellungen verstoßen allesamt gegen eines unserer elementarsten Moralprinzipien. Nämlich gegen das universelle Diskriminierungsverbot, wonach jegliche Art von Rassen-, Geschlechts- etc. Diskriminierung verboten ist – und zwar bedingungslos.“
      Wir diskriminieren den ganzen Tag (z.B. als Heterosexueller die Homosexuellen, wenn man ihnen keine Gelegenheit zum Ausleben von Sexualität mit einem selbst gibt). Und das ist auch gut so. Allerdings bedeutet, das nicht, dass ich den Wert des Menschen an sich, sondern nur seinen Wert hinsichtlich der Befriedigung meiner (hier: sexuellen resp. Lebenspartnerschafts-)Bedürfnisse, als gering/inexistent betrachte und mich dementsprechend verhalte. Das ist dabei wohl der begriffliche Knackpunkt: was unter „Diskriminierung“ und zu verstehen ist, denn so, wie der Begriff von Meggle gebraucht wird („jemand soll weniger wert sein“), ist es ungenau formuliert, denn uns sind Menschen immer verschieden viel Wert – das ist ganz normal, natürlich und gut. Wie Meggle auf die absurde Idee kommt, dass es ein „universelles Diskriminierungsverbot“ gäbe, bleibt schleierhaft (und zwar selbst wenn er es nur im moralischen – nicht im juristischen – Sinne meint, denn auch wie er auf solch eine absurde Moral kommt und als allgemeingültig konstatiert, wird weder begründet, noch belegt, wohl weil es nicht begründbar und nicht belegbar ist ;-)). Aber im staatspolitischen Sinne, nämlich wenn es um die staatliche Behandlung der eigenen Staatsangehörigen (und die Förderung von Organisationen – inkl. der Vergabe von Aufträgen an sie) geht, muss das Diskriminierungsverbot be(ob)achtet werden (sodass also da, wo er von „Moral“ spricht, es auf diesen Bereich bezogen werden kann und dann auch angemessen ist). Und für diesen Zweck eignet sich Meggles Ausarbeitung (eben unter Beachtung der eben vorgenommenen Ausnahmen – s.o. das Zitat – und Einschränkungen) gut.

      * = Diesbezüglich will ich hier mal folgende Texte empfehlen:

      https://originem.info/gemeinschaft-als-vorrausetzung-einer-demokratie-teil-1/
      „Gemeinschaft als Voraussetzung einer Demokratie (Teil 1)“
      https://originem.info/gemeinschaft-als-voraussetzung-einer-demokratie-teil-2/
      „Gemeinschaft als Voraussetzung einer Demokratie (Teil 2)“

      Soviel übrigens zu:
      „Von rechts kommt ebenfalls nichts sinnvolles, das die Situation Fakten basiert anerkennt und demokratisch aufgeklärte Lösungen für freie und gleiche Bürger statt Untertanen anbietet.“
      (Zitat aus dem hiesigen Blog-Artikel, der damit einen Kommentar von „Flin“ zitiert)
      Originem (IB) ist dem rechten Spektrum zuzurechnen (ebenfalls Werner Patzelt (CDU)).

    • Flin schreibt richtig:
      „Das Gerede von Privilegien und Quoten von links fällt schon bei oberflächlicher Betrachtung in sich zusammen.“

      Christian schreibt unrichtig, wenn er meint, dass Weiße teilweise privilegiert seien:
      „Auf der Gruppenebene ist wichtig, dass man Unterschiede nicht absolut versteht („alle weißen sind privilegiert“), sondern allenfalls als Unterschiede im Schnitt. Des weiteren ist nach Gründen zu fragen, die zu diesen Unterschieden führen.“

      Denn „Privileg“ bedeutet nichts anderes als „Vorrecht“ (und/oder staatliche Bevorzugung – hier: von Weißen –, wie ich sie im vorigen Kommentar anführte; aber eine solche gibt es nicht).

      Daher ist auch diese Grundlage falsch.

      Aber noch mehr ist falsch:
      Weder hat sich der Staat unserer Verfassung (und wohl auch nicht derjenigen der USA – um welches Land geht’s hier eigentlich?) um den Gender Pay Gap zu kümmern, noch um die „Beseitigung von Ghettos“, wie sie Christian fordert/andenkt. Denn diese „Ghettos“ ent- und bestehen ja nicht wegen staatlicher Anordnung oder so, sondern zum einen aus ökonomischen Gründen (dazu s. das Thema Gender Pay Gap, nur eben hier parallel auf Ethnien/Religionsgemeinschaften/Kulturen übertragen) und zum anderen aus Gründen, die der Bildung von Parallelgesellschaften zugrundeliegen – dazu s. die im vorigen Kommentar verlinkten Originem-Texte, aber auch noch:
      https://originem.info/ethnokulturelle-identitaet/
      https://originem.info/ethnokulturelle-kontinuitaet-nur-durch-absolute-homogenitaet-teil-2/
      (Von der letzteren URL nicht abschrecken lassen – der Titel enthält ein Fragezeichen am Ende. ;-))

      • Das ist mir alles viel zu metaphysisch. Natürlich ist es richtig, dass Demokratie ein Gemeinschaftsgefühl der Bürger voraussetzt, dass nicht einfach durch die Erteilung der Staatsbürgerschaft entsteht (wie es sich die Multikulturalisten vorstellen), sondern gemeinsame kulturelle Prägungen, Sprache und Geschichte. Es ist allerdings völlig falsch, das zu ethnisieren oder gar zu genetisieren. Ein Gen für die Deutschheit hat noch niemand gefunden.

        • WTF … Vielleicht liet du einfach mal, was da steht, und nicht, was du glaubst, dass da gemäß deiner Schubladisierung meiner Person stehen müsste; und setzt dich dann erst mal mit den Begriffen auseinander, die du verwendest, denn den Begriff der Ethnie hast du anscheinend noch nicht geblickt respektive hast eine biologistische Vorstellung davon. Aber gerade das ist ja nicht, worum es bei meinen Kommentaren ging. Textkompetenz eines 5.-Klässlers, würde ich mal sagen. (War ja weiter oben übrigens schon genau dieselbe Problematik bei dem Diskussionsversuch Androsch Kubis mit dir.)
          Mit Metaphysik hat das ganze überhaupt nichts zu tun. Noch ein Begriff, den du vielleicht mal gründlich nachschlagen solltest, bevor du ihn verwendest. ^^ Es geht um ganz handfeste Psychologie, Soziologie, Politologie, Staatsrecht, Völkerrecht … (ich nehme mal an, dass du dich da auf die verlinkten Texte bezogst – falls nicht: in meinen Kommentare ging’s v.a. um die Richtigstellung von Begriffen und deren Falschanwendung sowie darum, auf welcher Ebene wie mit Rassismus/Sexismus etc. umgegangen werden sollte, damit vom tendenziell regelungswütigen Staat nicht totalitär damit umgegangen wird und ein gewisses Maß an Freiheitlichkeit durch den Staat nachhaltig gewährleistet bleibt … aber ich hoffe, wenigstens dies war nicht zu hoch für dich, sodass nicht dies es war, das bei dir die Assoziation „Metaphysik“ hervorrief :D).

