Der Wettlauf von Männern und Frauen nach Regine Hildebrandt

Auf Twitter las ich folgendes Zitat:

„Zu einem 400-Meter-Lauf treten ein Mann und eine Frau an! Der Mann mit zwanzig Metern Vorsprung und im sportlichen Outfit. Die Frau mit Rucksack, aus dem zwei Kinder gucken, vor ihr mehrere Hürden. Da ist die Frage, wer schneller ist, müßig.“ Regine Hildebrandt #Weltfrauentag

Das Bild an sich wird häufiger verwendet.
Vielleicht wäre es ganz interessant ein paar Gegenmodelle parat zu haben:

Ich versuche mal eins:

„Zu einem 400-Meter-Lauf treten ein Mann und eine Frau an! Der Mann hat 400 Meter Lauf als Spezialdisziplin, die Frau macht eigentlich lieber rhythmische Sportgymnastik, aber nur Halbtags. Sie möchte lieber auch noch für andere Bereiche ihres Lebens außer Sport Zeit haben. Der Mann wurde aus einer Konkurrenz von 100 Männern ausgewählt, die Frau aus einer Konkurrenz von 30. Da ist die Frage, wer schneller ist, müßig.

Die meisten Männer teilen ihre Siegesprämie allerdings ohnehin mit einer Frau.

 

45 Gedanken zu “Der Wettlauf von Männern und Frauen nach Regine Hildebrandt

  1. Ein Mann und eine Frau sollen einen 400m Lauf absolvieren. Der Mann trainiert gründlich. Die Frau tritt nicht an, weil sie für einen Kindergeburtstag lieber einen Kuchen backen möchte und fürs Training eh keine Zeit hatte, weil doch Schlussverkauf war. Das Preisgeld wird aus Gerechtigkeitsgründen hälftig geteilt.

  2. Ein schön prägnanter Satz auf Warren Farrells Seite:

    Men’s choices lead to men earning more money; women’s choices lead to women having better lives.

    Meine Zusammenfassung ist üblicherweise: „Wenn du den Wage Gap schließen willst, musst du zuerst den Spending Gap schließen. Das eine folgt zwangsläufig aus dem anderen.“.

    • In diesen Zusammenhang gehört auch die von Are ausgegrabene Studie des OECD unter dem Titel „How’s life?“.

      Da die OECD sich auf die Unterschiede zwischen Ländern und Klassen konzentriert, sei auch der von Arne verlinkte Artikel verlinkt, der die Geschlechterunteschiede rausschält.

      It has recently become popular within progressive circles to decry the role that gross domestic product and other economic metrics exert over our lives. Excessive focus on purely financial measures, we’re told, misses the underlying truth about standards of living. A better measure of life, we are told, should focus on what makes people truly happy, covering such things as health, social interaction, community involvement and personal growth.

      (…)

      If you are sympathetic to a well-being approach to living standards, brace yourself. This latest evidence shows that Canadian women are doing substantially better than men.

      Across the 18 categories considered by the OECD, men outperform women in only four — most of which are old-school GDP-style indicators covering such things as earnings and rates of employment.

      In six categories, there’s no discernible difference between the sexes, including self-reported health, overall life satisfaction and student skills in science. The real story, however, lies in the eight categories where Canadian women perform noticeably better than men.

      Of these, life expectancy is the most significant. Living standards don’t matter much if you’re dead(…).

      Women are also more likely to report more time spent engaged in congenial social interactions and feel their views are better reflected by government. (…)

      On several other categories, women do so much better than men that the results run off the edge of the chart, including the likelihood of being murdered, committing suicide or dying as a result of alcohol or drug use. (…)

      Finally, the greatest difference between men and women reported by the OECD concerns the deleterious effects of working long hours. Job strain is also significantly worse for men than women. We can assume this is largely because women prefer part-time work, which pays less but is often more personally satisfying, because it leaves room for other pursuits.

