Die eigenen jungen Kinder beim unbekleideten Baden fotografieren

Ein Bericht wurde in sozialen Medien diskutiert:

“Das war der vielleicht absurdeste Abend meines Lebens”, beginnt Havard Wigtil einen langen Beitrag bei Twitter. Der Mann war mit seiner achtjährigen autistischen Tochter an einem Strand bei Trondheim unterwegs, als das Mädchen wie so oft Lust auf ein Bad hatte. Doch die beiden hatten keine Badesachen dabei – für das Kind kein Problem, es badet gerne nackt. Während die Tochter plantscht, macht der Vater ein Bild und schickt es an die Mutter zu Hause: “Die Bade-Saison ist eröffnet”, schreibt er.

Als die beiden ihren Spontanausflug beenden wollen und das Mädchen sich gerade wieder anzieht, stoppt ein Polizeiauto. “Ich war neugierig, was die Beamten hier am Strand wollten – zu meiner Überraschung waren sie da, um mit mir zu sprechen.” Offenbar hatten zwei Frauen, die in einiger Entfernung Sport gemacht hatten, die Beamten gerufen, weil sie sexuellen Missbrauch befürchteten.


Die beiden Frauen hatten der Polizei berichtet, der Vater habe dem Kind Anweisungen gegeben, wie es posieren sollte – was der Mann bestreitet.

Auf der einen Seite:

  • Das eigene Kind und nur für den „familiären Gebrauch“
  • Das Kind ist noch relativ jung

Auf der anderen Seite

  • Nacktes eben noch sehr junges, anscheinend geistig behindertes Kind
  • Aus der Sicht der Anzeigenerstattenden anscheinend ein „posieren“ (was immer man darunter auch verstehen kann)

Ich habe bereits jetzt unendlich viele Fotos von meinem neuen Lieblingsmodel Fräulein Schmidt. Auch ein paar beim planschen in der Badewanne, was wirklich unglaublich süß ist. Die Fotos sind im eigenen Haus aufgenommen, insofern kann es keiner mitbekommen. Aber dennoch achte ich akribisch darauf, dass der Bildausschnitt zumindest keine Genitalien zeigt (den Oberkörper eines unter zweijährigen Kindes finde ich fotografierbar). Einfach weil die Fotos eben zumindest in der Google-Cloud und auf meinem Smartphone sind und mich dabei irgendwie ein schlechtes Gefühl beschleichen würde, irgendwie könnte es ja doch jemand sehen.

Ob ich eine 8jährige nackt in der Öffentlichkeit fotografieren würde? Vielleicht denkt man bei dem eigenen Kind nicht so daran, dass es falsch sein könnte, aber ich glaube ich hätte Hemmungen. Dann dem Kind noch Anweisungen geben, wie es stehen soll (das ist streitig, aber nehmen wir mal an, es sah für die Zuschauer so aus). Wäre mir auch zu gefährlich.

Würde ich die Polizei rufen? Wenn sich die Kleine am Strand räkeln soll und dort eine Nacktfotosession stattfindet hätte ich vielleicht schon ein schlechtes Gefühl dabei. Wenn es mir als Schnappschuss des eigenen badenden Kindes erscheint wäre es etwas anderes.

Es ist sicherlich irgendwie traurig aus Sicht des in der Hinsicht ganz unbescholtenen Vaters (oder der Mutter, aber die wird man weniger verdächtigen, wenn sie Fotos macht), dass man so denken muss. Und vielleicht war er sich da wirklich keiner schuld bewußt. Ich kenne das Klima und das Verhältnis zur Nacktheit in dem Bereich in Norwegen nicht.

Mir wäre es hier zu gefährlich. Allenfalls ein Foto, bei dem nur der Kopf herausschaut oder jedenfalls der Unterleib im Wasser ist.

 

50 Gedanken zu “Die eigenen jungen Kinder beim unbekleideten Baden fotografieren

  1. Mit Fotos muss man vorsichtig sein. Es gibt genau ein Facebook Foto meiner Tochter. Ich fand das zuerst übertrieben von meiner Frau, inzwischen empfinde ich es als richtig, und dem Kind die Selbstbestimmung über von ihr gemachte Bilder zu überlassen.

