Über Triage, Gewalt und Kinder im Neofeminismus (Gastartikel)

Ein Gastartikel von Beweis

Ganz vorne war die Frauenministerin – sie hat schon vor Tagen darauf hingewiesen, dass Gewalt gegenüber Frauen zunehmen würde, wenn die Familie zuhause eingesperrt sei.

Die Ärzte diskutieren zur Zeit die Triage, also die Entscheidung treffen zu müssen, welchen Patienten geholfen wird, wenn nicht genügend Behandlungsplätze zur Verfügung stehen. Und welche sterben müssen. Diese Situation erinnert an Sanitäter auf einem Kriegsschlachtfeld, die zwischen den Verwundeten die mit den größten Überlebenschancen auswählen müssen. Das waren aber alles immer nur Männer.

Jetzt ist das nicht so. Das Motto „Frauen und Kinder zuerst!“, (wobei Frauen vorne steht, also erst die Frauen, dann die Kinder) ist immer noch fest in den Köpfen verwurzelt, so wie es auch der Neofeminismus einfordert.

Ein Bekannter arbeitet bei einem Energieversorger. Er berichtete, wie die Frauen quer durch alle Abteilungen darauf bestanden haben, als besonders gefährdet eingeschätzt und daher entsprechend bevorzugt zu werden. Da aber die meisten Covid-Kranken und -Toten nachweislich männlich sind, wurde ihr Ansinnen abgelehnt. Einen Versuch war es ja wohl mal wert.

Wie werden also Ärzte entscheiden, wenn sie nur einen Beatmungsplatz zur Verfügung haben, aber einen beatmungspflichtigen 50-jährigen Mann und eine beatmungspflichtige 65-jährige Frau?

Auf einem untergehenden Schiff ist die Priorität klar – wird sie auch in vergleichbaren Situationen in Krankenhäusern so gelebt werden? Wird eine greise Frau als wichtiger und wertiger angesehen als ein greiser Mann? Sind Frauen wirklich das Wertvollste in unserer Gesellschaft?

Frauenministerin Giffey macht sich ganz besondere Sorgen um diese Bevölkerungsgruppe. In Berlin sollen sogar Hotelzimmer für Frauen bereitgestellt werden, die sich mit ihrem Partner gestritten haben. Und wieder kommen die Frauen zuerst, dann irgendwann die Kinder.

Dass die so weit hintenan gestellt werden erschreckt. Wir erinnern uns: In Normalzeiten tötet jeden vierten Tag eine Mutter in Deutschland ihr unter 14-jähriges Kind. Die Kinder können nicht einfach bei Giffey anrufen und sich ein Hotelbett bereiten lassen. Die sind im Moment auf Gedeih und Verderb ihren Eltern ausgesetzt.

Heute Morgen meldet sich der Vorsitzende vom Kinderschutzbund zu Wort  und weist auf das Problem hin: Auf die Gefahren durch psychische, körperliche und sexuelle Gewalt für die Kleinen, die nicht mal mehr eine Oma oder einen Opa haben, denen sie sich anvertrauen könnten, oder die das blaue Auge sehen und hinterfragen würden. Und er redet explizit von „Tätern und Täterinnen“, eine Kombination, die sehr selten ist und nicht mal in offiziellen Kriminalitätsberichten gebraucht wird. Da wird sich die Frauenministerin aber ärgern.

Warum also sorgen sich so wenige um die Kinder? Weil die ja so gut wie nie an Covid sterben. Aber andere gesunde Menschen im jungen und mittleren Alter sterben doch auch nicht an Covid. Jetzt drohen die Nebenwirkungen der Pandemie gewaltig zu werden. Davon sind alle betroffen. Und dabei zählen Frauen augenscheinlich mehr als die Kinder – das gab es wohl noch nie in der Menschheitsgeschichte.

Und das mitten im Patriarchat.

104 Gedanken zu “Über Triage, Gewalt und Kinder im Neofeminismus (Gastartikel)

  1. „Ein Bekannter arbeitet bei einem Energieversorger. Er berichtete, wie die Frauen quer durch alle Abteilungen darauf bestanden haben, als besonders gefährdet eingeschätzt und daher entsprechend bevorzugt zu werden. Da aber die meisten Covid-Kranken und -Toten nachweislich männlich sind, wurde ihr Ansinnen abgelehnt. Einen Versuch war es ja wohl mal wert“

    Ernsthaft?

    • Nur 8% der Frauen nennen sich „Feministin“

      Diese Aussage muss im Lichte betrachtet werden der nächsten Aussage:

      99% der Frauen vertreten das Prinzip „Frauen zuerst, dann Kinder und dann sind wir eigentlich auch fertig“

    • Erinnert mich an den UN-Bericht über Gewalt in Afghanistan, in dem die Datenlage so aussieht: am stärksten von Gewalt betroffen sind Männer, danach kommen Kinder und an dritter und damit letzter Stelle Frauen. Trotzdem heißt es in den abschließenden Sätzen des Berichts: Frauen sind besonders betroffen.

      • Das ist eigentlich in allen Konflikten so.
        Ich erkläre mir das immer als einen entarteten (darf man das Wort überhaupt noch verwenden ?) Instinkt.
        Bei fast allen Tieren mit aufwändiger Nachkommen-Aufzucht, ist instinktiv verwurzelt, die Nachkommen besonders zu schützen, die Erwachsenen werden gleich behandelt. Beim Menschen hat sich irgendwann das Verhalten herausgebildet, die jungen fortpflanzungsfähigen Frauen besonders zu schützen. Das brachte unterm Strich mehr für die Population, da die Kindersterblichkeit unter natürlichen Bedingungen trotz aller Bemühungen hoch ist. Da aber nur die Frauen bessere Überlebenschancen hatten und dadurch mehr Kinder bekommen konnten, bevor sie starben, Wuchs die Population. Manche Biologen* sind der Ansicht, daß diese Verhaltensänderung auch dazu beitrug das der moderne Mensch den eigentlich robusteren Neandertaler zahlenmäßig überrunden und letztlich verdrängen konnte.
        Diese Verhalten hat sich nun kulturell manifestiert und ist zu einer völlig irrationalen Frauenpämperung mutiert. Diese wird von Männern fleißig (und oft zum eigenen Schaden) mitbetrieben, weil es eben ihrem Instinkt entspricht.
        Dieses Verhalten trug dann z.T. auch zur Bevölkerungsexplosion bei.

        *siehe auch Matthias Glaubrecht, Das Ende der Evolution. In dem Buch geht es zwar um was anderes, aber er geht darin auch ausführlich auf die Theorie der Verhaltensänderung vom primären Nachkommenden-Schutz zum primären Gebärenden-Schutz beim Homo sapiens ein.

        • Dann müsstest Du dieses Verhaltensmuster aber über alle Kulturen hinweg finden.

          Kann ich nicht bestätigen. Der Frauenkult ist eine Erfindung des Westens.

        • Erklärungen die auf Basis der Evolutionstheorie basieren, haben noch nie was geholfen. Es müssen Erklärungen gefunden werden, die Sinn machen und man auch entgegenwirken kann, ansonsten ist jede Diskussion Sinnlos, da ja Evolution…

    • Politikerinnen behaupten immer das man keine Männerpolitik braucht, weil ja schon genug Männer Politik machen. Nur machen diese Männer keine Männerpolitik. Sie machen i.d.R. Politik für alle Menschen, unabhängig vom Geschlecht. Bei Politikerinnen ist das anders. Wie die ein Gesetz zum Schutz oder der Unterstützung entwerfen, wollen sie dieses Gesetz allzu häufig nur für Frauen.
      Mit mehr Frauen in der Politik, wird der Effekt wahrscheinlich noch verstärkt.