  3. „Zu einem 400-Meter-Lauf treten ein Mann und eine Frau an! Die Frau läuft nur 300 Meter. Als sie das höhere Preisgeld für den 400-Meter-Lauf sieht, schreit sie Sexismus und Diskriminierung – sie ist doch auch gelaufen! #Weltfrauentag

  4. „Zu einem 400-Meter-Lauf treten ein Mann und eine Frau an! Beide kommen ungefähr zur gleichen Zeit im Ziel an, der Mann etwas früher. Die Frau wird zur Siegerin erklärt, weil bei „ungefähr“ gleichen Ergebnissen immer die Frau bevorzugt werden muss. #Weltfrauentag“

    „Zu einem 400-Meter-Lauf treten ein Mann und eine Frau an! Die Frau wird zur Siegerin erklärt, weil vor 100 Jahren nur Männer gewonnen haben.#Weltfrauentag“

  5. Eine Firma hat 100 lukrative Stellen zu vergeben. Es bewerben sich 200 Männer und 50 Frauen. Jede Frau aber nur jeder vierte Mann bekommt eine Stelle. Feministierende finden das Ergebnis „gerecht“.
    Eine andere Firma mit 100 lukrativen Stellen, bei der jeder Bewerber eine 1:2.5 Chance hat, die also 80 Männer und 20 Frauen einstellt, wird vom Frauenministerium wegen „Sexismus“ und „Diskriminierung“ erfolgreich verklagt.

    • „wird vom Frauenministerium wegen „Sexismus“ und „Diskriminierung“ erfolgreich verklagt.“
      Trotz der Klage und der resultierenden Strafe ist der operative Gewinn bei Unternehmen B um 150% höher, während das Unternehmen A, nachdem eine Frau die Vorstandsvorsitzende wurde, nach 6 Monaten Insolvenz anmelden muss. Die Presse schreibt: „Firma A ist pleite, Frauen am meisten betroffen“.

  6. Zuerst die Realität: „Zu einem 400-Meter-Lauf treten ein Mann und eine Frau an.“

    Weltrekord Frauen 47,60 Sekunden über 400 Meter.
    Weltrekord Männer 46,78 Sekunden – über 400 Meter mit Hürden. Ohne Hürden 43,03 Sekunden.
    Wer wirklich glaubt, es könne diesen Lauf über 400 Meter mit ansatzweise offenem Ausgang geben, sitzt irrealem Wunschdenken auf.

    Next: Eine Feministin schreibt auf Twitter einen Text.
    In diesem Text gibt es eine Frau, die ausschließlich und alleine für die Kinderbetreuung zuständig ist.
    Kein Mann konnte ihr für den Wettlauf die Kinder abnehmen?
    Unvorstellbar – nicht einmal für ein paar Minuten?
    Wie fortschrittlich ist diese Geisteshaltung?

    Eine Sportveranstaltung wird so organisiert, ein Maximum an gleichen Voraussetzungen für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu gewährleisten. Weil das ein Gebot sportlicher Fairness ist.
    Kein verantwortlicher Mann würde es daher akzeptieren, dass einem Teilnehmer Hürden in den Weg gestellt werden, dem anderen jedoch nicht.
    Gleiches gilt für Teilnehmerinnen, weil Fairness kein Geschlecht kennt.

    Die Idee der Feministinnen hingegen, ein Geschlecht müsse im Wettkampf einen Vorsprung vor dem anderen erhalten gibt es jedoch und es ist das, was sie selber wünschen.
    Nennt sich Frauenquote.
    Das ganze Bild ist nicht nur schief, es handelt sich um die typisch feministische Projektion.

    • „Das ganze Bild ist nicht nur schief, es handelt sich um die typisch feministische Projektion.“

      OK, jetzt hast du es ja schon vorweggenommen… 😉

      Auch mir stellt sich immer die Frage, wo Feministinnen die Überzeugung hernehmen, Frauen hätten in diesem Bild von Anfang an einen Rückstand und allerlei Behinderungen, die einem Mann nicht aufgebürdet würden.

      Wo ist der Vorsprung der Männer, wenn ihnen bereits in der Schule durch tendenziell schlechtere Noten für gleiche Leistungen Steine in den Weg gelegt werden? Wo sind die Hürden der Frauen, wenn sich bei geschlechtsspezifischen Hilfsangeboten alles nur an sie richtet (Bewerbungs- und Vorstellungsseminare FÜR FRAUEN, universitäre Kurse FÜR FRAUEN, Bevorzugung bei Stellenvergaben VON FRAUEN)? Und mit welcher Chuzpe kommen immer dieselben Leute dazu, über die Last der Kinder zu klagen, die das Privileg der alleinigen Kindssorge als Gut der Frau mit Zähnen und Klauen verteidigen und sich gerade im Trennungsfall gegen jede Form der Installation gerechterer Lösungen stemmen?

