Verzicht von AKK und wer wird neuer CDU Kanzlerkandidat?

 

43 Gedanken zu “Verzicht von AKK und wer wird neuer CDU Kanzlerkandidat?

  1. Ich vermute, es könnte Armin Laschet werden.
    Das würde dann vermutlich zu einer Sozialdemokratisierung der CDU führen und das vorläufige Ende der SPD bedeuten:

    „Die Lage ist ernst, Genossen!
    EIN GASTBEITRAG VON NILS HEISTERHAGEN am 10. Februar 2020

    Der Rücktritt von Annegret Kramp-Karrenbauer könnte auch den Absturz der SPD beschleunigen. Die Partei müsste noch weiter nach links rücken, um sich von der CDU abzuheben. Die Folgen wären katastrophal.“

    https://www.cicero.de/innenpolitik/akk-ruecktritt-kanzlerkandidatur-spd-cdu-sozialdemokratisierung-esken-walter-borjans

    • „Die Lage ist ernst, Genossen!“

      Schon wieder? Oder immer noch? Die SPD steht doch für nichts mehr. Ich glaube, die CDU wollte mit dem Schritt vor allem den Bayern-Söder als Kanzlerkandidaten verhindern. Dazu müssen sie nämlich jetzt schleunigst ne eigene Nase aufbauen.

      Laschet ist denkbar, der könnte bei der größten Wählerschicht (Frauen über 60) punkten, weil der so knuffig ist. Aber ein Burner wird das nicht.

    • Die SPD kann sich nur in der Opposition erneuern und zu sich selbst finden. Das hätte zur Bundestagswahl 2013 erfolgen müssen, wo man sich aus Machtgier lieber wieder mit Frau Merkel ins Bett gelegt hat. So konnte man dann die Energiewende torpedieren und war mitverantwortlich für 2015. Die wesentlichen Politikelemente für größere Bevölkerungskreise (z. B. Bürgerversicherung) werden nicht durchgebracht, die Erfolge (Mindestlohn, Wirtschaftsaufschwung) landen im Verantwortungsbereich der Kanzlerpartei.

      Und inzwischen hat die SPD ja jede ursprüngliche Identität verloren. Beamten- und Gängelpartei, kein Interesse an Facharbeitern oder Aufsteiger. Stattdessen Imitat von Linkspartei und Grüne, die inzwischen die Originale sind, während die SPD nur noch als ein bürokratischer Machtaushandelverein wahrgenommen wird. Schröder entfernte das S aus SPD. Die undemokratischen Parite Gesetze entfernen nun das „demokratisch“.

      Nächster Halt 5% Hürde, denn „Partei Deutschlands“ braucht kein Mensch, sondern klingt genauso verstaubt, überaltert und bürokratisch wie diese Partei einem tagtäglich vorkommt.

    • „Ich vermute, es könnte Armin Laschet werden.“

      Da mögen uns die Götter vor bewahren. Armin Laschet steht für mich wie kaum ein anderer derzeitiger Politiker für Opportunismus. Laschet verspricht Jedem alles, egal, ob sich das widerspricht, oder nicht.
      Adenauer ist berühmt für den Spruch: „Was schert mich mein Geschwätz von gestern!“, Laschet könnte den Spruch geprägt haben: „Was schert mich mein Geschwätz von eben“.
      Die Krampe mag nicht besonders sympathisch rüberkommen und sehr instinktsicher ist sie auch nicht, aber dabei wenigstens einigermaßen straight. Laschet pflegt dagegen das Image des netten Großvaters, der Jedem gern Märchen vorliest.
      Damit wäre er als Bundespräsident geeignet, nicht aber als Kanzler.

      • „Damit wäre er als Bundespräsident geeignet, nicht aber als Kanzler.“

        Was viel über die Sinnhaftigkeit des Bundespräsidentenamtes aussagt…

  2. Wenn die jetzt nicht irgendeine Frau aus dem Hut zaubern, müssen sie ja ne Doppelspitzenkanzlerkandidatur (neues Wort für den Einbürgerungstest) installieren.

