Mein zweiter Vatertag

Heute ist mein zweiter Vatertag. Beim letzten Mal war Fräulein Schmidt noch so klein, dass man auch nicht viel machen konnte. Inzwischen ist sie älter und aktiver.

so wie es aussieht werde ich auch einiges mit ihr unternehmen können. Südländerinmuss an dem freien Tag einiges für ihre Arbeit erledigen, zu dem sie sonst in der Woche nicht zugute kommt. Also werde ich auf Fräulein Schmidt aufpassen.

Wahrscheinlich gehen wir etwas in die Stadt, hier ist gerade ein bei Kindern relativ geliebter Brunnen wieder aufgemacht worden, darin herum zu planschen wird ihr sicherlich Spaß machen und er ist nah genug an der Wohnung, dass man sie danach zur Not wieder in schnell in trockene Kleidung bekommt.

 

die spielplätze haben auch wieder auf, vielleicht können wir auch dahin gehen. In der nähe ist zudem eine Baustelle, bei der sie gerne die Bagger anguckt.

So hat südländerin etwas Ruhe für die Arbeit und ich einen tatsächlichen Vatertag.

Die Geschichte des Vatertages finde ich ganz interessant:

Um 1900 herum begannen überwiegend alleinstehende Männer aus dem Berliner Raum, zu Christi Himmelfahrt Gruppenausflüge zu unternehmen. Da es in Berlin viele schlecht untergebrachte Männer gab, trafen diese sich am meist schon wärmeren Feiertag, um gemeinsam Alkohol zu trinken und etwas zu unternehmen. Dies bildete den Grundstein des Vatertags in Deutschland. Christi Himmelfahrt wurde in der DDR 1967 abgeschafft, doch die Tradition blieb. Noch heute sind die Touren zum Vatertag besonders in Nord- und Ostdeutschland verbreitet.

Eigentlich ja eine schöne Idee: Männer, die alleine sind und noch nicht mit ihrer Familie feiern konnten, weil sie eben noch keine hatten, haben einfach beschlossen, dass sie dann den Tag gemeinsam verbringen oder was schönes machen.

natürlich wird es aber auch morgen wieder Artikel in den Zeitungen geben, die Männern vorhalten, dass sie am Vatertag eben nicht Väter sind, sondern saufen.

Vermutlich wird man es irgendwie damit verbinden, dass Frauen in der Corona Zeit ja die Hauptlast tragen.

Ich rate mal ein paar Artikel Inhalte:

  • Corona macht aus einem Vatertag endlich einmal einen richtigen Vatertag weil diesmal keine Männerhorden saufend durch die Gegend ziehen dürfen
  • Corona zeigt,  dass es eine weltweite  Pandemie braucht um dieses toxische Männerverhalten einzuschränken
  • Währends Frauen schon tagaustagein in der Corona Zeit um die Kinder kümmern können es Männer nicht lassen dennoch saufende durch die Gegend zu ziehen, obwohl sie wenigstens an diesem Tag Frauen die Last abnehmen könnten
  • Der Vorschlag, dass Männer diesen Vatertag an die Frauen abtreten sollten, weil sie ja die Hauptlast tragen

Welche Verbindung von Vatertag, Männer sind schlecht und Frauen die Opfer und Corona erwartet ihr bzw habt ihr bereits als Artikel gefunden?