      Siehe Genderama heute bzgl. Menschenhandel.

      • Nur Frauen.
        Tote Männer sind ihnen egal. Die Mörderinnen hatten bestimmt Gründe…
        Das empathische Geschlecht elohel

  2. Noch ein Hinweis zu der stärkeren Betroffenheit von Männern bei dieser Erkrankung.
    Die bisher erkannten Risikofaktoren sind: Rauchen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma, Diabetes, Übergewicht (sicher auch hier das männliche Bauchfett abträglicher als weibliche Schwabbelärsche).
    Nicht benannt, aber sicher ebenso abträglich, werden berufsbedingte Vorschäden der Lunge bei älteren Männern durch ein Arbeitsleben mit z.B. hoher Staubbelastung etc. Nicht benannt wird auch ein anatomischer Grund. Frauen haben schneller Blasenentzündung als Männer. ihre Harnröhre ist kürzer, mangels eines Schniedels. Erreger haben es also leichter sich bis in die Blase vorzuarbeiten. Ist aber nicht weiter Schlimm. Blasenentzündungen sind meistens harmlos und haben eine hohe Selbstheilungstendenz.
    Der neue Erreger setzt sich nun, wie viele Erkältungserreger bevorzugt im Rachenraum fest. Männer haben nun hier den Nachteil eines strömungstechnisch ungünstiger gebauten Kehlkopfes. Erreger können sich hier besser halten, werden weniger leicht durch den Atemluftstrom durchgeblasen, etwa ein bisschen wie bei einem Staubabscheider.
    Dadurch kann hier eine größere Erregerdichte entstehen und auch das abwandern in die Lunge erleichtert, bzw. das wieder ausblasen aus der Lunge erschwert werden, was eine höhere Keimdichte und damit einen schwereren Verlauf begünstigt.

  3. @ Beweis

    “ Auf einem untergehenden Schiff ist die Priorität klar“

    Wie ist denn die Priorität auf einem untergehenden Schiff?

    Glaubst du wirklich es werden heutzutage erst mal nur Frauen und Kinder gerettet?
    Kannst du mir ein Unglück/Unfall/Naturkatastrophe der letzten Jahre nennen, wo erst mal nur Frauen und Kinder gerettet würden?

    Das ist doch ein Mythos.

    • Es ist jedenfalls so, dass ein Mann, der sein Leben dem einer Frau vorzieht, für weltweite Empörung sorgt.
      Und die Dummbatze, die ihr Leben verlieren, um das einer Frau zu retten, werden über den grünen Klee gelobt.

      Ob Frauen, die ihr Leben für Männer riskieren, gelobt werden, weiß ich nicht. Ich kann mich nicht erinnern, davon je gelesen zu haben. Passiert wohl nie.

    • Ein Beispiel bei dem aufgezeigt wird, dass Frauen eben nicht die Hauptopfer sind und meist überleben ist der Gaza-Konflikt bei dem die absolute Mehrzahl aller Opfer männlich sind https://www.nytimes.com/2014/08/06/world/middleeast/civilian-or-not-new-fight-in-tallying-the-dead-from-the-gaza-conflict.html
      Und da die Bomben nicht zwischen männlich/weiblich unterscheiden ist es vor allem die Nachversorgung oder „wer gerettet wird“ welche über Leben und Tod entscheidet.
      Als Mann ist man halt eine in Massen vorhandene Währung, die von Frauen aber auch von mächtigen Männern ausgegeben werden kann. Und das wird kein Maskulinismus, keine Männerrechtsbewegung und keine Gleichheitsbewegung ändern können.

      • „Und da die Bomben nicht zwischen männlich/weiblich unterscheiden ist es vor allem die Nachversorgung oder „wer gerettet wird“ welche über Leben und Tod entscheidet.“

        Nein, unzulässige Schlußfolgerung.
        Die Bomben können nicht unterscheiden, die, die sie abwerfen aber sehr wohl. Und die bombardieren eher Ziele, in denen sie männliche Kämpfer vermuten.
        Zudem dürften erfahrungsgemäß mehr Männer sich überhaupt in Gefahr bringen, beispielsweise, wenn sie Steine auf israelische Grenzposten werfen.

        • „Und die bombardieren eher Ziele, in denen sie männliche Kämpfer vermuten.“
          Der Link diskutiert das ebenfalls und auch wenn man diese Altersgruppe entfernt, sind es trotzdem weit mehr Tote Männer. Gaza ist übrigens nur ein Beispiel, du findest das gleiche Muster in JEDER Kriegszone.

    • Das ist nicht nur in der Historie so gewesen, sondern auch heute noch. Von den Schlauchbooten auf dem Mittelmeer wurden zunächst die Frauen und Kinder gerettet. Das wird fast überall so praktiziert. Und was die konkreten Beispiele aus der Vergangenheit angeht, hat hier carnofis sehr kompetente Beispiele in dem Gedankenfaden unterhalb von https://allesevolution.wordpress.com/2020/03/11/warum-der-mythos-der-maennlichen-macht-so-nuetzlich-ist/#comments gebracht. Mythos ist was anderes.

  4. @ Beweis

    „Wie werden also Ärzte entscheiden, wenn sie nur einen Beatmungsplatz zur Verfügung haben, aber einen beatmungspflichtigen 50-jährigen Mann und eine beatmungspflichtige 65-jährige Frau?“

    Und wie werden die Ärzte entscheiden?

    Wohl danach, wer die besseren Überlebenschancen hat .

    In deinem Beispiel kann man davon ausgehen, dass der 50-jährige Mann an das Beatmungsgerät käme.

    • „In deinem Beispiel kann man davon ausgehen, dass der 50-jährige Mann an das Beatmungsgerät käme.“

      Das ist doch ein Mythos.

    • Nicht unbedingt. Wenn der Mann 20 Jahre unter Tage Braunkohle abgebaut hat und eine entsprechende Lunge hat, die Frau hingegen sog. Care-Arbeit erbracht hat, hat sie die besseren Überlebenschancen. Und da Frauen im Schnitt erheblich länger leben, würde vermutlich sie beatmet werden. Deswegen habe ich das unterschiedliche Alter in dem Beispiel gesetzt. Wenn dann noch der Faktor hinzukommt, dass sie eine Frau und daher besonders auf Hilfe angewiesen ist, dann hat der 50-Jährige keine Chance mehr.

      • Jetzt ist es auf einmal ein 50-jähriger Mann mit vorgeschädigter Lunge.
        Das hast du in deinem Gastbeitrag aber ursprünglich nicht geschrieben.

        • Jeder ist doch vorbelastet. Manche mehr, manche weniger. Es gibt Frauen, die essen nur Bio und inhalieren Aceton vom Nagellackentferner. Männer sind oft in Jobs tätig, die eben körperlich belastend sind. Im Straßenbau, in Bergwerken, im Müllwerkerbereich gibt es keine Quoten – und da versauen sie sich die Lungen, um ihrer Gattin nachher einen schönen Nagellack kaufen zu können.

