Punktesystem für die Behandlung oder das Sterbenlassen der Coronapatienten in Irland und Benachteiligung von Männern

Arne berichtet über einen Artikel in der Sun zu einem Triage-System, mit dem man in Irland entscheiden soll, welche Patienten bei der Knappheit von Intensivstationsbetten und Beatmungsgeräten die bessere Behandlung bekommen und bei welchen dann eher paliativ behandelt wird.

The patient evaluation process at major hospitals along the west coast ranks patients by age and medical conditions and sometimes by gender.

People will receive points in the scoring system for pre-existing medical conditions

The document then advises that patients with a score of over eight points they should not be admitted to ICU for intubation or mechanical ventilation

Patients are given points for their age with people over 80 hit with seven points – just one shy of the exclusion total – despite government ethical guidelines advising that patients should not be excluded from treatment because of their age.

Men also on occasion receive more points than women in the scoring system with one point given to males aged between 50 and 60 and no points given to females in the same age bracket.

The points climb with age with two points for men ages 61 to 65 and one point for women in the same age sector.

Three points are given to men between 66 and 70 (two for women), five points for men between 71 and 75 and four points for women of the same age.

Patients between 76 and 80 are given six points and those over 80 are given seven points regardless of gender.

The Government’s Ethical Framework for Decision Making in a Pandemic states that exclusion for treatment on the basis of age should be avoided as “this can imply that some age groups are worth saving more than others.”

Also noch mal etwas übersichtlicher

a )50-60

  • Männer: 1 Punkt
  • Frauen: 0 Punkte

b) 61-65

  • Männer: 2 Punkt
  • Frauen: 1 Punkte

c) 66-70

  • Männer: 5 Punkt
  • Frauen: 4 Punkte

ab 71:

Gleiche Punkte

Ist das einfach „Frauen zuerst“ oder liegt da eine andere Wertung zugrunde, etwa das Männer eine schlechtere Überlebenschance haben und es daher sinnvoller ist Frauen mit der höheren Chance zu retten? Das würde bedeuten, dass man Leute nach den Überlebenschancen behandelt, die dann eben für Männer schlechter wären. Immerhin sterben doppelt so viele Männer an Corona was in eine Behandlung, die schlicht darauf abstellt, wer durch die Behandlung eher überlebt ja ins Gewicht fallen könnte. Wenn ein 70jähriger Mann selbst bei bester Hilfe mit einer höheren Wahrscheinlichkeit stirbt als die Frau mit gleicher Hilfe, dann wäre es eine sinnvolle Entscheidung der Frau zu helfen (wobei der Effekt natürlich verfälscht wird, wenn das vorher schon so betrieben worden ist und darauf die Sterberate beruht).

Und wäre letzteres eine ethische Entscheidung?

Die weiteren Erklärungen:

People will also receive points in the scoring system for pre-existing medical conditions such as congestive heart failure with clocks up two points and hypertension which costs one point.

People with respiratory issues have higher points with COPD given two marks and those on home oxegen given three.

Patients with neurological conditions also rank poorly with dementia giving two points and advanced parkinson’s disease giving three points.

One or two points is given for diabetes depending on the severity of the condition with obesity also effecting people’s ability to receive intensive care.

People suffering from obesity receive points ranging from one for those with a BMI of 35-40 to 6 for anyone with a BMI of greater than 60.

The document then advises that if a patient has a score of over eight points they should not be admitted to ICU for intubation or mechanical ventilation.

also:

  • Herzprobleme: 2 Punkte
  • Bluthochdruck: 1 Punkt
  • Chronische obstruktive Lungenerkrankung: 2 Punkte
  • auf Sauerstoff angewiesen: 3 Punkte
  • Demenz: 2 Punkte
  • fortgeschrittene Parkinsonerkrankung: 3
  • Diabetes: 1-2
  • Übergewicht: Ab einem BMI von 35 einen Punkte bis zu 6 bei BMI 60

Das bedeutet in der Kombination dann, dass Männer mit einer weniger schweren Erkrankung und im gleichen Alter eher nicht behandelt werden bzw eingeschränkt behandelt werden.

