Christian Jakob in der Taz zu dem Konflikt zwischen „klassischen linken Positionen“ und „Intersektionalismus“

Christian Jakob wirft in der Taz einen Blick auf die Debatte zum „Müllartikel“ von Hengameh und führt dabei interessantes zum Intersektionalismus aus.

Er beschreibt, dass einige von dem Text entsetzt waren und einige andere entsetzt waren, dass man den Text kritisiert und das dies eben ein Konflikt zwischen den Intersektionalen und den „klassischeren Linken“ ist. Und damit teilweise auch eine Generationenkonflikt.

Die taz-Online- und Social-Media-Redakteurin Juliane Fiegler war entsetzt: Sie könne „echt nicht glauben, das macht mich fast sprachlos, dass diese Zeilen einfach durchgegangen sind und niemand ganz laut NEIN, STOPP! gerufen hat“, schrieb sie. Auch sie sei für Meinungsvielfalt. Aber hier gehe es um Rassismus-Erfahrungen. „Und sorry: Zum Thema Rassismus finde ich persönlich nur EINE Meinung ok.“

In diesen Sätzen steckt, wo die Differenzen liegen: In der Frage, was es genau bedeutet, wer spricht. Vor allem jüngere KollegInnen halten dies heute für entscheidend. Das zeigte auch der Tweet einer Kollegin vom Samstag: Sie hätte sich „gewünscht, dass all die White Privilege People“ nichts zu der „Müll“-Kolumne gesagt hätten. „Den Diskurs sollten diejenigen führen, die wirklich etwas zu struktureller Diskriminierung zu sagen haben.“

Das ist ja in der Tat der klassische Konflikt: Die einen schauen auf den Inhalt, die anderen nur darauf, wer etwas sagt und wer meint etwas dagegen sagen zu dürfen. Aus der Position der Schreibenden in der Opferhierarchie bezüglich des konkreten Themas  (hier PoCs leiden unter Polizeigewalt) ergibt sich dann die Berechtigung und allenfalls darf jemand aus einer anderen Opferhierarchie angeben, dass dessen Kategorie nicht mitbeachtet ist („Was ist mit Transsexuellen Polizisten?? Werden die nicht schon genug wie Müll behandelt?“) oder jemand aus der gleichen Opferkategorie kann anführen, dass sie noch zu mild ist.

Einige KollegInnen sahen ein „Redeverbot“ für Weiße anrollen. Ein Irrtum. Denn natürlich wird niemandem verboten zu reden. Erwartet wird vielmehr, sich der Auffassung anzuschließen, nichts zum Diskurs beizutragen zu haben, wenn man keine eigenen Erfahrungen hat – und deshalb freiwillig zu schweigen, anders also als Küppersbusch. So soll die gesellschaftliche Auseinandersetzung stärker von Benachteiligten bestimmt werden können und sich die Dinge deshalb zum Besseren verändern mögen.

Eine gar nicht so schlechte Darstellung. Es wird nicht verboten zu reden, es wird nur erwartet, dass man selbst merkt, dass man nicht reden sollte (und ein Verstoß dagegen natürlich dann wieder kritisiert).

Und deswegen „darf“ eine PoC-Autorin wie Hengameh Yaghoobifarah in den Augen intersektional Denkender auch „alles“, wie es hieß. Wer ihr das abspricht – und etwa an der Kolumne herummäkelt –, ist kein guter „ally“, Verbündeter der Diskriminierten, sondern verteidigt seine Privilegien. Und wer ihr das abspricht und selber PoC ist, ist in dieser Lesart ein „token“, also von Weißen manipuliert. Entscheidend ist die Zugehörigkeit zu einem privilegierten oder zu einem unterdrückten Kollektiv. Aus Letzterem soll Definitionsmacht erwachsen – das Recht also, zu bestimmen, was diskriminierend ist. Rassistisch etwa ist demnach, was von einer – im Zweifelsfall einzigen – PoC so empfunden wird. Für intersektional Denkende ist dies zwingend.

Es soll daraus Definitionsmacht erwachsen, aber nur sofern man sich an die zulässigen Definitionen hält – alles andere ist in der Tat dann ein Überlaufen zum Feind, denn es gibt nur eine Wahrheit. Und die steht ganz klar fest. Wer sie nicht teilt, der hat damit nichts verstanden oder will es aus politischen Gründen nicht verstehen.

(…) Ältere LeserInnen und RedakteurInnen der taz tun sich damit teils schwer. Einige sehen ihre blinde Flecken, im Weltbild und im eigenen Handeln. Andere sind verunsichert, fürchten Rassismusvorwürfe und fragen sich, wo und wie sie als Weiße mitreden sollen, wenn von ihnen eigentlich nur erwartet wird, „sich über den eigenen Rassismus zu bilden“. Und wieder andere finden, dass die Fixierung auf „Privilegenreflexion“ und Identität viele wichtige Fragen unter den Tisch fallen lässt. Oder sie stoßen sich daran, dass für die Vorstellung gemischter politischer Organisierung und Solidarität in der intersektionalen Vorstellung von Antirassismus wenig Platz ist.

In der Tat fallen dabei viele Fragen unter den Tisch. Beispielsweise spielt Klasse, früher eines der wichtigsten Kriterien innerhalb der Linken, quasi keine Rolle mehr, weil es auch zu Kategorien übergreifend ist. Und in der Tat führt Intersektionalismus schnell zu einer Trennung, zu einer Verstärkung der Unterschiede, zur Betonung von Sachen wie Geschlecht oder Rasse, statt zu einer Überwindung der Unterschiede.

Umgekehrt werfen jüngere KollegInnen den Älteren vor, Anstoß an der „Müll“-Kampagne zu nehmen, weil sie „ihre“ taz beschädige, nicht aber an rassistischen oder sexistischen Karikaturen, die nur andere verletzen. Für sie ist solch zweierlei Maß Ausdruck weißen Privilegs. Und das wollen sie nicht durchgehen lassen.

Natürlich nicht! Das darf man auch nicht durchgehen lassen. Wäre ja interessant wie da die Konflikte ausgetragen werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass es da einiges an Verwerfungen gibt.

Was mit der politischen Fixierung auf Privilegien zu gewinnen ist, ist nicht ausgemacht. Diese zielt vor allem auf die Subjekte. Veränderung soll zum einen über moralische Anrufung und die daraus folgende Bereitschaft kommen, unrechtmäßige Vorteile abzutreten. In einer „neoprotestantischen Selbstdisziplinierung“ sollen Weiße ihre Besserstellung aufgeben und „Machtverhältnisse aktiv verlernen“, sagt der Soziologieprofessor und Mitgründer der Gruppe „Kanak Attak“, Vassilis Tsianos, dazu. „Die Organisationsfrage wird nicht gestellt, die Eigentumsverhältnisse werden nicht angetastet.“

Das finde ich ja auch nach wie vor naiv, aber hier gut dargestellt:

Veränderung soll zum einen über moralische Anrufung und die daraus folgende Bereitschaft kommen, unrechtmäßige Vorteile abzutreten

Ein ziemlich bescheuerter Ansatz. Gerade dann wenn die moralische Anrufung sich auf eine Gruppenschuld bezieht und daraus eine persönliche Verantwortung macht.

In einer „neoprotestantischen Selbstdisziplinierung“ sollen Weiße ihre Besserstellung aufgeben und „Machtverhältnisse aktiv verlernen“

Da haben sie sich alle Macht geschnappt und verlernen sie dann wieder, einfach nur weil man es ihnen sagt.

Auch Kritik am Staat ist bestenfalls sekundär. Denn der andere Weg, über den intersektional Denkende Veränderungen herbeiführen wollen, ist von oben: Institutionell verankerte Diversity soll nominell Unterprivilegierten – bei denen es sich allerdings ausnahmslos um AkademikerInnen handelt – Zugänge zur Macht verschaffen. „Reformeliten ohne soziale Bewegungen“, sagt Tsiannos.

Das ist kein dummes Konzept, wenn man derjenige ist, der dafür bezahlt wird die Veränderung für die Gesellschaft zu erreichen. Man braucht sich nicht groß mit einer Graswurzelbewegung beschäftigen, sondern man muss nur an die Fördertopfe ran.

Eines der Felder dieser Auseinandersetzung sind die Medien. Neben der stärkeren Repräsentation von Minderheiten steht dabei dreierlei im Raum, was aus teils guten Gründen gefordert, bislang aber kaum offen verhandelt wird.

Erstens: Meinungen sollen unterschiedlich behandelt werden, je nachdem, wer sie äußert. Wer unterdrückt wird, hat erst mal recht. Dafür stehen Imperative, die etwa bei #MeTwo zu hören waren: Nicht relativieren, nicht infrage stellen, nicht anzweifeln. Am besten gar nichts sagen. Nur zuhören. Wie viele es sich auch bei der „Müll“-Kolumne wünschten. Zum „nicht kritisieren“ ist es da nicht weit. Für Journalismus, der ohne zu kritisieren nutzlos ist, ist das heikel, für den gesellschaftlichen Dialog auch.

Mit der Einschränkung, dass er unterdrückt wird bzw zu einer unterdrückten Kategorie gehört (es kann ihm dabei wunderbar gehen) und auch das richtige sagen muss

Zweitens: Expertise, die auf eigener Erfahrung gründet, hat Vorrang. Heute ist ausgemacht, dass eine Talkrunde über Rassismus ohne PoCs inakzeptabel ist. Das Schlagwort lautet: Erkenntnisbarrieren. Aber was heißt das für andere Felder?

