Crumar zu den Nachteilen dadurch, dass Frauen in der Corona-Krise eher die Kinder betreuen

Crumar schreibt in einem Kommentar:

Oberflächlich wird a. eine gleichberechtigte Partnerschaft zwecks Teilung der Zeit für die Kindererziehung gefordert. Im vorliegenden Fall nehmen dann Frauen die Auszeit alleine und der Mann arbeitet weiter Vollzeit. Kann nicht funktionieren.
Es wird ein b. Nachteil für Frauen für die Zuständigkeit für Kinder behauptet, der selbstredend berücksichtigt werden muss – von den gleichen Frauen, die für dieses Arrangement unter a. erst gesorgt haben.

Die aber „vergessen“, das Arrangement zu a. versorgte sie und das Kind/die Kinder qua Erwerbsarbeit des Mannes erst mit der materiellen Möglichkeit, wie unter a. zu verfahren. Den Luxus, sich ausschließlich um Kind/Kinder kümmern zu können haben sie erst dadurch, nicht gezwungen zu sein, einer Erwerbsarbeit nachgehen zu müssen.

Der nächste – extrem nervige – Punkt ist die offensichtliche Auslassung von kinderlosen Frauen und Männern.
Ich nehme mal an, folgende Verhältnisse werden international ähnlich sein: „Jede fünfte Frau im Alter zwischen 42 und 49 Jahren ist hierzulande ohne Nachwuchs. Besonders hoch ist dabei der Anteil der Akademikerinnen, von denen sogar 27 Prozent zeitlebens keine Kinder haben.“
https://www.welt.de/wirtschaft/article174301951/Weltfrauentag-Kinderlosigkeit-Akademikerinnen-immer-haeufiger-betroffen.html

Wenn diese Frauen keine Kinder haben, so entfällt für diese nicht nur das Argument, sondern dort tummelt sich die eigentliche Konkurrenz für Frauen (und Männer) mit Kindern.
Aber weil es wg. sisterhood diese Konkurrenz nicht geben darf, wird sie halt verdrängt und Schuld ist der böse weiße Mann.
Alle (klein-)bürgerlichen Feministinnen ticken gleich: Konkurrenz ist böse und ein „männliches Prinzip“ und wenn der Frauenanteil in einem Berufsfeld auch 99% ist, dann ist irgendwo ein verborgenes männliches „role model“ am Werk. Nein, sehr geehrte Verschwörungstheoretikerin, wenn von 10 Arbeitsplätzen 9 mit Frauen besetzt sind, konkurrierst du mit 8 Frauen und einem Mann.

Die Frauen im Artikel konkurrieren mit Frauen und Männern, die mehr Zeit für ihren Beruf aufbringen können, weil sie andere Lebensentscheidungen getroffen haben.
Ob für Kinderlosigkeit oder eine traditionelle Familie mit klassischer Arbeitsteilung nach Geschlecht.
Wer mehr Zeit für eine Familie aufbringen will, dem fehlt sie an anderer Stelle.
Man kann Lebenszeit und Bauvolumen nicht zwei Mal verteilen – so einfach ist das.
Lebt mit euren Entscheidungen und hört auf, uns die Ohren vollzunöhlen.

Also einmal die Frage, wer eigentlich die Entscheidung trifft und die Verlagerung der Schuld auf den Mann.

Zum anderen der Vorhalt, dass zwar bestimmte Frauen Kinder betreuen, aber keineswegs alle Frauen Kinder betreuen und es dennoch als Nachteil von Frauen gegenüber Männern dargestellt wird, während gleichzeitig auch Frauen diese Vortiele in der Konkurrenz mitnehmen.

Was sagt ihr dazu?

57 Gedanken zu “Crumar zu den Nachteilen dadurch, dass Frauen in der Corona-Krise eher die Kinder betreuen

  1. Wer Kinder bzw. Kinderbetreuung als Last empfindet, hätte vielleicht besser niemals Kinder in die Welt gesetzt.
    Nein, damit meine ich nicht hin und wieder mal von den lieben Kleinen genervt zu sein. Eine Auszeit von der manchmal üblichen Dauerquengelei braucht jeder mal. (Deshalb gehen Männer gerne mal ohne ihre Frauen, dafür aber mit ihren Kumpels auf die Piste. *fg)

    Passend dazu wird gerade in der Wiederholung über demonstrierende Eltern berichtet, die völlig verzeweifelt und genervt sind, weil sie ihre eigenen Kinder nicht in die Betreuung bzw. Schule abschieben können. Sind aber wohl nur eine Hand voll Eltern mit Kindern. 😉

  2. Das trifft es ganz hervorragend. Feministinnen wollen keine Verantwortung für eigene Entscheidungen übernehmen.

    Erst studieren sie irgendein Selbstverwirkkichungsfach ohne ernsthafte Erwerbschancen. Dann suchen sie sich einen Mann, der mehr verdient als sie. Dann bekommen sie Kinder, arbeiten Teilzeit, weil sie ja weniger verdienen, und ausserdem, das arme Kind, es kann doch nicht…

    Und dann wird sich beklagt, dass sie nicht genausoviel verdienen oder die gleiche Position erreichen.

    Sie selbst entscheiden, dass sie während dem Lockdown keinen Fachaufsatz schreiben. Sie entscheiden, dass sie weniger arbeiten wollen und dafür auf Geld verzichten. Sie selbst entscheiden, dass sie „unbezahlte Care Arbeit“ machen. Aber verantwortlich für diese Entscheidungen sollen immer andere sein. Die Männer. Der Staat. Der Kapitalismus. Das System.

    Aber so ist es nicht. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Aber die Grundvoraussetzung dafür ist, den Hammer in die Hand zu nehmen und zu schmieden. Verantwortung für sich selbst und sein Leben zu übernehmen, seine eigenen Entscheidungen zu treffen, aus seinen Fehlern zu lernen, sich den Hintern aufzureissen und sein Bestes zu geben. Und auch, Dinge so zu tun, wie es funktioniert. Und nicht so, wie man sich das in den Kopf setzt und es möglichst bequem hat, um hinterher zu Jammern, dass die anderen dafür verantwortlich sind, dass das eigene Leben entlang der selbst getroffenen Entscheidungen verläuft.

    • Zwei Anmerkungen:
      1. Die Forderung nach staatlichen Betreuungseinrichtungen für Kinder war richtig und sinnvoll, um eine tatsächliche individuelle Wahlfreiheit zu ermöglichen. Sind keine Kindergartenplätze existent oder eine Ganztagsschule, perpetuieren sich traditionelle Muster der Kinderbetreuung.
      Nur war – in Anbetracht der tatsächlichen Nutzung der Möglichkeiten – die Hoffnung naiv, dass die in Umfragen geäußerten „sozial erwünschten“ Meinungen von Frauen zu einer tatsächlichen Änderung ihres Verhaltens führen würden.
      Es hat sich mehrfach gezeigt, die gewünschte „work-life-balance“ ist identisch mit einer halbtags arbeitenden Frau und einem Vollzeit arbeitenden Mann.
      Und nur so lässt sich diese weibliche „work-life-balance“ finanzieren.

