„Wie kann man die Generation der 15-25-Jährigen vor der allgegenwärtigen feministischen Gehirnwäsche retten?“

Mitm hatte dieses Thema für einen Artikel vorgeschlagen:

Wie kann man die Generation der 15-25-Jährigen vor der allgegenwärtigen feministischen Gehirnwäsche retten? Wie wirksam ist die überhaupt? Damit zusammenhängend: welche Medien haben den größten Einfluß?

Ich würde die Frage aufspalten:

1. Muss man die Generation überhaupt retten? Wie wirksam ist die Propaganda

Ich muss zugeben, dass ich gegenwärtig nicht sehr viele 15jährige und auch nicht so viele 25 bzw die Gruppen dazwischen in meinem Umfeld habe. Aber mir scheint das diese Theorien dort zwar bekannt sind, aber man sich eher über sie lustig macht.

Es wäre daher interessant zu wissen, wie weit sie überhaupt verbreitet sind.

2. Wie geht man dagegen vor?

Das Problem scheint mir eher zu sein, dass sehr viele Aktivisten in Medienbereichen Anhänger dieser Theorien sind und es dort auch extrem gefährlich sein kann, etwas dagegen zu sagen. Das führt zu einem gewissen Teil an Mitläufern. Aber ich habe schon von einigen Leuten in Behörden gehört, dass sie die Leute da teilweise als durchgedrehte Männerhasserinnen wahrnehmen, die in ihrer eigenen Welt leben. Ich erinnere mich beispielsweise an eine junge Lehrerin, die Gleichstellungsbeauftrage wurde und auf entsprechende Schulungen musste. Und die Vortragende aus dem Ministerium als männerhassende Emanze empfand, die Lebenswege für Frauen wollte, die diese keineswegs mittragen wollte. Sie war ja gerade Lehrerin geworden, damit sie auch Zeit für ihre Kinder hat und nicht um radikale Frauenförderung mit den damit verbundenen Zusatzaufgaben zu übernehmen („Schulleiterin möchte ich nie werden, man bekommt 400 € mehr und dafür legen die die ganzen Konferenzen in die Schulferien. Da wär ich doch bekloppt“)

Aber das ist natürlich auch nicht repräsentiv.

Ich glaube man wird in der normalen Bevölkerung es noch relativ einfach haben, weil dort diese Gedanken noch nicht so verbreitet sind und man als jemand, der sie vertritt noch in der Minderheit ist. Schwieriger wird es in allen Bereichen, die irgendwie mit „Frauen und Minderheitenrechten“ zu tun haben. Dort ballen sich die Radikalen zusammen, führen aber auch erbitterte Grabenkämpfe mit den „alten Feministinnen“.

Der Beeinflussung der Jugend wirkt denke ich entgegen, dass die meisten Menschen gerne Teil ihres Geschlechts sind und das andere auch gerne mögen und begehren. Sie nehmen sich nicht so wahr, wie es der intersektionale Feminismus erfordert und sie nehmen auch andere nicht so wahr. Die Propaganda scheitert insofern hoffentlich an der Realität.
Dennoch kann ein Klima erzeugt werden, in dem man in bestimmten Bereichen nicht zugeben darf, dass man dem nicht zustimmt. Und in dem es Cool sein kann und sozial angepasst sich auf eine bestimmte Weise zu äussern. In Amerika scheint mir diese kritische Maße schon in mehr Bereichen erreicht zu sein, es wäre interessant wie es in Deutschland ist.

Aber letztendlich hilft gegen Propaganda und Indoktrinierung immer nur Aufklärung und Gegenpositionen. Man sieht einige dieser Schlachten bereits auf Plattformen wie 9gag, aber auch in „go woke, go broke“ (also daran, dass sich die Produkte nicht durchsetzen) und auch an den Zugriffszahlen von Bentovideos auf Youtube, die im „unter tausend“ Bereich rumdümpeln.

Eine Betrachtungsweise wäre, dass man noch so viel Werbung für Sand als köstliches Lebensmittel machen kann, man wird die Masse nicht überzeugen, weil es einfach nicht schmeckt.

Ich vermute, dass auch diese Ideologie sich wie jede „Jugendkultur“ nur eine begrenzte Zeit halten kann. Sie hat ähnlich wie Punk das Problem, dass sie provozieren muss und die Ausnahme sein muss um interessant zu sein. Distinktionsgewinne kann man nicht im Mainstream erzielen, in diesem lässt sich aber auch keine unendliche Steigerung der Empfindlichkeit und kein zu starkes Drehen an der Call out Culture Schraube erlauben.
Intersektionaler Feminismus hat etwas von Punk, es ist etwas für Aussenseiter, die sich überlegen fühlen wollen, weil sie gegen das System sind. Um so schlimmer, da man sich dort fast zwangsläufig gegen einander richten muss, wenn man wirklich auffallen will.

Ich hoffe das es das uninteressant genug macht.