Gastbeitrag zum Blogjubiläum: „Alles Evolution“ und ich (Anne Nühm)

Gastbeitrag zum Blogjubiläum von Anne Nühm

Als Ausdruck meiner Wertschätzung für das jetzt seit zehn Jahren bestehende Blog „Alles Evolution“ habe ich meine Erfahrungen damit und einige weitere Gedanken zusammengeschrieben.

Wie die allermeisten Menschen hierzulande bin ich im Glauben aufgewachsen, dass in unserer Gesellschaft Frauen benachteiligt seien. Mal ehrlich – wem von euch ging es nicht so? In sämtlichen  Medien wird man immer wieder und ausschließlich mit entsprechenden Behauptungen überschüttet. Da existiert kaum ein Hinweis, der Zweifel wecken würde.
Ich selbst merkte von solchen Benachteiligungen allerdings nichts. Ich kümmerte mich halt um meinen eigenen Kram, und scherte mich normalerweise nicht um das Wirken von Feministinnen. Ich erkannte ihre Berechtigung aber implizit an, denn schließlich verdankten wir Frauen ihnen doch z.B. das Wahlrecht. Ihre Forderungen sollten nur für eine ausgleichende Gerechtigkeit sorgen. Oder so ähnlich.

Dann – ihr erinnert euch sicher – gab es 2013 diesen medialen #aufschrei um das Dirndlgate des Politikers Rainer Brüderle. Mir erschien die Empörung darüber massiv übertrieben, die Brüderle schließlich die Karriere kostete.
Um diese Zeit herum war auch die Etablierung von Frauenquoten ein feministisches Ziel. Es war mir unverständlich, dass das Geschlecht ein wichtigeres Kriterium als Qualifikation und Eignung einer Person sein sollte.

Das waren die aktuellen feministischen Themen, die den Zeitgeist prägten, als ich im Frühjahr 2014 auf „Alles Evolution“ stieß.
Damals war es beim WordPress Reader noch Usus, dass auf der Seitenleiste zwei oder drei Blogs empfohlen wurden. Ich selbst bloggte damals noch auf einer anderen Plattform, hatte aber einen Account bei WordPress, auch weil ich die Augen offen für interessanten Lesestoff in anderen Blogs hielt.
Als ich etwas von „Evolution“ las, war mir das einen Klick wert. Es ging um Geschlechterthemen, auch Sex, was mich sehr interessierte. Ich folgte also dem Blog, und begann, regelmäßig erst mal nur mitzulesen.

Es wurden manchmal auch Themen behandelt, zu denen ich vorher noch keinerlei Bezug gehabt hatte, beispielsweise Väterrechte. Nach und nach eröffnete sich mir eine ganz neue Sichtweise. Immer öfter musste ich zugeben, dass an den Aussagen von Maskulisten (ein ganz neuer Begriff, von dem ich vorher nie gehört hatte), doch zumindest etwas dran war, und dass viele ihrer Anliegen durchaus nachvollziehbar waren.
Es gab damals bereits eine große Zahl aktiver Kommentatoren. Die Diskussionen waren zumeist lebhaft, insbesondere im Kontrast zu meinem eigenen kleinen Blog, bei dem es weit ruhiger zuging.
Einige dieser Kommentatoren gibt es hier immer noch, viele andere sind jedoch verschwunden, dafür sind aber wieder etliche neue hinzugekommen.
Insbesondere diskutierten damals auch noch mehrere Feministinnen häufig mit. Von dieser Seite her kommt inzwischen kaum noch etwas.

Nach vielleicht zwei Wochen reinen Mitlesens begann ich dann, selbst zu kommentieren.
Ich kann nicht behaupten, dass meine ersten Schritte in dieser für mich neuen Community einfach gewesen wären. Es gab da wohl ein paar Missverständnisse, und ich ging damals halt doch noch recht ahnungslos an die Sache heran.
Nachdem ursprünglich meine Einstellung zum Feminismus recht gleichgültig gewesen war, trugen die Diskussionen mit Feministinnen keinesfalls dazu bei, mir diese Ideologie sympathischer zu machen.

Dem Blog „Alles Evolution“ ist gelegentlich in diffamierender Absicht vorgeworfen worden, dass hier frauenfeindliche Meinungen vertreten werden. Dem kann ich nicht zustimmen.
Es gibt hier unter den Kommentatoren eine große Meinungsvielfalt, bei der halt auch mal etwas „speziellere“ Ansichten dabei sind. Für diese gibt es aber keinen Konsens. Üblicherweise wird ihnen widersprochen. Manchmal will man Trolle auch nicht füttern und ignoriert sie.
Es kommt auch vor, dass manche Aussagen übermäßig pauschalierend sind. Da sehe ich durchaus Verbesserungsbedarf. Andererseits weiß ich selbst, wie lästig es werden kann, in jedem zweiten Satz betonen zu müssen, dass eben nicht „alle“ gemeint sind. Ein gewisses Verständnis statistischer Verteilungen sollte man haben.

