Männerpolitik im Ministerium für alles außer Männer?

Aus einer Pressemitteilung des Ministeriums:

In Berlin startete Dr. Franziska Giffey das Programm „Gegen Gewalt an Frauen“ und kündigte die Verabschiedung der Gleichstellungsstrategie der Bundesregierung an. Auch auf europäischer Ebene soll mehr für die Gleichstellung getan werden.

Bundesgleichstellungsministerin Dr. Franziska Giffey hat am 14. Januar die Pläne für das Jahr 2020 vorgestellt. Dem Bundesgleichstellungsministerium stehen insgesamt 21 Millionen Euro für entsprechende Projekte zur Verfügung. Das sind 3,5 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Hinzu kommen 35 Millionen Euro aus dem neuen Bundesprogramm „Gegen Gewalt an Frauen“, das Beratungsstellen und Frauenhäuser stärken soll.

Dr. Franziska Giffey betonte:

„Von echter Gleichstellung sind wir noch weit entfernt – solange Frauen viel schlechter bezahlt werden als Männer, solange sie in Führungspositionen unterrepräsentiert sind und viel häufiger Opfer von Partnerschaftsgewalt werden, braucht es den besonderen Fokus auf die Frauenpolitik. Aber auch Männer brauchen Unterstützung, zum Beispiel wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht. Deshalb müssen auch sie Adressaten und Nutznießer unserer Gleichstellungspolitik sein. Denn nur partnerschaftlich kommen wir wirklich weiter.“

Dr. Franziska Giffey kündigte noch für dieses Jahr die Verabschiedung einer Gleichstellungsstrategie der Bundesregierung an. Außerdem ist die Gründung eines Gleichstellungsinstituts geplant. Auch auf europäischer Ebene wird das Bundesgleichstellungsministerium Impulse setzen. Die EU-Ratspräsidentschaft ab Sommer soll dafür genutzt werden, um in Deutschland und in Europa die Frauenrechte und die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern ein Stück voranzubringen.

Gleichstellungspolitik konkret sichtbar machen
Als Beispiele für die konkrete Gleichstellungspolitik in Deutschland stellte Dr. Franziska Giffey zwei Förderprojekte vor: Das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF) und das Projekt „Männer stärker in die Gleichstellungspolitik“ des Bundesforums Männer.

Das Digitale Deutsche Frauenarchiv wird ab 2020 institutionell und damit verlässlich gefördert.

Dr. Franziska Giffey:

„Hierfür nehmen wir jährlich 1,85 Millionen Euro in die Hand. Mit dem Digitalen Deutschen Frauenarchiv wird sichtbar, was die deutsche Frauenbewegung erkämpft hat. Denn: Gute Politik – auch in der Gleichstellung – braucht Erinnerung. Ohne Kenntnis der Vergangenheit ist keine Politik für heute und morgen möglich.“

Das Fachportal präsentiert erstmals weiterführende Informationen zur Geschichte der Frauenbewegung. Darunter finden sich zahlreiche Originaldokumente wie Briefe, Fotos oder historische Tonaufnahmen. Interessierte Nutzerinnen und Nutzer bekommen somit dauerhaften Zugriff auf die einzigartigen Materialien der Archive des i.d.a.-Dachverbands. Darin sind 40 Frauen- und Lesbenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen aus Deutschland, Österreich, Luxemburg, Italien und der Schweiz organisiert.

Gleichstellungspolitik für Jungen und Männer
Auch Männer stehen vor besonderen Herausforderungen, Konflikten und Problemsituationen – wenn dies auch nicht vergleichbar ist mit dem Unterstützungsbedarf, den Frauen haben. Das Bundesgleichstellungsministerium fördert ab Februar bis Mitte 2022 das Projekt „Männer stärker in die Gleichstellungspolitik – Vernetzung, Beratung, Ansprache und Unterstützung“ des Bundesforums Männer. Die Gesamtfördersumme beträgt 1,15 Millionen Euro. Das Ziel ist die qualitative Weiterentwicklung der Männerberatung und -arbeit, die flächendeckende Vernetzung und Unterstützung des Auf- und Ausbaus der Beratung für Männer.

