Der Drang von Kleinkindern alles selbst zu machen

Fräulein Schmidt wird immer selbständiger und wie alle Kinder in ihrem Alter fordert sie auch immer mehr ihr Recht ein, Sachen selbst zu machen.

Leider für uns auch solche, die sie noch gar nicht kann.

Morgens ihre Tageskleidung anzuziehen kann ein echter Kampf sein, weil sie sich unbedingt selbst die Hose anziehen will – was sie eben noch nicht kann.

Sie schnell Mal zu füttern kann ein Ding der Unmöglichkeit werden – weil sie es selbst machen will, aber alles vom Löffel fällt.

Natürlich möchte sie auch selbst Treppen heruntergehen, die zu groß für sie sind.

Es lassen sich genug weitere Beispiele finden.

Und natürlich ist das gut. Sie soll ja lernen und sie soll entdecken, wie etwas geht.

Und das ist sicherlich auch einer der biologischen Gründe dafür.

Ein anderer ist Grund für eine Selektion darauf ist aus meiner Sicht auch, dass es ein wichtiges Signal für die Eltern war, dass man stark ist, dass man lernen will, dass man voller Energie ist. Einfach um zu zeigen, dass sich die Ressourceninvestition in einen lohnt.

Heute mit genug Nahrungsmitteln ist das aber nicht mehr so wichtig. Aber das ist den Genen ja egal.

Es bleibt also nur „ja, meine Kleine, du darfst selbst“. Und versuchen zu unterstützen wo es geht

33 Gedanken zu “Der Drang von Kleinkindern alles selbst zu machen

  1. Hi, hi, das kenne ich. Die so ziemlich ersten Worte, die meine Tochter konnte, waren „alleine selber“. Da werdet ihr noch viel Spaß haben mit der kleinen Dickschädelin, die selbstverständlich trotzdem das entzückendste Kleinkind auf diesem Planeten ist.

  2. Ja, das ist auch eins von den Dingen, die Eltern in Spe meist nicht mit einplanen. Wenn man 8:00 im Geschäft sein will, aber das Kind 7:30 immer noch nicht angezogen ist, steigt der Stresspegel u.U. enorm. Nimmt man dem Kind alles ab, lernt es aber nichts und es gibt immer wieder Streit, um diesen eigentlich ja sehr nützlichen Lernwillen. Wenigstens ist „sich Anziehen“ eine der Sachen, die sie früher oder später alle lernen 🙂

    Und es ist eine schöne Zeit (sofern man sie sich freimachen kann). Ich bin dann, nach dem lockeren Aufwachen und Frühstück immer mit den Kindern gemeinsam zum Kindergarten gelaufen und sie bestaunen alles, heben alles auf, bleiben zig-mal stehen, müssen überall draufklettern usw. Die Kindergärtnerin hat zwar immer mal gemault, weil wir meist als Letzte kamen, aber das war es mir wert.

    • @Adrian

      Das ist Quatsch. Es kommt auf die Erziehung an. Meine Tochter ist jetzt 17. Ehrgeizig, diszipliniert, sportlich und mit klaren Zielen, die sie auch konsequent verfolgt. Aber die ist natürlich auch keine Feministin.

    • Sie finden es dann gar nicht mehr so toll, ganz selbständig ihr Paket von Zalando die Treppen hoch tragen zu können.

      Noch beglückt es die Kleine, ganz selbständig ein Brot schmieren zu können. Eines für Pappi oder Mammi zuzubereiten erfüllt sie mit großem Stolz. In der Pubertät „nervt“ das dann eher. Und danach mutiert die Tätigkeit zu übler unbezahlter Care-Arbeit.

    • Das wage ich zu bezweifeln. Für Väter stellt sich meist die Einsicht ein, dass sie mit Beginn der Pubertät gerade erst richtig anfangen, die Welt zu entdecken.

      Die meisten Frauen sind glücklicherweise aber doch so normal, dass sie auch noch andere Interessen pflegen. Und wenn die Eltern nicht all zu viel Mist gebaut haben, kommen dabei hoffentlich „anständige“ Frauen raus.

  3. Wie denkt denn Südländerin über kinderlose Altersgenossinnen mit Karriere?
    Und noch interessanter, wie denken SüdgroßelterIxen über enkellose Altersgenossen?

