„Warum Männer Feministen werden sollten“

Nils Pickert dazu, warum Männer Feministen werden sollten (Ich fand einige Argumente so dumm, dass ich einer Besprechung nicht widerstehen konnte, auch wenn ich schon ein paar Artikel dieser Art besprochen habe)

Sollten Männer dann überhaupt Anstrengungen unternehmen, um feministisch zu handeln? Offenbar gibt es ja kaum bis keine Pluspunkte zu sammeln. Frauen bleiben kritisch, Männer beschimpfen einen hier und da als Geschlechtsverräter, lila Pudel oder Beischlafbettler, und direkte Vorteile sind auch nicht in Sicht: Feminismus ist keine Sekte, die einem Zugang zu den elitären Kreisen Hollywoods verschaffen kann, und auch kein Geheimclub, bei dem jemand einen Riegel auf Augenhöhe beiseiteschiebt und Sie das Losungswort sagen müssen. Feminismus ist eine politische Idee und eine Ermächtigungsstrategie. Er kämpft für Gleichberechtigung statt für Gleichmacherei. Er stellt die Machtfrage, fordert Diskriminierungsfreiheit und streitet für diejenigen, die strukturell Benachteiligung erfahren.

Keine Sekte? Kann man auch gut das Gegenteil vertreten. Und natürlich kämpft der Feminismus nicht für Gleichberechtigung, sondern weit eher eine teilweise Gleichstellung, nämlich eben dort wo es Frauen Vorteile bringt. Und Gleichstellung ist eben auch eine Form der Gleichmacherei und ist häufig das Gegenteil von Gleichberechtigung.

Aber deswegen Feminist werden?

Wäre eine gute Wahl. Nicht nur mit Blick auf Ihre Mütter, Töchter, Schwestern, Partnerinnen und all die anderen Frauen in Ihrem Leben, sondern auch für Sie ganz persönlich. Zum einen, weil Sie dann nicht zu all den Ärschen gehören, die glauben, dass es in Ordnung ist, wenn ein Mann seine Frau schlägt. Laut einer aktuellen Studie der Vereinten Nationen findet das erschreckenderweise ein Drittel der Weltbevölkerung okay.

Was für ein geiles Argument. Nur Feministen sind dagegen, dass ein Mann eine Frau schlägt! Wer kein Feminist ist, der ist mindestens ein Befürworter davon, Frauen zu schlagen. Aber sonst sind wir keine Sekte, die das alleinige Seelenheil durch Beitritt verspricht!

Zum anderen, weil die Durchsetzung zentraler feministischer Forderungen dazu führen würde, dass man Ihnen nicht länger sagen würde, dass Sie gefälligst arbeiten gehen müssen, statt mehr als zwei Monate Elternzeit zu nehmen. Ihnen würde nicht länger die Männlichkeit abgesprochen, wenn Sie vor Schmerz winseln würden, wenn Sie nicht mehr leistungsfähig wären, psychische Probleme hätten oder Gewalt erfahren müssten. Sie würden nicht ständig dazu aufgefordert, über Ihre Grenzen zu gehen, sich zusammenzureißen und gefälligst nicht so rumzuheulen.

Das ist so etwa wie „wenn sie sich die Arme abhacken, dann tut ihnen die Schnittwunde am Finger nicht mehr weh“. Denn hier ist ja die vorgeschlagene Kur wesentlich schlimmer als das übel und dazu gibt es weitaus bessere Wege damit umzugehen.
Man muss etwa nicht die Welt einseitig in Gruppen einteilen, von denen die einen die Diskriminierer und die anderen die von diesen Diskriminierten sind und dann in einer Abwärtsspirale dieses Muster immer weiter übertreiben, bis alle Handlungen schlecht sind und man allgemeines negatives Verhalten vollständig auf eine die schlechte Gruppe transferieren muss („toxische Männlichkeit“). Man kann auch abseits dieser Theorien und abseits des Femimismus Männern zugestehen Schmerzen zu haben oder an ihre Grenzen zu kommen. Man kann auch dennoch noch einen Wert darin sehen, sich in bestimmten Situationen zusammenzureißen und eben durchzuhalten, als Mann oder als Frau, ohne es einseitig bei Männern zu verteufeln. Und man muss auch nicht rumheulen als großartige Eigenschaft darstellen, die alle Probleme löst.
Man kann sogar zugestehen, dass Männer im Schnitt anders und auch härter sind ohne das darin die Ursache alles Leides und keinerlei Vorteile gesehen werden können. Aber das würde ja differenziertes Denken erfordern, welches der Kult, die Sekte, nicht zulässt.