      Die politische Alternative wäre eine radikale Arbeitszeitverkürzung für beide Geschlechter, bzw. eine staatlich garantierte Elternzeit für beide.
      Es lässt tief blicken, dass diese politischen Forderungen zugunsten einer hemmungslosen Nöhlerei an der mangelhaften männlichen Beteiligung an der „care-Arbeit“ in den Schatten getreten sind.
      Wobei es als fraglos vorausgesetzt wird, der Mann hat das Lebensmodell per eigener Erwerbsarbeit zu finanzieren.
      Das nennt man normalerweise Bilanzfälschung.

      2. Wie djad bereits mehrfach geschrieben hat, verwechselt der bürgerliche Feminismus systematisch „Gesellschaft“ mit „Mann“ und das ist in die Tiefenschicht weiblichen Bewusstsein gelangt sowie gleichzeitig fester Bestandteil feministischer Ideologie.

      Es wird einem Jungen von klein auf – und zwar von beiden Geschlechtern – vermittelt, er ist für sein Leben selber verantwortlich.
      Und das betrifft in erster Linie die Finanzierung seines eigenen Lebens durch Erwerbsarbeit.
      Alle weiteren Ansprüche – er möge seine Ressourcen der Gesellschaft via Steuern zur Verfügung stellen, die Familie, Frau und Kinder finanzieren etc. werden auf diese draufgesattelt.
      Während diese Botschaft Mädchen nicht vermittelt wird.
      Ihr Lebensweg wird für sie gesellschaftlich skizziert in einem Zustand heiterer Unterverantwortlichkeit (siehe 1).

      Das bürgerlich-feministische Erklärungsmuster, alle Nachteile für Frauen hätten eine gesellschaftliche Natur, alle für Männer entstammten ihrer Unzulänglichkeit als Individuum sind die logische Konsequenz.
      Die Ironie der Debatte besteht doch darin, nur Männer werden als Individuen wahrgenommen, die Entscheidungen treffen können, für die sie im vollem Umfang verantwortlich sind.
      Während der bürgerlich-feministische „Diskurs“ uns Frauen präsentiert und im Kern auf ihre Unzurechnungsfähigkeit plädiert; wie man normalerweise nur mit Kindern verfahren würde.

      • Die Beschreibung dieses Feminismus als bürgerlich finde ich sehr treffend. Man muss sich eine solche Einstellung – ein Leben in einem Zustand heiterer Unterverantwortlichkeit – auch erst einmal leisten können.
        Meiner Großmutter – die, die ich besser kannte – wären solche Vorstellungen fremd gewesen. Den ersten Heiratsantrag meines Opas lehnte sie ab, weil sie zu der Zeit, kurz nach dem Krieg, krank war. „Wie soll ich euch denn da auf dem Hof helfen? Lass mich erst mal wieder gesund werden“ soll sie gesagt haben und meinte es auch so. Das Wort „taugen“ benutzte sie regelmäßig. „Das taugt nichts, der oder die taugt nichts“, oder eben auch „ich tauge nicht dafür“. Sie hatte einen Anspruch an andere und sich selbst . Aber sie kam auch aus einem Arbeiterhaushalt, der Vater vor dem Krieg zwei Jahre im Zuchthaus (weil er SPD-Mitglied war) und während des Krieges auf der Zeche, so dass das Leben sie früh die Bedeutung von Verantwortung gelehrt hatte.
        Ihren Lebensabend hat sie dann klar bürgerlich beschlossen, der Ohrensessel mit Puff vor dem Fernseher und dazu Heimliche Liebe und Marienhof waren feste Termine in ihrem Tagesablauf. Aber ihre innere Einstellung dürfte von einer feministisch-bürgerlichen Anspruchshaltung dennoch weit entfernt geblieben sein.

        • Ja, deine Erfahrung kann ich nachvollziehen und teile ich.
          Das wird auch die absolute Mehrheit der Bevölkerung können.

          Aber die Erfahrung der absoluten Mehrheit der Bevölkerung spielt in der bürgerlich-feministischen Erzählung keine Rolle, es ist ihnen gelungen, eine gigantische Geschichtsfälschung durchzusetzen.
          In der die Erfahrung einer winzigen Minderheit zu einer historischen Konstante geworden ist.

          Du schreibst, deine Großmutter hatte „einen Anspruch an andere und sich selbst“ und nun schau, was der bürgerliche Feminismus daraus gemacht hat.
          Im ursprünglichen Artikel den Vorwurf: „If men and women are at home, men “find a way” to do more academic work.“
          Als wären Frauen selber gar nicht dazu in der Lage, einen solchen Weg zu finden und ihn dann durchzusetzen.

          Wenn man den Artikel als Rubrik in „Liebe und Beziehung“ veröffentlichen würde: „Ich bin ein unfähiges Hascherl und nicht in der Lage, meine Bedürfnisse zu artikulieren, geschweige denn durchzusetzen. Suche Mann, der mich respektiert und mir auf gleicher Augenhöhe begegnet, weil ich eine starke, unabhängige Frau bin.“
          Lachnummer – wir sollten einfach mehr lachen über diese Pappnasen.

        • @ Renton

          Das ist ja auch alles kein Zufall. Der Feminismus hat seine Wurzeln in einer Bewegung, die auch ausschließlich von Frauen aus gut situierten Haushalten betrieben wurde. Nur die Frau aus gutbürgerlichem Hause konnte in ihrem Alltag eine „Ungerechtigkeit“ im Vergleich zu ihrem Mann darin entdecken, dass der Wählen gehen durfte. Die Unmengen an Frauen aus der Arbeiterklasse fanden diese Ungerechtigkeiten nicht, weil ihre Männer in weiten Teile der „demokratischen“ Welt ebenso wenig Rechte hatten, sich an dieser „demokratischen“ Welt zu beteiligen. Ich meine Gunnar hatte in einem seiner Artikel mal aufgetan, dass, als Mrs. Pankhurst begann, auf ein Wahlrecht nicht für Frauen sondern sehr wohl explizit für Frauen ihres eigenen Standes zu drängen (was, oh Wunder, in der heutigen, feministisch geklitterten Geschichtsschreibung merkwürdigerweise völlig untergegangen ist), noch ca. 60 % der Männer im Vereinigten Königreich durch allerlei Ausschlussregelungen vom Wahlrecht ferngehalten waren, ohne dass das die Suffragetten auch nur im Geringsten gejuckt hätte. Denn diese Männer waren ihnen, wegen ihrer Ständezugehörigkeit ebenso egal, wie deren Frauen.

          Feminismus war und ist ein Spleen gutsituierter, privilegierter Frauen. Das merkt man an der konsequent selektiv betriebenen „Aufdeckung“ weiblicher Nachteile, ohne auch nur im Geringsten zu berücksichtigen, aufgrund welcher Faktoren diese zustande kommen, weniger obwohl sondern eher gerade weil diese nicht selten wiederum weibliche Vorteile darstellen, an denen dann selbstredend niemals gerüttelt werden darf. Und auch die Themen im Allgemeinen legen das nahe. So wenig, wie es die Arbeiterfrauen gejuckt hat, dass sie nicht wählen konnten, so weit sind auch heutzutage feministische Themen von den tatsächlichen Lebenswirklichkeiten der Frauen aus den gesellschaftlichen Schichten unterhalb derer, denen Feministinnen zugehörig sind, entfernt.

