Zum 1. Mai: Wer ist in der Corona Krise schlechter dran, der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer?

Der erste Mai ist ja ein klassischer Kampftag des „Proletariats“ gegen die ausbeuterischen „Kapitalisten“.

Gerade in der Corona Krise zeigt sich aber auch gerade das unternehmerische Risiko: gerade möchte wohl niemand Betreiber einer Kneipe, einer Gaststätte oder eines Kinos sein und auch bei  mittelständischen Betrieben im klassischen produzierenden Bereich mit dünnerer Kapitaldecke werden in die Insolvenz gehen. Zusammen mit der persönlichen Haftung der Inhaber für diverse Kredite gerade bei jüngeren Unternehmen wird das einige hart treffen.

Sicher kostet das dann auch den Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz, aber immerhin nicht unbedingt sein Vermögen.

Dagegen wird natürlich angeführt,  dass alle weniger haben und es auch noch „zu groß zum scheitern“ gibt und dass auch der Staat, und damit wir alle, genug wieder abfängt.

Aber es scheint mir dennoch ein Feld auf dem man den klassischen Streit gut noch einmal unter einem neuen Gesichtspunkt führen kann

44 Gedanken zu “Zum 1. Mai: Wer ist in der Corona Krise schlechter dran, der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer?

  1. Sicher kostet das dann auch den Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz, aber immerhin nicht unbedingt sein Vermögen.

    Das würde ich allerdings nicht so laut sagen.
    Denn Arbeitslosigkeit bedeutet im Regelfall immer finanzielle Einschränkungen, die eben z.T. durchaus ans Vermögen gehen. Insbesondere dann, wenn man nach 1+x Jahren ALG 1 in ALG 2 fällt. Denn dann ist explizit erst das eigene Vermögen zu verbrauchen, bevor es staatliche Hilfe gibt.

    Aber man muss gar nicht so weit gehen, denn selbst das derzeitig viel gelobte Kurzarbeitergeld bedeutet mit den 60% bzw. 67% deutlich weniger finanziellen Spielraum. Es dürfte sicherlich einige Menschen geben, die entweder ihre Rücklagen einsetzen oder aber mit Hartz-IV aufstocken müssen. Wenn das überhaupt möglich ist.

    PS: DMAX würdigt momentan (mehr oder weniger freiwillig bzw. beabsichtigt?) die Männer in unserer Gesellschaft. Den ganzen Tag über läuft Deutschland 24/7 – ohne uns läuft nichts!
    Und ob man es glauben will oder nicht, es werden (fast?) ausschließlich Männer gezeigt, die unser gesellschaftliches Leben sicher und am Laufen halten.

    Ist natürlich nicht verwunderlich, denn Gerüstbau, arbeiten auf dem Bau, Drecksarbeit wie Abfallentsorgung und das buchstäbliche Scheiße wegmachen sind trotz Feminismus Männerdomänen. Oder vielmehr wegen des Feminismus.

    • „Zum 1. Mai: Wer ist in der Corona Krise schlechter dran, der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer?“

      Ich glaube, das ist eine Frage des Geldes. Es gibt Arbeitgeber die weniger Geld haben als Arbeitnehmer und umgekehrt.

      • „Es gibt Arbeitgeber die weniger Geld haben als Arbeitnehmer und umgekehrt.“

        Das stimmt uneingeschränkt.
        Ich habe mich vor langen Jahren mal bei einer mittelständischen Firma mit etwa 20 Mitarbeitern beworben (die haben mich dann an eine andere Firma weiterempfohlen), deren Chef großes Interesse an meiner Arbeit hatte, aber freimütig bekannte, dass er mich nicht würde bezahlen können.
        Die Finanzdecke des – durchaus innovativen – Industriebetriebs war so dünn, dass er am Wochenende selbst die Firmenklos putzen ging, um die Kosten für die Reinigungsfirma zu sparen.
        Heute ist die Firma – gerade auch wegen Corona – stabil und weltweit aufgestellt. Aber am Anfang hingen keine Bratwürste an den Bäumen.

  2. Die Corona-Krise hat vielfältige Facetten. Welche davon auch Teil der großangelegte Pandemie-Übung unter Leitung von der B&M Gates-Stiftung waren, ist vielleicht nur in Teilen bekannt.
    Dass der real verordnete „shut down“ sich letztlich als „shot down“ gegen ganze Volkswirtschaften richtet, ist dabei aber nur einer, wenn auch ein sehr wesentlicher Aspekt.
    Felix Feistel hat zu vielen weiteren Aspekten im Zusammenhang mit Corona sehr lesenswert ausgeführt:
    „Derzeit beglückt der Staat alle Bürger mit seiner Fürsorge — ob sie wollen oder nicht.“:
    https://www.rubikon.news/artikel/der-liebevolle-zwang
    Auszugsweise möchte ich daraus die folgende Passsage zitieren:
    „Aber das Alles geschieht doch zu unserem Schutz, höre und lese ich die mediale Rechtfertigung. Ach, na wenn das so ist. Wie sieht es denn aus mit dem Schutz der vielen sozial isolierten Menschen? Wie sieht es aus mit dem Schutz der ohnehin schon depressiven, die nun ihrer letzten Möglichkeit auf soziale Kontakte beraubt worden sind und sogar ihre Therapeuten nicht mehr sehen können? Was ist mit dem Schutz der vielen Opfer häuslicher Gewalt, die in Zeiten des Lockdowns zunimmt? Was ist mit dem Schutz der alten Menschen, die nun in vollkommener Vereinsamung in ihren Wohnungen oder den Heimen sitzen und keine Besuche ihrer Familie oder Freunde empfangen können? Was mit dem Schutz all der Menschen, die dringend auf Operationen oder andere medizinische Maßnahmen angewiesen sind, nun aber aufgrund der erwarteten „Coronawelle“ in den Krankenhäusern nicht aufgenommen werden, während auf den Intensivstationen beinahe gähnende Leere herrscht?
    Was ist mit jenen, die ganz alleine im Sterben liegen und gar nicht verstehen, warum ihre Angehörigen nicht mehr zu ihnen gelassen werden? Ist es wirklich besser, in schützender Isolation zu sterben, anstatt seine letzten Tage im Kreise seiner Lieben zu verbringen?“

