Frauenhass, Männerhass und die Unterschiede

Alyssa kommentierte unter einen älteren Artikel zu „In Männer Tränen baden“ das Folgende:

Um zu zeigen, dass nicht alle Feministinnen Männer hassen, nehmen wir zunächst das Gegenteil an. Wenn alle Feministinnen Männer hassen, folgt daraus, dass auch die Feministin X, die Männer nicht hasst, ebenfalls Männer hasst. Das aber ist ein Widerspruch, folglich haben wir hier eine reductio ad absurdum.

Tatsächlich hatte ich in dem Artikel gar nicht darauf abgestellt, dass alle Feministinnen Männer hasse, sondern darauf, dass sie die Taktik „agree and amplify“ nutzen um Kritik abzuwerten, dass sich bei ihnen einiges an Männerhass befindet.

Tatsächlich ist es aber nur dann ein schlagendes Argument, wenn sie eine Feministin findet, die tatsächlich keine Männer hasst (was je nach Definition von Feministin ja auch durchaus möglich ist).

Das ist natürlich nur eine formale Argumentation, welche die Tatsache außer Acht lässt, dass man durchaus eine ambivalente Einstellung zu Personen und Gruppen haben kann.
Selbst extreme Gefühle wie Hass müssen nicht durchgehend und nicht bei allen Menschen auftreten und können auch situativ bedingt sein.
Von lunatic fringe Leuten (wie sie jede Bewegung hat, sagte glaube ich Roosevelt) mal abgesehen, also von solchen wie z.B. die Autorin des „S.C.U.M. Manifesto“ (Gründerin und einziges Mitglied der gleichnamigen Terror-„Gruppe“, die einen Mordanschlag auf Andy Warhol verübt und sich im besagten Schriftstück in extrem brutalen, männerfeindlichen Gewaltfantasien ergangen hat), von solchen abgesehen, ist die Behauptung, alle Feministinnen würden grundsätzlich Männer hassen, in der Tat absurd.

Das Problem ist aus meiner Sicht, dass der gegenwärtig hauptsächlich vertretene Feminismus in seine Theorie bereits aufgrund der Identitätspolitik und der damit verbundenen Einteilung in ein Gut-Böse oder „Schuldig an den Umständen vs benachteiligt durch die Umstände“ bereits sehr schnell Hass erzeugen kann und man um so mehr man diese Theorien für richtig hält, um so mehr man sich mit diesen radikalisiert, auch fast zwangsläufig einen Hass auf Männer als Gruppe entwickeln muss.

Diejenigen, die das tatsächlich tun, haben allerdings häufig wiederholt unter brutalen, grausamen Taten und fortwährender Erniedrigung durch Männer gelitten, oft angefangen mit prügelnden Vätern und/oder sexueller Gewalt in der Kindheit, nicht selten mehreren Vergewaltigungen, fortgesetzter, z.T. extremer häuslicher Gewalt und/oder (Zwangs-)Prostitution durchlitten (btw: auch die „freiwillige“, die das bei näherer Betrachtung zumeist kaum ist, ist entwürdigend und seelisch äußerst schädigend).
Anschließend ernteten sie sehr oft – vor allem von Männern – Unglauben, Verachtung, Relativierungen, Herabsetzung und Hohn, wenn sie über ihre schrecklichen Leidensgeschichten zu sprechen versuchten. Da kann man schon Hass entwickeln.

Das ist ja ein beliebtes Argument für bestimmte Fälle: Schau, was sie durchgemacht hat, da wird sie ja wohl hassen können!
Nein, darf sie nicht, weil sie etwas, was ihr bestimmte Mitglieder einer Gruppe evtl angetan haben, auf alle Mitglieder dieser Gruppe überträgt. Und das mag vielleicht in schlimmen Fällen typisch und insoweit verständlich sein, aber es rechtfertigt keinen Hass, weil der Ansatz dennoch falsch ist.

Sonst wäre  man allgemein mit Rassismus und Sexismus schnell am Ende, denn es gibt genug Leute, die irgend etwas durch Mitglieder einer bestimmten Rasse oder eines bestimmten Geschlechts erlitten haben.
Es dürfte auch für diejenigen nicht hilfreich sein, wenn sie sich ihrem Hass hingeben können oder in diesem sogar verstärkt werden.

Von den extrem männerfeindlichen Frauen haben nicht wenige kaum einmal jemals einen anständigen Mann kennengelernt oder waren, als das passierte, schon so durch ihre Erlebnisse vorgeprägt, dass sie das gar nicht mitgekriegt haben, weil es nicht in das ihnen vertraute Muster passte.

Wer jeden Mann für ein Schwein hält, den man grundlos angreifen kann, weil er zum „Tätergeschlecht“ gehört, der lernt natürlich keine anständigen Männer kennen. Sie schreckt sie ja aktiv ab bzw hat sich bereits in eine Welt hineingedacht, in der diese sich quasi für die Sünden der Männer entschuldigen müssen und sich ansonsten mit diesen gemein machen und alle Vorurteile bestätigen.

Das gilt natürlich für Männer genauso: Wer sich in eine Welt hineindenkt, bei der Frauen zB nur immer das Geld von Männer wollen und er für sie nicht gut genug ist, weil er kein Geld hat, der macht sich selbst beziehungsunfähig und verschreckt Frauen.

Im Vergleich zur überwältigenden Präsenz ihrer alptraumhaften Erlebnisse, häufig wieder und wieder, gemessen an den Narben und Traumata, mit denen sie leben müssen, ist der Hinweis, dass ja nicht alle Männer so seien und es auch andere, bessere gäbe irgendwie doch sehr abstrakt und theoretisch und fühlt sich so an, als wolle man wieder ihr Leiden nicht anerkennen und kleinreden.

Das mag auf einer persönlichen Ebene so sein und für ihren Therapeuten durchaus von Bedeutung sein, aber es ist ja dennoch etwas, was sie überwinden muss, wenn sie wieder ein normales Leben in eine Gesellschaft führen möchte, die zur Hälfte aus Männern besteht und jede Verstärkung dieses Gedanken ist keineswegs zu ihrem Vorteil.

Ich hatte dazu auch hier schon etwas geschrieben.

 

Wie ärgerlich, schmerzhaft, herabsetzendund und widerwärtig das für die Betroffenen ist, kann man aus einem normalen Lebensweg heraus kaum nachvollziehen. Dann sollte man(n) aber ausnahmsweise mal nicht herumpalavern, analysieren und belehren, sondern das einfach mal so stehen lassen. Schließlich sind es zum Glück nicht endlos viele Menschen, denen solche grauenhaften Dinge zugestoßen sind. Und wenn sie können, werden sie mit der Zeit schon selber herausfinden, dass es auch noch andere Männer gibt. Das muss man ihnen nicht erklären und kann es auch nicht, solange sie voller Angst, Hass und Zorn sind. Zumal solche Frauen Männer mit Gefahr verknüpfen, wissen (=gelernt haben, aus ihrer Erfahrung und Lebensperspektive heraus), dass man ihnen nicht trauen kann und daher nichts von ihnen annehmen wollen.
Manche können darüber dann nicht mehr hinwegkommen. Die Verletzungen sind zu tief. Andere finden es mit der Zeit heraus und ändern ihre Einstellung.

Man muss gar nichts stehen lassen, wenn die Leute sich entsprechend äußern und in dem Zusammenhang ernst genommen werden. Allenfalls wären diese Schilderungen dann etwas für Therapien. Aber Männerhassfantasien sind ja durchaus salonfähig geworden. Man kann über Männer in großen Zeitungen hetzen oder als Politikerin herziehen ohne das man vergleichsweise traurige Geschichten erlebt hat.

Natürlich hat das was von „ich darf ein Rassist sein, weil ich mal Opfer einer durch einen Schwarzen begangenen Straftat geworden bin“.
Natürlich sind aber nicht alle dunkelhäutigen Menschen Verbrecher und es gibt gute und schlechte und am meisten gemischte unter ihnen, wie überall sonst auch.
Aber wir Menschen ticken nun mal so, weil unser Gehirn so funktioniert, dass wir konkreten Erlebnissen, insbesondere negativen und noch hundertmal mehr unseren persönlichen, immer erheblich mehr Gewicht beimessen als abstrakten Glaubenssätzen, mit denen uns irgendjemand belehren will, erst recht, wenn dem nichts Vergleichbares jemals widerfahren ist.
Wenn das jemand ist, dem wir vertrauen und den wir respektieren oder wenn negative soziale Konsequenzen drohen, dann ringen wir uns ein widerwilliges Lippenbekenntnis ab: „Ja klar, natürlich sind die nicht ALLE kriminell. Habe ich ja so auch gar nicht gemeint. Ich weiß, ich weiß, Verbrecher gibt es in jedem Land.“
(Und so ähnlich dann auch mit Männern/[beliebigen Feindbildern].)
Wenn das nicht der Fall ist, kommt aber ganz ungeniert „naives Gutmenschengequatsche“ zurückgeschossen, wie z.B. die AfD das gerne macht. Nur, wenn selbst die merken, dass sie wirklich mal wieder eine Grenze überschritten haben, dann war es ja nur ein Witz, aber (kommt dann trotzig), aaaber dahinter steht ein äußerst ernstes Thema, nämlich Besorgnis um die Sicherheit! Für die, das wird somit nochmal verdeutlicht Moslems/Clans (meint: sämtliche Araber)/Schwarze/Menschen vom Balkan etc. etc. eine Bedrohung seien.

Dies ist das grundsätzliche Strickmuster. Bei männerfeindlichen Frauen läuft was ziemlich ähnliches im Kopf ab. Da wird dann von individuellen, in einigen Fällen unbestreitbar furchtbaren und auch sehr oft wiederholten Gewalterfahrungen auf die Gesamtheit der Männer geschlossen, wie es auch sonst bei Gruppenfeindseligkeiten typischerweise der Fall ist.

Ich finde ja die Theorie, dass die überzeugteren Feministinnen alle leicht geisteskranke, vollkommen durch traumatische Erlebnisse gebrochene Personen sind hat einen gewissen Charme, der dem Feminismus eigentlich einiges an Boden entziehen würde, aber das Problem ist ja, dass es im Feminismus gerade nicht heißt „Tschuldigung für ihre Männerfeindlichkeit, sie hatte ein schweres Schicksal und wir versuchen wirklich ihr zu helfen, ihre Aussagen sind natürlich falsch, aber ihr Therapeut arbeitet hart daran, nimm sie bitte nicht ernst“. Sondern eher „weiße CIS-Männer haben eine so fragile Männlichkeit, dass sie sich bei berechtigter Kritik sofort zusammenrotten müssen um eine Frau, die sich endlich mal traut die Wahrheit zu sagen, anzugreifen“

Nun gibt es zur Misogynie aber einen wesentlichen Unterschied.
Frauenhass ist zwar auch oft auf individuelle Erlebnisse, häufig herrschsüchtige, unterdrückende, bösartige, in seltenen Fällen sogar sexuell übergriffige Mütter zurückzuführen. Oder/und auf hässliche Beziehungs- und Trennungserfahrungen, unangenehme, erniedrigende sexuelle Begegnungen und, das führt häufig zu besonders intensivem Frauenhass: wiederholte Zurückweisungen und sexuelle Misserfolge (bestes Beispiel: Incels).

Frauen fällt es oft sehr schwer, das nachzuvollziehen, was an einem Punkt liegt, in dem Frauen und Männer mal wieder eben nicht gleich, sondern sehr unterschiedlich sind: für Frauen hat Sex (von der Fortpflanzung jetzt mal abgesehen, nur in seiner sozialen Bedeutung betrachtet) in der Regel die Funktion, die Beziehung zu bestätigen, während Sex für Männer eher eine Bestätigung ihrer Person und damit eng mit ihrem Selbstwertgefühl verknüpft ist. In moderner Zeit ist noch der Leistungs-/Performancegedanke in den Vordergrund getreten, sodass Männer da unter einem enormen Druck stehen.

Daraus (dem vorletzten Satz) erklärt sich auch die berühmt-berüchtigte Situation, wieso er sich nach einem Streit im Bett versöhnen will (für ihn ist der Konflikt ja jetzt bereinigt – noch etwas, worin Männer völlig anders ticken als Frauen) – und sie sagt: „Spinnst du?! Lass das!“ und er fällt aus allen Wolken und versteht die Welt nicht mehr – haben sie sich denn nicht eben versöhnt?!
Für sie ist die Beziehung aber immer noch angeknatscht, da ist nur eine Streitfrage besprochen worden (quasi eine Schlacht, nicht der ganze Krieg), sie ist immer noch sauer, muss das alles erstmal verarbeiten, den Vorfall und die Worte, die gefallen sind, auf alle möglichen Bedeutungen hin abklopfen, darüber nachdenken, was das über die Beziehung aussagt, ausführlich nachbesprechen (wobei er sich morgen beim Abendbrot fragt, wieso sie jetzt „plötzlich“ wieder damit anfängt, sie hingegen hat den ganzen Tag darüber nachgedacht und vermutlich noch die halbe Nacht über wach gelegen), dann, wegen seiner „höchst befremdlichen“ Reaktion, muss sie da mit ihren Freundinnen drüber reden und sich ihre Meinungen und Ratschläge einholen (die das natürlich alles aus weiblicher Perspektive sehen und ihr folglich begrenzt nützliche Einsichten liefern) und anschließend alles nochmal sortieren. Sie ist also längst noch nicht soweit.
UND DA KOMMT DER TYP DAHER UND IST SO UNSENSIBEL UND DENKT BLOß WIEDER DARAN, SEIN DING IN SIE REINZUSTECKEN!!!!!!! Dam-dam-daaam!
Wie kann der denn in dieser Krisensituation bloß an Sex denken?! Wie kann der allen Ernstes erwarten, dass sie nach diesem Streit jetzt in Stimmung ist?!

Also kurz gesagt: Auch Frauenhass kann traumatisch begründet sein, das ist aber dann irgendwie doch wieder die Schuld des Mannes, weil er dann Sex will?

 

So, nach diesem vergnüglichen Exkurs (der hoffentlich für viele seit Jahren rätselnden Männer erhellend war), komme ich auf den Punkt vorhin zurück:
Das ist einer der Gründe, unter anderen, wieso eben nicht alle Frauen zu jeder Zeit einen Sexpartner haben können, wie sich Incels (und nicht nur die) das vorstellen.
Ich kann mir schon denken, dass Druck auf den Eiern über längere Zeit zu solchen Wahnvorstellungen führt.
Von da ist es zum Glauben an Böswilligkeit nur ein kleiner Schritt und der nächste führt leicht zur Verstärkung des, wegen der sexuellen Misserfolge, sowieso schon bestehenden Gefühls, zurückgesetzt worden zu sein und etwas verwehrt zu bekommen, was für alle anderen scheinbar ganz normal bis mühelos ist. In abgemilderter Form kommt das auch bei längeren Durststrecken auf.
Außerdem erklärt das, was die meisten Frauen nach einer Trennung immer nicht fassen können, wie der sich gleich der nächsten so schnell in die Arme werfen kann.

Sind Männer mit neuen Partnern schneller? Glaube ich tatsächlich nicht. Allein schon weil sie oft das geringere Angebot haben während bei einer verlassenen Frau meist schon ein paar Männer interessiert sind („A shoulder to cry on…“)

Da Männer unter starkem sexuellen Erfolgsdruck stehen und ihre menschliche Wertigkeit daran geknüpft wird (das meinen die Feministinnen u.a. mit toxischer Männlichkeit, Privilegien haben oft auch eine Kehrseite der Medaille), da sie pausenlos mit solchen Botschaften bombardiert werden und ein Mann, den keine will, auch dadurch wiederum weniger attraktiv wirkt und natürlich sein Selbstvertrauen mächtig leidet, was ihn wiederum noch unattraktiver macht, kommt es zu einem Teufelskreis.
Sexueller Misserfolg ist also für Männer viel dramatischer und bedrohlicher.
Er ist mit starken Ängsten und – das liegt auf der Hand – mit massiver Frustration besetzt, was an und für sich Gefühle sind, die Zorn und Hass erzeugen.

Es scheint darauf hinaus zu laufen, dass Frauenhass schlimmer ist als Männerhass, weil Frauen traumatisiert sind, Männer aber eh nur an Sex denken?

Nun ist aber in unserer Gesellschaft die Vorstellung von einem männlichen Recht auf Sex immer noch tief in vielen Köpfen verankert.
Das ist ein Kernproblem und ein gutes Beispiel für strukturellen Sexismus, der eben noch keineswegs überwunden ist.

„Das männliche Recht auf Sex“ ist aus meiner Sicht keineswegs tief in den Köpfen verankert. Weit eher das weibliche Recht auf Sex: Einen Mann abzulehnen ist kein Ding und geradezu zu erwarten. Aber eine Frau abzulehnen? Da wird sie weit eher sauer.