          Umso skurriler und vor allem tragischer, dass sich im linken Lager die Überzeugung breit machen konnte, in dieser Ideologie eine Schwester im Geiste gefunden zu haben, so dass feministische Thesen geradezu dogmatische Glaubensinhalte aller sich links verstehenden Parteien sowie auch Medien geworden sind.

          Dass die permanente Entfernung linker Parteien, allen voran die SPD, von ihrem eigentlich originären Klientel, die bisweilen regelrechte Abscheu, welche man diesem stattdessen nunmehr entgegenbringt, weil es sich doch so sehr der progressiven Erleuchtung verweigert, zeitlich mit der Intensität feministischer Infektion korreliert, ist für mich definitiv KEIN Zufall.

      • „Die Forderung nach staatlichen Betreuungseinrichtungen für Kinder war richtig und sinnvoll, um eine tatsächliche individuelle Wahlfreiheit zu ermöglichen.“

        Kinder sind bereits Teil der Wahlfreiheit. Kindergärten sind nichts anderes als die übliche weibliche Strategie, die Folgen individueller Entscheidungen zu externalisieren.

        • Auf der einen Seite richtig, auf der anderen Seite sind Kinder nun einmal die Zukunft unserer Gesellschaft.
          Dies Rechnung tragend, haben wir bereits die Erziehung der Kinder vor langer Zeit in Form der Schule vergesellschaftet.
          Ein Kindergarten und die Vorschule sind einerseits Entlastung für Familie/Frau auch zum Zwecke der Verkürzung der Unterbrechung der Erwerbsarbeit.
          Andererseits haben diese Institutionen auch die Funktion, die Kinder aus heterogenen sozialen Milieus auf einen Stand zu bringen, bevor die Schule beginnt. Und besser mit pädagogisch geschultem Personal, als frei Schnauze und nach Lust und Laune, bzw. Verfügbarkeit von Zeit.
          Dass wir das gesellschaftlich dringend brauchen, ist glaube ich unbestritten.

        • Aus djads Buch:

          Unsere Epoche ist von der Vorstellung besessen, sie könne gesellschaftliche Probleme dadurch benennen und lösen, dass sie sie zu Problemen der »Männlichkeit« deklariert.
          Der Mann und eine »toxische Männlichkeit« stehen stellvertretend für alle Schattenseiten, die wir an unserer modernen Zivilisation identifizieren, vom Klimawandel über Formen der gesellschaftlichen Arbeitsteilung und Formen der Familie bis hin zu Problemen der Gewalt in zwischenmenschlichen Beziehungen – und die Rettung unserer Zivilisation erwarten wir uns davon, dass wir Frauen mehr »Raum«, mehr »Stimme«, »Gehör« und Einfluss verschaffen – weil sich alle möglichen Problemlagen angeblich verbessern, sobald mehr Frauen oder mehr »Weiblichkeit« eine Rolle darin spielen.
          Und indem auf diese Weise ein analytischer Begriff der »Gesellschaft« hinter der Figur des »Männlichen« verblasst ist, ist ein anderer Systembegriff an seine Stelle getreten: der Begriff des »Patriarchats« – das Gespenst einer allgegenwärtigen, die gesamte Menschheitsgeschichte durchziehenden Superstruktur, die wiederum nichts anderes darstellt als eine Ableitungs- und Kollektivform von »Männlichkeit«. Dieser Begriff des »Patriarchats« ist ein Mythos im strengen Sinne – bis zum heutigen Tag regelmäßig zur Beglaubigung feministischer Behauptungen und Geschichtskonstruktionen beschworen, aber trotz der Bemühungen von zwei oder drei feministischen Generationen niemals empirisch überzeugend dargelegt. Auch theoretische Konzepte wie »Intersektionalität« und »Gender«, die eigentlich dazu gedacht waren, die allzu grobschlächtigen Vorstellungen des frühen Radikalfeminismus abzulösen, kehren auf Umwegen zu denselben vereinfachenden Denkmustern zurück.

          Meine grundsätzliche These ist folgende: Allen diesen mal mehr, mal weniger anspruchsvollen Begriffen liegt ein gemeinsamer, grundsätzlicher Denkfehler zugrunde: Feministinnen verwechseln die Beziehung der Frau zum Mann mit der Beziehung der Gesellschaft zur Umwelt. Aus ihrer Perspektive ist der Mann die Gesellschaft, mit dem ganzen doppelten Irrtum einer ihm zugeschriebenen Allmacht und als primärer Adressat für Wunscherfüllungen und Veränderungserwartungen. Und aus demselben Grund meinen Feministinnen, dass wenn sich die Gesellschaft ändern soll, der Mann sich ändern müsse. Das ist sozusagen ein »topologischer«, in der Grundfigur der Idee angelegter Irrtum: Die Fixierung der Feministinnen auf den Mann verstellt den Blick auf die Gesellschaft als Ganzes, von der sie selbst ja ein Teil sind, während sie sich selbst nur in Opposition, dem Manne gegenüber, wahrnehmen – weshalb sie außerstande sind, ihre eigenen Verstrickungen in faktische Mitverantwortlichkeit wahrzunehmen und weshalb sie sich ermächtigt fühlen, sich selbst einen überlegenen, erkenntnistheoretisch privilegierten Standpunkt zuschreiben.

          Pflichtlektüre, die eigentlich in jedem Regal/auf jeder Festplatte hier vorhanden sein sollte…

          • @only_me:

            Ich habe das Buch bereits gelesen. Diesen Gedanken aber:

            Feministinnen verwechseln die Beziehung der Frau zum Mann mit der Beziehung der Gesellschaft zur Umwelt. Aus ihrer Perspektive ist der Mann die Gesellschaft, mit dem ganzen doppelten Irrtum einer ihm zugeschriebenen Allmacht und als primärer Adressat für Wunscherfüllungen und Veränderungserwartungen.

            finde ich sehr faszinierend, da er – so denke ich – an die Wurzel des Problems mit dem Feminismus geht. Ich kann diesen Gedanken aber nicht richtig greifen, ein paar Beispiele wären hilfreich (Bruder Beispiel ist unser bester Prediger).

          • Welche feministische Standard-Klage sollen wir nehmen?

            Pay Gap?
            Feministin: Männer bezahlen Frauen weniger für die gleiche Arbeit und das Patriarchat wertet hinterrücks die Arbeit von Frauen (nur weil sie von Frauen verrichtet wird) so ab, dass Frauenberufe per se schlechter bezahlt werden als Männerberufe.

            Realität:
            – Niemand zwingt Frauen dazu, diesen oder jenen Beruf zu ergreifen, das sind ureigenste Entscheidungen.
            – Frauen wählen von sich aus Berufe, deren Bezahlung nicht skalierbar ist. Einer Altenpflegerin mehr Geld zu geben ist gleichbedeutend damit, jedem gepflegten Alten mehr Geld für die Pflege abzuverlangen.
            – Der Pay Gap ist am höchsten, wo Frauen es sich leisten können, nicht zu arbeiten, weil die Männer gut verdienen.

          • Zum Beispiel: Klimawandel.