1 Punkt ist so gesehen nicht viel, kann aber hier den Unterschied zwischen Leben und Tod machen.

Dazu heißt es in dem Dokument laut der Sun:

The guidelines advise that these patients may still benefit from aggressive therapy and enhanced nursing but if their condition doesn’t improve they should be given palliative care.

The Irish Sun understands that patients who are deemed not fit enough to be intubated or put on mechanical ventilation – both of which can be difficult to come off of – are put on non invasive ventilation in other wards in the hospital with oxygen masks.

Arne weißt zu recht darauf hin, dass zwar das Alter in dem Artikel diskutiert wird, die Unterschiede nach Geschlecht aber nicht.

Dabei sind sie ja stark erklärungsbedürftig. Sie verletzten erst einmal den Grundsatz, dass niemand wegen seines Geschlechtes benachteiligt werden sollte.

 

47 Gedanken zu “Punktesystem für die Behandlung oder das Sterbenlassen der Coronapatienten in Irland und Benachteiligung von Männern

  1. „Ist das einfach „Frauen zuerst“ oder liegt da eine andere Wertung zugrunde, etwa das Männer eine schlechtere Überlebenschance haben und es daher sinnvoller ist Frauen mit der höheren Chance zu retten?“
    Könnte auch die zu erwartende Restlebensdaur sein. Eine 60jährige Frau hat im Mitel noch mehr Jahre vor sich als ein gleich alter Mann.
    Wäre mal interessant, wie dieses Punktesytem von feministischer Seite bewertet wird. Wenn Frauen irgendwo schlechter wegkommen, wird das ja üblicherweise unabhängig von möglichen rationalen Rechtfertigungen als Diskriminierung gebrandmarkt. Nachteile zu Lasten von Männern werden dagegen gerne ignoriert, bagatellisiert oder relativiert.

  2. Wenn eine Frau durchschnittlich zehn Jahre älter wird als ein Mann, dann ist die Perspektive für eine 70-Jährige größer als für einen 70-Jährigen, der vermutlich 50 Jahre einen körperlich belastenden Job gemacht hat, um eben eine solche inzwischen 70-jährige Frau angenehm zu versorgen.

    Wenn man schon ethisch argumentieren will, stellt sich doch die Frage, ob dieser Mann dafür dann noch schlechter behandelt werden sollte.

    Man kann aber auch überlegen, ob es wirklich das gesellschaftliche Ziel in der Post-Corona-Zeit ist, dass alle Frauen 100 Jahre alt werden, von denen sie womöglich 20 Jahre nicht mehr wissen, wie sie heißen und wer ihre Liebsten waren, die sie ohnehin nicht mehr besuchen oder besuchen dürfen. Auch das wäre eine ethische Diskussion.

    Leider unausgesprochen schwingt bei diesen Themen ständig mit, dass Männer Verbrauchsartikel sind und gefälligst ihr Leben vor den Frauen oder wenigstens für die Frauen zu geben haben.

    • Finde ich richtig, sollte noch krasser werden. Allerdings sollten Männer dann nur noch an sich denken. Eigene Bildung, eigene Mönnerpolizei und wenn das nicht geht, Rückzug aus der Gesellschaft.
      Einfach nix investieren. Frei nach dem Motto: wer arbeiten geht, verlängert nur die Demokratie .

    • So darfste es hier aber nicht denken. =)

      Eierkartons gehen höchstens als lustiges Meme.

      Oder als Erklärung für den hohen sexuellen Marktwert und damit die Macht von Frauen ab der Pubertät.

      Die Frage, wieviel jemand wert ist, der keine Eier mehr hat und im Gegensatz zum 70 Jährigen Mann auch kein Gurken oder Marmeladenglas mehr selber aufbekommt, die darfste gerade hier – auf alles Evolution und wir sind so wissenschaftlich – gar nicht erst denken.