      Diese Leute kotzen mich dermaßen an… 😦

      • „Auch mir stellt sich immer die Frage, wo Feministinnen die Überzeugung hernehmen, Frauen hätten in diesem Bild von Anfang an einen Rückstand und allerlei Behinderungen, die einem Mann nicht aufgebürdet würden.“

        In den feministischen Texten gibt es eine biologische Erbsünde: Frauen können schwanger werden und erleiden temporäre Nachteile. Dadurch leiden sie aber nicht an einer Behinderung und sie werden auch nicht benachteiligt.

        Was auf der feministischen Seite chronisch geleugnet wird: Frauen wollen schwanger werden – es gibt einen weiblichen Kinderwunsch, so wie es auch einen männlichen gibt.
        Eine Gebärpflicht hingegen existiert nicht.

        Die feministische Forderung nach einem Paradies, in dem man Kinder haben kann, die aber das eigene Leben durch ihre (!!!) Ansprüche nicht beeinträchtigen, erinnert mich einerseits an einen bizarren Jugendkult, in dem die Adoleszenz endlos währt.
        Es handelt sich m.E. um keinen Zufall, die einflussreichsten feministischen Texte kamen und kommen von jungen und/oder kinderlosen Frauen.

        Andererseits ist die Projektion der Erwartungen, die Kinder selbstverständlich an ihre Eltern (50% davon Mütter) haben, auf ein mystisches Patriarchat in dieser Weltsicht logisch
        So kann symbolisch als Unzumutbarkeit (besonders für Frauen! 😉 ) abgewehrt werden, was elterliche Pflicht ist, der hier und so zu einem Zwang umgedeutet wird.

        Man kann den Text nämlich auch so schreiben: „Zu einem 400-Meter-Lauf treten eine Frau mit zwei Kindern und eine kinderlose Frau an!
        Die kinderlose Frau mit zwanzig Metern Vorsprung und im sportlichen Outfit. Die andere Frau mit Rucksack, aus dem zwei Kinder gucken, vor ihr mehrere Hürden. Da ist die Frage, wer schneller ist, müßig.“

        Ja, sie auch müssig. Die kinderlose Frau hat mehr frei verfügbare Zeit und Ressourcen und muss daher kein Bündel an Erwartungen und Verantwortung tragen. Sie ist wie ein Mann – nur mit Vagina. 🙂

        • „… biologische Erbsünde …“

          Eher vielleicht Erblast. Im Feminismus werden Schwangerschaft und Aufzucht der Kinder deshalb so negativ beurteilt, weil diese beiden Faktoren Frauen daran hindern, rasch den Mann zu wechseln. Eine Frau, die Kinder will oder Kinder hat, muss sich länger und fester an einen Mann binden, weil sie materielle Unterstützung von ihm haben will.

          Diese Bindung hindert sie aber daran, zu einem neuen Mann zu wechseln. Zu einem neuen Mann wechseln will sie, weil sie hypergam ist. Oder sagen wir vorsichtiger: eine feministische Frau will wechseln. Deshalb sind Schwangerschaft und Aufzucht von Kindern für Feministinnen ein Problem.

          • Ok, Erblast finde ich gut als Ergänzung zur Erbsünde. Mir ging es nur um den den religiösen Kontrast und Ablauf, den ich immer wieder sehe: Sünde, Erlösung, Heilserwartung/-versprechen.

            Dann: Unbestritten von mir ist, es gibt weibliche Hypergamie.
            Aber der Umfang, den das inzwischen (insbesondere seitens Rollo Tomassi) zur umfassenden Erklärung weiblichen Verhaltens angenommen hat, finde ich erstens völlig überzogen.
            Zweitens wird damit Frauen eine im zeitlichen Ablauf konstante Menge an Optionen zur Wahl unter beliebigen Männern unterstellt, die m.E. nicht existieren.

