„Weil da ein stilles Einvernehmen unter vielen im Raum steht, dass dya cis Männern das Self-Entitlement, der extra Raum und die stille Unterordnung weiblich zugeschriebener Personen irgendwie zusteht.“

Ein Auszug aus einem Twitter-Thread, den ich ganz interessant finde:

CN sexistische Kackscheiße . . . Gerade auf dem Heimweg, S-Bahn. Noch ein Sitzplatz frei. Neben einem, den ich als dya cis Dude lese. Sitzt mega breitbeinig da. Setz mich daneben. Drängel dezent mit dem Knie, damit er merkt, dass ich da bin und er jetzt nicht mehr 1 3/4 Plätze

für sich alleine haben kann. Er reagiert null. Setze mich selbst dreister breitbeinig hin, mal sehen, ob er jetzt mal langsam die Beine zusammen macht. Statt dessen schnauzt er „Wie breit willst du denn noch sitzen?“ (selbst immernoch extrabreit manspreading) Ich: „So breit wie

du.“ Er: „Benimm dich mal wie eine Frau!“ Ich schau ihm still in die Augen und weiche nicht zurück. Er schreit rum, die ganze Zeit noch mit Telefonat am Ohr, nennt mich fette Schlampe, kickt mich mit Gewalt mit dem Bein zur Seite, um mich zu zwingen „wie eine Frau“ zu sitzen.
Er ist unzweifelhaft ein sehr unsympathischer Geselle, sie wirkt aber auch nicht wirklich sympathisch. „Beninn dich mal wie eine Frau“ klingt etwas konstruiert, aber wer weiß, vielleicht hat er so etwas gesagt.
Ich benutze auch körperlichen Druck und mache mich wieder genauso breit wie er. Er droht, mich zu bespucken sollte ich mich nicht „benehmen“. Ich informiere ihn über meine 6 Jahre Kampfsporterfahrung und hoffe innerlich sehr, dass er sich das mit dem Bespucken überlegt. Rufe mir
aber Techniken ins Gedächtnis, mit denen ich ihn von mir weg zwingen könnte. Halte den Blickkontakt. Erinnere mich ans Atmen. Er spuckt dann nicht. Zwei von mir als ältere Frauen gelesene mischen sich ein. Sie meinen, ‚wir‘ sollten „jetzt beide aufhören“. ‚Wir‘ würden ‚beide‘
„alle hier stören“. Ich atme. Zwinge mich zur Ruhe. Bleibe breit sitzen. Er kotzt sich durchgängig am Telefon bei „Schatz“ über mich aus mit allen sexistischen, lookistischen und fettfeindlichen Ausdrücken, die ihm einfallen. Ich höre noch, wie er droht, mich zu fotografieren,
Das bringt eine Identitätspolitik eben so mit sich: Sie ist vollkommen unfähig außerhalb ihres Schemas zu denken: Er ist ein dya cis Dude (also ein nichtintersexueller nicht transsexueller Mann) und deswegen ein Arschloch und sie kämpft hier gegen das Patriarchat und überhaupt auch alle schlechten nicht intersexuellen oder nichttranssexuellen.
Die Frauen sehen einfach nur zwei Leute, die sich anscheinend gegenseitig hochstacheln und wollen ihre Ruhe haben. Für sie sind sie aber auch nur Bestandteil ihres Feindbildes: Da kämpft sie eigentlich für sie gegen die Männer und die stellen sich noch nicht mal auf ihre Seite.
dann hab ich meinen mp3 player gefunden, mache die Kopfhörer rein und Musik an. Kriege nur noch am Rande mit, dass er kein Foto macht, aber weiter seinen Hass rauskotzt. Tut er noch beim Aussteigen. Ich habe nicht klein beigegeben. Das finde ich gut. Ich weiß aber,
dass ich jetzt für längere Zeit keine Kapazitäten mehr aufbringen kann, mich mit solchen Macker und ihrer Scheiße anzulegen. Und zwar nicht wegen dem Hass, der dem Typen aus dem Gesicht gefallen ist und nicht wegen der Drohungen. Sondern weil ich heute wieder erinnert wurde,
dass überall um mich herum alles voller Leute ist, die absolut keinen Grund sehen, sich einzumischen und sich gegen sexistischen, fettfeindlichen Hass zu positionieren, wenn er vor ihrer Nase passiert. Weil da ein stilles Einvernehmen unter vielen im Raum steht, dass
dya cis Männern das Self-Entitlement, der extra Raum und die stille Unterordnung weiblich zugeschriebener Personen irgendwie zusteht. Zumindest ein bisschen. Nicht so, dass mensch es laut so sagen würde, aber doch in soweit, dass es „übertrieben“, „zickig“ und irgendwie
Erstaunlich, wie umfangreich sie das mit Bedeutung auflädt, die sich im wesentlichen nur aus ihrer eigenen Ideologie, ihrem Frame ergibt.
Statt anzunehmen, dass die einfach keine Lust haben sich hier für etwas Beinfreiheit einer ihnen unbekannten und auch recht aggressiven Frau ein Bespucken oder Gewalt einzufangen geht sie davon aus, dass sie glauben, dass der Mann sich so benehmen darf und das weil er ein Mann und sie eine Frau ist. Was für eine absurde Annahme.
unberechtigt sei, darauf mit mehr als augenrollendem Tolerieren, mit explizitem Widerstand zu reagieren. Wer es so „übertreibt“ mit dem sich Wehren, sei ja dann irgendwie auch ein bisschen selbst schuld daran, beleidigt und bedroht und vielleicht noch bespuckt zu werden.
Kannst ja auch „aufhören“. „Hören Sie beide auf, das stört alle.“ Stören Sie nicht die gewohnte Ordnung. Akzeptieren Sie die normale patriarchale Scheiße so wie wir.“ Dieses implizite Einverständnis mit gewaltvoller Ungerechtigkeit um mich herum, damit konfrontiert zu werden,
Akzeptanz ist da ein hohes Wort. Und dann auch noch die „patriarchale Scheiße“, nicht einfach nur das schlechte Verhalten.
Naheliegenderweise wollten sie einfach nicht in seine Schußlinie (oder besser Spucklinie) oder in ein Gerangel in einer Bahn um Beinplatz geraten. Was auch verständlich ist, wenn sie den ganzen Stellvertreterkrieg, den sie hier sieht, gar nicht als solchen wahrnehmen und er ihnen egal ist.
das macht mir Angst. Wenn ich manchmal lieber aufstehe und weggehe, weil der Dude neben mir mit manspreaden nicht aufhört, dann mache ich das, weil ich vor den Leuten drumherum, ihrer Relativierung und Verteidigung der Verhältnisse, die rauskommt, wenn’s knallt, Angst habe.
Und sie haben eben Angst, dass du da was zum knallen bringst für nichts. Einfach weil du meinst, dass da ein Patriarchat ist, welches du bekämpfen musst und nicht nur ein Idiot.

