Häusliche Gewalt in Italien: Gestiegene Zahlen

Einer Meldung aus Italien nach soll es dort nunmehr doch gestiegene Zahlen häuslicher Gewalt geben:

In Zeiten der Ausgangssperre verschärft sich in Italien das Phänomen der familiären Gewalt. In Italien haben im Zeitraum zwischen dem 2. März und dem 4. April 2.867 Frauen bei Anti-Gewaltzentren um Hilfe gebeten, das sind 74,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2019, meldete die italienische Frauenministerin Elena Bonetti am Sonntag.

Bei 28 Prozent der Hilferufe handelt es sich um Frauen, die sich zum erstmal an Anti-Gewalt-Zentren gewendet haben. „Die Ausgangssperre infolge der Coronavirus-Epidemie ist für viele Frauen, die Gewalt erleiden, ein Notstand im Notstand, denn sie sind gezwungen, während der Quarantäne mit Männern eingesperrt zu sein, die sie misshandeln“, sagte die Ministerin.

Oder aus einer italienischen Meldung, (mit Deepl übersetzt)

2.867 Frauen wandten sich während der Sperrung vom 2. März bis zum 5. April an die Anti-Gewalt-Zentren des D.i.Re Network: 74,5 Prozent mehr, das entspricht 1224 Frauen, im Vergleich zum Monatsdurchschnitt der letzten statistischen Erhebung vor zwei Jahren, der von 2018 (die letzte, deren Daten verfügbar sind) in den über 80 über ganz Italien verstreuten Zentren.

Die größten Bitten um Hilfe kamen aus der Lombardei und der Toskana. Von diesen 2.867 Frauen hatten sich jedoch nur 28% noch nie an ein Anti-Gewaltzentrum gewandt, während sie vor zwei Jahren noch 78% der Jaufgenommenen Frauen ausmachten; während es einen „signifikanten“ Anstieg der Unterstützungsanfragen von Frauen gab, die bereits von den Anti-Gewaltzentren des D.i.R.-Netzwerks verfolgt wurden und gezwungen waren, die Zeit der Quarantäne für den Coronavirus-Notfall zu Hause mit dem Täter zu verbringen.

„Weit über 1200 Frauen haben sich in etwas mehr als einem Monat an die Anti-Gewalt-Zentren der D.i.Re gewandt, verglichen mit der durchschnittlichen jährlichen Zahl der Kontakte, die in der letzten Umfrage verzeichnet wurden – weist Paola Sdao, die zusammen mit Sigrid Pisanu für die jährliche statistische Erhebung des D.i.Re-Netzwerks verantwortlich ist, darauf hin – eine Zahl, die bestätigt, wie das erzwungene Zusammenleben die Gewaltsituationen, die Frauen erlebten, weiter verschärft hat“. „Eine Datenlage, die uns beunruhigt – Sdao weist erneut darauf hin – sind die neuen Hilfsersuchen, die nur 28% der Gesamtzahl ausmachen, während sie im Jahr 2018 78% der Gesamtzahl der akzeptierten Frauen ausmachten. Und von diesen haben nur 3,5% die öffentliche Anti-Gewalt-Nummer 1522 durchlaufen“.

Die Zentren. „Unsere Daten bestätigen, dass die Anti-Gewalt-Zentren – kommentiert die Präsidentin der D.i.Re Antonella Veltri – ein Bezugspunkt für Frauen unabhängig von 1522 sind, wesentliche Dienste, die in den verschiedenen Dpcm nie erwähnt wurden, die ihre Aktivitäten trotz der Schwierigkeiten verfolgt und fortgesetzt haben“.

