Mal wieder ein Fräulein Schmidt Zwischenbericht

Fräulein Schmidt macht weiter einige Fortschritte. Sie sagt schon seit einiger Zeit ja und nein, mit Vorliebe allerdings nein.

Jetzt lese ich ihr ein Buch vor und zeige auf eine Eule  „Eule“ erläutere ich dazu. „Oula“ kommt es lautmalerisch zurück und ich freue mich, dass sie versucht wurde zu sprechen und es auch einigermaßen gelingt.

natürlich richte ich sofort es südländerin von diesem neuen erheblichen Meilenstein und sie freut sich auch. Wir einigen uns darauf, dass unsere Tochter einfach die schlauste der Welt ist und in Kürze fließend sprechen kann. So ein schlaues Kind!

Natürlich ist es bewusst, dass es nichts besonderes ist, aber es ist natürlich schön es mitzuerleben und sich an den kleinen Fortschritten zu freuen.

ich glaube ich habe es schon einmal an anderer Stelle gesagt, aber das ist ein ganz wesentlicher Unterschied bei einem eigenen Kind im Vergleich dazu, dass man etwa häufiger Kontakt mit den Kindern von Schwestern oder Brüdern hat. Meiner liebt einfach viel mehr direkt mit, in guten und in schlechten.

beispielsweise hatte sich von einem Schmidt gerade einmal wieder erkältet und vielleicht fertig etwas Fieber bekommen. Wir vermuten, dass gerade das Fieber erneut mit Zähnen zusammenhängt. das bedeutete in diesem Falle kurze Nächte und insbesondere auch, dass südländerin bei der Arbeit krankheitstage genommen hat, die Anja für das Kind zu spielen und aussetzen musste.

zu Hause zu sein mit einem kranken Kind in dem Alter ist dabei sicherlich kein Vergnügen. Morgens mag es noch einigermaßen gehen, aber spätestens am Nachmittag wird Fräulein Schmidt dann ganz gerne sehr unleidig, ist krank und müde, aber nicht müde genug um zu schlafen, möchte alles mögliche machen was sie nicht darf und regt sich fürchterlich auf, weil sie es nicht darf, motzt rum, kriegt Heulkrämpfe und man sieht dem Zeitpunkt entgegen, an dem es Zeit ist, dass sie schlafen geht und auch müde genug dafür ist.

Man hatte es Südländerin angemerkt, wie fertig ist sie an dem Abend war und natürlich habe ich auch versucht ja am Wochenende einiges abzunehmen und mehr auf das Kind aufzupassen, damit sie etwas länger schlafen kann und wieder etwas zu Kräften kommt. Nach drei krankheitstagen mit ohnehin davor schon einer stressigen Zeit auf der Arbeit lagen ist Südländerins nerven etwas blank. aber mit der Gesundung des Kindes hat sich dann auch alles wieder beruhigt.

Kinderbetreuung kann ein „einfacher Job“ sein, wenn das Kind gut drauf ist oder wenn man mit einer Freundin, die auch ein Kind hat zusammen die Kinder nebenher beaufsichtigt. Natürlich gibt es auch hier Stress Zeiten, bei denen ist nicht so einfach ist.

 

 

7 Gedanken zu “Mal wieder ein Fräulein Schmidt Zwischenbericht

  1. „möchte alles mögliche machen was sie nicht darf und regt sich fürchterlich auf, weil sie es nicht darf, motzt rum, kriegt Heulkrämpfe“

    Ah, ganz der Papa.

    Ich mag auch die dem Kindlichen angepasste Prosa 😀

  2. Das kann man ja kaum lesen, da hat wohl wieder die automatische Korrektur zugeschlagen? Ich bin so frei das zu lektorieren, mit der Empfehlung es zu übernehmen, falls ich nicht allzuweit daneben liege:

    ——————-
    Fräulein Schmidt macht weiter Fortschritte. Sie sagt schon seit einiger Zeit „ja“ und „nein“, mit Vorliebe allerdings „nein“.

    Jetzt lese ich ihr ein Buch vor und zeige auf eine Eule, „Eule“ erläutere ich dazu. „Oula“ kommt es lautmalerisch zurück und ich freue mich, dass sie versucht zu sprechen und es auch einigermaßen gelingt.

    Natürlich berichte ich sofort Südländerin von diesem neuen erheblichen Meilenstein und sie freut sich auch. Wir einigen uns darauf, dass unsere Tochter einfach die schlaueste der Welt ist und in Kürze fließend sprechen kann. So ein schlaues Kind!