Für neue Kommentatoren kann es schwiergig sein, hier Fuß zu fassen. Aber es geht.
In der Zeit, in der ich „Alles Evolution“ lese, habe ich wiederholt beobachtet, dass „alteingesessene“ Kommentatoren Neulinge recht heftig angingen, wenn diese sich vielleicht nur ungeschickt ausgedrückt hatten. Bei einigen betroffenen Kommentatorinnen mag dadurch der Eindruck entstanden sein, sie würden aufgrund ihres Geschlechts angegriffen. Aber dem ist nicht so. Weibliche Sichtweisen sind stets willkommen.
Vermutlich haben es Männern, die in femistischen Blogs mitdiskutieren wollen, viel schwerer, als ebenbürtige Gesprächspartner akzeptiert zu werden – sofern ihre Kommentare überhaupt freigeschaltet werden.
Wer sich durchdacht und fundiert äußert, dem wird auch mit Respekt begegnet. Wer jedoch nur substanzlose Phrasen bringt, ist Lichtjahre (den kleinen Seitenhieb konnte ich mir jetzt nicht verkneifen, obwohl ich sonst keine Namen nennen wollte) davon entfernt, hier Zustimmung zu finden.

Seit zehn Jahren gibt es jetzt „Alles Evolution“. Seit gut sechs Jahren verfolge ich seine Beiträge, und möchte sie nicht mehr missen.
Mein besonderer Dank geht an Christian als Blogbetreiber. Jeden Tag stellt er unermüdlich mindestens ein neues Thema zur Diskussion, häufig mit weiterführenden Links und stichhaltigen Belegen. Mit bewundernswerter Geduld bleibt er auch nach gezielten Provokationen sachlich. Seine tolerante Moderationspolitik ist ebenfalls zu loben. Bei den regelmäßigen Selbermach-Tagen bietet er seinen Lesern die Möglichkeit, selbst Themen einzubringen, wodurch das Blog zu einer umfassenden Informationsquelle bezüglich Geschlechterthemen geworden ist.
Ebenso bedanken möchte ich mich bei den vielen engagierten und kenntnisreichen Kommentatoren, die immer wieder konstruktive, hilfreiche Anmerkungen und Erläuterungen schreiben. Ohne das breite Spektrum an Diskussionsbeiträgen – oft auf anspruchsvollem,  intellektuellen Niveau – wäre „Alles Evolution“ nicht zu dem zentralen Forum in der deutschsprachigen „Mannosphäre“ geworden.

Ich freue mich darauf, auch in den kommenden Jahren noch hier lesen zu können. Im Rückblick bin ich froh, dass ich hierhergefunden habe. Dieses Blog hat mir viele Denkanstöße gegeben, und damit geschafft, meine Einstellung zu manchen Dingen zu verändern. Es wäre schön, wenn es mehr derartige, unabhängige Medien gäbe, die die Meinungslandschaft bereichern.
Zum 10-jährigen Blogjubiläum wünsche ich „Alles Evolution“, dass es weiterhin hochleben, wachsen und gedeihen möge.

56 Gedanken zu “Gastbeitrag zum Blogjubiläum: „Alles Evolution“ und ich (Anne Nühm)

  1. „Zum 10-jährigen Blogjubiläum wünsche ich „Alles Evolution“, dass es weiterhin hochleben, wachsen und gedeihen möge“
    Dem schließe ich mich an, alles Gute und Danke für die wertvolle Arbeit!

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  3. „Dann – ihr erinnert euch sicher – gab es 2013 diesen medialen #aufschrei um das Dirndlgate des Politikers Rainer Brüderle.“

    Ich bin nicht sicher, ob sich noch alle hier an die Details der #aufschrei-Kampagne erinnern, erst recht solche Mitleser, die erst vor wenigen Jahren das Thema für sich entdeckt haben.

    Damals ging es den feministischen Aktivisten darum, und sie waren erfolgreich damit, den Kampfbegriff Alltagssexismus im öffentlichen Bewußtsein zu verankern. Um diesen Kampfbegriff herum konnte das alltägliche Leiden „der Frauen“ als zentrales soziales Problem zumindest in den Medien und in der Politik etabliert werden.

    Geschichtsschreibung ist ja immer schwierig, jedenfalls hat nach meinem Eindruck dieser Kampfbegriff dazu geführt, die Kräfte der feminisischen Aktivisten zu bündeln und den immerwährenden Opferstatus der Frauen als unhinterfragbares Dogma im öffentlichen Bewußtsein und in den Medien zu verankern. Dies wiederum war die Basis für die Verschärfung des Sexualstrafrechts, Frauenquotengesetze und andere Grundrechtsverletzungen, einen weiteren Ausbaus der feministischen Infrastrukturen, Durchsetzung immer schärferer Sprachregulierungen in den letzten Jahren usw.