90 Gedanken zu “„Weil da ein stilles Einvernehmen unter vielen im Raum steht, dass dya cis Männern das Self-Entitlement, der extra Raum und die stille Unterordnung weiblich zugeschriebener Personen irgendwie zusteht.“

  1. Kurzfassung:
    „Wenn ich in der Bahn einen Streit vom Zaun breche, sind die Leute nicht automatisch auf meiner Seite“

    Willkommen in der Welt der Männer.

    „Aber ich bin gar nicht cool und souverän beim Streiten, sondern völlig überfordert“

    Schlappschwanz, geh heim zu Mama und hör auf, uns hier vollzuheulen.
    (Du willst doch immer so gut wie Männer behandelt werden. Bitteschön)

  2. Wenn Twitter Aggressivität in den Alltag einbricht. Wozu Kommunikation, man kann ja andere körperlich belästigen und ist voll im Recht.

    Aus seiner Sicht kommt eine übergewichtige Frau, setzt sich neben ihn und geht ihn unmittelbar körperlich an. Und die Passanten denken sich „Um Gottes Willen, wo bin ich denn hier reingeraten.“

  3. Habt Ihr schon mal erlebt, daß jemand droht :“Wenn Du nicht blabla machst, spucke ich dich an“?

    Ich kann mir das bei mehr oder weniger erwachsenen einfach nicht vorstellen, im deutschen Kulturkreis schon gar nicht.

    Aber auch im eher morgenlaendischen würde man es doch wohl bestenfalls als Zeichen der Verachtung tun statt damit zu drohen.

    Mir erscheint die ganze Geschichte recht unglaubwuerdig.

    • Das ist da herrlich Bereichernde an vielen Kulturkreisen auf engem Raum: Keiner weiß mehr, was der andere „normal“ findet und es gibt keinen Konsens mehr, was „gar nicht geht“.