      • „Die Frage, wieviel jemand wert ist, der keine Eier mehr hat und im Gegensatz zum 70 Jährigen Mann auch kein Gurken oder Marmeladenglas mehr selber aufbekommt, die darfste gerade hier – auf alles Evolution und wir sind so wissenschaftlich – gar nicht erst denken.“
        Irgendeinen Grund wird es schon haben, dass Frauen trotz Menopause nicht sterben, im Gegenteil eher länger leben als Männer. Kann ja angehen dass sie noch andere Funktionen in einer Sippe haben als Kinder zu bekommen.

        • Bezug nehmend auf die so gern gewählte Klosterstudie würd ich behaupten, der Grund ist die krasse Männerfeindlichkeit.

          Ließe man Frauen gleichberechtigt in Arbeitermännerberufen mitschuften, dann wären die mit 40 weg vom Fenster.

          Oft genug gesehen, dass bei den Weibchen da dann nach 30 wirklich hart die Luft raus ist.

    • Meine Oma ist vor Kurzem mit 99 Jahren gestorben und sie hatte keinen Bock mehr. Geistig voll da, aber faktisch blind und gebrechlich. Dann stürzte sie und brach sich den Oberschenkelhals. Davon erholte sie sich nicht. Sie wünschte sich, einfach einschlafen zu dürfen und war ganz traurig dass sie aus der Narkose wieder aufgewacht ist. „So alt sollte man nicht werden“ hat sie immer gesagt.

      • Mein Vater hat mit 85 selbst die Reißleine gezogen, als er merkte, dass ihn sein Geist verließ, eben das, wie er im Abschiedsbrief schrieb, das ihn als Mensch ausmachte. Er war Hausarzt ein einer überalterten Ecke Berlins gewesen und wusste aus eigener Anschauung sehr gut, was einem über Jahrzehnte drohen kann, wenn man selber nicht mehr an die Reißleine rankommt.

      • Sie meinte wahrscheinlich „so alt biologisch“, aber nicht chronologisch, weil ich hab in einem YouTube Video eine 103 jährige gesehen, die ins Fitnesscenter ging.

  3. Wären die Geschlechter vertauscht, wäre der Artikel völlig anders ausgefallen. Man hätte geschaut wie viele Männer an dem Punktesystem mitgewirkt haben und es dann als frauenfeindlich gelabelt, selbst wenn das Zustandekommen noch so rational erklärbar ist.
    So wie es nun ist, ist es für Feministen ja gleichgestellt/gleichberechtigt: Frauen werden MINDESTENS so gut behandelt wie Männer. Alles gut, hier gibt es nichts zu sehen.

    Männer werden zum Dienst gezwungen, um eine Krankheit zu bekämpfen, die für sie gefährlicher ist wie für Frauen.
    Männer erhalten seltener eine medizinische Behandlung, obwohl sie die eher nötig haben und obwohl mit großer Wahrscheinlichkeit sie diese Behandlungen auch haupt-anteilig finanzieren.
    Und obwohl nur halb so viele Frauen an COVID-19 sterben, wie Männer, sieht die UN es als notwendig an besonders viel Geld in Richtung Frauen zu transferieren.

    https://www.nbcnews.com/health/health-news/live-blog/2020-04-10-coronavirus-news-n1180866/ncrd1181036#blogHeader

    Wie gehabt: Männer sterben, Frauen besonders betroffen.

    Welch ein glorreiches Patriarchat wir doch haben!

    • Ich denke, dieses Phänomen wird immer noch nicht richtig gewürdigt. Ich habe mal in einem Buch gelesen, es handele sich bei den Punkten, die Du oben ansprichst, um einen Bürgerkrieg: es sei ein Bürgerkrieg gegen Männer.

      Damals dachte ich beim Lesen: Mann, dieser Autor drückt sich aber melodramatisch aus! Heute denke ich, dass seine Einschätzung richtig war. Es geht hierbei nicht um Frauenförderung – es geht um Männer-Bekämpfung, und die Frauenförderung wird nur als Vorwand genutzt.