    • „Wie denkt denn Südländerin über kinderlose Altersgenossinnen mit Karriere?“

      Dass das jedermans persönnliche Sache ist aber für sie nichts wäre

      „Und noch interessanter, wie denken SüdgroßelterIxen über enkellose Altersgenossen?“

      Ihre Oma hatte zweifel ob Südländerin überhaupt noch kinder bekommen kann und hatte die Hoffnung schon aufgegeben.
      Dabei ist Südländerins Alter für das erste Kind in Deutschland noch relativ normal

    • Ellies Füßchen sind so klein, dass sie die Griffe praktisch wie Treppenstufen benutzen kann.
      Wo ein Erwachsener Mühe hat, mit den Zehenspitzen draufzustehen, kann sie die komplette Fußsohle abstellen.

        • Ich denke schon. Arm-, Bein- und Körperhaltung lassen darauf schließen. Und ich glaube nicht, dass sie ihren Körper von einer Wand wegdrückt, wenn die Schwerkraft dank Neigung dafür sorgt, dass der Körper zur Wand hin absinkt.
          Absichtlich, um ein Fake-Video zu erzeugen wohl sowieso nicht. Soweit ich weiß, können Kinder erst ab ca. 4-5 Jahren lügen. 😉

  4. Macht es eigentlich einen Unterschied, ob das Kind per Kaiserschnitt oder normal auf die Welt gekommen ist? Gibt es dazu schon was hier? Also im Sinne von: Wie sehen es Männer? Frauen trauern eher und geben sich die Schuld, bzw. schämen sich, hinterfragen es. Wettbewerb, wer es geschafft hat und wer nicht. Ich sah es nicht so schlimm.

      • Ja scho, aber ist es bei Männern auch so emotional? Mir war das eher schnurz, aber meiner Freundin garnicht. Wegen Stolz „meine Frau hat es vaginal geschafft“ oder sowas in der Art.

      • Ich denke nicht, dass es nur um Vaginalkeime geht.
        Frauen bekommen üblicherweise vor einer Geburt im Krankenhaus einen Einlauf. Sonst würde durch den Druck auf den Dick- und Mastdarm meist auch noch was ganz anderes mit rausgedrückt.
        Geburten bei Tieren sind alles andere als sauber. Und im Mittelalter gab es sicher auch noch keinen Einlauf vor der Geburt…
        Natürlicherweise würde ein Kind also wohl mit Vaginalkeimen, aber auch mit Darmkeimen in Kontakt kommen.

        Und welche der Geburtsmethoden besser für Mutter und Kind sind hängt nicht nur von der Frage ab wie man dem Kind am besten ein gutes Mikrobiom mitgibt.
        Es gibt eine Menge Frauen und Kinder die nur dank eines Kaiserschnittes überlebt haben.

        Also getreu nach dem Titel dieses Bloggs, Alles zur unterdrückung der Evolution 😉 :
        Durch den Kaiserschnitt überleben mehr Kinder und die Geburten sind in den Krankenhäusern besser planbar. Somit sind die Geburten ökonomischer/billiger.
        Nachteile gibt es dann bei der Entwicklung des Immunsystems bei den gesunden/ unabhängig überlebensfähigen Kindern.
        Aber das ist ja auch mit Sinn der sozialen Marktwirtschaft. Die Starken werden zusätzlich belastet und ziehen die Schwachen dadurch mit. Beginnt halt schon bei der Geburt 😉

        • Bockmist.
          1.Einlauf gibt es nur bei Wassergeburt kurz vor den Presswehen. Also wenn es wirklich am Ende ist.
          2. Es gibt viele „schwachen“ aus einer Vaginalgeburt und „starke“ aus einem Kaiserschnitt. Ernährung umd sonstige Lebenführung zählt ja auch mit.
          3. Mirkobiom kriegen auch Babys mit, die den Muttermund ab 3cm geöffnet mitkriegen und dann per sekundärer Sectio geholt wurden.