    • „Mir erscheint die ganze Geschichte recht unglaubwuerdig.“

      Wenn man trotz exotischer Neigungen und pinker Kurzhaarfrisur noch nicht genug Aufmerksamkeit bekommt, denkt man sich wohl solche Geschichten aus, um wenigstens im Netz etwas interessant rüberzukommen.

      • Ich kenne weibliche Schwarzgurte, die sich anstrengen müssten, gegen einen halbwegs fitten 11-jährigen zu gewinnen.

        Selbst, wenn es nicht Mikado war, allein das „sich Techniken ins Gedächtnis rufen“ disqualifiziert sie. Techniken, die du im Kopf und nicht im Rückenmark hast, sind so nützlich wie ein Wattebäuschchen.

        • Habe selbst nie Kampfsport gemacht, aber deswegen werden doch diese ganzen Bewegungsabläufe immer wiederholt. Damit sich sowas wie ein Muskelgedächtnis ausbildet.. oder nicht?

          • Na klar, Tausende von Wiederholungen.

            Das wirkt aber anscheinend nicht bei jedem/r.

            Und vor allem bedeutet es nicht, dass das Mädchen in der Lage, ihre Kraft und ihr Gewicht bei einem Schlag auf einen Punkt zu konzentrieren.
            Bei den Tausend Wiederholungen haut man ja in die Luft und die meisten Trainer lassen bei Mädchenpartnerübungen durchgehen, dass die sich nur anpusten.

          • Meine Kinder machen Karate und na ja, bisher dominiert Ausdauertraining und Katas (so einstudierte Bewegungsabläufe, die quasi vorgetanzt werden), der Bub hat immerhin schon seinen dritten Gürtel (oder so) damit erreicht, aber m.W. noch nie einen Paarkampf gehabt. Der könnte sich mit der Technik nicht die Bohne verteidigen.

            Ich weiß aber nicht, ob reales Kampftraining demnächst mal ansteht. Ohne Selbiges kann man die Sache vergessen.

            Das erinnert mich an den Unisport, da habe ich mal Karate gemacht. Das war aber ein Witz, denn man schaffte in einem Semester (oder Jahr?) den Aufstieg in die fortgeschrittene Gruppe nicht, so dass man jedesmal wieder von vorn anfing. Das kann man auch 6 Jahre lang machen 🙂

          • Ich hab seit damals eine Handpratze zum Üben für zuhause; Töchterchen haben im Training einen Dummy, und ja, wir sollten auch mal den Sandsack im Keller aufhängen.
            Bin mir übrigens beinah sicher, dass ich demnächst mit Krav Maga beginne – weil das der eine Kampfsport zu sein scheint, den ich trotz physischer Defizite meistern könnte.

          • Bin mir übrigens beinah sicher, dass ich demnächst mit Krav Maga beginne – weil das der eine Kampfsport zu sein scheint,

            Jo, Dummy passt schon. Krav Maga ist ein israelisches militärisches Nahkampfsystem (ursprünglich slawischen Urspurngs) und hat absolut nicht aber auch gar nichts mit Sport zu tun.
            Im Sport gibt es nämlich Regeln, um den Gegner nicht unnötig zu verletzen, im Gegensatz zum Straßenkampf.
            Nicht mal 5 Sekunden googeln hätten dich davor bewahrt, mal wieder eine Inkompetenz zur Schau zu stellen. Aber vermutlich sind Feministinnen mit so etwas simplem schon intellektüll überfordert. 😀

          • Da wollte ich bloß einen Tipp geben, falls jemand sein subjektives Sicherheitsgefühl erhöhen möchte, und Du ziehst Dich hoch am Wortteil „-sport“. Richtig: es gibt da keine Wettkämpfe, sondern nur Training für den Ernstfall, der hoffentlich nicht eintrifft.

            Und btw eine in dieser Selbstverteidigungsmethode geschulte Person hätte womöglich bereits vorab an der Körpersprache des Bahn-Pöblers ablesen können, dass sie sich selbst zuliebe besser Distanz hält, also sich gar nicht erst neben ihn zu setzten versucht. Um den Preis, die Fahrt über bzw. bis er aussteigt stehen zu müssen. Und mit dem Gewinn, sich keine 5 Sekunden über ihn und die unsolidarischen Zuschauer ärgern zu müssen.

  4. Natürlich wäre es zu viel verlangt den vermeintlichen Feind zu fragen, ob er etwas Platz machen könnte. Allgemeine Grundregeln der Höflichkeit sind schließlich nicht en vouge.