            Klimawandel sei männlich und brauche daher eine feministische/weibliche Lösung. Hier wird allein der Mann (als gesamte Gesellschaft) als ursächlich gesehen, weshalb nicht erkannt wird, dass „der Mann“ für den Klimawandel genauso oder genauso wenig für die Klimaerhitzung verantwortlich ist wie „die Frau“ – beide sowohl als Kollektiv als auch individuell.

            Feminismus und Klimawandel

      • 1. Die Forderung nach staatlichen Betreuungseinrichtungen für Kinder war richtig und sinnvoll, um eine tatsächliche individuelle Wahlfreiheit zu ermöglichen.

        Man sollte das Geld, das ein Fremdbetreuungsplatz kostet, an die Eltern auszahlen. Das würde Wahlfreiheit schaffen. Die Eltern könnten dann frei darüber entscheiden, ob beide arbeiten gehen, oder einer zu Hause bleibt. Das wird aber nie geschehen, denn Feministen wissen ganz genau, dass dann zuviele Frauen die falsche Entscheidung treffen würden, nämlich zu Hause zu bleiben, ein Recht, welches bereits die Hohepriesterin des Feminismus‘, Simone de Beauvoir, den Frauen entziehen wollte.

        • Hast du nicht gelesen, was Matze geschrieben hat?

          Allensbach-Studie (2015):
          „Der Wunsch der Mutter, beim Kind zu bleiben, hat laut Studie maßgeblichen Einfluss auf die Entscheidung, wer zuhause bleibt oder reduziert arbeitet.“
          https://www.spiegel.de/politik/deutschland/so-teilen-deutsche-eltern-die-arbeit-auf-allensbach-studie-a-1042242.html

          1. Simone de Beauvoir was right about women! 😉
          2. Wenn sich das so durchsetzt, würden wir haargenau das gleiche Muster reproduzieren: Männer gehen arbeiten und zahlen Steuern, die werden vom Staat umgeleitet an die Eltern und die Frau entscheidet, dass sie zuhause bleibt/reduziert arbeitet.
          3. Crumar is right about men: Ihr seid Vagina-hungrige korrupte Heuchler! 😉

          • Wie lässt sich erreichen, dass mehr Väter mehr Zeit in der Familie verbringen können? Das ist der Kernpunkt der Männerrechtsbewegung, meiner bescheidenen Meinung nach.

          • „Wie lässt sich erreichen, dass mehr Väter mehr Zeit in der Familie verbringen können? Das ist der Kernpunkt der Männerrechtsbewegung, meiner bescheidenen Meinung nach.“

            Mitspracherechte von Familiengerichten in Familienangelegenheiten radikal auf ein absolut notwendiges Minimum beschränken.

          • Darauf gibt es zwei Antworten, die von links und rechts stammen für die Zeit nach der Geburt:

            1. Radikale Arbeitszeitverkürzung von Eltern mit Kindern mit Lohnausgleich – die Arbeitszeitverkürzung gilt natürlich für beide Geschlechter.
            2. Temporärer Ausstieg aus der Arbeitswelt ebenfalls mit Lohnausgleich, ebenfalls für beide Geschlechter.

            Der nächste Punkt für ältere Kinder:
            3. Mehr Erwerbsarbeit, weniger Familienzeit für Frauen.
            4. Weniger Erwerbsarbeit, mehr Familienzeit für Männer.

            Falls Frauen/Feministinnen Einwände haben, so bietet die Organisation MGTOW in der Provinz Xianjiang, China längere, ggf. unbefristete Bildungsurlaube an, um sie von der gesellschaftlichen Notwendigkeit zu überzeugen.

            Wir haben da schon etwas vorbereitet:
            https://www.watson.de/imgdb/3f88/Qx,E,0,0,914,509,380,212,152,84/2658739810466419

            Organisation MGTOW – immer unterwegs für Wissen und Fortschritt! 🙂

          • „Wir haben da schon etwas vorbereitet:“

            Du willst die letzten Männerparadiese für Frauen öffnen?
            Dann haben wir ja gar keine Rückzugsorte mehr, wo wir noch so richtig unter uns sind und mal so richtig die Sau rauslassen können, wie weiland Sommer 1995 in Srebenica.

          • @carnofis

            Das waren noch goldene Zeiten in den 90ern!
            Toxikologische Männlichkeit ein Fremdwort und nach dem dritten Corona war noch lange kein Feierabend.
            Aber die Zeiten ändern sich und ich gönne – besonders Frauen – ein Stück weit ihre gleichberechtigte und inklusive Teilhabe.

        • „Das wird aber nie geschehen, denn Feministen wissen ganz genau, dass dann zuviele Frauen die falsche Entscheidung treffen würden, nämlich zu Hause zu bleiben, ein Recht, welches bereits die Hohepriesterin des Feminismus‘, Simone de Beauvoir, den Frauen entziehen wollte.“

          Du siehst den Staat hier viel zu sehr in der Rolle des „Big Brothers“, der die Kinder alle so früh wie möglich übernehmen und indoktrinieren will.
          Das klappt schon deshalb nicht, weil 95% der KiTa-Betreuerinnen junge Frauen sind, die keine klare ideologische Linie formulieren und verfolgen können.
          Der Verweis auf die Gendas verfängt hier nicht, weil DIE nämlich vor jeder seriösen Arbeit zurückschrecken und sich garantiert nie auf Kinderbetreuung einlassen würden.

          Ich bin genau deshalb gegen die Gabe von Geld zur Wahlfreiheit, weil genau die Frauen/Männer das Geld eben NICHT in KiTa stecken würden, deren Kinder es am nötigsten hätten.
          Ich kannte selbst eine Familie, bei der es öfter zum Brot keine Butter gab, weil beide Eltern quarzten, dass die Tapete von der Wand fiel. Für diese Kinder wäre eine KiTa ein Segen und die Möglichkeit, an den fünf Wochentagen jeweils eine warme Mahlzeit zu erhalten.

          Hinzu kommt – und auch das habe ich schon wiederholt vorgetragen – die Tatsache, dass wir heute nicht mehr in einer kinderreichen Gesellschaft mit viel öffentlichem Raum zum Spielen leben, so dass Kinder außerhalb von KiTa nur noch in Ausnahmefällen Spielkameraden finden würden.
          Sie MÜSSTEN von einem Elternteil dauerbespaßt werden, was beide Parteien ziemlich bald sehr unzufrieden macht.
          Die KiTa von heute ist die Dorfjugend von (vor)gestern.

          Bei allen unbestrittenen Mängeln sind KiTa für Kinder immer noch der beste Ort, den Tag zu verbringen.

          • Kann ich als Vater eines 4jährigen, 6 Wochen ohne Spielplatz, Sportkurs und Gleichaltrige verbringen musste, nur unterschreiben.
            Ach ja und ich kümmere mich um das Kind. Meine Frau arbeitet Vollzeit.

  3. Gar nicht berücksichtigt sind hier die alleinherrschenden Frauen, die in den letzten Jahrzehnten erheblich zugenommen haben und offenbar gesellschaftlich erwünscht sind. In Frankreich beispielsweise soll ja jede alleinstehende Frau Anspruch auf ein Kind durch eine Samenspende haben. Bei uns werden die Rahmenbedingungen so gesetzt, dass eine Frau jederzeit den Vater in die Wüste schicken kann. Der zahlt dann, und um den Rest kümmern sich Staat und Gesellschaft.

