Bento: „Lasst uns über toxische Weiblichkeit sprechen“

Ein Bento-Artikel zur „toxischen Weiblichkeit“:

Spätestens seit der MeToo-Bewegung wird über sogenannte toxische Männlichkeit diskutiert. Damit beschreibt man Verhaltensweisen von Männern, die auf einer sehr limitierten Vorstellung von Männlichkeit basieren. Eine, in der es um Macht, Aggression und Kontrolle geht und die sich häufig in Gewalt äußert – gegen andere und gegen sich selbst. Daher sind Männer deutlich häufiger sexuell gewalttätig. Zudem landen sie eher im Gefängnis als Frauen (Statista) und haben eine höhere Suizidrate (WHO/Statista).

Also eine Männlichkeit, in der es um Macht und Aggression und Kontrolle geht und sich in Gewalt äußert.

So haben Frauen beispielsweise in stärkerem Maß als Männer mit Schönheitsidealen zu kämpfen, die an ihrem Selbstwert zehren (Fluter); sind eher überlastet, weil sie sehr vielen Rollen gleichzeitig gerecht werden müssen – von ihrem Job bis zur Beziehung, einer eventuellen Mutterrolle oder der Fürsorge für Angehörige (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut); leiden häufiger als Männer unter chronischem Stress (Robert Koch Institut); und tendieren dazu, einander beruflich eher zu bekämpfen anstatt gegenseitig zu fördern (Psychology Today).

Kommt mir irgendwie so vor als würden sie toxische Weiblichkeit hier nicht wirklich definieren.
Wäre ja naheliegend es als etwas anzuführen, was auf einer limitierenden Vorstellungen von Weiblichkeit beruht und daher oft zu – ja zu was führt? Opferhaltung, Schutzverlangen, sozialer Ausgrenzung von anderen und psychologische Machtspiele? Oder das stenge Bewachen des Status der anderen Frauen in der Gruppe?

Statt dessen nur das Kämpfen mit Schönheitsidealen und Überlastung. Da sind ja erneut eher die Frauen die Opfer und es ist nichts wirklich toxisches von ihnen.

Das „sich eher bekämpfen“ ist auch nicht wirklich auf den Punkt gebracht.

Das alles hat viele Ursachen. Eine davon sind die Rollenbilder, die Frauen noch immer vermittelt bekommen und die Druck aufbauen, einer bestimmten Vorstellung zu entsprechen.

Da ist es nicht überraschend, dass Frauen häufiger als Männer mit Depressionen und Burn-out kämpfen, öfter medikamentenabhängig sind und deutlich mehr Ess- und Angststörungen haben als Männer. (Robert Koch InstitutStatistaBundesärztekammerBzGADGPPN)

Irgendwie schaffen sie es da einen Artikel über toxisches Verhalten von Frauen wieder ins passive zu drehen. Sie haben eben Anforderungen von außen und richten die gegen sich selbst. Aber wer da eigentlich aktiv ist bleibt vollkommen im Nebel.

Okay, der Text ist ein Teaser für ein Video, indem vielleicht mehr ausgeführt wird. Aber der Text mindert meine Überraschung etwas, dass Bento toxische Weiblichkeit anführt.

 

46 Gedanken zu “Bento: „Lasst uns über toxische Weiblichkeit sprechen“

  1. Mir vielen da ganz andere Beispiele ein …

    Wie die Weigerung einfach Mathefetigkeiten anzuwenden.

    Also zuzugeben das zB 78 6 größer ist als 72.

    Das wäre zB ein kleiner Anfang zu weniger Giftigkeit.

      • Klassiker.
        Lebenserwartung in Deutschland.

        Richtig klassischst wird’s, guckt man sich das legendäre Schwarzer Villar Gespräch aus den 70ern an im WDR.

        Da dreht Schwarzer in aller feministischer Dreistigkeit um, lügt es seien die jüngsten der UN, und belegt damit der Damen hartes Los.

        Ich hab’s bis heute nicht korrigiert gesehen oder eine feministische Entschuldigung für diese an Menschenverachtung schwerlich zu übertreffende Sauerei.

        Und da gäb’s noch endlos mehr.

        Und man komme mir nicht mit die ist ja ein Individum und nicht alle Feministinnen ..

        Wahnsinn

        Jewtube shoat was das Zeug hält.