    Üblicherweise bin ich auch bei Nacktheit sehr vorsichtig (auch in Bezug auf offene Fenster etc.), aber es ist auch schon vorgekommen, dass ich nicht dran gedacht habe, zum Beispiel im Hoch-Sommer bei 30 Grad im Garten mit Spritzblume.

  2. Wir haben auch ein paar Fotos von den Kindern in der Badewanne gemacht. Es gibt auch welche, wo sie im Hochsommer draußen nackt im Plantschbecken spielen.
    Das sind für uns einfach ein paar schöne Erinnerungen, wie viel Spaß die Kinder damals hatten.
    Es ist traurig, wenn Eltern heute zögern, ihre Kinder nackt und in aller Unschuld zu fotografieren. Wo ist die Unbefangenheit hin?

    • @mother6:

      „Wo ist die Unbefangenheit hin?“

      Die Unbefangenheit wurde begraben unter metoo, aufschrei, männerwelten etc. pp.
      Du könntest dich fragen von wem das alles ausgeht, und ob nicht gerade diejenigen, die ständig sexuelle Freiheit, Gleichwertigkeit, Friede Freude Eierkuchen predigen, die sind, auf deren Mist diese ganze neue Prüderie gewachsen ist und die ihr kräftig Vorschub leiten.

      Es wäre interessant, ob Mama und Papa da unterschiedliche Hemmungen haben beim Fotografieren. Und ob es einen Unterschied macht ob Töchterschen oder Söhnchen fotografiert wird.

      • Andererseits darf man aber auch nicht ganz vergessen, was den meisten Menschen allerdings offenbar gar nicht bewusst ist. Sexueller Missbrauch von Kindern findet mehrheitlich im familiären Umfeld statt.
        Täter sind häufig Väter und Mütter oder aber auch die Geschwister.
        Ich glaube allerdings nicht, dass die beiden sportlichen Damen das auf dem Schirm hatten, als sie die Polizei gerufen haben.
        Insofern finde ich es schwierig, hier pro oder kontra zu sein. Ganz sicher bin ich aber dagegen, wenn bzw. dass nur Männer als Täter gesehen werden. Ich habe gerade ein Video auf youtube gesucht, gefunden habe ich dabei einige „Social experiments“, wo natürlich wieder der Mann als Pädo bzw. Kidnapper dargestellt wird.
        Gefunden habe ich das Richtige auch – und dort ist wieder einmal schön zu sehen, wie mit zweierlei Maß gemessen wird.
        Der Mann als potentieller Kinderschänder oder Entführer wird sofort als solcher eingestuft, eine Frau kann Kinder auf einem Spielplatz problemlos ansprechen und mitnehmen.

        Aber auch bei Sprüchen wie „Nicht mit Fremden reden.“ bin ich zwiegespalten. Einerseits denke ich, dass ein gewisser Schutz nötig ist, andererseits könnte ich kotzen, wenn ich erleben muss, wie die Allgemeinheit (natürlich meist und aussschließlich der Männer) als Gefahr für Kinder angesehen bzw. propagiert wird. Etwas zynisch kann ich da nur sagen: Der kluge Pädo baut vor und sucht sich eine Frau als Komplizin…

        Ebenso könnte ich kotzen, wenn gesagt wird, man(n) solle Kinder nicht ansprechen, sondern Erwachsene nach dem Weg fragen. Warum sollte ich, zumal ggf. gar kein Erwachsener greifbar ist?
        Natürlich haben wir hier dann das Horror-Szenario. Unbekannter Mann im Auto spricht Kinder an. Macht ja nichts, wenn man einem Mann erst mal pauschal böse Absichten unterstellt. Und noch dazu leben wir natürlich seit Jahren in einer Hysteriegesellschaft, Helikoptereltern lassen grüßen.

        Wer sich mit Pädophilie beschäftigt sieht, dass sehr häufig Frauen eine wichtige Rolle dabei spielen. Sie erheischen das Vertrauen der Kinder und locken sie an.

