Frauen, die sich noch nie selbst befriedigt haben

Okay, die andere Geschichte aus dem Jetzt Artikel greife ich auch noch mal auf:

Johanna (21) hat noch nie masturbiert

Ich wusste schon früh, dass Männer sich selbst befriedigen. Dass auch Frauen das machen, wurde mir erst mit 20 Jahren im Studium bewusst. Als ich das zum ersten Mal gehört habe, war ich geschockt und musste das erst mit meiner Gedankenwelt vereinbaren. Ein Jahr später glaube ich meinen Freundinnen eigentlich, dass das normal ist. Aber irgendwie bekomme ich das Bild nicht so ganz aus dem Kopf, dass Masturbation nicht zu Weiblichkeit passt. Mich müsste man jedenfalls schon dazu zwingen, dass ich das bei mir selbst ausprobiere.

Ich finde schon den Gedanken an so eine Intimität mit mir selbst hochgradig peinlich. Ich habe mir deshalb auch noch nie Pornos angeschaut oder irgendwelche anderen Dinge, die mir Lust auf Sex machen könnten. Wenn ich in einem Buch an eine Stelle komme, in der es um Sex geht, denke ich mir meistens: „Aha, so was machen andere Menschen anscheinend“, und im nächsten Moment dann „Das würde ich nie tun!“. Wenn ich daran denke, dass ich mir Pornos ansehen würde, um mich selbst zu befriedigen, schäme ich mich wahnsinnig vor mir selbst. Ich glaube, ich könnte dann auch niemandem mehr so richtig begegnen, weil ich absurderweise Angst hätte, dass die wissen, was ich gemacht habe.

Manchmal habe ich Sexträume. Wenn ich mich dabei erwische, schäme ich mich für mein Unterbewusstsein und versuche dann ganz schnell an etwas Anderes zu denken. Ich kann meinen Trieb also auch ganz gut unterdrücken.

Ich denke, dass mein Umfeld mich dahingehend sehr geprägt hat. Mit meinen Freunden aus der Heimat habe ich nie großartig über die weibliche Sexualität gesprochen. Nur mit einer Freundin habe ich darüber geredet – aber wir waren uns einig, dass Blümchensex völlig ausreicht und wir da keine weiteren Experimente brauchen.

Und wahrscheinlich haben mir auch meine Eltern unwissentlich das Bild vermittelt, dass es keine gute Sache ist, seine Sexualität vollkommen frei und ungeniert auszuleben. Für sie wäre es – glaube ich – sehr schlimm, wenn ich mich selbst befriedigen würde. Solange ich mich erinnern kann, hat mein Vater genervt reagiert, wenn Sexualität im Fernsehen Platz gefunden hat. Meistens sagt er dann so etwas wie „Oh, muss das denn jetzt schon wieder sein“ und schaltet auf ein anderes Programm. Meine Mutter weiß zwar, dass ich mit meinem Exfreund Sex hatte, aber mit ihr könnte ich auch niemals ausführlich über so was reden.

Manchmal glaube ich, dass die Selbstbefriedigung von Frauen für mich in Ordnung wäre, wenn das schon früher artikuliert worden wäre. Aber in der Schule hieß es ja auch immer nur, dass Jungs sich nicht schämen müssen, wenn sie masturbieren. Bei denen finde ich das auch gar nicht merkwürdig. Wenn ich ein Mann wäre, würde ich bestimmt masturbieren. Für die ist das ja sowieso natürlich und selbstverständlich – und eben überhaupt nicht peinlich.

Meine Vermutung wäre eher, dass sie vielleicht auch einfach aus biologischen Gründen einen geringen Sexualtrieb hat. Denn Jungs unterhalten sich auch nicht wirklich über Masturbation und sprechen erst recht nicht mit ihren Eltern darüber. Sie machen es halt, weil sie geil sind und weil es sich gut anfühlt. Und sobald sie raushaben wie es geht und es alles funktioniert merken sie eben auch dass es eine tolle Sache ist.

Vielleicht hat auch ihre konservative Erziehung mit hineingespielt, aber ich vermute mal ein Bruder von ihr hätte sich da nicht weiter vom Vater und seinem Umschalten beeindrucken lassen.

