Selbermach Samstag 287 (25.04.2020)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema oder für Israel etc gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, auch gerne einen feministischen oder sonst zu hier geäußerten Ansichten kritischen, der ist dazu herzlich eingeladen

Häusliche Gewalt in Italien: Gestiegene Zahlen

Einer Meldung aus Italien nach soll es dort nunmehr doch gestiegene Zahlen häuslicher Gewalt geben:

In Zeiten der Ausgangssperre verschärft sich in Italien das Phänomen der familiären Gewalt. In Italien haben im Zeitraum zwischen dem 2. März und dem 4. April 2.867 Frauen bei Anti-Gewaltzentren um Hilfe gebeten, das sind 74,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2019, meldete die italienische Frauenministerin Elena Bonetti am Sonntag.

Bei 28 Prozent der Hilferufe handelt es sich um Frauen, die sich zum erstmal an Anti-Gewalt-Zentren gewendet haben. „Die Ausgangssperre infolge der Coronavirus-Epidemie ist für viele Frauen, die Gewalt erleiden, ein Notstand im Notstand, denn sie sind gezwungen, während der Quarantäne mit Männern eingesperrt zu sein, die sie misshandeln“, sagte die Ministerin.

Oder aus einer italienischen Meldung, (mit Deepl übersetzt)

2.867 Frauen wandten sich während der Sperrung vom 2. März bis zum 5. April an die Anti-Gewalt-Zentren des D.i.Re Network: 74,5 Prozent mehr, das entspricht 1224 Frauen, im Vergleich zum Monatsdurchschnitt der letzten statistischen Erhebung vor zwei Jahren, der von 2018 (die letzte, deren Daten verfügbar sind) in den über 80 über ganz Italien verstreuten Zentren.

Die größten Bitten um Hilfe kamen aus der Lombardei und der Toskana. Von diesen 2.867 Frauen hatten sich jedoch nur 28% noch nie an ein Anti-Gewaltzentrum gewandt, während sie vor zwei Jahren noch 78% der Jaufgenommenen Frauen ausmachten; während es einen „signifikanten“ Anstieg der Unterstützungsanfragen von Frauen gab, die bereits von den Anti-Gewaltzentren des D.i.R.-Netzwerks verfolgt wurden und gezwungen waren, die Zeit der Quarantäne für den Coronavirus-Notfall zu Hause mit dem Täter zu verbringen.

„Weit über 1200 Frauen haben sich in etwas mehr als einem Monat an die Anti-Gewalt-Zentren der D.i.Re gewandt, verglichen mit der durchschnittlichen jährlichen Zahl der Kontakte, die in der letzten Umfrage verzeichnet wurden – weist Paola Sdao, die zusammen mit Sigrid Pisanu für die jährliche statistische Erhebung des D.i.Re-Netzwerks verantwortlich ist, darauf hin – eine Zahl, die bestätigt, wie das erzwungene Zusammenleben die Gewaltsituationen, die Frauen erlebten, weiter verschärft hat“. „Eine Datenlage, die uns beunruhigt – Sdao weist erneut darauf hin – sind die neuen Hilfsersuchen, die nur 28% der Gesamtzahl ausmachen, während sie im Jahr 2018 78% der Gesamtzahl der akzeptierten Frauen ausmachten. Und von diesen haben nur 3,5% die öffentliche Anti-Gewalt-Nummer 1522 durchlaufen“.

Die Zentren. „Unsere Daten bestätigen, dass die Anti-Gewalt-Zentren – kommentiert die Präsidentin der D.i.Re Antonella Veltri – ein Bezugspunkt für Frauen unabhängig von 1522 sind, wesentliche Dienste, die in den verschiedenen Dpcm nie erwähnt wurden, die ihre Aktivitäten trotz der Schwierigkeiten verfolgt und fortgesetzt haben“.

Veltri berichtet, dass „wir uns heute, immer noch in voller Not, in der gleichen Situation befinden wie vor 53 Tagen, als der erste Tod von Covid registriert wurde. Trotz der Tatsache, dass wir um außerordentliche Ressourcen und den notwendigen Schutz für die Organisation der Aufnahme gebeten hatten, mussten sich die Anti-Gewalt-Zentren und die Flüchtlingshäuser in den meisten Fällen selbst mit Sicherheit und Notunterkünften versorgen“. Die am 2. April von der Abteilung für Chancengleichheit freigegebenen Mittel für 2019 „müssen nun – betont er – für die Regionen durchlaufen: Es wurde keine Region aktiviert. Darüber hinaus handelt es sich nicht um zusätzliche Ressourcen, sondern um Mittel, die für wichtige zusätzliche Aktivitäten wie Ausbildung und Arbeitsvermittlung von Frauen bereitgestellt werden, die nun fehlen werden. „Und die 3 Millionen, die mit der Cura Italia angekündigt wurden, sind lächerlich, verglichen mit den Bedürfnissen der Zentren. Wir sind noch nicht aus der Notlage heraus – schlussfolgert Veltri – und jetzt, da die Zeit für die Wiedereröffnung des Landes näher rückt, ist keine Intervention geplant, um der Situation zu begegnen, während die Bitten um Unterstützung noch zunehmen könnten, wie es in China bereits geschehen ist. Die Regierung muss unbedingt ihre Strategie ändern“.

Anscheinend haben sich nach weiteren Maßnahmen mit neuen Gewaltzentren mehr Frauen gemeldet. Die meisten, die sich gemeldet hatten hatten vor Corona schon Gewalterfahrungen. Wäre interessant ob der Anstieg nun auf die neuen Maßnahmen zurückzuführen ist oder tatsächlich auf Corona. Aber vielleicht verstehe ich den Text auch falsch