    Stattdessen geht Madame „Woke“ lieber auf Konfrontation und beginnt körperlich zu pöbeln. Seine Reaktion, wenngleich ebenfalls nicht höflich oder gar rücksichtsvoll, erscheint der von ihr provozierten Situation durchaus angemessen. Wie es in den Wald schalt…

    Als Außenstehender wäre ich, wie offensichtlich die anwesenden Mitfahrer ebenfalls, ganz sicher nicht auf die Idee gekommen, ihr auch noch beizupflichten.

    Da ich kein Arzt bin, behalte ich mir Diagnosen über ihren Geisteszustand vor. Dass hier etwas nicht ganz rund läuft, dürfte jedoch offensichtlich sein.

    • Oh, der account ist grad private. War die Twittergemeinde etwa auch nicht zustimmender als die beiden als mittelalte Frauen gelesenen Passagiere?

      Das Bild gibts noch:

        • Das ist aber ein Bild aus ihren schlanken Zeiten. Inzwischen belegt sie sicher zwangsläufig 1,7 Sitze im ÖPNV, sonst würde sie nicht mehrfach über Fetthasser herziehen. Daher würde ich den Typen neben ihr, der sich gefälligst auflösen sollte, nicht unbedingt als Idioten bezeichnen. Es war einer der wenigen, die sich nicht selbstverständlich alles von einer fetten Qualle gefallen lassen. Wenn mich ein solches Frauen-Paket berühren würde an den Schenkeln mit ihren Stempeln, dann wäre ich auch im Aggro-Modus.
          Berührung geht ja gar nicht – das hab ich übrigens von ekeligen Frauen gelernt.

  5. Wenn die Geschichte stimmen sollte, dann lese ich aus „benimm dich mal wie ne Frau“, nebenbei telefonieren und der Drohung zu spucken, balkanesischen oder vorderasiatischen Kulturkreis raus. Da hat sie zwar mit dem Patriarchat nicht ganz Unrecht, aber da hat sie Glück gehabt sich keine gefangen zu haben.

    • „… dann lese ich … balkanesischen oder vorderasiatischen Kulturkreis raus.“

      Das wäre für mich die einzig plausible Interpretation des obigenTextes. Anderenfalls handelt es sich einfach um Agit-Prop mit narzistischem Hintergrund.

    • Klingt für mich auch plausibel. Vielleicht auch keine echte »Drohung, zu spucken«, sondern bloß verbale Aggressivität à la »Isch schepuck auf disch, Alde!«, was dann mutwillig fehlinterpretiert wird 🙂

  6. Na ja, sie scheint auf Grund ihrer mehrfach erwähnten Körperfülle ja auch etwas mehr Platz als ein Normalgewichtiger zu benötigen…

  7. „den ich als dya cis Dude lese“

    Das ist ja im Grunde gender assuming der übelsten Sorte. Ganz ohne Annahme des Geschlechts des Gegenübers basierend auf Erfahrung und bestimmter wohl offensichtlicher biologischer Faktoren gehts dann in der Realität wohl doch nicht. Typisch intersektionale Kackscheisse.

    • Genau! Hier zeigt sich die Absurdität der ideologisch versponnenen Gender-Ideologie, die doch ansonsten immer gebietet, höflich zu fragen, ob sich jemand als „er/sie/es“ definiert, unabhängig von „scheinbarer Eindeutigkeit“…
      Den Mut zur Frage der geschlechtlichen Selbst-Definition in dieser oder einer ähnlichen Situation wird „die Empörte“ aber wohl kaum je aufbringen – oder?!

      • „Den Mut zur Frage der geschlechtlichen Selbst-Definition in dieser oder einer ähnlichen Situation wird „die Empörte“ aber wohl kaum je aufbringen – oder?!“

        Das wäre ja eine Form der Interaktion und Kommunikation. Diese Leute können aber nur Pöbeln, blocken oder löschen. Letztere beiden Optionen gibt es im real life nicht. Insofern kommt es eben zu solchen Situationen.

        • Passiert mir auch immer, dass ich die Kürzel und Begriffe in dieser Hemisphäre nicht verstehe und nachschlagen muss. Inzwischen gibt es so viele davon, dass ich mir die nicht mehr merken kann (und will).

          Und trotzdem meinen alle in ihrer SM-Blase (SM=Social Media???), ihre aufgepeitschten Befindlichkeiten seien das Zentrum der Welt.

  8. Ein „dya cis Dude“, der jenseits der 30 noch öffentliche Verkehrsmittel benutzt, hat im Leben was falsch gemacht. Echte „dya cis Dudes“ fahren dicke Autos u.a. um sich nicht mehr mit fetten, dummen Schlampen abgeben zu müssen.