Erfahrungen allerdings, die als akzeptiertes Mitglied einer unterdrückten Kategorie gewonnen worden sind.
In der Tat kann in der Sicht ein männlicher Forscher, der zB jahrelang mit vielen Veröffentlichungen zu den Ursachen des Gender Pay Gaps geforscht hat und diese eben nicht auf Sexismus zurückführt, nicht gegen eine Frau ankommen, die anführt, dass sie nur wegen Sexismus nicht mehr verdient.

Drittens: Diskriminierten soll Sicherheit vor Verletzungen garantiert werden. Für den Journalismus heißt dies, sprachliche Gewalt zu unterbinden. Das bekannteste Beispiel ist die Ächtung des verletzenden N-Worts. Die Implikationen gehen allerdings darüber hinaus: Wenn der Gewaltbegriff tendenziell der sozialen Aushandlung entzogen und der individuellen Definitionsmacht übertragen wird, ist er zwangsläufig entgrenzt. Auch ein Satz wie der eingangs geschilderte von Küppersbusch kann dann als rassistisch ausgelegt werden – und müsste folglich gestrichen werden. Extrem heikel.

Auch das ein interessanter Punkt. Ein Marginalisierter hat einen Anspruch darauf, dass er vor allen Anfeindungen geschützt wird und sicher ist. Ein Privilegierter hingegen sollte mal die Erfahrung machen wie es ist schlecht behandelt zu werden. Wird ihm nur gut tun. Der Satz hier dazu: „Wenn der Gewaltbegriff tendenziell der sozialen Aushandlung entzogen und der individuellen Definitionsmacht übertragen wird, ist er zwangsläufig entgrenzt“. Finde ich gut. Es wird eben Gewalt neu definiert in „berechtigtes sich wehren und nach oben treten“ und „Unberechtigte Angriffe und nach unten treten“. Berechtigtes nach oben treten kann es dann auch sein, wenn man in einer Zeitschrift mit hoher Auflage alles schreiben kann, was man will.

 

115 Gedanken zu “Christian Jakob in der Taz zu dem Konflikt zwischen „klassischen linken Positionen“ und „Intersektionalismus“

  1. Zu der Reaktion von Juliane Fiegler am Anfang fehlt das Küppersbusch Zitat davor: „Nicht alle waren beeindruckt. taz-Kolumnist Friedrich Küppersbusch muffelte: „Bei #MeDreiundfuffzig wird’s öde. Wenn auch die Linkshänder, Laktoseunverträglichen und gehässig missverstandenen Innenminister ihr Elend an der Welt an ihrer Diskriminierung festgemacht haben“ und „beleidigt in der Ecke sitzen“.“
    Ich nahm nämlich an dass die Frau sich auf den Yaghoobifarahschen journalistischen Auswurf bezog. Aber wenn ich das richtig verstanden habe, fand sie den herrlich trockenen Kommentar von Friedrich Küppersbusch daneben.

    Aber insgesamt geradezu irritierend, dass in der TAZ gegen den íntersektionalismus geschrieben wird.

    Zum letzten Punkt ist anzumerken, dass die Strategie der „Vergeltung“ (werden dann schon merken wie das ist) schwer an längst an überkommen geglaubte Erziehungsmethoden erinnert, die die Bionadebourgeoisie (herrlicher Begriff) bei Anna-Lena und Anna-Kathrin niemals anwenden dürfte.

    Ich bin dann mal weg – Kommentare lesen.

  2. „Und wer ihr das abspricht und selber PoC ist, ist in dieser Lesart ein „token“, also von Weißen manipuliert.“

    Gemäß intersektionaler Theorie verbreiten immer die die reinste Wahrheit, die sich am sexistischsten, rassistischsten und entmenschlichsten ggü. weißen Männer äußern. Alle anderen haben da noch die Gehirnwäsche des Patriarchat intus und müssen erst noch erleuchtet werden.

    Was für eine Hölle mit solchen Menschen täglich arbeiten zu müssen…

    • Ja, die wollen hinter die Aufklärung zurück. Heilige Inquisition, Hexenjagd und so muss wieder salonfähig gemacht werden. „token“ bedeutet hier „von bösen Mächten besessen“.

      Aber erinnert auch an die kommunistische Revolution in China mit den systematisch veranstalteten Gezeter-Kurzprozessen … aber auch an Roland Freisler und Konsorten.

      Es kommt jemand, der sagt: „Ich bin Opfer“. Ob er Opfer ist, darf nicht hinterfragt werden, denn es darf nicht mal hinterfragt werden, was genau für ein Opfer er ist (d.h. dass er ein Opfer ist, geht der Frage schon als Annahme voraus, ohne die die Frage inhaltlich sinnlos wäre). Das heißt, Ankläger führt aus, was er will, dann melden sich vielleicht noch ein paar Nebenkläger, und zusammen entscheiden sie das über das Urteil. Alle anderen haben die Klappe zu halten.
      Das ist geistig-moralisch so das Niveau eines kleinen(!) Kindes. Aber um Moral geht’s ja eigentlich auch nicht, denn – wie sagte Bertold Brecht: – erst kommt das Fressen, dann die Moral (wann ist man schon satt? wenn man genug Nahrung und sonstige materielle Mittel zur Stillung der Grundbedürfnisse zum Überleben wie der mental am besten mit den gleichen Mitteln umgehen könnende Gesunde hat? oder erst wenn man zur Oberschicht gehört? auch Millionäre, inkl. Multimillionäre, finden, dass sie noch – wenn ich mich recht erinnere – ca. 25 % reicher sein müssten, als sie sind, damit sie genug haben, um alle ihre Bedürfnisse zu befriedigen).

  3. Es wird nicht verboten zu reden, es wird nur erwartet, dass man selbst merkt, dass man nicht reden sollte

    Wie kannst du den rassistisch motivierten Zwang seine Ansicht nicht äussern zu dürfen, als irgendwie freiwillig bemänteln, @Christian?

    Dass die linksextreme Taz das so sieht, ist natürlich logisch, die denken idenitär und eben damit in rassischen Kategorien. Und so versuchen sie die ganze Angelegenheit im Grossen und Ganzen als Konflikt zwischen Alt und Jung hinzustellen, was schlicht nur ein Konflikt zwischen Liberalismus und totalitärem Rassismus ist. Um das letztere besser dastehen zu lassen! Dabei tut der Taz-Text so, als sei er ausgewogen, weil er beide Meinungen pseudokritisch nebeneinander stellt. So legitimimiert man Extremismus, „piecemeal“, bzw nach der „Salami-Taktik“.

    • Alex, deine zwanghafte Verteilung des Labels „linksextrem“ in allen Ehren, aber wenn du selber befindest: „die denken identitär und eben damit in rassischen Kategorien“, dann sollte dich das gedanklich ins Stolpern bringen.

      Seit wann war und ist es charakteristisch für „Linksextreme“ in rassischen Kategorien zu denken?
      Ich kenne nur Linke, die M.L. Kings Diktum unterschreiben würden, seine Utopie ist, dass Menschen nach ihrem Charakter und nicht nach ihrer Hautfarbe beurteilt werden.

      Wenn sich jedoch nach der Standpunkttheorie dein besseres (!) Wissen nur auf der Basis deiner „gelebten Erfahrung“ als per se „Unterdrückter“ begründen lässt, die auf deiner Hautfarbe basiert, dann musst du auf deiner Hautfarbe bestehen. Das Privileg im Besitz eines besseren Wissens zu sein (als Menschen mit der Hautfarbe x) beruht ja darauf.

      Es sind also ausschließlich die Linksidentitären, die das komplette Gegenteil von dem wollen, was King gesagt hat.

      • Wenn sich jedoch nach der Standpunkttheorie dein besseres (!) Wissen nur auf der Basis deiner „gelebten Erfahrung“ als per se „Unterdrückter“ begründen lässt, die auf deiner Hautfarbe basiert, dann musst du auf deiner Hautfarbe bestehen. Das Privileg im Besitz eines besseren Wissens zu sein (als Menschen mit der Hautfarbe x) beruht ja darauf.

        Persönliche Betroffenheit ist keine Garantie für Objektivität und rationale Verarbeitung. Es ist nicht selten im Gegenteil so, dass persönliche Betroffenheit und die damit einhergehenden Emotionen das Urteilsvermögen trüben. Nur zuzuhören erinnert mich an meine Jugendzeit, in der ich gezwungen war, 24-mal pro Jahr Sonntags in die Kirche zu gehen, um konfirmiert zu werden. Da stand dann einer auf der Kanzel und redete (predigte) Unsinn und ich musste die Klappe halten. Nein danke, das brauche ich in diesem Leben nicht mehr.

          • Es gibt da zwei Seiten. Persönliche Betroffenheit ist ein Erfahrung, die andere eben nicht gemacht haben. Insofern ist es auch üblich, persönlich Betroffene einzubeziehen, ihnen zumindest Gehör zu schenken.

            Die beiden von Dir getroffenen Aussagen widersprechen sich tendenziell.

            Nein, das tun sie nicht. Ich bezog mich auf den Anspruch der Identitären, dass Nichtbetroffene einfach nur zuhören sollten und dass ich das nicht akzeptiere, was ich mit einer Predigt von der Kanzel verglich, wo ich nur Zuhörer war.