Mannsein könnte durch all die vielen tollen Eigenschaften definiert werden, über die Jungen und Männer schon heute verfügen, die aber leider immer noch viel zu oft schlechtgeredet und mit Scham beladen werden. Und würde nicht länger definiert durch absurde Abgrenzungen in Richtung Weiblichkeit: Sei kein Mädchen, sei nicht schwul! Andere Männer der Unmännlichkeit zu verdächtigen ist im Feminismus nicht möglich. Damit lässt sich die eigene Männlichkeit nicht länger aufwerten.

Mannsein ist bereits durch viele tolle Eigenschaften definiert und man muss diese nicht gegenüberstellen und in schlecht und gut einteilen, man kann auch einfach zugestehen, dass Menschen und damit auch Männer verschieden sind, verschiedenes wollen und damit in verschiedenen Bereichen gut abschneiden, ohne das man eine richtige Männlichkeit, die weich ist, vorzugeben.

Und klar können Männer im Feminismus der Unmännlichkeit verdächtigt werden. Es ist zB unter Femimistinnen ein beliebtes Mittel der Verhöhnung einem Mann, der Nachteile für Männer sieht etwas vorzuhalten wie „Oh, wirst du armer kleiner Mann unterdrückt von den bösen Frauen, die dich total fertig machen???“ oder ähnliches.

Beleidigungen beruhen eben gerne auf evolutionären Konzepten von Männlichkeit und Weiblichkeit weil das wirkt. Und Feministen nutzen das ebenso gerne.

Aber ginge das alles nicht auch mit einem anderen Konzept, das nicht ganz so frauenbewegt daherkommt? Natürlich steht es Männern frei, eine eigene emanzipatorische Bewegung auf den Weg zu bringen, Ziele zu formulieren und Forderungen zu erheben. Die Anliegen von Männern sind genauso wichtig und wertvoll wie die von Frauen, sie verdienen Beachtung. Nur gleicht die männliche Emanzipation einem ziemlich leeren Werkzeugkasten. Es ist einfach nicht genug drin, mit dem Sie sofort loslegen und an Ihren Problemen herumschrauben beziehungsweise Ihre Hoffnungen zum Fliegen bringen können.

Korrekter wäre es wohl zu sagen, dass die Anliegen von Männern, die in der Erfüllung der Verbesserungsvorschläge des Feminismus liegen, Beachtung finden und in soweit eng umgrenzt sind: Männer dürfen es als Anliegen haben ihre toxische Männlichkeit zu bekämpfen. Sie dürfen sich von dieser emanzipieren.
Aber gar den Gedanken entwickeln, dass Frauen nicht so unterdrückt sind wie der Feminismus meint oder das Männer in vielen Bereichen schlecht wegkommen, weil Frauen dort Vorteile haben, dass sind keine Konzepte, an denen rumgeschraubt werden soll

Die Instrumente des Feminismus liegen hingegen alle einsatzbereit da. Feministinnen wissen, dass Geschlecht auch sozial konstruiert wird. Sie wissen, dass ein und dieselbe Person mehrfach diskriminiert werden kann. Feminist zu sein bedeutet eben nicht, dass man seine eigenen Interessen als Mann aus dem Blick verliert und sich der Frau für die nächsten Jahrhunderte unterwirft. Sondern dass Mann sich in einer Gesellschaft, die die Rechte von Frauen und Minderheiten mit Füßen tritt, nicht nur aus Solidarität an die Seite der Betroffenen stellt, sondern auch jederzeit selbst der Nächste sein kann. Der Nächste, der diskriminiert wird – weil er eine Behinderung hat, weil sein Gehalt für kaum mehr als das Nötigste reicht oder er Menschen des gleichen Geschlechts begehrt. Weil er „aussieht wie ein Corona-Patient“, den Sabbat ehrt oder seine Freizeit gerne in Shishabars verbringt.

Man kann also nicht als Mann diskriminiert werden. Sondern eben nur auf den anderen Ebenen. Und man hat gefälligst nur diese wunderbaren „Instrumente“ zu nutzen, die genau das ergeben, auch wenn es eine Unmenge von Studien gibt, die nahelegen, dass die von feministischen Theorien angenommene soziale Konstruktion (das „auch“ ist ja eher ein Feigenblatt) schlicht so nicht bestehen.