Veltri berichtet, dass „wir uns heute, immer noch in voller Not, in der gleichen Situation befinden wie vor 53 Tagen, als der erste Tod von Covid registriert wurde. Trotz der Tatsache, dass wir um außerordentliche Ressourcen und den notwendigen Schutz für die Organisation der Aufnahme gebeten hatten, mussten sich die Anti-Gewalt-Zentren und die Flüchtlingshäuser in den meisten Fällen selbst mit Sicherheit und Notunterkünften versorgen“. Die am 2. April von der Abteilung für Chancengleichheit freigegebenen Mittel für 2019 „müssen nun – betont er – für die Regionen durchlaufen: Es wurde keine Region aktiviert. Darüber hinaus handelt es sich nicht um zusätzliche Ressourcen, sondern um Mittel, die für wichtige zusätzliche Aktivitäten wie Ausbildung und Arbeitsvermittlung von Frauen bereitgestellt werden, die nun fehlen werden. „Und die 3 Millionen, die mit der Cura Italia angekündigt wurden, sind lächerlich, verglichen mit den Bedürfnissen der Zentren. Wir sind noch nicht aus der Notlage heraus – schlussfolgert Veltri – und jetzt, da die Zeit für die Wiedereröffnung des Landes näher rückt, ist keine Intervention geplant, um der Situation zu begegnen, während die Bitten um Unterstützung noch zunehmen könnten, wie es in China bereits geschehen ist. Die Regierung muss unbedingt ihre Strategie ändern“.

Anscheinend haben sich nach weiteren Maßnahmen mit neuen Gewaltzentren mehr Frauen gemeldet. Die meisten, die sich gemeldet hatten hatten vor Corona schon Gewalterfahrungen. Wäre interessant ob der Anstieg nun auf die neuen Maßnahmen zurückzuführen ist oder tatsächlich auf Corona. Aber vielleicht verstehe ich den Text auch falsch

31 Gedanken zu “Häusliche Gewalt in Italien: Gestiegene Zahlen

  1. …während der Quarantäne mit Männern eingesperrt zu sein, die sie misshandeln…

    Selber Schuld,
    -Augen auf bei der Partnerwahl.
    – nicht rumzicken und nervig werden, nur weil man den Guten nicht mehr zum Schuften aus dem Haus jagen kann.
    – Dem Mann spüren lassen, daß er nicht nur das Arbeitstier ist, sondern als Mensch, als Person geschätzt wird.
    usw.
    usw.
    Aber schwer ist es schon, denn der wichtigste Mensch im Leben einer verpartnerten Frau ist ja bekanntlich nicht der Mann, sondern die beste Freundin, mit der man über diesen reden kann, und mit der darf man jetzt nicht mehr vormittags im Kaffee sitzen, während der auf Arbeit ist, schon schwer irgendwie…

    ist ja hier schon alles oft durchgekaut worden.

    • „Selber Schuld“

      Geht’s noch? Wenn ich dir ob Deines Postings die Fresse polierte, würde ich Dir anschließend auch sagen, Augen auf bei der Postingwahl. /sarcasm off

        • Ich meine das, was Solschenizyn meinte, als er sich mit Blick auf das GULAG-Personal der Sowjetunion gegen die Anwendung des christlichen Grundsatzes „Keiner werfe den ersten Stein“ aussprach. Er fand, Steine sollte man so lange schmeißen, bis sich auf dem Gesicht des Getroffenen der erste schmerzhafte Ausdruck des _Verstehens_ widerspiegelt.

          Aber was die Chancen betrifft… klar mache ich den Dr. platt!!1!elf!

      • Hier ist wieder beides ricthig. Gewalt ist niemals zu rechtfertigen, die Darstellung, Frauen wären immer nur einfach Opfer, dürfte allerdings falsch sein. Zum Streiten gehören bekanntlich mindestens zwei.

        • „Gewalt ist niemals zu rechtfertigen“
          Doch, ich könnte dir aus der Lameng haufenweise Beispiele nennen, wo Gewalt moralisch und/oder juristisch gerechtfertigt ist.

          „Zum Streiten gehören bekanntlich mindestens zwei.“
          Wenn zwei ihren Streit gewaltsam austragen, relativiert das natürlich die Schuld an den Folgen. Es gibt aber auch genug Fälle, in denen nur einer von beiden gewalttätig wird. (Warum fallen mit da spontan Johnny Depp und Amber Heard ein?) In solchen Fällen ist die Gewalt zwar unter Umständen verständlich, aber dennoch nie gerechtfertigt. Der Satz „Augen auf bei der Partnerwahl“ gilt nämlich für jeden. Wenn mich mein Partner so annervt, dass ich Gewalttendenzen verspüre, wird es für MICH Zeit, über eine Trennung nachzudenken.