    AKK kann sich jetzt noch mehr darauf konzentrieren, Kriegsschauplätze für die Bundeswehr zu suchen.

    Unser politisches Matriarchat hat voll abgekackt.

  3. Ich finde ja interessant, dass in unserer Politik „Verantwortung übernehmen“ mit Rücktritt gleichgesetzt wird. Was nun also bedeutet, dass wir von Verantwortungslosen regiert werden. Zwar keine neue Erkenntnis, aber immerhin jetzt offiziell. 🙂

    • Guter Hinweis. Von der Leyen hat sich verdrückt und ihre Handydaten gelöscht, AKK hat keinen Bock mehr, die Ex-Justizministerin Barley hat sich in die Komfortzone Europa verpisst. Merkel sitzt stoisch alles aus.

      Was gibt das für ein Frauenbild?

    • Wofür übernimmt AKK den Verantwortung?
      Und was bringt es wenn sie jetzt zurücktritt. Räumt sie dann im Hintergrund ihre Fehler auf, wegen derer sie zurücktreten will?

      Zurücktreten ist in dieser Situation ein Stehlen aus der Verantwortung.
      Wie überaus weiblich 😉

      • Aber nein, das ist doch extrem „männlich“. AKK opfert sich für Merkel – die Garde stirbt, aber ergibt sich nicht! Eine waschechte Parteisoldatin.
        Jetzt kann Merkel irgendwelche vorher unantastbare Prominente abschiessen, zum Ausgleich.

  4. hahaha, Schadenfreude über die kleinen Dinge ist doch die beste Freude 🙂

    Der Geist von Helmut Kohl muss einen Voll-Blackout gehabt haben, dass Merkel den Kommunisten so ungeniert in die Hände spielen konnte. Und nun bricht das ganze Kartenhaus ein, das Spalten der eigenen Partei zum Herrschaftserhalt ist Ende Gelände.
    Die grosse Frage ist nur, welche der beiden grossen Parteien als erstes wieder zur Besinnung kommt, die SPD oder die CDU. Realistischer wär letzte, poetischer wär erste.

  5. AKK war nie mehr als ein Schutzschild, bzw ein „decoy“ für Merkel, das war von Anfang an und bis zum Schluss jetzt mein Eindruck. Jetzt steht die grosse Kanzlerin alleine da und wird vermutlich schneller über ihre eigenen Beine stolpern, als dass sich die Leute das vorstellen können.

    • „Jetzt steht die grosse Kanzlerin alleine da und wird vermutlich schneller über ihre eigenen Beine stolpern, als dass sich die Leute das vorstellen können.“

      Schön wär’s. Aber wer sitzt, stolpert nicht.

  6. Ich hab mir wie wahrscheinlich viele Gedanken gemacht warum die Situation in Thüringen so eingetreten ist, für mich liegt es auf der Hand. Wenn man 16 Jahre regieren kann dann hat man zuviel Macht, man kann alleine durch seine Person die Richtung der Partei beeinflussen bzw. wie man sieht eine ganze Parteienlandschaft. Der Rücktritt von AKK steht denke ich in Verbindung mit der Abwendung einiger/vieler CDU Wähler im Osten zugunsten einer Werte Union. Die CDU sollte sich klar werden wo sie steht, will sie Konservative Politik oder geht sie nach dem Zeitgeist

    • „Wenn man 16 Jahre regieren kann dann hat man zuviel Macht, man kann alleine durch seine Person die Richtung der Partei beeinflussen bzw. wie man sieht eine ganze Parteienlandschaft.“

      Deshalb haben ansatzweise demokratische Länder auch eine Begrenzung… Deutschland natürlich nicht.