 

Feminismus bietet ziemlich interessante Lösungsansätze für das Kernproblem unserer Gesellschaft, die, selbst wenn sie die menschliche Würde für unantastbar erklärt, ihr doch jeden Tag Gewalt antut. Ob nun an den Außengrenzen Europas, in einer Sishabar in Hanau oder im heimischen Wohnzimmer. Feminismus vermag darüber hinaus messerscharf zwischen Privileg und Freiheit zu unterscheiden, obwohl sich doch beides für uns nahezu identisch anfühlt. Aber es ist eben keine Freiheit, wenn Mann bei einem Bewerbungsgespräch nicht nach seiner Familienplanung gefragt oder beim Erklimmen der Karriereleiter nie mit der Frage konfrontiert wird, wie man denn seine Kinder zu betreuen gedenkt. Es ist nur ein Privileg. Ein Privileg, das Männern zugleich die Freiheit nimmt, als kompetenter Vater wahrgenommen zu werden, als gleichberechtigter Erziehungspartner, als Arbeitnehmer, der sich nicht ausschließlich für die Karriere zur Verfügung zu halten hat.

Auch hier kann man für mehr Rechte als Vater kämpfen, aber macht man es mit dem Feminismus, dann kämpft man nicht wirklich für Väterrechte, sondern hat schon genug sich selbst dafür zu geißeln, dass man ein Mann ist. Es ist schlicht unglaublich uneffektik.

Mit so einem Privileg mag Mann weit kommen, aber eben nicht bei sich an. Und der Preis dafür ist hoch. Mehr als dreimal so hoch war 2017 die Suizidrate von Männern gegenüber der von Frauen. Unter anderem auch deshalb, weil Männer sich weniger häufig Unterstützung und Beratung suchen, weil sie gewohnt sind, über die Grenzen der eigenen Belastbarkeit hinaus zu arbeiten und weil sie ihre Selbstmordversuche häufig so ausführen, dass jede Hilfe zu spät kommt. Weil genau diese Dinge als mannhaftes Verhalten gelten. Und nicht etwa Vorsorgeuntersuchungen, Vater-Kind-Kuren und vorsichtige Risikoabschätzung.

Also lassen Sie sich das mit dem Feminismus noch einmal durch den Kopf gehen. Davon bekommt Mann ihn nämlich freier.

Warum dann nicht einfach Vorsorgeuntersuchungen, Vater-Kind-Kuren und vorsichtige Risikoabschätzungen direkt fordern statt den Umweg über angebliche Privilegien zu gehen?

 

39 Gedanken zu “„Warum Männer Feministen werden sollten“

  1. Er begreift nicht, wofür er kämpft. Er begreift nicht, dass Jungen in der Schule von der hauptsächlich weiblichen Lehrerschaft diskriminiert wird.
    Er begreift nicht, dass junge Männer an Unis in einem Klima der Angst leben, weil ihnen heute schon wegen „Küssen ohne Beziehung“ Studium, Karriere und Zukunft vernichtet werden.
    Er begreift nicht, dass Frauen aktiv daran arbeiten, ihm seine Rechte als freier und gleicher Bürger wegzunehmen, weil er einen Schniedel hat.
    Er begreift nicht, dass ihm seine Rechte genommen werden, wenn er sich politisch bei SPD und Grünen engagieren will, und er bei den Grünen inzwischen ohne weibliche Erlaubnis nicht einmal mehr reden darf.
    Er begreift nicht, dass inzwischen die Genderistas aus Berlin heraus in die Verfassungsgerichte gesetzt werden (Lembke, Berlin; Baer, Karlsruhe) , so dass strukturelle Diskriminierung von Männern den Anstrich des Rechtsstaates bekommt.
    Er begreift nicht, dass Feminismus ein Kampf gegen ihn und seine Rechte ist. Gegen seine Jungs. Seine Kollegen. Seine Rechte. Als Mann. Schüler. Student. Arbeitnehmer. Vater. Mensch.

    Rosa Pudel? Eher masochistischer Einfaltspinsel.