  2. Ok, dann mal los. Seufz.
    Sie wurden vom 2. März bis zum 5. April 2020 insgesamt 2.867 Mal in D.i.R.-Zentren (=Gewaltschutzzentren) kontaktiert.
    Davon waren „nur“ 806 (28%) „neue“ Kontakte, also von Frauen, die vorher noch keinen Kontakt mit Gewaltschutzzentren aufgenommen hatten.

    Im monatlichen Schnitt vom Jahr 2018 (eine andere Vergleichszahl gibt es nicht und diese stammt von genau dieser Organisation) waren es 1643 Frauen, die Kontakt aufgenommen hatten.
    Davon – so die Quelle – waren 1288 Frauen oder 78%, Erstkontakte.

    Ob diese homogene Verteilung der Fälle über das Jahr existiert hat? Keine Ahnung. Ob der prozentuale Anteil der Erstkontakte gleichbleibend hoch war? Keine Ahnung. Wie die Zahlen 2019 waren? Keine Ahnung. Ob sie zuverlässig sind? Keine Ahnung. Was war der Anlass der Kontaktaufnahme? Keine Ahnung. Feministische Zahlen eben.

    Womit man die Statistik von 2018 auch so umschreiben kann:
    Gesamtzahl der Kontakte: 19.716
    Gewalttätige Familienverhältnisse bekannt (2018): 4260 (22%)
    Gewalttätige Familienverhältnisse bisher unbekannt (2018): 15.456 (78%)

    Stand 2019: Gewalttätige Familienverhältnisse bekannt: 19.716
    Bekannt Gewalttätige Familienverhältnisse im Rückblick aus 2019 im Monat: 1643
    Also 19.716/365 = 54 Fälle am Tag (bekannt Stand 2019)
    Davon gewalttätige Familienverhältnisse unbekannt 2018 = 42 Fälle am Tag.

    Für den von ihnen gewählten Zeitraum 2. März bis zum 5. April 2020 muss man nämlich auf Tagesbasis (35 Tage) rechnen.
    2.867 Mal in D.i.R.-Zentren kontaktiert = 82 Fälle am Tag.
    Davon waren laut Quelle 28% neue Kontakte = bekannt waren also 59 Fälle am Tag, noch nicht bekannt 23.

    Wir können schließen:
    Zunahme der Kontakte aus bereits bekannt gewalttätigen Familienverhältnissen um 9,2%.
    Abnahme der Kontakte aus bisher unbekannt gewalttätigen Familienverhältnissen um 45%.

    Das für Feministinnen nicht so leicht zu durchschauende Problem ist, es gibt nicht so viele Familienverhältnisse, die gewalttätig sind und irgendwann gibt es eine Abschöpfung. Demzufolge wird der prozentuale Anteil der Erstkontakte sinken. Da in der feministischen Ideologie „Gewalt gegen Frauen“ notwendig ist, um die „patriarchale Herrschaft“ abzusichern, ist ein Sinken der Neufälle/Erstkontakte ein Problem.
    Für die Gesellschaft nicht.

    • Genau richtig. Im Falle solcher Meldungen muss man einfach genau prüfen, welche Untersuchungen durchgeführt worden sind, auf welche Weise sie durchgeführt worden sind, was die Medien davon aufgenommen haben, was sie weggelassen haben, usw. usf.

      Auf der Basis von ein paar solchen Zeitungsmeldungen können wir da gar nichts bewerten. Matze hat es ja an einem der letzten Tage geschrieben: Bei derartigen Meldungen – oder auch Studien – besteht leider der Verdacht der Manipulation. Der muss zunächst untersucht und ggf. ausgeräumt werden. Dann können wir weiterschauen …

      Das hat nichts mit Frauen zu tun, sondern einfach was mit „Qualitätssicherung“. Wenn jemand in der Zeitung berichten würde, dass es eine Zobel-Plage auf Kamtschatka gebe, dann würde ich genau so reagieren.

    • Ich sehe das so dass wenn sich 5734 Menschen (je 50%Männer und Frauen) streiten, dass Frauen die Möglichkeit haben in diesen Zentren Hilfe zu holen, während die Männer absolut nirgends Hilfe bekommen. Darum sind die Meldungen ausschliesslich logischerweise von den Frauen.