        • Eieieie, „Jewtube“ – gibt es wieder neue rechtsradikale Verschwörungstheorien?
          Beherrscht das Judentum Patriarchat immer noch die Welt, das Internet und den Rest des Universums?
          Hast du noch immer nicht gemerkt, das man aus jedem feministischen Text einen faschistischen machen kann, einfach indem man „Männer“ durch „Juden“ austauscht?
          Das kann nur funktionieren, weil die Funktion des Vorurteils identisch ist.
          „Sie“ beherrschen die Welt, „sie“ sind in allen Institutionen/Leitungsebenen überproportional vertreten, „sie“ vergiften die Umwelt/Natur und den Volkskörper etc. pp. – setze für „sie“ Männer ein, dann ist es ein feministischer, setze Juden ein, dann ist es ein faschistischer Text.

          • Kannst das Video ja selber mal suchen, es war jedenfalls mal deutlich leichter zu finden.
            Und das Youtube ADL Schwanz lutscht, lässt sich wohl kaum leugnen.

            Wollen wir über Sasha Baron Cohen reden?
            Oder einfach seiner Rede lauschen?

            Und dann kannst du ja mal, mir eine entsprechende Rede des Patriarchats verlinken.
            Und die Homepage derer Zensurorganistationen.

          • Hmmm… also ich habe bei YouTube eben eingegeben: „TV Diskussion schwarzer vilar“ und einen fast 45minütigen Mitschnitt als erstes Ergebnis bekommen. Hab jetzt nicht gerade das Gefühl, dass da versucht wird, Dinge, die man heute der Öffentlichkeit verheimlichen will, zu verstecken; zumindest nicht hierbei. Vor allem: was sollte das? Im TV macht man doch in Retrospektiven Beiträgen keinen Hehl daraus, dass es diesen TV-Clash mal gegeben hat. Einzig, dass man sich in der Bewertung natürlich dort dann tendenziell klar auf Seiten von Schwarzer befindet und das Publikum dringend davon überzeugen muss, dass Esther Vilar eine ganz schlimme Frauenhasserin war.

        • Man lausche aufmerksam den ca 10 Sekunden des Videos. Schwarzer wird ins Studio geführt und zelebriert gleich wieder ihren Opferstatus. Zitat: „Ich habe mich an die Spielregeln gehalten. Ich werde hier angemault.“

          Ansonsten bleibt es eigentlich nur wieder beim typisch feministischen Weltbild. Die armen Frauen sind die Unterdrückten Opfer und für Männer gibt es keine Beschränkungen und auch keine gesellschaftlichen Idealbilder.
          Ist ja schließlich nicht so, dass in der Werbung immer der gutaussehende, begehrenswerte Adonis mit Waschbrettbauch propagiert wird. Es sei denn, es geht darum, Männer in einem eher lächerlichen Bild darzustellen.
          Da darf es dann auch gerne mal der ungepflegte, unrasierte Trottel mit Waschbärbauch sein.

  2. Alex hatte hier letztens einen Artikel gepostet, in dem Männerhass, der Hass von Männer auf Frauen ist und ansonsten gilt Frauenhass ebenfalls als der Hass auf Frauen.

    • Glaub nicht, dass das zusammenhängt. Die „toxische Weiblichkeit“ ist vermutlich nur der gute alte „internalisierte Sexismus“, ergo und wie immer: die Männerschaft ist schuld!

        • Wenig überraschend, dass es einem „so vorkommt“, denn inhaltlich macht man ja keinen Hehl aus genau diesem Spin. Toxische Weiblichkeit sind Selbstdruck erzeugende Verhaltens- und Denkstrukturen, die Frauen von der Gesellschaft aufgezwungen werden. Man sollte wirklich nie denken, dass der Gipfel der Selbstviktimisierung, des bloßen Selbstmitleids erreicht sei, denn Feministinnen sind wirklich sehr gut darin, immer noch ein wenig Felsmaterial auf den alten Gipfel aufzuhäufen.

          Interessant auch am Ende des Textes die „Beweise“ für das Leiden der Frauen. Frauen leiden häufiger an Depressionen und Angststörungen. Zum einen könnte man sagen, das sei ja auch kein Wunder, wenn ihnen Femi-Tratschtanten wie eine Platte mit Sprung immerzu „vorrechnen“, wo sie doch überall „unterdrückt“ werden und wie furchtbar es doch ist, eine Frau sein zu müssen. Aber viel wichtiger: wurde von Leuten, die sich im Gegensatz zu debilen Bento-Schreiberlingen mit so etwas auskennen, die in solchen Bereichen tätig sind, nicht längst angemerkt, dass man in der Vergangenheit spezifisch männliche Diagnose- und Behandlungsmethoden vernachlässigt hat (wie auch in der Medizin) und es sich beständig, wenn geschlechtsspezifisch, fast ausschließlich um Frauen gedreht hat.

          Das heißt nichts anderes als: Frauen leiden darunter sehr wahrscheinlich nicht wirklich häufiger, sondern es wird aufgrund eben genannter Basis nur bei ihnen wesentlich häufiger diagnostiziert, während bei Männern… naja, die sollen sich halt mal nicht so anstellen!