Gerade weil dieses angebliche „Recht“ eben als so selbstverständlich und „natürlich“ hingestellt wird und weil es durch Nachahmung internalisiert wird (wenn man es ausspricht, klingt es für vernünftige Menschen natürlich absurd, deswegen werden eine Menge wichtiger sozialer Regeln und Werte UNAUSGESPROCHEN tradiert), gerade deshalb empört ein Angriff darauf viele Männer und deshalb ist es vielen Männern zweitens überhaupt gar nicht bewusst und wird als Teil des „natürlichen“ männlichen Privilegs verstanden.

Sex mit einer Frau ist weitaus eher ein Privileg, welches gewährt wird als ein Privileg, welches einem Mann zusteht. Die meisten Männer kennen Ablehnung. Sie sind sie weitaus eher gewohnt als Frauen.

Das meiste, was besagtes Privileg umfasst, steht mit heutigen aufgeklärten, zivilisieren Vorstellungen und Werten in Konflikt und kann daher seit einiger Zeit nicht mehr ohne heftigen Gegenwind (bis hin zum Shitstorm) offen ausgesprochen werden. Also wird es natürlich verbal geleugnet und nonverbal weiterhin vorausgesetzt und praktiziert.
Nur extreme Radikale wie etwa Incels und eingefleischte Maskulisten sprechen diese Vorstellung ganz unverhohlen aus.

Mir scheint sie ein Recht auf Sex mit dem Wollen von Sex zu verwechseln. Natürlich gehe ich beispielsweise in einer funktionierenden Beziehung davon aus, dass meine Freundin auch Sex mit mir will. Und das es unsere Beziehung sicherlich in Frage stellt, wenn sie keinen Sex mit mir will. Was nicht bedeutet, dass ich ein Anrecht auf Sex sehe, welches mich berechtigt gegen ihren Willen Sex zu haben.

(Ein Incel hat z.B. mit hoher Zustimmung allen Ernstes gefordert, dass der Staat Incels Steuern erlassen sollte, weil ihnen der Zugang zum „öffentlichen Gut“ Frauen verwehrt sei.)

Und daraus folgt, dass alle Männer so etwas heimlich denken und nur die Incels es aussprechen?

Hier haben wir die Verleugnung, dass Frauen menschliche Wesen mit eigenen Willen, Würde und einem Recht auf eigene Entscheidungen sind.

Wir haben aber insbesondere ein Überzeugung allenfalls einer verschwindend kleinen Gruppe von Menschen.

Es mag sicherlich auch Männer geben, die an Frauen hauptsächlich Sex interessiert und die Frauen „abschleppen“ wollen. Aber auch das raubt sie nicht ihrem menschlichen Wesen und ihrem Willen. Es ist vollkommen okay Sex haben zu wollen, auch ohne weiter an einer Frau interessiert zu sein.

Es dürfe klar sein, dass es mit solchen Vorstellungen nur ein kleiner und konsequenter Schritt ist zu Vergewaltigung (die viele seiner Gesinnungsgenossen als völlig legitim ansehen) und jeder Art von Unterdrückung und Gewalt gegen Frauen, bis hin zu ihrer Versklavung, erhielten solche Leute die Chance dazu. Was ja in anderen Teilen der Welt bis heute der Fall ist, wo solche Ideen noch allgemein akzeptiert sind, tragischerweise sogar von vielen in dieser Umgebung gehirngewaschenen Frauen, wie in jenem grässlichen algerischen Video über Frauenschläger („No,no, I beat her NORMALLY“ – Hervorhebung durch mich), von dem hier ein anderer Beitrag handelt.

Ah, weil Frauenhass letztendlich anscheinend immer damit gepaart ist, dass sie sexuell zur Verfügung zu stehen haben und das dann zu Vergewaltigungen führt ist Frauenhass gefährlicher als Männerhass (der ja eh nur von harmlosen traumatisierten Frauen kommt, die eh niemanden was tun).

Was für ein absurdes Bild.

Bloß, weil solche widerlichen Abstrusitäten in der westlichen Welt aber nur noch in der lunatic fringe der Mannosphäre offen und ohne einen Hauch von Scham geäußert werden, heißt das nicht, dass sie nicht in unterschiedlichen Abstufungen auch weiterhin in den Köpfen etlicher Männer herumgeistern. (Daher „potenzielle Vergewaltiger“, im Unterschied etwa zu der Aussage: „Jeder, der ein Messer besitzt, ist ein potenzieller Mörder.“)

Also bei den Frauen sind die aus der lunatic fringe die traumatisierten, die gerade nicht für die anderen stehen, sondern schlicht ein schweres Schicksal hatten, ihre Meinungen kann man den anderen nicht vorhalten

Bei den Männern sind die aus dem lunatic fringe, hingegen nur die, bei denen sich zeigt, was Männer eigentlich denken.

Klingt logisch und gerecht.

 

Viele dieser Männer würden es nicht wagen, oder doch nur unter solchen, die sie sicher für Gesinnungsgenossen halten, derartige Überzeugungen selbst in wesentlich milderer Form auszusprechen.

Noch sehr, sehr, sehr viel mehr Männer sind sich dessen nicht mal bewusst, nonverbale Verinnerlichung, wie gesagt.
Ihre bewussten Überzeugungen können dazu in krassem Widerspruch stehen und sie würden vehement leugnen, jemals auf so einen Gedanken zu kommen (gerade an der Vehemenz des Dementis erkennt man oft, dass man voll ins Schwarze getroffen hat), aber ihre wahren Glaubenssätze zeigen sich in ihrem Verhalten gegenüber Frauen, wofür diese oft sensitiver sind als Männer.

Also letztendlich leugnen alle Männer nur, dass sie Frauen als Objekte ansehen und um so mehr sie es leugnen um so klarer ist, es dass sie alle Schweine sind.

Daher oft (wenn auch längst nicht immer nur deswegen) die negativen Reaktionen auf Typenfeminismus. In berechtigten Fällen rührt es daher. Und diese Fälle sind häufiger, als Männer naturgemäß gerne eingestehen möchten.

Das Feministinnen selbst Feministen hassen und ihnen nicht vertrauen, diese abgewertet werden und die Fresse halten sollen, wenn Frauen reden, dass zeigt ja nur, dass Männer eben gerade Schweine sind und man keinem trauen kann, erst recht nicht denjenigen, die keine Schweine sind.
Niemals könnte es ein Indikator dafür sein, dass der Feminismus über das Ziel hinausschießt.

Jetzt wird es spannend, weil in der Tat verschiedene Hirnareale zuständig sind für diese zwei Dinge:

  • einerseits die Internalisierung bewusster Überzeugungen (Anderungen, wie Vera Birkenbihl sie gerne nannte, weil Meinungen selten wirklich MEIN-ungen sind)
  • und andererseits die nonverbal vermittelten, d.h. vorgelebten Verhaltensweisen, sowie, noch wichtiger, die dahinter stehenden echten Werte und Überzeugungen, nach denen Menschen tatsächlich LEBEN und nicht nur davon reden (Wasser predigen…)

Und weil das eben physiologisch so ist und das Zweite die viel ältere und wirkmächtigere Form des Lernens und Lebens ist, wähnte sich Freud seinerzeit als der Entdecker des Unbewussten.
Immerhin war er einer der ersten, die seine Gesetzmäßigkeiten systematisch erforschten und beschrieben, auch wenn er oft nur an der Oberfläche gekratzt hat, vieles, was er entdeckt zu haben meinte, willkürliche Interpretation bis grober Unfug war und einige seiner Entscheidungen unverantwortlich und empörend.

Doch was er der Allgemeinheit bewusst gemacht hat, ist die Tatsache, dass bewusste Überzeugungen und Selbstbilder mit völlig konträren unbewussten Verhaltensweisen problemlos jahrzehntelang koexistieren können.
Ohne dass man etwas merkt, weil es ja eben unbewusst ist und gerade weil es in so diametralem Widerspruch zu dem steht, was man bewusst von sich, der Welt und den anderen denkt.
Nur das Bewusstsein hat ein Problem mit Widersprüchen, dem Unbewussten sind die Schnuppe und werden sogar in die Agenda eingebaut (ganz recht, es hat seine eigene, ob man auch bewusst keine kennt).
Daher schmeißt das Bewusstsein all das, was in Konflikt mit seinen Inhalten steht und nicht aufgelöst oder relativiert werden kann, ins Unbewusste ab, dessen Fassungsvermögen um Welten größer ist. ❗️➡️ Metaphorisches Streckenverhältnis: auf 7cm Bewusstsein kommen 11km Unbewusstes.❗️
Nennt man Verdrängung. Es gibt noch weitere Strategien, aber das brauche ich hier gar nicht so weit auszuführen.

Verdrängung aber bitte nur bei Männern!

 

Das Wesentliche ist: das Unbewusste sitzt am längeren Hebel, überhaupt die weitaus meisten Hebel befinden sich darin.
Die Hirnforschung hat längst bewiesen, dass sehr oft die Entscheidung schon getroffen ist, bevor sie uns überhaupt bewusst wird. In den meisten Dingen ist es mit dem freien Willen nicht annähernd so weit her, wie wir gerne glauben möchten.
Nur komplexe, denkintensive Entscheidungen werden dem Bewusstsein überlassen, wobei auch da häufig die emotionalen Weichen schon gestellt sind.

Angesichts dessen könnte mann nun sagen: Ok, wenn das so ist, dann sind wir ja fein raus, dann können wir ja nichts für unsere Misogynie, nichtmal, wenn wir tatsächlich zu Vergewaltigern werden (eine Handlung, die im Allgemeinen sehr wohl eine bewusste Entscheidung bis hin zu vorausgegangener kaltblütiger Planung, wie bei den Typen mit dem Van, erfordert).
Aber dann wurden wir eben so erzogen, wurden von unseren Eltern und der Gesellschaft verkorkst, bla bla bla
Die BS-Bingos, die auf feministischen Seiten gerne gepostet werden, kennt ihr ja.

Wenig überraschend: diese Haltung ist recht populär. Ganz allgemein.
(„Von Beruf Opfer, quak quak“, hat Vera Birkenbihl dazu gesagt.)

Nun gibt es aber diverse Möglichkeiten und Techniken (für Alltagsangelegenheiten ist dafür keine Psychoanalyse erforderlich), schädliche und störende unbewusste Programme, psychische Malware, wenn man so will, zu entdecken und durch bessere soziale Programme zu ersetzen.
Das bietet einem enorme Vorteile, weil man sich so das Leben, den Beruf und den Umgang mit anderen Menschen drastisch erleichtert.
Die stören einen nämlich vor allem dann, wenn ihre sozialen Programme und Überzeugungen im Widerspruch zu eigenen Programmen stehen.
Dann sind die blöd, verrückt, unverschämt, fies, arrogant, böswillig und was weiß ich nicht noch was…
Mit einem selber hat das natürlich gaaaar nix zu tun, weil DIE sind ja so!!!
Und man selber will ihnen bloß die „Wahrheit“ aufzeigen, ihnen Dinge „richtig“ erklären und sie „zur Vernunft bringen“ – will heißen, so wie diese Parameter vom eigenen Programm definiert werden.
Nun ist es eine sagenhafte Anmaßung zu glauben, man habe das Monopol auf die Wahrheit und Wirklichkeit gepachtet.
Auch ist nicht alles, was man selber so nicht erlebt hat, nicht nachfühlen oder „rational“ (nach den eigenen Maßstäben!) nachvollziehen kann, deshalb gleich Blödsinn. Und es gibt kaum etwas Arroganteres, als sich für einen validen Maßstab für andere Menschen und deren Leben und Wahrnehmung zu halten!

❗️Wenn du mit den gleichen Anlagen wie eine andere Person geboren wärst und exakt dasselbe erlebt hättest, wie wärst du dann? Wahrscheinlich ziemlich genau wie diese Person!

Deshalb unterscheiden sich eineiige Zwillinge voneinander, weil sie niemals exakt dasselbe erleben und es auch epigenetische Unterschiede zwischen ihnen gibt, obwohl sie genetisch identisch sind. Aber was aktiviert wird von den Anlagen und was stummgeschaltet, das ist verschieden.
Und erst recht gilt das für genetisch verschiedene Geschwister, die in derselben Familie aufwachsen. Die erleben ihre Kindheit regelmäßig völlig unterschiedlich, obwohl die Umgebung ja die gleiche ist und die gleichen Menschen sie erziehen – aber eben unterschiedlich.
Nachdem jeder weiß, dass das für Familienmitglieder gilt, die so viel gemein haben – um wie viel mehr muss es für Menschen gelten, die ganz unterschiedliche Startpositionen, Erlebnisse und Wahrnehmungen aufweisen?!

Wie kann man es denn wagen, ihnen die Gültigkeit ihrer Wahrnehmung abzusprechen, ihre persönliche Wahrheit und Realität und ihr Anrecht auf Deutungshoheit darüber – während man selbst genau diesen Anspruch für sich erhebt?

Also kurz gesagt: Der Mann darf sich nicht darauf ausruhen, dass da was unterbewußtes abläuft. Er muss besser werden

Mit Frauen hat das aber anscheinend nichts zu tun?

Feministinnen erkennen sehr wohl die Realität der männlichen Perspektiven an, sonst würden sie die ja nicht angreifen und dekonstruieren wollen! (Wobei es bei einer Sozialsystemanalyse eben nicht um individuelle Befindlichkeiten und Umstände geht, insofern geht der Vorwurf diesbezüglich ins Leere und vermischt völlig verschiedene Dinge.)
Was sie in erster Linie fordern, ist die Anerkennung ihrer eigenen Perspektiven als vollgültige Alternative.

Sie erkennen die Realität der männlichen Perspektiven an? Nämlich, wenn ich das richtig verstehe, dass die dann doch alle irgendwie Vergewaltiger sind, weil sei heimlich doch alle Frauen als Objekte sehen, und das es hart ist daran zu arbeiten.

Und dann wollen sie die Anerkennung ihrer eigenen Perspektive als „Vollgültige Alternative“?

Was war da jetzt die Perspektive und warum soll man die akzeptieren?

Ob die „richtig“ sind oder „besser“ und ob es überhaupt sinnvoll ist, derartige Fragen zu stellen, das steht auf einem ganz anderen Blatt.

Warum sollte man eine falsche, schlechtere Perspektive als „vollgültige Alternative“ anerkennen? Es steht keineswegs auf einem anderen Blatt. Es ist vielmehr ein wichtiger Punkt in der Prüfung ob etwas eine vollgültige Alternative ist.

Vor allem mit Blick auf o.g. Tatsachen und den wichtigen Umstand, dass so etwas wie eine objektive Realität überhaupt nicht existiert, sondern jeder Mensch ohne Ausnahme grundsätzlich sein eigenes Modell der Wirklichkeit konstruiert (wir können gar nicht anders, das ist eine neurobiologische Tatsache) und die Überlappungen dieser Modelle als Realität betrachtet werden. Was wiederum den meisten Leuten nie bewusst wird, die glauben felsenfest und behaupten im Brustton der Überzeugung, IHRE Realität sei die einzig wahre.

Das ist immer wieder bizarr an den sozialkonstruktivistischen Theorien. Sie nehmen für sich einen Wahrheitsanspruch in Anspruch in einer Welt, die gleichzeitig keine objektive Realität kennen soll.
Wenn es keine objektive Realität gibt, wurden dann Frauen jemals überhaupt vergewaltigt? Wer weiß es schon.

In den letzten Jahrtausenden galten aber nur von Männern konstruierte Realitäten, Frauen hatten in diesen Systemen überhaupt keine Stimme oder bestenfalls nur eine marginale, die belächelt und von niemandem wirklich ernst genommen wurde. Oft nichtmal von den Frauen selbst, da man sie ja von kleinauf in der männlich geprägten „Realität“ von der „weiblichen Imbecilität“ und Unbedeutendheit überzeugt hatte.

Jetzt aber passiert wieder etwas ähnliches in vielen Diskursen: Männer postulieren ihre tradierten Realitäten als einzig gültige und vernünftige. Wagen Frauen es, diese infrage zu stellen oder gar ihre Gegenentwürfe vorzustellen, wird regelmäßig gar nicht in der Sache debattiert, sondern ihre Berechtigung und Fähigkeit, alternative Modelle der Wirklichkeit zu schaffen per se geleugnet.

Feministinnen tuen gerne so als würden sie für Frauen sprechen. Machen sie aber gar nicht. Frauen und Männer leben im wesentlichen in der gleichen Realität, nicht in einer männlich geprägten. Bestimmte Bereiche mögen männlicher geprägt sein, weil dort mehr Männer sind und/oder sich dieser Weg als effektiver heraus gestellt hat. Bestimmte Bereiche mögen weiblicher geprägt sein, weil dort mehr Frauen sind und/oder sich dieser Weg als effektiver heraus gestellt hat.