    • Ich bin überzeugt davon, dass Leute wie Pickert nicht die Hälfte dessen glauben, was sie erzählen. Es lebt sich momentan aber recht gut als feministischer Publizist. Wenn der Zeitgeist ein anderer wäre, würde Pickert sicherlich andere Artikel und Bücher veröffentlichen.

  2. „die Rechte von Frauen und Minderheiten mit Füßen tritt“

    Es gibt nicht einen einzigen Bereich in unserer Rechtssprechung, in dem es kein Vorteil ist eine Frau zu sein. Nils erzählt hier Märchen.

  3. Woher hat dieser Typ eigentlich solche Zahlen wie „ein Drittel“ (der Weltbevölkerung findet es okay Frauen zu schlagen)? Und denkt da nicht jeder sofort an das übliche opfer-abo von „jeder dritten“ Frau, die geschlagen vergewaltigt oder sonst was wurde?

  4. Hahahahahahah!!! Ich krieg mich nicht ein!

    „Mannsein könnte durch all die vielen tollen Eigenschaften definiert werden, über die Jungen und Männer schon heute verfügen, die aber leider immer noch viel zu oft schlechtgeredet und mit Scham beladen werden.“

    Und von WEM wird Männlichkeit schlechtgeredet und mit Scham beladen? Wer fordert schon von kleinen Jungen, „häuslicher Gewalt“ zu entsagen? Wer fordert an Universitäten „freiwillige“ Kurse für Männer, in denen ihnen, ganz salopp ausgedrückt, „beigebracht“ werden soll, wie man Frauen nicht vergewaltigt? Wer müllt großflächig reichweitenstarke Medien zu mit endlosen Vorwurfslamenti und Hasstiraden gegen Männer? Die Aufzählung wäre schier endlos lange fortsetzbar, ohne überhaupt lange darüber nachdenken zu müssen.

    Sorry, aber das, was der kleine Nils hier mal wieder absondert, ist ungefähr so sinnig wie die Einschätzung eines Juden in den 1930er Jahren, das beste Mittel gegen gesellschaftlichen Antisemitismus sei es, die NSDAP zu wählen.

    • „Unter anderem auch deshalb, weil Männer sich weniger häufig Unterstützung und Beratung suchen, “

      Was auch daran liegen könnte, dass Männern in so ziemlich allen Bereichen weit weniger Angebote zur Verfügung stehen. Und, kleiner Nils, du kannst gerne dreimal raten, wer beständig in wildestem Furor dagegen agitiert, Geld für den Ausbau von Hilfsangeboten speziell für Männer zu verplanen.

      „… und weil sie ihre Selbstmordversuche häufig so ausführen, dass jede Hilfe zu spät kommt. Weil genau diese Dinge als mannhaftes Verhalten gelten.“

      Hmmm… NEIN! Im wesentlichen gelten diese Dinge als wesentlicher Sinn und Zweck eines Selbstmordversuches. Wer einen Selbstmordversuch begeht, mit der Absicht, diesen zu überleben, der begeht keinen Selbstmordversuch, sondern versucht damit in der Regel, andere auf sich aufmerksam zu machen; böse Zungen würden dies als den Versuch der Manipulation anderer durch die Anwendung maximaler moralischer Imperative bezeichnen. Wer kennt ihn nicht, den Ausruf „dann bring ich mich halt um, ist ja eh alles egal…“ sobald mal irgendwas nicht so läuft, wie gewollt; und von Menschen welchen Geschlechts werden solche Ausrufe erfahrungsgemäß häufiger geäußert?

      @ Chrissy

      „Man kann also nicht als Mann diskriminiert werden. Sondern eben nur auf den anderen Ebenen. Und man hat gefälligst nur diese wunderbaren „Instrumente“ zu nutzen, die genau das ergeben, auch wenn es eine Unmenge von Studien gibt, die nahelegen, dass die von feministischen Theorien angenommene soziale Konstruktion (das „auch“ ist ja eher ein Feigenblatt) schlicht so nicht bestehen.“