          Ebenso unlauter natürlich, diese Zahlen anzuführen und gleichzeitig zu ignorieren, dass Männer weit häufiger durchs soziale Netz fallen als Frauen, wesentlich öfter Alkohol- und Drogenprobleme haben, dreimal so oft Selbstmord begehen, etc., etc., etc. Aber die machen das bestimmt eh nur aus Jux und Dollerei und sind ja sowieso immer selber Schuld. Merke: die Gesellschaft stellt nur Anforderungen an Frauen und verspüren Männer auch mal Druck von der Gesellschaft, dann ist das ja Druck von Seiten einer patriarchalen Gesellschaft, für deren Ausgestaltung die Männer entsprechend als Gruppe wie auch als Individuum die Verantwortung tragen. Also auch hier letztlich: Selber Schuld!

          Wenn es das Wort „zirkulär“ nicht schon gegeben hätte, man hätte es zwingend für die Beschreibung feministischer Theorie und Rhetorik erfinden müssen.

          • Männer sind quasi bei allen Substanzen, ausser bei gewissen Sedativa vermehrt suchtabhängig im vergleich zu Frauen. Dazu kommen dann auch noch andere Suchtarten dazu wie beispielsweise Spielsucht. Man kann auch nicht sagen, dass Männer weniger an psychischen Krankheiten leiden, sie werden entweder eben nicht diagnostiziert oder eben andere psychische Krankheiten als Depressionen oder gewisse Angststörungen. Das ist halt der partikularistische Blick einer Identitätspolitik, die eben nur partikularistisch die eigenen Nachteile sieht im Gegensatz zu einem universalistischen Blick.

      • Mir ging es ehr um das toxische Männlichkeit schadet Frauen (und Männer) und toxische Weiblichkeit schadet ebenfalls Frauen. Das Frauen durch ihr Verhalten Männern schaden könnten, wird nicht in Betracht gezogen.
        Und bei meinem Beispiel sind eben bei Frauen- oder Männerhass immer Frauen die Opfer.

  3. Der Feminismus ist ein riesiger Schlund mit Widerharkenzähnen, alles wird Frau=Opfer, Mann=Täter umgedeutet.

    Wenn Männer sich in der Welt nicht mehr willkommen fühlen, Hilfe in Medizin und Psychologie weit eher den Frauen angepasst ist, und sie zu Drogen und gefährlichen Verhalten ausweichen — sprich wenn einem jungen Mann alles nur noch egal ist und er sich besoffen mit 100+km/h gegen den Baum fährt ist er toxisch und gefährlich. Das wird nicht mal als Suizid gewertet.

    Frauen geht es schlecht und das medizinische Hilfssystem stellt 1000nde € für Antidepressiva zur Verfühgung, wenn die dann die Packung komplett schlucken und daraufhin dies 6 Freunden telefonisch mitteilen, gilt das als Suizidversuch HAHA!

    Ich mache das mit dem „toxischen“ nicht mit, weder Frauen noch Männer sind inhärent toxisch, es gibt Arschlöscher jeden Geschlechts und unterschiedliche Ausprägungen bei diesen, auch abhängig vom Geschlecht.

  4. Jaja, die Rollen, die den Frauen vermittelt werden, sind für sie schädlich.
    Und WER vermittelt diese Rollen?
    (de facto) Erziehungsberechtigte, Erzieher, Lehrer? Welches Geschlecht haben diese überwiegend?
    DA finden wir die toxische Weiblichkeit.

  5. Klar, toxische Männlichkeit besteht in Verhaltensweisen von Männern (Aggression, Gewalt usw.), toxische Weiblichkeit hingegen besteht darin, dass Frauen bestimmten Erwartungen (von wem wohl?) unterworfen sind wie Rollenbilder, Schönheitsideale.

    So hat man sich wieder mal durch die Hintertür exkulpiert.

  6. Arne dazu: „Als ich auf Genderama anfing, über „toxische Weiblichkeit“ zu sprechen, habe ich mich durchaus gefragt: „Na, ob das von den Spinnern dieser Republik nicht wieder als Frauenfeindlichkeit phantasiert wird?““

    Nun, die Spinner dieser Republik waren es, die sich über den Begriff „toxische Männlichkeit“ echauffierten; die das Benennen problematischer Verhaltensweisen, die üblicherweise fast immer nur Männer zeigen, als Hass-Verbrechen einstuften. Und folgte man ihrer Deutung, wären sie ernstzunehmen in ihrem Vorwurf der durch den Gebrauch dieser Wortkombination zum Ausdruck kommenden Männerfeindlichkeit, würden sie sich selbst natürlich auch als Frauenfeinde betrachten müssen, so sie von „toxischer Weiblichkeit“ sprechen. Das machen sie m.B.n. übrigens bevorzugt dann, wenn Frauen _geschlechtsUNtypische_ Verbrechen begehen, was als zweite Unlogik zu Buche schlägt.

