Euer Blick auf mich

Ich erhielt freundlicherweise den Hinweis, dass ein anderer Blogger den Artikel zu dem Entzug des Sorgerechts für Väter, die nicht genug Elternzeit nehmen, auf seiner „privaten“ Facebookseite verlinkt hatte was mir auch (vielen Dank dafür) einige Besuche brachte. Natürlich schaute ich es mir an und sah gleich eine Warnung:

hüstel* „Alles Evolution“ ist…. ^^ gut, ich bin deutlich: Ein Arsch. Oh und Pick-Up-Jünger.

Die Vorwürfe an sich sind ja nichts neues. Mir wurde hier schon häufiger Pickup an sich vorgeworfen, ich wäre außerdem ein gefühlskalter Roboter etc.

Und natürlich mögen mich auch genug Leute wegen der Inhalte an sich schon nicht, also Pickup an sich und auch Feminismuskritik. Wenn ich tagsüber Hundewelpen auf Flüssen fischen und großziehen würde und Abends Waisenkinder in den Schlaf wiegen würde, dann würde das für sie wahrscheinlich auch wenig ändern.

Eine Blogbetreiber-Persona ist natürlich auch immer etwas anderes als der reale Mensch. Das wird bei vielen Kommentatoren-Persona genau so sein.
Dennoch würde mich interessieren, welche Charaktereigenschaften ihr bei mir seht und welches Bild ihr habt. Gerne natürlich auch von nur Mitlesenden oder Hasslesern.

70 Gedanken zu “Euer Blick auf mich

  1. Du bist einer der wenigen Menschen, die stringent, sachlich und faktenbasiert debattieren können. Mit unglaublichem Fleiß hältst Du dieses Blog seit 10 Jahren am Leben, trotz Partnerschaft, Familie und Beruf.
    Es gibt auch nicht ein Vorkommnis öffentlicher Art, dass Dich in irgendeiner Weise unsympathisch machen könnte.

    • Dem möchte ich mich anschließen. Ruhig sachlich und nie zu emotional. Auch immer eine gute Quelle um die Themen anderen zu zeigen. Eben weil es ohne Frauenhass und wiederkehrende Beschimpfungen abgeht

    • Kann mich Adrian nur anschliessen. Sachlich, nicht verbissen, nicht durch eine ideologische Brille argumentierend. Weiter so, dann bleibe ich als Leser und ab und an Schreiber dir treu!

  2. Wer seit über 10 Jahren regelmäßig bloggt, belegt alleine dadurch ein weit überdurchschnittliches Maß an Ausdauer, Durchhaltevermögen, Disziplin und Zuverlässigkeit.

    In all den Jahren, in denen ich hier mitlese, ist mir immer wieder deine Geduld und Langmut mit begriffsstutzigen Kommentatoren aufgefallen, in den letzten ein oder zwei Jahren deine Fürsorglichkeit als Familienvater sowie dein (sicherlich gerechtfertigter) Stolz auf deine kleine Tochter.

  3. Hier sachlich, ruhig, sympathisch, nie arrogant, etwas „unemotional“.
    Deine Tochter tut Dir gut, dass merkt man 😊
    So, jetzt ein bisschen Kritik, aber das wolltest Du ja 😉
    Eine differenziertere Themenstellung fände ich angenehm. Versuchen auch mal andere Sichtweise aufzunehmen bzw. nicht immer nur aus dem eigenem Blickwinkel schreiben. Bei „grenzwertigen“ Ansichten würde ich mir gelegentlich eine klarere Kommentierung bzw. überhaupt eine Reaktion wünschen.
    Auf Twitter finde ich, dass Du manchmal den Absprung nicht schaffst, sondern weiter und weiter kommentierst, bohrst (wirkt ein bisschen nerdig 🙃, manche legen das dann wohl auch als trollen aus) bis Du blockiert wirst. Die Kommunikation finde ich dabei etwas zu einseitig, Du spulst Deine Ansichten ab, es fehlt aber etwas die Interaktion und auch die Anerkennung unterschiedlicher Erfahrungswelten. Vielleicht einfach etwas behutsamer vorgehen.
    Das ist sehr schade, weil Du durch die Blockierung keinen Einfluss, keine anderen Sichtweisen mehr in diesem Umfeld bzw. bei diesen Personen einbringen kannst.

    • Eine differenziertere Themenstellung fände ich angenehm. Versuchen auch mal andere Sichtweise aufzunehmen bzw. nicht immer nur aus dem eigenem Blickwinkel schreiben. Bei „grenzwertigen“ Ansichten würde ich mir gelegentlich eine klarere Kommentierung bzw. überhaupt eine Reaktion wünschen.

      Beides ohne konkrete Beispiele schwer nachvollziehbar. Die Artikelthemen sind doch schon sehr vielseitig, welche Sichtweisen fehlen?

      Mit „grenzwertigen Ansichten“ meinst du vermutlich Blogkommentare. Insgesamt hält sich Christian in der Kommentardiskussion zwar zurück (wohl schon aus Zeitgründen), aber wenn er sich zu Wort meldet, ist es oft genug unter Kommentaren, die er für extrem hält.

    • etwas „unemotional“

      Sachlichkeit und Nüchternheit gehören zu den Eigenschaften, die ich sehr an Christian schätze. Emotionalität hat hingegen noch nie zu Erkenntnisgewinn geführt.

      wirkt ein bisschen nerdig

      Also vorbildlich!