    In der Corona-Zeit fällt aber die gesellschaftliche Ganztagsbetreuung weg. Der zerstreuende kreative Halbtagszeitverteib in einer Werbe-Klitsche weicht der Kurzarbeit, die künstlich langezogenen unsinnigen Telkos und Videokonferenzen im Homeoffice schlafen schnell ein, Fitness- und Nagelstudios haben geschlossen. Da sitzen sie nun mit ihren Kindern – und keiner nimmt die ihnen ab.

    Wenn der kleine Sohn wiederholt ins Zimmer stürmt während der stundenlangen Telefonierereien mit den Freundinnen, risikiert er schnelll ne Tracht Prügel von seiner durch seine Existenz und Anwesenheit überforderten Mutter. So haben sich das die Frauen aber nicht vorgestellt, als sie sich das Leben mit Kind, ohne Partner und vor allem ohne Kompromisse seinerzeit überlegt und konfiguriert hatten.

    Als Kind würde ich mich da schon lange vor der Pubertät tragen, warum es mich eigentlich gibt, wo ich überhaupt hingehöre, was denn an mir so schlimm ist, dass ich immer und überall weggeschickt werde. Dass immer über mich, aber nicht mit mir geredet wird. Dass ich wohl auch so eine Art Statussymbol wie die müffelnde Prada-Tasche im Flur bin. Aber ich habe halt nur die Mutter. Alle anderen beaufsichtigen und bespaßen mich nur, weil sie so ihr Geld verdienen. Wem bin ich denn eigentlich wichtig?

    Der Vater sitzt einsam in seinem kleinen verrauchten Wohnzimmer beim Whiskey und betäubt sich zusätzlich durch das Zahlendrehen für ein wissenschaftliches Corona-Paper, bis die Ergebnisse verschwimmen. Er darf sein Kind nicht am ungeraden Wochenende sehen. Zu gefährlich.

  4. „Im vorliegenden Fall nehmen dann Frauen die Auszeit alleine und der Mann arbeitet weiter Vollzeit.“

    Google mal: wie lange dauert die Rückbildung
    Erste Antwort: laut Studien mindestens ein Jahr. Was auch die Zeit ist, wo die meisten Mütter min. Stillen wollten & sollten.

    Eine Schwangerschaft führt zu körperlichen Veränderungen, die nicht mit der Geburt bereits abgeschlossen sind. Man kann seinen Körper und die Bedürfnisse des Säuglings missachten, aber damit ist langfristig wohl eher keinem geholfen.

    Es wäre toll, wenn die Gesellschaft Väter wenigstens (zwangsweise) während des Mutterschutzes von der Erwerbsarbeit freistellte, damit die Frauen sich in der Zeit nicht überanstrengen. Wer steht da auf der Bremse? Feministinnen? Pah!

    „Nein, sehr geehrte Verschwörungstheoretikerin, wenn von 10 Arbeitsplätzen 9 mit Frauen besetzt sind, konkurrierst du mit 8 Frauen und einem Mann“

    Nenn mir doch bitte nur 1 derart Frauendominiertes Berufsfeld, in dem nicht tatsächlicher Arbeitskräftemangel herrschte.

    • Frauen überanstrengen sich nach der Geburt, wenn ihr Mann kein Arbeitsverbot erhält? Ich gebe 8 semi auf der nach oben offenen Absurditätsskala.

      „Nenn mir doch bitte nur 1 derart Frauendominiertes Berufsfeld, in dem nicht tatsächlicher Arbeitskräftemangel herrschte.“
      Das ist eine rhetorische Frage aus dem Kapitel „Rhetorische Fragen, die bloß die eigene Ignoranz offenbaren“.

      1. Arzt- und Praxishilfen
      2. Verkauf von drogerie- und apothekenüblichen Waren
      3. Professuren für Gender Studies

    • Nein, sehr geehrte Verschwörungstheoretikerin, wenn von 10 Arbeitsplätzen 9 mit Frauen besetzt sind, konkurrierst du mit 8 Frauen und einem Mann“

      Nenn mir doch bitte nur 1 derart Frauendominiertes Berufsfeld, in dem nicht tatsächlicher Arbeitskräftemangel herrschte.

      Lesen will gelernt sein. Es spielt keine Rolle, ob tatsächlich Arbeitskräftemangel herrscht. Es geht in der von dir zitierten (aber wohl wie üblich nicht verstandenen) Aussage nicht um Arbeitskräftemangel, sondern darum, wie viele der „Arbeitskollegen“ männlich oder weiblich sind.

      Es gibt übrigens tatsächlich einige frauendominierten Berufsfelder, in denen mehr oder weniger großer Fachkräftemangel herrscht, wegen mutmaßlich sexistischer Motive aber Männer nicht oder selten eingestellt werden. Bspw. bei den Lehrern, speziell in Grundschulen und bei den Juristen.
      Selbst so jemandem wie dir dürfte nicht entgangen sein, dass z.B. die „Männerquote“ bei der Staatsanwaltschaft Hamburg massivst wegen Sexismus und Diskriminierung durch den Juristinnenbund kritisiert wurde.
      https://manndat.de/feministische-mythen/berufsleben/feministinnen-wettern-gegen-gleichberechtigung-wenn-sie-maennern-nuetzt.html

    • „Google mal: wie lange dauert die Rückbildung
      Erste Antwort: laut Studien mindestens ein Jahr.Was auch die Zeit ist, wo die meisten Mütter min. Stillen wollten & sollten.

      Eine Schwangerschaft führt zu körperlichen Veränderungen, die nicht mit der Geburt bereits abgeschlossen sind. Man kann seinen Körper und die Bedürfnisse des Säuglings missachten, aber damit ist langfristig wohl eher keinem geholfen. „

      Naja, in diesem Fall wäre es glaube ich angebracht wenn man überlegt dass man Frauen von verantwortungsvollen Berufen wie Politiker, Firmenchef usw. ausschließt, was meinst du? So fragil und zerbrechlich wie die sind kann man ihnen das auf keinen Fall zumuten. Und wenn sie ein Kind bekommen, stell dir mal vor, in einer Krise wie jetzt wo es um schnelles handeln geht. Jungmütter in verantwortungsvollen Positionen müssten da die Bedurfnisse ihres Säuglings missachten, und ihre eigenen noch dazu! Absolut Untragbar!
      Zum Glück ist die Lösung wie oben angedeutet ganz einfach: Keine Frauen in der Politik oder ganz allgemein in verantwortungsvollen Positionen.

      Mensch Semi, merkst du eigentlich noch irgendwas?

    • Der Punkt, um den es geht, ist nicht Mutterschutz. Sondern dass Frauen sich entscheiden, mehr Zeit zu Hause für die Brutpflege/Care-Arbeit aufzubringen. Und wenn sie trotzdem arbeiten, die Zeit, die sie in einer Ausnahmesituation wie Corona-Lockdown zu Hause verbringen, weniger für fachbezogene Arbeit verwenden als Männer.