      • Das ist eine völlig richtige Beobachtung.
        Zumal die feministische Szene in Italien den Spitznamen „Rosa Nostra“ trägt, wenn ich mich nicht irre.
        D.h. elementar wichtig – wie auch in allen anderen Ländern – ist die Durchsetzung der Ideologie, dass ausschließlich Männer Täter und „Frauen und ihre Kinder Opfer sein können.
        Und dann muss diese Falschbehauptung nur immer wieder und wieder und wieder und wieder wiederholt werden.

  3. Unter der Woche kam in den Nachrichten die Meldung, dass es auch in D einen „dramatischen“ Anstieg der Anrufe wegen häuslicher Gewalt gegeben habe, nämlich plus 17,5%. Link z.B.
    https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/haeusliche-gewalt-hilfetelefon-100.html
    Dramatisch fände ich ja eine Vervielfachung. Plus 17,5% scheint mir angesichts der massiven Werbung für Gewaltschutzhotlines, die die Dauerberichterstattung ja faktisch bedeutet, nicht wirklich viel.
    Vielleicht handelt es sich nur um eine sich selbsterfüllende Prophezeihung.

    • Bitte lies den Artikel!
      Überschrift: „Zahl der Anrufe wegen häuslicher Gewalt gestiegen“
      Artikel hingegen: „Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen hatte das Innenministerium nach Ostern mitgeteilt, der befürchtete Anstieg der häuslichen Gewalt sei ausgeblieben. Der Rückgang der registrierten Gewalttaten insgesamt liege bei 30 Prozent.“
      Dumm gelaufen.

      Dazu sollte man wissen: „Der Großteil der Beratungen wird mit von Gewalt betroffenen Frauen, der eigentlichen Zielgruppe, geführt (70 Prozent). In weit geringerem Maße werden Unterstützerinnen und Unterstützer (21 Prozent) sowie Fachkräfte (sechs Prozent) beraten.“
      https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/hilfetelefon-gerade-in-der-corona-krise-unverzichtbar/154042

      Es brauchen sich nur aus der Gruppe der Unterstützerinnen und Fachkräfte wegen der Panikmache wesentlich häufiger informieren wollen und prompt hast du die Steigerungsrate, ohne auch nur eine einzige Betroffene mehr zu haben.
      Die bewusste Irreführung des Artikels: „Zahl der Anrufe“ = „Zahl der Betroffenen“

      • Ich finde ja den Satz aus der Nachricht elementar wichtig: „Vergangene Woche habe man eine Steigerung von 17,5 Prozent im Vergleich zu zwei Wochen zuvor verzeichnet…“
        Der fiel mir schon auf, als die Meldung im HR durch die Nachrichten gepaukt wurde. Mich würde da ja mal ein Vergleich zu vor 4/8/12 Wochen etc interessieren. Der aufmerksame Leser hat ja mitbekommen, dass gerade in den letzten Wochen da viel gejammert wurde von wegen „das MUSS jetzt doch einfach ganz doll zugenommen haben“, aber die wenigen substanziellen Artikel sogar von einer Abnahme der Fälle geschrieben haben.

        Und da es bisher Hilfsangebote für Männer nur in homöopathischen Dosen gibt, möchte ich gar nicht dran denken, was viele Männer jetzt durchmachen. Wie vielen wird wohl jetzt in der Krise von ihren Göttergattinnen die Hölle heiß gemacht werden? Schmähungen als Versager wegen Kurzarbeit/Jobverlust usw. usf.?

  4. Ich weiß nicht ob ich das glauben soll? Die lügen eigentlich bei so gut wie jeder Gelegenheit. Warum sollte es jetzt anders sein? Was ist denn die Quelle? Frauenhäuser, die schon stolz behaupten immer auf der Seite der Frau zu sein und die auch gerne in Schulen oder sonstwo männerfeindliche Propaganda verbreiten?

  5. Es ist doch logisch, dass sich die Menschen öfter zoffen, wenn sie zusammen eingesperrt sind. Da sind Frauen, die die Männer nonstop nörgelnd und keifend zur Verweiflung treiben und ihnen nachts eine Nachttischlampe über den Kopf schlagen. Da sind Männer, die das nicht mehr aushalten, die ihre Frau wegschubsen, wenn die mit einem Küchenmesser vor ihnen steht. Und da sind sicher auch Männer und Frauen, die komplett durchdrehen in der Extremsituation. Dazwischen sind Kinder, die immer nur flehendlich hoffen, dass der Mist bald vorübergeht.

