40 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch

    • Ich glaube erstens, der Neo-Puritanismus von heute ist die reaktionäre Antwort auf die, die damals schon in den 70ern und 80ern stecken geblieben waren.
      Ich war Anfang der 90er im Lager von Teccno und damit im „linken“ Umfeld meiner Stadt isoliert – rauschhafte Exzesse galten auf einmal als anrüchig.
      Die Konzentration dieser Neo-Puritaner auf Hip-Hop zweitens fast zwingend, weil irgendwie „schwarz“ und mit Text einer „Analyse“ zugänglich.
      Wobei die Ignoranz gegenüber den Wurzeln heute lustige Kapriolen schlagen müsste. „N-Word are scared of Revolution!“ 🙂

      Man könnte die verborgenen Argumente von damals gegen Teccno so zusammenfassen: zu schnell, zu laut, zu sexy, nämlich zu körperlich, zu individualistisch, zu kollektivistisch (!), zu eskapistisch.
      Es ging ein – niemals so ausgesprochener – Bruch durch die „community“ und Böhmermann steht nicht umsonst für die Tradition des „deutschen Hip-Hop“ – also formal des konservativen Flügels.
      Sie haben uns nie verziehen, weil wir haben ihnen klar gemacht, wie sehr sie kulturell „aus der Zeit gefallen“ waren, nämlich mit 20 +x Jahren schon Tattergreis/in zu sein.

      Es ist für mich kein Wunder, unsexy, unkörperlich, anti-individualistisch und spaltend evangelisch-puritanisch ist das „neue“ Programm.
      Sie hassen, was sie weder können noch sind.
      Sie haben das „Nichts“ im Programm, weil sie nichts davon sind.

      Auf die alten Zeiten:

      Cheers! 🙂

      • @Crumar

        Na ja, also in den 90er Jahren war bei vielen Linken doch eher Crossover und Grunge angesagt. ev. auch noch ein bisschen Industrial. Natürlich auch die ganze elektronische Musik. Und der Mainstream-Teccno ist nun mal Mainstream-Teccno und unterscheidet sich nicht gross vom Münchner Oktoberfest. 🙂

        • Das geht m.E. ein wenig durcheinander.
          Acid House und Teccno aus Detroit gab es bereits Mitte/Ende der 1980er, Grunge begann mit Nirvana Ende ´91 populär zu werden. Im gleichen Jahr in Sachen Teccno die erste Mayday und die zweite oder dritte Loveparade.
          Crossover im Sinne von Rock+Hiphop würde ich als erste Etappe mit Beastie Boys+Run DMC 1986 ff. datieren, zweite Etappe Rage Against the Machine ab ´92.
          Industrial hingegen gab es schon Ende der 1970er, dann folgte EBM in den 80ern (auch ein Teccno-Vorläufer).
          Das Jahr, in dem Teccno Mainstream wurde, würde ich (mit dem Chart-Erfolg von Marusha) auf ´94 datieren und in der Tat, danach gab es schlimmen Kirmes-Teccno, aber weiterhin echte Perlen.

          Wenn man sich allerdings anschaut, wie lange die Clubs in D nun schon diese „elektronische Tanzmusik“ spielen, dann ist es eine Musikrichtung mit durchgehend über 30 Jahre währender Geschichte und Bestandteil deutscher Musikkultur. Rechnet man die Wegbereiter für elektronische Musik, so z.B. Kraftwerk, Klaus Schulze, Tangerine Dream u.a. dazu, dann sind es über 40 Jahre.

          Gerade in der deutschen Provinz haben es in den 90ern kleine Gruppen geschafft, lokal wirklich tolle Raves aus dem Nichts zu zaubern, während die Schnarchnasen damit beschäftigt waren, den neuesten Trend aus den USA zu kopieren (vornehm ausgedrückt: zu adaptieren).
          Deutschen Hiphop fasse ich übrigens – mit wenigen Ausnahmen – als Verbrechen gegen die Menschlichkeit auf. 😉

        • Die Ökos haben Techno abgelehnt, weil es Strom verbraucht und mit Maschinen gemacht wird, und weil es letztlich aus der Disco-Musik stammt die schon immer politisch unkorrekt war. Übrigens „Teccno“ ist eine furchtbare Schreibweise. 🙂

    • Ich finde es überaus faszinierend, wie solche Moden hin- und herpendeln. Auch die Art und Weise, wie sich der neue Puritanismus Bahn bricht, ist aufschlußreich.