Sie hat ihren Trieb ganz gut im Griff – vermutlich eben, weil er in seiner Große auch keinen großen Widerstand leistet. Sonst hätte sie eher ihre Geschlechtsteil im Griff – im wörtlichen Sinne

72 Gedanken zu “Frauen, die sich noch nie selbst befriedigt haben

  1. Zunächst einmal klingt „aus der Heimat“ verdächtig. Kann sein, dass sie ihr Dorf in Schwaben meint, kann aber auch bedeuten dass sie einen anderen kulturellen Hintergrund hat. Der Rest…. Naja, ich werde nie verstehen, wie man auf die Idee kommt, dass andere etwas tun, weil sie vorher mit anderen darüber geredet haben. Ich kann doch Dinge einfach mit mir selbst ausmachen und auch entsprechend umsetzen. Dafür braucht man doch nicht die Erlaubnis der anderen. Wie du richtig schreibst reden Männer auch eher selten mit ihren Eltern oder Freunden darüber wie und wann sie sich den Kasper schneuzen. Aber es passt in den Kontext. Die Welt wird besser wenn wir einfach noch mehr über die Probleme dieser Menschen reden. Egal wieviel wir das schon machen es ist nie genug…

    • Warum willst du über“Probleme dieser Menschen“ reden? Ist doch schnurz für uns. Die schreibt ja nicht so als hätte die ein Problem damit. Mei, dann schaut die halt kein Porno. Muss ja nicht jeder Porno schauen wie die Deutschen Wixxer.
      Muss der Deutsche sich auch nicht andauernd in Probleme anderer einmischen (anderer Kulturkreis? Na und?) genauso dämlich wie wenn sich die Weiber einmischen in Kopftuch… das soll doch die Trägerin selber ausmachen… Mannomann habt ihr Probleme.

  2. In meinem Elternhaus wurde alles, was mit Sex zu tun hat, größtenteils totgeschwiegen.
    So erfuhr ich erst irgendwann durch Bücher, dass es Selbstbefriedigung gibt (IIRC ging es dabei aber nur um Mädchen). Von alleine wäre ich nie darauf gekommen.

    Natürlich habe ich es probiert, aber erfolglos. Mir fehlt da die Geduld. Ich kann nicht abschalten, wenn ich mich gleichzeitig darauf konzentrieren muss.
    Mit Vibrator ist es auch nicht viel besser, und Dildogebrauch ist enorm anstrengend.
    Am ehesten erfolgversprechend ist eine starke Wasserdüse, bzw. ein starker Massageduschkopf. Damit klappt es inzwischen ganz gut. Ich habe es dennoch wieder aufgegeben, weil danach trotzdem ein schales Nachgefühl bleibt.

    Beim Sex mit einem Mann fühle ich mich dagegen wunderbar. Da spüre ich seine Wärme, seine Kraft, rieche seinen Geruch, werde begehrt, .. das ist überhaupt kein Vergleich zu schnöder Masturbation.

    • Man merkt: Weibliche und männliche Sexualität ist total unterschiedlich.
      Dass ich mich selbst befriedigen kann, darauf bin ich – wie auch alle anderen Männer – natürlich von selbst gekommen.
      Und es ist gut, manchmal sogar besser als echter Sex, zumindest zuweilen weniger aufwendig 😁

      • Jungen werden ja von kleinauf mehrmals täglich zumindest beim Wasserlassen mit ihrem besten Stück konfrontiert. Es kommt wohl vor, dass der Penis auch mal absteht. Da ist es bestimmt naheliegend, damit mal herumzuspielen, und die Möglichkeiten zu entdecken.
        Bei Mädchen befinden sich die Genitalien eher im Verborgenen. Dass dort etwas sein könnte, das lustvolle Empfindungen spürt, ist nicht offensichtlich.

        Männliche und weibliche Sexualität ist völlig unterschiedlich. Da stimme ich dir zu. Aber sie ergänzen sich so wunderbar!