        • @Pjotr:
          „Persönliche Betroffenheit ist keine Garantie für Objektivität und rationale Verarbeitung. Es ist nicht selten im Gegenteil so, dass persönliche Betroffenheit und die damit einhergehenden Emotionen das Urteilsvermögen trüben. Nur zuzuhören erinnert mich an meine Jugendzeit, in der ich gezwungen war, 24-mal pro Jahr Sonntags in die Kirche zu gehen, um konfirmiert zu werden. Da stand dann einer auf der Kanzel und redete (predigte) Unsinn und ich musste die Klappe halten. Nein danke, das brauche ich in diesem Leben nicht mehr.“

          Die beiden von Dir getroffenen Aussagen widersprechen sich tendenziell.
          Persönliche Betroffenheit und die damit einhergehenden Emotionen sind nicht per se falsch und unangemessen. Es stellt sich dabei eher die Frage, welche Reichweite die persönliche Betroffenheit in Anspruch nehmen darf.
          Bezogen auf das Individuum und seine Welt, mag sie meistens durchaus realistisch und angemessen sein; weitergehende Übertragungen auf die soziale Umwelt bedürfen der sorgfältigen Prüfung, für die es erst recht keine „General-Absolution“ geben kann!
          Deine zweite Aussage betrifft Dein ganz persönliches Erleben mit der Kirchenbesuchs-Obligation, die Dich mit dem auf einer Kanzel gepredigten „Unsinn“ persönlich betroffen gemacht hat, und die zur entsprechend von Dir praktizierten Verarbeitung führte, ohne weitergehende Inanspruchnahme von „Objektivität und (einzig) rationaler Verarbeitung“…

      • „Seit wann war und ist es charakteristisch für „Linksextreme“ in rassischen Kategorien zu denken?“

        Spätestens seit der Selektion jüdischer von nichtjüdischen Passagieren durch Linke in Entebbe 1976.

        • Oh ja, stimmt, ich vergaß.
          Da waren alle Linken weltweit daran beteiligt.
          Sogar der Bundesvorstand der SPD war persönlich zugegen und auf den Flughafen wurde flugs die Grünen gegründet und die Linke. /sarcasm

          • Du kannst spotten wie Du willst, der Intersektionalismus stammt aus der Linken und wird von Linken vertreten. Ich weiß warum. Du aber kannst oder möchtest es nicht wissen, weil Du Dich an einen idealen linke Theorie klammerst, die nie existiert hat.

          • In den grossen Medien unserer Zeit bekomme ich rassistische Argumente nur von den Linken präsentiert. Das schimpfen über den Weissen Mann ist Kern dessen was sich heute links und progressiv nennt. Das ist bedauerlich, aber ich komme nicht umhin festzustellen: Der Kern linken Denkens ist heute Menschen nach Rasse und Geschlecht zu unterscheiden.

          • „Das schimpfen über den Weissen Mann ist Kern dessen was sich heute links und progressiv nennt.“

            Progressiv ja, …
            Betont anti rechts auch.
            Aber links?
            Das ist nach meinem Eindruck eher eine Zuschreibung von rechts.

            Wie sich schon an der Diskussion an anderer Stelle herauskristallisierte, werden die Zuschreibungen „links“ und „rechts“ heute eher in herabsetzender Weise von den jeweiligen politischen Gegnern verwendet und sind ihrer politischen Inhalte längst entleert.
            Und wegen ihres inflationären Gebrauchs sind sie nicht einmal mehr als Beschimpfungen so recht geeignet.

          • “ “

            In einer ruhigen Minute werde ich mal über Dein Argument nachdenken, Adrian.
            Versprochen! 😉

          • Dann kannst Du gleich auch mal darüber nachdenken, wie die Anhänger des Intersektionalismus sich selbst wohl politisch einordnen. Wahrscheinlich werden sie das Label „links“ weit von sich weisen 🙂

          • @crumar:

            sumu hat Recht:
            „ In den grossen Medien unserer Zeit bekomme ich rassistische Argumente nur von den Linken präsentiert. Das schimpfen über den Weissen Mann ist Kern dessen was sich heute links und progressiv nennt. Das ist bedauerlich, aber ich komme nicht umhin festzustellen: Der Kern linken Denkens ist heute Menschen nach Rasse und Geschlecht zu unterscheiden.“

            Ich denke dies 1:1 und es widert mich langsam an, andauernd diesen identitären Extremismus gesellschaftsfähig mit einem moralischen Überlegenheitsgefühl serviert zu bekommen.

          • Die Leute, die heute das Schild „Linke“ um den Hals tragen, sind es eben sachlich nicht. Heute sind fast alle relevanten politischen Kräfte rechts in irgendeiner Form. Der einzige Unterschied ist, es gibt Rechte die das zugeben und dazu stehen, und Auch-Rechte, die so tun als seien sie was ganz anderes.

          • „Dann kannst Du gleich auch mal darüber nachdenken, wie die Anhänger des Intersektionalismus sich selbst wohl politisch einordnen. Wahrscheinlich werden sie das Label „links“ weit von sich weisen 🙂“

            Und wer sich genüsslich einen Doppel-Whopper verzehrend in eine Versammlung des lokalen Veganerclubs setzt, der hat auch jedes Recht, an der Versammlung teilzunehmen, solange er sich selbst, einfach nur, weil dieses Label gerade irgendwie „woke“ erscheint, als Veganer bezeichnet, oder?

          • „Und wer sich genüsslich einen Doppel-Whopper verzehrend in eine Versammlung des lokalen Veganerclubs setzt, der hat auch jedes Recht, an der Versammlung teilzunehmen, solange er sich selbst, einfach nur, weil dieses Label gerade irgendwie „woke“ erscheint, als Veganer bezeichnet, oder?“

            Sehr gut formuliert.

            Als seinerzeit noch unter Helmut Schmidt Ende der 70er die „Nachrüstung“ mit Kurz- und Mittelstreckenraketen auf (west)deutschem Boden beschlossen wurde, formulierte sich eine enorme Widerstandsbewegung. Damals bezeichnete der Verteidigungsminister Hans Apel die Bundeswehr als die größte (fast 500.000 Mann unter Waffen) Friedensbewegung Deutschlands.
            Es ist diese Orwellsche Begriffsverdrehung, die es heute Rechten erlaubt, eine tiefbürgerlich rechte Bewegung als „links“ zu missbrauchen.
            Immerhin scheint diesen Leuten klar zu sein, dass „links“ gut ist.
            Sie selbst sind aber so links, wie eben ein Bulettenfresser im Veganerclub.

          • Ich denke der Widerspruch besteht hier zwischen Worten und Taten. Schon in Bett Bibel steht “ an ihren Taten sollt ihr sie erkennen“. Solange wir bei rechts, links, Feministisch, Maskulinistisch nur an Worte und nicht an Taten denken ist die Diskussion sinnlos. Was hat wer gesagt sollte eigentlich keinen interessieren, wichtiger ist doch war er, sie oder die Gruppe getan oder eben nicht getan hat.

      • „Ich kenne nur Linke, die M.L. Kings Diktum unterschreiben würden, seine Utopie ist, dass Menschen nach ihrem Charakter und nicht nach ihrer Hautfarbe beurteilt werden.“

        Und ich kenne alle anderen Linken.

      • Stalin und seine Gefolgsleute waren Antisemiten. Aber waren das auch Linke?

        Karl Marx war Rassist. Aber war das auch ein Linker?

        Es ist klar, dass der linken Ideologie etwas Internationales, ja Universelles anhaftet: „Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!“ Gut so. Aber es ist naiv zu glauben, dass Linke durch ihre Ideologie vor Fremdenfeindlichkeit, ja vor Rassismus gefeit seien.

        Das sind sie nicht – die menschliche Natur ist stärker als jede Ideologie.

  4. Es gibt verschiedene linke Strömungen:

    1) Die Soziallinken legen eher den Fokus auf den Klassenkampf und Umverteilungsfragen. Sie wollen die soziale Ungleichheit und den Klassismus bekämpfen (Höherer Mindestlohn, bezahlbarer Wohnraum, angemessene Grundrente, Reiche und Großkonzerne höher besteuern, kostenlose Bildung, Zwei-Klassen-Medizin abschaffen, Arbeitnehmerrechte stärken etc.).

    2) Die Ökolinken setzen sich vermehrt für Tier-, Klima- und Umweltschutz ein.

    3) Für Kulturlinke spielt die Kapitalismuskritik eine untergeordnete Rolle. Sie sind eher für einen progressiven Neoliberalismus offen und konzentrieren sich vermehrt auf die Rechte von Minderheiten und benachteiligten Gruppen.

    Einige Themen, die darunter fallen: „Alte weiße Männer“, Kulturelle Aneignung, Political Correctness, Toxic Masculinity, Critical Whiteness, Heteronormativität, Safe Space, Trigger Warning, Mikroaggressionen, Gender Pay Gap (ist komplexer als es dargestellt wird), Gendersternchen, Frauen- und Minderheitenquote, Gender Pricing/Pink Tax, Manspreading, Mansplaining, dritte Toilette/Unisex-Toilette, Misgendering und Geschlechtseintrag „divers“.

    Das führt auch mal zu innerlinken Grabenkämpfen („The left is eating itself“), weil der Klassenkampf vermehrt in den Hintergrund gerät und es häufig nur noch um kulturelle Aspekte geht. Identitätspolitik hat den Aufstieg der Rechten und den Niedergang linker Bewegungen zu verantworten. Kulturlinke sind Regenbogenkapitalisten, die die Arbeiterklasse durch Wokeness vertreiben. Sie wollen gar nicht die Armut bekämpfen, sondern sie nur „gerecht“ verteilen.