      Zum einen das, aber auch sein Verweis auf den Intersektionalismus ist einfach lächerlich. Als hätten wir dem Feminismus die bahnbrechende Erkenntnis zu verdanken, dass Menschen aufgrund unterschiedlichster Eigenschaften Diskriminierung erfahren können und sich diese Faktoren in einzelnen Personen verstärkend überschneiden können. Das ist keine großartige Erkenntnis, schon gar nichts Wissenschaftliches, es ist schlicht eine Binsenweisheit, die wohl auch schon vor 2000 Jahren kaum ein Mensch geleugnet hätte. Es ist schon erstaunlich, für welch intellektuell niedrigschwelligen Kram sich der Feminismus beständig selbst auf die Schultern klopft und plärrend dieselbe Anerkennung von anderen einfordert. Wie mein noch nicht ganz vierjähriger Sohn, als er vor einiger Zeit Bewunderung erwartete und natürlich auch erhielt, als er das erste Mal sein großes Geschäft auf der großen Toilette verrichtet hatte. Mitleiderregend nur, dass man es bei Feministen nicht mit Kleinkindern zu tun hat, sondern mit – zumindest körperlich – erwachsenen Menschen.

      Dass solche Intersektionen existieren, erlebe ich, wie viele andere auch, tagtäglich. Wenn zum Beispiel meine Hautfarbe (weiß) in Kombination mit meinem Geschlecht (männlich) permanent als Synonym für so ziemlich alles Schlechte in der Welt herangezogen wird. Und das, obwohl es doch laut feministischer Glaubensgrundsätze genau diese Formen der Diskriminierung angeblich gar nicht gibt. Könnte das daran liegen, kleiner Nils, dass gerade die von dir so vergötterten Feministinnen jene sind, die diese Form radikalen Sexismus‘ und Rassismus‘ salonfähig gemacht haben, so dass sie sogar völlig ungeniert von öffentlich rechtlichen Medien perpetuiert wird? Könnte es sein, kleiner Nils, dass sich deine Hohepriesterinnen des Umstandes, dass sie die wohl übelsten Rassisten und Sexisten sind, die in der westlichen Welt ihr Unwesen treiben, durchaus bewusst, sind, diesen Umstand aber nicht angehen, indem sie mal einfach ein Bisschen weniger rassistisch und sexistisch sind, sondern indem sie beide Begriffe in einer geradezu haarsträubend abstrusen Weise umdefinieren, dass – oh Wunder – genau ihre Rassismen und Sexismen laut eigener Definition keine mehr sind.

      Wer sich mit solchen Ideologen gemein macht, gar noch in großen Medien flammende Apelle verfasst, warum man geradezu Anhänger dieser kranken Ideologie sein MÜSSTE, der hat sich menschlich, moralisch, intellektuell vollends ins Abseits manövriert. Danke für diese ehrliche Selbstoffenbarung, kleiner Nils.

      • „böse Zungen würden dies als den Versuch der Manipulation anderer durch die Anwendung maximaler moralischer Imperative bezeichnen.“

        Nicht böse Zungen.

        Ein Selbstmordversuch als Manipulationsmaßnahme gehört zu dem Niederträchtigsten, was ein Mensch tun kann.

      • dass gerade die von dir so vergötterten Feministinnen jene sind, die diese Form radikalen Sexismus‘ und Rassismus‘ salonfähig gemacht haben, so dass sie sogar völlig ungeniert von öffentlich rechtlichen Medien perpetuiert wird? Könnte es sein, kleiner Nils, dass sich deine Hohepriesterinnen des Umstandes, dass sie die wohl übelsten Rassisten und Sexisten sind, die in der westlichen Welt ihr Unwesen treiben, durchaus bewusst, sind,

        Nee, Billy, ich denke nicht, dass sie Heuchlerinnen sind. Heuchler wissen, dass sie heucheln, und dass diese Hohepriesterinnen das tun, bezweifle ich stark. Die denken nur: „Männer sind an der Macht, wer an der Macht ist, kann gar nicht diskriminiert werden, also darf man weiße Männer beliebig beschimpfen und benachteiligen.“ Die glauben das wirklich, sie wissen es nicht besser, und wenn sie hassen, denken sie, sie hassen zu Recht. Wie heißt es: „Geh nicht von Böswilligkeit aus, wenn Dummheit genügt“

  5. „Ob nun an den Außengrenzen Europas, in einer Sishabar in Hanau oder im heimischen Wohnzimmer“

    Für all das hat Feminismus eine Lösung? Interessant. Welche?

    • Der einzige Trost ist doch, dass ich zumindest nichts für die FAZ bezahle…

      Wobei diese ganzen qualitativ hochwertigen Printmedien schon davon fantasieren bald mit den Gebührengeldern finanziert werden….

