„Der traurige Männerhass auf mächtige Frauen“

Immer wieder gibt es Artikel, bei denen jede Kritik an bestimmten Frauen darauf heruntergebrochen wird, dass Männer nicht ertragen können, dass da Frauen an der Macht sind.

Etwa diesen

Ich kann nur den Anfang lesen und tue den Artikel daher möglicherweise unrecht, ich nehme ihn aber zum Anlass über Artikel dieser Art zu lesen.

Sie fangen gerne damit an, dass sie Männer ja nun so und so lange an der Macht waren.

Dann die Darstellung der Frauen, die nun endlich mal an die Macht gekommen sind, quasi seit ein paar Jahren.

Und dann Darstellung der Kritiker, ohne Nennung von Namen und konkreter Kritik, sie stehen ja für eine bestimmte Gruppe Männer, als geradezu aus der Steinzeit kommend. Sie hätten kein Problem damit, wenn andere Männer sie nicht an die Macht lassen, sie haben nur etwas gegen Frauen, sie haben keine berechtigte Kritik an konkreten Handlungen und Ansichten, der Autor kann sich nur ein Motiv vorstellen, alles andere sind erkennbar Ausreden:  es ist für ihn ein klassischer identitätspolitischer Machtkampf, die Frauen sind an der Reihe, weil sie Männer in diesem Nullsummenspiel eh zu lang an der Macht waren, diesen Machtverlust ihrer Gruppe können die Männer nicht ertragen. Warum sollte man ins konkrete der Kritik gehen? Warum es mit der Kritik an Männern mit ähnlichen Positionen vergleichen? Das sind alles nur Einzelheiten, die den Blick auf das wesentliche versperren:

Sie sind Frauen. Die sind Männer.

Kann es offensichtlicher sein?

Es ist um so erstaunlicher, wenn sie meinen, dass Frauen eine aber Politik machen als Männer. Denn dann wäre es ja verständlich, dass die Politik kritisiert wird und das es inhaltlich andere Vorstellungen gibt.

Aber auch da gibt es natürlich in der Identitätspolitik eine klare Antwort. Die Frauen müssen aufholen bzw das schlichte absolut setzen einer bestimmten Position als nicht kritisierbar, was man auch daran sieht, dass Frauen (die richtigen Frauen, nicht solche,u die sich nur mit den Männern gemein machen) sie vertreten.

Eine tatsächliche Auseinandersetzung mit der anderen Position findet selten statt. Man lenkt statt dessen gern dazu über, dass man die toxische Männlichkeit bekämpfen muss, zum Wohle aller, dann würde auch niemand mehr Frauen kritisieren.