Es gibt keine Realitäten, die frei nebeneinander gestellt werden können. Alle „Realtitäten“ müssen einen „Realitätscheck“ bestehen und sich dort behaupten. Wenn sie in der Praxis in einem Bereich nichts taugen oder auch nur nicht konkurrenzfähig sind, dann werden sie sich nicht durchsetzen.

Ignoriert man das Erleben, die Wahrheit und die Gefühle von Menschen, erzeugt das stets intensiven Hass.
Was ganz natürlich ist, weil die Erfüllung vitaler seelischer Bedürfnisse verbaut wird, von denselben Leuten, die auf deren Erfüllung für sich ganz selbstverständlich pochen.
Das ist ein wesentlicher Unterschied in den Voraussetzungen der Frauen- und Männerfeindlichkeit.

Also Frauenhass führt nur zu Vergewaltigungen.
Männerhass hingegen beruht gleichzeitig auf Traumata, schafft aber anscheinend auch neue Realtitäten, die die männlichen Realitäten überwinden und ohne wenn und aber akzeptiert werden müssen, weil die armen Frauen sonst leider zu Recht hassen müssen.

 

Es liegt eigentlich auf der Hand, dass es besser und viel einfacher läuft mit Frauen, nicht nur in Feminismusdebatten, sondern im ganzen Leben, wenn man ihnen gegenüber nicht ständig automatische Programme ausagiert (weshalb sie versuchen, das Bewusstsein dafür zu schärfen, weil man(n) sich dessen ja oft nichtmal bewusst ist), noch ihnen mit blöden sexistischen Vorurteilen, noch mit Wunschvorstellungen gegenübertritt, sondern die Realität der Gemeinsamkeiten der meisten Frauen UND ihrer jeweiligen individuellen Eigenschaften anerkennt UND auch noch danach handelt.

Hört einfach auf Frauen zu widersprechen, jede Feministin spricht für die „Realität der Gemeinsamkeiten der meisten Frauen“ und das wäre ja voll schade, wenn du ihr da ihre Gefühle nicht respektiert, wenn in ihrer Realität eben Männer einfach alles Vergewaltigerschweine sind.

Klingt überzeugend.

 

❗️Also dann, wenn einer zum Gehirnbenutzer wird, statt Gehirnbesitzer zu sein, der das Organ nur spazieren trägt.

Irgendwo hier wurde mal von einem selbstidentifizierten Beta-Männchen berichtet, der versuchsweise mal probiert hat, sich „wie ein Alpha-Mann“ zu benehmen und ganz erstaunliche Resultate erzielt hat – mit Verhaltensänderungen wohlgemerkt, die zunächst lediglich seine 7cm (Bewusstsein, vs. 11km Unbewusstes, wir erinnern uns) betrafen.
Für mich las sich das so, als habe der gute Mann in seiner Ehe erstmals Selbstachtung und Rückgrat an den Tag gelegt, statt ewig rumzunölen, wodurch er auch imstande war, seiner Frau offen, respektvoll, wertschätzend und – ganz wichtig – mit Humor zu begegnen.
Dafür braucht man keine gewundenen PUA-Hypothesen, sondern zuvorderst erstmal Kenntnis und Verständnis von der menschlichen Natur.
Dies betrifft einen der Punkte, in denen Männer und Frauen sehr wohl gleich sind:
Beide Geschlechter wollen fundamentale Bedürfnisse erfüllen wie
– Achtung,
– Vertrauen,
– Liebe (eine Weisheit meines sehr klugen, seit knapp 70 Jahren glücklich verheirateten Großvaters: Liebe gibt es niemals ohne Respekt), ferner:
– Freiheit,
– Sicherheit (in dem Ausmaß, welches der beiden Letzteren man mehr braucht, unterscheiden sich Menschen nach ihrer Charakterstruktur, aber eins geht nicht ohne das andere und beides brauchen alle Menschen ohne Ausnahme), außerdem
– Verständnis,
– Anerkennung,
– Gemeinschaft,
– Nähe,
– Humor
– Zärtlichkeit,
– Intimität,
– Intellektuelle Stimulation,
– Entdeckung,
– Freude,
– Selbstwirksamkeit (in der Welt und in anderen etwas bewirken, eine Resonanz erzeugen),
– Hoffnung,
– Glauben (jeder braucht ein in such geschlossenes, konsistentes Weltbild, Sekten, Fanatiker und Radikale jeglicher Couleur, ebenso wie Psychotiker beweisen, dass dieses Bedürfnis ohne Rücksicht auf den konkreten Inhalt nach Erfüllung drängt; es ist absolut vital im Wortsinne, schwere Erschütterungen auf diesem Gebiet sind eine der schlimmsten Martern, die ein Mensch erleiden kann, auch werden Menschen dadurch schwer krank (und das keinesfalls “nur“ psychisch!) und sterben sogar bereitwillig für seine Erfüllung oder zutiefst verzweifelt aufgrund des Mangels daran, daher so heftige Reaktionen, wenn es verletzt wird; ignoriert man dieses Bedürfnis, erzeugt dies zuverlässig Hass)….

Diese Liste ist natürlich keineswegs vollständig. Aber dies sind einige der wichtigsten Bedürfnisse, die allen Menschen (und mit allen meine ich ALLE) jeden Geschlechts, an jedem Ort dieser Welt, zu jeder Zeit gemeinsam sind, weil sie TIEF IN DER MENSCHLICHEN NATUR VERANKERT sind.
Auch Tieren, zumindest Säugern und Vögeln, sind einige dieser Bedürfnisse eigen.
Selbst die angenehmste Erfüllung der körperlichen Bedürfnisse kann die Erfüllung dieser seelischen Bedürfnisse nicht ersetzen.
Wir leben schon lange in einer Gesellschaft, die solch fundamentale Wahrheiten gegen Technik und fragwürdigen Fortschritt eingetauscht hat, sodass sie regelmäßig unbefriedigt bleiben.

Das aber eröffnet einem klugen Verführer, der sich damit beschäftigt hat, enorme Möglichkeiten.
Nun ist der interessante Effekt an Verführung, die etwas ganz anderes als Gewalt und daher keineswegs unredlich, geschweige denn menschenverachtend ist, dass sie sich, um erfolgreich zu sein, an just diesen Bedürfnissen ausrichtet.
Erfolgreiche Verführung bedarf der Einlassung auf einen Menschen, den man verstehen und zu dem man eine Verbindung aufbauen muss, in der die Person sich wohl fühlt.
Es ist traurig und ein Armutszeugnis unserer Kultur, dass so viele dies nur zur Erlangung sexuellen Verkehrs in Betracht ziehen. Aber es ist eine tiefere und in gewissem Sinne ehrlichere Kommunikation, als wir sie die meiste Zeit im Alltag führen.
Daher schenkt sie BEIDEN Beteiligten Freude (!) – wenn man es denn geschickt macht.

Geschickt heißt in erster Linie: alles muss ganz leicht wirken, auch wenn sich der Mann gerade ein Bein ausreißt, um die Frau für sich einzunehmen (oder den Mann, bei Lesben ist es auch nicht anders, grundlegende menschliche Bedürfnisse wie gesagt).
Lässt er seine Anstrengung, seine Tricks usw. durchblicken, ist alles verloren. Der Zauber ist verpufft, alles, was zuvor besonders und erregend war, wirkt nun profan und abstoßend.
Und noch viel wichtiger – das ist keine Binsenweisheit, sondern eine fundamentale Wahrheit des Lebens – um auf andere Menschen anziehend zu wirken, geschweige denn Liebe oder auch nur Begehren zu wecken, muss man zuerst einmal sich selbst respektieren und lieben (womit wir beim Beta wären, der so erfolgreich probeweise zum Alpha wurde).

Wie dieser Abschnitt mit dem obigen zusammenhängt verstehe ich nicht ganz.

Aber das Problem des Verführens ist ja eher, dass viele da von gänzlich falschen Vorstellungen ausgehen, was das andere Geschlecht anziehend findet und das es bestimmte Techniken dafür gibt, diese falsches Vorstellungen zu überwinden und positivere Resonanzen zu erlangen. Vieles davon, was Frauen anmacht, fehlt auch beispielsweise in der obigen Liste.

 

Was mich wirklich abstößt und verärgert ist, dass diese schimpfenden Feministinnen mal wieder völlig außer Acht lassen, wie viele Frauen es lieben und genießen, verführt zu werden.
Weil es schmeichelhaft, aufregend, unterhaltsam, belebend und sinnlich ist, wenn es gekonnt gemacht wird.
Verführung erfordert die aktive Mitwirkung des „Opfers“.
Es ist wie beim Musizieren. Wird eine Geige dadurch herabgewürdigt, dass man darauf spielt? Wenn die richtigen Saiten zum Schwingen gebracht werden, wenn Resonanz entsteht, erzeugt man schöne Musik.
Macht sich ein Anfänger oder Unfähiger plump daran, klingt es scheußlich und ergibt ein unerträgliches Gequietsche.
Das aber bedeutet nicht, dass Musizieren schlecht ist, sondern dass dieser Mensch schlecht musiziert.
Ist es verwerflich, Menschen beizubringen, wie sie besser spielen? Das macht es für beide Seiten angenehmer, als wenn Leute auf Basis irgendwelcher zusammengewurschtelter Annahmen herumpfuschen und sich schließlich enttäuscht abwenden und Groll hegen, wenn es vorhersehbarerweise (aber nicht für sie, da ihre Annahmen ihre Realität sind) nicht läuft.

Dem Absatz stimme ich zu. Es ist etwas positives, wenn jemand gut flirten kann.

 

Vieles von dem, was gelehrt wird, ist eben gerade wieder solch ein Müll aus den zusammengewurschtelten Annahmen irgendeines selbsternannten Ratgebers, bei dem vielleicht irgendwann mal aufgrund irgendwelcher Umstände zufällig was geklappt hat (vorausgesetzt, er sagt überhaupt die Wahrheit, behaupten kann man ja viel und Männer prahlen ja auch niiiiiieee mit Eroberungen, die nie stattgefunden haben), vieles andere ist widerwärtig und überschreitet mehr als nur die Grenzen des guten Geschmacks (bei einigen auch des Strafrechts).
Aber wer sich auf die Kunst der Verführung versteht und sein Wissen weitergibt, bereichert das Leben von Männern UND Frauen, zumindest wenn er Schüler findet, die zu lernen fähig sind.

Natürlich versteht die solcherart Umgarnte, wo es hingeht, sie ist ja nicht blöde. Sie ahnt im Grunde, dass sie ein wenig genasführt wird, aber sie ergibt sich dem, weil es aufregend und neu ist, weil sie mit Spannung auf den nächsten Schritt wartet und das Spiel von Annäherung und Rückzug genießt.
Und das macht (beiden) Spaß, das lässt sie aufleben, was man direkt beobachten kann, an den leuchtenden Augen, der Körperhaltung usw.

In der Tat ist das eine meiner Wahrnehmungen gewesen: Frauen haben wesentlich positiver reagiert, waren interessierter, haben eher einen verbalen Ball zurückgeworfen, weil ich wusste, wie man ihn hinwirft.

Offenbar hat sich bei so einigen der Feministinnen, besonders jener, die am liebsten wohl im Voraus Verträge aufsetzen würden (ein paar fordern das allen Ernstes!) und dem Spiel jede Spontaneität nehmen wollen, noch niemand die Mühe gemacht oder die Fähigkeit besessen, sie wirklich gekonnt zu verführen. Oder wenn, dann haben sie es nicht begriffen (das war dann wahrhaftig ein Virtuose 😂).

Wäre interessant. Aber das „die muss nur mal einer gekonnt anmachen“-Argument wird sonst auch eher als toxisch gesehen

109 Gedanken zu “Frauenhass, Männerhass und die Unterschiede

  1. Wenn einzelne Feministinnen keine Männer hassen, brauchen sie sich ja auch nicht angesprochen fühlen, wenn jemand sagt das Feministinnen Männer hassen.
    Wenn sie es doch tun, sind sie vielleicht das Problem und fühlen sich nur angegriffen, weil sie vielleicht doch Männer hassen. Getroffene Hunde bellen und so…

    ^^

      • Wenn einzelne Maskulinisten keine Frauen hassen, brauchen sie sich ja auch nicht angesprochen fühlen, wenn jemand sagt das Maskulinisten Frauen hassen.

        Wenn sie es doch tun, sind sie vielleicht das Problem und fühlen sich nur angegriffen, weil sie vielleicht doch Frauen hassen. Getroffene Hunde bellen und so.

          • Matze, ziemlich schlimm, wenn man so aufgeblattlt wird, indem man einfach nur die Sache umdreht. Weil ihr glaubt (und es ist nix als ein Glaubenssatz) dass Männer die großartige Norm sind, Frauen immer scheiße sind und man auch niemals selbstkritisch an ein Thema rangehen kann und stattdessen jedes Mal reflexartig schreibt „aber die Feministinnen!!111!“.

            Dann kommt sowas dabei raus, ihr seid einfach in einem riesen großen Widerspruch gefangen, natürlich könnt ihr Fehler, Widersprüche und Ungereimtheiten nicht eingestehen, dafür seid ihr zu egoistisch wie narzistisch. Ich geb euch das aber mit zum Nachdenken.

          • @lichtjahr, ein Witz für Dich:

            Ein junger Mann gesteht seiner Psychologin, dass er Schwierigkeiten mit Beziehungen zu Frauen hat. Sie gibt ihm den Rat eine Frau mit gleichen Interessen zu suchen, worauf er glücklich meint: „Dann finde ich also mein Glück bei einer lesbische Alkoholikerin, die den FCB liebt“.

            Weder heterosexuelle Frauen noch Männer, hassen einander, sowenig wie lesbische Frauen bzw. schwule Männer, Frauen bzw. Männer generell hassen. Die Annahme ist völlig abwegig. Wieso sollten sie das tun?

  2. „In den letzten Jahrtausenden galten aber nur von Männern konstruierte Realitäten, Frauen hatten in diesen Systemen überhaupt keine Stimme oder bestenfalls nur eine marginale, die belächelt und von niemandem wirklich ernst genommen wurde.“

    Bei dieser Art der Behauptung gerate ich regelmässig in Schnappatmung.

    Zu behaupten, dass Jahrtausende/Jahrmillionen Überlebenskampf nicht durch eine Kooperation der Geschlechter sondern durch Unterdrückung eines Geschlechts geführt wurden, ist mir unbegreiflich. Wie viele Männer wären nachts umgebracht oder verlassen worden. Wie oft hätten sich Frauengruppen zusammen getan und Männer zur Fortpflanzung in Käfigen gehalten.

    Wenn man nur die herrschende Klasse sieht, könnte man auf diesen Gedanken kommen. Aber es gibt halt nicht nur die herrschende Klasse.

  3. Obwohl es ja sooo viele Feminismen gibt und man so gut wie keine Allgemeinaussagen über Den Feminismus machen darf, gibt es ja doch eine Aussage, in der sich alle einig sind:

    Das Patriarchat ist das Böse, das es zu überwinden gilt und der Feminismus ist das Gute, das das als einzige Kraft schaffen kann.

    Feministinnen, die gegen Männerhass argumentieren, müssten aufzeigen, wie diese Überzeugung sein kann, ohne dass im Minimum der „Mann=böse, da … doch … irgendwie schon“ Gedanke im Kopf ist.

    • only me, warum denn so ein eingeschränktes Denken? Es geht doch niemals um „MÄnner gegen Frauen“, das ist ja nur da Bild, das ihr so gern habt und so gern bedient. Es ist doch immer die Struktur das Problem. Natürlich gibt es reiche Frauen, natürlich gibt es Frauen, die häusliche Gewalt ausüben, oder sogar Männer ermorden. Das ist alles einerseits vorhanden und andererseits schwer zu verurteilen.

      Gleichzeitig muss man sich auch anschauen: Welche Menschen sind superreich? Wie viele Männer sind da dabei, wie viele Frauen? Wie viele Menschen sind mächtig, haben Geld?

      Das Grundproblem ist Kapitalismus, dieser ist für die mindestens 5-10 größten Probleme auf dem Globus verantwortlich: Von Klimawandel, über Zerstörung der Erde, bis hin zu Armut, Ungerechtigkeit, Rassismus, Sexismus usw.

      Ihr kommt da leider nicht weiter in eurem Denken mit diesem „Männer gegen Frauen, Frauen gegen Männer“, oder „wer hasst wen mehr“. Wohin soll das denn führen? Es geht um Machtverhältnisse, es geht um Kapitalverhältnisse.

      Die 2000 reichsten Menschen (worunter über 80% Männer sind, das aber nur nebenbei, das ist hier nicht mein Punkt) sind wohlhabender als 4 Milliarden Menschen. Sowas ist doch pervers und bringt gleichzeitig auch das Übel und Grundproblem Kapitalismus auf den Punkt.