          • „Blablabla……alle sind doof außer ich.“
            — Nun, die Fakten liegen auf dem Tisch. Du bist nicht sachlich darauf eingegangen usw. … Naja, ich brauche mich ja nicht zu wiederholen.
            — Dass du hier mangelnde Textkompetenz an den Tag gelegt hast, dafür kann ich ja nichts. Aber benannt werden muss es ja, sonst erkennst du den Ernst der Lage nicht und schwadronierst weiter mit Strohmännern und (wie bei dem Austausch mit Androsch weiter oben) mit Unterstellungen ad personam rum, als gäb’s kein Morgen mehr. 😉

            „Schreibe demnächst etwas dazu.“
            — Was auch immer du damit meinst … Etwa in deinem Tagebuch? Oder hier noch als Antwort? Oder später bei Gelegenheit unter einem anderen Artikel? Oder schreibst du einen eigenen (Gast-)Artikel …? Und wozu? Zu „Blablabla…….alle sind doof außer ich.“? Zu einer meiner Aussagen in meiner Antwort? Zu einem der von mir ursprünglich angesprochenen Themen, wo du die Aussagen gründlich (teilweise ins Gegenteil verdrehend) missverstanden hast?

            Das Thema „mangelnde Textkompetenz“ rückt bei dir jetzt auch beim Mitteilen, nicht mehr nur beim Empfangen von Botschaften/Informationen in den Vordergrund, wie man sehen kann. :-p 😉

          • Pass mal auf, Großmaul: Wenn mann sich schon auf Collier beruft, sollte man den auch gelesen haben, bzw. ihn nicht selektiv zitieren. Er ist nämlich kein Anhänger einer Identität mit einem „organischen, naturhaften Kern“ wie dein Text unterstellt. Er sagt vielmehr:

            „An important way of building common identity is common membership in a network of reciprocal obligations.“ (Exodus, P. 84)

            Gemeinsame Identität erwächst aus gegenseitigen Verpflichtungen, nicht aus „ethnokultueller Homogenität“. Zweifellos erleichtert letztere die Identitätsbildung, aber es gibt keinen Grund, war sie in ethnisch nicht homogenen Gesellschaften nicht möglich sein sollte; gegenseitige Verpflichtungen können auch Menschen aus unterschiedlichen Ethnien und Rassen übernehmen.
            Entscheidend ist halt, ob die Migranten bereit sind, solche Verpflichtungen zu übernehmen, und da liegt der Hund begraben. Aktuell besteht in Deutschland für Migranten kein Grund dazu, niemand übt Druck auf sie aus, sich zu assimilieren, im Gegenteil, jeder Versuch dazu wird sofort als rassistisch diffamiert.

            Collier sagt ferner:

            “Is migration bad or good?” The central message of this book is that this is the wrong question. Asking this question of migration is about as sensible as it would be to ask, “Is eating bad or good?” In both cases the pertinent question is not bad or good but how much is best. Some migration is almost certainly better than no migration. But just as eating too much can lead to obesity, so migration can be excessive.“ (p. 26)

            In deinem Text heißt es: „Migranten, die aus Regionen mit dysfunktionalen politischen Strukturen und geringem Vertrauenskapital fliehen, brächten diesen Mangel in die Zielländer mit und schwächten so das dortige soziale Kapital.“ Ja klar, das schreibt Collier durchaus, aber er zieht daraus ganz andere Konsequenzen als du und deine identitären Freunde. Er fragt nämlich, was man dagegen tun kann, ganz praktisch.

            „There is a clear moral obligation to help very poor people who live in other countries, and allowing some of them to move to rich societies is one way of helping. Yet the obligation to help the poor cannot imply a generalized obligation to permit free movement of people across borders.“ (P. 15)

            Migration ist in Maßen durchaus positiv zu sehen, aber es dürfen nicht so viele Migranten werden, dass sie eine Diaspora herausbilden, in denen sie auf Kosten der Deutschen aber nach den Sitten und Regeln ihrer Herkunftsländer leben können. Genau das ist aber in Deutschland geschehen seit 2015, und da muss man ansetzen, nicht indem man den Migranten eine geschlossene Identität mit einem „organischen, naturhaften Kern“ entgegensetzt wie deine Texte es propagieren.

            „Trust and cooperation do not arise naturally. They are not primordial attributes of the “noble savage” that get undermined by civilization: Jean-Jacques Rousseau was spectacularly wrong. The evidence suggests precisely the opposite: trust and cooperation beyond the family are acquired as part of the functional attitudes that accumulate in a modern prosperous society. One reason that poor societies are poor is that they lack these attitudes.“ (p. 64)

            Aber sie können sie sich aneignen, genau wie unsere Gesellschaft es vermocht hat. Daran sollte man arbeiten.

          • Du: „Pass mal auf, Großmaul: Wenn mann sich schon auf Collier beruft, sollte man den auch gelesen haben, bzw. ihn nicht selektiv zitieren. Er ist nämlich kein Anhänger einer Identität mit einem „organischen, naturhaften Kern“ wie dein Text unterstellt. Er sagt vielmehr:“

            — Pass mal auf, Textkompetenzgroßmeister: Ich habe Collier nicht selektiv zitiert (sondern eine Aussage getätigt, die mit u.a. Forschungsergebnissen von u.a. ihm als wahr bewiesen ist). Und mein Text – und zwar weder der meines Kommentars, noch der von mir verlinkte – unterstellt auch keinen „organischen, naturhaften Kern“ von Identität (aber sehr wohl eine Komponente). Was DU hier machst, ist Zitatfälschung. Du solltest wirklich an deiner Textkompetenz arbeiten, dringend.
            Und das, was dann an Zitaten folgt, widerspricht meiner Aussage, wo ich mich auf ihn bezog, gar nicht, obwohl du das Gegenteil mit deiner Aussage: „Er sagt vielmehr:“, behauptest.