      Ansonsten schließe ich mich der Antwort von FS an.

  4. Du machst deine Sache sehr gut und ausdauernd. Zwar sind wir oft verschiedener Meinung, aber das ist für mich kein Problem und führt höchstens ab und zu zu einer etwas spitzen Bemerkung meinerseits. Der Blog hat sich gut entwickelt und das zuallererst ist dein Verdienst. Es ist schwierig, jemanden zu beurteilen, den man nicht aus dem RL kennt, aber ich denke, dass du ein Mensch bist, mit dem der Umgang unkompliziert ist.

  5. hüstel* „Alles Evolution“ ist… ^^ gut, ich bin deutlich: Ein Arsch.

    Ich kann mich nicht erinnern, von Dir einmal ähnliche Verbalinjurien (a.k.a. hate speech) gelesen zu haben. Solche Entgleisungen würde ich Dir deshalb auch nicht zutrauen. Das scheint mir der wichtigste Aspekt zu sein.

  6. Ich bewundere die Leistung, zehn Jahre lang kontinuierlich jeden Tag mindestens einen Beitrag geschrieben bzw. gewährleistet zu haben. Dabei immer sachlich und fundiert und mit klaren, aber großzügigen Regeln bei den Kommentatoren. Das hat die sehr liberale Grundhaltung von Christian gezeigt, die ich in Zeiten der Polarisierung als sehr angenehm empfinde.
    Mir hat dieser Blog, neben Genderama, den Weg geebnet zu einer kritischen Sicht auf Feminismus, Genderideologie und Identitätspolitik. Die Beiträge zu pick up und zur Familie haben ein wenig auch von dem Betreiber dieses Blogs offenbart, wobei er ansonsten sehr anonym bleibt, verständlicherweise in SJW-Zeiten, ich also noch nicht mal weiß, ob der Name Christian Schmidt der Echte ist. Insgesamt: Bleib so, wie Du bist. Es ist genau richtig! Und vielleicht wird man irgendwann in vielen Jahrzehnten, historisch rückblickend, sagen, dass dieser Blog einer der Kulminationspunkte einer späteren, wieder liberalen Haltung in Bezug auf Geschlechterpolitik war.

  7. „hüstel* „Alles Evolution“ ist…. ^^ gut, ich bin deutlich: Ein Arsch. Oh und Pick-Up-Jünger.“

    Das ist typisches vorbeugendes Distanzieren (wenn auch eindeutig von der sehr unfreundlichen Sorte), wird besonders in linken Kreisen gepflegt, weil da tribalistische Denk- und Leseverbote ja an der Tagesordnung sind. Im Prinzip will der nur sagen „Christian ist zwar eigentlich der Gegner, aber hier hat er mal was gebracht, was uns nützt“. Zweifelsohne wird das dazu führen, dass hier Leute hängen bleiben.

    Ärger dich nicht darüber, von den „Feinden“ (oder was sich halt so dafür hält) gelesen zu werden, bedeutet Anerkennung und Reichweite. Danisch kämpft übrigens, gerade eben, auch mit einem Angriff. Da er nicht anonym bloggt, sind aber auch die Angriffe (vermutlich Antifa-Feminista-Trullas, der Blödheit nach zu urteilen) handfester, Schmierereien und Denunziation beim Arbeitgeber:
    https://www.danisch.de/blog/2020/07/06/staats-terror-gegen-mein-blog/

    Du kommst nicht als „Arsch“ herüber. Ganz im Gegenteil spielst du oft den neutralen und beschwichtigenden Part, versuchst zu vermitteln und sachlich zu argumentieren. Die Arbeit und Motivation, die du hier seit Jahren reinsteckst, obwohl du persönlich (anders als z.B. Danisch) gar keinen ernsten persönlichen Grund dafür hast, ist absolut beachtenswert!

    • Ich glaube übrigens, dass der gute Danisch privat schwer zu ertragen ist. Das ist natürlich eine reine Vermutung, letztlich weiß ich es nicht.

      Aber sein Blog ist Pflichtlektüre.

      • Ich glaube, der hat gar kein Privatleben mehr. Entweder er arbeitet oder er bloggt 🙂

        Keine Ahnung, wie er im privaten Umgang ist, er teilt schon manchmal mit der groben Kelle aus, er ist kein Verbalkünstler wie Klonovsky. Einerseits ist er sehr intelligent und gebildet, was normalerweise gewisse Manieren mit sich bringt, andererseits vermutlich auch dazu führt, dass er schnell von der Unfähigkeit seines Umfeldes genervt ist. Aber ich will ihn ja auch nicht heiraten 🙂

        • Ich teile die Ansicht, dass Danisch privat vermutlich eher schwer zu ertragen sein dürfte. Dennoch lese ich auch ihn täglich, muss aber sagen, dass er in den meisten Fällen nicht wirklich als direkte Quelle zu verwenden ist, weil er eben nicht so ruhig dran geht wie Christian. Das würden die meisten zur „Brunnenvergiftung“ nutzen und damit auch interessante Sachen ignorieren. Daher bin ich froh über dieses Blog, auch wenn es bisweilen in den Kommentaren hoch her geht, was aber allen auch Spaß macht.