Dr. Franziska Giffey:

„Ich möchte auch Männer, die sich in Problem- und Krisensituationen befinden, besser unterstützen. Beispielsweise haben Männer im Schnitt eine um fünf Jahre kürzere Lebenserwartung als Frauen. Dreiviertel der Suizide werden von Männern und Jungen begangen. 610.000 Männer werden jährlich Gewaltopfer im öffentlichen und privaten Raum. Und auch die meisten Wohnungslosen sind Männer. Deshalb bauen wir in einem Stufenplan das Beratungs- und Hilfesystem für Jungen und Männer stärker aus, vernetzen uns bei Männergewaltschutzprojekten mit den Ländern und wollen auch die Fakten zur Gewaltbetroffenheit verbessern.“

Weitere Projekte:
Als ein weiteres Projekt wird die Weiterbildung von Multiplikatoren für männerfokussierte Beratung durch den Sozialdienst katholischer Männer – SKM Bundesvorstand e.V. gefördert. Das Projekt baut die Beratungskompetenzen von Männern in vorhandenen Beratungseinrichtungen aus und hilft Fachkräften, ihre beruflichen Kompetenzen für die beratende Praxis mit Jungen und Männern in Krisensituationen zu erweitern. Dieses Projekt wird vom Bundesgleichstellungsministerium bis Oktober 2022 mit insgesamt rund 800.000 Euro gefördert.

Außerdem wird die bundesweite Fach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz aufgebaut. Sie soll unter anderem Kommunen und Ländern dabei helfen, neue Unterstützungsstrukturen zu etablieren und bestehende Männerschutzprojekte fachlich zu begleiten. Die Landesarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V. in Dresden erhält dafür bis September 2022 eine Förderung in Höhe von mehr als 1,5 Millionen Euro.

Was meint ihr? ein Neuanfang, zumindestens ein Schritt in die richtige Richtung oder wieder nur das Patriarchat schadet auch Männern, also Feminismus in Verkleidung?

35 Gedanken zu “Männerpolitik im Ministerium für alles außer Männer?

  1. Das sind Nebelkerzen des Populismis.
    Solange Franziska immer die übliche Leier von Gleichstellung, „strukturell“ usw erzählt, wird es nicht besser.
    Feminismus ist wie Ilsebill im Märchen.

  2. Jaja, Gifferchen, solange Männer mehr arbeiten, werden Männer auch mehr bezahlt.

    Bisschen ist zwar wichtiger als nichts. Aber 1. 85 Millionen, damit sich deutsche Feministinnen gegenseitig Zucker in den Arsch für ihre „Errungenschaften“ ist mehr als für alle realen Issues von Männern und Jungen.

    Men’s rights are human rights!

    • Du hast ganz offensichtlich die 120 Millionen Euro vergessen, die in den nächsten drei oder vier Jahren für Frauen und den Kampf gegen Gewalt gegen Frauen bereitgestellt werden sollen

      Ich weiß nicht, was die Schummel-Dokteuse motiviert, gerade jetzt das Thema Benachteiligung der Männer aufzugreifen, vielleicht fällt ihr aber auch gerade angesichts weiter sinkender Wahlprognosen auf, dass auch Männer Wähler sind.

      Für mich ist das ganze Geschwafel nur Populismus. Unter anderem auch, weil sie nach wie vor von der angeblich so benachteiligten Frauenwelt labert.

      • Ich glaube nicht, daß die sich wirklich für Wahlprognosen interessiert. Solange die SPD noch über 5% kommt, ist die als hochgejubelte Heilsbringerin doch gesetzt.
        Und ja – das sind nur Nebelkerzen. Der Betrag an sich ist schon lächerlich gering um irgendwas damit anstellen zu können.