            Du: „„An important way of building common identity is common membership in a network of reciprocal obligations.“ (Exodus, P. 84)
            Gemeinsame Identität erwächst aus gegenseitigen Verpflichtungen, nicht aus „ethnokultueller Homogenität“. Zweifellos erleichtert letztere die Identitätsbildung, aber es gibt keinen Grund, war sie in ethnisch nicht homogenen Gesellschaften nicht möglich sein sollte; gegenseitige Verpflichtungen können auch Menschen aus unterschiedlichen Ethnien und Rassen übernehmen.“
            — Du hast zum einen deinen biologistischen Ethniebegriff noch immer nicht abgelegt und unterstellst zum anderen „ethnokulturelle Homogenität“, anstatt, wie es ausdrücklich erläutert wird: „relative ethnokulturelle Homogenität“. Du hast den Text, den du hier falsch zitierst, also nicht gelesen (das, was du mir vorgeworfen hast). So kann das nichts werden, Textkompetenzgroßmeister.

            „Entscheidend ist halt, ob die Migranten bereit sind, solche Verpflichtungen zu übernehmen, und da liegt der Hund begraben. Aktuell besteht in Deutschland für Migranten kein Grund dazu, niemand übt Druck auf sie aus, sich zu assimilieren, im Gegenteil, jeder Versuch dazu wird sofort als rassistisch diffamiert.“
            — Exakt.

            Du: „Collier sagt ferner:
            “Is migration bad or good?” The central message of this book is that this is the wrong question. Asking this question of migration is about as sensible as it would be to ask, “Is eating bad or good?” In both cases the pertinent question is not bad or good but how much is best. Some migration is almost certainly better than no migration. But just as eating too much can lead to obesity, so migration can be excessive.“ (p. 26)“
            — Und daran erkennt man seine Meinung zu Migration (die sich übrigens ziemlich mit denjenigen von mir und der IB deckt, auch wenn wir es nicht so formulieren würden – wobei wenn doch wir sagen würden: wir haben uns mit zum Großteil Unbekömmlichem bis zum Erbrechen vollgestopft), nicht aber seine wissenschaftlich herausgearbeiteten Forschungsergebnissen zu den Aussagen, für den ich u.a. seine Arbeit als Beleg heranzog (auch wenn ich grade nicht mehr sehe, wo, also in welchem Kommentar ich es tat). Außer die in den in den bereits verlinkten Originem-Artikeln angegebenen Quellen gibt es noch dies:
            Wie sich Diversität auf Gesellschaften tatsächlich auswirkt, kann auch bei Peter Thisted Dinesen, Merlin Schaeffer und Kim Mannemar Sonderskov in ihrer Meta-Analyse von fast 90 diesbezüglichen Sozialstudien nachgelesen werden: Das soziale Vertrauen der Menschen zueinander sinkt, und nicht nur das, auch das Vertrauen auf regionaler und sogar nationaler Ebene sinkt bei zunehmender ethnischer Diversität. „Ethnic Diversity and Social Trust: A Critical Review of the Literature and Suggestions for a Research Agenda“:
            https://www.oxfordhandbooks.com/view/10.1093/oxfordhb/9780190274801.001.0001/oxfordhb-9780190274801-e-13

            „Early studies showed that most human genetic variation occurs within populations rather than between them, and that genetically related populations often cluster geographically. Recent studies based on much larger data sets have recapitulated these observations, but have also demonstrated that high-density genotyping allows individuals to be reliably assigned to their population of origin. In fact, for admixed individuals, even the ancestry of particular genomic regions can often be reliably inferred. Recent studies have also offered detailed information about the composition of specific populations from around the world, revealing how history has shaped their genetic makeup.“
            http://www.springerlink.com/content/m01n2250637h01u5/

            „We’ve found that only six or seven locations in the dog genome are necessary to explain about 80 percent of the differences in height and weight among dog breeds,“ said Bustamante, PhD. „In humans these are controlled by hundreds if not thousands of variants.“
            http://www.livescience.com/animals/dog-genes-100810.html

            Du: „In deinem Text heißt es: „Migranten, die aus Regionen mit dysfunktionalen politischen Strukturen und geringem Vertrauenskapital fliehen, brächten diesen Mangel in die Zielländer mit und schwächten so das dortige soziale Kapital.“ Ja klar, das schreibt Collier durchaus, aber er zieht daraus ganz andere Konsequenzen als du und deine identitären Freunde. Er fragt nämlich, was man dagegen tun kann, ganz praktisch.
            „There is a clear moral obligation to help very poor people who live in other countries, and allowing some of them to move to rich societies is one way of helping. Yet the obligation to help the poor cannot imply a generalized obligation to permit free movement of people across borders.“ (P. 15)“
            — Oh, du verwechselst schon wieder, seine Meinung (Werturteil gemäß seiner Moralvorstellungen) mit seinen Forschungsergebnissen, auf die wir uns beziehen. Na dann, wenn‘ weiter nichts ist, Textkompetenzgroßmeister …

            „Migration ist in Maßen durchaus positiv zu sehen, aber es dürfen nicht so viele Migranten werden, dass sie eine Diaspora herausbilden, in denen sie auf Kosten der Deutschen aber nach den Sitten und Regeln ihrer Herkunftsländer leben können. Genau das ist aber in Deutschland geschehen seit 2015, und da muss man ansetzen, nicht indem man den Migranten eine geschlossene Identität mit einem „organischen, naturhaften Kern“ entgegensetzt wie deine Texte es propagieren.“
            — Ja zu Ersterem (und nur unter bestimmten Bedingungen), nein zu Letzterem (das sind allein deine Unterstellungen), s.o.

            Du: „„Trust and cooperation do not arise naturally. They are not primordial attributes of the “noble savage” that get undermined by civilization: Jean-Jacques Rousseau was spectacularly wrong. The evidence suggests precisely the opposite: trust and cooperation beyond the family are acquired as part of the functional attitudes that accumulate in a modern prosperous society. One reason that poor societies are poor is that they lack these attitudes.“ (p. 64)
            Aber sie können sie sich aneignen, genau wie unsere Gesellschaft es vermocht hat. Daran sollte man arbeiten.“
            — Zu Colliers Aussagen: Ihnen stimme ich zu bis auf die einschränkungs-/bedingungslosen Deutung, dass abseits der Familie Vertrauen und Kooperation als Teil von funktionalen Einstellungen/Haltungen, wie sie in „modernen, prosperierenden Gesellschaften“ angereichert/angewachsen sind, jedweden Menschen erworben/anerzogen werden könnten. (Dazu empfehle ich auch, den folgenden Kommentar zu lesen, wenn noch Interesse an dem Thema besteht:
            https://allesevolution.wordpress.com/2020/07/10/was-hat-die-dritte-welle-des-feminismus-erreicht/#comment-502965 )
            — Zu deiner Meinung und deinem Appell: Hab ich verstanden, aber stimme nicht zu. Die Gründe kannst du in den verlinkten Texten nachlesen, aber diesmal aufmerksam und gründlich. Sogar zu deiner offenbar aus der Pose der moralischen Überlegenheit gefasste Meinung, dass die Leute aus anderen Gesellschaften unsere Werte oder sogar unsere Identität zu teilen hätten, findest du klare Worte in dem zweiten verlinkten Originem-Text des Kommentars, unter dem sich der Kommentarstrang/-ast hier befindet: Nämlich dass du ein westlich-universalistischer Chauvi bist, white knight.