    Neben den vielen weiteren Zusammenhängen, die der Autor als Folge des „shot downs“ anspricht, erscheint mir aber auch noch eine weitere Parallele nachdenkenswert:
    Bekanntlich war das Milgram-Experiment seinerzeit als Laborexperiment angelegt, und es belegte erschreckende Fakten und Prozentzahlen zur Folgsamkeit gegenüber „obrigkeitlichen“ Gehorsamkeits-Anweisungen. Wie für sozialpsychologische Laborexperimente üblich, mußte die eigentliche Fragestellung des Milgram-Experiments mit einer glaubwürdigen Cover-Story im Versuchsaufbau für die einbezogenen Versuchspersonen getarnt werden, um unbeeinflußte Reaktionen zu erhalten.
    Die heutige „Corona-Krise“ könnte auch als ein gewaltiges Feldexperiment zur Folgsamkeit gegenüber obrigkeitlichen Gehorsamkeitsanweisungen verstanden werden. Zwar haben wir heute nicht wie seinerzeit im Laborexperiment von Milgram die Möglichkeit, aus dem Experiment „einfach auszusteigen“, was aber auch seinerzeit nur von den wenigsten Versuchspersonen so gehandhabt worden ist.
    Aber selbst die unkritische Unterstützung des obrikeitsgewollten Gehorsams heute, und sei es nur durch die überwältigende Zustimmung zu den oftmals sich paradox widersprechenden Weisungen der Obrigkeit, erschüttert mich, ganz zu schweigen von nachbarschaftlichen Meldungen über den Verstoß gegen das „social distancing“…

    • Dazu passt ja dieser Corbett Report.

      Who is Bill Gates? A software developer? A businessman? A philanthropist? A global health expert? This question, once merely academic, is becoming a very real question for those who are beginning to realize that Gates‘ unimaginable wealth has been used to gain control over every corner of the fields of public health, medical research and vaccine development. And now that we are presented with the very problem that Gates has been talking about for years, we will soon find that this software developer with no medical training is going to leverage that wealth into control over the fates of billions of people.

    • „Die heutige „Corona-Krise“ könnte auch als ein gewaltiges Feldexperiment zur Folgsamkeit gegenüber obrigkeitlichen Gehorsamkeitsanweisungen verstanden werden.“

      Ja, anders sind diese seltsamen Massnahmen nicht zu erklären. Ich vermute eben, wieder Banken am Werk.

        • „(Oh Mannomannomannomann �� )“

          Naja, Kriege und absichtlich herbeigeführte Rezessionen zeigen unmissverständlich wie sich Banken bereichern. Das war 1907 mit J.P Morgan den Fall, im 1. Weltkrieg und auch im 2. Weltkrieg auch.

          • Bitte?
            Das klingt verdächtig nach dem Geraune von „denen“ die hinter allem stecken und in Wirklichkeit die beiden Weltkriege ausgelöst hätten. Was man so aber nicht sagen dürfe weil „sie“ hinter allem steckten.
            Bitte erklären!

          • Weißt du, es ist schwierig Belege zu finden für diese „Verschwörungstheorien“. Und zwar weil vieles verdeckt abläuft. Hast du schon was von verdeckte Kriegsführung gehört? Glaubst du dass diese Leute einen tagesrapport anfertigen, und die dann veröffentlichen?

            Was passiert wenn man Belege sucht, sieht man bei Julian Assange.

            Aber Belege sind nicht einfach nur Belege. In den Main Stream Medien, findest du einen Haufen feministische Belege, die man aber entkräften kann wenn man die tiefer sucht. Ich bin noch in den Anfängen mich mit solchen Sachen zu befassen, inklusive den Feminismus. Ich kann dir jetzt keine Belege hier einbetten, aber es gibt einige Leute die das bereits gemacht haben:

            Z.B, Dr. Daniele Ganser (ein Historiker) in seinem neuen Buch „Imperium USA:

            https://kenfm.de/am-telefon-zum-neuen-buch-imperium-usa-dr-daniele-ganser/

            Das Buch ist mit Belegen ausgestattet, die der Öffentlichkeit zu Verfügung gestellt worden sind. ZB. Beim Krieg zwischen Iran und Irak, (1980-1988) wurden beide Länder von den USA bewaffnet, damit sich diese gegenseitig schwächen.

            Ich will jetzt nicht behaupten dass meine Vermutungen richtig sind, aber es hat einfach zu viel Elend auf der Erde, zu viele Kriege, zu viele Ungerechtigkeiten die man unmöglich einfach einem Zufall zuordnen kann.

    • Wer von in der Krise zunehmender häuslicher Gewalt und steigenden Opferzahlen faselt, während jegliche Realität das Gegenteil beweist, sollte anderen Leuten keine „unkritische Unterstützung des obrigkeitsgewollten“ Gehorsams vorwerfen.

      • @Mario:
        Deine Verknüpfung ist logisch falsch!
        Ich habe auszugsweise aus einem Beitrag von Felix Feistel zitiert:
        https://www.rubikon.news/artikel/der-liebevolle-zwang,
        ohne mir aus einer Vielzahl von ihm in diesem Zitat genannten Konsequenzen des „shot down“ etwas herauszupicken, was vielleicht stimmen mag oder auch nicht.
        Du pickst Dir aber genau den Punkt heraus, der von seinen Punkten vielleicht der umstrittenste sein mag, und verknüpfst dies nun mit meinen davon unabhängigen Ausführungen über das heute möglicher Weise ablaufende gigantische Feldexperiment zur Folgsamkeit gegenüber den Absurditäten der Obrigkeit.
        Warum? Ich finde das psychologisch sehr interessant!