  3. Naja, erst mal sehen, was mit diesen Geldern tatsächlich passiert. Bis jetzt sind das alles nur Luftblasen, die die Plagiatorin dort raushaut, bis jetzt ist noch überhaupt nichts passiert.
    Ich für meine Teil denke mir, daß es um die SPD wohl fatal schlecht stehen muss, wenn sie nun einen solchen Schritt wagt. Schließlich hat sie mehrere Jahrzehnte aktiv daran gearbeitet, zB die hohe Suizidrate von Männern auszublenden. Da Dir, Christian, ja auf Deine Nachfrage via Twitter aufgezeigt wurde, daß eine Frau und Feministin die Abteilung 415 (Gleichstellungsarbeit für Jungen und Männer) leitet (Fr. Dr. Katharina Greszczuk), wird es eher unwahrscheinlich sein, daß da etwas brauchbares bei rumkommt. Ich denke, es wird da eher so in die Richtung: „Männer sollten ihre toxische Männlichkeit ablegen, dann müssen sie sich auch nicht umbringen“, hingebogen.

  4. Die Trulla wird einen Scheiß für Männer tun, sondern will es nur mal erwähnt haben.
    Pures Framing. Sie will dem Begriff der Frauenp̶̶u̶̶d̶̶e̶̶r̶̶u̶̶n̶̶g̶förderung das Label aufdrücken, auch für Männer relevant zu sein.

  5. Jop, nichts als vollkommen wertlose lippenbekentnisse, ich mach gerade eine Umschulung und bin mit den Folgen „woker“ Förderprogramme direkt konfrontiert. 7 Menschen und der einzige andere Mann ist in meinem Alter (36) , ausserdem haben die weiblichen Teilnehmer, ebenso wie die Damen, die ich bei Praktika kennenlernen durfte einen sehr „speziellen“ Habitus. Eine Mischung aus „mir steht alles zu, also warum habe ich es nicht schon längst (geliefert) bekommen „, praktisch 0 ilpulskontrolle, plus zu faul um selbst grund-/Mittelstufen naturwissenschaftliches Wissen verstehen zu wollen. Und gemein hinterfotzig und rückgratlos. Manipulativ hab ich glaub vergessen…ich würde als junge auch in die innere Emigration gehen, wahrscheinlich haben wir 2-3generationen komplett verloren

  6. Nur diese Aussage von ihr entlarvt sie doch schon als Märchenerzählerin:

    „Von echter Gleichstellung sind wir noch weit entfernt – solange Frauen viel schlechter bezahlt werden als Männer, solange sie in Führungspositionen unterrepräsentiert sind und viel häufiger Opfer von Partnerschaftsgewalt werden, braucht es den besonderen Fokus auf die Frauenpolitik.“

    Echte Gleichstellung heisst mal nicht Ergebnisgleichheit, sondern Chancengleichheit. Und eine Diskriminierung bei der Bezahlung zulasten der Frauen konnte bisher nicht nachgewiesen werden, was eine Voraussetzung wäre. Und wenn bei der Gewalt in Partnerschaften nur das Hellfeld als Referenz genommen wird und das Dunkelfeld ausgeklammert wird, dann ist das eben nur die halbe Wahrheit. Also zwei Lügen auf einmal und der dritte Punkt ist halt auch mal a priori nicht mit Diskriminierung verbunden. Deshalb: von der SPD sollte man gegenwärtig diesbezüglich nicht viel erwarten.

  7. Müssen wir wohl abwarten, ich befürchte das ist überwiegend PR, weil man gemerkt hat, dass man mit dem verlogenen Gleichstellungsgedöns viele abschreckt und die Männerbewegung stärker wird. Aber vielleicht hat die Sache ja doch Hand und Fuß, mal sehen, ich will nicht alles von vornherein schlecht reden.

    Ich habe das mit der Männerförderpolitik neulich sogar im Radio gehört, ganz ohne ironische Untertöne. Das war zumindest überraschend für mich, dass die Lügenkanäle dafür Zeit hergeben, die sie doch so dringend für Trump-Putin-AfD-„Klimaleugner“-Bashing usw. und das permanente Demonstrieren der richtigen Haltung benötigen…

  8. „Beispielsweise haben Männer im Schnitt eine um fünf Jahre kürzere Lebenserwartung als Frauen. Dreiviertel der Suizide werden von Männern und Jungen begangen. 610.000 Männer werden jährlich Gewaltopfer im öffentlichen und privaten Raum. Und auch die meisten Wohnungslosen sind Männer. “

    Das ist natürlich unschön, aber nichts im Vergleich zu der dramatischen Situation der Frauen, die für weniger Arbeit weniger Geld bekommen und weniger oft in Führungspositionen vertreten sind, obwohl sie dafür weniger qualifiziert sind und sich darum nicht bewerben.