            Komisch, zu einer Erklärung, warum hier nun „Metaphysik“ eine bedeutende Rolle spielen würde, ist es nun gar nicht gekommen. Wo hakt’s, Textkompetenzgroßmeister? 😀

          • „Vom volonté générale grenzt Rousseau den volonté de tous, der lediglich die Summe aller Einzelinteressen ist und den volonté de la majorite (Mehrheitswillen) ab.“ (dein verlinkter Text)

            Das ist reine Metaphysik. Ein allgemeiner Wille, der nicht mit dem Willen der Einzelnen bzw. der Mehrheit identisch ist, was soll das denn sein? Und wie kann man ihn kennen?

          • Ich erlaube mir mal zwei kurze Gegenfragen: Hast du dich mit Rousseaus Philosophie auseinandergesetzt? Und warum urteilst du über etwas, von dem du keine Ahnung hast?

            Du zitierst einen Abschnitt des an vorletzter Stelle im ersten (d.h. ursprünglich hier nicht thematisierten) Kommentar verlinkten Textes („Gemeinschaft als Voraussetzung einer Demokratie (Teil 1)“), der Rousseaus Begriffe ganz knapp vorstellt und in einen Kontext setzt:

            „Während die oben zitierten Erkenntnisse und Begriffsdefinitionen auch als epochenspezifisches Ergebnis der Romantik insbesondere in Deutschland zu sehen sind, ist der volonté générale (Gemeinwille) Jean Jacques Rousseau (1762) ein mittlerweile weltweiter staatsphilosophischer Schlüsselbegriff und damaliger ideeller Wegbereiter der französischen Revolution. Aus der Perspektive politischer Philosophie ist die Auseinandersetzung mit diesem Begriff zentral für die Frage nach dem Verhältnis von Gemeinschaft und Demokratie. Der auf das Gemeinwohl abzielende Gemeinwille ist für Rousseau die einzig legitime Quelle politischer Macht, welche dann Grundlage für einen Gesellschaftsvertrag (pacte sociale) sein soll. Vom volonté générale grenzt Rousseau den volonté de tous, der lediglich die Summe aller Einzelinteressen ist, und den volonté de la majorite (Mehrheitswillen) ab. Auch findet der Gemeinwille nach Rousseau seine natürliche Grenze im Nationalstaat und kann sich nicht auf die Menschheit an sich beziehen. Sein Werk kann durchaus unterschiedlich interpretiert werden. (…)“
            (Interpunktion und Orthographie korrigiert. Texthervorhebungen des Originals aus techn. Gründen nicht beibehalten; wie ggf. auch in allen folgenden Zitaten.)
            https://originem.info/gemeinschaft-als-vorrausetzung-einer-demokratie-teil-1/

            Unsere europäischen nationalstaatlichen Demokratien (und die ihnen jeweils zugrundeliegenden Gesellschaftsverträge, teilw. in Form von Verfassungen) bauen i.d.R. mehr oder (leider?) weniger auf Rousseaus Gesellschaftsvertragstheorie auf (und wer als Herrscher dem zuwider handelt, setzt somit die Gültigkeit des Gesellschaftsvertrags mit seinen Pflichten für die Bürger sowie die Herrschaftslegitimität außerkraft, was das Gemeinwesen auflöst und die Menschen wieder in den (vorgestellten) Naturzustand versetzt: „Recht“ des Stärkeren). Der Rousseau’sche Gesellschaftsvertrag mit seinen wichtigsten Begriffen wird daher kurz erwähnt, damit sich der daran interessierte Leser weiter darüber informieren kann, wenn er mag.
            Zunächst empfehle ich nun, Kapitel 3 des folgend verlinkten Textes zu lesen (so weit, wie es in der kostenlosen Variante reicht, d.h. der Erwerb des gesamten Dokuments ist nicht nötig):
            https://www.grin.com/document/484055
            Einzelinteressen sind auch ohne Gesellschaftsvertrag da, aber der Gemeinwille, der durch den Gesellschaftsvertrag begründet wird, nicht. Der Gemeinwille hat das Gemeinwohl des durch Gesellschaftsvertrag begründeten Gemeinwesens (als soziale Einheit/Entität, sozialer Organismus, sozialer Körper, sittliche Gesamtkörperschaft, staatliche Körperschaft, Volk (passiv: Staat; aktiv: Souverän; im Vergleich mit anderen Staaten/Souveränen: eine ‚Macht‘) (GV I:6, 18 f.)*) zum Ziel und ist daher nicht identisch mit der Summe der Einzelinteressen der Gesellschaftsmitglieder. Noch dazu wird bei dieser Theorie, so wie ich sie verstehe (ich habe mal eine gute Zusammenfassung der Kernaussagen gelesen, finde sie aber leider nicht mehr), das Phänomen der Synergie resp. der Emergenz berücksichtigt.**
            Die Theorie stellt natürlich einen theoretischen Idealfall dar, hat aber nichtsdestotrotz ihre Berechtigung, im modernen Staatsrecht (und wenn ich nicht irre auch im Völkerrecht) von zentraler Bedeutung zu sein.
            Mal ein paar (ins Deutsche übersetzte) Zitate von Rousseau:
            „Da kein Mensch von Na­tur aus Herr­schaft über sei­nes­glei­chen aus­übt und da Stär­ke kei­ner­lei Recht er­zeugt, blei­ben al­so die Ver­ein­ba­run­gen als Grund­la­ge je­der recht­mä­ßi­gen Herr­schaft un­ter Men­schen“ (GV I:4, 10)*.
            „Fin­de ei­ne Form des Zu­sam­men­schlus­ses, die mit ih­rer gan­zen ge­mein­sa­men Kraft die Per­son und das Ver­mö­gen je­des ein­zel­nen Mit­glieds ver­tei­digt und schützt und durch die doch je­der, in­dem er sich mit al­len ver­ei­nigt, nur sich selbst ge­horcht und ge­nau­so frei bleibt wie zu­vor“ (GV I:6, 17)*.
            „Was der Mensch durch den Ge­sell­schafts­ver­trag ver­liert, ist sei­ne na­tür­li­che Frei­heit und ein un­be­grenz­tes Recht auf al­les, wo­nach ihn ge­lüs­tet und was er er­rei­chen kann; was er er­hält, ist die bür­ger­li­che Frei­heit und das Ei­gen­tum an al­lem, was er be­sitzt. (…) Man könn­te nach dem Vor­her­ge­hen­den zum Er­werb des bür­ger­li­chen Stan­des noch die sitt­li­che Frei­heit hin­zu­fü­gen, die al­lein den Men­schen zum wirk­li­chen Herrn sei­ner selbst macht; denn der An­trieb des rei­nen Be­geh­rens ist Skla­ve­rei, und der Ge­hor­sam ge­gen das selbst­ge­ge­be­ne Ge­setz ist Frei­heit“ (GV I:8, 22 f.)*
            „Der natürliche Mensch ist ein Ganzes für sich; er ist die numerische Einheit, das absolute Ganze, das nur zu sich selbst oder zu seinesgleichen in Beziehung steht. Der bürgerliche Mensch ist nur eine gebrochene Einheit, welche es mit ihrem Nenner hält, und deren Wert in ihrer Beziehung zu dem Ganzen liegt, welches den sozialen Körper bildet. Die guten sozialen Einrichtungen vermögen den Menschen am ehesten seiner Natur zu entkleiden, ihm seine absolute [(d.h. nicht-relative)] Existenz zu rauben, um ihm dafür eine relative zu geben, und das Ich in die allgemeine Einheit zu versetzen, so daß sich jeder einzelne nicht mehr für eine Einheit, sondern für einen Teil der Einheit hält und nur noch in dem Ganzen wahrnehmbar ist. Ein römischer Bürger war [als solcher] nicht [primär] Cajus, nicht [primär] Lucius, er war [primär] ein Römer […]“. („Emil oder Über die Erziehung“. Band 1 erstes Buch, Leipzig (o.J.), S. 13-97. http://www.zeno.org/nid/20009264205 . Einfügung von Text in eckigen Klammern durch mich, Jo.)
            Jean-Jacques Rousseau definiert den Gemeinwillen im Gesellschaftsvertrag selbst nur dürftig (teilweise indirekt durch Ausschluss von bestimmten Verständnismöglichkeiten). Er schreibt, dass der Gemeinwille nicht irren kann. Wir würden immer wollen, was gut für uns ist, aber es nicht immer erkennen. Zwischen dem Gesamtwillen und dem Gemeinwillen kann oftmals eine große Lücke klaffen. Der Gesamtwille, also die Summe individueller Wünsche, ist nicht gleich dem Interesse am Gemeinwohl. Darauf bringt Rousseau seine Definition:
            „Zieht man jedoch von diesen individuellen Wünschen das Mehr und das Weniger ab, das sich gegenseitig aufhebt, so bleibt als Summe der Unterschiede der Gemeinwille.“ („Der Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechts“, Wiesbaden 2008, S. 49.)