  8. Du machst auf mich den Eindruck eines weitgehend „normalen“ Menschen, dabei ruhig, überlegt und selbstreflektiert. Über die Jahre etwas in eingefahrene Denkschemata bei Deinen Blogposts geraten („Das wäre dann (zum X-ten Male) auch etwas, was zum Intersektionalismus passen würde…“).

  9. Mit Deinem Blog gibst Du einem sehr wichtigen Themenfeld den dafür erforderlichen Großen Raum; dieser bezieht sowohl die interessanten biologischen Grundlagen menschlicher Geschlechtlichkeit ein, und erweitert sich um die interaktiven Umsetzungen und insbesondere den damit für Viele verbundenen Herausforderungen und Problemen, zumal unter den durch unsere neuen, welt-gesellschaftlichen Vorgaben und Maßstäbe erschwerten Bedingungen.

    Getragen wird dieses thematisch-inhaltliche Spannungsfeld von Deiner großartigen Toleranz, die geradezu einen Gegenpol zu heute üblichen Sprech- und Denkverboten darstellt.
    Wenngleich wir uns hier mit unseren sehr unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Vorstellungen einbringen, und dabei bisweilen stark voneinander abweichende ethische Fundierungen erkennen lassen, ist es sicher auch Dein nicht unerheblicher Einfluß, der uns bei aller Unterschiedlichkeit, hier immer wieder zusammenkommen läßt.

    Mit Deinem persönlichen Bezug auf Dein Töchterchen im Besonderen aber letztlich auch auf Deine (Kern-)Familie, bringst Du zum Ausdruck, wie nötig und erfüllend diese Erlebnisse sein können.
    Dass diese Entwicklung sich weiterhin für Dich und Euch so positiv auswirken möge, wünsche ich Euch sehr!

    • Guter Vergleich. Am Ende könnten wir uns alle zum Wildschweinessen versammeln. Deswegen lese ich hier so gerne Kommentare. Es ist nicht nur der Blog, es sind auch die ungewöhnlich guten Kommentare

  10. Das ist „Fishing for compliments“. Kein Lob könnte groß genug sein, um die Leistung des Blogmasters angemessen zu würdigen. In einer gerechten Welt würde er damit Ansehen, Wohlstand und Ruhm erwerben. Etwa so, wie einstmals Augstein, obwohl Christian sicherlich eine weniger zynische Person ist. Er verdient die zehn- und die hundertfache Leserschaft. Was Ich allenfalls ausbaufähig finde: Berichterstattung und Diskussion über positive geschlechterpolitische Ansätze im politischen Raum. Wo es sie mal gibt. Denn den ganzen Programm- und Hashtag-Quatsch von Grünen, SPD und Linken haben Christian und die Kommentatoren ja schon oft auseinander genommen.

    • „Was Ich allenfalls ausbaufähig finde: Berichterstattung und Diskussion über positive geschlechterpolitische Ansätze im politischen Raum.“

      Das haben zu einem großen Stück weit wir selbst in der Hand. Aber auch hier gilt nun mal: only bad news are good news.

      Dennoch bin ich sicher, dass die meisten hier schon die positive Entwicklung „da draußen“ registrieren.

  11. Ich hasse Lobhudeleien, aber man muss Dir lassen, dass Du mit AE eine Institution geschaffen hast. Und einen Blog, der nahezu perfekt gemanagt wird. Dezent, fast unmerkbar, aber dennoch so, dass es tatsächlich gelungen ist, ihn 10 Jahre auf hohem Qualitätsniveau zu halten.

    Ich kenne auch sonst keinen Blog, der ein so weites Altersspektrum umfasst, wie dieser. Hier schreiben Leute von ca. 18 bis über 70 Jahren – und verstehen sich.

    Kurz: ich beneide Dich für diese Fähigkeit. Ich habe sie leider nicht.

    • „Ich kenne auch sonst keinen Blog, der ein so weites Altersspektrum umfasst, wie dieser. Hier schreiben Leute von ca. 18 bis über 70 Jahren – und verstehen sich.“

      Das Altersspektrum finde ich dabei sogar nur sekundär interessant. Viel mehr würde ich hervorheben, aus welch unterschiedlichsten politischen Ecken hier doch immer wieder in der Regel recht vernünftig diskutiert wird. Das erlebt man in den Weiten des Netzes nur sehr selten. Und selbst Leute mit sehr kontroversen Einwürfen, wie sie z. B. unser allseits geliebtes Satzzeichen gerne tätigt, müssen nicht befürchten, hier gleich mal eben geblockt zu werden. Wobei das auch ein Stück weit an der, würde ich mal sagen, klar überwiegend vernünftigen Kommentatoren-Community liegt, aber sich auch eine solche „heranzuzüchten“ bedarf es ja so einigem. Ich denke, eine Kommentatoren-Community bildet sich ganz wesentlich um das herum, was vom Blogbetreiber in Texten vorgegeben wird. Wenn immerzu vom Betreiber nur stumpfe Pöbelei kommt, dann zieht das auch entsprechendes Publikum an. Wird aber eher nüchtern und sachlich, am besten noch mit einem gewissen intellektuellen Gehalt geschrieben, dann wird ein Blog von Anfang an für die meisten aus der reinen Stunk- und Pöbelecke uninteressant. Das erspart dem Blogbetreiber dann elendigen Moderationsaufwand. Man-tau wäre ein Beispiel, wo das ebenfalls recht gut klappt, die Diskussionen mit geradezu homöopathischen Moderationseingriffen von Seiten des Blogbetreibers in vernünftigen Bahnen zu halten, einfach weil der Stil der Artikel nicht dazu einlädt, einfach nur mal unkontrolliert Dampf abzulassen.

