„Was haben die Deutschen nur dagegen, dass man sie Kartoffel nennt?“

Im Spiegel erschien ein Artikel zur „Kartoffelproblematik“ und er enthält die klassische intersektionale/identitätspolitische  Argumentation, weswegen ich ihn für eine Besprechung interessant finde:

„Immer dieses ihr und wir, muss man das so betonen?“ Diesen Satz höre ich in letzter Zeit oft – interessanterweise von weißen Deutschen, nachdem ich sie als „weiße Deutsche“ bezeichnet habe. „Hautfarbe und Herkunft spielen für mich keine Rolle“, erklären sie. Guter Punkt. Nur warum fällt ihnen das nicht ein, wenn sie Leute mit Zuschreibungen wie „Russlanddeutsche“ oder „Deutschtürken“ versehen? Wer diese Begriffe verwendet, müsste sich selbst konsequenterweise auch als Deutschdeutsche(r) bezeichnen. Aber die meisten finden, sie selbst seien einfach nur Deutsche.

Da ist erst einmal das typische Unbehagen, wenn „Privilegierte“ meinen, dass sie der „Normalfall“ sind. Wie schon bei Cis und Trans kann das in den intersektionalen Theorien nicht ertragen werden.

Dabei ist es ein sehr weit verbreitetes Phänomen. Wer etwa als (weißer) Deutscher nach Namibia ausreist wird selbst dann, wenn er inzwischen die namibianische Staatsbürgerschaft angenommen hat, immer „der Deutsche“ sein. Und nicht „der Namibianer“. Und Und man wird von den Nambianern auch nicht erwarten, dass sie von sich als den „schwarzen Nambianern“ sprechen.

Das Konzept, dass ein Zusatz etwas erklärt, eine Zusatzinformation bereitstellt, und das nicht notwendig ist, wenn es schon der Standard ist, dass wird man in den Theorien wohl nie verstehen.

Offenbar tun sich viele Germanennachfahren schwer damit, eine Fremdzuschreibung für ihre eigene Gruppe anzunehmen – etwas, das „ausländischen Mitbürgern“, „Migranten“ und „Personen mit Migrationshintergrund“ am laufenden Band zugemutet wird. Die Anderen werden ständig nach Wurzeln, Religionen und Stämmen sortiert. Aber wenn Deutsche ohne Migrationshintergrund in eine Gruppe eingeordnet werden, reagieren viele empfindlich. Sehr empfindlich sogar.

Auch da passt das Beispiel eigentlich nicht, denn Russlanddeutscher und Deutschtürke sind ja durchaus nicht lediglich Fremdbezeichnungen. Viele mit solchen Hintergrund sehen das ja gerade als wichtigen Teil ihrer Identität, leben eben in einer Mischung beider Kulturen, mit aller Zerrissenheit und Abgrenzung, die das mit sich bringen kann.

Aber was eigentlich der wichtigere Unterschied ist, dass hier wieder nur in Gruppen gedacht wird.

Wenn bestimmte Deutsche von Russlanddeutschen oder von Deutschtürken sprechen, dann spricht nicht jeder davon und kann sich damit auch genauso dagegen verwehren, dass andere ihn mit einer nicht gewünschten Fremdbezeichnung ansprechen. Genauso wie Deutscher mit russischen oder türkischen Familienhintergrund sich dagegen verwehren kann, kann es eben auch ein Deutscher.

Aber in Identitätspolitiken denkt man eben nicht auf das Individuum bezogen. Man denkt in „Machtstrukturen“ und da ist der Alman oder die Kartoffel eben der mit Macht und dagegen muss man kämpfen, ihn abwerten, verächtlich werden, weil das dann die Lage schlagartig besser für alle macht.
Immerhin, das dann ohne Sarkasmus, macht es die Lage vielleicht besser für den, der mit solchen Bezeichnungen provozieren kann, um so mehr, wenn der andere sich nicht wehren darf. Dann kann man sich groß fühlen, als Kämpfer für die gerechte Sache. Narzissmus eben.

„Ich will nicht als weiße Deutsche bezeichnet werden, das ist auch Rassismus“, schreiben mir Leute auf Twitter. Das ist inhaltlich Quatsch und relativiert strukturelle Benachteiligung. Aber selbst Zeitgenossen, die sich als weltoffen und liberal sehen, mutieren mitunter zu dünnhäutigen Emodeutschen, wenn sie als Weiße*rAlman oder Kartoffel bezeichnet werden. Erstaunlich viele werten das als beleidigende Diskriminierung. Warum nur?

Natürlich ist eine Form des Rassismus jemanden auf seine Hautfarbe zu reduzieren und deutlich zu machen, dass man diese Gruppe nach Hautfarbe meint abwerten zu können.

Wenn das jemand in einem Zeitungsartikel kann, aber ein Deutscher nicht schreiben könnte, dass die Autorin sich mal nicht so anstellen sollte, wenn er sie als Kanakin bezeichnet, dann ist Macht auch so eine Sache und strukturelle Benachteiligung auch.

Das Ferda Ataman aus ihrer gehobenen sozialen Stellung (sie ist Referentin für NRW-Integrationsminister Armin Laschet und war Referatsleiterin für Öffentlichkeitsarbeit in der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, dazu Mitbegründerin und Ko-Vorsitzende des Vereins „Neue Deutsche Medienmacher) heraus meint, dass sie unterdrückt wird geht wohl auch eben nur in der intersektionalen Theorie.

