„Frauen schuften, Männer machen Kasse“

Die EMMA diskutiert den Ungleichheitsbericht, der dank Lightyear hier auch schon Thema war:

Den Ungleichheitsbericht stellt die Entwicklungshilfeorganisation jedes Jahr zum Auftakt des Weltwirtschaftsgipfels in Davos vor. Meist geht es darum, wie viele Superreiche reicher als andere sind. In diesem Jahr ging es unter dem Titel „Time to care“ (Zeit, sich zu kümmern) auch um eine andere, viel gravierendere und grundsätzliche Ungleichheit: die zwischen Männern und Frauen.

Diese Tatsache haut EMMA-Leserinnen nicht vom Stuhl, das hatte die Frauenbewegung schon in den 70ern herausgefunden. Doch die Zahlen, die Oxfam liefert, sind frappant. Die Einschlägigste: Männer haben 50 Prozent mehr Vermögen als Frauen. 50 Prozent! Und warum? Weil es fast ausschließlich Frauen sind, die sich kümmern. Um Kinder, um Kranke, um Angehörige, um den Haushalt. Dafür gibt es aber kein Geld. Und die Zeit, die das Kümmern kostet, verhindert oft den Beruf oder schränkt ihn ein. 42 Prozent aller Frauen im erwerbsfähigen Alter können laut Studie gar keinen Beruf ausüben, weil sie im „Care-Bereich“ arbeiten. Nur sechs Prozent aller Männer machen das weltweit.

Das die Männer ja nicht auf der faulen Haut liegen und meist Frauen und Familie finanzieren, also einen Großteil ihres Verdienstes mit Frauen teilen, hatten wir hier schon häufiger und die Argumente kann man auch hier in der Diskussion noch mal nachlesen. 

Ich finde es aber erstaunlich, wenn gesagt, wird, dass 42% der Frauen keinen Beruf ausüben können. Wo zumindest im Westen soll das der Fall sein? Es haben wohl kaum 42% der Frauen Kinder, die nicht fremdbetreut werden müssen und nicht zumindest Teilzeit arbeiten können. Und natürlich können sie auch schlicht erklären, dass sie etwa die Pflege von Angehörigen nicht mehr übernehmen und diese eben in eine Pflegeeinrichtung müssen.

Und auch interessant finde ich, dass Frauen „nicht können“ und Männer „nicht machen“. Natürlich kann ein Mann, der den Lebensunterhalt der Familie verdient, nicht auch einfach sagen, dass er jetzt aufhört und Angehörige pflegt. Es fehlt dann schlicht das Geld.

Ein Wirtschaftssytem von wohlhabenden Männern für wohlhabende Männer

Im globalen Durchschnitt und in fast jedem Land der Welt arbeiten Frauen mehr Stunden pro Tag als Männer, verdienen aber weniger, haben weniger Vermögen und sind häufiger von Armut betroffen.

Aber wohl auch nur bei sehr selektiver Auswahl der Studien zu den passenden Arbeitszeiten. Und unter Ausblendung der evtl bestehenden Ausgleichssysteme wie Zugewinn, Versorgungsausgleich, Unterhalt und Erbschaft.

Oxfam hat versucht, die Misere in zwei plakativen Zahlen auszudrücken: Zwölf Milliarden Stunden dieser unbezahlten Arbeit leisten Frauen und Mädchen demzufolge pro Tag. Das entspreche einem Wert von mindestens elf Billionen US-Dollar jährlich.  Das sei 24 Mal mehr als der Umsatz der Technologie-Riesen Apple, Google und Facebook zusammen.

Bei 7,71 Milliarden Menschen auf der Erde, von denen etwa 52% Frauen sind, wären es 4.0092 Milliarden Frauen. Das wären dann also 3 Stunden pro Tag. Wenn man dafür Halbtags arbeitet, dann klingt das durchaus fair. Wenn man gar den Hausfrauenanteil oder den Anteil der 42% Frauen die nach den Angaben oben gar nicht erwerbsarbeiten können berücksichtigt, dann wäre es für die einzelne Frau kein sehr hoher Wert im Verhältnis zu den Arbeitsstunden eines Mannes in Vollzeit +  Wochenende mit Beschäftigung mit Kindern etc +  Fahrtzeiten zur Arbeit etc

Natürlich müsste man da noch Kinder rausrechnen, aber wenn man sie mit den Vollzeitmüttern verrechnet, dann kommt es vielleicht hin.

„Diese Zahlen sind Ausdruck eines Wirtschaftssystems, das vor allem für wohlhabende Männer funktioniert“, sagt Ellen Ehmke, Analystin für soziale Ungleichheit bei Oxfam.

Die globale Milliardärselite verfügt über mehr Geld als ein Großteil der Weltbevölkerung zusammengenommen – und die meisten der Superreichen sind – oh Wunder – Männer

Was ihre globale Ungerechtigkeitsbehauptung wieder stark entwertet. Nimmt man dann die Milliarde raus, dann haben die Frauen vermutlich genau so viel wie die Männer. Es gibt nur einige wenige superreiche Männer, die aber den anderen Männern auch keine Vorteile bringen.

Und weil die Vermögenskonzentration zugunsten der Superreichen und der Großunternehmen zulasten der Allgemeinheit geht, fordert Oxfam: „Die Staaten sind verpflichtet, ein humanes Wirtschaftssystem zu bauen, das feministisch ist und den 99 Prozent nutzt, nicht dem einen Prozent!“ Die NGO hat überschlagen, dass eine pauschale zusätzliche Besteuerung der Superreichen um 0,5 Prozent bereits reichen könnte, um 117 Millionen neue bezahlte Jobs in der Altenpflege, im Gesundheitssektor sowie in der Bildung und der Kinderbetreuung zu schaffen.

„Ein feministisches Wirtschaftsystem“ – ob sie da wohl konkreter geworden sind? Wollen sie Frauen auch zwingen Vollzeit zu arbeiten und eine staatliche Betreuungspflicht erzwingen, eine Art DDR-System? Oder sollen Frauen gezwungen werden in Stahlwerken Nacht- und Wochenendschichten zu machen um den Vermögensaufbau zu ermöglichen?
Was genau ist ein feministisches Wirtschaftssystem und wie hilft es Geld gleichmässig zu verteilen, wobei ja jetzt schon Einnahmen hoch versteuert werden?

Deutschland hat einen der größten Gender Pay Gaps auf der ganzen Welt

Auch Deutschland muss sich an die Nase fassen. „Deutschland schneidet sehr schlecht ab, wir haben einen der größten Gender Pay Gaps dieser Welt! Frauen verdienen 21 Prozent weniger als Männer, weil sie auch hier deutlich mehr unbezahlte Care-Arbeit leisten als Männer, im Durchschnitt sind es 1,5 Stunden jeden Tag mehr“, so Ehmke. Auch hierzulande müsse massiv in die öffentliche Infrastruktur investiert werden, die Frauen und Mädchen von unbezahlter Pflege- und Fürsorgearbeit entlastet: Mehr Bildungsangebote, mehr Kinderbetreuung, bessere und professionellere Pflege von alten und kranken Menschen!

Ich sehe die Emma macht sich für das Wechselmodell statt. Oder was soll das Konkret bedeuten?

Und 1,5 Stunden pro tag, wenn Deutschland eine sehr hohe Teilzeitquote hat?
Männer arbeiten in Deutschland zu 94,2% in Vollzeit und in 5,8% in Teilzeit und Frauen zu 33,8% in Teilzeit und zu 66,2% in Teilzeit.

Dazu auch noch mal:

Von wegen Teilzeitfalle: Die meisten Frauen, die nicht Vollzeit arbeiten, sind freiwillig in dieser Situation und damit sehr zufrieden. Das hat eine repräsentative, unveröffentlichte Umfrage des DELTA-Instituts für Sozial- und Ökologieforschung im Auftrag des Bundesfamilienministeriums ergeben, die dem SPIEGEL vorliegt.

85 Prozent der etwa 2000 befragten teilzeitbeschäftigten Frauen fanden es demnach „super“ in Teilzeit zu arbeiten, 75 Prozent erklärten, derzeit „auf keinen Fall“ Vollzeit arbeiten zu wollen. 60 Prozent gaben an, möglichst bis zur Rente in Teilzeit arbeiten zu wollen.

Da erscheinen mir 1,5 Stunden nicht sehr viel.

Das Vermögen der 500 reichsten Menschen der Welt ist 2019 übrigens um 25 Prozent gewachsen. Es dürfte klar sein, welches Geschlecht sie haben. Höchste Zeit, sich um die zu kümmern, die sich kümmern.

Also Zwangszahlungen für Hausfrauen unter Ausblendung des Zugewinns etc?

100 Gedanken zu “„Frauen schuften, Männer machen Kasse“

  1. Die Ungleichheit zwischen Superreichen und Armen ist also gravierender wie die zwischen Männer und Frauen?
    Kein Scheiß?
    Wurde die Studien von Reichen erstellt?

    Nur mal als Beispiel:

    Wenn man die Superreichen, also die reichsten unter den reichen auch noch extra darstellt, wird der Unterschied noch gravierender. Hingegen bei Männer/Frauen scheint es ja nach diese manipulierten Studien lediglich 2/1 zu sein.

    Wenn irgendwo feministisch dran steht, kann man grundsätzlich davon ausgehen das manipuliert wurde.

  2. Das Märchen von der unbezahlten Care Arbeit ist der Joker, bei dem sich die Frauen mit einer selbst gewählten Aufgabe zum Opfer Stilisierten können.

    Wenn ich mit meiner Tochter ins Schwimmbad oder Museum gehe, nennt man das Freizeit. Zum Skikurs? Urlaub. Wenn ich koche, ist das Hobby.

    Aber bei den Damen, die ich vormittags und nachmittags mit ihren Kinderwägen im Café sitzen, einen Cappuccino nach dem anderen schlürfen und fleißig tratschen, da ist das Care Arbeit.

    Aber wieder das 21% Bruttostundenentgelt rauskramen, aber die Arbeitszeitunterschiede verschweigen. Über unbezahlte Care Arbeit jammern, aber eine Familie haben wollen. Über geringe Bezahlung jammern, aber Kunstgeschichte studieren. Über Milliardäre jammern, aber keine Unternehmen gründen.

    Nur Jammern, aber nicht das Schicksal selbst in die Hand nehmen. Die Schuld bei anderen Suchen, und für die eigenen Entscheidungen keine Verantwortung tragen wollen.

    Winslerinnen und Heulsusen.

    • Davon abgesehen… Ja. Das mit den Milliardäre und ihrem Einfluss ist nicht gut für die meisten Menschen. Nur ist das kein Frauen Problem, sondern ein Menschenproblem. Die alte Konfliktlinie zwischen Arm und Reich, die diese Närrinnen zu einem Konflikt zwischen Frau (und schwul, lesbisch und so weiter) und Mann umdichten, und sich damit der Hälfte der Bevölkerung als Verbündeten berauben.

      • „Das mit den Milliardäre und ihrem Einfluss ist nicht gut für die meisten Menschen“

        Echt? Ich habe keine Nachteile, wenn jemand anderes reich ist. Eigentlich eher im Gegenteil.

        • „Ich habe keine Nachteile, wenn jemand anderes reich ist. Eigentlich eher im Gegenteil.“

          Natürlich hast Du Nachteile, Adrian.
          Die Nullzins-Politik ist direkte Folge der Bankenkrise von 2008, als sich ein paar Superreiche übel verzockt haben. Und um ihnen das Schicksal zu ersparen, nur noch als Millionäre darben zu müssen, hat man lieber die Rentenkassen geplündert und die Gelder daraus den armen Milliardären zugeschoben.
          Die damit in Folge in großem Stil sich in den Londoner Immobilienmarkt einkauften – und die Normalverdiener in die Vororte oder noch weiter aus der Stadt drängten.
          Ähnliches passiert gerade in D.

          „Ich habe keine Nachteile“ ist also geradezu kindlich naiv.

          • Das musst Du mal erklären, warum die Nullzinspolitik Folge der Superreichen sei.