  7. Wenn man sich in diese Abgründe begeben würde und Verhaltensauffälligkeiten eines Geschlechts als „toxisch“ bezeichnen würde, dann wäre toxische Weiblichkeit für mich identisch mit den drei Säulen des Neofeminismus:
    Herrschsucht, Habgier und Missgunst

    Alle neofeministischen Forderungen und alles Gejammer lassen sich auf mindestens eine dieser Säulen herunterbrechen. Aus diesen Eigenschaften ergibt sich ein Charakterbild, das neben dem angeblich toxischen Mann steht – die Herrenfrau.

    Die kennt jeder schon seit frühester Kindheit. Sie bestimmt über dich und dein Leben, über das, was du darfst und was sich nicht gehört. Die treibt dich zum Anschaffen in den Bergbau oder an die Front. Die bestimmt, ob und wann du deine Kinder sehen darfst. Die herrscht über deinen sexuellen Trieb. Sie gibt vor, wann du was sagen darfst und sollst. Sie bewertet, ob deine Taten und Worte genehm sind oder eben „toxisch“.

    Sie lässt sich Frauenhäuser bauen, Frauenparkplätze, Schutzräume, sie will Geld für ihre Care-Arbeit, wenn sie mal etwas für jemanden anderen macht wie ihre Kinder oder dich. Sie lässt sich die Einkaufstüten schleppen und schimpft, wenn sie auf der Treppe zerreißen. Sie hasst den Erfolg der Männer und anderer Frauen.

    Junge, hüte dich vor den Herrenfrauen!

    • „Alle neofeministischen Forderungen und alles Gejammer lassen sich auf mindestens eine dieser [drei] Säulen herunterbrechen.“

      Ich würde überlegen, ob man noch eine weitere Säule ergänzt: Selbstmitleid, Wehleidigkeit oder so etwas.

      • Ich finde, das sind wohl eher die Mittel zum Zweck. Das Ziel der Herrenfrauen ist ja nicht, dass sie bemitleidet oder getröstet werden wollen, sie wollen mit ihrem Wehklagen die Gesellschaft nötigen, immer mehr nur für sie zu tun, ihnen noch mehr Rechte, noch mehr materielle Sicherheit zu geben – oder, bei der Säule Missgunst, anderen Dinge wegzunehmen oder zu verbieten, ohne dass sie selbst dadurch direkt Vorteile hätten.

        Das klappt super. „Unter den Opfern sind auch Frauen und …“ Sofort schreien alle auf, wie damals bei den entführten Mädchen in Boko Haram. Jede Eifersuchtstat wird zum Femizid. Jede Frau, die ihre Kinder schlägt oder umbringt, ist „überfordert“. Wenn sie den Mann schlägt, „wehrt“ sie sich nur.

        Die Opferrolle bringt fette Privilegien mit sich. In der Medizin nennt man das „sekundären Krankheitsgewinn“.

        Damit schöpfen die ordentlich ab, nämlich Rechte (Herrschsucht) und Versorgung (Habgier).

  8. Männer und die toxische Männlichkeit sind also schuld daran, dass mehr Selbstmord begehen und mehr vor Gericht verurteilt werden. Soso.

    Wahrscheinlich ist toxische Männlichkeit auch Schuld an Genitalverstümmelungen bei Knaben (aka „Beschneidung“).

  9. Ich lehne die Begriffe „toxische Männlichkeit“ und „toxische Weiblichkeit“ ab, weil sie in ihrer Pauschalität die in manchen „linken“ Kreisen vorherrschende Identitätspolitik mit ihren dämlichen Gruppenverurteilungen und -bewertungen bedienen.

    • „lehne die Begriffe ab“

      Nicht nur deswegen, sondern weil die Vergiftungsmetapher ein klassisches faschistoides Denkmuster ist, wie schon auf man-tau dargestellt. Eine bestimmte Menschengruppe als Gift, Abschaum o.ä. zu bezeichnen, ist auch schwer mit GG Art.1 Satz 1 zu vereinbaren.
      Damit auch jeder begreift, daß mit „toxische Männlichkeit“ nicht irgendetwas abstraktes gemeint ist, sondern „die Männer“, ist unten auf der bento-Seite noch ein weiterer Artikel verlinkt, der das schon im Titel klar macht: „Rasierer-Werbung kritisiert toxische Männlichkeit – toxische Männer blamieren sich mit Reaktionen“

  10. Ich habe es mir angetan, das Video anzusehen.

    Von den 3:34 Gesamtdauer geht knapp das erste Drittel dafür drauf, zu beklagen, wie toxisch Männer bzw. die Männlichkeit im allgemeinen sind, dass die meisten Kriminellen Männer sind, die ganze Gesellschaft darunter leidet usw. Die übliche faschistoide Vergiftungsmetapher also.