An den Begriffen selbst kann es eigentlich nicht liegen. „Alman“ ist das türkische Wort für Deutsche*r und Kartoffel ein international beliebtes Gemüse. Nimmt man noch Biodeutsche und die altmodischen Krauts und Piefkes dazu, sind die Nachfahren der Teutonen vermutlich mit den harmlosesten und niedlichsten „Schimpfwörtern“ versehen, die ein Volk bekommen kann.

Wirklich? Ist ihr das Argument (welches man aber immer wieder hört) echt nicht selbst zu dumm? N*gger ist ja auch nur eine Beschreibung der Hautfarbe, Kanake bezeichnet nur den Angehöriger einer anderen, fremden Ethnie, historisch gesehen von den Ureinwohner der Südseeinseln hergeleitet, und das sind ja ganz feine Menschen, so dass es nicht beleidigend sein kann, Froschfresser kann nicht beleidigend sein, weil Froschschenkel eine Delikatesse sind und Itaka betont doch gerade die Kameradschaft, also die Verbundenheit. Kümeltürke verweist auch nur auf ein international beliebtes Gewürz und „Nafri“ ist eine Verkürzung von Nordafrikaner. Selbst Maximalpigmentierte ist nur eine Beschreibung der Haut und im Geschlechtlichen Bereich ist Fotze auch nur das allseits beliebte Sexualorgan.

Schließlich wären Zuschreibungen wie Spargelfresser, Leberwurst oder Weißbrot kulinarisch und semantisch genauso naheliegend. Oder politisch fieser und ironischer: Deutsche mit Nationalsozialismusgeschichte oder germanische Ureinwohner oder Monokulturdeutsche – in logischer Anlehnung an die Begriffe, die man den „Anderen“ gibt. Aber nach zwei Weltkriegen will vielleicht niemand mehr Deutsche provozieren. Jedenfalls: Harmloser kann man es mit Fremdzuschreibungen kaum treffen.

„Wir könnten euch auch noch viel schlimmere Nammen geben“ ist das ernsthaft ihr Argument? „Wir sind ja gar nicht richtig ausfallend, wir könnten schlimmer sein“.

Auf dem Diskussionsniveau von:

„Was regst du dich über die Backpfeife auf, ich hätte dir auch beide Beine brechen können“.

Mitunter will man eben eine Welt auch ohne Backpfeifen. Und warum auch nicht?

Trotzdem meldete sich vor zehn Jahren die damalige Familienministerin Kristina Schröder und erklärte, wenn nichtbiodeutsche Kinder andere Kinder auf dem Schulhof „deutsche Kartoffel“ nennen, sei das Deutschenfeindlichkeit und ein bundespolitisch ernst zu nehmendes Thema. Spätestens seit damals steht die Knolle unter einem diskursiven Diskriminierungsverdacht. Zu unrecht, wie ich finde. Natürlich ist es völlig inakzeptabel, wenn Kinder so gemobbt werden. Aber es werden auch Schüler*innen als „Jude“, „Türke“ oder „schwul“ beschimpft und wir schreiben die Begriffe nicht gleich ab.

Meine Fresse, es wird immer bescheuerter. Natürlich kann man Begriffe nicht abschaffen. Schon gar nicht auf einem Schulhof. Aber deswegen muss man sie zum einen nicht als vollkommen okay darstellen und zum anderen nicht in einem Artikel in einem der größten Magazine Deutschlands verteidigen.

In beiden Fällen sollte man vielmehr das Trennende zu reduzieren versuchen und das verbindende Stärken. Mit einer Freigabe errichtet man aber nur neue Gräben.

Außerdem geht es nur um Alltagssprache. Niemand würde in einem amtlichen Papier oder Parteiprogramm „Almanis“ schreiben oder bei der Polizei „kriminelle Kartoffel“ vermerken. Anders bei den Fremdzuschreibungen, die Millionen von Menschen ungefragt zu Nafris, Flücht-„lingen“, Migranten  oder Muslimen erklären: sie sind oft amtlich und finden sich in Studien, Statistiken und den Medien wieder.

Da kann es ja auch sehr sinnvoll sein und da wäre in einigen Fällen die Unterscheidung zwischen Deutschen mit und ohne Migrationshintergrund ja auch durchaus interessant. Aber das ist doch gar nicht das Problem um das es geht. Man scheibt in die Studien und Statistiken ja eben gerade nicht „N*ggerdeutsche“ oder „Deutsche mit Kümeltürkenhintergrund“.

Ich würde auch gern anmerken, dass ich Deutsche kenne, die sich selbst als Kartoffel oder Alman bezeichnen.

Klar, in den intersektionalen Theorien  muss man ja auch seine Schuld anerkennen und wer das machen will, der kann das machen.

 

Nicht nur privat, auch öffentlich, wie Sina und Marius vom extrem beliebten Instagram-Account „Alman Memes“ oder im aktuellen Werbespot von Edeka „Mach auch du Geschäfte mit Kartoffeln“, der für Ausbildungsplätze wirbt. Manche nennen sich doch selber so – dieses Argument kommt oft in Debatten über das N-Wort oder die „Zigeunersoße“. Aber es geht hier nicht darum, wie man sich selbst bezeichnet, sondern um Fremdzuschreibungen.

Eben.

Und wer schon ein Nachtschattengewächs als kränkende Zuschreibung empfindet, müsste eigentlich sofort verstehen, dass bei kolonialgeschichtlichen und anderen historischen Schimpfwörtern eine rote Linie überschritten wird. Trotzdem sind bei Kartoffel und Alman vor allem diejenigen schnell beleidigt, die sich sonst über die politisch korrekte „Moralkeule“ beklagen.