            Die Nullzinspolitik ist nach meinem Laienverständnis doch eher der Versuch, den Markt anzukurbeln (bzw. den Crash hinauszuzögern), in dem man hofft, dass die Menschen sich mehr leisten bzw. investieren. Wer nämlich hohe Zinsen zahlen muss, kann sich weniger leisten. Die Menschen/Firmen können sich bei einer Nullzinspolitik eben mehr auf Pump leisten bzw. Unternehmen, die eigentlich nicht mehr markttauglich sind, können sich über Kredite weiter am Leben halten und Arbeitsplätze erhalten. Der Finanzcrash wird so vermutlich noch eine Weile verzögert.

            Auch der Crash von 2008 hat wohl weniger mit der Unterstützung der Superreichen zu tun, sondern eher mit staatlichen Markteingriffen. Ich habe mal gelesen, dass die Immobilienblase vor allem deshalb entstanden sei, weil die Regierungen in den Markt eingriffen, um auch wenig Vermögenden die Hausfinanzierung zu ermöglichen. So sind seit den 70ern Gesetze erlassen worden, die verhindern sollten, dass Banken bei Kreditvergaben Menschen diskriminieren könnten. Ursprünglich waren einzelne Gebiete von den Banken pauschal als einkommenschwache Stadtteile markiert und entsprechend bei der Kreditvergabe benachteiligt worden. Den Menschen in den Gebieten wurde vom Gesetzgeber eine Sammelklage gegen die Banken ermöglicht, wenn sich herausstellen sollte, dass in einzelnen Gebieten weniger Kredite vergeben wurde. Die Banken wurden auf diese Weise gezwungen, Kredite eben auch an Menschen zu geben, bei denen sie das Risiko eigentlich für zu hoch erachteten.

            Hinzu kamen die Niedrigzinsen, so dass mehr Menschen das Risiko einer Hausfinanzierung übernahmen. Auf diese verstärkte Nachfrage stiegen dann die Immobilienpreise. Da die Grundstückspreise massiv anstiegen und die Grundstücke dann auch als Sicherheiten für weitere Finanzierungen herhalten konnten, wurden immer mehr Kredite vergeben. Das ging auch so lange gut, wie die Menschen die laufenden Raten bezahlen konnten und die Immobilienpreise hoch blieben. Da aber zu viele arbeitslos wurden und dieses nicht anderweitig auffangen konnten, gerieten die Finanzierungen zunehmend in eine Schieflage, so dass die Immobilien verwertet werden mussten. Da nun aber viele Immobilien zum Verkauf standen, sanken die Immobilienpreise und somit auch der Wert der Kreditsicherheiten. Der Markt crashte, weil einfach viel zu viele minderwertige Kredite vergeben worden waren, so dass die Banken ins schleudern kamen, weil aufgrund des massiven Absinkens der Immobilienpreise die Kredite auch nach der Immobilienverwertung nicht mehr voll getilgt werden konnten und bei den Banken ein großes Minus zurückblieb. Und nun standen die Banken vor der Pleite. Die Regierungen haben die Banken aber nicht gestützt, weil sie irgendwelche Superreichen retten wollten, sondern um den Totalcrash zu verhindern. Wäre nämlich eine Bank nach dem anderen pleite gegangen, hätten die Menschen alle ihre Guthaben von den Banken geholt und es wäre wohl im Dominoeffekt jede Bank pleite gegangen und zwar auch alle, die von der amerikanischen Immobilienblase eigentlich gar nicht so betroffen gewesen sind. Die Menschen hätten ganz allgemein kein Vertrauen in die Banken mehr gehabt und hätten alles zu retten versucht, was geht. Wären alle Banken pleite gegangen, dann wäre im Dominoeffekt ein Großteil der Unternehmen und Arbeitsplätze ebenfalls mitgerissen worden, da diese ohne Finanzmittel nicht hätten weiter produzieren können.

            Für Superreiche ist ein Wirtschaftscrash oft weniger dramatisch bzw. sie können eben besser abwarten, bis der Markt und die Vermögenswerte (Aktien, Immobilienpreise) sich wieder erholen, denn wer nicht verkaufen muss, kann abwarten, bis die Preise sich wieder erholt haben. Oft können Superreiche einen Crash sogar für gigantische Gewinnmöglichkeiten nutzen, denn solange die Firmen nicht pleite gehen, können die Aktien in Krisenzeiten megagünstig erworben werden, so dass dann nach einer Markterholung dann das Vermögen stark vermehrt werden kann. Superreiche müssen nur einigermaßen aufpassen, rechtzeitig genügend Finanzmittel zum Investieren zur Verfügung zu haben (zB über Gold, welches in Craszeiten idR ansteigt). Für Superreiche sind Crashs daher gar nicht so negativ, sondern gute Chancen für gute Investitionen.

            Die Nullzinspolitik oder die Bankenkrise ist meiner Meinung daher weniger die Folge, weil Superreiche sich verzockt hätten, sondern weil der Markt aufgrund zu vieler staatlicher Eingriffe und falschen Anreize in den Markt sich nicht mehr selber reguliert kann und der Staat durch immer mehr Eingriffe den totalen Crash, der vor allen den Nomalbürger brutal treffen wird, zu verhindern versucht. Denn, wenn der Markt gezwungen wird, zu viele minderwertige Kredite zu vergeben, dann kann der Kreditgeber auch nur noch schwer das Risiko des Verlustes beim Ausfall einzelner Kreditnehmer übernehmen. Es werden dann in Crahzeiten einfach zu viele Ausfälle, so dass dann das gesamte Bankensystem und damit die gesamte Wirtschaft ins Wanken gerät.

          • Das sind doch aher Nachteile, die mir aus der Tätigkeit des Staates erwachsen.
            Der Reichtum eines Menschen an sich, bringt mir keine Nachteile. Das Handlungen von Menschen anderen Nachteile bringen können, ist dagegen eine Binsenweisheit.

          • „Wer nämlich hohe Zinsen zahlen muss, kann sich weniger leisten.“

            Das ist viel zu einfach und auch falsch gedacht, @xyz. Vermögenswerte und deren Zeitwert (=Zins) verhalten sich nämlich invers proportional. Sinkt der Zins, werden Vermögenswerte „aufgezinst“. Du zahlst im Hier und Jetzt den Zins, der sonst später fällig wäre. Dieser Effekt ist auch als Inflationsphänomen zu verstehen, weshalb das asset price inflation genennt wird. Netto macht das niemanden reicher, alles wird nur unerschwinglicher, wenn man wenig bis kein Geld hat. Daher begünstigt das Nullzinsumfeld die Reichen und presst die Armen aus wie Zitronen.
            Und natürlich wurde der Nullzins deshalb festgelegt und wird weiterhin gehalten, damit X fragwürdige bis schlicht betrügerische Kredite nicht ausfallen und gewissen Kreisen der sozialen Abstieg erspart bleibt.

          • „Und natürlich wurde der Nullzins deshalb festgelegt und wird weiterhin gehalten, damit X fragwürdige bis schlicht betrügerische Kredite nicht ausfallen und gewissen Kreisen der sozialen Abstieg erspart bleibt.“

            That’s it.

            Die Immobilienblase war vielleicht das Fundament der Bankenkrise, die Größenordnung wurde aber erst erreicht, als Investmentbanker die schlechten Risiken in immer neue Bonds bündelte und für viel Geld an Leute verkaufte. Als die Immobilienkäufer ihre Kredite nicht mehr bedienen konnten, waren ihre Risiken bereits ein Dutzend Mal um die Welt gereist und hatten ebenso oft die Besitzer gewechselt. Jeder hat daran verdient – bis der Letzte die Arschkarte gezogen hatte.
            Und weltweit hatten die Banken diese Junkbonds im Portfolio, nicht nur in Amerika.

        • Korrekt.
          Der Witz war, die gebündelten (Kredit-) Risiken loswerden und mit einem immer größeren Hebel und immer schneller Kredite vergeben zu können.
          Für das politische Lobbying zur Deregulierung der Märkte haben eben diese Banken vorher Milliarden ausgegeben. Zu behaupten, es wäre nicht im Interesse dieser Banken gewesen ist ein Witz.

          In Deutschland hätten wir die Privatbanken einfach pleite gehen lassen können, denn mit Sparkassen und Raiffeisenbanken haben wir hier Alternativen, die gar nicht gerettet werden mussten.
          Was hier in die Bankenrettung investiert worden ist, war eben nicht alternativlos.

          Die Komplizenschaft des Staates mit der Nullzins-Politik ergibt sich daraus, per Inflation die Staatsschulden abzubauen, bzw. die Zinslast der hochverschuldeten Staaten nicht so weit zu treiben, dass diese ganz einfach Bankrott anmelden.
          Von den Geldern an Griechenland sind bspw. 90-95% an die Banken weiter geleitet worden; das war also ein weiteres Bankenrettungsprogramm.

          • Ha, das sagst du doch nur, weil du der Meinung bist, das wäre kein „echter Kapitalismus“ gewesen! 🙂
            Da hast du sogar Recht.
            Aber nur, weil du nicht mitbekommen hast, das Ziel des „echten+wahren Kapitalismus“ ist die Ausschaltung der Konkurrenz und die Erzielung von staatlich abgesicherten Monopolprofiten.
            Adrian, sie WOLLEN KEINEN MARKT.
            Auf einem tatsächlich existierenden Markt wären sie bereits seit 10 Jahren tot.

          • Die Regularien waren das Problem, bzw ihr Fehlen. Und natürlich der vorsätziliche Wille zum Betrug. Nicht „der Kapitalismus“.

          • „In Deutschland hätten wir die Privatbanken einfach pleite gehen lassen können, denn mit Sparkassen und Raiffeisenbanken haben wir hier Alternativen, die gar nicht gerettet werden mussten.“

            Soweit wäre ich noch nicht mal gegangen.
            Ich hätte Vermögen bis – sagen wir mal – 100.000 € staatlich abgesichert und darüber die Garantien sukzessive abgeschmolzen, bis sie bei vielleicht 10 Mio. bis auf den garantierten Rest futsch gewesen wären.
            Damit hätte man die Sparguthaben der „kleinen Leute“ nicht angetastet, praktisch nahezu 100% der Zocker erwischt und ein sehr deutliches Zeichen für die Zukunft gesetzt.

        • Du hast keinen Nachteil davon, wenn andere reich sind. Aber du hast sehr wohl Nachteile davon, wenn Gesetze gemacht werden, die Reiche bevorzugen.

          – Beitragsbemessungsgrenze & private KKV
          – Kapitalertragssteuer vs Einkommenssteuer
          – Kindergeld vs Steuerfreibetrag
          – Zwang, in Rentenversicherung einzahlen zu müssen
          – etc.

          Nur mal ein paar Beispiele.
          In den USA ist das natürlich noch viel krasser, wo alles privat gezahlt werden muss, von Gesundheit bis Bildung, und dazu Arbeitgeber mehr Rechte und Macht haben. Von Kündigungsschutz über Arbeitszeit und Urlaub bis zu Wettbewerbsverboten.

  3. Wie immer keine Angaben zum Konsum/Lebensstandard, dabei ist das die einzig relevante Größe für „Reichtum“.

    Sowohl Einkommen als auch Vermögen können nicht den Lebensstandard abbilden. Der Besitz eines Unternehmens ist etwas anderes als der Besitz von 5kg Kartoffeln. Und ohne Unternehmen (die ja Waren und Dienstleistungen für ALLE erzeugen) hätten viele der angeblich Armen einen sehr viel schlechteren Lebensstandard. Würde man die Unternehmen enteignen, könnte man sie trotzdem nicht essen.

    Die Frage ist also, wer mehr konsumiert, Männer oder Frauen.

    • Nun gibt es aber doppelt so viele weggeworfene Lebensmittel wie nötig wären, um die Armen dieser Welt zu füttern. Enteignet man also die Konzerne, kann man mit dem Geld den Armen ermöglichen, diese zu kaufen, statt sie wegzuwerfen. Dein Appell für den Feudalismus hakt also zumindest hier: Der Verteilungsmechanismus funktioniert nicht einmal bei Lebensmitteln, geschweige denn bei „Waren und Dienstleistungen für Alle“.

