Jochen König: „Vätern, die nicht mindestens 7 Monate Elternzeit nehmen, das Sorgerecht aberkennen“

Der männliche Feminist Jochen König will Väter zwingen mal endlich nicht mehr faul zu sein und so etwas einfaches wie die Erwerbsarbeit zu machen, während die Frauen hart Kinder betreuen und plädiert dafür, dass man ihnen das Sorgerecht aberkennt, wenn sie nicht mindestens 7 Monate Elternzeit nehmen.

Zu seiner Situation führt er aus:

Meine kleine Tochter hat drei Eltern. Mit keiner der beiden anderen Elternteile war ich in einer Liebesbeziehung. Seit ihrer Geburt kümmern wir uns um sie zu dritt auf Basis unserer gemeinsamen Freundschaft. In der Krise verteilt sich die Last auf vielen Schultern. Trotzdem ist das alles auch für uns eine große Herausforderung. An vielen Tagen versuche ich verzweifelt, Homeoffice, Homeschooling und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen. Ich bin Bereichsleiter in einem sozialen Unternehmen und wenn wir uns zur Leitungsrunde in der Videokonferenz treffen, bin ich der Einzige, bei dem Kinder im Hintergrund durchs Bild laufen. Die Kinder der anderen Väter werden in der Zeit von den jeweiligen Müttern betreut. Mütter mit kleinen Kindern sind auf dieser Hierarchieebene gar nicht erst vertreten. Mehr noch als vorher muss ich – wie die Mehrzahl der Mütter – beruflich mit Männern konkurrieren, die wesentlich mehr Zeit und Energie in ihre Karrieren investieren können als ich.

Wenn ich es richtig verstehe, dann hat er sich von seiner – anscheinend eher auf Karriere fixierten Freundin getrennt oder sie von ihm und zieht jetzt sein Kind zusammen mit einem lesbischen Paar groß. 

Drei Elternteile und ein Kind – da muss der Alltag gut organisiert sein, zumal die beiden Mütter nicht zusammen wohnen. Sechs Tage verbringt das Kind bei seinem Vater, sechs Tage bei der einen Mutter und zwei Tage bei der zweiten Mutter. Große Entscheidungen treffen sie gemeinsam: In welche Kita soll das Kind gehen, welche Schule soll es mal werden? Aber sie würden nicht alles ausdiskutieren, sagt Jochen. Kinder könnten es gut kompensieren, wenn nicht jeder Haushalt nach den gleichen Regeln liefe.

Er betreibt also eine Art Wechselmodell, bei dem er der einzige mit Sorgerecht sein dürfte, auch wenn es anders gelebt wird. Ein Modell, welches anscheinend für ihn klappt aber welches ja so für die allerwenigsten funktionieren dürfte.

Es ist eine gute Frage, warum es ihm so auf die Nerven geht, dass andere ihr Leben anders aufteilen, dass er sie bestrafen möchte. Er verlagert immerhin von 14 Tagen 8 auf Fremde, die mit dem Kind erst einmal nichts zu tun haben und bringt sie für seinen Vorteil sogar noch um Rente und Gehalt in ihrer Karriere. In einer Ehe bekommt der Partner immerhin für diese Freistellung einiges von dem anderen ab. Hier scheinen die anderen beiden leer auszugehen und er die Vorteile dieses Deals einzustreichen.

Er schreibt:

Vielleicht ist es an der Zeit, die Strategie zu wechseln. Statt Väter mit immer neuen Angeboten zu locken, könnten einfach diejenigen gestärkt werden, die sich tatsächlich um ihre Kinder kümmern. Die Familienpolitik könnte aufhören, einem Ideal von innerfamiliärer Gleichberechtigung hinterherzuhecheln, zu dem Väter seit Jahrzehnten ihren Anteil beharrlich verweigern. Vielleicht sind Väter in heterosexuellen Kleinfamilien einfach nicht immer dafür gemacht, Verantwortung zu tragen und ihren Teil der Arbeit zu übernehmen.

Wer Vollzeit arbeitet und nicht mindestens sieben Monate in Elternzeit geht, könnte beispielsweise grundsätzlich das Sorgerecht verlieren. Wer sich auf diese Weise unsolidarisch gegenüber dem anderen Elternteil und den eigenen Kindern verhält, hat nichts mitzuentscheiden. Vielleicht würde das etwas mehr Väter motivieren, in der Familie aktiver zu sein. Damit Mütter dann allerdings im wahrscheinlicheren Fall nicht allein dastehen, müssten zusätzlich größere Elternnetzwerke gefördert und gestärkt werden.

Allein aufgrund seiner eigenen Historie hätte er ja eigentlich den Artikel auch vollkommen geschlechtsneutral halten können. Aber er scheint einen gewissen Hass auf Leute entwickelt zu haben, die keine Kinderbetreuung übernehmen, sondern lieber die Versorgung übernehmen.
Das Männer ihren „Anteil beharrlich verweigern“ ist auch lustig wenn die meisten davon mit den betreuenden Frauen gemeinsame Kasse machen und über Unterhalt, Zugewinn und Versorgungsausgleich davon profitieren.

Statt mit der Ehe ungleiche Aufgabenteilungen staatlich zu subventionieren, könnten Zusammenschlüsse von Menschen gefördert werden, die sich solidarisch und gemeinsam kümmern. Neben der Investition in Zukunftstechnologien jenseits der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen könnte ein Corona-Konjunkturpaket eine Innovationsprämie für zukunftsfähige Familienmodelle jenseits der Abhängigkeit von Vätern enthalten.

Ah, er will also die Förderung seines Lebensentwurfes. Wäre interessant, wie er sich das vorstellt. Anscheinend soll ja der Staat was an die Betreuenden zahlen. Und nicht die blöden normalen Familien mit ihrem  Ausbeutern, die „nur“ das Geld (und die Betreuung nach der Arbeit und am Wochenende) einbringen. Ganz schlimm so etwas. Die haben echt kein Sorgerecht verdient. Sondern nur innovative Konzepte wie das seine.

Aber mal weg von seinem Fall:
Was geht es ihn tatsächlich an, wie Leute ihre Betreuung einteilen wollen? Uns geht es ja auch nicht an, wenn er eine Ko-Elternschaft mit Freunden betreibt, solange es dem Kind dabei gut geht.
Natürlich gibt es auch genug Konstellationen, bei denen es durchaus schwierig ist die 7 Monate zu nehmen. Von der Hausfrau, die Hausfrau sein möchte und bei denen dann wenn er lange aussetzt dann schlicht das Geld nicht reinkommt. Über den Selbständigen, der es sich schlicht nicht erlauben kann, dass er 7 Monate nicht arbeitet und damit sein Unternehmen gefährdet. Bis zu anderen großen Gehaltsunterschieden, die ein solches Aussetzen uninteressant machen.

Und mit welchem Recht überhaupt das Sorgerecht aberkennen und was soll das bringen? Ist es dann auf immer weg oder kann man danach einfach wieder eine Sorgeerklärung abgeben bzw einen Antrag bei Gericht stellen, bei dem der Partner vollauf einverstanden ist?
Aus meiner Sicht wäre so etwas noch nicht einmal verfassungsmäßig.

Insofern ein wenig durchdachter Artikel, der mir eher damit zusammen zu hängen scheint, dass jemand irgendwie eifersüchtig ist.

121 Gedanken zu “Jochen König: „Vätern, die nicht mindestens 7 Monate Elternzeit nehmen, das Sorgerecht aberkennen“

  1. Interessant das Männer immer gleich bestraft werden sollen. Sorgerecht wegnehmen, Führerschein wegnehmen, usw. während man Frauen immer motivieren will, Potentiale wecken, Chancen ermöglichen.

    Hatte König eine feministische, männerhassende Mutter?

    • Wenn man will, dass Menschen ihr Verhalten ändern, kann man immer mit positiven oder negativen Impulsen arbeiten; Belohnungen für das richtige oder Strafen für das falsche Verhalten. Was im Einzelfall wirkungsvoller ist, ist immer schwierig zu sagen, aber die Wahl zeigt meistens deutlich an, wo die Sympathien liegen.

  2. „Ich bin Bereichsleiter in einem sozialen Unternehmen und wenn wir uns zur Leitungsrunde in der Videokonferenz treffen, bin ich der Einzige, bei dem Kinder im Hintergrund durchs Bild laufen.“

    Jo der Malocher vom Bau macht mal schnell eine Videokonferenz, während seine Kinder hinten auf den Kran klettern oder ein bisschen in der Baugrube spielen. Da sieht man wie realitätsfern solche Menschen sind.
    Sein Konzept funktioniert bestenfalls bei der Bionadebourgeoise vom Prenzlauer Berg, die irgendwas mit Medien macht und zur Arbeit kommen und gehen kann wann sie will.

    • Jau, man könnte auch sagen:
      Während alle anderen Väter in ihrer ARBEITSZEIT auch wirklich arbeiten, betreue ich nebenbei noch mein Kind. Frag mal sämtliche Eltern, wie gut Arbeit und Kinderbetreuung gleichzeitig gehen.

      Übrigens: Mama II betreut das Kind nur an 2 von 14 Tagen (jedes 2. WE?). Sollte sie seiner Meinung nach kein Sorgerecht haben?

      • Da der Artikel von Männerhass ja nur so überschäumt, würde mich auch interessieren, ob er ebenfalls von Frauen fordert, dass diese dann das Sorgerecht verlieren. Aber einen Trick hat er bestimmt auf Lager, um das auszuschließen.

    • Zwei Anmerkungen:
      1. Korrekt. Was mich immer wieder erstaunt, wie wenig diese vorgeblich links und sozial orientierte Klientel in der Lage ist, von sich und der eigenen sozialen Situation, dem eigenen sozialen Milieu zu abstrahieren. Aus seiner Weltsicht haben alle Väter seine Möglichkeiten und die Umsetzung scheitert demzufolge nur an ihrem bösen Willen. Mit dieser aberwitzigen Unterstellung entstehen dann solche Vorschläge, mit denen er zeitgleich (selbstredend!) noch seine moralische Überlegenheit verkauft.
      Sind solche Gestalten eigentlich noch dafür empfänglich, wie so etwas bei der Mehrheit der Bevölkerung ankommt?

      2. Was er hier schreibt: „Mehr noch als vorher muss ich – wie die Mehrzahl der Mütter – beruflich mit Männern konkurrieren, die wesentlich mehr Zeit und Energie in ihre Karrieren investieren können als ich.“ bedeutet, er möchte eine Konkurrenz unter identischen Bedingungen.
      Wenn ich keine bösen Absichten unterstelle: „level the playing field“.

      Reden wir über rosa Elefanten: Wie möchte er es dann mit kinderlosen Männern und Frauen halten?
      Die können noch wesentlich mehr Zeit und Energie in ihre Karrieren investieren können als er.
      Gibt es dann eine Kinder- / Gebärpflicht?
      Bin ich gezwungen, mich um seine Verhütungsunfälle zu kümmern?
      Wie steht es mit akademischen Singles, die erst Ende 30 Kinder bekommen im Verhältnis zu jungen Familien, die bereits Anfang 20 Kinder in die Welt setzen?
      Gibt es für die letztere Gruppe dann einen „Karrierebonus“ wg. Familie?

      Diesen Gruppen entstehen Nachteile bei der Karriereplanung – gar keine Frage. Aber auf der Grundlage eigener Lebensentscheidungen. Welche Forderungen an die Gesellschaft auf dieser Grundlage, diese Nachteile zu kompensieren sind gerechtfertigt, welche nicht?

  3. Was hat denn Sorgerecht damit zu tun, wie Eltern in ihrer Partnerschaft die Kinderbetreuung freiwillig und eigenverantwortlich vereinbaren und untereinander aufteilen?
    Das geht den Staat im allgemeinen und Herrn König im speziellen einen feuchten Kehricht an!

    Genz davon abgesehen ist Elternzeit nur für Arbeitnehmer (und AFAIK Beamte) überhaupt vorgesehen. Selbständige können nicht in Elternzeit gehen. Sollen deren Kinder dann unter staatliche Vormundschaft kommen, und übernimmt Herr König die Patenschaft?

  4. Um es mal in SJWisch zu sagen:

    Clickbait = Troll + (Publishing) Power

    Und es funktioniert ja. Dieser Artikel ist seit seinem Erscheinen bestimmt ein dutzend Mal meine Twitter-Timeline runtergespült worden. Der Link selbst sogar häufiger als der zu diesem Polizisten-Müll-Müll. Aber dummerweise ist die übliche Lösung „nicht füttern“ bei sowas ja keine, weil die Erfahrung zeigt: Keine Idee, kein Vorschlag ist absurd genug, um nicht ein paar Jahre später doch plötzlich mindestens eine ernsthafte politische Forderung werden zu können.

    Manchmal bin ich echt verzweifelt. Aber zumindest in dem Punkt ist die persönliche Lösung ja mal leicht: Keine Kinder, keine Sorgerechtsprobleme.

    B20

    • Ja, pauschales Männerbashing läuft innerhalb der ohnehin sehr klickträchtigen Genderblase besonders gut. Vor allem, wenn sich ein Mann findet, der als Kronzeuge gegen Männer im Allgemeinen auftritt. Das gibt der feministischen Gesellschaftsspaltung einen ordentlichen Schub.

  5. Typischer totalitärer Müll, wie ihn die „Zeit“ propagiert. Natürlich soll im sozialistischen Rumumparadies der Staat alles „Sorgerecht“ haben, daher fängt der Feminist mal mit den verhassten Männern an, denen das als ersten zu entziehen.

    • Wirklich „totalitär“ wäre es, wenn er beiden Geschlechtern nach gleichen Maßstäben vorschreiben würde, was sie zu tun oder zu lassen haben.
      Herr König richtet aber selektiv seine Ansprüche gegen Männer und erspart die gleiche Vorgehensweise Frauen – das ist tief inhalierter bürgerlicher Feminismus.
      Sozialismus hieße umfassend gleiche Rechte und gleiche Pflichten.
      In seinem bürgerlich-feministischen Lala-Land ist das Einkommen aus Erwerbsarbeit aber immer gesichert, immer vorausgesetzt und muss einfach nur anders verteilt werden.
      In der gemeinen empirischen Realität tragen Frauen in Deutschland 23% zum Familieneinkommen bei.
      Was ganz einfach bedeutet: Frauen müssen mehr Erwerbsarbeit leisten und weniger „care“-Arbeit, für Männer umgekehrt dito.
      Wenn man sich die Umfragen zur Erwerbsneigung anschaut, dann ist die Umsetzung bei einem Geschlecht fraglich und Tipp: Der Mann ist nicht das problematische Geschlecht.

        • Das wäre dann Dein-Sozialismus, aber nicht meiner! 😉

          Ganz ehrlich: Auch in der DDR richteten sich der Großteil der Vergünstigungen an Frauen in ihrer Funktion als (junge) Mütter. Dann kam die nachträgliche Beschwerde der Frauen, die Männer hätten sich nicht oder nicht genügend geändert.
          Das wird wohl daran gelegen haben, (junge) Väter wurden einfach nicht adressiert. Wieso sollten sie sich also ändern?
          Insofern ist „Eltern“-Zeit tatsächlich ein Fortschritt, denn früher hat man Eltern gesagt und Mütter gemeint. Heute sind Väter immer „mitgedacht“.

          Ich mutmaße, dem lag keine sexistische Bösartigkeit zu Grunde, sondern man konnte sich den Ausfall der weiblichen Arbeitskraft gesellschaftlich eher leisten. Dieses Ausmaß an Ehrlichkeit wäre aber einer angestrebten Karriere – zumindest in der DDR – nicht wirklich förderlich gewesen. 😉

          • Apropos DDR-Väter – Fussballtrainer (West) trifft 1990 auf Oberligaspieler (Ost):
            „Juri Schlünz: Nach einer Trai­nings­ein­heit am Nach­mittag sagte Uwe [Reinders ]zu uns: ​„Jungs, jetzt geht ihr in die Sauna, lasst euch mas­sieren, dann geht’s um 19 Uhr nach Hause.“ Ich sagte: ​„Das geht nicht!“ ​„Wieso?“ ​„Ich muss um halb sechs meine Kinder aus dem Kin­der­gerten abholen. Meine Frau hat heute Spät­schicht.“ Für ihn war das unbe­greif­lich. Er meinte nur: ​„Dann sag deiner Frau, ab heute braucht sie nicht mehr arbeiten zu gehen. Jetzt ver­dienst du das Geld.“
            https://11freunde.de/artikel/wir-wollten-hansa-am-leben-erhalten/576498

          • @Radaffe

            Diese Unterschiede der männlichen und weiblichen Mentalitäten zwischen Ost und West findet man heute immer noch und sie finden sich in zahllosen Studien wieder.
            Ob es Erwerbsneigung ist, Teilzeitarbeit, Hang zum Alleinverdienermodell etc. das sind bspw. aktuelle Befunde der Shell-Jugenstudien (!!!).
            Der „gender pay gap“, abgebildet auf die einzelnen Bundesländer sieht selbst heute so aus, als würde die Mauer noch existieren.

            Die West-Frauen – meine These – wurden vorwiegend nicht unterdrückt, sondern sie wurden bestochen.
            Dazu gehören zwei – einer der besticht und eine, die sich bestechen lässt.
            Die CDU hat in der alten Bundesrepublik davon bis in die 1970er mit einem konservativem Gegenmodell profitiert; so wie die politischen Präferenz für die SPD klar männlich war, galt die weibliche der CDU.
            Das sind die nickeligen Kleinigkeiten, die Feministinnen gerne übergehen…

            Die Geschichte des West-Feminismus mit der heroischen Geschichte des weiblichen Widerstands ist eine Farce.
            Die Mythen bspw., was der Mann der Frau in Deutschland nach dem 2 WK nicht alles hat verbieten können sind revisionistisch, denn es wird rückwirkend verschwiegen, dass es all das in der DDR überhaupt nicht gegeben hat.
            Der feministische Revisionismus konstruiert eine Geschichte der gesamtdeutschen „gemeinsamen Betroffenheit aller Frauen“, die nie existiert hat, weshalb m.E. die Bereitschaft auch so groß ist, sie medial permanent zu wiederholen.
            Es macht sich schlecht, etwas als glorreiche Errungenschaft des Feminismus zu verkaufen, was unter „männlicher Herrschaft“ bereits durchgesetzt worden war, nicht wahr…

            Und vielen Dank für deinen Buch-Tipp – habe ich mit großem Interesse gelesen!