Da ist es wieder: Wir dürfen euch beleidigen, weil wir die Unterdrückten sind. Denn Kolonialzeit. Wobei Türken und Kolonialzeit wenig Sinn macht.

In der Tat hätte ich auch nichts dagegen, wenn jemand, der Abwertungen gegen andere Ethnien vornimmt, dann als Kartoffel bezeichnet wird. Aber zusammen mit „euch kann man nicht beleidigen, ihr habt die Macht“ macht es eben schlicht die Gräben tiefer und das auch bei vielen Leuten, die vorher gar keine Gräben hatten.

Bei der Empörung über „Kartoffeldeutsche“ geht es also um etwas anderes. Es geht um den inneren Widerstand, sich mit sich selbst und den eigene Privilegien zu beschäftigen. Und es geht um Macht: manche wollen einfach nicht die Deutungshoheit abgeben. Wer in Deutschland wen als was bezeichnen darf, soll immer noch die „Mehrheitsgesellschaft“ bestimmen, also die weißen Deutschen.

Es geht um die Macht jemanden abwerten zu können in der Tat. Ihm etwas vorhalten zu können, angebliche Privilegien und ihn dann zurechtstutzen zu können. Es geht um Rache, nicht um Verbesserung des Miteinanders. Es geht darum sich überlegen zu fühlen für etwas, für das der andere nichts kann.

Es ist eigentlich sehr einfach das von einer „Mehrheitsgesellschaft der weißen Deutschen“ zu trennen, weil man es als allgemeinen Grundsatz formulieren kann:

Niemand sollte den anderen wegen seiner Hautfarbe oder seiner Gruppenzugehörigkeit abwerten.

Ein sehr einfacher Grundsatz. Er umfasst den Kümmeltürken oder den Spaghettifresser genau so wie die Kartoffel.

Doch so läuft das nicht mehr. In einer Einwanderungsgesellschaft kann nicht eine Gruppe allein bestimmen, wie alle bezeichnet werden. Das Suppengemüse redet im Knollendiskurs jetzt mit und nennt die Kartoffeln auch mal Alman(i)s oder Biodeutsche. Sollte eines Tages endlich die „Zigeunersoße“ aus den Regalen verschwinden und ein Kartoffeldeutschendip reinkommen, können wir darüber nachdenken, ob wir lieber alle auf Zuschreibungen verzichten. Wegen politischer Korrektheit und so.

Euch zeig ich es, ich beleidige euch, weil einige immer noch Zigeunersoße sagen! Ha, das gibt mir das Recht stellvertretend euch abzuwerten. Denn ihr habt ja die Macht. Wenn der türkische Imbiss ein Schnitzel mit Zigeunersoße anbietet, dann liegt das übrigens auch nur an eurem Rassismus und gibt mir noch eher das Recht euch als Kartoffeln zu bezeichnen. Ach fühlt sich das gut an einfach eine Gruppe abwerten zu können! Kartoffeln, Kartoffeln, Kartoffeln! Har Har har, was bin ich für ein toller Widerstandskämpfer!

45 Gedanken zu “„Was haben die Deutschen nur dagegen, dass man sie Kartoffel nennt?“

  1. „Das Ferda Ataman aus ihrer gehobenen sozialen Stellung (sie ist Referentin für NRW-Integrationsminister Armin Laschet und war Referatsleiterin für Öffentlichkeitsarbeit in der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, dazu Mitbegründerin und Ko-Vorsitzende des Vereins „Neue Deutsche Medienmacher) heraus meint, dass sie unterdrückt wird geht wohl auch eben nur in der intersektionalen Theorie.“
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    Bei so viel intellektueller Durchdrungenheit und voller verbindend-menschlicher Güte kann eine solche Menschin ja auch nur in den o.g. gehobenen sozialen Stellungen „landen“!
    Nicht wenige Menschen, die persönliche Erfahrungen mit der „Anti-Diskriminierungs-Stelle des Bundes (ADS)“ hatten, stellen ehedem das „A“ in der Behördenbezeichnung in Frage.
    Sicher zu sein scheint bei dieser neuzeitlichen Behörde allerdings das, was sciencefiles kürzlich über die üppige Versorgungspraxis der von der ADS ausgewählten/auserwählten Mitarbeiter*_Innen zusammengestellt hat:
    https://sciencefiles.org/2020/01/04/ant … uerzahler/

    • Der Wikipedia-Artikel dieser Frau ist nicht sehr aktuell.
      Armin Laschet war bis 2010 Integrationsminister in NRW. Danach Opposition und seit 2017 Ministerpräsident.

      • Mir ging es mit meinem Verweis auf den sciencefiles-Artikel vom 04.01.2020 primär um eine lesenswerte Zusammenstellung der Stellen- und Gehaltsentswicklung in der neuzeitlichen „Anti-Diskriminierungs-Stelle des Bundes, ADS“.
        Ob und wie aktuell „der“ Wikipedia-Artikel zu „dieser Frau“ ist, war nicht mein Thema; vielleicht hast Du mitteilungsfähige Neuigkeiten hierzu?!
        Und Herr Laschet, und die von ihm eingenommenen Pöstchen, interessieren mich in dem Zusammenhang aber noch viel weniger…

        • Entschuldigung.
          Habe übersehen, dass du nur Christ zitierst.
          Der Hinweis, dass die Beschäftigung für Laschet mindestens 10 Jahre zurückliegt gilt dann natürlich für den Artikel, nicht deiner Ergänzung.