      Und ich denke, diese Männer-Bekämpfung wird größtenteils von Männern betrieben, und von Feministinnen unterstützt.

  4. „Ist das einfach „Frauen zuerst“ oder liegt da eine andere Wertung zugrunde, etwa das Männer eine schlechtere Überlebenschance haben und es daher sinnvoller ist Frauen mit der höheren Chance zu retten?“

    Es mag ein latenter „Frauen zuerst“-Affekt mit reinspielen, aber maßgeblich für die Entscheidung dürfte klar die Überlebenswahrscheinlichkeit sein, bei der nun einmal statistisch offensichtlich das männliche Geschlecht einen Malus für die Individuen darstellt. Natürlich denkt man aus humanistischer Sicht sofort, dass doch gerade Intensivpatienten besonders berücksichtigt werden sollten und zwar je intensiver desto gründlicher. Wenn aber Mediziner vorhandenes Material verwalten müssen und entschieden werden muss, welchen Patienten welche Geräte zur Verfügung gestellt werden, müssen diese Mediziner in dem Moment wohl tatsächlich, mit Sicherheit gegen erhebliche innere Widerstände, eine Abwägung treffen, bei welchen Patienten die Heilungs- oder überhaupt Überlebenswahrscheinlichkeiten wie hoch sind. Ansonsten läuft man Gefahr, auf Kosten eines Patienten mit sehr hohen Überlebenschancen wichtige Geräte für einen Patienten mit geradezu katastrophal schlechten Aussichten zu blockieren, nur um dann im Ergebnis beide schließlich im Leichensack verstauen zu dürfen.

    Ich glaube zumindest nicht, dass sich Mediziner so etwas leicht machen mit derlei Entscheidungen, denn es kollidiert mit so ziemlich allem, was sie gelernt und ihr gesamtes bisheriges Berufsleben praktiziert haben.

    Tatsächlich finde ich da die auch von Arne angerissene Medienreaktion auf den Männermalus, der zwar erwähnt, aber nicht im Geringsten problematisiert wurde, interessanter. Ich glaube, es bedarf wenig Phantasie und ist auch nicht im Mindesten spekulativ, sich auszumalen, was los wäre, würden an COVID-19 mehr Frauen sterben und würden die aufgrund dessen bei einem solchen Punktesystem von vornherein einen Malus erhalten. Da würde doch die ganze medial epidemisch überrepräsentierte Feministenfilterblase Gift und Galle spucken, als gäbe es keine Morgen mehr. Frei nach dem Motto: wenn wir schon bislang keinen wirklich für geistig normale Menschen nachvollziehbaren Beleg für die Benachteiligung von Frauen haben auftun können, hier wäre er nun wohl doch endlich mal!

    Aber wenn auch hier wieder „nur“ zu Ungunsten der Männers was geschieht… who cares? Und in Medienbeiträgen lässt sich mit Horst oder Dieter, die nun endgültig nur noch Basisversorgung erhalten, weil sie durch den zusätzlichen Männerpunkt über die Grenze gekommen sind, nicht annähernd so schön Mitleid generieren und Tugendhaftigkeit signalisieren, wie mit Beiträgen über die Herzkranke Helga oder über Oma Ilse, die sich, im Beisein eines Kamerateams gerade per Videochat tränenreich von ihren Kindern und Enkeln verabschiedet, welche sie wahrscheinlich nie wieder sehen werden darf, nur weil sie eine Frau ist.

    Mich wundert es fast, dass zumindest in dem Bericht der Sun nicht versucht wird, trotz der eindeutigen Schlechterstellung der Männer unmittelbar über das Kriterium Geschlecht, eine Benachteiligung von Frauen durch dieses System zu konstruieren, weil sich in den über die Altersstaffelung mit Punkten versehenen Gruppen besonders viele Frauen finden. Der Autor des Artikels benötigt offensichtlich noch einmal schnellstens einen Intensivkurs im Bereich feministischer Realitätsverdrehung.