    Natürlich ist uns bewusst, dass das nichts Besonderes ist, aber es ist natürlich schön es mitzuerleben und sich an den kleinen Fortschritten zu erfreuen.

    Ich glaube, ich hatte es schon einmal an anderer Stelle gesagt, aber das ist ein ganz wesentlicher Unterschied bei einem eigenen Kind, im Vergleich dazu, dass man etwa häufiger Kontakt mit den Kindern von Schwestern oder Brüdern hat. Man erlebt einfach viel mehr direkt mit, im Guten und im Schlechten.

    Beispielsweise hatte sich Fräulein Schmidt gerade wieder einmal erkältet und etwas Fieber bekommen. Wir vermuten, dass gerade das Fieber erneut mit dem Zahnen zusammenhängt. Das bedeutete in diesem Falle: kurze Nächte und insbesondere auch, dass Südländerin bei der Arbeit Krankheitstage genommen hat, da sie ja Nanny für das Kind spielen und aussetzen musste.

    Zu Hause zu sein, mit einem kranken Kind in dem Alter, ist dabei sicherlich kein Vergnügen. Morgens mag es noch einigermaßen gehen, aber spätestens am Nachmittag wird Fräulein Schmidt dann ganz gerne sehr unleidig, ist krank und müde, aber nicht müde genug um zu schlafen. Möchte alles Mögliche machen was sie nicht darf und regt sich fürchterlich auf, weil sie es nicht darf, motzt rum, kriegt Heulkrämpfe und man sieht dem Zeitpunkt entgegen, an dem es Zeit ist, dass sie schlafen geht und auch müde genug dafür ist.

    Man hatte es Südländerin angemerkt, wie fertig ist sie an dem Abend war und natürlich habe ich auch versucht, ihr am Wochenende einiges abzunehmen und mehr auf das Kind aufzupassen, damit sie etwas länger schlafen kann und wieder etwas zu Kräften kommt. Nach drei Krankheitstagen (mit ohnehin davor schon einer stressigen Zeit auf der Arbeit) lagen Südländerins Nerven etwas blank. Aber mit der Gesundung des Kindes, hat sich dann auch alles wieder beruhigt.

    Kinderbetreuung kann ein „einfacher Job“ sein, wenn das Kind gut drauf ist oder wenn man mit einer Freundin, die auch ein Kind hat, zusammen die Kinder nebenher beaufsichtigt. Natürlich gibt es auch hier Stresszeiten, bei denen ist nicht so einfach ist.
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    Frage am Rande: wieviele Monate ist die Kleine inzwischen? Und macht sie tatsächlich keinen Mittagsschlaf mehr?

  3. „Nanny für das Kind spielen und aussetzen musste“

    Bitte was?! Das ist die MUTTER.

    Warum zum Henker habt ihr denn dann ein Kind? Ihr wollt Ruhe und Arbeit Arbeit Arbeit und seid mit den Nerven am Ende, wenn sie zahnt? Schmeisst sie mit 4 Monaten un/abgestillt in die Kita. Lein Wunder, dass jedes dritte Kind psychische Probleme hat.

    • Ich muss anmerken, dass „Nanny“ meine Übersetzung ist, im Original steht da:
      „die Anja für das Kind zu spielen“.
      „Nanny“ war das Einzige, was mir sinnvoll erschien. Könnte aber vielleicht auch anders interpretiert werden.

      Aber ja, Christian und seine Frau haben m.W. das Kind recht schnell in die Ganztagsbetreuung abgeschoben. Im Endeffekt muss das jeder selbst wissen. Die beiden hatten alle Informationen und haben so entschieden, das müssen wir respektieren, es ist ihr Leben und ihr Kind. Ich habe es nicht so gemacht und bin froh darüber, vielleicht bereuen sie es auch bald, in dem Alter sind Krankheiten an der Tagesordnung. Ärgerlich ist lediglich, dass der „Mütter machen oft krank und sind daher unzuverlässig“-Ruf dann i.d.R. an allen Müttern kleben bleibt, auch bei den Paaren, die es anders organisiert haben.

  4. Bitte achte darauf, deine Tochter frühzeitig auf Unterwerfung gegenüber dem Patriachat zu konditionieren. Bestimmt sind Spielzeugküche und -staubsauger schon vorhanden oder zumindest geplant? Die nächsten 5000 Jahre Männerherrschaft schaffen sich nicht von selbst!

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