            Warum denn schreibt Eva Illouz in Warum Liebe weh tut: „Wenn Männer jüngere, weniger wohlhabende, weniger gebildete Partnerinnen wählen können, bedeutet dies schlicht, daß das Angebot aus dem sie aussuchen können, deutlich größer ist.“? (S. 153)

            Weil sie zwar „können“ und „wollen“ verwechselt, aber richtig erkennt, der damit für Männer existierende Pool an Frauen ist größer und der für Frauen existierende Pool kleiner. Insbesondere der für akademische Frauen mit hypergamem Anspruch.
            Sie beklagt schließlich, es sei diese „Ökologie der Wahl“, die es Männern erlaube, „die Bedingungen des sexuellen Tauschs zu diktieren.“

            Du schreibst: „Diese Bindung hindert sie aber daran, zu einem neuen Mann zu wechseln. Zu einem neuen Mann wechseln will sie, weil sie hypergam ist.“ und unterstellst damit Wahlmöglichkeiten, die selbst ohne Kinder nicht ohne weiteres existieren.

            M.E. „sind Schwangerschaft und Aufzucht von Kindern für Feministinnen ein Problem“, weil sie eine Paarbindung zwischen Mann und Frau als eine Art Unterdrückungsverhältnis sehen. Demzufolge erschwert die „ökonomische Abhängigkeit“ der Frau, insbesondere durch Schwangerschaft und Aufzucht von Kindern, die Lösung aus dieser „Unterdrückung“.

            Wie ich schon öfter geschrieben habe: Liebe Feministinnen, Unterdrückung würde Männern sehr viel mehr Spaß machen, wenn sie nicht dafür bezahlen müssten. 😉

      • Und mit welcher Chuzpe kommen immer dieselben Leute dazu, über die Last der Kinder zu klagen, die das Privileg der alleinigen Kindssorge als Gut der Frau mit Zähnen und Klauen verteidigen und sich gerade im Trennungsfall gegen jede Form der Installation gerechterer Lösungen stemmen?

        On Point. Die beklagten Zustände – Kinder als Besitzt der Frauen; geringerer Druck auf Frauen, sich auf der Maloche verausgeben zu müssen – sind Folge von Privilegien und nicht Nachteile.

        Wenn man wissen will, was „Frauen wollen“, muss man nur mal einen Trennungsfall vor Gericht beiwohnen, Frauen wollen:
        1. Nicht arbeiten müssen, solange wie möglich.
        2. Die Kinder, ganz für sich allen.
        3. Geld in Form von Unterhalt, soviel wie möglich.
        Und diesen Willen setzen sie auch durch.

        • „2. Die Kinder, ganz für sich allen.“

          Den Kindergarten in der Nähe und die schule, am besten Ganztag, wollen sie weiterhin.

          Wäre wirklich toll, wenn Männerrechtler auch mal etwas übern Tellerrand denkten.
          Jungs sind ja auch Kinder und kleine Männer.

          Wer ich ne Frau, Teile der Argumentationsmunitionskette würd ich mir hier holen …

          • Ich weiß auf ne mütterliche standard Lüge hin und du kommst mir mit nem agressiven Whataboutism?

            Willst du das ich das leugne? Da scheint’s ja Bedarf zu geben?

          • @yx

            das wird nicht bestraft, weil eine psychische Störung sehr viel schwieriger in eine Kausalkette zu bringen ist als ein Hämatom.

            Das versucht man erst, wenn Frauen Opfer sind, wie bei Mobbing im Betrieb. Aber auch da stößt man auf das Problem, dass Frauen große Meister in plausible Deniability sind.

            Wo ein gebrochener Arm herkommt, weiß man seit Jahrtausenden. Dass manche Menschen wegen ihrer Mutter einen an der Klatsche haben, beginnt man so recht erst seit hundert Jahren zu verstehen.
            Dass Feministinnen mit Hochdruck daran arbeiten, dass diese Erkenntnisse nicht zunehmen, ist natürlich auch richtig.

          • Nein, Jungen sind keine kleinen Männer. Männer sind geistig entwickelt und gereift, Das bedeutet nicht, dass ihre Psyche keinen Schaden mehr nehmen kann – die Gefährdung ist bei Jungen (eben Kindern) deutlich höher und stärker ausgeprägt, weil deren Hirne eben noch in der Entwicklung sind. Dazu gehören zum Beispiel Lernfasen, Umbauarbeiten bei der Verknüpfung von Nervenzellen /-bahnen und sich durch soziales Verhalten und Erleben entwickelnde Prägungen und Verhaltensmuster.

            Genau deshalb kann dann auch die alleinherrschende, aus Kindersicht übermächtige Mutter massivste Schäden in der kindlichen Entwicklung anrichten, die dann z.B. zu solchen Menschen wie Breivik führt.