      Eigentlich sieht man dadurch: sowas wie „progressiv“ gibt es gar nicht, nur unterschiedliche Ansichten und Geschmäcker. Der Anteil von Menschen, der nicht mit liberaler Offenheit klar kommt, ist offensichtlich nicht gerade klein. Wobei auch das schon wieder daneben trifft, denn gerade die Neopuritaner verwerfen ja nur einen Teil dieser Offenheit, während sie den anderen (etwa Zuwanderung) regelrecht zelebrieren und hemmungslos romantisieren.

      Ist das ein Erbe des Protestantismus? Im katholischen München wohl kaum, ansonsten haben/hatten die Alt-Puritaner zwar ähnlich spaßfreie Moralvorstellungen, aber ihr Leben war nicht nur von Kargheit, sondern vor allem auch von Arbeit geprägt, damit haben es die Neopuritaner jetzt nicht mehr so.

      Ich scheitere daran, mich in den Typ Mensch hineinzuversetzen. Auch die Gegenseite ist mir immer eher fremd geblieben, wie Don Alphonso ja auch so schön schreibt: es war ein Leben für diejenigen, die es sich leisten konnten. Man hat es beobachtet, die Leute ein bisschen beneidet und sich an den halbnackten Werbeschönheiten ergötzt. Eine Traumwelt, die den meisten in der Realität verschlossen blieb. Irgendwann hatte man genug Geld verdient, aber war mittlerweile zu alt dafür.

      Auch der Neopuritanismus wird nicht das Ende vom Lied sein, es wird sicher wieder umschlagen, die Frage ist lediglich in welche Richtung, es wiederholt sich ja nie 1:1, sondern hat immer andere Prioritäten, Begründungen, blinde Flecke und Übertreibungen.

  1. Noch 2-3, die als Weiße durchgehen. Da geht also noch etwas in Sachen mehr Diversity!

    Und wie wir alle Wissen, brauchen wir mehr Diversity, um die vielen Potentiale zu nutzen, die z.B. in Frauen stecken.
    Aber wenn jmd. keine Hetero-Männer einstellen will, geht das voll in Ordnung. Das ist keine Diskriminierung. Bitte weiter gehen…

    Weiße kann man ja einfach nicht diskriminieren. Sie sind ja eine Mehrheit und haben logischerweise daher die Mehrheit aller höheren Posten inne… aber eben auch die am unteren Ende und über die darf nicht gesprochen werden, denen darf nicht geholfen werden, nachher hat noch jemand womöglich Mitgefühl!

    Leading private schools have turned down a donor’s £1milion offer saying scholarships should be for pupils from all backgrounds.

    The two top schools are at the centre of a race row after a philanthropist claimed they rejected scholarships for poor white boys.

    [..]

    Sir Byran, 96, attended both schools on scholarships and wanted to help disadvantaged white British boys because they perform worse at school than nearly every other ethnic group.

    Recent studies show they are less likely to attend university than their peers and they perform relatively poorly in exams.

    https://www.telegraph.co.uk/news/2019/12/30/race-row-leading-private-schools-turn-donors-1m-offer-help-poor/

    Weiß Jungen in UK erreichen schlechtere Ergebnisse wie andere Ethnien. Wer speziell ihnen helfen will, wird abgeblockt. Hilfe soll allen gelten und darf sich nicht nur auf eine bestimmte Gruppen konzentrieren…

    wenn diese Gruppe weiße Jungen oder Männer sind.

    • „Aber wenn jmd. keine Hetero-Männer einstellen will, geht das voll in Ordnung.“

      Du hast aber schon deine eigene Verlinkung gelesen, dass das zu einer Entschädigungszahlung geführt hat, oder?
      Man kann die Welt auch schwärzer sehen, als sie ist.