  5. Er berichtete, wie die Frauen quer durch alle Abteilungen darauf bestanden haben, als besonders gefährdet eingeschätzt und daher entsprechend bevorzugt zu werden.

    Das ist Feminismus. Frauen sollen bevorzugt behandelt werden, völlig unabhängig von den Fakten. Man könnte das glatt als Feminismusdefinition verwenden:
    Feminismus: Politische Ideologie, deren Ziel es ist, Frauen in allen Lebensbereichen zu privilegieren.

    Mehr braucht man im Grunde über Feminismus nicht zu wissen.

    • Das zentrale Dogma des Feminismus ist aber, dass Frauen besser und hochwertiger sind. Dass sie privilegiert werden müssen, ist lediglich Folge aus ihrem Suprematismus und ist niedriger einzuordnen.

  6. @ Beweis

    „Auf einem untergehenden Schiff ist die Priorität klar“

    Wie ist denn die Priorität auf einem untergehenden Schiff?

    Glaubst du wirklich es werden heutzutage zuerst Frauen und Kinder gerettet?

    Kannst du mir irgendein Unglück/Unfall/Katastrophe der letzten Jahre nennen, bei der nach der Devise „Frauen und Kinder zuerst“ verfahren wurde?

    Das mit den „Frauen und Kinder zuerst“ ist doch wohl ein Mythos.

  7. „Kannst du mir irgendein Unglück/Unfall/Katastrophe der letzten Jahre nennen, bei der nach der Devise „Frauen und Kinder zuerst“ verfahren wurde?“

    Srebenica?
    Sogar direkt vor der Weltöffentlichkeit, gefilmt von unzähligen TV-Teams.
    Nach der Einkesselung der Stadt durch die Serben wurden alle Frauen, Mädchen und Jungs unter 12 Jahren vertrieben und die Männer und Jungs ab 12 Jahren aufwärts ermordet.

    Ansonsten erfahren wir nicht viel über die Rettungsabläufe bei Katastrophen. Es stellt sich die Frage, ob die meisten von denen überhaupt nach diesen Maßstäben bewertbar wären. Bei einer Überschwemmung durch einen Taifun sind in aller Regel nicht begrenzte Rettungsressourcen das Problem, sondern die Verteilung der Opfer über ein riesiges Areal.

    „Das mit den „Frauen und Kinder zuerst“ ist doch wohl ein Mythos.“

    Mangelnde Bildung ist keine Schande, wohl aber, sich mit ihr zu brüsten.
    Es gibt mehrere verbürgte Schiffskatastrophen, bei denen bis auf die namentliche Erfassung der Geretteten nachweisbar ist, dass das Prinzip „Frauen und Kinder zuerst“ strikt eingehalten wurde. Die Fälle „Titanic“ und „Central America“ wurden hier schon erwähnt.

    Ähnliches galt auch an Land. Berühmtberüchtigt ist der „Donner-Trail“ 1846, der mehreren Menschen das Leben kostet und von dem der inzwischen verstorbene Herausgeber der FAZ Frank Schirrmacher in seinem Buch „Minimum“ die besonderen Fähigkeiten der Frauen des Trecks herauszustellen wusste.
    Schirrmacher meinte, dass die Überlebenschance der Menschen stieg, wenn im Zentrum einer Familie eine Frau stand, die die Ressourcen gerechter verteilte, als es ein alleinstehender Mann getan hätte.
    Angeblicher Beleg: alle Junggesellen seien auf dem Treck umgekommen.
    Tatsache dürfte eher gewesen sein, dass für die besonders riskanten Aufgaben (Jagen, Hilfe holen) eben genau die jungen Männer ohne Versorgungspflichten ausgewählt wurden.
    Nach den jungen Männern waren die Väter entbehrlich – und Frauen und Kinder blieben somit am längsten am Leben.

    • Im Fall Srebrenica haben alle versagt, das ist wahr. Unter den Augen der Blauhelme wurden Tausende Jungen und Männer ermordet. Unfassbar.

      Meine Frage war aber ob es in den letzten Jahren irgendeine Rettungsaktion gegeben hat, bei der nur Frauen und Kindern geholfen wurde.

      Es gibt kein Gesetz, keine Verordnung oder Verfügung, nach der zuerst Frauen und Kinder gerettet werden müssen und so etwas wird heute auch nicht mehr praktiziert.

        • Ich finde das großartig: „Heute vor zwei Jahren hatte die europäische Seenotrettungsorganisation SOS MEDITERRANNE ihren ersten Rettungseinsatz im Mittelmeer. Seitdem ist sie durchgehend im Einsatz und ist bisher mehr als 27.000 Flüchtenden zur Hilfe gekommen – unter ihnen mehr als 4.000 Frauen.“
          Übernächster Satz und der erste (!) Satz des Textes: „Mindestens die Hälfte aller Flüchtlinge sind Frauen und Mädchen.“

          Man kann sich fragen, welche mathematischen Fähigkeiten dem Leser zugetraut werden; ich würde mutmaßen, gar keine.
          Oder aber sie haben gezielt Frauen und Mädchen nicht gerettet, damit sie mehr Platz für Männer haben. Das wäre eine interessante These…

          Die Überschrift vorbildlich als Mehrwegartikel formuliert:
          „Frauen (auf der Flucht = x) sind besonders (verwundbar = y)

          Für x einzusetzen: im Arbeitsleben, zu Hause, in der Gesellschaft etc.
          Für y einzusetzen: benachteiligt, diskriminiert, etc.
          Hauptsache besonders.

        • Mir ging es um den Gastbeitrag von „Beweis“.
          Er schrieb: “ Auf einem untergehenden Schiff ist die Priorität klar…..“
          Ich wollte von ihm nur wissen, ob heutzutage auf einen untergehenden Schiff nach der Devise „Frauen und Kinder zuerst“ gehandelt wird.
          Gibt es momentan noch Anweisungen/Richtlinien für die Besatzung zu allererst Frauen und Kinder zu retten?

          • Stand im Handbuch der Titanic, dass zuvorderst Frauen und Kinder zu retten seien? Denn darauf kommt es dir ja an. Belege du doch, dass das heutzutage anders gehalten wird in einer Welt, in der die Frau als das ewige Opfer beklagt wird, aber tatsächlich als die westliche weiße Frau die privilegierteste Gruppe des Planeten darstellt. Aktuell wird beklagt, dass Gewalt gegen Frauen – und nur diesen – zunehme, also: Frauen zuerst. Ganz aktuelles Beispiel.

          • Du bist lustig.

            Es gibt quasi keinen Bereich, in dem Frauen nicht bevorzugt werden, aber weil es kein geschriebenes Gesetz dafür gibt, dass Frauen zuerst das Schiff verlassen dürfen, meinst du, bewiesen zu haben, dass Frauen nicht überall bevorzugt werden.

            Was ist denn das letzte Schiffsunglück, an das du dich erinnern kannst?

            Costa Concordia?

            Da wäre dann zum Beispiel dieser vor Empörung über Frauenschicksale triefende Artikel.

            Oder dieser .

            Kennst du den Witz, in dem der Richter dem Angeklagten vorliest, was ihm alles zur Last gelegt wird: Mord, Raub, Veruntreuung, Betrug, Falschparken, Körperverletzung und der Angeklagte triumphiert: „Ha! Ich habe nie falsch geparkt!!“?
            Deine Rolle heute.