            Ich zitiere im Folgenden aus:
            Dr. Til­mann Alt­wi­cker: „Rechts­theo­rie On­line“ (5.3 Ge­mein­wil­le und Ge­mein­wohl: Der „Con­trat so­ci­al“ (1762))
            http://www.rwi.uzh.ch/elt-lst-mahlmann/rechtstheorie/rousseau/de/html/unit_u3.html
            Zitat:
            >>
            Die be­rühm­te Un­ter­schei­dung des Ge­samt­wil­lens („vo­lonté de tous“) und des Ge­mein­wil­lens („vo­lonté généra­le“) dient der nor­ma­ti­ven Be­stim­mung der rich­ti­gen Staats­wil­lens­bil­dung. Je­der Mensch hat sei­nen Son­der­wil­len („vo­lonté par­ti­cu­lière“), der sich auf das je ei­ge­ne In­ter­es­se rich­te. Fol­gen wir al­lein die­sem Son­der­wil­len, sind wir Skla­ven un­se­rer je­wei­li­gen Be­gier­den und da­mit nicht wirk­lich frei, wie oben dar­ge­stellt wur­de. Die Sum­me der Son­der­wil­len nennt Rous­seau den Ge­samt­wil­len. Das Pro­blem des Ge­samt­wil­lens ist, dass er (zu­fäl­li­gen) Son­der­in­ter­es­sen be­stimm­ter Frak­tio­nen und Grup­pen der Ge­sell­schaft dient und da­mit nicht über die not­wen­di­ge All­ge­mein­heit ver­fügt. Die Herr­schaft durch ei­nen Par­ti­ku­lar­wil­len ist, wie ge­se­hen, mit Rous­se­aus Frei­heits­ver­ständ­nis als Selbst­ge­setz­ge­bung je­des Ein­zel­nen nicht kom­pa­ti­bel. Der Staat muss da­her vom wahr­haft all­ge­mei­nen Wil­len ge­lenkt wer­den, der auf das Ge­mein­wohl ge­rich­tet ist. Die­sen nennt Rous­seau den Ge­mein­wil­len („vo­lonté généra­le“). Hier stel­len sich vier Fra­gen:
            (1) Was ist der Ge­mein­wil­le? Der Ge­mein­wil­le ist der Wil­le der sitt­li­chen Ge­samt­kör­per­schaft, in­so­fern er sich auf das All­ge­mein­wohl rich­tet. Der Ge­mein­wil­le ma­ni­fes­tiert sich in all­ge­mei­nen Ge­set­zen. Der Ge­mein­wil­le kann nicht ir­ren, nicht falsch sein (GV II:3)*. Er ist ein tran­szen­den­ta­ler Wil­le, in­dem er die Be­din­gung der Mög­lich­keit ge­rech­ter Ge­set­ze ist.
            (2) Wel­che Funk­ti­on hat die Fi­gur des Ge­mein­wil­lens in Rous­se­aus Staats­phi­lo­so­phie? Die Fi­gur des Ge­mein­wil­lens ist Rous­se­aus Lö­sung für das Frei­heits­pro­blem. In­dem der Ein­zel­ne dem Ge­mein­wil­len folgt, bleibt er frei.
            (3) Wie wird der Ge­mein­wil­le er­kannt (Er­kennt­nis­pro­blem)? Das Er­kennt­nis­pro­blem be­steht dar­in, dass Rous­seau zwar Be­din­gun­gen für die Bil­dung des Ge­mein­wil­lens (All­ge­mein­heit des In­halts, All­ge­mein­heit des Be­tei­li­gungs­rechts an der Wil­lens­bil­dung, Bür­ger­sinn) an­gibt, aber kein Kri­te­ri­um, mit­tels des­sen sich der Ge­mein­wil­le von an­de­ren un­ter­schei­den lies­se. Ge­samt­wil­le und Ge­mein­wil­le kön­nen zu­sam­men­fal­len, sind aber nicht zwangs­läu­fig iden­tisch. Das Ab­stim­mungs­ver­fah­ren der Bür­ger ist zwar ei­ne not­wen­di­ge, aber kei­ne hin­rei­chen­de Be­din­gung für die Er­kennt­nis des Ge­mein­wil­lens (vgl. GV II:4, 33)*; Rous­seau ist kein mo­der­ner Pro­ze­du­ra­list (vgl. (Kerst­ing 2002, S. 134 ff.)). Viel­mehr muss der Ge­mein­wil­le in der sub­stan­ti­ell ge­dach­ten Sitt­lich­keit der Bür­ger grün­den; er ist ei­ne tran­szen­den­ta­le Leit­schnur für ge­rech­te Ge­set­ze. Da­mit macht Rous­seau das Pro­blem der Staats­wil­lens­bil­dung und der ge­rech­ten Ge­set­ze zu ei­nem Pro­blem der ethi­schen Bil­dung und Er­zie­hung der Bür­ger.
            (4) Wie wird si­cher­ge­stellt, dass der Ge­mein­wil­le be­folgt wird (Mo­ti­va­ti­ons­pro­blem)? Rous­seau ist hier ganz deut­lich: Wer dem Ge­mein­wil­len nicht folgt, bleibt in­so­fern im Na­tur­zu­stand und ver­strickt sich in ei­nen per­for­ma­ti­ven Wi­der­spruch: Man kann nicht den Ge­sell­schafts­ver­trag wol­len und dem Ge­mein­wil­len nicht fol­gen wol­len. Den Ge­mein­wil­len zu ver­feh­len stellt ei­gent­lich kei­ne Wil­lens-, son­dern ei­ne Er­kennt­nis­schwä­che des Ein­zel­nen dar. Da­her ist die Ge­mein­schaft be­rech­tigt, ge­gen Ab­weich­ler Zwang zu üben.
            „Da­mit nun aber der Ge­sell­schafts­ver­trag kei­ne Leer­for­mel sei, schließt er still­schwei­gend je­ne Über­ein­kunft ein, die al­lein die an­de­ren er­mäch­tigt, daß, wer im­mer sich wei­gert, dem Ge­mein­wil­len zu fol­gen, von der ge­sam­ten Kör­per­schaft da­zu ge­zwun­gen wird, was nichts an­de­res heißt, als daß man ihn zwingt, frei zu sein“ (GV I:7, 21)*. [(Unter der Prämisse der rechtlichen Gleichheit (und zwar nicht in Form von Sklaverei – zu solcher könne kein gültiger Vertrag zustandekommen) zu verstehen.)]
            Das drit­te Buch des „Con­trat so­ci­al“ ent­hält Rous­se­aus Theo­rie der Re­gie­rungs­ge­walt. Der Ge­mein­wil­le ist sei­nem We­sen nach be­schränkt auf all­ge­mei­ne In­hal­te. Nur das All­ge­mei­ne ist ge­set­zes­taug­lich. Die po­li­ti­sche Pra­xis be­steht aber aus Ein­zel­ak­ten. Da­her, so Rous­seau, kann die Exe­ku­ti­ve nicht bei der All­ge­mein­heit lie­gen,
            „weil die­se Ge­walt [die Re­gie­rungs­ge­walt, Verf.] nur aus ein­zel­nen Ak­ten be­steht, die in kei­ner Wei­se in den Be­reich des Ge­set­zes und folg­lich auch nicht in den des Sou­ve­räns fal­len, des­sen Ak­te al­le nur Ge­set­ze sein kön­nen“ (GV III:1, 61 f.)*.
            <<
            (Ende des Zitats. Einfügung von Text in eckigen Klammern und von Sternchen durch mich, Jo.)
            Zu beachten ist, dass Rousseau vielmals zu Unrecht kritisiert wird resp. nicht haltbare Aussagen zu seinen Entwürfen getroffen werden, nämlich weil solche Kritiker/Autoren z.B. nicht bedenken, dass der Gemeinwille die Schaffung von Individual(grund)rechten, Minderheitenrechten, Pluralismus, Verfassungsgerichtsbarkeit usw. usf. beinhalten kann, wenn der Souverän erkennt, dass es dem Gemeinwohl dient.