  3. Kommt mir alles sehr bekannt vor. Am Anfang unserer Beziehung habe ich mich noch gewundert, dass meine Frau Selbstbefriedigung nicht als etwas beschrieb, was sie tut, sondern als etwas, was ihr passiert, wie ein Unfall oder eIn Versehen. Auch das Verhalten des Vaters von „Johanna“ beobachte ich bei ihr.
    Über Sexualität wurde in meinem Elternhaus ebensowenig geredet wie in ihrem, aber sie hat dazu eine völlig andere Einstellung als ich. Sie hat keinen Migrationshintergrund, kulturelle Prägung schließe ich als Ursache dafür eher aus.

  4. In einem muss ich dem Vater der obigen Dame recht geben. Ich bin nun wirklich nicht prüde, aber Sexualität in gewöhnlichen Filmen finde ich oft deplatziert und nervig. Gut, dass kann natürlich auch daran liegen, dass viele Filme eine Tendenz haben, Beziehungen zwischen Mann und Frau in den Plot einfließen zu lassen, auch wenn es nicht notwendig ist.

    • =)
      Wie oft wir im Grunde auf einer Wellenlänge liegen.

      you tube.com/watch?v=hAZNhA-bsAo

      Den Jetzt Artikel halte ich für erstunken und erlogen.
      Jemand mit 30 wäre in eine Post Arabella Kiesbauer, also BDSM Anleitungstalkshow zu den Hausaufgaben. geboren worden.
      Eine die nun 21 ist in eine Welt in der man sich Dickpics wünscht anstatt der digitalen Muschi und Dildoflut.

      • Der erste Teil der Beschreibung (Keine Selbstbefriedigung weil dies nicht positiv kommunizierbar ist, daher keine Statuspunkte gibt und auch kein Eigentrieb Druck macht) klingt plausibel.

        Schräg wird es ab dem Punkt wo sie realisiert, dass dies auch bei Frauen normal ist, sie es aber nicht zumindest selber probiert. Normal würde die Mischung aus Neugier und Neid dafür sorgen…

          • Oder sie hatte bisher immer einen Mann parat, der dann für ihre Befriedigung zuständig war (und wehe er performt nicht richtig – die dritte Geschichte handelt davon)…

        • „Schräg wird es ab dem Punkt wo sie realisiert, dass dies auch bei Frauen normal ist, sie es aber nicht zumindest selber probiert. Normal würde die Mischung aus Neugier und Neid dafür sorgen…“

          Nun, ich halte Anne für wahrlich nicht prüde, aber wenn selbst sie Selbstbefriedigung für wenig reizvoll hält, dann könnte eine Frau, die da auch noch zusätzlich moralische Probleme mit hätte, so hohe Barrieren aufbauen, dass Neugier und Neid (warum Neid?) zur Überwindung nicht ausreichen.

          Die weibliche Sexualität bleibt also für uns ein Mysterium – und unsere für sie.
          Wohl dem, der eine Frau sein eigen nennt, die Lust auf und Spaß am Sex hat 🙂

          • Carnofis,

            „könnte eine Frau, die da auch noch zusätzlich moralische Probleme mit hätte, so hohe Barrieren aufbauen, dass Neugier und Neid (warum Neid?) zur Überwindung nicht ausreichen.“

            Neid entsteht ja quasi automatisch wenn sie erfährt, dass ihre Freundinnen das normal finden (und machen). Der „Auch haben will“ Reflex ist da schon sehr stark. Kollektivismus halt.

            Was nicht bedeutet, dass sie damit dann erfolgreich war/ist. Oder es ihr einen emotionalen Nährwert bringt, der über ein/zwei Versuche hinaus wirkt.

            „Wohl dem, der eine Frau sein eigen nennt, die Lust auf und Spaß am Sex hat“

            Das stimmt. Wobei wir aus dem Text nicht herauslesen können, dass sie an Sex mit einem Partner keinen Spaß hat.

  5. Und natürlich darf wieder die ordentliche Portion Opfer-Abo nicht fehlen.
    So ist die arme Frau quasi naturgemäß nicht richtig aufgeklärt worden, denn das Patriarchat unterdrückt bekanntlich Mädchen und Frauen. Der Ärmsten wurde deshalb nie erklärt, dass sich auch Mädchen und Frauen selbst befriedigen.