        • Da muss man sich nur Beziehungen ansehen.
          Fall beste Freundin meiner Ex: Er hat mehrere Nebenjobs und eine Vollzeitstelle. Sie studiert und war einmal an der Uni. Er ist so überarbeitet, dass er permanent einpennt-oft beim reden etc
          Vom Geld sieht er nichts. Alles wird für ihr Hobby verprasst.
          Wird von allen als normal empfunden.
          Ähnliches Bild früher in der Berufsschule. Ich hatte die geringste Ausbildungsvergütung mit noch einem Mädchen in der Klasse.
          Ich hatte aber das meiste Geld. Das beste war einer, der sich über mich lustig gemacht hat , weil ich keine Freundin hatte und nur Nutten gebügelt habe.
          Komischerweise hatte er keine Wochenenden oder Urlaub und alles ging für Shopping und Reisen der Freundin drauf.
          Ich verarsche Kollegen etc jetzt immer. Der eine im Büro isst nur noch Nudeln und Ketchup und finanziert fremde Kinder. Ich sage, dass er noch mehr für die Freundin ausgeben soll. Ich lache viele Männer nur noch aus.

  7. Fortsetzung zu Frau Hildebrandt:
    Die Frau schreit „Diskriminierung!“
    Daraufhin kommt ein männlicher Wettkampfrichter und erklärt es ihr:
    Der Mann startet auf der äußeren Bahn, die Frau auf der inneren. Die Entfernung zum Ziel sind exakt 400m, auch wenn es anders aussieht.
    Die Hürden gehören zum Hindernislauf. Es sieht zwar so aus als ob sie in der inneren Bahn sind, sie sind es aber nicht.
    Sie haben übrigens selbst darauf bestanden, den Rucksack mit den Kindern mitzunehmen. Ihrem Ex-Mann wollten Sie sie nicht überlassen. Das Sportoutfit war Ihnen nicht bequem genug.

    Die Frau denkt kurz nach.
    Dann brüllt sie: „Wir brauchen eine Feministinnen-Quote bei Wettkampfrichter*InnXen!!!“

  8. Das Bild an sich ist ja erstmal nicht so schlecht. Es ist nur unvollständig:

    „Zu einem 400-Meter-Lauf treten ein Mann und eine Frau an! Der Mann ist trainiert und hat den unbedingten Willen zu gewinnen. Als Belohnung winkt Beachtung, Anerkennung und Sex. Die Frau stellt sich vor dem Start vier Hürden in ihre Bahn: Beauty, Wellness, Klatsch und Tratsch. Dann hängt sie sich einen Rucksack um, aus dem ein Kind schaut. Sie will auch gar nicht gewinnen, denn das bringt ihr nichts. Beachtung verschafft sie sich durch Reden und Sex würde sie eh geschenkt bekommen wenn sie wollte.
    Da ist die Frage, wer schneller ist, müßig.“

  9. Ui, das kann man #mansplainen:

    > Der Mann mit zwanzig Metern Vorsprung

    …weil die „Frau“ zwei Stunden im Bad gebraucht hat

    > und im sportlichen Outfit.

    … während die Frau in vollem Make-up, Bleistifrock und 12cm Heels antritt, da „Frauen“ offenbar keine Ahnung von „Praktikabilität“ haben

    > Die Frau mit Rucksack,

    .. weil „Frauen“ aus mir vollkommen unerfindlichen Gründen eine derartige Unmenge an Mist mitschleppen müssen, dass man nur mit dem Kopf schütteln kann. Männer haben dafür Taschentücher dabei.

    > aus dem zwei Kinder gucken,

    …weil „Frauen“ sowohl zur Einnahme der Pille als auch zum Organisieren eines Babysitters zu doof sind, zudem gibt es einen anhaltenden Zickenkrieg mit der eigenen und der Schwiegermutter.

    > vor ihr mehrere Hürden.

    … die ja nun darauf hinweisen könnten, dass das nicht die 400m-Laufstrecke ist. Aber den Weg finden können „Frauen“ auch nicht, genau wie mal was einsehen.

    > Da ist die Frage, wer schneller ist, müßig.

    Jupp.

    Es handelt sich aber, daher die Anführungszeichen, nicht um eine normale Frau, sondern um eine Feministin.