  7. Die „Bild“ fordert den Kopf Merkels:

    „Solange Merkel regiert, wird die CDU keine neuen Wähler mehr gewinnen. Damit würde die Mitte – nach dem Fast-Untergang der SPD – endgültig auseinanderbrechen.“

    Der grosse Gegner der „Mitte“, also der Demokraten, ist das links-identitäre Denken, welches als erstes die Grünen, dann die SPD und schliesslich die CDU erfasst hat.

  8. Wenn die CDU-Funktionäre Eier in der Hose haben, wählen und unterstützen sie Merz als Kanzlerkandidaten und Vorsitzenden. Der würde der Partei wieder klarere Kante geben.
    Ich bin weder CDU- noch Merz-Anhänger, aber Merz würde die AfD schwächen. Und die SPD könnte sich stärker profilieren und abgrenzen.

    • Merz würde sehr wahrscheinlich auch nichts reißen, weil die Propagandamedien das Hauptproblem sind.
      Die werden ihn zerpflücken, wenn er nicht springt. Und wie weich und verwöhnt die etablierten Parteien sind, hat man in Thüringen gemerkt, als die FDP plötzlich auch von den Linksfaschisten der „Antifa“ attackiert wurde, die Kinder von Kemmerich plötzlich Begleitschutz brauchten, FDPler plötzlich als Nazis beschimpft wurden usw. die sind das nicht gewohnt, im Gegensatz zur AfD, die unter solchem asozialen und undemokratischen (und massenmedial verschwiegenem) Dauerbeschuß groß geworden ist.

      Das größte Manko von Merz: seine Blackrock-Karriere. Die Bankenkrise ist längst nicht verdaut und solche Investorenbuden sind in Deutschland alles, aber nicht beliebt. Nichtmal bei den meisten „Rechten“. Außerdem ist von einem Drehtüreffekt auszugehen. Auch wenn er offiziell nicht mehr bei Blackrock ist, wird man immer eine entsprechende Loyalität unterstellen und ihn von der Seite her angreifen.

  9. Leiter und Chefredakteur des ARD Hauptstadtstudios Berlin aD, WDR Fernsehdirektor aD, ARD-Aktuell Chefredakteur aD

    • Der Söder macht das in Bayern auch ziemlich gut. Deutlich konservativ, trotzdem mit Gespür für neue Mehrheitsthemen wie Naturschutz/Umwelt. Füllt die Rolle als Landesvater gut aus.

      Aber der hat ja schon alles, was man als CSUler erreichen kann.

      • „Deutlich konservativ, trotzdem mit Gespür für neue Mehrheitsthemen wie Naturschutz/Umwelt.“

        Söder ist ein Wendehals. Der hat erst die Umweltpolitik entdeckt, als er mit seiner stramm rechten und national ausgerichteten Politik des „Grenzen zu!“ bei der letzten Landtagswahl abgestraft worden ist.
        Er hatte sich erst als FJS für Arme versucht und musste dann feststellen, dass das Vorbild heute nicht mal mehr in den Bierzelten zieht.

        • Immer die Frage, wer da für was abgestraft wird. Reine Interpretation, die Tatsache, dass die AfD 2018 mehr als 10% in Bayern kassiert hat, spricht nicht unbedingt für deine Wahrnehmung. Eher dafür, dass man Söder und der CSU nicht mehr traut.

          Die CSU und Söder „stramm rechts“, der Eindruck drängt sich nämlich nicht unbedingt auf, außer man liest nur Lügenmedien und Twitter-Gekreisch. Söder agiert doch wie Seehofer: große Worte, denen praktisch nichts folgt oder nur Symbolhandlungen. Ein Strauß hätte die Grenzen tatsächlich zugemacht und all die Illegalen nach Berlin gekarrt. Soll sich der schlechteste Kanzler der BRD doch drum kümmern und die ganzen durchgeknallten linksextremen Berliner… aber so agiert man in Bayern nicht, dazu ist die CSU mittlerweile viel zu angepasst und feige.