      Somit ist es natürlich vor allem Christians Verdienst, dass auch nach 10 Jahren AE nie in Gefahr war, zu so einer Art zweitem gelben Forum zu werden.

      Wenn es mal persönlich wurde, fand ich es aber auch immer bemerkenswert, wie Chrissy damit umgegangen ist, selbst wenn sich die persönlichen Angriffe gegen ihn direkt richteten. Ich war dann teils regelrecht perplex, wie er auf Angriffe, teils weit unter der Gürtellinie, oft gar nicht reagierte sondern in seinen Antworten nur auf die Teile einging, die man mit viel gutem Willen noch als Argument an der Sache deuten konnte und NUR darauf in absolut sachlicher Manier antwortete, so als hätten die Angriffe und Beleidigungen nie stattgefunden. Zwar konnte der damit nur selten noch einmal eine Diskussion auf vernünftige Bahnen zurücklenken, weil ein entsprechend emotionalisierter Mensch dann GERADE seine nüchtern sachliche Art erst recht als Provokation empfinden „musste“, aber vor den Mitlesenden ging er dann in der Regel klar als Punktesieger hervor. Denn in einer solchen Diskussionssituation neigt man dann doch beim Lesen von Kommentaren zu dem intuitiven Gefühl: „Wer schreit, hat Unrecht!“.

  12. Es gibt keinerlei Gründe dafür, Christian andere als positive Charaktereigenschaften zu unterstellen. Aber selbst im theoretischen Fall, dass dies so wäre: als ehemaliger Geisteswissenschaftler habe ich gelernt, klar zwischen Künstler und Kunstwerk zu unterscheiden.

    • „als ehemaliger Geisteswissenschaftler habe ich gelernt, klar zwischen Künstler und Kunstwerk zu unterscheiden.“

      Schade, dass die derzeitigen Geisteswissenschaftler das nicht mehr lernen.

  13. Die, rückblickend, vermutlich ehrlichste „Du Arsch“ Reaktion, die ich je von einer Freundin bekam, war damals, als ich darauf beharrte, dass ich gern wüsste, was sie mit ihren emotional geladenen Wörtern eigentlich genau meint.

    Diese Forderung an Inversautisten, sie mögen doch mal Butter bei die semantischen Fische tun und so tun, als könne man mit Worten auch Inhalte statt nur Gefühle transportieren, scheint ein massiver Affront zu sein.

    „Hast du auch Argumente und Fakten, statt emotional verfälschter Anekdoten und Erinnerungen“ = „Ich bin in deinen Augen ein Arschloch“.

    Da muss man irgendwie mit klar kommen.

  14. Da man es ja nicht jedem Recht machen kann, ist es auch absolut egal, was andere über einen denken, vor allem wenn es sich um fremde Personen aus dem Netz handelt. Wichtig sind die Menschen, denen man im realen Leben und schon für längere Zeit Nahe steht und deren Urteil wäre für mich ausschlaggebend – aber sicherlich siehst du das genauso.

    Da ich noch nicht so lange hier dabei bin, kann ich nicht viel zu deiner Frage beitragen, außer, dass ich bisher noch nichts von dir gelesen habe, was einen typischen Arsch ausmachen würde. Wenn dem so wäre, dann bin ich definitv auch ein Arsch, denn bekanntlich ist das, was man gedanklich teilt, das, was einen verbindet

    Alles andere wurde bereit schon erwähnt und

    • „Wichtig sind die Menschen, denen man im realen Leben und schon für längere Zeit Nahe steht und deren Urteil wäre für mich ausschlaggebend“

      Das Besondere hier ist aber, dass man seine Meinung einstellen kann komplett ungeachtet dessen, wer oder was man ist. Dadurch bekommt die Meinung eine ganz andere Qualität, weil es nur um sie geht. Sie ist meist ehrlicher als im echten Leben, weil die Rücksichtnahme in der Anonymität nicht so wichtig ist.
      Bei Twitter führt ein solches Setting zu extrem vielen bösartigen Wortgefechten mit viel Hass, was mir dort immer schnell die Lust am Lesen nimmt.

      Hier ist das nicht so. Es wird fast immer an der Meinung herumlaboriert mit einem allseitigen Mindestrespekt.

      In einer Welt, in der inzwischen nicht mehr zentrales Kriterium ist, was jemand macht oder sagt, sondern wer er ist und zu welcher Gruppierung er sich zählt, ist das sehr wertvoll.