        • Nein, nur weil dir die möglichen Rechte im Sozialismus nichts bedeuten, heißt es nicht dass es bei anderen Menschen auch so ist.
          Eigentlich argumentierst du genau wie der Autor des Zeit Artikels. Du schaust nur von deiner Perspektive auf eine Sache und befindet, dass alle deine Perspektive haben müssen weil sie sonst verblendet sind.
          Für manche ist ein System wo du einen sicheren Job, eine sichere Wohnung, wenig Kriminalität und einen Kindergartenplatz für dein Kind hast halt wichtiger als die Möglichkeit alle 4 Jahre das Gesicht seines Regierungsavatars auswählen zu dürfen und die Möglichkeit haben im Hamsterrad Karriere machen zu können.

          • „Für manche ist ein System wo du einen sicheren Job, eine sichere Wohnung, wenig Kriminalität und einen Kindergartenplatz für dein Kind hast“

            Das heißt, die Mehrheit der Deutschen lebt bereits im Sozialismus?

          • Könnt Ihr mal Euren „Sozialismus“ definieren? Wenn ich davon spreche, meine ich nämlich genau das, was der Sozialismus in der Realität gewesen ist.
            Aber dann kommen irgendwelche Linke an und reden von Kindergartenplätzen…

          • Ich glaube, hier liegt ein massives Missverständnis vor.
            Hast du meinen Smiley überlesen?
            Der bedeutete, ich lasse mich von Adrian nicht trollen – was er eigentlich zuverlässig tut.
            Daraufhin habe ich erzählt, was ich an den familienpolitischen Maßnahmen im ehemals existierenden Sozialismus der DDR falsch fand.
            Dass sie nämlich ausschließlich Frauen bevorzugten – womit ich nicht in Abrede stellen möchte, sie wären nicht erfolgreich gewesen, was die Stabilisierung der Geburtenrate betrifft.

        • Wenig Rechte und viele Pflichten, die für alle gleichermaßen gelten, wären mir aber immer noch lieber als diese ständige Frauenbevorzugung, mit der wir heutzutage leben.

          • Wie jetzt? Leben wir im Sozialismus? Ich dachte bisher, es wäre Kapitalismus und der Sozialismus soll erst noch hier eingeführt werden.
            Vielleicht trollst du aber auch einfach nur schlecht. 😉

      • „Wirklich „totalitär“ wäre es, wenn er beiden Geschlechtern nach gleichen Maßstäben vorschreiben würde, was sie zu tun oder zu lassen haben.“

        Tut er! Sein Vorschlag sieht zwar nur Sanktionen gegen die bösen, bösen Väter vor (gegen wen auch sonst bei solch einem Würstchen). Aber die durch die Sanktionen durchzusetzenden Maßnahmen würden auch voll die Mütter treffen. Denn es soll ja durchgedrückt werden, dass alle Väter mindestens sieben Monate Elternzeit nehmen. Bei den derzeitigen Regelungen hieße das, dass man auf ein Drittel des väterlichen Nettoeinkommens verzichten müsste, was sich viele Familien gar nicht leisten könnten, denn in vielen Familien ist der Mann Hauptverdiener und somit würde sich ein solcher Einkommensverlust bei ihm auch deutlich stärker das Gesamtfamilieneinkommen mindern.

        Die Maßnahme ist darauf ausgerichtet, Entscheidungen, die Menschen im höchstprivaten Umfeld treffen, in eine Richtung zu beeinflussen, die dem Autor als die moralisch einzig richtige erscheint – wohl nicht zuletzt weil sie dem folgt, wie er sich in höchstprivatem Umfeld organisiert hat. Da erklärt also jemand seinen eigenen Lebensentwurf zum einzig guten und denkbaren und fordert, dass alle anderen dem zu folgen hätten. Und wer das nicht tut und dann auch noch die Erbsünde der Männlichkeit mit sich herumträgt, dem drohen drakonische Strafen. Günstiger Weise bedeutet das natürlich, wie immer bei solchen Hansels, dass sie für sich selber keine Änderungen in ihrem Leben befürchten müssten, da sich die von ihnen geforderten Änderungen „wie durch Zufall“ an ihrem Lebensentwurf orientieren. Nur alle anderen haben sich gefälligst zu ändern.

        Mir fiele wenig Gedankengut ein, was man als noch totalitärer betrachten könnte. Und das alles in Kombination mit der offen zur Schau gestellten Selbstverliebtheit und dem narzisstischen Bedürfnis, sich bei jeder Gelegenheit als einer von den ganz, ganz wenigen guten Papas unter zig Millionen schlechten darstellen zu können.

        Vor dreißig Jahren wären Gestalten wie der noch von großen Medienhäusern schallend ausgelacht worden. Heutzutage bietet man denen dort gar noch beständig Bühnen, damit sie reichweitenstark ihre mannigfaltigen Persönlichkeitsstörungen exponieren und als progressives, moralisch einzig integres Denken verkaufen können.

        • „Bei den derzeitigen Regelungen hieße das, dass man auf ein Drittel des väterlichen Nettoeinkommens verzichten müsste, was sich viele Familien gar nicht leisten könnten“

          Logisch. Das interessiert ihn nicht, weil er es auch nicht weiß oder anders herum oder beides.

          „Die Maßnahme ist darauf ausgerichtet, Entscheidungen, die Menschen im höchstprivaten Umfeld treffen, in eine Richtung zu beeinflussen, die dem Autor als die moralisch einzig richtige erscheint“

          Ich finde „moralisierend“ besser, denn es ist für viele Paare weder umsetzbar, noch ist es gewünscht.
          Wobei er die ökonomischen Rahmenbedingungen ausblendet und Frauen zum alleinigen Opfer der Verhältnisse macht. Das steht aber in starkem Kontrast zu deren Erwerbsneigung und angestrebter „work-life-balance“.
          Womit das eigentliche Gebot ist, seine Leugnung der Realität und seinen Selbstbetrug zu glauben.

          „Vor dreißig Jahren wären Gestalten wie der noch von großen Medienhäusern schallend ausgelacht worden.“

          Inzwischen finden sich dafür in diesen Medienhäusern stabile politische und ideologische Mehrheiten, die alle keine Ahnung von den Lebensrealitäten der Mehrheit der Bevölkerung haben.

          „Da erklärt also jemand seinen eigenen Lebensentwurf zum einzig guten und denkbaren und fordert, dass alle anderen dem zu folgen hätten.“

          Ich habe auch vor, meinen allgemein verbindlich zu machen.
          „Jeder ist in seiner eigenen Welt, aber meine ist die richtige!“
          Lassie Singers

  6. Klassisches Verhalten. Ich bin gut, ich mache alles richtig, alle anderen sind doof und sollten bestraft werden, sobald sie nicht so sind wie ich.

    Das zeigt narzisstische Zügen, ist Abwertung von Fremdgruppen und letztendlich eine Art Herrenrassenmentalität für Anfänger.

  7. Aus einem anderen Artikel von ihm:

    „Ständig unausgeschlafen sein, keine Zeit mehr zu zweit zu haben und das Bewusstsein, dass sich daran so schnell auch nichts mehr ändern wird – all das ist nicht die beste Basis für eine dauerhaft gelingende Beziehung. Nach etwa zwei Jahren mit Kind stehen viele Paare vor der Entscheidung: Trennung oder ein zweites Kind? Wir, Fritzis Eltern, haben uns getrennt. Für das zweite Kind musste ich eine andere Lösung finden. (…) Vor eineinhalb Jahren haben eine Freundin und ich entschieden, dass wir ein Kind bekommen wollten, auf freundschaftlicher Ebene als Co-Eltern-Familie. Es ging dann alles sehr schnell. Marie wurde schwanger. Ganz ohne Sex, ein Wunder der Natur.“

    Also das finde ich schon sehr befremdlich. Ein Kind ist schlecht für eine Beziehung, weil man dann weniger Zeit füreinander hat (das weiß man eigentlich vorher). Aber weil er trotzdem noch ein Kind haben möchte, bekommt er eins mit einer Freundin. Nur wo bleiben dei beiden Kinder bei der ganzen Sache? Ist es nicht besser für ein Kind, wenn es in einer intakten, liebevollen Beziehung aufwächst? Braucht das Kind keine festen Bezugspersonen? Fragen, die er sich offensichtlich nicht stellt. Er scheint ein sehr egozentrisches Weltbild zu haben. Da verwundert es auch nicht, dass er nicht fähig ist die Sicht von anderen Männern außerhalb seiner Blase einzunehmen. Das Kind scheint mehr eine Art Accessoire für seinen hippen Lifestyle zu sein. Eine Möglichkeit, mit der er den Leuten unter die Nase reiben kann, wie woke er doch ist. Z. B. in Form von Artikeln bei der Zeit.

    • „Es ging dann alles sehr schnell. Marie wurde schwanger. Ganz ohne Sex, ein Wunder der Natur.“

      Kennen wir.
      Hat es schon Mal gegeben.
      Nur, damals – vor 2.000 Jahren – hieß die MariA.

      Aber „Jesus“ würde heute nicht mehr hip sein. Es müsste was Dunkelhäutiges, Weibliches sein.

      Oh Mann, ich kriege immer mehr einen Würgreiz, wenn ich so einen abgehobenen und wirklichkeitsbefreiten Müll lese.

      „Ich bin Bereichsleiter in einem sozialen Unternehmen …“
      Klingt nach 3.-Welt-Laden. Weiß jemand Näheres?

  8. „Mehr noch als vorher muss ich – wie die Mehrzahl der Mütter – beruflich mit Männern konkurrieren, die wesentlich mehr Zeit und Energie in ihre Karrieren investieren können als ich.“

    Das ist unschwer zu erkennen das, was ihn ärgert. Und sicher auch nicht völlig zu unrecht – anscheinend verzeihen Arbeitgeber es Vätern immernoch besonders schwer, wenn sie gegen die gesellschaftliche Erwartungshaltung verstoßen, Beispiel GPG (= im Schnitt größere Gehaltseinbußen in Teilzeit als bei Frauen).

    „Er betreibt also eine Art Wechselmodell, bei dem er der einzige mit Sorgerecht sein dürfte,“

    Warum sollte die leibliche Mutter nicht auch das Sorgerecht haben?
    Aber schön, dass Dir das Stichwort Wechselmodell eingefallen ist. Ist ja eine der Forderungen, mit denen ihr i.A. Ex-Paare im Trennungsfall zwangsbeglücken wolltet.
    Und so ihr meintet: im Zweifelsfall ab Geburt, bliebe halt die Frage, warum das aus eurer Sicht nicht auch „hälftige Aufteilung der Elternzeit“ bedeuten sollte (wenn vielleicht auch lieber im täglichen Wechsel^^)?

    „Er verlagert immerhin von 14 Tagen 8 auf Fremde, die mit dem Kind erst einmal nichts zu tun haben und bringt sie für seinen Vorteil sogar noch um Rente und Gehalt in ihrer Karriere.“

    Wäre die Frage jetzt, inwiefern das nicht mehr Vorteile für Alle Beteiligte bringt als die typische Aufteilung in zumindest unverheirateter Partnerschaft.

    In dieser Konstellation kommt das Kind 2 Tage wöchentlich bei einer nicht-leiblichen Bezugsperson (die kein Sorgerecht hat) unter. In dieser Regelmäßigkeit sicher eine ungewöhnliche Regelung, aber sie basiert ja auf Freiwilligkeit (wenigstens) aller Erwachsenen.

    „Natürlich gibt es auch genug Konstellationen, bei denen es durchaus schwierig ist die 7 Monate zu nehmen.“

    Tja, aber warum ist es schwierig?
     
    Konzentrieren wir uns erstmal nur auf abhängig Beschäftigte, lautet die Antwort doch schlicht: weil das Elterngeld falsch konzipiert wurde.
    Was wir suchen ist eine Lösung, die es zunächst mal im absoluten Regelfall ermöglichen würde, dass Väter wenigstens ihre zwei Monate nähmen.

    Es ist noch immer nur eine Minderheit, die das tut!

    Und davon (sagt mir mein Bauchgefühl^^) bleibt auch wieder nur eine Minderheit übrig, die das Baby tagsüber allein versorgt.

    Das ist unwichtig? Nein, im Hinblick auf die Wechselmodell-Forderung nicht. Es sei denn, man will es erst ab einem bestimmten Alter einführen…

    Btw: zu gern möcht ich mal lesen, was die Masku-Bubble gegen die Scharia-Regelung einzuwenden hätte, Kurzbeschreibung von wiki:

    „Nach dem klassisch-islamischen Recht hat die Mutter in den ersten Jahren Anspruch auf die Sorge (ḥaḍāna) für das Kind, und zwar bei Knaben bis zum Alter von etwa sieben Jahren, bei Mädchen bis zum neunten Lebensjahr. Die Mutter verliert dieses Recht jedoch durch eine Neuverheiratung (es sei denn, sie heiratet einen Verwandten des Kindes). Sowohl im Fall der Wiederheirat als auch beim Tod der Mutter geht das Sorgerecht an die näheren weiblichen Verwandten der Mutter. Erst wenn diese ausfallen, geht es an die väterliche Familie, dort jedoch nur an die weiblichen Verwandten. Die Bevorzugung der Frau beim Sorgerecht wird von den islamischen Juristen mit der größeren emotionalen Bindung der Mutter an das Kind sowie mit ihren natürlichen Fürsorgefähigkeiten gerechtfertigt. Während der Zeit, in der die Mutter ihr Sorgerecht wahrnimmt, ist der Vater verpflichtet, Unterhalt (nafaqa) sowie Lohn für die mütterliche Sorge und evtl. auch das Stillen zu entrichten.[2] Im Gegensatz zum Sorgerecht liegt die Vormundschaft für das Kind immer beim Vater, auch solange es sich bei seiner Mutter befindet.“

    • @Semi: Ich arbeite in einem ziemlich progressiven Laden. Wir haben einen Betriebskindergarten, eine Notfallkita und spezielle Büros mit Wickeltisch und Spielecke, wenn es mal mit der Betreuung gar nicht klappt. Es ist auch durchaus normal, dass Väter mal ihre Kinder mitbringen und ich habe schon einen Bereichsleiter sein Kind auf dem Konferenztisch wickeln sehen. Kinderlärm in Telkos ist spätestens seit Corona eh nichts Ungewöhnliches. Und hier ist es auch vollkommen normal, dass die Väter Elternzeit nehmen. Trotzdem nehmen fast alle „nur“ die 2 Monate. Warum? Weil fast alle jungen Väter nicht nur die Familie versorgen müssen, sondern üblicherweise auch noch ein Immobilienprojekt am Hals haben. Und das ist „rein zufällig“ fast immer exakt so groß, dass es vom Gehalt des Mannes so gerade eben finanziert werden kann.

      • Was würdest Du sagen: kriegen die (tendenziell) den Höchstsatz? Und gehen die Kindsmütter während der Vätermonate wieder arbeiten, oder macht man min. ebenso häufig 2 Monate gemeinsamen Familienurlaub draus?

        • Was der quicklebendige Narzisst auslässt, ein Drittel aller Akademikerinnen in seiner Altersgruppe in Berlin haben gar keine Kinder und identisch wird das auch für Männer zutreffen. Eher ein paar Prozent mehr.
          D.h. seine Hauptkonkurrenten sind Kinderlose/Singles und die haben erheblich mehr Zeit als er, sich der Karriere zu widmen.
          Das darf er aber nicht schreiben, sonst hätte seine Situation etwas mit seinen Lebensentscheidungen zu tun.

          • „D.h. seine Hauptkonkurrenten sind Kinderlose/Singles und die haben erheblich mehr Zeit als er, sich der Karriere zu widmen.“

            Das verkennt seine Position.
            Als „Bereichsleiter in einem sozialen Unternehmen“ dürfte er eher selten in eine derartige Konkurrenzsituation kommen.
            Seine einzigen ernstzunehmenden Konkurrenten dürften Gebärmutterträger sein.
            Dass er trotzdem Bereichsleiter ist und sich in Telkos regelmäßig nur unter Männern bewegt, sollte ihn eigentlich nachdenklich machen. Wenn ER sich nicht gegen Frauen chauvinistisch durchgesetzt hat, könnte das doch – einfach nur mal so laut gedacht – auch für seine Gesprächspartner gelten.
            Vielleicht sind die ja auch nur „Bereichsleiter“, weil keine Frau den Job haben wollte.

          • „seine Hauptkonkurrenten sind Kinderlose/Singles“

            Lass uns mal annehmen, eine Mischung aus Königs, Masku und meinen Vorschlägen würde übermorgen Gesetz. Sprich (angestellte) Väter würden ihr Sorgerecht (nicht Umgangsrecht!) verlieren, wenn sie nicht die halbe Elternzeit nähmen, das Wechselmodell wäre (für diese Fälle) die default-Lösung und Gerichte könnten Vätern die erlaubten Erwerbsarbeitstundenzahlen kappen.
            Jetzt kommst Du und sagst: dann würden doch nurnoch Kinderlose die Karriereleiter rauffallen können!
            Worauf ich im Brustton der Überzeugung erwidere: DAS würden wir als Gesellschaft halt einfach nicht dulden! Selbstredend würde eine auch offizielle Väter-Quote eingeführt.

            Wie hoch liegt die denn eigentlich jetzt de facto? Vielleicht so bei 90 %?

          • „Wie hoch liegt die denn eigentlich jetzt de facto? Vielleicht so bei 90 %?“

            Damit haben ja viele Feministinnen ja ein Verständnisproblem, daher hier noch mal erklärt:

            Eine Mehrheit in einem Bereich ist etwas vollkommen anderes als eine Quote. Selbst wenn diese Mehrheit äußerst stabil sein sollte handelt es sich nicht um eine Quote

          • @semi:

            „Lass uns mal annehmen, eine Mischung aus Königs, Masku und meinen Vorschlägen würde übermorgen Gesetz. Sprich (angestellte) Väter würden ihr Sorgerecht (nicht Umgangsrecht!) verlieren, wenn sie nicht die halbe Elternzeit nähmen, das Wechselmodell wäre (für diese Fälle) die default-Lösung und Gerichte könnten Vätern die erlaubten Erwerbsarbeitstundenzahlen kappen.
            Jetzt kommst Du und sagst: dann würden doch nurnoch Kinderlose die Karriereleiter rauffallen können!
            Worauf ich im Brustton der Überzeugung erwidere: DAS würden wir als Gesellschaft halt einfach nicht dulden! Selbstredend würde eine auch offizielle Väter-Quote eingeführt.“

            Newsflash: Ein eine „Lösung“, welche in der Folge eine Situation erzeugt (!), die „wir als Gesellschaft halt einfach nicht dulden“ (und die dann durch weitere „Lösungen“ begradigt werden soll), ist keine Lösung, sondern ein Problem.

    • @Semikolon:

      »… zu gern möcht ich mal lesen, was die Masku-Bubble gegen die Scharia-Regelung einzuwenden hätte«

      Den Zusammenhang mit dem, was sonst noch in der Scharia festgelegt wird.

      »Artikel 24: Alle in dieser Erklärung aufgestellten Rechte und Freiheiten unterliegen der islamischen Scharia.