    Also eigentlich am Thema vorbei, denn Thema war doch die „toxische“ Weiblichkeit. Erst nach der Männerbeschimpfung kommt ab ca. 1:00 der Schwenk zu den Frauen, denen eine „eingeschränkte Vorstellung von Weiblichkeit“ von der Gesellschaft vermittelt werde und dass diese „so sehr verinnerlicht würde, dass man sie, ohne es zu merken, ständig wiederholt“.

    Die Sprecherin bekennt sich schuldig (sie „ertappt sich dabei), sich mit aufgezwungenen Schönheitsidealen zu vergleichen und sich danach schlecht zu fühlen. Man beachte bitte ihren Opferstatus!

    Dann kommt eine weitere Liste von Diskriminierungen von Frauen, z.B. eingeredet zu bekommen, nach männlicher Aufmerksamkeit zu streben. Am lustigesten ist die Klage, dass zwischen Frauen Missgunst herrsche, anstatt sich gegenseitig zu fördern, … – man nennt das übrigens intrasexuelle Konkurrenz – … wie das bei Männern der Fall ist (da habe wir die übliche Verschwörungstheorie von den Männerbünden, jetzt fehlt nur noch der Hinweis auf das allgegenwärtige Patriarchat).

    Ab 1:48 kommt das Thema „Entscheidungsfreiheit“, genaugenommen die Freiheit der Frauen, sich den ihnen von außen aufgezwungenen, für sie selber „toxischen“ (es soll Überlebende geben) Weiblichkeitsvorstellungen zu unterwerfen. I.w. wird tränenreich geschildert, welche schlimmen Konsequenzen (Burn-Out, Depressionen, …) es hat, wenn man sich als Frau – als unschuldiges Wesen also – dem gesellschaftlichen Druck unterwirft.

    Thema ab 2:45: Männer vs. Frauen. Kernsatz: Die Probleme, die durch toxische Männlichkeit und toxische Weiblichkeit entstehen, unterscheiden sich nun einmal. Weiter: Unter den toxisch weiblichen Eigenschaften leiden die Frauen selbst, während die männliche Variante auch zu körperlicher Gewalt führt. Also Frauen sind Opfer, Männer sind gewalttätig. Gewalt durch Frauen ist nicht denkbar.

    Weiter: Wir können nur dann etwas ändern, wenn wir all die Muster erkennen, die uns krank machen. Das stimmt ausnahmsweise. An erster Stelle würde ich die widerwärtige Hetze gegen Männer und die Selbstviktimisierung von Frauen in diesem Video nennen.

    • Danke, dich durch diesen ganzen Rotz zu quälen. Also stimmt der schriftliche Teaser mit dem überein, was dann im Video folgt. Dann hat Arne das ja auch schon ganz treffend zusammengefasst, dass es auffällig ist, dass als toxische Weiblichkeit nur Dinge bezeichnet werden, die Frauen tuen und die ihnen selber schaden.

      Frauen, die mit passiv-aggressiven Methoden andere psychisch und moralisch unter Dauerdruck setzen? Frauen, die Männer wegen Nichtigkeiten („er hat meine Gefühle nicht erwidert“, „er hat den Job bekommen, den ich doch wollte“) durch üble Nachrede und Denunziation sozial erledigen oder gar direkt einer Straftat beschuldigen, wegen der diese, im Falle eines Schuldspruches viele Jahre ins Gefängnis kommen? Frauen, die Gewalt gegen ihren Partner ausüben? Und natürlich: Feministinnen, die Menschen nur aufgrund ihres Geschlechts hassen?

      All das gibt es natürlich nicht; darf es in dieser Filterblase einfach nicht geben. Frauen sind wundervoll und da wo sie es nicht sind, richten sich ihre Mängel nur gegen sie selbst und sind eh nur Ergebnis patriarchaler Beeinflussung. Himmel, ist das abgrundtief dämlich! Und so was von faschistoid!