    Interessanterweise ist der Begriff Alltagssexismus schon wenige Jahre später weitgehend aus den Debatten verschwunden (nach meiner Erinnerung schon vor Ende 2018, als metoo zur neuen Formel für den Opferstatus der Frauen wurde). Kein Wunder, er ist mMn auch soziologisch unhaltbar bzw. eine absurde Pauschalisierung und Verzerrung der Verhältnisse. Er hat aber als Marketingvehikel seinerzeit seinen Dienst getan, und die oben erwähnten Folgewirkungen bleiben bestehen.

    • Ich meine, auf Twitter lebt Alltagssexismus im Munde von Mein-Feminismus-Feministinnen munter weiter, wenn auch nicht notwendigerweise in dieser Phrasierung.

      Es scheint mir geradezu die conditio sine qua non für Mein-Feminismus-Feminismus zu sein, dass manche Frauen überzeugt sind, sie hätten es ach so schwer, ohne irgendeine Schuld an ihrem harten Los zu haben.

  4. „Wie die allermeisten Menschen hierzulande bin ich im Glauben aufgewachsen, dass in unserer Gesellschaft Frauen benachteiligt seien. Mal ehrlich – wem von euch ging es nicht so?“

    Das Thema war nach dem Wehrdienst durch.

    Klicker treten als Grundschulsport.
    Lehrer die Mädchen aus Prinzip nicht schlechter als Befriedigend bewerteten.
    Führerschein gegen kurzen Rock.
    Und eben dreifacher Sold für (bestenfalls) halbe Leistung.

    Frühe Online Erfahrungen zu dem Thema im SPON Forum waren dann nur noch das Sahnetupferl obendrauf.

    Aber wie sagt Frau so schön über Privilegien, frau sieht sie eben kaum als Überbetroffene.

    • Hast du damals mitgekriegt, dass spezifische Probleme von Männern und Jungen von den Medien thematisiert, oder in der Öffentlichkeit diskutiert wurden?
      Mir ging es um die Ignoranz und das Totschweigen solcher Themen in einer Gesellschaft, in der nur vermeintliche Benachteiligungen von Frauen herausstellt werden.

      • Immer nur dann, wenn man es irgendwie wieder Jungen um die Ohren hauen kann.
        Videospiele zum Beispiel.
        Oder gefährliches Schneeballwerfen.
        Prostata Krebs ist so ein Klassiker, nicht wahr, wenn gefährliche Vorsorgeverweigerer ihre Frauen mit Alterseinsamkeit beglücken.

        Aber im Grunde, kotzt mich nichts so sehr an wie linkende Männerrechtlerlein.

      • „Mir ging es um die Ignoranz und das Totschweigen solcher Themen in einer Gesellschaft, in der nur vermeintliche Benachteiligungen von Frauen herausstellt werden.“

        Es braucht Mut sich als Frau über diese Misstände aufzuregen. Ich kenne sehr wenige Frauen die das tun.

        • Es braucht Mut sich als Frau über diese Misstände aufzuregen. Ich kenne sehr wenige Frauen die das tun.

          Schön, dass dich Anne so sehr begeistern kann. Ich will aber hoffen, dass sie selber glücklicher wäre, wenn du gesagt hättest „Es braucht Mut, sich über diese Missstände aufzuregen.“ ohne ihr Frausein extra hervorzuheben.
          Sich öffentlich kritisch zu etwas zu äußern braucht immer Mut, vor allen Dingen wenn man gegen einen derart allumfassenden gesellschaftlichen Konsens argumentiert. Und dabei spielt das Geschlecht erst mal keine Rolle.

          • „Und dabei spielt das Geschlecht erst mal keine Rolle.“

            Ja sollte eigentlich so sein. Aber die Zugehörigkeit eines Geschlechts oder auch Rasse, kann dazu führen dass eine Ideologie verteidigt wird die nicht gerecht sein kann. Und die Zugehörigkeit an eine privilegierte Clique kann dazu führen, dass man Interessenbedingt nicht gerecht sein will. Darum musste ich das Geschlecht hervorheben. Wenn jemand mit einem Satz die Männer im Allgemeinen verteidigt, ist es für mich nicht dasselbe ob es von ein Paul Elam oder eine Janice Fiamengo kommt.

          • Der Unterschied is es gibt ca 10 Menschenrassen und jede sollte das Recht haben in ihrem Gebiet homogen zu bleiben und auf ihre Weise glücklich sein.
            Das ist wohl kaum mit der Geschlechtersituation vergleichbar.

          • @Murdoch
            „es gibt ca 10 Menschenrassen und jede sollte das Recht haben in ihrem Gebiet homogen zu bleiben.“

            Wie soll dieses Recht durchgesetzt werden? Unser Blogmaster hat sich in eine Südländerin* verliebt und mit ihr ein Kind gezeugt. Willst du das verbieten? Und was geschieht mit dem Kind, wenn Menschen sich nicht an das Verbot halten? Bleibt es hier, muss es mit Südländerin zurück in ihre Heimat, wird es im Wald ausgesetzt…?