    Mittlerweile ist es dann tatsächlich so, das Mädchen im Sexualkundeunterricht „Schulausflüge“ zu Frauenärztinnen machen, wo sie dann fachlich aufgeklärt werden und – ihnen möglicherweise peinliche – Fragen stellen können.
    Für Jungen gibt es solche Angebote natürlich wieder einmal nicht.

    • Wir Jungs brauchen sowas auch nicht.
      Eines wird hier doch wieder klar: Wenn Mädchen und Frauen selbst ne Anleitung/Erlaubnis brauchen, um ihren Körper zu entdecken, wieso erwartet man dann, sie könnten auf konstruktive Weise die Welt entdecken und entwickeln?

      • „Wenn Mädchen und Frauen selbst ne Anleitung/Erlaubnis brauchen, um ihren Körper zu entdecken, wieso erwartet man dann, sie könnten auf konstruktive Weise die Welt entdecken und entwickeln?“

        Wer erwartet das?
        Die, die das wollen, sollen es können, alles andere wäre vergeudete Energie.
        Dummerweise leben wir in einer Zeit, in der es unfähigen Frauen gelungen ist, das „Patriarchat“ so zu beschämen, dass es ihnen bereitwillig ohne Gegenleistung durchs Leben hilft.

      • Das wage ich zu bezweifeln. Wer ind der Jugendzeit die Bravo gelesen hat, dürfte genügend Fragen von verunsicherten Jungen gefunden haben. Vermutlich gibt es davon auch heute noch reichlich.

        Was mich dabei aber natürlich besonders ankotzt ist wieder das zweierlei Maß. Denn ob Jungen etwas peinlich sein könnte, interessiert wieder mal niemand.

      • „Wenn Mädchen und Frauen selbst ne Anleitung/Erlaubnis brauchen, um ihren Körper zu entdecken, wieso erwartet man dann, sie könnten auf konstruktive Weise die Welt entdecken und entwickeln?“
        Ich bin damals quasi zum ersten Nal vom Glauben abgefallen, als ich im TV einen Bericht über eine Frau sah, die Selbstbefriedigungskurse angeboten hat. Das muss irgendwann in den 80ern gewesen sein, da war man noch nicht so prüde ….
        Frauen brauchen eine Anleitung, um ihren eigenen Körper kennenzulernen???

    • Dabei war das so ein Spaß mit elf Jahren morgens die Alleinverziehende zu fragen ob man sich nun wirklich klebrig des Nachts eingenässt hatte, oder ob’s was anderes ist ….

      Was beneide ich Kriegsweisen, die hatten zumindest nen echten Grund ….

    • jo Mario hats erfasst. In Kern geht der Artikel nämlich nur genau darum: Das pöse Patriachiat unterdrückt die Sexualität von Frauen. Deshalb brauchen ‚wir‘ Kurse und und ‚viva la vulva‘.

      Das ist keine Geschichte einer einzelnen Frau, sondern ein politisches Statement verpackt in einer Story aus dem ‚echten Leben‘

  6. Zum Thema falscher Aufklärung fällt mir was ein. Meine Eltern haben mich null aufgeklärt. So wusste ich nicht, dass man die Vorhaut zurückziehen kann und habe mich da nie gewaschen. Mit 6 oder so war alles verklebt und nicht zu bewegen. Ich bekam Schmerzen. Mit 11 wurde es gelöst. Sehr unangenehm.
    Meine Eltern sind dann total ausgeflippt, weil das beim Arzt ja so aussieht, als würden wir uns zuhause nicht waschen.
    Masturbieren habe ich aber einfach so gemacht.