            Zu Frage/Punkt Nr. (3) ist noch zu beachten, dass nur weil man etwas nicht richtig/genau (er)kennen kann, dies nicht existiert. Es gibt Dinge, von denen man weiß, dass man sie weiß/kennt; es gibt Dinge, von denen man weiß, dass man sie nicht (genug) weiß/kennt [(was hier ggf. vorliegender Fall ist)]; und es gibt Dinge, von denen man nicht weiß, dass man sie nicht weiß/kennt, entweder weil man nicht weiß, dass sie existieren, oder weil man sie verkennt.

            Und nur weil man Begriffe von einem Sachverhalt auf einen anderen, strukturell ähnlichen Sachverhalt überträgt, um ihn anschaulich und funktional beschreiben zu können, bedeutet das nicht, dass es sich dabei um Metaphysik handelt.
            Es gibt hier vielleicht transzendentale oder – eher – intelligible Elemente in der Theorie; metaphysisch jedoch ist hier nichts. Wie gesagt, den Begriff solltest du erst mal gründlich nachschlagen, bevor du ihn verwendest. Für einen Überblick:
            https://de.wikipedia.org/wiki/Metaphysik

            * = Rous­seau J.-J.: "Vom Ge­sell­schafts­ver­trag", hrsg. v. H. Brockard, Stutt­gart 1986
            Form: (GV [Ka­pi­tel: Sei­te])