    • „Dreiviertel der Suizide werden von Männern und Jungen begangen. 610.000 Männer werden jährlich Gewaltopfer im öffentlichen und privaten Raum. Und auch die meisten Wohnungslosen sind Männer. “

      Jetzt wissen wir es amtlich, dass sie es wissen.
      Sie können also nicht mehr sagen, dass sie um die Situation der Männer nichts wussten.

      • Yep! Die Zahlen sind ihnen bekannt und gewiss nicht erst seit gestern. Und dennoch kümmern sie sich seit vielen, vielen Jahren um nix anderes als solche Prinzessinnenproblemchen wie der „Unterrepräsentanz“ von Frauen in Führungsetagen großer, erfolgreicher Unternehmen. Deutlicher kann der abgehobene, aristokratische Dünkel dieser menschenverachtenden Ideologen gar nicht zum Ausdruck gebracht werden.

        „Sollen sie doch Kuchen essen.“ ist ein Satz, der sehr wahrscheinlich Marie Antoinette nur im Zuge der Revolutionspropaganda untergeschoben wurde. Aus den Mündern der heutigen Institutionsaristokraten kommen indes Dinge, die noch viel weltfremder und herablassender sind als das…

    • Und nicht zu vergessen, die nicht existierende Luxussteuer auf Tampons! Zum Glück hat hier die Politik eingegriffen und Frauen davor bewahrt 38 € oder so übers Leben zuviel auszugeben.

  9. Das ist natürlich erstmal nicht viel und vor allem nichts Handfestes, aber ich sehe es dennoch als eine positive Sache. – Denn auch, wenn es nur PR ist, ist es ein guter Fortschritt, dass man mit so etwas PR machen KANN, bzw. es für möglich hält.
    Die normale Reaktion, sobald jemand es wagt, irgendwas von Männerrechten zu sagen, ist doch lautes Gelächter und Vorwürfe, ein Nazi zu sein. Wenn eine Ministerin, aus welchen Erwägungen auch immer, diesen Reflex etwas aufweicht, hilft das schon mal, das Thema zumindest salonfähig zu machen.
    Kein großer Schritt, aber ein Schritt.

    • „Kein großer Schritt, aber ein Schritt.“

      Nur fürchte ich, dass wir hier ein Schritt wahrnehmen, der in Wirklichkeit keiner ist.
      Ich mein, wer Männer dadurch fördern will, dass er dem „Bundesforum Männer“ ein paar Milliönchen in den gepuderten Hintern schiebt, der offenbart doch allein dadurch, dass ihm (ihr) die Männer egal sind.

      Tatsächlich fließen die Gelder in beiden Fällen (Frauenförderung/Männerförderung) in denselben feministischen Topf.

  10. Es ist unerträglich, dass die SPD solch fadenscheinige Almosen extra benennen muss weil sie sich selbst in den Zustand des drohenden Untergangs gebarcht hat. Eine Nothandlung des Parteiorganismus im Moment des aktten Sauerstoffmangels. Das Senowab macht ja ohnehin den Eindruck des anaeroben Denkens. In fast allen relevanten Themen hat sich diese Partei auf Standpunkte und Forderungen eingelassen, die die große Mehrheit der Bürger dieses Landes anders oder zumindest nicht als Problem sieht. Von dänischen, erfolgreichen Sozialdemokraten lernen? – davor beschütze uns Gott! Feminismus, Migration, Klima alles komplett verpeilt und diametral von den Erkenntnissen seriöser Wissenschaft entfernt. Ich halte im übrigen die Irrwege in Sachen Migration und Klima für direkte Folgen von Feminismus und Quote in dieser Partei. Es genügt für diese Erkenntnis nur mal Fotos von der Teddybären-Willkommenshysterie am Hbf München genau zu betrachten. Ich habe mir mal den Spaß gemacht, zwei dieser Fotos auszuzählen. 80% Frauen (!) haben die edlen Wilden dort auf diese undifferenzierte Art und Weise begrüßt. Ich möchte nicht, dass Frauen schlecht behandelt werden, aber was machen, wenn sie ihre schlechte Behandlung derart zärtlich und sehnsuchtsvoll begrüßen! Ja es gibt zwei Sorten Frauen, diejenigen die den Umbau unserer Wirtschaft begrüßen, was in Wahrheit ein Angriff auf dieselbe und die dort vorhandenen Arbeitsplätze ist und diejenigen, die sich um ihre Abeitsplätze die ihrer Männer und Kinder sorgen. Hüten wir uns vor ersteren, denn im Falle ihres Scheiterns werden sie nur eine Lösung haben: sich einen Pussyhat aufsetzen!