      • @lichtjahr

        „warum denn so ein eingeschränktes Denken?“

        Dieser Blog ist voller Vermutungen, Untersuchungen und Diskussionen, WARUM alle Feministen so ein eingeschränktes Denken haben und alles aus der Perspektive „Männer unterdrücken Frauen“ sehen.
        Es führt zu weit, das in einem Kommentar alles aufzudröseln.

        Gleichzeitig ist dieser Blog voller Gedanken, wie ein weniger eingescrhänktes Weltbild aussehen könnte, in dem Männer und Frauen kooperieren und unter welchen Bedingungen Frauen dazu bereit sind. Ich empfehle die Lektüre.

        „Welche Menschen sind superreich? Wie viele Männer sind da dabei, wie viele Frauen?“

        Googel mal „Greater Male Variability Hypothesis“. Es ist in quasi allen Konkurrenzbereichen so, dass in der absoluten Spitze mehr Männer sind als Frauen. Man kann im Einzelfall darüber diskutieren, ob diese Männer besser, motivierter, konzentrierter oder opferbereiter sind als die Topfrauen, aber das Ergebnis ist immer das selbe. Und es nichts mit Diskriminierung zu tun.

        „Sowas ist doch pervers“

        Die hast die Pareto-Verteilung nicht verstanden. Das ist nicht überraschend.

        • „Gleichzeitig ist dieser Blog voller Gedanken, wie ein weniger eingescrhänktes Weltbild aussehen könnte, in dem Männer und Frauen kooperieren und unter welchen Bedingungen Frauen dazu bereit sind. Ich empfehle die Lektüre.“
          Das ist vielleicht wunschdenken. Dieser Blog strotzt nur so von Hass und Sexismus gegen Frauen, plumpe, naturalistische Verallgemeinerungen, bei manchen Themen kommt auch euer Rassismus raus.

          Kapitalismus ist ungerecht, dass weniger als 1% der Bevölkerung mehr haben, als die restlichen 60% ist kein Zufall, kann nicht Pareto erklärt werden, sondern ist schlicht und einfach dem herrschenden Wirtschaftssystem immanent. Kann man schon gut und richtig finden, dann sollte man aber nicht so verlogen sein zu behaupten, man habe eine gerechte Gesellschaft mit Gleichberechtigung im Sinne, die weit über die Gleichberechtigung der Geschlechter hinaus geht.

          • „Dieser Blog strotzt nur so von Hass und Sexismus gegen Frauen, “

            lol

            Du redest, als würde ich diesen Blog nicht selbst regelmäßig lesen.

            „kann nicht Pareto erklärt werden“
            Na, da hast du aber bestimmt einen Beleg für.

      • „Die 2000 reichsten Menschen (worunter über 80% Männer sind, das aber nur nebenbei, das ist hier nicht mein Punkt) sind wohlhabender als 4 Milliarden Menschen. Sowas ist doch pervers und bringt gleichzeitig auch das Übel und Grundproblem Kapitalismus auf den Punkt.“

        Mag ja alles sein, was Du da schreibst, lightyear.
        Aber das ist nicht Grundthema dieses Blogs.

        Meinetwegen darfst Du gern die Welt retten (und gern noch 284.000 Mails checken), aber ich z.B. beschränke mich vorerst auf ein Teilstück dieser Welt – der Unteilbarkeit der Menschenrechte in D und Umgebung.

          • @ly2:

            Schwach.

            Aber ich versteh schon, muss hart sein wenn einen die Kognitive Dissonanz so ins Gesicht tritt.

            Geh doch mal sachlich auf die Beiträge hier ein anstatt gleich mit Klischees, Vorturteilen und Schmähungen um dich zu werfen.

          • pingpong
            hab ich schon oft genug gemacht, aber von euch kommt nix Konstruktives hier. Die meisten Antworten, die ich von euch bekomm sind „aber Frauen…“ oder „aber der Feminismus.“ Das gesamte Forum ist eine einzige Sammliung von Projektionen und ihr schafft es nicht, euch auch nur ein einziges Mal selbstkritisch zu geben. Das macht euch unglaubwürdig, denn ich verrate euch ein Geheimnis: Menschen machen Fehler und das ist auch normal.

            Aber jedes Mal wenn ich hier etwas einbringe bekomme ich sinngemäß zurück: „Du bist so peinlich, du bist so lächerlich, alles blödsinn was du schreibst, aber Frauen haben es dich viel leichter…“ ohne auch nur einmal konstruktiv und ohne Schmähungen drauf einzugehen.

          • Lightyear, das ist deine Sicht auf uns um 17.16 Uhr: „Aber jedes Mal wenn ich hier etwas einbringe bekomme ich sinngemäß zurück: „Du bist so peinlich, du bist so lächerlich, alles blödsinn was du schreibst, aber Frauen haben es dich viel leichter…“ ohne auch nur einmal konstruktiv und ohne Schmähungen drauf einzugehen.“

            Und das ist deine Sicht 37 Minuten später: „Heuchel doch nicht. MEnschenrechte interessieren euch doch nicht. Es geht darum, dass der Mann gut da steht. Lug und trug und Verlogenheit.“

            Ist das dein Verständnis von „konstruktiv und ohne Schmähungen“?

            Davor (17.08 Uhr): „Wie wärs fürn Anfang mal mit Gleichberechtigung zw Männern und Frauen? Anerekennung des gender pay gaps? Halbe Halbe im Haushalt und bei der Kindererziehung? Hört sich an wie eine inhaltsleere Floskel wenn du irgendwas von „Menschenrechten“ schreibst.“

            Wir haben dir gefühlt 102345 mal erklärt und nachgewiesen, der GPG ist bullshit – konstruktiv, ohne Schmähungen, knochentrocken sachlich.
            „Für den Anfang“ einen offensichtliche Unsinn anzuerkennen, nur um deine Ideologie zu bedienen, ist dann doch ein bisschen zu viel verlangt.
            Ebenso verhält es sich mit „Halbe Halbe im Haushalt und bei der Kindererziehung“ – weil es Hälfte des (Familien-) Einkommens auf der Gegenseite bedeuten würde.
            Irgendwer muss die „unbezahlte Haus- und care-Arbeit“ nämlich finanzieren.
            Wovon leben denn Frau und Kinder, wenn „Haus- und care-Arbeit“ nicht bezahlt werden?
            Dieses 50:50 Verhältnis existiert aber nicht.
            Wieso kommst du auf die Idee, die Verpflichtung Männern gegenüber ist in Ordnung, um auf der Gegenseite nichts zu fordern?
            Du verbleibst in der (bürgerlichen) Logik, die die Perpetuierung der Arbeitsteilung nach Geschlecht überhaupt erst möglich gemacht hat.
            Es ist völlig egal, für wie antikapitalistisch du dich hältst.

        • Menschenrechte sind dir ein Anliegen? Wie wärs fürn Anfang mal mit Gleichberechtigung zw Männern und Frauen? Anerekennung des gender pay gaps? Halbe Halbe im Haushalt und bei der Kindererziehung? Hört sich an wie eine inhaltsleere Floskel wenn du irgendwas von „Menschenrechten“ schreibst.

          • Wen willst Du dazu zwingen, die Wäsche zu machen, den Müll wegzubringen und was hast Du Dich da überhaupt einzumischen?

          • „Wie wärs fürn Anfang mal mit Gleichberechtigung zw Männern und Frauen?“

            Was dürfen Männer denn, was Frauen nicht dürfen?

            „Anerkennung des gender pay gaps?“

            Das gender pay gap wurde hier schon oft „anerkannt“, ebenso seine Ursachen, die nicht auf Diskriminierung beruhen.

            „Halbe Halbe im Haushalt und bei der Kindererziehung?“

            Reden wir dann auch von Halbe-Halbe bei der Arbeit in allen Bereichen? Und das obwohl Frauen Teilzeit bevorzugen? Und reden wir dann auch von Frauen, die Männer heiraten, die weniger verdienen?

          • @lighyear:

            „Wie wärs fürn Anfang mal mit Gleichberechtigung zw Männern und Frauen?“

            Ja gerne! Leider ist unsere Gesellschaft noch nicht so weit dass sie Männern endlich die gleichen Rechte zugesteht wie Frauen. Das ist sehr bedauerlich und ich freue mich dass du endlich auf das wichtige Problem der rechtlichen Schlechterstellung von Männern aufmerksam machst. Willkommen im Club!
            https://auschfrei.wordpress.com/rechte/

            „Anerekennung des gender pay gaps? Halbe Halbe im Haushalt und bei der Kindererziehung?“

            Kannst du mal erklären was diese beiden Punkte mit Menschenrechten zu tun haben? Hört sich an als wüsstest du nicht was Menschenrechte bedeutet. Oder warum bringst du in diesem Zusammenhang solche Dinge bringst die offensichtlich nichts mit Menschenrechten zu tun haben.

            Aber Hauptsache dem Gegenüber mal eben „inhaltsleere Floskeln“ vorwerfen, das kommt immer gut. Ist so respektvoll und sachlich… 😉

          • Gleichberechtigung wäre toll. Aber wie hier schon x-mal aufgedröselt, besteht daran auf Seiten der Feministinnen überhaupt kein Interesse. Denn alles was traditionell männliche Pflichten und Entbehrungen sind, dürfen die Männer gerne behalten.
            Und Feministinnen stellen auch gerade eben die Klassenfrage nicht, sondern versuchen sich nur innerhalb der Strukturen ohne Leistung mehr Pfründe zu sichern und sind damit Teil des von dir angeprangerten neoliberalen Turbokapitalismus.

          • „Reden wir dann auch von Halbe-Halbe bei der Arbeit in allen Bereichen?“

            Das ist so ein Punkt, wo wir uns bei lightyear seit Jahren im Kreis drehen. Er kommt unverdrossen mit immer denselben Argumenten und scheint unsere Belege entweder nicht zur Kenntnis zu nehmen, oder – was ich eher vermute – feministisch korrekt zu ignorieren.

  4. Feministinnen haben seit Anbeginn aller Zeiten ein Problem damit zu erklären, wie das eigentlich konkret funktioniert mit der „Unterdrückung“ der Frauen im Patriarchat.
    Fragen also:
    Wie sehen die eingesetzten Zwangsmittel zur „Unterdrückung“ aus?
    Und mit welchem Ziel werden sie eingesetzt?

    Klassiker – den Alyssa von Brownmiller 1:1 kopiert – die Unterdrückung aller Frauen durch alle Männer funktioniert mit einem abgestuften Repertoire aus „sexualisierter“ Gewalt und Vergewaltigung mit dem Ziel, Unterwerfung der Frauen direkt oder durch Angst zu erzielen.

    Problem dieses Ansatzes: seit Anbeginn aller Zeiten wird Vergewaltigung durch das gleiche „Patriarchat“ als schwere Straftat geahndet.
    Was die elementare Frage aufwirft: warum sollte das „Patriarchat“ ein Machtmittel benutzen, dessen Verwendung es als illegal erklärt?
    Das ist ein Widerspruch in sich.

    Wenn ich Schulkindern Prügelstrafe androhe und körperliche Gewalt gegen Schulkinder als schwere Straftat geahndet wird, dann ist meine Drohung bestenfalls hohl und im schlimmsten Fall wird selbst diese Drohung gegen mich verwendet (s. Nötigung).

    Was zur aktuellen Frage überleitet, wieso es im gleichen „Patriarchat“ möglich ist, immer weitere Verschärfungen des Sexualstrafrechts durchzusetzen – wenn das „Patriarchat“ diese sexuelle Unterdrückung zu seiner Herrschaft doch benötigt?!
    Wie klappt das mit der Unterdrückung, wenn selbst ein Kompliment zur Kleidung einer Frau schon als sexuelle Belästigung gelten kann? Wie kommt es überhaupt zu Betriebsvereinbarungen gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz durch männlich dominierte Gewerkschaften?

    Ihr Geschwätz von „heutigen aufgeklärten, zivilisieren Vorstellungen“ umgeht die konkrete Auseinandersetzung mit all diesen Erscheinungen, weil sie ihr absurden Theorie direkt widersprechen.
    Alyssa umgeht das Eingeständnis des totalen Scheiterns ihrer Theorie, indem sie sich als Hobby- und Hausfrauen-Psychologin betätigt.

    Sie erfindet demzufolge ein „männliches Recht auf Sex“ und unterstellt zugleich, Männer wären „sich dessen nicht mal bewusst“.
    Den lustigen Vorgang, wie das passiert tauft sie „nonverbale Verinnerlichung“.
    Ist es notwendig darauf hinzuweisen, dieser Begriff existiert lediglich im Hirn von Alyssa und sonst nirgendwo? Googelt doch mal.

    Mit diesem Kunstgriff geht sie dann zur Behauptung über: „Ihre bewussten Überzeugungen können dazu in krassem Widerspruch stehen und sie würden vehement leugnen, jemals auf so einen Gedanken zu kommen“. Aber wie die wahre Expertin der „nonverbale Verinnerlichung“ weiß: „(gerade an der Vehemenz des Dementis erkennt man oft, dass man voll ins Schwarze getroffen hat)“.

    Egal, was ich dir als unbewusstes Motiv unterstelle, zeigt die Leugnung gerade, dass es dir nicht bewusst ist – gerade, weil du es vehement bestreitest zeigst du doch nur, wie recht ich habe!
    Klassiker der narzisstischen Immunisierung gegenüber Kritik und gaslighting.

    In diesem Kontext macht – ich glaube gegen den Willen von Alyssa – folgender Satz auch Sinn: „Das Wesentliche ist: das Unbewusste sitzt am längeren Hebel, überhaupt die weitaus meisten Hebel befinden sich darin.“

    Mit diesem „lunatic fringe“ des Feminismus kann man nicht diskutieren, man kann sie ggf. noch nicht einmal therapieren. Ich kann jungen Männern nur raten, wenn ihr einer Frau begegnet/datet, die anfängt so zu argumentieren: aufstehen, zahlen, gehen, Nummer löschen, bzw. blockieren.

    • „Problem dieses Ansatzes: seit Anbeginn aller Zeiten wird Vergewaltigung durch das gleiche „Patriarchat“ als schwere Straftat geahndet.
      Was die elementare Frage aufwirft: warum sollte das „Patriarchat“ ein Machtmittel benutzen, dessen Verwendung es als illegal erklärt?
      Das ist ein Widerspruch in sich.“

      Kleine Ergänzung hierzu:
      Selbst im Knast, wo die toxischste aller toxischen Männlichkeit zu finden ist, wird Vergewaltigung gleich an zweiter Stelle nach Kindesmissbrauch als so verwerflich angesehen, dass dieses Verhalten sogar noch zusätzlich sanktioniert wird. Wie kann das sein? Müsste der Vergewaltiger dann nicht in der Hierarchie ganz oben stehen und vom Patriarchat beschützt werden?

      „Ich kann jungen Männern nur raten, wenn ihr einer Frau begegnet/datet, die anfängt so zu argumentieren: aufstehen, zahlen, gehen, Nummer löschen, bzw. blockieren.“

      LAUF FORREST, LAUF! 🙂

      • Korrekt. Für diese religiös-feministischen Glaubenssätze gilt daher: Don´t give it a second thought!
        Sie sind so kontrafaktisch und sinnlos, man kann sie nur nachbeten.

        Hier auch: „Da Männer unter starkem sexuellen Erfolgsdruck stehen und ihre menschliche Wertigkeit daran geknüpft wird“ – würde das „Patriarchat“ nicht dafür sorgen, dass Frauen unter sexuellem Erfolgsdruck stehen und ihre menschliche Wertigkeit daran geknüpft wird?
        Wo ist denn da mein Benefit? Was habe ich als Mann davon?

        Sie fabuliert: „(das meinen die Feministinnen u.a. mit toxischer Männlichkeit, Privilegien haben oft auch eine Kehrseite der Medaille)“ – nun gut, was ist denn dann in Sachen Sexualität mein „Privileg“?
        Per Definition ist Privileg ein Vorrecht.
        Auf der anderen Seite der Medaille von: Männer stehen unter „starkem sexuellen Erfolgsdruck“ und „ihre menschliche Wertigkeit“ wird daran geknüpft steht was genau, Alyssa?

        Und so macht sie uns das „Patriarchat“ schmackhaft: „ein Mann, den keine will, (der) auch dadurch wiederum weniger attraktiv wirkt und natürlich sein Selbstvertrauen mächtig leidet, was ihn wiederum noch unattraktiver macht, kommt es zu einem Teufelskreis.“ – nämlich in erster Linie für Männer, deren Selbstvertrauen von der Attraktivität für Frauen abhängig ist.

        Alyssa, hat das Patriarchat in Sachen „männlicher Herrschaft“ da nicht etwas prinzipiell missverstanden?
        Sollten nicht etwa Frauen sich winden wie Würmer, um Männern zu gefallen?
        Und nicht anders herum?