  15. Ich glaube wirklich, dass sich bei vielen Linken wieder ein Bewusstsein breit macht wie bei den Bolscheviki vor der Revolution von 1918 in Russland. Man glaubt grundsätzlich im Recht zu sein, weil man über ein Weltbild und eine Ideologie verfügt, die objektiv und absolut richtig sind (bei den Bolscheviki war das der Marxismus in der leninistischen Version. Wenn jemand diesen Marxismus ablehnt, dann kann das nicht darauf beruhen, dass ihn die marxistischen Argumente nicht überzeugen, sondern es kann nur bedeuten, dass er ein Interesse daran hat, die Realisierung dieses Marxismus zu verhindern (da er vom Kapitalismus in irgendeiner Weise profitiert) Heute ist es der Antirassismus oder die Gender-Theorie o.ä). Hier ist also keine intellektuelle oder wissenschaftliche Auseinandersetzung gegeben, sondern ein Kampf um die Macht; letzten Endes ein Kampf zwischen gut und böse. „Das einzige Recht der herrschenden Klasse, ist das Recht beseitigt zu werden.“ (August Strindberg)

    Deshalb sehen sie in einem Menschen wie dir, der sachlich und unaufgeregt argumentiert und alle zur Diskussion einlädt, einen Feind, den man am besten zum Schweigen bringt. Die Möglichkeit des Blockierens auf Twitter entspricht dem wunderbar, es ist gewissermaßen ein symbolisches zum Schweigen bringen, wenn man in der Realität die Feinde schon nicht zum Schweigen bringen kann.

  16. „Ich glaube wirklich, dass sich bei vielen Linken wieder ein Bewusstsein breit macht wie bei den Bolscheviki vor der Revolution von 1918 in Russland.“

    Das besonders Perfide ist allerdings, dass die Linken sich diesmal überwiegend aus dem rechten und bürgerlichen Milieu rekrutieren.

    Oooohh!! 🙂

  17. Wenn man mal von der verbreiteten „Man müsste mal“-Mentalität und weit überwiegenden unappetitlichen Rechtslastigkeit Deiner Kommentatoren absieht, sind Deine Themen meist interessant.

    • Ich würde mal vermuten, dass Deine Auffassung hinsichtlich der „unappetitlichen Rechtslastigkeit“ doch stark daher rühren dürfte, wo Du Dich selber verortest.
      Ich halte mich z.B. selber für „links“ im klassischen Sinne, stimme jedoch in so gut wie keinem Punkt mit den Gestalten überein, die sich heute überwiegend als links bezeichnen und/oder von den Medien als links ausgegeben werden. Für diese Leute (wobei ich Dich rotz Verdachts nicht ohne Beweis dort einordnen möchte) ist z.B. schon jeder, der keine extremen gruppenbezogenen BEVORZUGUNGEN und andere Identitäspolitk gutheißt sondern wirklich für gleiche Rechte eintritt, unappetitlich rechtslastig. Die „heutigen Linksdarsteller“ haben ganz alleine dafür gesorgt, dass das Label „rechts“ zur völligen Beliebigkeit verkommen ist.

      • Zum Teil mag das stimmen, aber viele im rechten Lager geben sich alle Mühe, auch unbedingt dort verortet zu werden. Und ‚dürfte‘ in Bezug auf mich: reine Spekulation.

        • „geben sich alle Mühe, auch unbedingt dort verortet zu werden.“
          — Na, da interpretierst du doch wohl ein bisschen viel hinein (wenn du nicht eigentlich meinst, dass sie sich keine Mühe geben, ihre Ansichten zu verbergen, obgleich du das von ihnen – warum auch immer – erwartest). Ich kann da nichts in die Richtung erkennen, also bspw. keine Edgyness-Spirale oder so …

    • „weit überwiegenden unappetitlichen Rechtslastigkeit Deiner Kommentatoren“

      Ist leider so, ich verstehe es auch nicht. 🤷🏻‍♀️
      Einige wenige Kommentatoren halten dagegen, wenn es mal wieder zu heftig wird.

      • Aber sie reden noch miteinander.
        Und das ist es auch, was diesen Blog von allen anderen mir bekannten unterscheidet.
        Man fetzt sich, manchmal auch recht rüde, aber am nächsten Tag kann man sich auch zu einem anderen Thema wieder zusammenfinden.

        • Was ich immer witzig finde. 😁

          Linke sind immer stolz darauf, dass sie links sind und auch von anderen so bezeichnet werden.
          Rechte ( IB u.ä. mal ausgenommen) mögen es gar nicht, dass man sie als rechts bezeichnet, noch bezeichnen sie sich selbst so. Sie verschieben lieber die Kritisierenden weit nach links, auch wenn diese bei der CDU sind 😂

          • Naja, die CDU wurde doch völlig sozialdemokratisiert und hat/plant(?) Frauenquote und lauter so’n Quark … verhilft jetzt sogar einer eindeutig Linksextremen ins Verfassungsgericht von MeckPomm.

            Dass viele (eher) Rechte sich nicht mehr als rechts bezeichnen wollen, hat damit zu tun, dass die linken Antidemokraten des politmedialen Establishments den Begriff „rechts“ über Jahre oder Jahrzehnte teilw. systematisch als Synonym für „weit rechts“ = „rechtsradikal“ = „rechtsextrem“ = „faschistisch“ = „neonazi“ = „nazi“ … per assoziativem und anderem Framing etabliert haben (so gibt’s dann nun auch einen staatlich geförderten „Kampf gegen rechts“ etc., anstatt „gegen Rechtsextremismus“, geschweige denn „gegen politischen Extremismus“).

        • Yo genau das mag ich hier so gerne. Viele Altersgruppen, viele Meinungen, kein Blocken, zurückhaltender Blogwart (wenn auch manchmal etwss nervig mit seinen Nachfragen, die irgendwie meist voreingenommen zu sein scheinen.) hier kann man wenigstens noch irgendwie doch sehr frei diskutieren. Danke dafür!