  2. Erstaunlich, mit wieviel Eifer begeistert auf einem Schimpfwort rumgeritten wird, um Hass auf irgendwelche Menschen auszuleben!
    Das ist ein hasserfülltes Rumgewichse, wie es für die linksidentitäre Kampfblatt „Spiegel“ allzu typisch ist: gegen Israel, gegen Männer und hier Kartoffeln, also „Weisse“.

    Da die Hetze von jemandem aus einem öfentlichen Amt verbreitet wird und auch noch von einem „mainstream-Medium“ kann man hier voll von einer Pogrom-Stimmung sprechen, die der Artikel versucht aufzubauen. Sicher die Stimmung, die man baucht, um den „Bullenschweinen“ auf der nächsten Demo den richtigen „Widerstand“ zu leisten.

    Ein gutes Beispiel, dieser Artikel, wie die Stimmung in unser Gesellschaft derzeit immer mehr aufgeheizt wird. Groteskerweise reklamiert unsere Elite dabei noch, sie wären die Stimme der Unterprivilegierten! Auf so einen perversen Müll muss man erst mal kommen!

    Eignen sich nicht Kartoffeln ganz gut, um dieser verlogenen Unmenschen-Elite mal die Meinung rüberzuschmeissen?! Es müssen nicht immer Tomaten sein und ausserdem wäre das ja „kulturelle Aneignung“. Dürfen nur Italiener, Deutsche schmeissen Kartoffeln!

  3. So absurd. Sie vermischt Herkunft mit Hautfarbe und versucht Deutschen ein schlechtes Gewissen und Schamgefühle einzureden, weil sie es nicht okay finden beleidigt zu werden. Kartoffel fällt unter die gleiche Kategorie wie Reis- oder Froschfresser, Ziegenficker, Inselaffen oder Spagettis. Wenn Kartoffel okay ist, dann sind die anderen es auch okay. Wenn dann alle diese spezifischen Beleidigungen um sich schmeißen können, ist die Welt eine bessere oder wofür genau argumentiert die Autorin?

    Aber ich weiß: ohne Doppelstandard hätten die SJWs gar keinen Standard. Weil in Deutschland die meisten Menschen weiß sind, darf man Weiße beleidigen. Genauso dürfte man in die Türkei fahren und dort alle Türken immerzu als Kanaken bezeichnen, richtig? Ah, nee, der Doppelstandard!

    Und in was für Kreisen die sich bewegen muss:

    „dieses Argument kommt oft in Debatten über das N-Wort“

    Wer DEBATTIERT den in Deutschland heute über das N-Wort? Diese Texte muss ich oft als „Geschichten aus dem La-La-Land“ einstufen.

    • „Kartoffel fällt unter die gleiche Kategorie wie Reis- oder Froschfresser, Ziegenficker, Inselaffen oder Spagettis“

      Also der Ziegenficker sticht hier ja schon sehr raus…

      Von mir als Fremdbezeichnungen genutzt wurden lediglich Froschfresser und Inselaffen (außerdem auch schonmal Schlitzis für Asiaten – die ich niemals als gelb, sondern immer schon als Weiße angesehen habe; falls ich irgendwo mal meine, ich müsse die stärkere Hauttönung einer Person hervorheben, verwende ich Worte wie dunkel, schwarz, maximalpigmentiert oder Milchkaffeefarben).

      Ich muss aber schon sagen, dass Kartoffel für mich einen weniger beleidigenden Unterton hat als noch diese Begriffe – die ich ja auch schon „nicht wirklich böse meinte“.

      • Leute, die einen der Begriffe verwenden, haben i.d.R. auch wenig bedenken die anderen zu benutzen.
        In meinen Augen sind die alle beleidigend und unnötig, wobei Ziegenficker von der Wertung her schon die größte Beleidigung ist.

      • >>Von mir als Fremdbezeichnungen genutzt wurden lediglich Froschfresser und Inselaffen (außerdem auch schonmal Schlitzis für Asiaten<<

        Ich finde, das verdient mal ein Lob.

      • Deine Ichbezogenheit ist wirklich bemerkenswert.

        Ich würd’s auflisten und dem Amt zukommen lassen an deiner Stelle.
        Der Ordentlichkeit wenig.
        Bitte kein Essay über dein letztes Gardinenwaschen.

      • Während des Studiums lebte ich mit einer Kommilitonin in einer WG, von der ich Elementares über den Umgang mit solchen Dingen gelernt hatte.
        Ich war schon damals diskussionsfreudig und leider auch ein stückweit streitlüsterner als heute.
        Aber die tolle Frau ließ mich immer wieder auflaufen, wenn mich wieder mal das Fell juckte. Ich konnte förmlich sehen, wie sie bei kontroversen Ansichten kurz abschätzte, ob ihr das Thema einen Streit wert war. Und wenn die Antwort „Nein!“ lautete, was der Disput beendet.
        Und er war oft beendet.

        So lernte ich, mich auf Wichtiges zu beschränken und Unwichtiges schlicht sofort abzuhaken. Das ist besser für meine Gesundheit – und um die geht es letztlich.

        Wenn also jemand meint, mich als „Kartoffel“ bezeichnen zu müssen, dann amüsiert mich das allenfalls. Eine Beleidigung bedarf Zweier, des Beleidigers und des Beleidigten. Übernehme ich die Rolle des Beleidigten nicht, dann gibt es auch keine Beleidigung.
        Objektiv ist die Attributierung des „Ziegenfickers“ natürlich härter, aber auch dafür gilt das eben Geschriebene.