            ** = z.B.:
            „Wer es wagt, einem Volk eine Verfassung zu geben, muß sich sozusagen befähigt fühlen[(/wahrnehmen)], die menschliche Natur [(Stichwort: Naturzustand)] zu ändern. Er muß jedes Individuum, das für sich genommen ein vollendetes Ganzes ist, nur eben isoliert, in den Teil eines größeren Ganzen verwandeln, von dem dieses Individuum gewissermaßen Leben und Dasein empfängt. […] Kurz: er muß dem Menschen die ihm eigenen Kräfte nehmen, um ihm fremde Kräfte zu geben, die er ohne die Hilfe anderer nicht nutzen kann. Je mehr die natürlichen Kräfte [(Stichwort: Naturzustand)] absterben und vergehen, desto stärker und dauerhafter werden die erworbenen […] Das heißt: erst wenn kein Bürger mehr etwas ist oder vermag, es sei denn [(qua Gesellschaftsvertrag legitimiert bzw. berechtigt)] durch alle anderen, und wenn die dank der Gesamtheit erworbene Kraft der Summe der natürlichen Kräfte aller Individuen gleichkommt oder sie übersteigt – erst dann ist die Gesetzgebung auf dem höchsten Punkt der ihr möglichen Vollendung angelangt.“ ("Der Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechts", Wiesbaden 2008, S. 67. Einfügung von Text in eckigen Klammern durch mich, Jo.)
            „Zu diesen [(hier nicht genannten und irrelevanten)] drei Gesetzesarten fügt sich noch eine vierte, die wichtigste. Sie steht weder in Marmor noch in Erz, sondern in den Herzen der Bürger eingeschrieben. Sie bildet den eigentlichen Kern der staatlichen Verfassung. Sie erlangt mit jedem Tag neue Kraft. Sie haucht den anderen Gesetzen, wenn sie altern oder verblassen, wieder Leben ein oder tritt an ihre Stelle.“ ("Der Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechts", Wiesbaden 2008, S. 89. Einfügung von Text in eckigen Klammern durch mich, Jo.)

  14. Google hat Wahlkampfreden von Obama analysiert. In einer kam er mit Bezug auf 9/11 auf Muslime zu sprechen und hat irgendwie falsch rüber gebracht, das eine Generalisierung falsch ist oder sowas. Ich weiß es nicht mehr genau. Das kam nicht gut an.
    Auf jeden Fall wurde das also analysiert und in einer folgenden Rede hat Obama dann immer erfolgreiche Muslime in der US-Gesellschaft gezeigt, Olympioniken, Lehrer, Feuerwehrmänner, usw. Das wurde viel besser aufgenommen.

    Ich weiß nun nicht wie das in den USA bzgl. Nichtweißen läuft, nur das Weiße dort so gut wie immer schlecht gemacht werden. Wie hier schon von mir verlinkte Studien zeigen, verhilft es sogenannten PoCs nicht zu mehr Akzeptanz oder Erfolg, wenn man Weiße kontinuierlich schlecht macht und Entmenschlicht. Das führt nur zu weniger Empathie ggü. Weißen… womöglich auch ein Ziel.

    Wenn nun in den USA bei jeder Verbrechensmeldung Bilder der Verbrecher gezeigt werden und das eben überdurchschnittlich häufig Schwarze sind, entsteht natürlich ein Stereotyp, der Schwarzen z.B. bei Bewerbungen um Jobs oder Wohnungen Probleme bereitet.

    Nur was will man dagegen machen?
    Die Lösung der progressiven Linken ist mal wieder gesellschaftsfeindlich. Sie wollen das weniger Schwarze verhaftet werden, sprich schwarze Verbrecher lieber sich frei bewegen lassen oder das man Polizisten überaus einfach wegen Rassismus ankreiden kann, was dann zum gleichen Ergebnis führt, da die Polizei dann Schwarze lieber laufen lässt, als wieder nachweisen zu müssen, das man sie wegen der Verbrechen verhaftet hat und nicht weil sie schwarz sind, siehe Rottenham.
    Die Lösung der Alt Right wäre wahrscheinlich das Schwarze einfach weniger Verbrechen begehen müssen oder, um schon mal kein Opfer von den immerzu rassistischen Weißen zu werden, nach Afrika auszuwandern.

  15. Nur um meine Aussagen von gestern zu untermauern. Es geht um die bewusste Zerstörung des Westens:
    https://www.danisch.de/blog/2020/07/07/die-demontage-des-oekonomischen-und-politischen-systems/
    es ist kein Zufall und es stecken verschiedene Kreise dahinter. Und wir sind weitgehend machtlos, weil wir nicht ausreichend Geld haben und in Verantwortung für unsere Angehörigen stehen.

    Ich könnte allein von Gestern und Vorgestern ein Dutzend gruselige Fortschritte (nicht nur dämliche Twitter-Aufreger) in diese Richtung einstellen. Ich tue es nicht. Wer sich nicht selbst in alternativen Medien informiert, bleibt halt dumm.

    Ich werde hier im Blog ein bisschen kürzer treten, ich hatte gedacht, man kann hier sachlicher diskutieren, als es tatsächlich der Fall ist. Ich habe keine Lust mich vom übermächtigen Mainstreamframing in die Defensive treiben zu lassen und auf politisch korrekte Rücksichtnahme habe ich schon gar keinen Bock, weder gegen Frauen noch gegen irgendwelche Minderheiten oder „Rassen“. Es hat mir nur einmal mehr gezeigt, dass es uns noch viel zu gut geht.

    Für ausufernde Diskussionsschlachten ist die Struktur des Forums leider ungeeignet (es wird zu schnell unübersichtlich), sowas ging mal bei heise, aber die zensieren ja mittlerweile auch, was das Zeug hält.

    Bis die Tage.

  16. „Rassismus an sich kann man nicht bekämpfen.“

    Doch man kann ihn mit Aufklärung bekämpfen. Ist eigentlich ganz einfach. Aber solange man es nicht wagt, den schwarzen Rassismus oder den der Latinos („La Raza“) auch nur beim Namen zu nennen, solange wird das Gift des Rassismus weiterhin wirksam sein können.

  17. „Es gibt rassistische Diskriminierung von Farbigen und sexistische Diskriminierung von Frauen.“

    Kann mir jemand in einem normalen, unaufgeregtem Ton mal genau erklären, was damit gemeint ist? Was bedeutet, denn genau Diskriminierung in diesem Kontext und wo schlägt er sich in Deutschland in konkreten Beispielen nieder?

    • Eine rassistische Diskriminierung von Farbigen wäre es, wenn ein Bewerber um eine Wohnund diese aufgrund seiner Hautfarbe nicht kriegt.
      Gibt es mit Sicherheit, wird man auch nie unterbinden können, ist aber mMn kein in der Gesellschaft relevantes Problem. Mag aber auch sein, dass ich da vielleicht naiv bin.

      Als sexistische Diskriminierung von Frauen würde ich Fälle bezeichnen, wo Frauen z.B. keine Lehrstelle kriegen, weil der Lehrherr meint „Frauen können das nicht!“
      Aber auch das halte ich für kein gesellschaftlich relevantes Phänomen, wenn es das auch unbestritten gibt.