  10. Schon der Ausgangspunkt bei Frau Hildebrandt ist völlig verzerrt: „Zu einem 400-Meter-Lauf treten ein Mann und eine Frau an!“

    Nöö, normalerweise treten Männer gegen andere Männer und Frauen gegen andere Frauen an. Nun soll das ja so eine Art Gleichnis für die Arbeitswelt sein (vermute ich mal, aber wer kann schon wissen, was Frau Hildebrandt sich so denkt?). Und es kommt natürlich vor, dass Männer und Frauen sich um dieselben Jobs bemühen, sich in denselben Jobs bewähren müssen – aber das ist ja dann doch etwas undifferenziert von ihr gedacht.

    Denn – wie wir ja nun 100e von Malen hier besprochen haben – es gibt viele, viele Berufe, in denen Frauen sich praktisch gar nicht bewähren (wollen) – und auch viele Berufe, in denen sich Männer nur selten bewähren (wollen). Somit ist der Fall, den Frau Hildebrandt imaginiert, gar nicht repräsentativ.

    Oder vielleicht meint sie einfach nur Berufstätigkeit im Allgemeinen: Mann arbeitet – Frau arbeitet auch, ist aber total behindert. Doch schon dieser Fall ist nicht repräsentativ. Viele Frauen arbeiten gar nicht, viele nur in Teilzeit: Geht so ein 400-Meter-Lauf? Viele Frauen haben keine Kinder und wollen auch keine. Ist das eine Behinderung?

    Man muss schon das Talent von Feministinnen bewundern: immer wieder Bilder, Vergleiche, Analogien zu erfinden, die einerseits suggestiv sind, einerseits total erhellend wirken, und die andererseits die Realität völlig auf den Kopf stellen. Das ist wirklich eine Kunst!

    • „Somit ist der Fall, den Frau Hildebrandt imaginiert, gar nicht repräsentativ.“

      Mal davonabgessehen, dass sie schon seit über 10 Jahren tot ist, wolle sie wohl damit suggerieren, dass eine Frau, wäre sie nicht so belastet und bar aller Hürden, genauso schnell, oder gar schneller als ein Mann im Ziel.

      Was ganz knapp an der Realität vorbei ist, wie crumar oben schon belegte.

  11. Ein Mann und eine Frau sollen einen 400m Lauf absolvieren. Wegen des Gender Run Gap von 20% soll die Frau nur 320m laufen. Bei 200m hört die Frau auf zu laufen und beschwert sich, dass der Mann ihr auf den Hintern schaut. Der Mann wird wegen sexueller Nötigung disqualifiziert, die Frau erhält das Preisgeld. Aus Gründen der Gleichstellung treten zum nächsten Rennen zwei Frauen an.

    • Bei 200m hört die Frau auf zu laufen und beschwert sich, dass der Mann ihr auf den Hintern schaut. Der Mann wird wegen sexueller Nötigung disqualifiziert…

      Er schaut ihr auf den Hintern? Laufen die rückwärts oder ist das vielleicht einfach nur feministische Einbildung oder Wunschdenken?

      • Ja, weißt Du das denn nicht? Der berühmte Male Gaze kann auch ganz anders gucken: Der Mann rennt der Frau davon – doch sein Blick – ja, sein BLICK !!! – schaut der Frau von hinten auf den Allerwertesten.

        Wahrscheinlich vergewaltigt dieser Blick die Frau sogar, während der Mann durchs Ziel hechelt!!!

        So geht das nämlich im Patriarchat.

  12. Wer hat die Frau gezwungen,
    a) Kinder zu bekommen,
    b) den Rucksack mit den Kindern während des Rennens aufzusetzen,
    c) die Bahn mit den Hürden zu wählen,
    d) am Wettrennen teilzunehmen?

  13. Wer so dumm daher redet, räumt ein, dass er im Gegensatz zu der Masse der Menschen in einem „Amüsierberuf“ (Esther Vilar) unterwegs ist, und deren größte Anstrengung es ist, im vollklimatisierten Büro in Kaffeemaschinenreichweite einen Stift zu halten oder die Computermaus zu führen. Arbeit bedeutet aber in der Regel Entbehrung, und da Frauen das Privileg genießen, sich mehr als Männer der Arbeit entziehen zu können, folgt daraus, dass sie auch in den Positionen weniger vertreten sind, nach denen Feministen gieren – es ist aber kein Widerspruch, dass Frauen bevorzugt sind und dennoch seltener Chef sind.

