Die Theorien von DiAngelo zu Weißen und ihre spaltende Wirkung

Ich fand diese zwei Tweets ganz interessant:

In der Tat drängt einen Identitätspolitik eben in Identitäten, eigentlich das Gegenteil von dem, was man dort eigentlich erreichen will. Und wer Identitäten hat, der wird sich eben mit ihnen eher Identifizieren und sich angegriffen fühlen, wenn diese abgewertet werden.

 

 

 

Die fiesen Männer, die einfach keine bessere Anti-Baby-Pille entwickeln

Comedy auf die Goldwaage zu legen ist natürlich an sich schon etwas gefährlich, aber diesen Abschnitt fand ich zu einem Auftritt von Carolin Kebekus fand ich doch besprechenswert:

Auch wenn die Anfänge auf die amerikanische Frauenbewegung zurückgehen: Die Pille wurde von Männern entwickelt – und sorry, Leute, das merkt man“, betonte sie. Besorgniserregend seien die vielen Nebenwirkungen des Verhütungsmittels wie Erbrechen, Stimmungsschwankungen, Depressionen, Embolien oder auch ein erhöhtes Thrombose-Risiko.

Das Problem sei, so die Komikerin, dass die Pille seit Jahrzehnten kaum verändert wurde. „Heute haben wir fucking Smartphones, aber Frauen schlucken immer noch den ‚Commodore64‘ der Verhütung“, sagte sie in Anspielung auf die Entwicklung des Computers, die in den vergangenen Jahren schnell vorangetrieben wurde. Schlimmer noch: Die modernen Pillen haben sogar noch mehr Nebenwirkungen als ihre Vorgänger, erklärte Kebekus. „Es wird einfach viel zu wenig geforscht, um die Pille besser zu machen“, beklagte sie. „Normalerweise geben Pharmakonzerne 20 Prozent ihres Umsatzes in die Forschung. Bei Verhütungsmitteln sind es lächerliche zwei Prozent“, sagte sie. Das liege daran, dass damit kein Geld verdient werden würde, weil Frauen die Pille wegen mangelnder Alternativen ohnehin trotzdem schlucken würden.

Adrian twitterte schon das passende dazu:

Aber die Idee, dass man mit einer besseren Pille kein Geld verdienen könnte ist ja auch wenig durchdacht. Denn bereits jetzt gibt es ja Pillen verschiedener Hersteller, die in einem Wettbewerb stehen. Natürlich hätte jeder Hersteller gerne eine Pille im Angebot die weniger Nebenwirkungen hat.

Aber das Problem dürfte eher sein, dass es eben nur bestimmte Mechanismen gibt, die eine Schwangerschaft verhindern bzw dem Körper eine Schwangerschaft vortäuschen und so kurzzeitig eine Schwangerschaft verhindern.

Jedenfalls ist ja Medizin nun keineswegs ein männlich besetztes  Feld. Niemand hindert Frauen daran dort zu forschen und ein besseres Produkt zu entwickeln. Wenn sie meint, dass das Potential ungenutzt ist, dann ist das mal wieder eine Marktchance, in die sie Geld stecken könnten.

Den Knaller lieferte die Komikerin am Schluss des Beitrages, als sie die Pillenpause und die damit eintretende Blutung erwähnte.

Denn die, das ließ sich Kebekus von einer Gynäkologin bestätigen, hat medizinisch überhaupt keinen Sinn. „Die Blutung, die eintritt, wenn man mit der Pille pausiert, hat einfach null mit einer Menstruation zu tun“, sagte sie. Warum es die Blutung dann überhaupt gibt? „Weil einer der Erfinder der Pille der katholischen Kirche mit diesen Blutungen so eine Art Natürlichkeit vorgaukeln wollte“, erklärte Kebekus.

Am Ende profitieren vor allem die Hersteller von Menstruationsprodukten. „Ich habe 15 Jahre die Pille genommen und die ganze Zeit umsonst geblutet? Ungefähr neun Liter Blut. Umsonst!“, stellte die Komikerin abschließend fest. Eine Tatsache, die die wortgewandte Kebekus fassungslos macht.

Es fasziniert mich immer wieder, wie leicht Frauen die Verantwortung für so etwas abgeben und es als eine Art Unterdrückung sehen können. Es gibt ja nun wahrhaftig genug Gynäkologinnen, es gibt genug Frauenzeitschriften, es gibt seit geraumer Zeit das Internet, bei dem man sich über die Vor- und Nachteile des Durchnehmens informieren kann.

Aber nein, die große Verschwörung der Kirche steckt dahinter.