  7. „Manchmal habe ich Sexträume. Wenn ich mich dabei erwische, schäme ich mich für mein Unterbewusstsein und versuche dann ganz schnell an etwas Anderes zu denken“
    Und obwohl ich zum männlichen Geschlecht gehöre, ging mir das als Jugendlicher und junger Mann auch so. Was zu einem großen Teil an der Art der Träume lag, die waren nämlich weit weg von feministischer Korrektheit.
    Ich fing dann mit der Zeit an zu überlegen ob ich eigentlich psychisch gestört bin und habe schließlich im Internet recherchiert was eigentlich von Männern zu halten ist, die während der Selbstbefriedung davon fantasieren das mit Frauen Dinge gemacht werden, die in der realen Welt nicht im Einklag mit dem Gesetz wären. Das Ergebnis: Ich bin ständig in Foren von Frauen gelandet die darüber berichten dass sie während der Selbstbefriedung davon fantasieren, dass mit ihnen solche gesetzeswidrigen Sachen gemacht werden. Das hat mein Frauenbild nachhaltig verändert und damit auch den verkrampften Blick auf meine Fantasien. Und es war der Anfang einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Feminismus.

  8. „Für die ist das ja sowieso natürlich und selbstverständlich“

    Ich finde es irgendwie etwas abwegig zu behaupten, dass eine Sexuelle Handlung, die für ein Mädchen peinlich sein sollte für einen Jungen nicht der Fall ist.
    Ich denke es ist immer individuell wie man damit umgeht.

    • „Ich finde es irgendwie etwas abwegig zu behaupten, dass eine Sexuelle Handlung, die für ein Mädchen peinlich sein sollte für einen Jungen nicht der Fall ist.“

      So komplex denken sie nicht. Für das schlechte Gewissen reicht die intrasexuelle Kontrolle.
      Was Du denkst, ist wurscht, aber was ihre Freundinnen denken würden, ist elementar.

  9. „Aber in der Schule hieß es ja auch immer nur, dass Jungs sich nicht schämen müssen, wenn sie masturbieren. Bei denen finde ich das auch gar nicht merkwürdig.“

    Ich glaube der Autorin alles. Nur den oben zitierten Satz nicht. Wo zum Geier in Deutschland soll eine Schule stehen, in der in den 2010er Jahren über Selbstbefriedigung bei Jungs aber nicht bei Mädchen geredet wird? Umgekehrt gerne…
    Hat da vielleicht eine gefrustete Alt-Emanze ihr sexuelles Kindheitstrauma durch ihre Tochter/Enkelin veröffentlicht?

  10. [video src="https://archive.org/details/emj-archive-004/Dr.+E.+Michael+Jones+-+'Sexuelle+Revolution+dient+dem+Kapitalismus'+-+Erster+Teil.mp4" /]

    Sehr rar und sehr hörenswert.
    Und ganz besonders nicht für deutsche Ohren bestimmt.
    (Durchaus auffällig, dass ausgerechnet der eine Vortrauf auf Deutsch besonders tief vergraben ist)

  11. „Ich wusste schon früh, dass Männer sich selbst befriedigen“

    Da würd mich interessieren, woher. Ich hab noch immer das Bild vor Augen, wie sich ein Mann vor der Massagedüse im Schwimmbad einen runterholte, mein Alter geschätzt 6.

    • Jedenfalls halte ich so einen verklemmten Zugang wie bei der Artikelschreiberin oder breakpoint für völlig atypisch.

      Ich muss aber zugeben, dass mich in meinen Pillen-Jahren so ne Art Amnesie überfiel, ich also gar nicht mehr wusste, dass ich mir bspw. den Vibrator meiner Mutter oder die Pornoheftchen meines Vaters ausgeliehen hatte etc.

    • Üblicherweise befinden sich diese Massagedüsen unter Wasser. Und das willst du jetzt im zarten Alter von sechs Jahren gesehen haben? Könnte jetzt nett sein und sagen ich glaube dir das nicht. Bin ich aber nicht deshalb sage ich dir meine Meinung zu deinem Beitrag klipp und klar: Du lügst!