      Artikel 25: Die islamische Scharia ist der einzige Bezugspunkt für die Erklärung oder Erläuterung eines jeden Artikels in dieser Erklärung.«

      Zusammenhang!

      Troll!

    • Aber schön, dass Dir das Stichwort Wechselmodell eingefallen ist. Ist ja eine der Forderungen, mit denen ihr i.A. Ex-Paare im Trennungsfall zwangsbeglücken wolltet.

      Sind dir Kinder auch so egal wie offenbar dem König? Du denkst an die Paare, aber null an das Kind, dem ein Elternteil genommen wird. Das Wechselmodell berücksichtigt eben diese Kinder und nicht nur den menschlichen Besitz- und Herrschaftsanspruch eines Elternteils.

      • Typisch Feministin halt. Und das trifft sowohl aif den Schreiberling als auch auf das Satzzeichen zu.
        An erster Stelle komme ich und danach erst mal nichts.
        Und danach immer noch nichts.

      • Es braucht ja wohl kein Wechselmodell, damit die Beziehung zum getrenntlebenden Elternteil erhalten bleibt.

        Und bereits der normale Umgangsumfang – klassischerweise soweit ich weiß: die halbe Ferien (gleich der gesamte Jahresurlaub des AN), jedes zweite Wochenende Fr-So, sowie ein fester Wochennachmittag – ist voraussetzungsreich genug, um für einen von Christians typischen workaholic-Karrieristen Tücken in der Umsetzung zu verursachen.

        • Aha, es geht also lediglich um die Erhaltung der Beziehung? Das sehen aber viele Kinder, auch meines, vollkommen anders. Und ein fester Wochennachmittag und halbe Ferien sind in der deutschen Rechtssprechung nicht üblich. Ersteres findet meist gar nicht statt und gemeinsame Ferien sind in der Regel auf drei Wochen im Jahr begrenzt.

          Im Übrigen darf der Mann nicht beliebig seine Arbeitszeit reduzieren, um sein Kind betreuen zu dürfen, da er gezwungen ist, möglichst hohe Unterhaltszahlungen zu erwirtschaften.

          Es gibt nicht wenige Mütter, die den Umgang mit dem Vater weitgehend verhindern wollen und durch Entfremdungshandlungen oder Falschbeschuldigungen die Beziehung des Kindes zum Vater zerstören. Habe ich einige in der Bekanntschaft. Oft kommen sie damit gut durch.

          Es gibt also keinen anderen Weg als das Wechselmodell als Regel, wenn beide Elternteile nach einer Trennung auch solche bleiben wollen und sollen.

          Aber ich verstehe, dass das nicht in Mütterköpfe geht, die ihr Kind als ihr individuelles Eigentum begreifen.

          • Es gibt nur ein Wechselmodell, das exakt 50:50 beträgt. Bei allem anderen, wie z.B. 45:55 bleibt ein Elternteil voll unterhaltspflichtig. Das wird so gehandhabt, weil sich die Mütter in der Regel mit dem Unterhalt eingerichtet haben.

            Da aber die Väter oft die Arbeitszeit nicht reduzieren können, weil sie ja eben verpflichtet sind, möglichst hohe Unterhaltszahlungen zu generieren, werden die Wünsche der Kinder und Väter nach gelebter Vaterschaft faktisch ausgehebelt.

            Es gibt nur eine entscheidende Ausnahme: Nämlich, dass die Mutter wohlwollend ist – dann gehen problemlos auch individuelle sinnvolle und menschenfreundliche Lösungen.

            Hat sie da keinen Bock drauf oder ist sauer, ist halt nichts mit gelebter Vaterschaft. Da unterliegen Kind und Vater in der Regel nackter Willkür.

          • Ich dachte, Du sprichst aus Erfahrung…
            Ich kenne nicht viele geschiedene/getrenntlebende Elternpaare und überhaupt nur 1, für das das Wechselmodell in Frage kam. Da hat die Tochter (Grundschulalter) in der Anfangszeit täglich den Wohnsitz gewechselt und ab irgendwann dann im Wochenrhythmus. Klappt gut.

            Aber nicht überall wären die Voraussetzungen so ideal. Z. B. bei Schichtarbeit. Oder auch wenn einer einen so langen Arbeitsweg hat, das er auch bei stets pünktlichem Feierabend regelmäßig nicht zeitig genug zuhause wäre. Und Ganztagsbetreuung heißt bei uns jedenfalls: die Tore schließen um 16 Uhr (Kitas haben länger auf). Das wird schon trotz kurzem Laufweg in vielen Fällen schwierig für die Erziehungsberechtigten in Vollzeit zu bewerkstelligen sein (weshalb ich meine: das Wechselmodell läuft effektiv auf 2x Teilzeit raus).

            Wie verpflichtend möchtet ihrs denn wirklich haben, frag ich mich immer: Wechselmodell auch gegen den Wunsch und die (angeblichen) Möglichkeiten des Vaters? Oder sollte ers nur wählen können, wenn er will und die Betreuung zeitlich (selbst?) „leisten kann“? Im Moment brauchts ja die Zustimmung beider, und das passt euch bekanntlich nicht… daher die Fragen.

          • „Aber nicht überall wären die Voraussetzungen so ideal.“

            Das stimmt. Aber schon bei den idealen Fällen können nur wenige Väter sich einbringen, wenn die Mutter das nicht will.

            „Wie verpflichtend möchtet ihrs denn wirklich haben, frag ich mich immer: Wechselmodell auch gegen den Wunsch und die (angeblichen) Möglichkeiten des Vaters? Oder sollte ers nur wählen können, wenn er will und die Betreuung zeitlich (selbst?) „leisten kann“? Im Moment brauchts ja die Zustimmung beider, und das passt euch bekanntlich nicht… daher die Fragen.“

            Wenn die Betreuung möglich ist, sollte sie für beide verpflichtend sein, ja. Aber nicht in der Variante, die derzeit gängige Spruchpraxis der Karlsruher Frauenrechtler ist: er zahlt weiter den vollen – titulierten – Unterhalt, darf(!) aber dafür sein Kind mit betreuen.
            Wechselmodell heißt: beide betreuen, die Frau kriegt KEINEN Unterhalt!

            In der Frage bin ich auch für ein rigoroses Zurückschneiden der Mitspracherechte von Familienrichtern.
            Weist ein Vater nach, dass er betreuen kann und will, ist ein anderes richterliches Votum automatisch nichtig. Elternrecht bricht Richterrecht!

          • Spannend find ich auch immer die Fragen an Väter, wie häufig sie die Kinder zu Arztterminen und Hobbys begleiten, ob sie Krankenausfälle hälftig übernehmen und Dinge wie Kleidung und Schuhe kaufen (also nicht nur bezahlen, der Zeitaufwand ist hier gemeint). So Sachen müssten sie im Prinzip ja auch Alles bei einem „echten“ Wechselmodell mit-machen – und auch das kann viel Konfliktpotenital bergen.

            U. U. kann es einen Vater durchaus Zeit, Stress und Nerven sparen, mit ein paar hundert Euro Kindesunterhalt-Pauschale bereits schon alle Klamotten inkl. (auch Freundes-)Geschenke und Spielzeuge, Vereinsbeiträge usw. abgegolten zu haben, anstatt immer Alles kleinteilig absprechen zu müssen.
            Oder hättest Du Dich darum gerissen?

          • „Wenn die Betreuung möglich ist, sollte sie für beide verpflichtend sein, ja.“

            Sollte man ihm denn vorschreiben dürfen, im Zweifel seinen Erwerbsarbeitsstundenumfang reduzieren zu müssen o.ä.?

          • Klar spreche ich aus Erfahrung. Ich habe genau die 45:55-Situation. Faktisch betreue ich das Kind erheblich mehr als die Mutter, denn die arbeitet vollzeit und verklappt unser Kind an ihren Tagen in der Ganztagsbetreuung. Aber das zählt natürlich nicht. Ich bin selbständig und habe das Kind immer bei mir, wenn es keine Schule hat. Zusätzlich löhne ich ihr den vollen Unterhalt, obwohl sie ein erheblich höheres Einkommen hat als ich. Auch die Corona-Familien-Kohle wird sie komplett alleine einstreichen.
            So ist das halt als Vater. Da musst du ordentlich bezahlen, wenn du dein Kind mit aufziehen willst.

            Und dann labern die Femos immer von gleichberechtigter Care-Arbeit. Schön wär’s.

          • „Sollte man ihm denn vorschreiben dürfen, im Zweifel seinen Erwerbsarbeitsstundenumfang reduzieren zu müssen o.ä.?“

            Kann man das denn Müttern vorschreiben? Die geben ihr Kind für die Karriere in die Ganztagsbetreuung; warum wäre das bei Vätern verwerflich?

          • „Spannend find ich auch immer die Fragen an Väter, wie häufig sie die Kinder zu Arztterminen und Hobbys begleiten, ob sie Krankenausfälle hälftig übernehmen und Dinge wie Kleidung und Schuhe kaufen (also nicht nur bezahlen, der Zeitaufwand ist hier gemeint). So Sachen müssten sie im Prinzip ja auch Alles bei einem „echten“ Wechselmodell mit-machen – und auch das kann viel Konfliktpotenital bergen.

            U. U. kann es einen Vater durchaus Zeit, Stress und Nerven sparen, mit ein paar hundert Euro Kindesunterhalt-Pauschale bereits schon alle Klamotten inkl. (auch Freundes-)Geschenke und Spielzeuge, Vereinsbeiträge usw. abgegolten zu haben, anstatt immer Alles kleinteilig absprechen zu müssen.
            Oder hättest Du Dich darum gerissen?“

            Ich habe mich nicht drum gerissen, ich habe es gemacht.
            Soweit die Mutter und meine rechtliche Situation es mir erlaubten.
            Als nichtehelicher Vater, dem das gemSR automatisch qua Geburt entzogen wird, waren meine Möglichkeiten, meine Kinder zu vertreten, begrenzt.

            Aber indirekt gibst Du ja ein elementares Elternproblem zu, dem sich jeder Vater gegenüber sieht.
            Er darf gern eine abweichende Meinung haben, aber entscheiden tut sie, die Mutter.
            Und wenn er seinen Platz in der Hierarchie nicht akzeptiert – da gibt es ein Rudel Geifer sabbernder Pitbulls am nächsten Gerichtsstandort, das ihn auf Pfiff sofort entsorgt.

            „Sollte man ihm denn vorschreiben dürfen, im Zweifel seinen Erwerbsarbeitsstundenumfang reduzieren zu müssen o.ä.?“

            Wenn es anders nicht zu einer paritätischen Verteilung der Betreuung für das Kind kommt, ja.
            Aber nicht, wenn die Mutter nur will, dass er es nicht besser hat, als sie.
            Semi, ich bin überzeugt, dass das Problem mit den Teilzeitjobs längst vom Tisch und paritätische Arbeitsteilung erreicht wäre, wenn nicht die MÜTTER sich mit Händen und Füßen dagegen wehren würden.
            Solange aber ein Vater mit Sorgerecht immer noch ständig Gefahr läuft, entsorgt zu werden, kann ich ihm nicht guten Gewissens zu einer Reduzierung seiner Arbeitszeit raten, denn er wird dann auf Vollzeit aufstocken müssen und darf auch noch die Hälfte seiner eh kargen Rente an seine Ex abtreten.
            Kein Mann, der bei klarem Verstand ist, lässt sich auf so einen Deal ein.

          • Weißt Du, was sie mit der Corona-Kohle machen will?
            Also bei uns ist die praktisch schon komplett verplant^^ (Alles für die Kinder, tatsächlich)

            Was heißt denn jetzt Ganztag bei Euch? Wie alt ist Euer Kind? Ab wann hats schulfrei? Und die anderen, genannten Fragen^^?

          • @Semikolon

            Ob hier oder an anderer Stelle: Ich antworte nicht auf Fragen, wenn das nichts Essenzielles zum Thema beiträgt oder zu tief in Intimes oder Familiäres eingreift. Da unterscheiden wir uns wohl sehr.

          • „Spannend find ich auch immer die Fragen an Väter, wie häufig sie die Kinder zu Arztterminen und Hobbys begleiten, ob sie Krankenausfälle hälftig übernehmen und Dinge wie Kleidung und Schuhe kaufen (also nicht nur bezahlen, der Zeitaufwand ist hier gemeint“

            Was mich mal interessiert:
            1. Würde die Helikopterglucke von heute eigentlich damit klar kommen, wenn sie die Kinder erst spät Abends nach 8-10 Stunden Schicht sehen würde und bemuttern könnte? Während sonst der Mann alles mit den Kindern macht und sie nicht die volle Kontrolle darüber hätte?

            2. Würde die durchschnittliche hypergame Golddiggerin damit klar kommen, wenn der Mann eine lange Zeit nicht mehr so viel Geld nach Hause bringt (weil Teilzeit) und es ein bisschen knapp werden würde mit täglich Bio Wholefood, 5x im Jahr in Urlaub und 3x die Woche bei Zalando bestellen?

          • „Ich habe mich nicht drum gerissen, ich habe es gemacht.
            Soweit die Mutter und meine rechtliche Situation es mir erlaubten.“

            Du sagtest, Du hättest berufsbedingt hunderte Kilometer weit wegziehen „müssen“. Bei gemeinsamem Sorgerecht und Wechselmodell wäre das stattdessen wie weitergegangen, was glaubst Du?

            „Aber indirekt gibst Du ja ein elementares Elternproblem zu, dem sich jeder Vater gegenüber sieht.“

            Was ich eigentlich andeuten wollte: man unterschätzt gern, was Alles an Teilaufgaben anfällt. Die Organisation bzw. Koordination kann schon in noch gut funktionierenden Partnerschaften schwerfallen, jedenfalls wenn Alles gerecht verteilt werden sollte.

            „Wenn es anders nicht zu einer paritätischen Verteilung der Betreuung für das Kind kommt, ja.
            Aber nicht, wenn die Mutter nur will, dass er es nicht besser hat, als sie.“

            Was man woran erkennen würde?

            „Semi, ich bin überzeugt, dass das Problem mit den Teilzeitjobs längst vom Tisch und paritätische Arbeitsteilung erreicht wäre, wenn nicht die MÜTTER sich mit Händen und Füßen dagegen wehren würden.“

            Ist Dir nicht aufgefallen, dass die Masku-Marschrichtung praktisch immer lautet:
            Mütter in die Vollzeitanstellungen drängen?

            Wenn ich Soll und Ist vergleiche, finde ich, sind die Väter weiter ab vom Ziel. Im Schnitt. Nicht?
            Vorallem diejenigen, die dann noch rumerzählen, für eine Karriere qualifiziere man sich erst mit 60, 70+ (the sky is the limit) – Stundenwoche. Die sind die Pest.

            „Solange aber ein Vater mit Sorgerecht immer noch ständig Gefahr läuft, entsorgt zu werden,“

            Ich sach das normal nich, aber Strohmann.

            „kann ich ihm nicht guten Gewissens zu einer Reduzierung seiner Arbeitszeit raten, denn er wird dann auf Vollzeit aufstocken müssen“

            Solange die erhöhten Erwerbsobliegenheiten bestehen. Die Christian bspw. auch nicht antasten (sondern ausweiten) würde…

            „und darf auch noch die Hälfte seiner eh kargen Rente an seine Ex abtreten.“

            Tja, dagegen hilft ja: nicht heiraten. Und weil Du das wusstest, ist Dein Familienstand auch schon immer ledig.

            „Ich antworte nicht auf Fragen, wenn das nichts Essenzielles zum Thema beiträgt oder zu tief in Intimes oder Familiäres eingreift.“

            Das macht die Kommunikation so unerfreulich… ich versuchs nochmal und erkundige mich nach der unpersönlichen Idealvorstellung^^:

            Möchtest Du wirklich über jede einzelne, Kindesbezogene Ausgabe, die sie oder Du tätigst, vorab diskutieren und hinterher abrechnen müssen? Und wie stellst Du Dir eine best practice dafür vor?

            „Würde die Helikopterglucke von heute eigentlich damit klar kommen, wenn sie die Kinder erst spät Abends nach 8-10 Stunden Schicht sehen würde und bemuttern könnte? Während sonst der Mann alles mit den Kindern macht und sie nicht die volle Kontrolle darüber hätte?“

            Bin ich gemeint? Also ich hätte mir nicht vorstellen können, jemals „Hausfrau“ als Berufsbezeichnung angeben zu müssen. Als ich mich Mitte 20 auf das Abenteuer Mutterschaft einließ, stand Vollzeitanstellung oder gar Karriere nicht auf seiner wishlist. Hat sich aber schneller geändert als ich gucken konnte^^
            Ich glaube nicht, dass 8-10 Stunden Trennung am Tag mir etwas ausmachen würden (nichtmal mehrtägige Geschäftsreisen haben mich als Einfach-Mama abgeschreckt) – wenn denn zuhause Alles rund läuft und ich meinen Job nicht gerade hasse^^

            „und es ein bisschen knapp werden würde mit täglich Bio Wholefood, 5x im Jahr in Urlaub und 3x die Woche bei Zalando bestellen?“

            Für Lebensmittel geben wir inzwischen tatsächlich recht viel Geld aus (d.h. Einkauf beim lokalen Metzgermeister mit eigener Schlachtung; Obst & Gemüse, Eier & Milch direkt vom Erzeuger holen – jedenfalls idealerweise, so oft wie möglich. Supermarkt ist bequemer seit wir einen im Dorf haben… und günstiger sowieso. Aber Qualitätsunterschiede merkste halt ouch); Urlaube leisten wir uns seit langem schon keine Größeren mehr und i.d.R. auch nur einmal im Jahr (was war das noch schön, als man für außerhalb der Ferienzeiten buchen konnte… ); bei Zalando hab ich noch nie bestellt (für mich kauf ich fast nur second hand bzw. neuwertiges auf ebay)… aber klar: ich treffe viel viel mehr Kaufentscheidungen als mein Gatte. Immer nur in sehr bescheidenem, finanziellen Rahmen. Ich kenn nix Anderes als knappe Kalkulationen. Und ja: Wünsche kriegen ständig Junge. Wenn unsere gerade in Bau befindliche, zweite Solaranlage fertig ist, soll dann die Wasser Wasser Wärmepumpe kommen, und auch für danach ist schon klar, wo investiert wird.
            Was war nochmal die Frage: obs ohne *Konsum* ginge? Da möcht ich sagen: nur bedingt.