            *Wenn du Südländerin als von Christians Rasse ansiehst, ersetze das Paar im Beispiel durch ein „gemischtrassiges“

    • Ich hatte „zum Glück“ zwei feministische Lehrerinnen, die keinen Hehl daraus machten, dass sie Männer verachten und Jungs schlechter bewerten.
      Von der Schulleitung und der SV (Schülervertretung) wurde dieses Verhalten geduldet (und nach außen abgestritten).
      #aufschrei hat mir gezeigt, dass solche Frauen (und ihre Schülerinnen) so etwas jetzt mit medialer Unterstützung in der Öffentlichkeit durchziehen können.

  5. „Wer jedoch nur substanzlose Phrasen bringt, ist Lichtjahre (den kleinen Seitenhieb konnte ich mir jetzt nicht verkneifen…)”

    Wenn man den Klammerzusatz nicht braucht, …

    …hat man Christians Blog lang genug verfolgt, um den Sinn des Satzes schon zu verstehen.

    ….hat man Annes Beiträge häufig genug gelesen, um einschätzen zu können, dass die Wortwahl ihrer Neigung zu subtilen Seitenhieben geschuldet ist und demzufolge beabsichtigt war.

  6. „Wie die allermeisten Menschen hierzulande bin ich im Glauben aufgewachsen, dass in unserer Gesellschaft Frauen benachteiligt seien. Mal ehrlich – wem von euch ging es nicht so?“

    Ehrlich gesagt ging mir das nicht so. Ich kann mich dran erinnern, dass Mädchen im Sportunterricht für der Mittelstufe deutlich schlechtere Leistungen gleich gute Noten bekamen und mein Sportlehrer sogar Tabellen dazu hatte, dass das so zu bewerten war. Er hatte sie mir gezeigt. Ich kann mich dran erinnern, dass ich in dem Alter schon ziemlich angefressen war und die Mädchen lachten, weil die Regeln wie immer für sie anders waren. Von Schulnotenbeschiss in Deutsch etc. ganz zu schweigen. Jetzt, wo ich nicht mehr aufwachse, habe ich die Gewissheit, dass in Deutschland die Männer nur verarscht werden, die gleichen Mechanismen sind nämlich heute noch aktiv, siehe Anforderungen an die Fitness von Bewerbern bei der Polizei. Braucht man nun eine gewisse Geschwindigkeit um böse Verbrecherinnen zu verfolgen oder nicht? Muss man als Feuerwehrmann nun dicke Leute retten können oder nicht? Neulich ging eine Studie rund, dass selbst an der Uni Frauen mit im Schnitt viel weniger Veröffentlichungen etc. eher berufen werden als Männer. Die Anforderungen werden so passend gemacht, dass Frauen überall wo sie wollen mitspielen dürfen und Männer nicht mal unter sich sein dürfen, siehe die DIskussion um Herrenclubs und Boy Scouts.

    Sorry, ich bin nicht der Meinung, damit aufgewachsen zu sein, dass Frauen benachteiligt werden, und diese Einstellung hat sich nicht wirklich geändert, als ich zu einem Jahr Sklavenarbeit bei der Bundeswehr gezwungen wurde während die Mädels nichts tun mussten, wenn sie nicht wollten, Weder Bund, noch Ersatzdienst, nix. Sie konnten ein Jahr früher studieren, haben ein Jahr früher ihren Rentenanspruch voll und leben dann länger, hey, toll, aber warum noch gleich muss ich für weniger Rentenleistung das Gleiche einzahlen? Nirgendwo sonst gibt es das. Selbst Autoversicherungen rechnen nach Fahrleistung ab, Krankenkassen nach Risikotarif, aber bei Mänenrn und Frauen – sorry guys, you pay because Schniedel und weil niemand ernsthaft von Frauen erwartet, dass sie ihre Rechnungen selbst bezahlen. Nicht mal beim Dating klappt das, eine Disziplin, wo man als Frau ja mal zeigen könnte, dass man seinen Kram selbst gebacken bekommt. Himmel, bin ich froh, da ein paar Einhörner gefunden zu haben.

    Als Kind schon war mir nicht klar, warum die Frauen und Kinder zuerst von der Titanic mussten. Aber hey, das war damals. Schwamm drüber. Heute gibt es ja genausoviele Bauarbeiterinnen wie Müllmännerinen, soviele Mechanikerinnen wie Klärwerkstaucherinnen, weil es einfach nur ein Vorurteil ist, dass man mit einem Studium der Philologie ohne irgendeinen relevanten Beitrag zur Gesellschaft von den Männern querfinanziert wird.

    Ich bin nicht in dem Glauben aufgewachsen, priviligiert zu sein, es war so, dass mir das Ausmaß der Ungerechtigkeit nicht bekannt war.

    „Wie die allermeisten Menschen“ – dass ich nicht lache. Die allermeisten Menschen haben gelernt die Klappe zu halten. Das heisst nicht, dass sie nicht wissen, dass sie verarscht werden.

    • „Sorry, ich bin nicht der Meinung, damit aufgewachsen zu sein, dass Frauen benachteiligt werden“

      Das ist deine Wahrnehmung. Die Medien, die Politiker und die Universitäten hingegen zeichnen ein komplett anderes, künstliches Bild, in dem Frauen immer die Opfer sind.