      Und der zitierte Absatz bezog sich eben gerade auf Frauen, die keine Kinder haben. Und dass dieser Aspekt im gestern besprochenen Artikel ignoriert wird.

      Es gibt im Übrigen zahlreiche Berufsfelder, die von Frauen dominiert werden. Mir fielen noch
      – Friseurin
      – Veterinärmedizinerin
      – Gynäkologin
      – Kinder- und Jugendpsychatrie
      – Kinder- und Jugendmedizin
      – Innenarchitektur
      – Ernährungswissenschaft
      – Psychologie
      – Pharmazie
      – Kunstgeschichte
      – Kommunikationswissenschaften
      Ein.
      Oder bei Unterzweigen, z. B. In BWL
      – Marketing
      – Human Ressources

  5. Crumar schreibt oben: „Wobei es als fraglos vorausgesetzt wird, der Mann hat das Lebensmodell [seiner Frau] per eigener Erwerbsarbeit zu finanzieren.“

    Es passt vielleicht nicht genau hier her, aber ich sehe da schon einen Zusammenhang, und es bringt auch einen Punkt, den crumar schon mal angesprochen hat, dass nämlich der Arbeitslohn des Mannes früher darauf ausgelegt war, damit eine komplette Familie versorgen zu können.

    Über die 1960er und 70er Jahre in den USA schreibt Caldwell:

    „[…] feminism […] undermined the New Deal culture of the “family wage” — the common-sense assumption among Americans of all classes that a wage paid to a “working man” went to support his wife and children as well.“ (p. 49)

    „Feminism offered corporations an excuse (what the political philosopher Nancy Fraser called a “legitimation”) for breaking the implicit contract to pay any full-time worker a wage he could raise a family on. It was feminism that provided, under pressure of the recessions of the 1970s, a pretext for repurposing household and national budgets. Instead of being used for reproduction (understood as both family-forming and investment), those budgets would now be consumed [for comfort and pleasure]. The increment in the family wage that had been meant for the raising of children was withdrawn [by more and more companies]. Families were no longer entitled to it — mothers [and wifes without children] would have to enter the workplace to claim it. But they wound up getting only a small part of it, and their competition drove down their husbands’ wages into the bargain.“ (p. 50)

    Christopher Caldwell: The Age of Entitlement: America Since the Sixties, Simon & Schuster, 2020.

    Hier deutet sich also ein Motiv an, warum viele Firmen und eben auch der Staat den Feminismus unterstützt haben und noch unterstützen. Neoliberal feminism.

    Nun schreibt crumar oben: „Wobei es als fraglos vorausgesetzt wird, der Mann hat das Lebensmodell [seiner Frau] per eigener Erwerbsarbeit zu finanzieren.“ Diese Voraussetzung war in der Mitte des letzten Jahrhunderts noch realistisch (was nicht heißt, dass sie berechtigt war – aber sie konnte realisiert werden). Heute ist sie völlig unrealistisch und kann nur noch in Einzelfällen verwirklicht werden. An dieser Verschiebung war offenbar der Feminismus beteiligt.

    Und obwohl diese Voraussetzung heute weitgehend utopisch ist, wird an ihr festgehalten. Und obendrein soll sich der Mann auch noch zu gleichen Teilen an der Beschäftigung mit den Kindern beteiligen.

    • „Diese Voraussetzung war in der Mitte des letzten Jahrhunderts noch realistisch (was nicht heißt, dass sie berechtigt war – aber sie konnte realisiert werden). Heute ist sie völlig unrealistisch und kann nur noch in Einzelfällen verwirklicht werden. An dieser Verschiebung war offenbar der Feminismus beteiligt.“

      Beteiligt war der Feminismus mit Sicherheit, dass er es beabsichtigt hat, bezweifel ich sehr. Ist es doch die unerklärte Absicht, Frauen mithilfe männlicher Erwerbsarbeit ins Paradies zu befördern.
      Die meisten Radfems sind Lesben, also Frauen, die weder Kinder zu versorgen haben, noch einen Mann haben, der ihren Lebensentwurf finanziert. Sie MÜSSEN arbeiten, tun dies – meistens in Jobs, die mit Staatsknete finanziert werden – und erreichen damit logischerweise eine gewisse Unabhängigkeit.
      Zumindest direkt. Indirekt werden sie dann doch wieder von den verhassten Männern bezahlt.

      Die normale Frau von der Straße bevorzugt dagegen immer noch unverändert das Versorgermodell, allerdings verbunden mit dem Wunsch, sich ein wenig „selbst zu verwirklichen“.
      Selbst verwirklicht man sich selten in Knochenjobs, also sucht sie sich irgendwas Leichtes, ohne Verantwortung – und senkt dort das Lohnniveau.
      Damit verdrängt sie nur selten einen Mann, weil die meisten Jobs, die Frauen anstreben, auch von den meisten anderen Frauen angestrebt werden.
      Von daher ist es eher wenig wahrscheinlich, dass die von Männern ausgeübten Jobs von steigender weiblicher Berufstätigkeit beeinflusst werden. Die Weibsen konkurrieren untereinander.
      Was aber auch kein Problem darstellt, weil die meisten Frauen ja zuhause noch nen Mann haben, den sie zum Anschaffen schicken.

      „Und obwohl diese Voraussetzung heute weitgehend utopisch ist, wird an ihr festgehalten.“

      Träumen darf man immer.
      Richtig ärgerlich wird es dort, wo sich die Justiz zum lila Pudel machen lässt und die alten Modelle fröhlich aufrecht erhält. Frei nach der Devise: „Was? Du kannst keine Familie mehr komplett ernähren? Pass mal auf, dass ich Dich nicht fiktiv stelle und dir den Gerichtsvollzieher ins Haus schicke!“

      • Ein fiktives Einkommen wird allerdings auch Müttern nach einer Scheidung unterstellt. Und Christian bspw. kämpft dafür, dass das – gekoppelt mit erhöhter Erwerbsobliegenheit und Barunterhaltspflicht – zukünftig grundsätzlich bereits ab der Trennung gilt. Den Dummen versucht er das auch noch als Frauenfördernde und daher -freundliche Maßnahme zu verkaufen…

        • „Ein fiktives Einkommen wird allerdings auch Müttern nach einer Scheidung unterstellt.“

          Rein theoretisch mag das sein, praktisch ist das mir noch nicht vorgekommen.
          Vermutlich willst Du auf die Fälle andeuten, wo die Robe den Ex-Mann nicht zur Zahlung der vollen Unterhaltssumme verknackt, um ihn das Gefühl zu geben, den Prozess nicht vollkommen verloren zu haben.
          Legt man aber die gesetzlich vorgegebene Eigenverantwortlichkeit von Geschiedenen zugrunde, dann wäre überhaupt eine Barunterhaltspflicht nicht gerechtfertigt gewesen.
          Dir Roben plündern die Männer aus und geben ihnen nen Zehner aus dem eigenen Portemonnaie zurück, worauf gleich einige dieser Beraubten in Tränen der Rührung ausbrechen und den Räuber „gütig“ loben.