          • „Du sagtest, Du hättest berufsbedingt hunderte Kilometer weit wegziehen „müssen“. Bei gemeinsamem Sorgerecht und Wechselmodell wäre das stattdessen wie weitergegangen, was glaubst Du?“

            Du führst Dein Archiv nur unvollständig.
            Ich musste wegziehen, NACHDEM ich zum Bezahlknecht und Besuchsonkel gemacht wurde.
            Im anderen Fall hätte man den Gürtel enger schnallen und mit weniger die Kinder gemeinsam (getrennt!) aufziehen KÖNNEN und MÜSSEN.
            Aber das zuständige JA definierte – genau, wie die Roben – Kindeswohl an der Höhe des Barunterhalts, auf keinen Fall an der Häufigkeit und der Qualität des Kontakts zwischen mir und den Kindern.
            Genau deshalb bin ich auch kompromisslos dafür, diese korrupte Bande aus den Familien zu entfernen.
            Sie taugen nichts und schaden unendlich viel.

            „Was ich eigentlich andeuten wollte: man unterschätzt gern, was Alles an Teilaufgaben anfällt. Die Organisation bzw. Koordination kann schon in noch gut funktionierenden Partnerschaften schwerfallen, jedenfalls wenn Alles gerecht verteilt werden sollte.“

            Ich habe damit kein Problem gehabt. Im Gegensatz zur Mutter, die sich aber weit weniger an den Kindern stieß, sondern an ihrer Mutterrolle aufrieb.
            Sie war in der Tat in jedem wachen Moment damit beschäftigt, Bilanz zu ziehen, ob sie nicht eventuell mehr Familien- und/oder Haus“arbeit“ verrichtete, als ich.
            Das Ganze kulminierte in einem Dialog, den ich bis heute im Kopf habe.
            Sie mit anklagender Stimme (aus der Küche, mich nicht sehend): „Du könntest dich auch mal um die Kinder kümmern!“
            Ich: „Ich bin gerade bei den Kindern!“
            Augenblick Ruhe.
            Sie: „Du könntest auch mal was im Haushalt tun!“

            „„Wenn es anders nicht zu einer paritätischen Verteilung der Betreuung für das Kind kommt, ja.
            Aber nicht, wenn die Mutter nur will, dass er es nicht besser hat, als sie.“

            Was man woran erkennen würde?“

            Das könnte man daran erkennen, dass die Mutter keine Anstalten macht, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen und die „freie“ Zeit lieber im Computer verdaddelt.
            So geschehen bei meiner Ex.

            „Ist Dir nicht aufgefallen, dass die Masku-Marschrichtung praktisch immer lautet:
            Mütter in die Vollzeitanstellungen drängen?“

            Nein, nicht wirklich. Das hast Du selektiv wahrgenommen.
            Es gibt natürlich konservative Vorstellungen von Aufgabenverteilung, aber die gibt es offensichtlich auch bei den Feministinnen, wie man an Jala… sehen kann.
            Nur dass hier keiner behauptet, sie wäre symptomatisch für den Feminismus.

            „Wenn ich Soll und Ist vergleiche, finde ich, sind die Väter weiter ab vom Ziel. Im Schnitt. Nicht?“

            Dank Euch nähern wir uns dem Soll (Will) langsam an.
            Nur, dass den meisten Frauen immer noch nicht klar ist, dass sie weit mehr verlieren werden, als wir gewinnen könnten 😛

            „Vorallem diejenigen, die dann noch rumerzählen, für eine Karriere qualifiziere man sich erst mit 60, 70+ (the sky is the limit) – Stundenwoche.“

            Es gibt nichts, was es nicht gibt. Solche Träumer gab es auch schon zu meiner Twen-Zeit. Mit 35 sind sie ausgebrannt. Um die kümmer ich mich gar nicht. Sie sind weder inhaltlich, noch von der Menge her eine Referenz für Männer.

            „„Solange aber ein Vater mit Sorgerecht immer noch ständig Gefahr läuft, entsorgt zu werden,“

            Ich sach das normal nich, aber Strohmann.“

            Tja, meine Liebe, die Statistik lässt sich nun mal nicht betrügen, auch wenn Ihr Euch da noch so viel Mühe gebt.

            „Solange die erhöhten Erwerbsobliegenheiten bestehen. Die Christian bspw. auch nicht antasten (sondern ausweiten) würde…“

            Da gehen wir auch überhaupt nicht konform. Aber er hat ja jetzt eine kleine Tochter. Dann sieht die Welt anders aus, als als kinderloser Junggeselle. Da hat man plötzlich etwas unendlich Wertvolles zu verlieren, das einem nicht einmal die Götter zurückgeben können – Zeit mit den eigenen Kindern.

          • @semi ich lebe ein Wechselmodell den Großen 2 Tage in der Woche, den mehr Mama bezogenen Kleinen 1 Tag in der Woche. Am Wochenende wechseln wir durch (also während des Wochenendes). Ich bin also voll unterhaltspflichtig, zahle aber weit weniger als die Düsseldorfer Tabelle. Wenn man die Zahlen da drin sieht könnte man denken die haben bei mir keine Zimmer und bekommen ihr Essen mit. Beides entspricht wohl nirgends der Realität.

          • „Im anderen Fall hätte man den Gürtel enger schnallen und mit weniger die Kinder gemeinsam (getrennt!) aufziehen KÖNNEN und MÜSSEN.“

            Du sagtest irgendwas in die Richtung, Du seist so stark spezialisiert, dass es nur wenige potentielle Arbeitgeber im Land gäbe. Arbeitslos warst Du nicht, nehme ich an – aber via Robe (und fiktivem Einkommen?) gehalten, den beruflichen Aufstieg (und damit Umzug) zu erzwingen? Kannst Du das nochmal näher beschreiben? Was für Argumente wurden vorgetragen bzw. abgeschmettert? Und hätte Dein späterer Arbeitgeber Dich nicht eingestellt, dann?

            „Ich habe damit kein Problem gehabt. Im Gegensatz zur Mutter, die sich aber weit weniger an den Kindern stieß, sondern an ihrer Mutterrolle aufrieb.
            Sie war in der Tat in jedem wachen Moment damit beschäftigt, Bilanz zu ziehen, ob sie nicht eventuell mehr Familien- und/oder Haus“arbeit“ verrichtete, als ich.“

            Kürzlich hast Du beiläufig nachträglich eine meiner Fragen beantwortet als Du schrubst, sie sei mit kleinem Abstand zwei mal ungewollt oder zumindest ungeplant schwanger geworden. Aus der Vergangenheit weiß ich zudem, wie idiotisch Du selbst heute noch reagierst sobald schwierige Geburten Erwähnung finden, so dass ich annehmen muss, dass auch sie traumatisiert war, womit sie bei Dir aber kein Gehör fand („Aber meine Nierensteine! Und die Ex-WG-Bewohnerin!“). War das zwischen Euch überhaupt mal eine Liebesbeziehung, oder doch eher ein unglücklich verlaufenes Bratkartoffelverhältnis?

            „Das könnte man daran erkennen, dass die Mutter keine Anstalten macht, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen und die „freie“ Zeit lieber im Computer verdaddelt.“

            Zwischendurch mal eine Runde Mitleid für die vielen Arbeitgeber im Lande, die von ihren angeblich arbeitendenden MAs verarscht werden, indem die z.B. Kommentarspalten im Internet vollspammen. Wieviele behauptete, „unbezahlte Überstunden“ mögen allein auf diesen Blog hier zurückzuführen sein? Also ich mein jetzt bloß bei Dir?^^

            „Mütter in die Vollzeitanstellungen drängen?“

            Nein, nicht wirklich. Das hast Du selektiv wahrgenommen.“

            Wer sollte die Ausnahme sein, Du? Ich hab Dich glaub ich auch noch nicht sagen hören: halbe bis zwei-Drittel-Stellen sind das im Regelfall maximal leistbare in dieser Lebensphase mit (jüngeren) Kindern (glückliche Umstände außen vor).

            „Es gibt natürlich konservative Vorstellungen von Aufgabenverteilung“

            Wichtig dabei vorallem: es gibt für Mütter kein „richtig“ oder zumindest „gut genug“.
            Achte drauf.

            „Dank Euch nähern wir uns dem Soll (Will) langsam an.“

            Dank Feminismus, meinst Du? Inwiefern?

            „Nur, dass den meisten Frauen immer noch nicht klar ist, dass sie weit mehr verlieren werden, als wir gewinnen könnten“

            Kryptisch.

            „Mit 35 sind sie ausgebrannt. Um die kümmer ich mich gar nicht. Sie sind weder inhaltlich, noch von der Menge her eine Referenz für Männer.“

            Wenn es doch nur wahr wäre…
            Mit Faszination beobachte ich, dass manche Menschen echt quasi jeden wachen Moment irgendwie für sich als Arbeitsleistung framen.

            Vielleicht hätt ich BWL durchgezogen, wenn da nicht überall diesen ätzenden Typen rumkrakelt hätten… „Die besten Geschäfte macht man aufm Golfplatz“… ich kann gar nicht in Worte packen, wie sehr mich dieser Satz bspw. anekelte, wo ich gerad zuvor noch meine Oma gewickelt und gefüttert hatte. Das war einer der beiden ausschlaggebenden Momente (der andere war hingegen positiv und bestand in der Begegnung mit einem Theologie-Absolventen, der wohl ebenso verstört war wie ich über die Vielzahl der hartherzigen Flachbirnen in seinem Zweitstudium).

            „„Solange aber ein Vater mit Sorgerecht immer noch ständig Gefahr läuft, entsorgt zu werden,“

            Ich sach das normal nich, aber Strohmann.“

            Tja, meine Liebe, die Statistik lässt sich nun mal nicht betrügen, auch wenn Ihr Euch da noch so viel Mühe gebt.“

            Red die Fortschritte nicht weg, bitte.

            „Aber er hat ja jetzt eine kleine Tochter.“

            Bis jetzt scheint das auf seine betreffenden Ansichten keine sonderlichen Auswirkungen zu haben.

          • „ich lebe ein Wechselmodell den Großen 2 Tage in der Woche, den mehr Mama bezogenen Kleinen 1 Tag in der Woche. Am Wochenende wechseln wir durch (also während des Wochenendes).“

            Was wechselt ihr durch am Wochenende? Die Wäsche?^^ (wichtiger Punkt übrigens: wie wird mit der Schmutzwäsche des Nachwuchses verfahren im Wechselmodell?)… Ach, ich glaub, ich habs doch verstanden: ihr lebt ungefähr bzw. ein bißchen mehr als das, was ich oben als „klassische Umgangsregelung“ beschrieben hatte? Und die Ferien?

            „Ich bin also voll unterhaltspflichtig, zahle aber weit weniger als die Düsseldorfer Tabelle.“

            Was ich da nicht raushören konnte: bist Du grundsätzlich zufrieden mit Eurem Arrangement?

          • Die Kinder wechseln wir durch. In der Regel sind die jeweils 1,5 Tage bei jedem. Ja wir sind alle damit zufrieden, sonst würden wir es ändern.
            Ich bin heilfroh, dass ich das nicht durch das Gericht regeln musste. Ich bin sicher, da dieser Staat sich ja dem Wechselmodell verweigert, dass das so nicht möglich gewesen wäre.

          • „Kannst Du das nochmal näher beschreiben?

            Nein.

            „Und hätte Dein späterer Arbeitgeber Dich nicht eingestellt, dann?“

            Es gab mehrere Optionen. Bei zweien hätte ich mein Ing-Diplom praktisch drangeben müssen. Ich hätte am ehesten einen Behördenjob als Techniker bekommen. Bewerbung war schon in Bearbeitung und hatte große Aussicht auf Erfolg. Aber einen derartig umfangreichen Einschnitt in meinem Lebenslauf hätte ich natürlich nur in Kauf genommen, wenn ich mehr als nur den rechtlosen Zahlbimbo hätte spielen dürfen.

            „Kürzlich hast Du beiläufig nachträglich eine meiner Fragen beantwortet als Du schrubst, sie sei mit kleinem Abstand zwei mal ungewollt oder zumindest ungeplant schwanger geworden.“

            Stimmt. Das war damals spektakulär. Die einzige Frau in D, die ungeplant schwanger geworden war – und das gleich zweimal.
            Ich hätte beinahe unsere Memoiren an den Stern verkauft und schon ne Zusage für ne Show auf Pro7.

            „Aus der Vergangenheit weiß ich zudem, wie idiotisch Du selbst heute noch reagierst sobald schwierige Geburten Erwähnung finden, so dass ich annehmen muss, dass auch sie traumatisiert war, womit sie bei Dir aber kein Gehör fand („Aber meine Nierensteine! Und die Ex-WG-Bewohnerin!“).“

            Ich kann Dir nicht folgen.
            Wann und wo habe ich mich idiotisch auf schwierige Geburten geäußert? Geht Deine feministische Phantasie wieder mit Dir durch?

            „Zwischendurch mal eine Runde Mitleid für die vielen Arbeitgeber im Lande, die von ihren angeblich arbeitendenden MAs verarscht werden, indem die z.B. Kommentarspalten im Internet vollspammen. Wieviele behauptete, „unbezahlte Überstunden“ mögen allein auf diesen Blog hier zurückzuführen sein? Also ich mein jetzt bloß bei Dir?^^“

            Ich werde auf Erfolgsbasis bezahlt. Was ich in der Zwischenzeit mache, ist mein ureigenes Risiko.

            „Ich hab Dich glaub ich auch noch nicht sagen hören: halbe bis zwei-Drittel-Stellen sind das im Regelfall maximal leistbare in dieser Lebensphase mit (jüngeren) Kindern (glückliche Umstände außen vor).-2

            Das wirst Du auch von mir nicht hören.
            Zwar meine ich, dass man Vieles im Leben der Kinder versäumt, wenn man seine Zeit mit Vollzeit und Überstunden ausfüllt, aber letzten Endes ist es jedermannes eigene Entscheidung.
            Mein damaliger Chef hat mit seiner LG die Regelung getroffen, dass jeder ne 3/4-Stelle bezieht. Das schien mir eine anstrebenswerte Lösung. Aber die beiden haben auch im selben Laden auf sehr ähnlichen Stellen gearbeitet und wurden von der Geschäftsführung gefördert. Nicht überall spielt der Chef da mit.

            „Wichtig dabei vorallem: es gibt für Mütter kein „richtig“ oder zumindest „gut genug“.
            Achte drauf.“

            An ein „gut genug“ werden die Mütter sich gewöhnen müssen.

            „„Dank Euch nähern wir uns dem Soll (Will) langsam an.“

            Dank Feminismus, meinst Du? Inwiefern?

            „Nur, dass den meisten Frauen immer noch nicht klar ist, dass sie weit mehr verlieren werden, als wir gewinnen könnten“

            Kryptisch.“

            Für Dich schon.
            Feministinnen fordern ständig „Gleichstellung“ und suggerieren, das sei dasselbe, wie Gleich“berechtigung“. Dabei wollen sie aber nur den Belag vom Kuchen fressen, während die Männer sich weiter mit dem trockenen Boden zufriedengeben sollen.
            Eigenverantwortung ist immer noch großflächig ein Fremdwort.
            JEDE Umfrage bestätigt, dass Frauen maximal 30h die Woche erwerbstätig sein wollen und erwarten, dass ein Mann die Hauptlast für das Familieneinkommen trägt – Du selbst lebst das Modell.
            Wenn Feminismus unmodern werden wird – und er wird es wie jede Mode, dann werden die unzähligen Privilegien, die Frauen bislang hatten/haben, geschliffen. Lebenslangen Unterhalt nach der Scheidung, wie er noch bis in die Nuller Jahre üblich war, wird schon zum Auslaufmodell. Vollen Unterhalt vom Vater zu fordern und ihn trotzdem paritätisch zur Kinderbetreuung heranzuziehen, wird auf Dauer auch vom BGH nicht durchzuhalten sein.
            In zwanzig Jahren werdet Ihr genau wie wir morgens um sechs Uhr aufstehen und mit einer Brotdose in der Tasche Eure 40-h-Woche ableisten. Und keine 15-jährige wird mehr als Berufsplan „nacheheliche Vollzeitunterhaltsbezieherin“ anstreben.

            „„Mit 35 sind sie ausgebrannt. Um die kümmer ich mich gar nicht. Sie sind weder inhaltlich, noch von der Menge her eine Referenz für Männer.“

            Wenn es doch nur wahr wäre…
            Mit Faszination beobachte ich, dass manche Menschen echt quasi jeden wachen Moment irgendwie für sich als Arbeitsleistung framen.“

            Mich irritiert, dass Dich das bei Männern fasziniert, werden wir doch fast täglich auf feministischen Blogs daran erinnert, dass Frausein an sich schon eine bezahlenswerte Arbeitsleistung ist.

            „Vielleicht hätt ich BWL durchgezogen, wenn da nicht überall diesen ätzenden Typen rumkrakelt hätten… „Die besten Geschäfte macht man aufm Golfplatz“… ich kann gar nicht in Worte packen, wie sehr mich dieser Satz bspw. anekelte, …“

            BWLer sind aber auch Hardcore-Kapitalisten. Die haben BWL als Studienfach gewählt, weil Geld für sie die einzige Rolle im Leben zu spielen scheint. Meine Welt ist das nicht.

            „„Aber er hat ja jetzt eine kleine Tochter.“

            Bis jetzt scheint das auf seine betreffenden Ansichten keine sonderlichen Auswirkungen zu haben.“

            Woher weißt Du das?

          • „Ich bin sicher, da dieser Staat sich ja dem Wechselmodell verweigert, dass das so nicht möglich gewesen wäre.“

            Och komm bitte, wer erzählt denn sowas?
            Wäre da schon mal ein einschlägiger Fall bekannt geworden?

          • „Aber einen derartig umfangreichen Einschnitt in meinem Lebenslauf hätte ich natürlich nur in Kauf genommen…“

            Die Frage war, was womöglich passiert wäre, wenn Du Dich beim (wie ich doch irgendwo annehmen sollte?) richterlich erzwungenen Vorstellungsgespräch (in einer Firma mehrere Auto-Stunden entfernt vom Wohnort eurer Kinder) vielleicht nur ein klitzekleines bisschen zu dumm angestellt und daher keinen Vertrag angeboten bekommen hättest.
            Darauf passt die Formulierung nicht. Eher lässt sie es nun so wirken, als hättest Du tatsächlich selbst (damals) Dein berufliches Fortkommen über Deine direkte Verantwortung als Vater gestellt.