    • „Die heutige „Corona-Krise“ könnte auch als ein gewaltiges Feldexperiment zur Folgsamkeit gegenüber obrigkeitlichen Gehorsamkeitsanweisungen verstanden werden.“

      Geht’s nicht ein bisschen kleiner?

      Willst Du uns wirklich weismachen, dass sich Merkel, Trump, Xi, Erdogan und Co. in einem Hinterzimmer trafen, um den Gehorsam ihrer Bevölkerung in einer konzertierten Aktion zu prüfen?
      Und als nächstes willst Du uns dann wohl Bolsonaro als aufrechten Kämpfer für Demokratie verkaufen?

      Wer am Ende richtig gehandelt hat, werden wir erst am Ende der Pandemie wissen. Das Fazit wird sein, dass einige Regierungen überreagiert haben, andere (vielleicht Großbritannien, Schweden, Türkei) zu zögernd. Man wird hoffentlich diese recht harmlose Krankheit als Fingerübung einer echten Pandemie nutzen und sich nächstes Mal besser wappnen und nicht so chaotisch starten.
      Ich betrachte Corona als einen Warnschuss des Schicksals, uns nicht allzu selbstgefällig auf unsere Gesundheitssysteme zu verlassen und darauf zu vertrauen, dass es schon gut gehen werde.
      Bei realistischen Pandemien vom Kaliber einer „Spanischen Grippe“ oder eines „Englischen Schweißes“ wird keine Zeit für Diskussionen um die richtigen Maßnahmen sein, dann müssen sie SOFORT funzen.

      Es ist keine Frage, OB sie kommen, sondern WANN.
      Und das ganz ohne Weltverschwörung von diversen Regierungschefs, Bill Gates und Soros.

      • Bei der Spanischen Grippe 1918-1919, habe ich aus dem damaligen Dokumenten entnehmen können, dass sie ähnliche Massnahmen hatten wir heute. Da wurde unter anderem empfohlen die Hände nicht zu schütteln und auch nicht auf der Strasse zu spucken (Damals weit verbreitet).

        Jedoch habe ich immer wieder das mulmige Gefühl, das gewisse Mächte solche Ausnahmezustände ausnutzen, vor allem die Banken.

        • „Jedoch habe ich immer wieder das mulmige Gefühl, das gewisse Mächte solche Ausnahmezustände ausnutzen, vor allem die Banken.“

          Auf welche Weise?

          • Die erste Hälfte sind Binsenweisheiten (die Krise von 1907 war mir bis dato unbekannt, aber sei’s drum), der Rest kryptisches Geraune.
            Dass einige Banken von Krisen profitieren, ist nichts Neues. Aber auch nicht, dass andere dabei über die Wupper gehen. Picken wir uns eine davon heraus und belegen aus ihrer Vergangenheit die Zukunft, mag das zutreffen, vielleicht aber auch nicht.
            Hat der Blogger Popp recht, wird er als Prophet gefeiert, hat er unrecht, redet kein Schwanz mehr von ihm.
            Ist wie mit den Lotto-Zahlen. Irgendeiner tippt immer richtig – leider nur nie derselbe.

            Nochmal kurz zu den Banken: keine Bank will eine Krise, sie will sicher Geld verdienen und das tut sie nur in stabilen wirtschaftlichen Zeiten. Krisen aufgrund von Corona sind Gift fürs Geschäft. Kredite fallen aus, oder müssen gestreckt werden, damit das Geld noch wieder reinkommt.
            WENN es aber zu einer Krise kommt, dann steigt die Hochzeit der Zocker. 9 von 10 verzocken sich und gehen unter, aber einer bleibt oben und streicht die dicke Kohle ein.
            Zufall.
            Banken und Industrie haben in den frühen dreißer Jahren eine eher unbekannte deutsche Partei gefördert, um mit deren Hilfe ihre Einnahmen zu steigern und zu sichern. Die Partei hieß NSDAP und hat tatsächlich für einige ihrer Förderer Vorteile gebracht, für die meisten aber Nachteile.
            Zufall eben.
            In den Nuller Jahren wurde ein gigantisches Zockerspiel mit Zertifikaten gespielt, bei dem es über Jahre scheinbar nur Gewinner gab. Einer der größten Zocker war die Lehman Bros. Bank.
            Sie war riesig. Wurde sie gerettet?
            Nein.
            Zufall.
            Man kann sich eben nicht auf den Staat verlassen.
            Black Rock und HSBC sind längst auf den staatlichen Schirmen. Über ihnen schwebt das Schwert der Zerschlagung, eben wegen ihrer Mächtigkeit.

            Fazit: es gibt finstere Mächte, aber Gott wird uns nicht helfen, wie uns Popp ans Herz legen möchte.
            Wir werden es selbst tun müssen.