  4. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe ist eine extrem rassistische Organisation. Zumal die Endsilbe immer noch aus „ling“ besteht und damit sind so grausame Wörter wie Schmetterling, Frühling, Säugling verbunden. Es ist wirklich EKELHAFT und EKELERREGEND. 🙂

  5. Die soll einfach die Klappe halten, weil sie keinen blassen Schimmer hat.

    Ich war auf einer Uni in der Mitte von Deutschland, und natürlich war das erste, worum es in den Gesprächen ging, ein „Woher kommst Du?“. Und die Leute haben sich als Bayern, Hessen, Mainzer, Auricher, Bremer, Hamburger, Rheinländer etc. „identifiziert“. Nicht als „Deutsche“.

    Insofern: Wenn man keine Ahnung hat einfach mal die Fresse halten. Und diese Beschimpfungsorgie, bei der dann gesagt wird, man solle sich nicht so haben, das ist doch voll harmlos… Das muss man doch nur umdrehen, dann sieht man, wie wenig harmlos das ist:
    „Also Frau Ataman, haben sie sich doch nicht so, wenn man zu Ihnen „Mullo“ oder „Knoblauchfresser“ sagt, daß sind doch ganz niedliche Schimpfwörter… „? Nein, sind es absolut nicht. Und auch Ihre Deutschenbeschimpfung ist das allerletzte. Denn Menschen wegen ihrer Herkunft, Staatsangehörigkeit, Hautfarbe oder Ihres Glaubens zu verunglimpfen, ist das Allerletzte.

  6. Ich finde ja auch, wir sollten uns nicht immer so anstellen. Die Kartoffel ist ein Gemüse, daher ist der Begriff vollkommen harmlos und in jedem Fall wertneutral.
    Und Arschloch ist ein Körperteil, sogar ziemlich wichtig. In diesem Sinne seid ihr alles Arschlöcher, ihr Aschelöscha (Kanak Sprak). Gut, sie ist dann halt eine Arschlöcherin. 😉

    Es kommt halt immer auf den jeweiligen Kontext an. Ich lasse mich von einigen Türken gerne mal als Kartoffel „beschimpfen“, weiß dann allerdings auch sehr genau, wie es gemeint ist.
    Ich denke allerdings (nicht ganz unbegründet), dass die Bezeichnung „Kartoffel“ in dem von Ataman geschilderten Zusammenhang nicht so freundlich gemeint ist Und da darf ich mich durchaus beleidigt fühlen.

    Btw. Auch wenn die werte Dame es sich nicht vorstellen kann. Ja, hier in Deutschland sind wir Deutschen, vorwiegend mit weißer Hautfarbe, die Normalität. Wir leben ja hier in Deutschland und nicht bspw. in Afrika.
    Und weiß sind wir deshalb, weil dies ein evolutionäres, „klimatisches“ Rassemerkmal ist.
    Löst man sich nämlich mal von dem typisch deutschen Dauerschuldkomplex, dann ist der Begriff „Rasse“ gar nicht so negativ, sondern eher mit Hunderassen vergleichbar und ein Ausdruck von Entwicklung und Anpassung des Menschen. (Geringere Sonneneinstrahlung, weniger Bedarf an Melantonin, Vitamin-D-Produktion etc.) Drum fürchte nicht den, der „Neger“ sagt, sondern den der „Nigger“ dabei denkt.

    Wer DEBATTIERT den in Deutschland heute über das N-Wort?

    Warum meidet man denn jegliche Diskussion über das N-Wort? Siehe 1 Absatz höher. 😉

    • Drum fürchte nicht den, der „Neger“ sagt, sondern den der „Nigger“ dabei denkt.

      Ich bin vom alten Schlag, denke dabei immer an Neger und Negerinnen. Ich hoffe, das ist jetzt nicht transphob.

      • Gerade bei Danisch gelesen. Diese FFF-Klimahysterikerinnen sind eh alles Rassisten.
        Und die Presse sowieso.
        https://www.danisch.de/blog/2020/01/25/fuenf-klimaweiber-nur-vier-davon-sichtbar/

        Da haben sie doch glatt eine maximalpigmentierte Möchtegern-Klimaschützerin aus dem Bild gecroppt. 😀

        Ja, ist tatsächlich nicht schön, sie war ja schließlich auch extra auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos, hatte ggf. vorher verdammt viel Geld bezahlt, um überhaupt teilnehmen zu dürfen und dann wird sie nicht mal auf dem Bild gezeigt.
        Das kann natürlich nur mit Rassismus erklärt werden. Nur, dass es diesmal anscheinend nicht die weißen alten Männer schuld sind.

  7. Ist das nicht alles merkwürdig? Sonst heißt es immer, was als diskriminierend und beleidigend gesehen wird, bestimmt alleine der Empfänger mit seiner Definitionsmacht.
    Aber natürlich, glatt vergessen, das gilt nur für Frauen, Mehrpigmentierte und Moslems. Denn die sind schließlich machtlos. Weswegen sie als einzige die Macht haben sollen, zu bestimmen, was diskriminierend ist.

  8. Was Frau Ataman betreibt, ist die übliche linksidentitäre Gaunerei.
    Zunächst einmal schreibt sie für den Spiegel und ist dadurch in der privilegierten Position, ihre politische Position in einer hunderttausendfachen Auflage unter das Publikum bringen zu können.
    Dass sie dieses Privileg nicht bemerkt – Schwamm drüber.