    • Es braucht tatsächlich gute Argumente, dass ich mich bereit erkläre, mich zu den deprimierenden Menschen in die S-Bahn zu setzen, statt das Auto zu nehmen.
      Wobei mich die alten, stinkenden Schlampen mehr stören als die jungen, dicken.

      • Außerdem kann man gar nicht so breitbeinig sitzen, dass man so viel Platz wie mit einem dicken Auto einnehmen könnte. Und da rede ich noch gar nicht von prestigeträchtigen Überholmanövern mit 3stelligem PS-Überschuss.

      • Dass bei Dir was schief läuft ist nicht zu übersehen…

        Aber pass mal auf: Du solltest das mit der fetten Karre wirklich mal probieren. Das ist gut für den Testosteronspiegel und so könntest Du endlich diesen deprimierenden Feminismus loswerden. Probiere es einfach mal aus: Du wirst Dich gleich besser fühlen.

        • Nein. Ich fahr nen schönen Ami Oldtimer Schlitten. Ab und an reicht das. Und auf stundenlange Parkplatzsuche für so ne fette Karre hab ich keinen Bock, verstehst? Das hat nichts mit Testosteron zu tun, sondern mit Langeweile und Ungeduld und ist einfach dämlich deutsxh blöd. Ausser es ist ein Firmenwagen mit Garage am Start.

    • Ja, so was finde ich ausgesprochen unangenehm in der Bahn. Vor allem müffeln Dicke auch oft oder sie versuchen es mit Deo zu überdecken was fast noch schlimmer ist. da stehe ich meist freiwillig auf. Abgesehen davon, dass ich mich bei Dicken auch oft eckele.

  9. Die Geschichte liest sich schon sehr zusammenphantasiert. Kann sich aber schon irgendwie so zugetragen haben.
    Ab und zu sieht man auch bei uns in der S-Bahn jemand so dasitzen. Aber deutlich öfter liegt der Platzmangel an deutlich übergewichtigen Personen aller Geschlechter. Und an Damen, die der Meinung sind, ihre Douglas-Papptüte mit der obligatorischen Flasche „Evian“, Buch und Handcreme hat Anspruch auf einen eigenen Platz.

    • Ich kennen das von vollen Zügen in Bahnen der Deutschen Bahn. Der Rucksack oder dergl. steht auf dem Sitz daneben. Da sind die Frauen wie die Männer. Viele der Platzlosen trauen sich nicht zu fragen, ob der Platz frei ist und stellen sich in den Eingangsbereich oder setzen sich dort auf den Boden. Ich pflege klar und bestimmt zu sagen „Ich möchte mich dort hinsetzen.“ Die meisten gucken böse oder sonstwie blöd.
      Ich neige zum Kulturpessimismus: Das Verhalten hat mit weit zunehmender Gedankenlosigkeit, fehlender Erziehung und Rücksichtlosigkeit zu tun und nicht mit Patriarchat oder ähnlichen modischen Labeln.

    • Ist natürlich eine subjektive Darstellung. Übergewichtige Männer verbrauchen in der Regel nach vorne hin mehr Platz (Plautze), übergewichtige Frauen hingegen vor allem in der Sitzbreite (Gesäß). Also beeinträchtigen die nicht selten fetten Frauen eher andere Fahrgäste. Wenn dann ein Mann die Beine nicht zusammenzieht, weil ihm sonst die Hosennaht die Eier klemmt, dann ist das für die vielen fetten Frauen natürlich ein Gräuel. So entstand wohl das berühmte Manspreading, das mittlerweile im Mainstream (s. Wien) angekommen ist – so wie viele Dinge, die Frauen nicht gefallen. Ich staune immer wieder, was das Patriarchat alles zulässt. Muss einer sehr tolerante und weltoffene Denkrichtung sein.