          • Du kennst doch bestimmt Amerika.
            Und villeicht auch Obongo.
            Der hatte einen Mann.
            Michael Obongo.
            Michael Obongo, wie so viele Tucken, wollte sich wichtig tun, wie tut so einer das?
            Mit einem Hashtag.
            #BringBackOurGirls

            https://img.thedailybeast.com/image/upload/c_crop,d_placeholder_euli9k,h_1440,w_2561,x_0,y_0/dpr_1.5/c_limit,w_1044/fl_lossy,q_auto/v1492180841/articles/2017/04/14/three-years-later-a-look-at-the-bringbackourgirls-catch-22/170411-Matfess-obama-bring-back-our-girls-tease_xieivr

            Die wurden aus der Schule nach Hause geschickt.

            Rate mal was da vorher mit den Buben passierte?

          • @onlyme, @Nesrin

            Danke onlyme, ich zitiere aus dem zweiten von dir verlinkten Artikel:
            “My wife got on lifeboat No 17 and we got as many women and ­children on as possible[…]But later[…]the men[…] were pushing in front of WOMEN WHO SHOULD HAVE GONE FIRST.“ (Hervorhebung durch mich)

            Übersetzung:
            „Meine Frau gelangte auf Rettungsboot Nr. 17 und wir brachten so viele Frauen und Kinder an Bord wie möglich. Aber später…drängelten sich Männer vor die FRAUEN, DIE ZUERST AUF DIE BOOTE GEHÖRT HÄTTEN.“ (Hervorhebung durch mich)

          • „Ich wollte von ihm nur wissen, ob heutzutage auf einen untergehenden Schiff nach der Devise „Frauen und Kinder zuerst“ gehandelt wird.“

            Da müsste ich zurück fragen, wann das letzte Mal ein Schiff unterging, bei dem sich diese Frage stellte.
            Die Costa Concordia ist ja sehr langsam und direkt am Ufer gekentert. Da konnten alle gerettet werden.

            „Gibt es momentan noch Anweisungen/Richtlinien für die Besatzung zu allererst Frauen und Kinder zu retten?“

            Solche RICHTLINIEN hat es meines Wissens nach nie gegeben, es war ungeschriebenes „Gesetz“.
            Wer wann welche Anweisung an Bord eines Schiffes gegeben hat, werden wir nur seltenst erfahren.
            Tatsache ist, dass in solchen Fällen Frauen überdurchschnittlich häufig überlebt haben. Anhand der Zahlen könnte man eine entsprechende Anordnung belegen.
            Sie zu bestreiten, ist einfach lächerlich.

    • Wenn mein Gunnar Glauben schenken darf, sind die Frauen Mädchen und kleinen Jungen nicht einfach nur vertrieben worden sondern sie sind von den Blauenhelmen evakuiert worden.

      Zwei Jahre vor diesem Massaker hatte die UN bereits Frauen, Kinder, Alte und Kranke aus der belagerten Stadt evakuiert, während sie Männern den Zugang zu den rettenden Konvois verweigerten, obwohl jeder wusste, dass die Männer besonders gefährdet waren, und obwohl das erklärte Ziel war, Hilfe

      https://alternativlos-aquarium.blogspot.com/2018/06/tag-der-geschlechter-empathieluecke.html?m=1

      Das hat wohl wenig mit vertrieben werden zu tun. Frauen und Kinder sind explizit gerettet worden, während man die Männer verrecken lassen hat! Insofern ist “ vertrieben worden “ eine Verharmlosung, die dem üblichen ignoranten und abwertenden Gebaren gegenüber Männern ( und häufig jungen) nicht gerecht wird!

    • Wie soll das auch ein Scherz sein, bei einem Movement, welches sich mit vorsätzlichem Mord brüstet.

      Lieber ein toter Mensch, als weiblicher Lustverlust.
      Das ist die traurige Wahrheit.

      Die dann so gerne projeziert wird, von den sexuellen Gatekeeperinnen, in Form von „Er wollte nicht ohne Gummi“.

  8. Ich zitiere jetzt mal Wikipedia bez. „Frauen und Kinder zuerst“:

    „Eine Auswertung von Mikael Elinder und Oscar Erixson von der schwedischen Uppsala Universität ergab bei insgesamt 18 Schiffsunglücken, an denen mehr als 15 000 Menschen aus 30 Nationen beteiligt waren, dass Frauen nicht bessere, sondern schlechtere Überlebenschancen hatten als Männer. Unter den ausgewerteten Unglücken waren beim „Titanic“- und einem weiteren Untergang anteilig mehr Frauen gerettet worden als Männer, bei elf Katastrophen war es umgekehrt. Wenn der ausdrückliche Befehl jedoch gegeben worden war, stiegen die Überlebenschancen der Frauen den Forschern zufolge auch wieder.[18]“

    Also keine Bevorzugung von Frauen.

    • Kennst du den Witz, in dem der Richter dem Angeklagten vorliest, was ihm alles zur Last gelegt wird: Mord, Raub, Veruntreuung, Betrug, Falschparken, Körperverletzung und der Angeklagte triumphiert: „Ha! Ich habe nie falsch geparkt!!“?
      Deine Rolle heute.

      „Meine Frau gelangte auf Rettungsboot Nr. 17 und wir brachten so viele Frauen und Kinder an Bord wie möglich. Aber später…drängelten sich Männer vor die FRAUEN, DIE ZUERST AUF DIE BOOTE GEHÖRT HÄTTEN.“

      https://allesevolution.wordpress.com/2020/04/05/ueber-triage-gewalt-und-kinder-im-neofeminismus-gastartikel/#comment-461867

    • – Die Wikipedia ist feministisch kontrolliert.
      – 18 Fälle sind nicht repräsentativ.

      Kennst Du die Studie, deren Ergebnis lautete, Pornografie führe zu Vergewaltigung? Da ging einer hin und fragte 18 verurteilte Vergewaltiger, ob Pornos an ihren Verbrechen schuld seien. Die Antwort war „Ja!“. Überzeugend nicht wahr?

    • „Also keine Bevorzugung von Frauen.“

      Unzulässige Schlussfolgerung. Die richtige Schlussfolgerung lautet: „Also keine besseren Überlebenschancen von Frauen.“
      Nun könnte man fragen, wie schlechtere Überlebenschancen und Bevorzugung zusammenpassen. Ganz einfach: Wenn es für die Überlebenschancen nicht nur auf die Bevorzugung ankommt. Einfaches Beispiel: Bis zum Untergang werden Rettungsboote bevorzugt mit Frauen gefüllt. Noch bevor alle Boote voll sind, sinkt das Schiff. Von den Schwimmenden können sich aufgrund überlegener Konstitution vor allem Männer in die halbvoll besetzten Boote retten.

      Du zitierst doch selbst „Wenn der ausdrückliche Befehl jedoch gegeben worden war…“ – da hast du die Bevorzugung in Worten! schriftlich! vorliegen, aber du erkennst sie nicht?!? Was ist denn für dich Bevorzugung? Wenn ein Mann sich selbst rettet, statt einer Frau den Vorzug zu geben, liegt zwar keine Bevorzugung von Frauen vor, aber doch auch keine von Männern – der Mann rettet sich schließlich nicht selbst, weil er ein Mann ist, sondern weil er es kann und leben will. Solche Fälle sind sicherlich nicht selten. Aber WENN ein Mann für Frauen zurücksteckt oder es von ihm verlangt wird, dann IST das eine Bevorzugung von Frauen, und solche Fälle sind offensichtlich ebenfalls nicht selten. Aus unserer Zeit Costa Concordia – s.o.
      So, und nachdem wir dir das von dir verlangte Beispiel geliefert haben, liefere DU jetzt doch mal ein Beispiel, wo während eines Unglücks Männer bevorzugt wurden.