    • „unappetitliche Rechtslastigkeit“

      Hm… als so richtig übel rechts fällt mir spontan nur Murdoch ein; der sieht sich selbst übrigens nicht so. Es gibt eine Reihe Leute, die gegen Einwanderung und Islamisierung sind. Das würde ich unter rechtslastig fassen, aber unappetitlich? Man muss diese Veränderungen doch nicht gut finden.
      Dann gibt es neoliberal Angehauchte a la Adrian, für die der Markt stets die beste Lösung ist. Das ist wirtschaftspolitisch rechts, aber jetzt auch kein Extrem (wie ich finde: leider).

      Und dann gibt es eine Stange Linke, fast ausschließlich Linksliberale, wie uepsi, carnofis oder auch mich. In geschlechterpolitischer Hinsicht sind wir natürlich stramm anti-linkenmainstream, sonst wären wir wahrscheinlich nicht hier.

      Alles in allem finde ich das Verhältnis rechts zu links ausgewogen.

      Was mir aber auch manchmal negativ auffällt, sind Kommentare, die der verorteten Gegenseite (nicht hier im Forum, sondern den „Feminazis“ da draußen) irgendetwas unterstellen, wie „die würden nie…“ oder „als nächstes kommt ganz bestimmt…“ Hat was von Filterblasensyndrom. Und bei einigen Kommentaren schimmert immer mal wieder richtiggehende Misogynie durch.

        • Ich finde es immer wieder interessant, wie sich selbst mit der größten Selbstverständlichkeit auch hier im Blog jeder VORRANGIG „LINKE“ stolz als solcher präsentiert.
          Mit derselbsen Selbstverständlichkeit nimmt er Annstoß daran, daß sich andere Teilnehmer hier anders positionieren, als er selbst, was er dann umgehend als „rääächts“ etikettieren/abwerten/diskreditieren muß.
          Es ist die unduldsame Intoleranz, die das sich heute „links“ nennende Spektrum größtenteils „auszeichnet“.

          Bezeichnend für diese selbstverständliche Richter-Anmaßung ist es, wenn dies hier zum Thema: „Euer Blick auf mich“ erfolgt, wo Christian doch gerade einmal um eine Rückmeldung zu unserer Wahrnehmung von IHM und seiner Blog-Aktivität gebeten hat…

          • Und ich finde immer wieder spannend, wie selbstverständlich man als links und Teil einer Grippe absortiert wird, wenn man sich gegen rechts ausspricht.

          • @Sabrina

            1. Bezieht sich Deine Linke-und-ihr-Rächts-Gebrüll-Kritik auch auf mich?

            2. Ich glaube, alle, die jetzt vom Thema abweichen, haben Christians Frage bereits irgendwo beantwortet. Allemal Tristan und ich. Dass sich die Gespräche dann auch mal in eine Richtung weg vom Ursprungsthema entwickeln, ist weder anmaßend noch verwerflich, sondern normal. Wobei wir soweit weg nicht sind, da wir Christians Blog und seine Gäste diskutieren. DU übrigens auch.

          • @Renton:
            „..Bezieht sich Deine Linke-und-ihr-Rächts-Gebrüll-Kritik auch auf mich?“

            Nein! Dafür habe ich von Dir hier schon zu viele fundierte und ausgewogene Kommentare gelesen. Und dieses Niveau sollten wir auch allseits beibehalten, trotz aller weltanschaulich unterschiedlichen Standpunkte, die erfreulicher Weise bei Vielen auch gar nicht immer nur auf eine Großgruppe und deren Doktrinen festgelegt ist.
            Allerdings kam dann gestern mit dem Kommentar von @Tristan Rosenkranz beginnend ein ziemlich übler „group-think“ in besagter und von mir beklagter Links-grüner Überheblichkeit ins Spiel, die ich hier nicht so gerne sehe, weil sie den wechselseitigen Respekt vermissen läßt:

            @Tristan Rosenkranz schrieb am 6. Juli 2020 um 5:03 pm:
            „Wenn man mal von der verbreiteten „Man müsste mal“-Mentalität und weit überwiegenden unappetitlichen Rechtslastigkeit Deiner Kommentatoren absieht, sind Deine Themen meist interessant.“

            Solche Scharfrichre-Haltungen sind für unser Miteinander destruktiv!

          • @Sabrina

            „Nein!“

            Gut, das erspart mir viel Tipperei 😉 Und es freut mich, dass Du viele meiner Kommentare fundiert und ausgewogen findest.

            „Allerdings kam dann gestern mit dem Kommentar von @Tristan Rosenkranz beginnend ein ziemlich übler „group-think“ in besagter und von mir beklagter Links-grüner Überheblichkeit ins Spiel“

            Du meinst das über unserem Wortwechsel? Da widersprechen die meisten Tristan doch.