      • Ich habe sehr viel Zeit unter Wasser verbracht – so wie auch unsere Mädels, liegt wohl in den Genen^^ – und das war ein tatsächlich so ungewöhnlicher Anblick, dass es mich interessierte, was der da macht und eben auch hängenblieb als Bild. Das war wohlgemerkt kein Exhibitionist, aber meine erste voyeuristische Erfahrung…

        Auf welche Art hast Du denn gelernt, was Masturbation ist; bzw. wann hast Du das erste Mal einen Mann (oder eine Frau) bei der genitalen Selbstbeschäftigung beobachten können? Im Porno oder irl?

        • „Auf welche Art hast Du denn gelernt, was Masturbation ist; “

          Also, an mein „erstes Mal“ kann ich mich noch recht gut erinnern. Es war unter der Dusche, ich mag 11 oder 12 gewesen sein. Dass das Reiben am Steifen ein Wohlgefühl erzeugt, war mir wahrscheinlich schon länger bewusst. An jendem Abend rieb ich aber immer weiter – und das Gefühl wurde immer besser – bis ich plötzlich die ganze Geschichte nicht mehr unter Kontrolle hatte und statt des bekannten mehr oder weniger gelben und klaren Urins plötzlich eine trübe zähe Flüssigkeit mit fremdem Geruch unkontrollierbar herausgeschossen kam.
          Ich war zu Tode erschrocken und überzeugt, irgendwas kaputt gemacht zu haben.
          Aber das Gefühl war so geil, dass ich von da an nicht mehr vom Rubbeln ablassen mochte 😀

          Ein Witz, den ich vor einigen Jahren zu dem Thema irgendwo aufschnappte, umschreibt den Gewissenskonflikt eines 12-jährigen wohl sehr treffen:
          (sorry, im Original war er noch pfiffiger)
          „Mein Sohn, halte dich zurück, vom Wichsen wird man blind.“
          „Ja Papa. Darf ich es wenigstens so lange machen, bis ich eine Brille brauche?“

          • Meinen ersten gescheiterten Versuch hatte ich mit einem Tampon, lang bevor ich ihn brauchte. Aber ehrlich gesagt ist jedes vaginale Einführen auch geeigneter Mittel mehr oder minder unerfreulich für mich (Liebeskugeln ausgenommen, aber die führen auch nicht zum O). Ich hatte früher sehr viel mehr davon, meinen Arm zu knutschen etc.

            Mit 16/17 hatte ich dann meinen ersten eigenen Vibrator (geschenkt bekommen) und meine ausgiebige Beschäftigung damit hat first love eher genervt. Als der mir rauchend und stinkend durchbrannte, hat er jedenfalls richtig hämisch gelacht und mich damit aufgezogen.

            Das erste Mal Abspritzen hatte ich selbst zunächst gar nicht als solches registriert… zum Glück war seine Reaktion positiv. Dass es das überhaupt gibt, wusste ich damals noch nicht – im Gegensatz zu ihm.

            Mit Anfang 20 erst war ich dann soweit, allein durch eigene manuelle Klitorisstimulierung kommen zu können, was ich nach dem ersten Mal völlig gegen meine Gewohnheiten auch ganz begeistert telefonisch einer Freundin berichtete. Mittlerweile brauch ich nichtmal mehr Berührungen, wenn ich mich genug konzentriere. Weil es ist halt überwiegend Kopfsache. Wenn ich masturbiere, sehe ich mich häufig in der Männerrolle, weshalb sich das auch nicht so gut ins gemeinsame Liebesspiel integrieren lässt. An guten Tagen beschenke ich mich mit ca. 2 bis 4 Orgasmen. An schlechten aber mit deutlich mehr 😜

            Was ich noch nie jemandem erzählt habe: das erste Mal, als er in meinen Mund kam, hatte ich einen O. Und fühlte mich zurückversetzt ins Säuglingsalter, jedenfalls ploppte diese weirde Assoziation auf.

          • „Ich hatte früher sehr viel mehr davon, meinen Arm zu knutschen etc.“

            Und dann nörgeln unzählige Frauen, dass ihr Partner sie nicht zum Höhepunkt bringen kann, bzw. so unsensibel ist.
            Es gibt bei Frauen fast so viele erogene Zonen, wie es Frauen gibt. Bei jeder neuen Beziehung fängt ein Mann also fast bei Null an, muss seine Partnerin kennenlernen und sich auf sie neu einstellen. Und wenn sie nicht offen und ehrlich ist, bleibt der Sex erst für sie, dann oft auch für ihn unbefriedigend.
            Und Schuld hat natürlich nur er allein, diese Dumpfbacke.