        Ist das so? Welcher echte Pädo würde sich denn wirklich eine Frau als Komplizin suchen, die ihm die Kinder vom Spielplatz entführt?
        Davon abgesehen, sind recht viele Menschen, die Kinder sexuell missbrauchen gar nicht pädophil, sondern begehen eine Ersatzhandlung weil das Kind gerade als Opfer verfügbar ist.
        Davon abgesehen scheinen sich echte Pädophile relativ gut im Griff zu haben. Wenn man von rund 250.000 in Deutschland lebenden Pädophilen ausgeht (natürlich sind das wieder mal nur Männer), sind rund 13.670 Missbrauchsfälle im Jahr 2019 (+11%) doch ziemlich wenig Taten.
        Wobei ich mir durchaus vorstellen kann, dass die medienwirksame Steigerungsrate evtl. darauf zurückzuführen ist, dass ähnlich wie bei den Frauen der Straftatenkatalog ausgeweitet wurde.
        So ist im Focus zu lesen, dass allein das Ansehen von Kinderpornos bereits als Kindesmissbrauch gewertet wird – was ich persönlich als Blödsinn empfinde. Dass zur Herstellung ein Missbrauch stattgefunden haben muss, kann ich ja noch nachvollziehen. Das war es dann aber auch.

  3. Da ist mal wieder ein Vater unter männlichen Generalverdacht geraten. Wenn die Mutter dabei gewesen wäre, hätten die Strandwächterinnen garantiert keinen Anstoß an der Situation genommen. Das erinnert mich an den Rentner, der gerade durch die Presse geisterte. Er hatte eine Hüpfburg fotografiert, um sie seinem Enkel zu zeigen.

    https://www.heise.de/news/Datenschutz-in-Bayern-Rentner-knipst-Huepfburg-wird-als-Sexualgefaehrder-erfasst-4728207.html

    Das gesellschaftliche Klima gegenüber Männern, die Care-Arbeit leisten, wird immer unerträglicher.

    Ich bin sehr datensparsam, wenn es um die Onlinestellung jeglicher Fotos meines Kindes geht. Denn jeder normale Mensch weiß, dass das nicht mehr rückholbar ist. Das soll mein Kind selbst entscheiden, wenn es groß genug ist. Genauso, wie es selbst über Religionszugehörigkeit entscheiden, oder über Verstümmelungen (Genitale, Ohrlöcher etc.) bestimmen soll.

    Aber dass ich sein Leben dokumentiere, dass ich Fotos am Strand mache, dass wir die nachher zusammen angucken – und dass mein Kleinkind auch nackt abgelichtet wird, wenn es eben dort nackt spielt, das muss selbstverständlich sein und bleiben.

    Wie kommt es dazu, dass die Kombination Kinder und Männer immer häufiger im pädophilen Sinne betrachtet wird? Wie kommt es dazu, dass männliche Erzieher Kleinkinder in Kitas nicht wickeln dürfen? Die realen Zahlen zur Entwicklung von Kindesmissbrauch decken diesen Generalverdacht in keiner Weise.

    Gerade erst ist die Erzieherin durch die Medien gewandert, die Kinder in ihrer Obhut misshandelt und getötet hat. Kein Mensch kommt auf die Idee, Frauen unter Generalverdacht zu stellen.

    Wer sich mit Pädophilie beschäftigt sieht, dass sehr häufig Frauen eine wichtige Rolle dabei spielen. Sie erheischen das Vertrauen der Kinder und locken sie an.

    Daher empfehle ich meinem Kind, dass es sich in einer Notsituation, in der es Hilfe braucht, niemals ansprechen lassen soll, auch nicht von Frauen, die das immer wieder gerne machen. Ich bringe ihm bei, proaktiv auf einen Menschen zuzugehen und den um Hilfe zu bitten. Denn dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Mensch Böses im Schilde führt, nahe Null.

    Dabei ist das Geschlecht vollkommen egal.

    • „Wie kommt es dazu, dass die Kombination Kinder und Männer immer häufiger im pädophilen Sinne betrachtet wird?“

      Also in DE wurde diese Panik durch Feministinnen – dieses Mal aus dem EMMA Sumpf – geschürt, welche in den Wormser Prozess einen Höhepunkt erreichte. Da können dir andere hier besser beschreiben was da abging.

      Ich hatte auch noch einen anderen Bericht aus dem US-Raum gelesen, bei dem auf einer Frauenkonferenz einfach und völlig belegfrei behauptet wurde, das alle Väter irgendwann ihre eigenen Töchter missbrauchen. Das größtenteils weibliche Publikum hat wohl wenig bis keine Kritik an dieser Behauptung…

    • „Da ist mal wieder ein Vater unter männlichen Generalverdacht geraten. Wenn die Mutter dabei gewesen wäre, hätten die Strandwächterinnen garantiert keinen Anstoß an der Situation genommen. “

      Das erinnert mich an einen Fall vor ein paar Jahren. Ein Mann war mit seiner Tochter in der Stadt spazieren (ich glaube irgendwo in Süddeutschland war das.) Irgendeinem Anwohner kam das verdächtig vor, und der hat dann vor anderen Anwohnern behauptet/vermutet, das das wohl eine Kindesentführung sein.
      Schlussendlich wurde der Vater dann auf der Straße von „besorgten Bürgern“ zusammengeschlagen.