    Sie hat eine politische Agenda und selbst wenn man sich kommentierend und kritisierend zu dieser verhält und mit M.L. King ablehnt, einen Menschen nach seiner Hautfarbe zu beurteilen, dreht sich dennoch die gesamte Diskussion um das Merkmal „Hautfarbe“.
    Sie rechnet sich selbst zur Gruppe der POC und nimmt damit für sich in Anspruch, aus einer besseren, höheren Warte heraus die „Privilegien“ der nicht-POC beurteilen und kritisieren zu dürfen und diese ggf. zu maßregeln.

    Auffällig ist ihre Doppelmoral in mehrfacher Hinsicht: Man soll sie nicht fragen, woher sie eigentlich stammt (darüber schrieb sie ein ganzes Buch), hält jedoch ständig dem Publikum ihre türkisch migrantische Herkunft unter die Nase.
    D.h. wir – als Mehrheitsgesellschaft – mögen bitte ihre Gleichheit anerkennen und gleichzeitig ihre Besonderheit – als Minderheit – auf den ersten Blick.
    Auf den zweiten ermöglicht im Rahmen ihrer Ideologie ihre Besonderheit als Minderheit überhaupt erst, eine besondere, bessere Warte einzunehmen als die Mehrheitsgesellschaft.

    Ohne weitere sachliche Begründung. Nämlich einfach, weil sie einer Minderheit angehört.
    Würden wir sie tatsächlich als Gleiche anerkennen, verlöre sie dieses Privileg und mir deucht, auf diese narzisstische Dividende will sie nicht verzichten.

    Denn weiter auffällig ist zweitens, sie hat die deutsche Staatsangehörigkeit und möchte als Deutsche anerkannt werden, wird es politisch, rechnet sie aber z.B. die nationalsozialistische Vergangenheit DENEN DA zu. Den anderen, den, ähhhhhh, Deutschen, den Alemans und anderen Kartoffeln. Ohne zu merken, dass sie mit dem deutschen Pass dummerweise einer Fremdzuschreibung als Deutsche (inkl. deutscher Verbrechen in der Vergangenheit) im Ausland wird nicht entgehen können.
    Und ohne zu bemerken, sie schließt sich mit dieser Vorgehensweise selber aus.

    Während sie für die türkische Vergangenheit und Gegenwart selbstredend nicht nach den gleichen Maßstäben von Deutschen beurteilt werden will: Der Genozid an den Armeniern, die Unterdrückung des kurdischen Volkes, die Besetzung Syriens und die Vertreibung der Kurden und Jessiden, die Unterstützung des islamischen Staats, der neo-osmanische Traum eines Erdogan, die aktuelle Tyrannei gegenüber der Bevölkerung und die Schleifung des säkularen Staates der Türkei.
    Von der kolonialistischen Geschichte des Osmanischen Reiches ganz abgesehen.

    Das soll keine Rolle spielen für ihre und bei der Beurteilung ihrer Herkunftsidentität.
    Sie reklamiert für sich also eine unpolitische und ahistorische Pseudo-„Identität“, die eine fantastische, aberwitzige Konstruktion ist.

    Aus dem gleichen Grund ist sie nicht in der Lage, problematische politische Aspekte ihrer „community“ zu reflektieren und zu kritisieren. Über 60% der in der Türkei wahlberechtigten Türken in Deutschland haben die AKP gewählt, die neo-nazistischen, den „Grauen Wölfen“ nahe stehenden Organisationen haben in D mehr als 18.000 Mitglieder, der DITIB vertritt einen türkischen Staats-Islam (vom Islamismus ganz zu schweigen).

    Ihr identitäres Spektakel der Minderheit als „edle Wilde“ blamiert sich Angesichts einer solchen Realität. Sie vertritt eine linksliberale politische Minderheitenposition in einer hiesigen Minderheit, die jedoch mehrheitlich religiös, nationalistisch und konservativ ist.
    Diese Minderheiten, die für sich Respekt und Anerkennung einfordern, sind im Gegenzug längst nicht bereit, anderen Minderheiten – wie z.B. Schwulen und Juden – das identische Ausmaß an diesem Respekt entgegen zu bringen.
    Diese Minderheiten sind als Mehrheiten in ihren Herkunftsländern durchaus geneigt, Minderheiten in der Bevölkerung zu unterdrücken, politisch Andersdenkende zu verfolgen und auch sonst jede Schweinerei zu begehen, die Linksidentäre einfältig „den Weißen“ zuschreiben.

    Man muss ihr die Leugnung der Realität und ihre Doppelmoral 24/7 um die Ohren hauen.
    Und ja, sie ist ein Spalterin und Hetzerin, eine Rassistin und Sexistin.

    • Auffällig ist ihre Doppelmoral in mehrfacher Hinsicht: Man soll sie nicht fragen, woher sie eigentlich stammt (darüber schrieb sie ein ganzes Buch), hält jedoch ständig dem Publikum ihre türkisch migrantische Herkunft unter die Nase.

      Danke, Punktlandung. Mich nervt es auch extrem an, wenn man als Rassist gelabelt wird, nur weil man Interesse an der Herkunft eines Menschen zeigt.

    • Danke Crumar großer Text mit interessanten Punkten. Insbesondere die Trennung der „Schuld“ in deutsche Schuld die sie als Migrantin nicht hat und türkischer Schuld die sie als Deutsche nicht hätte ist grandios heraus gestellt.