      Im Endeffekt können Kleinbauern mehr Ertrag pro Hektar abwerfen als Agrarkonzerne. Nimmt man den Leuten aber ihr Land, können sie sich weder selbst versorgen, noch den Zugang zu den Gütern durch Einkauf ermöglichen (=man schafft absolute Armut).

      • „Enteignet man also die Konzerne, kann man mit dem Geld den Armen ermöglichen, diese zu kaufen, statt sie wegzuwerfen.“

        Mit welchem Geld? Enteignungen kosten erst einmal Geld, jedenfalls in Deutschland, wo Enteignungen auf Basis des Grundgesetzes stehen müssen und demnach erstens einem sehr engen Rahmen gesetzt bekommen und zweitens angemessen zu entschädigen sind. Diese Entschädigungen kosten Steuergelder. Nur einmal zum Vergleich: Die Enteignung von ein paar Großinvestoren im Berliner Wohnungsmarkt hätte ein Vielfaches des Berliner Jahreshaushalt gekostet. Der Staat müsste also mit den enteigneten Firmen erst einmal profitabel so weiter wirtschaften, um das Geld wieder rein zu bekommen, was sie vorher ausgegeben haben.

        Und in Venezuela hat man das mit dem Enteignen versucht. Die Folge war, dass die Leute irgendwann gar nix mehr zu fressen hatten und *in* das Bürgerkriegsland Kolumbien geflohen sind, um nicht zu verhungern. Auch die Planwirtschaft in meiner Kindheit war nicht gerade das Gelbe vom Ei, Brot und Milch gab es zwar, für alles andere musste man anstehen oder sich vorher anmelden.

      • „Enteignet man also die Konzerne, kann man mit dem Geld den Armen ermöglichen, diese zu kaufen, statt sie wegzuwerfen.“

        Genau, weil so ein Konzern druckt Geld ja automatisch…

      • „Nun gibt es aber doppelt so viele weggeworfene Lebensmittel wie nötig wären, um die Armen dieser Welt zu füttern.“

        Wie du richtig erkannt hast, ist es eine Wohlstands- und Verteilungsfrage, allerdings ist deine Lösung keine.

        „Enteignet man also die Konzerne, kann man mit dem Geld den Armen ermöglichen, diese zu kaufen, statt sie wegzuwerfen.“

        1) Konzerne kann man nur einmal „enteignen“ (du meinst vermutlich staatlicherseits auflösen/zerschlagen) und es ist nicht zu erwarten, dass du da viel herausholen kannst, außer Sachwerte, ein Konzern ist eine Maschine und nur aufgrund seiner Struktur was wert, eine zerschlagene Produktionsmaschine ist eine kaputte Maschine und hat nur noch Schrott- und Materialwert

        2) die Armen bleiben arm, wenn das Geld alle ist, schlimmer noch: sie vermehren sich, je mehr du durchfütterst, desto schneller geht das

        3) würde das kaum nennenswert erlöste Einmalgeld kaum noch etwas wert sein, warum? Na weil drastisch weniger Waren (keine Konzerne mehr die sie herstellen) bei gleichbleibendem oder steigendem Geldfluß schlicht Inflation bedeutet

        Man könnte den Armen dadurch helfen, dass man für ausgeglichene Leistungsbilanzen sorgt. Also bei steigendem Import (ein typisches Entwicklungslandproblem) auch erst die Exporte steigen müssen. Die also schlicht erst mal vorleisten und was aufbauen müssen, statt auf Schulden im Ausland zu konsumieren. Sie könnten sich vorm Weltmarkt auch anders abschotten (Zölle etc.) und staatlicherseits bestimmte Industrien besonders fördern, wurde m.W. in Südkorea sehr erfolgreich praktiziert. Oder das entsprechende Land verhindert Lebensmittelexporte, so dass sie zu geringeren Preisen im Inland abgesetzt werden müssen und für Investorenheuschrecken uninteressant sind. Vieles ist denkbar, allen Vorschlägen ist gemein, dass sie vom entsprechenden Land ausgehen müssen oder (noch schlechter) ein internationales Abkommen benötigen.

        Wir sind nicht für die verantwortlich! Das Beste was wir beitragen können, ist Beratung, Techniktransfer und
        eine Deliberalisierung unserer Finanzmärkte (daran scheitern wir ja selbst, wir bekommen Dank EU-Wahn ja nichtmal mehr eine Bankenregulierung hin). Die „economic hitman“ der USA und die Ausweitung der chinesischen Einflußzone zu stoppen, geht über unsere Fähigkeiten hinaus.

        „Im Endeffekt können Kleinbauern mehr Ertrag pro Hektar abwerfen als Agrarkonzerne.“

        Bist du da sicher? Hast du eine Quelle? Mein Stand ist der, dass Dank Chemie und super optimierten Sorten die Agrarindustrie am meisten herausholt. Was die Nachhaltigkeit und Gesundheit angeht, müssen wir nicht diskutieren…

        „Nimmt man den Leuten aber ihr Land, können sie sich weder selbst versorgen, noch den Zugang zu den Gütern durch Einkauf ermöglichen (=man schafft absolute Armut).“

        Das ist ohne Zweifel wahr und ein sehr großes Problem. Auch im Westen ging die industrielle Revolution ja mit Massenelend einher. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das wirklich nur auf Landvertreibung basiert. Man hört auch nach wie vor oft von Landflucht, die Jugend geht in die hippen Städte, flieht der traditionellen Lebensweise, auch wenn sie in den Molochen nur schwerlich ein Auskommen haben. Das müsste man mal untersuchen.

      • Enteignet man die Konzerne,… bla bla bla. Dieser stereotype Blödsinn veranschaulicht trefflich, wie intensiv die Fehlentwicklungen Femismus und Gender, Migrationskrise und Weltuntergangshysterie zusammenhängen und mit welch fulminanten Unsinn das auch noch verbrämt wird. Ich denke, dass ein Großteil des Geldes für die Folgen von 2015 ff z.B.von Männern aufgebracht wurde und wird (in wenigen Jahren ca 100 Milliarden). Wer hat das denn inszeniert? Im wesentlichen Frauen! Man zähle nur mal die Teddybärenbegrüßerinnen in den entsprechenden Bildern vom Münchener Hbf. aus: Frauenanteil 80%. Man stelle in diesem Zusammenhang sich nur mal das Szenario vor, das wäre so gelaufen, dass es sich bei den Flüchtlingen fast ausschließlich um junge Frauen zwischen 16 und 30 gehandelt hätte. Der teure Spuk wäre schon längst zu Ende, die Frauen hätten sich das nicht gefallen lassen, sie wären in Sachen intrasexueller Konkurrenz ausgetickt, und die Männer in der Folge zwangsverpflichtet worden, um die Grenzen mit der Waffe zu sichern. So aber wird immer weiter gemault, mit der seichten Intelligenz und Expertise von Früchtchen wie Carolla und den Bildungs- und Wissenschaftverweigerinnen die no future haben. Sie warten alle auf die Alimentierung mit Geld, das überwiegend von Männern erwirtschaftet wurde. Warten wir mal ab, wenn die Jobs in den Konzernen abgebaut sind, wenn blackout auf blackout folgt. Dann wird sich zeigen, wer gezahlt hat und das dann nicht mehr kann. Und es wird sein Heulen und Zähneklappen. Man könnte kotzen!

      • Ich meine selbstverständlich nicht, dass man Amazon verstaatlichen soll um die Inhalte des Logistikzentrums an die Armen zu verteilen. Amazon enteignen heißt, zehnfaches Aktiensplitting und jeder Mensch der Welt kriegt eine Amazon – Aktie. Unveräußerlich.

        • Amazon kostet gerade 1800 Dollar. Das würde also rund 1.3 Billionen Dollar kosten. Diese 1.3 Billionen wären danach entwertet, wenn die Aktien unveräußerlich sind.

          Und warum sollte jemand an die Börse gehen, wenn er damit alle seine Anteile an der Firma, die er von einer kleinen Garage zu einem Weltkonzern aufgebaut hat, verliert?

          • Wer sagt, dass man dann noch eine Börse braucht? Man muss die Konzerne auch nicht entschädigen, das ist keine echte Enteignung. Die Welt muss in eine Postwachstumsökonomie eintreten. Kein Wachstum = keine explodierenden Startups mehr. Ziel sollte die singuläre Vergesellschaftung des Wohlstands sein, bevor dem Wohlstand durch die Wirtschaft endgültig die Grundlage entzogen wird.

          • @ninats: “ bevor dem Wohlstand durch die Wirtschaft endgültig die Grundlage entzogen wird“ Wer Wohlstand und Wirtschaft als Antagonisten gegenüberstellt hat nichts verstanden und sollte tunlichst von weitreichenden Entscheidungen (wie z.b. der über ein besseres Wirtschaftssystem) ferngehalten werden.

      • Man kann Konzerne nicht enteignet. Sie gehören ja nicht sich selbst. Wenn dann kann man die Anteilseigner enteignet, denen die Konzerne gehören, und dazu Arbeitnehmer, Kunden und Lieferanten des Unternehmens, GgÜ denen das Unternehmen Zahlungs- und Leistungsverpflichtungen hat.

        • Treffend bemerkt!
          Das Instrumentarium für derartige „Enteignungen“ steht auch schon bereit, es nennt sich „Bilanzmodernisierungsgesetz“. Die Enteignung findet dann als Pleite in Eigenverwaltung statt. Ein schwerer Schlag für die Eigentumsrechte in D war das.

        • Die Zahlungsverpflichtungen des Unternehmens bleiben natürlich bestehen. Genau wie das Unternehmen. Nur die Aktionäre werden enteignet. Sie behalten natürlich eine Aktie. Und kriegen zusätzlich eine Aktie von United Internet, VW, Toyota, Monsanto, … Klar heulen die oberen 1 % dann. Aber das wäre die sauberste Lösung Richtung Kommunismus ohne Systembrüche zu erzeugen. Tatsächlich wird die Enteignung selbst schlussendlich zu riesigem Wirtschaftswachstum führen, weil über die Dividenden Milliarden neuer Kunden Zugang zu Konsumgütern erhalten.

          • „Die Zahlungsverpflichtungen des Unternehmens bleiben natürlich bestehen. Genau wie das Unternehmen. Nur die Aktionäre werden enteignet.“

            Du scheinst das Prinzip der Wirtschaft nicht so ganz zu durchschauen.
            Aktionäre sind nicht nur Spekulanten, sie sind vor allem Leute, die mit ihrem Vermögen einem Unternehmer ermöglichen, eine Idee umzusetzen.
            Würdest Du Aktionäre enteignen, würde dieser Geldfluss sofort zum Erliegen kommen und die Wirtschaft insgesamt kurz danach.

    • „Männer arbeiten in Deutschland zu 94,2% in Vollzeit und in 5,8% in Teilzeit und Frauen zu 33,8% in Teilzeit und zu 66,2% in Teilzeit.“

      Bitte den Schreibfehler korrigieren.

    • Blödsinn! Wenn ich die 5 kg Kartoffeln esse, sind sie weg. Wenn ich die 5 kg Kartoffeln verkaufe, sind sie auch weg und ich kann mir davon einen Burger bei Mäcces kaufen. Veräußere ich dagegen das milliardenschwere Unternehmen, kann ich mir bis an mein Lebensende 5 kg Kartoffelsäcke kaufen, ohne auch nur einmal an Arbeit denken zu müssen.

  4. Wie sollte man die familiäre Care-Arbeit denn bezahlen? Braucht man dafür Atbeitsverträge (wenn ja, zwischen welchen Parteien)? Oder sollte man eine Pauschale an alle Frauen zahlen?

    • Pauschale natürlich.
      Ein Vertrag wäre ja mit einem Qualitätsanspruch verbunden, sowie mit der Möglichkeit, den Dienstleister zu wechseln.