  10. Da Rücktrittsforderung ja gerade so chick sind hätte ich da doch gleich auch noch eine Kandidatin 😉

  11. Terrorismus gegen Black Rock in F. Das sind schwerste Straftaten

    Wie regiert die Merkel-Regierung darauf?!
    Das sollte eine Hauptfrage an den Kanzlerkandidaten der CDU sein!
    Natürlich kann man auch den Merz fragen, auch als Betroffenen.

  12. Tja, Denken ist nicht der Bayern Sache…. Also kann Söder nicht Kanzlerkandidat werden. Weisswurstkönig aber allemal!

    • Ist das Titania für Deutschland?
      Ansonsten tippe ich auf auf Spahn oder Söder.
      „Blackrock“ Merz wäre ein Tacken zu offensichtlich Büttel des Kapitals.

      Die Frage ist, als wie alternativlos sich die Politik der Privatisierung, der Umwandlung in einen autoritären Staat und die Lohndrückerei noch verkaufen lassen wird.
      Und natürlich, dass es keinen Plan, keine Perspektive zur Bewältigung der drängendsten Fragen gibt.

  13. Ein Tipp von mir an alle Feministi*Xen:
    Wenn ihr mal einen Beweis für die Existenz des Patriarchats braucht, verweist auf Sawsan Chebli. Niemand, der so doof ist, käme auf solch einen Posten, wenn er nicht platziert worden wäre, um die gesamte Weiblichkeit in Misskredit zu bringen.
    Bonus: Da sie ja auch MiHiGru hat, kann man zusätzlich die Rassismuskarte ausspielen.

  14. Jetzt also ist Andrea Kramp-Karrenbauer auch zurückgetreten, die nur eien einzigen Fehler nicht gemacht hat: im Gegensatz zu Ursula und der richtigen Andrea war sie nicht Mitglied des Arbeitskreises Pferd im Deutschen Bundestag! Spaß beiseite, warum eigentlich hat die ehemalige Landrätin des Saarlandes geglaubt, dass ihr im Gegensatz zu allen anderen Politikern und Parteien die Nähe zu Angela nicht letztendlich das Kreuz bricht? Wieso hat sie geglaubt, dass ihr die Bundestrulla auch nur einen Millimeter Platz lässt, um ein wenig politische Wertigkeit zu gewinnen? Wieso hat sie den gleichen Fehler gemacht wie die SPD, als die vom Bundespräsidenten genötigt wurde, nochmals in die Große Koalition zu gehen, ohne zu fordern, dass das nur ohne Angela ginge? (Wie freilich sollte man sowas auch gefordert haben, wenn die weibliche SPD zum Geheimtreffen mit eben dieser Kanzlerin pilgerte und mit solchem Tun die Partei verriet?) Insofern hat sie sich schuldig gemacht durch ihre ureigensten Fehleinschätzungen. Die größte Fehleinschätzung aber ist, dass diejenigen, die ihr Kreuz bei der AFD machten, sich abgehängt fühlen. Man müsse Ihnen dieses Gefühl nur ausreden und alles würde wieder gut. Es ist anders, der Großteil dieser Bürger fühlt sich nicht abgehängt, sondern schlicht verscheißert und veräppelt. Man könnte doch wahnsinnig werden ob zweier Meldungen am selben Tag: Mercedes baut statt 10000 nun 15000 Arbeitsplätze ab und in Hessen werden drei Lehrstühle für Radfahren (sic!, sic!!!) eingeführt. Was bitte schön soll man denn da noch wählen angesichts derartigen Wahnsinns. Was haben solche Lehrstühle im Lande Kants und Humbolds an den Universitäten verloren, um Gottes Willen? Ich schlage in diesem Zusammenahng vor, diese Radfahrer-Lehrstühle bei den Genderstudies anzusiedeln, dann könnte das versammelte Expertenwesen für Free-Bleeding und Free-Klingeln auf einen Streich aus den Universitäten geworfen werden, sollten wirklich einmal wieder verantwortungsvolle Politiker dieses Deutschland regieren.

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