            „Das war damals spektakulär. Die einzige Frau in D, die ungeplant schwanger geworden war – und das gleich zweimal.
            Ich hätte beinahe unsere Memoiren an den Stern verkauft und schon ne Zusage für ne Show auf Pro7.“

            Womöglich verfolge ich die Medienlandschaft zu unstet, aber mir scheint das tatsächlich ein ungewöhnliches Narrativ geworden zu sein. Von ungeplanten Schwangerschaften wird quasi nur mehr im Zusammenhang mit Abtreibungen berichtet. Dabei sollen sich (laut meiner Erinnerung) etwa genauso viele Frauen nach einer Konfliktberatung für die Austragung entscheiden wie für einen assistierten Abort. Und dann gibts halt auch nicht wenige Frauen, für die Abtreibung und damit auch so ein Beratungsgespräch erstmal überhaupt keine Option wäre.
            Jedenfalls wäre es angemessen, wenn sich irgendwer mal bemühte, den Anteil unbeabsichtigter Zeugungen genauer zu bestimmen. Würde die Diskussion ein klein wenig verändern, glaube ich, zu wissen: jede zweite Schwangerschaft (min., gemäß der Einschätzung meines Gyns) in D war nicht geplant.

            „Wann und wo habe ich mich idiotisch auf schwierige Geburten geäußert?“

            Bei jeder Gelegenheit verhöhnst Du Mütter. Nichtmal, dass die untereinander ihre Erfahrungen mitteilen, findet Dein Wohlwollen. Die lügen doch eh… ein Sanitäter habe Dir schließlich warum auch immer im Akutfall mitgeteilt, eine Nierenkolik könne schlimmer schmerzen als eine Geburt, und Du kanntest mal besagte Frau, die ein besseres Geburtserlebnis hatte als zuvor befürchtet.
            Sowas weiß ich, weil Dus mehrfach wiederholtest – kenne aber gleichzeitig nichtmal eine grobe Skizze der Geburten eurer Kinder. Mit der Ausnahme des Beginns der 2., natürlich. Weil da warst Du einen kurzen Moment lang der Held, der richtigerweise die Wehen erkannte, die sie bloß als Rückschmerzen abtat.

            „Ich werde auf Erfolgsbasis bezahlt. Was ich in der Zwischenzeit mache, ist mein ureigenes Risiko.“

            Weiß denn Deine Partnerin, wieviel Zeit für Dein Hobby hier draufgeht? Weil wo vorhanden kann die ja leicht zur zweiten, hintergangenen Partei werden.

            „Zwar meine ich, dass man Vieles im Leben der Kinder versäumt, wenn man seine Zeit mit Vollzeit und Überstunden ausfüllt, aber… Nicht überall spielt der Chef da mit.“

            Und genau diese Macht, über die höchstpersönliche Lebensgestaltung ihrer Beschäftigten zu befinden, muss zurückgedrängt werden. Vorschläge?

            „An ein „gut genug“ werden die Mütter sich gewöhnen müssen.“

            Ich bezog mich darauf, wie in unserer Gesellschaft Mütter angefeindet werden, finde es aber witzig, dass die Aussage auch anders aufgefasst werden kann.

            „JEDE Umfrage bestätigt, dass Frauen maximal 30h die Woche erwerbstätig sein wollen“

            Gut genug?

            „und erwarten, dass ein Mann die Hauptlast für das Familieneinkommen trägt – Du selbst lebst das Modell.“

            Zeig mir die Frau, die es ablehnen würde, mit max. 30h Erwerbsarbeit ihre Familie ernähren zu können? Ich selbst darf mir übrigens ab und an anhören, ich solle gefälligst einen besserbezahlten Job finden als er.

            „In zwanzig Jahren werdet Ihr genau wie wir morgens um sechs Uhr aufstehen und mit einer Brotdose in der Tasche Eure 40-h-Woche ableisten. Und keine 15-jährige wird mehr als Berufsplan „nacheheliche Vollzeitunterhaltsbezieherin“ anstreben.“

            Wie wärs: Du schreibst Deine Wunschvorstellung auf.
            Die unterscheidet sich doch davon, oder nicht?

          • „Die Frage war, was womöglich passiert wäre, wenn Du Dich beim (wie ich doch irgendwo annehmen sollte?) richterlich erzwungenen Vorstellungsgespräch (in einer Firma mehrere Auto-Stunden entfernt vom Wohnort eurer Kinder) vielleicht nur ein klitzekleines bisschen zu dumm angestellt und daher keinen Vertrag angeboten bekommen hättest.“

            Du nervst!
            Versuch mal zu lesen, was da steht und nicht, was Du lesen MÖCHTEST.
            Ich habe schon mehrfach geschrieben, dass ich berufliche Einschränkungen nur dann zu akzeptieren bereit bin, wenn ich eine vollberechtigte Elternfunktion übernehmen darf.
            Den Bezahlonkel spielen und stets das Risiko zu laufen, doch irgendwann komplett entsorgt zu werden, darauf lass ich mich nicht ein – und ich kann jeden Vater nur davor warnen, es zu tun. Denn am Ende bleibt die alleinige Barunterhaltspflicht bei niedrigerem Einkommen und eine knappe Rente – ohne jeden Gegenwert.
            Wir reden hier nicht über einen Lackschaden am Auto, sondern an einem komplett verpfuschten Leben, über das die Mutter nach Gutdünken entscheiden darf.
            Aber das entzieht sich natürlich der Vorstellungswelt einer Feministin und privilegierten Hausfrau.

            „Darauf passt die Formulierung nicht. Eher lässt sie es nun so wirken, als hättest Du tatsächlich selbst (damals) Dein berufliches Fortkommen über Deine direkte Verantwortung als Vater gestellt.“

            Ich kriegte nicht beides unter einen Hut. Alleinige Barunterhaltspflicht UND gelebte Vaterschaft klappt nur, wenn man das Glück hat, in Wohnortnähe eine entsprechende Anstellung zu bekommen. Dann bleibt immer noch die himmelschreiende Ungerechtigkeit, warum ein Vater sämtliche finanziellen Lasten allein tragen soll UND die paritätische Betreuung. Tut mir leid, aber das stinkt zum Himmel und ich würde keiner Robe auch nur das geringste Mitspracherecht in der Sache einräumen.

            „Von ungeplanten Schwangerschaften wird quasi nur mehr im Zusammenhang mit Abtreibungen berichtet.“

            Vier Sätze später: „Würde die Diskussion ein klein wenig verändern, glaube ich, zu wissen: jede zweite Schwangerschaft (min., gemäß der Einschätzung meines Gyns) in D war nicht geplant.“
            Merkst schon selbst, worauf ich hinaus will, oder?

            „Bei jeder Gelegenheit verhöhnst Du Mütter. Nichtmal, dass die untereinander ihre Erfahrungen mitteilen, findet Dein Wohlwollen. Die lügen doch eh… ein Sanitäter habe Dir schließlich warum auch immer im Akutfall mitgeteilt, eine Nierenkolik könne schlimmer schmerzen als eine Geburt, und Du kanntest mal besagte Frau, die ein besseres Geburtserlebnis hatte als zuvor befürchtet.“

            Wieder mal die selektive Wahrnehmung einer Feministin.
            Ich habe – jederzeit nachprüfbar – kritisiert, dass Mütter sich gegenüber einer Schwangeren gern in Superlativen, was Geburtsschmerzen anbelangt, ergehen und damit der jungen Frau gegenüber wenig hilfreich sind. Und darauf bin ich auch erst gekommen, als die auch von Dir herangezogene schwangere Kommilitonin sich bei mir mal erbittert genau über diese Form des weiblichen Mitleids beklagt hatte.
            Jeder, der eine schmerzhafte Operation vor sich hat weiß, wie wenig hilfreich es ist, wenn einem die Operation auch noch aus allen Richtungen in den schlimmsten Farben geschildert wird.
            Und der Sanitäter hat NICHT mitgeteilt, dass eine Kolik schlimmer schmerzen könne, als eine Geburt, sondern er hatte gesagt (für Dich zum Mitschreiben): „Eine Nierenkolik sind die stärksten Schmerzen, die ein Mensch noch aushalten kann, bevor er ohnmächtig wird“.
            Der Vergleich mit einer Geburt verbietet sich aus logischen Gründen. Und kein Mann würde diesen Vergleich wagen.

            „Sowas weiß ich, weil Dus mehrfach wiederholtest – kenne aber gleichzeitig nichtmal eine grobe Skizze der Geburten eurer Kinder.“

            Äh, was geht Dich die Geburt meiner Kinder an? Soll ich meine Ex anschreiben, sie möge für Dich einen Geburtsbericht aus ihrer Erinnerung verfassen, damit Du meine Aussagen in einen Kontext bringen kannst?
            Ich fürchte, die würde mir (Dir) einen Vogel zeigen.

            „Weiß denn Deine Partnerin, wieviel Zeit für Dein Hobby hier draufgeht? Weil wo vorhanden kann die ja leicht zur zweiten, hintergangenen Partei werden.“

            Ja, sie weiß es. Wir sind uns nämlich für das eigene Leben keine Rechenschaft schuldig. Und Dich geht es einen feuchten Kehrricht an, Semi.

            „Zeig mir die Frau, die es ablehnen würde, mit max. 30h Erwerbsarbeit ihre Familie ernähren zu können?“

            Zeig mir den Mann, der es ablehnen würde, mit max. 30h …

            „Ich selbst darf mir übrigens ab und an anhören, ich solle gefälligst einen besserbezahlten Job finden als er.“

            Ah, da nörgelt die Hausfrau, dass der Alte nicht genug Kohle anschafft?
            Wird er wach?

            „Wie wärs: Du schreibst Deine Wunschvorstellung auf.
            Die unterscheidet sich doch davon, oder nicht?“

            In der Tat. Aber wenn die nicht erfüllbar sind, möchte ich zumindest Gleichberechtigung auch im Negativen.
            Dann hörten die Frauen auch damit auf, zu nörgeln, der Alte ginge nur Spielen, während sie sich im Haushalt abrackerten.

          • Dann bleibt immer noch die himmelschreiende Ungerechtigkeit, warum ein Vater sämtliche finanziellen Lasten allein tragen soll UND die paritätische Betreuung. Tut mir leid, aber das stinkt zum Himmel

            Genau so sieht es bei mir aus. Und die Mutter hat dazu noch ein höheres Einkommen. Ist das Gleichberechtigung oder Gleichstellung, oder eher feminines Schmarotzertum, das gesellschaftlich unterstützt wird?

          • „„Ich bin sicher, da dieser Staat sich ja dem Wechselmodell verweigert, dass das so nicht möglich gewesen wäre.“

            Och komm bitte, wer erzählt denn sowas?
            Wäre da schon mal ein einschlägiger Fall bekannt geworden?“

            BVerfG und BGH hintertreiben seit Jahrzehnten das Wechselmodell, wo sie es können.
            Da BVerfG fordert ein „Mindestmaß an Übereinstimmung zwischen den Eltern“ (BVerfG, Beschluss BvR 1868/08 vom 20. Juni 2009), und in ähnliche Kerben haut der BGH. Sie liefern bis heute die Blaupause für Verfahren, bei denen Väter entsorgt werden sollen – übrigens mit wachsendem Stirnrunzeln im benachbarten Ausland beobachtet.
            Müttern wird in strittigen Fällen von ihren Anwältinnen geraten, mit dem Vater Streit anzufangen, dann würden sie die Kinder allein zugesprochen bekommen.

            Das „Mindestmaß an Übereinstimmung“ war bislang derart hoch angesetzt, dass allein schon die Gerichtshängigkeit eines solchen Antrags auf das Wechselmodell als fehlende Übereinstimmung gewertet wurde.
            Einzelne Gerichte wagen allerdings auch eine Abkehr von dieser kompromisslosen Väterentsorgungsrechtsprechung Karlsruhes, das OLG Dresden habe ich da schon mehrfach erwähnt.

          • Müttern wird in strittigen Fällen von ihren Anwältinnen geraten, mit dem Vater Streit anzufangen, dann würden sie die Kinder allein zugesprochen bekommen.

            Die Mutter meines Kindes ist Juristin und verfolgt genau diese Strategie, seit sie weiß, dass mein Kind und ich das Wechselmodell anstreben. Das Kind möchte, dass die Tage gerecht aufgeteilt sind und dass ich ihm mehr kaufen kann und das Geld dafür nicht bei der Mutter abliefern muss.

            Sie hat dann eine total groteske Strategie entworfen, nach der sie sich weigert, mit mir schriftlich zu kommunizieren, was ich bevorzuge, da es dann nachvollziehbar und verbindlicher ist. Sie löscht meine SMS oder Mails ungelesen. Mündlich dürfe ich aber mit ihr kommunizieren. Als Begründung gibt sie an, ich sei ein psychischer Gewalttäter. Meine Güte, ich habe ihr erklärt, dass schriftliche psychische Gewalttaten doch viel besser nachweisbar wären als mündliche – aber nein, es geht ihr eindeutig darum, dafür zu sorgen, dass die Kommunikation zwischen den Eltern als so problematisch wirkt, dass ein Wechselmodell nicht denkbar ist in den Augen der Familienrichter.

            Und für wen ist das wohl am allerschlimmsten? Kleiner Tipp: Nicht für die Mutter und nicht für mich…

          • Noch ein Funfact dazu: Sie behauptet, die Dame von der so genannten Familienberatung des Jugendamtes hätte ihr das empfohlen. Das hört sich zwar total irre an – ich halte es aber durchaus für möglich.

          • „Sie behauptet, die Dame von der so genannten Familienberatung des Jugendamtes hätte ihr das empfohlen. Das hört sich zwar total irre an – ich halte es aber durchaus für möglich.“

            Das war zumindest in den späten 90er und bis Ende der Nuller Jahre bei JÄ Usus. Die Damen dort haben sich noch mehr (wenn das überhaupt möglich ist) als Anwälte der Mütter gesehen als die Familienrichter und Väter oft behandelt wie überführte Sittenstrolche. In Berlin und München(?) erhielten Väter gleich komplett Hausverbot und mussten erst gerichtlich gezwungen werden, diese bei der Familienberatung auch mit zu berücksichtigen.

          • „Merkst schon selbst, worauf ich hinaus will, oder?“

            Du meinst, weil mein Gyn mir seinen persönlichen Eindruck schilderte (als: die meisten Schwangerschaften entstünden ungeplant), entfiele die Notwendigkeit einer wissenschaftlichen Untersuchung und/oder massenmedialen Darstellung dieser Realität?
            Wäre weird.

            „Ich habe – jederzeit nachprüfbar – kritisiert, dass Mütter sich gegenüber einer Schwangeren gern in Superlativen, was Geburtsschmerzen anbelangt, ergehen und damit der jungen Frau gegenüber wenig hilfreich sind. Und darauf bin ich auch erst gekommen, als die auch von Dir herangezogene schwangere Kommilitonin sich bei mir mal erbittert genau über diese Form des weiblichen Mitleids beklagt hatte.“

            Meine Erfahrung war, wie Dir bekannt ist, eine gänzlich andere, so dass ich bei der ersten Geburt (wo ich mich mal gerade nicht übergeben musste) einen Moment lang echt dachte: „Warum hat mir denn niemand gesagt, dass das so furchtbar ist?“^^

            Und meine Mutter erzählte die Geschichte, wie sie nachgeburtlich von einer hochschwangeren Freundin im Krankenhaus besucht wurde. Ihr war klar, dass sie sich eine detaillierte Schilderung verkneifen müsse, um ihr keine Angst zu machen, konnte aber nicht aufhören zu denken: „Oh mein Gott, wenn Du wüsstest…“

            Deine Kommilitonin damals war ja sehr jung Mutter geworden und daher wahrscheinlich die erste im Freundeskreis? Welche Mütter sollen es da gewesen sein, die ihr pränatal ihre Geburtserlebnisse in aller Ausführlichkeit schilderten?

            „Äh, was geht Dich die Geburt meiner Kinder an?“

            Es sind eure, nicht deine. Achte drauf.

            „Soll ich meine Ex anschreiben, sie möge für Dich einen Geburtsbericht aus ihrer Erinnerung verfassen“

            Uninteressant fänd ichs ja nicht^^
            Aber ich hätte halt gedacht, auch nach 20+ Jahren würde mann die Stunden erinnern, in denen mann zum Vater wurde. Und das das vielleicht mal insofern Gesprächsthema zwischen Euch gewesen war, dass Du beurteilen könntest, ob sie das Geschehen denn nun wirklich als traumatisierend empfand. Oder eben nicht.

            „Ja, sie weiß es. Wir sind uns nämlich für das eigene Leben keine Rechenschaft schuldig.“

            Ulkige Begründung.^^

            Worum es mir bei dem Punkt geht: es ist doch iwie offensichtlich, wie viel (mehr) Zeit Männer im Schnitt zu haben scheinen, um ihre Meinung überall ins Internet zu rotzen?

            Polemisch gesagt sitzen viel zu viele Typen ihre Bürosessel platt und diskutieren z.B. über die „Benachteiligung“, währenddessen bezahlt zu werden. Die daraus resultierenden „Überstunden“, die dann aus der vertraglichen Arbeitszeit die „60 Stunden Woche“ machen (weil eigentlich hätten sie ja Anderes zu tun), dienen praktischerweise auch zur Vermeidung von mehr Beteiligung bei der Hausarbeit u.a.

            Ich sach nicht, dass es bei Dir so ist. Aber es wird auch hier den einen oder anderen Mitleser geben, der sich den Schuh anziehen darf.

            „Zeig mir den Mann, der es ablehnen würde, mit max. 30h …“

            Fangen wir mal so an: Welches Einkommen braucht man denn min., um eine Familie zu ernähren?

            „Ah, da nörgelt die Hausfrau, dass der Alte nicht genug Kohle anschafft“

            Nö, diese Hausfrau hier nörgelt, wenn er sich (ordentlich) verspätet.
            Weil ich in meiner (Zukunfts-)Planung halt schon auch darauf angewiesen bin, garantiert zu wissen, dass er nicht erst nach 12 und mehr Stunden heim kommt.

            „„Wie wärs: Du schreibst Deine Wunschvorstellung auf.
            Die unterscheidet sich doch davon, oder nicht?“

            In der Tat. Aber wenn die nicht erfüllbar sind, möchte ich zumindest Gleichberechtigung auch im Negativen.“

            Vgl. mit:
            „Wenn es anders nicht zu einer paritätischen Verteilung der Betreuung für das Kind kommt, ja.
            Aber nicht, wenn die Mutter nur will, dass er es nicht besser hat, als sie.“

            Du verstehst, worauf ich hinauswill?

          • Es sind eure, nicht deine. Achte drauf.

            Was ist denn hier los? Wie kommst du dazu, ihm seine Kinder abzusprechen? Natürlich sind das ebenso seine wie gemeinsame.

            Das ist das Mind-Setting von Herrenfrauen, die über die Menschen in ihrer Umgebung komplett bestimmen wollen. Die vorgeben, wann der Mann mit der Erwerbsarbeit fertig zu sein hat. Die über Fremde urteilen, wie viel sie wann im Internet schreiben dürfen. Die Traumatisierung immer nur in dem sehen, was sie selbst erleben. Die einem Mann nicht zubilligen, dass er Kinder hat, sondern nur, dass er Kinder mit der Mutter hat.