        • Wie werden mündliche Verträge im Streitfall eigentlich „bewiesen“?

          Und können mündliche Verträge gekündigt oder wegen Qualitätsmängeln moniert werden?
          Wenn nein, inwiefern sind es dann Verträge?
          Wenn ja, inwiefern habe ich hier was vergessen, wenn doch das selbe Relevante meiner Aussage gilt für schriftliche wie für mündliche Verträge?

          • Wie werden mündliche Verträge im Streitfall eigentlich „bewiesen“?

            Durch Zeugen zum Beispiel?
            Aber vermutlich hält sich auch deshalb das Märchen, dass man zur Reklamation einer Ware ((Umtausch, Rückabwicklung des Kaufs) unbedingt den Kassen-Bon benötigt.

            Nebenbei gefragt? Wie schließt du eigentlich deine alltäglichen KaufVERTRÄGE ab? Setzt du für fünf Brötchen beim Bäcker extra einen schriftlichen Vertrag auf?

          • Wenn jemand, den ich nicht kenne, bei mir etwas für einen vier bis sechsstelligen Betrag bestellt, kannst du aber Gift drauf nehmen, dass ich auf die schriftliche Form wert lege. Und das in der Tat regelmäßig.

            Aber wie wir sehen, fällt dir auch nicht ein, was dein Einwand sollte. Ein Vertrag, egal ob mündlich oder schriftlich, stellt die Frau in eine ganz andere Position als die Pauschale „Jede Frau bekommt, egal was“, was Qualitätsansprüche etc des Mannes angeht.

            Streichen wir also diesen Teilthread.

          • Natürlich kannst du auch auf die Schriftform pochen. Deshalb haben wir ja Vertragsfreiheit. . Die Ausgestaltung eines Vertrages ist nämlich ebenfalls Bestandteil der Vertragsfreiheit.

            Sich an eine Frau zu binden, Sex gegen Lebensunterhalt, Stellt ebenfalls einen „Vertrag“ dar.

    • „Wie sollte man die familiäre Care-Arbeit denn bezahlen?“

      Da gibt es eine simple Lösung.
      Wo Paare zusammenleben und der Mann bringt allein Kohle ran, setzt man sich an den Tisch und stellt erstmal einen Plan über die Gemeinkosten auf (Miete, Nebenkosten, Urlaub, …). Die werden vom vorhandenen Netto-Gehalt abgezogen, der Rest wird Halbehalbe auf die beiden Partner verteilt.
      Dann hat sich das mit der unbezahlten Hausarbeit erledigt.
      Dummerweise würden die Frauen damit einen schlechten Deal machen, ist derzeit ihr Verbrauch doch regelmäßig höher, als der der Männer.

        • „Ist das nicht die Definition von „Zugewinngemeinschaft“?“

          Solange beide zusammen wirtschaften, ist es erstmal eine Wirtschaftsgemeinschaft. Das sind sie auch sonst, aber in meinem Fall könnte die Frau sich nicht mehr nörgelnd zurücklehnen und meckern, sie würde für ihre viele Arbeit nicht bezahlt.
          Allerdings würde sie wahrscheinlich danach nörgeln, dass sie mit dem Geld nicht auskommt und dass früher alles besser war.

          Allerdings möchte ich auch hier wieder betonen, dass wir über ein Problem diskutieren, dass in kaum einem Haushalt seinen Niederschlag findet. Auch eine Semi wird in dem Punkt den Ball sehr flach halten, weil auch sie dann doch Frau genug ist zu erkennen, dass sie mit der Forderung nach bezahlter Hausarbeit einen schlechten Deal mit ihrem Mann eingehen würde. Im Alltag ist ihnen sein Gehalt eben näher, als ein feministisches Paradies.

          • Naja, der Witz ist eigentlich, dass sie auch ohne die rechnerische Aufteilung bezahlt wird, denn der 50% Anteil am gemeinsamen Vermögen steht ihr ohnehin zu. Den Unterschied zur obigen Rechnung macht meines Erachtens nur der persönliche Konsum. Im Falle der expliziten Aufteilung erfolgt der Konsum aus dem eigenen Anteil des aufgeteilten Vermögens, im Falle der impliziten Aufteilung trägt der Partner jeden persönlichen Konsum hälftig mit. Das führt zu Verzerrungen, wenn die Konsumneigung stark auseinander läuft.

            Beispiel:
            Startvermögen: 0 EUR

            Haushaltseinkommen (Mann Alleinverdiener) im betrachteten Jahr 60.000 EUR
            Kosten für Lebenshaltung und alles drumherum 30.000 EUR
            Bleiben 30.000 EUR, jeder hält ein Vermögen von 15.000 EUR.

            1.Fall persönlicher Konsum: Er kauft für 4.000 EUR ein, sie kauft für 4.000 EUR ein -> Beide haben ein Vermögen von 11.000 EUR (egal ob aufgeteilt wird oder nicht).

            2. Fall persönlicher Konsum: Er kauft für 1.000 EUR ein, sie kauft für 5.000 EUR ein
            ->
            aufgeteiltes Vermögen: Er hat 14.000 EUR, sie hat 10.000 EUR
            gemeinsames Vermögen: Er hat 12.000 EUR, sie hat 12.000 EUR

          • Falsche Rechnung: „Haushaltseinkommen (Mann Alleinverdiener) im betrachteten Jahr 60.000 EUR
            Kosten für Lebenshaltung und alles drumherum 30.000 EUR. Bleiben 30.000 EUR, jeder hält ein Vermögen von 15.000 EUR.“

            Beispielrechnung:
            Kosten für Lebenshaltung Mann pro Jahr: 15.000 Euro
            Kosten für Lebenshaltung Frau pro Jahr: 15.000 Euro

            Angenommen, ich gehe davon aus, die weibliche Haus- und „care-Arbeit“ sei so viel wert, dass sie die Kosten für ihre Lebenshaltung deckt (das ist tatsächlich nicht meine Meinung), dann sähe das Beispiel so aus:

            Haushaltseinkommen (Mann Alleinverdiener) im Jahr: 30.000 Euro
            Haushaltseinkommen (Frau) im Jahr: 0 Euro
            Kosten für Lebenshaltung Mann pro Jahr: 15.000
            Kosten für Lebenshaltung Frau pro Jahr: 15.000
            Materieller Transfer Mann zu Frau Lebenshaltung: -15.000 Euro
            Wert der Arbeit Frau: 15.000 Euro
            Vermögen des Haushalts: 0 Euro
            Hälftiger Anteil am Vermögen: 0 Euro
            Materieller Transfer Mann zu Frau Vermögen: 0 Euro

            Wohlbemerkt wäre damit die Haus- und „care-Arbeit“ bereits bezahlt“!
            Gehe ich über das Minimum hinaus und es entstünde tatsächlich über die Bedarfsdeckung hinaus ein verteilbares Vermögen, dann sieht die traditionelle Rechnung so aus:

            Haushaltseinkommen (Mann Alleinverdiener) im Jahr: 60.000 Euro
            Haushaltseinkommen (Frau) im Jahr: 0 Euro
            Kosten für Lebenshaltung Mann pro Jahr: 15.000
            Kosten für Lebenshaltung Frau pro Jahr: 15.000
            Materieller Transfer Mann zu Frau Lebenshaltung: -15.000 Euro
            Wert der Arbeit Frau: 15.000 Euro
            Vermögen des Haushalts: 30.000 Euro
            Hälftiger Anteil am Vermögen: 15.000 Euro
            Materieller Transfer Mann zu Frau Vermögen: -15.000 Euro
            Gesamt Transfer Mann zu Frau: – 30.000 Euro

            Damit gehen wir davon aus, der Wert der weiblichen Arbeit hätte sich spontan verdoppelt oder aber es ist ihr gelungen, einen hälftigen Anteil an einem existenten „Vermögen“ zu erhalten, an dem sie partizipiert, obwohl sie dieses nicht erarbeitet hat und auch keinen diesem Anteil entsprechenden Gegenwert produziert. Der Witz an dem, was „bezahlte Hausarbeit“ wäre, es ginge eben über die 15.000 Euro nicht hinaus.

            Also noch einmal marxistisch/maskulistisch gerechnet:
            Haushaltseinkommen (Mann Alleinverdiener) im Jahr: 60.000 Euro
            Haushaltseinkommen (Frau) im Jahr: 0 Euro
            Kosten für Lebenshaltung Mann pro Jahr: 15.000
            Kosten für Lebenshaltung Frau pro Jahr: 15.000
            Materieller Transfer Mann zu Frau Lebenshaltung: -15.000 Euro
            Wert der Arbeit Frau: 15.000 Euro
            Vermögen des Haushalts: 30.000 Euro
            Anteil am Vermögen: 0 Euro
            Materieller Transfer Mann zu Frau Vermögen: 0 Euro
            Gesamt Transfer Mann zu Frau: – 15.000 Euro

            Ergibt folgende Möglichkeiten:
            Persönlicher Konsum Frau: 0 Euro
            Persönlicher Konsum Mann: 30.000 Euro
            Uuuups.

            Der Beitrag zum „Vermögen“ = tatsächlich verfügbares Familieneinkommen der Frau ist 0 Euro. Der Begriff „Zugewinngemeinschaft“ ist ein schlechter Witz, weil sie an dem „Zugewinn“ präzise zu 0% beteiligt ist.
            Faktisch gibt es einen materiellen Transfer in der Verfügungsgewalt über das „Vermögen“, was durch keinerlei Gegenleistung gedeckt ist.
            ODER aber der Gegenwert ihrer Leistung steigt proportional mit dem männlichen Einkommen – bis zur Absurdität, dass sie in einer Stunde einen Lohn von 850.000 USD für Haus- oder „care-Arbeit“ verlangen kann, bzw. „verdient“ hat.

          • @crumar: Ich kann Deiner Rechnung folgen. So verstehe ich aber die Rechnung von carnofis nicht. Ob ich seine Rechnung richtig verstanden habe oder nicht, kann ich allerdings nicht sicher sagen.

            Noch eine Frage, weil Du Deine Rechnung nicht „betriebswirtschaftlich“, sondern „marxistisch“ genannt hast: Würde Marx nicht eher rechnen wie eine Feministin? Der Kapitalist kauft die Arbeitskraft bei der Care-Arbeiterin ein, enthält ihr aber den duch den Einkauf erwirtschafteten Mehrwehrt vor. Das muss ausgeglichen werden, deshalb steht der Arbeiterin mindestens die Hälfte vom Kuchen zu, da der Kapitalist ohne ihre Arbeitskraft gar nicht in der Lage gewesen wäre, seine Leistung zu erbringen. Das klingt für mich mehr nach Marx, aber auch hier kann ich mich irren.

          • Hi Werlauer,

            das Problem ist, seit Engels („Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats“) ist die marxistische community gewöhnt, wie Feministinnen zu rechnen.
            Das ist richtig. Aber der Witz ist, dass Engels gar nicht wie Marx vorgeht, sondern ich tue das (in meiner unnachahmlichen Bescheidenheit) :).

            Du sagst: „Der Kapitalist kauft die Arbeitskraft bei der Care-Arbeiterin ein, enthält ihr aber den duch den Einkauf erwirtschafteten Mehrwehrt vor.“
            1. Der Mehrwert ist das, was sie in X Stunden über die Reproduktionskosten ihrer Arbeitskraft hinaus produziert. 2. Der Kapitalist wäre demzufolge der Käufer ihrer Arbeitskraft und das wäre der Ehemann.

            Das Problem ist, wozu kauft denn der Mann die Arbeitskraft der Frau?
            Angenommen, ich kaufe die Frau als Arbeitskraft auf dem Markt, dann habe ich ein Interesse daran, ihr Arbeitskraft möglichst nahe an ihren Reproduktionskosten zu kaufen.
            Mir ist als Kapitalist nicht klar, warum ich mehr für sie bezahlen sollte, als sie an Reproduktionskosten hat. Mir wäre nicht klar, warum ich sie hälftig an meinem Einkommen beteiligen sollte.
            Angenommen, ihre Reproduktionskosten wären Hartz4+Miete und das wäre zusammen 850 Euro im Monat = 10.200 Euro im Jahr, dann fände ich die Annahme, ihre Arbeit sei 15.000 Euro im Jahr wert bereits großzügig.