      • Klar, aber es wird jetzt schon seit Jahrzehnten über Diskriminierung bei Einstellungen geredet und trotzdem dacht hier jemand das es i.O. keine Hetero einzustellen. Denkst die die gleiche Person würde es auch okay finden, wenn jemand keine Schwulen einstellen will? Diese Mindset gibt es immer wieder. Mit Weißen oder Männern kann man es ja machen…

        • „Denkst die die gleiche Person würde es auch okay finden, wenn jemand keine Schwulen einstellen will?“

          Woher soll ich das wissen? Ich könnte vermuten, dass die Person bereit ist, jeden zu diskriminieren, solange es dem Geschäft dient. Aber ich weiß es nicht. Du aber meinst, es zu wissen, und schaffst dir damit deine eigene unnötig schiefe Wahrnehmung der Welt, die Du dann hier an andere weitertratscht.
          (Was Dir natürlich frei steht. Und mir steht es frei, Dich und Deine potentiellen Leser darauf hinzuweisen 😛 )

          • Ich habe diese Doppelstandard, das es ok ist eine Gruppe zu diskriminieren, eine andere Gruppe aber keinesfalls schon oft gesehen.

            Mich würde es wundern, wenn es hier anders wäre.

            Genau deswegen wird ja auch sowas verbreitet:

            Diskriminierung von Weißen und Männern ist keine Diskriminierung, weil die Menschen in Machtpositionen ja mehrheitlich weiß und männlich sind. Hörst du davon jetzt das erste Mal?

          • Du unterstellst dem Ladeninhaber bloß den (von dir zu recht kritisierten) Doppelstandard. Damit gehst du aber einen Schritt über das hinaus, was der Fall hergibt: Dass hier jemand diskriminierende Standards hat. Dass er auch noch Doppelstandards hat, ist völlig unerwiesen. Eine Möglichkeit habe ich ja versucht, dir aufzuzeigen: Der Ladenbesitzer ist einfach nur gierig.

            Natürlich weiss ich, dass es die von dir beschriebenen Doppelstandards gibt. Ich kommentiere hier nicht zum ersten Mal, falls es dir nicht aufgefallen ist. Und ich finde diese Doppelstandards/-moral zum Kotzen, sie ist Ausdruck einer riesigen Dummheit. Nur geht es mir auch gegen den Strich, wenn Menschen (hier: du) diese Doppelstandards überall verorten, wo es auch nur passen KÖNNTE. Denn der m.M.n. dahinterstehende Wunsch, ein Feindbild zu pflegen und die Welt schlechter zu sehen, als sie ist, ist Ausdruck einer ähnlich großen Dummheit.

  2. Würde ich denken, dass das bei ÖR die bestimmende Einstellung ist, würde ich die auch nicht so kritisieren. Aber Leute, die dort deutlich mehr Sendezeit einnehmen wie der Ebert, haben es als nötig erachtet, nicht nur nicht so zu handeln, sondern eben auch noch genau die gegenteilige Einstellung zu propagieren, dass man gerade nicht neutral berichten und dem Zwangsfinanzierer seine eigene Meinung bilden lassen soll.

    Und das sehe ich nicht ein warum ich jemanden bezahlen soll, damit er mir ungefragt seine Meinung sagt – die ich oft für falsch halte – und diese auch noch über eine große Plattform verbreiten kann.

      • Vor allem knallharte Forderungen:

        Klar, Unternehmen müssen wirklich verinnerlichen, dass sie Frauen haben wollen – und sie nicht nur aus Marketing- und Zeitgeistgründen suchen. Die Politik soll natürlich einen guten Rahmen setzen: Also etwa das Ehegattensplitting abschaffen und eine Quote nicht nur für den Aufsichtsrat einführen, um mit charmanter Penetranz mehr Frauen an die Tische der Entscheider zu setzen.

        Außerdem Niedermachen erfolgreicher Frauen, die sich nicht an die gewünschte Agenda halten.

        • Also etwa das Ehegattensplitting abschaffen

          Wenn das eingeführt wird und dann auch noch gemeinsame Konten verboten werden (inkl Verbot, dass jemand Verfügungsgewalt über das Konto eines anderen hat), man könnte dem Pay Gap beim Schrumpfen zusehen.

