„Der traurige Männerhass auf mächtige Frauen“

Immer wieder gibt es Artikel, bei denen jede Kritik an bestimmten Frauen darauf heruntergebrochen wird, dass Männer nicht ertragen können, dass da Frauen an der Macht sind.

Etwa diesen

Ich kann nur den Anfang lesen und tue den Artikel daher möglicherweise unrecht, ich nehme ihn aber zum Anlass über Artikel dieser Art zu lesen.

Sie fangen gerne damit an, dass sie Männer ja nun so und so lange an der Macht waren.

Dann die Darstellung der Frauen, die nun endlich mal an die Macht gekommen sind, quasi seit ein paar Jahren.

Und dann Darstellung der Kritiker, ohne Nennung von Namen und konkreter Kritik, sie stehen ja für eine bestimmte Gruppe Männer, als geradezu aus der Steinzeit kommend. Sie hätten kein Problem damit, wenn andere Männer sie nicht an die Macht lassen, sie haben nur etwas gegen Frauen, sie haben keine berechtigte Kritik an konkreten Handlungen und Ansichten, der Autor kann sich nur ein Motiv vorstellen, alles andere sind erkennbar Ausreden:  es ist für ihn ein klassischer identitätspolitischer Machtkampf, die Frauen sind an der Reihe, weil sie Männer in diesem Nullsummenspiel eh zu lang an der Macht waren, diesen Machtverlust ihrer Gruppe können die Männer nicht ertragen. Warum sollte man ins konkrete der Kritik gehen? Warum es mit der Kritik an Männern mit ähnlichen Positionen vergleichen? Das sind alles nur Einzelheiten, die den Blick auf das wesentliche versperren:

Sie sind Frauen. Die sind Männer.

Kann es offensichtlicher sein?

Es ist um so erstaunlicher, wenn sie meinen, dass Frauen eine aber Politik machen als Männer. Denn dann wäre es ja verständlich, dass die Politik kritisiert wird und das es inhaltlich andere Vorstellungen gibt.

Aber auch da gibt es natürlich in der Identitätspolitik eine klare Antwort. Die Frauen müssen aufholen bzw das schlichte absolut setzen einer bestimmten Position als nicht kritisierbar, was man auch daran sieht, dass Frauen (die richtigen Frauen, nicht solche,u die sich nur mit den Männern gemein machen) sie vertreten.

Eine tatsächliche Auseinandersetzung mit der anderen Position findet selten statt. Man lenkt statt dessen gern dazu über, dass man die toxische Männlichkeit bekämpfen muss, zum Wohle aller, dann würde auch niemand mehr Frauen kritisieren.

 

25 Gedanken zu “„Der traurige Männerhass auf mächtige Frauen“

  1. Noch mal 🤣:

    Das Aufmacherbild des Artikels zeigt Claudia Roth, Angela Merkel und Greta!

    Na, da hat sich Thore Barfuss aber drei Frauen rausgesucht, an denen vernünftigerweise wirklich absolut nichts zu kritteln ist.

    Wann hätte Roth jemals was dämliches gesagt?
    Wann hätte Merkel je einen ruinösen Fehler gemacht?
    Wer könnte vor der heiligen Jungfräulichkeit Gretas keine Ehrfurcht haben?

    Also wirklich, Männer sind das letzte. Hoffentlich wird Thore, wie erhofft, zur Frau h.c. ernannt. Das wäre verdient, finde ich.

  2. Das ist so unfassbar blöde. Mir ist das scheißegal, ob da oben er, sie oder es sitzt. Ich hätte nur zur Abwechslung mal wieder ganz gerne wenigstens ein paar Leute, die ihren Job auch können. Und da ist es mit der zunehmenden Anzahl von Frauen an der Macht bisher jedenfalls ganz sicher nicht besser geworden.

    Frau h.c. ist super, dass muss ich mir merken.

  3. Ich kann ihn lesen …

    er ist unsagbar blöde.

    Scheint so, als ob Thore Silvester nicht zum Schuss gekommen ist und unbedingt neue Anhänger*_innen braucht.

  4. Frau Merkel konnte ihren Job super.

    Zumindest wenn man nicht dem naiven Glauben aufsitzt, der Job eines Politikers sei das Wohl der Regierten. Sieht man den Job des Politikers als Erlangung und Erhaltung von Macht, hat sie das ganz großartig gemacht.

    • „#IfTheWorldHadNoMen Hillary still would’ve lost.“

      ^^

      Okay, habe mal ein bißchen durchgescrollt. Der scheint zu trenden, weil sich die Leute darüber beschweren warum sowas trended.

      Internet

  5. Treffend beobachtet. Ich lese das auch oft, manchmal auch nur so beiläufig, in Nebensätzen. Da steht dann „es ist bekannt, dass Männer keine Partnerin wollen, die mehr Geld verdient als Mann selbst“. Sagt wer? Steht wo? Und ich frage mich dann immer? Wieso ist das „bekannt“? Ich hätte ja nix dagegen, wenn da in Klammern igendeine abgespackte Studie der Universität Bad Oldesloe von 1992 aufgeführt würde, dann ginge das ja sogar schon okay. Gibts aber nicht. Ist einfach: bekannt.
    Wir haben 2020, der Mietmarkt ist wie er ist, die Gehälter sind wie sie sind – umso mehr Kohle meine Partnerin verdient, umso besser. Gerne auch drei-, vier-, fünfmal soviel! Da mache ich doch eher juhu und drehe Jubelrunden durch Stadien, als dass mir der xy abfällt vor lauter Scham und Kummer.
    Aber was weiß ich schon. Wie ich wirklich denke und fühle habe ich eventuell noch nicht gerafft, allen anderen ist es aber: bekannt.
    Viele Grüße,
    David

    • „Da steht dann „es ist bekannt, dass Männer keine Partnerin wollen, die mehr Geld verdient als Mann selbst“. Sagt wer? Steht wo?“

      Das steht in der feministischen Bibel „Der kleine Unterschied und seine großen Folgen“, bzw. in den nachfolgenden apokryphen Schrifen „Emma“ der Apostolin „Schwarzgeld Alice“.
      Hast Du die etwa noch nicht gelesen?
      Dann kann aus Dir auch keine anständige Feministin werden.