        Leider, leider muss sie aber immer weiter eskalieren: „Sexueller Misserfolg ist also für Männer viel dramatischer und bedrohlicher.“ und „Er ist mit starken Ängsten und – das liegt auf der Hand – mit massiver Frustration besetzt, was an und für sich Gefühle sind, die Zorn und Hass erzeugen.“

        Das „Patriarchat“ lässt also zu, dass Männer unter starkem Erfolgsdruck stehen – und trotzdem scheitern.
        Unter anderem an den Vorstellungen der Attraktivität des Mannes für Frauen.
        Das „männliche Privileg“ ist demzufolge mit starken Ängsten besetzt und Männer setzten sich der Gefahr aus, massive Frustrationen zu erleiden.

        Liebes „Patriachat“, wir müssen reden! Deine Vorstellungen von Herrschaft, Privilegien und Dividende sind beknackt. Man könnte meinen, sie nützen ausschließlich Frauen und ich habe gar nichts davon.
        Alyssa, möchtest du meine „männlichen Privilegien“ haben?
        Wie wäre es, wenn DU unter Erfolgsdruck stehst, Misserfolge und Ängste erlebst und an Frustrationen leidest?
        Viel Spaß mit deiner „Herrschaft“ noch! 🙂

        • Ist doch in jedem Unterdrückersystem so, dass man den Unterdrückern nicht glaubt und die Unterdrückten nur etwas fühlen, aber nicht zwingend beweisen müssen, um die Medien und Politiker auf ihre Seite zu bekommen.

          „Liebes „Patriachat“, wir müssen reden! Deine Vorstellungen von Herrschaft, Privilegien und Dividende sind beknackt.“

          • Ich hatte bereits vor längerer Zeit diesen Kanal auf youtube empfohlen: https://www.youtube.com/channel/UCg0C-N_MPYYOXyF4T3jMxNQ/videos
            , der sich engagiert darin erging, die Aussagen von Frau Heard auf den Prüfstand zu stellen und mit detektivischem Geschick bewies, dass sie eine pathologische Lügnerin ist.

            Mich überrascht daher die Aufnahme gar nicht, in der abermals bewiesen wird, sie ist „the perpetrator“ und nicht das Opfer.
            Ich finde es großartig, wie viele Menschen beiderlei Geschlechts an der Seite von Johnny Depp – selbst nach ihren Anschuldigungen – blieben und an seine Unschuld glaubten.
            Wer diese Unterstützung von Familie und Fans allerdings nicht hat, der hat bereits verloren.

            Wie viele Männer durch solche Anschuldigungen in den Ruin oder Selbstmord getrieben worden sind?
            Keine Ahnung.
            Männersolidarität wird schmerzlich vermisst.

    • Sie erfindet demzufolge ein „männliches Recht auf Sex“ und unterstellt zugleich, Männer wären „sich dessen nicht mal bewusst“.
      Den lustigen Vorgang, wie das passiert tauft sie „nonverbale Verinnerlichung“.
      Ist es notwendig darauf hinzuweisen, dieser Begriff existiert lediglich im Hirn von Alyssa und sonst nirgendwo? Googelt doch mal.

      Mit diesem Kunstgriff geht sie dann zur Behauptung über: „Ihre bewussten Überzeugungen können dazu in krassem Widerspruch stehen und sie würden vehement leugnen, jemals auf so einen Gedanken zu kommen“.

      Das ist Frauenwissen. Kein Mann (mit westlicher Einstellung) sagt sowas oder verbreitet sowas als legitimen Anspruch. Mann verurteilt sowas sogar. Aber Frauen wissen das Männer so denken.

      Woher? Na, durch Projektion Empathie!

      Florida

      Georgia

      Lübeck

    • Nur ein Punkt: Vergewaltigung in der Ehe war in Deutschland und Österreich bis in die 1970er Jahre völlig legal und hieß „eheliche Pflichten“.
      Abtreibung ist in Österreich bis heute illegal aber durch die Fristenregelung lediglich entkriminalisiert. Und auch sonst gibt es ca noch 1000 Beispiele, wie im Patriarchat versucht wird, auf Frauenkörper zuzugreifen. Auch die Hexenverbrennung im Mittelalter hat sehr viel damit zu tun.

  5. Aber wir Menschen ticken nun mal so, weil unser Gehirn so funktioniert, dass wir konkreten Erlebnissen, insbesondere negativen und noch hundertmal mehr unseren persönlichen, immer erheblich mehr Gewicht beimessen als abstrakten Glaubenssätzen,

    Das ist ein grundlegender Fehler der Alyssa hier. Menschen lassen sich vor allem durch Ideologie, Glaubenssätze und Indoktrination lenken und darüber tritt jede Erfahrung in den Hintergrund. Ganze Ländern und Völkern konnte man derartig zu ihrem Nachteil einreden, das Schicksal und das Jenseits verlange diese und jenen Opfer, eines höhren Heilsplans wegen.

    Der Feminismus macht auch nichts anderes, auch er ist ein Heilsplan für die Menschheit. Wenn die Frauen sich erst mal gegen die Unterdrückerkaste Männer durchgesetzt hätten, dann kann erst ein neues Zeitalter anfangen. Die „Erfahrungen“ sind schnell gefunden und konstruiert, um diesem ideologischen Glaubensgrüst die notwendige und letztendliche Überzeugungskraft zu geben.

    Mit anderen Worten: Erfahrung folgt der Ideologie wie form follows function. Wie auch sonst könnte Ideologie so hirnverbrannt sein, wenn sie sich nicht scheinbar aus der Erfahrung schöpfen liesse!?

  6. Recht auf Sex.

    Wie erklärt die Autorin sich dann die Existenz von Prostitution als „ältestes Gewerbe der Welt“?
    Wenn es ein „Recht“ auf etwas gibt, muss man es nicht bezahlen (Stichwort Grundsicherung).

    Meine Erklärung:

    1. Apex fallacy: in der Geschichte gab es immer wieder Herrscher (Könige aber auch Sippenführer), die gegenüber ihren Untertanen alles durften. Eben auch jede und JEDEN jederzeit flachzulegen.
    Dass der einfache Bauer das nicht durfte… irrelevant…

    2. Projektion:
    Es gibt doch immer wieder Artikel, in denen Feministinnen darüber jammern, dass sie NICHT angegraben werden, genaugenommen NICHT MEHR. Z. B. Bascha Mika. Dieses Jammern impliziert meiner Meinung nach ein postuliertes Recht auf Nähe (Sex) für Frauen.

  7. Sehr langer Text, den ich nur teilweise gelesen habe, und nur auf einzelne Aspekte eingehe.

    Eine Pauschalaussage wie „Alle $Gruppe1 hassen $Gruppe2″ ist freilich einfach zu widerlegen, indem man nur ein einziges Gegenbeispiel findet.
    Schwieriger bis unmöglich wäre dies schon bei Aussagen wie „Viele Personen in $Gruppe1 mögen $Gruppe2 nicht.“
    Ich zitiere mich mal selbst:

    Ich unterstelle nur sehr wenigen Feminstinnen tatsächlichen „Männerhass“. Männerfeindlichkeit, -ablehnung oder -verachtung trifft es meist besser.
    Zumindest eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber Männern muss vorhanden sein, oder das billigende Inkaufnehmen von Ungerechtigkeit gegenüber Männern, um derart einseitig Vorteile und Vergünstigungen für Frauen zu fordern.

    Zu ihrem Beispiel mit dem Sex nach der Versöhnung: Es wundert mich immer wieder, wie einzelne Frauen meinen, dass, nur weil sie auf eine gewisse Weise empfinden, das alle anderen Frauen ebenso tun würden, und sie sich dadurch selbst ermächtigen, im Namen aller Frauen zu sprechen. Dagegen verwahre ich mich.
    Soviel zu

    die glauben felsenfest und behaupten im Brustton der Überzeugung, IHRE Realität sei die einzig wahre.

    Und dann dieses wiederholte Incel-Bashing! Wie kann man nur auf einsamen, unglücklichen Menschen auch noch so rumhacken!

    • Aus den Formulierungen von @Alyssa lese ich, dass ein „incel“ per se ein Mann ist.
      Ich kann verstehen, dass dich das als bekennende ehemalige Incel doppelt ankotzt.

    • Ich habe den Eindruck, der Begriff „Mann“ ist für Feministinnen eine Kippfigur.

      Ihr Verhältnis zu Männern ist von Neid und Abscheu geprägt.
      Wenn der Neid grad Oberhand hat, sind alle Männer mächtig, reich und privilegiert.
      Wenn die Abscheu grad Oberhand hat, sind alle Männer sexlos, creepy und gefährlich.

      Diese Kippfigur ist m.E. set den Anfängen des Feminismus präsent.
      Ursprünglich aber gab es nur für die Apex-Männer ein konkretes Bild: Man konnte einfach auf einen beliebigen CEO zeigen.
      Die Creeps waren schwieriger; jede Frau hat zwar ein Bild vor Augen, aber es gab kein gemeinsames Label. Das wurde mit „Incel“ geliefert.

      Diese Perspektive erklärt nebenbei auch, warum Feministinnen weltweit in Schnappatmung verfallen sind durch Harvey Weinstein. Denn der ist BEIDES in einer Person. ENDLICH ein mächtiger Incel!!

      • Männer, die ohne Sex mit Frauen auskommen, sind für Feministen und Herrenfrauen sehr bedrohlich. Denn sie sind häufig unabhängig, sie lassen sich nur schlecht beschuldigen und auch nicht beliebig ausnehmen.

        Der gute Harvey ist da vielleicht nicht das beste Beispiel, denn der hat sich ja von den Frauen, die da nachts in seinen Hotelzimmern rumlungerten, in vielerlei Hinsicht aussaugen lassen. Ich kenne einige Männer, die weil sie viel besitzen, reich sind und Jobs verteilen können, sehr viel bezahlen müssen in allerlei Hinsicht. Die sind oft gänzlich ungeliebt und ständig mit Habgier konfrontiert. Die tun mir leid.

        • Feministinnen reden viel von „Incels“, die sehr gut als Buhmann taugen und so gut wie gar nicht von „MGTOW“, weil die so überhaupt nicht ins feministische Weltbild passen.
          Männer, die Frauen nicht ausbeuten oder belästigen wollen, sondern die ihr Leben besser finden, wenn gar keine Frau drin vorkommt… Was soll das für ein Patriarchat sein?

          Dass ein reicher, mächtiger (Ex-) Incel seelisch ein ganz armes Schwein ist, ist etwas, was eine Feminstin niemals zu denken wagen würde. Die kognitive Dissonanz, die dadurch entstehen würde, hätte vermutlich konkrete physische Folgen.

          • Incels waren ihnen so lange Wurst – wie auch alle Männer, die nicht über der „gläsernen Decke“ residieren, sondern im Keller der Gesellschaft hausen – so lange diese nicht die subjektiv empfundene Unterdrückung durch Frauen zum Anlass genommen haben, auf Serienmördertouren zu gehen.

            Fixer als man „patriarchale Dividende“ aussprechen kann, wurden alle Incel-Foren im ganzen Internetz geschlossen und jeder Incel hätte sich nur „Incel“ auf die Stirn tätowieren müssen, ein „Kill All Normies“ T-Shirt tragen und wäre damit zum universellen „Bad Boy“ mutiert.
            Komisch, das ihnen das nicht klar geworden ist – wären sie mehr als Spaßguerilla unterwegs gewesen, sie hätten auf jeden Fall Spaß gehabt. 😉

            Sicherlich verachten bürgerliche Feministinnen Incels; sie fürchten sie aber auch.

            MGTOW sind ein anderes Kaliber, weil ihre gesellschaftliche Theorie versagt, die wiederum eine Ausdehnung eine Partnerschaftsbeziehung auf die Gesamtgesellschaft ist.
            „Das Private ist politisch“ bezieht sich ja nicht auf ein Single-Leben, sondern „politisch“ ist das Verhältnis von Mann und Frau in dieser Beziehung.
            Man kann einem MGTOW natürlich „Frauenfeindlichkeit“ als Motiv vorwerfen, nur war es das dann auch, denn eine Beziehung, in der Frauen „unterdrückt“ werden existiert nicht und wird auch nicht gesucht.

            Alyssa ist ein Paradebeispiel aller weiblich-feministischen Psycho-Tricks, die eine Rolle spielen würden – Vorwürfe, Unterstellungen, Projektion, etc. – um sich eine Opfer-Position zu erschleichen, die sie ins Zentrum (der Beziehung) stellt.

            Dabei sind die Ansprüche dem Anschein nach feministisch und tatsächlich strunzebürgerlich.
            Was sie in Sachen heterosexueller Verführung möchte: „Geschickt heißt in erster Linie: alles muss ganz leicht wirken, auch wenn sich der Mann gerade ein Bein ausreißt, um die Frau für sich einzunehmen (…).
            Lässt er seine Anstrengung, seine Tricks usw. durchblicken, ist alles verloren. Der Zauber ist verpufft, alles, was zuvor besonders und erregend war, wirkt nun profan und abstoßend.“

            Die Frau, die sich ein Bein ausreißt existiert nicht, die Leistung des Mannes muss leistungslos scheinen und ob der Zauber wirkt oder verpufft, entscheidet die Frau.
            Willkommen in der Gleichberechtigung der Geschlechter 2020! 🙂
            Oder 1970.
            Oder 1870.

            Was ich an MGTOW-Theorie und Schulung in diesem Forum so schön finde ist, man braucht einfach nicht lange, um diese Aussagen auf den nackten Kern hin zu entblättern.

  8. Alyssa kann ja wirklich gut schreiben. Was mir aber immer wieder auffällt, ist die Übergriffigkeit der Behauptungen. Wie sie uns erklärt, wie Männer wirklich ticken – und warum wir alle letzlich kurz davor stehen, Vergewaltiger zu werden.

    Beispiel: Der angebliche sexuelle Erfolgsdruck bei Männern. Wie sieht der denn jenseits der weiblichen Phantasien aus? Geradezu hysterisch nehmen immer mehr Frauen an, jegliche Berührung, Ansprache oder Blicke hätten eine sexuelle Motivation. Woher kommt der Quatsch?

    Letztens habe ich mich auf dem Markt bücken müssen und dabei offenbar in der Enge mit meiner Umhängetasche eine Frau am Gesäß berührt. Ich kam wieder hoch und musste mich beschuldigen lassen, diese wirklich hässliche und ungepflegte Frau sexuell angegangen zu haben. Ich hätte lieber am Fischstand die stinkenden aussortiert, als so eine freiwillig zu berühren. Woher kommen diese weiblichen Phantasien, dass man mit ihnen körperlich etwas zu tun haben will? Spielen da verschrobene Wünsche eine Rolle?

    Natürlich gibt es Frauen, die sexuelle Reize auf heterosexuelle Männer ausüben. Wenn jene aber uninteressiert ist, mit Partner unterwegs oder sonst was nicht passt, dann geht man eben nach Hause, macht sich beim Onanieren schöne Gedanken oder guckt einen Porno – dann ist wieder Ruhe untenrum, Pause im „Erfolgsdruck“. Aber daraus potentielle Vergewaltigung abzuleiten und eine Rape Culture, ist wirklich skurill. Die Anzahl der Vergewaltigungen ist laut Statistik eher bescheiden, wenn da nicht mein fahrlässiges Bücken auf dem Markt eingerechnet wird.

    Und wenn wir gerade bei Phantasien sind:

    Auch Alyssa entwirft das Bild des auf die individuellen Eigenarten der potentiellen Sexualpartnerin ausgerichtete Flirts eines Traumprinzen. Wenn der also sein „Handwerk“ gut beherrscht, braucht es im Vorfeld des Geschlechtsaktes auch keine schriftliche Vereinbarung. Bloß wer definiert gut dabei? Geht es hier nicht wieder um die Unterordnung unter die individuelle weibliche Willkür, die alleinige Deutungshoheit von Gut und Böse? Um die jeweilige weibliche rote Linie, die der Prinz überschreiten dürfte, wenn er es denn wüsste? Der aber dann lieber auf seinem Schimmel davonreitet, weil er nicht als potentieller Vergewaltiger behandelt werden möchte. Wenn zwei balzen, kann die Deutungshoheit der Geschehnisse doch nicht nur einer Seite zustehen. Alles andere ist Herrschsucht.

    Und so steht die Frau dann mit verkniffenem Mund und abschreckender Ausstrahlung in ihrem Schokoladengeschäft, das nur zwei Stunden in der Woche geöffnet hat – und träumt hinter der leeren Kasse, dass vielleicht doch noch mal Johnny Depp in der Tür stehen wird. Wird er aber nicht.