      • Werden die nicht schon lange quersubventioniert durch Kooperationen und geschalteter Werbung? Hier mal eine Aufklärungskampange der Regierung, dort mal Werbung für eine Sendung im Öffentlich-Rechtlichen, dort mal Fördergelder für Frauenförderung, dort eine Kooperation zwischen ARD und Zeit, … Die privaten Medien würden doch nicht so stramm mitmarschieren, wenn sie nicht schon lange nicht vom Leser, sondern ganz anderen Finanzmitteln angefixt wären.

  6. Der malt sich seinen Feminismus aber ziemlich schön. Warum versucht er’s nicht einfach mal mit Menschsein? Warum versuchen die Feministen überhaupt es nicht mit Menschsein? Warum müssen die spalten, Leute in Schubladen verstauen. Da die mit den Frauen und Feministen, da die Männer. Puh, in der Männerschublade stinkt’s aber. Fast wie auf nem Damenklo.

    Die Wirklichkeit sieht vollkommen anders aus. Feministen wollen männlichen Attributen den Garaus machen. Wir sollen auch jammern und weinen, wir sollen uns benachteiligt fühlen und das in jedem Satz ausdrücken. Wir sollen sexualitätsorientierte Kontaktaufnahmen unterlassen. Wir sollen uns in unserer Fluchtburg Fußball der Deutungshoheit von weiblichen Schiedsrichtern und Kommentatoren unterwerfen. Wir sollen uns schlecht fühlen, weil der nächste Kanzler vielleicht ein Mann ist.

    Männer sollen jede Höchstleistung unterdrücken, ob mental oder körperlich – weil sonst die Feministen und Frauen so schwächlich und beschränkt aussehen. Bei den Feminismus-Vorreitern der Grünen sollen Männer den Mund halten, wenn keine Frau was zu sagen hat. Männer sollen Frauen auf die Posten in Politik und Wirtschaft hieven – obwohl die das in der Mehrheit nicht wollen und daher meist auch nicht können.

    Und wenn die männlichen Wichte das alles gemacht haben, dann werden sie verspottet. Dann wird der Macho-Muskelmann angelacht, der dafür sorgt, dass die weiblichen erotischen Vergewaltigungsphantasien ausgelebt werden können. Oder die Sextouristin reist wieder nach Lampedusa.

    Wenn ein Junge unser komplett weiblich orientiertes und verfasstes Erziehungssystem durchlaufen und Reglementierungen und Benachteiligungen bis zum Anschlag erfahren hat, dann soll er sich dem Feminismus zuwenden? Dort wird er nicht nur von den Freunden, sondern auch den Frauen ausgelacht. Was ist denn das für ein Selbstbewusstsein, sich über Frauen zu definieren? Gar keins.

    Wenn er dann doch mal abgezapft wurde und Nachwuchs erwartet, dann soll er sich einbringen, dann soll er Care-Arbeit machen. Aber immer nur nach den strengen, präzisen Anweisungen der Frauen. Die bestimmen ab der Zeugung allein, was mit den Kindern geschieht.

    Klar kann der Hänfling ihnen gerne den Rücken frei halten. Aber wenn er nach ihrer Lampedusa-Reise keinen Bock mehr auf die Beziehung hat, dann gehört sein Kind halt komplett der Frau. Dann darf er keine Care-Arbeit mehr machen. Fast kein Mann bekommt in Deutschland nach einer Trennung seine Kinder, wenn die Mutter das nicht abnickt. Eher werden die Kleinen in Heime oder Ganztragsbetreuung gesteckt.

    Das Aufmacherbild in der FAZ sagt doch schon alles. Da werden sich die Redakteurinnen bei der Auswahl so auf die Schenkel geklopft haben, dass beinahe die Orangenhaut geplatzt ist:
    Auf einer feministischen Demo trägt ein mutmaßlicher Vater seine Tochter auf den Schultern, in der anderen Hand ein Transparent. Schwitzend und mit angestrengtem Blick nimmt er die Anweisungen seiner Frau entgegen, die mit einem Cafe-Latte-Einmalbecher um ihn herumtänzelt. Weil der keine Hand frei hat und auch nichts sehen kann, klebt sie ihm noch ein Schild auf die Brust, dass er sich natürlich auch für sie stark macht – und nicht nur für das Kind. Sie hingegen macht gar nicht, trägt nichts, unterstützt niemanden – sondern erteilt Anordnungen, wie er Transparent und Kind zu tragen hat.