      Link auf einen Zeitungsartikel hab ich leider erstmal nicht gefunden.

      • Nun fordern ja die Zofen und Feministen gerade in letzter Zeit, Männer sollten mehr Care-Arbeit, mehr Kinderbetreuung übernehmen. Wie soll das gehen in einem solchen Umfeld? Wenn die Mutter nicht daneben sitzt und ihre Nägel macht, wird der Vater festgenommen oder zusammengeschlagen.

        Letztens kam ich auf einem Markt in Berlin-Mitte an einer Gruppe von drei Hipstern und einer Frau vorbei und schnappte nur den folgenden Satz der Frau auf: „Also mein Kind wird ganz sicher nie von einem Mann gewickelt.“ Die bärtigen Typen nickten nur dumpf.

        • „Nun fordern ja die Zofen und Feministen gerade in letzter Zeit, Männer sollten mehr Care-Arbeit, mehr Kinderbetreuung übernehmen. Wie soll das gehen in einem solchen Umfeld?“

          Guter Punkt.

    • „Aber dass ich sein Leben dokumentiere, dass ich Fotos am Strand mache, dass wir die nachher zusammen angucken – und dass mein Kleinkind auch nackt abgelichtet wird, wenn es eben dort nackt spielt, das muss selbstverständlich sein und bleiben.“

      Ist es aber nicht und war es auch schon vor über 20 Jahren nicht mehr.
      Als meine Jungs klein waren, trieben die Femis gerade die Sau mit den verschiedenen Kinderschänderprozessen durchs Land. Worms war nur einer von mehreren Komplettversagern von Justiz und Kinderschutz („Wildwasser“, „Zartbitter“). Damals verbreitet waren die sog. „anatomisch korrekten Puppen“ und das Einflößen falscher Erinnerungen.
      https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8778933.html

      Ich erinnere mich noch gut an einen warmen Sommertag, an dem ich mit meinen beiden Jungs, damals knapp drei und gut vier Jahre alt, im Garten am Spielen waren. Die Kinder durften nackt herumlaufen und weil ich nichts anderes hatte, füllte ich den Übertopf einer Blume mit Wasser, schätze so 10 l.
      Zu meiner totalen Überraschung kletterte mein Großer problemlos in den Topf und setzte sich hinein, so, dass nur noch der Oberkörper herausguckte. Die Szene hatte etwas unglaublich Witziges, so dass ich mir meine Kamera schnappte und das Kerlchen aufnahm. Bei der Aufnahme aber dachte ich auch gleichzeitig, dass man mir die Szene durchaus auch als pädophilen Akt ankreiden könnte. Ein (nicht erhobener) Vorwurf, über den ich mich tierisch ärgerte, genau aus den von Dir genannten Gründen. Denn meine Bilder sind die Erinnerung meiner Jungs an eine Zeit, an die sie sich aus eigener Leistung kaum bis gar nicht mehr würden erinnern können.
      Ich habe gerade Unmengen Photos aus meiner Kindheit gesichtet und mir entwich oft ein leises „Ah ja, stimmt. Da erinnere ich mich auch noch dran“.
      Es gibt wohl keinen gesellschaftlichen/familialen Bereich, den die kranken Weiber nicht mit dem Mehltau ihres Männerhasses überziehen.

          • Meint Ihr das Ernst? Ein Kind zu fotografieren, soll den Anfangsverdacht der Herstellung pornografischer Schriften erfüllen?

          • Lies mal, was ich geschrieben habe: „Fotografieren als solches gilt bestimmt nicht als sexueller Missbrauch.“

            Aber vielleicht ist dir das schon zu kompliziert.

          • „Aber vielleicht ist dir das schon zu kompliziert.“

            Ich kann mich halt nur auf das stützen, was im Artikel steht: Vater hat Tochter fotografiert. Das ist offenbar so furchtbar, dass die Polizei eingeschaltet wird.