      • @Carnofis:
        „„Die heutige „Corona-Krise“ könnte auch als ein gewaltiges Feldexperiment zur Folgsamkeit gegenüber obrigkeitlichen Gehorsamkeitsanweisungen verstanden werden.“
        Geht’s nicht ein bisschen kleiner?
        Willst Du uns wirklich weismachen, dass sich Merkel, Trump, Xi, Erdogan und Co. in einem Hinterzimmer trafen, um den Gehorsam ihrer Bevölkerung in einer konzertierten Aktion zu prüfen?
        Und als nächstes willst Du uns dann wohl Bolsonaro als aufrechten Kämpfer für Demokratie verkaufen?“
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        In meiner Ausführung habe ich bewußt den „Konjunktiv“ verwendet, wobei ich mich über plausible Entgegenhaltungen Deinerseits gefreut hätte, aus welchen Gründen die heutige „Corona-Krise“ NICHT auch als ein gewaltiges Feldexperiment zur Folgsamkeit gegenüber oftmals paradoxen und widersprüchlichen obrigkeitlichen Gehorsamkeitsanweisungen verstanden werden kann.
        Deine polemische Frage, ob´s nicht ein bischen kleiner geht, solltest Du besser an handelnde und mit weitreichender Macht ausgestattete Akteure stellen (global player), die ja bisweilen sogar erklärtermaßen Deiner politisch grünen Richtung explizit sehr wohlwollend zugetan sind; man kann sich anscheinend wechselseitig gut aufeinander verlassen!
        Ob alle der von Dir explizit genannten Staatschefs zum auserwählten Kreis der „global player“ oder vielleicht doch eher zum „Personal“ gehören, sei einmal dahingestellt. Ich habe diese Namen jedenfalls nicht „ins Spiel gebracht“, und auch keine Einteilung in „good guy/bad guy“ vorgenommen, was aber eher Deiner Vorstellungswelt zu entsprechen scheint?!
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        „Bei realistischen Pandemien vom Kaliber einer „Spanischen Grippe“ oder eines „Englischen Schweißes“ wird keine Zeit für Diskussionen um die richtigen Maßnahmen sein, dann müssen sie SOFORT funzen.
        Es ist keine Frage, OB sie kommen, sondern WANN.
        Und das ganz ohne Weltverschwörung von diversen Regierungschefs, Bill Gates und Soros.“
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        Das nervige Geschwafel über doch bitte nicht ernst zu nehmenden „Verschörungs-Theoretiker“ hören wir aktuell wieder seit Anfang des Jahres in unterschiedlichen Konstellationen. Noch zu Beginn des Jahres wurde jede Warnung vor einer möglichen Pandemie infolge der Ansteckungsgefahr durch den Corona-Virus als „rechte Verschwörungstheorie“ abgetan, ebenso wie rechtzeitig zu treffende Schutzmaßnahmen für die Menschen in unserem Land.
        Es hat lange gedauert, bevor „das System“ und sein obersten Verwaltungsorgane reagiert hat, die Ernsthaftigkeit des Bedrohungspotentials des Corona-Virus als reale Gefahr anzuerkennen, und sich dann schließlich „genötigt“ sahen, sich zu mehr oder weniger drastischen Maßnahmen durchgerungen haben, einschließlich des schließlich vollzogenen „shot downs“. Erfolgreich begleitet wurde diese Kehrtwende von MS-medial intonierter staatstragender Rhetorik, die den meisten Menschen erfolgreich weismacht(e)/einflüstert(e), die Krisen-Bewältigung sei, angeführt von der „mächtigten Frau der Welt“ an der Spitze, , (seit jeher) in „besten Händen“, dank derer wir ja schließlich auch von der ganzen Welt so unendlich beneidet würden…

        Ich habe kein Vertrauen in die erforderliche kompetente und konsequente Krisenbewältigung durch „unsere“ Obrigkeit, unabhängig davon, ob es sich dabei um „global player“ oder lediglich um (deren?) „Personal“ handelt!
        Ob es den „global playern“ beliebt, ein wie oben von mir skizziertes entsprechendes weltweites Feldexperiment durchzuführen oder nicht, hängt aber wohl kaum ab vom Ermessen von „Verschwörungs-Theoretikern“ oder von denen, die diese kreierte Stigmatisierung („VT“) als nützliche Id..ten betreiben.

        • „Ich habe kein Vertrauen in die erforderliche kompetente und konsequente Krisenbewältigung durch „unsere“ Obrigkeit, unabhängig davon, ob es sich dabei um „global player“ oder lediglich um (deren?) „Personal“ handelt!“

          Das sei Dir gegönnt.

          Wahrscheinlich bist Du auch der Meinung, das ganze Apollo-Programm, einschließlich der Mondlandung war nur ein gigantischer Fake einiger Weniger – mit Millionen Mitwissern.

          • „Wahrscheinlich bist Du auch der Meinung, das ganze Apollo-Programm, einschließlich der Mondlandung war nur ein gigantischer Fake einiger Weniger – mit Millionen Mitwissern.“
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            Woher nimmst Du nur diese weit her geholten Unterstellungen, und was bezweckst Du damit?

          • „Woher nimmst Du nur diese weit her geholten Unterstellungen, und was bezweckst Du damit?“

            Vielleicht wegen der Ähnlichkeit der Schemata?

          • @Carnofis
            Unterstellungen a la „wahrscheinlich glaubst du auch…“ nützen so wenig wie das Anheften von Etiketten wie Verschwörungstheoretiker, Nazi oder Maskulist. Stattdessen sollte man strikt in der Sache argumentieren.
            My 2 cents dazu: Welche Pläne einflussreiche reiche Menschen auf diesem Planeten auch immer verfolgen, die Wirtschaft und damit die Grundlagen ihres Reichtums und ihrer Macht abzusägen gehört sicherlich nicht dazu.