      Und dabei darf man nie vergessen, um was es sich bei bento handelt: das ist ein Angebot, das sich speziell an Jugendliche richtet. Eigentlich gebietet es da, besonders gewissenhaft zu arbeiten. Gut zu recherchieren und zu erläutern und möglichst wenig zu beeinflussen, weil gerade dieses Klientel noch sehr beeinflussbar ist. Das, was hier aber real abgeliefert wird, ist Propaganda in ihrer übelsten Ausprägung. Jungen und junge Männer dürfen sich ununterbrochen anhören, was sie per Geschlecht für Widerlinge sind, wie gewaltaffin, unterdrückerisch und machtversessen sie sind, während Mädchen und jungen Frauen in identischer Penetranz eingebläut wird, dass sie arme, unterdrückte Wesen sind und die von Männern geschaffene Gesellschaft sie missachtet und ausbremst.

      Es ist das alte Aufbauen einer von allen Seiten gefährdeten Opfergruppe und einer Gruppe, die an alledem Schuld ist. Faktisch derselbe Rotz, den schon zig totalitäre Ideologien in der Menschheitsgeschichte durchgezogen haben, mit allen Konsequenzen.

      WHAT COULD POSSIBLY GO WRONG???

      • „Und dabei darf man nie vergessen, um was es sich bei bento handelt: das ist ein Angebot, das sich speziell an Jugendliche richtet. Eigentlich gebietet es da, besonders gewissenhaft zu arbeiten.“

        Trösten wir uns damit, dass das sicher kaum ein (männlicher) Jugendlicher liest.
        Auch dem grössten Schaf wird’s irgendwann wohl zu blöd sich dauer beschimpfen zu lassen. Jeder Junge, der bis 3 zählen kann, durchschaut das Spiel doch schon längst.

        Die Progressiven haben fertig.

        • Jeder Junge würde ich nicht unterschreiben. Es gibt, gerade bei jüngeren Menschen, einen erschreckend hohen Anteil an lila Pudeln, die stolz ihre süße, kleine, weißschimmernde Rüstung spazieren tragen und selbst noch die offensichtlichst männerfeindlichen Parolen wiederkäuen ohne auch nur den Anflug eines Hauchs von Restwürde.

          Aber mehr noch als diese Jungs, die es am Ende wohl auch nicht anders verdient haben, tun mir die normal gebliebenen leid. Denn was richtet derlei Propaganda, die leider ja eben nicht nur bei Exoten wie bento verbreitet wird, bei Mädchen an? Was ziehen wir uns da für künftige Generationen von Mädchen und Frauen heran? Was für narzisstische, von Missgunst zerfressene Kröten sollen dabei herauskommen, wenn sie von der Kindheit an eingetrichtert kriegen, dass sie absolut super sind, so wie sie sind, dass sie alles können, was Jungen und Männer können, nur halt viiieeel besser, dass sie aber in ihrem Leben unentwegt ausgebremst werden vom… PATRIARCHAT!!! (DAMDAMDAM!!!) *streng zu den Jungen blickend*?

        • „Trösten wir uns damit, dass das sicher kaum ein (männlicher) Jugendlicher liest.“

          Weit gefehlt. Bento hat eine enorme Reichweite, ca. 10 Mio. Visits / Monat, s.
          https://meedia.de/2019/01/09/ivw-news-top-50-merkur-tz-und-huffpost-mit-dickem-plus-funke-bento-und-business-insider-mit-dickem-minus/

          Das sind irgendwo zwischen 100.000 und 1 Mio verschiedene Personen, wenn man zwischen 10 und 100 Visits / Person und Monat annimmt. Davon sind vermutlich die meisten unter 25 Jahren und ca. die Hälfte männlich. D.h. diese Gehirnwäsche erreicht in der Größenordnung von 100.000 Jugendliche.

      • „WHAT COULD POSSIBLY GO WRONG???“

        „Consider now a context in which men are increasingly devalued as providers, actively discouraged from seeking status, ridiculed and pathologized for being masculine — all while facing fierce competition from women candidates, who are better trained and more highly valued than they are, and for jobs whose hiring committees openly discriminate against men. That most people fail to register this as a recipe for disaster is a testament to the blindness of our mob psychology, which too readily makes us pick on losers.“

        https://areomagazine.com/2018/11/21/hunting-predators-metoo-and-the-strange-psychology-of-mob-justice/