            „Solche Scharfricher-Haltungen sind für unser Miteinander destruktiv!“

            Ich würde Tristans Äußerung von der „unappetitlichen Rechtslastigkeit“ nicht so extrem sehen. Es ist halt seine Meinung zum Kommentarspektrum hier. Jetzt, wo in den Kommentaren zum neuesten Blogbeitrag von Christian gerade mal wieder diffuse Äußerungen zu Hautfarben gemacht werden, bei denen ich mir nicht sicher bin, welche Grundhaltung dahintersteckt, und Androsch einen bedeutsamen Einfluss jüdischer Randsekten auf die deutsche Flüqtlingspolitik ausmacht, kann ich Tristans Urteil wieder besser verstehen. Ich überlege oft, AE und seine Kommentare in der Geschlechterdebatte woanders zu empfehlen, sehe aber meistens davon ab, weil ich davon ausgehe, dass das Kommentarforum viele Leute eher abschreckt, die nicht so auf extreme Meinungsvielfalt stehen.

            Ich finde, solange Tristan noch auf Argumente eingeht und sie nicht mit der Begründung abbügelt, sie seien unappetitlich rechts, handelt es sich nicht um eine Scharfrichterhaltung, sondern um eine legitime Einschätzung der Gesamtsituation (die ich nur eher bedingt teile, s.o.).

          • @Renton:
            „Ich überlege oft, AE und seine Kommentare in der Geschlechterdebatte woanders zu empfehlen, sehe aber meistens davon ab, weil ich davon ausgehe, dass das Kommentarforum viele Leute eher abschreckt, die nicht so auf extreme Meinungsvielfalt stehen.“

            Das ist doch genau das Dilemma! Was sind wir für eine „demokratische“ Gesellschaft, wenn wir die fundamentale Ausssage des Grundgesetzes nicht verinnerlicht haben:
            „Eine Zensur findet nicht statt!“ (Artikel 5, GG)
            Die „Schere im Kopf“ ist aber kennzeichnend für andere Staats- und Rechtssysteme!

          • „Die „Schere im Kopf“ ist aber kennzeichnend für andere Staats- und Rechtssysteme!“

            Naja, das stimmt so nicht ganz. Kennzeichnend für andere Staats- und Rechtssysteme ist es, dass du, wenn du mal was massiv gegen den Mainstream gerichtetes in ein Forum schreibst, befürchten musst, noch am selben Tag von Polizisten abgeholt und auf nimmer Wiedersehen in irgendein Foltergefängnis verbracht wirst.

            Die „Schere im Kopf“ ist eigentlich etwas sehr menschliches. Dass wir Dinge, die sich sehr mit unserem eigenen Erfahrungsschatz beißen, erst einmal sehr skeptisch sehen und teils intuitiv zurückweisen, dürfte wohl an den Mechanismen liegen, wie unser Gehirn eigehende Informationen verarbeitet und verwaltet.

            Das Problematische an der hiesigen Situation ist eher, dass dieser „Erfahrungsschatz“ durch oft sehr einseitige mediale Beschallung teils radikal homogenisiert wird, wodurch der Korridor des noch zulässigen Denkens immer schmaler wird.

            Grundsätzlich ist diese „Schere im Kopf“ auch nicht immer völlig verkehrt. So wenig, wie alles stimmt, was wir z. B. in den Medien kredenzt bekommen, so wenig ist aber auch direkt alles gelogen. Und ich halte es, schon im Sinne einer gewissen mentalen Ergonomie, nicht für grundsätzlich sinnvoll, jeder noch so abwegigen Theorie immerzu erst einmal nachzugehen. Wenn man persönlich die Zeit dafür hat, gerne. Aber ich versuche mich schon innerhalb meiner persönlichen Ressourcen an dem zu orientieren, was mir möglichst rundweg plausibel erscheint und nicht erst dann an Glaubwürdigkeit gewinnt, wenn ich es erst mit haufenweise anderen für sich alleinstehend ebenso wirr anmutenden Theorien verknüpfen muss.

            Beim Geschlechterthema etwa habe ich irgendwann sehr deutlich „die Seiten gewechselt“, weil mir die medial präsentierten Geschichten zu viele offensichtliche Brüche mit meiner Lebenswirklichkeit und nicht selten rundweg jeglicher menschlicher Logik aufwiesen…

          • @Billy Coen:
            „Das Problematische an der hiesigen Situation ist eher, dass dieser „Erfahrungsschatz“ durch oft sehr einseitige mediale Beschallung teils radikal homogenisiert wird, wodurch der Korridor des noch zulässigen Denkens immer schmaler wird.“

            Das dürfte wohl zutreffend sein, und bedeutet, daß wir dem wachsam entgegentreten sollten, wenn wir uns nicht als Hammelherde wiederfinden (genauer gesagt: verlieren) wollen.

            Dann führst Du aus:
            „So wenig, wie alles stimmt, was wir z. B. in den Medien kredenzt bekommen, so wenig ist aber auch direkt alles gelogen. Und ich halte es, schon im Sinne einer gewissen mentalen Ergonomie, nicht für grundsätzlich sinnvoll, jeder noch so abwegigen Theorie immerzu erst einmal nachzugehen.“

            Das war aber auch nicht von mir propagiert worden; ich bat lediglich um mehr Toleranz, auch für zunächst einmal nicht in das eigene Weltbild passende Sichtweisen, ohne gleich den Zensur-Meister zu bemühen…

            Deshalb halte ich die „Schere im Kopf“ im Zusammenhang mit politischer Selbst-Zensur immer für eine mehr oder weniger gefährliche Einschränkung menschlicher Geisteskraft.