          • @Renton
            Zunächst einmal danke ich Dir, daß Du zur Versachlichung dieser Diskussion beigetragen hast, wie wohl Du ja in der Sache anderer Meinung bist, wie das zumindest in dieser Passage zum Ausdruck kommt:

            „My 2 cents dazu: Welche Pläne einflussreiche reiche Menschen auf diesem Planeten auch immer verfolgen, die Wirtschaft und damit die Grundlagen ihres Reichtums und ihrer Macht abzusägen gehört sicherlich nicht dazu.“

            Deine Argumentation ist vollkommen logisch. Leider „funktioniert“ unser weltweites Wirtschafts- und Finanzsystem aber schon lange (hat es das jemals?) nicht nach unserer Logik im Allgemeinverständnis.
            Wie kann es angehen, daß seit vielen Jahren z.B. das „Derivate-Handel-Casiono“ und derlei Machenschaften mit fiktiven Buchgeldsummen operiert, die der Deckung durch realwirtschaftliche Leistungen (weltweit) um das Mehrhundetfache übertrifft?!
            Der ausschließliche Spieltrieb der „großen Jungs“ wird es wohl nicht sein, der dieses seit langem auf tönernen Füßen stehende Weltfinanzsystem früher oder später zum Einsturz bringen mußte.
            Diese unausweichliche Folge hat u.a. Markus Krall, ein ausgewiesener Inside-Kenner des europäischen und weltweiten Bankensystems bereits Ende 2019 messerscharf für dieses Jahr, u.a. auf yt-Videos dokumentiert vorausgesagt, zu einem Zeitpunkt, als „Corona“ noch für niemanden bei uns, und auch nicht für ihn erkennbar war.
            Da macht es sich doch gut, daß „man“ dann WEGEN „Corona“ ganze Volkswirtschaften zum „shot down“ freigibt, denn das ist ja dann „höhere Gewalt“, für die niemand etwas kann. Dieses „Szenario“ wurde nur rein zufällig im Herbst 2019 so als Übung „durchexerziert“.
            Wie dem auch sei. Ich bin keine Expertin in diesen Börsen- und sonstigen Finanz-manipulierten Spielchen, wobei zu ersteren sicher „Mister Dax“ (Dirk Müller) kompetent Auskunft geben könnte.
            Es gibt genug Wirtschafts- und Finanzexperten, die sich (inzwischen?) nicht (mehr?) an den manipulierten „Finanzspielchen“ beteiligen, davon sicher eine ganze Reihe, z.B. auch deshalb, weil sie diese Machenschaften aus Gewissensgründen nicht (länger) mitmachen wollen.
            Diese können und belegen uns auch strukturell und bisweilen sogar im Detail, daß der „shot down“ nicht nur existentielle Verlierer zeitigt, sondern auch sehr wohl enorme „Gewinne“(r) in unvorstellbarem Ausmaß.
            Diese können uns auch darüber aufklären, daß die „Wirtschaft abzusägen“ nicht bedeutet,
            „die Grundlagen ihres Reichtums und ihrer Macht abzusägen“…

          • Genau diese Befürchtung habe ich auch. Es gibt soviele Beweise und Material da draussen die das beweisen. Aber eben, all das wird als Verschwörung abgetan, bis es dann doch noch passiert, wieder Mal.

          • @Seerose
            Meine Argumentation ist/scheint logisch, weil sie im Allgemeinen funktioniert, und zwar auch für wohlhabende und einflussreiche Menschen. Das schließt aber nicht aus, dass sie im speziellen, d.h. im Einzelfall, nicht zutrifft. Mir ist klar, dass es auch in der Vergangenheit Fälle gab, in denen einzelne z.B. auf einen Börsencrash gewettet und ihn auch erfolgreich herbeigeführt haben; sei es auch nur für einzelne Unternehmensaktien. Solche Menschen sind sehr wohl bereit, am Ast der Wirtschaft zu sägen, weil sie eben nicht wirklich mit drauf sitzen, sondern von dessen Fall zumindest ein Stück weit in die Höhe katapultiert werden. (War das jetzt ein sehr schiefes Bild?)
            Naiv überlegt, könnten zur Zeit Pharmaunternehmen dazu gehören; tun sie aber nicht, meiner Meinung nach, denn wo haben die bisher spürbar höhere Profite eingefahren, die Verluste aufgrund des Lockdowns überwögen? Das hätten sie nur, wenn sie bereits einen Impfstoff in der Hinterhand gehabt hätten, so wie damals bei der Schweinegrippe, als auch bereits die Verträge existierten, die im Pandemiefall Staaten zur Abnahme der Impfstoffe verpflichteten. (Kein Witz; vorgestern erst in „Pandemie als Geschäftsidee 2009/2010“ von Wolfgang Wodarg gelesen; auf seiner Homepage frei verfügbar.)
            Ich bin immer bereit, die Möglichkeit solcher einflussreichen Einzelfälle anzuerkennen. Aber solange mir niemand genauere und überzeugende Belege bringt (deshalb als Beispiel die Nennung von Wodargs Publikation), bleibe ich bei meiner im Allgemeinen (hoffentlich) funktionierenden Vermutung.

          • „Naiv überlegt, könnten zur Zeit Pharmaunternehmen dazu gehören; tun sie aber nicht, “

            Da wäre ich mir nicht so sicher. Einem Covid- Patienten werden viele Medikamente verabreicht. Hier in der Schweiz zB. hatte es vor einigen Wochen ein Mangel an Beruhigungsmittel und andere Medikamente.
            Die Logik: Ohne Lockdown hätte man wegen Platzmangel viel weniger Patienten behandeln können= weniger Gewinn.

          • @Renton:
            „Naiv überlegt, könnten zur Zeit Pharmaunternehmen dazu gehören; tun sie aber nicht, meiner Meinung nach, denn wo haben die bisher spürbar höhere Profite eingefahren, die Verluste aufgrund des Lockdowns überwögen? Das hätten sie nur, wenn sie bereits einen Impfstoff in der Hinterhand gehabt hätten, so wie damals bei der Schweinegrippe…“.

            „Belohnungsaufschub“ ist ein evolutionär ermöglichter und zivilisatorisch ausgeprägter „Mechanismus“, der für den komplexer weiterentwickelten Menschen kennzeichnend ist.
            So verhält es sich selbstverständlich und gerade auch mit dem „return of investment“, die es in diesem Fall einem potentiellen „Player“ einfach(er) macht, abzuwarten. Mit weltweit steigender Angst steigt mit Sicherheit auch der Preis für das irgendwann in der Zukunft verfügbare Impf-Heilmittel, wie uns Frau Merkel als Vertraute von Herrn Gates zu Letzterem bereits wissen ließ.
            Und, wie man bei ntv nachlesen kann (Dienstag, 28. April 2020: Wirbel um geleaktes Protokoll – Hat Kurz Österreich Angst gemacht?), wird dem österreichischen BK Kurz das „Spiel mit der Angst“ nachgesagt.