            Du sagst: „Das muss ausgeglichen werden, deshalb steht der Arbeiterin mindestens die Hälfte vom Kuchen zu, da der Kapitalist ohne ihre Arbeitskraft gar nicht in der Lage gewesen wäre, seine Leistung zu erbringen.“
            Gut, welche mir gehörenden Produktionsmittel genau bedient denn die Ehefrau, die es mir – als Kapitalist – ermöglichen, überhaupt einen Mehrwert zu erwirtschaften?
            Drehmaschinen, Dreschmaschinen, Traktoren, Bagger, Dampfmaschinen?
            Computer, CNC-Maschinen, Spreadsheets, Warenwirtschaftssysteme?

            Die Ehefrau ist gar keine Arbeiterin – als Produzentin von Mehrwert – in diesem Sinne.
            Die bürgerlich-feministische Argumentation läuft darauf hinaus, „der Kapitalist“ selbst wäre „ohne ihre Arbeitskraft gar nicht in der Lage gewesen wäre, seine Leistung zu erbringen.“
            Die bürgerlich-feministische Argumentation ist, der Kapitalist braucht zu seiner eigenen Reproduktion eine Frau.

            Das machte früher auf einer heute noch nachvollziehbaren Ebene Sinn, da 12-14 Stunden Erwerbsarbeit wenig Spielraum ließen und lassen für Haus- und „care-Arbeit“.
            Nur kauft man heute in der gleichen Lebenssituation eben Dienstleistungen zu Marktpreisen ein, ohne – wie selbstverständlich – auf diese im Rahmen einer Ehe zurückgreifen zu können (und zu wollen).
            Die Selbstverständlichkeit, mit der die Auslagerung von Tätigkeiten auf eine Ehefrau deren Notwendigkeit begründete existiert nicht mehr.

            Das führt uns zur zweiten Ebene der Gleichung, „der Kapitalist braucht zu seiner eigenen Reproduktion eine Frau“ und die blieb mit „biologisch Nachwuchs produzieren“ bestehen.
            D.h. die einzige Legitimation, zu 50% am „Familieneinkommen“ beteiligt zu sein, ist die biologische Fähigkeit Kinder zu gebären. Und das ist „ihre Arbeitskraft“ ohne feministische Phrasen.

            Um so mehr wir den Haushalt mechanisiert haben (Waschmaschine, Geschirrspüler, Thermomix, Staubsauger und -roboter, etc.), um so mehr an „care-Arbeit“ auf den Staat delegiert worden ist (Erzieherin, Grundschullehrerin, Altenpflegerin), desto weniger ist auch für den normalen Mann einsichtig, durch welche Tätigkeiten sich rechtfertigen lässt, an der „Hälfte des Familieneinkommens“ zu partizipieren.

          • Frage: Wie kommt Werlauer auf die folgende Annahme: „… da [gemäß Marx] der Kapitalist ohne ihre Arbeitskraft [= die Arbeitskraft der Ehefrau] gar nicht in der Lage gewesen wäre, seine Leistung zu erbringen“?

            Kann es nach Marx nur verheiratete Kapitalisten geben?

            Natürlich gibt es auch Junggesellen-Kapitalisten: Die benötigen dann vielleicht eine Haushälterin, oder eine Pflegerin für die kranken Eltern. Solche Leute müssen die Junggesellen-Kapitalisten dann bezahlen – aber ohne dass diese Bezahlung gleich die Hälfte ihres Kapitalisten-Einkommens oder die Hälfte ihres Kapitalisten-Besitzes ausmachen würde.

            Nein, die Bezahlung solcher Leute dürfte sich durchaus in Grenzen halten – gar nicht zu vergleichen mit den finanziellen Ansprüchen einer Ehefrau.

          • @crumar: Du bist schon ganz von der kapitalistischen Sicht auf die Dinge verdorben. Die am Markt eingekaufte Arbeitskraft wird doch auch unterbezahlt! Auf der enthält der Kapitalist den eigentlichen Mehrwert ihrer Arbeit vor. Weil die erbrachte Arbeit eine Dienstleistung ist, musst Du die Alternativkosten des Kapitalisten – die entgangenen Einnahmen in der verlorenen Zeit beim selbst Verrichten – betrachten, nicht den Marktwert. Das ist der Kuchen der gerecht verteilt werden muss.

            Vielleicht habe ich aber auch in Staatsbürgerkunde nicht immer genau aufgepasst, ich weiß es nicht. 😉

          • „So verstehe ich aber die Rechnung von carnofis nicht.“

            Meine Rechnung ist viel profaner, überhaupt nicht wissenschaftlich.
            Ich gehe davon aus, dass 90% der Ehemänner aus Liebe, oder aus ihrem männlichen Selbstverständnis heraus kein Problem damit haben, ihre Frauen mit ihrem Einkommen mit zu ernähren.
            In der kleingeistigen feministischen Welt zählt aber nur die Kohle, bar auf die Kralle der Hausfrau.
            Also definieren wir jetzt das, was zuvor „unser“ war, nämlich das gesamte frei verfügbare Einkommen des Mannes, als „dein“ und „mein“, gerecht aufgeteilt zu je 50%.
            Schlagartig wäre das Problem mit der unentgeltlichen Care-Arbeit vom Tisch und alle glücklicher.

          • @Jochen @Werlauer @carnofis

            Als es für den radikalen Feminismus noch notwendig war, sich in irgendeiner Form einer marxistischen Terminologie zu bedienen, um überhaupt ein Bein auf den Boden zu bekommen, gab es die legendäre patriarchale Dividende für alle Männer.
            Keiner von uns war damals so schlau oder mutig und hat gefordert: „Prima, rechne mir doch bitte nachvollziehbar vor, wie hoch die ist! Und zwar jährlich.“

            Sie sind mit der bloßen Behauptung betteln und hausieren gegangen und der Begriff wurde zu einer „Wahrheit“ durch bloße Wiederholung = Propaganda.

            „Die am Markt eingekaufte Arbeitskraft wird doch auch unterbezahlt! Auf der enthält der Kapitalist den eigentlichen Mehrwert ihrer Arbeit vor.“
            Korrekt, aber weil er im Besitz der Produktionsmittel ist.
            Deshalb habe ich oben auch beispielhaft gefragt, wo sind denn die Produktionsmittel des Mannes, auf denen dieser Mehrwert produziert werden könnte?
            Wenn alle Männer im Besitz der Produktionsmittel wären, dann würde es Sinn machen, das Geschlecht als Klasse zu betrachten, aber da es sich nicht so verhält, handelt es sich um einen feministischen Mythos.

            „Weil die erbrachte Arbeit eine Dienstleistung ist, musst Du die Alternativkosten des Kapitalisten – die entgangenen Einnahmen in der verlorenen Zeit beim selbst Verrichten – betrachten, nicht den Marktwert. Das ist der Kuchen der gerecht verteilt werden muss.“

            Was auch der springende Punkt ist, weil er bereits etwas voraussetzt.
            Wenn es eine Dienstleistung ist, dann würde man die Dienstleistung zu Marktpreisen einkaufen.
            Man würde die Dienstleistung auch nur einkaufen, wenn diese zu geringeren Kosten zu erstehen ist, als man für die eigene Arbeitskraft erzielen kann.
            Wenn ich selbst nur 9,35 Euro die Stunde erziele, macht es keinen Sinn eine Haushälterin einzustellen, die mich (inklusive Sozialabgaben, dazu an anderer Stelle mehr) 12 Euro kostet.
            Sind die „Alternativkosten“ also höher als das eigene Einkommen, dann gibt es keine Nachfrage nach der Dienstleistung.

            Der bürgerliche Feminismus hingegen fragt nicht nach den Marktpreisen für die konkrete Tätigkeit, sondern der Marktpreis der Tätigkeit bestimmt sich aus ihrer Perspektive aus dem Einkommen des Kapitalisten.
            Nicht weil der Marktpreis der Haushälterin explodiert wäre, sondern weil das Patriarchat in seiner unergründlichen Weisheit das juristisch über die hälftige Teilhabe am Einkommen/Besitz durch die Ehefrau geregelt hat.
            Die feministische Perspektive basiert auf der patriarchalen Auffassung, es tauschen sich Äquivalente und es gelten die Marktgesetze und -preise eben nicht.
            Verdient der Kapitalist 93,50 Euro die Stunde, dann ist die Dienstleistung, die für ihn vollbracht worden ist auch genauso viel wert – völlig unabhängig davon, dass du einer Babysitterin nur einen Zehner in die Hand drücken würdest.

            „Natürlich gibt es auch Junggesellen-Kapitalisten: Die benötigen dann vielleicht eine Haushälterin, oder eine Pflegerin für die kranken Eltern. Solche Leute müssen die Junggesellen-Kapitalisten dann bezahlen – aber ohne dass diese Bezahlung gleich die Hälfte ihres Kapitalisten-Einkommens oder die Hälfte ihres Kapitalisten-Besitzes ausmachen würde.
            Nein, die Bezahlung solcher Leute dürfte sich durchaus in Grenzen halten – gar nicht zu vergleichen mit den finanziellen Ansprüchen einer Ehefrau.“

            Völlig richtige Herangehensweise!
            Letztlich löst man „Ehefrau“ in ein Bündel von Tätigkeiten auf, die in der Regel aus unqualifizierter Arbeit bestehen und berechnet die Marktpreise für die Tätigkeiten. Von denen zieht man dann die Reproduktionskosten der Ehefrau ab und die anteiligen Kosten des Kindes/der Kinder. Das ist dann der tatsächliche Wert ihrer Arbeitskraft.
            Es wird für viele ein böses Erwachen geben – vor allem wenn ich dieses Einkommen sozialversicherungspflichtig machen werde und versteuern lasse.
            Die Herrschaft der Organisation MGTOW wird grausam realistisch sein. 🙂

            „Ich gehe davon aus, dass 90% der Ehemänner aus Liebe, oder aus ihrem männlichen Selbstverständnis heraus kein Problem damit haben, ihre Frauen mit ihrem Einkommen mit zu ernähren.“

            Tssstsss! Wir sollten dem Feminismus dankbar sein, dass er uns zu einer nüchternen Perspektive geradezu ermuntert, in der „Liebe“ nur eine patriarchale Konstruktion ist, um Frauen auszubeuten. 😉

            „In der kleingeistigen feministischen Welt zählt aber nur die Kohle, bar auf die Kralle der Hausfrau.
            Also definieren wir jetzt das, was zuvor „unser“ war, nämlich das gesamte frei verfügbare Einkommen des Mannes, als „dein“ und „mein“, gerecht aufgeteilt zu je 50%.
            Schlagartig wäre das Problem mit der unentgeltlichen Care-Arbeit vom Tisch und alle glücklicher.“

            Ja, es ist eine so schöne Welt, in der ich anfange, alle menschlichen Beziehungen zu monetarisieren!
            Was werden wir einen Spaß haben, uns gegenseitig Rechnungen für „emotionale Arbeit“ zu schreiben!! /sarcasm off
            Ich habe mit diesem verlogenen Scheiß „unbezahlte Hausarbeit“/“care-Arbeit“ nicht angefangen, aber jetzt müssen wir das durchziehen, sondern werden sie immer frecher mit ihren Lügen.

          • „Der bürgerliche Feminismus hingegen fragt nicht nach den Marktpreisen für die konkrete Tätigkeit, sondern der Marktpreis der Tätigkeit bestimmt sich aus ihrer Perspektive aus dem Einkommen des Kapitalisten“

            Ist das nicht eine der Grundlagen des Kommunismus? Markt ist schlecht, der Kapitalist nimmt fies wie er ist denn Mehrwert auf Kosten der Arbeiter mit und beutet sie daher aus?