            Eine Frau dagegen weiß zumindest, wo bei jedem Mann das Zentrum der Lust ist und kann ihre Fähigkeiten darum herum stetig erweitern, bis sie zu einer wahren Künstlerin wird.

            Ich habe meinen Partnerinnen schon sehr früh klargemacht, dass sie selbst für ihre sexuelle Erfüllung zuständig sind und mich entsprechend anleiten müssten. Das hat auch erstaunlich gut geklappt. Aber von sich aus ist keine einzige Frau auf die Idee gekommen, ihre Wünsche zu formulieren.

          • @carnofis

            Spätestens seit #metoo ist vollkommen klar, was eine Frau meint, wenn sie „Es ist doch vollkommen klar…“ sagt, als so gut wie jede meinte, es sei doch vollkommen klar, wo die Grenze zwischen Flirt und Belästigung liege.
            Was sie in dem Fall eigentlich sagen: „MIR ist bei jeder einzelnen Geschichte klar, ob ICH das für Flirt oder Belästigung halte“.

            Ich bin inzwischen davon überzeugt, dass Frauen, die so reden, den Unterschied zwischen „Es ist doch klar“ und „MIR ist klar, wie ICH das sehe“ nicht begreifen.

            Es ist kein großer Sprung anzunehmen, dass das bei Sex ganz genauso ist. „Es ist doch klar, was antörnt.“

            Hinzu kommt der „He just gets it“ Effekt: „Wenn er mich wirklich lieben würde, WÜSSTE er, was ich mag“, sowie die Hypoagency-Veranlagung.

            Unterm Strich hast du recht: Manche Frauen muss man zwingen, erwachsen zu sein.

          • „Ich bin inzwischen davon überzeugt, dass Frauen, die so reden, den Unterschied zwischen „Es ist doch klar“ und „MIR ist klar, wie ICH das sehe“ nicht begreifen.“

            Gut, ganz so pauschal möchte ich das nicht formulieren, aber wenn wir vor das „Frauen“ ein „manche“, meinetwegen auch ein „viele“ setzen, kann ich es unterstreichen.
            Wollte ich gehässig sein, würde ich formulieren, dass diese Frauen die Kleinkindphase nie erfolgreich hinter sich gelassen haben, so sie noch nicht gelernt haben, zwischen dem Ich und der Welt zu unterscheiden.
            Auf geradezu groteske Weise unterstreichen besonders die Feministas diese Anschauung, indem sie fordern, die Gefühlslage einer Frau mit der objektiven Wirklichkeit (die sie eh bestreiten) gleichzusetzen.

          • Um das scheinbare Missverständnis auszuräumen:
            Es ging mir beim Arm-Knutschen nicht um meinen Arm als besonders erogene Zone, sondern um die Möglichkeit der Repräsentation des ersehnten Knutschens, das in meinem jugendlichen Kopfkino lange die Hauptrolle einnahm. Und ich kann auch kaum glauben, dass ich damit allein sein sollte?

  12. Das ist in der Tat ein interessanter Unterschied zwischen Frauen und Männern. Dass Frauen seltener solo-sexuell tätig sind. Ein Mann sollte nur 1-mal oder 2-mal pro Woche solo-sexuell tätig sein. Denn es bedeutet einen Kraftverlust. Eine christlich-konservative Haltung ist wichtig. Mehr dazu auf meiner Internetseite (bitte auf meinen Nick-Namen klicken).

    • Hast du das aus der Bibel? Steht da tatsächlich das ein Mann nur 1-mal oder 2-mal pro Woche solo-sexuell tätig sein soll? Und wie oft SOLL eine Frau pro Woche solo-sexuell tätig sein?

      Wäre es für dich in Ordnung wenn jemand anderes dir vorschreibt wie oft du irgendwas machst, was niemand schadet und niemand anderen etwas angeht?