      • So ziemlich dieselben Beispiele hätte ich auch gebracht und halte ebenfalls solche Dinge nicht für sozial relevant; zumindest nicht annähernd in der Art, wie es bei Sexismus gegen Frauen permanent und bei Rassismus gegen Nichtweiße gerade derzeit mal wieder medial und politisch aufgeblasen wird. Solche Dinge gehen in der Regel von einzelnen Idioten aus, die du aber nie ganz aus der Gesellschaft rausbekommen wirst. Dafür dann die ganze Gesellschaft immer wieder aufs Neue in ganz großem Gestus verantwortlich zu machen, ist absurd.

        Aber ich muss zugeben, auch ich neige zu einer gewissen Naivität und gehe bisweilen zu wohlwollend erst einmal davon aus, dass jeder, dem ich begegne, meine überwiegend liberalen Einstellungen zu Geschlechter- und Rassethemen mehr oder weniger teilt. Damit liege ich zwar oft richtig, bin aber auch immer wieder perplex, wenn plötzlich mal einer auf unangenehme Weise ins Poltern kommt und mich zu der Erkenntnis zwingt: „Mein Gott, so was gibt’s ja wirklich!!!“. 😉

        Aber grundsätzlich spricht es meines Erachtens für sich, wenn feministische Aktivisten sich beständig absurderen Quark wie „stare rape“ oder „manspreading“ ausdenken müssen oder „anti“-rassistische Aktivisten sogar schon eine Frage nach der Herkunft zum rassistischen Übergriff erklären müssen, um überhaupt noch Themen zu haben, über die sie sich in Bezug auf Sexismus gegen Frauen oder Rassismus gegen Nichtweiße aufregen können.

        Aus „maskulistischer“ Sicht könnte man sagen: „Ja, wenn wir bei solchen Problemen angekommen sind, dann haben wir auf jeden Fall bis dahin viel erreicht…!“.

  18. Steve Sailer verlinkte kürzlich ein PDF, wo jemand mit Leuten spricht, die den Wandel der Bronx von überwiegend weiß zu überwiegend schwarz seit den 1950ern miterlebt haben.

    Zum Beispiel:

    As black and hispanic residents slowloy trickled into the Sout Bronx after World War II, the older white residents noticed the changing demographics. As a resident of the South Bronx, Brian Werner remembers seeing his neighbourhood, around 167th Street and Sherman Avenue, change as early as the late 1950s, when there was an influx of new Puerto Rican and black residents. According to Mr. Werner, the increase in minority residents in The Bronx created a very segregated community, as the new black and hispanic residents seemed to live in small segregated areas, while the white community continued to live together in the rest of the neighbourhood. Mr. Werner noticed this segregation where he lived, as the local junior high school became the unofficial dividing line between the races. On one side of the school, Werner recalled, the local population was between 80-90% white; however just beyond the junior high, the population of the area changed dramatically and was 80-90% Puerto Rican or black.

    The changing racial make-up of the community of the South Bronx was coupled with a rise in crime and drug use. For Mr. Werner, it was the increase in crime that he remembers most vividly. The increase in crime seemed to begin slowly, but before long Werner describes how it was considered unsafe to walk through the park at night to go to Yankee Stadium and was even threatened with a knife by a classmate and mugged on the Grand Concourse.

    Es darf allerdings derzeit nicht darüber geredet werden, dass die „Rassisten“ sehr lebendige Erinnerungen haben, die ihren White Flight ganz gut begründen.

  19. Ich muss leider an einigen Punkten widersprechen 🙂

    „Es gibt rassistische Diskriminierung von Farbigen und sexistische Diskriminierung von Frauen. Wie sehen Lösungen aus, die nicht im Gegenzug Weisse und Männer diskriminieren?“

    Es kann theoretisch (und gibt praktisch) gegen jede beliebige biologische Äußerlichkeit Diskriminierung. Es gibt u.a. auch antiweißen Rassismus, namentlich in den USA. Bei uns nicht so, was es hier allerdings gibt ist antideutschen Hass („Kartoffel“).

    Zur Antwort auf die gestellte Frage: Gegen Rassismus immunisiert man am besten, indem man Farbenblindheit praktiziert und propagiert. Damit entfällt die Kollektivschuld-Theorie schon von ganz allein.

    „Auf der Gruppenebene ist wichtig, dass man Unterschiede nicht absolut versteht („alle weißen sind privilegiert“), sondern allenfalls als Unterschiede im Schnitt.“

    Man sollte auch nicht USA-Begriffswelten zu uns importieren. Die haben die Geschichte der Sklaverei, der Rassentrennung bis vor 50 Jahren, und heute noch eine teilweise streng nach Hautfarben separierte Gesellschaft. Dort mag es Sinn machen, über solche Privilegien zu reden.

    Bei uns gibt es diese ganze Strkutur mit ihrem historischen Ballast nicht, es gibt keine „schwarzen“ und „weißen“ Wohngegenden oder sonstige Abgrenzungen. Zwar gibt es hier und da im Einzelfall Vorurteile wegen der Hautfarbe, aber davon nicht betroffen zu sein ist kein Privileg. Andere Leute haben dafür andere Probleme.

    „Zum letzten Punkt wäre beispielsweise der klassische Gender Pay Gap anzuführen. Ihn zu beseitigen erfordert Druck auf die Frauen, dass diese weniger Zeit mit Kindern verbringen und möglichst umfassend und auch in technischen Berufen arbeiten gehen.“

    Der Autor fragt gar nicht, ob es überhaupt einen Grund gibt ihn zu beseitigen. Wenn er nicht durch Diskriminierung entsteht sondern als Folge freier Entscheidungen, dann ist es gar kein Problem und es gibt keinen Anlass korrigierend einzugreifen.

    „Dazu ein interessanter Ausschnitt aus einem Artikel, in dem eine Frau entdeckt, dass sie genetisch zu einem gewissen Teil weiß ist:

    I have never identified as white. In my family, being called white is the ultimate insult. I’ve heard the phrases “you’re acting white” and “that’s some white people shit” many times“

    Das ist wieder eine importiere US-Diskussion, die bei uns nicht passt. Dieses „acting white“-Begrifflichkeit gibt es bei uns nicht. Wenn es stimmt dass Schwarze und Weiße sich in den USA verschieden verhalten, dann liegt das nicht an der Hautfarbe, sondern an verschiedener Sozialisation. Bei uns ist das nicht so, deswegen gibt es auch kein „acting white“ oder „acting black“ oder wasauchimmer.

    „Im Gegenzug müssten dann Ghettos beseitigt, Jobangebote geschaffen und Schulen verbessert werden.“

    Es gibt bei uns auch keine Ghettos nach Hautfarben, wieder ein Thema das bei uns nur ein sachfremder US-Import ist. Jobangebote und bessere Schulbildung sind ne super Sache, aber bitteschön farbenblind.

  20. Pingback: Pjotr zu Sozialdarwinismus | uepsilonniks

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.