  10. In dem Zusammenhang hatte ich kürzlich eine Art Sexbekanntschaft mit einer Aktivistin. Die war in Sachen Klima unterwegs, eine 150%ige die alles dem Thema untergeordnet hat. An Sylvester nun hat sie versucht Leute davon abzubringen zu knallen und wurde darauf hin von türkischen Jugendlichen (sie ist selbst Türkin) mit Böllern beworfen. Daraufhin hat sie versucht Stress zu machen aber wurde nur ausgelacht, was dazu führte, dass sie mir ihr Leid geklagt hat (ich war nicht dabei). Mich hat das eher amüsiert und ich hab sie halt zurechtgewiesen worauf hin sie unsere Bekanntschaft beendete weil ich „nicht hinter ihr stehe“.
    Was ich aber interessant fand und hier ist die Parallele zu der im Text genannten Person, meine Bekanntschaft hat ihr komplettes Welbild auf dem Thema Klimaschutz aufgebaut, sie hatte fast nichts anderes mehr und sagte mir mal, dass sie oft weint weil die Welt so schlimm mit der Natur umgeht. Ich denke bestimmte Leute haben da einen echten Schaden im Denken, sie glauben, dass sich die Welt nur um sie und ihr Thema dreht und können es gar nicht verstehen, wenn dem nicht so ist. So ähnlich wie religiöse Fanatiker welche „die Wahrheit“ erkannt haben wollen. Auch diese Menschen sind nicht in der Lage zu verstehen, dass der Rest der Welt ihr gewähltes Thema bestenfalls als Randthema sieht.
    Auch bei meiner Bekanntschaft war es interessant, dass sie vor ihrer Klimaerleuchtung hundete Interkontinentalflüge gemacht hat, ihr Lieblingsessen Rindersteak war und sie sich auch sonst kein Stück um Klima oder ähnliches gekümmert hat. Heute macht sie Leute in der Bahn an die Pelzkragen tragen und ärgernt sich, wenn es die anderen Leute in der Bahn stört.

    • „Ich denke bestimmte Leute haben da einen echten Schaden im Denken, sie glauben, dass sich die Welt nur um sie und ihr Thema dreht und können es gar nicht verstehen, wenn dem nicht so ist.“

      Es ist m.E. ein Wahrnehmungsproblem, basierend auf mangelnder Erfahrung. Die nehmen das tägliche Klagelied der Medien einfach zu sehr für bare Münze und können nicht verstehen, dass es anderen komplett am A*sch vorbeigeht, weil diese wissen, dass die eine Hälfte Übertreibung und die andere im besten Fall Halbwahrheit ist.

      „Auch bei meiner Bekanntschaft war es interessant, dass sie vor ihrer Klimaerleuchtung hundete Interkontinentalflüge gemacht hat, ihr Lieblingsessen Rindersteak war und sie sich auch sonst kein Stück um Klima oder ähnliches gekümmert hat.“

      Sie sucht noch ihren Weg im komplexen westlichen Moraldschungel.

      Ich lese mich gerade durch diverse esoterische Bücher, die sich mit „Seelenentwicklung“ beschäftigen, medial übermittelt 😉 gibt Berge davon, ähneln sich in den Kernpunkten aber alle. Das eine meinte, im Westen würde ein großer Teil vom jungen Stadium (hedonistisch, materiell, erfolgsorientiert, normalerweise regeltreu) langsam ins reife kommen (hinterfragend moralisch, weniger materiell und erfolgsorientiert, querköpfig), was mit starken Problemen einhergehen kann, von Übertreibungen und Hysterie bis zu Drogenkonsum (weil man das Platzen der eigenen Illusionen nicht erträgt). Kann man von halten was man will, aber deine Beschreibung hat mich irgendwie sehr daran erinnert.

      • Bei Langstrecken-Luisa ist es noch schlimmer, denn, so verstehe ich die Beschreibung von PferfferundSalz, seine ehemalige Bettbekanntschaft hat das Verhalten wohl weitgehend abgelegt nach ihrer „Erleuchtung“. Die Luisa macht das aber noch immer alles. Sie kann das natürlich legitimieren, denn SIE ist schließlich WICHTIG für unsere ganze Welt. Wenn sie also mal eben mit dem Flieger in die Staaten jettet, und sei es nur, um auf dem Hollywood-Boulevard nen Frappuccino von Starbucks zu schlürfen, dann ist das somit auch WICHTIG für unsere ganze Welt.

        Wenn DU aber DEINEN 50 Kilometer Arbeitsweg täglich mit dem Auto fährst und nicht mit dem Fahrrad oder im Zuge einer dreistündigen (eine Strecke) mit-der-Kirche-ums-Dorf-Öffi-Odyssee, dann zerstörst DU damit völlig GRUNDLOS unseren ganzen Planeten, du mieses Schwein.