          Dem Happiness-Gap in gleichem Maße beim Wachsen, aber für Gleichstellung sind wir bereit, jedes Opfer zu bringen, nicht wahr?

        • „Klar, Unternehmen müssen wirklich verinnerlichen, dass sie Frauen haben wollen“

          Warum? Gibt es da auch Gründe für?

          Gründe gegen Frauen:
          Bei gleichen Personalaufwand machen sie weniger Stunden und sind zudem öfter krank.

  3. „Title IX, passed in 1972, transformed American sports — it decided girls deserved the same opportunities as boys to play sports. From then on, men and women in college had to receive equal treatment on the playing field and equal funding for their athletic programs. Now the United States produces many of the best female athletes in the world.

    But that equality stops at graduation.

    Before Title IX, women were head coaches of more than 90 percent of women’s college teams. Passage of the law flooded women’s sports with money and created many more jobs, many of which went to men. Now about 40 percent of women’s college teams are coached by women. Only about 3 percent of men’s college teams are coached by women.

    That means that men have roughly double the number of opportunities to coach. It only gets worse higher up the administrative ladder: 89 percent of Division I college athletic directors are men.

    Without equal opportunities to lead, women don’t.“

    Problem dabei ist nur das Frauen diese „equal opportunities“ haben. Sie müssen es nur tun.

    „When a woman doesn’t lead well, it’s evidence that women can’t lead. When a man doesn’t work out, he wasn’t the right fit. Women need to be twice as good, often while working twice as hard, to stay in the game. A lot of women leave. And when you let an entire category of people disappear from your talent pool, everyone suffers.

    By not diversifying, college teams are quite literally leaving points on the field.

    Adding women to leadership roles improves the overall performance of a team, across fields. According to a Harvard study, gender-balanced teams perform better than male-dominated teams. A 2019 Harvard Business Review study found that “women outscored men on 17 of the 19 capabilities that differentiate excellent leaders from average or poor ones.” Another analysis of gender studies shows that when it comes to leadership skills, men excel at confidence, whereas women stand out for competence.“

    Interessant wäre ja die Frage wie eine gender-balanced team performed im vergleich zu einem female-dominated team. In diesem Themenfeld, wo eigentlich nur als Ergebnis herauskommen darf das Frauen besser sind, ist es sicherlich sinnvoll diese verlinkten Studien sehr kritisch zu sehen. Bei den 17 von 19 geht es anscheinend nicht um Tatsachen, sondern wie anderen Männer und Frauen bewerten. Der Unterschied ist dort sehr of < 2%.

  4. Via Fefe: https://blog.fefe.de/?ts=a0f0cc43

    Die freiwilligen firefighters in aussiland, welche „arbeitslos“ gemeldet sind, bekommen ihre Zuschüsse gestrichen, weil sie sich neben dem Kampf gegen das Feuer nicht engagiert genug um die mindestens erforderliche Stellen Anzahl bewerben würden.

    Die Regierung hat sicher damit zu tun die wahren Probleme des Landes zu bekämpfen: Der Mangel an Diversity! /s

    • Kommando zurück sie bekommen 300$/Tag für max. 20 Tage…

      Wie es aussieht wird das allerdings noch Monate weitergehen mit der Feuersbrunst..

  5. Of course, there was a certain relief at having the physical attacks against us recognized: Finally, the mainstream media and even liberal and left-wing politicians and activists were speaking up about the violence against us after such a lengthy, inexplicable silence. Some argued that it took so long to speak up about these anti-Semitic attacks because the majority of the perpetrators were not white supremacists but African Americans — members of a community that is itself marginalized and frequently under attack.

    That may be true. But if it is, it’s upsetting, not only because it erased our suffering but because of the racist underpinnings of such a view. After all, it was hardly the African American community in its entirety that was committing or even supporting these acts. They were committed by individuals, often young and sometimes mentally ill individuals. And though there was precious little by way of condemnation, it wasn’t like these acts of violence and vandalism were supported by our African American neighbors.

    Welch eine Differenzierung! Zeitgleich sprechen in US-Universitäten und großen Medien „Professoren“ & andere „Experten“ darüber das alle Weißen sich ihres verinnerlichten Rassismus bewusst machen sollen und wie man ihre weißen Söhne davor bewahrt White Supremacist zu werden.