          • Ich hab diese Formulierung früher auch genutzt, bis mein ehemaliger (männlicher) Mentor mich darauf hinwies, dass es im Subtext einen Unterschied mache.

            „Genau so sieht es bei mir aus. Und die Mutter hat dazu noch ein höheres Einkommen.“

            Aber keine Kosten?

            „Das Kind möchte, dass die Tage gerecht aufgeteilt sind und dass ich ihm mehr kaufen kann und das Geld dafür nicht bei der Mutter abliefern muss.“

            Warum interessiert es Dein Kind, wer ihm Sachen kauft?

            „Sie hat dann eine total groteske Strategie entworfen, nach der sie sich weigert, mit mir schriftlich zu kommunizieren“

            Tja, versteh ich auch nicht. Klingt übel.

          • „Aber keine Kosten?“
            Die Mutter hat geringere Kosten, da sie das Kind in die Ganztagsbetreuung schickt, die vom Land Berlin bezahlt wird.

            „Warum interessiert es Dein Kind, wer ihm Sachen kauft?“
            Das ist doch logisch. Weil ich ihm eben andere Sachen kaufe, die ihm von der Mutter vorenthalten werden. Warum sollte nur die Mutter bestimmen, was ein Kind haben darf?

          • „„Genau so sieht es bei mir aus. Und die Mutter hat dazu noch ein höheres Einkommen.“

            Aber keine Kosten?“

            Was ist das denn schon wieder für ein Blödsinnsargument? Es geht darum, dass Leute, die 40 % oder mehr der Kinderbetreuung, mitsamt auch der entsprechenden Kosten, übernehmen, dem somit nur geringfügig stärker eingebundenen Partner trotzdem 100 % Unterhalt zahlen sollen. Und Beweis merkt an, dass seine Ex sogar ein höheres Einkommen hat als er.

            Was hat das mit ihren Kosten zu tun? Erde an Semi: wer ein höheres Einkommen hat, ist von niemandem dazu gezwungen, auch seine Ausgaben in die Höhe zu treiben, um dann immer bei Bedarf sagen zu können: „Ja, aber mein verfügbares Einkommen ist dennoch kleiner als deins!“. Man MUSS nicht in die schicke, moderne, zentral gelegene Appartementwohnung ziehen, nur weil man es sich gerade so eben leisten kann. Man DARF ruhig weiter in der günstigen Wohnung in ländlicher Umgebung wohnen bleiben.

          • „Die Mutter hat geringere Kosten,“

            als Du? Weil Du derjenige bist, der fürs Schulmaterial und die sonstige persönliche Ausstattung sorgt bspw.?

            „da sie das Kind in die Ganztagsbetreuung schickt, die vom Land Berlin bezahlt wird.“

            Das klingt fast so, als fändest Du es besser, wenn da noch übers Essensgeld hinausgehende Kosten entstünden? (die uns btw sogar die letzten Monate noch – in reduziertem Umfang – entstanden, obwohl die Einrichtung die längste Zeit geschlossen war und auch im „Normalbetrieb“ mehr als Notbetreuung funktionierte, zu der man sich hätte anmelden müssen)

            Unsere Mittlere durfte von Anfang an frei entscheiden, ob sie in die OGS gehen will oder nicht, und sie entschied sich dafür. Weil die so tolle Spielsachen und AGs haben. Außerdem ist es doch begrüßenswert, auf die Art sehr viel weniger Spiel-Dates ausmachen zu müssen, oder hat Dich das noch nie genervt?

            „Weil ich ihm eben andere Sachen kaufe, die ihm von der Mutter vorenthalten werden.Warum sollte nur die Mutter bestimmen, was ein Kind haben darf?“

            Nenn doch mal bitte ein paar der Dinge, die sie ihm vorenthält.

            Bei mir ploppte nämlich die Erinnerung auf an einen Fall, wo ein Junge im Vorschulalter ein Taschenmesser haben wollte, was die Mutter untersagte, u.a., weil er in auffällig viele Prügeleien verwickelt war und seinen Erzieherinnen als der Aggressor auffiel. Der Vater ist dann einfach hingegangen und hats ihm gekauft. Da hing der Haussegen ordentlich schief.

            „Das „Mindestmaß an Übereinstimmung“ war bislang derart hoch angesetzt, dass allein schon die Gerichtshängigkeit eines solchen Antrags auf das Wechselmodell als fehlende Übereinstimmung gewertet wurde.“

            Ich glaube, ich habe die Aussage nicht ganz verstanden…
            Nach welchem Rezept erhält ein Ex-Paar (sicher) mit richterlicher Billigung das Wechselmodell?

          • „ Nach welchem Rezept erhält ein Ex-Paar (sicher) mit richterlicher Billigung das Wechselmodell?“

            Das ist doch der Witz. Eben fast gar nicht. Wenn Eltern das Wechselmodell wollen, dann leben sie es halt. Dazu brauchen sie kein Gericht. Wenn aber einer nicht will, kann der andere es nicht durchsetzen, weil ja schon die Tatsache, dass sie sich darüber vor Gericht streiten, so gewertet wird, dass Übereinstimmung und wichtige Kommunikation zwischen diesen Eltern nicht möglich ist. Die wiederum sieht der BGH aber als Voraussetzung fürs Wechselmodell.

            Um da sicher zu gehen, wird meist Müttern empfohlen, eine schlechte Beziehung und Kommunikation mit dem Vater zu pflegen. Darunter wiederum leidet vor allem das Kind.

            Krank, aber konsequent. Das Kind soll nur dann gleichberechtigt von beiden Eltern aufgezogen werden, wenn die Mutter das gut findet. Sonst nicht. Und das wiederum widerspricht jeder Gleichberechtigung oder Gleichstellung und vor allem dem Kindeswohl.

          • „ Bei mir ploppte nämlich die Erinnerung auf an einen Fall, wo ein Junge im Vorschulalter ein Taschenmesser haben wollte, was die Mutter untersagte, u.a., weil er in auffällig viele Prügeleien verwickelt war und seinen Erzieherinnen als der Aggressor auffiel. Der Vater ist dann einfach hingegangen und hats ihm gekauft. Da hing der Haussegen ordentlich schief.“

            Schönes Beispiel. Wer hatte denn da deiner Meinung nach recht? Der Vater, der den Sohn womöglich zur Verantwortlichkeit mit gefährlichen Gegenständen erziehen wollte, oder die Mutter, die pauschal Verbote erteilte, damit sich der Sohn das Taschenmesser dann heimlich von seinem Taschengeld kauft und unkontrolliert damit umgeht?

          • Das Kind soll nur dann gleichberechtigt von beiden Eltern aufgezogen werden, wenn die Mutter das auch gut findet.

            Das Kind soll nur dann gleichberechtigt von beiden Eltern aufgezogen werden, wenn der Vater das auch gut findet.

            Das ist die Situation jetzt.

            Die Frage ist, ob ihr nicht bloß den Satz unterschreiben würdet:

            Das Kind soll auch dann gleichberechtigt von beiden Eltern aufgezogen werden, wenn die Mutter das nicht gut findet.

            Sondern auch:
            Das Kind soll auch dann gleichberechtigt von beiden Eltern aufgezogen werden, wenn der Vater das nicht gut findet.

            Carnofis hat gesagt „ja, aber… “ und was sagst Du?

            Und in welchen Fällen von der Unfähigkeit zur Sorgerechtsausübung individueller Personen ausgegangen werden muss, wäre auch noch zu klären.

            „Schönes Beispiel. Wer hatte denn da deiner Meinung nach recht? Der Vater, der den Sohn womöglich zur Verantwortlichkeit mit gefährlichen Gegenständen erziehen wollte, oder die Mutter, die pauschal Verbote erteilte, damit sich der Sohn das Taschenmesser dann heimlich von seinem Taschengeld kauft und unkontrolliert damit umgeht?“

            Der Junge war da so jung, der bekam noch gar kein Taschengeld^^

            Also a.m.S. hatte hier auf jeden Fall die Mutter recht und der Vater war nicht bloß viel zu sorglos, sondern wirklich ein Arsch, der sie dadurch provozieren und vielleicht gar schädigen wollte. Wohlwissend, dass hauptsächlich sie es sein würde, die sich einem damit rumfuchtelnden 3-Käsehoch gegenüber sähe, es immer wieder unter ihre Kontrolle würde bringen müssen, aufpassen, dass ers nicht heimlich mitnimmt…
            Ich weiß aber leider nicht genau, wie die Sache weitergegangen ist (gute 20 Jahre später leben aber Alle immernoch^^. Und die Eltern sind schon lange geschieden)

            Also: um was für Gegenstände geht es bei Euch? Bzw. mit welcher ihrer Ausgaben bist Du so unzufrieden?

          • „und was sagst Du?“

            Ein Kind hat gleichermaßen ein Recht auf seine Mutter wie auf seinen Vater. Das zählt mehr als die eingebildete Bestimmungshoheit oder Meinung eines Elternteils. Daher muss ein Kind auch grundsätzlich gleichberechtigt von beiden Eltern erzogen werden.
            Wenn Mutter oder Vater unwillig oder unfähig sind, das Kind verantwortungsvoll aufzuziehen, dann muss eine individuelle andere Lösung gefunden werden.

            Die bei uns noch immer gelebte Haltung der Ämter und Gerichte, ein Kind gehöre primär zur Mutter, schadet dem Kind und passt auch null zu der feministischen Forderung, dass Väter mehr Care-Arbeit verrichten sollten.

            Ganz klar ja: Das Wechselmodell muss bei Trennungen der automatische Standard sein. Das sind die ehemaligen Paare und der Staat den Kindern schuldig. Wie die Eltern das später konkret ausgestalten, sollte weitgehend ihnen überlassen bleiben.

          • „wirklich ein Arsch, der sie dadurch provozieren und vielleicht gar schädigen wollte.“

            Sagst du, kann ich aber nicht beurteilen logischerweise.

            Mein Kind hat im Alter von 4 Jahren sein erstes Messer bekommen, übrigens von der Mutter. Ich fand das sehr gut. So konnte es schon ganz früh lernen, wie gefährlich Dinge sein können. Es weiß jetzt intuitiv, dass man mit einem Messer nicht rumläuft, wie man es einem anderen überreicht und dass man sich immer voll auf das Messer fokussieren muss, wenn man damit hantiert.

            Etwa in dem Alter habe ich das Kind auch an Feuer herangeführt. Es ist inzwischen so verantwortungsbewusst und vorsichtig am Lagerfeuer, dass ich mich eher um meine erwachsenen Besucher sorgen muss, die sowas als Städter höchstens von Ostern kennen.

            Das sind Dinge, die häufig von Vätern übernommen werden, während Mütter oft mit pauschalen Verboten hantieren, es fahrlässig finden und so versäumen, ihren Kinder zum richtigen Zeitpunkt den verantwortungsvollen Umgang mit schönen, aufregenden, aber extrem gefährlichen Dingen beizubringen.

            Ein Kind braucht diese unterschiedlichen Pole und keine herrschsüchtige, alles allein bestimmende Mutter.

          • „Das Wechselmodell muss bei Trennungen der automatische Standard sein.“

            Dazu gehörte dann aber auch bspw. ein Umzugs-/Auswanderungsverbot (für beide Parteien), nech?

            „Das sind die ehemaligen Paare und der Staat den Kindern schuldig. Wie die Eltern das später konkret ausgestalten, sollte weitgehend ihnen überlassen bleiben.“

            Ich weiß, ihr behauptet das Wechselmodell als Standard reduziere elterliche Konflikte, das kann ich mir aber nur schwer vorstellen. Ich bin da ehrlich gesagt zwiegespalten: die Signalwirkung würd ich durchaus begrüßen, aber ich fürchte, dass es letztlich doch nur einseitig funktionierte und es bei unwilligen Vätern schlicht hieße: geht halt nicht weil wegen Job und so. Oder ich verstünde bspw. auch eine Mutter, die nicht wollte, dass die neue Lebensgefährtin des Kindsvaters den Löwenanteil der elterlichen Sorge übernähme in den „Vaterwochen“ (obwohl ich ganz großartige Stiefmütter kenne).

            Du hast behauptet, Du würdest im Grunde jetzt bereits mehr für euer Kind sorgen als sie und eigentlich geht es bei Euch primär nurnoch ums Geld. Und ich glaube eben, dass der Streit darum (wer was bezahlt) sogar noch zunehmen könnte nach Wegfall des Barunterhalts. Weil die Zuständigkeit jeweils einzeln verhandelt, viel mehr Pläne aufgestellt werden müssten (und wer macht das dann wieder? … unentlohnt).

            Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass beim geschiedenen Elternpaar aus meinem Bekanntenkreis mit wie es aussieht unproblematischem 50/50 Wechselmodell immernoch Barunterhalt fließt. Einfach, weil ich den Eindruck habe, dass wenn dann sie mit dem Kind shoppen geht.

            Nochmal die Frage: wie konkret stellst Du Dir das vor?

            „Sagst du, kann ich aber nicht beurteilen logischerweise.

            Mein Kind hat im Alter von 4 Jahren sein erstes Messer bekommen, übrigens von der Mutter. Ich fand das sehr gut.“

            Ich finde, den Umgang mit Messern lernt man bei der Nahrungszubereitung (angefangen mit dem Wellenschneider) und Taschenmesser ist erst was für ältere Grundschulkinder (weil ichs eben nicht „unter Verschluss“ würde halten wollen, wenns offiziell seins ist). Und ganz sicher nicht für ein „Problemkind“ wie dieses es war.

          • Es ist meiner Kenntnis nach schon jetzt für eine Mutter nicht ohne Zustimmung des Vaters möglich, ins Ausland auszuwandern oder sehr weit weg zu ziehen, wenn beide das Sorgerecht haben. Da würde sich nicht viel ändern.

            Dass ein Wechselmodell zwangsläufig elterliche Konflikte reduziert, behauptet glaube ich kaum jemand. Es erhält primär den Kindern eben beide Eltern. Und die Erfahrung lehrt, dass zerstrittene Paare oftmals einen praktikablen Modus finden, weil sie ja eben beide die Kinder lieben und von denen auch geliebt werden.

            Unwillige Elternteile wird man nie zwingen können, liebevoll und engagiert ihre Kinder großzuziehen. Das hat nichts mit dem Geschlecht zu tun. Die Ganztagsbetreuungen sind geradezu explodiert. Mütter geben genauso wie Väter ihre Kinder dorthin – schließlich müssen sie ja deren und ihren eigenen Lebensunterhalt erwirtschaften.

            Was geht es eine Mutter an, wenn ihr Kind in der Hälfte seiner Zeit, die es beim Vater verbringt, von dessen Lebensgefährtin mit betreut wird? Die Mutter kann sich ja auch nicht die Klassenlehrerin aussuchen. Was ist das wieder für eine herrschsüchtige Vorstellung? Das ist übrigens das Grundproblem vieler Mütter von heute: Sie möchten alleine bestimmen, mit wem ihr Kind verkehrt, was es bekommt, was es darf, was gut für es ist. Ihr müsst lernen, dass ein Kind nicht euer alleiniges Eigentum ist.

            Es gibt viele gute Möglichkeiten, das Wechselmodell auch finanziell zu leben. In sehr vielen anderen Ländern ist das schon seit vielen Jahren so. Dabei geht es um die Wirtschaftskraft des jeweiligen Elternteils, darum, was das Kind zwingend braucht. Und wenn die Mutter dem Kind eine Erbsenpistole kaufen will und der Vater eine Puppe, dann können die das ganz einfach tun. Es kann sehr einfach sein. Und natürlich fließt da oft Bares. Wenn die Mutter in ihrem 30-Std.-Job 2800.- bekommt, der Vater in seinen 30 Stunden nur 2000, dann ist es logisch und fair, das alles entsprechend zu berechnen, und zwar

            „unentlohnt“

            Wo kommt diese Habgier her? Warum wollen Frauen immer alles bezahlt bekommen. Sogar die Betreuung des eigenen Kindes, die Klärung wichtiger Fragen für das Leben des Kindes – was soll das? Ich kenne keinen Mann, der auch nur ansatzweise auf eine solche Idee kommen würde.

            Es gibt noch einen anderen wichtigen Punkt, der beim Wechselmodell wegfallen würde. Es wäre nicht immer nur die Obliegenheit des einen, das Kind zu holen und zu bringen, sondern die Eltern müssten das aufteilen. Bei einem häufigen Wechsel kommen da in einer Woche schnell mal über acht Stunden (unentlohnt, um das mal feminin zu formulieren) hinzu, die meist die Väter in Autos oder Bahnen verbringen, selbst wenn alle in der selben Großstadt wohnen.

          • Kleiner Nachtrag noch zum Messer: In den Köpfen vieler Frauen kommen Messer offenbar nur im Rahmen der Nahrungszubereitung vor. Ein Messer wird aber in der Restwelt auch zum Schnitzen, ein scharfer Stechbeitel zur Holzbearbeitung genutzt. Mit einem Messer lässt sich ein Splitter im Finger entfernen etc. pp. Vielleicht habt ihr das nie erfahren, aber der Umgang mit gefährlichen Werkzeugen in Haushalt und Handwerk ist ein wichtiger erzieherischer Aspekt. Das kann man gar nicht früh und oft genug einüben. Ähnlich wie die möglichen Gefahren des Feuers.

          • „Es ist meiner Kenntnis nach schon jetzt für eine Mutter nicht ohne Zustimmung des Vaters möglich, ins Ausland auszuwandern oder sehr weit weg zu ziehen, wenn beide das Sorgerecht haben.“

            Ja, so kenn ich das auch. Aber ein Vater, bei dem das Kind nicht mit Hauptwohnsitz gemeldet ist, kann. Das willst Du ändern?

            „Dass ein Wechselmodell zwangsläufig elterliche Konflikte reduziert, behauptet glaube ich kaum jemand.“

            Ist eins der Hauptargumente, normalerweise.

            „Unwillige Elternteile wird man nie zwingen können, liebevoll und engagiert ihre Kinder großzuziehen. Das hat nichts mit dem Geschlecht zu tun.“

            Das genauere Hingucken bleibt dem Staat wohl nicht erspart. In den Zusammenhang finde ich es übrigens schrecklich, dass Gewalt-Vorwürfe wie mir scheint schon lange keine sonderliche Beachtung mehr finden. So sicher, wie der Vorwurf instrumentalisiert werden könnte, findet häusliche Gewalt noch immer auch statt (und kann dann auch zum Trennungsgrund werden, natürlich). Einem Kind, das misshandelt wurde, müssen wir das Recht zugestehen Umgang zu verweigern (auch dauerhaft).

            Aber davon ab: wir haben etwas über 10 % Minderjährige, die nicht mit beiden Elternteilen unter einem Dach leben. Sollten die ca. 95 % Alt-Fälle klassischer Bauart nach der Umstellung denn eigentlich neu verhandelt werden?