      Und da sie dieses Bild kontinuierlich, jede Woche immerzu zeigen, glauben die Leute das irgendwann, wenn sie sich nicht die Mühe machen dieses Bild mit der Realität abzugleichen. So funktioniert Propaganda und sie funktioniert.

    • Die meisten Menschen glauben, dass die Erfahrung die sie machen nur sie selbst betrifft. Dann war es eben die Sexistische Lehrerin. Dass Sexismus ein gesellschaftliches Problem ist, das trauen sich nur die wenigsten zu denken.

    • Ich kann mich dran erinnern, dass Mädchen im Sportunterricht für der Mittelstufe deutlich schlechtere Leistungen gleich gute Noten bekamen und mein Sportlehrer sogar Tabellen dazu hatte, dass das so zu bewerten war.

      Naja, die Frau ist im Schnitt körperlich im Nachteil, da ist eine günstigere Notenbewertung genauso berechtigt wie ansonsten die Geschlechtertrennung beim Sport auch.

      Ich war früher übrigens auch Feminist. Ich kapiere bis heute nicht, dass ich an Slogans, „Armut ist weiblich“ geglaubt habe, während ich an obdachlosen Männern vorbeigegangen bin.

      • Nimm einfach die Weltrekorde als 100% Maßstab.
        Dann müssen Jungs für ein Sehr Gut davon sehr oft wesenlich mehr anteilig erreichen als es Mädchen müssen.

        • Verstehe gar nicht wie man darüber viele Worte schwafeln kann. (siehe unten)
          Bundesjugendspieltabelle googlen und vergleichen.

      • „Armut ist weiblich“
        Da ging es glaube ich dass weil Frauen im allg. nicht einer Arbeit nachgehen und weniger in die Sozialleistungen und Privater Vorsorge (Pensionskasse) bezahlen (siehe: https://www.nzz.ch/finanzen/frauen-in-der-schweiz-haben-im-alter-geringere-renten-als-maenner-ld.1440281) sie dann weniger Rente bekommen.
        Aber ich sehe denn Sinn nicht, weil ja Frauen sowieso immer mit dem Geld des Partners gelebt haben und beim Tod des Ehemannes, sie ja das Geld vererben.

        • „Aber ich sehe denn Sinn nicht, weil ja Frauen sowieso immer mit dem Geld des Partners gelebt haben und beim Tod des Ehemannes, sie ja das Geld vererben.“

          Nicht ALLE Frauen erben etwas von einem Ehemann. Manche von ihnen haben sich im Leben auf der Suche nach Mr. Right mit dem Schloss verzockt und sind als Kassiererin im Supermarkt mit einer 30h-Woche im Standgas durchs Leben gebummelt. Statt zu sparen, haben sie ihre Kohle in Schminke investiert – und im großen Spiel verloren.
          Die landen dann wirklich in der Altersarmut.

          • „Nicht ALLE Frauen erben etwas von einem Ehemann.“
            Vielleicht, wenn es nichts mehr zu erben gibt. Aber das sind seltene Fälle. Hier in der Schweiz ist die Pensionskasse obligatorisch (ausser bei Selbständige), und wenn der Mann stirbt, bekommt die Ehefrau immer die ganze Summe ausbezahlt oder eine Rente, zusätzlich zur Witwenrente. Das war nämlich bei meinen Eltern den Fall.

      • „Naja, die Frau ist im Schnitt körperlich im Nachteil, da ist eine günstigere Notenbewertung genauso berechtigt wie ansonsten die Geschlechtertrennung beim Sport auch.“

        Also sollten Jungs in Sprachen und Lesen einen Vorteil kriegen?

        • Bleibt noch immer die Frage, warum beispielsweise ein Sehr Gut nicht als 65-70% des entsprechenden Weltrekords definiert wird.

          • Willst du jetzt Männer und Frauen oder Mädchen und Jungen vergleichen? Dir ist schon klar das Jungen sich langsamer entwickeln wie Mädchen, oder? Im Grunde werden sie zu früh eingeschult und trotzdem nach den gleichen Maßstäben bewertet wie die weiteren Mädchen.

            Aber Jungen müssen das halt einfach kompensieren, nicht wahr? Keine Rücksicht für sie.

          • Jungen bleiben nicht zurück, weil sie weniger reif als Mädchen wären, sondern weil sie aktiv diskriminiert werden. So weiß man zum Beispiel, dass Jungen eine erhebliche Verbesserungen ihrer Leistungen zeigen, wenn sie Lesen/Schreiben an Lernmaschinen lernen, mit Buchstabenkombinationsspielen ihre Kreativität ausleben können, oder eine Auswahl jungenfreundlicher Literatur (Sport, Dinosaurier, SF, Fantasy und Sex für die Älteren) präsentiert bekommen.