    Ähnliches sieht man bei Frauen, die Verbrechen begehen. Da suchen dann Richter nach irgendwas in deren Vergangenheit, was dann Schuld daran ist das sie das Verbrechen begangen haben und was dann den Schluss zulässt das sie ja im Grunde ihres weibliches Wesens ein guter Mensch ist und nur eine utzi-dutzi- Strafe verdient hat.

  6. Nun, das ist der Beweis, dass Rassismus und Anisemitismus in den USA mainstream sind:

    Nur gaaanz anders als gedacht, vor allem von linken Bigotten.

  7. My name is Li Wojehowski. I am originally from the Hudson Valley, NY. I grew up in Orange County and am a graduate of SUNY New Paltz. I identify as queer and nonbinary, and consider myself an intersectional feminist.
    With considerable effort over many months, I managed to work my way into the life of Eric Francis Coppolino. I was a fan of his work and wanted to meet him and be his friend. I was in his life of my own choice and free will. At no time did he seek me out.
    I spent considerable time alone with Eric under several different circumstances, and he was honest, direct and in no way ever harmed me.
    I have never seen Eric engage in any inappropriate behavior or misconduct. In my experience, he is a gentle person who aspires to do no harm.
    Eric and I sometimes had ideological disagreements. Like other locals who identified as feminists, I was angry about his article, “Take a Step Back,” published in Chronogram. This article called for equal treatment of male and female abuse survivors, and called out the potential false accusation problem in the Me Too movement.

    [..]

    I joined the Me Too Kingston movement against him (there were no other targets), and offered my services as an organizer. I attended several meetings, the purpose of which was to get Eric fired from all of his jobs. There was no attempt at restorative justice. The goal was to destroy his career.

  8. Über die Genderama-Jahresrückblick:
    Was ist eigentlich aus der kleinen Anfrage bez. Geschlechtergerechtigkeit beim Thema Jungen+Bildung passiert. Die –Schande über das Haupt der anderen Parteien– von der AFD gestellt wurde: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/108/1910813.pdf

    Die Regierung muss darauf doch antworten: https://www.bundestag.de/presse/hib/650606-650606
    Vollständige Antwort hier:

    Klicke, um auf 1911287.pdf zuzugreifen

    Wollen wir das mal gemeinsam zerpflücken oder macht es jemand alleine?