            „Was geht es eine Mutter an, wenn ihr Kind in der Hälfte seiner Zeit, die es beim Vater verbringt, von dessen Lebensgefährtin mit betreut wird?“

            Wenn es stattdessen ja auch von ihr, der Erziehungsberechtigten, betreut werden könnte (und der Vater selbst die längste Zeit abwesend ist)…

            „Die Mutter kann sich ja auch nicht die Klassenlehrerin aussuchen.“

            Was an der Schulpflicht – eine Einschränkung der Elternrechte, mit der wir im europäischen/internationalen Vergleich als totalitär herausstechen – liegt.

            „Was ist das wieder für eine herrschsüchtige Vorstellung?“

            Andersrum: Du würdest nicht noch lauter klagen (und das Kind „ganz“ zu Dir nehmen wollen), wenn der neue Partner Deiner Ex an den Mama-Tagen die Nachmittagsbetreung übernähme, vielleicht auch mit dem Kind noch alleine zu Abend äße, weil sie Überstunden schiebt?

            „Dabei geht es um die Wirtschaftskraft des jeweiligen Elternteils, darum, was das Kind zwingend braucht.“

            Ja und genau darüber müssten sich die Eltern dann halt einig sein…
            So kleine Specials, wie Du sie wahrscheinlich im Sinn hast bei den Dingen, die sie eurem Kind „vorenthält“, fallen doch wahrscheinlich nicht darunter?

            „Es gibt noch einen anderen wichtigen Punkt, der beim Wechselmodell wegfallen würde. Es wäre nicht immer nur die Obliegenheit des einen, das Kind zu holen und zu bringen, sondern die Eltern müssten das aufteilen.“

            Sorry, aber das kenn ich nur anders. Da hast wohl Du ganz individuell schlecht verhandelt?

          • „Aber ein Vater, bei dem das Kind nicht mit Hauptwohnsitz gemeldet ist, kann. Das willst Du ändern?“
            Natürlich, wenn die Eltern das Wechselmodell durchführen. Im Übrigen müsste der deutsche Mütterstaat auch zwei Hauptwohnsitze für das Kind einführen.

            „Wechselmodell zwangsläufig elterliche Konflikte reduziert“
            Da irrst du, das ist kein Hauptargument. Habe ich noch nie gelesen. Egal wie, die Eltern müssen sich beim Wechselmodell am Riemen reißen, denn es geht nicht primär um sie, sondern um ihre Kinder.

            „Das genauere Hingucken bleibt dem Staat wohl nicht erspart.“
            Kein vernünftiger Mensch behauptet, dass die Einführung des Wechselmodells als Regel die Eltern zu besseren Menschen im Umgang mit ihren Kindern machen würde. Es wird immer schlimme Eltern geben – und da sind natürlich Staat und Gerichte gefragt.

            Das Gewalt-Thema ist heikel: Die Häufigkeit von Gewaltbeschuldigungen in Trennungsfällen, in denen beide Seite die Kinder behalten wollen, ist extrem hoch. Und umso mehr Falschbeschuldigungen darunter sind, umso böser ist die Situation für Kinder, die wirklich misshandelt werden, da eben immer der Verdacht der Falschbeschuldigung mitschwingt.
            Aber wo beginnt Misshandlung, die einen Beziehungsabbruch zum Elternteil rechtfertigt?Wenn die alleinerziehende Mutter ihren Sohn aus Überforderung heraus mehrfach ohrfeigt? Es ist ganz schwer, sowas hier von der grünen Wiese aus einschätzen zu können. Häusliche Gewalt findet durchaus statt. Aber erstens seltener als wir uns medial angefeuert vorstellen, und zweitens gleichermaßen von Frauen und Männern, teilweise sogar von Kindern. Das ist inzwischen eine Binse.

            Ja, die Kinder der „Alt-Fälle“ sollten auch eine Chance bekommen, endlich ihren zweiten Elternteil gleichberechtigt haben zu dürfen. Mein Kind ist auch ein Alt-Fall, das sich eben genau diese Gerechtigkeit so sehr wünscht.
            Und damit tut sich der Staat ja gerade am schwersten. Ganz viele Mütter haben sich mit den Unterhaltszahlungen der Väter eingerichtet – und die sollen jetzt womöglich wegfallen? Merkst du, es geht nur um die Mütter, die Kinder kommen da nicht vor.

            Ich sage, wenn der Staat so einen ungerechten Mist über Jahrzehnte macht, dann soll er den Müttern eben einen monatlichen Ausgleich zahlen. Aber den Vätern soll er erlauben, ihr Geld auch wirklich für die Kinder auszugeben und nicht für die Mutter.

            „Wenn es stattdessen ja auch von ihr, der Erziehungsberechtigten, betreut werden könnte (und der Vater selbst die längste Zeit abwesend ist)…“
            Das wird aber schnell ein Eigentor. Wenn die Mutter ihr Kind in der Ganztagsbetreuung verklappt, der Vater aber Zeit und den Wunsch hätte, das Kind stattdessen zu betreuen, darf er es trotzdem nicht. Wenn du das ändern wolltest, würdest du aber ganz schön Stress mit diversen MIAs oder Mütterorganisationen bekommen.
            Und wenn wie in deinem Beispiel der Neue meiner Ex zeitweise die Betreuung übernehmen würde, dann ist das absolut in Ordnung, wenn das für das Kind in Ordnung ist. Was ist der Unterschied zu einer Hortnerin in der Ganztagsbetreuung? Dass der Sex mit meiner Ex hat? Hat doch nix mit dem Kind zu tun.

            „Wirtschaftskraft des jeweiligen Elternteils“
            Das kann man ganz einfach ausrechnen. Notwendige von freiwilligen Dingen trennen. Und dann kann jeder jenseits des Notwendigen dem Kind kaufen, was er für richtig hält. Er die Puppe, sie die Erbsenpistole. Da braucht keiner keinen fragen. Jeder beglückt das Kind dann mit seinen „Specials“.

            „Es wäre nicht immer nur die Obliegenheit des einen, das Kind zu holen und zu bringen“
            Ich merke, du arbeitest die gerade erst in den Themenkomplex ein. Schau mal zum Beispiel hier:
            „Grundsätzlich muss derjenige, der ein Umgangsrecht hat, das Kind selbst abholen und danach wieder zurückbringen.“
            https://www.recht-finanzen.de/contents/1157-umgangsrecht-fuer-minderjaehrige-kinder-getrenntlebender-eltern

            Das hat nichts mit Verhandeln zu tun, das ist unstrittig so vorgegeben. Der Link war nur die erste von vielen hunderten entsprechenden Fundstellen.

          • Brrr, also nein. Meine Ablehnung der Schulpflicht passt voll nicht in den Zusammenhang, seh ich ein^^

          • „Natürlich, wenn die Eltern das Wechselmodell durchführen.“

            Also kommuniziert als Standard: kein Recht auf unbedingte Freizügigkeit mehr nach einer Trennung (insofern minderjährige Kinder existieren)? Und dabei wäre die Änderung des Lebensmittelpunkts zustimmungspflichtig durch den jeweiligen Ex-Partner ab welcher km-mäßigen Entfernung?

            „Im Übrigen müsste der deutsche Mütterstaat auch zwei Hauptwohnsitze für das Kind einführen.“

            Und wo genau geht dann die Post hin?

            „Kein vernünftiger Mensch behauptet, dass die Einführung des Wechselmodells als Regel die Eltern zu besseren Menschen im Umgang mit ihren Kindern machen würde. Es wird immer schlimme Eltern geben – und da sind natürlich Staat und Gerichte gefragt.“

            Nur knapp über die Hälfte der Kinder getrenntlebender Eltern haben zum zweiten Elternteil (i.d.R. Vater) häufigen Kontakt (=min. 1-2 mal pro Woche, egal ob persönlich, telefonisch oder anders), ein Viertel hat regelmäßigen, aber seltenen Kontakt (=max. 1-2 mal pro Monat, egal ob…), knapp unter 5 % leben wie gesagt (annähernd) im Wechselmodell und der Rest – beinah jedes fünfte Trennungskind also – hat überhaupt keinen Kontakt mehr.

            Ich finde, diese rund 20 % haben eigentlich ja das ärgste Problem und sind daher auch die Teilgruppe, die am genausten analysiert gehörte. Und gleich danach stünden bei mir die mit seltenem Kontakt auf der Prioritätenliste. In beiden Gruppen wird es aber auch sehr viel originär väterliche Umgangsverweigerung geben, da sollte mann sich keine Illusionen machen.

            Ein Fall wie Deiner jedenfalls ist so nahe dran am Optimum, dass es schwer wird zu rechtfertigen, warum der Staat da noch Energie in die Feinjustierung reinstecken sollte?

            „Die Häufigkeit von Gewaltbeschuldigungen in Trennungsfällen [… ] ist extrem hoch.“

            Liest man so bei Euch, muss aber deshalb nicht stimmen. Und noch weniger glaube ich der impliziten Behauptung, das seien größtenteils falsche Verdächtigungen.

            „Aber wo beginnt Misshandlung, die einen Beziehungsabbruch zum Elternteil rechtfertigt?“

            Je jünger das Kind ist, desto schwieriger ist das naturgemäß zu bestimmen.

            Ich weiß, dass der Erfinder von PAS z. B. total verquere Vorstellungen hatte
            vgl. https://allesevolution.wordpress.com/2014/10/29/eltern-kind-entfremdung-parental-alienation-syndrome-pas/#comment-150120
            Und ich persönlich wäre immer eher bereit, ein umgangsunwilliges Kind in Ruhe zu lassen als auf der anderen Seite einen umgangsunwilligen Vater/Elternteil. Habe aber den Eindruck, es läuft eher genau andersrum.

            „Ich sage, wenn der Staat so einen ungerechten Mist über Jahrzehnte macht, dann soll er den Müttern eben einen monatlichen Ausgleich zahlen. Aber den Vätern soll er erlauben, ihr Geld auch wirklich für die Kinder auszugeben und nicht für die Mutter.“

            Du glaubst, von Dir gezahlter Kindesunterhalt käme nicht beim Kind an, schon verstanden. Ist aber nur Dein Bauchgefühl, oder?

            „wenn wie in deinem Beispiel der Neue meiner Ex zeitweise die Betreuung übernehmen würde, dann ist das absolut in Ordnung, wenn das für das Kind in Ordnung ist.“

            Wird es – vor die Alternative: die/der oder Mama gestellt – für das Kind aber meistens nicht sein.

            „Das kann man ganz einfach ausrechnen.“

            Nein, das ist aufwändig.

            „Notwendige von freiwilligen Dingen trennen.“

            Wieviel Paar Schuhe sind denn bspw. D.M.n. notwendig pro Saison? 

            „Und dann kann jeder jenseits des Notwendigen dem Kind kaufen, was er für richtig hält.“

            Insofern der Andere nicht schon explizit gesagt hat: das gibts nicht. Mein ich. Sonst ist doch der Ärger auch schon wieder vorprogrammiert.

            „Das hat nichts mit Verhandeln zu tun, das ist unstrittig so vorgegeben.“

            Dann kenn ich eben nur Mütter, die mehr Entgegenkommen zeigen als sie müssten…

          • „kein Recht auf unbedingte Freizügigkeit mehr nach einer Trennung (insofern minderjährige Kinder existieren)?“

            Wie gesagt, ist doch jetzt schon so bei gemeinsamem Sorgerecht. Die faktische Distanz lässt sich nicht in km festlegen, da geht es um Zumutbarkeit insbesondere für das Kind.

            „Und wo genau geht dann die Post hin?“
            Na, an die Anschrift, die drauf steht.

            „Du glaubst, von Dir gezahlter Kindesunterhalt käme nicht beim Kind an, schon verstanden. Ist aber nur Dein Bauchgefühl, oder?“
            Nein, das ist Fakt. Ich zahle ihre Wohnung mit, weil mein Kind dort ein Zimmer hat. In meiner Wohnung hat das Kind aber auch ein Zimmer, das ich zusätzlich komplett selbst bezahle.
            Warum soll ich die Sachen mit bezahlen, die sie dem Kind kauft – und dann soll ich zusätzlich noch die Sachen komplett bezahlen, die ich dem Kind kaufe. Siehst du da keine Ungerechtigkeit? Echt nicht?

            „Wird es – vor die Alternative: die/der oder Mama gestellt – für das Kind aber meistens nicht sein.“
            Genau so wird das Kind über die Ganztagsbetreuung denken, in die es die Mama gibt und wo es eines von vielen Kindern ist.

            „Ein Fall wie Deiner jedenfalls ist so nahe dran am Optimum“
            Klar, für die Mutter. Ich kümmere mich extrem, bringe und hole und zahle so viel an sie, als würde ich mich nicht kümmern.
            Ein Mütterstaat hat da natürlich kein Interesse, einer Änderung zuzulassen.

            „Insofern der Andere nicht schon explizit gesagt hat: das gibts nicht. Mein ich.“
            Das sind wir schon wieder bei der Herrschsucht. Wenn mein Kind bei mir ist, bestimme ich, was es von mir bekommt. Und zwar ganz alleine, wenn ich das auch ganz alleine bezahle. Wenn meine Ex ihm von ihrem Geld in ihrem Kinderzimmer Kriegsspielzeug aufstellt, geht mich das zunächst einen Dreck an.

            „Dann kenn ich eben nur Mütter, die mehr Entgegenkommen zeigen als sie müssten…“
            Ich freu mich immer, wenn ich höre,dass es auch solche gibt.

    • „… zu gern möcht ich mal lesen, was die Masku-Bubble gegen die Scharia-Regelung einzuwenden hätte, …“

      Soll das Satire sein?
      Das ist doch fast genau die Situation, der sich auch ganz normale deutsche Väter gegenübersehen!
      Von nichtehelichen gar nicht zu schreiben. Die sind nämlich nur unterhaltstechnisch Väter, ansonsten laufen sie unter „weitläufige Bekannte“. Nice to have, aber ansonsten nutzlos.

      Wenn das doch ernst gemeint war, dann denke ich, dass wir erstmal daran arbeiten sollten, bei uns das Familienrecht mit dem Grundgesetz in Übereinstimmung zu bringen.

      • „Das ist doch fast genau die Situation, der sich auch ganz normale deutsche Väter gegenübersehen!“

        Soll das Satire sein?

        Allein schon die Aussicht für geschiedene Mütter, das Sorgerecht ab 7/9 (oder auch früher bei Neuverpartnerung!) zu verlieren, unterscheidet sich grob von unserer Regelung… zumal soweit ich weiß darauf nicht mal ein Umgangsrecht folgt.

        • „Allein schon die Aussicht …“

          Lass uns einfach mal im merry ol‘ Germany bleiben. Das macht die Diskussion einfacher.
          Es gibt bestimmt auch bei indigenen Stämmern der Papua interessante Variationen, die uns aber im Moment dann aber doch weniger interessieren.

  9. Da langweilt sich irgendein Fatzke vor dem Laptop im Kinderzimmer und schreibt einen Beitrag für die ZEIT. Und die betitelt das dann: „Die meisten Väter sind unwillig, ihren Anteil zu leisten“

    Natürlich kommen im Text gleich die femininen Stereotype, was alles schwer „unter einen Hut zu bringen“ sei, dass Kinder durch das Bild der Videokonferenz huschen würden. Und schließlich sinngemäß das Fazit: Man müsste alle Männer zwingen, so zu sein wie er. Wenn sie nicht wollen, sollte man ihnen die Kinder wegnehmen. Und wenn man die ihnen schon faktisch weggenommen hat, dann sollte man ihnen auch noch das Sorgerecht entziehen.

    So liebevoll, wie Herr König wirkt, gibt er sich auch gegenüber Kindern. Denn es scheint ihm egal, ob Kinder beide Elternteile brauchen und es für sie eine schlimme Härte darstellen würde, wenn die Gesellschaft dem König folgen würde und Väter komplett aus ihrem Leben entsorgt.

    „Drei Elternteile und ein Kind – da muss der Alltag gut organisiert sein.“ Ich verstehe ja, dass ein Alltag gut organisiert sein muss, wenn ein Elternteil mit drei Kindern lebt – aber andersrum? Da wird das Kind offenbar durchgereicht wie eine Kuschelpuppe. Und selbst dabei haben die so genannten Erwachsenen scheinbar Probleme.

    Unglaublich, dass die ZEIT so einen Fall in die Welt hinaus brüllt und mit dem gewohnten pauschalen Männerbashing versieht. Im feministisch-industriellen Komplex wird nicht einmal ansatzweise dafür gesorgt, dass Väter gleichberechtigt am Leben ihrer Kinder teilhaben und Kinder mit souveränen, präsenten Vätern aufwachsen dürften. Im Gegenteil. Tausende Väter sind aus dem Leben ihrer Kinder entsorgt worden, und es werden immer mehr.

    Es ist eine totale Verdrehung, den verbliebenen Familien vorschreiben zu wollen, wie sie ihren Alltag aufteilen. Denn sie können am besten selbst bestimmen, was menschlich und wirtschaftlich für sie am sinnvollsten ist. Dafür brauchen die keinen König.

    Und wenn der Vater in seinem zwar ekelhaften, aber halbwegs gut bezahlten Job die Raten für das kleine Eigenheim abstottern kann, das die Mutter so gerne haben wollte, dann geht er eben kürzer in Elternzeit, um dieses kleine Heim wirtschaftlich zu sichern. Der kann sich einfach kein königliches Lebensmodell leisten.

    Herr König, klappen sie doch mal das Laptop zu und spielen sie lieber mit ihrem Kind. Da haben alle mehr davon.

  10. Wer sein Kinder mit zweiten Lesben aufzieht – nun ja, was soll man dazu sagen? Er wird früher das Sorgerecht los sein, als ihm lieb ist.

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      Es sei denn, ser Müll ist hinter einer Bezahlschranke.

  11. Eigentlich müsste man die Feministen mit ihren eigenen Positionen aufeinander hetzen:

    Die einen wollen eine Welt ohne Väter, in der Mütter alleine über Kinder bestimmen und der Vater möglichst gar nicht vorkommt, höchstens in Form von Überweisungen auf dem Konto. Die glorreichen Solomütter, die aus Samenspenden gebären, die kompromislosen Alleinerziehenden, die sich an Männern rächen wollen, indem sie die Kinder entfremden und jeden Kontakt torpedieren. Die Väter müssen vollzeit arbeiten, weil sie sonst ihrer Unterhaltspflicht nicht nachkommen können. Da ist nichts mit Elternzeit.

    Die anderen wollen, dass Väter da sind und exakt die Hälfte von dem machen, was früher Mütter gemacht haben. Die sollen sich einbringen, ihre Erwerbsarbeit genau auf das Maß der Frau reduzieren. Wenn die Frau 60ml menstruiert, müssen sie sich solange ritzen, bis auch 60ml abgeflossen sind.