    • Ich finde es ja interessant, mit welcher Selbstverständlichkeit Männern abverlangt wird, ihr Leben zu opfern, und man ihnen Vorhaltungen macht, wenn sie es nicht tun. An die Größten stellt man die höchsten Ansprüche.

      Er ist Journalist. Und Feminist. Also ein boshafter Mann und er findet Männer erbärmlich. Damit meint er nicht nur Männer im allgemeinen sondern auch ganz spezielle: Die auf der Titanic nämlich. Denn nicht alle waren ohne weiteres bereit, das zu opfern, was allen Lebewesen, die da kreuchen und fleuchen, das kostbarste ist: Ihr Leben. Nicht alle waren so gesittet wie der Herr Astor – in heutige Zeiten umgerechnet ein Multimilliardär – der höflich fragte, ob er einen freien Platz in einem Rettungsboot belegen könnte, was man ihm negativ beschied – sein Todesurteil. Unabhängig davon, dass unser boshafter Journalist diese Männer erbärmlich fand, war die Überlebenschance einer armen Frau auf der Titanic höher als die eines reichen Mannes, was heißt, dass die meisten eine Männlichkeit pflegten, welche darin besteht, sein Leben für andere Menschen oder für die „Gesellschaft“ – im Krieg etwa – zu opfern – Männlichkeit ist etwas, das Frauenleben rettet und erleichtert. Nebenbei sahen die Frauen recht schäbig aus, denn ihre Überlebenschance war höher als die von Kindern…

      Männlichkeit

      • Genau das ist doch der Punkt. Während es gesellschaftlich akzeptiert ist, dass eine junge Frau schnell ins Rettungsboot hüpft, ohne sich um irgendwen anderes zu kümmern, gilt das bei Männern als verwerflich. Die Retter auf dem Mittelmeer holen zuerst die Frauen und Kinder von den überfüllten Schlauchbooten. Gleichstellung ist etwas anderes.

    • Das war keine Studie, sondern das war ein Witz.
      Sie haben nicht etwa das renommierte Lloyds Register, sondern eine ganz dubiose Quelle für die Auswahl der untergegangenen Schiffe herangezogen.
      Dann haben sie eine völlig willkürliche Auswahl getroffen.
      Damit kann man alles beweisen und sein Gegenteil.
      Frauen haben prinzipiell schlechtere Überlebenschancen im (kalten) Wasser, weil das leider die Biologie so hergibt – sind keine Rettungsboote vorhanden oder nicht verfügbar, weil das Schiff zu schnell sinkt, sieht es schlecht aus. Selbst mit Rettungsweste, ist das Wasser nur kalt genug.

      Diese „Studie“ ist ausschließlich erstellt worden, weil der Feminismus ein Problem mit männlichem Altruismus hat. Vor dem Hintergrund der Verschwörungstheorie namens „Patriarchat“ macht sich ein solches Verhalten nämlich schlecht.

    • „„Eine Auswertung von Mikael Elinder und Oscar Erixson von der schwedischen Uppsala Universität ergab bei insgesamt 18 Schiffsunglücken, an denen mehr als 15 000 Menschen aus 30 Nationen beteiligt waren, dass Frauen nicht bessere, sondern schlechtere Überlebenschancen hatten als Männer.“

      Ich habe vermutet, dass dieser Einwand kommt. Davon abgesehen, dass leider auch bei WIKIPEDIA alles diskutiert werden darf, solange das Opfer-Narrativ der Frauen nicht angetastet wird, würde auch dieser „Beleg“ nicht der Tatsache widersprechen.
      Ich könnte problemlos Schiffsunglücke heranziehen, die exakt das Gegenteil des „Frauen und Kinder zuerst“ belegen – sattelfest!
      Die Frauenbevorzugung gilt nämlich nur in Fällen, wo soziale Normen nicht durch Panik außer Kraft gesetzt werden. Auf der torpedierten Lusitania starben 62% der Frauen, aber „nur“ 59,8% der Männer. Kinder hatten die Arschkarte, von ihnen kamen fast 73% um. Sie wurden in erster Linie in den panischen Verhältnissen zerquetscht.
      Ähnlich dürfte es auf der „Wilhelm Gustloff“ zugegangen sein, der größten Schiffskatastrophe überhaupt bisher.
      Ziehe ich bei den Betrachtungen über Schiffskatastrophen diese beiden Fälle hinzu, verfälscht das natürlich das Ergebnis und scheint dem Grundsatz „Frauen und Kinder zuerst“ zu widersprechen.
      Würde mich nicht wundern, wenn die beiden bei WIKIPEDIA genannten Autoren nicht unvoreingenommen gewesen sind.
      Aber ich lass mich gern eines Besseren belehren.

      • „Frauen und Kinder zuerst“ ist ein gesellschaftliches IDEAL, nämlich das des „gentleman“. Dass es nicht eingehalten wird in der Realität ist ja kein Beweis gegen die Wirksamkeit dieses Ideals. So wurden die männlichen Überlebenden der ersten Klasse der Titanic schwer öffentlich beschämt. Dass dies dann im Katastrophenfall nicht unbedingt zum gentleman-Verhalten führt, ist kein Beweis gegen die Existenz des Ideals.

          • Evolutionspsychologisch nur bei und für den eigenen Nachwuchs gestützt.

            Bei blutfremden Nachwuchs und ohne jegliche soziale Bindung (die eine Blutlinie simulieren kann), ist es eine Kulturtechnik, die durch eine Mischung aus Repression (Ächtung derjenigen, die sich nicht an diese Regel halten) und posthumer Belohnung (Statusgewinn der eigenen Familie) gestützt wurde/wird.

        • „So wurden die männlichen Überlebenden der ersten Klasse der Titanic schwer öffentlich beschämt.“

          Mag sein. Aber das war eine Reaktion auf die Ereignisse, lange nach ihnen. Entscheidend ist, dass Männer dazu angehalten werden KONNTEN, auf dem sinkenden Schiff ihr Leben für unbekannte Frauen zu opfern. Sie taten es, ohne darüber nachzudenken, welche Folgen ein Überleben später haben könnte.

          • Das liegt halt an jenem Gentleman-Ideal, beide Fälle. Die öffentliche Beschämung setzte gleich nach dem Unglück ein und war erst mal *das* grosse Thema der Titanic-Katastrophe: die feigen reichen Männer der ersten Klasse, die nicht freiwillig untergingen!