  11. Das ist so zu sehen, wie das Eingeständnis der iranischen Führung dieses Flugzeug abgeschossen zu haben. Ein Zeichen der Schwäche des Regimes. Die haben kein Geld mehr, bzw es schwebt das Damoklesschwert der Etatkürzungen über ihnen und so schleimen sie ihren Hauptfeind an.

    Zeit sich für eine Zerschlagung und Auflösung dieses „Ministeriums für albernes Umherschreiten“ auszusprechen.

    • Krieg ist genau das richtige, um die iranische Theokratie zu legitimieren.
      So ein äußerer Feind (Irak, USA etc.) ist für die Ajatollahs genau das Richtige.

      • Das Prinzip wird durch die jeweiligen US-Regierungen seit Jahrzehnten erfolgreich praktiziert. Und davor haben es unzählige andere Regierungen gemacht. Ist also nichts neues.
        Hat aber weniger mit dem Thema hier zu tun. Jedenfalls bekomme ich den Zusammenhang nicht hin.

  12. Das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF) und das Projekt „Männer stärker in die Gleichstellungspolitik“ des Bundesforums Männer.

    Mit einem Wort: Blockflöten.

    • „Männer stärker in die Gleichstellungspolitik“… Klingt für mich so ein Bisschen wie die deutsche Ratifikation von „He for She“. Verantwortlich dafür das Bundesforum Männer? OK, Verdacht damit wohl bestätigt.

  13. In Arnes letzten Beitrag wurde die Motivation für Männerpolitik der FDP und SPD in einen Topf geworfen und beide als opportunistisch gebrandmarkt.

    Bei der FDP gab es einen Expertenausschuss in NRW, wo man Arne und ManDat eingeladen hat. Das ist ein Comitment! Sicherlich hofft man hier mit diesem Thema mehr Wähler zu gewinnen, wie andere zu vergraulen. Doch der Austausch mit diversen Mitgliedern der FDP zeigt, das hier Menschen von unseren Themen überzeugt sind und dafür werben und auch einstehen. Die FDP steht auch hinter den Themen, obwohl sie dafür schlechte Presse erhält und Katja Suding mach weiter Werbung für das Wechselmodell. Im Übrigen hat die FDP geliefert und eine Bundestagsdebatte zum Wechselmodell angestoßen. Hier sind die Fronten jetzt klar, und die FDP kann da nicht einfach zurückrudern und sagen, was interessiert uns unser Geschwätz von gestern. Wählerfang sieht anders aus.

    Auf dieser Debatte zum WM wurde die von einigen Männern hochgejubelte AfD von Frau Höchst übrigens zum reinen Antifeministinnenverein degradiert. Wir erinnern uns, Wechselmodell ist ein Teil der Gleichmacherei… Was bei einer Koalitionsverhandlung in den Verhandlungstopf geworfen wird, bzw. zur Disposition steht, liegt übrigens an der Unterstützung für diese Themen in der Partei und bei deren Wählern.