          • @Sabrina

            Du hast leider recht mit der Schere im Kopf. Soweit ist es bei mir schon gekommen, dabei bilde ich mir sonst soviel darauf ein, mich nicht aus den falschen Gründen verbiegen zu wollen.

            Ich weiß noch nicht, wie ich mit dieser Erkenntnis umgehe…

          • @Renton:
            „Du hast leider recht mit der Schere im Kopf. Soweit ist es bei mir schon gekommen, dabei bilde ich mir sonst soviel darauf ein, mich nicht aus den falschen Gründen verbiegen zu wollen.

            Ich weiß noch nicht, wie ich mit dieser Erkenntnis umgehe…“

            Danke für ein mutiges Eingeständnis, und viel Kraft, Klugheit, besonnenes Vorgehen und Durchhaltevermögen!

    • schließ mich an. Meine Bewunderung für die Arbeit und Zeit, die investiert wird, nicht nur des Masters, sondern auch vieler Kommentatoren.

  18. Ich bin auch immer wieder überrascht, wie inbrünstig dich manche (von mir ansonsten eigentlich als ganz vernünftig eingeschätzte) Leute hassen. Natürlich verstehe ich einige Punkte, die einen an dir/deinem Blog stören können:
    – die liberale Kommentarpolitik ermöglicht tatsächlich, dass hier einige sehr gruselige Dinge stehen
    – dein biologistisches Weltbild wirkt tatsächlich gern mal etwas unmenschlich
    – das bloße Stichwort Pick-up triggert viele Leute, da sie dabei gleich an gehirnwaschende Grabscher denken, die sich ja auch in dem Bereich rumtreiben.
    Aber an sich müsste man doch alle diese Punkte verstehen können (auch, wenn man sie nicht unbedingt teilt):
    – du bist für die Redefreiheit und greifst erst dort ein, wo es hetzend oder beleidigend wird
    – dein Ansatz ist nun einmal ein rein biologischer, aber auch du verwehrst dich ja definitiv gegen naturalistische Fehlschlüsse
    – was du von dir als PU beschreibst und praktizierst (bzw. praktiziert hast, du bist ja nun schon länger gebunden) würde ich jetzt mal als die „helle Seite“ bezeichnen, die im Grunde mehr Selbsttherapie und Auftretensübung ist, als die hässliche, aggressive und „fiese“ Sorte, die es ja auch gibt (und deren Erfolg mich schon lange betrübt).

    Kann mich da nur dem Lob anschließen und sagen, dass AE einer der Blogs ist, auf die man (okay, wenn die Kommentarspalte nicht wäre) guten Gewissens verweisen kann, wenn man Geschlechterthemen bespricht. Ruhig und ohne Aggression und vor allem nicht von dem Grimm des Verletzten getrieben, der Grundlage so vieler solcher Plattformen ist.
    Man muss deinen Thesen nicht zustimmen, man kann deinen „Biokram“ für engstirnig und einseitig halten und kann auch „dein“ PU ablehnen, weil einem selbst das noch immer zu manipulativ ist (wobei ich dann immer frage, ob man einer Frau auch untersagen soll, sich fürs Date schick zu machen, weil sie damit ja den Mann in die gewünsche Richtung fühlen lässt), aber eigentlich sehe ich keinen Grund, dich so heftig abzulehnen, wie hier getan wird (und ja auch ohne eine Begründung, die über das bloße Stichwort PU hinaus geht).

    • „– was du von dir als PU beschreibst und praktizierst (bzw. praktiziert hast, du bist ja nun schon länger gebunden)“
      Hm, ich bin seinerzeit mit dem schönen Buch von „Lodovico Satana“ : “ Lob des Sexismus“ in Berührung gekommen. Das hat den schönen Untertitel „Frauen verstehen, verführen und behalten“ hat. Und ich kann zustimmen, dass es ein böser Fehler wäre, mit Pickup (verstanden als: sei der Mann, den Frauen haben wollen!) aufzuhören, sobald man in einer sogenannten „festen Beziehung“ ist 😉

  19. Yo genau das mag ich hier so gerne. Viele Altersgruppen, viele Meinungen, kein Blocken, zurückhaltender Blogwart (wenn auch manchmal etwss nervig mit seinen Nachfragen, die irgendwie meist voreingenommen zu sein scheinen.) hier kann man wenigstens noch irgendwie doch sehr frei diskutieren. Danke dafür!

  20. Ok zu meiner Schande: Bin nicht bei fb, war nicht auf deiner fb Seite und würde daher bloss Bezug auf das was ich hier gelesen habe nehmen und welcher Eindruck im Laufe der Zeit gewachsen ist.

    Ich denke, dass du Menschen und ihr Verhalten nicht immer „verstanden“ hast und du dir das Themenfeld eher intellektuell /analytisch erschließt. Was du nicht als „Kritik“ sehen sollst, denn auch wenn wir ansonsten glaub ich eher sehr unterschiedliche Menschen sind, in diesem Punkt sind wir uns verdammt ähnlich. Ausserdem bleibst du in Diskussionen auch dann noch freundlich /höflich Wenn ich bereits lange explodiert wäre (was ich versuche mir zum Vorbild zu nehmen, ebenso das „Du bist selbst deines Glückes Schmied!“, früher habe ich öfter anderen versucht die Schuld an meinem Leben zu geben)

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