          Meine Frage bezieht sich rein auf emotionalem Schuldgefühl von dem Mann an die Frau „es nicht vaginal geschafft zu haben.“

          • (Das Kind ist „steril“, solange die Fruchtblase intakt ist.
            Bei sehr langen Geburten wird die Mutter intravenös antibiotisch abgeschirmt, wenn die Blase schon eröffnet ist, dann ist die Keimkontamination des Kindes auch hinfällig. Die Kinder fallen später öfters mit Blähungen auf, weil die Darmflora länger braucht, sich wieder einzupendeln.)

            Macht ihr jetzt beim zweiten Kind wieder einen Kaiserschnitt, diesmal geplant?
            Deine Frau hatte bei der ersten Geburt eine protrahierte Eröffnungssphase mit Stillstand bei Muttermund 3cm und dann Sectio, weil sich das Kind falsch eingedreht hat, richtig?

          • Offensichtlich habe ich dann den Sinn Ihrer Frage missverstanden. Allerdings kann Ich Ihre Antworten so falsch wie sie sind nicht unkommentiert stehen lassen:

            1. Komisch nur, dass man den Bockmist immer noch auf praktisch jeder Mutterberatungsseite im Internet findet. Und zwar im Bezug auf ganz normale Geburten. Nicht als zwingende Vorraussetzung, aber als durchaus gängige Mittel, sollte der Darm nicht leer sein. Einfach mal ein weinig lesen.
            Und Frauen in meinem Bekanntenkreis und in meiner Familie, die eine Geburt durchgemacht hatten, haben allesamt von einem Einlauf berichtet. Und keine davon hatte eine Wassergeburt.

            2. Einen solchen Allgemeinplatz hätte ich jetzt eher von einer Genderforschenden erwartet.
            Das es immer auch Ausnahmen von der Regel gibt ist sicher kein Beleg für einen Trend…
            https://www.gpau.de/mediathek/pressemitteilungen/unerwuenschte-nebenwirkungen-nach-kaiserschnitt/
            https://www.mein-allergie-portal.com/allergie-allgemein/1818-kaiserschnitt-antibiotikaprophylaxe-steigt-das-allergierisiko.html

            3.Ihnen ist hoffentlich schon klar, dass Keim nicht gleich Keim ist und die Vagina von anderen Keimen besiedelt wird als der Darm?

            Mir scheint, Sie Antworteten ohne wirklich zu wissen worüber Sie hier schrieben.

          • Okay. Sie reden vom GEPLANTEN Kaiserschnitt. Dann ist es klar.
            Zum Einlauf. Nein. Alle Bekannte hier hatten keinen Einlauf. Es gibt genug Quellen, die meine Frau seit beiden Kinderm non-stop am Lesen ist (und ich auch). Die ganze Menschheit wurde ohne Einlauf geboren. Vielleicht ist das eine neue Sache um der Krankenkasse noch was Hübsches auf die Rechnung zu schreiben. Oder die Tussis wünschen es sich aus Scham explizit. Genauso dämlich wie gleich abstillen. Der Mensch sollte endlich akzeptieren, dass er ein natürliches Tier ist. Er frisst Schwein und fickt anal und filmt und glotzt wie er Kleinkinder fickt.
            Ohne oder mit Einlauf.
            Die Frauen schämen sich viel, auch noch im Kreißsaal als Objekte mit Einlauf und schnellem Kaiserschnitt abgerechnet zu werden. Sind aber stolz auf ihre Kinder, die sie mit 6Monaten in die Kita schmeissen. Dafür abgestillt die Titten gut erhalten haben. Den Männern ist das alles wurscht.

          • Freya, nein, geplant niemals! Auf keinen Fall. Madig wenn es dann sein muss, in allerletzter Minute wie beim ersten auch. Wir beide verstehen nicht, warum Frauen freiwillig in nen Kaiserschnitt gehen. Und muss sagen viele Ärzte haben nicht wirklich Bock es nochmal zu probieren… Den Hebammen ist es wurscht. Helfen tun die während der Geburt auch nicht viel. Also die tollen Tipps und Tricks wie stehen, hängen etc. haben die nicht gemacht. Bia am Ende halt dann eh der Arzt kommt. Sehr schade für sie. Sie hat es wirklich ganz ruhig und konzentriert veratmet… keiner weiß, ob es geklappt hätte mit richtiger Anweisung /Hilfe oder eben nicht.

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