    Dazu gibt es einen passenden Witz, der das veranschaulicht:

    Sagt der Soziallinke zum Kulturlinken: „Die reichsten 85 Menschen der Welt besitzen so viel wie die 3,5 Milliarden Ärmsten.“
    Der Kulturlinke antwortet: „Kein Problem, aber sind unter den 85 auch Frauen, Schwarze, Homo- und Transsexuelle?“

    • „Es gibt verschiedene linke Strömungen:“

      Wenn man die politische Zuordnung „links“ derart verwässert, ist natürlich klar, dass man jede neoliberale Äußerung einer CSU-Politikerin der Partei „Die Linke“ in die Schuhe schieben kann.

      Nach Deiner Definition wäre Dorothee Bär von der CSU genauso links, wie Katja Kipping von der Linken.
      Dass da was hakt, müsste sogar Dir auffallen.

      „Öko-Linke“ und „Kultur-Linke“ sind keine Linken im klassischen Sinne und sie so zu bezeichnen diskreditiert einerseits das, wofür echte Linke stehen und entlastet die neoliberalen Rechten von ihren unsozialen Auswüchsen.

    • Die Clusterung finde ich an sich gut nachvollziehbar, aber ich verstehe nicht, warum die alle als Linke bezeichnet werden? Wofür steht denn der Begriff „Linke“? Für Aktivisten?

        • Danke. Aber steht dann „Linke“ für Fortschrittlichkeit, oder ist es nur eine inzwischen komplett leere Worthülse? Der Begriff wird überall benutzt, aber ich kann ihn nicht greifen. Das ist noch extremer als bei „Faschismus“.

          • Linke sind recht einfach zu definieren: Eine politische Richtung, die das bestehende System des westlichen Liberalismus im Namen der Gerechtigkeit grundlegend überwinden möchte.

          • Interessant. Dann sind „Linke“ welche, die nach Gerechtigkeit streben. Gerechtigkeit scheint in der Tat die heutige oberste Maxime zu sein. Aber die nehmen auch die für sich in Anspruch, die gemeinhin als „Rechte“ bezeichnet werden. Offenbar gibt es ja sehr unterschiedliche Auslegungen von Gerechtigkeit. Muss ich mir z.B. 60ml Blut rausritzen, weil Frauen so viel menstruieren, oder es zumindest fordern? Oder ist es womöglich gar gerecht, wenn sich eine Frau freiwillig um Haus und Kinder kümmert, während der Mann freiwillig das Geld für Haus, Kinder und Frau ranholt?

            Egal, welches umstrittene gesellschaftliche Thema man sich anschaut, es geht im Kern fast immer um Gerechtigkeit, vor allem aber um Gerechtigkeitsempfinden. Fortschritt, Weiterentwicklung, Exzellenz, Genialität verblassen dahinter und werden gebremst oder eingestampft für das Streben nach Gerechtigkeit.

            Aber eigentlich hat jeder seine eigene subjektive Gerechtigkeit. Damit wären wir wieder bei dem Punkt: Ungerecht behandelt wird der, der sich ungerecht behandelt fühlt.

          • Leszek hat das doch mal grob umrissen:
            Rechts = Streben nach Ordnung/Sicherheit
            Liberal = Streben nach Freiheit
            Links = Streben nach Gerechtigkeit

          • „Linke sind recht einfach zu definieren: Eine politische Richtung, die das bestehende System des westlichen Liberalismus im Namen der Gerechtigkeit grundlegend überwinden möchte.“

            Ja, das ist eine Definition, die Leute wie Willy Brandt oder Helmut Schmidt wahrhaft sehr treffend beschreibt…

            Oh Mann…!

          • Deshalb würde ich Brandt und Schmidt auch eher als (Links)Liberale bezeichnen. Die meisten Menschen vergessen nämlich, dass es zwischen rechts und links noch etwas gibt.

          • „Die meisten Menschen vergessen nämlich, dass es zwischen rechts und links noch etwas gibt.“

            Wozu bisweilen auch du gehörst.

            Und die Begriffe links und rechts beschreiben beide nur sehr grobe politische Verortungen. Linksliberal gehören eben auch zum linken Lager. Das auseinanderzudividieren ist nichts anderes, als das Argumentieren mit „echten Schotten“, wie man es in anderer Richtung Linken vorwirft, wenn die auf diesem Wege z. B. den Sowjetsozialismus als irgendwie nicht „richtig“ links darstellen.

            Nicht wenige in der CDU hielten Brandt im Übrigen gar für geradezu linksextrem…

          • @Billy Coen:

            »Nicht wenige in der CDU hielten Brandt im Übrigen gar für geradezu linksextrem…«

            Das waren insbesondere die Vorläufer unserer heutigen Berufsopfer, nämlich die Berufs-Vertriebenen.

          • „Nicht wenige in der CDU hielten Brandt im Übrigen gar für geradezu linksextrem…“

            „Freiheit statt Sozialismus“ war eine erprobte und stets bei Bundeswahlkämpfen von Adenauer an bis in die 80er Jahre von CDU und CSU gebrauchte Wahlkampffloskel, umd die SPD ins Lager der Stalinisten zu verorten. Und 1983 verlor die SPD die Bundestagswahl, weil sie längst der CDU beim Driften nach rechts fast auf dem Schoß saß.

    • @Marc:
      „Der Kulturlinke antwortet: „Kein Problem, aber sind unter den 85 auch Frauen, Schwarze, Homo- und Transsexuelle?““

      …eine kleine, aber erforderliche Korrektur; richtig müßte es heißen:

      „…,aber sind unter den 85 auch sich als Transsexuelle bezeichnende Dauer-Karnevals-Klamauk-Aktivist*_Innen?“

  5. Ich finde, Maria-Sibylla Lotter hat einen Teil der Problematik der Identitätslinken vor zwei Tagen ganz gut auf den Punkt gebracht. Schlussendlich landet die Identitätslinke in Eskapismus:

    Moral statt Wahrheit: Allzu oft wird Wissenschaft als Wiedergutmachungsprojekt betrieben
    An vielen Universitäten ersetzt moralische Kritik die freie Diskussion. Dadurch gerät nicht nur die funktionierende Wissenschaftskultur in Gefahr. Auch den Minderheiten ist mit reflexhaften Schuldbekenntnissen nicht geholfen.
    https://www.nzz.ch/feuilleton/wissenschaft-wird-zum-wiedergutmachungsprojekt-ld.1561543?mktcid=smch&mktcval=twpost_2020-06-24

  6. Ich finde den Text von Christian Jakob nur schwer nachzuvollziehen, denn er unterstellt, dass es in der Kolumne der taz „Abschaffung der Polizei: All cops are berufsunfähig“ um Rassismus, Sexismus, Diskriminierung von Minderheiten u. dgl. geht.

    Nein, das tut es nicht. Es geht um das, was in der Überschrift der Kolumne steht. Mit Rassismus hat das nichts zu tun, mit Sexismus nicht, mit der Diskriminierung von Minderheiten nicht.

    Mag schon sein, dass die Autorin meint, Cops seien rassistisch, usw. („Keine Machtpositionen für Ex-Cops“ – ach so, die haben bis jetzt Macht, oder?) – aber das ist nicht Thema dieser Kolumne. Es wird vielleicht unterstellt, aber neben nicht thematisiert und erst recht nicht begründet.

    Der eigentliche Zweck von Christian Jakobs Text besteht offenbar darin, den Streitpunkt zu verlagern: Es soll nicht mehr um die Zukunft der Polizei gehen, sondern um die Generationen-Debatte „Intersektionalismus vs. klassische Sozial-Kritik“. Prima, dann brauchen wir uns ja auch nicht mehr über den Müll-Vorschlag der Autorin aufzuregen. Somit einfach ein Ablenkungsmanöver.

  7. In den Kreisen herrscht eine uneingeschränkte und bedingungslose Solidarität. Egal wie menschenverachtend man sich äußert. Sie sind Opfer selbst wenn sie Täter sind.

    Wer darf sich äußern? (Sorry, ich weiß immer noch nicht wie man hier Bilder hochlädt und konnte kein Tutorial finden. Nur welche für Seitenbetreiber)
    https://ibb.co/4Kfz5PF

  8. In allerletzter Konsequenz hätte diejenige Person, die für die internsektionalistischen Identitären den höchsten Opferstatus hat, eine Rolle und Funktion wie der Papst. Also könnte nur eine diverse PoC und taubblinde obdachlose geflüchtete junge Rollstuhlfahrerin Bundeskanzlerin werden?

    • „Also könnte nur eine diverse PoC und taubblinde obdachlose geflüchtete junge Rollstuhlfahrerin Bundeskanzlerin werden?“

      Ich sehe schon, aus Dir spricht der dem Jugendwahn verfallene Neoliberale.
      Wenn schon, dann darf die junge Rollstuhlfahrerin nicht jünger als 73 sein.

      Schäm Dich, Dich auch noch derart öffentlich zur Schau zu stellen.

    • Nicht unbedingt. Der Opfernimbus wird maßgeblich durch die Situation und den Kontext bewertet. Das heißt, die blinde und taube ins Kopftuch gewickelte obdachlose geflüchtete junge Rollstuhlfahrerin muss zwingend Opfer staatlicher Gewalt sein, um eben Bundeskanzlerin zu werden. Denn nur, wenn sie Erfahrung als Opfer staatlicher Gewalt hat, darf sie später erste Repräsentantin dieses Staates sein. Die anderen Opfer-Attribute sind dann nur Bonus.