    • „Diese Minderheiten, die für sich Respekt und Anerkennung einfordern, sind im Gegenzug längst nicht bereit, anderen Minderheiten – wie z.B. Schwulen und Juden – das identische Ausmaß an diesem Respekt entgegen zu bringen.
      Diese Minderheiten sind als Mehrheiten in ihren Herkunftsländern durchaus geneigt, Minderheiten in der Bevölkerung zu unterdrücken, politisch Andersdenkende zu verfolgen und auch sonst jede Schweinerei zu begehen, die Linksidentäre einfältig „den Weißen“ zuschreiben.“

      Das Einreden von falschen Schuldgefühlen wird gerade in Ländern mit weißer Mehrheit gemacht, weil Weiße da leider drauf eingehen UND weil hier Geld zu holen ist. Die Afrikaner haben sich selbst gegenseitig schon viel länger bekriegt, unterdrückt und versklavt, aber Reparationen wollen sie immer nur von Weißen. Araber, die den Sklavenhandel viel länger betrieben und auch Geld haben, kommen bei Thema Sklaverei so wie es im Westen diskutiert wird, so gut wie nie vor.

    • Man könnte fast glauben, George Orwell hatte in seinem Buch „1984“ die Gender-Aktivistinnen vor Augen – wenn es denn möglich gewesen wäre.
      Oder diese haben sich bei ihrer Ideologie an dem Buch orientiert.
      WIKIPEDIA zu „1984“ (2. Absatz des Titels „Inhalt“; https://de.wikipedia.org/wiki/1984_(Roman) ):
      „Die englische Sprache ist von „schädlichen“ Begriffen gereinigt und wurde durch eine neue Sprache („Neusprech“ – Newspeak) ersetzt. Zudem beeinflusst die Partei das Denken in ihrem Sinn mit ständig wiederholten Parolen wie „Krieg ist Frieden“, „Freiheit ist Sklaverei“ und „Unwissenheit ist Stärke“.“

      Zur logischen Konsequenz des „Doppeldenk/Zwiedenken“ führt das Online-Lexikon folgendes aus ( https://de.wikipedia.org/wiki/Doppeldenk ):
      „Doppeldenk (engl. doublethink; in älteren Übersetzungen: Zwiedenken) ist ein Neusprech-Begriff aus dem dystopischen Roman 1984 von George Orwell und beschreibt eine Art widersprüchlichen Denkens, von dem gesagt wird, dass zu seinem Verständnis Doppeldenk selbst die Voraussetzung bilde. Durch dieses propagierte Denken, bei dem zwei widersprüchliche oder sich gegenseitig ausschließende Überzeugungen aufrechtzuerhalten und beide zu akzeptieren sind, setzt die herrschende Kaste die Gesetze der Logik außer Kraft.“

  9. Es wird ja berichtet, dass in Deutschland aufgewachsene Türken, die in die Türkei zurückgehen, weil sie sich in D diskriminiert fühlen, dort Eingewöhnungsprobleme haben, weil sie ich nicht an Korruption und Schlamperei gewöhnen können.

    Das ist das Problem von Menschen wie Frau Ataman, dass sie sich keiner Kultur wirklich zugehörig fühlen, weder der ihrer Eltern, noch der deutschen, und deshalb allen, die nicht so zwischen den Stühlen sitzen wie sie selber, Vorwürfe machen.

    Wenn sie selber nicht wissen, wo sie hingehören, dann soll gefälligst niemand sich irgendwo zugehörig fühlen.Man könnte auch von Identitätsneid sprechen.

    • „Das ist das Problem von Menschen wie Frau Ataman, dass sie sich keiner Kultur wirklich zugehörig fühlen, weder der ihrer Eltern, noch der deutschen, und deshalb allen, die nicht so zwischen den Stühlen sitzen wie sie selber, Vorwürfe machen.“

      Wenn man sie aber fragen würde, wer daran Schuld ist, dann würde sie sicher ohne mit der Wimper zu zucken sagen die Kartoffeln. Weil ausnahmslos jede Kartoffel, die ihr bisher begegnet ist, sie ausgegrenzt hat. An ihr selbst kann das nicht liegen, weil sie hat ja den Minderheiten-Migranten-Bonus. Man weiß echt gar nicht, wo man bei dieser rassistischen Gülle anfangen soll zu kotzen. Es scheint mir aber so, dass dieses Denken überwiegend bei Deutschtürken (also Türken mit deutschem Pass, andernfalls wären es ja Türkischdeutsche) anzutreffen ist. Als ich einmal eine „richtige“ türkische Freundin in der Türkei besuchte meinte einer ihrer Freunde, dass das am unter Türken stark verbreiteten Nationalismus liegt. Symptome dafür sieht man in Deutschland immer weider aufblitzen, wie z.B. bei der Wahl Erdogans oder der Causa Özil. Die Politik meidet das Thema natürlich, weil sie sich sofort in das Kreuzfeuer der SJW begeben würde. Aber je länger man das Thema umgeht, desto mehr kotzt es die Menschen einfach nur noch an, weil sie halt tagtäglich in der politikfernen Realität leben müssen, und das gibt natürlich rechtsextremen Strömungen Auftrieb (daraus resultieren dann Sachen wie der Lübcke-Mord), aber dann heißt es immer reflexhaft die „Gefahr kommt von rechts“. Und so ist man dann noch viel korrekter (heißt viel linker) und es entsteht ein Teufelskreis, von dem ich nicht weiß wie man ihn noch durchbrechen könnte. Man erschafft die Geister, die man vorgibt zu bekämpfen. Ich sehe jedenfalls schwarz für den gesellschaftlichen Zusammenhang auf Sicht von Jahrzehnten.