    Beide Strömungen sind inkompatibel. Ich glaube, die zweite Strömung ist eher eine Art Hoax, ein gedankliches Konstrukt, das von Politik und Medien immer wieder rausgeleiert wird, aber mit Familienrealitäten nicht viel zu tun hat. Die erste Strömung ist viel realer, da sie den femininen Herrschaftsanspruch über die Ressource Mensch festigt.

    Am Schalter sitzt alleine die Frau und Mutter, die entscheidet, ob sie ihre Klagen lieber auf Szenario 1 oder auf Szenario 2 aufsetzt. Daraus ergibt sich dann, wie der Mann den Rest seines Lebens tanzen muss.

    • „Beide Strömungen sind inkompatibel.“

      nein, sind sie nicht.
      Die eine „Strömung“ (ich würde es eher regel nennen) gilt so lange, wie man den Mann genug mag, um mit ihm gemeinsam zu leben. Dann sollte er einem auch bitteschön die hälfte der Arbeit abnehmen – ggf. zusätzlich zu seiner Lohnarbeit, die das ganze finanziert.
      Wenn man den Mann nicht mehr mag, verzichtet man dankend auf seine Gesellschaft und damit auch auf seine Mithilfe, die dann ja nur stören würde.
      Dann hat er sich gefälligst zu verpissen und einfach nur sein Geld da zu lassen.

      Gibt eine sehr klare Grenze der Gültigkeit beider Positionen – sehe da kein Potential für wiederspruch.

      • Genau, aber sie können in einem Fall nie gleichzeitig auftreten.

        Fokussieren sich Feministen auf Care-Arbeit, richten sich die Vorhaltungen an die Männer, die noch als Väter geduldet werden. Ist die Duldung beendet, ist Care-Arbeit für die Männer plötzlich untersagt.

        Korrekterweise müsste ein Herr König also fordern: Wenn eine Frau einen Mann noch als Vater duldet, dann muss der auch genau die Hälfte der Elternzeit nehmen und entsprechend Care-Arbeit verrichten.

        Das ist schon sehr bigott: Im ersten Fall ist der Vater offenbar für das Kind so wichtig, dass er ganz viel mit ihm machen soll, im zweiten Fall ist der selbe Vater plötzlich schädlich für das Kind – und darf diese Dinge nicht machen. Diese Epochen wechseln, wenn die Mutter den Daumen senkt.

        Was ist also nun die ideale Vaterrolle in den Augen der Feministen? Sein oder Nichtsein? Als gemeinsamer Nenner bleibt nur, eben das zu tun, was die Mutter gerade will.

  12. „Wenn ich es richtig verstehe, dann hat er sich von seiner – anscheinend eher auf Karriere fixierten Freundin getrennt oder sie von ihm und zieht jetzt sein Kind zusammen mit einem lesbischen Paar groß…. Er betreibt also eine Art Wechselmodell, bei dem er der einzige mit Sorgerecht sein dürfte…“

    Nicht ganz. Wie sein erstes Kind derzeit betreut wird, ist mir nicht ganz klar, aber mit dem lesbischen Paar zieht er ein zweites auf, das aufgrund seiner Samenspende an eine der Frauen entstand (die ihre jetzige Partnerin wohl erst während der Schwangerschaft kennenlernte). Eine der Frauen ist also die leibliche Mutter und hat garantiert das Sorgerecht. Ob er es selbst auch hat, ist dagegen nicht sicher, weil er ja nicht verheiratet ist, war aber vermutlich vereinbart.

  13. Er hat sein erstes Kind (das von der Karrierefixierten Ex-Freundin einfach unterschlagen.
    „Wie kommt es, dass das in Ihrer Familie Sie sind?
    Fritzi hat von Anfang an bei mir gewohnt, mit ihrer Mutter habe ich nie zusammengewohnt. Sie war damals gerade mit dem Studium fertig, ich hingegen hatte keine Lust mehr auf Lohnarbeit und Lust, mit dem Kind zu Hause zu bleiben.“
    Lustig im Zusammenhang zu seinem Zeitartikel finde ich ja auch das Zitat:
    „Fritzi ist also zu Ihnen gezogen, Ihre Freundin ist in ihrer Wohnung geblieben. Warum nicht eine Fifty-fifty-Aufteilung?
    Für mich geht es bei gleichberechtigter Elternschaft nicht darum, dass jede Person dieselbe Anzahl von Windeln wechseln muss. Es sollten alle beteiligten Parteien die Freiheit haben, zu tun, worauf sie Lust haben.“
    (https://taz.de/Jochen-Koenig-ueber-Elternschaft/!5283518/)

    In seinem Fall war es für die Mutter halt keine Mutterrolle zu übernehmen.
    Das, was der in dem Zeitartikel beschreibt, das ist das zweite Kind, welches er zusammen mit einem lesbischen Pärchen gezeugt hat. Er hat ein paar mal in die Menusturationstasse ornaniert, bis eine von denen dann befruchtet war. keine Ahnung warum er seine große Tochter Fritzi jetzt so unterschlägt. Immerhin hat er die weitgehend alleine großgezogen und das ganz gleich in einem Buch verarbeitet https://books.google.de/books?id=o_XmAgAAQBAJ&pg=PT94&lpg=PT94&dq=jochen+k%C3%B6nig+ich+bin+mama&source=bl&ots=Mi5d6ppT9R&sig=ACfU3U3LpzTd1bhtD7YIh0tXjZAn-zcRSg&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwidy9Ph6ZfqAhUKwKQKHdJ9C3YQ6AEwEnoECAoQAQ#v=onepage&q=jochen%20k%C3%B6nig%20ich%20bin%20mama&f=false

    vielleicht sie ja inzwischen zur Mutter gezogen.

    • „Für mich geht es bei gleichberechtigter Elternschaft nicht darum, dass jede Person dieselbe Anzahl von Windeln wechseln muss. Es sollten alle beteiligten Parteien die Freiheit haben, zu tun, worauf sie Lust haben.“

      Ich sag ja, der Typ hat nen hohen Kotzfaktor.
      Wie nannte Orwell das noch, wenn man zwei sich widersprechende Thesen gleichzeitig vertritt? Zwiesprech?
      Wieso will er Vätern das SR entziehen, wenn sie nicht mindestens 7 Monate Elternzeit nehmen, während es bei Müttern offensichtlich kein Problem darstellt?

      • „Wieso will er Vätern das SR entziehen, wenn sie nicht mindestens 7 Monate Elternzeit nehmen, während es bei Müttern offensichtlich kein Problem darstellt?“

        Also ich habe da jetzt ein bisschen drüber nachgedacht und ein paar Theorien entwickelt. Der aktuelle Favorit: er ist ein beknackte Heuchler, der die Regel und moralischen Wertvorstellungen, die er anderen aufzwingen will, für sich selbst sofort über den Haufen wirf, sobald sie nicht mehr passen.

        • „Der aktuelle Favorit: er ist ein beknackte Heuchler, der die Regel und moralischen Wertvorstellungen, die er anderen aufzwingen will, für sich selbst sofort über den Haufen wirf, sobald sie nicht mehr passen.“

          Das gilt nicht.
          Das sind so gut wie alle diese Gutmenschen.

          Ich kannte eine Grünen-Wählerin, die versuchte, die Motten aus ihrem mit Zwiebelschalen handgefärbten Flokati herauszudiskutieren, weil sie kein Tier töten wollte. Die war mir sehr sympathisch, weil authentisch, wenn auch anstrengend.
          Und ich kannte eine Grünen-Wählerin, die zum Einkauf ihrer handgesensten Bio-Weizenkörner mit dem Hausfrauenpanzer jede Woche 40 km gefahren ist und regelmäßig vor dem Bio-Laden auf dem Radweg geparkt hat. Das waren die Grünen, die mich angekotzt haben und die heute augenscheinlich in der Partei das Sagen haben.
          Leute, die Kindern in Afrika das Arbeiten verbieten wollen, aber den Menschen trotzdem über die 100 € zu Weihnachten hinaus nichts zu fressen gönnen.
          Da sind sie dem AfD-Flügel wahrscheinlich näher, als meiner Flokati-Besitzerin (den sie irgendwann aufgeben musste, weil die Motten ihr nicht zuhörten, oder sich ihren Argumenten verschlossen).

  14. Und damals sagt noch:
    „Ich würde das immer wieder so machen“, sagt König. „Ich würde aber nie sagen, meine Familie ist besser oder schlechter als andere. Es gibt bestimmt auch viele, die in einer klassischen Familie glücklich sind.“

  15. @ Semi

    „Ich weiß, ihr behauptet das Wechselmodell als Standard reduziere elterliche Konflikte, das kann ich mir aber nur schwer vorstellen. Ich bin da ehrlich gesagt zwiegespalten: die Signalwirkung würd ich durchaus begrüßen, aber ich fürchte, dass es letztlich doch nur einseitig funktionierte und es bei unwilligen Vätern schlicht hieße: geht halt nicht weil wegen Job und so.“

    Es ist sicherlich nicht das Allheilmittel, aber das hat auch niemand behauptet. Immerhin könnten wenigstens die Väter, die gern mit betreuen würden, dies in so einem Fall auf Augenhöhe tun.
    Das dürften weit mehr Väter sein, als die, die kein Interesse an den eigenen Kindern haben.
    Derzeit werden ne Väter komplett und eheliche Väter meistens aus der gemeinsamen Betreuung aus unterhaltstaktischen Gründen entfernt. Ein Anfang wäre, dem einen Riegel vorzuschieben. Weiter oben schrieb ich ja, dass hier das Elternvotum über das Richterrecht zu stellen sei.
    Ein Vater, der betreuen kann und will, darf dies auch – schlicht kraft seiner Willensbekundung.

    „Oder ich verstünde bspw. auch eine Mutter, die nicht wollte, dass die neue Lebensgefährtin des Kindsvaters den Löwenanteil der elterlichen Sorge übernähme in den „Vaterwochen“ (obwohl ich ganz großartige Stiefmütter kenne).“

    Komisch. Hast Du dieselbe Sorge nicht mit den LG der Mütter?

    @ beweis

    „Es ist meiner Kenntnis nach schon jetzt für eine Mutter nicht ohne Zustimmung des Vaters möglich, ins Ausland auszuwandern oder sehr weit weg zu ziehen, wenn beide das Sorgerecht haben. Da würde sich nicht viel ändern.“

    Leider doch.
    Der BGH hat in den Nuller Jahren entschieden, dass das EU-Ausland wie Inland zu behandeln sei. Und da bräuchte die Mutter den Vater nicht einmal über den geplanten Umzug zu informieren.
    Übrigens: die Umgangskosten trägt auch da der Vater allein.

    „Und die Erfahrung lehrt, dass zerstrittene Paare oftmals einen praktikablen Modus finden, weil sie ja eben beide die Kinder lieben und von denen auch geliebt werden.“

    Ganz so pathetisch sehe ich das nicht. Für den Konfliktfall greife ich aber gern auf ein salomonisches Urteil des OLG Dresden zurück, das auf die dringende Sorge einer Mutter, das (seit längerem angewandte) Wechselmodell sei schlecht für das Kind, dieses aufhob und das ABR auf den Vater verwies, der das Wechselmodell befürwortete.
    So werden Streitfälle vermieden, die tatsächlich nur aus Machtmissbrauch und Unterhaltsinteresse geführt werden.

    • @ beweis

      „Kein vernünftiger Mensch behauptet, dass die Einführung des Wechselmodells als Regel die Eltern zu besseren Menschen im Umgang mit ihren Kindern machen würde.

      Umgekehrt macht aber das Residenzmodell Eltern zu schlechteren Menschen, weil es den Streit dadurch befeuert, dass es den Gewinner mit dem Kind und Unterhalt belohnt.

  16. @beweis

    „Wie gesagt, ist doch jetzt schon so bei gemeinsamem Sorgerecht.“

    Wie gesagt: einseitig.
    Der Vorteil der regelmäßigen Zuweisung in den mütterlichen Haushalt in Kombination mit dem gemeinsamen Sorgerecht nach Scheidungen als default sowie dem hohen, entsprechenden Anteil unter Unverheirateten führt dazu, dass sehr sehr viele Väter inzwischen über ein Vetorecht verfügen dürften, was die Freizügigkeit der Mutter angeht. Und kaum eine Mutter über das analoge Recht gegenüber dem Kindsvater.

    „Die faktische Distanz lässt sich nicht in km festlegen, da geht es um Zumutbarkeit insbesondere für das Kind.“

    Es würde mich wundern, wenns da noch keine fixen Vorgaben gäbe, möchte die Frage hiermit hoffnungsfroh an die Experten weiterreichen.

    Ja, ich denke auch, die Zumutbarkeit für das Kind sollte im Mittelpunkt stehen; es sollte in der Lage sein, (passendes Alter vorausgesetzt) den Weg zwischen den elterlichen Wohnsitzen innerhalb einer halben Stunde alleine zu meistern (Fahrrad, Bahn, Bus). Wenn man denn meint, so tief in Freiheitsrechte eingreifen zu dürfen… (was mein liberales Herz schon auch ein bisserl schmerzt)

    „„Und wo genau geht dann die Post hin?“
    Na, an die Anschrift, die drauf steht“

    Es klingt wie eine Kleinigkeit, aber ich könnte mir vorstellen, dass das für Behördentiere ein echtes Problem darstellte.

    „Ich zahle ihre Wohnung mit, weil mein Kind dort ein Zimmer hat. In meiner Wohnung hat das Kind aber auch ein Zimmer, das ich zusätzlich komplett selbst bezahle.“

    Ich habe nie verstanden, was der Punkt mit dem Zimmer soll? Auch bei normalem Umgang (also im nicht-Wechselmodell) müsst man das doch vorhalten, nicht?

    „Warum soll ich die Sachen mit bezahlen, die sie dem Kind kauft – und dann soll ich zusätzlich noch die Sachen komplett bezahlen, die ich dem Kind kaufe. Siehst du da keine Ungerechtigkeit? Echt nicht?“

    Ich weiß es nicht, weil Du erzählst ja nicht, was Du dem Kind kaufst, oder kaufen willst, oder meinst, dass sie kaufen sollte, oder eher nicht kaufen sollte? … Beispiele wären Dir ja zu privat, wie sollte ich da auch nur ansatzweise beurteilen können, wie fair oder unfair es bei Euch tatsächlich zugeht?

    „Genau so wird das Kind über die Ganztagsbetreuung denken, in die es die Mama gibt und wo es eines von vielen Kindern ist.“

    Kann, aber muss nicht.
    Und es wär auch nochmal was Anderes, wenn die Fremdbetreuung stets oder häufig bis in die Abendstunden andauerte.

    „Klar, für die Mutter. Ich kümmere mich extrem, bringe und hole und zahle so viel an sie, als würde ich mich nicht kümmern.“

    Kindesunterhaltszahlungen sind doch keine Kompensationsleistung für nicht erfolgten Umgang? Heißt es nicht von Eurer Seite sogar im Gegenteil immer: erst ermöglichter Umgang begründe die Motivation zur Zahlung des (vollständigen) Barunterhalts? (was auch nicht die ganze Wahrheit sein kann; so wird es nicht gerade selten sein, dass Väter den Umgang meiden, gerade weil sie nicht in der Lage sind den Barunterhalt aufzubringen)

    Jedenfalls: Alles scheint um die Frage zu kreisen, wie hoch realistischerweise die Ausgaben für ein Kind anzusetzen sind.

    Der Staat hat mehrere Meinungen, hält sich selbst, wenn er zahlen bzw. bürgen muss, für den ärmsten aller Armen^^. D.h. das Hartz-Budget für ein Kind ist schon mal zu niedrig angesetzt, können wir uns darauf vielleicht schon einigen? (trifft sau-viele Alleinerziehende!)

    Jetzt hat, würdest Du wahrscheinlich sagen, Deine Ex ja ein Vielfaches dessen für sich und ihr Kind zur freien Verfügung – auch ohne, dass Du Unterhalt zahlst. Aber dann sind wir wieder an dem Punkt: wer kauft was? Wenn bislang sie quasi Alle notwendigen Gegenstände und darüber hinausgehendes besorgt hat mit wenigen Ausnahmen (was wahrscheinlich ist), hat zum Einen sie sich mit dieser Aufgabe arrangiert und zum Anderen Du ja wirklich keine Ahnung, wieviel Zeit UND Geld es Dich kostete, das selbst zu tun.

    „Das sind wir schon wieder bei der Herrschsucht. Wenn mein Kind bei mir ist, bestimme ich, was es von mir bekommt. Und zwar ganz alleine, wenn ich das auch ganz alleine bezahle.“

    Da klingst du schon fast wie jemand, der nur auf die Gelegenheit wartet, dass Mama etwas verbietet, damit er sich durch die Umgehung des Verbots beim Kind einschleimen kann.
    Dass Du kein Beispiel nennen willst, passt dazu natürlich auch wieder hervorragend.

    Schau: bei uns gabs schon häufiger die Situation, dass ich gesagt hab: von mir aus nein, aber red mal mit Papa (gibts auch in der Variante mit ja btw, und das öfter, da geht’s dann aber eher um tun als um kaufen). Wenn es mir nicht so wichtig war z.B. Aber wenn ich irgendwo sagen würde: nein, das gibts nicht (einziges Beispiel, das mir einfällt: Handy im Grundschulalter), dann erwarte ich, dass man mich entweder überzeugt oder es einsieht. Aber hintergehen und dann womöglich noch einen auf unschuldig machen, wär das Letzte.

    Ich hab nicht bloß Verständnis, sondern freue mich sogar, dass bzw. wenn auch Väter ihrem Kind mal eine Freude in Form eines Geschenks machen wollen. Kommt selten genug vor in meiner Welt-Wahrnehmung. Das als Disclaimer noch.

    „Ich freu mich immer, wenn ich höre,dass es auch solche gibt.“

    Nur die Wenigsten sind Juristen^^. Oder unfähig zu Kompromissen.

    Nur spielen i.d.R. verletzte Gefühle mit, und ich mein, ich hätt auch mehr als einen Trigger…
    Z. B. würde ich einen Vater, der im Bordell war, nicht mehr in meine oder die Nähe der Kinder kommen lassen wollen. Am liebsten nie mehr. Meinetwegen sollte der auf der Stelle tot umfallen… wenn ich mich in betroffene Frauen hineinversetze (m.W.n. hatt ich noch nie was mit nem Freier, aber Phantasie hab ich). Kein Vergleich mit den Emotionen, die mich befallen, wenn ich mir eine Affäre ausmale… dann würd ich vielleicht kämpfen, vielleicht mich trennen, aber sicher nicht meine Tage und Nächte damit verbringen mir zwanghaft vorzustellen, wie ich ihn umbringe.

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