      • „Denn nur, wenn sie Erfahrung als Opfer staatlicher Gewalt hat,…“

        Aber die hat sie doch generell; schließlich ist sie von jeher (und immer?) Opfer STRUKTURELLER (staatlicher) Gewalt…

        • Stimmt. Aber das ist ja die Default-Gewalt. Wenn sie ein Knöllchen wegen Zweite-Reihe-Parken bekommen hat, dann zählt das schon mehr. Und den Qualifikations-Joker hat sie, wenn sie mal in Polizeigewahrsam genommen wurde, egal was sie dafür verbrochen hatte.

    • Korrekt, auch die Zuordnung der „Identitätspolitik“ als säkularisierter Religionsersatz.

      Die „victimhood culture“ addiert Benachteiligungspunkte, die eine Fortsetzung des Feminismus auf neuer Stufe ist.
      Wer kennt sie nicht, die unnachahmliche Formulierung, Frauen seien von x auf jeden Fall „doppelt betroffen“?
      Ab hier geht es weiter mit Hautfarbe, sexueller Orientierung usw. und wir landen bei der lesbischen/transsexuellen schwarzen Behinderten als Heilige mit den meisten Opferpunkten.

      Wobei „Benachteiligung“ oder „Nachteil“ bereits der objektivierende Schnee des alten weißen Mannes von vorgestern ist.
      Denn im hyperbolen Marketingsprech der Linksidentitären ist auch „diskriminiert“ immer noch zu schwach – wenigstens „unterdrückt“ (oppressed) ist Stand der Dinge.
      Und den unerwünschten Kuss hat man nur zufällig überlebt, denn die Opfer einer sexuellen Belästigung sind „survivor“. Die Gleichsetzung mit dem „Holocaust Survivor“ ist zwar scham- und geschmacklos, aber im Kampf um Opferpunkte geht man auch über Leichenberge (die eigene ist ja nicht darunter).

      Die sozialen Medien sind der moderne Beichtstuhl und Sünde und sonstige Bekenntnisse und Reuebekundungen müssen permanent getweetet werden.
      Wie auch der Protestantismus kennt der Intersektionalismus die abgrundtiefe moralische Verdorbenheit seiner Schäfchen – außer seiner Heiligkeit (s.o.). Es erfolgt also eine wechselseitige Aufforderung in sich zu gehen und nach Resten eines gefährlichen -ismus zu schauen, von dem man von vorne herein weiß man ist von ihm durchdrungen (s. Erbsünde).

      Die Nonnen und Priester wiederum sind die Theoretiker des Intersektionalismus und es ist ratsam, sich das geheime Wissen der Auserwählten anzueignen und als Zeichen der eigenen Auserwähltheit von sich zu geben.

      Diese Ideologie hat auch die passenden sozialen Akteure (meine Herv.): „Institutionell verankerte Diversity soll nominell Unterprivilegierten – bei denen es sich allerdings ausnahmslos um AkademikerInnen handelt – Zugänge zur Macht verschaffen.“

      Ich übersetze: Deutschlands Bildungssystem (finanziert by alter weißer Mann) hat es einem Teil der vormals Unterprivilegierten ermöglicht, per Bildungserfolg Bildungskapital anzusammeln.
      Das aber zu einem Zeitpunkt, als sich Hochschulzugang und Universitäten von einer Institution für Privilegierte in verschulte Ausbildung für die Massen verwandelt hat.

      Mit der Zahl der Abschlüsse entwertet sich das Bildungskapital und es verschärft sich die Konkurrenz. Gut, wenn man dann ein Alleinstellungsmerkmal hat – am besten ein biologisches Merkmal oder die Herkunft (bezeichnend: nicht die soziale Herkunft).
      Dieses biologische Merkmal oder die Herkunft ist dann Verhandlungsmasse für einen – nun ja – privilegierten Einstieg in den (identitär quotierten) Arbeitsmarkt.
      Darauf läuft der moderne Ablasshandel raus.

      • „Die Nonnen und Priester wiederum sind die Theoretiker des Intersektionalismus und es ist ratsam, sich das geheime Wissen der Auserwählten anzueignen und als Zeichen der eigenen Auserwähltheit von sich zu geben.“

        Man wird sich dann irgendwann beim Anblick eines dieser Hohepriester hinter vorgehaltener Hand zuraunen: „Er ist ein Nils“, also das Höchste an Vollkommenheit, was ein Mensch erreichen kann.
        Früher war es der „Cäsar“, oder „Augustus“.

        • „„Er ist ein Nils“, also das Höchste an Vollkommenheit, was ein Mensch erreichen kann.“

          Wieso eigentlich immer noch „ER“? Wenn schon, denn schon; entweder das inziwschen veralternde „Sie“ oder doch besser gleich politisch korrekt und „up to date“: „IT, THEY, THEM“!!!

          • „Wieso eigentlich immer noch „ER“?“

            Verzeih mir.
            Ich fürchte, es ist das Alter, das mich tüddelig macht. Ich denke – hoffnungslos – in alten Schablonen 😦

            Aber das tu ich gern! 😀

          • „Aber das tu ich gern! 😀“

            UNFASSBAR!!! Du bist sogar noch stolz auf deinen Mangel an Gendersensibilität?!

            „Da, er hat Jehova gesagt!“
            „Ja, aber ich wollte damit doch nur…“
            „ER GIBT ES SOGAR ZU!!!“

      • Herrlich in die „angemessene Sprache“ umgesetzte Charakterisierung „unseres“ heutigen Alltags-Wahnsinns!

        Eine kleine korrekturbedürftige Ausnahme macht da allerdings Deine Aussage:

        „Ab hier geht es weiter mit Hautfarbe, sexueller Orientierung usw. und wir landen bei der lesbischen/transsexuellen schwarzen Behinderten als Heilige mit den meisten Opferpunkten.“

        Bekanntlich wollen und bekommen originär Transsexuelle (NGS) gar keine Opferpunkte, und sie sind mit ihren primär körperlichen Bedürfnnissen auch nicht Teil des o.g. gesellschaftspolitischen Klamauks .
        Diesen Menschen genügt es schon, wenn „man“ sie nicht allein aufgrund der einstmaligen Unstimmigkeit ihrer Geburts-Genitalien und Geschlechts-Chromosomen mit ihrer neuronalen und sonstigen körperlichen Erscheinung selbst nach erfolgter GaOP (postoperativ) allein aufgrund des abstrakten Wissens um diese Gegebenheiten und die Vergangenheit eines solchen Menschen, z.B. absichtvoll verletztend mit den falschen Geschlechts-Bezeichnungen anspricht oder sonstwie unberechtigt mit dem besagten „Klamauk-Zirkus“ in einen Topf schmeißt.
        Um diese PROVAKTION(?) zu vermeiden, leben die meisten von ihnen auch „verdeckt“, so daß es erst gar nicht zu diesen „Herausforderungen“ kommen muß.
        Ich stelle mich dieser Herausforderung hier in diesem Forum „in abstrakter Form“, und bin immer wieder überrascht über das per se vorhandene Fachwissen von Vielen, die zu dieser Betroffenheit (Tanssexualität als NGS) ihre „schlauen“ Be-/Verurteilungs-Kommentare abgeben.

        • Seerose, weil du für die Intersektionalen nur ein Platzhalter, eine Projektion, ein Symbol bist und du sie als Individuum nicht interessierst.
          Das ist m.E. das Problem dieses Forums und auch mein persönliches.
          Ich verwende „Trans“ hier nicht in dem Sinne, wie du es verstehst und dir als Individuum gerecht wird, weil ich es gar nicht kann.
          „Trans“ steht im intersektionalen Sinn für: „Das-ist-der-Beweis-Geschlecht-ist-sozial-konstruiert-und-das-befreit-uns-vom-Geschlechtsdimorphismus-Amen“.
          Damit gehen sie medial hausieren und leider wirst du mit diesem Bild konfrontiert.
          Ich werde das beim nächsten Text deutlicher hervorheben. Versprochen!

      • Klasse Ableitung. Ich frage mich nur, wieviel Benachteiligungspunkte es für was gibt. Das scheint mir zu variieren, je nachdem, was gerade durchs Dorf getrieben wird. Im Moment gibt es Bonuspunkte für Survivor der Leiharbeitsverhältnisse in der Fleischindustrie, 5-fach-Punkte für Frauen, die sich beim Lockdown ängstlich fühlten. Die Punkte verfallen auch wieder, wenn sie nicht rechtzeitig eingelöst werden. Diese Währung ist sehr fluide. Natürlich gibt es dabei auch sehr stabile Werte im Portfolio wie „Frau“ oder „sexuell belästigt“, die durch Staatsbürgschaften Garantie-Renditen versprechen.

        Es scheint sinnvoll zu diversifizieren und eine solide Mehrfachbenachteiligung zu entwickeln, um auf jeden Fall als Allround-Survivor künftig berücksichtigt und wahrgenommen zu werden. Somit ist es dann erlaubt, zu sehr vielen Themen handwerklich unterirdische Hass-Kolumnen abzusondern.

        • „Es scheint sinnvoll zu diversifizieren und eine solide Mehrfachbenachteiligung zu entwickeln, um auf jeden Fall als Allround-Survivor künftig berücksichtigt und wahrgenommen zu werden.“

          Und die Wirkung ist auch, als würdest Du viele Antibiotika gegen alle möglichen potentiellen Wehwehchen einnehmen.
          Sie verpufft irgendwann – und wenn Du wirklich Hilfe brauchst, sind Deine Waffen stumpf.