            Aktuell kann man erfahren, daß sich die Corona-Verdoppelungszeit mit knapp 30 Tagen am 1.5.2020 weiter verlangsamt hat. Wie vor diesem Hintergrund der „shut down“ weiter zu rechtfertigen ist, sollte hinterfragt werden. Wenig hilfreich ist hierbei überängstlicher Gehorsam gegenüber der Obrigkeit!

          • „Unterstellungen a la „wahrscheinlich glaubst du auch…“ nützen so wenig wie das Anheften von Etiketten wie Verschwörungstheoretiker, Nazi oder Maskulist. Stattdessen sollte man strikt in der Sache argumentieren.“

            Ja, Du hast ja recht.
            Ich bin nur mittlerweile tierisch genervt von dieser Inflation von Verschwörungstheorien. Und als solche bezeichne ich alle Thesen, die einen unglaublichen Grat von Bösartigkeit und dem Zusammenspiel so vieler Antagonisten erfordert, dass es wahrscheinlicher ist, dreimal hintereinander 6 Richtige im Lotto zu gewinnen, als diese Personen an einen Tisch zu kriegen.
            Irgendein schlauer Mensch sagte mal, dass, wenn es zu einem Ereignis zwei verschiedene Erklärungen gibt, die einfachere in aller Regel die richtige ist.
            Und Verschwörungstheorien bedürfen einer ganzen Kiste von Grundannahmen.
            Was mich auch nervt ist, dass die Verbreiter solcher Thesen hier im Blog gar nicht merken, dass sie ins selbe Horn stoßen, wie die von ihnen im nächsten Halbsatz bekämpften Feministinnen, die ja letzten Endes nichts anderes tun. Auch für sie ist die gesamte Menschheit Opfer einer globalen Verschwörung des Patriarchats, die nur deshalb nicht aufgedeckt wird, weil ALLE Männer dieses Planeten sich an die Omerta halten.
            Ich habe schon mehrfach darauf hingewiesen, dass Feminismus und der Hexenwahn der frühen Neuzeit sich ähneln, wie ein Ei dem anderen.
            Grundannahme ist die Verschwörung einer diskreten und verschwiegenen Gruppe,
            Beleg sind persönliche Deutungen äußerer Ereignisse entsprechend der Grundannahme und die
            Schwere des Verbrechens kann man daran erkennen, dass man die Täter nicht oder nur mit äußerster Mühe sichtbar machen kann.
            Heute forscht die Inquisition mit den sinkenden Fallzahlen diametral entgegenstehendem Aufwand nach coronabedingter häuslicher Gewalt. Dass die Gewalt wirklich sinkt, ist im Denken dieser Inquisitoren ausgeschlossen.
            Und dasselbe gilt für jeden anderen Verschwörungstheoretiker. Je weniger Belege er für seine These findet, desto mehr ist ihm genau dieses Beleg für die Ungeheuerlichkeit der Verschwörung.

            „My 2 cents dazu: Welche Pläne einflussreiche reiche Menschen auf diesem Planeten auch immer verfolgen, die Wirtschaft und damit die Grundlagen ihres Reichtums und ihrer Macht abzusägen gehört sicherlich nicht dazu.“

            So ist es!

          • @carnofis
            Ich kann dich ja auch verstehen. Ich wehre mich aber gegen die Etikettierung als Verschwörungstheoretiker. gleich wen es trifft, da damit zu oft schon Leute mundtot gemacht werden sollten/ worden sind, die ganz reale Verschwörungen aufgedeckt haben. Schließlich gab es reichlich Verschwörungen: Überfall auf den Sender Gleiwitz, den Tonkin-Zwischenfall, Brutkastenlüge, Hufeisenplan, Massenvernichtungswaffen im Irak, um nur die am zweifollos belegtesten im Bereich Krieg zu nennen, die mir spontan einfallen. Im Bereich Wirtschaft die Lügen bei der Forschung zum Rauchen, zum Klimawandel, die Lobbyistentätigkeit bei der Schweinegrippe (s.o.),… es gibt Verschwörungen zuhauf, und ein Verschwörungstheoretiker mag recht haben oder unrecht; ein Spinner ist er nur selten, und man sollte seine Theorie so ernst nehmen, wie seine Belege es verdienen.

  3. Natürlich muss zunächst einmal der Unternehmer für die Belastungen der Pandemie einstehen. Das ist es was Unternehmerisches Handeln ausmacht. Er bekommt die Erträge in guten Zeiten, muss aber auch für Lasten in Schlechten Zeiten herhalten. Das ist der Deal.

  4. Weder noch!

    Am meisten gefickt ist der kleine Soloselbständige, die klassische „Ich-AG“ der Schröderjahre.

    Der Laden meiner Freundin (Fußpflege/Kosmetik) wurde wegen Corona dicht gemacht.
    Coronasoforthilfe beantragt. Basis für die Summe (6 TEUR) die damals (25.03.) gültigen Regelungen der ILB in Potsdam.
    5 Wochen später ist immer noch kein Geld da, jedoch wurden die Regelungen der Schadensbemessung geändert. Nicht mehr der Umsatz ist maßgeblich, sondern der nicht durch EInnahmen gedeckte betriebliche Aufwand. Und der umfasst im Gegensatz zum Kurzarbeitergeld nicht die Beiträge zur RV und KV. Ich kam mir bei den Gesprächen mit dem Mitarbeiter der ILB vor wie auf einem orientalischem Basar, so wie der die für die Soforthilfe (sic!) anzuerkennende Schadenssumme gedrückt hat.
    Inzwischen waren 2 x Miete und 2 x Beiträge und weitere Kosten fällig.
    Wir können von den Regleungen beim Kurzarbeitergeld und den Steuerleichterungen und weiteren Hilfen wie bei den großen Firmen nur träumen.