  5. Der Grund dafür ist das Fehlen eines zweiten X Chromosoms (wo die Gene für Pathogenbekämpfung sitzen) und das Testosteron.
    Mich würde interessieren, ob Trans“männer“ (frauen die sich Testo spritzen) und Männer unter Östrogen Therapie andere Zahlen aufweisen und sich näher den Zahlen fürs identifizierte Geschlecht annähren.

  6. In dem Fall, dass es nach Überlebenswahrscheinlichkeit geht, sollte das so auch bei anderen Sachen gehen, zb wo der stärkere bei Katastrophen besser dran ist, weil er eher plündern kann etc oder mehr Kraft hat, wen aus einem Boot zu werfen.

    • Den Gedanken hatte ich auch schon. Wenn es hier wirklich um Überlebenswahrscheinlichkeit geht, ist es bei Naturkatastrophen sinnvoll die Hilfe eher Männer zukommen zu lassen.

      In der Realität sieht es dann natürlich wieder anders aus und so werden z.B. Frauen bei der Essensausgabe bevorzugt und Männer erhalten mitunter nichts. Entsprechendes Beispiel wurde vor kurzem hier mal wieder gepostet.

  7. Tatsächlich ist der Stand der Eissenschaft, dass Männer öfter einen schlimmen Coronaverlauf bekommen. Könnte am Testosteron liegen, könnte aber auch dran liegen, dass Männer in Wuhan wesentlich mehr rauchen.
    Dass aber eine umgekehrte Datenlage berücksichtigt werden würde, das will ich erstmal sehen.

    • Aus dem heutigen RKI-Bericht:
      „Insgesamt sind männliche und weibliche Personen mit 48% bzw. 52% annähernd gleich häufig betroffen.“
      https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/2020-04-20-de.pdf;jsessionid=B2DBFE121D7621F119B27214DBD6E0A5.internet092?__blob=publicationFile

      Das läuft ja bei uns mit 52 Prozent geradezu auf einen Femizid hinaus. Allerdings gibt es halt auch viel mehr alte Frauen als Männer – und 86 Prozent der Todesfälle sind 70 oder älter. Die nicht mehr vorhandenen alten Männer hatten sich schon vor Corona totgeschuftet oder sind als Jungen im Krieg geblieben.

      • „Damit fällt das implizite Männer = selbst schuld nämlich weg. “

        Eben! Es war auffällig, dass für die höhere Rate im Bereich schwerer Erkrankungen und erst recht die höhere Sterberate bei Männern von neunmalklugen Tastaturvergewaltigern in unseren medialen Redaktionsstuben ruckzuck als Grund der schlechtere Lebenswandel der Männer ausgemacht wurde. Dass schon vorher längst medizinisch bekannt war, dass Männer grundsätzlich bei gleichen Erkrankungen wie Grippe oder grippalen Infekten signifikant stärkere Symptome entwickeln als Frauen, das fiel denen natürlich nicht ein. Das wurde ja auch schon massiv verdrängt, weil es schon immer viel zu viel Spaß gemacht hat, sich über Männerschnupfen und die männlich Wehleidigkeit zu amüsieren. Ebenso fällt diesen Flachpfeifen auch nicht auf, dass diese Darstellung von wehleidigen Männern in krassem Widerspruch dazu steht, dass Männer, obwohl sie von solchen häufig auftretenden Erkrankungen stärker betroffen sind, sich erheblich seltener krankschreiben lassen als Frauen.