        • „So wurden die männlichen Überlebenden der ersten Klasse der Titanic schwer öffentlich beschämt.“

          Und das noch sehr lange über diese Zeit hinaus. Man denke nur an Camerons Verfilmung des Titanic-Untergangs. Der dortige Verlobte der weiblichen Hauptfigur wurde durchweg als widerlicher Kotzbrocken dargestellt. Und den Höhepunkt dieser Widerlichkeit sollte es wohl darstellen, als er sich gegen Ende des Films als Frau verkleidet in ein Rettungsboot schmuggelt. Anstatt also die obskure Situation in den Vordergrund zu stellen, dass dort Männer, nur weil sie Männer waren, einfach kaltschnäuzig zum Sterben zurückgelassen wurden – lediglich über den dramatischen Aspekt, dass dort Frauen ihre Männer und Kinder ihre Väter an Bord zurücklassen mussten, fand das indirekt Erwähnung – wird es als finaler Akt maximaler Niedertracht inszeniert, dass dort ein Mann alles versucht, nicht sterben zu müssen und dafür in Frauenkleider schlüpft, ohne dass es dabei wirklich hervorsticht, was da doch eigentlich für Aussagen transportiert werden. Nochmal im Klartext: der Mann, der überleben wollte, musste sich als Frau verkleiden und, wenn ich mich recht entsinne, sogar noch einen Matrosen, der seine Verkleidung durchschaut hatte bestechen, sonst wäre er ersoffen. Genau, wie wohl auch der bestochene Matrose.

          Alleine dass eine solche Darstellung reicht, um einen männlichen Charakter in einem Film als das endgültig Verdorbene darzustellen, sagt schon viel über unsere Gesellschaft aus, aber gewiss nichts, was eine angeblich epidemische, tiefverwurzelte Frauenfeindlichkeit in ihr belegen könnte…

          • Oh ich kenne Feministas, die leiten genau aus dieser Beobachtung eine tiefverwurzelte Frauenfeindlichkeit der Gesellschaft ab. Nach deren Argumentation wertet die Gesellschaft einen Mann der sich als Frau ausgibt ab, weil er sich selber erniedrigt.

            Umgekehrt sei dieses Phänomen nicht zu beobachten.

            Die logische Schlussfolgerung der Feministas: Es muss eine geschlechterbezogene Hierarchie in der Gesellschaft geben, bei der Frauen niederrangig sind.

            Ganz von der Hand zu weisen ist die Argumentation ja nicht.

          • Dieses Argument ergibt im Kontext meines Beispiels aber eben keinen Sinn und ist nebenbei auch auf andere Aspekte irrational und funktioniert nur, wenn man die Grundannahme, Frauen seien per se unterdrückt und von der Gesellschaft als minderwertig kategorisiert, bereits als feste, unangreifbare Wahrheit akzeptiert hat.

            Die Behauptung, ein Mann würde sich selbst erniedrigen bzw. gesellschaftlich „downgraden“, wenn er sich als Frau verkleidet, ist offen absurd, wenn der Mann durch seine Verkleidung als Frau nichts geringeres erwirkt, als sein eigenes Überleben zu sichern, welches ihm als Mann verwehrt würde. In diesem Kontext von einer sozialen Abwertung durch die Verkleidung als Frau zu sprechen, das sollte eigentlich jedem normal denkenden Menschen regelrechte Knoten im Hirn verursachen.

            Hierbei ist die Verkleidung nicht, wie es wohl Feministinnen als Gleichnis bemühen würden, vergleichbar mit einem Adligen, der sich „ironisch“ als ein Sklave verkleidet, hierbei ist es vielmehr offenkundig im Sinne dieses Bildes ein Sklave, der sich in tiefster Not als sein eigener Herr ausgibt.

          • Eine Frau kann ihre Eier verspielen und sich zum Mann degradieren,
            der Mann kann sich nicht zur Frau aufwerten, da bleibt der Karton einfach leer.

          • Ja, beide Interpretationen klingen erst mal plausibel.

            Wobei Feministas darauf einwenden, dass eine Täuschung die einen aufwerten soll Empörung bei den Getäuschten auslösen würde und nicht lächerlich machen.

            Also eher so wie wenn ein Postbote sich als Chefarzt ausgibt (Der Fall Postel) – lässt man mal die Schadwirkung weg.

            Und die Grundannahme ist doch tatsächlich, dass Frauen qua Biologie (aus ihrer Rolle bei der Fortpflanzung heraus) benachteiligt sind.

      • @carnofis

        Es dreht sich doch letztlich alles um herrschenden Zustände beim Untergang und die Zusammensetzung von Passagieren und Besatzung nach mehreren Faktoren.
        Davon ist eins Geschlecht.
        Wenn du ein dreißigjähriger gehbehinderter Mann bist, sind deine Chancen geringer als die einer 55-jährigen Frau, denn als allererstes musst du von Bord kommen.
        Normalerweise verbinden wir Jugend mit Mobilität, aber ich würde einem 45-jährigen männlichen Besatzungsmitglied ebenfalls höhere Chancen einräumen als einer dreißigjährigen Passagierin, weil es nicht nur darauf ankommt schnell zu laufen, sondern es hilfreich ist, die Richtung zu kennen, in die man rennen sollte.
        Die allergeringsten Chancen haben Betagte und Wesen mit dem Orientierungsvermögen eines Fadenwurms, in Kombination mit dem Durchsetzungsvermögen von 10 Pfund Gehacktem – also Kinder.
        Wenn die in meiner Spieltheorie überhaupt überleben, dann war da etwas obskures zu Gange, nämlich die sogenannte „Menschlichkeit“.

        Wenn wir beim Thema Menschlichkeit angelangt sind, wer hat eigentlich die Frauen und Kinder nach dieser eigentümlichen „Bevorzugung“ gefragt?
        Angenommen, sie haben vor dem Untergang sogenannte Familien gebildet, wären sie vielleicht u.U. lieber als diese sogenannten „Familien“ mitsamt den sogenannten „Vätern“ zusammen geblieben?
        Nur so am Rande…

        Meine Erfahrung mit solchen Untergängen ist eigentlich ganz einfach: Ich springe in einem sehr sexy Tauchanzug (shorty!) von Bord in 30 Grad warmes Wasser, dort besteige ich ein mein Jet-Ski und fahre auf spiegelglatter See mit full speed zur nahe gelegenen Insel an den weißen Strand. Dort angekommen werfe ich mich in einen Liegestuhl und ordere auf den Schrecken erst einmal ein halbes Dutzend Cuba Libre bei der zauberhaften Bedienung, die außer ihrem Lächeln einen zarten Hauch von Nichts am Körper trägt.

        Alle anderen – das stelle ich zu meinem Erstaunen fest – leben in einem ganz anderen Narrativ!
        Der Wellengang ist bspw. 8 Meter, es hat Windstärke 10, die Temperatur des Wassers liegt bei 3 Grad Celsius und es ist mitten in der Nacht.

        Für solche Verhältnisse haben wir glatt Daten vorliegen:
        Wassertemperatur Zeit bis zur Erschöpfung
        bzw. Bewusstlosigkeit Theoretisch mögliche Überlebenszeit
        0,3 °C 40 h
        https://de.wikipedia.org/wiki/Ertrinken

        Männern hilft unter diesen Umständen ihr höherer Anteil an Muskeln durch das wärmende Zittern.
        Während Frauen dazu neigen, einen Körper zu konstruieren, der sich für das Überleben weniger eignet. Weshalb sie das so konstruierte Narrativ auch weniger oft überleben. Gender Trouble! 🙂

        Das zeigte sich beim Untergang der „Estonia“ 1994: „Junge Menschen und insbesondere (!!!) junge Männer überlebten das Unglück zu einem größeren Anteil als die übrigen Passagiere. Während 485 der 989 Personen an Bord Frauen waren (49 %), waren unter den 137 Überlebenden nur 26 Frauen (19 %). Während sich von den 60 jungen Männern im Alter von 20 bis 24 an Bord 26 (43 %) retten konnten, gelang dies nur 4 von insgesamt 40 (10 %) Frauen gleichen Alters.“
        https://de.wikipedia.org/wiki/Estonia_(Schiff,_1980)

        Dieser beleidigte Tonfall ist wirklich erstaunlich.
        Als gäbe es so etwas wie ein Anrecht auf Überleben durch „Frauen und Kinder zuerst“…
        Das wäre doch sexistisch!