    Der hat ja gerade erst mühsam nachweisen können, dass er friedlich war und von seiner Partnerin verprügelt wurde. Der wäre ja schön blöd, die Tür zu einem Schoko-Laden zu öffnen, in dem nur eine Frau steht…

  9. „Um zu zeigen, dass nicht alle Feministinnen Männer hassen, nehmen wir zunächst das Gegenteil an. Wenn alle Feministinnen Männer hassen, folgt daraus, dass auch die Feministin X, die Männer nicht hasst, ebenfalls Männer hasst. Das aber ist ein Widerspruch, folglich haben wir hier eine reductio ad absurdum.“

    HAHAHAHA, was für ein Unsinn!
    Bei einer reductio ad absurdum muss der Widerspruch aus der Annahme hergeleitet werden. Alyssa mach gerade das Gegenteil, sie nimmt etwas an (alle Feministinnen hassen Männer), und stellt dann völlig losgelöst von dieser Annahme die Behauptung auf, es gäbe eine Feministin X, welche Männer nicht hasst. Dies ist kein Widerspruch zu der Annahme, keine reductio ad absurdum, keine Logik, das ist einfach Schwachsinn.

    Alles was Alyssa hier geschafft hat ist dass sie sich selbst lächerlich macht. Ich habe den Rest ihres Sermons nicht mehr gelesen, wer gleich im ersten Absatz einen solchen Bock schießt hats bei mir vergeigt.

    • Das einzige, was Alyssa hier ad absurdum reduziert, ist ihre eigene Argumentation, indem sie eine ihr gefällige rein imaginierte Feministin aus dem Hut zaubert wie ein Kaninchen und sagt: voila, der Gegenbeweis. Vermutlich glaubt sie noch, das ist eine Falifikation der These, dass Feminismus im Grunde Männerhass ist. Natürlich ist diese These unvollkommen, denn der Männerhass ergibt sich erst sekundär, aus dem weiblichen Suprematismus, der der heutige Feminismus geworden ist.

  10. Ok, ich wusste gar nicht, dass man durch erfahrene Gewalt eine ganze Gruppe hassen darf!?
    Meine Mutter hat Gewalt an mir ausgeübt und mit Gegenständen auf mich eingeschlagen. Holzkochlöffel gingen dabei mehrfach zu Bruch. Der gute alte Teppichklopfer war ebenso beliebt ihr, leider war er auch sehr stabil 😦
    Und jetzt???
    Darf ich nun alle Frauen bzw. insbesondere alle Mütter dafür hassen??

    • Hasst Du denn Deine Mutter (dafür)? Wie hat das aufgehört?
      Was würdest Du sagen, waren die Konsequenzen ihrer Gewalt?
      Inwiefern wärst Du heut womöglich ein Anderer ohne diese Erfahrungen?
      Beschäftigt Dich das noch irgendwie bzw. wie hast Du Deinen Frieden damit gemacht?

  11. „Das ist immer wieder bizarr an den sozialkonstruktivistischen Theorien. Sie nehmen für sich einen Wahrheitsanspruch in Anspruch in einer Welt, die gleichzeitig keine objektive Realität kennen soll.
    Wenn es keine objektive Realität gibt, wurden dann Frauen jemals überhaupt vergewaltigt? Wer weiß es schon.“

    Das Problem übertüncht man kurzerhand mit der für diesen Zweck extra geschusterten (im Blog schon behandelten) feministischen Standpunkttheorie.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Standpunkt-Theorie#Feministische_Standpunkttheorie

    Zwar müssten strenggenommen nach dieser längst Männer als unterdrückte Gruppe (Minderheit, nachweislich institutionell und strukturell diskriminiert) gehätschelt, ihnen somit der „objektivere Standpunkt“ zugestanden werden, aber da sind nun mal Geschlecht und Erbschuld davor.

  12. Joah – nah x-zig „inhaltlichen“ Dingen in einem *20-seitigen* Text ist es ja nun (endlich und wenigstens) schon @pingpong oben aufgefallen, dass das bereits einleitend keine echte reductio ad absurdum ist. Da kommt dann noch dazu, dass der Bastard der Vergewaltigung Derridas durch Butler („von Männern konstruierte Realitäten“) den „no true Scotsman“ zu einem unwidersprechbaren „Argument“ macht – als vernünftiger, anständiger Mensch braucht man aber halt schon einen *Maßstab* für Logik, sonst geht das schlicht nicht. Das ist eine Totgeburt, die 20 Seiten.

    Die 20 Seiten blöder pseudo-Rechtfertigung für Männerhass beiseite frage ich mich, was der armen Alyssa denn von wem angetan wurde, damit sie so einen Unsinn von sich gibt (Bullshit in, Bullshit Out, ich *muss* nicht *mehr* als die Prämisse widerlegen). Was auch immer da passiert ist, @Alyssa, das tut mir sehr leid für Dich.

    Mal bumsen? Mit einem _anständigen_ Mann, nur weil das fucking (!) Spaß macht?
    Gut – Ich bin Dir ggf. etwas zu at; es gibt auch jüngere Männer, hier. Aber hey – meine Frau ist auch nicht mehr so die jüngste, wir können Dir schon noch was beibringen. Mitte Mai, Rhodos Hafen, an dem Kiosk vor der Stadtmauer gen Westen? Drop me an email 😉

  13. immer wieder schön, wenn Anhängerinnen der „Nur Frauen können für Frauen sprechen“ Theorie uns Männern lang und breit erklären, was wir wirklich denken und sogar, was in unserem Unterbewusstsein vor sich geht.

    Und klar: Vehemente Kritik oder wütender Widerspruch sind natürlich niemals nie ein Indiz dafür, dass frau vielleicht gerade etwas besonders Blödes oder Verletzendes rausgehauen hat, sondern „das man ins Schwarze getroffen hat“

  14. „Einen Mann abzulehnen ist kein Ding und geradezu zu erwarten. Aber eine Frau abzulehnen? Da wird sie weit eher sauer.“

    Ist das wirklich so, hat das hier denn schonmal jemand persönlich erlebt?
    Und diese Frau war dann so sauer darüber, zurückgewiesen zu werden, dass sie…?
    (ein hardcore-Masku würden wohl nicht zögern zu antworten: versucht hat zu vergewaltigen. In dieser bubble gehört es schließlich zum guten Ton, zu suggerieren, selbst sexualisierte Gewalt sei „gleichverteilt zwischen den Geschlechtern“, wobei männliche Menschen sogar häufiger als weibliche entsprechende Opfererfahrungen machen würden…)

    „Es ist vollkommen okay Sex haben zu wollen, auch ohne weiter an einer Frau interessiert zu sein.“

    Ich werde wohl nie verstehen, wieso man mit jemandem Sex forcieren wollen würde, der einen nicht interessiert. Wer das regelmäßig macht, soll mir doch bitte mal erklären, warum bloß er niemanden findet, der ihm abseits des sexuellen auch menschlich interessant erscheint?

    • „selbst sexualisierte Gewalt sei „gleichverteilt zwischen den Geschlechtern““

      Das ist das, was nicht-feministische Studien andeuten, ja.

      „Ich werde wohl nie verstehen,“

      Das ist ein Defizit bei dir, nicht bei dem, über den du redest.

      „warum bloß er niemanden findet, der ihm abseits des sexuellen auch menschlich interessant erscheint“

      Es gibt so wenige Frauen, die menschlich interessant sind, wenn mann nicht etwas morbide drauf ist.

    • Ja, eine Frau abzulehnen ist very risky. Hab ich auch schon persönlich erlebt. Nein, die vergewaltigt dann nicht, kann aber versuchen das Leben dessen zu zerstören, von dem sie sich zurückgewiesen fühlt.
      Erst letztens war hier doch auf den Selbermachseiten ein Beispiel von einem Studenten, der seine Kommilitionin nicht besteigen wollte und gegangen ist. Sie hat ihn dann der Vergewaltigung beschuldigt. Klug nur von ihm, dass er eine Sprachaufzeichnung hat mitlaufen lassen, als er ihr sanft klarzumachen versuchte, dass er lieber nach Hause gehen wolle – und dann auch ging.

      Und dass viele Frauen nicht verstehen, wenn sich Männer manchmal Sex mit Frauen wünschen und sonst nichts weiter mit ihnen zu tun haben wollen, zeigt doch nur, wie wenig Frauen die männliche Sexualität verstehen wollen. Da lebt doch schließlich die halbe Sexindustrie von und viele Frauen verdienen gut daran.

      Männer kapieren ja auch nicht, warum Frauen auf der Dienstreise unbedingt im selben Zimmer und Bett schlafen wollen wie der Kollege, dann aber auf gar keinen Fall eine Berührung dulden. Warum sie kuscheln und ihn drücken, bis er ne Latte hat – tja, er ist halt der beste Freund und hat immer so gute Ideen und stets ein offenes Ohr…

      Aber jammern die Männer deswegen das Internet voll?

    • „Ich werde wohl nie verstehen, wieso man mit jemandem Sex forcieren wollen würde, der einen nicht interessiert. Wer das regelmäßig macht, soll mir doch bitte mal erklären, warum bloß er niemanden findet, der ihm abseits des sexuellen auch menschlich interessant erscheint?“

      Forcieren?
      Er interessiert einen doch, sexuell.
      Es kann viele Gründe geben:
      man möchte gegenwärtig keine feste Beziehung, sondern eben nur Sex.
      man ist in einer fremden Stadt und findet fernbeziehungen blöd und sucht daher hier nur einen ONS
      man hat eine (ggfs offene) Beziehung und will keine zweite
      sie sie scharf aus, aber man ist ansonsten nicht sehr kompatibel
      man möchte den Thrill des eroberns, des Flirtens, des gegenseitigen erkundens und nicht den Alltag einer beziehung
      etc

      Was ist daran so schwierig?

    • „Ist das wirklich so, hat das hier denn schonmal jemand persönlich erlebt?
      Und diese Frau war dann so sauer darüber, zurückgewiesen zu werden, dass sie…?“ Ob es schon viele Menschen persönlich erlebt haben, dass die Initiative von der Frau ausgeht? Ernsthaft die Frage?
      Aber ja, es kommt vor, wenn auch selten. Noch seltener kommt es vor, dass die Frau dann einen Korb kriegt. Von daher haben Männer im Durchschnitt viel mehr Erfahrungen mit Körben als Frauen. Nur sehr schüchterne und sehr attraktive Männer haben keine Korberfahrungen. Diese Erfahrungen helfen natürlich, damit umzugehen.

      Gegenfrage: wie viele Körbe haben Sie in Ihrem Leben bekommen?

      • Spontan hätt ich gesagt: keinen – aber dann erinnerte ich mich zurück an ein paar Typen, in die ich kurz- oder längerfristig verschossen war und wo dann halt nix draus wurde, obwohl ich mein Interesse an ihnen deutlich zum Ausdruck gebracht hatte. Vielleicht fünf oder sechs (min. einmal lags womöglich echt nur an meiner Ängstlichkeit).

        Wieviele echte* Körbe sammelt ein Mann denn so im Schnitt bis sagen wir mal 30?

        *heißt: Zurückweisung von Menschen, an denen man in Wirklichkeit gar nicht interessiert war, zählt nicht.

        • Was heißt „in Wirklichkeit“ gar nicht interessiert? Ich flirte jemanden an, weil ich in Wirklichkeit an ihrer besten Freundin interessiert bin? Wer macht sowas?

          Was heißt „deutlich zum Ausdruck“ bringen? Ansprechen? Anflirten? Sich immer neben ihn setzen, ihn verträumt ansehen und mit den (eigenen) Haaren spielen?

          • „Was heißt „in Wirklichkeit“ gar nicht interessiert?“

            Wenn man eben nur einen weitgehend beliebigen Lückenfüller sucht, bei dem man dankbar wäre, wenn sich die höchste Form der Intimität auch ohne viele Worte ergäbe. Bzw. auch, wenn man (noch) keine tieferen Gefühle für diese Person entwickelt hat.

            „Ich flirte jemanden an, weil ich in Wirklichkeit an ihrer besten Freundin interessiert bin? Wer macht sowas?“

            Gilt tatsächlich als PU-Taktik. Wenn das HB „zu hübsch“ ist, solle der gewiefte Verführer-Aspirant zunächst mal den Eindruck vermitteln, er interessiere sich gerade nicht für sie – damit sie sich irritiert wundere und daher idealtypisch begänne, sich für ihn zu qualifizieren. Oftmals wird da sogar zu negs geraten (das sind „negative Komplimente“ oder auf gut Deutsch Beleidigungen)…

            „Was heißt „deutlich zum Ausdruck“ bringen? Ansprechen? Anflirten? Sich immer neben ihn setzen, ihn verträumt ansehen und mit den (eigenen) Haaren spielen?“

            Ich würde sagen, ich hab so ziemlich Alles auch mal selbst probiert, vom Cold Approach bis zur Eskalation (meinen Mann hätt ich auch nicht gekriegt ohne entsprechende Anstrengungen, denn er war damals liiert und beabsichtigte treu zu bleiben).

            Einem Objekt meiner Begierde schickte ich als Teenie einst auch mal ein sorgfältig kalligraphiertes Briefchen aus dem Paris-Urlaub zu (unerfolgreich selbstverständlich^^).

            Sogar schon meinen ersten, richtigen Kuss hab ich damals mit 12 selbst initiiert, fällt mir jetzt ein – und peinlicheres^^…

            Ein völlig verdrängter Misserfolg, der jetzt spontan noch hochkam: im Freibad hatte mir ein süßer Typ seinen Namen verraten, und gleich am nächsten Tag machte ich mich dran, alle entsprechenden Telefonbuch-Einträge abzutelefonieren. Das waren knapp 120 (nicht-Ortsgespräche!) und meine Eltern haben sich bedankt für die Rechnung^^
            (Da keiner meiner Gesprächspartner ihn zu kennen schien, war das so gesehen natürlich kein Korb)

          • Ok, das erfolglose Kalligraphie-Briefchen würde ich schon als Korb betrachten. Been there, done that.
            Wenn man als PU-Taktik mit einer anderen flirtet, und DIE gibt einem einen Korb, ist das zugegebenermaßen wirklich kein „echter“ Korb, weil das eigentlich Love Interest gar nicht beteiligt war.
            Also gut, bei Ihnen war das ein „echter“ Korb oder zwei, wenn ich das richtig mitgezählt habe? Von wie vielen Versuchen mit Nicht-Lückenfüllern? 10?

          • „Wenn man als PU-Taktik mit einer anderen flirtet, und DIE gibt einem einen Korb, ist das zugegebenermaßen wirklich kein „echter“ Korb, weil das eigentlich Love Interest gar nicht beteiligt war.“

            Und wenn man kein eigentliches love interest _hat_, sollte ein Korb m.E. eben genauso wenig zählen.

            PU rät schüchternen Jungs&Männern übrigens auch dazu, erstmal ziemlich wahllos dutzende Mädchen bzw. Frauen anzusprechen (nach der Nummer zu fragen etc.), um sich auf die Art an Abweisung zu gewöhnen, so dass man keine Angst mehr davor habe (auch wieder sehr fragwürdig imho).

            „Also gut, bei Ihnen war das ein „echter“ Korb oder zwei, wenn ich das richtig mitgezählt habe?“

            Warum siezt Du mich eigentlich?

            Nun, was krieg ich denn da jetzt auf die Schnelle zusammen?

            – den türkischstämmigen Mitschüler, der zu uns stieß, weil er in der 6. sitzengeblieben war (heute ein recht erfolgreiches Model), mit dem mich ein Telefonat aber nicht sonderlich weiterführte

            – mein 3 Jahre älterer, englischer Gastbruder. Damn, das war vielleicht mein epischster Flirt ever… womöglich gerade weil (knapp) kuss-los. Die gesamte Rückfahrt habe ich heulend das von ihm besungene Tape durchgehört

            – den intellektuellen Schönling aus der Oberstufe, den zunächst ich aufm Schulhof angesprochen hatte, vor dem ich dann aber erschrocken davonlief, als er auf der langersehnten Karnevalsparty den Moment abpasste, wo ich kurz mal allein dastand, und er lächelnd mit 2 Gläsern in der Hand auf mich zukam (worüber ich mich noch in der Drehbewegung tierisch ärgerte! Unverzeihlich!)… er hat mich aber immerhin weiter über Jahre hinweg nett gegrüßt^^

            – der 13 Jahre ältere Arbeitskollege (wo ich 15 war). Das war der, dem ich das grüne Kärtchen im Umschlag zukommen ließ (grün weil Farbe der Hoffnung). Ich konnte mir später mein Scheitern schönreden mit: er war ja auch liiert… (was er mir nicht mitgeteilt hatte, sondern nur zufällig rauskam), und Jahre danach – als mit first love Schluß war – hat er mir beim Auszug geholfen und sich dabei so daneben benommen, dass es nichtmal mehr ein fling werden konnte…

            Und ein paar hab ich womöglich jetzt auch einfach gerad nicht mehr präsent, daher die etwas höher Eingangs-Schätzung.^^

            „Von wie vielen Versuchen mit Nicht-Lückenfüllern? 10?“

            Es hat überwiegend geklappt, ja. Daher auch die spontane Empfindung.