        Wen wundert es da, dass man sich in derlei Kreisen auch wenig für die wissenschaftlichen Annahmen zur stärkeren Betroffenheit von Männern interessiert. Nee, nee! Die Kerls liegen nur vermehrt auf der Intensivstation, weil sie so wehleidig sind und aus jedem kleinen Corona direkt nen riesigen Ebola machen. Und wenn sie dann tatsächlich dran sterben, sind sie natürlich auch nur selber Schuld. Hätten sie halt mal weniger gequalmt und gesoffen. Dass aber die Männer, die aufgrund von Atemwegsvorerkrankungen an COVID-19 sterben, diese nicht unbedingt immer nur haben, weil sie qualmen wie die Schlote, sondern weil auch von Männern zu nahezu 100 % die Jobs erledigt werden, bei denen man sich solche Erkrankungen weit leichter arbeitsbedingt einfängt, als beim fröhlichen Singen und Klatschen mit Kindern oder in klimatisierten Amtsstuben, das darf dabei auch auf gar keinen Fall auch nur die untergeordnetste Rolle spielen.

        Nein! Frauen sind Heldinnen, Männer Idioten! Dieses Narrativ muss unangetastet bleiben.

        • „… sondern weil auch von Männern zu nahezu 100 % die Jobs erledigt werden, bei denen man sich solche Erkrankungen weit leichter arbeitsbedingt einfängt, als beim fröhlichen Singen und Klatschen mit Kindern …“

          Mit dem Statement wäre ich vorsichtig.
          Ich glaub, es gibt keine bessere Brutstätte für alles, was krank und siech macht, als Kindergärten und -tagesstätten.
          Würden diese Blagen überwiegend von Männern betreut, wäre deren Todesrate bestimmt signifikant höher.
          Mit dem Rest gebe ich Dir recht.

          • Denkst du wirklich es ist gesundheitsschädlicher mit Kindern zu arbeiten, wie bei der Arbeit ständig ungesunde Luft zu atmen oder kontinuierlichem Lärm ausgesetzt zu sein?

          • „Denkst du wirklich es ist gesundheitsschädlicher mit Kindern zu arbeiten, wie bei der Arbeit ständig ungesunde Luft zu atmen oder kontinuierlichem Lärm ausgesetzt zu sein?“

            Wenn Du mit Kindern arbeitest, ATMEST Du ständig schlechte Luft und BIST kontinuierlichem Lärm ausgesetzt 😛

          • Wenn Du mit Kindern arbeitest, ATMEST Du ständig schlechte Luft und BIST kontinuierlichem Lärm ausgesetzt

            Was so natürlich doch ein bisschen überspitzt dargestellt ist.
            Zumal Kinder bspw. in Kitas zwar durchaus mal „Seuchen“ einschleppen können, Eltern aber regelmäßig dazu angehalten werden, kränkelnden Nachwuchs selbst zu Hause zu betreuen. Erst recht, wenn die Infektionsgefahr hoch ist.

            Eine 100% keimfreie Umgebung ist ohnehin der größte Blödsinn, den sich die Werbemacher haben einfallen lassen können. Nachweislich haben Kinder in ländlicher Umgebung (idealerweise auf einem Bauernhof mit Stallbesuchen) weniger Erkrankungen an sich und vor allen Dingen auch weniger Allergien. Wie immer im Leben muss man sich bewegen, wenn man nicht rosten will. Das gilt auch fürs Immunsystem.

            Gefahrenstoffe, denen Männer manchmal ausgesetzt sind, gehören leider nicht zu diesen Immun-Trainern. 😉

          • „Was so natürlich doch ein bisschen überspitzt dargestellt ist.“

            Eigentlich nicht.
            Ich will die Gefahren, denen Männer ausgesetzt sind, nicht relativieren, aber Matzes Argument wollte ich auch nicht so stehen lassen.

            „Zumal Kinder bspw. in Kitas zwar durchaus mal „Seuchen“ einschleppen können, Eltern aber regelmäßig dazu angehalten werden, kränkelnden Nachwuchs selbst zu Hause zu betreuen. Erst recht, wenn die Infektionsgefahr hoch ist.“

            Kinder sind die reinsten Seuchenschleudern, aufgrund ihres noch schwachen Immunsystems. Und Eltern bewerten „kränkeln“ sehr unterschiedlich. Meine Jungs waren nun über die ganze Kindheit extrem gesund, vielleicht auch deshalb, weil ich sie nicht bei jedem Unwohlsein gleich ins Bett steckte und sie lange von einer Tagesmutter betreut wurden, die sie Sommer wie Winter draußen im Garten spielen ließ und sogar das Mittagessen selbst im Winter im Freien eingenommen wurde.

