Geschlechtsspezifische akademische Fähigkeiten und Einstellungsmuster bei Schülern in entwickelten Ländern

Eine Studie untersucht Geschlechterunterschiede bei akademischen Fähigkeiten und Einstellungen:

Highlights

  • Student sex can often be predicted based on a set of achievement and attitude data.
  • Student sex can often be predicted based on classification models from other countries.
  • Universal patterns in academic sex differences are larger than hitherto thought.
  • Academic sex differences are stronger in societies with more socioeconomic equality.

Abstract

The extent of sex differences in psychological traits is vigorously debated. We show that the overall sex difference in the pattern of adolescents‘ achievement and academic attitudes is relatively large and similar across countries. We used a binomial regression modeling approach to predict the sex of 15 and 16 year olds based on sets of academic ability and attitude variables in three cycles of the Programme for International Student Assessment (PISA) data (N = 969,673 across 55 to 71 countries and regions). We found that the sex of students in any country can be reliably predicted based on regression models created from the data of all other countries, indicating a common (universal) sex-specific component. Averaged over three different PISA cycles (2009, 2012, 2015), the sex of 69% of students can be correctly classified using this approach, corresponding to a large effect. Moreover, the universal component of these sex differences is stronger in countries with relative income equality and women’s participation in the labor force and politics. We conclude that patterns in academic sex differences are larger than hitherto thought and appear to become stronger when societies have more socioeconomic equality. We explore reasons why this may be the case and possible implications.

Quelle: Sex-specific academic ability and attitude patterns in students across developed countries

Eine Geschlechterschätzung anhand der akademischen Fähigkeiten und Einstellungen schneidet also wesentlich besser ab als eine zufällige Schätzung (50% zu 69%), wenn ich es richtig verstehe.

Das macht aus meiner Sicht deutlich, dass es eine erhebliche Überlappung gibt, aber auch, dass dennoch erhebliche Unterschiede im Schnitt vorhanden sind.

Aus der Studie, leider nur als Bild:

Und:

Man könnte natürlich anführen, dass das weltweite Patriarchat alles steuert, aber auch hier zeigt sich das Gender Equality Paradox, dass dazu nicht passt. Auch interessant: Die Ankündigung eines Artikels von Geary in 2021 dazu, dass sich die gleichen Muster auch bei den anderen Säugetieren zeigen. Sollte ich den bei Erscheinen verpassen und ihn jemand sehen, dann würde ich mich über eine Nachricht freuen.

Geary und Stoet häufen hier immer mehr Daten an, die immer wieder das gleiche Bild zeigen.

4 Gedanken zu “Geschlechtsspezifische akademische Fähigkeiten und Einstellungsmuster bei Schülern in entwickelten Ländern

  1. Schwerer methodischer Fehler. Gesellschaften mit „more socioeconomic equality“ haben auch viel mehr Geschlechter. Das wurde nicht berücksichtigt.

  2. Vielleicht klingt 69% korrekte Vorhersage ja nicht nach so viel. Bei den Rändern der Verteilung sind die Effekte aber viel größer. Wenn es nur eine Größe ist (z.B. ein Testergebnis, aus dem das Geschlecht vorhergesagt werden soll), dann kommt nach einiger Rechnung dieses raus: um auf 69% Prozent zu kommen, unterscheiden sich bei Gaußverteilungen mit gleicher Standardabweichung die Mittelwerte der Gruppen um ca. eine Standardabweichung, und das bedeutet, dass bei den Top 1 Prozent der Testergebnisse ca. 95% aus der besseren Gruppe kommen.

  3. Das ist ein sexistisches, biologistisches Pamphlet!

    We used a binomial regression modeling

    Da liest man es ja schon: Patriarchale, technikverliebte Zahlenhuberei. Frauen mit einem mehr ganzheitlichen Ansatz können so gar nicht richtig erfasst werden, ihre besonderen Fähigkeiten werden negiert, ausgelöscht, unsichtbar gemacht! Das ist alles Teil des globalen Femizids, wenn Ihr mich fragt!

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