    Die Kinder haben keine Möglichkeit, sich an jemanden zu wenden.
    Die Männer auch nicht – und haben das auch nie so gelernt.
    Aber die Frauen haben ihre Hotlines, Zentren, das Verständnis der Medien, der Obrigkeit. Für sie wird gesorgt, sie werden beschützt, wenn der Mann irgendwann mal zurückbrüllt.

    Nur sie werden öffentlich wahrgenommen, in einer psychischen Extremsituation, die alle gleichermaßen betrifft.

  6. Also ich weiß nicht aber ich habe hier bei diesen Zahlen ein skeptisches Gefühl. Die Zahlen waren doch gesunken… Und jetzt sind sie wie durch Magie plötzlich angestiegen?

    Gestiegen ist auch die Erwartung an öffentlichen Geldern:

    «E i 3 milioni annunciati con il Cura Italia sono irrisori, rispetto ai bisogni dei centri. … “

    „Und die 3 Millionen, die mit Cura Italia angekündigt wurden, sind lächerlich, verglichen mit dem Bedarf der Zentren. … “

    Quelle: https://www.ilmattino.it/primopiano/cronaca/corobavirus_violenza_donne_lockdown-5170647.html

  7. Und Frauen reduzieren die Chance selbst Opfer von häuslicher Gewalt zu werden, wenn sie selbst gar nicht erst den Partner schlagen.

  8. „Und dann muss diese Falschbehauptung nur immer wieder und wieder und wieder und wieder wiederholt werden.“

    Bis es dann alle glauben. Egal ob es richtig oder falsch ist. Das ist eine Technik die schon lange existiert.

  9. Eben im Inforadio: „In der Corona-Krise gehen bei der Berliner Polizei verstärkt Notrufe wegen Gewalt in Familien ein.
    Von Mitte März bis Mitte April gab es 1.600 solcher Anrufe – deutlich mehr als noch Anfang des Jahres, so ein Sprecher. Vor Ort sei die Situation aber oft eine andere: Alarmierungen von Nachbarn stellten sich dann auch als Lärmbelästigung oder verbaler Streit heraus.
    Von der Gesundheitsverwaltung heißt es, die beschränkten Kontakte seien für viele Menschen eine außerordentliche Belastung. Das Ausmaß häuslicher Gewalt werde sich erst später zeigen. – Betroffene Frauen hätten derzeit weniger Chancen, Hilfe zu rufen.“

    Also nehmen die Anrufe zu, weil sich die Leute auf der Pelle hängen und auch streiten, wie die Polizei vor Ort feststellt. Es werden verbale Streits mit Beteiligung einer Frau als häusliche Gewalt gegen diese gewertet. Interessanter Spin.

    Warum betroffene Frauen derzeit weniger Chancen hätten, Hilfe zu rufen, erschließt sich mir nicht, wurde auch nicht begründet. Die haben doch eher mehr Zeit und Gelegenheit, sich als Opfer zu gerieren, wenn ihnen der Partner widerspricht.

    • Na, weil die Männer ja nichts besseres zu tun haben als die Frau 24/7 zu überwachen, kennste doch, sie lassen ihre Frauen nicht alleine mit Handy raus spazieren oder Einkaufen gehen (obwohl man das nach Möglichkeit alleine machen soll). Die Männer müssen dazu nicht mal etwas sagen, Anweisung geben oder gar drohen, das passiert ganz unbewusst auf Subtextebene. Frauen spüren sowas, wissen Feministinnen.
      Und außerdem die ganz zusätzliche Care-Arbeit: Ab und zu mal Essen kochen, für sich selbst und auch für ihn!, mit dem Partner reden und zeitgleich in der gemeinsamen Wohnung sein. So ein Erwachsener Mann macht eine Menge Arbeit und kann nix alleine oder, Gott bewahre, gar jetzt wo er zuhause ist helfen und arbeiten übernehmen, die er sonst nicht machen kann, weil er auf der Arbeit ist… das wissen Feministinnen.

    • Ja, aber „Betroffene Frauen hätten derzeit weniger Chancen, Hilfe zu rufen.“ – denn Frauen können sich einfach nicht entscheiden bei welcher die vielen, vielen Anlaufstellen für weibliche Opfer sie jetzt Hilfe suchen sollen.

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