    • Das hier ist in den USA zwischen 1965 und 2005 passiert:

      Paar zusammen für Erwerbsarbeit, Hausarbeit und Kinderbetreuung in Stunden pro Woche:
      1965 1975 1985 1995 2005
      Gesamtstunden 117,1 111,7 114,7 119,9 124,7

      Diese Ausweitung steht in einem engen Zusammenhang mit der Erwerbsarbeit:

      Erwerbsarbeit (M) 46,4 / 45,4 / 39,8 / 39,5 / 42,1
      Erwerbsarbeit (F) 9,3/ 16,1 / 20,9 / 25,7 / 22,4

      Zusammen 1965 noch 55,7 Stunden pro Woche, zwanzig Jahre später waren es 60,7, 2005 64,5 Stunden.

      Family Care (FC) = Hausarbeit plus Kinderbetreuung in Stunden pro Woche
      Mann: 6,9 / 8,6 / 12,8 / 14,4 / 16
      Frau: 49,5 / 37,9 / 36,2 / 36 / 39,4

      Wobei die reine Hausarbeit bei der Frau 1965 32 Stunden umfasste, 2005 hingegen nur noch 18 Stunden. Die Kinderbetreuung hingegen von 10 auf 14 Stunden ausgebaut worden ist. Hausarbeit beim Mann von 4 auf 10 Stunden, Kinderbetreuung auf 2,5 auf 7 Stunden.

      Erwerbsarbeit + Family Care in Stunden pro Woche
      1965 1975 1985 1995 2005
      Mann: 58,3 57,7 57,6 58,2 62,9
      Frau: 58,8 54 57,1 61,7 61,8

      Man kann sehen, eine kontinuierliche Doppelbelastung (= Mehrbelastung) der Frauen über die Jahrzehnte hinweg hat es nie gegeben.

      • „Mit diesen 269 Minuten liegen Frauen in Deutschland nach einer Studie fast genau im Durchschnitt von 41 untersuchten Ländern, wie die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und die Europäische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen am Montag in Genf mitteilten.

        Männer in Deutschland arbeiten deutlich weniger ohne Bezahlung: nur 164 Minuten am Tag. Immerhin liegen sie damit über dem Durchschnitt: der liegt in allen 41 untersuchten Ländern nur bei 108 Minuten. Wenn neben dem bezahlten Job auch Arbeitsstunden im Haushalt, bei der Pflege und bei gemeinnützigen Aktivitäten gezählt werden, sind Frauen deutlich stärker belastet: Sie arbeiten im Schnitt 55 Stunden pro Woche, Männer 49.“

        https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wirtschaft_nt/article193021553/Frauen-arbeiten-deutlich-mehr-als-Maenner.html

        Und jetzt akut ohne Kinderbetreuung hat sich das sicher – wenigstens bei den Frauen – verschoben hin zu noch mehr unbezahlten Tätigkeiten für Andere.

        • Das sind die klassischen Lügenstudien, die ich gerne in den nächsten Wochen auseinander nehmen werde.
          Die klassische Lüge ist hier formuliert: „noch mehr unbezahlten Tätigkeiten für Andere“ – weil nämlich jede Tätigkeit der Frau als a. Arbeit und b. unbezahlte Arbeit für Andere gezählt wird.
          Wenn eine Single-Frau ihre Wohnung putzt, dann ist das nicht unbezahlte, sondern Eigenarbeit.
          Wenn eine Single-Frau für sich kocht, dann ist das Eigenarbeit.
          Es ist eine hypothetische und irrelevante Frage, wie viel das Essen Wert ist, was sie produziert, weil sie es sogleich konsumiert.
          Wenn eine Single Wohnung 40 qm hat und das Paar eine 80 qm Wohnung hat, dann sind die 40 qm zu putzen weiterhin Eigenarbeit.
          Wenn sie Essen zubereitet für beide, dann sind 50% der Zeit Eigenarbeit.
          Hat ein Paar ein Kind, dann sind 50% der Betreuung Eigenarbeit – auch die Erwerbsarbeit zur Finanzierung.
          Das Konzept ist so einfach zu verstehen.

          • „Das Konzept ist so einfach zu verstehen.“

            Für einen Mann, Crumar.
            Für einen Mann!

            Einer normalen Frau kannst Du es zumindest noch in einer ruhigen Stunde beibringen.

            Aber eine Feministin?

            Vergiss es.

          • @carnofis

            Das ist kennzeichnend für eine (klein)-bürgerliche Feministin.
            Nämlich in dieser Gedankenwelt zu existieren, sie muss nicht für ihren eigenen Lebensunterhalt aufkommen durch Eigenarbeit.
            In dieser Sichtweise der heiteren Unterverantwortlichkeit ist die Sicherung ihrer eigenen Existenz auf der einen Seite gesetzt und auf der anderen Seite nicht von ihr.
            Ich rede immer von einem „default“-Zustand und das ist er.
            „Normal“ ist für sie, die materielle Sicherung der eigenen Existenz wird nicht von ihr selber erbracht und „normal“ ist daher, diese als gegeben vorauszusetzen.
            Aus ihrer Sicht ist sie bei niemandem in irgendeiner Schuld, sondern sie startet immer bei Null.
            Bevor sie auch nur einen einzige Anstrengung durch eigene Tätigkeit vollbringt – und aus ihrer Sicht ist jede Tätigkeit ein positiver Wert.
            Die Hälfte an Kosten zu übernehmen für Miete, Lebenshaltung und Kinder wären de facto Schulden abzuarbeiten durch (unqualifizierte) Arbeit incl. der Kosten für die eigene Reproduktion.
            Ist es nicht lustig, dass wir keine „Zuverlustgemeinschaft“ kennen oder eine Gewinn- und Verlustrechnung machen?
            Ist es nicht bizarr bzw. voraussehbar, dass Scheidung eine doppelte „Stunde Null“ ist, in der diese Verluste abgeschrieben werden und es sich um den Gewinn dreht, den man nicht selber erbracht hat?

          • Hinzu kommt, dass aus meiner Erfahrung und der meines Umfeldes, Frauen für einen erhöhten Aufwand an Hausarbeit sorgen. Sei es, dass man beim Staubsaugen, oder -wischen alle 15cm irgendwelchen Deko-Tinnef hochheben, oder drumherum arbeiten muss, oder dass die Holde die doppelte Menge an Schmutzwäsche fabriziert. Weiß nicht, ob das allgemeingültig ist, aber ich vermute, dass die 50/50-Aufteilung nicht hinhaut. Frauen haben auch einen anderen Anspruch an dem Zustand der Wohnung (besonders, wenn Besuch ansteht), sorgen aber gleichzeitig dafür, dass dieser gewünschte Zustand schwerer herzustellen ist.

          • „Zuverlustgemeinschaft“

            Sehr schönes Wort für ein großartiges Konzept.

            Am Ende der Ehe wird geschaut, wer weniger Ressourcen in die Ehe eingebracht, als in seinen Standardmöglichkeiten (Berufsabschluss x Jahre x 40-Stunden-Woche) gelegen hätte und die Hälfte dieses Betrages schuldet er dem anderen.

          • „Frauen für einen erhöhten Aufwand an Hausarbeit sorgen.“

            crumar zitierte mal eine Quelle, dass Single-Frauen doppelt so lange für ihre Hausarbeit brauchen wie Männer.