            „Eine 100% keimfreie Umgebung ist ohnehin der größte Blödsinn, den sich die Werbemacher haben einfallen lassen können. … Wie immer im Leben muss man sich bewegen, wenn man nicht rosten will. Das gilt auch fürs Immunsystem.“

            Eben. Das ändert nichts daran, dass es wahrscheinlich in D keinen verkeimteren Ort gibt, als eine KiTa.

            „Gefahrenstoffe, denen Männer manchmal ausgesetzt sind, gehören leider nicht zu diesen Immun-Trainern.“

            Wem sagst Du das? Ich arbeite täglich mit Chemikalien zweifelhafter Eigenschaften. Frauen könnten sich mit Hinweis auf eine mögliche Schwangerschaft sofort aus der weiteren Umgebung entfernen, wenn sie wollten (sind eh keine in der Produktion).

          • @ carnofis

            Um das noch einmal klarer darzustellen: Mit dem Vergleich meinte ich relevante Vorerkrankungen. Diese sind vor allen Dingen chronische Schädigungen der Atemwege, z. B. hervorgerufen durch langjähriges Arbeiten in Schadstoffbelasteter Luft.

            Das was du hier nennst, stimmt natürlich, aber weil man sich als Erzieherin mit größerer Häufigkeit mal einen grippalen Infekt oder einen netten, kleinen Margendarmkeim einfängt, führt in aller Regel nicht dazu, dass man als grundsätzlich vorbelastet zu werten ist, wenn es um einen speziell die Atemwege angreifenden Virus wie Sars-CoV-2 geht. Lediglich wenn man das Pech hat, sich diesen Virus einzufangen, während der Körper gerade an etwa einem aktuellen Grippevirusbefall laboriert, ist das relevant. Die Zahl der durch ihre Arbeit chronisch krank gewordenen Erzieherinnen, besonders im Bereich der Atemwege, dürfte im Vergleich zu etlichen klassischen Männerberufen geradezu marginal sein.

            Nicht zu vergessen ist auch, dass speziell die älteren Patienten, die schon aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters als bedrohter angesehen werden, noch zu Zeiten gearbeitet haben, in denen man im Bereich des Arbeitsschutze noch wesentlich rückständiger war und man in vielen Produktionsbetrieben oder auch im Bergwerksbereich allen möglichen Scheiß eingeatmet hat, der heutzutage zumindest größtenteils durch Arbeitsschutzausrüstungen rausgefiltert wird.

    • Überraschenderweise (Video, LANG=DE) sieht es ja so aus, als seien Raucher sehr viel seltener in der Gruppe der Erkrankten (bestätigte Infektion + Symptome + Behandlung im KKH) als Raucher. Nur die, die schwere Symptome haben, die sollen dann häufiger gestorben sein.

      Den Artikel zu Irland habe ich nicht gelesen. Mein erster Verdacht wäre, dass Männer häufiger i.d. Risikogruppe sind (Atemwegserkrankung, Herz-Kreislauf, Diabetes) und daher öfter sterben, dass man aber nicht sagen kann, dass unter denen mit schwerem Verlauf Männer eine schlechtere Prognose haben.

      Dann wäre ein Scoring gegen diese nicht zu rechtfertigen, weil der ungünstige Faktor Mann bereits dadurch zu Buche geschlagen hat, dass derjenige nicht symptomlos oder mit schwachen Symptomen durch die Krankheit geht, sondern überhaupt intensivmed. Behandlung/Beatmung braucht.

      Bei uns soll die Restlebenszeit, die gewinnbar ist, keine Rolle spielen, also ein Kind nicht eher gerettet werden als ein Greis, sondern nur die Prognose, ob die Behandlung gute oder schlechte Chancen hat, CoViD19 noch mal in den Griff zu bekommen (Patient entwickelt Antikörper und kann ohne Beatmung/Intensivbett weiterleben).