        Cheers! 🙂

        • Nachtrag der Daten in besserer Form:
          Bei einer Wassertemperatur von 0,3 °C tritt in a. weniger als 15 Minuten Erschöpfung bzw. Bewusstlosigkeit ein, die Überlebenswahrscheinlichkeit b. max. 45 min
          Bei 4,5 °C a. 30 min, b. bis 90 min.
          Bei 10 °C a. 1 Stunde b. 3 Stunden.

          Noch einmal zur Estonia: „eine Stunde nach Abbruch des Funkkontakts die Mariella, eine Fähre der Viking Line, am Unglücksort. Starker Wellengang bis zu 10 m Höhe behinderte die Rettungsmaßnahmen“.

          Eine Stunde.

          Weiter: „Die meisten Passagiere konnten das sinkende Schiff nicht verlassen, da ihnen keine Zeit mehr zur Flucht ins Freie blieb. Ein Teil der Passagiere, denen dennoch die Flucht von Bord der Estonia gelang, starb im etwa 13 °C kalten Wasser der Ostsee oder auf den Rettungsinseln an Unterkühlung.“

          Es waren sogar 13 Grad und nicht 3 Grad. Das ist die gemeine Realität, die meistens Männer überleben.

          • Jo wollte schon widersprechen, bei 0.3 Grad gehen die Lichter ganz schnell aus…
            Kann man ja im Winter in der Sauna relativ leicht probieren, sofern es dort ein entsprechendes Becken gibt (nein, nicht die Tauchbecken, die sind oftmals viel wärmer), sondern in einer Sauna in der es aussen einen unbeheizten Schwimmteich gibt…

            Ich persönlich hab bei Sonnenschein bei etwa 14-15 Grad kaltem Wasser schon extreme Probleme da überhaupt schwimmen zu können, weil die Muskeln einfach extrem schnell zumachen und man sofort verkrampft.

            Einfach mal im April in Mallorca ins Wasser gehen und ihr seht was ich meine.

          • Und auf die hier immer wieder erwähnte Titanic bezogen, bitte nicht vergessen: die Wassertemperatur lag sogar UNTER Null (Salzwasser hat einen niedrigeren Gefrierpunkt als Süßwasser, nach dem sich Herr Celsius zur Bestimmung seines Nullpunktes gerichtet hatte).

        • „Es dreht sich doch letztlich alles um herrschenden Zustände beim Untergang und die Zusammensetzung von Passagieren und Besatzung nach mehreren Faktoren.
          Davon ist eins Geschlecht.“

          Eben. Und das ist nicht mal der wichtigste, wenn die anderen Faktoren nicht mitspielen.
          Und deshalb ist es nicht seriös, diese Faktoren bei Schiffsuntergängen nicht mit einzubeziehen.
          Aber wann hat schon Mal eine Feministin, bzw. einer ihrer Speichellecker, seriös argumentiert?

          „Wenn du ein dreißigjähriger gehbehinderter Mann bist, sind deine Chancen geringer als die einer 55-jährigen Frau, denn als allererstes musst du von Bord kommen.
          Normalerweise verbinden wir Jugend mit Mobilität, aber ich würde einem 45-jährigen männlichen Besatzungsmitglied ebenfalls höhere Chancen einräumen als einer dreißigjährigen Passagierin, weil es nicht nur darauf ankommt schnell zu laufen, sondern es hilfreich ist, die Richtung zu kennen, in die man rennen sollte.“

          Genau deshalb würde ich die Chancen eines 30-jährigen gehbehinderten Mannes nicht unterschätzen. Das Orientierungsvermögen von Frauen ist – besonders unter Stress – nicht bekannt für Sicherheit. Hinzu kommen gelegentlich noch irrationale Übersprunghandlungen, wie z.B. der unüberwindbare Wunsch, das Schminkköfferchen aus der Kabine im C-Deck zu retten.

          „Die allergeringsten Chancen haben Betagte und Wesen mit dem Orientierungsvermögen eines Fadenwurms, in Kombination mit dem Durchsetzungsvermögen von 10 Pfund Gehacktem – also Kinder.
          Wenn die in meiner Spieltheorie überhaupt überleben, dann war da etwas obskures zu Gange, nämlich die sogenannte „Menschlichkeit“.“

          Und das ist das Interessante an meinem Beispiel mit der Lusitania – die ich zuvor noch nie im Fokus hatte. Ich finde nicht bemerkenswert, dass ein höherer Männeranteil überlebt hat, sondern dass der Frauenanteil kaum kleiner ist. Das lässt sich nur damit erklären, dass selbst bei dieser Schiffskatastrophe – wenn auch in abgeschwächter Form – die Regeln des „Frauen und Kinder zuerst“ gegolten haben müssen.

          „Wenn wir beim Thema Menschlichkeit angelangt sind, wer hat eigentlich die Frauen und Kinder nach dieser eigentümlichen „Bevorzugung“ gefragt?“

          Damals keiner. Heute verlangen sie schon beim Betreten des Schiffes einen sicheren Platz im Rettungsboot – ausdrücklich auch mit dem Hinweis, wertvoller, als ein männlicher Passagier zu sein.

          „Angenommen, sie haben vor dem Untergang sogenannte Familien gebildet, wären sie vielleicht u.U. lieber als diese sogenannten „Familien“ mitsamt den sogenannten „Vätern“ zusammen geblieben?
          Nur so am Rande…“

          Das verstehe ich nicht. Meinst Du wildfremde Menschen, die sich aufgrund der Katastrophe zu einer temporären „Familie“ zusammengeschlossen haben? Welchen Sinn sollte das haben? Das Überleben des „Vaters“ zu erhöhen?
          Unwahrscheinlich. Solche Tricks traue ich keiner Frau zu. Erst recht nicht, dass sie damit droht, sonst nicht von Bord zu gehen.

          „Meine Erfahrung mit solchen Untergängen ist eigentlich ganz einfach: Ich springe in einem sehr sexy Tauchanzug (shorty!) von Bord …“

          … und an dieser Stelle wäre Deine Geschichte bei der Titanic schon zu Ende gewesen, selbst wenn sie in karibischen Gewässern abgesoffen wäre.
          Die Bordwand des Liners war über 20 m hoch. Wenn Du aus der Höhe falsch auf dem Wasser aufkommst, müssen selbst die Haie, die bekanntermaßen in den wärmeren Wässern gern nach Futter suchen, Deine Reste zusammensammeln 😛

          • „Das verstehe ich nicht. Meinst Du wildfremde Menschen, die sich aufgrund der Katastrophe zu einer temporären „Familie“ zusammengeschlossen haben?“

            Ich würde meinen, es waren damals bevorzugt Familien unterwegs und nicht „alleinerziehende Frauen“.
            Es ist davon auszugehen, die Väter blieben unter diesem Diktat zurück.

            „Die Bordwand des Liners war über 20 m hoch.“

            Tsss. Eines meiner kleineren Probleme. Schlagseite.