            Wenn er oben sagt, dass die Hälfte der Frauentätigkeiten im Haus Eigenarbeit sind, ist das nicht richtig.
            Zwei-Drittel sind Eigenarbeit.

            Nur ein Drittel wird vom Mann tatsächlich nachgefragt. Und das auch nur, wenn der Mann selbst nichts beiträgt. Sonst sind es noch weniger.

          • „Ist es nicht lustig, dass wir keine „Zuverlustgemeinschaft“ kennen oder eine Gewinn- und Verlustrechnung machen?
            Ist es nicht bizarr bzw. voraussehbar, dass Scheidung eine doppelte „Stunde Null“ ist, in der diese Verluste abgeschrieben werden und es sich um den Gewinn dreht, den man nicht selber erbracht hat?“

            Nun, wenn man es mit den Augen eines kaiserlich-preussischen Mitbürgers des späten 19. Jahrhunderts betrachtet, mag diese Anschauung noch einen belastbaren Grund haben. Die Frau hat ja real Leistung erbracht, auf die ihr Mann auch Anspruch hatte. Als Geschiedene galt sie als „verbraucht“, also wertgemindert. Und sie war in dem Wissen in die Ehe eingestiegen, von ihrem Mann ernährt zu werden.
            Eigentlich hätte das Scheidungsrecht schon in der Weimarer Republik ein Stirnrunzeln erzeugen müssen, heute ist es schlicht ein Instrument, mit staatlicher Hilfe Rache am Ungetreuen nehmen zu können. Rechtlich gibt es keine Rechtfertigung für den Anspruch, vom Ehemann ernährt zu werden.
            Und das selbstbestimmte Leben als Nur-Hausfrau in der Scheidungsverhandlung im 21. Jahrhundert immer noch als „ehebedingten Nachteil“ unterhaltserhöhend geltend machen zu können, ist der Gipfel einer Justiz-Groteske.

            Eigentlich hast Du recht, wenn wir die Ehe als ZuGEWINNgemeinschaft sehen wollen, dann müssen wir auch über die Kosten reden, die zu diesem Gewinn geführt haben.
            Wenn ich sechs Jahre Leben in ein Studium investiere und mit 20.000 DM Schulden ins Berufsleben einsteige, dann sind das ganz reale Zahlen, die auf den Tisch gehören. Hinzu kommt der Einkommensausfall in der Zeit, der mir später bei der Rente fehlen wird.
            Aber dann dürfte kaum noch eine Frau Unterhalt beanspruchen dürfen.

      • @crumar

        Ich kann deine letzte Statistik nicht nachvollziehen. Wenn ich beispielsweise die 1965er Erwerbsarbeit(M) mit FC zusammenrechne, komme ich auf 53,3h, nicht 58,3. Gesamt komm ich auf folgende Werte:

        Erwerbsarbeit + Family Care in Stunden pro Woche
        Mann: 53,3 54,0 52,6 53,9 58,1
        Frau: 58,8 54,0 57,1 61,7 61,8

        Also waren Frauen außer 1965 immer mehr belastet – hm, nein, sagen wir: tätiger – als Männer.

          • Hmm, habe ich das falsch dargestellt?

            Zeitraum: 1965 1975 1985 1995 2005

            Fathers: 58,3/ 57,7 / 57,6 / 58,2 / 62,9
            Mothers: 58,8 / 54 / 57,1 / 61,7 / 61,8

            Frauen: +0,5 1965
            Männer. +3,7 1975
            Männer: +0,5 1985
            Frauen: +3,5 1995
            Männer: +0,1 2005

            Wenn man es über diesen Zeitraum betrachtet – und das war mein Punkt – gibt es die weibliche Mehrbelastung nicht und beide Geschlechter arbeiten Pi mal Daumen gleich viel.
            Aber beide zusammen 2005 deutlich mehr als 1975 – nämlich statt 111,7 Stunden 124,7 Stunden.

          • Ich verstehe, was du sagen willst. Ich weise nur darauf hin, dass deine Zahlen bei den Männern nicht alle stimmen können. Bei den Frauen ist Erwerbsarbeit plus Family Care gleich Gesamt, bei den Männern nicht. Welche Zahlen falsch sind – Erwerbsarbeit und/oder Family Care und/oder Gesamt, weiß ich natürlich nicht. Ist deine Quelle zufällig verlinkbar? Mich würden auch die Zwischenjahre interessieren, um zu sehen, wie groß die Schwankungen zwischen zwei direkt aufeinanderfolgenden Jahren sind. Das gibt einen guten Hinweis darauf, ob Unterschiede von unter 4 h überhaupt signifikant sind.

            P.S.: Ich glaube, Zahlen sind heute einfach nicht so deins:
            Männer: +1,1 2005
            😉

          • @Renton

            Ich komme total durcheinander, weil ich aus einer Tabelle kopiere, die so gruppiert ist: 1965 1975 1985 1995 2000 2003 2004 2005 2006 2007 2008

            Um 1965-2005 darzustellen, muss ich eine Menge löschen und da sind mir bestimmt Fehler unterlaufen.

    • „[…] feminism […] undermined the New Deal culture of the “family wage” — the common-sense assumption among Americans of all classes that a wage paid to a “working man” went to support his wife and children as well.““

      Feministinnen haben stets bloß kritisiert, dass Frauen kein „family wage“ bezahlt wird.

      • „Feministinnen haben stets bloß kritisiert, dass Frauen kein „family wage“ bezahlt wird.“

        Wird nicht? Wie machen denn das die Frauen mit mehreren Kindern so ganz ohne Bezahlung? Wovon leben die, wie ernähren sie sich und ihre Kinder, wovon kaufen sie sich Kleidung und Essen? Wovon bezahlen sie die Miete und Heizung? Wie finanzieren die denn ein Auto? Mit dem bisschen Lohn von einem Halbtags-Job geht sich das ja wohl nicht aus. Die guten Jobs haben ihnen schließlich die Männer, selbstsüchtig und unterdrückerisch wie sie sind, weggeschnappt, da bleibt für Frauen nur der schlecht bezahlte Teilzeit-Job. Und nicht vergessen, selbst für den bekommen sie drölzig Prozent weniger als Männer.
        Also wie geht sich bitte Familie, Wohnung, Kinder, Auto, Urlaub, Smartphone & Netflix aus, so ganz ohne Bezahlung der Familienarbeit nur von einem kleinen Teilzeit-Job? Haben diese Frauen eine Gelddruckmaschine im Keller oder was?

        • „Wie machen denn das die Frauen mit mehreren Kindern so ganz ohne Bezahlung?“

          Warum so unpersönlich?
          Du hast doch genau so eine Vorbilds-Feministin vor Dir.
          Deine Frage muss also lauten: „Wie machst Du das mit mehreren Kindern so ganz ohne Bezahlung? Wovon lebst Du, wie ernährst Du Dich und Deine Kinder, wovon kaufst Du Dir Kleidung und Essen? Wovon bezahlst Du die Miete und Heizung?“

          Solange Semi darauf keine anständige Antwort geben kann, bleibt Feminismus ein Lala-Land für gelangweilte Vorstadt-Tussen.

  6. Pingback: Frauenwahlrecht der gut situierten Frauen | uepsilonniks

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