            Die Frage ist eigentlich nur: wie kommt man denn dazu, überhaupt sauer zu werden, wenn es nicht wirklich (bzw. jedenfalls nicht beim Gegenüber) gefunkt hat? Wär mir nie in den Sinn gekommen. (Höchstens habe ich mir im Stillen gedacht: irgendwann krieg ich Dich schon noch… und in einem Fall hat es mir dann auch schon gereicht, knutschend vor seiner Tür zu stehen und zu wissen: er will. Weil es mir da nur mehr um diese Ego-Bestätigung ging und ich bereits wieder anderweitig liiert war und dieses Glück nicht aufs Spiel setzen wollte. Der Vollzug war für das Erfolgserlebnis gar nicht nötig, hätte wahrscheinlich einfach bloß Probleme nach sich gezogen…)

          • „Warum siezt Du mich eigentlich?“
            Weil die so erzeugte Distanz gut geeignet ist, dass man sich bei emotionalen Themen nicht so aufregt. Bei mir zumindest hilft das.

            Mit Verlaub, wenn der „intellektuelle Schönling“ später mit zwei Gläsern ankommt, ist das auch kein echter Korb. Jedenfalls nicht von ihm.
            Ob man bei einem Mann Anfang/Mitte dreißig – selbst, wenn er nicht vergeben wäre – als Teenager über einen Misserfolg enttäuscht sein sollte, ich weiß ja nicht. Aber gut, echte Körbe.

            „Es hat überwiegend geklappt, ja. Daher auch die spontane Empfindung.“ Ok, meine Erfolgsquote ist deutlich geringer, wobei ich nur Frauen meiner Alterklasse anspreche und auch drauf achte, dass die nicht vergeben sind. Jetzt werden Sie natürlich erwiedern, dass Sie ja viel attraktiver sind, aber naja.

            „Die Frage ist eigentlich nur: wie kommt man denn dazu, überhaupt sauer zu werden, wenn es nicht wirklich (bzw. jedenfalls nicht beim Gegenüber) gefunkt hat?“ Oder verärgert, enttäuscht, gekränkt, stundenlang heulen. Tja.

            „PU rät schüchternen Jungs&Männern übrigens auch dazu, erstmal ziemlich wahllos dutzende Mädchen bzw. Frauen anzusprechen (nach der Nummer zu fragen etc.), um sich auf die Art an Abweisung zu gewöhnen, so dass man keine Angst mehr davor habe (auch wieder sehr fragwürdig imho).“ Wieso? Bei Ihnen scheint es ja geklappt zu haben. Oder Sie waren von Anfang an nicht schüchtern.

          • Als schüchtern dürfte ich kaum je wahrgenommen worden sein (außer zu Studienzeiten).

            „Weil die so erzeugte Distanz gut geeignet ist, dass man sich bei emotionalen Themen nicht so aufregt. Bei mir zumindest hilft das.“

            Ist es denn relevant, ob ich zurücksieze oder nicht?

            „Mit Verlaub, wenn der „intellektuelle Schönling“ später mit zwei Gläsern ankommt, ist das auch kein echter Korb. Jedenfalls nicht von ihm.“

            Das war ein Korb, den ich mir irgendwie selbst gegeben habe^^
            Nach dieser unerklärlichen Peinlichkeit war ich jedenfalls überzeugt, dass ich bei ihm jede Chance verspielt hätte (was mich noch länger quälte).

            „Ob man bei einem Mann Anfang/Mitte dreißig – selbst, wenn er nicht vergeben wäre – als Teenager über einen Misserfolg enttäuscht sein sollte, ich weiß ja nicht. Aber gut, echte Körbe.“

            Nicht lang nachdem ich ihn kennenlernte, wurde er 28 – und das hat mich echt aus den Socken gehauen damals. Das war nämlich (wie nahezu immer bei mir) love at first sight, und ich hätte ihn gut 5 Jahre jünger eingeschätzt. Ein dreiviertel Jahr hab ich intensiv gebaggert bzw. halt versucht, was immer mir so einfiel um Gespräche mit ihm zu führen, Nähe herzustellen. Und von ihm kamen mixed signals, sprich solang wir mehr oder weniger unbeobachtet waren, war er mir noch zugewandt (und irritierte mich nur bisweilen mit Sätzen wie „lass Daddy mal machen“ – das hab ich als Diss empfunden!), sobald aber z.B. sein Studienkollege dazukam, sprang er fast schon hektisch zurück und änderte dabei seine komplette (Körper-)Sprache. Klarer Fall von: will vielleicht, aber eigentlich ja doch nicht. Als ich dann first love kennenlernte und er davon erfuhr, meinte ich, eine gewisse Verstimmung wahrzunehmen… aber naja, es sollte halt einfach nicht sein.

            „Oder verärgert, enttäuscht, gekränkt, stundenlang heulen.“

            Kann ich teilweise verstehen. Nur sauer halt nicht.
            Nichtmal bei der Erkenntnis „hat nur zum Zeitvertreib/aus Spaß mit mir geflirtet“ könnte ich sauer werden. Was Anderes wäre es wohl, wenn ich einem Heuchler insoweit aufgesessen wäre, dass ich tatsächlich mit ihm im Bett gelandet und dann nach Plan abserviert worden wäre.

            Womit ich dann auch eine Überleitung gefunden hätte zum destruktivsten PU-Rat:
            Fuck 10 other women
            Ganz unironisch hält man es schließlich für einen guten Tipp gegen Liebeskummer, einer Vielzahl von Frauen potentiell seelische Schmerzen zuzufügen, um sich selbst dann wieder besser (liebenswerter) zu fühlen. Das ist nicht bloß logisch ziemlich unmöglich, wenn Du mich fragst, sondern tatsächlich Ausweis eines miesen Charakters, wenn man dem folgt.

          • „Ganz unironisch hält man es schließlich für einen guten Tipp gegen Liebeskummer, einer Vielzahl von Frauen potentiell seelische Schmerzen zuzufügen, um sich selbst dann wieder besser (liebenswerter) zu fühlen.“

            Ist das nicht eher eine weibliche Taktik?

          • „Ist das nicht eher eine weibliche Taktik?“

            Klar. Und nicht nur aus Liebeskummer, sondern auch aus richtig profanen Gründen wie, weil sie an dem Tag noch nicht genug beachtet wurden

          • „Als schüchtern dürfte ich kaum je wahrgenommen worden sein (außer zu Studienzeiten).“ Das ist nicht dasselbe wie schüchtern _sein_, aber egal. Wenn Sie nicht schüchtern sind, wäre es demnach ein guter Rat an Schüchterne: „Seid doch mehr wie Semikolon!“ Oder etwa nicht?

            „Ist es denn relevant, ob ich zurücksieze oder nicht?“ Machen Sie doch, was Sie wollen. Doh.

            „Und von ihm kamen mixed signals, …“, okee, ich hatte bei dem irgendwie 18 statt 13 gelesen. Mein Fehler. Aber gut, hier scheint das dann trotzdem kein echter Korb zu sein, er war anscheinend mehr auf seinen Ruf bedacht „Der ist doch vergeben! Der steht auf Minderjährige!“, als dass er Ihnen einfach einen Korb gegeben hat.

            „Kann ich teilweise verstehen. Nur sauer halt nicht.“ Gut. Aber, wenn Sie halt tatsächlich einerseits Erfahrungen mit Körben haben, aber _andererseits_ trotzdem eine relativ geringe „Korbquote“, dann belegt Ihr Beispiel eben genau, dass Erfahrungen mit Körben in Verbindung mit erfolgreichen Flirten hilft, damit klarzukommen.

            „Fuck 10 other women
            Ganz unironisch hält man es schließlich für einen guten Tipp gegen Liebeskummer, einer Vielzahl von Frauen potentiell seelische Schmerzen zuzufügen,…“ Den Rat halte ich aus völlig anderen Gründen für blöd – wenn schon die Frau, die meine Traumfrau für Körper, Geist und Seele ist, mir einen Korb gibt, wie wenig Chancen habe ich dann bei zehn anderen? Oder generell, wenn man beim 5.000-m-Lauf scheitert, welche Chancen hat man beim Marathon?

            „um sich selbst dann wieder besser (liebenswerter) zu fühlen. Das ist nicht bloß logisch ziemlich unmöglich, wenn Du mich fragst, sondern tatsächlich Ausweis eines miesen Charakters, wenn man dem folgt.“ Ja. Einer anderen den Mann auszuspannen hat ja zum Glück nichts mit potentiellen seelischen Schmerzen zu tun, woll.

          • „Ist das nicht eher eine weibliche Taktik?“

            PU insgesamt beruht auf der Überzeugung, mann bräuchte zunächst mal das mindset einer attraktiven Frau.

            Frauen ficken natürlich normalerweise nicht mit 10 mit Sicherheit falschen Typen rum, um über eine vergangene Liebe hinwegzukommen… diese Adaption ist sozusagen „toxischer Männlichkeit“ geschuldet.

            „Das ist nicht dasselbe wie schüchtern _sein_, aber egal.“

            Ich find mich schon manchmal schüchtern – aber ich kann mich auch auf der introvertiert/extrovertiert-Skala nicht wirklich einordnen.

            „er war anscheinend mehr auf seinen Ruf bedacht“

            Nun, und das habe ich halt ohne Groll akzeptieren können, obwohl ich es sehr doof für mich fand.

            „Den Rat halte ich aus völlig anderen Gründen für blöd – wenn schon die Frau, die meine Traumfrau für Körper, Geist und Seele ist, mir einen Korb gibt, wie wenig Chancen habe ich dann bei zehn anderen?“

            Laut PU-Weisheit kann mitunter gerade die emotionale Involviertheit bei der Traumfrau einen zum Volltrottel mutieren lassen. Bzw. andersrum: outcome indifference scheint wohl manchmal schwer erreichbar bei ernsterem Interesse. Weil man ziel-fokussiert ist und nicht das Spiel an sich schon genießen kann.

            „Einer anderen den Mann auszuspannen hat ja zum Glück nichts mit potentiellen seelischen Schmerzen zu tun, woll.“

            Das hab ich nicht gern gemacht, und auch nur, weil ich mir wirklich absolut sicher war, dass wir zusammen gehören.

            Der Typ, den ich hab stehen lassen vor seiner Tür (nicht ohne mich ein bisschen über meine Tugendhaftigkeit zu ärgern^^), war z.B. auch liiert, und das hat in meine Entscheidung auch hineingespielt.

            Aber bei der großen Liebe? Nein, da muss man ehrlich sein.

          • „aber ich kann mich auch auf der introvertiert/extrovertiert-Skala nicht wirklich einordnen.“ Sie ergreifen bei der Partnersuche oft die Initiative – nach welcher Definition soll das bitte „schüchtern“ sein?
            „Laut PU-Weisheit kann mitunter gerade die emotionale Involviertheit bei der Traumfrau einen zum Volltrottel mutieren lassen.“ Der Punkt, den ich meinte, war, dass man nach einer Enttäuschung weder die Hoffnung noch die Motivation hat, es nochmal zu versuchen. Aber, wie gesagt, wenn man genug Erfolgserlebnisse hat, ziehen einen die Enttäuschungen weniger runter.
            „outcome indifference scheint wohl manchmal schwer erreichbar bei ernsterem Interesse.“ Achwas?
            „Weil man ziel-fokussiert ist und nicht das Spiel an sich schon genießen kann.“ Das „Spiel an sich“ finde ich tatsächlich ziemlich stressig, deshalb unternehme ich zumindest es nur, WENN ich ernsteres Interesse habe. Aber gut, jeder Jeck ist anders.
            „Das hab ich nicht gern gemacht, und auch nur, weil ich mir wirklich absolut sicher war, dass wir zusammen gehören.“ Gewiss waren Sie das.

          • „Sie ergreifen bei der Partnersuche oft die Initiative – nach welcher Definition soll das bitte „schüchtern“ sein?“

            Partnersuche ist ja nicht Alles im Leben.

            „Der Punkt, den ich meinte, war, dass man nach einer Enttäuschung weder die Hoffnung noch die Motivation hat, es nochmal zu versuchen.“

            Aber aber:
            Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben, nananananana

            „Aber, wie gesagt, wenn man genug Erfolgserlebnisse hat, ziehen einen die Enttäuschungen weniger runter.“

            Enttäuschung beinhaltet eine vorherige, falsche Annahme. Gingst Du vor einem Korb denn stets/meist davon aus, dass es klappen würde?

            „Das „Spiel an sich“ finde ich tatsächlich ziemlich stressig“

            Limiting belief

            „deshalb unternehme ich zumindest es nur, WENN ich ernsteres Interesse habe.“

            An sich find ich das ja sehr löblich. Wobei: rumknutschen kann man m.M.n. auch noch „nur aus Spaß“. Bzw. könnte. Wenn das nur nicht immer gleich so Ernst genommen würde…

            „Gewiss waren Sie das.“

            Mit jeder Faser.
            Und ich hatte auch objektiv recht, dass die Beziehung, die er damals – nurmehr theoretisch – führte (sie war zu der Zeit als ich ihn kennenlernte für viele Monate auf einem Indien-Trip mit einer anderen Ex von ihm) keine Zukunft hatte im Vergleich zu dem, was er mit mir haben konnte. Weil sie 10 Jahre älter war als ich, er Familie wollte und echt nicht zu erkennen war, wie das mit ihr gehen sollte (sie hat sich dann einen Bus gekauft, um durch Europa zu touren. Und das war auch ihr Plan. Ach: und sie hatte auch einen Stecher in Indien gefunden, of course. Natürlich erst, nachdem sie intuitiv beim Meditieren der vibe erreichte, dass er was am Laufen hatte… glaub ich ihr sogar).

          • „Partnersuche ist ja nicht Alles im Leben.“ Ja, aber ein Ratschlag für Leute, die bei der Partnersuche zu schüchtern sind, wäre trotzdem: „Seid wie Semikolon.“

            „Aber aber:
            Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben, nananananana“
            Ja, offenbar haben Sie keine Empathie.

            „Gingst Du vor einem Korb denn stets/meist davon aus, dass es klappen würde?“ Fest damit gerechnet nicht, ehrlich gehofft schon. Wie gesagt spreche ich keine Frauen an, bei denen es mir egal wäre. Wäre das nicht so, wäre das ja genau der PU-Trick, den Sie selbst kritisiert haben.

            „Limiting belief“ Das hat nichts mit „Glauben“ zu tun.

            „Ach: und sie hatte auch einen Stecher in Indien gefunden, …“ Hmm, also muss eine Frau nicht mit zehn Männern schlafen, um über einen hinwegzukommen, denn einer reicht ihr?

          • „Ja, aber ein Ratschlag für Leute, die bei der Partnersuche zu schüchtern sind, wäre trotzdem: „Seid wie Semikolon.““

            Was soll ich da sagen? Nein?

            „offenbar haben Sie keine Empathie.“

            DANN hätte ich sehr viel mehr Sexpartner gehabt

            „Fest damit gerechnet nicht, ehrlich gehofft schon.“

            Möchtest Du vielleicht ein Beispiel mal schildern, damit wirs durchkauen?

            „Wie gesagt spreche ich keine Frauen an, bei denen es mir egal wäre. Wäre das nicht so, wäre das ja genau der PU-Trick, den Sie selbst kritisiert haben.“

            Du sprichst jemanden an, der Dir augenscheinlich sehr gefällt, und im Laufe der Interaktion beginnt sich erst rauszustellen, wie sehr die Chemie stimmt, ob es Passungen gibt.
            Was ich kritisiere, sind im Kern unauthentische Begegnungen.

            „Das hat nichts mit „Glauben“ zu tun.“

            Du solltest vielleicht sogar dringend ein anderes Wort als „stressig“ mit flirten verknüpfen. Es gibt bei Dir wahrscheinlich noch weitere Überzeugungen, wo Dich ein feintuning Deinen Träumen näher brächte.

            „Hmm, also muss eine Frau nicht mit zehn Männern schlafen, um über einen hinwegzukommen, denn einer reicht ihr?“

            Nochn Schwoof:
            nach first love hatte ich mir ernstlich vorgenommen, eine „wilde Zeit“ einzulegen – und bin doch direkt beim nächsten Kandidaten wieder hängengeblieben (mehr als 5 Jahre). Und dabei hatte ich unsere ersten Intimbegegnungen extra als FFM-Dreier angelegt und die 2 außerdem aktiv miteinander verkuppelt… aber da hatt ich die Rechnung halt ohne ihn gemacht^^ (er bekam ex-post den Beinamen „der Stratege“)

          • „DANN hätte ich sehr viel mehr Sexpartner gehabt“ Weil Männer auf unempathische Frauen stehen? Ok, mein Fehler.