          • Eieiei! Du unterschätzt aktivistische Monothematik. Mit „ich fliege für den Weltfrieden“ wärst du irgendwann mal durchgekommen, als man gerade dafür hopste. Doch in der Zwischenzeit hopste man schon gegen Gender-Pay-Gap, diffus „gegen Rechts“, für Steuersenkungen auf Tampons und nun hopst man halt fürs Klima. Weltfrieden taucht bei all diesen Themen nicht mal mehr in der tertiären Peripherie auf. Du musst mit deinen Legitimationen einfach mit der Zeit zu gehen lernen, sonst wird das nix mehr mit dir…!

    • Glückwunsch, dass du dir sowas so einfach von der Backe wischen konntest. „Klimaerleuchtung“ ist ein geiler Begriff.

      Meine Klimaerleuchtung ist, dass nie (seit der Wetteraufzeichnung, hähä) so wenig Menschen wie jetzt Hunger leiden mussten, und dass der Planet nie so grün war. Dank Kohlendioxid und Photosynthese.

      Dafür nehme ich voller Inbrunst und Dankbarkeit auch ein paar mediterane Sommer in Brandenburg in Kauf.

  11. Erster Absatz:
    „Neben einem, den ich als dya cis Dude lese“
    Ab da kann man getrost zu lesen aufhören. Wer meinst es wäre voll wichtig mit neumodischen Begriffen wie „dya cis“ um sich zu werfen (was zur Hölle??!?) und wer es als notwendig erachtet zu betonen dass er Menschen „liest“ (WTF!!??!), von dem ist in der Regel nichts gescheites mehr zu erwarten…

    „Zwei von mir als ältere Frauen gelesene mischen sich ein.“
    Hahaha, echt jetzt??!? 😀 Was für ein Schwachsinn.

    • Amen!
      Auffallen um jeden Preis. Man soll sie gar nicht erst gesehen haben müssen, um zu bemerken, was für eine spezielle Schneeflocke sie doch ist. Und wie wir beiden weißen dya cis Dudes (ich hoffe, ich habe Dich richtig gelesen (hahaha, in diesem Falle stimmt es sogar!)) zeigen, funktioniert es auch.

    • „Erster Absatz:
      „Neben einem, den ich als dya cis Dude lese“
      Ab da kann man getrost zu lesen aufhören.“

      … beinahe genau das gleiche wollte ich auch schreiben. Dann ist mir aber aufgefallen, dass ich irgendwie doch weiter gelesen habe. Muss ich ja zugeben.

      🙂

      Nein, Sir – hat mir nicht gefallen.

    • Ich denke, der Kern des Problems ist, dass die Trulla von allen als fett gelesen wird und sie das frustriert. Es wäre wirklich nicht zu viel verlangt, sie als gertenschlank zu lesen. So viel Empathie ist ja wohl angebracht.

      • Gibt es nicht immer mehr Menschen die Probleme mit sinnerfassendem Lesen haben? Das werden harte Zeiten für Madame… ich hol schon mal das Popcorn raus 😀

  12. Schon als ich das auf Twitter gelesen habe, habe ich mich gefragt, warum sie ganz zu Anfang nicht einfach höflich fragt, ob er etwas Platz machen kann. So wäre zumindest meine Reaktion.
    Stattdessen geht sie ihm körperlich an, was ihn natürlich wütend macht.
    Zwei Idioten, die sich gefunden haben!

    • Das ist eigentlich ziemlich klar, wenn man zwischen den Zeilen liest. Eigentlich findet sie ihn geil und will ihn aufreißen, so auf die direkte Art. Sie denkt, der südländische Macho, der noch nicht so lange hier lebt, nimmt dankbar jede weiße Frau mit. Dann ist sie verärgert, dass er nicht drauf anspringt. Also macht sie auf Drama. Das auf Twitter ist nur ihre nachträglicher Versuch, das Trauma zu verarbeiten.

    • „Stattdessen geht sie ihm körperlich an..“

      Wenn Feministinnen Männer angreifen, die da nur rumsitzen, dann dient das nur zur Verteidigung. Weiß doch jeder.

    • Wieso zwei Idioten?
      Ja, natürlich hätte er auch anders reagieren können. Aber wieso sollte er, wenn gleich derart (und physisch) angegangen wird?
      Es wurde hier ja bereits schon gesagt: Wie man in den Wald hineinruft… 😉

  13. Ich bin bereit €10 darauf zu wetten, dass es, sollte sich die Geschichte so zugetragen haben, in der Bahn jede Menge andere freie Sitzplätze gab, was die Ausgangssituation völlig verändert. Dafür spricht nicht nur die beschriebene Reaktion der Zuschauer, die verständlicherweise keine Lust haben sich mit zwei agressiven und primitiven Leuten auseinanderzusetzen, die hier aneinandergeraten, sondern auch, dass die erleuchtete Feministin hier in ihrer Kritik keine indifferente Menschenmenge nennt, sondern nur zwei ältere Damen.