          • „Ja, es ist eine so schöne Welt, in der ich anfange, alle menschlichen Beziehungen zu monetarisieren!“

            Keiner tut es. Aber wenn wieder mal das Dummchen – beim Kaffee im Café von irgendeiner Feminista aufgehetzt – abends empört nach Hause kommt und sich darüber entrüstet, dass FRAUEN (wie sie) unentgeltliche Haus- und Care-Arbeit leisten, DANN sollte man dem beklagten Mann die beschriebene Aufteilung empfehlen.
            Das Problem von Frauen – mehr noch, als von Männern – ist, dass sie allzu kritiklos irgendwelchen nebulös raunenden Moralaposteln hinterherlaufen.
            Das hat die katholische Kirche schon vor über 700 Jahren registriert und mit dem Jesuiten-Orden eine Organisation geschaffen, die direkt auf die Ehefrauen der Großen und Mächtigen abzielte, um über sie Einfluss auf die Entscheidungen der Fürsten zu gewinnen.
            Woraus wir entnehmen können, dass schon damals selbst die mächtigsten Könige mehr Angst vor dem Eheweib, als vor dem Fegefeuer hatten 😉 .

      • Das carnofis-Prinzip habe ich in meiner damaligen Ehe vor bald drei Jahrzehnten vorgeschlagen und wir haben es drei Jahre lang bis zur Trennung durchgezogen. Erwerbsarbeit bei mir 100%, bei ihr 40%. Dass ich den Ertrag meiner Berufsarbeit in die Wirtschaftsgemeinschaft einbringe, stand für mich nie in Frage. Mit der Familiengründung bin ich diese Verpflichtung im klaren Bewusstsein eingegangen. Da waren kleine Kinder, wir konnten uns keine grossen Sprünge leisten. Wir haben die Einkommen zusammengelegt, die erheblichen Gemeinkosten beglichen und den Rest zur persönlichen Verwendung exakt hälftig auf unsere privaten Konten überwiesen.
        Das ist wirklich pragmatisch und eine echte Antwort auf den Hausfrauenlohn.

        Mir schien die Lösung schon damals sachlich angemessen und im Sinn der Gleichberechtigung. Am besten war für mich, dass ich nun wieder über eigenes Geld verfügte. Je nach Monat war das mehr oder weniger, aber ich konnte mir über die Dinge des persönlichen Bedarfs hinaus auch mal ohne Rücksprache etwas leisten. Das klingt nicht selbstbewusst und das war ich damals auch nicht. Aber es war der erste Schritt in meine eigene Emanzipation. Ohne die Familiengemeinschaft zu belasten waren wir nun wieder selbst für unsere eigenen finanziellen Bedürfnisse zuständig, und wir kannten die Decke haargenau, nach der wir uns individuell zu strecken hatten.

        Meine feministische Ehefrau konnte argumentativ wenig gegen das Modell sagen, war aber trotzdem damit unzufrieden. Das habe ich damals nicht verstanden. Heute weiss ich, dass der Feminismus stets die Bewirtschaftung von weiblicher Unzufriedenheit, nie aber die gleichberechtigte Lösung von Fragestellungen verfolgt. Der Feminismus tritt schon lange an Ort. Die Diskussionen waren dieselben wie heute. Bewegung wird es erst geben, wenn wir Männer von den Frauen endlich einen gleichwertigen Beitrag einfordern. Stichworte Dienstpflicht, Arbeitspensum, Rentenfinanzierung, Gesundheitswesen uam.

        Um doch noch auf das Geschwafel vom Hausfrauenlohn einzutreten: Selbstverständlich müsste man in klassischen Familienmodell dann auch dem arbeitenden Mann einen Lohn zugestehen. D.h., dass die Frau (oder etwa gar der Staat? 😉 ) den Mann für die finanzielle Einbusse zu entschädigen hat, wenn er als Lohnsklave Tag für Tag für die Familie malochen geht.
        Die Single-Haushalte gehen gerne vergessen. Auch da wird Hausarbeit geleistet, und es stellt sich die Frage, wer hier entschädigungspflichtig wird. Immerhin könnte auch der Single schönes Geld verdienen, während er einkauft, putzt oder die Waschmaschine befüllt. Feministinnen rechnen den Grundaufwand für sich selbst stets unredlich mit ein, wenn sie die unmenschliche Frauenbelastung ins Feld führen. Ich war voll berufstätiger, alleinerziehender Vater mit kleinen Kindern. Ich kenne den Aufwand für den Haushalt auf die Unterhose genau. Mir macht keine Feministin was vor.

        Es wird sich nichts bewegen, wenn wir Männer uns nicht bewegen. Solange wir unsere Arbeitskraft willig ausbeuten lassen, werden die Frauen das als normal anschauen.

  5. Vielleicht hilft oxfam mit der Nebelkerzenstudie ja auch nur beim Aufbäumen gegen die sich allmählich einschleichende Erkenntnis, WIE reich und vor allem mächtig viele Frauen sind.

    Aus dem Guardian

    White women, on the other hand, are uniquely placed to challenge racism because of their proximity to power and wealth, Jackson says. “If they don’t hold these positions themselves, the white men in power are often their family, friends and partners.”

    Oh wei.
    Was sagen die da?
    Frauen sind gar nicht hilf- und machtlos, sondern gestalten die Gesellschaft über ihren immensen Einfluss auf Männer ganz wesentlich mit?!?
    Schnell! Schnell!!
    Paygap!!!
    Altersarmut!!!
    Gewalt gegen Frauen!!!!

    (Haben wir abgelenkt? Sind sie weg?)

  6. Die Oxfam-„Studie“ https://www.oxfam.org/en/research/time-care – hier als PDF herunterzuladen – beginnt mit drei „Vorworten“ (es sind eher Illustrationen eines ideologischen Vorhabens).
    Eines einer Frau von den Philippinen, einer Frau aus Indien, einem iranisch-stämmigen Dänen.

    Oxfam hingegen ist in GB angesiedelt und es stellt sich die Frage, wieso für die These, es gäbe besonders für Frauen eine globale „sexistische Ökonomie“ ausgerechnet Beispiele aus Entwicklungsländern herangezogen werden. Dazu später mehr.

    Die erste Frau – namens Rowena – schildert: „In the past in my community, women used to just work in
    the house – cooking, cleaning and taking care of children. They also fetched water. Men had more opportunities than women. With all the work that was assigned to women, we could never catch up with the men in our community.“

    Sie beschreibt sich so: „I’ve been a day care worker (was Erzieherin oder einfach nur Tagesbetreuung bedeuten kann) in a school for ten years. And I’m also a housewife.“
    Es wird offen gelassen, wie lange sie in welchem Bereich arbeitet bzw. tätig ist.
    Ob sie Kinder hat oder nicht bleibt ebenfalls offen.

    Zum Glück war Oxfam (TM) zweifach hilfreich tätig: „In the past, my husband didn’t help in the household at all. It was a lot of work that I had to do on top of what I did in the school, but my husband and I didn’t question it. That changed when we started to attend trainings and seminars and learned about unpaid
    care work. Now he always helps around the house.“

    Nach den Seminaren von Oxfam (TM) ist der Mann zur besseren Einsicht gelangt, dass er zusätzlich zur Erwerbsarbeit auch im Haushalt tätig sein sollte. Wie lange er Erwerbsarbeit verrichtet, wie lange Wege er zu und von dieser zurück legt, wie hoch der prozentuale Anteil seiner Erwerbsarbeit am Familieneinkommen ist spielt keine Rolle.
    Von seiner Lebenssituation wird völlig abstrahiert – wir haben keine Ahnung, wie er lebt und wie zufrieden er mit seinem Leben ist. Er hat noch nicht einmal einen Namen.
    Er ist als Individuum nur insofern interessant, als er (wie auch das Kollektiv aller Männer) die moralische Verpflichtung hat, für den Vorwurf: „Men had more opportunities than women.“ gerade zu stehen und diese Ungerechtigkeit zu beseitigen.
    Ob das ungerecht ihm gegenüber ist spielt keine Rolle.

    Da Oxfam (TM) dummerweise in der Situation ist, dem Publikum erklären zu müssen, wie Oxfam (TM) die Spenden für Oxfam (TM) verwendet, muss sie ein bisschen plaudern. Wir erinnern uns, was die Aufgaben von Frauen im Haus sind: „They also fetched water.“ Präziser mit meiner Herv.: „The heaviest housework is fetching water. It takes us three to four hours to go and get water because our water source is far.“

    Rowena hat wirklich Glück, dass sie nicht in einer Studie zur Erfassung von Hausarbeit in D teilnimmt. Denn feministisch sonnenklar ist eine Tätigkeit, die nicht im Haus verrichtet wird keine Hausarbeit.
    Regenrinnen reinigen ist bspw. keine Hausarbeit, ergo kann „Wasser holen“ ebenfalls keine Hausarbeit sein – alles andere wäre mit zwei Maßstäben messen und demnach sexistisch! 😉

    Sie beschreibt nun, wie sich ihre Situation Dank Oxfam (TM) drastisch verbessert hat: „We also have water tanks now through the help of Oxfam and SIKAT*. We finally have taps and a hose, so we don’t have to carry water cans and pails anymore. We spend less time fetching water now. While we wait for the water to fill our water cans and drums, we can focus on other work.“

    Bääääääääm! Patriarchat und sexistische Ökonomie, nimm das! Kaum gibt es feministische Wassertanks, reduziert sich die patriarchal induzierte Tätigkeit „Wasser holen“ von drei bis vier Stunden täglich auf nahe Null!
    Spaß beiseite ist „Zugang zu sauberem Trinkwasser“ ein Problem, was mit dem Geschlecht nichts zu tun hat und die Lösung dieser Frage auch nicht ( bzw.nur in schrägen Hirnwindungen, in denen von der identische Frage Frauen „besonders betroffen“ (Meteor) sind).
    Angesichts der Gewichtung der Tätigkeiten im Rahmen von „Hausarbeit“ wird offensichtlich, welcher – für uns selbstverständliche – Luxus Trinkwasser aus dem Wasserhahn ist.

    Aber was hat das mit weiblicher „care-Arbeit“ zu tun? Gar nichts.
    Tatsächlich schafft die Herstellung dieser Infrastruktur erst die Möglichkeit zur Freisetzung von Zeit, entweder „care-Arbeit“ oder Erwerbsarbeit zu verrichten.

    Nun könnte man einwenden – das ist das klassisch feministische Argument – „Moment mal, wenn die Frau nicht Wasser holen würde, müssten beide verdursten! Die Frau schafft mit dem Wasser dir Grundlage für das Leben. Ohne Wasser = das Leben gäbe es den Mann nicht und auch keine Erwerbsarbeit!“

    Folgen wir dem Mann ohne Hausfrau zur Erwerbsarbeit, wird er also erst einmal einen Mehraufwand haben, zum Fluss gehen und Wasser besorgen – das ist richtig.
    Gleiches trifft aber auch auf die Frau zu, die ohne Wasser verdursten würde und zwar unabhängig davon, ob sie einer Erwerbsarbeit nachgeht oder nicht.

    Beide Geschlechter müssten jeden Tag diese Strecke zurücklegen.
    Die Arbeitsteilung nach Geschlecht ermöglicht ihm einer Erwerbsarbeit nachzugehen, die wiederum ihr ermöglicht, an dem Einkommen durch diese Erwerbsarbeit zu partizipieren.
    Gingen beide gleichermaßen jeden Tag Wasser holen, wäre die identische Tätigkeit für beide Geschlechter „unbezahlte Arbeit“.

    Der feministische Beschiss ist – vergleichbar mit dem „gender time gap“ – „Wasser holen“ zu einer spezifisch weiblichen „Arbeit“ zu machen, einer „Hausarbeit“, die sie für sich individuell ohnehin verrichten müsste. Und danach noch einer Erwerbsarbeit nachgehen.
    Würde sie alleine wohnen, müsste sie ebenfalls putzen, Nahrungsmittel einkaufen, kochen usw.
    Die tatsächliche Mehrarbeit eines Geschlechts für das andere – im Sinne einer „Doppelbelastung“ – ist lediglich der zeitliche Aufwand, der darüber hinausgeht, sie selbst als Individuum zu reproduzieren.