          Ich glaube, das ist auch der Hintergrund für die derzeit aufrollenden Missbrauchsskandale bei Kindern.
          Zwanzig Jahre lang war ein „Der missbraucht eventuell Kinder“ DAS Totschlagargument bei der Entsorgung von Vätern aus dem Leben der gemeinsamen Kinder.
          Aber irgendwann war’s auch dem feministischsten Richter über und auch die mütterfreundlichste JA-MA verdrehte die Augen, wenn dieser Spruch kam.
          Als dann auf ECHTE Missbrauchsverdachtsmomente hingewiesen wurde, hörte niemand mehr hin.
          Eine ähnliche Entwicklung machen die Gewalt- und Benachteiligungsvorwürfe gerade durch. Sie werden immer grotesker und bewirken genau deshalb genau das Gegenteil.
          Echte Opfer von Gewalt und/oder Benachteiligung werden nicht mehr beachtet.

          • Kann ich im Sinne einer Selbstanalyse gleich ein aktuelles Beispiel bringen: in letzter Zeit informiert Arne ja vermehrt über Rassismusvorwürfe gegen feministische Organisationen. In einer Welt, in der man gewohnt ist, dass derlei Vorwürfe nur selten und wenn, dann auch nur objektiv nachvollziehbar getätigt werden, wäre ich sofort auf der Seite der Frauen.

            Aber eine solche Welt haben wir nun einmal nicht und gerade die ideologischen Sphären, aus denen diese Anklagen kommen, sind dafür hauptverantwortlich.

            Die Anklägerinnen sind Frauen, die als Feministinnen geradezu darauf konditioniert sind, jegliche Unannehmlichkeit, jedes Mal, wo sie mal nicht gleich das bekommen haben, was sie gerade wollten, auf ihr Geschlecht zu projizieren und mit Sexismusgeplärre darauf zu reagieren, um sich über einen moralischen Imperativ zu holen, was ihnen ihrer Meinung nach zusteht.

            Nun hat sich innerhalb ihrer eigenen Kreise aber auch eine Cliquenwirtschaft gebildet, die es schwer macht, da noch voranzukommen. Das Problem bislang: die Cliquen bestehen nur aus Frauen, was den konditionierten Reflex „nur weil ich eine Frau bin“ von vornherein albern wirken lassen würde.

            Aktuell wird nun aber mal wieder ganz massiv die Rassismussau durchs Dorf getrieben und das ist natürlich geradezu eine Einladung, schnell Rute oder Reisigbesen rauszuholen und fröhlich mitzutreiben.

            Man erkennt, so denke ich, deutlich aus meinen Zeilen, wie beinahe reflexartig ich selbst schon diesen Anschuldigungen mit größter Skepsis begegne. Die wird aber noch dadurch verstärkt, dass die Damen medial mal wieder in den verdächtigen „woken“ Blättern eine Bühne präsentiert bekommen und diese auch, wie üblich, nur die Ankläger zu Wort kommen lässt. Und was sind die Vorwürfe? Sie haben innerhalb ihrer Weiberclique mal irgendwas nicht bekommen und projizieren das selbstredend, weil Geschlecht sich als differenzierendes Kriterium ausschließt, auf ihre Hautfarbe. Und ansonsten bleiben da nur mehr so vage und – weil natürlich nur die Ankläger zu Wort kommen – erst einmal behauptete Aussagen, die sie angeblich zu hören bekommen hätten.

            Das wären so Dinge wie „sie spielt schon wieder die Rassenkarte“. Nun ja, mal davon abgesehen, dass diese Aussage nicht im geringsten rassistisch ist, lässt mich das Verhalten der anklagenden Damen, die die erstbeste Gelegenheit massenmedialer Rassismushysterie ausnutzen, um mit großer Reichweite und noch größerem Gestus die Rassenkarte zu spielen, wenig daran zweifeln, dass sie das, wenn sich ihnen mal nicht gerade Medien als Bühnen anbiedern, im kleineren Kreise ihrer Gruppen auch schon immer so gehandhabt haben und der vermeintlich rassistische Vorwurf durchaus eine treffende Beschreibung ihres üblichen Habitus‘ sein könnte.

            Wie gesagt, wenn man nicht aus exakt diesen Kreisen eben dieses Verhalten, dieses dauernde Geplärre und Gekeife, dieses ständige andere und ggf. auch sich gegenseitig beliebiger Ismen zu bezichtigen, so ermüdend gewohnt wäre, wäre ich gerne bereit, den Damen erst einmal ihre Geschichten in gewissem Maße abzunehmen. So aber denke ich mir nur: „Oh, in Kreisen, in denen traditionelle Radikalfeministinnen auf intersektionale Feministinnen treffen, bezichtigen die intersektionalen Feministinnen die Radikalfeministinnen des Rassismus‘. Welch eine Überraschung! Das haben wir ja noch überhaupt niemals nicht erlebt!“

    • nein, „nonbinär“ inter- und homosexuell (also ein Zwitter, der nur auf Zwitter steht, die sich nicht als Zwitter verstehen) muss „es“ auch sein ^^

  9. Von Papst Benedikt (Ratzinger) stammt die Aussage: „Gegen Aids helfen keine Kondome, gegen Aids hilft nur Treue.“ Das ist natürlich richtig, wenn die Menschen keinen Geschlechtsverkehr mit wechselnden Partner hätten, wäre Aids nie ein Problem geworden. Fragt sich wie realistisch diese Vorstellung ist?

    Überhaupt höre ich hier ganz oft die Kirche reden. Für einen gläubigen Katholiken ist z.B. zur Frage der Abtreibung auch nur eine Meinung OK.

    Wir haben es hier mit einer Religion zu tun, noch nicht ein mal mit einer politischen Ideologie.

    • „Wir haben es hier mit einer Religion zu tun“

      Das sagt doch schon alles. Da gibt es sehr viele Vorstellungen, die nicht realistisch sind.

      Was Kondome und Treue angeht: Da geht es der katholischen Kirche sicher nicht um die Bekämpfung sexuell übertragbarer Krankheiten, auch wenn sie sich gezwungen sieht, sich zum Thema zu äußern.

      • „Was Kondome und Treue angeht: Da geht es der katholischen Kirche sicher nicht um die Bekämpfung sexuell übertragbarer Krankheiten, auch wenn sie sich gezwungen sieht, sich zum Thema zu äußern.“

        Natürlich nicht. Es geht darum, dass nicht nur „die Neger“ sondern auch die Menschen ganz allgemein recht gerne und entsprechend viel schnackseln. Und das Schnackseln als vergnügliche Tätigkeit, bei Bedarf auch mal außerhalb fester Partnerschaften, ist mit der katholischen Sexualmoral nun einmal unvereinbar. Also versuchte man im katholischen Sinne die Botschaft zu verkünden: „Schnackselt mal gefälligst nur innerhalb einer Ehe und möglichst nur, wenn auch ein Kind dabei rauskommen soll!“. Da aber selbst der Verkalkteste in den Kreisen des Vatikans weiß, dass diese Botschaft nicht mehr auch nur annähernd mehrheitsfähig ist und der Ratze wohl keinen Bock hatte, sich als Sprachrohr des Vatikans öffentlich zum Vollhorst zu machen, wählte er den Umweg über den Strohmann der sexuell übertragbaren Krankheiten.

        • Ja das ist im wesentlichen richtig. Obwohl da natürlich vieles zusammen kommt; die Reduzierung der Sexualität auf Fortpflanzung, die Sündenlehre, nach der der Mensch von Grund auf verdorben ist und der Gnade bedarf, und der antimoderne Impuls. Was ich sagen wollte war, dass die Aufrufe, die eigenen Privilegien zu reflektieren und PoC genau so weltfremd sind. Wer fühlt sich schon privilegiert? Bill Gates ist sicher überzeugt, dass er das ganze Geld verdient hat, weil er so ein Genie ist.

          • Gerade das „die eigenen Privilegien Reflektieren“ erinnert stark an die katholische Beichte oder sogar an die „Selbstkritik“ in stalinistischen Regimen!, wo man ja auch Sünden zugeben musste, egal ob man etwas getan hatte oder nicht

  10. Muss man einen Text wie den von Hengameh Yaghoobifarah wirklich so ernst nehmen, dass er tagelang bis in die höchsten Spitzen der Bundesregierung thematisiert wird?

    Ich sehe in dem Text, und in den übrigen Texten von Frau Hengameh Yaghoobifarah, einfach einen bemitleidenswerten Selbsthass wie Verbitterung gegen sich selber und die Welt. Hat denn mal jemand in den Texten der Frau eine Textstelle gefunden, die einfach nur begeistert von irgendeinem schönen Erlebnis oder einer schönen Sache handelt, die einfach nur ob ihrer Schönheit oder Besonderheit positiv dargestellt wird?

    Sprachlich sind ihre Texte aus meiner Sicht einfach schlecht. Sie versucht ironisch an ihre doch teilweise sehr komplexen Themen heranzugehen, was allerdings nicht klappt. Letztlich kommt immer wieder raus: Ich bin toll und die Kartoffeln sind scheiße. Trotz der Länge der Texte etwas einfältig.

    Ich nehme an, Texte wie die von Frau Hengameh Yaghoobifarah werden nicht unter einem Aktualitätsdruck geschrieben. Deswegen wäre es wahrscheinlich hilfreich, wenn solche Texte von jemandem in der taz gegengelesen werden, um sprachliche, inhaltliche wie logische Brüche zu glätten bzw. die Texte entsprechend aufzupeppen. Vielleicht hätte Frau Hengameh Yaghoobifarah ja auch geholfen, nicht bereits nach dem Vordiplom (heute Bachelor) sich haltlos in den freien Arbeitsmarkt zu stürzen.