            „Möchtest Du vielleicht ein Beispiel mal schildern, damit wirs durchkauen?“ Ich sprach eine Frau an, bei der es mir nicht egal war, ob sie mir einen Korb verpasste. Sie verpasste mir einen Korb. Ich war enttäuscht. Doh.

            „Du sprichst jemanden an, der Dir augenscheinlich sehr gefällt, und im Laufe der Interaktion beginnt sich erst rauszustellen, wie sehr die Chemie stimmt, ob es Passungen gibt.“ Joah, sagen wir mal, etwas Chemie und Passungen waren schon vorher zu erkennen. Aber wenn’s nicht reicht, habe ich dann Ihre Erlaubnis, enttäuscht zu sein?

            „Was ich kritisiere, sind im Kern unauthentische Begegnungen.“ Ja, das sind dann die, bei denen man wenig bis gar keine Enttäuschung oder sonstwie negativen Gefühle hat, wenn’s nicht klappt.

            „Du solltest vielleicht sogar dringend ein anderes Wort als „stressig“ mit flirten verknüpfen.“ Ja, dasselbe sagen die ganzen Pick-Up-Ratgeber auch. Aber, wenn’s um die wahre Liebe geht, muss man ehrlich sein. Herzklopfen, Adrenalin, Schlaflosigkeit – gibt’s da ein besseres Wort für als Stress?

            „Es gibt bei Dir wahrscheinlich noch weitere Überzeugungen, wo Dich ein feintuning Deinen Träumen näher brächte.“ Aha. Z.B.?

          • „Weil Männer auf unempathische Frauen stehen?“

            Weil unempathische Menschen emotionale Folgen ihrer Handlungen (für Andere) gänzlich ignorieren.

            „Ich sprach eine Frau an, bei der es mir nicht egal war, ob sie mir einen Korb verpasste. Sie verpasste mir einen Korb. Ich war enttäuscht. Doh.“

            Heißt, Du wolltest sie einladen und sie hat das abgelehnt, oder was?

            „wenn’s nicht reicht, habe ich dann Ihre Erlaubnis, enttäuscht zu sein?“

            Vermittelst Du nur rein zufällig devote vibes?
            Zeit, seine Wunden zu lecken, nimmt sich wohl jeder. Je nach Fall Minuten, Stunden, Tage, Wochen oder gar Monate (wenn es in den Jahres-Bereich geht, wird’s aber echt kritisch, das deutet klar auf ein tieferes Problem hin).

            „das sind dann die, bei denen man wenig bis gar keine Enttäuschung oder sonstwie negativen Gefühle hat, wenn’s nicht klappt.“

            Negative Emotionen erwachsen imho sogar fast schon zwangsläufig aus unauthentischen Begegnungen – selbst wenn es zu Sex kam.

            „Herzklopfen, Adrenalin, Schlaflosigkeit – gibt’s da ein besseres Wort für als Stress?“

            Erregung, Spannung, Vorfreude. Es gibt noch mehr.

            „Aha. Z.B.?“

            Ich hab keine Lust zu rumzuraten bei der unklaren Informationslage.

            P.S. Hatt Dir schonmal jemand gesagt, dass Dein Blog-Content überhaupt nicht angezeigt wird (bei ollen Browsern)?

          • „Weil unempathische Menschen emotionale Folgen ihrer Handlungen (für Andere) gänzlich ignorieren.“ Wieso? Empathische Menschen sind gut, sich in andere hineinzuversetzen, dass heißt aber nicht zwingend, dass sie sich für deren weitere Gefühlslage interessieren. Umgekehrt, wie kann man mit irgendwem erfolgreich flirten, OHNE sich in dess/ren Gefühle hineinzuversetzen?

            „Heißt, Du wolltest sie einladen und sie hat das abgelehnt, oder was?“ Z.B., ein anderes Beispiel war das mit den Briefen, etc., pp. IHRE Behauptung war: „Enttäuschung beinhaltet eine vorherige, falsche Annahme.“ Liest sich für mich, dass Sie mir meine Enttäuschung einfach nicht glauben (wollen).

            „Vermittelst Du nur rein zufällig devote vibes?“ Ich wusste bis eben gar nicht, was das ist. Von daher: ja, das ist wohl Zufall.

            „Zeit, seine Wunden zu lecken, nimmt sich wohl jeder. …“ Ich weiß jetzt nicht, was Ihr Problem ist – akzeptieren Sie, dass ich „echte“ Körbe hatte, oder sprechen Sie mir diese Erfahrungen weiterhin ab?

            „Negative Emotionen erwachsen imho sogar fast schon zwangsläufig aus unauthentischen Begegnungen“ Joah, das ist aber nur ein halber Trost. Also gibt es sowohl bei unauthentischen Begegnungen als auch bei authentischen Körben negative Emotionen. Aber dann hatte ich bis dato keine unauthentischen Begegnungen. Immerhin.

            „Erregung.“ Jaaa, schon klar. Aber eigentlich kommt die später. Ups, vllt. war das der Fehler…*g
            „Spannung“ – das meinte ich mit „Adrenalin“.
            „Vorfreude“ DIE stellt sich auch erst ein, wenn es keinen Korb gab. Bei mir zumindest.

            „Ich hab keine Lust zu rumzuraten bei der unklaren Informationslage.“ ??? Machen Sie doch sonst auch.

            „Hatt Dir schonmal jemand gesagt, dass Dein Blog-Content…“ Nein.

          • Vielleicht nochmal weniger subtil: falls Du möchtest, dass z.B. ich lesen kann, was dort geschrieben steht, bräuchtest Du ein anderes theme.

            „Empathische Menschen sind gut, sich in andere hineinzuversetzen, dass heißt aber nicht zwingend, dass sie sich für deren weitere Gefühlslage interessieren. Umgekehrt, wie kann man mit irgendwem erfolgreich flirten, OHNE sich in dess/ren Gefühle hineinzuversetzen?“

            Sozio- und Psychopaten können das wohl schon (so sie wollen).

            „akzeptieren Sie, dass ich „echte“ Körbe hatte, oder sprechen Sie mir diese Erfahrungen weiterhin ab?“

            Tschuldigung wenn das so rüberkam.

            „„Erregung.“ Jaaa, schon klar. Aber eigentlich kommt die später. Ups, vllt. war das der Fehler…*g“

            Ziel ist, dass die Luft brennt. Glanzstunde des „male gaze“.
            Kannste, oder? Einer Frau, die Du scharf findest, rein durch Blicke vermitteln, was in Deinem Kopfkino gerad spielt? (also bewusst&absichtlich^^)

            „„Spannung“ – das meinte ich mit „Adrenalin“.“

            Und Du magst keine aufregenden Sachen? Nie?

            „„Vorfreude“ DIE stellt sich auch erst ein, wenn es keinen Korb gab. Bei mir zumindest.“

            Malst Du Dir im Vorfeld eines (etwaigen) Zusammentreffens (in einer Situation, wo noch Alles offen ist) Horror-Szenarien aus? Würde ein Teil von Dir dieser Begegnung vielleicht sogar lieber noch ausweichen?

            „„Ich hab keine Lust rumzuraten bei der unklaren Informationslage.“ ??? Machen Sie doch sonst auch.“

            Das war ein Beispiel für einen änderungsbedürftigen Glaubenssatz.^^ Trifft nicht auf Dich zu?

          • „…falls Du möchtest, dass z.B. ich lesen kann, was dort geschrieben steht, bräuchtest Du ein anderes theme.“ Ok, aber draufklicken geht noch, oder?

            „Sozio- und Psychopaten können das wohl schon (so sie wollen).“ Dann haben die doch Empathie, sie nutzen sie bloß zum _Nachteil_ anderer Leute. Wenn jemand gut in Anatomie ist, weiß s.o.e. ja auch, wohin man treten muss für max. Schmerz.

            „Tschuldigung wenn das so rüberkam.“ Wie sonst hätte das denn rüberkommen sollen?

            „Kannste, oder? Einer Frau, die Du scharf findest, rein durch Blicke vermitteln, was in Deinem Kopfkino gerad spielt?“ Keine Ahnung? Habe ich noch nie versucht, denn das klingt wie etwas, wofür man sich eine Maulschelle und/oder Anzeige statt eines Korbes einfängt.
            Ich habe mal „fiktiv“ besonders betont, aber das war wohl zu subtil. Da habe ich sie einfach direkt gefragt. Ging auch.

            „Und Du magst keine aufregenden Sachen? Nie?“ Nicht besonders, nein.

            „Malst Du Dir im Vorfeld eines (etwaigen) Zusammentreffens (in einer Situation, wo noch Alles offen ist) Horror-Szenarien aus?“ Nein. Aber Vorfreude habe ich trotzdem erst, wenn es konkreter wird. Wozu eine übergroße Erwartungshaltung aufbauen? Mache ich bei anderen Anlässen ja auch nicht. (Und das sind welche, bei der ich eine höhere Erfolgsquote als 10 % habe.)

            „Würde ein Teil von Dir dieser Begegnung vielleicht sogar lieber noch ausweichen?“ Ausweichen auch nicht, vor allem, weil bei einem _Date_ ja schon die erste Stelle für einen Korb überwunden ist. Für Euphorie ist aber später noch Zeit. Oder halt überhaupt nicht.

            „Das war ein Beispiel für einen änderungsbedürftigen Glaubenssatz.^^ Trifft nicht auf Dich zu?“ Randale und Hurra? Keine Ahnung, was mir das Video sagen soll.
            Und generell finde ich es komisch, dass Sie zwar einerseits PU kritisieren, aber mir – der ich das so gar nicht umsetze – sagen, dass ich mein Flirtverhalten ändern soll in Richtung auf mehr Pick-Up.

  15. „Diejenigen, die das tatsächlich tun, haben allerdings häufig wiederholt unter brutalen, grausamen Taten und fortwährender Erniedrigung durch Männer gelitten, oft angefangen mit prügelnden Vätern und/oder sexueller Gewalt in der Kindheit, nicht selten mehreren Vergewaltigungen, fortgesetzter, z.T. extremer häuslicher Gewalt und/oder (Zwangs-)Prostitution durchlitten (btw: auch die „freiwillige“, die das bei näherer Betrachtung zumeist kaum ist, ist entwürdigend und seelisch äußerst schädigend).“

    Stimmt. Ich fühlte mich sofort an die Kindheitserinnerungen der Schwarzgeld erinnert.

  16. Also Christian – in der gleichen Zeit, in der ich deinen Artikel lese, lese ich „Krieg und Frieden“, einmal vorwärts und einmal rückwärts.

    • Vermutete Erklärung: Für Frauen ist der Syllogismus

      1 Ich bin wie alle Frauen (Krabbenkorbeffekt)
      2 Ich bin gut
      -> Alle Frauen sind gut

      von viiiel elementarerer sinnstiftender Bedeutung als für Männer.

      Nicht-gute Frauen als Abstraktum (konkret gibt es natürlich die Schlampe aus der Buchhaltung, aber das ist dann eben keine Frau) bedrohen daher die Existenz und müssen aufs Externe projiziert werden.

      Bei Männern – m.E. vor allem auf der Linken – gibt es den Syllogismus auch, aber mit „Mensch“ statt „Frau“ und nicht mit „Mann“. Andernfalls wären linke Utopien undenkbar.

      • Ich habe noch bei jeder Frau, wo ich auf welchem Weg auch immer mal an Punkt kam leidlich offen über so etwas sprechen zu können festgestellt, dass sie durchaus weiß, dass an Frauen einiges sehr „nicht-gut“ ist. Und die entsprechenden Erfahrungen mit anderen Frauen hat wahrscheinlich jede schon selbst gemacht.

        Und ich sage: genau deswegen tun und reden sie so, als seien Frauen gut. Denn wenn alle Frauen gut sind, dann ist auch diese Frau gut. Und das ist wichtig, weil wenn die Männer sie alleine im Wald aussetzen, dann ist das ganz schlecht.

        • Du meinst, das ist keine Überzeugung, sondern Fassade, wobei das natürlich „im Eifer des Glaubens“ durchaus mal fließend ineinander übergeht?

          Ja, das kann ich mir auch vorstellen.

          Passt zu dem alten Diktum: Glaub nicht, was sie sagt, sondern glaub, was sie tut.

          • Ich glaube wir Männer unterschätzen, wie wichtig für Frauen „liebenswert zu sein“ (um mit Peterson zu sprechen) ist. Ich denke inzwischen, dass diese ganzen Moralwettbewerbe eigentlich nur der irregeleitete Instinkt von Frauen sind, gefallen zu wollen. Die klassischen Tugenden wie Schönheit, Feminität oder auch nur Kochen gelten als verpönt und unter der Würde der „modernen Frau“. Also bleibt nur die (vermeintliche) Tugendhaftigkeit. Was hinten rauskommt ist völlig egal, denn es geht nur darum, dass Frau dabei als „gut“ erscheint.

          • „Also bleibt nur die (vermeintliche) Tugendhaftigkeit“

            Und Sex.

            „Was hinten rauskommt ist völlig egal, denn es geht nur darum, dass Frau dabei als „gut“ erscheint.“

            Zustimmung. Haidts Glaucon ist weiblich.

            Schon lustig. Motivation zum Feminismus scheint auch zu sein, die moralischen Torpfosten zu verschieben.

            Todsünde Völlerei? Ist keine Sünde mehr, du Fatshamer, du.

            Todsünde Wollust? Ist (nur bei Frauen natürlich) keine Sünde mehr, sondern Befreiung vom patriarchalischen Unterdrückungsprinzip. Slut=Stud

            Todsünde Zorn? Heißt jetzt „gerechtfertigtes Auflehnen“ … nur wenn Frauen zornig sind.

            Todsünde Faulheit? Heißt jetzt Pay Gap.

            (ok, der letzte ist tonguue in cheek)

      • Ich weiß nicht, ob das allein die Erklärung liefert. Projektion bedeutet ja aus therapeutischer Sicht, all das auf das Gegenüber zu übertragen, was man am eigenen Wesen nicht wahrhaben möchte. Grob formuliert. Und das scheint in größeren Gruppen bzw Ideologien wie dem Feminismus ja auch ganz prima zu funktionieren.

        • „all das auf das Gegenüber zu übertragen, was man am eigenen Wesen nicht wahrhaben möchte“

          Ich versteh nicht. Denn ich wollte ja nur die Frage beantworten, WARUM Frauen das nicht in ihrem eigenen Wesen wahrnehmen können.

        • Projektionen sind Unterstellungen befeuert vom eigenem Horizont – sprich „nicht wahrhaben“ trifft es nicht ganz, eher eine bekannte üble Taktik dem Gegenüber unterstellen.

  17. Um zu zeigen, dass nicht alle Feministinnen Männer hassen, nehmen wir zunächst das Gegenteil an. Wenn alle Feministinnen Männer hassen, folgt daraus, dass auch die Feministin X, die Männer nicht hasst, ebenfalls Männer hasst. Das aber ist ein Widerspruch, folglich haben wir hier eine reductio ad absurdum.

    Hä? Was ist denn das für ein Quatsch. Die Prämisse war „alle Feministinnen hassen Männer“. Mit „reductio ad absurdum“ hat das rein gar nichts zu tun. Richtig ist, dass eine Allaussage durch ein Beispiel, das der Aussage widerspricht, falsifiziert werden kann.

    • Feministinnen sind berühmt dafür, weder Logik, noch Statistik zu können.
      Ich halte es für möglich, dass das eine All-Aussage ist, Logik- und Statistikinkompetenz also notwendige Voraussetzung ist.

  18. @lightyear, Dein Kommentar, Deine Haltung ist emphatielos und rücksichtslos! Jeder Erwachsene muss für sein Tun die Verantwortung übernehmen. Niemand kann tun was er will. Narrenfreiheit haben noch nicht Mal Kinder und Irre. Mir hat Mal eine Frau beschrieben wie sie kurz nacheinander zwei Abtreibungen in Holland hatte und dann, kurz danach wieder – ich hatte den Eindruck, es handelt sich bei ihr um eine Art der erweiterten Schwangerschaftsverhütung – dort war und dann doch abreiste, worüber sie nun wirklich glücklich ist. Willst Du tatsächlich 6-9 Monate alt Babys killen? Endet diese Möglichkeit mit der Entbindung? Du hast keine Kinder, aber lebst Du nicht gerne? Soll ich Dir einen Strick schicken? Die allermeisten Menschen haben zu diesen Fragen klare Antworten. Alle anderen sind suizidal, SJWs, Genderstudierenten, oder ich weiß nicht was. Von alleine kommt man jedenfalls nicht auf so einen Schwachsinn.

    Übrigens schön, dass Du wieder da bist. Du trägst als Anschauungsobjekt ungemein zum Unterhaltungswert dieses Blogs bei.

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