    Ein Männerbild wie fürs Schulbuch.

    • Und wenn Männer diese Bewegung gründen und diese nicht der feministischen Ideologie folgt, werden Feministen ihnen so sicher wie das Amen in der Kirche Frauenfeindlichkeit vorwerfen.

      Selbst dem Studenten aus der US, der eine Gruppe gegen Selbstmord bei Männern gründen wollte, etwas da gar nichts mit Frauen zu tun hat, wurde die Erlaubnis entzogen weil die Uni-Feministinnen einfach behaupteten das sie sich durch diese Gruppe bedroht fühlen.

      • Auch toll natürlich, dass hier die Opferpose „Frau = benachteiligt“ wieder im Vordergrund steht. Dass Frauen für schlechte Arbeit besser bewertet werden, sogar im Nachhinein bei Kenntnis des Geschlechts die Bewertung verbessert wird… egal. Hauptsache das Opfernarrativ stimmt.

        • Das war auch mein Gedanke beim Lesen. Wäre die Sache umgekehrt ausgegangen, hätte man ENDLICH den Beweis dafür, dass Frauen immer viiieeel härter beurteilt werden und immer viiieeel mehr leisten müssen für dieselbe Anerkennung. Werden sie – was für jeden Menschen, der nicht blind durch die Welt läuft, keine Überraschung ist – wesentlich milder beurteilt, so ist das auch ein Beleg für die Diskriminierung von Frauen, weil ihnen diese Hofierung nicht hilft, besser zu werden. Es ist völlig egal, was geschieht, in jedem Fall sind Frauen Opfer und ganz dolle arm dran.

          Das Ergebnis dieser „Studie“ konnte nebenbei doch schon jeder vorhersehen, der mitkriegt, was für hirnverbrannten Rotz Feministinnen von sich geben können und dafür beständig, beinahe schon rituell, in den Medien gefeiert werden. Da werden Sachen von derart epischer Dämlichkeit verzapft, dass es jedem halbwegs klar denkenden Menschen die Schuhe auszieht, aber weil weiblich und dann auch noch feministisch… na da muss das doch einfach toll sein.

          • “ aber weil weiblich und dann auch noch feministisch… na da muss das doch einfach toll sein.“

            Wenn ich sehe, dass jemand für einen Einhundertmeterlauf zwanzig Sekunden braucht, finde ich das auch schwach. Wenn sich aber herausstellt, dass das ein Einbeiniger war…

  7. „Und Gleichstellung ist eben auch eine Form der Gleichmacherei“

    Wenn denn nur gleiche Leistung durch Gleichgestellte käme, wären es Gleichgemachte.

    Da gibt’s diesen Hadmut Blog, der bespricht dies häufiger. 😉

  8. „Ihnen würde nicht länger die Männlichkeit abgesprochen, wenn Sie vor Schmerz winseln würden, wenn Sie nicht mehr leistungsfähig wären, psychische Probleme hätten oder Gewalt erfahren müssten.“

    Es ist gerade der Feminismus der genau das sagt.

  9. Pingback: Feminismus des tages | Schwerdtfegr (beta)

    • Den finde ich auch lustig hier:
      „There’s been an increase in women paying spousal and child support“

      “Many women, no matter how educated, how professional, how modern they are, are surprised to learn that they might have to pay alimony,” said Marzano-Lesnevich. “It’s something that has been ingrained for generations that fathers pay alimony.”

      „Female breadwinners going through a divorce will sometimes argue that their husband is “underemployed” and could have earned as much as they did “if he worked as hard as she did,” Marzano-Lesnevich said. “But the reality is, if during the course of the marriage, you allowed him to make less, and took on the role of the breadwinner, you are going to pay that support,” she said.“

      https://www.marketwatch.com/story/more-women-are-paying-alimonythat-includes-supporting-their-exs-porn-habit-2018-05-23

      • „“Many women, no matter how educated, how professional, how modern they are, are surprised to learn that they might have to pay alimony,” said Marzano-Lesnevich.“

        Soll sie nach D kommen. Hier hat man immer noch ein Herz für Frauen und schickt sie nicht so ohne weiteres zum Anschaffen. Vor einem deutschen Familiengericht können sie mit sehr viel mehr Mitleid rechnen.

  10. Pingback: Warum der Mythos der männlichen Macht so nützlich ist | Alles Evolution

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