          • @Adrian
            Du unterschlägst „ein nacktes Kind zu fotographieren und es dabei zum Posieren aufzufordern „.

            Ich bin auch beim Vater, der sagt, lieber einmal zu viel als zu wenig. Allerdings war das stundenlange Verhör danach sicherlich überflüssig.

          • Und du meinst, es bleibt bei einem stundenlangen Verhör?
            Im Artikel wird nicht näher darauf eingegangen, es darf aber angenommen werden, dass der Typ jetzt zumindest polizeiintern aktenkundig ist, ggf. auch erkennungsdienstlich behandelt worden ist.
            Nach deutschem Datenschutzrecht müssten die Daten nach Abschluss eines Ermittlungsverfahrens gelöscht werden müssen, wenn keine Verurteilung erfolgt. Ob das alles auch wirklich so passiert, dürfte schwierig nachzuprüfen sein.
            Außerdem kennt ihn jetzt auch das Jugendamt als potentiellen Kinderschänder. Wer weiß, was da in den Akten stehenbleibt….

            Ich bin auch beim Vater, der sagt, lieber einmal zu viel als zu wenig.

            Ich habe meine Schwierigkeiten damit, weil Männer damit pauschal unter Generalverdacht gestellt werden. Und wie fast immer natürlich nur Männer. Wie meinte noch ein Politiker der Grünen? Alle Männer sind potentielle Vergewaltiger.
            Und selbstverständlich bin ich als Mann auch persönlich davon betroffen. Denn ich darf mich nicht mal eine halbe Stunde in der Nähe oder auf einem Kinderspielplatz in die Sonne setzen und das schöne Leben genießen, ohne dass die Staatsmacht zur Personenkontrolle anrückt.
            Unsere Gesellschaft hat, wie in so vielen Bereichen, hier jegliches Maß verloren. Aber wer könnte schon widersprechen? Schließlich geht es um unsere Kinder!!1EINS!ELF!!

          • Ich schrieb ja, dass ich schon das Verhör überzogen finde. Kurz vor Ort festzustellen, dass Vater und Tochter beim Baden sind, hätte ausgereicht.
            An Deinen Spekulationen beteilige ich mich nicht. Ich will auch nicht Männer generell unter Generalverdacht sehen. Missbrauchsfälle sind selten und können von Männern wie Frauen ausgeübt werden. Dass wir in unserer Gesellschaft aufeinander achten, speziell auf Kinder, finde ich selbstverständlich.

            Übrigens habe ich mal einige Jahre meine Wäsche im Waschsalon gewaschen und habe, während die Maschinen liefen, bei schönem Wetter auf dem Spielplatz gegenüber mit einer Zeitung auf einer Bank herumgelümmelt. Ich wurde nie kontrolliert oder auch nur schräg angesehen.

    • Hast du eigentlich The Righteous Mind gelesen?

      Haidt beschreibt ausführlich die Dissonanz, die so reden, als gäbe es nichts Heiliges, deren Handeln aber ganz anders aussieht.

      Konnte man auch gut beim Fapping Gate sehen: Auf der einen Seite junge Frauen, die mit ihrem Sex Appeal schachern, alles in Ordnung, kein Problem, gehen Sie weiter. Auf der anderen Seite abscheuliche Monster, die diese Bilder nicht wie allerheiligste Ikonen in ihrem digitalen Schrein ließen, zu dem die Göttinnen nur auserlesenen Priestern Zugang erteilen, sondern in einem einen entweihenden Bildersturm das Heiligste in den Dreck zogen.

      Das Weibliche ist heilig, das Männliche ist Beschmutzung.
      Das ist die Gedankengrundlage, auch wenn es nur um profane Bilder geht.

  4. Was wäre, wenn der Vater tatsächlich Anweisungen gegeben hätte, wie sich das Kind positionieren soll? Wenn es sich nicht um eine sexuell aufreizende (oder auf andere Weise schwer entwürdigende) Pose handelt, wo ist dann der Missbrauch?

    Früher war in jedem Bio-Schulbuch für 6. Klassen eine Abbildung von nackten Kindern, meist fotografisch. Gibt’s das noch?

  5. „Ist das so? Welcher echte Pädo würde sich denn wirklich eine Frau als Komplizin suchen, die ihm die Kinder vom Spielplatz entführt?“

    Die suchen sich niemanden. Oft sind es Paare. Auch Eckstein wurden die Mädchen durch eine Freundin zugeführt.