    • Das ist das Problem von Menschen wie Frau Ataman, dass sie sich keiner Kultur wirklich zugehörig fühlen, weder der ihrer Eltern, noch der deutschen

      Sie gehört einer gewissen Berliner Subkultur an. Da ist das Zerwürfnis mit den Eltern ganz normal.

  10. „Wenn sie selber nicht wissen, wo sie hingehören, dann soll gefälligst niemand sich irgendwo zugehörig fühlen.Man könnte auch von Identitätsneid sprechen.“
    ————————-
    interessanter Gesichtspunkt!
    Und auch die Ausführungen von Crumar treffen mal wieder die richtigen Stellen.
    Ausgehend von Christians überzeugender Auseinandersetzung mit den besagten Zumutungen sind hierzu viele weitere klarstellende Kommentierungen erfolgt!

  11. „Erstaunlich viele (Journalisten) werten das (die Bezeichnung ‚Müllpresse‘) als beleidigende Diskriminierung. Warum nur?“

    Es wird wohl für immer ein Rätsel bleiben!

  12. „Das Konzept, dass ein Zusatz etwas erklärt, eine Zusatzinformation bereitstellt, und das nicht notwendig ist, wenn es schon der Standard ist, dass wird man in den Theorien wohl nie verstehen.“

    Es mangelt möglicherweise auch nicht am einem Verständnis für bestimmte Dinge, sondern an Skrupel.
    Ferda Atman wird nicht fürs Verstehen und kluge Gedanken bezahlt.

    • Was diese Journalisten-Darstellerin macht – unter dem scheinheiligen Vorwand gegenseitige Beleidigungen zu diskutieren – ist ein strategischer Diskurs. Sie rechtfertigt die Verweigerung der Assimilation von Migranten und will eine gleichberechtigte Deutungshoheit von ethnischen Minderheiten etablieren. Ungefähr so wie die Buren in Namibia (oder ZAR) mit den Kaffern zusammenleben. Leider wird auf deutschen Schulhöfen noch nicht durchgängig auf türkisch beleidigt.

      • Ach, meinetwegen muss sie sich ja gar nicht assimilieren lassen.
        Sie kann sich auch gerne darüber beschweren, beleidigt zu werden.
        Und wenn sie jemanden Kartoffel nennt, der sie vorher Kümmeltürke genannt hat, ist das ja auch ok.

        Problem ist, dass sie a) ihren Kollegen Kartoffel nennt, der sie nicht nur nie beleidigt hat, sondern gegen Rassismus ist, und
        b) dann behauptet, dass Kartoffel keine Beleidigung sei

        Das ist übrigens auch mehr ihr Problem. Ich habe mal eine Kabbarettistin gesehen, die sich über den Begriff „Kümmeltürke“ deshalb aufregte, da: „Das gab es bei uns zu hause nicht. Meine Mutter HASST das Zeug. ‚Weißbrot-Türke‘, ok. Gegen Weißbrottürke habe ich nichts. Hallo Schwarzbrotdeutscher.“

    • Namibia ist ein gutes Beispiel für die kommende Situation in D. Das Schützenfest und der rheinische Karneval sind Folklore Veranstaltungen, wie sie andere Ethnien auch veranstalten. Es gibt keine „Deutsche Leitkultur“. Die Leitkultur ist die der Mehrheit der Ovambos, neben partiellen Kulturen der Hereros, Baster, Namas, Damaras, Kavangos,Caprivianer, Himba, Buren, Deutschen, Briten und Chinesen.

  13. Kartoffelkontext oder warum ein Deniz Yützel wohl doch besser entfernt gehört, bestenfalls in einen Kerker in einer Diktatur.

    https://magazin.mydog365.de/wissen/hunde-islam/
    Die Kommentare sprechen eine deutliche Anspruchshaltung die die Grenzen des unverschämten längst hinter sich gelassen hat.

    Da sehe ich nicht mehr, wie man die Köterrasse anders als als Mordaufruf werten soll.

    Aber über Kartoffeln reden kann natürlich auch beruhigend sein.

  14. „Doch so läuft das nicht mehr. In einer Einwanderungsgesellschaft kann nicht eine Gruppe allein bestimmen, wie alle bezeichnet werden.“

    Wenn der Floh dem Hund die Regeln für ihr „symbiotisches“ Zusammenleben diktieren will. Niemand hat je gefragt, ob wir eine Einwanderunsgesellschaft sein wollen. Auch die Faktizität ethnischer Diversität, die allein durch eine naive Duldung dieser Personen stattgefunden hat, die nun zum Dank nicht mehr ausgestreckte Finger nehmen, sondern sich neben Hand, Arm gleich den ganzen Körper aneignen wollen, ändert daran nichts.

    Wenn ich dies als normative Grundlage einfach ablehne, dann habe ich nur eines zu sagen: Macht euch deutsch, macht euch selbst zu Kartoffeln. Wenn ihr das nicht könnt oder wollt und sei es in dem ihr auf der Differenz zwischen euch als unterdrückten minoritäten und der deutschen Mehrheitsgesellschaft durch eigene Abgrenzung besteht, dann verpisst euch gepflegt.

    Allein die Grundannahme, auf der dieser Text aufbaut, wird als allgemeingültig vorausgesetzt, was sie nicht ist und darüber hinaus eben falsch.

  15. Pingback: Es muss nicht immer Stokowski sein – es gibt ja auch Kartoffeln – apokolokynthose

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