  14. Wer das taktische Dekoltete der Gymnasiastinnen kennt, dazu ZVS und Wehrpflicht denkt, der weiß, dass das Szenario wie immer reine Projektion ist.
    Ähnlich des Klassikers, die denken nur mit dem Schwanz, das nur um seine Mumu herumdenkend evolutionierte Geschlecht, gefangen im Solipsismus, kann halt echt nicht mehr.
    Das Zeitalter der Smartphone Kameras macht das so deutlich … so endlos überdeutlich.

  15. Regine Hildebrandt war Ministerin für Arbeit und Soziales in Brandenburg. Sie ist 1999 aus der aktiven Politik ausgeschieden und zwei Jahre später (an Krebs) verstorben. Ihre Aussagen sind im Licht der kulturellen Unterschiede zwischen Ost und West in Deutschland zu sehen. Einer Frau, die 45 Jahre DDR erlebt hat, müssen die Gepflogenheiten zwischen (bürgerlichen) Frauen und Männern im Westdeutschland der 90iger Jahre sehr irritierend erschienen sein. Frau Hildebrandt war aber eine (heute selten gewordene) klassische SPD-Seele mit Erdung in der arbeitenden Bevölkerung. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sie heute Feministinnen den Marsch blasen würde und nicht dem „Patriarchat“TM. Zumindest hatte sie einen deutlich besseren Blick auf „oben“ und „unten“, als das der heutige institutionelle Feminismus hat.

  16. Der Unsinn ist, Männer und Frauen im Wettlauf zu sehen, anstatt als sich ergänzende Teile. So als ob Messer und Gabel im Wettlauf wären oder Topf und Deckel.

  17. Die Realität sieht anders aus.

    „„Zu einem 400-Meter-Lauf treten ein Mann und eine Frau an! Der Mann mit zwanzig Metern Vorsprung und im sportlichen Outfit. Die Frau mit Rucksack, aus dem zwei Kinder gucken, vor ihr mehrere Hürden. Da ist die Frage, wer schneller ist, müßig.“ Regine Hildebrandt #Weltfrauentag“

    Die sportliche Kleidung und so wenig wie möglich, was ihr in der Bewegung behindern könnte, darf nur die Frau tragen. Googelt mal nach Staffelläuferin.

    Der Mann trägt dagegen einen Sack übern Sack von Sportkleidung, die ihn wie ein Rucksack mit einem Kind auf Rücken und eins zwischen den Beinen vorkommen lässt und ihn völlig durchnässt und verklebt ans Ziel ankommen lässt, während Majestät immer noch makellos und dem Klima passend, eine herzeigbare Figur macht.

    Wer Sport macht, weiß, dass Schlapperlumpen einen hohen Luftwiderstand verursachen.

    • heißt es richtig, so wenig wie möglich, was ihr in der Bewegung behindern könnte Oder so wenig wie möglich, was ihr Nicht in der Bewegung behindern könnte? Egal, ihr wisst sicherlich was ich meine.

  18. Gleichberechtigung beim 400m-Lauf: Die Frau bekommt 20 m Vorsprung, damit sie genauso häufig wie ein Mann die Chance hat, es aufs Siegertreppchen zu schaffen. Nun, die 20 m reichen noch nicht ? Ok. Erhöhen wir halt den Vorsprung.
    Genauso sieht es doch in der realen Welt auch aus, denken wir mal über Frauenquoten oder sonstige Frauenförderung nach. Warum führen wir nicht gleich die sozialistische Arbeitsstellenzuweisung durch, wenn ein persönlicher Einsatz nicht ausreicht, um ideologische Verteilungsmechanismen zu erreichen. Die Folge wird sein, dass sich niemand mehr anstrengen muss, der Mann, weil er sowieso den Job nicht bekommt und seine persönliche Leistung nicht anerkannt wird, die Frau, weil sie sowieso den Job bekommt auch ohne Leistungsnachweis. Nur, ob die Aussetzung des Leistungsprinzips in einer Gesellschaft zu einer Erhöhung der ideologisch zu verschenkenden Ressourcen in einer Gesellschaft führt … Das wage ich zu bezweifeln.

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