    Ein Freund von mir hat auf Parship eine Frau kennengelernt, die ihn beim dritten Treffen fragte, ob er nicht Lust habe, dass sie ihm junge Mädchen bringe und selbst dann bei den Taten zuschaue. Der verstand die Welt nicht mehr und hat sich schnellstens dünne gemacht.

    Frauen sind bei Pädophilie nicht pauschal unschuldig. Es wird aber oft ein solcher Eindruck erweckt.

    Hier ein paar andere Fälle auf die Schnelle:
    https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/missbrauch-ehepaar-nrw-eigene-kinder-maerkischer-kreis-meinerzhagen-13779864.html

    https://www.kreiszeitung.de/lokales/niedersachsen/sexueller-missbrauch-maedchen-gifhorn-erzieher-hildesheim-gericht-zr-13428971.html

    https://www.mdr.de/wissen/frauen-als-sexualstraftaeterinnen-100.html

    • „Frauen sind bei Pädophilie nicht pauschal unschuldig. Es wird aber oft ein solcher Eindruck erweckt.“

      Und wenn ein Paar sich an den Kindern der Mutter vergeht, wird daraus flugs „die Eltern“, auch wenn der Mann in Wirklichkeit der Lover der Mutter ist.
      Mit diesem Trick wurden und werden die leiblichen Väter dämonisiert und von der Justiz bereitwillig entsorgt.
      Hier ein typisches Beispiel: https://www.aachener-zeitung.de/kultur/eltern-missbrauchen-13-jaehrigen-sohn_aid-27843983

    • Diese Frau von Parship müsste bei den Bullen gemeldet werden. Solche Leute haben bestimmt Festplatten voll. Außerdem fragt die das ja jeden date und findet ganz schnell wen. Gar keine Frage. Es gibt real viele kranke Männer und Frauen, die es lieben, Kindern Schmerzen zuzufügen. Ein BKA Mann meinte, das Schlimmste sei das Audio bei diesen Videos… Das muss grauenvoll sein. Und ja, auch ich ertappe mich selbst und stelle mich in Frage, wenn ich Fotos von unseren Kindern mache. So und der BKA Mann meint, man braucht nunmal Videos, die muss man selbst hochladen, als ‚Beweis‘, um dann auf der videoplatform sich überhaupt anmelden zu können. Einem Kind tagelang krasseste Schmerzen zuzufügen, zu demütigen und online zu Verbreiten und dann nur 10Monate auf Bewährung zu kriegen, während ein Schwarzfahrer und weed Verkäufer 1und halb Jahre kriegt, geht nicht klar.

  6. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Etoro

    Wie auch andere Völker in dem Gebiet glauben die Etoro, dass Sperma die Quelle aller männlichen Stärke und Macht sei. Es sei eine knappe Ressource, die nicht produziert, sondern nur von Männern an pubertierende Knaben weitergereicht werden könne. Daher geben Männer ungerne ihr Sperma an Frauen ab, außer zum Zweck der Fortpflanzung, und das nur an etwa 100 rituellen Tagen pro Jahr. Bei den Etoro verlangt der rituelle Übergang vom Jungen zum Mann (Initiation), dass die pubertierenden Jungen oralen Sex (Blowjobs) an älteren Männern ausführen und ihr Sperma schlucken. So sollen die Jungen die Fähigkeit erhalten, das erhaltene Sperma ihrerseits an jüngere Knaben und an Frauen weiterzugeben.[1] Männer und Frauen wohnen zumeist getrennt voneinander, beide begegnen sich eher ablehnend, entsprechend niedrig ist die Geburtenrate bei den Etoro. Es wird ihnen unterstellt, dass sie deshalb Kinder ihrer Nachbarvölker stehlen und als eigene aufziehen. Da sie glauben, dass homosexuelle Sexualkontakte die Knaben stärken und die Fruchtbarkeit der Pflanzen mehren, unterliegt Sex zwischen Männern keinen Einschränkungen. Solche Vorstellungen finden sich auch bei anderen Völkern auf Neuguinea (vgl. Marind-anim).[3]

    Interessante Gesellschaft. Praktizieren die sexuellen Missbrauch?