    Es ist wie immer, die ganz unten werden am brutalsten verarscht.

  5. Ich sehe die Corona-Kriese eher als Change. Alte Geschäftsmodelle fallen weg, neue kommen auf. So wie sich die Spammails von Viagra zu Masken gewandelt haben, so kann sich auch die Wirtschaft wandeln. Die deutsche Wirtschaft besteht aus einer Ansammlung alter, durch Anti-Pleite-Maßnahmen der Regierung am leben gehaltener Betriebe, was die Innovation hemmt. Corona könnte Platz schaffen für neue Innovation, und wenn man sich trauen würde, Firmen auch mal den Bach runter gehen zu lassen, dann kann Deutschland wirtschaftlich wieder groß werden. Und die Arbeitsplätze würden sich ja nur verschieben. Von der einen Firma zur anderen.

    • Dummerweise verschieben sich erstens Arbeitsplätze nicht von jetzt auf gleich von einer Firma zur anderen sondern innerhalb von Monaten oder gar Jahren während Menschen dauerhaft essen, trinken und (warm) wohnen müssen.
      Und zweitens killt der Shot Down so viele Firmen und Arbeitsplätze gleichzeitig, dass selbst die genialste neue Business-Idee drastisch bis katastrophal verringerte Chancen hat, sich durchzusetzen.
      Die Vorstellung, dass eine Volkswirtschaft sich gleich eines Phönix‘ aus der Asche eines totalen Zusammenbruches erheben könne ist m.E. gefährlicher Unsinn.
      Das europäische Wirtschaftswunder nach ~1949 als Gegenbeispiel ist ein singuläres Ereignis und die Wirtschaft mal experimentell zu trashen in der Hoffnung, dass es sich wiederholt ist der reine Wahnsinn.

  6. Unternehmern mit Schulden, denen das Geschäft derzeit untersagt ist, haben mein volles Mitleid! Verglichen damit, sind die meisten AN doch vergleichsweise gut abgesichert in diesem Land. Ich halte es für fatal, wenn ausgerechnet die mutigen „Macher“ am Ende (und dazu noch durch höhere Gewalt) in der Schuldenfalle landen.

    Aber es gibt natürlich (wie immer) auf beiden Seiten Gewinner und Verlierer. Ich gehöre (als AN) noch zu Ersteren. Mein Büro und das Geschäft sind angenehm leer, die nervigen Labermeetings sind reduziert und über Skype wesentlich erträglicher und Arbeit gibt es nach wie vor genug, auch mein Gehalt läuft in üblicher Höhe ein. Jemand der von der Hand in den Mund lebt, als Zeitarbeiter, jemand der in der Großstadt vielleicht eine hohe Miete zahlen muss, bei dem mag das aber schon wieder ganz anders aussehen. Oder auch jemand, der wegen der Kinder nicht arbeiten gehen kann, das aber unbedingt müsste…

  7. Arbeitgeber- oder nehmer ?
    Spontan würde ich sagen Frauen und Mädchen*. Erstaunlicherweise hält man sich aber von dieser Seite aber bezüglich der „Corona-Krise“ zurück.
    Ich denke auch es ist sehr branchenabhängig. Es gibt ja auch Gewinner. Meine Befürchtung, die ja auch schon andere hier genannt haben: Die Politik wird die Chance in der Krise verspielen, und die Hilfen werden im Wesentlichen entlang der bisherigen Klientel-Politik fließen. Treffen wird es also, wie in jeder Krise eher die wirtschaftlich Schwächeren, ohne große Reserven. Eher besser davon kommen werden Autoindustrie, Großlandwirtschaft, Luftverkehr etc. (und vermutlich auch alles was mit Frauenförderung zu tun hat.)
    Nicht zu unterschätzen sind auch die Schäden für die Kreativwirtschaft, trotz manchen Unsinns der sich da tummelt, also die langfristigen kulturellen Verwerfungen im Allgemeinen.

    * Diese Wendung habe ich heute im Radio das erste mal gehört. Es ging um den Amoklauf in Kanada letztens. Da sagte doch zu der beabsichtigten Verschärfung der Waffengesetzte eine Regierungsvertreterin tatsächlich, es geht um den Schutz von Frauen und Mädchen, (NICHT KINDERN!) da diese besonders gefährdet sind. Jungen werden also explizit ausgeschlossen.
    Wie üblich keine Ursachenanalyse, was den Männer immer wieder zu solchen Taten treibt.

    • „Wie üblich keine Ursachenanalyse, was den Männer immer wieder zu solchen Taten treibt.“
      Fraglich ist aber ob diese Männer wirklich und tatsächlich aus eigener Initiative handeln. Wir wissen doch wie Frauen Männer manipulieren können damit diese irgendetwas für Sie erledigen.

  8. Wer ist in der Krise schlechter dran? Die Frage ist etwas oberflächlich. Wenn man die Organisation unseres Sozialstaates z. B. mit den USA vergleicht, sieht man, dass wir hier etwas richtig machen. Durch unseren Sozialstaat und unsere Arbeitnehmerrechte werden die extremen Auswirkungen für Arbeitnehmer zumindest abgefedert. Dort sind 10% der Bevölkerung innerhalb von 6 Wochen arbeitslos geworden und stehen vor dem Nichts. Und in der Schlange bei der karitativen Essensausgabe.

    Insofern tragen bei uns die Arbeitnehmer weniger des unternehmerischen Risikos, als dies in den USA der Fall ist.