            „Haie, die bekanntermaßen in den wärmeren Wässern gern nach Futter suchen“

            Die habe ich bereits alle gegessen und verdaut.
            Sie waren übrigens lecker.

        • 43% versus 10% interessant ich vermute, da spielt neben physiologischen Unterschieden auch das Verhalten mit rein. Gerade junge Frauen, haben eventuell anfangs zu weinig Eigeninitiative zu ihrer Rettung ergriffen, weil sie davon ausgegangen sind, wir werden ja gerettet, bzw. mir hilft jemand. Als sich herausstellte, das in der Paniksituation die gesellschaftlichen Normen nicht mehr so funktionieren, und die erbärmlichen jungen tatkräftigen Männer doch am eigenen Leben hingen als wären sie Frauen, war die Situation schon zu weit fortgeschritten und die Rettungschancen schlechter.
          Den Männern hingegen war von Anfang an klar, das die Kacke am dampfen ist, und sich nur auf sich selbst verlassen können. Eventuell konnten sie auch die Gefahrensituation einfach schneller und besser einschätzen als Frauen.

          • „Gerade junge Frauen, haben eventuell anfangs zu weinig Eigeninitiative zu ihrer Rettung ergriffen, weil sie davon ausgegangen sind, wir werden ja gerettet, bzw. mir hilft jemand.“

            Das könnte gut stimmen.
            Beobachtet man die diversen Katastrophen, dann fällt die Passivität von Frauen auf. Sie erscheinen praktisch nur als Gerettete, selten bis nie als Helfende oder Organisierende.
            Wenn Du nach einem Hurrican und der folgenden Überschwemmung auf dem Dach sitzt und auf die Retter wartest, mag das nachvollziehbar sein, auf einem untergehenden Schiff mit panischen Menschen zählt das passive Warten eben nicht zu den guten Überlebensoptionen.

    • Im Vortrag von Roy F. Baumeister, ist folgendes zu lesen:

      „Jeder Mann, der die Zeitungen liest, wird ein paar Mal im Monat auf den Satz „auch Frauen und Kinder“ stoßen, meist über das Töten. Die wörtliche Bedeutung dieses Satzes ist, dass das Leben von Männern weniger wertvoll ist als das Leben anderer Menschen. Die Idee ist meist „Es ist schlecht, wenn Menschen getötet werden, aber besonders schlecht, wenn Frauen und Kinder getötet werden“. Und ich denke, die meisten Männer wissen, dass in einem Notfall, wenn Frauen und Kinder anwesend sind, von ihm erwartet wird, dass er sein Leben ohne Argumente oder Beschwerden hinlegt, damit die anderen überleben können. Auf der Titanic hatten die reichsten Männer eine niedrigere Überlebensrate (34%) als die ärmsten Frauen (46%) (obwohl es im Film anders aussah). Das allein ist schon bemerkenswert. Die reichen, mächtigen und erfolgreichen Männer, die Macher und Schüttler, angeblich diejenigen, die die Kultur zu bevorzugen bereit ist – im Notfall wurde ihr Leben weniger geschätzt als das von Frauen, die kaum Geld, Macht oder Status haben. Die zu wenigen Sitze in den Rettungsbooten gingen an die Frauen, die nicht einmal Damen waren, und nicht an die Patriarchen.“

      Quelle: https://uepsilonniks.wordpress.com/2018/05/19/professor-baumeister-gibt-es-irgendwas-gutes-an-maennern/

      Ich denke, dass die meisten Historiker, Wissenschaftler oder was auch immer, der Meinung sind, dass es auf der Titanic ganz wohl eine Bevorzugung von Frauen gegeben hat.

      • „„Jeder Mann, der die Zeitungen liest, wird ein paar Mal im Monat auf den Satz „auch Frauen und Kinder“ stoßen, meist über das Töten.“

        Und kein Unglück ist eines, wenn der Nachrichtensprecher nicht am Ende bei den Opferzahlen noch ergänzend erwähnen kann: „… darunter xyz Frauen“.

    • Ist das ein Scherz?
      Pi mal Daumen verschwinden/saufen pro Jahr ca. 100 Schiffe ab.
      Frag Lloyds: „First published in 1764, the Register of Ships continues to be the authoritative source of information on the world fleet, providing comprehensive information on all self-propelled, seagoing merchant ships of 100GT and above.“

      Ich habe mir die Drecksstudie noch einmal ausgedruckt, es sind erbärmliche 5 DIN A4 Seiten und ihre Quelle ist: The World Almanac and Book of Facts 2008, zum Glück haben sie darin noch ein Schiff von 2011 gefunden. /sarcasm off

      Was kommt eigentlich als nächstes als angemessene Quelle in Sachen feministischer Forschung in Betracht?
      Reader´s Digest?

        • Nein, es ist eine Drecksstudie, weil das Ergebnis feststand, bevor sie auch nur die allererste Frage formuliert hatten. Und – siehe Quellenauswahl – haben sie sich noch nicht einmal Mühe gegeben.
          Weil man sich bei dem Publikum, das solche Ergebnisse hören will auch keine Mühe geben muss.

          Das würde mich an deiner Stelle deprimieren.
          Sie setzen darauf, dass du keine einzige kritische Frage stellen wirst, wenn sie dir erzählen, was du sowieso hören willst.
          „The World Almanac and Book of Facts 2008“ – es ist so erbärmlich!

      • „Ich habe mir die Drecksstudie noch einmal AUSGEDRUCKT“
        Das finde ich auf eine sehr putzig-sympathische Weise sehr 20. Jahrhundert 🙂

        • Ich streiche an und kommentiere, z.B. DRECKSSTUDIE. 🙂
          Es gibt immer noch kein gescheites System mit E-Books usw. umzugehen – man müsste auf mehreren Layern mit Handschrift kommentieren können.
          Am Bildschirm fallen einem auch fissillige Details nicht so auf, z.B. Quellen in der Größe 6-Punkt.
          Man liest Papier allgemein langsamer und sorgfältiger.

  9. In Berlin sollen sogar Hotelzimmer für Frauen bereitgestellt werden, die sich mit ihrem Partner gestritten haben. Und wieder kommen die Frauen zuerst, dann irgendwann die Kinder.

    Das ist gleich doppelt pervers, da die Frau den Mann der Wohnung verweisen lassen kann… der hat dann kein Recht auf eine Bleibe im Hotel?

  10. Um mal von (überwiegend) historischen schiffsunglücken wegzukommen und hin zu der aktuellen Frage nach der Triage:
    Gibt es Zahlen über die Triage in Italien? Gibt es dort eine Priorisierung des Geschlechts?

    • Wer sollte diese Zahlen aufnehmen, dokumentieren? Hallo Frau Doktor, wie haben Sie denn bei dem da entschieden?

      Es geht doch bei der Triage-Gender-Frage darum, ob unsere Gesellschaft den Frauen den Vortritt lässt, sie als besonders wertig erscheinen lässt und dies auch bei Fragen von Leben und Tod so durchzieht. Dass sie diese Bevorzugung sogar gegenüber Kindern umsetzt. Obwohl ein solches Verhalten gesellschaftlich zementiert scheint, ist es kein Gesetz.

      Wenn also die Bevölkerungsgruppe der Frauen wie so oft in Szene gesetzt wird als besonders hart getroffen, wie werden dann Ärzte und Ärztinnen vor Ort entscheiden?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.