    Was wiederum erklärt, weshalb die Beispiele aus den Entwicklungsländern stammen müssen, denn nur in traditionellen Gesellschaften funktioniert das feministische Schema halbwegs bruchlos.
    In deutschen Großstädten ist der Anteil an Single-Haushalten inzwischen nahe 50% – einem Single zu versichern, dass Hausarbeit unfair nach Geschlecht verteilt und überhaupt unbezahlt (!) ist wird schwer.
    Spontan leuchtet jedem Single ein, die Erwerbsarbeit ist Voraussetzung der „care-Arbeit“ und die eigene „work-life-balance“ richtet sich nach der Möglichkeit des eigenen Einkommens.

    Skandalisiert wird selbstverständlich nicht, was mir als Skandal erscheint: Wieso sollte jemand mit dem ich zusammen lebe, automatisch einen hälftigen Anspruch auf mein Einkommen und meinen Besitz haben? Den bürgerlichen Horizont des bürgerlichen Feminismus erkennt man daran, dass dies selbstverständlich kein Problem darstellt – das ist für sie eine Art von Naturgesetz.

    Nehmen wir Bezos Ex-Frau als Beispiel: „MacKenzie S. Tuttle wurde am 7. April 1970 in San Francisco als Tochter eines Finanzplaners und einer Hausfrau geboren. 1988 absolvierte sie die Hotchkiss School in Connecticut. Tuttle erwarb 1992 ihren Bachelor in Englisch an der Princeton University. Später arbeitete sie in der Finanzbranche, als Autorin und half ihrem Mann Jeff Bezos, das Unternehmen Amazon aufzubauen.“ (Wiki)

    Bachelor in Englisch und Hilfe beim Aufbau ist Wert: „Am 9. Januar 2019 gaben MacKenzie und Jeff Bezos via bekannt, dass sie sich scheiden lassen würden. Am 4. April 2019 wurde die Scheidung abgeschlossen, McKenzie behielt 25 % der von ihr und Jeff Bezos gehaltenen Amazon-Aktien und gab die Kontrolle über das Unternehmen Blue Origin an ihren Ex-Mann ab. MacKenzie hält dadurch noch Amazon-Aktien im Wert von 35,6 Milliarden Dollar.“

    Die Ehe hielt von 1993 bis 2019 – in jedem Ehejahr verdiente sie demnach rückwirkend 1,4 Milliarden Dollar. Jedes Jahr. Mir fällt gerade kein einziger CEO ein, der auch nur ansatzweise in dieser Einkommensklasse angesiedelt ist. Hätte sie ihre Qualifikation zu einem Beruf gemacht, wäre vielleicht ein Jahreseinkommen von 50.000 Dollar vor Steuern herausgesprungen – das sind 0,00005 Milliarden.
    Nominal gehörte ihr bis zur Scheidung nichts – danach 50%.

    Der feministische Trick ist hier zu unterschlagen, dass Frauen nichts selber erarbeiten müssen und auch keine Qualifikation erwerben oder in Bereichen tätig sein, die zur Anhäufung von Reichtümern qualifizieren oder prädestinieren.
    Sondern mit dem Ehetitel erwerben sie zugleich einen Besitztitel am Einkommen und am Besitz ihres Ehemannes, der spätestens bei der Scheidung von ihm oder bei seinem Tod vollstreckbar wird.
    Faktisch aber bereits durch die Teilhabe am Familieneinkommen in der Ehe/Beziehung wirksam ist.

    Was Frauen an individuellem Besitz haben oder erarbeitet haben ist völlig irrelevant. Wichtig ist, was ihnen im bürgerlichen System de jure zusteht.
    MacKenzie Bezos hätte in den 26 Jahren Vollzeit beispielhaft 1.3 Millionen USD erarbeitet, die 26 Jahre Ehe brachten 36.500 Millionen USD. Das ist solide bezahlte „unbezahlte Arbeit“ und ich kann mich an keine vergleichbare männliche Karriere namens „Ehemann“ erinnern.

    • Die Kurzfassungen zu den beiden wichtigsten Punkten:

      „Frauen haben es schlechter“
      – „Schlechter als wer?“
      – „Einfach nur: schlechter.“

      und

      Mein Geld ist mein Geld und dein Geld ist unser Geld.

      Das ist fair.

    • @crumar: Ach hör mir doch auf mit deiner herzlosen partriarchal-logischen Analyse. Dass du wieder mal kein Wort drüber verlierst wie diese armen Frauen sich FÜHLEN zeigt doch schon was für ein Macho-Schwein du bist. Immer geht bei dir nur um die Männer, und immer ist der Feminismus bei dir schuld, selbst wenn es so wie hier gar kein feministisches Thema ist sondern ein ökonomisches musst du auf den Feminismus bashen.
      Geh doch mal sachlich auf die Argumente aus der Oxfam Studie ein, aber von dir kommen halt immer nur Schmähungen, das war vorhersehbar.

      Sorry crumar, ich wollte nur verhindern dass lightyear wieder hereinplatzt und sich bemüßigt fühlt seinen Unsinn hier abzuladen. Deshalb habe ich mal schnell seinen Standard-Sermon abgespult, in der Hoffnung dass er das dann nicht mehr tut und uns in Ruhe lässt 😀

      @topic: Die Oxfam Studie ist junk science. Die gehen schon von falschen Voraussetzungen aus, und wie wir wissen: ex falso quodlibet. Case closed.

      • Vielen Dank, pingpong! „Er ist als Individuum nur insofern interessant, als er (wie auch das Kollektiv aller Männer) die moralische Verpflichtung hat, für den Vorwurf: „Men had more opportunities than women.“ gerade zu stehen und diese Ungerechtigkeit zu beseitigen.“ habe ich im Hinblick auf lightyear geschrieben.

        Es handelt sich um das typische und kontrafaktische:
        1. Männer als Individuum und Kollektiv = privilegiert = böse.
        2. Handlungsauftrag an Mann/Männer im Rahmen der moralischen Läuterungsagenda: Wiedergutmachung von böse.

        • „Denkt doch an die armen Frauen“ wird in der Welt von lightyear erstaunlich schnell zu „Denkt NUR an die Frauen“. Und damit baut er Narzissmus, Vorurteile und Strukturen nicht etwa ab, sondern im Gegenteil bestärkt sie noch.

          „Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine Frau die ihm den Rücken freihält“ lautet ein beliebter Vorwurf, vorgetragen im Brustton der ehrlichen Entrüstung.
          Es stimmt ja auch. Aber andererseits „Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine Frau die an seinem Erfolg partizipert“ stimmt eben auch. Wer nur die eine Seite der Medaille betrachtet ist ein bigotter Heuchler.

          • Ein kleines Rechenexempel: MacKenzie Bezos hätte mit 50.000 USD und 1.647 Stunden Arbeitszeit im Jahr 30,36 Dollar pro Stunde verdient. Dank der Ehe mit Bezos hat sich ihr Stundenlohn auf 850.030 Dollar erhöht. Sie hat demnach in zwei Stunden qua Ehe mehr erhalten, als sie in 26 Jahren Arbeit Vollzeit vor Steuern durch eigene Arbeit verdient hätte.

            Zwei deutsche Medienmogulinnen beispielhaft:
            Liz Mohns Ausbildung auf dem Weg zur Multi-Milliardärin laut Wikipedia: „Nach der Volksschule nahm Liz Mohn zunächst eine Lehrstelle als Zahnarzthelferin an. Später bewarb sie sich als Telefonistin bei Bertelsmann und arbeitete fortan für den Buchclub. Im Alter von 17 Jahren lernte sie Reinhard Mohn kennen. (…) 1982 wurde die erste Ehe von Reinhard Mohn geschieden, Liz und Reinhard Mohn heirateten noch im selben Jahr.“

            Das war es mit der Ausbildung.
            Nun hätte ich gerne einen vergleichbaren Mann präsentiert, dem der Sprung vom Zahnarzthelfer zum Milliardär gelang. Noch 1981 wäre der Vergleich ihres persönlichen Vermögens mit dem von Reinhard Mohn ein Skandal gewesen, per bürgerlichem Kommunismus für zwei (Ehe) hat sich ihr Vermögensstatus ein Jahr später schlagartig geändert.

            Friede Springer (Wiki): „Die Tochter eines Gärtnermeisters und einer Hauswirtschaftsleiterin hatte eine Lehre als Hotelkauffrau abgebrochen, bevor sie ab 1965 als Kindermädchen im Hause des Verlegers Axel Springer in Hamburg-Blankenese Anstellung fand. 1978 wurde sie Springers fünfte Ehefrau. Nach Springers Tod 1985 erbte sie, zusammen mit den Kindern und Enkeln aus Springers früheren Ehen, Springers Anteile an dem Verlagshaus Axel Springer.“

            Auch diese Karriere: Nach abgebrochener Ausbildung Kindermädchen werden, existierende Ehefrau wegbeißen, dann erben, steht Männern nicht offen.
            Für diese weibliche Hypergamie gibt es keine „andere Seite der Medaille“, die auch für Männer gelten würde.

            Der Betrug und Selbstbetrug: „Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine Frau die ihm den Rücken freihält“ besteht daraus, dass ich für einen Stundenlohn von 850.030 Dollar alternativ eine ganze Horde dienstbarer Geister einstellen könnte, die mir wesentlich effektiver den Rücken freihält.
            Nur der Ehevertrag sorgt dafür, dass ich akzeptieren muss, die „unbezahlte“ Arbeit der Ehefrau ist so viel wert.
            Der Wert der Arbeitskraft der Ehefrau bemisst sich nämlich weder am Marktpreis der Arbeit/Tätigkeit, auch nicht an ihrer Qualifikation, sondern am Einkommen/Besitz des Mannes und um so höher letzteres, desto mehr ersteres wert.
            Wie gesagt, für bürgerliche Feministinnen ist das eine Art von Naturgesetz, das selbstverständlich nicht hinterfragbar ist und ich sehe das anders.

          • „Nach Springers Tod 1985 erbte sie, zusammen mit den Kindern und Enkeln aus Springers früheren Ehen, Springers Anteile an dem Verlagshaus Axel Springer.“

            Susanne Klatten, reichste Frau Deutschlands, gereicht auch nicht zum leuchtenden Beispiel für eine Frau, die sich ihr Vermögen erarbeitet hat.
            Sie ist auch nur eine Erbin, die das ererbte Vermögen nicht verzockt hat.

          • Reichste Frau der Welt: „Françoise Bettencourt Meyers is a French billionaire heiress and an author of Bible commentaries and works on Jewish-Christian relations. She is the only daughter and heiress of Liliane Bettencourt, and her family owns the company L’Oréal.

            Zweitreichste Frau der Welt: „Alice Louise Walton (born October 7, 1949) is an American heir to the fortune of Walmart Inc. She is the daughter of Walmart founder Sam Walton and Helen Walton, and sister of S. Robson Walton, Jim Walton and the late John T. Walton.

            Drittreichste Frau der Welt: „Jacqueline Mars (born October 10, 1939) is an American heiress and investor. She is the daughter of Audrey Ruth (Meyer) and Forrest Mars, Sr., and granddaughter of Frank C. Mars, founders of the American candy company Mars, Incorporated.

            Und es geht so weiter. Keine der Frauen, die auf Wikipedia in den Top 10 sind, hat ein Unternehmen selber gegründet, sondern sie haben geerbt – entweder von der Familie oder ihrem Mann.
            Wobei Klatten immerhin eine solide Ausbildung und auch Berufserfahrung vorzuweisen hätte.
            https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_female_billionaires

          • Ich musste lange nachdenken, bis mir eine echte Selfmademultimillionärin einfiel (so im 100 Mio+ Bereich): Oprah Winfrey. Kennt jemand noch andere?