  14. Ich bin nicht jede Bahn der Welt gefahren, aber eine derartige Geschichte weigere ich mich zu glauben, hat sich zugetragen in einem öffentlichen Transportmittel.

    Über Fan Fiction zu philosophieren, das ist ja schon hochschwerenotpeinlich. feministisch.

  15. Man stelle sich den Sachverhalt mal mit umgekehrten Geschlechterrollen vor! Würde ein Mann ungefragt Körperkontakt könnte er froh sein, wenn er nicht als schwerer Sexualstraftäter betrachtet werden würde und die nächste #metoo Kampagne losgetreten wird.

    Wenn er dann noch ähnlich herumplärren würde, dass das Leben so ungerecht sei, würde man nur „minimi“ rufen und ihn erst recht für sozialen Abschaum halten. Insbesondere dann, wenn er auch noch unattraktiv und übergewichtig ist.

    Und würde ein Mann so etwas bei einem anderen Mann machen, könnte er – anders als eine Frau – auch erheblich weniger darauf spekulieren, dass er für so ein Verhalten nicht auch voll einen auf die Nase bekommt. Als Frau kann man ja immer davon ausgehen, dass die allermeisten Männer keine Frauen schlagen werden.

    Von daher ist das wieder nur ein Beweis, dass Feministinnen sehr oft massive Probleme mit der realistischen Einschätzung und Bewertung von Lebenssachverhalten haben und sich ständig benachteiligt und unterdrückt fühlen, weil sie empathiebefreit gar nicht in der Lage sind, zu überblicken, wie es einem Durchschnittsmann in vergleichbarer Situation ergehen würde.

    • Na, wenn es eine weiße dya cis Frau ist, die da angefahren wird, sollte das doch okay sein. Die hätte ja schon mal drei Punkt auf der Nazi-Unterdrücker-Sexisten-Skala.

  16. Die Aufforderung „Benimm‘ Dich wie eine Frau!“ ist eigentlich saukomisch, während sie da gerade ein irrationales Scheindrama vom Zaun bricht.

  17. Muss der Schreiberin leider recht geben. Ich krieg oft solche Situationen (teilweise genauso) in den Öffis mit und keiner sagt was. Wenn dann die Nicht-Deutschen, aber die Deutschen sind ruhig. (beim xy preis wegen Zivilcourage sind es auch so gut wie immer nicht-deutsche, die was sagen und einschreiten). Deutsche meckern einfach nur, aber schreiten nicht ein, nehmen keine Partei.
    Zum Anderen ja, man erwartet hier und in allen Ländern, Kulturen, die ich kenne, dass Frau sich zu benehmen und unterzuordnen hat. Fertig.
    Da brauchst du, Christian nichts runterzumachen oder blöd zu labern. Es ist Tatsache. Deine Kommentare zwischendurch, zeigen eher, wie Du versuchst Dich zu rechtfertigen. Und sie dann noch als nervig etc. hinzustellen ist frech. Genauso wie Du gemobbten Leuten einen Persönlichkeitsfehler hinzustellen. Irgendwie schon arrogant. Und deine Fräulein Schmidt als abhängiges Wesen zu sehen. Nicht als gleichwertigen Menschen. Arrogant. Eingebildet auch. Schau mal in den Spiegel. Deine arme bitchie zu Hause. Ja, es gibt genügend manspreading mansplaining Deppen und ja, es ist akzeptiert.
    Finito.

    • Das ist doch Satire, oder?
      Heute, wo zu viele Idioten genau solches im Ernst von sich geben, kann man da ja leider nicht mehr sicher sein …

      • „Heute, wo zu viele Idioten genau solches im Ernst von sich geben, kann man da ja leider nicht mehr sicher sein …“

        Wenn’s Satire ist, wo bleibt der Lacher?

      • Viele Feministen meinen solche Aussagen bitterernst. Erst wenn der Backslash kommt, wird auf „War nur Satiere!“ umgeschaltet. Deshalb kann man ja alles nicht mehr von Satiere unterscheiden weil die Realität diese schon lange eingeholt hat 😂 Ich nehme den Betrag von rockbertus ernst aber der Inhalt tangiert mich peripher.. Ist eher als Belustigung zu sehen.

        (vom Mobiltelefon gesendet)

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