        • Ich glaube es kommt immer drauf an ob man Jungs und Mädels getrennt unterrichtet. Und wie die Bewertung erfolgt. Wenn in einer Schulklasse Jungs und Mädchen eine Strecke laufen müssen dann ist das Ergebnis in Minuten und Sekunden angegeben, da kann man nicht einem Mädchen ein besseres Resultat schreiben.

          Dasselbe gilt ihn einem Mathematik Test, da werden Mädchen nicht mehr Punkte kriegen.

          Aber beim Turnen, kann man ja nicht eine gute Leistung der Mädchen anhand der Leistungen der Jungen angeben.

          Z.b. liegt der aktuelle Weltrekord in Gewichtheben bei den Männern in kombinierte Zweikampf bei 477 Kg. bei den Frauen hingegen bei 348 Kilo. Ist jetzt eine andere Frau, die 330 Kilo heben kann gut? Wenn man das Weltrekord anschaut dann ist sie sehr gut. Wenn man aber dass Weltrekord der Männer nimmt ist sie eher durchschnittlich. Was jetzt?

    • Ja gut, aber da finde ich es ok so. Jungs und Mädchen können ja nicht die gleiche Leistung im Sport bringen, das geht einfach nicht. Darum ist es ok, wenn Jungs und Mädchen anders bewertet werden. Anders wäre es zB. wenn es darum ginge die Leistung an einem Klavier zu bringen oder eben später in einem Büro.

      • „Anders wäre es zB. wenn es darum ginge die Leistung an einem Klavier zu bringen oder eben später in einem Büro.“

        Hmhm. Wie ich oben bereits schreib halte ich dies für eine Ausrede, weil es schlicht keine Rolle spielen sollte wer eine objektive Leistung erzielt. Leistung ist Leistung und personenabhängige Leistungsbeurteilung ist Vetternwirtschaft und sonst nichts.

        Nimm nur mal das Beispiel Frauen-Bundesliga im Schach. Selbst hier, wo absolut keine Körperlichkeit im Spiel ist, wird eine Plüschliga aufgemacht.

        • Dann müsstest du die Leistung im Sport mit Kinder und Erwachsene auch mischen und sagen dass Kinder schwächer sind. Ich meine, Frauen haben im Durchschnitt nur 55% der körperliche Kraft von Männer und ich finde es korrekt, wenn beide Geschlechter Geschlechtsspezifisch bewertet werden.

          • Bei Eignungstests geht es nicht um einen Plastikpokal, es geht darum, Menschen zu finden, die geeignet sind eine Aufgabe zu erfüllen. Also entweder zum Beispiel kann ein Feruerwehrmann einen Durchschnittsbürger in Sicherheit tragen oder nicht. Der Durchschnittsbürger ändert sich doch nicht, weil eine Frau ihn tragen soll. Ebenso siehe die Eignung bei den Einstellungtests der Polizei. Entweder kommst Du über den Zaun oder nicht. Der Zaun ändert sich nicht weil Du eine Frau bist.

            Natürlich sind Kinder schwächer. Deswegen interessiert es auch niemanden wenn sie schnell laufen, bei Usain Bolt aber schon und dass er Ruhm und Ehre erlangt hat neben einem Riesenberg Geld zeigt, dass das auch sehr viele Andere genau so sehen und die Superspezialkleinstgruppenbesten kaum einen interessieren. Es ist mit Frauenteams ein wenig wie bei den Benefizrennen der Hundertjährigen: Schneidere die Klassengrenzen eng genug – und schon kannst Du Dir aussuchen, wer brilliert, weil die wirklich Guten gar nicht mehr Teil des Wettbewerbs sind.

          • „Also entweder zum Beispiel kann ein Feruerwehrmann einen Durchschnittsbürger in Sicherheit tragen oder nicht. Der Durchschnittsbürger ändert sich doch nicht, weil eine Frau ihn tragen soll. Ebenso siehe die Eignung bei den Einstellungtests der Polizei. Entweder kommst Du über den Zaun oder nicht. Der Zaun ändert sich nicht weil Du eine Frau bist.“

            In dem Fall hier gebe ich dir natürlich Recht. Ich bezog mich ausschliesslich auf deine vorherige Aussage gegenüber Mädchen in einer Schulklasse:

            „Ich kann mich dran erinnern, dass Mädchen im Sportunterricht für der Mittelstufe deutlich schlechtere Leistungen gleich gute Noten bekamen und mein Sportlehrer sogar Tabellen dazu hatte, dass das so zu bewerten war.“

            Da finde ich eine Trennung wichtig und gerecht. Etwas anders ist es wie du sagst, bei der Polizei. Aber auch hier werden Polizistinnen nicht dasselbe machen wie Polizisten. Darum sind die Einigungstests anders. Es ist also auch möglich dass beide Geschlechter in einem Bereich arbeiten wo beide unterschiedliche Aufgaben erledigen. Das ist ja bei der traditionellen Ehe-Rollen genau dasselbe.