    • „Vielleicht hätte Frau Hengameh Yaghoobifarah ja auch geholfen, nicht bereits nach dem Vordiplom (heute Bachelor) sich haltlos in den freien Arbeitsmarkt zu stürzen.“

      Bildung ist für eine überzeugte Feministin hoffnungslos überbewertet.
      Auch da können sich Christentum und Feminismus die Hand reichen. Mit dem Aufstieg des Christentums einher ging im römischen Reich der Abstieg der Alphabetisierungsrate, der Verlust von technologischem Können und die Fähigkeit, ein Riesenreich effizient zu verwalten.

    • Richtige Beobachtung, bis auf die Tatsache, dass sie trotz eines schlechten Stils und Unvermögens, sich der deutschen Sprache zu bedienen, eine „Satire“ geschrieben hat, der alle Merkmale einer Satire fehlen und der in der „taz“ veröffentlicht werden konnte.

      Tucholsky schrieb: „Der Satiriker ist ein gekränkter Idealist: er will die Welt gut haben, sie ist schlecht, und nun rennt er gegen das Schlechte an.“
      Yaghoobifarah hingegen will unter dem Vorwand der eigenen „Diskriminierung“ die maximale Herabwürdigung und Entmenschlichung „der Polizei“ – so wie wir es von dem Umgang mit „deutschen Kartoffeln“ und den „alten weißen Männern“ kennen.
      Sie steht mit Herabwürdigung und Entmenschlichung in einer unseligen deutschen Tradition und es gibt genau zwei Gründe, warum ihr das nicht unter die Nase gerieben wird: 1. Sie ist eine Frau 2. Sie hat einen „Migrationshintergrund“.

      Jetzt kommt die Volte: Während sie mit genau diesen Merkmalen hausieren geht, die sie immun gegenüber Kritik machen, wird sie zutiefst beleidigt sein, wenn man sie nicht als Deutsche ansieht und mutmaßt, ohne den Bonus als Frau mit Migrationshintergrund könnte sie ihre (schlechten) Texte nicht platzieren.

      Die Liste von – besonders Frauen – die ihre „eigene Betroffenheit“ zum Zentrum ihres Schaffens und zum Bauchnabel des Universums machen ist lang und wird länger (einmal die Kolumnen auf SPON durchgehen).
      Damit einhergehend vervielfältigen sich Texte mit „sprachlichen, inhaltlichen und logischen Brüchen“, die das qualitative Niveau von Medien insgesamt senken, was aber nicht mehr zur Sprache gebracht und kritisiert werden darf.
      Unter dem Vorwand, man müsse „die Marginalisierten“ zum sprechen bringen und die „Privilegierten“ müssten „endlich mal zuhören“, gibt es den gleichen, schlechten intersektionalistischen Brei seit ca. zehn Jahren auf allen Kanälen.
      D.h. die Intersektionalen befinden sich (u.a. medial) in der Position einer hegemonialen Macht und spielen „Unterdrückte“.
      Das ist eine Farce.

      • Kleine Ergänzung:

        Während sie mit genau diesen Merkmalen hausieren geht, die sie immun gegenüber Kritik machen, behauptet sie, wegen genau dieser Merkmale – Frau mit Migrationshintergrund – systematisch diskriminiert zu werden.

        • „Während sie mit genau diesen Merkmalen hausieren geht, die sie immun gegenüber Kritik machen, behauptet sie, wegen genau dieser Merkmale – Frau mit Migrationshintergrund – systematisch diskriminiert zu werden.“

          Wird sie ja auch!

          Lies mal Dein Statement durch.
          Sie geht „mit genau diesen Merkmalen hausieren“ heißt nichts anderes, als „Ich nehme sie nicht ernst“
          Wenn ich – mit was auch immer – hausieren gehe, dann erwarte ich vom Rest der Welt, dass er mich ernst nimmt.

          ICH würde mich da auch diskriminiert fühlen. 😛

          • Mein erster Gedanke war: Ein Hausierer verkauft ein Produkt, hinter dem er selber nicht wirklich steht. So wurde der Begriff zumindest dort, wo ich herkomme, verwendet. Damit entspricht der Hausierer eher dem mittlerweile auch veralteten Drücker.
            Vielleicht sind es solche Feinheiten, die Frau Hengameh Yaghoobifarah nicht kennt, und dazu führt, dass ihre Texte letztlich so verbissen rüberkommen?

          • „Mein erster Gedanke war: Ein Hausierer verkauft ein Produkt, hinter dem er selber nicht wirklich steht. So wurde der Begriff zumindest dort, wo ich herkomme, verwendet.“

            Nein, ein Hausierer ist jemand, der von Haus zu Haus geht und seine Waren unterschiedslos jedem anbietet und verkauft.

            In Abgrenzung dazu verkauft ein Drücker eher mit psychologischen Tricks („Bin grad frisch aus dem Knast und will ein neues, ehrliches Leben anfangen“, „Meine kleine Tochter ist totkrank und braucht eine OP in den USA“) Zeitschriften-Abos, die für den Überrumpelten häufig hohe Folgekosten verursachen.

      • Na wenn DAS mal KEIN investigativer Journalismus ist, dann weiß ich echt nicht, was da sonst noch kommen sollte, um dieses Label zu verdienen…

      • Auweia. All das Geschrei, die Anzeigen, der Presserat, die Diskussion in zig Medien wegen einer migrationshintergründigen Irgendwas, die wirklich absolut plump mit Müll und Fäkalien hantiert und versucht, ihre Mentalsekrete in unsere Köpfe zu kippen.

        Mensch taz, wenn du mit so einer in den gesellschaftlichen Fokus drängst, ist es echt vorbei mit dir. Dann nimmt dich künftig niemand mehr ernst. Dagegen ist Stokowski gehaltvolle Prosa.

    • „Muss man einen Text wie den von Hengameh Yaghoobifarah wirklich so ernst nehmen“

      Nein, aber die Diskussion darüber und den gesellschaftlichen Wandel, der sich in solchen Diskussionen offenbart.

  11. „Entscheidend ist die Zugehörigkeit zu einem privilegierten oder zu einem unterdrückten Kollektiv. Aus Letzterem soll Definitionsmacht erwachsen – das Recht also, zu bestimmen, was diskriminierend ist.“
    Absoluter Zirkelschluss. Damit kann irgendeine Gruppe zum privilegierten Kollektiv ernannt werden. Woran erinnert mich das bloß?

    • Nee, ich glaube, das ist eine komprimierte Formulierung: dieses „entscheidend“ am Anfang bedeutet jeweils verschiedenes: Beim privilegierten Kollektiv ist die Konsequenz negativ (darf nicht mitreden, darf nicht definieren usw.) – beim unterdrückten Kollektiv ist die Konsequenz positiv: darf mitreden, darf definieren, darf entscheiden.

      Darum denke ich, es ist kein Zirkelschluss – es ist halt nur so zusammengezogen formuliert.

      • Ein Stück weit zirkulär ist es schon. Denn die „Unterdrückten“, denen man damit eigentlich Rechte einräumt wie Feudalherren in vordemokratischen Zeiten, sollen ihr exklusives Rederecht ja bekommen, um auf ihre Unterdrückung hinzuweisen und Vorgaben zu machen, wie dem zu begegnen ist. Also obwohl die „Unterdrückten“ somit faktisch in eine privilegierte Position versetzt werden, wie sie sonst nur der Hochadel hatte, die vermeintlich „Privilegierten“ jedoch gleichzeitig weitgehend entrechtet und zu Menschen unterster Kategorie gemacht werden, dürfen die „Unterdrückten“ ihre nunmehr grenzenlos privilegierte Position nutzen, um sich immer weitere und immer absurdere Diskriminierungen auszudenken und kundzutun, unter denen sie angeblich 24/7 leiden. Sie gelten also weiterhin bis in alle Ewigkeit als „unterdrückt“, weil sie es so sagen können, die „Privilegierten“ gelten hingegen weiterhin bis in alle Ewigkeit als „privilegiert“, weil man von ihnen ja keine Diskriminierungserfahrungen vernimmt. Dass das daran liegt, dass man ihnen diesbezüglich frank und frei den Mund verbietet, ist nachrangig.

        Diese erkennbar verdrehte Sicht ist dabei bei der intersektionalen Theorie zwingend erforderlich, weil nur so die einfache Erkenntnis umschifft werden kann, dass die Intersektionalisten selbst dafür sorgen, dass jene, die sie zu „Unterdrückten“ erklärt haben, massiv privilegiert werden und jene, die sie zu den „Privilegierten“ zählen, von ihnen und den „Unterdrückten“ in erheblichem Maße diskriminiert und unterdrückt werden.

        • Ich habe bereits geschrieben, dass es sich hier m.E. um eine stinknormale, auf biologischen/biologistisch Merkmalen beruhenden bürgerlichen Elite-Theorie handelt.

          Was sie so attraktiv macht, sie rettet erstens grundsätzlich die Idee einer Über- und Unterlegenheit, die auf biologischen Merkmalen basiert. Dass die Auserwählten nun bspw. eine schwarze Hautfarbe haben und früher eine weiße hatten ist völlig egal. Eine auf biologischen Merkmalen basierende und sich darüber legitimierende Herrschaft und Unterordnung hatte sich historisch gründlich blamiert – sie renovieren einfach das Prinzip und es ist ansonsten identisch.

          Zweitens ist unverkennbar, alle vorab per „Theorie“ als Unterdrückte bestimmte sind Angehörige von Minderheiten, man kann daher für die ebenso bestimmten „Privilegierten“ auch ein anderes, einfacheres Wort verwenden: Mehrheit.