        • Genau das habe ich auch im Hinterkopf gehabt, als ich diese ironische Phrase anhängte. Diese Spinner merken gar nicht, wie wenig sie in ihrem ganzen Aktivismus nur noch von „kauft nicht bei Männern“ entfernt sind. Ich halte es zwar für sehr unwahrscheinlich, dass die zigste Wiederholung von Geschichte hierbei tatsächlich eine Fortsetzung bis hin zu einem „Maskulocaust“ finden wird, die Radikalität der beständigen Forderungen nach immer weiteren Einschränkungen der Rechte von Männern und die völlige Unbekümmertheit diesbezüglich hat aber schon längst besorgniserregende Ausmaße erreicht. Jede noch so geringe Überzahl an Männern wird sofort mit diskriminierender Frauenausgrenzung erklärt, während ein Frauenanteil von 100 %, egal wo und egal ob tatsächlich aufgrund von gezielter Männerausgrenzung zustande gekommen, voll suuuper und so woke und so divers ist. Männern, zumindest zu bestimmten Zeiten, sogar in öffentlichen, steuersubventionierten Einrichtungen den Zugang verwehren? Läuft!!! Aber versuch mal in Bädern oder Saunabetrieben einen frauenfreien Tag durchzusetzen. Das überlebst du nicht. Oder erst recht: fordere mal, auf Kosten von Steuerzahlern ganze Bibliotheken zu betreiben, zu denen nur Männer Zugang haben…

          Von den unfassbar ungleichen Standards, was schon als „frauenfeindlich“ gilt und wie sehr man auf der anderen Seite, selbst als Politiker oder Journalist, konsequenzlos über Männer herziehen kann, will ich hier gar nicht erst anfangen.

          Wie bei Arne heute verlinkt: Bei einer englischen Firma wird offen gefordert, Männern das Reden über Sport zu verbieten. Noch bevor ich den Link anklickte, dachte ich mir: „Lass mich raten, die Begründung lautet, dass das Frauen exkludieren würde.“ und Bingo! Und eine solche bodenlose Dreistigkeit wird bei BBC auch noch weitgehend kritikfrei berichtet, als handele es sich um das normalste der Welt.

          Selbstredend gehen diese Forderungen auch nur in eine Richtung. Frauen verbieten, sich über die letzten Shoppingerfolge zu unterhalten oder sich auszutauschen über derlei Hausfrauenbefeuchter wie „50 Shades of Gray“? Nee, das wäre ja voll frauenfeindlich. Genauso wie die Forderung, es stände natürlich jeder Frau, die sich ernsthaft „exkludiert“ fühlt, wenn sich Männer über Sport unterhalten frei, dem zu begegnen, indem sie sich selbst einfach mal ein Bisschen darüber informiert, bis sie dann sogar mal mitreden kann (wobei mal im Ernst: außer durchgeknallten Femi-Trullas, die sowieso schon die bloße Existenz von Männern als reine Zumutung erachten, gibt es doch sicher nicht wirklich eine signifikante Menge an Frauen, die damit ein Problem haben, wenn sich Männer über Themen unterhalten, bei denen sie als Frauen eher weniger mitreden können. Ich habe so etwas echt noch nicht erlebt. Die meisten Frauen handhaben das wie die meisten Männer: unterhalten sich Leute über Dinge, die sie nicht interessieren, hören sie einfach nicht weiter zu. Aber schon das ist für eine Feministin natürlich eine einfach nicht zu ertragende, patriarchal unterdrückende Erwartung an „sie als Frau“).

          • Es ist eine sehr alte Beobachtung, dass es vielen Frauen unerträglich ist, wenn Männer unter sich sind.

            Es ist nicht endgültig geklärt, WARUM das so ist, es steht außer Zweifel, DASS das so ist.

            Offizielle Erklärung im Business-Kontext: Männer unter sich eröffnen sich gegenseitig Chancen, die Frauen dann logischerweise nicht haben. Die berühmten Seilschaften.

            Das ist sehr wahrscheinlich Quatsch.

            Plausibler in meinen Augen:
            Männer unter sich könnten feststellen, dass es ihnen ohne Frauen ganz gut geht und damit signifikant an Versorgerpotential einbüßen.
            Männer unter sich vertragen sich auf eine Art und Weise, die Frauen unter sich nicht auf die Reihe kriegen. Sachen werden nicht so doll persönlich genommen und mann verträgt sich leicht. Das weckt Neid ohne Ende.

          • Die Herrschsucht nimmt schon irre Ausmaße an. Da wollen die ernsthaft einem großen Teil der Bevölkerung vorschreiben, über was geredet werden darf und über was nicht. Bei den Grünen dürfen Männer ja nur reden, wenn Frauen das gestatten oder mindestens genauso viel reden. Dass aber der Inhalt dessen, was Männer untereinander am Arbeitsplatz sprechen, vorgeschrieben und bei Verstoß sanktioniert werden kann, ist übelste Repression, krasser als in totalitären Regimes.

            Im BBC heißt es: Frauen „mögen es nicht (…) wenn sie nicht mit einbezogen werden“ (via Genderama).
            Das ist an sich schon eine Formulierung, bei der die Herrenfrau in voller Blüte steht. Dass sie dann aber auch noch verschiedene Themen untersagen… Männer können sich zukünftig eigentlich nur noch flüsternd auf den Firmen-Klos unterhalten.