      Wie ist deine Einstellung zum Totalitarismus?

        • „Soviel ich weis, steht in der Bibel nichts von Selbstbefriedigung.“

          Doch, der „Casus“ Onan – daher der Begriff „Onanie“ für die männliche Selbstbefriedigung.
          Der Herr bestrafte Onan, weil er ständig seinen Samen verwarf – oder so. Musst selbst mal in der Bibel nachsehen.

          • Siehe Kommntar von only me:
            „Onan wurde nicht wegen des Coitus interruptus bzw. der Selbstbefriedigung („Onanie“) bestraft, sondern weil er die Blutslinie seines Bruders nicht weiterführen wollte. “

            Es ging nicht um Selbstbefriedigung.

    • Viel Kraft kannst du nicht verlieren, zumindest intellektuelle gesehen nicht.
      Selbstbefriedigung ist nachweislich gesund, stärkt Kreislauf und Muskulatur und macht zufrieden und entspannt. Deinin Geschwafel vom Kraftverlust kannst du dir also sparen.

    • Jungs, C343 (klingt wie die ID von einem Panzerknacker; ob das beabischtigt ist?) bezieht sich offensichtlich auf Onan. Dessen Geschichte er allerdings wohl nicht aufmerksam gelesen hat.

      Er ging aus der Ehe des Erzvaters Juda mit einer Kanaaniterin hervor. Nach dem Tod seines älteren Bruders Er musste Onan dessen Witwe Tamar heiraten. Dies entsprach dem jüdischen Brauch des Levirats. Die Schwagerehe verpflichtete Brüder, dem verstorbenen Verwandten Nachkommen zu schaffen, wenn dieser keine Söhne hatte (5 Mos 25,5–6 LUT). Über Onan heißt es:

      8 Da sprach Juda zu Onan: Gehe zu deines Bruders Weib und nimm sie zur Ehe, dass du deinem Bruder Samen erweckest. 9 Aber da Onan wusste, dass der Same nicht sein eigen sein sollte, wenn er einging zu seines Bruders Weib, ließ er’s auf die Erde fallen und verderbte es, auf dass er seinem Bruder nicht Samen gäbe. 10 Da gefiel dem Herrn übel, was er tat, und er tötete ihn auch.[1]

      Onan wurde nicht wegen des Coitus interruptus bzw. der Selbstbefriedigung („Onanie“) bestraft, sondern weil er die Blutslinie seines Bruders nicht weiterführen wollte.

      Masturbation ist demzufolge auch für Christen eigentlich A-OK, es sei denn, sie sind so wenig bibelfest wie C343.

      ¯\_(ツ)_/¯

      • Ach schitt, ich sollte doch immer erstmal den ganzen Thread lesen, bevor ich losplappere 😦

        Aber Du hast recht. Gerade die bibelfestesten zeigen deutliche Lücken.

      • Das sehe ich auch so. Wie soll man sich denn sonst erklären, dass die meisten Jungs (wenn nicht alle) in der Kindheit anfangen sich selbst zu befriedigen? Das ist meiner Ansicht nach etwas ganz natürliches und normal.

    • C343, du lieferst immer wieder schöne Beispiele dafür, warum der Begriff Religioten manchmal nicht respektlos, sondern angemessen ist. Dankeschön! 🙂

    • „Ein Mann sollte nur 1-mal oder 2-mal pro Woche solo-sexuell tätig sein. Denn es bedeutet einen Kraftverlust.“

      Das gilt nur für solo-sexuell tätig? Also Vögeln ist beliebig oft erlaubt?

      Jetzt versteh ich, warum mein Sohn so schlaff ist. Wichst zu viel, der Bengel.
      Und ich dachte immer, das kommt vom Kiffen.

      😛

  13. Ich sag dazu nur ^^ Meine erste Eregende erfahrung war im Sportunterricht beim Seilklettern ^^ Dannach hatte ich Stangen, Bettpfosten und den gefundenen Vibrator meiner Mutter zwischen die beine gehalten ^^ (meine Anatomie der Genitalien, war seit geburt ein wenig „speziell“ ^^ )

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