          D.h. es wird der Mehrheit per se unterstellt unterdrückerisch zu sein, einfach weil es sich um die Mehrheit handelt. Von daher ist die im Artikel verbreitete Idee, es müsste „Reformeliten“ – bestehend aus Marginalisierten – geben, die eine bessere Gesellschaft von oben durchsetzen so zu übersetzen: Nur minoritäre Eliten schaffen gegen die unterdrückerische Mehrheit diese bessere Gesellschaft.
          Das ist nicht demokratiefeindlich als bug, es ist das feature.

  12. Die gute Heng hat immer wieder das Problem, dass sie nicht als Schwarze „gelesen“ wird.
    Ihr Problem: „white passing“. Sie geht als Weiße durch.

    https://anschlaege.at/neuland-als-weiss-durchgehen/

    Und das gefällt ihr gar nicht. Um endlich an irgendwelche Rassismuserfahrungen zu gelangen, muss sie schon mal auf ihren Namen verweisen. Dann klappts mit dem Rassismus.

    SIe „struggelt“ ja so sehr, damit sie in die Schwesternschaft der Minderheiten aufgenommen wird, aber, verdorrie, sie wird einfach regelmäßig nicht als solche erkannt.
    Plöhtes whitepassing!
    So ein hartes Leben aber auch:
    https://teariffic.de/2015/01/02/no-passt-nicht-warum-white-passing-nicht-nur-ein-privileg-ist/

    Kam auch schon mal hier:
    https://allesevolution.wordpress.com/2015/01/28/whitepassing-ist-auch-kein-privileg/

    • @von Romberg:

      »Ihr Problem: „white passing“. Sie geht als Weiße durch.«

      Tja, sie ist iranischstämmig. Damit ist sie Arierin. 🙂 Viele Iraner bilden sich was drauf ein, dass sie weder Araber noch Türken sind. Aber für Genossing Heng ist das ein echter Schicksalsschlag …

      • @djad

        Die saukomische US-Definition von „Rasse“; was Als „White Americans“ gilt: „White“ refers to a person having origins in any of the original peoples of Europe, the Middle East or North Africa (!!!). It includes people who indicated their race(s) as „White“ or reported entries such as German, Italian, Lebanese, Arab (!!!), Moroccan, or (!!!) Caucasian.“
        https://en.wikipedia.org/wiki/White_Americans#U.S._Census_definition

        Da wird sich so mancher hiesige Intersektionalist aber wundern, dass er eigentlich zu den Privilegierten gehört. Wer „Theorie“ aus den USA importiert und nachmacht oder verfälscht…

        Komisch an dem Terminus „Sub-Saharan Africa“ = Black ist die geografische Lage der Wüste: „In Ägypten wird sie durch die Flussoase des Nils unterbrochen. Im Norden liegen die Maghrebstaaten Marokko (einschließlich des annektierten Territoriums Westsahara), Algerien, Tunesien und Libyen. Südlich davon gehören zur Sahelzone die Staaten Mauretanien, Mali, Niger, Tschad und Sudan.“

        D.h. es käme dann auf den Geburtsort an, ob es sich bei dem vermeintlich Schwarzen nicht doch um einen Weißen handelt. Ich glaube, wir müssen hier schweren Herzens Aufklärungsarbeit leisten! 🙂

        Mit „Hispanic“ haben sie sich durch den Bezug auf alle spanischsprachigen Länder in den Fuß geschossen, denn die Portugiesen sind dadurch eine eigene „Rasse“.
        Da diese „Lusitanic“ sind, können sich die Brasilianer in den USA ihre „Rasse“ selber aussuchen z.B. Weiß. Noch komischer wird es dann mit Menschen aus Angola und Mozambik.
        Mein Vorschlag: „Sub-Saharan Africa Lusitanic Black&White“
        Das wäre auch eine sehr schöne Whiskymarke.

        Wie wäre es, wenn wir beide einen „Inter-Colorimeter“ (TM) entwickeln, der kontaktlos und präzise die Hautfarbe mittels Foto erfasst? Der ermittelte CMYK-Wert wird dann in eine App (Zielpreis € 9,99) übermittelt, welche diesen bspw. zusammen mit den Gender Pronouns abspeichert und mit den Kontakten des Smartphones verbindet.
        Selbstverständlich wird dies für alle Bundesbürger verbindlich und zum Glück haben wir die Datenbank aller Kontakte, um die Umsetzung dieser Vorgabe zu überprüfen.

        Der Wert wird Namensbestandteil, ist verpflichtend bei der Anmeldung für soziale Medien und so kann entschieden werden, welche Meinung automatisch auf- oder abgewertet wird, je nach bspw. K-Wert.
        Yaghoobifarah habe ich kurz mit C0, M10, Y21, K8 gemessen und m.E. ist die Skepsis von Romberg berechtigt – sie ist einfach nicht K genug.
        Statt endlose Debatten zu führen, kann man hier erstens den Rassismus endlich (wieder einmal!) auf wissenschaftliche Grundlagen stellen und wir haben eine wichtige Forderung von Foucault umgesetzt: „Überwachen und strafen!“

        PS: Vor allen Dingen haben wir ausgesoooooooorgt, djad! 🙂

        • „Wie wäre es, wenn wir beide einen „Inter-Colorimeter“ (TM) entwickeln, der kontaktlos und präzise die Hautfarbe mittels Foto erfasst? Der ermittelte CMYK-Wert wird dann in eine App (Zielpreis € 9,99) übermittelt, welche diesen bspw. zusammen mit den Gender Pronouns abspeichert und mit den Kontakten des Smartphones verbindet.“

          Eine prima Idee.
          Aber warum das Rad neu erfinden, wenn man es doch kaufen kann.
          Für digitale Kameras gibt es doch den RGB-Farbraum.
          Dann würde es reichen, die Hautfarbe abzuscannen – und ein Programm detektiert daraus die Farbanteile Rot, Gelb und Grün.
          Für jede Rasse wird ein Spektrum definiert und dann haben wir tatsächlich erstmals eine wissenschaftlich fundierte Eingruppierung ins Rasseschema.

          Gut, ich wäre dann im Sommer eher irgendwo in Mali anzuordnen und würde wahrscheinlich in den Maghreb ausgewiesen, aber dafür wäre ich im Winter so hellhäutig, dass selbst Adolf der Unangenehme entzückt wäre.

          • @carnofis:

            »Für digitale Kameras gibt es doch den RGB-Farbraum.«

            RGB heißt »Rassisch Gesunde Bräune«, oder? 😀

          • @carnofis

            Das ist das schädliche „brownfacing“, welches natürlich entschieden abgelehnt werden muss. 😦
            In einem ganz breiten Bündnis aus Intersektionalen, Grünen und Arbeitgebern könnte dies verhindert werden, z.B. indem die ohnehin ökologisch bedenklichen Ferien gesetzlich auf eine Woche pro Jahr reduziert werden. Auch Solarien müssten verboten werden, denn auch diese dienen zur Tarnung unverdienter Privilegien. Die Idee, man könnte seiner – durch die Biologie für immer festgelegten – Identität einfach so entkommen, ist geradezu abenteuerlich!
            Pfui!

        • @crumar:

          »… U.S._Census_definition …«

          Scheiße, wenn Du denkst, Du machst ’nen Witz, wirste rechts von der Realität überholt! 😀

          Aber die Idee ist gut, und wir diversifizieren die Produkte je nach Zielgruppe: den „Inter-Colorimeter“ bieten wir den Intersektionalisten an, aber wir verkaufen den Rechten dasselbe Gerät als „Rassen-Riech-O-Mat“!

          Und dann gönnen wir uns diesen Whiskey … 🙂

          • Ja, die gesamte US-„Rassen“definition ist so bescheuert.
            Kein Wunder, dass unsere hiesigen Intersektionalisten und Linksidentitären sie stillschweigend unter den Tisch kehren und zum „Migrationshintergrund“ übergegangen sind.
            Wobei sie zwar das Konzept der POC aus den USA übernommen haben, welches man ihnen auf der Basis von „Rasse“ im US-Sinne aber gründlich zerstören kann.
            Was sie als POC empfinden ist es streng genommen gar nicht.
            Der nächste Trick ist, sie versuchen Migration mit POC zu verbinden und da liegen sie abermals gründlich daneben.
            Nach der Türkei zweitgrößte Migrantengruppe sind Polen und dann kommen auch schon Russen.
            Aber Türken sind geografisch entweder „European“ und damit weiß oder „Asian“.

  13. Also ich würde es begrüßen, wenn sie endlich anfangen, sich selbst zu zerfleischen. 🙂 (Erst wollte ich schreiben „sich selbst zerlegen“, aber zusammen waren sie nie wirklich, also mit einem vereinenden dauerhaften gemeinsamen Ziel; es waren immer nur Zweckbündnisse, um die jeweils eigene (und man kann mehreren Interessensgruppen angehören) Macht zu mehren und „legitimiert“ die eigenen Partikularinteressen wenigstens teilweise durchsetzen zu können, wobei die größte Gruppe davon natürlich den meisten Erfolg dabei hatte: Feministinnen.)

    • „Also ich würde es begrüßen, wenn sie endlich anfangen, sich selbst zu zerfleischen.“

      Lad die Wortführerinnen zu einem Diskussionsevent ein.
      Wenn alle da sind, setzt Du das Thema und schließt danach die Tür des Plenums von außen ab.
      Eine Stunde später haben sie sich zu 90% dezimiert.
      Jede Wette!
      😉

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