      • Chinesische Boomer scheinen was Rauchen angeht wirklich eine komplett anderer Hausnummer darzustellen als ein starker Raucher hier.

        Stilikonen sind es auf jeden Fall!

        • In Anbetracht des eher negativ konnotierten Begriffs „Boomer“ ist der Typ für mich ein Dummschwätzer, der sein Maul nur deshalb so weit aufreißen kann, weil die Generation Boomer ihm und der Gesellschaft, in der er lebt, einen so großen Wohlstand erarbeitet hat.

          • Boomer haben nur für sich selbst Wohlstand erschaffen und dafür die nächste(n) Generation(en) in die Scheisse geritten. mit dem Auslagern von wichtiger Infrastruktur dahin wo es billiger ist haben Boomer viel zu tun.

        • Raucher sollen weniger stark von corona betroffen sein als Nichtraucher, zumndest in Frankreich ist das so. Wenn die Lunge geteert ist, komm vielleicht nichts durch oder so.

  8. https://voxday.blogspot.com/search?q=triage

    Adam Piggott is less than impressed by the irony of Boomers appealing to the younger generations they previously aborted, scorned, and ignored

    Wer hat eigentlich Leute importiert, mit denen (die sich ja auch nachweislich besonders doof verhalten) er jetzt um Betten konkurriert, um die Rente zu retten?

    Der Boomer.
    Der Babymörderboomer.

    „This sensitivity is downright amusing. My generation has found the relentless Boomer boomering to be really annoying for as long as we can remember. You Boomers were annoying when you were getting divorced and our friends were returning to elementary school in the fall with haunted expressions and new last names. You were annoying when Led Zeppelin’s Stairway to Heaven was named the #1 most-requested song on the main rock station for the 25th year in a row. You were annoying when you first proclaimed 40 the new 30, then 50 the new 30, then 70 the new 50.

    And Boomers are still every bit as annoying today. I recently saw a grotesque television commercial that literally showed incontinent old Boomer women rolling around in their underwear, with the tagline OUR BODIES CHANGE, BUT WHY SHOULD WE? The name of the commercial? Of course, it’s AGELESS. Companies wouldn’t still be marketing to the Boomer’s trademark generational narcissism if it didn’t continue to work for them.

    The Boomers haven’t changed. They don’t want to change. They are still proud of who and what they are. And that is why the younger generations, particularly Generation X and the Zoomers, will continue to relentlessly despise them. The thing is, we’ve been doing it all along, they were just too self-absorbed to even notice. But now that the media culture no longer caters solely to them, they’re shocked to discover that they weren’t considered cool, they aren’t admired, and no one else wants to be like them.“

  9. Was zunächst nach edlen, anspruchsvollen ethischen Überlegungen klingt, lässt sich in Wirklichkeit am ehesten aus dem Imperativ herleiten, sich möglichst unangreifbar machen zu wollen, indem man keine Wertung trifft. Der Egalitarismus lässt nur Abstufung nach Überlebenschance zu. Der junge Drogenhändler aus Carola Racketes Kundenkreis hat im Ergebnis Vorrang vor dem Alten Weißen Mann, der ein leben lang eingezahlt hat. Mag das als „Ethik“ bezeichnen wer will. Es ist m.E. eher Flucht vor unangenehmen Unterscheidungen, Absicherung gegen die Gefahr, zu irgendwelcher Verantwortung gezogen zu werden. Egalitarismus ist generell auch Absicherung gegen die Rachsucht derer, die sich minderwertig fühlen.

  10. „Die nicht mehr vorhandenen alten Männer hatten sich schon vor Corona totgeschuftet oder sind als Jungen im Krieg geblieben.“

    Stimmt, die sollte man auch in die Statistik aufnehmen.

  11. Pingback: Sollten Männer vorrangig gegen Corona geimpft werden? | Alles Evolution

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