  7. Vielen Dank an Anne für die gelungene Würdigung dieses Blogs und seines Betreibers!
    Auch meine Gratulationsglückwünsche zum 10-jährigen Bestehen dieses Blogs mit seinem Alleinstellungsmerkmal gehen insbesondere an Christian!
    Besonders dankbar bin ich Christian auch für seine Einbeziehung des Phänomens der Transsexualität und seiner biologischen Fundierung, wobei wissenschaftliche Erkenntnisse hierzu in besonderer Weise hilfreich sein können, für ein vertieftes Verständnis menschlicher Geschlechtlichkeit und Sexualität allgemein. Es ist schade, daß diese wissenschaftlichen Grundlagen aber von einigen hier im Forum anscheinend selektiv ausgeblendet werden, wie deren befremdliche, affektbasierte Äußerungen hierzu bisweilen vermuten lassen.
    Seit einem Jahr kenne ich dieses Forum, und nach einer gewissen tonalen Eingewöhnungszeit und Anfangskabbeleien, insbesondere mit Fiete, haben wir uns dann aber zunehmend besser, und schließlich ganz gut verstanden. Um so mehr hat es mich erschüttert, was ich hier gestern im Forum las zu Denjenigen, die inzwischen nicht mehr unter uns sind…
    Ich wünsche diesem Forum noch viele produktive Jahre, und seinem Betreiber trotz der vielen Arbeit auch weiterhin die nötige Freude an der Weiterführung dieses Blogs!

  8. Mir ging es ähnlich. Jedoch endete sich mein Weltbild gegenüber den Frauen nicht wegen „alles Evolution“, sondern wegen dem Buch der dressierte Mann von Esther Vilar. Dieses Buch ist eines der Zynischsten Bücher die ich jemals gelesen habe. Alles Evolution brachte zeitgemässe Beispiele, die den Inhalt des Buches immer wieder bestätigte.

    Jedoch habe ich auch Frauen gesehen die fair sind (Und das ist auch gut so, ansonsten werde ich in die Klapsmühle gelandet). Frauen die auch das Leben lang gearbeitet haben. Frauen die sich mehr um die Familie gekümmert haben als Männer. Das muss man auch klar sagen dass es auch gute Frauen gibt und diese Seite fehlt mir ein bisschen „in alles Evolution“.

  9. „Für neue Kommentatoren kann es schwiergig sein, hier Fuß zu fassen.“

    Ja, das ist mir auch einige Male aufgefallen, der Umgangston ist zuweilen rüde, gerade gegenüber Bluepillern.

    Sicherlich bin ich da auch nicht ohne Fehl und Tadel, aber möchte dennoch allen nochmal ans Herz legen: die rote Pille schluckt man nicht, wenn man dabei beschimpft und runtergemacht wird, sondern nur wenn es sachliche Argumente gibt (und bis man die alle gehört und verinnerlicht hat, dauert es manchmal ein Weilchen, der Berg an Lügen der Gegenseite ist schließlich riesig!)

    Jemand der hierherfindet sollte also (zumindest anfangs) mit Samthandschuhen angefasst und nicht dafür beleidigt werden, dass er noch nicht unseren Sachstand hat und die ein- oder andere dümmliche Phrase äußert. Es steht derzeit nicht zu befürchten, dass der Blog von radikalen Feministinnen überrannt wird. Ich verstehe allerdings auch die Angst, sich hartnäckige und denkunfähige Rabulistinnen einzufangen, auch damit gibt es ja hier einige Erfahrungen.

  10. „Herr kommt von herrlich und Dame von dämlich“
    Hast Du wann von wem gelernt?
    Nie hinterfragt?
    Immer schon als Witz verstanden?
    Und zwar als so guten, dass Du ihn bereitwillig in Dein eigenes Repertoire aufgenommen hast?

    • Das Wort „Dame“ kommt von „Domina“ was wiederum die Bezeichnung für eine Hausherrin bzw. die Vorsteherin eines Stiftes oder Klosters bezeichnet.

      „Herr“ bedeutet „Höhergestellten“ gegenüber den Geringeren bzw. die „den Knechten Befehlenden“.

    • Ist das nicht anders herum: herrlich kommt von Herr? Woher dämlich kommt, weiß ich nicht nicht sicher. In der Mundart der Gegend aus der ich stamme gibt es das Wort Dämel für einen Mitmenschen der dumm und ungeschickt agiert. Vielleicht ist dämlich das Adjektiv dazu.

      Wo wir gerade bei Kontemplationen zu Sprechakten sind: Schon mal darüber nachgedacht, dass die Rückbesinnung auf die Tatsache, dass im Deutschen der Genus ungleich dem Sexus ist, die ganzen Verrenkungen zur Sprachgerechtigkeit um mehrere Grade reduzieren und damit dem Anliegen dienen könnte?

      • Ich weiß das – breakpoint entweder nicht, oder naja… das ist halt „ihr Humor“.

        Das größte Missverständnis liegt wohl in der Annahme, Feministinnen hätten ein zuvor quasi tadelloses Geschlechterverhältnis in einen Geschlechterkrieg verwandelt. Kann man nur behaupten, wenn man ahnungslos ist.