    • Aus unserer (gesellschaftlich-gesetzgeberischen) Sicht ja. Aus dieser Sicht sind die meisten Initiationsriten Mißbrauch/Mißhandlung.

      „[Sex mit ihren Frauen]…an 100 rituellen Tagen pro Jahr…“

      Zweimal pro Woche, ganz normaler Durchschnitt 😉

  7. Lies mal, was ich geschrieben habe: „Fotografieren als solches gilt bestimmt nicht als sexueller Missbrauch.“

    Aber vielleicht ist dir das schon zu kompliziert.

    • Bequemlichkeit.
      Anstatt das Handy/Kamera mit einem USB-Kabel anzuschließen, lädt man alles in die Cloud und hat es dann auch dem Desktop etc.

          • Actions have Consequences.
            Kenne ich auch. Habe geblecht für dumme Taten. Oder eher Nicht-Taten.
            In der Konsequenz bin ich kaum mehr willens, anderen die Folgen unnötiger Handlungen abzunehmen. Das ist uferlos.
            Man sagt, die Welt habe genug für jedermanns Bedürfnisse aber nicht genug für die Gier der wenigen. Kann sein. Aber sie hat definitiv nicht genug für die Verantwortungslosigkeit der vielen.

  8. Als alter Ossi stehe ich bei diesem Thema da und staune immer. – Ehrlich gesagt. Für mich gab es früher eine ganz einfache Grenze – die der Pubertätt, ansonsten war es egal und schlicht kein Thema. Hat niemanden interessiert und mich auch nicht.

    Aber wenn ich das richtig sehe, war das im Westen früher genauso? – Dass da schlicht diese Welle militanter Kinderschützer als Teil der feministischen Bewegung kam und sich dadurch die Verhältnisse geändert haben. Zur Erinnerung (fiel mir dazu heiß ein) mal ein sehenswerter SpiegelTV-Beitrag über den 1994 völlig eskalierten Kongress zum Thema Missbrauch des Missbrauchs:

    https://www.spiegel.de/video/vor-20-jahren-eskalation-beim-kongress-ueber-sexuellen-missbrauch-video-1319589.html

  9. „Aber wenn ich das richtig sehe, war das im Westen früher genauso? – Dass da schlicht diese Welle militanter Kinderschützer als Teil der feministischen Bewegung kam und sich dadurch die Verhältnisse geändert haben. Zur Erinnerung (fiel mir dazu heiß ein) mal ein sehenswerter SpiegelTV-Beitrag über den 1994 völlig eskalierten Kongress zum Thema Missbrauch des Missbrauchs“

    Radfems und Kinderschützer liefen und laufen oft in Personalunion herum.
    Es geht darum, Männer zu diskreditieren und zu kriminalisieren. Und für den Zweck bieten sich die Themen „Gewalt gegen Frauen“ und „sexueller Missbrauch der eigenen Kinder“ förmlich als Idealinstrument an.
    Für die Ehefrauen und Partnerinnen der Männer waren sie die perfekte Waffe, um den Vater der gemeinsamen Kinder bis aufs Blut zu quälen. Und die Justiz ging den „Kinderschützerinnen“ mit großem Eifer zur Hand. Vor 15 Jahren genügte noch ein beiläufig hingemurmeltes „Und die Kleine ist immer so gerötet zwischen den Beinen, wenn sie vom Vater zurückkommt“, um diesen meist endgültig zu entsorgen.
    Noch heute fordert der BGH von den entsorgten Vätern, die „Erziehungsbemühungen der Mutter wohlwollend(!) zu begleiten“, was nicht anders verstanden werden soll, denn als Drohung, der Mutter nicht zu widersprechen, will mann den Kontakt zu den gemeinsamen Kindern nicht verlieren.

    Wie alles, kamen auch die Puppenspiele und die geradezu mittelalterlichen Verfolgungsexzesse gegen missbrauchende Väter und prügelnde Männer mit Verzögerung aus den USA, erreichten Mitte der 90er Jahre einen Höhepunkt und ebbten danach ab. In den USA fand der Wahnsinn schon Ende der 80er bis Anfang der 90er ein Ende. In D war der Radikalfeminismus aber noch im Aufstieg begriffen und fand auch seine willigen Helfer in der Justiz.
    Nach dem Irrsinn der Wormser Prozesse, nach dem sich so gut wie alle KInderschänderprozesse als Politinszenierungen erwiesen, verlegten sich die Hexenjägerinnen (Kavemann, White-Hagemann, Heiliger) mit denselben Methoden und Statistiken auf die häusliche Gewalt gegen Frauen.
    Und dort peitschen sie uns bis heute die Niedertracht und Gewalttätigkeit der Männer ein.
    Gerade letzte Woche alarmierten uns die Medien wieder von der coronabedingt steigenden Gewalt.
    Dass alle Daten der Polizei auf ein Absinken der Gewalt hingewiesen hatten – who cares?