    Bei der SPD hat es diverse „Annährungsversuche“ gegeben. Z. B. Barley, die meinte auch mal mit Männern zu reden (IG Jungen Männer Väter, VAfK, Väternetzwerk). Postwendend gab es einen Hetzartikel in der Edtion F, in der diesen Verbänden vorgeworfen wurde Frauen auch mal anonym als Huren und Gebärmaschinen zu bezeichnen. Natürlich ging der Shitstorm los, der VAMV und einige andere legten los. Nicht das Barley dann den Arsch in der Hose hat und mal auf den Putz zu hauen, nein, sie (lässt) twittern „Bisher habe ich EditionF_com geschätzt. Das hier ist eine Frechheit, ich habe mich nicht mit Vaterverbänden getroffen“. Ich denke das sagt alles zur SPD, und auch Giffey wird da nicht mehr liefern.

    Bei der SPD mit einer starken AG Frauen, die im Wahlkampf sogar den Kanzlerkandidaten angreifen kann, wird man sicherlich nur durch kleine Schritte Erfolg haben. Und ich finde es erstaunlich das bisher viele Frauen (und nur Frauen, wie man an Scholz mit Gemeinnützigkeit von Männervereinen und Schulz mit dem Wahlplakat und seiner Tochter die 25% mehr kriegen soll sehen kann), hier kleine Schritte versuchen. Und natürlich mach Griffey das nicht aus reiner Überzeugung, doch diese kleinen Schritte sollte man anerkennen. Schauen wir mal wie lange sie das durchhält. Ich glaube nicht lange, eben weil sie nicht davon überzeugt ist was sie tut. Dazu waren ihre Äußerungen in der Vergangenheit zu sehr väterfeindlich…

    Man kann SPD und FDP sicherlich nicht in der Ausgangslage vergleichen. Doch wer echte Männerpolitik möchte, und keinen reinen dumpfen Antifeminismus oder erste zarte Schritte, der kommt momentan um die FDP nicht drumherum. Sollte die FDP es über die 15% schaffen, und das auch wegen einem starken Männeranteil, werden andere Parteien aufwachen. Die SPD macht gerade Versuchsballons. Wer das Original will, nimmt die FDP. Wer umweltpolitisch das Original will nimmt die Grünen. Und wer bei Enteignung das Original will nimmt die Linken. Die SPD ist nur ein Abklatsch von allen, hat aber keine eigene Politik…

    • „viele Frauen (und nur Frauen“

      Ich finde das nicht erstaunlich. Die Frauenlobby ist sich nicht zu schade jeden Mann der etwas für Männer machen will, als Frauenhasser und Anti-Feministen zu bezeichnen… natürlich auch völlig beleglos.

  14. Gleichstellungspolitik für Jungen und Männer
    Auch Männer stehen vor besonderen Herausforderungen, Konflikten und Problemsituationen – wenn dies auch nicht vergleichbar ist mit dem Unterstützungsbedarf, den Frauen haben.

    Jo klar. Das feministische Dogma.

    Männer sterben ein paar Jahre früher? Begehen viel öfter Suizid? Sterben sehr viel häufiger durch tödliche Arbeitsunfälle? Sind schulisch im Hinterteffen, seltener an der Universität und verlassen die Schule öfter ohne Abschluss? Das alles ist doch Pillepalle!

  15. Ich verstehe nicht, wieso man das hier diskutieren muss. Das heißt ihr nehmt die tatsächlich ernst! Schaut sie und ihre bisherigen Taten an!
    Woran erkennt man, dass ein Politiker lügt? –> Seine Lippen bewegen sich.

    • genau ! Nie darauf achten was sie sagen ! Nur darauf achten was sie tun !
      Zumal Frauen die Unterscheidung zwischen Wahrheit und Lüge ohnehin nicht so hinbekommen.
      Ich denke sie hat einfach mitbekommen, das es in der Kiste rumort und versuchen es mit ein wenig Beruhigungspillen.
      Wahrscheinlich ist ihr aber auch ohnehin klar, das die meisten Männer erfolgreich durch Frauen sozialisiert (dressiert) sind, und die weibliche Verachtung für ihre schwächeren Geschlechtsgenossen teilen, und auch die weibliche Sicht Männer sind an allem selbst schuld, was ihnen zustößt.
      Das also ohnehin ein wirkliches eingehen auf Probleme der Männer gar nicht nötig ist, weil diese ja erfolgreich dazu abgerichtet wurden es selbst „wie ein Mann “ zu tragen.
      Also Fazit: potjemkinsches Dorf

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