      • Ich bin offensichtlich eine besssere Feministerin(*In) als du. Und darf dich daher verbesserinnen: das von dir benante Standardwerkin heißt: “ Die kleine Unterschied und ihre großen Folginnen.“ Nix für ungut.

    • Die meisten Männer in meiner Alterskohorte (50+), die ich persönlich kenne, sind unzufrieden mit dem finanziellen Beitrag, den die Partnerin beisteuert. Denn die Kinder sind mehr oder minder aus dem Haus und keine einzige Frau ist nennenswert bei Pflege eingespannt. Trotzdem arbeiten die fast alle nur Halbtags oder weniger und lassen schön die Männer schuften.

      Und mir kommt keine Frau mehr ins Haus, bei der eigenes Einkommen und Erwartungshaltung an den Lebensstandard nicht in sinnvollem Verhältnis steht. Und die kann dann auch gerne 100x mehr verdienen als ich. Ich bin doch nicht bescheuert.

    • „Da steht dann „es ist bekannt, dass Männer keine Partnerin wollen, die mehr Geld verdient als Mann selbst“. Sagt wer? Steht wo? Und ich frage mich dann immer? Wieso ist das „bekannt“?“

      Im Grunde haben die teilweise damit recht, teilweise aber auch nicht.

      Zum einen stimmt das für Männer irgendwo, weil eine besser verdienende Frau in den meisten Fällen zu einer unstabilen Beziehung über lang oder kurz führen wird (und das wissen Männer, da sie nicht dumm sind, durch einfache Beobachtung der Umwelt.) Ganz davon abgesehen, dass das Kriterium „sie verdient viel Geld“ für Männer auf der Top 10 glaube ich ganz weit irgendwo hinten liegt, somit kein Ausschlusskriterium für die Partnerwahl darstellt. Da kann sie noch so viel verdienen: wenn sie das Aussehen nicht hat, hilft ihr das Geld auch nicht weiter.

      Zum anderen impliziert es, dass Frauen sich überhaupt auf jemanden abseits ihrer eigenen hypergamen default Einstellung einlassen würden, wenn derjenige einen niederigeren sozio-ökonimischen Stand als sie selbst hat.

      Im Grunde könnte Frau durch ihr eigenes Verhalten sich selbst aus der Misere schiffen, jedoch geht sie lieber dazu über, wie immer, die Männer für ihre eigene Unfähigkeit bzw. Anspruchsdenken bzw. Erwartungshaltung zu kritisieren.

      Ich sage es immer wieder: solche Frauen verdienen nicht einmal Mitleid, wenn sie alleine enden.

  6. Eine tatsächliche Auseinandersetzung mit der anderen Position findet selten statt.
    Seit wann steht Merkel für etwas?
    Irgendwas?
    Anyone?

  7. Ich kann (und will eigentlich auch) den Rotz nur im Anriss lesen. Da geht es um Männertypen, die „noch immer vom schwachen Geschlecht sprechen – und Frauen meinen“.

    Ja, ich zum Beispiel. Was, wenn nicht Schwäche kann der Grund dafür sein, dass Frauen bis heute nicht zum Militär eingezogen werden können? Warum brauchen sie nicht beim Fußball blutgegrätscht werden, sondern dürfen ihren eigenen Ballsport spielen? Wenn sie nicht zu schwach sind, sind sie dann vielleicht zu blöd für diese Tätigkeiten?

    Oder worin liegt der Mangel begründet?

    • Ach so, vielleicht geht es ja auch um mentale Stärke und Schwäche. Aber warum brauchen die Schneeflöckchen an der Uni dann Schutzräume, die sie vor Philosophen wie Ovid bewahren sollen? Warum schreien alle plötzlich auf, wenn irgendeine alte, restlüsterne FDP-Nase sich zu den Brüsten einer Journalistin äußert? Warum muss Goethes Geburtshaus mit Klopapierrollen beworfen werden, nur weil überempflindliche Geister in seinem „Heideröschen“ die Verharmlosung von sexualisierter Gewalt gegenüber Frauen sehen?

      Mentale Stärke und Schwäche kann daher wohl auch nicht gemeint sein.

    • Was, wenn nicht Schwäche kann der Grund dafür sein, dass Frauen bis heute nicht zum Militär eingezogen werden können?

      Auch, dass sie ohne ausufernde „Frauenunterstützung“ in den meisten Bereichen keinen Fuß auf die Erde kriegen und in den meisten wertschöpfenden Bereichen selbst mit ausufernder Frauenunterstützung nicht.
      Sie haben entweder gar keinen Bock oder sie sind nicht dazu in der Lage. Ersteres weisen Feministinnen als Möglichkeit weit von sich. Bleibt nur: Sie packen’s nicht.

      Feministen sind auch Frauen gegenüber unglaublich sexistisch.

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    Nach diesen 2 Stunden klickten 1050 auf „Nein“, 70 auf „Ja“ als Antwort auf „Teilen Sie die Meinung dieses Artikels“.
    Es besteht Hoffnung.

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