  10. So lange wie die Hexenjagt auf Pädophile, von der absoluten Mehrheit der Menschen bejubelt wird, wird sich nix ändern.
    Es wird sich erst was ändern wenn Sex als was normales angesehen wird und nicht so wie Heute als etwas gefährliches.
    Der Spuk wird erst enden wenn Pädophile normalisiert worden ist aber dazu müssten sich die Männer bzw. die Gesellschaft ändern.

    • „Der Spuk wird erst enden wenn Pädophile normalisiert worden ist aber dazu müssten sich die Männer bzw. die Gesellschaft ändern.“

      Ich bin mir nicht sicher, ob wir dasselbe meinen, wenn wir von Pädophilie schreiben.
      Aber das, was in Lügde anscheinend passiert ist, ist für mich ohne Diskussion unakzeptabel.
      Kinder sind noch nicht in der Lage, langfristige Folgen einer sexualisierten Kindheit abzuschätzen.
      Und wenn ein Mann einen 7-jährigen/eine 7-jährige unter Versprechungen, oder Drohungen zum Sex drängt, gehört der für mich in den Knast.
      Ich habe meine Kinder bewusst angstfrei aufgezogen und ihnen keine Angst vor dem „bösen, schwarzen Mann“, der kleine Kinder als „Mitschnacker“ entführt, gemacht.
      Dies, weil ich der Meinung war, dass sexueller Kindesmissbrauch trotz aller medialer Aufmerksamkeit ein seltenes Phänomen ist und auch, weil es wegen der Strafbarkeit selten ist.
      Meiner Ansicht nach beginnt die sexuelle Mündigkeit frühestens ab dem 15. Lebensjahr. Alles, was ein Erwachsener einem Kind vor diesem Alter antut, sollte hart bestraft werden.

  11. Wir haben eigentlich nur Nacktbilder, als sie als Babys gebadet wurden.

    So richtig unbefangen waren solche Bilder irgendwie nie, schon weil es den Kindern später oft peinlich ist, wenn andere sie so im Fotoalbum sehen. Aber der Verzicht darauf war nicht bewusst, sondern eher ein unbewusstes Einhalten der Schamgrenze.

    Was mich viel mehr nervt: in Kindergärten und Schulen können die Eltern jetzt unterbinden, dass ihre Kinder auf Gruppenfotos mit drauf sind. Danke liebe Drecks-EU! Die NSA schnorchelt alles ab, aber der Datenschutz bei solchen Alltagsbanalitäten wird ins Unerträgliche gesteigert. Nicht nur, dass der Aufwand für die Betreuer explodiert, es wird in Zukunft auch Kinder geben (zum Glück nur wenige) die keinerlei Klassenfotos haben (erst Recht keine, auf denen sie mit drauf sind) und die nur noch im Gedächtnis ihrer Schulkameraden existieren. Auch die historische Einordnung von Personen wird dadurch in Zukunft erschwert. Ein Widersinn sondergleichen und ein Ausdruck unserer total gestörten Zeit…

    Möge die EU endlich ein Ende finden, besser heute, als morgen!

    • @Androsch
      “ Danke liebe Drecks-EU! Die NSA schnorchelt alles ab, aber der Datenschutz bei solchen Alltagsbanalitäten wird ins Unerträgliche gesteigert. “

      Das ist doch genau die Methode der Illusion – durch diese kleinen Nervigkeiten wird „gezeigt“ wie ernst es ihnen mit dem Datenschutz ist, damit sich der normale Mensch denkt „hui wenn die bei sowas schon so einen tamtam machen, dann können sie mich ja auch nicht überwachen“

  12. Wie ist das herrlich als kinderloser Mann sich auch nicht noch mit sowas beschäftigen zu müssen… achja, ich käme auch nie auf die Idee mich an einen Kinderspielplatz zu setzen – was will ich da auch?

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