  9. Interessante Bewusstseinstheorie, die ich noch nicht kannte (Übersetzung mit deepl):

    „Orchestrierte objektive Reduktion (Orch OR) ist eine biologische Philosophie des Geistes, die postuliert, dass Bewusstsein auf der Quantenebene innerhalb von Neuronen entsteht, anstatt der konventionellen Ansicht, dass es ein Produkt von Verbindungen zwischen Neuronen ist. Der Mechanismus wird als ein Quantenprozess namens objektive Reduktion angesehen, der durch zelluläre Strukturen, Mikrotubuli genannt, orchestriert wird. Es wird vorgeschlagen, dass die Theorie das harte Problem des Bewusstseins beantworten und einen Mechanismus für den freien Willen bereitstellen könnte.[1] Die Hypothese wurde erstmals Anfang der 1990er Jahre vom theoretischen Physiker Roger Penrose und dem Anästhesisten und Psychologen Stuart Hameroff aufgestellt. Die Hypothese kombiniert Ansätze aus Molekularbiologie, Neurowissenschaften, Pharmakologie, Philosophie, Quanteninformationstheorie und Quantengravitation.[2][3]
    .
    Während die Mainstream-Theorien behaupten, dass das Bewusstsein entsteht, wenn die Komplexität der von den Gehirnneuronen durchgeführten Berechnungen zunimmt,[4][5] Orch OR stellt fest, dass das Bewusstsein auf einer nicht berechenbaren Quantenverarbeitung basiert, die von Qubits durchgeführt wird, die kollektiv auf zellulären Mikrotubuli gebildet werden, ein Prozess, der in den Neuronen signifikant verstärkt wird.[6] Die Qubits basieren auf oszillierenden Dipolen, die überlagerte Resonanzringe in helikalen Bahnen durch die Gitter der Mikrotubuli bilden. Die Oszillationen sind entweder elektrisch, aufgrund der Ladungstrennung durch Londoner Kräfte, oder magnetisch, aufgrund des Elektronenspins – und möglicherweise auch aufgrund von Kernspins (die länger isoliert bleiben können), die in Gigahertz-, Megahertz- und Kilohertz-Frequenzbereichen auftreten.[2][7] Orchestrierung bezieht sich auf den hypothetischen Prozess, durch den Bindeproteine, wie z.B. Mikrotubuli-assoziierte Proteine (MAPs), die Reduktion des Qubit-Zustandes beeinflussen oder orchestrieren, indem sie die Raum-Zeit-Trennung ihrer überlagerten Zustände modifizieren.Letzteres basiert auf der objektiven Kollaps-Theorie von Penrose zur Interpretation der Quantenmechanik, die die Existenz einer objektiven Schwelle für den Kollaps von Quantenzuständen postuliert, die mit der Differenz der Raum-Zeit-Krümmung dieser Zustände in der feinskaligen Struktur des Universums zusammenhängt.[9]
    .
    Orch OR wurde von Anfang an von Mathematikern, Philosophen[10][11][12][13] und Wissenschaftlern[14][15][16][17][18] kritisiert, was die Autoren dazu veranlasste, viele der peripheren Annahmen der Theorie zu revidieren und auszuarbeiten, wobei die Kernhypothese beibehalten wurde.[19] Die Kritik konzentrierte sich auf drei Punkte: Penroses Interpretation des Gödelschen Satzes; Penroses abduktives Denken, das die Nicht-Berechenbarkeit mit Quantenprozessen verknüpft; und die Ungeeignetheit des Gehirns, die von der Theorie geforderten Quantenphänomene zu beherbergen, da es als zu „warm, nass und geräuschvoll“ angesehen wird, um Dekohärenz zu vermeiden. Mit anderen Worten, es fehlt ein Bindeglied zwischen Physik und Neurowissenschaften bei der Verfolgung einer Theorie von allem[20]. Allerdings wurden in den letzten Jahren einige Beweise erbracht.“

    übersetzter Auszug von:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Orchestrated_objective_reduction

    Gefunden habe ich den Hinweis auf:
    http://jason-mason.com/2019/11/20/die-geheimnisse-von-quantencomputern-teil-2-wissenschaftliche-beweise-fuer-die-existenz-der-menschlichen-seele/

  10. The End of the World is always nigh

    „But the apocalyptic vibe in Texas, home to both David Koresh and a very big plant for assembling nuclear weapons, felt like a more condensed version of a zeitgeist that was abroad in the culture more generally. Anxieties about jihadi terror, global warming and the decline of the West were widespread, and zombie plague movies were just starting to take off. Society, it seemed, was in a state of apocalyptic arousal, and I detected a weird undercurrent of yearning, as if some people liked it. But why?“

    https://unherd.com/2019/12/the-end-of-the-world-is-always-nigh/?=frbottom

  11. Wegen 159 facher Vergewaltigung zu 30J verurteilt, vermutlich aber 190 Opfer (männlich): https://www.tagesschau.de/ausland/grossbritannien-prozess-vergewaltiger-101.html
    „…Er ist wahrscheinlich der schlimmste Vergewaltiger, der weltweit je vor Gericht gestanden hat, mindestens aber in Großbritannien“

    „Verbrechen etwa zehn Jahre unentdeckt“

    „…Allein die Menge der Beweise ist eine Herausforderung. Das ist so viel wie 1500 DVDs….“

    „…. Die meisten Opfer erfuhren allerdings erst durch Lisa Waters von einem speziellen Betreuungszentrum, dass sie überhaupt vergewaltigt wurden. „Manche Männer kamen in ihrer Familie nicht mehr zurecht und mussten sie verlassen. Andere bekamen Selbstmordgedanken“, berichtete Waters.“

    Wäre vielleicht gut männlichen Opfern, erfahrene männlich Hilfesteller zur Verfügung zu stellen…

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