          • Warst Du es nicht, der kürzlich noch „das bevorzugte Geschlecht“ zum Lesen verlinkt hatte? Darin steht übrigens auch (neben viel Blödsinn), dass die Lebenserwartung von Frauen im Schnitt bis vor rund 100 Jahren unterhalb der von Männern lag (in Europa).

          • Ok, Du fährst die übliche Strategie, nicht auf das einzugehen, was man dir sagt, sondern völlig unabhängig davon deine Statements rauszuhauen. Ich werde darauf nicht weiter eingehen.

            Nur eins noch: Das lag an der hohen Sterblichkeitsrate bei der Geburt. Frauen hatten es ansonsten einfacher, übten nur die weniger harten Arbeiten aus (ansonsten wären Frauen von der Evolution her genauso gebaut wie Männer); die hohe Todesrate im Kindbett ging erst zurück, als sich Männer Zugang zu den Räumlichkeiten, in denen gebärt wurde, „erzwangen“, wie es Feministen ausdrücken.

          • Eins noch zum Zweiten: Ich finde es faszinierend, dass Du aus dem ganzen Werk mit unzähligen Beispielen, wie gut es Frauen im Vergleich zu Männern hatten, genau diesen Punkt raussuchst. Das sagt alles über die Prioritäten der Feministen.

          • „Ich finde es faszinierend, dass Du aus dem ganzen Werk mit unzähligen Beispielen, wie gut es Frauen im Vergleich zu Männern hatten, genau diesen Punkt raussuchst.“

            Schreibt sie doch: „Alles Lüge!“

            Bis auf den Verweis auf die geringere Lebenserwartung von Frauen vor 100+x Jahren. Das ist wahr (Ich überprüfe den Wahrheitsgehalt Semis Aussage jetzt mal nicht, wissend, dass sie uns manchmal auch – sagen wir mal Halb – wahrheiten kredenzt)

          • @ Semikolon

            „Warst Du es nicht, der kürzlich noch „das bevorzugte Geschlecht“ zum Lesen verlinkt hatte? Darin steht übrigens auch (neben viel Blödsinn), dass die Lebenserwartung von Frauen im Schnitt bis vor rund 100 Jahren unterhalb der von Männern lag (in Europa).“

            Könnte daran liegen, dass alte weiße Männer das mit dem Gebären verbessert haben.

        • Das größte Missverständnis liegt wohl in der Annahme, Feministinnen hätten ein zuvor quasi tadelloses Geschlechterverhältnis in einen Geschlechterkrieg verwandelt. Kann man nur behaupten, wenn man ahnungslos ist.

          Erzähl mal .. was war denn in prä-feministischen Zeiten so sehr schlimm und so arg furchtbar?

  11. Hallo Anne,
    schöner Beitrag, ich bin über diese Seite hier auch vor gut einem Jahr auf Deinen Blog gelangt („nur lesend“) und finde ihn sehr interessant.
    Es ist schön zu wissen und nicht nur zu ahnen, dass es – abgesehen von der einzigen die ich wirklich gut genug kenne um zu wissen, dass sie dass auch vollkommen ernst meint – noch weitere Frauen gibt, die die Gesellschaft „vernünftig“ einschätzen können. „Meine“ hat ebenfalls einen technischen Beruf (und wuchs zudem noch in der DDR auf) und macht sich keine Illusionen um die Bevorzugung von Frauen insbesondere im universitären und politischen Umfeld, da beides selber erfahren.

    Neben der Benachteiligung von Männern und den nervtötenden Agenda-Gepushe der Feminismus- und Indentitästpolitik-Fraktionen stört sie insbesondere, dass sie trotz erheblicher Fähigkeiten durch die peinliche Quotenpolitik ihrer Geschlechtsgenossinen inzwischen grundsätzlich erst einmal als Quotenfrau angehsehen wird. Und sie ist immer wieder erschüttert, wie viele ihrer Freundinnen ihr in dem Punkt vehement wiedersprechen und sich „strukturell benachteiligt“ wähnen, obwohl sie in Wahrheit einfach nur entweder den Arsch nicht alleine hochkriegen oder aber es sich eben freiwillig mit Mann und Kind eingerichtet haben und sich das „beklagte“ Leben selber ausgesucht haben.

    Viele andere befreundete/bekannte Frauen (und eine inzwischen ex-Partnerin) sind und/oder waren erstaunlicherweise zwar in der Lage den „übrigen“ identitätspolitischen Unfug als solchen zu erkennen, glaubten aber ansonsten (vmtl. aufgrund ihrer Sozialisierung) felsenfest daran, dass Feminismus für Gleichberechtigung stehe und in der heute praktizierten Form (immer noch) notwendig sei. Alle Argumente und Beweise dagegen, egal wie stichhaltig (z.B. Annes schöne Liste Männer benachteiligender Gesetzte in der BRD) laufen seit Jahr und Tag ins Leere, mittlerweile versuche ich das Thema i.d.R. in solchem Umfeld nach Kräften zu vermeiden.

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