    Ausserdem ist es Sache des Arbeitgebers, seinen Betrieb und sein Geschäftsmodell auf solche Krisen vorzubereiten. Eine vernünftige Kapitalausstattung, digitalisierte Prozesse, Möglichkeit zur Heimarbeit etc. sind nichts, was ein Arbeitnehmer beschließen kann, wenn der Arbeitgeber nicht mitmacht. Insofern liegen die Auswirkungen der Krise, oder zumindest das Ausmass derselben, in der direkten Verantwortung des Unternehmers. Wer sich auf die Digitalisierung eingelassen hat, ein digitales Geschäftsmodell hat, digitale Vertriebs- und Abwicklungsprozesse, der steht gut da. Und wer das alles für neumodischen Kram hielt, erhält dafür jetzt eben die Rechnung.

    Das gilt natürlich nur begrenzt für alle, da manches sich nicht digitalisieren lässt. Aber ein Restaurant mit Lieferdienst, Läden mit Online Versand, oder Praxen mit online Terminvereinbarungssystemen kommen besser durch die Krise als die, die meinten, das ginge sie alles nichts an.

    Wer ist schlechter dran? Der, der Sicht nicht vorbereitet hat. Wer auf Pump lebt und arbeitet, wer keinen Notgroschen und keine Rücklagen hat. Wer keinen Plan B hat. Wer unseriös wirtschaften und von der Hand in den Mund lebt. Wer nicht ans Jetzt oder ans Morgen denkt, sondern bequem im Gestern verharren will.

    Und das können Arbeitgeber und Arbeitnehmer sein. Arbeitgeber tragen das unternehmerische Risiko. Aber auch nur, wenn Sie zu klein sind. Bei den grossen Firmen sind die „Arbeitgeber“ auch Angestellte, und die Anteilseigner tragen ein Kapitalrisiko, dessen sie sich jeder Zeit bequem entledigen können. Und wer das nicht bequem kann, weil der Anteil so gross ist, der ist auch mit 40% weniger immer noch reich. Die Arbeitnehmer hingegen sind die, die zuerst den Job verlieren.

    Aus meiner Sicht sind die Konsequenzen für Arbeitnehmer und – geber ähnlich verteilt, aber mit anderen Schwerpunkten. Die Arbeitnehmer trifft es früher. Die Arbeitgeber härter. Und die Arbeitgeber haben mehr Gestaltungsspielraum als die Arbeitnehmer. Und wenn alles steil bergab geht, kommt es letztendlich auf die individuelle Lebens-, Vermögens-und Risikogestaltung an, wie hart es einschlägt

    • @Flin
      Ein guter Differenzierungsansatz zu einer etwas merkwürdigen Fragestellung, wobei die Würdigung unseres derzeit noch teilweise vorhandenen Sozialstaats für „Selbstzahler“ der Relativierung bedarf.
      Wir verdanken diese Absicherungs-Systeme einer historisch gewachsenen Sozialversichrung seit Bismarck, weltweit erstmalig und einmalig.
      Die Arbeitnehmer-Absicherung ist aber insbesondere in den vergangenen beiden Jahrzehnten arg „gerupft“ worden, und den angelsächsischen Vorstellungen zunehmend angepasst worden, und wird dies sicher noch weiter werden, umgesetzt von unserer Gouvernanten-Regentschaft.

  9. Es ist in meinen Augen nicht zielführend von einem Konflikt zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu sprechen. Denn eigentlich sieht es so aus: Egal ob Arbeitnehmer oder Arbeitgeber, die Krise trifft die Kleinen stärker als die Großen. Denn die Großen (egal ob fest angestellter Spitzenmanager oder Anteilseigner eines Großkonzerns) verfügen über wesentlich mehr Rücklagen als die Kleinen (egal ob Arbeiter oder einfacher Selbstständiger). Deshalb wird man nach der Krise mit Sicherheit ein Machtwachstum der großen Konzerne und Unternehmen sehen, da von denen nur ganz Wenige bankrott gehen werden.

  10. Noch interessanter ist ja, dass die Wirtschaft – laut Linken – ja angeblich die Politik bestimmt und wir in einem „schrankenlosen Kapitalismus“ leben würden.

    Tja, aber wenn der Staat die Wirtschaft von heute auf morgen lahmlegen kann, wer hat dann die Macht?

    • Dumme Linke sprechen in der Tat von einem „schrankenlosen Kapitalismus“, wahrscheinlich, damit Du nicht komplett auf einen Strohmann eindreschen musst, wenn du zum Linkenbashing antrittst.

    • @Adrian:
      „Tja, aber wenn der Staat die Wirtschaft von heute auf morgen lahmlegen kann, wer hat dann die Macht?
      ———————————–
      Die Frage erscheint durchaus angebracht!

      Man kann die „Zeremonie“ in den parlamentarischen Monarchien (GB, NL), wonach „Ihre Majestäten“ die Regierunsgerklärung und/oder die jährlichen Haushaltsreden der Regierung verlesen „darf“, als Beispiel nehmen.
      Das theatralische Spektakel erscheint ziemlich „machtlos“, vielleicht sogar antiquiert, bzw. ein wenig albern, sprich: harmlos.
      Angesichts der realen Reichtümer und der Macht dieser Herrschaften um die „City of London“, erscheint es dann aber wieder fraglich, ob diese wirklich so machtlos sind, und ausschließlich rein repräsentative „Pflichten“ als freundlicher „Grüßaugust“ haben, wie sie uns das gerne so sehen lassen möchten…

      Warum sollte dieser Verdeckungs-Mechanismus z.B. bei der „mächtigsten Frau der Welt“ grundlegend anders sein, nur in diesem Fall anders dann herum, was den beabsichtigt erzeugten Eindruck von faktischer Macht anbelangt?

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