            Auch wenn das alles abstrus erscheint, allein Aussprechen und mediale Verbreitung solcher faschistisch-totalitärer Phantasien sind skandalös und zeigen eine fast krankhafte Machtbesessenheit. Die haben jedes Maß verloren – wenn solche Frauen die Regierungen und Unternehmen via Mindestquotierung komplett übernehmen, dann bitte ich um Asyl in Nordkorea. Lieber sowas!

  11. Vorsorglich könnten wir ja schon mal darüber Reden wie der Coronavirus vor allem Frauen schädigt.

    Solipsismus.

    DAS ist DER Kern weiblicher Toxität.

    Daraus ergibt sich der Rest der erbärmlichen Persönlichkeitsstrukturen des – will man es aufwerten – werfenden Geschlechts.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Solipsismus

    Mich würde mal sehr interessieren wann und durch wen der Begriff seine erste Nennung auf dem Blog hatte.

    • Schon wahr, Corona zieht einen Femizid nach sich. Denn der erste deutsche Träger, ein Mann aus Bayern, ging trotz Infektion zur Arbeit. Damit gefährdete er fahrlässig Frauen, darunter sogar hilflose Quotenfrauen.

      Wären die Männer, wie seinerzeit von den Feministen gefordert, bereits in Umerziehungslagern interniert, hätte es gar nicht so weit kommen können.

      • Denn der erste deutsche Träger, ein Mann aus Bayern, ging trotz Infektion zur Arbeit. Damit gefährdete er fahrlässig Frauen, darunter sogar hilflose Quotenfrauen.

        Und ist natürlich geradezu ein Ausbund an frauenfeinlicher, männlicher Toxizität.
        Ich ab den Artikel beim Focus gelesen. Dort wird immerhin noch erwähnt, dass er sich bei einer chinesischen Schulungsleiterin angesteckt haben soll. Sie ist also auch trotz Erkrankung noch zur Arbeit gegangen.
        Der Bericht selbst ist natürlich trotzdem ganz daran ausgerichtet, dass der Mann wieder einmal der böse Täter ist, der jetzt alle anderen in Gefahr gebracht hat.
        Und so heißt es dann auch gleich im Titel:

        Coronavirus-Ausbruch im News-Ticker: Mann ging trotz Infizierung mit Coronavirus zur Arbeit

        Im Bericht selbst gibt es dann eine weitere schlagzeilenträchtige Überschrift:

        Mann steckte sich bei Schulungsleiterin mit Coronavirus an – und arbeitete weiter

        Sie, die arme chinesische Unschuld vom Lande, arbeitete natürlich nicht weiter. Zumindest nicht hier in Deutschland, weil sie wohl zurück nach China reiste.
        Immerhin hält man den bösen Täter-Mann-Infizierten nicht für für seine Mitmenschen gefährlich, ein Ansteckungsrisiko scheint nicht all zu hoch eingeschätzt zu werden.

        Es bleibt trotzdem der bittere Beigeschmack der üblichen, männerfeindlichen, tendenziösen Berichterstattung.

        • PS: Ich verzichte absichtlich auf eine Verlinkung zu dem Focus-Artikel.
          Erhöhte Klickzahlen, um das Wesentliche noch mal an der Quelle nachzulesen, verdient so ein Schundartikel nicht.

        • Zumal es heißt, dass man bereits in der Inkubationszeit (also bevor es Symptome gibt) ansteckend ist.
          Dieser fiese Kerl geht also infiziert zur Arbeit und warnt seine Koleginnen nichtmal durch Symptome.

  12. Durchaus zum Thema passend, die Dame – ehem. Online/Offline Dominatrix – plaudert aus dem Nähkästchen, und geht besonders auf die toxischen Eigenschaften amerikanischer Frauen ein, also Bentos Ideengeber.

    Ebenso besprechen sie Abtreibung, die weiß gekleideten Unschuldsdemokratinnen fordern das ja ähnlich unserer Jusos bis zum Tag der Geburt.
    Abtreibung als Verhütungsmittel.

    Die vollkommene Abwesenheit von Verantwortung bei Frauen (und denen die glauben die Kreaturen sollten wählen dürfen, ja das ist auf eurer Kappe, jedes kleine Seelchen) zeigt sich da ganz besonders hart.
    Und dürfte wohl mit als Pest spendender Kernbestandteil des Weiblichen gelten.

    Und natürlich, auch unsere Dominatrine, hat für’s eigene Luxusleben gedominatrixt, und sich selbst gelinkt, und war dann nach ein paar Jahren Sause mit Luxusappartment und 5 Sterne Küche in Kommifornien, ganz schnell Incellike in Papas und Mamas Keller zurück.

    Wirklich lauschenswert.

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