          • Ich glaube, Winfrey hat die Milliardengrenze schon überschritten (2,5 Mrd. € geschätzt), Selfmade-Millionärin trfft es da nicht ganz. Rowling hat u.a. mit ihren Harry Potter-Büchern immerhin schon knappe 800 Mio € verdient.

          • „Kennt jemand noch andere?“

            War da nicht irgend so ne jüngere Bloggerin, die sich u. a. auch als Pornodarstellerin verdingte?
            Irgendwas mit Kaseebian, oder Kashoggi, oder so.

  7. Vielleicht fangen die Feministinnen ihren Kampf gegen das Patriarchat damit an, das Privileg der Kirchen und der karitativen Träger infrage zu stellen, dass sie vom deutschen ARBEITSRECHT ausgenommen sind?!

    Keine Rede davon? Warum nicht?

      • Blöder Witz.

        Wusstest du überhaupt, dass die kirchlichen Instis nicht dem deutschen Arbeitsrecht unterliegen und dies ein uraltes Privileg ist?
        Ganz sicher eine gigantische „Gerechtigkeitslücke“. Aber davon profitieren ja schliesslich „die Richtigen“.

        Um diese realen Missstände zu kaschieren, dafür sie dann Feminismus und Antisemitismus die bewährten Mittel. Das „eine Prozent“, „Heuschrecken“, „Finanzkapitalismus“ usw.

          • Aber die konkreten Probleme und sozialen Schieflagen, die „Religionsfreiheit“ verursacht sind weniger interessant?

          • Von all den Problemen und sozialen Schieflagen, die derzeit bestehen, sind die katholischen Schieflagen so mit die uninteressantesten, ja.

          • Es ist das Arbeitsrecht und die damit verbundene Gerichtsbarkeit, die soziale Missstände *öffentlich* macht. Wenn das Arbeitsrecht für Kirchen – also auch die nicht-katholischen – nicht gilt, bleibt alles unter dem Schleier der Verschwiegenheit. Das begünstigt und schützt strukturell Korruption, Behandeln der Angestellten nach „Gutsherrenart“, Mobbing ….

            Wer ein ernsthaftes Problem sucht, über das kein Mensch redet: voila.

    • Alex! Dass ich den Tag noch erleben darf, an dem ich dir beipflichte!

      Jedes Jahr wird selbst beim humanistischen Pressedienst der (unbereinigte) Gender Pay Gap in Deutschland beklagt, OHNE dass die wirklich einfach zu beantwortende Frage gestellt wird, weswegen gerade die bei Frauen beliebten Berufe im sozialen Bereich eigentlich so schlecht bezahlt sind.

      Feminismus fressen Hirn auf…

      • Am aller, allerschönsten finde ich persönlich, wenn du bei einem kirchlichen Unternehmen, wie der Diakonie oder der Caritas beschäftigt bist, dann gilt für dich kein Tariflohn nach Verdi und deine Interessenvertretung hat auch nicht die Rechte nach dem Betriebsverfassungs- oder Personalvertretungsgesetz.

        Aber dafür musst du in der Kirche sein und Kirchensteuer bezahlen, um dort beschäftigt zu werden.
        Sie zahlen dafür, um im Beschäftigungsverhältnis schlechter behandelt zu werden.
        Nimm das, „50 Shades of Grey“!
        BDSM? Phhhhh, Anfänger! 🙂

  8. Die Leserinnen der Emma gehören genau zu desem Milljöh hier:

    Das spiessige Kleinbürgertum vom heute ist es, ganz einfach. Bildet sich ein, dass Glanz und Glorie der Oberschicht, und ein müheloses gutes Leben mit der richtigen Moral, der richtigen Haltung, erhältlich sind.

      • https://www.ruhrbarone.de/die-neuen-eliten-der-dinkelbroetchen-kauende-duenkel/178426

        Geniale Analyse. Siehe z. B.

        „Die führenden Köpfe der neuen Elite sind Politiker, Journalisten, Führungskräfte von NGOs, Professoren in Fächern mit geringer wirtschaftlicher und technologischer Bedeutung wie Kulturwissenschaft, Gender-Studies und Soziologie und der Mittelbau und die Spitzen von Verwaltungen. Sie alle haben eines gemeinsam: Der Kampf um ihre wirtschaftliche Existenz ist eng verbunden mit dem Kampf um den Zugriff auf öffentliche Mittel und die Förderung durch die Politik und durch sie unterstützende Gesetze. […] müssen zumindest in Deutschland, und das unterscheidet sie zum Teil stark von entsprechenden Personen in den USA, auch die führenden Vertreter der neuen Eliten die Politik und die Öffentlichkeit von der Notwendigkeit ihrer Existenz und der Finanzierung ihres wirtschaftlichen Status erst überzeugen.“

        • @Jochen Schmidt

          Der Autor weiss selbst vermutlich nicht so genau, was unter Eliten verstanden wird. Da würden ihm die Schriften vom Elitenforscher Michael Hartmann weiterhelfen.
          https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wirtschaft-gesellschaft/politik/die_abgehobenen-15095.html

          Ausserdem spreche ich lieber von der Akademikerklasse oder der Neuen Mittelschicht, die insbesondere kosmopolitisch und post-materiell etc. orientiert ist.

        • Zitat: „Ein jede wirtschaftliche Realität ausblendender Postmaterialismus gibt im wirtschaftlichen Bereich das Denken vor, auch wenn es nicht allzu großer Mühe bedarf zu erkennen, dass die angestrebten Modelle, in denen „Kreislaufwirtschaft“ und „Postwachstumsökonomie“ propagiert werden, nur Modelle sind, die auch nur theoretisch in hermetisch abgeschlossenen nationalen Gesellschaften funktionieren können, denn ab dem ersten Tag, an dem die Visionen in die Tat umgesetzt würden, würden sich Millionen Facharbeiter, Handwerker, Ärzte und Ingenieure auf den Weg ins Ausland machen, wo sie deutlich besser verdienen würden. Übrig blieben ein paar freie Journalisten, der Bodensatz der kreativen Klasse, der auf dem Weltmarkt keine Chance hat, Geisteswissenschaftler und kranke und alte Menschen, die ihr Schicksal verfluchen würden, sich nicht den Trecks über die Grenze anschließen zu können.“

          Herrlich 😀

  9. Ähmm, die Frauen dürfen mit Ihren Lebenspartnern gerne eine Pauschale vereinbaren, weil das ist nun mal Privatsache. Natürlich möchten sie das nicht, sondern sie möchten eine Pauschale vom Staat – ergo von der Allgemeinheit. Nur: Ich wüsste nicht, was mich die Care-Arbeit meines Nachbarn angeht. Wer Kinder hat, bekommt ja schon sehr viel von der Allgemeinheit: Schule, Ausbildung, Universität, Krippen, die gesamte staatliche Infrastruktur etc. Das heisst: Ich bin kein Freund von Sozialismus, sondern ein starker Befürworter des Subsidiaritätsprinzips. Soll heissen: Eigenverantwortung kommt zuerst und erst wenn jemand die Eigenverantwortung nicht mehr wahrnehmen kann, dann kommt die nächste kleinere Vergemeinschaftung. Und der Bund kommt erst ganz am Schluss. Anders sieht es bei Pflege und Betreuung von alten Menschen aus: Aber auch hier würde ich sagen: zuerst kommt die Eigenverantwortung: Wer genügend Geld hat, der kann ja seine Betreuung und Pflege selbst finanzieren und erst wenn das nicht mehr möglich ist, dann kommt die Hilfe.

  10. Ich vermute übrigens auch, dass die gesamte Studie Junkfood-Studies ist: Soll heissen: Man kann den Care-Begriff ohne weiteres ausdehnen und dann fallen eben auch all die ehrenamtlichen Tätigkeiten an, die in der Gesellschaft geleistet werden wie politische Arbeit, Verbands- und Vereinsarbeit etc. Dann wird vermutlich nicht berücksichtigt, dass die Care-Arbeit an sich selbst nicht abgezogen wurde. Dann wird sicherlich auch nicht berücksichtigt, dass diese Frauen ja überhaupt keine Steuern bezahlen, wenn sie „nur“ Care-Arbeit verrichten also vermutlich sehr viel staatliche und private Transferleistungen erhalten. Abgesehen davon verstehe ich nicht, dass das Vermögen in Europa so ungleich verteilt ist. Weil ein grosser Teil des Vermögens wird ja vererbt und da sollten Frauen und Männer gleich viel partizipieren. Und in der westlichen Welt ist das Vermögen sowieso ganz anders verteilt zwischen den Geschlechtern als wenn man den globalen Massstab nimmt. Aber es ist klar: Gewisse Feministinnen nehmen immer gerade die Zahlen, die am besten für sie ist. Man sieht das beim Gender Pay Gap oder wenn es um Gewalt geht, sehr deutlich.

    • „Weil ein grosser Teil des Vermögens wird ja vererbt und da sollten Frauen und Männer gleich viel partizipieren.“

      Die um einige Jahre höhere Lebensdauer sollte Frauen beim Erben stark begünstigen. Fällt natürlich gleich unter den Tisch, wenn man nach Einkommen geht.

      Aber das ist eine Scheindebatte, da die Sozialstaatsorientierten ohnehin null interessiert, was die Realität angeht. Die wollen nur mehr Macht, am liebsten über einen verarmten Plebs, der von ihren „Wohltaten“ abhängig ist.

  11. Steht in der oxfam Studie eigentlich auch, wie groß der Anteil an Frauen ist an den Nutznießern der Care-Arbeit?

    Wenn Frauen 80% der Care-Arbeit leisten und gleichzeitig zu 80% in Anspruch nehmen, dann ist das ja logischerweise nichts, was die Männer in irgendeiner Form zu tangieren hätte.

    Was Frauen in ihrer Freizeit untereinander machen, ist schließlich nicht unsere Schuld…

    • „Wenn Frauen 80% der Care-Arbeit leisten und gleichzeitig zu 80% in Anspruch nehmen, dann ist das ja logischerweise nichts, was die Männer in irgendeiner Form zu tangieren hätte.“

      Ja, aber einer soll das doch bezahlen?!

      • Das muss natürlich auch streng paritätisch geregelt werden. 50 % der Steuern und Sozialabgaben sind jeweils von Männern bzw Frauen zu entrichten. Da man die Ausgaben für die einen schlecht erhöhen kann, muss man das allgemeine Niveau an die schwächere Partei angleichen! Wäre das nicht ein Deal?

  12. Ja, Frau Emma, das war die Idee hinterm Feminismus. Frauen schuften und einige wengie jetzt-noch-früher-Pensionaire spielen noch mehr Golf.

    /golfclap/

    • Das ist übrigens der Grund für den irre hohen Beschäftigungsquote in D. Da sozialabgabenpflichtig, zieht sich der Sozialstaat hier wie Münchhausen an den eigenen Haaren aus dem Sumpf. Man kann das auch als gehebelte Sozialstaatlichkeit verstehen. Und wie bei allem Gehebelten geht es in beide Richtungen. Das ist der Grund für die Steuererhebungs-Panik der Politik: denen ist klar, dass ihr Sozialstaatskartenhaus fragil ist und keine Rezession und Einnahmen-Rückgänge verkraften wird.
      Im Grunde ist das das Gleiche wie mit der Finanzkrise vor 10 Jahren, nur diesmal ist es der Staat, der vor lauter Gier und Machtgeilheit sich total verzockt hat.

      • Diese Gesellschaftsutopien wie sie von Oxfam und zahllosen politischen Parteien vertreten werden, sind als Euphoriehöhepunkte zu begreifen, die typisch und bezeichnend für Spekulationsmanien sind. Da wird immer geglaubt, dass die Bäumein den Himmel wachsen.

  13. Ich werde mir gleich einen Kaffee kochen. Das ist doch auch so eine Art Care-Arbeit. Bezahlt mich jemand dafür? Ich kann mich auch solange als Frau identifizieren, falls das hilft.

    love and kisses, please send $$$.

    • Männer versuchen es so:

  14. Pingback: Hausfrauengehalt | uepsilonniks

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